Gießener Anzeiger Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen »873 Nr 200 Amtlicher Tl) eil. Gießen, am 28. August 1873. sammen zu halten seien. P o fi11fdj er Theil. Deutsch fand. aber auf dem sogenannten „Vilbeler Berge" brachen die ersten Soldaten Vierteljährig 1 ft. 12 fr. mir Brtnzerlohn. Durch bi« Sleft bezogen vierteljährig ft. 29 fr. den Maßregeln thunlichst zu unterstützen. Gießen, den 20. August 1873. freunde 3; ^' »rschen-r täglich, mit nahme Somrtags- ÄLpeditioa: Lanzleiber^ QiL B- Nr. 1. mft wirb zu poi ei dn gptb b. ? Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Röder. - mochte sich aus etwa fünfzig belaufen. Anfangs bedrohte man die unter den mJnTVtrb nnf ftAhtifrfiZ Poften aeickmückt. j Strapazen hingesunkenen Soldaten mit dreitägigem Arrest, sobald sie nicht Darmstadt, ^26. August? Das „Mainzer Journal" schreibt unterm'weiter marschiren würden! In wirklich bejammernswerthem Zustande langte TO W - ^d garaM ^Knochtn^ vt M bt 0 6, Bekanntmachung. Mit Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 19. Juni d- I. bringen wir hiermit weiter zur Kenntniß der Betheiligten, daß die nächsten Prüfungen in folgender Weise vorgenommen werden: v r . ~ Freitag den 12. September d. I. und folgende Tage: für diejenigen, welche im Jahre 1854 geboren sind; Ä f . Dienstag den 16. September d. I. und folgende Tage: für diejenigen, welche im Jahre 1855 geboren sind; s ~ Freitag den 19. September d. I. und folgende Tage.^ für diejenigen, welche in dem Jahre 1856 .geboren sind; . . , rn. . ~ ~ , sowie diejenigen, welche im Jahre 1853 geboren sind und welchen ausnabmswnse gestattet wurde, sich rm Herbste b. 3- der Prüfung zu unterziehen. , Jeder, welcher sich der Prüfung unterziehen will, hat ein möglichst ausführliches vitae curriculum zu den Acten zu geben, soweit dies bis jetzt noch Prüfungen beginnen an jedem Tage INorgenA 8 Uhr im Locale der polytechnischen Schule dahier. Darmstadt, den 18. August 1873. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. ' Pabst. Strecker. Polizei-Reglement. Nach dem Auftreten der Cholera in verschiedenen Städten Deutschlands erscheint es nach Ansicht der zuständigen Sanitätsbehörde, sowie einer zu Erörterung dieser Frage besonders zusammengetretenen Commission von Sachverständigen geboten, daß, wie dies bereits m unseren Nachbarstadten geschehen auch hier sofort eine zwangsweise Desinfektion der Aborte und Senkgruben für Küchen- und Spülwasser in Ausführung gebracht werde. Es wird daher mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 15. l. Mts. Nachstehendes verfügt: 1) Alsbald nach dem Erscheinen dieser Bekanntmachung werden sämmtliche Abtritte, sowie Abtrittsgruben und Senkgruben sur Küchen- und Spülwasser in hiesiger Stadt unter polizeilicher Controls inittelst Eisenvitriol und Carbolsäure desiiisicirt werden. 2) Diese Desinfektion wird bis auf Weiteres von 8 zu 8 Tagen wiederholt werden. 3) Die hierdurch entstehenden Kosten sollen, da deren Erhebung von den Privaten mit Weiterungen verbunden ist, nach Beschluß des Stadtvorstandes auf die Stadtkasse übernommen werden. . r f 4) Diejenigen, welche sich der Desinfektion der Aborte und Gruben widersetzen oder diese auf sonstige Werse zu verhindern suchen, verfallen rn erne Polizeistrafe von 2 bis 10 fl. a Y,, r,x , Wir richten schließlich an die Einwohner hiesiger Stadt das Ersuchen, den Bollzug dieser, die Erhaltuug des Gesundhertszustaudes lediglich bezweckeu- 23. d. Mts.: Gestern überreichte eine Deputation der hervorragendsten katholischen Damen von Worms in einer Audienz dem Herrn Ministerpräsidenten Hofmann zu Darmstadt eine mit nahezu 250 Unterschriften versehene, an Se. Königl. Hoheit den Großherzog gerichtete Adresse, in welcher die katholischen Mütter sich ihr Erziehungsrecht wahren und Protest erheben gegen den Beschluß der zweiten Kammer, nach welchem Mitglieder eines religiösen Ordens oder einer ordensähnlichen Congregation jede Lchrwirksamkeit an Lehr- und Erziehungsanstalten im Großherzogthum untersagt ist. Friedberg, 24. August. (Priv.-Mitth.) Mit Bezugnahme auf die bereits gestern Abend von uns gebrachten, das Marsch '""lück betreffenden Nachrichten, geben wir das uns von Ort und Stelle zu/ schreiben: „Gestern traf ein auf dem Marsch begriffenes Regiment Heff # Dasselbe hatte trotz der furchtbaren Hitze und trotz der Zungen der letzten Zeit, den Weg von Offenbach volle sechs Wegestunor.. o ü zurückgelegt, Betreffend: Die Stellung von zweispännigen Wagen zur Abfuhr der Bivouaksbedürsnisse für Truppm der Großh. (25.) Division während der Herbstübungen in 1873. Das G rosrhcrrugii ch r Kreis amt Gießen an die Großherzoglichm Bürgrrmeiflereien drs Kreises. Mit Bezug auf unsere Verfügungen vom 16. I. M. benachrichtigen wir Sie, daß die an den Magazinspunkt Gießen beorderten Fuhrwerke ausi dem neuen Marktplätze (Oswald's Garten), die für Allendorf a. d. Lda. bestimmten Wagen auf der dortige» Gemeindewlese rechts des Wegs, welcher von Aliendorf nach Elimbach führt, aufzustellen sind. Sie wollen die Fuhrenbefitzer hiernach mit dem Anfugen bedeuten, daß die Wagen thunüchst gememdeweisc zu- '.. im E kTiUbeüti Mitts. , 2 möblir. nton t|-j von 4 Qlm Schelth.ii ie ^0°nunn,ij. Karl Plank toiieTunbUto 