Stenj, fei ’tTou), Anzeige- und Amtsktatt für den Kreis Kiessen Dienstag den 27. Mai 1813 rrr 122 QK63B Dom »io Wilhelm. Fürst v. Bismarck. , 6. M/ jrantfurt a. M. tanten iöltn Europr'i. üti'on aller Arten riginalpreifen in des Zn- und »es ze Bedienung. jratis u. franco. 8, schuhen. StoS tieridjätrtg 1 fr 11 fr. mit Vrtng^lohn. Durch die Lezozen vtertaljjhrig 1 |L 39 fr. g an: tem Kaiserlichem Jnsiegel. Gegeben Berlin, 17. Mai 1872. (L. S) Srfcheint täglich, mit »ttik nähme Sonntags. Expedition: Lanzletber». 9tt B. Rr. 1 isich mit den Jesuiten zu verbünden und alles zu'thun, was ihnen die römische : Curie vorschreibt, haben sie Würde und Unabhängigkeit verloren, welche sie vormals rühmlichst vor den anderen Bischöfen auszeichnete. Ihre Gelehrsamkeit verliert sich in Jntrigue und Spitzfindigkeiten, die gar nicht zu ihrem Charakter passeu. Die Vertreibung der Jesuiten aus Deutschland hat den Ultramontanen unendlich geschadet, und die darin nur eine kleinliche Rache des Fürsten Bismarck erblicken wollten, haben sich stark getäuscht. Der Jesuitis- mus ist dadurch eine exotische Pflanze geworden, die nur in Frankreich gedeihen kann, und, wie dieses, in Deutschland gehaßt wird. Die preußischen Bischöfe können aus diesem Kreise, in welchen sie Bismarck gebannt hat, nicht mehr heraus, sie köunen sagen, was sie wollen, so lange sie ihre Befehle noch von Genf und Rom bekommen, bleiben sie für jeden deutschen Patrioten Jesuiten und Feinde des Vaterlandes, und der Erzbischof von Posen, der sich auf die Seite der Polen gestellt hat und der Entwickelung des Germanismus im Groß- herzogthum Posen entgegentreten muß, gibt dadurch der Sache der preußischen Bischöfe den Todesstoß. Sie können sich noch so lange wehren, unterliegen müssen sie doch. Berlin, 24. Mai. Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen rc., verordnen im Namen des Deutschen Reiches, nach erfolgter Zustimmung des Bundesrathes und des Reichstages, was folgt: § 1. Paketporto. Das Porto für Pakete beträgt: I. bis zum Gewichte von 5 Kilogrammen a) auf Entfernungen bis 10 Meilen einschließlich 21/? ©gr., b) auf alle weitere« Entfernungen 5 Sgr., für unfrankirte Pakete wird ein Portozuschlag von 1 Sgr. erhoben; IL beim Gewichte über 5 Kilogramme a) für die ersten 5 Kilogramme die Sätze wie vorstehend unter I., c) für jedes weitere Kilogranun oder den überschießenden Theil eines Kilogramms bis 10 Meilen l/2 Sgr., über 10—20 Meilen 1 Sgr, über 20—50 Meilen 2 Sgr., über 50—100 Meilen 3 Sgr., über 100 150 Meilen 4 Sgr., über 150 Meilen 5 Sgr. Der Postverwaltung bleibt überlasten, für sperriges Gut einen Zuschlag zu nehmen; derselbe darf jedoch 50 pCt. der obigen Taxe nicht , übersteigen § 2. Porto und Versicherungsgebühr für Sendungen mit Werthangabe. Für Sendungen mit Werthangabe wird erhoben: a) Porto, und zwar I. für Briefe ohne Unterschied des Gewichts, auf Entfernungen bis 10 Meilen einschließlich 2 Sgr., auf alle weiteren Entfernungen 4 Sgr., für unfrankirte Sendungen wird ein Portozuschlag von 1 Sgr. erhoben; II. für Pakete und die dazu gehörige Begleit-Adresse: der nach § 1 sich ergebende Betrag, und b) Vcrsicherungsgebühr ohne Unterschied der Entfernung und zu jeder Höhe der Wcrthangabe gleichmäßig V2 Sgr. für je 100 Thlr. oder einen Theil von 100 Thlr., mindestens jedoch 1 Sgr. § 3. Das in den 1 und 2 vorgesehene Zuschlagsporto wird bei portopflichtigen Dienstsendungen (§ 1 des Gesetzes über das Posttaxwesen vom 28. October 1871) nicht erhoben. § 4. Das gegenwärtige Gesetz tritt mit dem 1. Januar 1874 in Kraft. Urkundlich unter Unsirer Höchsteigenhändigen Unterschrift und beigedruck- 6r, ulstrabk, tm Lac, , im Saal Nr- 3 oben oder im Lach e Kinder auf ärzt Stunt und Nam» gen Nachlasses bd itn zu wenden. lotrstandS Tlthen. lector. D eu! sch land. Darmstadt, 24. Mai. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 29. März den ordentlichen Professor der Theologie, Dr. Theodor Keim zu Zürich, zum ordentlichen Professor in der evangelischtheologischen Fakultät der Landes-Universität, mit Wirkung vom 1. Dctober l. I. an, zu ernennen und in der gedachten Eigenschaft zu berufen. Hungen, 26. Mai. Aus dem Landtags-Wahlbezirk Hungen -Lich. Gestern erstattete unser Landtagsabgeordneter, Herr Oberförster Theobald vor einer sehr zahlreichen Versammlung, unter welcher fast keiner der Wahlmänner fehlte, Bericht über seine seitherige Thätigkeit in der Kammer. Nachdem er seinen politischen Standpunkt gekennzeichnet, gab er als Mitglied des Finanz- ausschustes eine sehr interessante wie erfreuliche Darstellung über die Finanzlage unseres Staates, besprach sich mit der Versammlung über den Entwurf des Gemeindegesetzes, über Vicinalwegbau und über die verschiedensten, das öffentliche Wohl berührenden Angelegenheiten. Es herrschte nur Eine Stimme darüber, daß unser Abgeordneter das in ihn gesetzte Vertrauen bis dato glänzend gerechtfertigt hat und auch ferner rechtfertigen wird und daß das unter der