% ithmtr AWger Mnzeige- und Mmtsötatt für den Kreis Hiessen Mittwoch den 28. Mi 9h*. B23 organe. riet ler. ierdts. Nürnberg» i In- e wirb in dir mklndkunacher, ööhne, k Lchreiner t treten bei bolf Hoß. es: angewandten 'eilversahren, । sich selbst folg erlangen S iy Drei- Lierieljährtg 1 fl. 12 ft. mit Bringerloh«. Durch bit Post bezogen vierteltährig 1 |L 29 k. Erscheint täglich, mit AuS' nähme Sonntags. Gxpedittvu: Tanzleibera. 9tt ». Nr. 1. Strein«. iden ,ige Lader W schvli-t. organes doch einigermaßen schämen, werden die deutschen Ordensmitglieder am La ach er See nicht müde, die Gcistesproducte ihrer italienischen Brüder unverzüglich nach Deutschland zu importiren. Wir begnügen uns damit, nur zwei Sätze, deren Begründung und weitere Entwickelung ganze Abhandlungen in den „Stimmen von Maria Laach" gewidmet sind, hervorzuhebeu. H. 7, S- 23, heißt es daselbst: „Die Kirche darf zur Ausführung ihrer Gesetze und Urtheils- sprüche und zur Wahrung ihrer Rechte die physische Gewalt des Staates beanspruchen, und derselben muß, wenn er anders nach den in der göttlichen Wahrheit und im Rechte begründeten katholischen Principien handeln will, sich ver- " v * * Ganz un- Mißtrauen gegen ihre andersgläubigen Fürsten und Staatsmänner erfüllt und die gewissenhafte Beobachtung'der bestehenden Staatsgesetze unter dem Vorgeben religiöser Pflichterfüllung untergräbt, bedarf keiner weiteren Ausführung. Nur der eine Gedanke könnte den Vaterlandsfreund beruhigen, daß das Deutsche Reich von dieser ausländischen, romanischen Lehre vermöge seiner Kirchen- und Schul-Einrichtungen, sowie vermöge des gesunden Sinnes des deutschen Volkes nichts zu fürchten habe. Aber leider erweist auch dieses einzige Deuchigungsmittel sich als trügerisch. Denn nirgendwo hat jene Doctrine ein so treues Echo gefunden, als in den Gauen unseres deutschen Vaterlandes. Gießen, 27. Mai. Bei der hohen Wichtigkeit der kirchlichen Verhältnisse in der jetzigen Zeit dürfte es vielleicht von Jnreresse sein, den Wortlaut der Adresse zu kennen, welche von katholischen Einwohnern Gießens an den Reichstag, behufs Ausschluß der Jesuiten aus dem Deutschen Reiche, gerichtet wurde. Der- !* .Wud,‘V n tevorstkhen- mg des Hem I.Z. beginnen nehmen bescher schriftlich i ans den dem erkennen geben- laubt und staatsgefährlich ist, so würde dasselbe doch immer noch mehr Gegenstand des sittlichen Abscheues wegen seiner Verworfenheit und des Bedauerns wegen einer so unbegreiflichen Geistesbeschränktheit und Verblendung sein, wenn dem Jesuitenorden nid'it ungeheuere Machtmittel zur Verwirklichung seiner Pläne zu Gebote stünden. Zahlreiche Mitglieder dieses Ordens sind, namentlich in Preußen, allenthalben unermüdlich thätig auf der Kanzel wie im Beichtstuhl, durch Abhaltung sog. außerordentlicher Volksmissionen, Exercitien für Weltgeist- lichcn, Leitung unzähliger Brüderschaften und Vereine für jedes Alter, Stand und Geschlecht. Durch kluge Berechnung aller individuellen Wünsche und Be- dürsnisse, sowie durch eine nur den Zweck im Auge behaltende Connivenz selbst gegen sittliche Verirrungen ist es ihnen gelungen, einen großen, an einzelnen Stellen den größten Theil der Seelsorge an sich zu ziehen, namentlich Emfluß ans die Frauen und damit auf die Familien zu gewinnen, oft nicht ohne hef- selbe lautet: Hoher Deutscher Reichstag! Einem Hohen Reichstage erlauben sich die Unterzeichneten nachstehende Petition, betreffend den Ausschluß des Jesuitenordens oder der sogenannten Gesellschaft Jesu aus dem Deutschen Reiche zur geneigten Berücksichtigung und weiteren Veranlassung ehrerbieiigst vorzulegen. Die Grundsätze und Bestrebungen dieses Ordens sind in neuester Zeit so unverhohlen zu Tage getreten, daß es nur weniger Erinnerungen bedarf, um dieselben als staats- nut) culturfeindlich überhaupt und insbesondere als grund- verderblich für unser deutsches Vaterland erkennen zu lassen. Ueber die Lehren der Jesuiten in Betreff des Verhältnisses von Kirche und Staat und der verschiedenen Confessionen zu einander kann kein Zweifel mehr bestehen. Wir erlauben uns auf einige besonders charakteristische Sätze dieser Art hiuzuweisen. Die Civilta Caltolica, das für den ganzen Orden maßgebende, vom Papste ausdrücklich approbirte Organ der römischen Jesuiten, lehrt hierüber (2. Juni 1869, S. 139 ff.): „Bei dem Menschen, der zugleich Katholik und Staatsbürger ist, steht die Pflicht, der Kirche zu gehorchen, höher als die Pflicht, dem Staat zu gehorchen; denn man muß Gott mehr gehorchen, als den Men theiler in foro externo annehmen, daß dieselben in gutem Glauben seien. Die Katholiken sind folglich berechtigt, den falschen Religionen die Rechte der wahren Religion zu verweigern. . . . Wie