Oitßtmr Anzcigcr Mnzeige- und Wntsblalt für den Kreis Hiessen grcitflfl den 26. September 1893. Nr 22K Derselbe erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen vierteljährlich 1 Hessen - Darmstädtischcs. tigte Kinder war — Träumen für immer ein d I“1 KjSrtiS vierteljährig 1 fl. 12 fr. ■tit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 fr. Bedeutende Reformen sind im Lande Hessen im Gange, und bedeutend ist die Bewegung, die sich kundgibt. Bor 20 Jahren ist diesem Staate geweissagt worden, daß ihm nur aus dem Anschluß an eine größere Einheit wahres Hell erwachsen werde; die Zeit ist gekommen, wo dieses Wort sich bewahrheitet. Zu der unheilvollen Haltung des Ministeriums Dalwigk in der deutschen Frage hatte nicht weniq der Traum von einem dereiustigen „Königreich Hessen" beigetragen, das sich aus dem Anfall von Homburg und der Bereinigung nut Hessen Kassel — nach dem Tode des Kursürsten, der bekanntlich ohne erbbercch- Bcsuch dieses Unterrichts an den Unterzeichneten wenden. Gießen, den 22. September 1873. zu Grunde gehen, die Blüthe unseres geistigen Lebens geknickt werden", so jammerten sie, wenn man ihnen von der Macht sprach, die allein die Einheit gewahren könne. Jetzt haben wir die Einheit, mit ihr die Macht, und wo bei uns staatliches Borwärtsstrcben herrscht, da ist die Gesetzgebung geschäftig, die Wiedergeburt der Schule uud die sreisinuige Ausbildliug der Verwaltung durchzusctzen. In Hessen thut Eines so Roth wie das Andere. Dem Mißtrauen, der Entfremdung, die das alte Regime zwischen Verwaltenden und Verwalteten gepflanzt, kann nur eine Organisation abhelfen, die beide Theile zur gemeinsamen Arbeit im Dienste des öffentlichen Wohles zusammensuhrt und dieser Bevölkerung gibt, was ihr bisher am meisten gefehlt, die Gewöhnung schen ihrer Wähler. Gerade von dieser Seite her war man auf Widerstand oder wenigstens auf die ernstlichsten Einreden gefaßt gewesen. Vermöge dieses Beschlussis wird Hessen-Darmstadt dcn süddeutschen Ländern dasselbe Beispiel geben, das Gotha im vorigen Jahre den norddeutschen Landern gegeben hat. Alle bisherigen Erfahrungen hatten gelehrt, daß es fernerhin heiße: entweder obligatorische oder gar keine Fortbildungsschulen. Die Durchführung der ersteren durch die Geseügebnna ist deshalb die schlechthin en>scheidende Wendung, ... ■ "*• * r* „Die Fortbildungsschule Der Direktor des landwirthschastlichen Bezirksvereins Gießen: v. Röder. Der Unterricht selbst wird unentgeltlich erthcilt; dagegen haben die Thcilnehmer an demselben für ihren Unterhalt selbst zu sorgen. Unbemittelt« muffen sich mit Unterstütziinzsgesucheu an die betreffenden landwirthschastlichen Bczirksvereine oder die Gemeinden wenden, da seitens des Provinzialvereln» ür solche Unterstützungen keine Mittel verwilligt sind. Friedelhausen bei Lollar, am 18. September 1873. Der Präsident des landwrrthschaftllchcn Vererns von Oberheffen: ° Adalb ert, Freiherr von Nord eck zur Rabenau. Bekanntmachung. Betreffend: Unterricht im Hufbefchlag 1873. Erscheint täglich, mÜ Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzletberg, LU. B. Nr. 1. Der Unterricht im Hufbeschlag für junge Schmiede pro 1873 an der Großh. Veterinär-Anstalt zu Gießen soll am Montag den 10. November d. I. beginnen und wird sich auf die Dauer von ungefähr fünf Wochen erstrecken. Junge Schmiede aus Oberhessen, welche an demselben Theil nehmen wollen, haben sich zeitig bei unterzeichnetem Präsidium schriftlich anzumelden und der Anmeldung Zeugniffe über erworbene Schulkenntnisse, bestandene Lehrzeit und gutes Betragen sowohl, als auch über die Mittel zu ihrem Unterhalt in Bekanntmachung. In dem Voranschlag des landwirthschastlichen Bezirksvcreins Gießen pro 1873 ist der Betrag von 100 fl. vorgesehen für Verwillignng von Snb« ventionen an junge Hufschmiede, welche sich an dem am 10. November I. I in der hiesigen Veterinär-Anstalt beginnenden Unterricht im Hufbeschlag bethciligen. Bewerber um eine derartige Subvention wollen sich unter Vorlage einer Bescheinigung des Vorstandes der gedachten Anstalt über den erfolgreich staltgchabten Einladung jum Abonnement auf den 26. e(DI, I rr-M J ; «**!?