'trmietben. tz^Wlbelmsstrch 5 i>t zu Deräüe$/ Centtalstklle st merti bie Sumin fr Arbeiter hiesige! diejenigen Hem . yifbtnj wat ttitß nut ^rtveitetuw Industrie n mtn BeMM» r Präsidenten W den- , . rbvercms^. lief« ffn das CigarraH v. Röder. ui vermüthen. große und k I zu vermiethen 8’ r. Neuenweg IM j 3 nm ist zu ä n d. Crpeb. b. DU: Darmstadt, 23. August. Durch das Ableben des erst vor Kurzem zum Geheimerath ernannten Oberappellationsgerichtsraths Frey, durch.die Beförderung des Hosgerichtsraths Dr. Stüber zum Director des hiesigen Hofgerichts und die Ernennung des Oberstaatsanwalts Maurer in Gießen zum Hofgerichtsrath dahier sind drei Stellen im höheren Justizdienst erledigt. Sicherem Vernehmen nach sollen alle diese Stellen vorerst nicht wieder besetzt werden. Die Stelle des Oberstaatsanwalts in Gießen wird voraussichtlich durch den dortigen Staatsanwalt versehen, da die oberhessischen Schwurgerichts- Verhandlungen ohnehin stets nur wenige Tage in Anspruch nehmen. Die Nichtbesetzung der beiden anderen Stellen hängt wahrscheinlich mit einer im bieüaen Lofaericht beabsichtigten Aeuderung zusammen. , .....— u .......r ; __ Der biesiae Stadtvorstand hat die Feier des 2. September beschlossen wobei die Soldaten nach ihren eigenen Aussagen je 70 Pfund zu nagen hatten, und folgendes Programm ausgestellt: 1) Flaggenschmuck der Stadt, 2) Ein- Bis etwa zur Mitte des Weges reichten d,e Kräfte der Mannschaften aus; läuten des Taaes mit allen Glocken, 3) Dank-Gottesdienst, 4) Vortrag in aber auf dem sogenannten „Vilbeler Berge brachen die ersten Soldaten den öffentlichen Schulen über die Bedeutung der Feier durch die betreffenden erschöpft zusammen. Die Zahl der Ausgetretenen und ermattet Hmgesunkenen Lehrer und dann Schließung der Schulen für den Tag. Das Ludwigs-Monu-'mochte üch nnf etwa fünhta belaufen. Anfanas bedrobte man die unter den Donnerstag den 28. Augnst jyamilitn/pe/irangr! irbeniwbnunt net eher zu DtrmW’ i Ch. Spril ww sche wirb gtsick lu'bitnit wirb gM ßtit bie Tags tic; . 9h. 179, vor br endlich die Truppe hier an; viele Soldaten hatten Wunden an den Füßen! und den Schultern und mußten sofort in ärztliche Behandlung genommen wer-, den, da ein großer Theil der Mannschaften hier zu Haus ist, so kann man sich den Schmerz und den Jammer der Angehörigen wohl denken. Allein nicht genug an jenem Uebungsmarsch, ließ man Tags darauf einen Theil der Truppe nach Gießen weiter marschiren, obwohl die Sonne glühende Strahlen vom Himmel zur Erde heruntersendet. Sollten diese für die Abhärtung unserer Brüder unter Waffen so außerordentlich nöthigen Märsche, die nebenher schon' erkleckliche Menschenopfer gefordert haben, nicht viel zweckentsprechender in Bahnfahrten umgewandelt werden können Civis taceat in militaribus! so lautet zwar das Dogma unserer Militärdogmatiker; allein, es wäre doch recht wünschenswerth, diese „Verluste im Frieden" nach Menschenmöglichkeit zu beschränken. (Verl. Börs.-Cour.) Berlin, 26. August. Aus dem der Jurisdiction des Grafen Ledo- chowski unterworfenen Kirchengebiete lauten die Nachrichten nicht besonders tröstlich. Der Guerillakrieg zwischen dem Erzbischof und dem Oberpräsidenten wird vor der Hand noch ziemlich lebhaft unterhalten. So brachte das erz- bischöfliche Organ, der „Kuryer Poznanski," vorgestern folgenden Armeebefehl: „Wir veröffentlichen den Wortlaut der amtlichen (resp. gerichtlichen) Verfügung, betreffend die Schließung des hiesigen Geistlichen-Seminars. Dieser neue Schlag trifft schwer eine unserer kirchlichen Organisationen. Dieses ist aber wohl nicht ver letzte Schlag; einer nach dem andern wird folgen. — Wir erwarten diese Schläge mit dem Vertrauen, daß Gott nur unsere Treue prüft und Angesichts der sich mehrenden Ruinen stärken wir uns mit dem Vorsatze, bis zum Ende auszuhalten bei der Kirche Gottes, beim Stellvertreter Christi und bei unserm Oberhirten, der so ungebeugt die Wahrheit vertheidigt und durch keine menschliche Rücksichten zum Nachgeben, das dem heiligen Glauben Schaden zufügen könnte, zu bewegen ist." Also passiver Widerstand ist die Parole; doch stimmt hiermit jenes Verfahren nicht recht zusammen, welches Herr Ledochowski eingehalten, indem er, ohne der gesetzlichen Bestimmung genügt zu haben, sämmtlichen vor Kurzem ausgeweihten Priestern die Institution ertheilte. Hofft der Primas vielleicht auf diese Weise die Regierung zu ermüden, indem er allerorten neue Conflicte hervorruft ? Berlin, 26. August. Am 21. haben bei Kiel große Seemanövers unter den Augen des Admiralitätschefs stattgefunden. Dieselben begannen, wie die „Kiel. Ztg." berichtet, nachdem die Hafenmündung um 10 Uhr gesperrt worden, mit einem Angriff des aus den Schrauben-Korvetten „Hertha," „Vi- neta," „Ariadne" und „Arcona" sowie dem Kanonenboot „Nautilus" bestehenden Geschwaders auf das Fort „Brauneberg." Angenommen wurde, daß alle diese Schiffe Panzerschiffe und keine Ausfallschiffe anwesend wären. Zunächst nahmen der „Nautilus" und „Monitors," welche durch Dampfbarkassen mar- kirt waren, eine Recognoscirung des Fahrwassers vor. Dann wurde die Landung ausgeführt und das angegriffene Fort theilweise genommen. Es folgte dann ein Angriff auf die Linie Friedrichsort, „Jägersberg" und das Fort „Korügen." Die