das Individuum, so hat auch der Staat die Pflicht, die wahre Religion anzunehmen, und wenn er sie angenommen, hat er nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, seinen Unterthanen den ruhigen Besitz und die Erhaltung derselben zu sichern, und zwar . . . dadurch, daß er das äußere Bekeuntniß der falschen Culte verbietet." — 18. März 1871, S. 664: „Der Papst ist oberster Richter der bürgerlichen Gesetze. In ihm laufen die beiden Gewalten, die geistliche und die weltliche, wie in ihrer Spitze zusammen; denn er ist der Stellvertreter Christi, welcher nicht nur ewiger Priester, sondern auch König der Könige und Herr der Herrschenden ist. . . . Ter Papst ist kraft seiner hohen Würde auf dem Gipfel beider Gewalten." Diese und viele ähnliche Sätze kommen in dem römischen Jesuitenorgane, welches zualeich das officiöse Organ der römischen Curie ist, nicht vereinzelt vor, sondern bilden das kirchen-politische Cvstem, welches die Civilta consequent und unermüdlich nach allen Seiten bin verficht. Nach diesem System sind also alle Fürsten und Staatsmänner der Welt verpflichtet, die katholische Kirche als die einzig berechtigte anzucrkennen und alle übrigen Religions-Genossenschaften und Culte zu unterdrücken; sie haben von der Kirche, d. i. namentlich seit dem 18. Juli 1870 vom Papste über die sittlichen Pflichten der Individuen wie der Staaten sich belehren zu lassen, und sobald eine kirchliche, d. i. päpstliche Entscheidung auch über eine nicht rein kirchliche Angelegenheit vorlieat, unbedingt sich derselben zu unterwerfen, namentlich alle ihnen zu Gebote stehenden . Zwangsmittel, Polizei und stehende Heere, gegen die Gegner der Kirche, vorzüglich des Papstes, aufzubieten; religiöse Parität, Gewissens- und Cultus- auch hier ist ein Streit zwischen Staat und Kirche unerlaubt. Denn weil je-.er dieser untergeordnet ist, hat nach ehrfurchtsvollen Remonstrationen und vernünf tigen Discuffionen immer die Kirche den entstandenen Streit zu entscheiden, und es steht dem Staate eben so wenig zu, dieser Entscheidung sich zu widersetzen, wie einem niederen Gerichtshöfe sich gegen die Entscheidung eines höheren anf- zulehnen. . . . Wiewohl die rein weltlichen Angelegenheiten, wie das Militärwesen, die Steuern, die bürgerlichen Gerichte, direct nur unter der Staatsgewalt stehen, können sie indirect, ralione peccali, auch unter die kirchliche Juns- dictioü fallen, dann nämlich, wie die darauf bezüglichen Gesetze durch die kirch-........ - , ... . t r , ,fX , ,, - . ... . . liehe Autorität corrigirt und außer Kraft gesetzt werden. Denn es steht der.Während die französischen und belgrschen Jesuiten sich ihres römischen Hauptkirchlichen Autorität zu, die öffentlichen Sünden zu verhüten und die Hinder-......* S^bpnämifnhebpr nm Nisse auf dem Wege des ewigen Heiles, zu welchem sie die Gläubigen zu führen hat, zu beseitigen. So haben denn auch die Päpste beständig gehandelt bis auf Pius IX. herab, welcher wiederholt verschiedene von europäischen Parlamenten beschlossene Gesetze verworfen und annullirt hat." Ferner 3. April 1869, S. 291: „Auch die noch ungläubigen Völker sind der Kirche, freilich nicht actuell, aber potentiell unterworfen. Ueber diejenigen, welche durch die Taufe Mitglieder dieser geistlichen Gesellschaft geworden sind (also auch dte Protestanten), hat die Kirche actuelle Gewalt." S. 293: „Jeder Getaufte ist! hier »■Company ,-ieaieruna ”k Stab im irfer "kaufe aus. ?uf beiden wunden und en Gegend, Mat üen jL ^t,lCrc unb untent: wer (2.146) tnilfionir L ®t. Lvüi;, lyimentoj omenadehaur wird gesucht "i Carl." )“te KL dem Papste mehr uiüerthan, als irgend einem weltlichen Herrn/' In dem pflichtet erachten, der Aufforderung der Kirche uachzukommem .. . Ganz un- 6Dm 15 Mgj 1869 S. 447 wird die Gewissens- und Cultusfreiheitlbegrüudet ist es, die Anwendung der physischen Gewalt blos auf bürgerliche mit den Worten der Päpste Gregor XVI. und Pius IX. als „Wahnsinn und oder politische Dinge beschränken zu wollen." Und H. 12, S. 52: „Es ist Verderben der heutiaeli Völker" bezeichnet, S. 144, 276 den Staaten die zu unterscheiden, zwischen denjenigen, welche sich immer außer demSchooße der Pflicht auferleqt, mi? äußeren Zwangsmaßregeln gegen die Uebertreter kirchlicher Kirche befinden, als da sind die Ungläubigen und die Juden, und jenen, die Urschriften vor »gehen- 7. Novbr. 1868, ®. 