HZinS vitrteljahrig 1 fl 12 h. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fi- 29 fr. kl Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Öit. B Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Aiessen. Samstag heil 25. Octodcr L873. Nr 250 In dem Budget des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen pro 1873 ist theils zur Verwilligung von Stipendien für den Besuch der Ackerbau* schulen zu Friedberg und Alsfeld, theils zur Verwilligung von Prämien an Lehrer des Kreises für die Leitung landwirthschaftlicher Fortbildungsschulen die Summe von 200 st. vorgesehen. Jene Prämien, welche sich bis auf 50 st. belaufen können, sind für junge, dem Kreis Gießen angebönge, Leure bestimmt, deren künftiger Beruf der Betrieb der Landwirtschaft sein wird, und die das 14. Lebensjahr zurückgelegt haben, die anderer Vorkenntuisse aber nicht bedürfen, als wie sie die Volksschule gewährt. Eltern solcher junger Leute, welche die von dem Bezirksverein in Aussicht gestellte Beihülfe in Anspruch nehmen, werden aufgcfordert, sich bis zum 13. November l. I. bei dem Unterzeichneten zu melden. Anmeldungen für Verwilligung von Prämien für Leitung von landwirthschaftlichen Fortbildungsschulen innerhalb des Kreises Gießen können brS Ende December l. I. bei dem Unterzeichneten eingereicht werden. Gießen, den 17. October 1873. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. v. R ö d e r. Winterbanfchule des Localgewerbvereins in Darmstadt. Beginn des Unterrichts am 1. Dezember I. Js. Dauer 3 Monate. Unterrichtszeit täglich von 8—12 und 1 — 5 Uhr, mit Ausnahme der Sonntage und Samstag-Nachmittage. — Unterrichtsfächer: Bauzeichnen, Freihandzeichnen, darstellende Geometrie, Bauconstruktionslehre, Rechnen, Geometrie, Anfertigung von Bauvoranschlägen, Materialienkunde, gewerbliche Buchführung und Mechanik. Das Schulgeld beträgt im Ganzen 18 fl. und wird bei Beginn des Curses vorausbezahlt. Anmeldungen wolle man baldigst „an das Bureau des Landeszewerbvereius, Nheinstraße Nr. 14 in Darmstadt," richten. —,■——mwimaimjunimurin r, — i mirr~ r 'TW'iinn'mrciM allgemeiner anjetger. Besondere Bekanntmachung Abgabe von Fichten Deck- Reisbolz. 4914) Fichten-Deck-Neisholz kann aus dem Gardenteicher Gemeindewald durch uns abgegeben werden. Garbeuteich, am 24. October 1873. Großh. Bürgermeisterei Garbenteich. Schwarz. Versteigerungen. Donnerstag den 30. October d. I-, Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dahüsi.zem -Nathhause die den Peter Bogt I Erben gehörigen Grund' stücke öffentlich meistbietend versteigert werden, als: Flur Nr. OKlftr. 5,331 u' 552 Acker am Haddersgrabeu, 86/234 341 Acker am untersten Riegel-- Pfad, 25 gg 235 Acker auf der Warthe, 25/21,3 216 Acker am Schlangenzahl, 25/1313 u' 196 Acker das.Ibst, 24,3 24/1E3 380 Acker am Leihgestcrnerweg, 3i/23 692 Ackerzwischend.Grüninger Pfad und Eldkauterweg, ^Vse 3 u- 325 Acker am Sand'kauterweg, 96a>3 Gießen, den 23. October 1873. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. (4890) Wort mann. Jughard- 4888) Die Holzhauerei- und Waldcultur- Arbeiten im Lollarer Gemeindewald für 1874 sollen Dienstag den 28. d. Mts-, Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhause dahier an den Wenigstnehmenden vergeben werden. Lollar, den 24. October 1873. Großheizogliche Bürgermeisterei Lollar. Geißler. u) Donnerstag den 30 October d. I., 2? 'Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Nathhause die zu dem Nachlaß des Ludwig Conrad S a ck gehörigen Grundstücke nochmals meistbietend versteigert werden. Gießen, den 23. Oktober 1873. Gioßlerzogliches Ortsgericht Gießen- Wortmann. Jughard. B e k a n n t in a ch 11 n g. Die Versteigerung von Frauenkleidern. Donnerstag den 30. d. Mts-, 4792) Fußbodenlack, sämmtlich Farben und Firnisse zum Fußboden' ! anstrich, sowie feinsten tiefschwarzen M ili- Itärlack, empfiehlt C- F S em ml er, Wallthorslraße. Morgens 9 Uhr, sollen auf dem Polizei-Bureau viele, meist gut und rem erhaltene Frauenkleidungsstücke — Kleider, Hemden, Strumpfe, Halstücher, Unterhosen, Unterröcke, Schürzen, Mäntel n. s. w. — an die Meistbietenden versteigert werden. Die Steigliebhaber werden hierzu eingeladen. Gießen, 21. October 1873. Großherzogliche Polizei-Verwaltung. (4864) Nover. Stnben- Kochofen. bietend versteigert werden. Gießen, den 22. October 1873. GroßherzogUches Ortsgericht Gießen. Wort mann. Jughard Kühe, 2 Schweine, sowie eine Parthie Weißkraut, Dickwurzeln und dergleichen in dessen Wohnung in der Neustadt meist- 2 vollständige Betten mit Matratzen. 1 Küchcnschrank. 1 Nachttisch. 1 Backtrog. 1 gepolsterter Bürkanstuhl. 2 Commoden. 1 Schrank. 2 Eophas. * 3 Strohstüble. III. Möbel-, Jagd- und Utensilien. 1 Bücherbrett. 2 Tische. 1 $ Dienstag den 28. Oktober 1873, T^te otte Raffer. 1 Parthie Latten. “ Vormittags 10 Uhr, z, kalte Laden. 1 Hobelbank. 1 sollen die zum Nachlaß des Lndwig Carl Parth-e alte Fenster. 2 Trcppcn. Circa Magel zu Gießen gehörigen 2 Pferd-, 3 150,000 Rus,ensteme. ,1 Parthie Bauholz. Kühe. 2 Schweine. sowie eine Parthie^ Schubkarren. 