Gießener Ameiger Nr as Mittwoch dm 26. Februar 1873 bette er- -u- sich kindischen Freude haben dte französischen Republikaner den Abzug Awadeo'S jubelt, offenbar io der Voraussetzung, Daß, wenn jenseits cer Pyrenäen Monarchie verschwunden sei, auch im eigenen Lande die republikanische Sache starken werde. Nun, den Sutz von der vollkommenen Staatsform „Republik" einmal gegeben, müssen wir doch jedenfalls soviel voraussitze», daß diese Erkenntniß Preis vierteljährig Ist. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st. 29 fr. bitten könnte, es in t»ö»»* »»» ...... T-- ist das Departement des Innern das wichtigste Die Republik in Spanien. Viele Politiker sind der Meinung, die Republik sei die denkbar vollkonr- menste Staatsform. In Zeiten großer und tiefgehender Bewegungen greift auch diese Ansicht sehr weit um sich, "nd das Dogma von der alleinseligmachenden Republik muß Jeder anerkennen, der nicht von vornherein für einen Verräther an der Sache des Volkes und der Freiheit gelten will. Die politische Naivetät findet großen Gefallen darin, große Bravaden über Fürsten- und Tyrannensturz oder wie die schönen Dinge sonst noch heißen mögen, anzustimmen. Das ganze klassische Alterchum wird geplündert, die französische Revolution, besonders die Conventszeit, muß ihre wildesten Redensarten den freiheitsglühenden Apostaten herleihen. Erst allmälig klärt sich das Bewußtsein und man beginnt einzusehen, daß mit dem fortgejogten Monarchen eigentlich noch gar nichts an dem StaatSwecha- nismus geändert oder gebessert ist. Allmälich beginnt die Erkenntniß aufzudäm- wer», daß die Spitze der Staatsform eigentlich herzlich wenig mit dem ganzen großen Inhalt der Staatsform zu thun hat; daß, weil ein erwählter Präsident die obe'.ste Leitung der Skaatsgeschäfte besorgt, diese selber in den denkbar schlechtesten Händen sich befinden kann. Ja, die Sache der Freiheit ist gar sehr häusig unter republikanischen StaatSsormen arg geschädigt worden. Mit einer gewissen # Erscheint täglich, mit AuS« nähme Sonnt«,S. Expedition: Lanzleiber«, Ltt. v. Nr. 1. hohe Person zu gewinnen. _ _ _ . . . . Aus der bayerischen Nheinpfalz, 23. Febr. Am Samstag sand in Kat- serslautern die fe-eiliche Vcrtherlung der KncgSdenkmünzt an 35JOe« j Turnersanitätscorps statt, welche tm letzten Kriege mehrere Wochen in Feindes- ' - - — — Am 20. Februar wurde 's eession nochgcsucht. Berlin, 25. Febr. Abgeordnetenhaus. Bei fortgesetzter Berathung de« Cultus-Etatö wird die Position „Oberkirchenrath", nachdem Glaser für, Vtrchow gegen die Bewilligung gesprochen, mit fast allen Stimmen gegen die der Fort- schrittSpartri bewilligt, der Antrag Ssucken'S auf Absetzung der Position somit ^Dresden, 21. Febr. E'N eigenthüwliches Spiel des Zufalls — berichten |j die „Dr. Nachr." — hat es gefügt, daß zu derselben Zeit, in der in Preußen dem Ndg. Lasker so viel Material über das Eisenbahn-Concesfions-Unwesen zu- strömte, auch in Sachse« eine Fülle interessanter Angaben über die Mißstände, . oie mit den Eisenbahn - Concesfionen verbunden sind, dem Referenten über die Eisenbahnen in d-r ersten Kammer, Herrn v. Erdmannsdorf, zufioß. Man blickt mit ziemlicher Neugier dem Berichte entgegen, den Herr v. ErdmanuSdorf hierüber A ausgearbeitet haben soll. Unter Andern» soll, wie eS heißt, derselbe einen Eon- tract dreier auswärtiger Bankiers zum Abdrucke bringen, in dem sich diese Herren fl verbunden haben, für Auswirkung der Concesfion zum Bau einer Eisenbahn eine aus Grund einer sehr hoch entwickelten politischen Einsicht unter der großen Masse der betreffenden Bevölkerung Bahn gebrochen habe. Eine derartige staatSmän- j Nische Bildung eines Volkes setzt aber ihrerseits wieder ein ungewöhnlich hohes Durchschnitts - Niveau des Urtheiles und der allgemeinen Bildung eines Volkes , voraus. Wenn aber dem so ist, wie kommt Spanien — unter allen Gliedern ‘ der lateinischen Race das verkommenste — ja, wie kommt das selbst ungleich höher iu dieser Erkenntniß ? Beide Völker^, ftchen bekanntlich in Sachen der Volksbildung <•< < * — He der ge.wani chen, Ip°ciill der angrlsächfischkN Gr-ppe angihorigen Bolksstamme. , Woher also die sonv-rbare Eescheinung, daß da« gerwaaische Europa, mit Au«> , der Schwei,, monarchisch und da« romanische Europa, mit Au«nahme , Italien«, augeublickiich republikanisch regiert wird? < Aber selbst hiervon abgesehen, selbst ,-n« gänzlich unhaltbare Phrase «on dem der 'aielni chcn Race für einen Moment gelten gelassen, muß man sich doch fragen, wie und wo in aller Welt dies. Herren Spanier und Fr-nzos-n (von 1871 nämlich!) die Monarchie denn abgelchafft hätten. Die Wabrhelt »rermehr ist, daß in jenen Ländern di- Monarchien fich überlebt haben, weil die Regenten- samilien zuletzt in kö-p-rl'chem und geistigem Si-chthum »ersallen. Die schrn und ip-nischen Bourdon« sind völlig unfähig, unsere Zeit und ihr« Ledur • n sse zu begreifen, und eben darum fielen sie von dem Baume de« Lrben« ab, w r sauie epublik, da« heißt in allen Theiien auf felbfiständige, freie Mitbe- thätigunq beruhende Staateform, setzt zunächst Staatitburger voraus, die die- Pflichi-n zu erfüllen im Stand- find und fie auch wirklich e.sullen. Wo in all Wew wird aber mehr .regiert'', mehr »om grünen Tisch- au« regl-m-ntirt, wie in Frankreich, wie in Spanien. Gerade für die Freunde I-ne« INl slub-nder Jug-odbeg-isterung -rs-hnten republikanischen Ideal« kann e« nicht« Betrubeude- te/, al« di- Wahrnehmnng geben, daß in j-u-n Lau«ern wie Spanien und Frankreich die R-pavlik nicht von Innen h-rau« entsteht, a>« da« E.g-b-uß e-n-r veränderten, ger-ift-r-n Erleaniniß, sondern daß sie förmlich aus der Straße aus aeicsen wird, daß st- auf den verlass neu und wacklicht gewordenen Thron gefetzt wird. Nicht aU jene« hlnr-iß nd schone, ia Iugrndkraft und Hrldcnmuth daher- schreitende Wrib tritt st- dort auf, ^U, g-°rochenen Herzen», matten Schritte« chl-tcht st- umher. Willenlos fügte fie fich 'N die ihr zugemuthete Rolle, will - los wird st- bei Seite geschoben, sobald irgend ei» ruilstcht«>°s-r Abenteurer