264, heißt es: „Der erste m.d?fich der Kirche durch deu Empfang des Tauf-Saeramentes unterworfen haben- wesentliche Gruichder Verwerflichkeit der Gewissensfreiheit ist nicht der Friede Die Ersten dürfen zum Bekenntmß des katholischen,GlMbens nicht gezwungen und die Einheit der Nation, sondern die Verpflichtung, Die einzig wahre NeU-fwerden; dagegen sind d,e Anderen dazu anzuhalten. Damit ist alles gesagt aion (die katholische) zu bekennen. . . • Der Friede und die Einheit der Nation^Lie Protestanten sind durch die Zwangsmittel staatlicher Gewalt znm Lekennt- kann als secnndärer Grund angeführt werden, unter der Voraussetzung, daß die ulß des katholischen Glaubens anzuhalten; der Staat, welcher das nicht thut, Nation die wahre Religion (die katholische) besitzt. Denn unter der entgegen-^versündigt sich gegen Gottes Gesetz. „xs^ten Voraussetzung gilt vielmehr das Wort Christi: Ich bin nicht gekom- Das oben dargelegte romanische System über Staat unb ftmfte wird m n den Frieden »n bringen, sondern das Schwert; denn die nationale Un- also, zum Theil wörtlich der Cwilt» entnommen, mich in Deutschland von den UnchkeU ist ein unvergleiästich geringeres Uebel/ als'das Verharren in einem Jesuiten offen verbreitet. Wenn nun ein solches Beginnen schrat, sich^uner- religiosen Jrrthum. . . . Dre Kirche ist nicht nur auf Grund ihrer eigenen Meinung, sondern ans Grund des göttlichen Zeugnisses überzeugt, daß sie die Wahrheit hat, und daß die anderen Religionen irrig sind. Was die Irrgläubigen betrifft, so genießen sie, wenn sie bona fide sind, dasselbe Recht, wie die Geisteskranken, denen man das, was sie in diesem Zustande thun, nicht anrechnet. Wie es sich aber auch um die bona fides der Irrgläubigen verhalten mag, dieselbe kann in foro externo nicht sicher bewiesen werden. Entweder beachten sie ernsthaft und mit gutem Willen die Gründe, welche für die Wahrheit der katholischen Kirche und für die Falschheit ihrer Seite sprechen, oder nicht. In letzterem Falle kann ihre Unwissenheit nicht guten Glaubens sein, in elfterem Falle ist es noch viel weniger möglich, daß sie in gutem Glauben im Jrrthume verharren. Wie es sich also auch um den inneren Zustand jedes einzelnen Irrgläubigen verhallen mag . • • sicherlich kann kein gerechter Benr- ocm Staat zu geyorcyen; venu man nuip tsvn meyr gcyviajui, xuiui > v'41öiviv f; 7 X Ä fdjen. Mithin ist die Gewalt des Staates der Gewalt der Kirche untergeord--freiheit sind ein Gräuel und das Verderben der Völker. Daß dieses System, ut;-_ . . . Was augenscheinlich zur Domaine des Staates gehört, wie die reinfdoctrinell verbreitet und thatsächlich möglichst vollständig zur Geltung gebracht, bürgerlichen mio politischen Angelegenheiten, das ist vollkommen gesichert gegen hrid)t allein unsere ganze Staatsordnung aus's Tiefste gefährdet, sondern auch rede Gefahr des Eingriffes von Seiten der kirchlichen Gewalt. Bei den Berüh lprincipiell und absicktlich Haß und Zroietracht unter die Anhänger der verschte- runasvunkteu ist allerdings die Grenzlinie nicht immer klar erkennbar. Abertdeneu Consessionen säet, namentlich katholische Unterthanen mit Abneigung und O Der Rücktritt des Präsidenten, Abend ersichtlich auch in Negicrungskreisen noch nicht erwartet. Die Rechte in I h , Die Garnison ist noch immer consignirt. In Lyon standen die Truppen seit gestern Mittag marschbereit, um etwa ausbrechendc Unordnung sofort zu unterdrücken. In Paris wurden gestern keine Verhaftungen vorgenommen. Rur vier junge Leute, welche sich widersetzten, als man den Bahnhof von St. Lazare räumte, wurden fcftgenommen. In der Nähe des Bahnhofes waren von 11J/2 Ußr an Truppen aufgestellt. Das Gerücht, alle republikanischen Abgeordneten wollten ihre Entlassung cinreichen, ist falsch. — Die Nachrichten aus Versailles haben eine begreifliche Sensation ber- vorgerufen. Auf der gestrigen parlamentarischen Soiree des Fürsten Bismarck A- le« lvurd Unter dc wonach sie seit ihrer Entstehung vor drei Jahrhunderten gestrebt haben. Auf tflCUllUTid). ihr Betreiben kam es zur Verkündigung des Dogmas, dem gemäß der Papst allein endgültig über die Glaubens- und Sittenlehre der katholischen Kirche zu Mai. Durch Gesetz vom 17. Februar 1871 in Bordeaux entschieden, nach der oben dargelegten Doctrin der Jesuiten also auch über das Zum Präsidenten der Republik ernannt und durch Abstimmung vom 24. Mai Thun und Lassen der Katholiken bezüglich der Beziehungen zwischen Staat und 1873 in Versailles zum Rücktritte bewogen, hat Herr Thiers die Regierung Kirche, über deren Verhalten den Angehörigen anderer Confessionen und unter Landes zwei Jahre drei Monate und sieben Tage geführt- Frankreich wird Umständen selbst den Staatsgesetzen gegenüber im Gewissen bindende und mit 110 4 oft Gelegenheit haben, dieses Interims zu gedenken, das eine Periode ein- den Androhungen der schwersten Kirchenstrasen begleitete Decrete zu erlassen be- leitete, in der seine theuersten Angelegenheiten von blinden Parteiführern ent- rufen ist. Da heutzutage notorisch die Ideen