Landbevölkerung vielfach noch schlafende Interesse für das Wohl und Wehe des Staates am allermeisten dadurch sich belebt, daß die Abgeordneten durch derartige Versammlungen mit ihren Wählern Fühlung behalten. Berlin, 22. Mai. Zur weiteren Ausführung des Jesuitengesetzes hat der Bundesrath in der Sitzung vom 13. d. Mts., wo die vier schon genannten Orden als unter dasselbe fallend bezeichnet und weitere Berichte von den Einzelregierungen über andere Orden verlangt wurden, als solche näher zu charac- terisirende besonders folgende bezeichnet: die Brüder der christlichen Schulen, freres ignorantins; die freres du pröcieux sang mit einem Kloster in Elsaß- Lothringen; die Schulbrüder des Vereins Mariä zu Ebersmünster in Elsaß- Lothringen; die Schulbrüder der christlichen Lehre des Bisthums Straßburg zu Matzenheim in Elsaß - Lothringen; die freres de la doctrine chrötieüne in Elsaß-Lothringen; die Schulschwestern in Bayern, Hessen und Lothringen und die Marianischen Congregationen an verschiedenen Orten in Preußen, Bayern und Hessen. Es wurde ferner beschlossen, die Bundesregiertingen zu ersuchen: über die in ihren Gebieten außer den genannten vorhandenen männlichen und Stuttgart, 22. Mai. Wie s. Z. mitgetheilt, wurde aus Anlaß des weiblichen Orden und Congregationen nach Anleitung der von der königlich preußischen Negierung ausgestellten Uebersichten und unter Beifügung der Ordensregeln und Statuten nähere Mittheilungen an den Bundesrath gelangen zu lassen. — Die Florentiner „Gazetta d'Jtalia" bespricht die Promulgirung der preußischen Kirchengesetze in unverkennbar wohlwollender Weise, indem sie sagt: „Das preußische Abgeordneten- und Herrenhaus haben die dem Cultns- minister Falk vorgelegten Kirchengesetze angenommen und der König hat sie ge nehmigt. Diese neuen Gesetze werden mit der Zeit in Preußen einen katholischen Clerus schaffen, welcher der Negierung gerade so ergeben ist, wie das preußische Heer. Die künftigen preußischen Geistlichen, welche mit der deutschen Jugend zusammen studiren und heranwachs'n, werden sich von dem römischen Einflüsse befreien und ebenso gute Patrioten werden, wie die übrigen Deutschen, und sich nicht mehr wie die in Fulda versammelten Bischöfe unter das römische Joch beugen. Die deutschen Bischöfe fühlen von Tag zu Tag mehr, daß sie dem Reichskanzler nicht gewachsen sind. Gezwungen, in dem ungleichen Kampfe , Nr. 11 des NeickSgesetzblattes, ausgegeben den 15. Mai 1873, enthält: (Nr. 921.) Gesetz, betr- das Aufgebot und die Amortisation verlorener oder vernichteter Schuldurkunden deS Norddeutschen Bundes und des Deutschen Reiches- 12. Mai 1873. (Nr. 922) Postoertrag zwischen Deutschland und Portugal. Boni 9. Mai 1872. Gießen, den 24. Mai 1873. Großhcrzogliches Kreis amt Gießen. n Röder. -n, n * K Eins, ZZZ Mr- L SeltetT ;fn_ Freunde & te Itahfinbtnben' 1 ^Stadt hallend ■ aütnbes, in \ tollendes drei' unt^c Tkklcv, werben gegen gur paus- und Kinde sucht. Nahnes F- Holberg, Kirchenplah. ipebition z Bekannt in achu n g. Es wird hiermit in Gemäßheit des Art. 15 des Gesetzes vom 10. Februar 1853 zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß bet den im Laufe dieses Jahres vorgenommenen Ergänzungswahlen folgende Einwohner des Kreises zu Mitgliedern des Bezirksraths gewählt worden sind: Im VII. Wahldistrict- der Großherzogliche Bürgermeister Wagner von Groß-Buseck, Im VHI. Wahldistrict: der Großherzogliche Bürgermeister Jünger von Reiskirchen, Im IX. Wahldistrict: der Großherzogliche Bürgermeister Lang von Wieseck, Im X. Wahldistrict: der Gemeinde-Einnehmer Bieber von Allendorf a. d. Lda. Von der III. Abtheilung der wegen Grundbesitzes Höchstbesteuerten: der Gasfabrikant August Heß in Gießen. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden beauftragt, dieses in den Gemeinden zu verkündigen. Gießen, den 26. Mai 1873. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. Paris, 25. Mai. Der gestrige Abend verlief ohne jede Störung der Sicherheitsdienst eine besondere militärisch organisirte Schutzmannschaft zu er- ' ! . ~ . r-. . j ..k <5 kHiirho tilin nt 01 »V missär übertragen. «fraitkreich. den Lokal-Notiz. fortgesetzt überall. Vormittags 9 Uhr, London, 21. Mai. Worttarif auf 4 sh. Engsaiw. Die Kabelgesellschaften reduciren vom 1. Juni ab Desvaux und Dampierre d'Hornoy sollen zum Kriegs- und bzw. Marineminister ernannt werden, wenn Cissey und Pothuau nicht einwilligen, ihre Portefeuilles zu behalten. Jules und Charles Ferry haben ihre Entlassung gegeben. — Neue Anleihe Mittags 89, jetzt 88.80. Paris, 25. Mai, 11 Uhr 25 Min. Gießen, 26. Mai. In der heute stattgehaben öffentlichen Sitzung Großherzoglicken * 'r i wurden die Haupt- und Ergänzungs-Geschworenen für das gehandelt. , Paris, 26 Mai. Dem Vernehmen nach geht die Negierung mit der fccm ^cg jUtn Präsidenten des Schwurgerichtshofs bestimmten Großherzoglichen Absicht um, die Nationalversammlung zu vertagen. — Der erste -Lhnl der jetzt Hofgerjchts-Raths Herrn l>r. Stammler, beziehungsweise des zum Stellvertreter desselben fälligen Ratenzahlung auf die Kriegsentschädigung besteht in 50 Mill. Gold ernannten Großherzoglichen HofgcrichtS-Raths Herrn Hoffmann werden eröffnet werben, in und 20 Mill. Silber. folgender Reihenfolge auSgeloost. nehmen, oder wohl auch ein „A bas les trois!