^ä© «a8 8923 •“* jur . 5t nidit in un9fit im vmmen- acht. ff» Wwk WchM : ^brend seines j Stottern.- Unterzeichnete [ Big. entgegen- en bevorsithen- ung des Hem l.J. beginnen nehmen bcab- 1 eühier schriftlich i ans den dem erkennen geben. -VerckS. icert, Regt. dir. 116- Heiden Agenten fl Hi 739,671» t1 1,394,386. :ü)7,5'3’ 5,652,071. • 948,813. ,'bie ton 36 Pr°--«t ,m !■ 3""““'6 ^x6»* | iider. obiz- ’ LrÄS vkrteljährts 1 fl. 12 kr. mit Bringrviohn. Durch bit Psst biogen vterteljShrtg i fl. 29 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mir Ausnahme Sonntag-. Expebittsn: Lanzleiber^ At. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen. Rr. 123. Freitag den Deutfdjfanö. Darmstadt, 28. Mai. Der Finanzausschuß hat eine Erhöhung des Schulgeldes für alle Gymnasien des Landes in Anregung gebracht. Das Ministerium erkennt die Zweckmäßigkeit der Erhöhung für die höheren Classen an. Für Besoldung der Volksschullehrer hat der Finanz-Ausschuß die geforderten 201,518 fl. (gegen 134,518 fl. für 1872, also 67,000 fl. mehr) zu bewilligen beantragt, von welcher Summe jedoch nur der wirklich notwendige Bettag verausgabt werden dürfte. Hierbei hat er sich auch gegen die Errichtung eines dritten Lehrer-Seminars, vielmehr für eine Vereinigung der beiden bestehenden Seminarien in eine einzige mit tüchtigen Kräften besetzte, für alle Consessionen bestimmte Anstalt ausgesprochen. Darmstadt, 29. Mai. Zuverlässiger Nachricht zufolge ist heute Morgen das zweite Söhnchen des Prinzen Ludwig, der 2 ^jährige Prinz Friedrich Wilhelm, aus dem ersten Stock des prinzlichen Palais auf die dortige Terrasie gefallen und bis Mittag nicht zum Bewußtsein zurückgebracht worden. (Franks. Journ.) Berlin, 28. Mai. Ob das Münzgesetz noch in dieser Session zur Erledigung kommen wird, ist augenblicklich noch nicht abzusehen. Die Arbeiten bezüglich der Ergänzung des Gesetzes über das Reichs-Papiergeld sind noch nicht weit genug gefördert, um es wahrscheinlich zu machen, daß auch noch diese Angelegenheit zum Abschluß gelangen möchte. Es fehlt übrigens nicht an Stimmen, welche diese Wendung nicht beklagen und es im Gegentheil für vor- theilhafter erachten, wenn das Münzgesetz in der nächsten Reichstags-Session erledigt wird, zumal da in derselben die Vorlegung des Banknotengesetzes mit Sicherheit zu erwarten ist. Berlin, 28. Mai. Die „Prov.-Corresp." enthält ausführliche Mittheilungen über die Ereignisse in Frankreich. Der Artikel schließt: „Die Einsetzung der neuen Negierung in Frankreich, welche sich lediglich auf Grund der inneren Verhältnisse in Frankreich vollzog, scheint die Beziehungen zum Auslände, nainentlich die Erledigung der noch schwebenden Verpflichtungen Deutschland gegenüber, nicht zu berühren. So sehr es als eine politische Ehrenpflicht erscheint, gerade in dem Augenblick, wo der bisherige Präsident der französischen Republik unerwartet die Stellung aufzugeben genöthigt ist, nochmals auszusprechen, wie derselbe durch loyales, staatsmännisches, umsichtiges Verhalten vor Allem beitrug, das Friedenswerk zwischen Frankreich und Deutschland und die Ausführung desselben zu beschleunigen, so liegt es doch der deutschen Regierung fern, ihre Erwägungen und Wünsche betreffs der Beziehungen zu Frankreich irgendwie auf das Gebiet der inneren Politik des Nachbarlandes auszudehnen. Unser Verhältniß zur neuen französischen Negierung wird sich einzig nach der Haltung bestimmen, welche dieselbe zu Deutschland, namentlich bezüglich der Erfüllung der übernommenen vertragsmäßigen Verpflichtungen, beobachtet. Nach den ersten Ankündigungen ist zu erwarten, daß die jetzige Regierung in dieser Beziehung lediglich die bisherige Politik fortzusetzen Willens ist. Wenn von verschiedenen Seiten theils Hoffnung, theils Besorgniß geäußert wird, daß Frankreich unter der neuen Negierung von confessionellen Gesichtspunkten aus einen Einfluß auf die auswärtige Politik einränmen werde, so mag diese Annahme sich auf Erwägung innerer französischer Parteiverhältnisse gründen. Es ist jedoch zu bezweifeln, daß dieselben nut irgend welchem Erfolge in Betreff der Stellung Frankreichs in Fragen der auswärtigen Politik zur Geltung gelangen sollten. Unter allen Umständen darf Deutschland mit völliger Sicherheit und Ruhe auf die neue Entwickelung der französischen Verhältnisse blicken." — Der Schah von Persien trifft Sonnabend Nachmittag 51/2 Uhr hier ein. Auf dem Potsdamer Bahnhof findet feierlicher Empfang statt. Berlin, 28. Mai. Die außerordentlichen Mehrforderungen für militärische Zwecke scheinen gar kein Ende zu nehmen. So haben die vereinigten Ausschüsse für Landheer und Festungen die extraordinäre Verwendung einer Summe von 13,253,800 Thlr. zur Verbesserung der Kasernen und Ergänzung der Traiudepots und artilleristischen Etablissements beim Vundesrathe beantragt. In den Motiven zum bezüglichen Anträge heißt es: Die Erfahrungen der letzten Kriege haben, indem sie die Vortheile einer vorsorglichen Bereithaltung des Kriegsmaterials in