Ueberwältigung der Festungswerke gelang jedoch nicht, und allmählig wurde das Gefecht abgebrochen. Das ganze Mannöver dauerte bis 12 Uhr Mittags und wurde von dem anwesenden Publikum mit dem größten Interesse verfolgt. — Das Uebungsgeschwader, welches nach stattgehabtem Manöver in der Strander Bucht Anker warf, ging Tags darauf früh um 4 Uhr nach Travemünde. Das Uebungsschiff „Niobe," welches, von Madeira kommend, vor 10 Tagen Plymouth anlief, hat am Donnerstag den Englischen Hafen verlassen und die Heimkehr nach Kiel angetreten. Köln, 26. August. Der „Köln. Ztg." wird aus Schmalkalden gemeldet, daß heute Nachmittag der Componist der „Wacht am Rhein", Karl Wilhelm , gestorben ist. Rotenburg, in Heffen, 26. August. Durch das heute publicirte Ur- theil des Kreisgerichts ist der Pfarrer Zülch wegen Beleidigung des Casseler Consistorinms zu einer Geldstrafe von 50 Thalern, der Pfarrer Rausch wegen Vergehens gegen § 37 des Preßgesetzes zu 5 Thalern Strafe verurtheilt worden. Pfarrer Vilmar wurde freigesprochen. Werden, 23. August. Bischof Martin von Paderborn sagt in dem bereits veröffentlichten Hirtenbrief, worin er die päpstlich angeordneten Gebete für die Kirche für seine Diöcese auf den 2. November festgesetzt: „Seit den Tagen eines Diocletian haben wir eine so heftige Verfolgung des Namens Jesu Christi nicht gesehen." Die „Nordd. Allg. Ztg." bemerkt hierzu noch treffend: „Seit dem Tage eines Herrn v. Münchhausen ist uns eine ähnliche Uebertrei- buug nicht vorgekommen. Doch können wir unmöglich glauben, daß es zum Berufe eines Bischofs gehört, seine Diöcesanen mit ungehörigen Hyperbeln zu unterhalten." Spanien. Madrid, 26. August. Die amtliche Zeitung veröffentlicht folgenden telegraphischen Bericht des Geueral-Capitäns in den baskischen Provinzen ■ Der Carlisten-General Lizaraga marschirt mit 3000 Mann zur Verstärkung der Car- listen vor Estclla. General «anta Pau hat 8000 Carlisten bei Estella zwischen Disrascillon und Arroniz geschlagen. Die Regierungstruppen verloren 50 Mann, die Verluste der Carlisten füib bedeutend Don Carlos führte das Commando^ Die gänzliche Zersprengung einer Carlistenbande in Arraqonien bestätigt sich. Madrid, 26. August. Die Regierung betrachtet nach den letzten, gegen die Carlisten ausgefallenen Gefechten die Lage als ihr günstiger. Heute wird ein neuer Zusammenstoß bei Estella erwartet. Carlisteubanden, welche sich gegen Don Carlos unbotmäßig zeigen, zerstören Eisenbahnstationen und Eisenbahn- material und verhindern, daß in Bergwerken, welche Ausländern gehören gearbeitet wird. Die Befestigungsarbeiten bei Bilbao sind vollendet. Cartagena ist sowohl von der Land- als von der Seeseite eng eingeschlossen. Die Belagerten sind auf halbe Nationen gesetzt. Die Negierung dementirt das Gerücht von dem Ausbruch einer Meuterei auf der Blocade-Flotte vor Cartagena. Madrid, 26. August. General Santa Pau ging nach dem Gefecht bei Discastillo auf Sesma zurück, weil sich die Carlisten in einer Stärke von 12,000 concentrirten. Der General erwartet Verstärkungen. — Die ausländische Post wird jetzt über Santander befördert. Madrid, 27. August. Das Fort Stella ist von den Carlisten genommen worden. Die Einnahme desselben wird von der Regierung als unwichtig betrachtet, da Stella nur eine befestigte Kaserne mit 150 Mann Garnison ist. General Sanchez Bregua rückt in Eilmärschen an, um in Gemeinschaft mit Santa Pau das Fort wiederzunehmen. ßmgfanb. London, 25. August. Der General-Postmeister Monsell hat seine Entlassung genommen, führt sein Amt aber vorläufig weiter, bis mit Anfang October sein Nachfolger ernannt wird. London, 26. August. George Macdonnell, George Bidwell, Austin Bidwell und Edwin Noyes, sämmtlich „der Herstellung und Verausgabung falscher Wechsel zum Betrage von mehr als 100,000 L. mit der Absicht, den Director und die Gesellschaft der Bank von England zu betrügen," angeklagt, sind zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurtheilt. London, 26. August. Das Ereigniß, welches seit vorgestern Nachmittag die allgemeine Aufmerksamkeit in erster Linie fesselt, ist ein neues Eisenbahnunglück. Wir sind zwar in letzter Zeit so reichlich mit Unfällen dieser Art gesegnet gewesen, daß das Interesse sich vielleicht hätte abstumpfen sollen. Allein die Eisenbahnverwaltungen sinnen vorsorglichst auf Abwechslung und bringen von Zeit zu Zeit neue Factoren in's Spiel, die das Publikum um so mehr anregen, als die Vermeidlichkeit sich jedesmal zur höheren Potenz steigert. Den räthselhaften Unfall bei Wigan haben wir noch nicht verwunden, da geschieht schon ein fast eben so mörderischer bei Retfort, ungefähr zwanzig Kilometer von Sheffield, der sich offenbar durch die gewöhnlichste Vorsicht hätte verhüten lassen. Bei jener Station kreuzen sich zwei Bahnen, die Great Northern und die Manchester-Sheffield-Lincoln-Bahn. Anstatt, wie das bei Kreuzungen meist der Fall, sich durch eine Brücke oder einen Tunnel aus dem Wege zu gehen, liegen die Geleise in einer Fläche. Ein wahres Wunder ist, daß nicht früher ein ähnlicher Zusammenstoß vorgefallen ist, wie am Samstag. Die Blechbüchsen-Fabrikanten Grayson Lowood und Co. zu Deepcar gaben 300 ihrer Arbeiter ein alljährliches Fest, welches, wie üblich, die