5*11. t:« Ä*r 'm-1“ t!l“" t J"®’ i» " bQs & ?'W(l L,n Schs.j ^Mlten u (M qe; ,cC5 Ulllvill^- bo^es 3))n?re mb bi< ^kbrnci W‘ EW Leitung, n ^°rgen- unt, 1 Beilage. mBnlmr Cours- tfien - Ufbcrfiditcn lte lind Kritiken über Korrespondenzen w finnige Leitartikel - mspondmzen - Hof- ltten - Berichte über Theaters in seinen wattiges Feuilleton. " tthM auf Hrift-- WtHiiion her Zeün^ Mts Urtext M reu 2 Thlr. 20 Sgl- Probenummern Velin Berlin. uftmunid bed Innen nl^rzeichnelen Boden Gemeinde-, Kirchen ifien zugelassen. •ir für die Provinz land io Ctoei 3janbbriefe beaiijW redithanh 1U dchlldiii sich i|0”’ ;e ue leibauie *»<1^* rf 6 A w2>>/ ^frWWaL_ ritt J k „steilen Genuß.' ei° nnen 'euene burj m ß^fm2nZotiellf« 15 auf * - - L IDOOI! di pöG v t>M ,uT U, to * 3« Amt fieber Theit. Großherzogliches Landwehr-Bezirks-Commando Gießen. Gießen, den 20. September 1873. Bekanntmachung. Die diesjährigen Herbst-Control-Versammlungen im Kreise Gießen werden, wie folgt, abgehaltm werden: I. Zu LaugGöus den 6. October, Vormittags 7*/2 Uhr, an dem Bahnhof. Hierzu gehören die Orte: Mendorf a. d. Lahn, Eberstadt mit Arnsburg, Groß-Linden, Grüningen, Holzheim, Kleiil-Linden, Lang-Göns, II. 3 ii LoLlur den 6. October, Nachmittags 121/» Uhr, auf dem Turnplatz. Leihgestern und Ober-Hörgern. Hierzu gc )°renOrte Alt-Buseck, Bersrod, Beuern, Danbringen, Groß-Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg, Treis a. d. Lumda, Trohe und Wieseck. III. Zu Greften den 7. Oktober, Vormittags 7*/2 Uhr, im Oswalb'schen Garten für fämmtliche Mannschaften der Infanterie und Vormittags 9 Uhr für fämmtliche Mannschaften der übrigen Waffen- gattungen der Stadt Gießen und Heuchelheim, mit 'ven dazu gehörigen Mühlen und Höfen. tv. Zu Li eilen 7. Oktober, Nachmittags 1 Uhr, an dem Bahnhofe. Hierzu gehören die Orte : „ , , , t , om- » . Albach, Annerod, Burkhardsfelden, Dorf-Gill und Hof-Gill, Ettingshausen, Garbentecch, Hattenrod, Hausen, Lich, Munster, Nieder- Bessingen, Ober-Bessingen, Oppenrod, Reiskirchen, Steinbach, Watzenborn mit Steinberg und Winnerod. Ee haben aus diesen Orlftbasten zur bestimmten Stunde sämmlliche im betreffenden Bezirke wohnenden bcnrlaubten Militärs aller Waffen des Deutschen Reichs zu erscheinen, welche zur Reserve und Landwehr gehören, zur Disposition der Truppen- theile beurlaubt oder zur Disposition der Ersatz - Behörden entlassen sind. Die Ersatz-Reservisten haben nicht zu erscheinen. Die ohne Entschuldigung fehlenden Mannschaften haben die gesetzliche «träfe zu erwarten. Schließlich wird noch bemerkt, daß die Leute mit dem Militär-Paß und Führuugs-Altest versehen, in bürgerlicher Kleidung zu er- scheinen haben und vor Beginn der Control-Bersammiung Schirme, Stecke und Pfeifen abzulegen sind. Franck, Major und Bezirks - Commaudeur. Beta n n lmach u n g- In dem Voranschlag des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen pro 1873 ist der Betrag von 100 fl. vorgesehen für Verwilligung von Subventionen an junge Hufschmiede, welche sich an dem am 10. November l. I üi der hiesigen Veterinär-Anstalt beginnenden Unterricht im Hufbeschlag beiheiligen. Bewerber um eine derartige Subvention wollen sich unter Vorlage einer Bescheinigung des Borstandes der gedachten Anstalt über den erfolgreich stattgehabten Besuch dieses Unterrichts an den Unterzeichneten wenden. , i/a.f Gießen den 22. September 1873. Der Direktor des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen: v. N ö d e r. __________ - - - Betreffend: Unterricht im Hufbefchlag 1873. Der Unterricht im Hufbeschlag für junge Schmiede pro 1873 an der Großh. Veterinär-Anstalt zu Gießen soll am Montag den 10. November