“, da es irrthümlich hieß, daß ein Triumvirat Mac Mahon-Daru-Buffet ernannt worden sei; ein Berichter- Italien. Nom, 23. Mai. Die „Voce della verita" bringt einen Artikel, welcher die Eventualität eines Conclaves bespricht und im Wesentlichen gegen die Auslassungen italienischer und ausländischer Zeitungen, und namentlich gegen den Artikel der „Augsb. Allg. Ztg." über 4>ie Papstwahl gerichtet ist. Das klerikale Blatt hebt besonders hervor, daß die auswärtigen Mächte niemals ein Exclusionsrecht bei der Papstwahl gehabt hätten; das Veto sei nur ein Zuge- ständniß der Cardinäle gegenüber den katholischen Souveränen gewesen, welche der Kirche ihren Schutz gewährt hätten. Jetzt könne diese Befugniß keinem Staate mehr zustehen, da alle Negierungen die Gleichberechtigung der Cnlte anerkannt hätten; jedenfalls kämen die nichtkatholischen Regierungen gar nicht in Frage und würden die Republiken Spanien und Frankreich wenig Gewicht in die Wagschale legen Die „Voce della verita" führt dann aus, der Papst müsse nothwendig ein Italiener sein, da in ganz Italien der Wunsch herrsche, eine Persönlichkeit auf dem päpstlichen Stuhle zu sehen, welche die italienische Sprache rede, und da jener Souverän eines Staates sei, den die Italiener selbst ihm gewiß restituiren würden. Es gäbe nur einen deutschen Cardinal, ein Umstand, welcher eine „Wahl" ausschließe; bei der etwaigen Wahl eines französischen Cardinals werde die beunruhigende Erinnerung an Avignon geweckt, und die beiden österreichischen Cardinäle dächten sicherlich nicht daran, die Papstwürde zu erlangen, abgesehen davon, daß dies auch seitens der österreichischen Regierung nicht begünstigt werde. Das Geheimniß der in der Presse sich kundgebenden Bewegung sei einfach, daß die italienische Regierung einen ausländischen Papst wolle, welchem die Wiederherstellung der weltlichen Macht erschwert und die Herzen des italienischen Volkes entfremdet werden würde. Ein Papst, der von den Ufern der Spree, Seine, Donau oder Themse komme, werde mit den allergrößten Schwierigkeiten zu kämpfen haben; die klerikale Partei selber werde mit dem besten Willen Gefahr lausen, daß sie weder den Papst noch dieser sie verstehen würde. Regien. Die „Jnd^peudance" meldet: „Prinz Napoleon — An der Börse ist die französische Rente im Brüssel, 26. Mai. kommt heute in Paris an." Steigen. tatter des „Figaro" will sogar in der Nähe der Bastille auch vereinzelte Rufe „A Berlin!“ gehört haben, aber es kam nirgends zu einem Conflict mit den Sicherheits-Agenten oder den Patrouillen, welche in kurzen Zwischenräumen die Straßen durchzogen. Als nach Mitternacht der letzte Zug von Versailles auf dem Westbahnhofe cintraf, war dieser so überfüllt, und die Menge stürzte sich mit so stürmischer Ungeduld auf die Eintreffenden, daß der General Gueslin, der eigens zur Aufrechterhaltung der Ordnung in dem Bahnhof erschienen war, die Halle durch Polizei-Agenten räumen ließ. Sogleich stob das Volk ohne Widerstand auseinander. — Die Abendbörse verkehrte in starker Baisse; neue Anleihe notirte 87.50, 86.90 und zuletzt 87.15. Paris, 26 Mai. Die Truppen waren am letzten Samstag, der „Agence Havas" zufolge, aus Vorsicht cousignirt; seit gestern aber ist die Bereitschaft aufgehoben. Paris hat vollkommen das gewöhnliche Aussehen wiedergewonnen ; in den Departements ist die Ordnung nirgends gestört worden. Mau hofft auf einen großen Aufschwung der Arbeit. .JJlul, Al Mt/4. — Die vollständigste Ruhe herrscht Hofgerichts der Provinz Oberhessm 1 Auf dem Boulevard wurde französische Anleihe zu 89.50 Schwurgericht vom III. Quartal l. I., besten Sitzungen 1 J Dienstag den 1. Juli. Paris, 24. Mai. Nach Pariser Correspondenzeu zu urtheilen, herrscht dort sehr bedeutende Aufregung. Alle Parteien sind trotz oder wegen des modificirten Cabinets in großer Bewegung; im Ganzen spricht sich sehr germ ; aes Vertrauen auf die nächste Zukunft aus. Das neue Cabinet wird als ein । provisorisches betrachtet, das nicht lange amtiren wird. Casimir Perier ist selbst dieser Ansicht. Von einem seiner Freunde um seine Hoffnung wegen der Dauer und der Kraft des Cabinets befragt, erwiderte er: „Wer kann dieses wissen. Wir können bei unserer Geburt sterben. Man muß einen gewissen Muth haben, um einer solchen Lage Trotz zu bieten. Es ist leicht möglich, daß wir binnen acht Tagen in die Luft gesprengt sind." Im Ganzen genommen, nahm das große Publikum die neuen Minister gut auf. Zwei derselben Casimir Perier und Verenger, haben sich noch kürzlich mit großer Entschlossenheit für die Republik ausgesprochen, und was Waddington anbelangt, so gab derselbe vor einem Jahre bei Gelegenheit seines Austritts