ihr Deutschland. Darmstadt, 22. Febr. Da« Vorstandsmitglied des Mainzer Katholiken- Vereins, Oberrechnungsrath Back6, überreichte heute auf der Kanzlei ter zweiten Kammer der Landstände zwei Beschwerdescyriften gegen die Ausweisung des Iesui- ren Zöller. Die eine Schrift ist von dem Vater des Zöller unterzeichnet, der anderen Eingabe sind einige Bogen mit den Name« von ca. 400 „Bittstellern" beigeheftet. Berlin. Anfang April werden die Verhandlungen mit Frankreich über die Räumung des occupirten Gebiets zu beginnen haben, wenn die deutsche Regierung sich geneigt zeigen sollte, auf die Vorschläge des Versailler CabinctS einzugeyen. Daß diese hier seitens des französischen Gesandten angekündigt wurden, unterliegt in diplomatischen Regionen keinem Zweifel, von der vierten Milliarde find b.sher 350 Millionen gezahlt uno weitere 250 Millionen dürsten bis März getilgt fein. Die Absicht der französischen Regierung geht nun dahin, bei Zahlung des Restes der vierten Milliarde definitive Vereinbarungen bezüglich der Evacua- tion zu tnffen. Die Bestimmungen darüber sind bekanntlich in dem letzten Vertragsabschlüsse etwas elastisch hingestellt worden, und die Franzosen könnten die- in einer Weise benutzen, welche mit den Wünsch.?» am leitenden Orte nicht über- einstimmen möchte. Wird bis Anfang Juli die französische Regierung alle jenen Garantien für die fünfte Milliarde bieten, welche hier verlangt werden (darunter scheint die Besetzung Brlsortc ein Cardinalpunkt zu sein), so kann es nicht aus- bleiben, daß um dieselbe Zeit unsere Occupationstruppen unter Beobachtung gewisser militärischer Vorsichtsmaßregeln das französische Gebiet größtenthnls räumen werden. Berlin, 22. Febr. Die Gesammtverluste der deutschen Armee iw letzten Krieg betrugen nach der soeben abgegebenen Zeitschrift des statistischen BureauS nach den Ermittelungen des Dr. Enget 127,897 Mann an Todten, Verwundeten und Vermißten, darunter 5254 Officiere und Berzte. Mit Menschenverlust ver- Mü?i>ene feindliche Renconk(H.H§jnr, kattaesunden, nere>ffairen, im F^stungSkriege 33 Ausfälle und 486 feindliche Actionen. Hierzu treten 121 Etappenbegegnungen und 11 feindlicherseits herbeigeführte Eisenbahn- Unfälle. Die blutigsten Tage find Wörth, Vionville, Gravelotte und der 2. De- cember 1870 gewesen, an welchem die Schlachten von BazocheS, les Haute- und VegeveS, und von Paris die von Brie und Champigny geschlagen wurden. Berlin, 22. Febr. Der Vorsitzende des „Allgemeinen Deutschen Arbeiter» Vereins" erläßt tm „Reuen Social-D-mokrat" einen Aufruf an die Parteigenossen, in welchem er dieselben aussordert, an allen Orten den 18. März, als den Jahrestag der Erhebung der Pariser Arbeiter, festlich zu begehen. Er schließt „mit der festen Uederzeugung, daß es nur dieser Anregung bedarf, um das gesammte deutsche Proletariat an diesem Tage zu einer gewaltigen Gedächtnißieier der Pariser Commune zu vereinen, wenngleich der Raum sie trennt." Berlin, 24. Fkbr. Die „Nordd. Allg. Ztg." erörtert die von der „Volks- ititung" gebrachte