d. I. beginnen und wird sich au die Dauer von ungefähr fünf Wochen erstrecken. Junge Schini.de aus Oberhessen, welche an demselben Theil nehmen wollen, haben stch zeitig bei unterzeichnetem Präsidium schriftlich anzumeldcn und der Anmeldung Zeugnisse über erworbeiie Schulkenntnisfe, bestaiideue Lehrzeit und gutes Betragen foivohl, als auch über die Mittel zu ihrem Unterhalt in Gießen Unterricht selbst wird unentgeltlich ertheilt; dagegen haben die Theil,ikhmer an demselben für ihren Unterhalt selbst zu sorgen. Unbemittelt« müssen sich mit Unterstützungsgesucheu an die betreffenden landwtrthschafllichen Bezirksvereine oder die Gemeinden wenden, da Seitens des ProvmzialvereinL für solche Unterstützungen keine Mittel verwilligt sind. , Kriedelhausen bei Lollar, am 18. September 1873. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen: Adalbert, Freiherr von Nordeck zur Rabenau. Politischer Th eit. Dcutfcfjfanö. Darmstadt, 21. September. Der Zusammentritt der ersten Kammer zur Verathuug und Beschlußfassung über die derselben vorliegenden Gegenstände (Budget, Verwaltungsgesetze, Gesetz über das Volksschulwesen) ist auf Anfang October in Aussicht genommen. Die Anberaumung des Sitzungstages und der Tages-Ordnung erfolgt demnächst- Darmstadt, 22. Septembr. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben am 15. [. Mts. den Secretär bei dem Besirksstrafgcricht Darmstadt, Theodor Zimmermann, zum Secretär bei dem Hosgerichte der Provinz Starkenburg zu ernennen geruht. Darmstadt, 23. September. Die außerordentliche Landessynode erledigte gestern bei fortgesetzter Berathung des Verfassungsentwurss die §§ 32 bis 55 des Entwurfs; der Berathung wurde auch dieses Mal unter Zustimmung der Vertreter des Kirchenregimeuts der Ausschußentwurf zu Grunde gelegt. Die Paragraphen 32 (Zusammensetzung des Kirchenvorstaudes aus Geistlichen und Kirchenvorsteheru), 33 (Vorsitz in dem Kirchenvorstande), 34 (Zahl der Kirchenvorsteher zwischen 4 und 12 nach Bestimmung des Dekanatsaus- ausschusses), 35 (Wahl der Kircheuvorstcher in Kirchengemeinden, die aus mehreren Orten besteben), 36 (Kirchenvorstände für einzelne solcher mehreren Orte, die eigenes Vermögen besitzen) und 37 (Wahl der Kirckenvorsteher durch die Gcmecudevertretung auf 6 Jahre; Ausscheide» der Hälfte derselben nach je 3 Jahren) wurde theils unverändert thecls mit geringen Modificationcn ange- hier, deren Geschäfte zumeist von hiesigen renommirten Handlungshäusern besorgt werden. Kassel, 22. September. Die Nachricht von einer das kurfürstliche Fideicommiß--Vermögen betreffenden Uebereinkunft der Agnaten mit Preußen hat eine aus Horzowitz vom 10. September datirte, dem „N. Kass. Anz." zur Veröffentlichung übersandte Kundgebung des Ex-Kurfürsten hervorgerufen, welche einen Protest gegen alle nicht vom principiellen Rechtsboden ans geführte Verhandlungen in dieser Richtung enthält und deren Schluß folgendermaßen lautet: „Es ist ein hohes und gewichtiges Interesse, daß die Ehre des kurfürstlichen Hauses nicht länger durch Gerüchte beeinträchtigt werde, denen zufolge die politischen Rechte desselben zum Gegenstand eines unwürdigen Marktens herabgesunken wären. An die fürstliche Ehrenhaftigkeit meiner Agnaten wende ich mich daher, wenn ich sie wiederholt auffordere, klar und offen entgegen diesen Gerüchten Stellung zu nehmen, und auf das Schmerzlichste muß ich es bedauern, daß mich neuere Nachrichten befürchten lassen, es sei zum Theil durch wirkliche Vereinbarung dies schon unmöglich geworden. Wenn und soweit dies der Fall sein sollte, sehe ich mich daher in meiner Eigenschaft als Chef des Kurhauses zugleich genöthigt, jede