aus dem rechten Centrum und seines Eintritts in das linke Centrum der conservativen Republik seine Zustimmung. — Die mehrfach erwähnte Reise Gambetta's galt nach „Republ. Franchise“ der Heimath der Wunder von Lourd, der Stadt Nantes. Der ehemalige Dictator kam dort Freitag Mittags an und wohnte einem Banket bei. In seiner Rede wies er nach, wie die Wahlen es immer deutlicher aussprechen, daß zwischen der Majorität des Landes und der Majorität der Kammer sich ein durch nichts auszufüllender Abgrund gebildet hat. Von hervorragendem Interesse war der Schluß der Rede Gambetta's, welcher die republikanische Partei aufforderte, einig und compact zu bleiben und sich vor einer Ungeduld zu hüten, welche den Eintritt der definitiven Republik nur verzögern könnte. Nach diesem Appell an die Mäßigung der Republikaner scheint es fast, als wenn Gambetta sich bereits mit dem Gedanken der Proclamirung der definitiven Republick durch die gegenwärtige Kammer versöhnt hätte. Paris, 25. Mai. Das „Journal officiel" meldet, daß die Nationalversammlung die Demission Thiers' angenommen und zum Präsidenten der Republik den Marschall Mac Mahon gewählt hat, welch Letzterer angenommen habe. Der Präsident der Nationalversammlung hat beim Ausgang der gestrigen Sitzung von Mac Mahon folgendes Schreiben erhalten: „Meine Herren Repräsentanten! Ich gehorche dem Willen der Nationalversammlung, welche die Nationalsouveränetät bewahrt, indem ich das Amt eines Präsidenten der Republik annehme. Es ist eine schwere Verantwortlichkeit, welche meinem Patriotismus auferlegt wird, aber mit der Hülse Gortes und der Hingebung der Armee, welche immer die Armee des Gesetzes sein wird, und mit der Unterstützung aller ehrlichen Leute, werden wir zusammen das Werk der Befreiung des Gebietes und der Wiederherstellung der moralischen Ordnung im Lande sortsetzen. Wir werden den inneren Frieden und die Grundsätze, auf welchen die Gesellschaft ruht, aufrechterhalten. Darauf gebe ich Ihnen mein Wort als ehrlicher Mann und Soldat." — Auf dem Boulevard wurde die Neue Anleihe Vormittags zu 87.85 gehandelt. Paris, 25. Mai. Ein durch Anschlag in den Straßen bekannt gegebenes Rundschreiben Mac Mahon's an die Präfecten sagt: „Ich bin soeber durch das Vertrauen der Nationalversammlung zur Präsidentschaft der Republik berufen worden. Weder die bestehenden Gesetze noch die Institutionen werden eine Verletzung erfahren. Ich bürge für die materielle Ordnung und zähle au Ihre Wachsamkeit und patriotische Mitwirkung. Das Ministerium wird noch heute gebildet werden." Paris zeigt eine ruhige Physiognomie. Die Procla- mation Mac Mahon's bringt einen guten Eindruck hervor. Nach den Depeschen aus den Departements ist die Ordnung nirgends gestört worden. Man versichert, daß Broglie das Portefeuille des Innern, Magne das der Finanzen erhalten werde. Außer Frage steht, daß Andiffret-Pasquier und zwei Mitglieder der Rechten, wahrscheinlich Larcy und Ernoul, in das Cabinet eintreten werden Der Eintritt von Batbie und Goulard ist ebenfalls wahrscheinlich. ^walls die totale Unzulänglichkeit der bestehenden Polizei-Einrichtun-j Paris, 26. Mai. Das „Journal offuielT meldet, daß das Ministe- 5-n wr di- jetzigen Verhältnis,'/ Stutt^rts und dessen fortwährende enorme rinm folgendermaßen zusammengesetzt ist : Broglie Aeußeres, Ernoul Justiz Ausdebnuna erkannt und daher vom Gemeinderath der Beschluß gefaßt, die Benlä Inneres, Magne Finanzen, Dampierre Marine, Batbie Untemchr und Nvli.eiAbtbeiluna mit einem Bericht darüber zu beauftragen, wie und in wel- Cultns, Desfeilligny Arbeiten, Laboulllerie Handel. Cisseh behalt interimistisch cker^W^se ein"Reorganisation ^stattfinden solle, und ob nicht etwa für den das Portefeuille des Krieges Pascal Unt-rstaatssecretär des Innern. / . . — z l .. hil ~ 4-a 11t PT: 25 M.ii. Der aeftriae Abend verlies ol Rußland. Das von Der russischen Regierung bereits acceptirte Project des unternehmenden Herrn v. Lesseps von Orenburg durch Centralasien bis Peschawer in Ostindien eine ungefähr 500 Meilen lange Eisenbahn zu legen, wird zu seiner Vorbereitung und Ausführung ohne Zweifel eine längere Reihe von Jahren und ungeheure Kosten erfordern, stellt dafür aber dem Handel und Weltverkehr die glänzendsten noch völlig unberechenbaren Vortheile in Aussicht. Die russische Regierung hatte sich längst mit dem Gedanken getragen, die Schienenverbindung zwischen Europa und Indien, für welche bekanntlich auch der Weg über Konstantinopel und die asiatische Türkei in Vorschlag gebracht ist, durch ihr unermeßliches-Gebiet zu lenken. Unerwartet rasch scheint sich nun dieser große Gedanke verwirklichen zu wollen. Die energische russische Politik steht wieder einmal im Begriffe, in Asien der englischen Unentschlossenheit den Rang abzulaufen. Im allgemeinen Culturintereffe kann man dem großen Unternehmen nur den besten Erfolg wünschen, wenn man auch die Ansicht des Herrn v. Lesseps, daß diese Bahn dem Antagonismus zwischen Rußland