Kritik über einen früher schon viröffentlichtm Bries des Fürsten Bismarck an den Bürgermeister von Pyritz, und bemerkt: Die von der „Volkszeitung" behauptete Pression des Fürsten auf die Eisenbahnverwaltung war eine amtliche und hatte zum Zweck, im Interesse des Publikums Coneurrenzbahnen zu fördern gegenüber der Monopoltsirung in den Händen großer Gesellschaften; für eine Bahn über Varzin habe bisher noch keine Gesellschaft um eine Con- so ziemlich Alle- zu regeneriren und jeder republikanische Patriot sollte fich vor Allem an hic Rhodus, hic salta halten! itt Den^nn man sich die spanisch n Verhältnisse nüchtern und vorurtheilsfrei an- fieht, dann m7ß man sagen: „Es hat fich tu jenem Lande nichts geändert, nur daß ein naturaUsirter Spanier weniger vorhanden ist." Die monarchenlose Staatsform, denn diese negative Ausvruckswnse charak- terifirt Den Thatbestanv btsscr, als jene positive tnhaltretche Beznchnung „renubli- kanische Staatsform", soll sich erst noch »urch Die Verbesserung Der Uedelstänre letzittmiren und die Zukunft wiro es lehren, der hrenhafte Cha k ter, Der feurige Redner Emilio Casteior, auch die hab'-, um fein Volk zu regeneriren. Für uns ist schon der Umstand sehr ommoS, daß er das Portefeuille Der auswärtigen Angelegenheiten übernommen. s ''l i V Hüutngrn bestimmt. k. k. lichen Trias Wirren nützliche Folgen für uns und für Deutschland ♦! 173Vi 1864r Rudolf flösse 1» Frankfurt a. fl Der Nürnberg, In- 8. 8. 8. 8. 8. 8. WörsMinÄChrlchteD. 25. Februar 1873. Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig uonaon Lyon Paris Wien ditto ditto Dhoonto Frankreich. spanische Minister der Auswärtigen, tzastelar, hat 8. 98% 8. 100 8. 1047/a 8. 175’/, 8. 933/8 8. — 8. 105 Bern, 24. Febr. 284 von 314 Stimmen, L 4% bracht werden. ~ , „ , , w . , Loudon, 24. Febr. Das hiesige Earltsten-Eomite erließ einen Aufruf zur Unterstützung des Prätendenten Don Carlos. London, 26. Febr. Eine gestern in Nottingham stattgehabte von circa (0,000 Personen besuchte Versammlung beschloß, bei dem Parlamente eine Petition um Einsetzung einer Commission zur Untersuchung der Ursachen der Koh- tenthcuerung rinzureichen, und sprach ihre Mißbilligung über die Haltung der Aetlen. Frank/. Bank 143 Frank/. Vereins-Kasse 1633/, Darmst. Bankact. 489’/, Wien Bankaotien 1068 Oest. Oredltaot. 3671/, Galizien — ttohlenaruden-Befitzer aus. , London, 25. Febr. Ein zu Merthpr stattgehabtes Arbeiter - Meeting for* ^ultrte, anstatt der vorgefchlogenen Ausgleichsbedingungen neue Bedingungen, velchrn die Arbeitgeber ihre Zustimmung versagten. Die Arbeiter beschlossen lunmehr, den Strike auf unbestimmte Zeit fortzusetzen. Schweiz. Gestern beschloß die altkatholische Gemeinde Olten mit einen neuen Pfarrer zu wählen. Man versichert, Psa» CA eidsorten. fl. tu*. Pr.Friedrdor 9 57-58 Pistolen . . 9 39-41 „ doppelte 9 39—41 Holl. fl. 108t. 9 52-54 Duoaten . . 5 31—33 20 Frankens!. 9 20«/,—211/, Engi. Sover. 11 48 — 50 Rusa. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 25—16 rer Herzog, gegenwärtig in Erefeld, fei für die Neuwahl in Aussicht genommen. Pfarrer Herzog habe bereits die Wahl anzunehmen erklärt und solle derselbe auch von der Basler Dtöcescuconferenz al» Landtdat für die Visthumsverweserstelle auserfehen sein. Bischoff Lachat hat nun auch beim großen Rathe zu Bern gegen seine Amtöentsetzung Protest erhoben. Gestern sand eine große Versammlung von Ultramontanen in Fernrx statt. Betreffend da» Fastenmaudat des Bischoss von Et. Gallen ist zu berichtigen, daß der Negierungsrath demselben nun erklärt hat, dasselbe habe für den Staat keine civilrechtlichen uno politischen Eonsequen- zen; denn nach der Verfassung des EantonS St. Galle» ist für die Verkündigung das Placet nicht nothwcndtg. Spanien. Madrid, 22. Febr. Eine Anzahl von Ofsicieren erschien in der National» Versammlung und erklärte, dieselbe unter allen Umständen unterstützen zu wollen. Der Präsident Marto» erwiderte, daß die Deputaten entschlossen seien, die Republik, die Ordnung und die Freiheit zu retten, und lieber sterben als Dcwalt- thätigkeiten dulden würden. In Barcelona wurde die Ordnung dadurch gestört, daß ein Insanterie-Bataillou seine Entlassung forderte, dasselbe wurde indeß sogleich zur Ordnung zurückgesührt. Madrid, 25. Febr. Die in Folge der Demission verschiedener Eabinets- Mitglieder nothwendig gewordene Neubildung der Regierung ist von der Nationalversammlung heute vollzogen worden. Neuernannt wurden: General Acosta (Krieg), Tutan (Finanzen), Orepro (Marine), Echao (öffentliche Arbeiten). Sornt (Colonien); FigueraS, Castclar, Pt y Margall und Ricolas Salmeron Verbleiben auf den innegehabtrn Posten. Die Verbindung der radikalen Partei mit der republikanischen ist durch den Eintritt Acosta's und Orcyro'S, welche der ersteren angehörten, besiegelt worden. England. Loudon, 22. Febr. Nördlich von Jarmouth wurde gestern der Dampfer Otter, von Newcaßle nach Antwerpen, durch die Flut so heftig gegen den Bug Aecht kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. Meine Niederlage davon in der Expedition des Gießener Anzeigers empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 fr. per Glas gehorsamst Johann Maria Farina in Köln. also aus den spanischen erwartrn. Preuss. 4*/g 0/0 Obiig. 1047/g Frankf. 3*/,% Obi. 87’/, Nass. 4V,o/o Obi. 100>/ö Kurhess. 4°/o „ 96*/8 Gj. Hess. 5u/p Ob). 102t/a . n 3«/,ö/0 „ 94V« Bayer. 5% „ 102 n 4V8% 1jährige 1001/, „ 4% 1jährige 943/, Würtemb. 4*/,% Obi. 100’/, Baden 4i/,0/0 Obi. o. E. L. 100’/8 Oesten*. Silberrente 68’/, „ Papierrente 653/a Spanier, nenesL 30/0 295/s Amerik. Bonds 1881r 1001/, , „ 1882r 955/e „ „ 1885r 97’/8 n n 1887r 98’/, I. 93‘/s lO75/0 1075/, 107% dienlich, und . hat sie auch keine Erschütterung zu besorgen. In dieser Beziehung lassen sich Paris, 24. Febr. . . sympathische Telegramme an Edgar Quinet, Gambetta und Garibaldi gerichtet. Zahlreiche Anhänger der Commune sind von hier nach Madrid abgereist. Local-Notiz. üUektN 26. Febr. Bei der «rmeinderathSwahl 3. Elaste wurde Herr Aug. Noll