und Tendenzen der römischen schieden werden sollen, die, das ist unzweifelhaft, von Fäden gelenkt werden, Curie mit denen der Jesuiten völlig identisch sind, so leuchtet ein, mit welch ^ie durch mehrere Hände gehen, schließlich aber am Schreibtische des schwarzen furchtbarer Macht die culturfeindliche und staatsverderbliche Richtung dieses Papstes Zusammentreffen. Daß der berühmte Finanz-Minister Napoleon's, Ordens gerade in unserer Zeit und gerade für unser deutsches Vaterland aus- Magne, die Finanzen erhalten hat, ist zunächst auf die Börse berechnet, sodann gerüstet erscheint, dessen Wohlfahrt und Gedeihen wesentlich auf dem friedlichen ^er eine bedeutende Conccssion an die Bonapartisten, die jetzt wieder die und verträglichen Nebeneinanderleben der verschiedenen Religions-Genossen- -Leckelmeister Frankreichs werden. „Magne ist gleichbedeutend mit Anleihe!" schäften beruht. hieß es unter Napoleon III. Wer die Franzosen nur einiger Maßen kennt, Im Vertrauen auf diese Macht mißbrauchen denn auch die Mitglieder der weiß, welches Anseheu diejenige Partei, und wenn sie sonst noch so verhaßt des Ordens rücksichtsloser als je gerade in unseren Tagen allenthalben, nament- zu haben pflegt, welche die größten Geschäfte macht und die Börse regiert, lich in den Städten Köln und Bonn, die Kanzeln zur Aufwiegelung des Vol- 3n der „Aera der kleinen Männer" ist Magne eine Größe. Die Majorität, kes gegen Andersdenkende, zumal gegen die Leugner der päpstlichen Unfehlbar- die Vroglie zum Siege über die Regierung des Herrn Thiers führte, wird keit und der damit zusammenhängenden kirchlich-politischen Sätze, indem sie die- vom Kaiserreiche protegirt werden. Mit diesem Kolbenschlage schloß Thiers selben als die schlimmsten Verbrecher, als Empörer gegen das göttliche Gesetz, seine Rede in der Samstagssitzung. Der Ton, der durch seine ganze Rede geht, dem Hasse und dem Fanatismus der urtheilslosen Menge, preiszugeben sich nicht war fest, männlich, staatsmännisch, doch nicht ohne einen herben Beigeschmack entblödet. Mittelbar werden selbst die Staatsregierungen von ihnen dem Volke iener bitteren Ironie, die der Alte in großen Momenten so meisterhaft zu ver- als Feinde Gottes und der Religion denuncirt durch unwahre Schilderungen wenden versteht. Auch Casimir Perier sprach als entschlosseuer, überzeugter der Lage des Papstes und seiner Verlassenheit seitens der weltlichen Mächte. Patriot, der sich langsam, doch fest von dem Satze durchdrungen fühlte, daß Welche Früchte dieses staatsgefährliche, in religiösem Gewände auftretende, po- bas Provisorium eine wachsende Gefahr für Frankreich sei und die conservative litische Treiben dem Deutschen Reiche bringen muß, hat uns jüngst die leiden- Republik unter den obwaltenden Verhältnissen die einzige Möglichkeit biete, die schaftliche Aufregung der gesummten ultramontanen Partei bei Gelegenheit der Anhänger von drei Dynastieen und drei republikanischen Färbungen unter einem Debatten über das Schulaufsichtsgesetz in den preußischen Kammern deutlich friedlichen Systeme zu vereinigen. Daß höhere Einflüsse sich bei der Entdeckung genug bewiesen, — eine Aufregung, die von den unter der Herrschaft jenes ber „neuen Aera" geltend gemacht, wird von den Ultramontanen und Legiti- Ordens stehenden geistlichen Behörden amtlich und systematisch erzeugt und ge- misten gar nicht in Abrede gestellt. Thiers hatte sein System auf eine weise pflegt ward. und feste Politik des Centrums berechnet, aber in Krisen wurden in Frankreich Aus diesen Gründen scheint es geboten, unverzüglich Maßregeln der von jeher die Gemäßigten und Besonnenen von den Fanatikern und Ehrgeizigen Nothwehr zu ergreife«, damit nicht still und unvermerkt im Innern des zunächst überrannt, bis das Land zum Einlenken zwang. Die Heuchelei der Reiches jene feindliche Macht erstarke, die in verhängnißvollen Augen- Heuen Regierung besteht darin, daß Buffet unter dem rauschenden Beifall der blicken, etwa im Bunde mit äußeren Feinden, unsägliches Verderben Rechten erklärte, es handle sich nicht darum, irgendwelche Veränderung in den über das Vaterland zu verbreiten im Stande wäre. Wenn die Gesetz- Gesetzen und Einrichtungen vorzunehmen. Diese Versicherung wird auch von gebung des Deutschen Reiches die freie Bildung von Vereinen garantirt, Mac Mahon den Präfecten ertheilt. Also ist gar kein Jrrthum möglich: so kann sie unmöglich solche Vereinigungen für zulässig erachtet haben, Frankreich ist nach wie vor Republik, und seine Regierung ist eine republika- bere» Bestrebungen die Grundlagen und Existenzbedingungen des Reiches nische! Was will man mehr? selber untergraben. Da nun nach unseren obigen Ausführungen bei — Das amtliche