1 Cchnitzbank. 4769) Montag den 27. October l. I. sollen nachbenanute zum Nachlaß des Friedrich Schwaab zu Gießen gehörige Mobilien in dessen Hofraithe öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Bemerkt wird, daß Vormittags 10 Uhr die Pferde, Oeconomie- und zur Backstein-Fabrikation gehörige Sachen und Nachmittags 2 Uhr das Haus- gerathe vorgenommen werden. Gießen, 16. October 1873. Großherzogliches Ortsgericht Gießen W o r t m a n n I. Pferde und Wagen. 1 Burgunder Schimmel. 1 Burgunder Brauner. 1 leichter Schimmel. 1 leichter Brauner. 2 schwere Steinwagen. 2 leichte Oeconoiniewagen. 1 Jagdwagen mit Federn. 1 Schlitten. 1 zweispänniges Chaisengeschirr 1 paar Schellengeläute. Verschiedene Pferdegeschirre. 1 altes Rad. 4 Stalleimer , Mistgabeln n. s. w. 1 Slrohbank. 1 Schmierbock. II. Gcräthschaftcn zur Oecanomie und drr Backstein-Fabrikation. Baumaterial. 2 Tische. 2 Tröge. 2 Spatzen mit Gestell. 1 Kippkarren. Backstein-Fabrikations- Gernthschastm. 1 Varthie eichene 2zöllige Bohlen. J Parthie tannene 20 Fuß lange tBohlen. t Parthie Sandsteinquadern. 1 1 Sessel 1 C ssaschrank (eisern). 1 Ge- wchrschrank. 2 Jagdflinten. 1 Büchse. 1 Chassepol - Gewehr mit Hirschfänger Verschiedene Jagdgeräthschaflcn. 1 Schrank mit Schreibeinrichtung. 1 Partbie Kleider. 1 Blumengestell. 1 eiserne Bettstelle. Iülgeöotenes. \ »d)t W'fö, n x)'oex \ Vorrat . Feinste Gothaer Cervelatwurst, „ „ Trüffelwurst, im Ganzen und im Ausschnitt, empfehlen I. Busch ©6b n e. iX. Kölner hoiiihau Lotterie ,zum Ausbau drr Thürme deS Domes zu Köln.^ Ziehung am 15 Jan. 1874. HM-t-Gcld-Gcwinne: WM° 25,000 Thaler, DE" 10,000 Thaler, 5000 Thaler; ferner: 2 Mol 2000 Thlr., 5 Mal 1000 Thlr., 12 Mal 500 Thlr., 50 Mal 200 Thlr., 100 Mal WO Thlr. und noch 1200 Geldgewinne mit zusammen 30,006 Thlr.; außerdem aber noch Kunstwerke im Werthe von 20,000 < Im Ganzen 1 2 c>,OOO XbülfV. Loose zu einem Thaler pro Stück ifinb durch mich und die Herren Agenten zu beziehen. Der allmiiqe General-Aqent: B. J. Biissault i. Köln, (4897) Casinvstrasie 4'1. J. FF Fuhi'9 Sonnenstr. 104, Damen und Kinder '" stets frtfcber Füllung, ächt- Pastillen, Carlsbader Salz, Badesalze, r Jt)“men unc* Jvinccr' Mutterlaugen und sonstige Quellenproducte, empfiehlt l warmem und1 (i?60) Juiiu» w » i i »ma-G ummischuhe, sowie Winterschuhe, empfiehlt W- Ferber, Lindenplatz Feinste Gothaer Cervelatwurst und Blascnschinken (4090) empfiehlt Emil Fischbach. 519) Asphaltmastic-Dachpappe, 1870 zu Cassel prämiirt, liefert billigst Lentze's Dachpappenfabrik in Einbeck, Provinz Hannover. 4881) Ein großes Zimmer ohne Möbel ist Neustadt 97, im Nebenhaus, zu ver- miethen. Krautfaffer zu verkaufen bei C- Klemmrath (4916) Küfer. «23> Cgtosläufer, Ketten - und Bürsten - Matten , sowie Seegrasvorlagen in jeder Größe, empfiehlt M. W e i ß b ä ck e r. 4089) Panirmehl zum Backen von Cotteletten, Fischen rc. txxv Emil Fischbach. Hots-Schuhe. 4907) Schuhe von Leder mit Holzsohlen, die wegen ihrer Billigkeit und Gesundheit auf der Wiener Weltausstellung einzig mit der Verdienstmedaille prämiirt wurden, empfiehlt auf den bevorstehenden Winter in allen Größen und verschiedenen Sorten Wilh. Schmält, Neustadt. 4680) In Lit- A- 161 sind möblirte Zimmer zu vermiethen. ________________ 4903) Im Nebenhause von König's Brauerei zwei möblirte Zimmer zu vermiethen; auf Verlangen kann auch die Kost gegeben werden. 4921) Eine freundliche Stube zu vermiethen- Lit- C- 219. 4915) Möblirte Zimmer zu vermiethen- Neustadt. D- 57. 4545) Salon mit Cabinet, sowie möblirte Zimmer zu vermiethen in W e n z e l's Garten. 4843) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Asterweg Nr. 124, Parterre. 4839) Ein Famtlienlogis, bestehend aus drei Zimmern mit allen Bequemlichkeiten, ist wegzugshalber zu vermiethen. Reichensand 132. 4833) Kanzleiberg Lit. B. 68 sind ein auch zwei möblirte Zimmer an einen ruhigen Herrn zu vermiethen. 4826) Ein möblirtes Mansardenzimmer auf dem Seltersberge zu vermiethen. Bei wem? sagt die Exped- d. Bltts. 4873) Ein möblirtes freundliches Zimmer zu vermiethen. Mäusburg Lit D- Nr- 16. 4871) Eine freundliche Mansardenwohnung in der Alicenstraße ist zu vermiethen. Näheres bei Friseur Conrad, Kaplansgasse. 4126) Ein Logis von 4 Zimmern nebst Zubehör ist per 1. November zu vermiethen. N. Oppenheimer Sohn» I 4912) Glace-, Winter-, Militär- und farbige Wildleder-Handschuhe in -Auswahl bei W. Ferber, Lindenplatz. 4909) Ein Grundstück auf dem Sand ist zu verlaufen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. HmmiethMgen. 4913) Der untere und dritte Stock meines Hauses, Neue Baue 85, ist zu vermiethen^_________________Th. Wode. 4744) Lit. E. Nr. 2, Ecke der Alicen- und Frankfurter Straße, in der Bel-Etage sind zwei ineinandergehende möblirteZimmer zu vermiethen und gleich zu beziehen. 4777) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethcn bei________P h- Schlatter. 