und England ein Ende machen werde, nicht unbedingt theilt. tmXyi fei <\n der aeftriaen Sitzung des Gemeinderaths wurde nun dieser Be- äußeren Ruhe Der Westbahnhof und die Boulevards waren wohl von einer TiSf ermattet Der wesentliche Inhalt des Vortrags geht dahin: Von der dichten Volksmenge angefüllt, die sich um die Abendblätter riß und in fieber- ßrriräti na einer besonderen militärisch organisirten Schutzmannschaft neben der Hafter Aufregung die neuesten Nachrichten aus Versailles mittheilte und erläu» Abstand genommen ; da-terte; hie und da ließ sich ein Hochruf aus Thiers und auf die Republik ver- qeaen soll die zur Zeit aus 90 Mann bestehende Polizeimannschaft, auf 152 ^pt mirh ptn „A bas les trois! . ba -6 irrthumhA fupfi bafc Mann verstärkt, neu eingetheilt und organisirt, besser montirt, bewaffnet, cafei^ nirt und besoldet, ihr auch die jetzt noch ausgetragenen, nicht zum Polizeidienst gehörenden Geschäfte und auch Nebenbezüge ab genommen und letztere durch em jährliches Aversum ersetzt werden. Die Bewaffnung wurde für den Nacht- Patrouillen- und Sicherheitsdienst durch ein Schießgewehr vermehrt die Be,ol- dunq um 150 st. für den Mann erhöht, das Aversum auf je 75 fl. gesetzt werden, wodurch der Mann als Minimum, ohne seine Montimng rc. jährlich 725 fl. erhielte. Die Mehrkosten würden sich auf etwa 75,000 fl. jährlich und der einmalige Aufwand ohne die Casernirung auf 20 25,000 fl belaufen. Straßburg, 26. Mai. Drrch kaiserliche Verordnung vom 17. Mai sind die Gemeinderaths-Mitglieder Weyer, Hueber und Goguis ihres Amtes als Beigeordnete enthoben und in Folge Verordnung des Bezlrksprafidenten wurde heute die Verwaltung der Stelle eines Beigeordneten der Stadt dem Regierungs - Assessor Freiherrn v. Reichlin-Meldegg als außerordentlichem Corn- b?8 Aniße- Tn°ul %ftj. bet 2°" einet nb Hebet, erläu, MM vet- ? !!$» M ■ll! Berichtet, ^"Zeltete llct mit den enrdumen die WM au ic Arzte sich :i'w war, as Volk ohne Baisse; * Samstag, der 'er ist die ^sehen wiedet- estört worden. Artikel, weichet Wen biete tlich gegen den st- Das kleti- jte niemals ein nur ein Zuge-1 jMen, welche es'ugniß keinem I eickberechtigung olischen Regie- L und Frankreich j a“ fihrt dann [ mz Italien der iu sehen, welche - :taate$ sei, den nur einen deut- >ti der etwaigen Erinnerung an i sicherlich nicht ies auch seitens eheinnnh der in ia',mische Regie- tellting bei welt- entsremdet wei- ine, Donau oder kömpsen haben;. : laufen, daß iiel .Prinz Napolm fische Rente m I. Ergänzungs-Geschworene: 1. Dr. Ludwig Noack, Professor, 2. Gustav Patz, Corsettenfabrikant, 3. Ludwig Köhler, Schneidnrüllcr, 4. Dr. Wilhelm Oncken, Professor, 5. Karl Diery, HofgerichtS-Advocat, 6. Friedrich Ciemm, Kanzleirath, 7. Heinrich Kaeß, Ellenwaarenhändler, 8. Nathan Rosenthal, Fruchthändler, 9. Friedrich Kraft, Hofgerichts-Advocat, 10. He.nricd Hombcrger, Zeugfabrikänt, 11. Dr. Alexander Naumann, Professor, 12. Wilhelm Mosler, Gastwirt!); sämmtlich in Gießen. II. Haupt-Geschworene: 1. Friedrich Schwaab, Ellenwaarenhändler in Gießen. 2. Georg Caspar Volkmar, Garnhändler in Lauterbach. 3. Conrad Glock L, Rechner in Schotten. 4. Franz Doit, Fabrikant in Grünberg. 5. Karl Haberkorn, Kaufmann von da. 6. Johann Walther Kratz II , Müller in Ober-Ohmen. 7. Sebastian Schmidt, Bürgermeister in Bermuthshain. 8. Moses Rosenthal, Fruchthändler in Gießen. 9. Heinrich Müller VII., Landwirth in Berstadt. 10. Louis Hornberger, Zeugfabrikant in Gießen. 11. Karl Ferdinand Schwarz, Kaufmann in Echzell. 12. Eduard Thorwart, Hofgerichts-Advocat in Gießen. 13. Heinrich Zöckler, Metzger in Grünberg. 14. Friedrich Textor, Bierbrauer in Gießen. 15. Heinrich Velten III., Scbildwirth in Groß-Linden. 16. Heinrich Semmler I, Fabrikant in Grünberg. 17. Wilhelm Möser, Occonom in Nieder-Erlenbach. 18. Karl Funk, Occonom in Groß-Karben. 19. Hartmann Wagner, Landwirth in Laubach. 20. Berthold Diehm, Branntweinhändler in Lauterbach. 21. Anton Finger, Ellenwaarenhändler von da. 22. August Stammler, Fabrikant in Grünberg. 23. Siegmund Bock, Cigarrenfabrikant in Gießen. 24. Siegmund Heichelheim, Mäkler daselbst. 25. Georg Puth, Occonom in Okarben. 26. Isaac Strauß, Fruchthändler in Gießen. 27. Wilhelm Fertsch, Kaufmann in Frieoberg. 28. Friedrich Maurer, Rentner in Gießen. 29. Friedrich Renker II., Fabrikant in Lauterbach. 