ohne mein Wissen und meinen Willen gepflogene Verhandlung und getroffene Vereinbarung seitens eines Prinzen meines Hauses mit der dermaligen usurpatorischen Regierung des Kursür- stenthums, eben so sehr für eine schwere Verletzung der ihm in seiner Stellung gezogenen Schranken, wie im Interesse der Ehre und des Rechts des Kurhau- / ' ----- vmv whuvvu Ulli | V lllll/l, als sonst beim Schweigen derselben der Landtag sich veranlaßt sehen würde, die Scche selbst ohne jeden Aufschub in die Hand zu nehmen. (N. Fr. Ztg.) Berlin, 22. September. Wie man sagt, soll demnächst in allen deutschen Münzstätten mit der Prägung von Silbermünzen nach dem neuen Münzgesetz vorgegangen werden, und dürfte dann wohl die Ausprägung der Goldmünzen etwas eingeschränkt, wenn nicht vielleicht auf einige Zeit ganz eingestellt werden. Wahl der kirchlichen Gemeindevertretung stimmberechtigten Männern, die 30 Jahre alt sind und einen ehrbaren Lebenswandel führen. Ein Antrag der Ausschußminorität verlangt: Stimmfähigkeit bei den Wahlen der kirchlichen Gemeindevertretung, Zurücklegung des 40. Lebensjahres, gutes Gerücht in der Gemeinde als ehrbarer, gottesfürchtiger Mann, sowie Nichtvernachläisigung der Bethätigung der kirchlichen Gemeinschaft durch beharrliche Fernhaltung vom Gottesdienst oder Abendmahle. Ein Antrag Wasserschleben und Genossen wollte die Wählbarkeit in den Kirchenvorstand an dieselben Voraussetzungen wie die der in die Gemeindevertretung geknüpft wissen (d. i. Zurücklegung des 30. Jahres, ehrbarer Lebenswandel, bewährter kirchlicher Sinn). Die Regierungs- Vorlage wurde indessen gegen 11, der Antrag der Ausschußmajorität gegen 12 Stimmen abgelehnt, während der Antrag der Ausschußminorität — abgesehen von der Bestimmung über das Alter, worüber Abstimmung Vorbehalten blieb — Stimmengleichheit (26 gegen 26 Stimmen) erhielt. In Folge dessen wird heute über diesen letzteren Antrag nochmals abgestimmt werden und kam gestern der Antrag Wasserschleben nicht zur Abstimmung. Die Berathung über Alinea 2 und 3 des § 38 wurde in Folge dessen ebenfalls ausgesetzt; dieselben handeln von Personen, die einander im Kirchenvorstand ausschließen und von der Wahlprüfung. Die §§ 39 (Wahlordnung), 40 (Ausscheidung und Entlassung der Kirchenvorsteher), 41 (Recht der Ablehnung der Wahl zum Kirchenvorsteher), 42 (Neuwahlen), 43 (Verlust des Stimmrechts auf 3 Jahre bei unbegründeter Amtsniederlegung oder Herbeiführung der Entlassung durch einen Kirchenvorsteher), 44 (Verkündigung und Verpflichtung der Kirchenvorsteher), 45 (Recla- mationen gegen die Wahl) und 46 (allgemeine Obliegenheiten des Kirchen- vorstandes) wurden theils unverändert, theils mit geringen Modificationen angenommen; ein Antrag der Ausschußminorität auf Einschaltung einer bestimmten Gelöbnißformel fiel. § 47 (über die Competenz des Kirchenvorstandes) wurde mit Anträgen der Abg.Küchler und Anderer auf die heutige Tagesordnung gesetzt; dasselbe gilt von dem § 53. Die §§ 48 (Ehrenamt der Kirchenvorsteher und Diakonen), 49 (Zusammentritt des Kirchenvorstandes), 50 und 51 (Art der Berathung und Beschlußfassung des Kirchenvorstandes), 52 (Stellvertreter des Vorsitzenden) und 54 (Auflösung) wurden meist unverändert angenommen. Ein Antrag des Abg. Weber zu § 49, wonach die Berufung des Kirchenvor- staudes erfolgen muß, wenn es ein Drittel und nicht erst, wenn es die Mehrheit der Mitglieder verlangt, wurde ebenso wie ein Antrag Schröder-Ohly zu § 54, wonach die Auflösung eines Kirchenvorstands nicht einfach durch den Oberkirchenrath, sondern nur durch den erweiterten Oberkirchenrath stattfinden kann, angenommen. Schließlich fand noch § 55 (Versammlung