4899) Ein Logis für eine kleine Familie oder einzelne Herrn zu vermiethen bei Dr. Bindewald, Grünberger Straße. 4848) Der unterste Stock, 3 Zimmer mit Küche, freier Bleiche und sämmtüchem Zubehör ist wegen Versetzung zu vermiethen bet Georg Herb ert Wittwe. Vörlegenmtten in Gummi, Cocos und Seegras, sowie Str oh decken, empfiehlt (4927) Bürstenmacher Winter. Das gut affortilte Garnlager der Unterzeichneten empfiehlt als ganz besonders billig eine Barths 4-, 5- und 6drähtige naturellfarbige Strickwolle per Zoll-Pfund fl. 2. I. A. Busch Söhne. Krautfüsfer, frisch entleerte Weinfässer, sowie auch neue in jeder beliebigen Größe, empfiehlt (4928) Hch- Schmoll, Lindenplatz. Grste Qualität Brauermalz (4891) empfiehlt E- Pitth an, Adler. 4887) Stockfische empfiehlt I. Haggenmüller, Frankfurterstraße. 4874) Mehrere alte Fenster sind zu verkaufen bei Georg Unverzagt. 243 Klftr. Acker am Fluthgraben, 103 „ Acker am Wismarer Weg, 106 „ Wiese in den Weiden sind billig zu verkaufen. (4674) _________________F- C. Lo o s. 4509) Ein großer Haufen Mist ist billig zu verkaufen im Darmstädter Haus. 4791) Ein freundlich möblirtes Zimmer zu vermiethen. C- 225, zwei Treppen hoch. 4746) Zu vermiethen: Der untere Stock in meinem Hause A-166, Marburger Straße. Christian G- Eckel. 4331) Eine freundliche Familienwohnung im 2. Stock, sowie eine Mansardenwohnung zu vermiethen. _______G- Patz 4718) Im dritten Stock meines Hauses ist eine neu hergerichtete schörreiWohnung von fünf geräumigen Zimmern nud Zubehör zu vermitthen und sogleich zu beziehen. W- Ferber, Buchhändler. 4857) Ein möblirtes Zimmer an einen ruhigen Herrn zu vermiethen. Lit. A. 5, Marktplatz, 3 Stock. 4106) Ein Familienlogis zu vermiethen. Lit- D. 54, Neustadt. 3783) Mansarde mit Cabinet und Mansarde ohne Cabinet zu vermiethen. . Dr. Weichet, Wilhelmsstraße. Unser Laden nebst Wohnung in der Sonnenstraße ist zu vermiethen. I. A. Busch Söhne. 4886) In Lit. E- 86 (Seltersthor) ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. 4929) Ein Logis, zwei Zimmer, Küche rc-, gleich beziehbar, zu vermiethen. Neuenbäuen B. Nr. 90._______________________________ 4892) Eine möblirte Stube mit Cabinet ist zu vermiethen bei Philipp Lampus. 4930) Eine Stube mt Cabinet, möblirt oder unmöblirt, ist zu vermiethen und gleich beziehbar bei Th. Vogt- 4900) Ein möblirtes Zimmer mit oder ohne Cabinet ist zu vermiethen. Selters- 4847) Bis zum 1. November wird ein thor. Schoor rechts. E. 87. Laufmädchengesucht. Sonnenstraße B. 103. Winter-Concerte. 4898) Die Kapelle des 2. Großh. Hess. Jnfant.- Regiments (Großherzog) Nr. 116 beabsichtigt im Laufe des November und December einen Cyklus von 6 Abonnements-Concerten in dem Saale des Cafe Leib dahier zu geben und erlaubt sich, das verehrliche Publicum hiermit ganz ergebenst einzuladen. Der Preis für ein Familicnbillet beträgt 2 fl. 30 fr. und für ein Personenbillet 1 fl. 12 kr. Der Anfang der Concerte wird durch den Gießener Anzeiger bekannt gemacht. Die Subskriptionsliste ist bereits im Umlauf. Gießen, den 24. October 1873. Die Kapelle d. 2. Gr. Hess. Jnf.-Reg. (Großherzog) Nr. 116. JJWftllSSe, Kapellmeister. IVB. Die geehrten Abonnenten, welche vom 2. Abonnement der Sommer-Concerte noch 2 Concerte gut haben, werden ersucht, Ihre Karten bei diesem Abonnement zu verwenden und ist für diese der Abonnementspreis von 4 Concerten Familicnbillet 1 fl. 40 kr., Personenbillet 48 kr. 4816) Ich beehre mich hiermit die Anzeige zu machen, daß die Frankfurter LebenS-Bersicherurrgs-Gesellschaft Herrn Carl tierlipp dahier zu ihrem Agenten ernannt hat, womit ich die gleichzeitige Mittheilung verbinde, daß derselbe nunmehr auch die Prämien von den bereits bestehenden Versicherungen zu erheben und darüber zu quittiren von mir beauftragt ist. I. G. Appel, Haupt-Agent. Unter höflicher Bezugnahme an das Vorstehende, empfehle ich mich bei Aöschlüsien von Lebens-, Leibrenten-, Altersversorgungs- und Aussteuer-Versicherungen und werde ich mir hierbei pünktlichster Besorgung angelegen sein lassen. Prospecte stehen fortwährend zu Diensten. Carl Gerlipp, Kirchenplatz. Iler Circus .1. Mff wird während seines Aufenthalts hier jeden Tag große Vorstellungen geben in der höheren Reitkunst, Gymnastik, Arabischen Gruppirungen, Pferdedressur, Ballet und Italienischen Pantomimen. Die Gesellschaft besteht aus 46 Personen und 32 gut dressirten Pferden. Die Unterzeichnete vermeidet alle großsprecherischen Anpreisungen, erlaubt sich aber, das Publicum zu ersuchen, den Circus nicht mit dem vor einiger Zeit hier anwesenden amerikanischen zu verwechseln, welcher bei hohen Eintrittspreisen wenig oder gar nichts leistete. Um zahlreichen Besuch bittet Die Direktion. Der Schauplatz ist in dem dazu erbauten wafferdichten Circus auf dem Oswald'schen Garten. Morgen, Sonntag den 26. October: Anfang der 1. Vorstellung Nachmittags ü Uhr, Anfang der 2. Vorstellung Abends V2S Uhr. Preise der Plätze: Sperrsitz 48 kr. 1. Platz 30 kr. 2. Platz 18 kr. Gallerie 9 kr. ä Person. Willielm IBalser n