mit 109 Stimmen gewühlt; in der 2. Elaste gingen die Herren Hofg. Adv. Dtery, M.Hombergrr und Lüdcking al« Gemeind,rüthe ans der Wahlurne hervor. ____ Gestern wurde von Eastel eine junge Frau rtngebracht und im Bezirk-gefangniß einaeheimst, welche im dringenden Verdacht steht, i« vorigen Jahre hier in Gießen ihren alten, iebr an Asthma leidenden Mann durch Erdrosseln getodtet zu haben, um sich in den rascheren Besitz «ine- ziemlich bedeutenden Vermögens zu setzen, lieber den An-gang werden wir s. Z. berichten^ lm Mrld,n Jah„ hier verhaftete Haupt-Spitzbube Eilberberg, dessen Biographie wir s. Z. veröffentlichten, ist aus dem Zuchthause zu Ziegenhain entsprungen und hat man bis jetzt keine Spur von demselben. * Kreuzbergs Menagerie ist soeben im Otwald'schen Garten eingetroffeu. Ferner domicilirt: Berlin, Breslau, Cöln, Halle, Hamburg, Leipzig, München, Prag, Stuttgart, Strassburg, Wien, Zürich. Bssirirllcr Agent siimmtlichcr Zeitungen des und Auslandes. Alleiniger Inseraten-Pächter des ,,Kla(ldern(IiUscliu, der „Fließenden Blätter“, des „Figaro“ in Wien. Alleinige Annoncen - Reung-n, von b.r 8an6t«enlvt"un1 mit weil üb-i«icg-n»-r Mehrheit freigewahiien «onig ,n .. Cuonitn enblich die so dringend nothwendig- Ruhl zu «erschaffen ± ' in dkn Et-nd lu s-h-N, sich in ma.-ri-ll-r und politischer Hinsicht »u ,lästigen Di- Bnnd-ogenoff-nschast mit Italien würde der Stellung b-id-r Staa- ten Fran,reich a-g.nüb.? von »esentlichem Nutz.» gewesen sein und ihu-n über, bauvi im europäischen Sta.tenspsiem «crmehrie« Ansehen und die Möglichkeit -tn-r uü/^i^. Nrwe-una »erschafft haben. Allein Amadeo'« Thron.nt agung ändert diV. All?« sich nun auch di. Dinge in Frankreich und Span,., gestal.en n öa.n ° kann dk« dennoch nur i», -siachih-il J.ali-n« au«sall.n. v.s.stigi stch^in'betd.» Laudrr. die republikanisch. Siaat.sorm, so würden sich. beid. »er- dUt va- monarchische Italien zu brücken. Sollte dagegen tn beiden Länd.rn 61. bourdonische H-rrschasi h-rg-si-lli w.rden, so da« Miffv-rhalt. »ib Italiens zum päpstlichen Stuhle diesen Herrschern Grund oder Borwand zui öLi Auna hx die tnuerin Angelegenheit,, Italiens bieten. Unter allen Umstanden ^stÄs letztere Land mehr al» jemals genöthtgt, sich an das österreichisch- u.aarisch und n da. D-utsch- R.'ch aujukhn-u, um S.ch-.h.it na» auh.n und Ruh- ,» Inu.rn ju brwahr.w All. ordnungsli.b.nd.n und recht,»aff.nrn x-ut- werd.n den Nonin »,-ior Smanucl bei ».m ©.(It.btn ""'^«-6, ,-in°n jraiten« und seiner Unabhängigkeit drohen. Das Zusammcnsf^ftz ^e^ckat- ist aber der Erhaltung des Gleichgewichts der Macht in Europa da diese Verbindung aus der Gleichheit der Intercffen beruht, so - , in ©faülbei ber nebeltaen Witterung halber am Would ankernden SchraubendampserS «irthschasiltch« v-r-i» d-, Pfalz Hai ,ur *ltl t>ldt‘binaml8otin6«n g.w°?s.n, das, sein- «reitfette bi« aus bi- Waffe, Xinie durchschniti-n »k n 10 Stück Fasel (Simm.niha .r Rar. 7° w in einer halben Stund.; in.wisch.n kouut.n Mannschaft und Donutrstag den <3- Wn *« « ii« » W««B » ff, 25 «opfe, von dem kor.nh.u au« g.r.tt.t und nach Barmou.h ge- mitgli.dern dring.n. - Wahrend de« >., -n «rr. gr, , w werden. . . .