der ganzen Kirchengemeinde zur Meinungsäußerung auf Anordnung des Oberkirchenraths) zustimmende Erledigung. Nvmmen; ein Amendement Wiener zu § 34: Die Zahl der Kirchenvorsteher in daß sie selbst eine beschleunigte Einberufung des Landtags rechtfertigen würde den einzelnen Orten nach der Seelenzahl analog wie bei den Gemeindevertre- Das dringende Bedürfniß wird den Landtag auch veranlassen, diese Gesetze tern gesetzlich zu fixiren, fiel. § 38 handelt von der Wählbarkeit in den Kir- mit möglichster Beschleunigung zu erledigen, wozu er um so mehr in der Lage chenvorstand. Die Vertreter des Kirchenregiments hatten in dieser Beziehung ist, als ihm der Reichstag darin vorgearbeitet hat, deffen Commissions-Arbeiten auf der Regierungsvorlage beharrt, welche in § 17, Absatz 1 außer Ucber- der Landtag sich aneignen kann. Aber wir gehen noch weiter und wünschen schreitung des 30. Lebensjahres, unbescholtenem Lebenswandel und einigen son- vorher schon von der Negierung authentische Auskunft darüber, welcher Art stigen Voraussetzungen, Theilnahme am öffentlichen Gottesdienst und heiligen der gegenwärtige Zustand in den katholischen Gemeinden ist, deren Geistliche Abendmahl verlangt. Der Antrag der Ausschußmajorität, welcher in dem vom Staate nicht anerkannt werden. Wir erwarten eine Antwort um so mehr- erwähnten § 38, Absatz 1 sich findet, gewährte jene Wählbarkeit allen bei der'rr k ~ — Da Capitän Werner augenblicklich in Wilhelmshaven erkrankt ist, so ist, wie die „D- N- C." hört, die gegen denselben schwebende Disciplinar- Untersuchung einstweilen ausgesetzt. In Marine-Kreisen hält man die Verur- theilung Werner's wegen Ueberschreitung der ihm ertheilten Ordres für unzweifelhaft, ebenso glaubt man aber auch mit Bestimmtheit annehmen zu können, daß der Verurtheilung die Begnadigung auf dem Fuße folgen werde. Sobald Capitän Werner wiederum sich gesund gemeldet hat, wird die Untersuchung ihren ruhigen Fortgang nehmen. Berlin, 22. September. Die „Hessischen Blätter", welche die Nachricht von dem Erbvergleiche zuerst brachten, versichern, zu der für ihre Partei schlimmen Sache eine gute Miene zu machen. Sie knüpfen an dieselbe die nachfolgenden Bemerkungen: „Sollte diese Nachricht richtig sein — und wir müssen es einstweilen annehmen — , so würde seitens des Landgrafen Friedrich ein Act begangen worden sein und von den Prinzen der Philippsthaler Nebenlinien eventuell begangen werden, der unter den staatsrechtlichen Begriff der Felonie fiele und für den Fall einer Restauration die genannten Agnaten des Kurhauses für ewig von der Thronfolge in Heffen ausschließen müßte. Im Hinblick auf die Persönlichkeiten dieser Agnaten und ihre bisherige Haltung Preußen und dem Chef ihres Hauses gegenüber, könnten wir daher in einem derartigen Vertrag nicht nur kein Unglück, sondern nur eine höchst erfreuliche Klärung der Lage erkennen. Denn wir sind der Meinung, daß bis zu dem hier in Aussicht genommenen „Tod des Kurfürsten" die beiderseitigen Contrahenten dieses Vertrages noch mancherlei „Wendungen durch Gottes Fügung" werden zu erleben haben." Berlin, 23. September. Bei dem heutigen Gala-Diner im Weißen Saale des königlichen Schlosses hatten der Kaiser und der König von Italien nebeneinander unter einem Thronhimmel Platz genommen. Neben dem König von Italien saß die Kronprinzessin, neben dem Kaiser die Prinzessin Karl. Den beiden Fürsten gegenüber waren dem Präsidenten des italienischen Mini- sterrathes, Minghetti, und dem Feldmarschall Moltke Plätze angewiesen, denen sich zu beiden Seiten Visconti-Venosta, v. Manteuffel, "der italienische und der portugiesische Gesandte, die preußischen