ausgedehntestem Umfange und damit auch die Unentbehrlichkeit der zur Aufbewahrung der Vorräthe erforderlichen Räume unter allem Zweifel gestellt haben, Die Ueberzeugung von der Nothwendigkeit dieser Einrichtungen noch mehr besestigt. Ferner hat die ui jüngster Zeit allerorts plötzlich eingetretene unverhältnißmäßige Steigerung der Wohnungspreise die Schwierigkeit der Unterbringung der Truppen in Vürgerquartieren mit) damit die Nothwendigkeit der außerdem zur besseren Ausbildung der Soldaten äußerst wünschenswerthen Erbauung von Kasernements noch schärfer als früher auf- treten lassen. Trotz des unausgesetzten Strebens der Militärverwaltung, jenen Erfordernissen aus den etatsmäßigen Mitteln gerecht zu werden, ist es bisher nicht gelungen, in völlig genügendem Maße die Befriedigung der vielfachen Anforderungen zu fördern, auch ist bei den gesteigerten Preisen des gesammten Armeebedarfs für die nächste Zukunft keine Aussicht vorhanden, den bedeutenden Kostenaufwand zu den hier beregten Zwecken innerhalb der Grenzen des Militäretats aufzubringen zu können. Angesichts des in allen Nachbarstaaten 30. Mm ISIS. bemerkbaren Strebens, die Heereseinrichtungen in jeder Beziehung und möglichst rasch zu vervollkommnen, erscheint ein längeres Säumen in Beschaffung der für nothwendig erkannten Einrichtungen bedenklich. Vielmehr erheischt es die Lage des Deutschen Reichs zwischen mächtigen Staaten mit starker Heeres- Organisation, die Einrichtungen, welche zur Erhöhung der Kriegstüchtigkeit unseres Heeres und zur Vollendung der Vertheidigungsfähigkeit des Landes als nöthig erkannt worden sind, schleunigst auszuführen .... Berlin, 29. Mai. Herr Lasker ist von der Leipziger Universität zum Doctor juris honoris causa creirt worden. — Die heute ausgegebene Nummer der „Germania" ist von der Polizei mit Beschlag belegt worden. München, 25. Mai. Die „Südd. Post" schreibt: „Nachdem über den Gang der Voruntersuchung gegen Adele Spitzeder Mittheilungen in die Presse gelangten, die nach amtlicher Ansicht nur durch eine Verletzung des Amtsgeheimnisses sich erklären Mßen, wurde Disciplinar-Untersuchung eingeleitet. Da der vom Untersuchungsrichter in dieser Sache eidlich vernommene hiesige Correspondent des „Niederb. Kur." sich weigerte, die Quelle anzugeben, so wurde er vom Untersuchungsrichter zu einer Haftstrafe von drei Tagen ver- urtheilt, wogegen ihm auch die ergriffene Berufung nichts half." Metz, 26. Mai. Die gestern früh aus Versailles hierher gelangte Nachricht von den dortigen Vorgängen, dem Sturze Thiers' und seiner Ersetzung durch Mac Mahon, hat unter der französisch redenden und meistens auch noch so denkenden Bevölkerung von Metz wie eine Erderschütterung gewirkt. Bestürzung und Verwirrung zeigte sich auf allen Mienen über dies unerwartete Ereigniß. Noch größer wurde diese Erregung der Gemüther, als schon gegen Abend desselben Tages mehrere angesehene und reiche Familien, die früher dahier gewohnt, jedoch optirt hatten und ausgewandert waren, schleunigst hierher zurückkehrten, um ihren Wohnsitz wieder dahier zu nehmen, da sie Angesichts solcher bedenklicher politischer Evolutionen lieber unter dem verhaßten, aber doch ruhigen und starken Scepter Deutschlands leben wollen, als täglich neuen und beunruhigenden Ueberraschuugen ausgesetzt zu sein. Einer dieser Zurückgekehrten, den wir heute Morgen sprachen, ein Mann von politischer Bildung und Einsicht, behauptet, daß kein Franzose, der sein Vaterland liebt, trotz des bisher makellosen Namens des neuen Präsidenten der Republik, der gewissermaßen nur den Schild bilden soll, mit dem die ultramontanen und monarchischen Parteien ihr verderbenbringendes Gebahren verdecken wollen, Vertrauen zu der über Nacht in Scene gesetzten Negierung haben kann, namentlich wenn man die Ministerliste betrachtet, und daß selbst die Anhänger der siegreichen Parteien, dies Mißtrauen wohl fühlend, sich ihres Sieges in Wahrheit nicht zu freuen wagen. — Auch wir halten diese Auffassung für die richtige. Für die Befestigung der deutschen Regierung im Neichslande können aber solche Vorgänge im Nachbarlande nur von günstiger Wirkung sein, den die Bevölkerung ist bei Vergleichen der Regimes beider Länder unbedingt gezwungen, unserer staatlichen Ordnung den Vorzug zu gewähren, und geben die fortwährenden Nückwanderungen in die alte Heimath ein sprechendes Zeugniß von dem Umsichgreifen dieser Anschauung. UefleiTeidj. Wien, 28. Mai. Bis zur Stunde ist die Regierungsveränderung in Frankreich auch hier nicht notificirt worden. — Der Kaiser von Rußland wird nächsten Sonntag hier ankommen. Frankreich. Paris, 27. Mai. Ein Theil der Deputirten, die sich am letzten Samstag hmreißen ließen, gegen Thiers zu stimmen, bereuen dieses bereits. Dazu gehören vor Allem die, welche bis zur Krisis zum linken Centrum Perier gehörten, sowie viele Orleanisten, die angefangen, einzusehen, daß sie nicht für sich, sondern zunächst für die Bonapartisten die Kastanien aus dem Feuer geholt haben. Da die Legitimisten