«■ > Semv l,6r,ri^1 ®it6en tigte Kind« war - bilde» sollteDi. Am.exio.wn »°n 1866 haben diesen der bürgerlichen Selbsthülf- und des freiwilligen Staatsdienstes Von einer Träumen für immer ein Ende gemacht und die Stiftung des Reichs hat dcn gründlichen Reform des Nolkeschnlwesens st dann allem die Vmbi düng eines Staat auf die einMe Aufgabe hingedräugt, für di- kein Staat zu klein ist. Geschlechts zu erwarten, das für den Staat der Selbstverwaltung re f ist. die Aufgabe sich zu einem würdigen Glied- des deutschen Reichsstaatcs anszn- Einer der erfreulichsten Beschlüsse der Lchuldcbatte war der, der säst ci ifhnv b Iden für ' d ffen Gründung se ne Söhne tapfer n itgefochten und ritterlich mig für die obligatorische Forib.ldnngsschnl- mit allen Conseqnenze.. entsch.ed. 61 . n/b Die neue Acre, des Ministeriums Ho mann, v. Swick, Ueberraschend war, daß di- Abgeordneten der ländlichen Bezirke mit fast noch llcmvst bat sofort mit Beginn der jetzigen Kammer Session eine Gesetzgebnngs- größerem Eiser dafür cintraten, als selbst die der städtischen, und dabc, ans. SK’ 1 tiefgreisend unb vielseitig "hier zu drücktich hi.M.füg»en, das geschehe im Eücklang m.t den a«sg-spr°ch-nen Wun. thätigkeit begonnen, wie sie so umsangreich, tiefgreisend und vielseitig hier zu Lande nicht erlebt worden ist, feit wir ein parlamentarisches Leben haben, und ihm zur Seite sicht eine Zweite Kammer, die — bis auf verschwindende Bruchtheile national und liberal gesinnt — mit einem Fleiß und ieiner Hingabe arbeitet, die rückhaltlose Anerkennung verdienen. Außer dem Budget jur die Jahre 1873—1875 hatte der Landtag zwei Vorlagen von höchster Bedeutung zu erledigen. Die eine enthält eine neue Organisation der Verwaltung tu (Äe- Linbe ttreis und Vrovinz, die andere eine Neuordnnng des Volksschulwesens. .. , - , JÄÄSÄ * m Kr m -jm ntt'bikMUrnt«?das Rcchch ^abc^ schön.mgsl^ ffe"cn "wide?r^,'lick>e Änmaßnnste./der ^ttchen lü Md- zogendL d°r!!> di7bü»digst- Wid-rl-gu..g. „llnstre Fr°.h°it wi.d vcrfahr-u ist, v-rstcht sich von s-lbst. Das Pr.uc.p °°r gcm-.nsam-u Schulen utt pafjtnb. I i Lwck echte, tngl R Npt für Burtaux, dicker 2 Ztück krtraseme KuiM fiiht, von Nr. 1 bis 1 Zchablonen inM der We ju 2 ft. jjablontafaitibtn, Ujpf nut Farbe äv u. : ssonenkastenAKmdtt^ glbumü |U 48 Büber, - ^e, 2 Flacons im iilit! ..rsdi-*!1 iiÜ11 „,r weil de > h-t • fl. 12 fr., frei ins Haus geliefert. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher feine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im IV. Quartal 1873 zusendcn und den Abonnemcntsbctrag durch Quittung erheben lassen. Diejenigen, welche den Anzeiger Abends bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben zu 1 fl. pro Quartal. Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 1 fl. 29 fr. incl. Postaufschlags. Dieselben fönnen nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren. — Damit wir nun in den Stand gesetzt sind, die Auflage des Blattes bestimmen zu fönnen, ersuchen wir Alle, welche auf den Gießener Anzeiger abonniren wollen, dies sofort bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostbotcn zu thun, da wir unS sonst nicht verbindlich machen fönnen, vollständige Eremplare zu liefern. Die Redaktion. 8 btn 2x e ’ Echem»,, "1 in* ®Wet, V Äts ,**6™ in fopy, —-je i'h SBittw.. isbtiz.r Küfe: °v(n Lohn bauernbe Eh Mayer Katz, Liqueur-Fabrikant 5 in Steinbach. 'euer'. ßt Agenten für eine sol jS-Srsellscdaft gegen Fn auch Fabrik Risiken kirn gegen hohe Provss Werber, die pule ßnipfebh ?cÄen fid) unter (Fbiffie B. Pfb b. gf. rrelbm. susichuuna boueinder W! nein Gi schäft einen foM flirr, her ncUiß ftlbflftäni | pepen einen roödientti^ ! fl., st nach Ltchnnp. ' h. Red, Ctasnnlkistn. . ttmbtrmQbebtu wirb ßt|ü: ftltid) tmtrtlen. NmiMl : 14 Stück beste SMfli!, ür Schulen paffenb, v Zchi/lnimmml nnöiobVn. ■■ ier SmonudSorrtiDonbv -i für bit Hnrm ff« i Schweiz. w°rd«> fein und feine Strafe berät, seit einiger Zeit m.g= ZÄÄ yuvvil. ntUiwA ...k nnje...’ Posen, 24. September. Die „Pos. Ztg. u ein, Wes.