30. Georg Mlhelm Ferber, Buchhändler in Gießen. Vermischtes. Dem „Züricher Tageblatt" wird von Zug geschrieben: Die im Jahr 1866 in Cham durch die Gebrüder Page aus Nordamerika gegründete Gesellschaft zur Fabrikation kondenstrter Milch, Anglo-Swiss Codensed Milk Co., macht vortreffliche Geschäfte. Im Jahre 1872 hat sie für nahezu 2«,2 Mill. Fr. von ihrem Fabrikat abgesetzt, davon sind circa 75 Procent nach England, 15 Procent auf dem europäischen Continent und 10 Procent nach überseeischen Landern verkauft worden. Im Laufe dcS gleichen Jahres hat die Gesellschaft ihr Actiencapital von Fr. 300,000 auf 1 Mill, erhöht, in Goßau (St. Gallen) und Düdingen (Freiburg) bestehende Fabriken angekauft, eine vierte in England neu gegründet. Die letzte Gemralversammlung hat beschlossen, den Aktionären 15 Procent Dividende zu entrichten und 10,000 Franken zur Stiftung eines Liebiqfonds am eidgcn. Polvtechnikum zu verwenden. In Darmstadt werden gegenwärtig täglich 50 Büchsen dieser Milch verbraucht und zwar ausschließlich für kleine Kinder, ein Beweis ihrer Vortrefflichkcit. Da sie die einzige ist, welche sich zu allen Zeiten bewährt hat, wurde sie auch allein von Hrn. Professor von Liebig empfohlen. Auf allen Ausstellungen wurden ihr außerdem die höchsten Auszeichnungen zu Theil. LandwirthfchaftlicheS (Mitgetheilt von der höheren landwirthschaftlichen Lehranstalt in Worms.) SparaeldünaungSversuche. In Verfolg früherer Verhandlungen in der Section für Gartenbau des landw. Centralvereins des Herzogthums Braunschweig über Spargelkultur und Krankheiten, welche dem Spargel Vernichtung drohen, wurde laut den von der Section herausgegebenen Mittheilungen beschlossen, in diesem Jahre mit verschiedenen Dungmitteln komparative Versuche anzustellen. Herr Dr. Hugo Schulze, Dirigent der Versuchsstation, hat, die hier übliche Jauchendüngung zu Grunde legend, verschiedene Düngungsarten zusammengestellt, welche nun unter ganz gleichen Bedingungen dem Boden zugeführt werden sollen. Die Kunst- und Handelsgärtner Herren A. Bültcmann und Th. Grabbe haben jeder eine genügende Fläche junger Spargelbeete zur Disposition gestellt, auf denen diese Düngungsversuchc unter genauer Controle des Herrn Dr. Schulze vorgenommen werden sollen. Spätere Mittheilungen werden jedenfalls interessante Resultate über diese Versuche geben und wesentlich zur rationellen Cultur des Spargels beitragen. Es sind dieS die ersten derartigen umfassenden Versuche über Düngung des Spargels und werden gewiß ein allgemeines Interesse in Anspruch nehmen, besonders da hierorts die gewissenhafteste Genauigkeit bei Zuführung der bestimmten Mafien des Düngers und bei Abwägung des daraus hervorgehenden Produktes stattfinden wird. Futterknochenmehl. Ueber die vortreffliche Wirkung des Futterknochenmehls wird uns berichtet, daß eine trächtige Kuh, welche schon wochenlang vor dem Kalben nicht mehr aufstehen konnte, durch tägliche Gaben von fein präparirtem Futtermehl so gekräftigt wurde, dich sie in der letzten Zeit der Hochtracht sich wieder selbst erheben konnte. Literarisches. Von Seiten der Mainzer Central-Preßstelle der Ultramontanen, sowie auch von Freiburg aus (Alban Stolz) ist Deutschland und die Schweiz mit einer Fluth von Broschüren zu Gunsten der Jesuiten, der Unfehlbarkeit rc. überschwemmt worden, deren agitatorische Sprache mehrfach zu Confiskationen Veranlassung gegeben hat. Namentlich sind davon die von Mainz aus unter dem Pseudonym „Conrad von Bolanden" verbreiteten Schriften betroffen worden. Ein wirksames Gegengift scheint jedoch in einer kleinen Novelle enthalten zu sein, welche unter dem Titel „Kreuz und Kelle, eine Erzählung für das Volk von Curt von Polanten, Wesel bei C. Kühler, Preis 3 Sgr." in Mittel - und Süddeutschland große Verbreitung gefunden und uns bereits in zehnter Auflage vorliegt. Ihre einfache, schlichte, namentlich der Auffassung der ländlichen Bevölkerung zusagende Sprache dürfte ihrem Zweck vollkommen entsprechen, der in dem Motto: „Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht" verständlich angcdeutet ist und hat die kleine Schrift daher bereits in alle Gesellschaftskreise Eingang gefunden. Den jesuitischen Umtrieben und Agitationen, wie sie namentlich auf dem Lande vor und nach Verkündigung des Reichsgesetzes geübt worden sind, wird darin schonungslos die Hülle abgerissen. — In dem letzten Kapitel „Der Landesherr" empfängt ihr agitatorisches Treiben auch von der höchsten, ihnen bis dahin nicht abgeneigten Stelle die gebührende Verurtheilung. In einem Augenblicke, wo Deutschland, Oesterreich, Ungarn und die Schwei von den kirchlichen Fragen so lebhaft bewegt werden, dürfte die kleine Novelle doppelt z Beachtung verdienen. e Börsennachrichten. 26. Mai 1873. Actien. 50,0 östr. F. St. E. B. 34O’/2 Lombard. Bahn 193y2 Ludwigsh. Bexbach — Maxbahn 129 Bayer. Ostbahn 120(4 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. — Oberhessen „ 73 Prioritäten« 30 g östr. Stsb.-Prior. 59 3% östr s. Lombard 49>/z ZO/o Livorneser 35 50,0 Toscaner 553/g 5v/o Elisabeth.-Prior. 85 do. II. Emiss. — Anleliensloose. Darmstädter fl. 50Loose — , n 25 „ - Kurh. 40 Thlr. Loose 72 Nassau 25 fl. — Braunschweiger 237/u 30, q Oldenburg. K40Thlr. 383/fc 4% bayr. Präm.-Anl. — 40/0 badische Locse 109V< Badische fl. 35 Loose 69^ Oestr. fl. 250 v. 1854 — 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 92*/g 1864r „ 170 Wechsel. Amsterdam k.. S. 973/a Augsburg k. 8. 100 Berlin k. S 1047/e Bremen k. S. 105^/g Brüssel k. 8. 927/q Hamburg k. 8. 105Vg Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 117l/g Lyon k. 8. — Paris k. 8. 