unter dem Vorwand, daß man die Imperialisten nicht vor den Kopf stoßen dürfe, viel auf diese halten, so sind die Führer «.derselben bereits mächtiger, als die der Orleanisten, und die Regierung ist gezwungen, den bonapartistischen Forderungen wegen Besetzung der Präfectur- Stellen mehr Rechnung zu tragen, als den Ministern vielleicht lieb ist. Im neuen Cabinet selbst wird wegen der Polizei-Präfectur von Paris gewühlt. Die Bonapartisten verlangen nämlich, daß man Renault (er sei Orleanist) entsetzt, und einem der Ihrigen seine Stelle gibt. Die Orleanisten wollen aber nichts davon wissen, weil sie befürchten, daß dann eines schönen Morgens ein Staatsstreich (die Polizei ist bekanntlich ganz bonapartistisch gesinnt) gelingen könnte und sie wie 1851 nach Mazas geführt werden. Ob das Cabinet sich halten kann, wird zum großen Theil davon abhängen, wie die Republikaner und Radikalen sich verhalten, und ob sie der neuen Negierung keine Gelegenheit geben, daß sie durch Gewaltmaßregeln der schwierigen Lage, in der sie sich befinden, ein Ende macht. — Auch'die Clericalen von Lyon zogen gestern Nachmittag, 3000 Mann stark, vom Place St. Jean nach dem bei Lyon gelegenen Wallfahrtsorte Fourviers, um der Schutzheiligen der Stadt ihren Dank für die „Befreiung von Thiers" vorzubringen. Unterwegs sangen sie das „Magnificat.“ machen. v BsrMtschteS. 311 ft u von Liebig. sam gen fahre, s schchlich der Bcv Erfolge heim aus ewigem schon g, srühzeitij die Slufj 5 Gemeind aljo uit1 Friedsril äufnal einen 2 gesunde viel bür Es ist ®ra , 2515) in den forster. 3m 2498 Hellen feinst h y ge! weisen in uns werden. Die; lheilunc hie Gro iu Bau Sestern i ^oßhxr btt d Sifn! verletz k r Dre r einer bereite teter | zu b°' si-du vom r eines Strotz daß si zu 0' menflo «nichts liebenc und 6 unsere römis^ gestellt Entgcc wcrth' Haber, bestens tär im' gemach ger Zei gelegene schäfiigi den, siel sein Ws Er luui sich vck seine 0i nocb toi volistreei tion un' Darmstadt, 28. Mai. Das jetzt festgcstelltc officielle Programm der Feier deS 25jäh- riqen Jubiläums des Großhcrzogs geht dahin: Am 16. Juni, Abends 6 Uhr, Ginläuten mit allen Glocken; halb 10 Uhr, Serenade, von der Bürgerschaft gebracht. 17. Juni, Morgens 7 Uhr, Geläute; um 9 Uhr Gottesdienst; um 10 Uhr Versammlung der Behörden und Aller, welche sich am Fcstzug betheiligen, auf vem Rathhause. Morgens halb 11 Uhr Zug in das schtz London, 28 Mai. Wie „Reuter's Office" meldet, machen die Republi- kaner in Spanien große Anstrengungen, Espartero zu bestimmen, daß er die Präsidentschaft der Republik annehme JlußlunÖ. Petersburg, 29. Mai. Nachrichten aus Chiwa zufolge haben die Chisak-Abtheilung von Kasalinsk des Expeditionscorps ihre Vereinigung bemerk- fteHißt. — Der Schah von Persien verläßt heute Petersburg. WiJ 1 ' .ü * ____ _____ , Name Liebig fortleben in dem Munde der !Nachwelt/für welche er diese edlen Schätze gehoben hat. Ist er doch einer der ersten, , von dankbarer Mutterlippe genannt, das Ohr des Kindes berührt! Tönt er doch trostbringend wieder auch in dem Herzen des Greises, welcher, gekräftigt durch die ihm von Liebig gewürzte Nahrung, die Bürde des Alters minder drückend empfindet! Und einigen sich doch alle Lebensalter zum Lobe des Meisters, wenn ein Jeder von der Ueberzeugung durchdrungen ist, daß er, ausgerüstet von ihm, der erhöhten Anforderung des Augenblicks eine höhere Leistung enlgegenzubringen vermag, der Reisende, Anstrengungen länger zu ertragen, der Soldat, den Strapatzen des Krieges besser zu trotzen, der Arbeiter, ein größeres Maaß von Arbeit zu verrichten! Wird nicht der Name Liebig auch >n den Wohnstätten des Leidens gepriesen, wenn mit Hülfe der heilkräftigen Mittel, welche sein Genius gespendet, dem erschöpften Körper neue Kräfte zuströmen, oder wenn die Angst vor dem drohenden Schmerz in glücklicher Bewußtlosigkeit gelöst wird, oder wenn endlich der Schlaf, erquickend und gesundheitbringend im müden Auge sich einstellt? Alle diese Worte des Dankes aber verklingen in dun tausurdstimmigeu Jubelchore des Landmanns, wenn er sc .ncud des großen Mannes gedenkt, dessen Lehre ihn in den Stand gesetzt hat, nicht nur die Fruchtbarkeit seines Ackers zu sichern, sondern den Ertrag seiner Ernten auf der Höhe oes gesteigertem Bedürfnisses zu halten! 9Jiit solchen Empfindungen wird die Nachwelt auf das erhabene Bild Lieb i g' s zurückblicken. Allein für diejenigen, welche mit ihm gelebt haben, für die zumal, welche -in glücklicher Stern in seine Nähe geführt hat, flicht sich in die Bewunderung des großen Forschers die köstliche Erinnerung an all' die herrlichen Eigenschaften des edelsten Mannes, des liebevollsten Lehrers, des hingehendsten Freundes. Es sei einem Schüler Liebig's, der viele Jahre mit ihm verkehrt hat, gestattet, auch noch des Chara.cters des Heimgegangenen, wenn auch nur in wenigen Schmelz. Bern, 28. Mai. Der Berner Große Rath hat bei der Berathung de« KirchengescheS die Civilehe mit großer Mehrheit angenommen. 