-"ÄÄ Ä K.«... w X. •" - , fnn die viel.» R “ „„ e,m ^ant,tl«flni(t>t Kaiser«, g.r chi.n -»»-NS « »■ «' ® tl gll(irant.n, von denen d.r eine Th.ilnahm. am Rcin«wi» One«^DOchM«'beansprucht-, -utschi-d.n -ord-n, bei w-lch-m -« sich Reingewinn t nt» ir - b nt)txtc unb b efl war nur der dritte um die Äleinigk-it von über »6.000handel,., und ° «Si.äTÄ'TäS ,»■ “ ’■ »>■■■ 25 SÄV. Ä’Ä. w#» Mutkkon"°Äi'g.r. Lt und m.hr Sch.as, währ.nd d.r Husi.u noch tmm-r 6eSrt%5. gtbt- Dr. «ldols Barmeister, srüh-r R-da-kur an d.r ’aD*’StSirni(,24Ct 9'b’,l,'T)utd> v-rsügung de« Rkichtkan.k.« sind d-r alen.ral.D,r--i°?M-d-« und d-r Eis-nbahn-Dire-ior Tumkr zu di-ff-,tigen llom General Direcio , , . Bertraaes mit Baden wegen der Hcrstellang Börsenbericht-. A-rankkurt n M.. 25. Februar. Die seit gestern begonnene Ultimoliquidation scheint sich bei dem önßerst flüssiges Geldstand sehr leicht p. «nb wurden Unflatlanen |« ca. \ mro(tnt bewerkstelligt, «inielne Papiere sind stark verfirt und mußte für dieselben, z. B. ßro l£ ln welchen sich Stnckemangel zeigte, Deport bewilligt werden Die (5ontremme in g.nann- tim Effect setzte heute ihre vlancoverkLufe sort, welche ziemlich bedeutend waren und nach anfangs fester Tendent in Verbindung mit weichenden Berliner ^»ursen nach und nach eine mattere Stimmuna veranlaßten. Lreditactien 367V?, schlossen S66‘/4. Staatsbahn 356 /«, bliebe» 3o5 /,, ^,mbarden 206, notiren heute 204’/.. Von östreich. Bahnen Dacester 1’/. st. höher^ Nord, matt 1’/ fl Wfltlfr. (Valirier und Rudolph niedriger, .»proc. lombardische Prioritäten beliebt. Von Banken Prov nnal^i vnto gefragt und 1’/, Proc. besser. Deutsch. Sffecl.nbank Verein-, .?ank nnd^^Mein7na« gleichfall- höher Bankverein 2«/6 Proc. und Darmstädter 3 fl. matter. Rheinische L-vPothekenbonk zu 100 gehandelt. Reiff,rt's Waggonfabrik zu 106’/, im Verkehr. Rheinssche Hypo Y i , ( ® * u, (§ P. Anleihe offerirt. Spanier flau zu 23V4. 1860« e/eft ang?boten. Wik unb neue Ostbahn gesucht. Von Devisen Schweizer Bankplatz, gefragt. Wien matter. Privatdi-conto 3 Proc. M! «q, von S‘gtJ SS?» I» r',S R.-Metc 22 * 14 . 86 ' 7 . 93,4 , 400 Wellrn 9080 - II. Baw )6S Men-S Durchine! 86,51 6 = 138 Eichen-Sl Die /jiis««"' CH(t fll1 Segen vorsch Wlungsfrilt d Die Großhtl btr umliegende! in ihren Gem lassen. vicßcn, am Sroßherzoglii 858) Freitag soll aus dahie Heinrich Si 266 Klaslcr Hai gärten nochma nerben. Sieben, den : 859) Freitag 1 Na soll aus dahi Valthasar, 6lur Ni. o-Rli u/,., 179 mWütnd ve Gichen, den o Ja, 627) Freit soll die der 6 Feld: und W «uf dc« Bü sinter zuvor be ^naungcn, m Atzenhain, a ^herzoglich Hol «7 8tal 1) D Mm in den 7 K«bvrn nacht tterbei 80 Stück y ne 2^5 25 Ltück ^^enliit 899) ' toerbtn f„ Ntt: »,OI «cUf 1 Sop 1 Epf Wm Wtltn H unb louti St- lifruf zur vv° circa tint Pr. dtr Koh. »lting bet «Ung for. v'ns°°gtn, delchloffkir I M mit «vdnztt unb [l'ü nicht