Giessen, j Agentur )ur Beförderung von Auswanderern Ä2L vermittelst Post-Dampf- u. Scgcl-Schiffcii A Hamburg u. Bremen nach Amerika, | in Verbindung mit dem Hause B John Sättig in New vor k, Geld-, Wechsel-, Comuüssions- und Jncaffo-Geschäft. — Wechsel auf alle Plätze von Amerika, bei bricht zahlbar, zu den niedrigsten Coursen. Auszahlungen nach allen Theilen Amerikas gegen Lieferung der Original-Quittungen. Besorgung von Auskünften, Vollmachten, Erbschaften rc. _ (3976) Passagier-Beförderung mit Post-Dampf- und Segel-Schiffen zu den billigsten Preisen. WiHeetm Btalser in Giessen, Vertreter für Oäirl Et.irke St Cie. in Mainz 4926) 0 iid Ntgenschirm wurde kürz - Iid> im Club vertauscht- Man bittet um Umwrchselung bei dem Hausverwalter. Annoncen-Lrpedition G. L Daube d* Co. I Central - Vüreau: Frankfurt a. M Kcpraseiitniiteii ; in allen größeren Städten Europa'«. ^äßli'r)r birecte Exvedition aller Arten ■; von Anzeigen zu Origmalpreff^ in alle Zeitungen des In- und Auslandes. ■ Prompte und billige Bedienung. Zeitungs-Cataloge gratis u. franco. 2812) Das Annoncen - Büreau von Rudolph Mosse, vertreten durch B Heidingsfelder, W°ll,h°rstr°ße 96 in Gießen, ist für die Beförderung von Inseraten jeden Inhalts, als Empsehlungsanzergen, Aaus- und Verkaufgesuche, Stellengesuche, Familiennachrichten u. I w als besonders zuverlasfig zu empfehlen. a Für Auswanderer. M, 1094) Die Haupt-Agentnr von C. W. D i c tz am Markt in Gießen expedirt wöchentlich mehrmals mit M^SW den vorzüglichsten Dampf- und Segel-Schiffen nach allen Häfen von Amerika und Allstralien. Preise billigst, Behandlung anerkannt reell. Montag den 27 d. M., Abends 8 Uhr, findet eine Gewerb-Vereins-Versammlung auf dem Lony'schen Bier- teilet statt, wozu die Mitglieder des Vereins, sowie alle Freunde der Gewerbe und Industrie, hierdurch freundlichst ejngeladen werden. Der Vorstand des Gewerb-Bereins. Tagesordnung: 1) Vortrag des Herrn Dr. Buchner über die Ausstellung in Wien. 2) Berichterstattung dec beiden von Großherzoglichem Gewerb- Verein nach Wien gesandten Herren Bergen und Pfeil von hier, und zwar ersterer über Maschinen, letzterer über Schreiner- arbeiten und Holz-Bearbeitungs-Maschinen._______________(4877) Restauration Lahnstein. Samstag den 25. und Montag den 27. October: Großes Docal- und Jnstrumenlal-Concert, ausgeführt von der Sängergesellscbaft Heiecke aus Böhmen, bestehend aus 5 Damen unter Mitwirkung des beliebten Gesangs - Comikers Herrn Ltto v. Brandesky mit Frau vom deutschen Grand-Theater zu Amsterdam. — Anfang 7Vz Uhr. Auftreten obiger Gesellschaft auf Lony's Bierkeller Sonntag den 26. October. Anfang Nachmittags 4 Uhr. Entree 6 fr. und Abends 8 Uhr. Entröe 9 Fr. Alle Freunde der Kunst und der humoristischen geselligen Hetterkert ladet ergebenst ein B. Werminghoff Das Nähere besagen die Auschlage-Zettel. (4882) Cafe Leit». Sonntag den 26. October: Concert ä la Strauss, auSgesührt vom Musikcorps des II. Großh. Hess. Ins. - Reg. Nr. 116, unter Leitung seines Capellmeisters Herrn Krausse. (4922j Anfang 5 Uhr. Entree 12 fr. mZ Mler-Linie. Deutsche TransaU. DampsschiMhrts-^csellfchast in Hamburß V°n HamburgNewyork S? direct, ohne Zwischenhäfen anzulanfen, wird am Donnerstag den 13. November d. I. " das eiserne deutsche 3600 Tons große u. 3000 effective Pferdekraft starke Schrauben-Dampfschiff Goethe, Capt. I. A Wilfo«, expedirt. Pafsagepreise: I. CajütePr. Thl. 165, H. Cajüte Pr. Tbl. 100, Zwischendeck Pr. Thl. 55 Auskunft ertheilt die Deutsche Transatlantische DampffchifffahrtS-Gefell- schaft in Hamburg, sowie C. W- Dietz, Haupt-Agent in Gießen. Ed. Hu mann, General-Agent in Mainz. General-Agent W. Westen bürg er, Theilhaber der Firma Carl Rackv 8* Co. in Mainz, Carmeliterstraße 8. Wilh Balser in Gießen General-Agenten in New-Z)ork: jKitmeth, IVachod 4* Htlhtte, 113 Broadway. Briefe adreffire man ^Adler-Linie in Hamburg", Telegramme ^Trans» atlantic, Hamburg". 4910) Hiermit die Anzeige, daß aus der Sandkaute meines verstorbenen Schwagers Lu d wig Diaget von hente ab kein Sand verabfolgt wird. Der Vormund: Emil May. Z. Blitz, Commissimiair in Gießen, empfiehlt sich zum Abschluß von Geschäften jeder Art. Derselbe hat zu verkaufen: Geschäftshäuser, gut gehende Gastwirthschaften, mehrere Hcrrschaftshauser, kaufmännische Geschäfte diverser Branchen rc. rc. Guter verschiedener Größe, sowie mehrere Mühlen im Preise von 6000 bis 35,000 ft. können nachgewiesen werden. (4491) Darlehen von jeder beliebigen Höhe unter strengster Discretion. Allen Kranke» Kraft und Gesundheit ohne Medicin und ohne Kosten. „Revalesciere Du Barry von London.