42 Mitglieder beantragten die neue Vorlage des vom Volke verworfenen Ges-tzes nber die Erhöhung der Besoldungen. - Di- Minderheit des Großen Mathes des Cantons Neuenburg legte bei dem Bundeorath Berufung em gegen den Beschluß des Großen Mathes, das neue Kirchengesetz nicht zur Volksabstimmung zu bruW-n. Das „Journal de Genöve" veröffentlicht einen Ge- setzentwurf über die Organisation des katholifchen Cnltus. Hiernach wird der Canton in Parochien eingetheilt. Die Parochie ernennt den Pfarrer und eine Commission mit administrativen Befugnissen. Der von dem Pfarrer zu leistende Eid entspricht dem bisherigen. Der Gesammtcultus wird durch eme besondere Oberbehörde — „conseil supärieur“ — geleitet. Dieselbe besteht aus 20 Laien und 5 Geistlichen, welche sämmtlich gewählt werden. Eine Suspension der Geistlichen kann der Staatsrath wegen Amtsverletzung, die Dlocesanbehorde wegen eines Disciplinarvergehens verhängen. 3kfijien. Brüssel, 29. Mai. Man schreibt der „Jnd6pendance" aus Versailles: Es gehe das Gerücht in der Kammer, Graf Chambord sei in Frankreich angekommen. Die Rechte beabsichtigt eine Interpellation betreffs der Instructionen an den Gesandten Fournier wegen des Klostergesetzes. Omnia nos itidem depascimur aurea dicta, Aurea, perpetua semper dignissima vita. Wenn ein solcher Mann aus unserer Mitte scheidet, ein Mann, in dem wir unsere schönsten Ideale verkörpert sahen, und dessen geistiges Schaffen wir für alle Seit mit tausend Fäden in das Leben der Nation verwebt wissen, da muß m uns Men das Verlangen erwachen, auch das äußere Bild des Geschiedenen, wie er unter uns wandelte, in weithinleuchtender Form den kommenden Geschlechtern zu erhalten. Wer ist in dieser Versammlung, der nicht von dem Wunsche beseelt wäre, daß sich m kürzester Frist die Statue des großen Forschers erhebe, set's an der Stelle, wo seine Wiege stand, und der er treue Anhänglichkeit bis an's Ende seines Daseins bewahrte, sei's, wo ihm der Abend seines Lebens dahinfloß und wo er die letzte Ruhestätte gefunden, sei's endlich in der lieben Universitätsstadt an den Ufern der Lahn, von der er den Ruhm des deutschen Namens in die entferntesten Wclt'.heile getragen hat, und mit welcher die Erinnerung an seine glänzendste Thätigkeit für alle kommenden Betten verknüpft ist? Verwirklichen wir diesen Gedanken; vereinigen wir uns zu dem edlen Werke! Ueberlassen wir die Ehre, dem Andenken des großen Meisters den Zoll der Dankbarkeit bezahlt zu haben, nicht einem späteren Geschlechte! Wir, die wir ihm tu Füßen gesessen, wir, die wir an seinen Lippen gehangen, die wir seine Hand in der unsrigen gehalten haben, wir seine Schüler, seine Freunde, feine Zeitgenossen, wollen ihm das Standbild errichten! An Hülfe wird es nicht fehlen, m allen Gauen unseres Vaterlandes wird ähnliches Verlangen empfunden, ja weit über die Grenzen Deutschlands hinaus, in allen Ländern des Erdballs wird man es für eine Ehre galten, sich an dem Werke zu beteiligen, und wir dürfen der frohen Hoffnung leben, daß schon nach wenigen Jahren unserem großen Meister ein Denkmal erstehen wird, wie es reicher und schöner keinem anderen deutschen Naturforscher jemals geworden ist. ermäßigen.^ - . 26. Akai Thicrs Hal einen Thcil des Vormittags damit verbracht, daß er die Wegschaffung seiner Gemäldegalerie beaufsichttgte. die in verschiedenen Sälen des Hotels der Präsidentschaft untergebracht war. Er empfing eine Deputation des Versailler Municipalrathes. und einer ber Tepu- tirten äußerte bei dieser Gelegenheit, er hoffe, daß man ihn eines Tages wieder auf seinem Posten als Präsident der Republik sehen werde. Thiers begnügte sich zu lächeln, ohne ein Wort zu erwidern. Was den alten Staatsmann am meisten verletzt hat, war der Umstand, daß Mac Mahon m seiner Proclama- tion kein einziges Wort der Theilnahme und Anerkennung für ihn gesagt hat. Thiers, der es nicht vergessen hat, daß der Marschall ihm seine hohe mtljta- rjschx Stellung verdankt, die es demselben erleichterte, seine Niederlage bei Wörth etwas in Vergessenheit zn bringen, hat sich nicht enthalten können, einige Deputirte der Linken auf diesen Mangel an Schicklichkeitsgefuhl aufmerksam zu (Schluß aus voriger Nr.) Es wäre seltsam gewesen, wenn ein Forscher, dem sich das Pflanzenleben in so wunderbarer Weise erschlossen, nicht auch die Gesetze des thtenschen Lebens nut m den Kreis seiner Studien gezogen hätte. In der That sehen wir ihn denn auch«schon wenige Jahre nach dem Erscheinen des epochemachenden Werkes über Agncullurchemie, mit einer Arbeit auf dem verwandten Gebiete, mit seinem Buche: „Die orgamiche Chemie in ihrer Anwendung auf Physiologie und Pathologie" an die Oeffentuchketl treten. Und von dieser Erstlingsarbeit an, welche der Forschung neue Wege bahnte, bis an den Spätabend seines Lebens hat Liebig nicht aufgehort, für die Losung bet mannichfaltigeu bei dem Studium der Processe im Thierkorper sich aufdrangenden Fragen seine besten Kräfte einzusetzen. .. f Diesen Anstrengungen entsprechend sind auch hier die