Blatt kündigt in seinem officiellen Theile Thiers" Ent- dem Orden der Jesuiten dies nachweislich der Fall ist, so erlauben wir lassung und die Ernennung seines Nachfolgers folgender Maßen an: „Die uns, dem Hohen Reichstage die Petition ehrerbietigst zu unterbreiten, "Nationalversammlung nahm in ihrer Sitzung vom 24. Mai die Entlassung des Hochderselbe möge dahin wirken, daß der staatsverderblichen Herrn Thiers an und wählte zum Präsidenten der Republik den Marschall Wirksamkeit des Jesuitenordens auf gesetzlichem Weg e Mac Mahon, welcher angenommen hat." In seinem nichtamtlichen Theile verein Ziel gesetzt werde. öffentlichr das amtliche Blatt das telegraphisch bereits im vollen Wortlaute Diesem Anträge uns anzuschließen, nehmen auch wir katholische Bewoh- mitgetheilte Schreiben Mac Mahon's an den Präsidenten der National-Ver- ner der Stadt Gießen keinen Anstand, mit Bezug darauf, daß es in der un- sammlung, welches heute Nachmittags an den Mauern von Paris angeschlagen serem Lande angehörigen Reichsfestung Mainz bekanntlich ebenfalls Angehörige wurde. Ein zweiter Anschlag brachte das gleichfalls schon mitgetheilte kurze dieses Ordens geben sott. Rundschreiben des Marschalls an die Präfecten. Der Präfect des Seine-De- Gießen, den 7. April 1872. partements, Herr Calmon, reichte bereits gestern Abends seine Entlassung ein. (Folgen die Unterschriften.) Die Maires der zwanzig Arrondissements sollen entschlossen sein, seinem Bei- u . lft „ spiele zu folgen. Die republikanischen Blätter aller Schattirungen veröffent- 25- Mai. Wie bereits mitgetheilt wurde, ist die Excommuni- lichen den bekannten Anfruf der „Union Mpublicaine," welcher auch gestern Domherrn v. Nichthofen unter Uebergehung aller canonischen Form, Abend noch in alle Departements telegraphirt wurde. Die radicalen Blätter ^wonitlon 2C. erfolgt. Die Schlesische Volkszeitung sucht dieses „abge- „Corsaire" an der Spitze, fordern zur Ruhe auf; der Regierungswechsel könne kürzte Verfahren zu rechtfertigen, indem sie erklärt: „Die Admonition, Su- den Sieg der Demokratie doch nicht verhindern. Ihre Sprache ist eine äußerst spension und Stellung peremptorischer Frist ist der von dem Canonicus v. Richt- gemäßigte. Paris selbst ist vollständig ruhig. ~ ~ ' Hofen vor zwei Monaten geleisteten Unterwerfung bereits vorangegangen, brauchte ~ ~ " ' ' ' ~ also nach dem Widerruf derselben nicht nochmals wiederholt zu werden; der Herr Fürstbischof hat überdies seinerseits nur erklärt, daß Herr v. Richthofein durch feinen offen erklärten Abfall der von der Kirche ausgesprochenen ipso facto eintretenden Excommnnication verfallen sei; der Verlust jedes kirchlichen Bene- ficiums ist natürlich mit der Excommnnication verbunden." Ei AM H I richt der P 1 mögen des 1 den förmliö alle Diesen 'sonstige An taben, aufg Dien? dahier anjm Wrechten Mschweigen folgen mir ftich ein ! "ssen Enlste Ausschusses werden. Di ?ichk vertret« 'ifonieit als "s erschein« Men wert Gießen, d Troßhei Bö! Lan tigk und dauernde Störung des bis dahin ungetrübten hänslichen Glückes.^ Berlin, 26. Mai. Nach der „Börsen-Ztg." hat der deutsche Botickas- Außerordcntlich ergiebige Geldquellen, zu deren Ausbeutung sie durch ihre weit- ter in Paris die telegraphische Weisung erhalten, mit der neuen Rcaiernna reichenden Beziehungen und durch Anwendung der ihnen so vielfach zu Gebote sofort in freundschaftlichste officielle Beziehungen zu treten. Auch audere Anrei- stehenden religiösen Mittel zu gelangen wisten, sichern und vermehren ihre Macht, chen lassen schließen, daß die neue Wendung in ^rankreick bei der bieiiaen Fast in allen deutschen Dlöcesen haben sie sich directcn oder indirecten Einfluß Regierung der sympathischsten Auffassung begegnet $ 8 auch auf die Ausbildung der Geistlichen mit Erfolg zu verschaffen verflicht, und München In welcher Weise dem katholischen Volk- die Geschickte so ist denn das gesammte religiöse Leben der deutschen Katholikeii schon jetzt der Gegenwart verfälscht wird, beweist folgende Stelle aus Nr 19 des ffibtift- mehr oder weniger vom Geiste ihres Ordens inficirt. Einzelne deutsche Bischöfe, lichen Pilgers" zu Speier in einem Artikel, der von der Wiederaenesuna des wie die von Paderborn und Regensburg, sind sogar notorisch nur noch die heiligen Vaters handelt und den dadiirch „jn Schanden gewordenen ijoffiunr bloßen Organe, durch welche die Jesuiten die betreffenden Diöcesen regieren, gen der Gottlosen." Das genannte Blatt schreibt- Was ist der Grund der Erscheinen daher ihre Träume von einer unter ihren Inspirationen stehenden Krankheit Pius' IX.? Seine lang- Gefangenschaft " Die Eindrinalinae des päpstlichen Weltherrschaft auch noch so abenteuerlich, mit bewundernswerther 20. September haben den Papst einqeschlossm in einem kalten senckten tResäna- Ausdauer und Consequenz verfolge» sic diese Ziele Schritt für Schritt und niß, wo er sich die für die Gesundheit iiothwendige Bewegung nicht versckaffen bilden so, selbst für den Fall des Unterliegens, den stets die Wunde religiöser Eann! I' Dasselbe katholische Sonntagsblatt gießt über die vrovbereibtcn drei Zersplitterung offen haltenden Pfahl im Fleische des neu erstandene» Deuischen dunklen Maitage den interessanten Aufschluß, daß „diese schon vor zwei Jahren _ . r.