Minister und das Gefolge des Königs von Italien anreihten. Der Kaiser brachte in französischer Sprache folgenden Toast aus: „Auf das Wohl meines Bruders und Freundes, deö Königs von Italien!" Der König von Italien erwiderte: „Auf das Wohl meines Freundes und alten Verbündeten, des Kaisers!" Berlin, 24. September. Der König von Italien besuchte heute Morgen das Aquarium, traf dort mit dem Kronprinzen zusammen und verweilte eine Stunde. Der König und der Kronprinz fuhren darauf nach dem Rath- Hause, das genau besichtigt wurde. Um halb 11 Uhr erfolgte die Abfahrt nach Potsdam. Dem Könige ist ein Cavallerie-Regiment verliehen worden. Fürst Bismarck trifft heute Abend 6 Uhr hier ein und wird an der morgigen Jagd und dann Freitag an dem Diner bet dem italienischen Gesandten Theil nehmen. Frankfurt, 23. September. Wir haben Aussicht, daß sich hier demnächst wieder ein kleines „diplomatisches Corps" zusammenfindet. Wie das neueste „Jntclligenzblatt" mittheilt, beabsichtigen nämlich nach dem Vorgänge einiger anderer Länder nun auch Schweden und Dänemark und einige weitere Staaten diplomatische Consuln hierher zu senden. Diese Einrichtung fällt mit der Aufhebung der diplomatischen Posten in den kleineren süddeutschen Staaten zusammen, deren Geschäfte eben jene consules missi zu versehen hätten und die bei der Bedeutung von Frankfurt als Centralpuukt des Südens sich täglich mehren. Augenblicklich haben wir bereits 21 General-Consulate und Consulate Die nächste Sitzung findet heute statt. Berlin, 20. September. Kurz nach der Feier der Enthüllung des Siegesdenkmals auf dem Königsplatze machte die „D- R-C " auf den Umstand aufmerksam, daß Fürst Bismarck sich bei dieser Feier auffallend reservirt habe. Auch von anderer Seite ist diese Bemerkung gemacht worden und es wird nun des Weiteren mitgetheilt, daß für eine solche Annahme auch vollkommen Grund vorhanden sei. Der Reichskanzler soll nämlich der Ansicht sein und dieser Ansicht auch wiederholt zu anderen ihm nahestehenden Personen bei jener Gelegenheit Ausdruck gegeben haben, daß die Feier in dem Charakter einer rein Preußischen, wie er eben an diesem Tage zum Ausdruck gelangt sei, einem politischen Fehler nahe komme. Gebe man dieser Feier einen ausschließlich Preußischen Charakter, so feiere man nicht nur die Siege über Frankreich, Dänemark und Oesterreich, sondern man feiere auch gleichzeitig damit die Niederlagen der Süddeutschen Staaten, welche 1866 Preußen gegenüber gestanden haben. Sei das nun historisch auch richtig, so dürfe man doch nicht vergessen, daß dies eine Mißstimmung bei den Süddeutschen Staaten Hervorrufen müsse, und man wisse nicht, ob über kurz oder lang für den Fall eintretender Verwirrungen die Hülfe dieser Staaten wieder in Anspruch genommen werden müsse. Die Verhältnisse in Frankreich seien nicht der Art, daß man unbedingtes Vertrauen in sie setzen könne, und wenn allerdings augenblicklich wohl nicht zu befürchten sei, daß Frankreich so leicht die Europäische Ruhe in kurzer Zeit stören werde, da hierzu vor Allem eine festgegliederte Armee und namentlich eine starke tmb seetüchtige Cavallerie und Artillerie gehöre, über die Frankreich momentan noch nicht gebieten könne, so sei doch immerhin mißlich eine solche Mißstimmung unter den Deutschen Bundesgenossen wachzurufen, es wäre deshalb wünschens- werther gewesen, dieser Feier einen allgemeinen Deutschen Charakter zu geben. In diesem Sinne soll sich Fürst Bismarck auch in den Vorverhandlungen über diese Feier ausgesprochen haben, mit seiner Ansicht jedoch in der Minorität geblieben sein. Berlin, 22. September. Die sFrage der Civilehe und Civilstands- register