Erfolge. Ebenso wie m den Ansichten über die Ernährung der Pflanze, ist auch in der Auffassung des thtenschen Ernährungs-Processes mit den Arbeiten Liebig's ein völliger Umschwung eingetreten. Seine bewunderungswürdigen Untersuchungen über die Bestandtheile des Thierkorpers und die sich aus ihnen ergebende Auffassung des Stoffwechsels führten ihn zur Unterscheidung der blutbildenden und fettbildenden Nährstoffe, der plastischen und der Nespirationsmittel. Sie gaben neue Aufschlüsse über den Athmungsproceß und gestatteten die ersten klareren Einblicke in Ursprung und Wesen der thtenschen Warme. Wie diese Ergebnisse rein wissenschaftlicher Forschung sich schnell im Dienste des Lebens verwerthet haben, wem wäre es unbekannt geblieben? Wer wüßte nicht, daß unsere Hausfrauen aus Liebig's Munde zum ersten Male erfuhren, auf welche Worten, zu gedenken. .... n r In seinen Beziehungen zu den Menschen von einer Gradhetk, die keine Verstellung kannte, von einer unbestechlichen Wahrheitsliebe, der selbst ein unwahrer L-cherz zuwider war; jedes Wort, jede Bewegung gewinnende Freundlichkeit, doch stets gepaart mit maaßvoll.r Würde, dte den Unberufenen fern hielt. Im Umgang mit vertrauten Freunden von einer einfachen Herzlichkeit, die Alle mit unwiderstehlichem Zauber erfüllte; das Gespräch in diesem Kreise stets bedeutend durch den Inhalt seiner Aeuße- rungen, in denen Adel der Gesinnung neben fast kindlicher Heiterkeit des Gemüthes, Bewußtsein eigener Kraft neben bereitwilliger Anerkennung fremden Verdienstes sich funDQüb. Im Streit mit dem Gegner jede zweifelhafte Taktik verschmähend und nur seiner guten Sache vertrauend: durch unberechtigten Widerspruch leicht reizbar, und dann hochaufflaminend und im heiligen Eifer wohl auch einmal über das Ziel hinaus- schießend, aber im nächsten Augenblick schon einer besseren Ueberzeugung zugätiglich und selber versöhnungsbcdürftig, stets bereit, die Bitterkeit der Debatte in begütigenden Worten zu lösen. Den Schülern gegenüber, bei aller Gemessenheit des Benehmens, von einem liebevoüen Wohlwollen, in dem auch der Schüchternste Er- muthigung fand, von einer selbstlosen Hingebung für die Strebsamen, welcher kein Opfer zu groß war, und von einer werkthätigen, weit über die Zeit des persönlichen Verkehrs hinausreichenden Theilnahme für alle diejenigen, welche gezeigt batten, daß sie einer Leistung fähig seien. Was er auch nach dieser Richtung hin der Wissenschaft genützt hat, indem er nicht nur die eignen Schüler, sondern einen großen Theil der jungen Generation der Fachgenossen thatkräftig gefördert hat, „cs ist" — um die Worte zu gebrauchen, in denen er selber von Humboldt spricht — „es ist nicht zur Kunde der Welt gekommen, allein es ist in unser Aller Herzen zu lesen." Aber tiefer noch als die Erinnerung an das liebevolle Wohlwollen, welches er uns entgegentlug, an die Unterstützung mit Rath und That, welche unsere A beiten bei ihm fanden, an die fördernde Hülfe, welche - beglückend, weil unverlangt — unsere späteren Lebenswege geebnet, tiefer ist es in unsere Herzen eingegraben, daß er 1 mis gab, was uns als das Höchste erscheint: die Liebe zur Wissenschaft- Und mir, bem es vergönnt war, die schönsten Jugendjahre in der Nähe des unvergleichlichen Mannes zu verleben, mir, der ich ihm mein Alles verdanke, und dem er ein väterlicher- Freund war durch's Leben mir sei es gestattet, die Gesühle auszusprechen, mit denen wir, seine Schüler, auf unsere Lehrzeit zurückblicken. Dankbar wie wir ihm : dafür sind, daß er zuerst das Buch der Naturerscheinungen für uns aufschlug und ihre : keheimnißoolle Sprache uns deutete, hoch wie uns die Kunst gilt, die er uns lehrte, die Kunst, das Ganze in seine Theile zu scheiden, und die Theile wiederum zum Ganzen zu vereinen, groß wie er uns dasteht, als Vorbild der Opferbereitschaft im Dienste der Wissenschaft, der unerfchütterlichen Ausdauer im Ankämpfen gegen Schwierigkeiten, der strengsten Gewissenhaftigkeit in der Beobachtung und der rücksichtslosesten Wahrheitsliebe in der Deutung der Erscheinungen, — für höher und größer und dankenswerther halten wir es, daß er das heilige Feuer in uns weckte, daß er die Begeisterung für die Forschung in uns anfachte, daß er uns gewöhnte, die Naturer- kenntnitz als die höchste Aufgabe des Menschen zu betrachten! Wohl gelten von ihm die Worte, mit denen Lucrez fein hohes Vorbild feiert: Tu pater, es re rum inventor, tu patria nobis Suppeditas praecepta, tuisque ex, inclute, chartis, Floriferis ut apes in sallibus omnia libant, be ten in' »»n militärischer Seite. Am 17. Abends F-stball in der „Vereinigten Gesellschaft." - MtrieaVÄ den Flei chreichihnm einer onderen'Regierungsblatt enthält di- Ernennung d-s Senator« Dr. Jur Otto Wendt in Rostock -um Än" den minder''Äa'ittisüaien europäischen Nationen fngänglich gemacht hat. und ordentlichen Prosessor in der luristischen Fakultät in Gießen und d-s °rd-ntl,ch-n Profesiors der feu"e Me^pffStanZ Bande umschlingt?" ffie? endlich wäre beS Theologie