“ Allen Leidenden Gesundheit durch die vorzügliche Revalesciere du Barry, welche ohne Anwendung von Medicin und ohne Kosten sich bet den nachfolgenden Krankheiten bewährt: Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen-, und Nierenleiden, Tuberculose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöe, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Vlutaufstetgen, Ohrensausen, Uebdteit utib Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, AbmygeMrg., Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — Auszug aus 80,000 Certificaten übei^en^uHgwy die aller Medicin widerstanden: ™ Certificat Nr. 73,670 Wien, 13. Apnl 1872. Es sind nunmehr sieben Monate, daß ich-mich in ttost losem Zudande befand. Ich litt an Brustübel und Nervenleiden, so daß itz von Tag zu Tgg zusehends schwand > nd demzufolge längere Zeit im Studiren gestört wurde. Ich hörte von Ihrer wundervollen Ilevalesciere, machte davon Gebrauch und kann Sie^ versichern, daß ich durch den einmonatlichen Genuß Ihrer nahrhaften und dekicate« Revaeseiero mich vollkommen gesund und gestärkt fühle, so daß ich, ohne im Geringsten lzu zittern, die Feder führen kann- Ich sehe mich veranlaßt, allen Leidenden dieses, verhaltmßmaßig sehr billige und schmackhafte Nahrungsmittel als beste Arznei anzuentpfth len und verbletbe Ihr ergebener Gabriel Teschner, Hörer der öffentl- höheren Handelslehranstalt. Certificat Nr. 73 968. ' Mitrowitz, 30. April 1871. Dank dem vortrefflichen Farina ist meine Schwester, die an nervöser Kopfkrank- bJt und Schlaflosigkeit gelitten hat, nach Verbrauch von 3 Pfund am Wege der guten Besserung. Zugleich erlaube ich mir. Sie höflichst zu bitten, mir gegen Postnachnahme 1 Pfund Revalesciere gewöhnlicher Sorte nebst ausführlicher Gebrauchsanweisung des Farina bei Kindern von 8 Wochen zukommen zu lassen. Mit aller Achtung Nicolaus G- Kostits. Certificat Nr. 73,70'1 Prilep. Post Holleschau in Mähren. 7. Mai 1871. Jude n mir schon die von Ihnen längst bezogene Revalesciere du Barry ausging und für meine Magenschwäche und Unvecdaultchkeit ein gutes und wirksames Mittel ist, so ersuche ich Sie höflichst, mir noch von der echten Revalesciere 2 Pfund gegen Nachnahme so bald als möglich zu übersenden. Achtungsvoll ergebenst Josef Rah aczek, Förster- Nahrhafter als Fleisch, erspart die Revalesciere bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen. In Blechbüchsen von '/> Pfund 18 Sgr., 1 Pfund 1 Thlr. 5 Sgr., 2 Pfund 1 Thlr. 27 Sgr., 5 Pfund 4 Thlr. 20 Sgr-, 12 Pfund 9 Thlr. 15 Sgr-, 24 Pfund 18 Thlr. — Revalesciere Biscuiten : Büchsen ä 1 Thlr. 5 Sgr. und 1 Thlr 27 Sgr., — Revalesciere Cliocolat<$e in Pulver für 12 Tassen 18 Sgr-, 24 Tassen 1 Thlr. 5 Sgr., 48 Tassen 1 Thlr. 27 Sgr., 120 Tassen 4 Thlr. 20 Sgr., 288 Tassen 9 Thlr. 15 Sgr., 57b Tassen 18 Thlr.; in Tabletten für 12 Tassen 18 Sgr., 24 Tassen 1 Thlr. 5 Sgr., 48 Tassen 1 Thlr. 27 Sgr. — Zu beziehen durch Barry du Barry & Eomp. in Berlin, 178 Friedrichsstraße, und in allen Städten bei guten Apothekern, Droguen-, Specerei- und Delicatessenbändlern. In Gießen bei Müller L Schwager. (2036) Markt. Mittwoch dcn 29. Oktober. Tanzmusik im Promtnadesiaug. 4906) Hiermit beehre ich mich ergebenst anzuzeigen, daß ich hier ein Schirmge schäft eröffnet habe, und empfehle ich alle Sorten Schirme zu den billigsten Preisen. Reparaturen und Ueberziehungen werden schnell und billigst gemacht. W. Keller, Lindenplatz Nr. 243. 4904) Weißzeug jeder Art, Weiß- und Bunt-Stickerei wird bestens gearbeitet in Lit. D. 39, Marktstraße, 3. Stock. 24) Flechtcnkranke und Brust leidende finden noch in den hartnäckigsten Fällen Heilung durch Dr. Jochheitn in Darmstadt. Elisabethen - Strasse 1. (Gas Inhalationen ! Prospccstus gratis.) 4880) Das mit polizeilicher Genehmigung zur Ausloosung kommende Cylinder- Büreau ist im Laden des Herrn Tapezierers Bepler (Sonnmstraße) ausgestellt. Loose ä 30 fr. sind durch D^enstmann Heil zu haben. 3588) Getragene Kleider, Stiefel, Betten und andere abgelegte Gegenstände kauft und verkauft Meyer Rothenberger. Briefe an Louis Rothenberger, Neuenweg 193, zu adressiren. 4684) Unterzeichnete empfiehlt sich im Ausbcssern und Verändern von allen Arten Pelzwaaren, sowie auch im Waschen von weißen Pclzgegcu ständen. — Bestellungen aus ganz neue Garnituren werden auf das Geschmackvollste und Billigste auSgesührt. Katharina B e l z , . wohnhaft bei Herrn Musiklehrcr Geller auf dem Reichensand. 4510) Rein gehaltene Bier- und Charn- pagnerflaschcn werden fortwährend angekaufl von L. Textor im-Darmstädter Haus. Schneidergesellen (4827) sucht I Becker, Asterweg. 3590) Lumpen und Knochen, sowie Metalle, kauft M e.y e r Rothe n. berge r, Neuenweg 193_____' Sofort sucht ein junger Mann, in Bureau- und Eomvtoirarbeuen erfahren, passende Stelle. Offerten sub Chiffre 137 besorgt die Annoncen- ! General - Agentur von Nudolph Moffe, B- Heidingsfelder, hier. (49171 4919) (gin Lehrling mit guten Vorkenntn ssen in ein lebhaftes Eisen- und Colonialwaaren-Geschäft bei günstiaen Bedingungen gesucht. 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') 3ns Hkmisihm Laboi vi-ötigk« Uttbc ! ^tlknbartihl' lmzn A | Die Scmbinat 1 FackkMH, [ Zksührte chemii Medicin b ! 