-Ztg. ■ftol leheran K-Ü' * '««£22. Aufgebot aller Mittel die Agitation gegen das Schulgesetz in Gang gebracht. Haufenweise kommen dem Gesetzgebungs - Ausschuß der Ersten Kammer die bekannten Adresten zu, deren Unterschriften gleich viel bedeuten, ob sie gezählt oder gewogen werden. Domcapitular Moufang wird, wenn er seinen Sitz in dem hohen Hause einuimmt, einen ähnlichen Berg „Maculatur" vorfinden, wie seiner Zett bei Gelegenheit des Iesuitengesetzes im deutschen Reichstage. Kein Mittel ivtrb gescheut, um der heiligen Sache willen. Da der Haß der Väter gegen die „Tyrannei der Tyranneien" offenbar nicht ausreichend rege ist, werden die „Mütter" maffenwcisc znm Unterschreiben aufgeboten, und da cs ein Gesetz gegen Mißbrauch der Kanzel gibt, ist jüngst ein Geistlicher auf den sinnreichen Einfall gekommen, nach einem stark besuchten Gottesdienst alle Ausgänge der Kirche bis aus einen zu sperren und dann die ganze Gemeinde zum Dnrch- gang dtlrch einen einzigeit Hausfiur zu nöthigcn, wo jedein einzelnen Passanten seine Unterschrift abverlangt wurde, um die tödtlich bedrohte Kirche zu retten Wenn unser Volk in seinen verständigen Theilen nicht wüßte, was es an seiner neuen Aera besitzt, die Clericalen würden es ihm klar machen. Wie lange diese Agitation dauern wird, hängt wesentlich von dem Votum der Ersten Kammer ab. Verwirft sie das Schulgesetz, wie die Ultramontanen und leider auch viele Orthodoxe verlangen, so wird sie seinen Sieg doch nicht hindern, wohl aber eine Agitation verlängern, der jeder Verständige ein rasches Ende wünschen muß. ..... , ,, „ -------------. ~-u--o ------ Der Courier hat den Lrefeyl, Chlwa so schnell als möglich und auf dem kürzesten Wege zu erreichen ' "'4''b fetter meldet der Korrespondent der „Moskauer Zeitung" vom Kaspischen Meere, daß die nach Kinderly aus der Chiwesischen'Gefangenschaft ...... neue Nachrichten über die letzten Kampfe der ... Es zeigt sich, daß diesmal an der Seite der Turkomanen auch die kriegerischen Tekkes gekämpft haben, und daß vom Süd- Beel in, 22- mal wieder seiner all kurzer Frist einen Be «sunden, ihn mit . mückbchalicn hatte, ter Jüngling eine Vc 6täbte flanirtr, sah c hot war und dabei Humors und die Brie! ioit und verlangte d bit handinngSbücher rrehr * flttt. Er sei gemi chrlieren- Er verlar heutigen Tage. Der drß die Rechnung n siattgefundcn. Dies »eiteren Blick auf t tollte er sich unter h stück bei ihm einzuneh, stlben folgte auf dem 14 Tage später verli< Kastsrcund. Letzterer ten dem Augenblicke < Ger.-.Ztg. erzählt, der Hitmn mit 18,000 T Wiednbvlunz der gei Willen hätte. * lieber den isst viel gesprochen m :«en Nieskii'Luftschlffe! Aufrufe bieSüifmerfj mi mw^ein mitleibig ‘adi aft tntütity in bet tarnen bat. ©mit ud ii'fnn sie je nod> i“ Wasser kommen. 2 14 er indessen niema Leipzig, 24. September. Der Rittmeister v. Schwanewede, welcher bekanntlich die vielbesprochenen Lausigkcr Vorgänge provocirte, soll den „Leipz. J äuslflge zu 7 Monaten Festung und zehnjährigem Avancementsverlnst bCYLTrhl'tlr iMnvhfif fn«»» .«..k C-.1..- r. ... ■ . ... .. Au> ^e.lbu Deulschtand. Darmstadt, 23. September. Der Gesetzgebungs-Ausschuß der zweiten Kammer wird den 30. d. Mts. znsammentreten, nm auf Grund des von dem Abg. Dumont erstatteteil Berichts über den Antrag des Abg. Landmann aus Einführung der obligatorischen Civilehe und gleichmäßiger Civilstaudes - Buch- führung Beschluß zu fassen. Ein weiterer Gegenstand der Berathung ist das von der Negierung für Rheinhessen vorgclegte Gesetz in Betreff der Vertretung der Notare in Verhinderungsfällen der Letzteren, wodurch einem schon lange gefühlten Mangel der französischen Gesetzgebung abgeholfen werden soll. Berlin, 24 September. Die „Prov.-Corresp." hebt bei einer Besprechung des Besuchs des Königs von Italien hervor, daß, wenn die ernste und entschlossene Friedenspolitik, welche der Deutsche Kaiser auf das Reichs banner geschrieben habe, zu einer neuen und festen Gemeinschaft zwischen Ruß land und Oesterreich führte, das Vertralien zu dem Ernst und der Kraft jener gemcinsanlen Politik auch eiu neues festes Band zwischen Oesterreich und Italien geknüpft habe. Das Blatt erblickt in dem Besuche des Königs von Italien eine neue, sehr freudig zu begrüßende Bürgschaft einer entschiedenen wirksamen Friedenspolitik. Zu bestimmteren diplomatischen Vereinbarungen würde nur Anlaß vorliegen, wenn von irgend einer Seite der Friede bereits thatsäch- lich bedroht erschiene. Das sei zunächst glücklicher Weise nicht der Fall, und wenn hier und da Besorgnisse betreffs gewisser politischer Strömungen und Entwickelungen in anderen Staaten und deren etwaiger Folgen für den Frieden Europas aufgetaucht seien, so werde die Bedeutung der neuen Fürstenbesnche ln. Wlen und Berlin voraussichtlich überall klar erkannt und ernst genug ge- wurdigt werden, um jeden Keim neuer Beunruhigung sofort zu ersticken. Berlin, 25. September. Der König von Italien, der