Dr. Keim in Zürich »um ordentlichen Professor ,n der evangelisch-theologischen Fatal- , rf ~ k.P 11-,.p Neaieruna! Wenn man die Summe dessen in's Auge faßt, was Liebig für das Wohler- — Rothschild hat heute eine Unmasse Renten gekauft, nm Die neue "gl be§ Genscher auf dem Gebiete der Industrie oder des Ackerbaues oder der ru unterstützen. Varis ist vollständig ruhig. Doch wird dasselbe noch Dag mfIeßC ber Gesundheit geleistet hat, so darf man kühn behaupten, daß kein anderer irnn starken Reiter-Patrouillen durchzogen. Der Soir schreibt iro- Gelehrter in seinem Dahinschreiten durch die Iah'.Hunderte, der Menschheit em «s anzueignen. Wir können diese drei Parteien wegen ihrer Weisheit im Siege nicht M ,) man versichert, soll die Majorität der Nationalversammlung, um der Wiederkehr der Negierungskris^li vorzubeugen, beschlo sen haben, die Unverantwortlichkeit des Präsidenten der Republik zu sichern und die Dauer seiner Vollmachten auf 5 Jahre festzusetzen. — Morgen stader eine Eonferenz der Minister der Finanzen und des Handels mit dem Präsidenten £ E!?£nSoi. statt, nm die Mittel zu suchen, welche gestatten die Gesetze über die Besteuerung der Rohstoffe aufzuheben oder die Tarife öu ?. oder btt ?} Qnbtrtt ®unbe d„ Ktz rf'tftnb cm, b'rn®? Ein 9®i der er- •? öerniöB, fotzen bei 1 ?errichlen! lel«b wenn erichöpsten schmerz in Mckend und Zaukes aber '.c nenb be§ W nur die lu’ der Höhe ^Litbiz's W, weicht Äderung bt§ "des edelsten A hat, ge- w wenigen keine Verstel- ^abrer Zcherz stets gepaart nit vertrauten m Zauber' er- mner Aeuße- >es Hemülhes, erdienstes sich hcnd und nur reichar, und s Ziel hinaus- ng zugänglich (batte in bemessenheil des lüchteinste Er- , welcher kein es persönlichen gl halten, daß er 2l>issmschast aßen Tbeil der ist" - um die - „es ist nicht eien.“ en, welches er unsere A'beiten unverlangt - graben, daß er lüft Unb mir, rwerglei'chlichen ii er ein vätcr- -zusprechen, mit /wie wir ihm fschlug und ihre e er uns lehrte, wiederum M irbcreitschast int ikämpsen gegen ib der rucksichts- her und größer eckte, daß er die e, die Murergelten von ihm NN, in dem «r -tu wir sur alle da muß m un§ en, wie er* iu erhalten- *?, H l'»'» Stelle, m l""‘ aieittä W* tt Ruhestätte ^ der Lahn, °" "wir ihm ‘ □eitflenoff01' ' ÄmS-u-n bii StenjW tidneSN vc, geworden > iebß.l ftuti inb0® kSK« „tlll W" Kttlogis^ " in >töt Literarisches. Häufig genug hat daS neugierige Auge unserer Damen, der prüfende Straße, wohin er ihnen mit dem bluttriefenden Messer in der Hand folgte. Als er ober sah, der dem Trünke ergeben und bisweilen Geistesstörung gezeigt haben soll, hat, wie verlautet, aus Eifersucht seiner Frau mit einem Messer den Bauch aufgeschlitzt und auch noch andere Körperverletzungen beigcbracht. Der rc. Windlcr ist bereits an's Kreisgericht hier eingeliefert und hat sich die Gerichts-Commission nach dem Orte der That zur Aufnahme des Thatbestandes begeben. Die Frau soll noch leben. — Eine blutige Tragödie spielte sich am Sonntag Morgen in einer Straße in Wahlworth, vielleicht willkommene Belehrung gewidmet sein. Die Redaction einigt sich in 8 Damen. Namhafte künstlerische Kräfte, 7 Zeich- nennnen und 6 Zeichner, liefern das Material, welches 25 Holzschneider beschäftigt, daneben aber noch für die Modenkupfer 24 Stahl-Stecher und -Drucker und 3 beim Druck beschäftigte Mädchen beansprucht. Colorirt werden die Modenkupfer von 16 Eolonstcn und 42 Coloristinnen. daß sie feiner Wuth entgangen seien, verübte er Selbstmord, indem er sich den HalS von Ohr zu Ohr abschnitt. Die verwundeten Kinder wurden in ein nahegelegenes Hospital geschafft. Frankfurt. Zu den reizenden Naturgenüssen, welche unser jetzt im herrlichsten Blumenflor prangender Palmengarten bietet, hat sich vurch die Wiedereröffnung der im vorigen Jahre errichteten Kunsthalle (links vom Eingänge) ein neuer Anziehungspunkt gesellt, welcher dem kunstliebenden Publikum angelegeutlichst empfohlen werden muß. Eine zwar kleine, aber gehaltvolle und abwechslungsreiche Gallerie von Gemälden ist daselbst aufgestellt, in welcher sich zunächst unsere heimischen Künstler beinahe vollzählig finden, daneben aber auch Münchener, Düsseldorfer, römische und französische Maler mit Beiträgen vertreten sind. Während die Mehrzahl der ausgestellten Werke dem Privatbesitz hiesiger Kunstfreunde angehört und nur durch deren freundliches Entgegenkommen zeitweilig hier der Oeffentlichkeit überlassen worden ist, fehlt es' auch nicht an werthvollen Piecen, welche birect aus den Ateliers ihrer Schöpfer kommen, um hier ihre Liebhaber, beziehentlich Käufer zu finden. Freunden und Kennern des künstlerischen Schaffens sei daher der Besuch der Ausstellung bestens empfohlen, und wir sind überzeugt, daß sie Jeder mit hoher Befriedigung verlassen wird. Darmstadt, 26. Mai. Gestern Abend fand in der großen Ochsengasse zwischen Militär und Civil eine großartige Schlägerei statt, wobei ersteres von der blanken Waffe Gebrauch gemacht haben soll. — Der in Iowa erscheinende „Jasper Republican" erzählt folgende Geschichte: „Seit einiger Zeit hatte eine Schaar Musquakies-Judianer ein Lager in dem nordwestlich von Colfax r?n ber Druckerei der Modenwelt sind beschäftigt 10 Setzer und 4 Correctoren; 7 Maschinenmeister und 14 an den Maschinen beschäftigte Mädchen; 1 Papierzähler und 1 Papierfeuchter, 4 Satin,ree, 1 Feuermann und 1 Abzähler für die fertigen Nummern. — Dazu kommen noch 13 Stereotypeure, 2 Buchbinder zum Falzen und 4 Falzerinnen. 