„ c "Ni Rhein und auch in Amerika verbreitete Sage von der Anna Maria Taiai" Der größte Sieg aber, den sie je errungen, fallt gerade rn unsere Zeit, hcrrühre, deren „Seligsprechuiig eben in Rom verhandelt wird " Am Tage der französischen Kriegserklärung, am 18. Juli 1870, erreichten sie, Sie soll fnMict »erst ff « o entwickelt ober später hältnißen rn- gen und H° nun der P freien und t in der Stad Mr ganz < und den gcg letzten Berat sches Jnstiü gebracht un dcnste erklär nicht zureicl Da nun gcg geschlagenen _ nun doch si die Universitc tute, nicht un Goth rungsban liegt und dr Ergebnisse bi mit einer $i starken Zug- Lebzeiten St Ach dieser 9 Versicherung Jahres ein i Glciä »ahme an $ betrug 3,59i stellt sich ein Aanz ein träge sind b Resultates I vorgerufen. Auf der gesingen par amentarischen Soiree des Fürsten Bismarck Paris, 26. Mai. Aus Lyon und anderen großen Städten des Landes !?v‘c möglich hinausschieben und diese selbst leiten. Die'der radikalen Blätter ist auffallend gemäßigt und ruhig. Gegen den radikalen deutsche Regierung, wie dies auch in der Natur der ^ache liegt, wird sich vor-'„Progr«s de Lyon" wurde wegen Erregung von Haß gegen die Regierung er|t zuwartend verhalten und nur im Nothfalle von dem Art. 6 der Berliner sofort die gerichtliche Verfolgung eingeleitet. Eonv-ntion vom 15. März Gcbr.rnch mnchon, der die Räumung in Frage stellt, Paris, 27. Mai. Das „Journal officiel" veröffentlicht die in 29 r !elnCa Verpflichtungen nicht nachkommen sollte. Mac Mahon Departements stattgehabten Präfecten-Aenderungen. 20 Departements erhiel- als politische Persönlichkeit noch nicht bewährt, wird aber die Ordnung ten neue Präfecten, 9 der bisherigen Präfecten wurden in andere Departements wenigstens eine Zeit lang wohl aufrecht zu halten wissen. versetzt. Bef M« wird bi freit, \ I tzr- [flff». 91 I ft?bit ‘ i 327 SS* ®*,ie kSB, ®Wnb der '^»Ehrist- ten ®efdnq, °«schche« «?ten drei w«Saßren ^aigi" '* Sotbcvjr m 24. e ÜiegierunQ "kreich wird Periode ein- führerir G- !nkt werden, '8 schwarzen Napoleon's, ?net sodann wieder die it Mibe!" ^tzen kennt, ( so verhaßt örse regiert. Majorität, i'ihrte, wird !loß Thiers c Dde geht, Beigeschmack haft zu ver- überzeugter suhlte, daß conservative eit biete, die Italien. Nom, 26. Mai. Die Chefs der hiesigen Abtheilung der Jnternüttoua- len wurden verhaftet und wichtige Documente bei ihnen mit Beschlag gelegt. Unter den Verhafteten befindet sich kein Römer. — Die Deputirtenkammer genehmigte die noch übrig gebliebenen Artikel des Klostergesetzes. Lokal-Notiz. Gießen, 25. Mai. Die Frage über den Platz für das neueUniversttätsgebäude soll entschieden und nun doch der von der Stadt zuerst angebotene und von der Universität zuerst so entschieden abgelehnte Platz in der Stcphansmark gewählt sein. Das Ganze soll sich so entwickelt haben: Die Universität hat vor Allem einen Platz gewünscht, aus welchem früher oder später die Institute der Universität, deren Verlegung wünschcnswerth und nach allen Verhältnissen möglich sei, als das chemische Laboratorium, das physikalische Institut, die Sammlungen und Hörsäle für das Forstinstitut u. s. w., zusammen gelegt werden könnten. Dazu schien nun der Platz in der neuen Anlage mit dem unmittelbar gegenüber liegenden, ebenfalls noch mit 865,078 Tblr.), theils in der mäßigen Ausgabe für Sterbefälle (2 ' 25 Thlr. unter der rechnunasmäßigen Erwartung), theils in den geringen Verwaltungskosten, welche nur wenig über 5Vs Procent der Jahreseinnahme betrugen. Freilich war da« ThatlgkeUsgebiet der Bank im vorigen Jahre von größeren Epidemteen glücklich vertont geblieben. Die Blättern-Epidemie des Jahres 1871 erlosch beinahe überall in ?ZUtX$Ianb schon gegen Ausgang des zweiten Vierteljahres 1872. Von den im Ganzen 841 Theühabcrn, welche die Bank im vorigen Jahre durch den Tod verlor, fielen nur Erkrankung an Blattern zum Opfer; aber zwei Drittheile von diesen Stcrbe- fallen ereigneten sich im ersten Viertel des Jahres. Uebrigens zeigte sich auch im vorigen Jahre aufs Neue der Segen der wiederholten Impfung. Es ist auch diesmal kein Versicherter an den Blattern gestorben, der