ist eine brennende geworden, indem der Kampf des Staats mit der katholischen Hierarchie dazu geführt hat, daß die von den Bischöfen unter Mißachtung des Gesetzes für erledigte Pfarrstellen ernannten Geistlichen vom Staat nicht anerkannt und ^nochmals ausdrücklich als zur Verrichtung solcher Amtshandlungen, denen bürgerliche Rechtsfolgen anhaften, unfähig erklärt worden sind. Wie soll nun in solchen Kirchengemeinden der Einzelne, der einen Civil- standsact vollzogen oder beglaubigt haben will, zu seinem Rechte kommen? Sott in all' diesen Dingen ein förmlicher Rechtsstillstand eintreten? Sollten z. B. Brautpaare, die im Begriff sind, den Ehebnud zu schließen, damit warten, bis der Kanipf zwischen Staat und Kirche in der einen oder anderen Weise zum Austrag gekommen ist? Da man andererseits annehmen kann, daß der öv5vö...... , — .... MUV vto yitu,tö vtv »welchen die katholischen Bischöfe der Staatsgewalt leisten, gerade ses, für völlig null und nichtig zu erklären und unbeschädigt von jeder derarti- daburch verschärft wud, daß die Führung der Civilstandsregister bei der Geist-gen pflichtvergessenen Abmachung, allen geborenen und ungeborenen Nachkommen L- rx m terf,clbe nachlassen wird, sobald dieselbe in die Hände von'aus dem Hause Hessen ihr unveräußerliches Erbe mit allem Nachdruck uns für vurgerllchen Beamten gelegt sein wird, so muß man die ganz bestimmte Erwar- alle Zukunft feierlichst hierdurch zu verwahren." tung aussprechen, daß die Negierung sofort nach Zusammentritt des Landtags Fulda, 22. September. Die vom hiesigen Kreisgericht gegen den oemselvenetne Vorlage wegen Einführung der Civilehe und Einrichtung von Bischof Kött erkannte Geldstrafe von 400 Tblrn. soll durch Abzug vom Gebalte Clvllstandsreglstern machen wird. Ja, wir halten diese Sache für so dringend, beigebracht werden. Sm mideinaiiber. Rom, 20. ' tm , B*i Wen des h Deputation. Rom, 2! bem deutschen m vcr/r^n j|t/ । tit Wallfahrten in der öffentlicher entwickelt dies g schloffen und LU tie heldenmthtg' v. Bisniarc »'Cfillll#/ UM Zeil in M--M einer im Voraus, ßch zu ergeben. ■ tnb i was das llt t»cs Herrn Bisma staunen sehen wi schien uns von im Ms anzndeuten. Dazaine Pllt, ab' Tag gelangen, in hierabd rucken." Paris,: Miet' in Anerki ssange eines Gesa - Der Glieder der Perm Verhaltens hinffchl Paris,' m oder am 1- u« 'M»' 5 sS Mein 1 MfS Reichs en «Met Fab^ «Mhlt 7° * Absatz 11 dem grfm J^NMaxta l'riek* lr* jede» ani rechnet. Ws® n Zu 11 ftU) 1 ■ de 424^) : “’’Ä ff Ab Endlich £ Hane und onb Sut i ^er, js^ugkhör jungen unter । Deputation. Gestern veranlaßten etwa 5000 Personen vor Rom, 23. September. »36 allgemeiner anjetger Ein vollständiges Buchbinder-! 431€) In Lit. A. 138 ist eine Stube und Jeder Zahnschmerz deutschen Staaten rühmlichst bekanntes WB. Musterkartcn stehen gerne zu Diensten. Ci dernnschte Anzeigen. 3* 8 8 0- (2644) ESI ä miethen bei M L 4314) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen und sogleich zu beziehen. Neuen- E- Ottmann, Sckloßgasse. 8^ GC V2 Frielendorfer Briquettes machen jeden andern Brennstoff entbehrlich und sind für jeden Rost § § 0 vd Zu haben bei *. Bieler auf dem Kreuz. 8 | 1^*1 (4312 August Schlessinger. geeignet. Allein zu haben bei Rom, 23. September. Die hiesigen Blätter fahren fort, der Freude über den Empfang des Königs in Wien und Berlin Ausdruck zu geben. Dem Könige werden fortwährend Glückwünsche enthaltende Telegramme übersendet.