Gestalt eines Ausfluges annahm. Während der Vergnügungszug die Station Retford kreuzte, kam von Doncaster ein Zug mit Fischen dahergebraust, wie es scheint, nut vorschriftswidriger Geschwindigkeit, und fuhr buchstäblich durch den anderen hindurch, zertrümmerte dabei einen Wagen ganz und gar, während die nachfolgenden theilweis an ihm zerschellten. Entgleist rannte der Zug ein Signalhaus nieder, aus welchem sich der Signalwärter nur dadurch rettete, daß er aus dem Fenster sprang und sich an die Telegraphendrähte klammerte. Die Beschädigungen der Passagiere des anderen Zuges sind zahlreich. Am Samstag hieß es, zwanzig bis dreißig seien todt. Vis jetzt sind jedoch nur fünf todt gemeldet, während gegen vierzig größere oder geringere Verletzungen erlitten haben. Die Entrüstung über die Mißwirtschaft der betreffenden Bahnen, welche, um die Kosten einer Brücke zu sparen, Hunderte von Menschenleben auf's Spiel gesetzt haben, ist sehr groß. ben •Oefierreid). Wien, 23. August. Heute früh fand hier zu Ehren des Kronprinzen von Sachsen eine Truppenschau statt, an welcher 6 Infanterie-Brigaden und 1 Cavallerie-Brigade theilnahmen. Fürst Karl von Rumänien ist mit seiner Familie gestern hier eingetroffen und, da er incognito reist, in einem Hotel abgestiegen. Gastein, 27. August. Kaiser Wilhelm ist heute 9 Uhr Vormittags von hier abgereist. rfranlU'eid). Paris, 26. August. Auf eine beunruhigende Note, welche ein legiti- mistischcs Blatt gebracht, antwortet das „Pays": Der am Vorabend des 24. Mai geschlossen^lkljct solle noch nicht gebrochen werden, aber die Sprache der Legitimisten westitzals eine Warnung anzusehen sein; die Bonapartisten würden sich mit rhalle^publikanern verbünden, wenn diese auf ein Plebiscit eingehen wollten — Auf französischem Gebiete stehen jetzt nur noch 5000 Mann Deutsche. — Prinz Napoleon hat sich nach Livorno begeben. „Der Provinzial-Schatzmeister von Huepi hat eine Proclamation zu veröffentlichen, welche in den stärksten Ausdrücken das Ertränken weiblicher Kin- Otfiftßll. !der verbietet. ' „In alten Zeiten bat das Mädchen T'iying Se. Majestät Wen, ihr zu Rom, 26. August. „Fanfulla" meldet: Der König erhielt ein Schrei- gestatten, ihre Freiheit zu opfern, damit ihr Vater, der in unglücklichen Ver- vC$ Deutschen Kaisers, ihn einladend, falls er nach Wien reise, auch Ber- hältniffen sich befand, von der Sclaverei erlöst werde. In einem anderen Falle lin zu besuchen. wieder wünschte die Jungfrau Mulan, als Soldat zu dienen, um die Ver- Ämerika. Rew-Aork, 23. August. Der Präsident Grant hat das über den Capitän Jack und fünf andere Modoc-Jndianer verhängte Todesurthcil bestätigt und die Strafe wird am 3. October im Fort Clamath mittels des Galgens vollstreckt werden. — Wieder ist ein großes Dampferuuglück geschehen. Gestern barst der Kessel des Dampfbootes George Wolfe auf dem Arkansasflusse und 27 Leute wurden getödtet oder verwundet. Rew-Nork, 27. August. In Belfast (Staat Maine) hat eine große Feuersbrunst stattgefunden; der durch dieselbe verursachte Schaden wird auf eine Million Dollars geschätzt. Ästen. Folgende chinesische Proclamation gegen das Ueberhandnehmen der Ermordung weiblicher Kinder bedarf wohl keines weiteren Commentars; sie lautet in möglichst getreuer Uebersetzung: Mi »W Me Amu sen wirb tränkt» ME Diese $ B der die ihre kaum 20 Thatsache einen Air nichl a» ( ober tie ■ Söhnen i r mtlo abhä I. „All i ihre Kinde wo sie ans immer sich ans die G eine Fanii 1 nicht kostbi » Weiber si Mdchen noch roeiii !Des Hirnn 'Mdchenge tsind; das "liebt, und | wie die au l sie versolg 1 die Mui Betrageni UeberlM und Pro» Icgene P mern sich ,/Hi petilMrt. Hon Mch im //Del -Belehrung „Die machen, h md Aut 'könnt, wei Laßt . ihre RaM ibenn ihre lWkrden ui, | llosreißen. 'Nonb AU »«im 5 S™ d-s Hetzen werd Ms sein Ä S-S L'-nhi ■f.> Hine kA Eltern zum Ertränken der Kinder anreizen, werden ebenfalls schwer bestraft Wechsel. i," angeflagt, Amsterdam 75 Oberhessen 4 1864r 156y4 walte Lud orff, Dürr und Aldefeld zu Carlsbader Mühl- und m Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto texn änfällen dich tumpfen sollen, wechslung imb ublikum um fo Potenz steigert Börseniiachri eilten. 27. August 1873. Seltersweg, empfiehlt nachverzeichne Adelheidsquelle, Ludwigsbrunnen, Marienbader Kreuzbruni,en, Salzhausener, Salzfchlirser Bonifacius- brunnen, Schwalbacher Stahl- und Weinbrunnen, Schwalheimer, Selterser (Nassau), Wildunger, 1882r 97’/8 18851- 991/. 1887r IQQi/a i,aä iitt ttn SÄ* k.. 8. 983/4 k. 8. 100 k. 8 1047/s k. 8. 105Vs k. 8. 93 k. 8. 105Vs k. 8. 105 k. 8. 1181/8 k. 8. — k. 8. 92Vs k. 8. 1051/2 m. 8. — I. 8. 