eingehende feine glanette bube bei Aufgabe einer SßiVdje tvibuf übernommen, bie ich sofort in einzelnen und größeren Parthien, um zu räumen, unlcr Fabrikpreisen abgebe. . . Rur ächt ftinychUche Nbnkate und färben! Todes-Anzeige Statt besonderer Anzeige thcilen wir Freunden und Be-I« kannten den gestern Abend erfolgten Tod unseres lheuern Lrudcrö, ■ OnkclS »nd Schwagers des Großh. Crimiilalrichterö Hopfner mit und bitte» um stille Theilnahme. Gießen, den 26. Februar 1873. Die Angeborigeu während das Jahr 1871: 2270 Anträge mit fl. 4,680,000» Der Zugang hat sich hiernach wesentlich gesteigert. VersichernngSstand hat sich dadurch nach Abrechnung der Sterbsälle und sonstiger Löschungen pr. 31. December 1872 au Zahl der Persicheruugeu von 20,536 gehoben ans 22,278' in der Summe • • . . „ fl. 37,461,16t „ fl. 41,740,84 . Reiner Zttwacl)A im I. 1872: 1,742 Vers mit fl. 4,276,676. Sterbfälle sind 202 mit fl. 397,075. angemeldet; im Jahre 1871 waren 249 Fälle mit fl. 565,141. zu berichtigen. Tie -Sterblichkeit ist demnach bedeutend niedriger als im Vorjahre und wieder ein sehr günstiges RechnnngSergebniß zu erwarten, worüber wir nach gefertigtem Abschluß Bericht erstatte» werden. Die derzeit vertheilt werdende Dividende erreicht 34 Prozent der Prämie; von Juli ab wird dieselbe eine Erhöhung erfahren. Durch' schuittS-Dividcnde 38 Prozent der Jahresprämiel „ Die Agentur Gießen <$*• C9 entralbüreau ,vrankfurta.M-, Hut sich den ebrenmerthen Ruf erworben, alle ihr zur. Besorgung an btc Zcitungen M gebenden anonymen Inserate mit strengster Geheim altung der Namen der Olsnaii- geber in jedes gewünschte Blatt einzurücken und die hierauf eingehenden L neitortifc uncröffnet und ohne Provisionsherechnung dem anonymen Inserenten ungesgunu j» Welches Vertrauen genannte Annoncen-Expedition im Publikum genießt, beweisch Hinlänglich wo Inseratenspalten aller Zeitungen, welche täglich eine Menge von Anzelgen enthalten, worin obige Firma zur EntaegennaHme von Otfertbriefen autoignt gl. S<« KmiBioii per Flasche fl. — 42 kr.. incl. GlaS, M Cliristoly , ii II ■— 45 ii * ii ,, ]V6ouiis „ H II — •18 ii II U ,, >]s1cplic !• ft — 52 ii ff ff Ilnplcsiss „ II II — 56 H ff ff r l^aiiillac „ II II 1 —- ii ff ff Cameiisac „ H II 1 6 ,, ff ff „ 1 inrciil H II 11 1 12 ii ff If „ Bey ehe welle,, <*iseonrs „ II II II fl 1 1 24 45 ii ii ff ff ff ff Fruchtmürkte. geb, tzVaizen. Mortt. Gerste. Spelz. Hafer. (krbfcn. Linsen. Wicken. Kartoffeln. Weiß- mehl. i| sl.^' Auf dem Mai fi Mil. preis Auf dem Markt [DO L preis Aus bem Markt Mit- Auf bem Markt !Mit. preis Aus dein Markt Mil. preis •S-S 120 1 -Ms re er verk. — 2 Mit. preis Auf dein Markt Mit preis Auf bem Markt Mtt-- preis Aus Dem Markt UKll. preis pr fl. cis kl Q 05 Ö fl. n. auf; gef. oerf. fl. fv. •190 -Inv auf; 1 gef- ! verk. fl. kr. auf; i gef- 4 1 ■ । verk. fl. fr. fr. | auf; | gef- ■ 1 q. kr. •120 -Inv _]L üj kr. < auf. ' gef. J , :j verk- 4- fl. kr Di- M- M M. Dt M. M M- M. Rt. M- M- M. 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