diese Vorsichtsmaaßregel angewendet hatte. Im Ganzen waren während des vorigen Jahres 1,416,500 Thlr für 827 Sterbefälle zu vergüten. Der Fonds der Bank stieg durch obigen Zuwachs auf 19,418,208 Thlr. und umfaßt 15,204,833 Thlr. Prämienreierve und Prämien-Uebertrag, sowie 3,883,553 Thlr. reine Ueberschüsse. Letztere kommen in den nächsten 5 Jahren (1873 mit 35 Procent der Prämie) zur Vertheilung. freien und der Stadt gehörenden Platze durchaus passend, der zugleich durch seine Lage mitten in der Stadt ebenso den Interessen der Bürgerschaft als der Universität gerecht geworden wäre. Aber ganz abgesehen von dem Wunsche des Magistrats, die neue Anlage unbebaut zu erhalten und den gegenüber liegenden Platz für das neue Gymnasium bestimmt zu sehen, soll nun in der letzten Berathung des akademischen Senats noch die Nvthwendigkeit, ein, noch größeres akademisches Institut als die schon genannten, ebenfalls zu verlegen, zur Sprache unv Anerkennung gebracht und nun von den Bau-Technikern des akademischen Senates selbst auf das Entschiedenste erklärt worden sein, daß für das so erweiterte Bedürfnis; der Platz in der neuen Anlage nicht zureiche, selbst wenn er der Universität in der gewünschten Ausdehnung gewährt werde. Da nun gegen den in der mündlichen Verhandlung zwischen Universität und Gemeinderath vor- geschlagenen neuen Platz sich noch größere Bedenken erhoben hätten, so habe die Universität sich nun doch für die Stephans-Mark entschieden, wie es freilich die Consequenz verlangte, wenn die Universität ihrem Hauptgedanken, der Zusammenlegung der Universitäts-Gebäude und Institute, nicht untreu werden wollte. (Fr. I.) Gotha, 24. Mai. Der Rechenschaftsbericht der hiesigen Lebensversicherungsbank für 1872, welcher jetzt den Ausschüssen der Versicherten zur Prüfung vorliegt und demnächst veröffentlicht werden wird, liefert Nachweis über die sehr günstigen Ergebnisse dieser Periode Der Zugang an neuen Versicherungen betrug 3511 Personen mit einer Versicherungssumme von 8,277,500 Thlr. Kein früheres Jahr hatte einen so starken Zugang aufzuweisen. Nach Abzug des mäßigen Abganges, der, soweit er bei Lebzeiten Statt fand, nur V2 Procent des ganzen Versicherungsbestandes betrug, erhob sich dieser Bestand für den Jahresschluß auf 40,460 Personen mit 78,411,400 Thlr. Versicherungssumme und es fand im Vergleich mit dem Bestände am Anfang des Jahres ein reiner Zuwachs von 2379 Personen mit 6,226,000 Thlr. Statt. Gleich günstig waren die finanziellen Ergebnisse des vorigen Jahres. Die Einnahme an Prämien und Zinsen stieg im Vergleich mit 1871 um 248,073 Thlr. und betrug 3,592,614 Thlr. Nach Abzug der in 2,427,145 Thlr. bestehenden Ausgabe stellt sich ein Zuwachs zum Bankfonds von 1,165,499 Thr. und nach Feststellung der Bilanz ein reiner Ueberschuß für 1872 von 1,007,133 Thlr. heraus. Beide Be- Iräße sind bedeutender, als in jedem früheren Jahre. Der Grund dieses günstigen Resultates liegt theils in dem guten Zinsertrag des Bankvermögens (4.87 Procent, Börsennachrichten. 27. Mai 1873. Preuss. 41;30/0 Oblig. 104 Frankf. 3 V2°/o Oblig. 87 Naas. 4i/?, o Obi. 100 ’/ö Kurhess. 40,0 — Gr. Hess. 5% Obi. — n , 40/g „ 99 n n 31/2% » 96 Bayer. 50/0 „ — » 4% O,o 1jährige 100% n 40 0 1jährige 91% Würtemb. 4‘/2o/o Obi. 100 Baden 4 »/2°/o Obi. c. E. L. 100 Oesterr. Silberrente 64% „ Papierrente 60 Spanier, neuest. 3% 19'/? Amerik. Bonds 1881r 97% » « 1882r 953/s „ „ 1885r 96>/s » n 1887r 961/8 Actien« Frankf. Bank 140 Frankf. Vereins-Kasse 123 Darmst. Bankact. 425 Wien Bankactien 990 Oest. Creditact. 294 Galizien — Actien. 50/0 östr. F. St. E. B. 339 Lombard. Bahn 192!/2 Ludwigsh. Bexbach — Maxbahn 129 Bayer. Ostbahn 121 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. — Oberhessen n — WecliseL Amsterdam k.. S. 97t/4 Augsburg k. S. 100 Berlin k. 8 104?/8 Bremen k. S. 105% Brüssel k. S. 923/b Hamburg k. S. 105% Leipzig k. S. 105 London k. 8. 1173/e Lyon k. S. — Paris k. S. 9N/g Wien k. S. 1048/4 ditto m. S. IO41/4 ditto 1. 8. 104 Disconto 6 °/° Prioritäten» 3° o östr. Stsb. Prior. 5b3/4 3% östr s. Lombard 49% 3°/o Livorneser 34*/b 5u,o Toscaner 553,8 5°/o Elisabeth.-Prior. 84 Va do. II. Emiss. 81 Goldsorteiie fl. kr. Pr. Friedrdor 9 56—57 Pistolen . . 9 38—40 „ doppelte 9 38—40 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 30—32 20 Frankenst. 9 17’/8—18J/2 Engi. Sover. 11 42—44 Russ. Imper. 9 39—41 Dollar in Gold 2 25—26 Anleliensloose» Darmstädter fl. 50Loose — n 25 __ Kurh. 40 Thlr. Loose 72*/4 Nassau 25 fl. — Braunschweiger 23Vg 30 g Oldenburg, ä 40Thlr. 377/b 40/g bayr. Präm.