1053/s 0/0 blick der Geburt als ein Feind angesehen, und sobald sie das Licht der Welt erblickt, für die nächste Wasserpfütze bestimmt wird? Gewiß gibt es Eltern, die ihre weiblichen Kinder lieben und auferziehen, aber ihre Anzahl betragt kaum 20 oder 30 per Cent. Die Gründe sind entweder 1., daß das Kind aus Ueberdruß weggeworfen wird, weil die Eltern bereits zu viele Kinder haben oder 2., daß es ertränkt wird, weil die Eltern zu sehr in Kummer sind, daß sie nur Töchter erzeugen oder fürchten, daß die Mutter nicht so schnell wieder schwanger werden wird, wenn sie das Kind zn säugen hat, oder letzteres aus Furcht, daß die Armuth der Familie es der Mutter schwer machen wird, die Milch dem eigenen Kinde zu widmen, während sie sonst sich als Amme vendingm könnte. „Nun alle diese Gründe sind überaus dumm. Die Menschen scheinen die Thatsache außer Acht zu lassen, daß kein Mensch geboren wird, ohne irgend einen Antheil an den Segnungen des Himmels, und daß Hunger, Frost oder körperliches Wohlbefinden vom Schicksal vorher bestimmt sind ; ganz ebenso mit Sö hnen und Erben, die in noch höherem Grade von dem Beschlüsse des Himmels abhängig sind und nicht mit Gewalt ihm entzogen werden können. „Alles was diejenigen, welche in Folge von Armuth außer Stande sind, ihre Kinder zu ernähren, zu thun haben, ist, sie in das Findelhaus zu schicken, wo sie auferzogen werden, bis sie Frauen und Weiber werden, und wo sie immer sicher sind, des natürlichen Lebensmaßes sich zu erfreuen. In Bezug auf die Geld- oder Nicht-Geldfrage im Brautkorbe, die Mittel oder Nichtmittel, eine Familie aufzuziehen, sind ja doch die Lebensmittel für solche Kinder Verausgabung Abstcht, den genom- als unwichtig Garnison ist. neinschast mit nicht kostbar. „Es gibt Fälle genug, daß arme Kerle ihr ganzes Leben hindurch keine Weiber finden können, der Schatzmeister soll aber noch erst von einem armen Mädchen hören, das keinen Mann finden kann, so daß in dieser Beziehung noch weniger Grund zur Aengstlichkeit da ist. „Aber das Ding muß noch von einer anderen Seite betrachtet werden. Des Himmels Vergeltung ist gewiß, und Fälle sind häufig, daß zahlreiche Mädchengeburten da sich wiederholt haben, wo die Kinder ertränkt worden sind; das heißt, die Menschen tobten gerne, was der Himmel zu erzeugen liebt, und diejenigen gehen zu Grunde, welche sich dem Himmel widersetzen, wie die auch sterben, welche Menschen ihres Lebens berauben. Auch werden sie verfolgt von den Geistern der ermordeten Kinder und können so nicht nur die Geburt eines Sohnes beschleunigen, sondern laufen Gefahr, die Opfer ihres Betragens zu werden. „Der frühere Gouverneur machte, als er vor einiger Zeit von dem Ueberhandnehmen dieser ruchlosen Gewohnheit in Huepi hörte, in strengen Verboten und Proclamationen kund; aber trotzdem wollen sich viele Armenbezirke und abgelegene Plätze nicht belehren lasten über das, was recht ist, sondern sie klam- m-ern sich hartnäckig an ihre alte Gewohnheit. „Hia Chien-gin, ein Gelehrter aus Kianghia und andere haben letzthin petitionirt, daß nochmals eine dieses Verfahren streng untersagende Proclama- tion erlassen werde. „Der Schatzmeister hat nun folgende Proclamation zur Information und Belehrung von Civil und Militär in der ganzen Provinz zu erlassen. „Dieweil seid Ihr nun gebeten und ersucht, Euch damit bekannt zu machen, daß, da männliche und weibliche Kinder von Eurem eigenen Fleisch und Blut sind, Ihr von irgend einem ungeheuren Unglück befallen werden könnt, wenn Ihr die Söhne nur auferziehet, die Töchter aber ertränket. Laßt denn alle sich hinfort aufraffen aus ihrer täuschenden Lethargie und ihre Nachbarn ermahnen, diesen schrecklichen Abscheu zu vermeiden; laßt sie denn ihre Familien und Nachbarn von seiner schrecklichen Natur erfüllt werden und mit einem festen Willen sich von seinem verderblichen Einstusse losreißen. Schloßbrrnrnen, Emser Kessel- und Krän- chesbrunnen, Fachirrger, Friedrichshaller Bitter- ; wasser, Homburger Elisabethen- brunnerr. auf den 27. October er-, Vormittags 9 Uhr, vor dem Kommissar Kreisger.-Rath Schuman n an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmer 13, zu erscheinen." Wer seine Anmeldung schriftlich einreicht, lat eine Abschuft derselben und ihrer Anlagen beizufügen. Jeder Gläubiger, welcher nicht in unserem 1 Amtsbezirke seinen Wohnsitz hat, muß bei ■ her Anmeldung seiner Forderung einen am I hiesigen Orte wohnhaften oder zur Praxis »bei uns berechtigten auswärtigen Bevoll- t mächtigten bestellen und zu den Akten atv M zeigen. Denjenigen, welchen es hier an I Bekanntschaft fehlt, werden die Rechtsan- >sell hm seine is mit Anfang Actien. 5% östr. F. St. E. B. 354 Lombard. Bahn 191 Ludwigsh. Bexbach 190% Maxbahn 132 Bayer. Ostbahn 119Vs Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. 153 werden. „Nehmt Euch in Acht und gehorcht I Nehmt Euch in Acht." OnOtlrfl von der Anglo - Swiss - Condensed - Milk - Comp. in Cha» (£01WCll UlC MUly (Schweiz), pr. Büchse 33 kr., empfiehlt Gmil Fischbach. Actien« Frankf. Bank 148 Frankf. Vereins-Kasse 115Vs Darmst. Bankact. 424 Rheinische Hyp.-Bank 100 Wien Bankactien 1025 Oest. Creditact. 253 Galizien 120 Lokal-Notiz. Gießen, 28. August. Man schreibt der „A. Z." : „Nachdem die durch den bekannten Ukas der russischen Negierung von Zürich abberufenen russischen Studentinnen auch von einigen deutschen Universitäten, wie Heidelberg und Straßburg, nicht ausgenommen worden sind, haben kürzlich russische Studentinnen der Medtcin aus Zürich auch an unsere Universität die Anftage gerichtet, ob sie hier ihre Studien fortsetzen dürften. Die medicinische Facultät hat jedoch einstimmig beschlossen, daß dem Gesuche nicht entsprochen werden solle, und sich in ihrem Gutachten principiell gegen das Frauenstudium überhaupt wie auch gegen die einseitige Ausbildung von Frauen für Frauen- und Kinderkrankheiten ausgesprochen. W, Austin " ' t B 1671) Die Mineralwasser-Handlung von Emil Fischbach, Sorten in stets frischer Füllung : Kissinger Rakoczy, Carlsbader Salz, Carlsbader Sprudelseife, Emser Pastillen, Soda- und Selterwasser. Aecht kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. 