8'stellt: ,Nir , 6s 6< *riWltt Itnb .tn de« Iveitestcn "^>cncn Uttbt J eine mit ein(l otiu9lid)cn Mit für bfixtn. - U\\ W ,n t Dpc" Md Sergeant dm .usainmenbiaL Soldaten unD zu Hülfe M Laten von Neu Regiment zu beenden- wMA untnM ein!' eine« Provinz' und feinem 4°' kaum ziehen, benamfet, w°' Liebenden. D sagen die erste atltenb zu mc >u Mchmer4 Platz regelmäßi sah ruhig und ren, oder gar d lassung gegeben. Dunois, Fräul tisch: ffHier we Mortimer hatte hintvarf und da die ibnhne, add den hinter - Sui der Gras aus luden, sagte ei Jagd, die nidi zettost mit ml meinen Schlvac - Dai Wft Die« der Lntschctdun richteten Petitii zezcichuet wurd> auestckr, ist Unionen, die 1i°iz ML rva 'diesen ien wohl vor »bject und toi gestohlen, vmilich von d Aussteller betr Medaille, der auS. der (Dl ^chig mb AriMtz >rZ:L erwartet. ein ein b-ll-g. ?, 113 rans- Oberhessen 72 Amerik. slraße. : tritt ein \ G. L Daube it Co CD jvi a's- gewünschte Auskunft gratis und franco ertheilt. (6241) Meine Niederlage davon in dec Expedit ion des Gießener Anzeigers empfehle ich Johann Maria Farina in Köln- Redactton, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gie§-n. .ent in stacke Mg' ’rtu»c0' and- >gel starke n 11.35, efells . Actieu. po/o östr. F. St. E. B. 32 Lombard. Bahn 158♦ /g Ludwigsh. Bexbach 180 Maxbahn 1283/4 Bayer. Ostbahn 1117/ö Rhein-Nahebahn-Aot. — Hess. Ludwigsb.-Act. 147 Bonds 1881r 1011/< n 1882r 9hVz ' „ 1885r 991/z „ 1887r 101 ) In Betreff der Bezugsquelle verweisen wir auf den Jnseratentheil dieser Zeitung. D. Red. Den 19. October. Dem Bürger und Buchdruckereibesitzer, Eduard Ottmann, Sohn, Karl Wilhelm Maximilian, geboren den 12. October. Denselben. Dem Bürger und städtischen Polizeidiener, Johann Peter Egly, Sohn, Ludwig Karl Christian Maximilian, geboren den 29. September. Beerdigte Adam Jung aus Endbach, Kreis Biedenkopf, alt 21 I. Ludwig Karl Magel, Bürger und Fuhrmann dahier, alt den 17. October. Den 18. October, gestorben den 17. October. Den 19. October. 43 I. 1 M. 5 T., gestorben Den 20. October. Briefkasten. Leise Anfrage Staufenberg. Für Ihre Großmuth bestens dankend, müssen wir Sie trotzdem ersuchen, Ihre Marken innerbalb 8 Tagen bei uns abzuholen, andernfalls wir den Betrag derselben einer hiesigen Waisenbüchse übermachen. Für den angedrohten anderweitigen Verlust werden wir uns zu trösten wissen. der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Sonntag den 26. October: Morgens: Pfarrer Dr. Seel. (Der Vormittags-Gottesdienst fängt um V210 Uhr wieder an.) Nachmittags: Pfarrer Landmann. (Künftigen Sonntag, den 2. November: Feier des heiligen Abendmahls.) Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 26. October bis 1. November 1873 besorgt Pfarrer Dr. Seel. Auszug aus dm Kirchenbüchern der Stadt Gießen Evangelische Gemeinde. Kopulirte. Vermischtes. — Zwischen Soldaten und Postillonen hat in Berlin am 13. Oct. Abends gegen i/211 Uhr in der Oranienburgerstraße ein arger Exceß Statt gefunden. Vier Artilleristen, unter ihnen ein Sergeant, waren nämlich die genannte Straße mit gezogenem Seitengewehr herabgekommen und hatten Vorübergehende insultirt. Von den vor dem Posthof stehenden Postillonen Köppcn und Runge auf das Ungebührliche ihres Benehmens aufmerksam gemacht, schlug der Sergeant den Koppen sofort über den Arm und dann über den Kopf, so daß der Geschlagene zusammenbrach. In Folge dessen entspann sich sofort eine furchtbare Prügelei zwischen den Soldaten und den Postillonen, die ihrem Kameraden mit Mistgabeln und Besenstielen bewaffnet, zu Hülfe eilten und drei Seitengewehre nebst Mütze als Siegestrophäe davontrugen. Die Soldaten ergriffen die Flucht und holten sich Succurs aus der Artillerie-Caserne, worauf die Schlägerei von Neuem anfing. Eine zahlreiche Polizeimacht so wie drei Patrouillen vom 2. Garde- Regiment zu Fuß mit scharf geladenem Gewehr vermochten erst gegen 1 Uhr den Scandal zu beenden. Verletzungen zum Theil erheblicher Art, sind auf beiden Seiten vorgekommen. Von den Artilleristen soll der eine, der N. Fr. Z. zufolge, bereits seinen Wunden erlegen sein. — (Ein theatralisches Intermezzo.) Der Schauspieler K., erster Held und Liebhaber unterhielt ein zärtliches Verhältniß mit der ersten Liebhaberin Fräulein M., Beide engagirt bei einem Provinzialtheater. K. war im Besitze eines Hundes, der ein kluges gelehrtes Thier war und seinem Herrn auf allen Wegen folgte. „Er konnte tanzen, Sckildwacht stehen, den Schubkarren ziehen, ins Waffer gehen, und Alles Dieses aus dem Grunde!" Dieser Hund, Mortimer benamset, war der stumme Zeuge von so manchem zärtlichen Stelldichein zwischen den beiden Liebenden. Da K. bei dem Theater, wo er engagirt war, die tüchtigste Kraft war, und so zu sagen die erste Geige spielte und der Director nicht leicht versuchte, seine Autorität gegen ihn geltend zu machen, so nahm K. seinen Mortimer mit zur Probe und Vorstellung, doch sei es zu Mortimers Ehre gesagt, daß sich das kluge Thier sehr anständig betrug; es nahm seinen Platz regelmäßig während der Dauer des Spiels zwischen der ersten und zweiten Conltsse ein, sah ruhig und unverwandt dem Spiele zu und hatte noch nie und nimmer durch