92 Wien k. 8. 1043/8 ditto m. 8. 1041/« ditto 1. 8. 1035/tz Disconto 6 °/° Goldsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 56—57 Pistolen . . 9 38—40 „ doppelte 9 38—40 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 30—32 20 Frankens. 9 18—19 Engi. Sover. 11 44—46 Russ. Imper. 9 39—41 Dollar in Gold 2 25—26 Preuss. 4(3°,0 Oblig. 104 Frankf. 31/.4°, o Oblig. 86 ’/2 Nass. 41/2° o Obi. 100 */b Kurhess. 40,0 „ 957/s Gr. Hess. 5° 0 Obi. — n „ 4% „ 99 n „ 3V2O/o „ 96 Bayer. 5<>/0 „ — r 4(^0 o 1jährige 100 „ 4° o 1jährige 91'«/4 Würtemb. q Obi. 100 Baden 4V2°/o ObL c. E. L. 100*/b Oesterr. Silberrente 643/4 „ Papierrente 6O3/b Spanier, neuest. 3% 191/!. Amerik. Bonds 1881r 98 _ _ 1882r 955/f» „ „ 1885r 965/s „ „ 1887r 963 4 Actien. Frankf. Bank — Franks. Vereins-Kasse 126l/^ Darmst. Bankact. 430 Wien Bankactien 1003 Oest. Creditact. 297 Galizien 137 flflflcmetner dnjetfler. Wffl 1. 3*15 Iroiectbe»*’ eatn, v>ird z» 4 Die ruf- , der W-g btt-ht gj , fi* nun oit) ■ye* besondere Bekanntmachung Bekanntmachung. 2535) Das unter der Firma „Franz Peppler * Comp." zu Gießen seither geführte Geschäft besteht, nachdem Carl Ludwig Pepoler zu Gießen verstorben, zwischen dessen Wittwe und Erben und dem noch verbliebenen Gesellschafter Ferdinand Burk zu Gießen fort, letzterem verbleibt aber die Geschäftsführung und Zeichnung der Firma allein. Gießen, am 24. Mai 1873. GroßherzoglicheS Stadtgericht Gießen. Dr. Muhl. Versteigerungen. 2538) Donnerstag den 27. Mai, Nachmittags 2 Uhr, lasse ich die diesjährige Graserndte von: Klftr. 165 Wiese an der Marburger Chaussee, 234 daselbst, 327 bet dem Fürstenbrunnen, versteigern. Gießen, den 25. Mai 1873. ______Jughard Bekanntmachung. 2523) Noch ganz neue Möbeln, in Darmstadt gekauft, werden abreise- halber billig verkauft, nämlich: 1 vergoldeter Spiegel mit Spiegeltisch, 1 Glasschrank, 1 Waschcomode mit Marmoraufsatz, 1 Nachttisch, 6 Wiener Rohrftuhlc, 2 Wiener Rohrstuhl-Sessel, 1 Pfeilerschrank und mehrere Oelgemälde. Die Verkaufsstelle ist in Alt-Buseck bei Schreiner PH. Müller. 2504) Mittwoch den 28. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem Büreau Großherzoglichen Ortsgerichts Gießen nachfolgende, den Erben des Carl Ebel I. gehörigen Grundstücke einer nochmaligen letzten Versteigerung ausgesetzt und mit dem Zuschlag die Genehmigung sofort ertheilt werden: Flur Nr. lUKlftr. 25/gi 148 62 148 Acker vor dem Weiher. 63 290 «-> W Wi-s- daselbst. 65 ÜUu 27/i« 260 Acker in der Stephansmark, neben dem Seilerhäuschen. to/6» ( 70 } 71 I 40/168 169 I 1702 [ 175 I 175a\ 178 ' 18? i 1765 1 177 ’ 179 180 21/16 Gießen, S 386 396 Wiese am Heegstrauch, auf 408 das Bruch. 173 < «ja Hofraithe, Wiese u. Garten ldU im Gartfeld, neben der non Euler'sch en Holzschneiderei. 380 Wiese in der Speck, in Gemarkung Wieseck. den 23. Mai 1873. In Auftrag: em ml er, Ortsgerichtsmann. Arbeitsversteigerung. Freitag den 30. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Mainzlar nachfolgende Arbeiten öffentlich an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden: 1) Maurerarbeit an der Lumdabrücke, veranschl. zu 90 fl. 18 2) Zimmerarbeit daselbst, „ „ 134 „ 40 3) Holzfuhr „ „ „ 70 „ — 4) Schlosserarbeit „ „ „ 8 „ — 5) Weißbinderarbeit daselbst, „ „ 46 „ 24 6) Steinfahren, Steinsetzen, Steinschlagen zur Unterhaltung der Ortsstraßen und Wege, „ „ 291 „ 30 7) Weißbinderarbeit am Schulhaus, „ „ 10 „ 30 Mainzlar, den 25. Mai 1873. Großh. Bürgermeisterei Mainzlar. I. A.: L. Hahn, Bezirksbauaufseher. kr. ,/ V M Jeilgebotenes. Zur gefl. Beachtung! 2598) Aus der Kunstmühle der Herren Franz Peppler '■ W ViA ist zu vermiethen. (2462) A. E. Gerdts Bekanntmachung allen Qualitäten und Breiten dar, wo wir besonders auf 12/i breite Waare f. in Zeichnen-Cnrsus für Lehrer. h demjenigen Käufer 500 Thaler Simon Goldschmidt (1607) ; K b CQ Joh. Fischer, Alicenstraße. Gießen Seltersweg, empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. 2539) Fourniere zu circa 1000 Cigarren- kistchen werden billig abgegeben. Seltersberg E- 9lr. 3. zu, der von nur ein Stück für reines Leinen kauft und nach vorgenommener chemischer Prüfung des Gewebes sich das Gegentheil beweisen sollte. 2541) Gute Kartoffeln sind zu kaufen bei Enders, Stadtrentmeister. BsftrieUkr Ageni jämmtlicher Zritungen des In- und Auslandes. Thee, Vanille, «hocolade; Rum, Arrac und Eognac. Malaga, Madeira und Sherrtz, Punsch-Essenz e und feine holl. Liqueure. Eingemachte Früchte, als: Annanas, Johannisbeeren, Apricosen, Nüsse, Reineclauden, Pfirsiche. Condensirte Milch. LiebigS Fleischextract. Inhalt des Werkes: 1) Sämmtliche bis- heute angewandten Heilmethoden. 