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Imper. 9 39—41 Dollar in Gold 2 24 1/2—251 2 bat eine fi J ,it en mrd a”' jedoch nur R , irlehunzeu erlit- | ' Besondere Bekanntmachung^ 3896) In dem Particular-Konkurse über das im Königreich Preußen befindliche Vermögen des Wilhelm Schlabach zu Gießen werden alle Diejenigen, welche an die Masse Ansprüche als Konkursgläubiger machen wollen, hierdurch aufgefordert, ihre Ansprüche, dieselben mögen bereits rechtshängig sein oder nicht, mit dem dafür verlangten Vorrecht bis zum 1 October er. einschließlich bei uns schriftlich oder zu Protokoll anzumelden und demnächst zur Prüfung der sämmtlichen, innerhalb der gedachten Frist angemeldeten Forderungen, sowie nach Befinden zur Bestellung des definitiven Verwaltungspersonals Preuss. 4VzO/o Oblig. 104Vs Frankf. 3V2% Oblig. 87 Vs Nass. 4V2° o Obi. 9 2Vs Kurhess. 4°/° „ 96V«| Gr. Hess. 5% Obi. — „ „ 4O/o „ 991/4 n » 31/2% » «53/8 Bayer. 50/0 „ — n 4l;ä°, 0 1jährige 101 „ 40’0 1jährige 96Vs Wiirtemb. 41/2% Obi. 101 Baden 4V2°/o Obi. c. E. L. — Oesterr. Silberrente 66 Vs „ Papierrente 63 Spanier, neuest. 3% 175/9 Amerik. Bonds 1881r 101 Börsenberichte. Frankfurt a. M., 27. August. An heutiger Börse waren weder günstige noch ungünstige Gerüchte über die Creditanstalt verbreitet, deren Actien daher, nach ihrem gestrigen Rückgänge in ziemlicher Festigkeit von 252—253^4 verkehrten. Das Geschäft war übrigens sehr still und hat es fast das Ansehen, als hätten die Partheien vorerst wieder einen Waffenstillstand geschlossen, um nach stattgehabter Ruhe zu neuem Kampfe zu schreiten. Die Ver- öffentlidmng der Semestralbilanz der Creditanstalt, mag sie nun ausfallen, wie sie wolle, kann indeß allein den Faiseurs den Boden für ihr Spiel entziehen und einen richtigen Werthmesser für das genannte Effect abgeben. In diesem Falle dürfte sich auch das Privatpublikum wieder eher herbeilassen mit der Speculation Hand in Hand zu gehen und dieselbe in ihren Operationen zu unterstützen. Man sieht der Bekanntmachung der fraglichen Bilanz am hiesigen Platze mit großer Spannung entgegen. Staatsbahn, über deren letztwöchentliche Einnahmen in den ersten vier Tagen sehr Günstiges berichtet wird, (sie sollen fl. 476,000 betragen) waren fest zu 354 während Lombarden in gedrückter Haltung zu 1903/4 schlossen. In Betreff der Liquidation ist zu erwähnen, daß der Deport für Creditactien heute etwas höher, zu ca. 18—24 Kr., normirt. Auf den übrigen Vcrkehrsgebieten herrschte wenig Leben und waren Umsätze ohne Belang. Von Bahnen Albrecht l'/s fl- besser und gesucht. Alte Bayer. Ostbahn offerirt. Von Banken Oesterr-Deutsche höher. Bankverein, Darmstädter, Meininger, Rhein. Creditbank matter. Oesterr. Renten nachgebend. Spanier 179/16. Loospaptere still. Von russ. Eisenbahnen Riask- Wjesma 1 Proc. höher und in guter Nachfrage. Von amerik. Werthen Omaha Vs Proc. besser. Von Wechseln Paris und Wien gesucht. Amsterdam billiger. Zkrsteigerungeu. Grummetgras-Versteigerung. Zr Freitag den 2». August l. I , K von Vormittags 9 Uhr an, soll das Grummetgras von den Gemeindewiesen an Ort und Stelle versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Unterthor. Allendorf n. d Lda., 26. August 1873. Der Großh. Beigeordnete: Wallenfels. Prioritäten. 3°/o östr. Stsb.-Prior. 6O5/s 3% östr s. Lombard 497/g 3% Livomeser 33 V4 50/g Toscaner 52 5% Elisabeth.-Prior. 87V4 do. II. Emiss. 853/g Anlelieiisloose. Darmstädter fl. 50Loose — „ n 25 „ - Kurh. 40 Thlr. Loose 691/2 Nassau 25 fl. — Braunschweiger 22Vs 30 0 Oldenburg. ä40Thlr. 37'/( 4O/o bayr. Präm.-Anl. 112 40/0 badische Locse 11O1 4 Badische fl. 35 Loose 691/4 Oestr. fl. 250 v. 1854 92i/2 1858r Prioritätsloose 198Vs 1860r Loose 92V-, Ieilgebotenes. Neue holländische Dollhäringe empfehlen 3397) I. A. Busch Söhne. 3884> Goldfische bei ___________ Wilh. Balser. s Neue holl. Vollhäringe einpfichlt Emil Fischbach. Mch.una ihres greifen Vaters, Kriegsdienste zu leisten, selbst zu übernehmen. .Wenn diese Ermahnungen von irgend Jemandem noch als bloße Worte Diese Beisviele reiaen von welch' kindlichen Jnstiucten Mädchen vor Alters.betrachtet werden, und wenn irgend Jemand mit bewußter Verruchthett sich Ke eeit waren Auä in ieiuqer Reit fehlt es, wie der Schatzmeister glaubt, weigert, ein neues Blatt anzusangen, dann werden sie (mit einem Grad größe- nickt an Mädchen die gleich bereitwillig sind, für ihre Eltern sich zu opfern ter Strenge) nach dem Gesetze über die Bestrafnng der „absichtlichen Tödtung nb7r die Namen ihrer Familien durch Beweise kindlicher Ergebenheit zu ver- von Kindern und Enkeln" behandelt werden. Verwandte, die mit solchen Ver- R.rrri*en Da dem so ist wie kommt es denn, daß eine Tochter vom Angen- brechern wohnen und es verabsäumen, die Kinder zu retten oder absichtlich dn j)Crn u) ■ 1 I ', ..... ........ 