-Anl. 111 40/g badische Locse — Badische fl. 35 Loose 695/ö Oestr. fl. 250 v. 1854 — 1858r Prioritätsloose 206 1860r Loose 91*/4 1864r „ 171 ä [(gemeiner ä n zeig e r. unter einem r Entdeckung und Legiiir f eine weife a Abstrich Wiigen Heuchelei der 1 Beifall der erung in den ird auch von um möglich: •ic republika- MS" Ent- , an: „Die itlafsung des m Marschall n Theile ver- 11 Wortlaute ijational'Ver- angeichlagen ethcilte kurze Z Seine-De- itlafsung ein. seinem Seu en veröffcnt- aud) gestern dien Dlatter, IT* * ■ eine äW tat immer Oereit, um rben gestern tz widersetz- »rt stellt- einreichem * Hi" rn WtM t,, r*l,n \t -stegiel"^ fcie i'1 2? erbiet L.^ttmen^ 2538) Donnerstag den 29. Mai, Nachmittags 2 Uhr, I lasse ich die diesjährige Graserndte von: Klftr. 165 Wiele an der Marburger Chaussee, 234 daselbst, 327 bei dem Fürstenbrunncn, s ersteigern. Gießen, den 25. Mai 1873. Iughard besondere Zäekanntmachung Edictalladung. 2080) Nachdem Großherzogliches Hofge- der Provinz Oberhessen über das Vermögen des Heinrich Rohm von Wieseck den förmlichen Concurs erkannt hat, werden alle Diejenigen, welche Forderungen oder sonstige Ansprüche an denselben zu bilden haben, aufgefordert, solche im Termin Dienstag den 24. Juni d. I., Vormittags 9 Uhr, dahier anzumelden und mit etwaigen Vorzugsrechten zu begründen, widrigenfalls stillschweigender Ausschluß von der Masse erfolgen wird. In diesem Termin soll zugleich ein Arrangement versucht und in wessen Entstehung zur Wahl eines Gläubiger- ausschusses und Massecurators geschritten werden. Die durch gehörig Bevollmächtigte nicht vertretenen Gläubiger werden deßhalb insoweit als den Beschlüssen der Mehrheit der erscheinenden. Gläubiger beitretend angesehen werden. Gießen, den 24. April 1873. Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher, Bramm, Landrichter. Landger.-Affessrr. Versteigerungen. Bekanntmachung. 2521) Auf dem für das neue Garnison- Lazareth bestimmten Bauplatze in der Brau- gafse wird die diesjährige Graserndte Freitag den 30. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, auf dem Büreau des unterzeichneten Garnifon- Lazareths öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Gleichzeitig soll der neben der Wiese befindliche Grabgarten für das laufende Jahr in Pacht gegeben werden. Die näheren Bedingungen werden bei der Versteigerung bekannt gemacht. Gießen, den 22. Mai 1873. Grvßhcrzogliches Garnison - Lazareth. Bauholzvcrsteigerung. 2546) In der Freiherrlich v. Milchling'- schen Mitgebrauchswaldung Oberseilbach, Oberförsterei Treis a/L-, sollen Dienstag den 3. Juni er., Vormittags präcis 10 Uhr, 5 Eichen-Stämme von 7 bis 10 Meter Länge und 32 bis 50 Centimeter Durchmesser, öffentlich meistbietend versteigert werden. Kauflustige wollen sich in der bezeichneten Waldung am Pfad von Treis nach Alt- Buseck einfinden. Treis a L-, am 25. Mai 1873. Die Freiherrlich v. Milchling'sche Administration: Kehr, Lehrer, k. A. Aeilgebotenes. 2556) Feinstes Blüthenmehl, neue Matjes - Häringe und gute Tafelpflaumen empfiehlt I. Haggenmüller, ________________________Frankfurterstraße. 2548) Mehrere Wagen Kuhmist sind zu verkaufen bei L. Wolf, Wallthor. 2553) Circa 3 Morgen Klee, auf meinem Grundstücke an der Bahn, zu verkaufen. August Schlessinger. 2541) Ente Kartoffeln find zu verkaufen bei Enders, ________________________Stadtrentmeister. \ Kösiigs-Reisstärke, unübertroffenes Fabrikat zum Stärken der Wäsche, empfiehlt (1613)__________Emil Fischbach. 2194) Ich beabsichtige, mein Haus in der Brandgasse Lit. A. Nr. 202 nebst Zubehör zu verkaufen. _______Heinr. Carl Magnus. Borsdorfcr Aepfelmm tu bekannter Güte empfehlen (2226) I. A. Busch Sühne. 2543) Zwei Feuftertrlttc mit Schub- laden bei_________Schreinermeister B e st. Neue Maries - Häringe find eingetroffen bei (2377) I. A. Busch Söhne. “2539) Fourntere zu circa 1000 Cigarren- kistchen werden billig abgegeben. Seltersberg E. Nr. 3. W Beachtenswertho Anzeige. | Zwei Engländer, die durch ungünstige Verbindung mit einem Geschäftshause Berlins bedeu- [ tende Verluste erlitten und es ihnen noch besonders geglückt hat, einen I großen Theil von ihren Fabrikaten zu retten, haben'diese Bestände bei V ihrer Zurückreise nach London, um schnell damit zu räumen, mir zum | schleunigen Verkauf übergeben und habe ich diese Maaren im Hotel l Einhorn, parterre rechts, zum Verkauf ausgestellt. Das Lager bietet den hohen' Herrschaften Gießens und Umgegend eine Ausstellung von den affediefleii irländischen Leinen | in allen Qualitäten und Breiten dar, wo wir besonders auf 12/4 breite Maare aufmerksam machen. Hischgedecke, Servietten und Kandtücher in grosser Auswahl. Tasclientiicher, das Dutzend von 11/3 Thaler an bis zu den feinsten. Hansmacherleinen in Stücken von 30 Meter von 5y4 Thlr. au. 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