2) Das naturgemäße Heilverfahren, mit dem Jeder durch sich selbst den gewünschten Erfolg erlangen kann. Preis 1 Thaler. Siegburg bei Bonn. Verein möglicher Weise zur Verfügung stehenden Geldmitteln zu erkennen geben. Darmstadt, 'den 20. Mai 1^73. Der Vorstand des Volksbildungs-Vereins. Der Verkauf beginnt Montag den 26. d. M. und dauert unwiderruf- ' lich bis Freitag den 30. Mai Äbends. heute an wieder eröffnet sind. Gifßen, 26. Mai 1873. Die Material-, Iarb- und Colonialwaaren- Handlung und Niederlage natürlicher Mineral- brunncti Brünelle«, Kirschen, M Aepfelspalten, Gathartna-Pflaumenk und bamb. Zwetschen. Erbsen-, Bohnen- und Linsenmehl. Tafelmandeln, K Tafelrosinen, ital. Haselnüffe, Citronen, M Orangen, Oliven, Champignons und D Trüffeln. Um baldigen Besuch bittet ergebens!. Aechr kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. Meine Niederlage davon in der Expedition des Gießener Anzeigers empfehle ich zu 8 ft. per Dutzend, 4 ft. per üalbes Dutzend und 45 fr. per Glas gehorsamst Johann Maria Farina in Köln. W/4 Thlr. Um das geehrte Pulbikum beim Einkauf sicher zu stellen, sichere ich 2522) Geräumige gute Keller werden gesucht von ______I. A. Busch Söhne, : .2134) Ein Junge, welcher Schreiner werden will, kann in die Lchre treten bei Adolf Hoß. Alleiniger Inseraten- Pächter des „Kladderadatsch“, der „Fliegenden Blätter“, des „Figaro“ in Wien. Alleinige Annoncen - Regie des „Deutscher Reichsanzeiger“ und „Königlich Preussischer Staats-Anzeiger“, „Berliner Tageblatt", „Deutsche Landes-Zeitung“, „Deutscher Gemeinde-Anzeiger“, „Capitalist“, „Revue fmanciere allemande“, „Schweizerische Handelszeitung“, „Züricher Presse“, „Prager Handelsblatt“, „Feierabend des Landwirths.“ Mebactto;;, oruck und B^lag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr Pietsch) in Gießen Reisstärke. Cavtar, U Sardine* ä Fhulle, Ruff. Sardinen, 8 Sardellen, Neunaugen, | Hummer in Dosen, i Cervelatwurst. Emmenthaler und Parmesankäse. Ital. Maccaroni, U Eiergemüsenudeln. Würfelzucker und feinst gest. Raffinade. Korkstopfen in allen Sorten. Bad-, Fenster- und Pferdeschwämme. Julienne (getrocknete Franzoscnsuppem kräuter). JohanniSbeeren- und Himbeeren-Gelee. En-tout-cas, solid gearbeitet, aus einer der ersten Fabriken, in preiswürdiger Waare, empfiehlt bestens____________________Wilhelmine ^uhr. % fTnttSrttvon der Anglo - Swlss - Coi.dcnsed - Milk - Comp. in Cham 2 VlDUOCn ilie lUtllUl (Schweiz), pr. Büchse 30 fr., empfiehlt Emil Fischbach 2481) Möblirte Zimmer, sowie auch ein Laden zu vermiethen. Lit. B. 17. 2502 Eine Scheuer nebst geräumigem Stall, sowie mehrere große Böden, zu Lageträumen sich eignend, sind zu oer- miethen. Näheres Lit. A. 29, am Lindenplatz. 2540) In meinem Hause sind zwei von Herrn Grünebaum in der Schloßgasse noch bewohnt werdende Wohnungen zu vermiethen und bis zum 1. August zu beziehen. A. Heck, Wittwe. 2524) Ein stets vollständiges Lager in Wasch- und Badebütten, Zübern aller Art, Eimern, Brenken rc. empfiehlt M- Weißbäcker. 2519) Ein Nußbaum, 9 Mtr. lang und 0,7 Mtr. Durchmesser, ist zu verkaufen bei Johannes Kubl in Dorf-Gill. 'AermietiMgen. 2536) Ein Stübchen ist zu vermiethen bei Wittwe Glock in der Löwenaasse 2537) Ein unmöblirtes Zimmer zu ver- miethen. Marktstraße 27.________________ 2423) Im Fritz Bogt'schen Wohnhause ist ein kleines Logis per 15. Juni, sowie ein größeres Logis nebst Laden per 1. Juli d. I. zu vermiethen. Iu lius Roth. 2438) Mein zweiter Laden mit Logis ist per 15. Juli zu vermiethen. Friedr. Bang. 2459) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet Die Atlantic- u. Pacific-Eisenbahn-Conipany bietet jetzt wirklichen Ansiedlern unter billigen Bedingungen das ihr von der Regierung der Vereinigten Staaten zur Unterstützung des Baues jener Bahn bewilligte Land im Staate Missouri, bestehend aus 1,300,000 Acker vorzüglichen Acker-Landes zum Verkaufe aus. Dieses Land liegt unmittelbar auf beiden Seiten jener Eisenbahn in einer gesunden und meist von Deutschen angesiedclten Gegend, und wird je nach Lage und Qualität von 5—15 Dollar pro Acker verkauft. Weitere Auskunft wtrd bereitwilligst und untent- geldlich ertheilt durch (2146) A* Tuck, Land-Commissionär, Nr. 24 und 25 South 4 th. Street. St. Louis, Missouri. (Ver. Staaten v. Nord-Amerika.) 2531) Zu Pfingsten wird ein Kegeljunge zu miethcn gesucht im PromenadehauS zu Gießen._______________________________ 2302) Ein Kellnerlehrling wird gesucht HStel „Prinz Carl." 2533) Leere Hopfensäcke, zu Wagentüchern und Viehdecken geeignet, sind zu verkaufen bei___________Fr. Textor a. d. Hardt. Für Schuhmacher! Ausverkauf von Lastingschäften zum und unter dem Einkaufspreis. wM1 Be dürste es welche vo Hufs Alis selbe laut! Ein tition, bet schch 3«' weiteren - Die unverhohl dieselben verderbliö der Jestii ! schiedenen lauten 111 Die Civi ausdrückli 1869, S bürger ist dem Sta schen. 3 j ntt .. . bürgerlis jede Ges runtzspni' auch Hit diesn \x tigen § es steht wie eine zulehuen wesen, l I walt stel 5 dictioü f f liche Aut 1 kirchliche, j ni|f< auf ren hat, bis auf lamenten 1869, C j nicht act Taufe A I Protestar bem Pa; Hrfie vo 1 mit den ! Verderb, l Wicht ( Vorschris Neiith'd die i fr (bie töim als Nation d Lohten: lnen, den kN'igkeit Ätyn ^eu'nng Wahrheit S 6et lrchnet. bi. Achten W der Nicht.