0.4,4- Vav ntm ßFrtr/mFon hpr @inbpr AtiTPiiPn hiprbpn PÜPnkolls schmpr Rpftraff Sachwaltern vorgeschlagen. Wetzlar, den 23. August 1873. Königliches Kreisgericht. (grftc Abtheilung. Appollinarisbrunnen ern bach Md 27 & \ Mein Tuch und Biikskm Lager, aufs Reichhaltigste fortirt, empfehle ich hiermit «mgelegentlichst. Ludwig Lang, Marktstraße (Wettergasse) Nr. 25. £ NB. Musterkarten stehen gerne zu Diensten. S ß Burgruine Staufenberg. Sonntag den 31. August und Montag den 1. September findet die diesjährige Kirchweihe statt. Für gute Musik und gute Restauration habe ich bestens gesorgt und lade zu diesem Feste ganz ergebenst ein. Heinrich Fink. 3899) Am vergangenen Samstag wurde enen Steuer- auf der Exped. d. Bltts. abzugeben. Flaschenbiere. Geschäfts-Eröffnung 00 1 Auswanderer aof dem Kreuz. (2644) 1,663,302. 8 8 vermischte Anzeigen. 3856) Eine Wirtschaft wird äu pafy 1 n gesucht. Näheres bei der Exped d. Bl. Giessener Uagerbier . Ficher ?, Exportbier Giessener Actien- Dem geehrten Publikltm hiermit die ergebene Anzeige, daß ich in der früher Hellmold'schen Schmiedewerkstätte (Teufelslustgärtchen) dahier ein Schmiedegeschäft eröffnet habe. Indem ich mich in allen in dieses Fach einschlagenden Arbeiten bestens empfehle, bitte ich um geneigten Zuspruch. Johann Heß, Schmiedmeister. Häufig ist man tn der Lage irgend ein Offert, Gesuch oder sonstige Willensmeinung in den Zeitungen zu veröffentlichen, befürchtet jedoch aus naheliegenden Gründen eine Verletzung der Discretion. Die bekarinte Annoncen Expedition von RudolfMosse, Centralbüreau Frankfurta M , hat sich den ehrenwerthen Ruf erworben, alle ihr zur Besorgung an die Zeitungen zu gehenden anonymen Inserate mit strengster Geheimhaltung der Namen der Auftrage geber in jedes gewünschte Blatt einzurücken und die hierauf eingehenden Offertbriefe uneröffner und ohne Provisionsberechnung dem anonymen Inserenten ungesäumt zu übermitteln. , rr , Welches Vertrauen genannte Annoncen-Expedition tm Publikum genießt, beweisen hinlänglich die Jnseratenspalten aller Zeitungen, welche täglich eine Menge von Anzeigen enthalten, worin obige Firma zur Entgegennahme von Offertbriefen autorisirt ist. pr. Flasche 6 kr. • 6 „ • 7 „ fl. 41,730,674. „ 1,304,386. „ 307,573. „ 3,632,071. „ 7,048,813. Lebensversiclieruiigs- und Ersparniss-Bank in Stuttgart. 3866) Für einen Laufdienst wird gegen guten Lohn auf kurze Zeit des Tags eint Verson gesucht in Lit. A. Nr. 179, vor dem Wallthor. 3894) Für den ersten Posten meines Eisenwaarengeschäftes suche ich einen Commis, der in der Branche gründlich erfahren und gut empfohlen ist. Eintritt 1. October oder früher. Salair bei entsprechenden Leistungen bis 600 Thaler. II. A. Vorth mann in Cassel. 2563) Der Rechenschafts-Bericht pro 1872 ist erschienen und kann bei den Agenten der Bank abverlangt werden. Derselbe weist wiederum äußerst günstige Ergebnisse nach. Die Zahl der Versicherten stieg von 18,812 auf . 20,340 die Versicherungssumme „ „ fl. 37,464,164 auf . die Prämien-Einnahme „ „ „ 1,274,712 „ Sterbefälle fielen dagegen an: 203 mit . -..... welche anstandslose Regelung fanden. die Prämien-Reserve stieg von fl. 4,927,683 auf ... der Bank-Fonds „ „ „ 6,770,312 „ ... der Dividenven-Fonds „ „ „ 1,427,879 „ „ Dieser Dividendenfonds kommt in den Jahren 1873—77 unter die Versicherten zu Vertheilung, und entspricht solcher einer Durchschnitts-Dividende von 36 Procent der Pr^m Jahres-Ueberschuß pro 1872 beträgt • • fl. 466,655 -- 39Vs % Dividende Im Jahre 1873 kommen fl. 275,461 zur Vertheilung und zwar vom 1. Januar bis 30. Juni 34 % und vom 1. Juli bis 32. Decbr. 36% der Prämie. Die Verwaltungskosten sind wieder sehr mäßig: 4%01 /o der Jahres-Einnahme. Zu weiterem Beitritt ladet ein: Der Agent: Emil Gail, Hutmacher in Gießen. nach Amerika werden bestens und billigst befördert, sowie Wechsel m beliebigen Abschnitten auf alle größeren Plätze Amerikas ausgestellt durch (2.>7fl) Chr. Wallenfels Jun- 3893) Für eine bedeutende deutsche FcuerversicherungSaktien - Gesellschaft, welche hauptsächlich auch industrielle Etablissements in Deckung nimmt, werden thättge Agenten unter günstigen Bedingungen gesucht. Frarco-Offcrten unter Nr. 612 befördert die Exped. d. Bltts. 3887) Mehrere Schreinergesellen werden auf dauernde Beschäftigung gesucht von C- Stückrath, Sandgasse. 3507) Feinste Lyoner Gemüsenudeln empfehlen 3. A. Busch Söhne. 3888) Eine Parthie Kaffee- Säcke zu verkaufen. Meyer Rothenberger, Neue nweg 193.____ C. W. Bullrich’s^ UNIVERSAL- RmiGKNGS-SÄLZ. Zu haben bei 3890) Alle Sorten Möbel, darunter ein Glasschrank, sowie auch eine Matratze, werden verkauft von Heinemann Hermann. Jteue geräucherte Bückinge . UN Nohessen bei 3656) 3- A. Busch Söhne. (Tafel-) Bier Frankfurter Bier von vorzüglicher Qualität frei ins Haus geliefert bei Emil Dörr, am Marktplatz Wiederverkäufer erhalten Rabatt. (3527) Zugendfest I ein Notizbuch mit verschied 3897) Das bereits in diesem Blatte angekündigte Fest wird Dienstag™ den 2. September unter zahlreicher Betheiltgung der Schuler hiesiger » Schulanstalten stattfinden. Der Festzug wird sich Mittags 1 Uhr vom Os- wald'schen Garten aus in üblicher Weise durch die Dtadt nach dem Festplatze im Philosophenwalde bewegen, wo mit Gesang und Ansprache, Musik und Festspielen die Feier, wie wir hoffen, zu allseitiger Beftiedigung begangen und bei Sonnenuntergang in geordnetem Heimzuge geschlossen werden wird. Die Angehörigen der jüngsten Kinder und solcher, die körperlich schwach oder zu wenig selbstständig sind, bitten wir, dafür zu sorgen, daß Jemand während des Zugs und der Spiele in der Nähe bleibe um sich nöthigenfalls ihrer anzunehmen; jedoch müssen wir dringend wünschen, daß jedes Eingreifen von dazu Unberufenen in die Spiele selbst, sowie das Betreten des Innern der 3765) Eine Köchin und ein Hausmädchen werden auf Michaeli in Dienst gesucht von F. Kempfs, Wallthorstraße. 