Bellen, Knurren, oder gar durch unbefugtes Erscheinen auf der Bühne zu Klagen oder Störungen Veranlassung gegeben. Da wurde eines Tages die Jungfrau von Orleans gegeben, K. spielte den Dunois, Fräulein M. die Johanna! In der Anklagescene der Johanna rief Dunois pathetisch: „Hier werfe ich meinen Ritterhandschuh hin, wer wagt's, sie eine Schuldige zu nennen?!" Mortimer hatte bis dahin ruhig an seinem Platze gelegen, als aber sein Herr den Handschuh hinwarf und dabei zufällig sein Blick die Coulissc streifte, wo Mortimer saß, sprang dieser auf die Bühne, apportirtc zierlichst den Handschuh und stand nun, denselben im Maule haltend und auf den Hinterfüßen stehend, seinem Herrn gegenüber! Natürlich mußte der Vorhang fallen! — Eine nicht üble Annecdote erzählt „Uestökös" vom Grafen Emanuel Andrassy. Als der Graf aus dem südlichen Asien zurückgekehrt war und seine Freunde ihn zu einer Jagd einluden, sagte er: „Bah, meine Freunde, ich bin jetzt so gewohnt, auf Tiger zu jagen, daß eine Jagd, die nicht lebensgefährlich, kein Interesse mehr für mich hat." „Nun, dann kannst Du getrost mit mir kommen," versetzte einer der Jäger, „denn ich habe gestern erst auf der Jagd meinen Schwager angeschossen." — Das Deficit der Wiener Weltausstellung wird auf 12 — 14 Millionen Gulden geschätzt. Die Beschwerden der Wiener Aussteller aller Länder über das Verfahren der Jury bei der Entscheidung über die Prämien-Verleihungen haben in einer an den Erzherzog Rainer gerichteten Petition ihren Ausdruck gefunden. Die Petition führt u. A. 7 Firmen auf, die ausgezeichnet wurden, ohne ausgestellt zu haben, die Zahl der Verleihungen von Prämien an Nichtaussteller, ist aber ungleich größer. Fast in alle Länder kamen Diplome und Medaillen für Personen, die gar nicht ausgestellt hatten, von welchen allerdings die Wenigsten ehrlich und stolz genug waren, gegen die unverhoffte und unverdiente Ehre zu protestiren. An Drasiik mit diesen Erempeln wunderbarer Jury-Gerechtigkeit wetteifert aus der unzählbaren Fülle der anderen wohl vor Allem das folgende: Ein Aussteller stahl seinem Concurrenten das AuSstellungs- object und wies es der Jury als sein eigenes vor, doch noch selben Tages entdeckte die Polizei daS gestohlene Object, gab es dem Eigenthümer wieder, verhaftete den Dieb und setzte die Jury amtlich von dem Vorgcfallencn in Kenntniß, damit sie den Bestohlenen und nicht den Dieb als Aussteller betrachte. Doch das machte den hohen Areopag nicht irre, der Dieb erhielt eine Medaille, der Bestohlene aber, der Erzeuger und Aussteller des prämiirten Objects, ging leer aus. Annoncen-Expkdition an alle Zeitungen des In- uud Auslandes, Centralbüreau: Frankfurt a. M., beehren sich hiermit anzuzeigen, daß sie ihre Haupt-Agentur für Gießen nunmehr dem Herrn 1j. Halberstadt In den Neuen-Bäuen übertragen haben und daß derselbe Inserate jeder Art für alle Zeitungen der Welt, Fachzeitschriften, Kalender, Coursbücher ic. unter denselben Bedingungen wie das Centralbüreau entgegennimmt und prompt befördert, sowie Zeitungskataloge, Jnsertionstarife und jede Actieu, Frankf. Bank 146 Frankf. Vereins-Kasse 873/8 Darmst. Bankact. 3691 2 Rheinische Hyp.-Bank 100 Wien Bankactien 960 Oest. Creditact. 214 Galizien — Anleliensloose» Darmstädter fl. 50Loose 213 n n 25 „ - Kurh. 40 Thlr. Loose 69*/g Nassau 25 fl. 46 Braunschweiger 21 3« 0 Oldenburg, ä 40Thlr. 371/, 4°/0 bayr Präin.-Anl. — 4°/q badische Loose 109 Badische fl. 35 Loose — Oestr. fl. 250 v. 1854 85 1858r Prioritätsloose 188 1860r Loose 89 Vz I1864r „ 143'/z__________ Aecht kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. Getaufte. Den 18. Oct ob er. Dem Bergmeister Alexander Schultz aus Lünen bet Dortmund, eine Tochter, Marie, geboren den 8. September. Christiane Johannette Marx, geborene Berg, des Bürgers und Zimmermeisters, Konrad Marx, Ehefrau, alt 32 I 10 M. 14 T., gestorben den Arten üi und ten machten gestern einen Ausfall aus Cartagena, wurden aber zurückge-mann zu Laubtngen, Provinz Sachsen, ehelicher Sohn; und Mathilde Karoline Louise drängt. Wie verlautet, wird das Regierungs-Geschwader heute vor Cartagena -u Wittenburg in Mecklenburg- id man, [ oml'icben | Denselben. Dem Bürger und Weißbinder, Christian Löber, ein Sohn, August, geboren den 3- October. Denselben. Dem Bürger und Gerbermeister, Ludwig Lotz, ein Sohn, Karl Martin Justus Theodor, geboren den 6. September. Denselben. Dem Bahnarbeiter an der Main-Weser-Bahn dahier, Konrad Günther, eine Tochter, Anna Louise Christiane Georgine, geboren den 22 September. Denselben. Dem Bürger und Flurschützen, Philipp Dörr, ein Sohn, Georg Adam Martin, geboren den 21. September. Denselben. Dem Zugführer an der Cöln-Gießener - Bahn dahier, Peter Rörig ans Hüttenhofen, Kreis Altenkirchen, eine Tochter, Emma Wilhelmine Katharine, geboren den 30. September. Den 23. October. Dem Bürger und Gastwirth im Einhorn, Justus Müller, ein Sohn, Justus Karl Stephan Theodor Ludwig, geboren den 7. September. Den 24- October. Dem Bremser an der Main-Weser-Bahn, Karl Hempel, ein Sohn, Robert Ludwig Karl, geboren den 7. October. Denselben. Dem Lademeister an der Main-Weser-Bahn dahier, Theodor Wächtler aus Jülich, eine Tochter, Pauline, geboren den 13. October. 