Kaiser und die Prinzen des königlichen Hauses begaben sich heute Morgen 8 Uhr mir einem k enteren Gefolge nach Hubertnsftock. Fürst Bismarck, welcher von Varzin hier entgetroffen tst, nimmt nicht an der Hofjagd Thcil. Derselbe empfing heute Mittag den italienischen Minister-Präsidenten Minghetti zu längerem Bern, 25. September. Heute Morgen halb 10 Uhr ist die Bundes- Versammlnng geschlossen worden. Der Präsident des Nationalraths Ziegler widmete dem hiersclbst verstorbenen Altbundcsrath Frcy-Heross einen ehrenden Nachruf. ai • c • >25, . ®c^tcm6cr- Das „Genfer Journal" veröffentlicht einen Bries Baknnin s, in welchem derselbe gegen eine ihm von Marx zugefügte öffentliche Verlciimdung protestirt und zugleich bestiinmt erklärt, daß er sich von dem politischen Leben und von dem Kampfe ziirückziehen wird. Jranftretd). Paris, 21. September. Gegen Bazaine sind im Ganzen 272 Belastungszeugen vorgeladen worden, 129 Militär- und 143 Civil-Personen, unter letzteren 9 Frauen. Die Militär-Personen vertheilen sich folgender Maßen: 2 Marschälle, Caiirobert und Leboeufs 17 Getteräle, unter welchen Bourbaki, de Ladmtrault, Jarras, Coffiniüres de Nordeck, Lebrun, Soleille, Desvaur, Frossard, Changarnier, Palikao und Boyer (dieser machte die Reise nach dein deutschen Hauptquartier in Versailles), 12 Obersten, darunter d'Andlau, Stoffel, d'Absac, Merlin und Magnan; 12 Obcrstlieutenants; 20 Majore; 23 Hauptleute; 3 Lieutenants; 5 Unterlieutenants; 3 Soldaten; 1 Officier von den Mobilen; 14 Intendanten, darunter Wolff, Uhrich, Löquineau de Pr6- val, de Cevllly, Friant und Gayard; 3 Beamte des Kriegs-Miuisteriums; 3 Seeleute (1 Schiffslieutenant, 1 Obcrbootsmann und 1 Matrose) und 1 Zögling der polytechnischen Schule. 6 dieser Militärs befinden sich gegenwärtig in Algerien. Die 143 Civil-Personen bestehen aus 2 Diplomaten, Leflü, Botschafter in Petersburg, und Tachard, während des Krieges französischer Gesandter in Brussel; 1 Präfect, 2 Untcr-Präfecten, 1 Priester (Bötmann, Pfarrer in Turnhout bei Antwerpen); 3 gerichtlichen Personen; 4 Polizei-Agenten; 2 Ingenieurs; 2 Telegraphisten; 7 Eisenbahnbeamten; 2 Feldhütern; 7 Wildschützen ; 7 Zollwächtern; 1 Bildhauer; 2 Schriftstellern (der eine ist der Director des Courricr de la Meurthe und Moselle in Nancy); 1 Advokaten; 1 Notar; 18 Kaufleuten und Fabrikanten; Beamten verschiedener Verwaltungen; 31 Arbeitern; 30 Deputirtcn, ehemaligen Beamten unter der Negierung der National-Versammlnng und Leuten ohne Profession (unter diesen befinden sich die Depntirten Jules Favre, Gambctta und Combier, Ramean, Maire von Versailles, und Graf de Keatry, letzterer zuerst Pariser Polizei-Präfect, daun General und unter Thiers Präfect in Marseille); 5 Bedienten; 2 Kunstreitern; 3 Arbeiterinnen; 4 Frauen ohne Profession; 1 weiblichen Dienstboten und 1 Kunstreiterin. Paris, 25. September. Eine officiell Depesche aus Spanien bestätigt, daß alle carlistischen Banden, welche Tolosa belagerten, bei der Annäherung des Generals Morones die Flucht ergriffen haben und Letzterer in Tolosa ein- gezogeu ist. Rom. Am 18. September empfing Pius IX. von einer nicht unbedeutenden Anzahl Nömerinnen das schriftliche Gelübde des Baues einer großen Kirche „znm heiligen Herzen Jesu." Kürzlich war bekanntlich der kleine General du Temple in Nom, derselbe hatte wohl den Bau einer solchen Kirche in Anregung gebracht. Der Plan ist, die Kirche mindestens so groß als St. Peter herzustellen, die ganze katholische Christenheit zu Beiträgen aufzufordern, den Bau der Kirche aber nur erst dann zu beginnen, wenn die weltliche Macht des Papstes wieder hergestellt jein wird. Die Unterzeichnerinnen des Gelübdes werden sich sobald weiter nicht um ihr Gelübde zu kümmern haben. ilußlhnö. ^reuiioeii ei’1' «SÄ "Seien Shinben" ot 4, im Ab°n filier wirb deShalv enb beliebte^« bcutli in bei ßcjewelt finoe. Petersburg. Die Russischen Blätter bringen wieder einige neue Nachrichten aus Chtwa.