3891) Ein braves Mädchen, welches die Haushaltung gründlich »ersteht, wird auf sofort oder Michaeli gegen hohen Lohn gesucht. Näheres bei A. Euler an der Schoor. dermiethungm. 3898) Ein kleines möblirtes Zimmer zu vermiethen. Weidgasse Lit. B- Nr- 98. 3278) Die untere Etage meines Hauses vor dem Wallthor ist vom 1. October ab anderweit zu vermiethen. ____________M. Hornberger. 3867) Ein Familienlogis, bestehend aus b et Zimmern mit allen Bequemlichkeiten, iir in Lit. D 201 zu vermiethen. Spielplätze durchaus unterlassen werde. Zur Deckung der Festkosten, die besonders dadurch, daß möglichst alle Kinder mit Preisen bedacht werden sollen, sehr bedeutend werden, wird an den Eingängen zum Walde ein kleiner Beitrag mindestens von 6 kr. von den nicht zum Zuge gehörigen Festtheilnehmern erhoben, und glauben wir voraussetzen zu dürfen, daß Jedermann diesen geringen Beitrag gern entrichten und durch freiwillige Bereitwilligkeit dazu den mit der Erhebung betrauten Herren ihre ohnedies schwierige Aufgabe erleichtern wird. Höhere Beiträge werden elbstverständlich dankbar angenommen. Noch rückständige Preise bitten wir bis höchstens zum Samstag Abend gef. abliefern zu wollen. Endlich noch müssen wir Wirthe, die am Festtage im Philosophenwalde Wirthschaft betreiben wollen, darauf aufmerksam machen, daß dazu die Er- laubniß des Stadtvorstandes nöthig ist und darum Anmeldungen resp. Gesuche bis spätestens Samstag Nachmittag bei dem Mitgliede des Stadtvorstandes Herrn Fabrikant Han stein zu geschehen haben. Alle auf das Fest bezügliche Rechnungen rc. find an den zum Festrechner erwählten Fabrikanten Herrn Ottens einzureichen. _______________________________Das Comite. 3871) Die für unfern Hüttenbau erforderlichen Zimmerarbeiten, deren nähere Beschreibung auf unsernr Büreau eingesehen werden kann, sollen an den Wenigstfordernden vergeben werden. Oualificirte Unternehmer wollen ihre Offerten bis zum 5. September brieflich bei uns einreichen. Gießen, 26. August 1873. Actien-Gesellschaft Lahnhütte. B ü n g er. Einmacheffige in bekannter! Güte empfehlen (3501)1 ______I. A. Busch Söhne. ' Jeder Zahnschmerz, ohne Unterschied, wird durch mein in allen deutschen Staaten rühmlichst bekanntes Zahn-Mundwasser binnen einer Minute sicher und schmerzlos vertrieben, was unzählige Danksagungen der höchsten Personen bekunden. E. Hückstädt in Berlin, Oranienstraße 57, am Marktplatz. Zu haben in Flaschen ä 18 und 36 fr. bei (122) Carl Frech in Gießen. 3808) Feinste Gothaer Cervelatwurst, auch im Anschnitt, empfehlen 3. A. Busch Sühne. Soeben erschien: Musik. Hausschatz. 15,000 Expl. verk.! Eoncordia. Anthologie classischer Volkslieder für Pianoforte und Gesang. 1. Band. 2 Thlr. Diese Sammlung, deren Absatz für ihre Gediegenheit bürgt, enthält in 4 Banden über 1200 unserer herrlichen Volkslieder und bietet allen Freunden volksthümlicher Musik eine willkommene Gabe. Leipzig, 1873. Moritz Schäfer. Vorräthig in der Univ -Buchh. von (3889) E- Heinemann- 3522) Neue eingemachte Gurken empfehlen I. A. Busch Söhne. 3874) Ein Küfer, der mit Faßflicken gut umzugehen versieht, wird für einige Zeit gegen guten Lohn gesucht. Wo? sagt die Exped. d- Bltts. 3878) Tüchtige Maurer finden bei hohem Lohn dauernde Beschäftigung bei Bau-Unternehmer Giebertch In Wetzlar. Sonimerfahrplaii: Main-Weser-Bahn. Abfahrten von Gießen nach: Frankfurt 5'6. 7. 820* H»o Vorm. 1“. 430 Nachm. 654*. 750 Abds. 2" Nachts. Cassel 45. 955». 1153 Vorm. 4" Nachm. 826* Abds. 1220* Nacbts. Marburg 4&. 9. 955*. 1153 Vorm. 442 Nachm. 826*. 840 Abds. 1220* Nachts.) Ankunft in Gießen von: Frankfurt 832.940 *. 11" Vorm. 345.430 Nachm. 740. 820* Abends. 1053. 12'6* Nachts. Cassel 8'2*. 1 lZvVorm.420Nachm. W*Abds. IVO. 227 Nachts. Marburg 513. 812*. 1130 Vorm. 420 Nachm. ö4«*. 740 Abds. 1140. 227 Nachts. * bedeutet Eilzug. Cöln Gießener Eisenbahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz (Cöln) 6'5. 955* Vorm. 12 Mittags. 4'5 Nachm. Dillenburg 6 5. 955* Vorm. 12 Mittags. 445 Nachm. 835 Abends. Wetzlar 6'5. 84v. 955* Vorm. 12 Mittags 445 Nachm. 7*. 835 Abends. Ankunft in Gießen Don:] Deutz (Cöln) 1130 Mittags. 350 Nachm- 641*. 1118 Abends. Dillenburg 751. II30 Vorm. 350 Nachm- 64i*. nie Abends. Wetzlar 750. 9'v. liso Vorm. 35°. 64'* Nachm- 88. 11'8 Abends. * bedeutet Eilzug. Oberhessische Eisenbahnen. Abfahrten von Gießen nach: Fulda 5. 835. 1155 Vorm. Abends. Gelnhausen 810 Vorm 125 Mttgs. 44«Nachm- Nidda 8'o Vorm- 125 Mttgs- 44« Nachm. 8 Abends. Ankunft in Gießen von: Fulda 87 Vorm. 250. 425 Nachm. 10 AbendS- Gelnhausen 1035 Vorm. 335 Nachm- 7 AddS- Nidda 6'v. UM Vorm. 335 Nachm. 7 Avds. " bedeutet Eilzug. Nedaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.