0 , Die Expedition, das Packen und Ausfahren der Packete beschäftigen schließlich Personen. Also in Summa 205 Personen, 78 weiblichen und 127 männlichen Geschlechts, sind unermüdlich thätig, der schönen Leserin alle vierzehn Tage den willkommenen Rather und Helfer am Toilettentische zu schaffen. Wenn der Verleger beim Verbrauche solch enormen Arbeitsmaterials den Preis für die einfache Ausgabe auf nur 12'/2 Sgr. und für die Ausgabe mit Kupfern auf IVe Thlr. vierteljährlich stellen kann, so wird Dies nur durch den Massenabsatz ermöglicht, dm die Modenwelt allerdings mehr als jede andere Modenzeitung gefunden Hal. a nur eine mäßige Saatfurche vertragen kann, allein immerhin sind zeitweilige Controlversuche gut, weil es nicht gut ist, immer das zu glauben, was gelehrt wird. einer südlichen Vorstadt Londons ab. Ein Zimmermann, Namens Siblev, dessen Benehmen Blick der sorgsamen Hausmutter, sich Raths erholt in der Modenmelt"- Ins, bereits seit einiger Zeit guten Grund zu der Annahme gab, daß sein Geisteszustand ein zerrüt- nächste Balltoiletle oder daS neue Sommercostüm in „gediegener Elesanr“ ru schaffen teter fei, attaquirte, durch das Schreien eines seiner Kinder ärgerlich gemacht, seine Frau, die chn oder wie den Bedürfnissen der Heranwachsenden Kleinen in „geschmackvoller Einfachheit“ zu beruhigen suchte, nut einem Tranchrrrnesser. Er ergnfl sie bei den Haaren und nachdem er abzuhelfen sei; der Rath wurde in der reichen Fülle des Materials leicht oefunlX sie durch das Zimmer geschleppt, brachte er ihr einen Schnitt am Halse bei, der den Kops fast doch selten ist dabei wohl bedacht worden, welche Arbeitskräfte sich entfalten müllen vom Rumpfe trennte. Dann stürzte er sich auf seine vier laut weinenden Kinder, verwundete, ein Werk wie die Modenwelt in solch seltener Vollenduna und Allseitigkeit ru scballeu eines, am Arme und ein anderes am Kopfe; die anderen beiden Kinder flüchteten sich auf die Eine kurze Notiz hierüber mag Vn kunVSS des iRnnn vnif hnm hlitfK-ii'fnnSntt STDpfirr in hpr .CSnnS FnTnfn 9116, pv nficr fnh ™: rr X., ... ™ .r........ . . • v ... ., r . ■ 9 * Hltll Uly gelegenen Walde aufgeschlagen, wo sie sich ruhig verhielten und mit Jagen unb Fischen re. beschäftigten. Vor Kurzem erhielten sie ihre Jahrgelder, wodurch sie in den Stand gesetzt wurden, sich geistige Getränke zu verschaffen. Siner der Indianer ermordete in berauschtem Zustande sein Weib; seine Stammgenossen richteten ihn und verurtheilten ihn zum schlaflosen Hungertode. Er wurde demgemäß auf einen Holzblock so festgeschnallt, daß die einzige Erleichterung, die er sich verschaffen konnte, darin bestand, daß er seinen Kopf von einer auf die andere Seite legen, seine Augen wenden und die Zunge bewegen konnte. Man reichte ihm weder Speise noch Trank, noch wurde ihm gestattet, zu schlafen. Unter beständiger Bewachung wurde das Urtheil so lange vollstreckt, bis der Indianer starb. Mit charakteristischer Ruhe ertrug er die Qualen der Situation unb gab nach achttägiger Tortur unter fürchterlichen Leiben feinen Geist auf." Laudwirthschaftliches (Mitgetheilt von der höheren landwirthschaftlichen Lehranstalt in Worms.) Zum Gypsen des Klee's. Mehrfach würben bit Lanbwirthe schon barauf aufmerksam gemacht, baß bas Gypsen bes Klee's nicht, wie von altersher gebräuchlich im späten Frühjahre, sondern schon im Winter vorgenommen werden müsse; allein, mir bei allen landwirthschaftlichen Lehren, so braucht auch hier die bessere Lehre Jahrzehnte, bevor sie von der Masse ber Bevölkerung Anerkennung finbet. Es müssen bah er immer unb immer wieber bie nützlichen Erfolge vorgeführt werben, bamit allmählig ber Eifer zur Nachfolge wächst. Friebrich Jung- cheim aus Neusans berichtet uns, baß er Anfangs bes Monats Januar bieses Jahres ein mit ewigem Klee bestelltes Feld zur Hälfte gegypst habe unb baß auf biesem Theile ber Klee jetzt schon gut um 2 Zoll höher sei, als auf dem anberen Stücke. Der Gyps erlangt durch daS frühzeitige Ausbringen eine vollkommenere Lösung und vermag aus diesem Grunde günstiger auf die Aufschließung der Bodenbestandtheile zu wirken. Rohrkultur. Einem Berichte der Bürgermeisterei Hälingen zu Folge hat das dortige Gemeindesumpfland im Jahre 1872 einen Erlös für Rohr von 98 Thaler pro Morgen erbracht, also weit mehr als das beste Weizenland bringen kann. liebet den Einfluß der Ackerbestellung auf die Noggensaat wurde uns von Friedrich Müller auf Hof Scnnbach mitgetheilt, daß er im vorigen Herbste ein Feld, das zur Aufnahme von Roggen bestimmt war, in