— Die Municipaljunta von Rom hat dem Obeibürgermeister von Berlin telegraphisch den Dank der Bürger Noms für den freundlichen Empfang des Königs ausgedrückt. Florenz, 22. September, Abends. Nachdem die Mehrzahl der Börsen» sensale ihre Entlassung gegeben hatte, ist von dem Präsidenten der Handelskammer die vorläufige Schließung der Börse angeordnet worden. Spanien, Madrid, 22. September. Man versichert, daß eine zwischen Castelar, Serrano und Topete abgehaltene Conferenz die besten Resultate ergeben habe; alles Mißtrauen sei geschwunden und die Hoffnung vorhanden, daß die Vereinigung aller liberalen Parteien sich in Kürze verwirklichen werde. Gerüchtweise verlautet, daß die Unterhandlungen wegen der Couponszahlnng bereits weit vorgeschritten sind; man verhandelt außerdem, gestützt auf die neulich durch die Cortes ertheilte Ermächtigung, über neue finanzielle Operationen, welche die zur Kriegführung erforderlichen Mittel liefern sollen. Madrid, 22. September. In seiner Rede sagte Castelar: Ohne Maß und ohne Klugheit kann man die Republik nicht retten. Er erklärte, er werde die conservativen Generale verwenden. Krieg lasse sich nicht mit Enthusiasmus allein führen, es müsse auch die Wissenschaft angewendet werden. Der Staatsmann müsse zu vermitteln wissen zwischen seiner und anderen Parteien. Castelar schätzt die Stärke der Carlisten auf höchstens 50,000 Mann. — Der Antrag auf Vertagung der Sitzungen wird mit 124 Stimmen gegen 68 genehmigt. aufs Reichhaltigste fortirt, empfehle ich hiermit angelegentlichst. Ludwig Lang, Marklstratze (Wettergasse) Nr. 25. £ England. London, 23. September. Die „Daily News", den Besuch des Königs von Italien in Berlin besprechend, sagt: Das Einverständniß zwischen Preu- Frankreich. Paris, 22. September. Am 6. October beginnt der Prozeß Bazaine's im großen Trianon; alle Vorkehrungen sind getroffen. Am 30. September oder am 1. October wird Bazaine nach Trianon-sous-Bas gebracht. Die L 8 £ -o herabdrücken." Paris, 24. September. Dem „Journal officiell" zufolge wurde St. Ballier in Anerkennung seiner während der Occupation geleisteten Dienste zum Range eines Gesandten erster Classe erhoben. — Der „Agence Havas" zufolge beabsichtigen die republikanischen Mitglieder der Permanenz-Commission, die Minister bezüglich ihres eventuellen Verhaltens hinsichtlich der Fusion zu interpelliren. Jiüiien. Rom, 20. September. Der Papst hat heute eine römische Deputation empfangen, die ihm den Wunsch ausgesprochen hat, in Rom eine Kirche zu Ehren des heiligen Herzens Jesu zu errichten. Der Papst segnete die öchweiz. Bern, 23. September. Laut eines officiellen Berichts der Genfer Regierung an den Bundesrath war der Vorfall in Genf bei der Ankunft der Wallfahrer von Allinges, welcher eine französische Reclamation veranlaßt hat, ein Gassenbubenstrcich. C. W. Bullricli’s UNIVERSAL- REINIGUNGS-SALZ abtheilung des Schatzamtes treffen in den nächsten Stunden 20 Millionen dem deutschen und vor dem österreichischen Gesandtschafts - Palais sympathische ^Dollars ein. Der Ankauf der Regierung von ^er Bonds erreicht bereits die Demonstrationen. Auf die Intervention der Polizei gingen die Demonstriren-.Höhe von 3i/2 Millionen. Die Handelskammer vertagte ihre Sitzungen bis den auseinander. Izum Mittwoch. »‘iter un 7S ’Äj'M te!n neuen M», ganz einge- erkrankt ist fo W ti, sg *“■ vÄ« § »Mchmm ju ' * s°lgm »erbt. ”>»i> bie Uute TeU)e bie Achrch '"''btt P-Nei schlj. 2,1 MelBe die nachfost 222 " und wir müssen ndgrafcn Friedrich ein lppsthaler Kbenlinien u Begriff der ^naten de« Kurhan-. müßte. Im Hinblick aige Haltung Preußen 'er in einem derartigen' W erfienliche Klärung bis zu dem hier in 'Neichen Contrabenten •. ottes Fügung" werden 'iioxxw % Jill \30 tt r ohne Unterschied, wird durch mein in allen wea Lit. B- 138.