^ Die intereffanteste davon ist wohl die, daß Kaiser sr ..VA„k.lw ..... den Capitain von der Flit, nach Chlwa als Eouner mit Weisungen an den General Kauffmann abgeschickt - - V 'N' d. h. also,^ sich vom trat die außerordentliche evangelische ©enerälfynobtieiner Seitenlinie'"seines Hauses,"'bie"diwch^dic^Ur"°ch°des^Väml^Wilbelm itestautlsche Kucke Selsens eine neue Nerlallnna n.Ut Hcsscn-Philippschal-Barchseld mit der jüngst«, Tochter des Knr üch'u a^ sichert zu sein schien, durch diese Eheschließung in der bedenklichsten Weise rcr- rüttet worden. Denn der Prinz Wilhelm hat sich von seiner Gemahlin schei- w * a[Lcn 0^' 1S72) und ist seitdem zu einer neuen Ehe mit einer Prinzessin Bentheim geschritten. Man kann sich vorstellen, daß seitdem alle Verbindung mit dem kurfürstlichen Hause abgebrochen ist. W) Windel t-n . Madjinith Ml d,e Äartoffti - , * dm 25. 6, -— te"“«' teS* beira 14t? «tzpr? L. »itnThnf- • r , < - . , . 11 imy tu UH Vtll vyillllUl Jl UU11 inUllll ClOnC| ClHClt Lidochowski hat ein Schreibcu"a„ d«iLeb"ei d/?aeist cken Semi .ar^Ä^ hab«, die wahrscheinlich auf die leßtcu Vorgänge in Chiwa , namentlich auf der g richtet Ivegen defse'n angebüche7uLiLuu?V^^Ldrch°"d« LL Der Courier Hai bei katholiken, duich welche Schröder der großen Excommunication verfallen sein zu suchen. wurde. Der Erzb.scho fragt nn. ob Schröder jnr Sühne des gegebenen Kaevstche.. „„„ uaK Dle llnr U"girnlffeo bereit sei. In seiner Antwort legt Schröder Verwahrung dagegen gekommenen Persischen Sclaven verdienten haben^" 5fird)c gefehlt und eine kirchliche Censur Tnrkomane.l mitgebracht haben. die Familien? Beziehungen stn HMcheu Mrstekbaüse “ LC", be,1r «“5™.»“ flcJ°"'Lne" si-'d- Die Perser heißt es, haben bei der Kurfürst mit aller Welt in Unfrieden lebte so stand'cr"anck mit icinni V' r Gelegenheit bitt Minigen der Tekkes genommen und geschleift. Die in Kim wandten, den Agnaten des Hauses Brabant auf acsvannwin Rufe u anlangendcn Perser, bisher etwa in der Gesammtzahl von 1200 Köpfen, bbfr Verbältnlß, das nur durch einige Lichtblicke dann und wann ein Regierung einstweilen verpflegt und bann partien- lickeres Antliß gewann, schien sich bnrth di. Ereianisie von 1866 ' ± Kaspischen Meere auf Russischen Schiffen nach ihrer Heimath Art gebeffcrt zu haben. Wie bekannt, spielte ber^p äs,iintivc Tlnonlo, e? der s"'d größtenlhetls alte, hinfällige Leute, Frauen unb Kinber sind Erbprinz Friedrich von Hessen - Rumpe,.HUni ans feiner !X ßbe ">»'«. i""ge Männer gar feine. Die Chn-esen halten des Kaisers von Rnßlaiid und ans zweiter Cbt @dnni, L"-.f... L« fp "ger die Ptisischeu «claveu versteckt, und es können nur Diejenigen befreit werden, ßnrl von Preußen, damals eine merkwürdige Rolle. Von Berlin zurückgekebrt,' vor^holt "werden ae“Mbc"e" Leidensgenoffen aus dem Versteck her- O * f Wk 4 l II V l V * II* wurde unzweideutig ausgesprochen, ihre Einführung durch Beschluß der Bekennt- wo man ihn zu bestimmen gesucht hatte, bei dem Einmarsch her t,. nißgemeiuden geregelt, eine Ruckverwandlung in confessionelle gemäß der Vor-Heffen die Regentschaft zu übernehmen, hatte er sich statt deffen^irett nach l«g° ','icht zugelassen Dagegen wurde von einer sofortigen zwangsweisei, Ver-Kassel begeben unb sich dem Haupte seiner Familie zur Verfügung gestellt Er wandlimg aller confessionellen Schulen ,u gemeinsame abgesehen, nachdem der war von diesem zum Oberbefehlshaber der hessischen Trnvven belle It aü.l Director des Ministeriums des Innern Freiherr v Starck, in einer glänzen- dann nach 24 Stunden diese/ Charge wieder^ enthoben w ?b n. 8s' hat den Rede diesen Punkt znr Cabinetsfrage geniacht hatte. Geistliche Orden den Prinzen aber nicht verhindert, sich nach wie vor auf Seiten des Runde« wurden von jeder Unterrichtsth t gkelt, auch in Privatschnlen misgeschloffen, tages zu stellen. Seitdem sind andere Mten gekomm i b der Er p . was auf Seiten der Mat.izer Ultramontanen alsbald einen heftigen Streit er-,fand es gerathe», den Frieden mit Preußen -n macken d b also N» nl» yiuiuin vv luyiii iviu , Uut viv iiupuvivviumyi ivHiiyni|u;t v-wiii i auyiiuut zusammen, um für die protestantische Kirche Hessens eine neue Verfassung zu berathcn. So weit die Verhandlungen bis jetzt gediehen sind, ist ihr Gesammt- ertrag ein höchst erfreulicher zu nennen. Die lutherische Orthodoxie, allerdings nur durch wenige Heißsporne vertreten, erfährt eine Niederlage nach der andern die Kreuzzeitung führt getrerilich Buch darüber und spricht alles aus, waS sich in der Versammlung selbst nicht gut sagen läßt — und der Sache der Union, der Gewissensfreiheit und des gesunden Menschenverstandes bleibt regelmäßig der wohlverdiente Sieg. Inzwischen haben die Ultramontanen mit (Rheinischer Kurier.) in der Lesewelt finoen. Goldsorten fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58%—59 % Amerik. Bonds Pistolen 9 40—42 SUmeau, Maire von ([gemeiner Anzeiger , ALMM, Nltmrr vvu Polijei-Präsect, dmn 1 Nächsten Dienstag den 30. Septbr- d. I., . . aro§ als St- Mittags 11 Uhr, ...hnrörbeni/ sell in dem vormals Kar l'schen Hofe dahier :iCil . . I eine vollständige Dampfbrennerei meist- iie ii'cltliu)e * bietend versteigert werden- (4004) Dreschmaschinen (4361) Bopp. Pfiehlt in dem Schuhgeschäft von A. S>octei> am Kirchenplah. Carl Deines, Schulstraße. 