19. October. Den 21. October. Johannette Katharine Beppler, geborene Frech, hinterlassene Wittwe des Bürgers und Metzgermeisters, Georg Beppler, alt 80 I. 3 M. 2 T°, gestorben den 19. Oktober. Den 22. October. Adam Amend, Cigarrenarbetter in Reichelsheim, Kreis Friedberg, aus Krofdorf, alt 37 I., gestorben den 19. October. Denselben. Anna Elisabeth« Baum geborene Speier, hinterlassene Wittwe des Criminalgerichtsdieners, Heinrich Baum, alt 74 I. 21 T., gestorben den 20. Octbr. Denselben N. Benner, ungetauft verstorbener Sohn des Ortsbürgers in Alt-Buseck und Arbeiters dahier, Philipp Benner des Dritten, alt 3 Stunden, gestorben den 21. October. i fleischt ’ । ML- |i ntag | itlaufen. | id Osst-1 M tinj11 diltet k ilifr - | $en 23. October. Karl Martin Christian Johann Matthäus Konrad Weidig, Bürger und Bierbrauer dahier, des hiesigen Bürgers und Bierbrauereibesitzers und Mitglieds des Schulvorstands, Andreas Weidig 111., ehelicher Sohn; und Auguste Christine Katharine Burckhardt, des hiesigen Bürgers und Schlossermetsters, Karl Burckhardt, eheliche Tochter Denselben. Karl Bräuer, heimathsberecktigt in Mandeln, Kreis Dillenburg und Bahnarbeiter dahier, des Ackermanns in Mandeln, Gottfried Bräuer 11, ehelicher! Sohn; und Anna Gertrude Sauer, des Ortsbürgers und Weißbinders in Untersimtshausen, Amtsgerichts Wetter, Peter Sauer, eheliche Tochter. ...................... ... _OT.________v.„ _____ — Den 24. October. Karl Andreas Bachmann, Bremser-Diätar an der Main- zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 fr. per Glas gehorsamst Weser-Bahn dahier, des Bürgers und Tischlers, Christian Friedrich Fürchtegott Bach- Johann Maria Farina in Köln. *** Ein vereideter Chemiker, der Director des polytechnischen Instituts und chemischen Laboratoriums zu Breslau, Dr. Th. Werner, giebt ein für die Wissenschaft büchst wichtiges Urthcil über Dr. Tiedemann s chinesische Pen-tsrw-Präparate für Geschwächte (Ne- dactionsartikel d. Brcsl. Jnt.^Bl.) dahin ab: „Wohl selten hat ein Heilmittel in Verhältnis mäßig kurzer Zeit einen so großen Ruf erlangt, wie „Dr. L. Tiedemann's Elixir und Balsam." — Die Eombination ist tief durchdacht; Zusammensetzung und Zubereitung zeugen von großer Fackkenntniß. Der Preis muß als mäßig bezeichnet werden. — Die von mir persönlich aus- geführte chemische Analyse bestätigt, was hervorragende Männer der Wiffenschaft und Autoritäten der Medicin bereits durch ihren übereinstimmenden Ausspruch in Bezug auf die Wirkung fest- gestellt: „Wir haben ein rationelleres, besseres und sicherer wirkendes Mittel nicht kennen gelernt." Es bedarf meinerseits wohl nur dieses Hinweises, um alle Hülfesuchenden auf die Tragweite und Bedeutung der Dr. Tiedemann'schen Heilmittel aufmerksam zu machen und solche tn den weitesten Kreisen zu empfehlen." — Die von allen Seiten so entschieden günstig ausge- zvihor. | sprochenen Urtheile^ sowohl der Presse, wie auch seitens Autoritäten der Medicin dürften wohl ---- I in der That eine Bürgschaft dafür sein, daß wir es bter mit keinem modernen Sclnvindelprodukt, Dirß ZU l sondern mit einem rationellen Heilmittel zu thun haben und möchten wir dem Erfinder dieser 185- 1 vorzüglichen Mittel *) nur wünschen, daß sein Mühen und Streben für die Wissenschaft auch j segensreich für ihn selber und für alle Kreise der leidenden und hülfesuchenden Menschheit rm em er |-------- je irgend- WM äft bei die Aw studolph tn. nach der t ju den BörsennachrichkD. 24. October 1873. Preuss. 4V2° u Oblig. — Frankf. 3V2°/o Oblig. 861 4 Nass. 31/2° 0 Obi. 92-/2 Kurhess. 4<1,0 „ — Gr. Hess. 5°/q Obi. — „ » 40/0 „ 99V« n n 31/3% » 97 Bayer. 5% „ — , 41 /a0/0 1jährige 101 (4 „ 40 0 1jährige — Würtemb. 41/2°/o Obi. 100 Baden 41/2°/o ObL c. E. L. 100 Oesterr. Silberrente 64 „ Papierrente 60 Spanier, neuest. 3% 17*/^ Wechsel. Amsterdam k. 3. 983/8 Augsburg k. S. 100 Berlin k. S 1047/a Bremen k. 8. 105% Brüssel k. 8. 933/g Hamburg k. 8. 1051/8 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1185/8 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 93i/2 Wien k. 8. 103 ditto m. 8. 1035/tz ditto 1. 8. 103 Disconto 4 °o Goldsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 n doppelte 9 36—38 Hol), fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . 5 34-36 20 Frankenst. 9 21—22 Engi. Sover. 11 50-52 Russ. Imper. 9 41-43 Dollar in Gold 2 25‘/2— 2G«/S Prioritäten. 30/0 östr. Stsb.-Prior. 603,8 3O/o östr e. Lombard — 3% Livorneser 32 50/v Toscaner 52 5°/o Elisabeth.-Prior. 917/- do. II. Emiss. — 2 stadt wui tinen tool)L Waltung die hat die Heil Sin M |(ir Bureau bei 5 nommen w unter chili „ D Bureau D^ im W Ne und 8ntogm. Aeilage zu Ar. 250 des Kietzener Anzeigers. «— - -Mim ■„-/_!jm■-iibtuiii iwi*''?i0 .:,3it'K*5S5jB8Hi8l®B88SMBB8BKMBD8&5®&^