der Art vorbereiten ließ, daß die Saatfurche auf dem einen Theil 6 Zoll, auf dem anderen nur 4 Zoll tief gegeben wurde. Herr Müller hat nun gefunden, daß auf dem mit tiefer Saatfurche vorbereiteten Lande sich der Roggen über Winter viel dünner gestellt hat, als da, wo das Land nur eine vierzöllige Saatfurche empfangen hatte. Es ist zwar eine von den Praktikern seit langer Zeit anerkannte Thatsache, daß der Roggen Börsen berichte. Frankfurt a. M., 29. Mai. Die Börse eröffnete heute in sehr günstiger Stimmung und erfuhren Speeulationseffeeten, besonders Creditaetien schon bei Beginn wesentliche Cours- aufbefferungen. Als Ursache der festeren Tendenz darf hauptsächlich wohl der gute Verlauf der Liquidation zu betrachten fein. Das Fehlen einzelner Speeulationseffeeten bei der Liquidation veranlaßte die Contremine zu bedeutenden Käufen zu schreiten, welche zur Hebung der Course beitrugen, andererseits waren es aber auch höhere Pariser (Rente 90.90) Berliner und Wiener Course, welche das Geschäft belebten. Im Laufe des Verkehrs trat eine kleine Ermattung auf niedrigere auswärtige Course ein, die jedoch, als später abermals bessere Notirungen einliefen, wieder teilweise, vor Schlußnotiz, ausgeglichen wurde. Ueber die Lage Berlins war heute eine beruhigtere Stimmung vorherrschend. Staatsbahn eröffneten mit 348 unb blieben nach 346, 347, sonach 8r. Helwig, Anmeldungen werden im Hotel Cinhorn entgeaen- genommen. I Fahnenweihe! Am zweiten Psingstfeiertage findet die Fahnenweihe des hiesigen Gesangvereins statt und erlaubt sich derselbe Freunde des Gesangs zu diesem Feste einznladen. Steinberg, am 29. Mai 1873. Der Dorstand. Wenzel’s Garten. ausgeführt Montag, am ä. Pfingstscicrtagc: Großes Coneert, vom ganzen Musik-Corps des 2. Großt). Hess. Infanterie-Regt . Nr. U6 ß unter Leitung des Kapellmeisters Herr» Krauss e. Dienstag, am 3. Feiertage: Großes (tnnccrt, aus,-fahrt Mm ganzen Musik-°rpS M Wem Jäger-Bat. N>. 8 zu Wetz, ar, unter Leitung des ««Ml- metstcrs Henn Oh st. .»« Anfang 5 Uhr. Entrec is fr. ä Person. Bei günstiger Witterung im Gurten. NB. Mitbringen von Hunden ist unter keine» klmständeu gestattet- (2581) J5losart- Verein» Erste Stiftungsfeier heute Abend II Uhr 3 Minuten in der Tonhalle 2585) bei Am 2. Pfingstsciertage: T a ll ) m u | i h Georg Lenz, Wieseck. Butzbacher Brod! 2582) Meinen geehrten Kunden zur Nachricht, datz ich der Feiertage wegen erst von Samstag dem 7. Juni an wieder wie gewöhnlich eintreffen werde und halte mich bis dahin bestens empfohlen- Butzbach. Ioh. PH. Rumpf. ^sn^rortobrorin k! 2520) Ein ordentlicher Junge kann unter jilt ClllC ollßtlicrill)icnn ♦lgUten Bedingungen bei mir in die Lehre Carl S e l z e r I. treten. 8 Ausl. £ Buchs l>er persönliche Schutz am 3. 1) (2583) 2) 3) 1566) So eben ist erschienen die 33. ~ , des weltbekannten, lehrreichen Lang-Göns, am 28. Mai 1873. Der Notstand der Spar- und Leihkaffe zu Lang Göns. (Eingetragene Genoss nschaft): A. Henrich, Dircctor. General-Versammlung Pfingsttags den 3. Juni l. J.- Vormittags 10 auf dem Gemeindehaus. Tagesordnung: Beucht über die GeschäftSergebniffe d-s Jahres 1872 »ebn Rechnungsabhör vom Jahr 1872, sowie Dechargirung d.S Vorstandes. Ergänzungswahl des Ausschusses. Statutenmäßige Berathung und Beschlußfassung, namentlich über Vertheilurg dcs Remgewmuis und wegen Enthebung des Controleurs von seiner Function. Eine Zrlavi-.rlchrcrin, die mit dem besten Erfolge ihre Schüler stets unterrichtet, eine brave Frau und treue Mutter, seit Jahren unter der Last unverschuldeter Unglücksfälle aller Art im Stillen leidend, sieht ie(V, bei ber gänzlichen Verdienstlostg- feit ihres kranken Mannes, nicht mehr die Möglichkeit vor Augen, ihn, ihre drei Kinder und sich selbst weiter zu bringen, ohne die augenblicklich durchgreifende Hilfe barmherziger Menschen. In der Nahe einer kleinen Stadt lebend, niedergedruckt von täglich sich häufenden Sorgen, hat sie nach und nach all' ihr Hab und Gut zugesetzt, wagte nicht zu klagen und zu bitten, und steht nun vor ihrem gänzlichen Rum, wenn es nicht gelingt, ein kleines Kapital herbei- zuschaffen! , Die Unterzeichnete — leider nicht in der Lage, der Armen — über deren Wirken und Leben die besten Zeugnisse vorliegen, wklche auf Wunsch eingesandt werden können, - dauernd zu helfen, — wendet sich hierdurch an alle milden Herzen und Hände, an alle Freundinnen der Musik, mit der Bitte um ein Sckerflein für jene tapfer Kampfende, die einst bessere Tage gesehen! Die Re- dactiouen her Musikzeitungen nehmen gewiß gütig jeden Beitrag unter der Chiffre R. entgegen und veröffentlichen auf Verlangen auch die Namen der freundlichen Geber! Aus warmem Herzen erläßt diesen Ruf an warme Herzen Spar- und Leihkalle zu Lang - Gäus (Eingetragene Genossenschaft.) 2567) Eine möblirte Wohnung vor 2—3 Zimmern wird auf gleich zu miethen gesucht. Offerten mit Preisangabe unten Chiffre G. G. besorgt die Exped. o. Bltts. Loncett-Anwige. Im Schütscngarten zu Wetzlar am 1. Pfingstsciertage: Grosses