1881r 991/a 1882r 961/1 1885r 991/4 1887r 993/8 Ä '!"* die sBunbeä. Nationalrat^ aie,(n men fyenbm jedoch unzweifelhaft der Fall. Anstatt von Seide und den Anordnungen deS leitenden Aeronauten Professor Wise gemäß wurde der Ballon von Baumwolle und nach ganz anderer Zeichnung angefertigt. Da die Füllung nicht gut von Statten gehen wollte, schnitt der Unfertiger, Donaldson, anscheinend im Zorne, den Ballon auf, und obgleich der Riß wieder zugenäht wurde, fand Professor Wise dennoch das Luftschiff nach diesem Vorfall — und in Folge anderer Fehler — doch zu unsicher. Die tollkühnen Yankees, deren Muth alle Welt bewundert bat, bleiben also ruhig zu Hause, für den „Daily Graphic" ist tüchtig Reclame gemacht worden und — weiter hat es keinen Zweck. für Hand- und Pferdebetrieb in verschiedenen Arten sind bei uns aufgesteitt und können zu jeder Zeit in Betrieb angesehen werden. Preise billigst. Gießen, 24 Juli (873 4362) Ein Wohnhaus im Preise von fl 3000, gut erhalten, ist unter sehr vor- theilhaften Bedingungen durch das Vermittlungsgeschäft von Elias Meier zu verkaufen- Werden. Bellersheim, den 24- September 1873. Großh- Bürgermeisterei Bellersheim. Prioritäten, östr. Stsb. Prior. 60% östr s. Lombard 49% Livorneser 33% Tos caner 52% Elisabeth.-Prior. — Restauration Bramm (4368) Heute, sowie jeden Tag: Hasenbraten. (3401 Flick Kröll. unten; 2 Kucheitrrn; rchm DieMen nut Börsenberichte. Frankfurt a. M. 25. September. Die Börse eröffnete heute unter dem Einflüsse matterer, auswärtiger Nottrungen. Auch sonstige Nachrichten, welche von außen eintrafen, klangen nicht besonders erfreulich. In New-York forderte die Eisenbahnkrisis neue Opfer und in Berlin und Wien, wo sich namentlich Baubankenwerthe unverkäuflich zeigen, befürchtet man eine Baubankenkrisis. Die Unbegebbarkeit jener Papiere dürfte die Veranlassung sein, daß diese Institute schwerlich ihren Verbindlichkeiten nachkommen können. Als int Laufe des Geschäftes festere Course von Berlin kamen, gestaltete sich die Tendenz besser und schloß die Börse mit relativer Festigkeit. Creditactien, welche gestern Abend mit 227% schlossen, bewegten sich zwischen 225%—5—7%—6% — 5%—7, und waren die Umsätze darin sehr lebhaft. Auch Staats- bahnactien waren ziemlich animirt, sie gingen von 349%—350%. Lombarden blieben 175%. Auf den übrigen Verkehrsgebieten war das Geschäft äußerst still. Oesterr. Bahnen zeigten sich offerirt. Banken erlitten durchgehenos Coursetnbußen. Oesterr. Nationalbank wichen 19 fl. — Silber- und Papierrente matter. Amerikaner fest. Russische Pfandbriefe bester. Die neuen Gotthardsbahn-Prioritäten, welche heute von dem Bankhause Rothschild, dahier, an den Markt gebracht wurden, fanden bei dem Privatpublikum eine günstige Aufnahme. Fremde Wechsel durchgehends matter, besonders Wien. Aetien. 5% östr. F. St. E. B. 351 Lombard. Bahn 175% Ludwigsh. Bexbach 187% Maxbahn — Bayer. Ostbahn 116 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. 147% Oberhessen „ 73% Weg gemacht. Gießen, den 25. September 1873. Fr. Müller, Ortsgerichtsmann. Literarisches. Freunoen einer unhaltenden Lektüre theilen wir mit, daß im Verlag von A. Kröner in Stuttgart eine neue, von F. W. Hackländer herausgegebene illustrirte Unterhaltungs-Bibliothek erscheint. Dieselbe führt den Titel „Sorgenlose Stunden im Kreise beliebter Erzähler" und ist — was wir als einen besonders glücklichen Gedanken des Verlegers bezeichnen muffen — so eingerichtet, daß jedes Heft eine vollständige Erzählung vom Anfang bis zum Schluß enthält. Das störende „Fortsetzung folgt" kommt bei diesem Unternehmen nicht vor und man kann eine angefangene Erzählung in einem und demselben Hefte der „Sorgenlosen Stunden" ohne Unterbrechung zu Ende lesen. Man hat hier also, da ein solches Heft nur 4 Sgr. im Abonnement kostet, den Vortheil, vollständige, hübsch illustrirte Erzählungen zu einem so billigen Preise zu erhalten, wie man ihn sonst nur an Journalen gewohnt ist. — Sicher wird deshalb dieses neue, praktisch eingerichtete Unternehmen, an welchem sich die ersten und beliebtesten deutschen Schriftsteller betheiligt haben, eine ganz außerordentliche Verbreitung Alten. Teheran, 23. September. Der Schah traf gestern in Kand ein, woselbst er die Prinzen und Minister empfing und ihnen seine Absicht knndgab, ein besseres Regierungssystem in Persien einzuführen. Heute ist der Schah hier angekommen. 3% 3% 3% 50/0 5% Frisch bäcker ja Gießen. Sonntag den 28. September. Martin Lenz am Markt, Georg Busch Wittwe am Kreuz und Daniel Rühl am R ithhaus. Z Herren-Wasche, weiße und bunte Hemden, sowie Kragen und Manschetten unterhält stets großes Lager zu billigsten Preisen.H. Nübsamen. "»Kntlicht ein,, L? » iiigefigt, daß er sich aus betätigt, | 6ei der Annäherung | i Hlerer in Tolosa m-1 von einet nicht «* tj Sinei einer «JR milich ter klein- 0* (inet N Tanzen 272 Bela- Civil-Pefionen, unter * schwer Mchn: ln welchen Bonrbck Desvin^ [ te die Reise nach dem darunter d'Andlan, 1 eiunts; 20 Majore j Soldaten; 1 Officier ch, L^uinean be rie^sMiniMn/nv; 3 Ratrose) und 1 nben sich Mnrväriiz ipiomaten, Wo, Sob ranzvsycher Gesandter I : (Sötmaiui, Pfarrer i 4 Polizei-Äzenten; 2 zeldhütern; 7 Wisv' |l rn (her eine iß ta bnen); 1 Advokam; u Siebener toaitun- n unter der Rezierung H (unter diesen befinden „ doppelte 9 36—38 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 34—36 20 Frank enst. 9 22—23 Engi. Sover. 11 48—50 Russ. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 3 25%—26% Vermischtes. Berlin, 22. September. Ein junger Börsenspeculant war vor etwa drei Jahren einmal wieder seiner allbekannten Gewohnheit gefolgt und hatte „Pleite" gemacht, aber schon nach kurzer Frist seinen Besuch der Börse wieder ausgenommen, weil er alle seine Gläubiger bereit gefunden, ihn mit 50 Proeent ihrer Forderungen herauszulassen und er Mittel genug sich zurückbehaltcn hatte, diese Zahlungen sofort zu leisten. Etwa sechs Monate später unternahm der Jüngling eine Vergnügungsreisk nach dem Rhein. Als er in einer der kleinen rheinischen Städte flanirte, sah er an einem Hause eine Firma, welche auch bei seiner letzten Pleite betheiligt war und dabei 1800 Thlr. verloren hatte. Den Kopf voll des eigenthümltchen Börsenhumors und die Brieftasche voll leichtverdienten Geldes, begab sich der Speeulant in das Comptoir und verlangte die Rechnung für sich selbst, ohne sich zu erkennen zu geben. Man schlug die Handlungsbücher auf und erklärte, der Herr, dessen Rechnung verlangt werde, sei nichts mehr schuldig, lieber diese Antwort zeigte sich der Jüngling sehr erbost. Er selbst sei der Herr. Er sei gewohnt, seine Schulden voll zu bezahlen. Durch ihn dürfe Niemand etwas verlieren- Er verlange sofortige Aufstellung seiner vollen Rechnung mit allen Zinsen bis zum heutigen Tage. Der durch dieses Auftreten in Erstaunen gesetzte Chef des Hauses ordnete an, daß die Rechnung nach dem Verlangen des Herrn so aufgestellt werde, als wenn kein Aeeord stattgefunden. Dies geschah, der Fremde bezahlte die 1800 Thlr. nebst Zinsen, ohne einen weiteren Blick auf die Rechnung zu werfen als um die Gesammtsnmme anzusehen. Schon wollte er sich unter höflicher Verneigung entfernen, als der Principal ihn bat, ein kleines Frühstück bei ihm einzunehmen. Ein Frühstück schlägt ein Berliner Börsianer nie aus. Aber demselben folgte auf dem Fuße ein Mittagessen und Einladung zu längerem Verweilen, und erst 14 Tage später verließ der Berliner Herr den schnell gefundenen und vollständig gewonnenen Gastfreund. Letzterer hatte derart Vertrauen zu dem jungen Speeulanten gefaßt, daß er ihm von dem Augenblicke an alle seine Geschäfte für Berlin übertrug. Vor Kurzem machte, wie die Ger.-Ztg. erzählt, der Börsianer wieder einmal Pleite, bei welcher diesmal der rheinische Kaufmann mit 18,000 Thalern betheiligt ist. Man zweifelt stark daran, daß der Berliner eine Wiederholung der generösen Laune wird in Scene setzen können, selbst wenn er dazu den besten Willen hätte. * lieber den Unternehmungsgeist der Eigenthümer des „Daily Graphte" in New-York ist viel gesprochen und geschrieben worden, und nachdem die Auffahrt des von denselben gebauten Riesen-Luftschiffes definitiv auf den 10. September angekündigt und mittels pomphafter Aufrufe die Aufmerksamkeit des gefammten Weltalls auf das neue Wunder gelenkt wurde, mögen in manchem mitleidigen Gemüthe Befürchtungen aufgestiegen sein, daß die kühne Schiffsmannschaft vielleicht in den Wellen ein Grab gefunden habe, da man gar nichts von ihr zu hören bekommen hat. Ganz im Gegentheil sitzen die designirtcn Reisenden wohlbehalten in New-York,- und wenn sie je noch nach Eurova fahren sollten, so werden sie auf dem gewöhnlichen Wege, j zu Wasser kommen. Daß der Ballon nur als Neclamemittel dienen sollte, ist längst bekannt-, \ daß er indessen niemals zum Fliegen bestimmt war, dürfte deutschen Lesern neu sein; das ist " nfl” , Slilbkl r üii C< Obstversteigerung. ® Montag den 29. September b. I., von Morgens 10 Uhr an, soll das Gemeinde-Obst, bestehend in Birnen linö >Zwetschen, versteigert werden. Grüningen, am 22. September 1873. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. L e i d i ch- Versteigerungen. 4365) Montag den 29. d. Mts-, ! Nachmittags 2 Uhr, soll die Kartoffel- und Dickwurz - Erndtej von 5 Ackern, der Fran WilhelmPlank! Wittwe gehörend, meistbietend versteigern werden. Der Anfang wird am Schiffenberger l Aetien, Frankf. Bank 147 Frankf. Vereins-Kasse 104 Darmst. Bankact. 385 Rheinische Hyp.-Bank 99 Wien Bankactien 980 Oest. Creditact. 227% gtializien — Condenfirte Milch der Auglo-Swiss-Coudensed-Milk-Co. Cham (Schweiz) Auszeichnung in Wien 1873: Das fahren eliiifoui. Höchster Preis der Weltausstellung.. Per Büchse 35 kr. bei Emil Fischbach \ 6' ® 4191)' 'f'-Ltrinntn des fiminern W' '*8$ ' ZW i ften vB je der : der ««-> ’ 1 :'"c . ,7 btt 540®«' .. 9*1« 6ei bet ibt unb bietend versteigert werden- Bemerkt wird, daß sich dieselbe in gutem Zustande befindet und wenn im Ganzen fein annehmbares Gebot eingelegt, sollen die verschiedenen Gegenstände einzeln verkauft >att Marn . f cti*en Ä * i ’> unb ÄM ’ dks VA j des mit | 'n "»er ' OaP J«fbem aßt do. II. Emiss. 82 ’/2 Aiiieiieiisloose* Darmstädter fl. SOLoose — Kurh. 40 Thlr. Loose 70 Nassau 25 fl. — Braunschweiger — 3° Q Oldenburg, ä 40Thlr. — 4% bayr. Präm.-Anl. 112% 4% badische Locse — Badische fl. 35 Loose 67% Oestr. fl. 250 v. 1854 89% 1858r Prioritätsloose 200 1860r Loose 89% 1864r _ 146 IBorseiinachrichteii. 25 September 1873. Preuss. 4%% Oblig. 101 Frankf. 3%% Oblig. 88 Nass. 41/2°,o Obi. 97% Kurhess. 40/0 „ 95% Gr. Hess. 50/0 Obi. — „ , 4% » 99% n „ 3‘/2% „ 96 Bayer. 5% „ — n 4%oo 1jährige — n 40 0 1jährige — Würtemb. 4%% Obi. 1005/b Baden 4%°/o Obi. e. E. L. 100% Oesterr. Silberrente 64% „ Papierrente 615 8 Spanier, neuest. 3% — Frische & Dick-Milch ist täglich zu haben kleine Sandgasse (Bachgasse), Herrn Messerschmied Schwan gegenüber. 4089) Panirmehl zum Backen von Cotteletten, Fischen rc. cin- fiehlt Emil Fischbach. 4'204) Harlemer Blumenzwiebeln, als: Hyazinthen, Tulpen, Tazetten,CrocuS, dtarciffen in den schönsten Farben em- 4339) Laudkalender pro 1874 bei I 4341) Ein Clavier ist wegen Wegzugs Aug- Balser, 'zu verkaufen- Lowengasse Lit- C- Nr- lb7- J. LeieMu?eiss. Bür st ettmacher, Sonrtenftrase 59, empfiehlt alle in sein Fach einschlagende Artikel zu billigen Preisen bei reeller Bedienung._____________________________________________________ (4251) 4354) Die erwarteten Morgenfch ibe mit Gummtzufl, mit und ohne Absatz, sowie Madehen-HauSfchuhe, sind einsp-troffen Jeilgeöotenes. Feinste Gothaer Cervelatwurst und Blasenschinken D0) empfiehlt Emil Fischbach. 2818) Backsteine, im Ofen gebrannt, empfiehlt W. Delgehausen Nachfolger L. WolShofer auS Weilburg a. d. Lahn. Weciisel. Amsterdam k.. 8. 98% Augsburg k. 8. 100 Berlin k. 8 104% Bremen k. 8. 105% Brüssel k. 8. 93% Hamburg k. 8. 105% Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 118% Lyon k. 8. — Paris k. 8. 93 Wien k. 8. 102% ditto m. 8. 103% ditto 1. 8. 102% Disconto 4 0/0 Dreimal wöchentlich das Neueste und Interessanteste aus Berlin. 2 berliner Wörsen-Jigaro s vierteljährlich vierteljährlich J franco. Thaler Bestellungen nimmt jede Postanstalt entgegen des Die Knnbenlehranstnlt Dieckmann. Anmeldungen neuer Schüler bei Worms a. Nh. Der Vorstand Für Schneider! GO Packheu CO Um zahlreichen Besuch batet B. Werminghof. Neoaction, Druck und Verlag der Brühl'fchcn Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Güßen- Metzger NotI Muschenbeim. einlade. (4367) durch die Direktion I)r. Schneider. Die Annonccn-Expcdition von J. E. Scheel