____________________________ —"-a 4352) Eine kleine Familicnwohnung ist zu vermiethen und alsbald beziehbar. Näheres bei der Exped. d. Bl.__________ 4340) Zwei gute Keller sind zu vermie- then auf der Liebigshöhe. Zahn-Mundwasser binnen einer Minute sicher und schmerzlos vertrieben, was unzählige Danksagungen der höchsten Personen bekunden. E. Hückstädt in Berlin, Oranienstraße 57, am Marktplatz. Zu haben in Flaschen ä 18 und 36 fr. bei (122) Carl Frech in Gießen. 4339) Landkalender pro 1874 bet Aug. Balse r. 4326) In unserm neu erbauten Hause neben Herrn Prof Th aer sind im 2. Stock 2 möblirte Zimmer zu vermiethen. ___________Louis & Anton Petri. 4343) Das Logis des Herrn Professor Haincbach ist zu vermiethen in der früher Katzensteinischen Besitzung. ' F Jutzi. für das gesammte Europa. Amerika. Rew-Aork, 22. September, Spätabend. Die sämmtlichen Banken haben ihre gegenseitigen Conti geregelt. Die neuen Anleihe-Certificate sind nur von drei Banken benutzt worden. Die Trust-Company zu Pittsburg hat ihre Zahlungen eingestellt. Die Bundesankäufe der Regierung belaufen sich bereits auf 2i/z Millionen. Die allgemeine Stimmung sängt an, sich wieder zu bessern. Rew-Uork, 22. September, Nachts. Das thätige Eingreifen der Negierung hat zur Folge gehabt, daß das Bestürmen der Banken um Auszahlungen aufhörte. Das Vertrauen befestigt sich mehr. Für die hiesige Zweig- O i»D»D | ... bas knfiüfflch: "n . mit 5 .r Otifi. »UV > erbe. yiarftd« . 1» f^t»E .. -’-n, "gteMl ,b«i j AirtK B » 'b°L-ch *f" H ** I Presse ist bereits eifrig beschäftigt, zu dem großen Gerichtsdrama die Ouver- lure zu spielen, besonders die ministerielle. Wenn demjenigen Theile der französischen Regierung ein Genüge geschieht, welcher in der Assemblee Nationale vertreten ist, so soll der Prozeß Bazaine's zu ähnlichen Zwecken dienen, wie die Wallfahrten und Wunder, er soll Bismarck bloßstellen und Deutschland in der öffentlichen Meinung zu Grunde richten. Die „Assemblee Nationale" entwickelt dies ganz ungenirr, und führt als Grund an: „Als Metz eingeschlossen und zu Frankreichs Unglück Marschall Bazaine den Oberbefehl über die heldenmüthige Armee erhielt, die unter seinen Mauern lagerte, da setzte Herr v. Bismarck eine Welt voll Ränken, Lügen und Treulosigkeiten in Bewegung, um den Marschall zu bewegen, zu unterhandeln statt zu kämpfen, um Zeit zu gewinnen, daß unsere Truppen ihre Lebensmittel erschöpften und in einer im Voraus genau berechneten Frist durch den Hunger gezwungen würden, sich zu ergeben. Alle diese Missethaten werden im Prozesse erwiesen werden und, was das Unglaublichste, die Chefs der feindlichen Armee haben die Pläne des Herrn Bismarck unterstützt und eine Rolle gespielt, welche die Welt in Staunen setzen wird. Wir wollen für jetzt nichts mehr darüber sagen; aber es schien uns von unbestreitbarer Wichtigkeit, heute schon diese Seite des Prozesses anzudeuten. Dies alles erschwert die Belastung, die auf den Marschall Bazaine fällt, aber zugleich werden solche Handlungen, wenn sie an den hellen Tag gelangen, in Europas Augen bedeutend das Verdienst der deutschen Armee ßen und Italien, welches allen Plänen der Kreuzfahrer des 19. Jahrhunderts " ein Ende mache, wäre ein Segen nicht nur für Preußen und Italien, sondern m , o.. j. O-*.*,.<**♦ 4315) Ein vollständiges Buchbinder-! 431€) In Lit. A. 138 ist eine S jDcftn ttltö Werkzeug ist preiswürdig zu verkaufen.!nebst Cabinet ausmöblirt zu vermiethen Neuenweg B. 134. bis zum 1. October beziehbar. 4353) Palmbürsten pr. Stück 7 fr. und Schrupper pr. Stück 10 fr., im Dutzend billiger, bei Bürstenmacher Winter, ____________________Wallthorstraße.______ 4349) 7 Pfauen, 4 Männchen und 3 Weibchen, sind zu verfaufen bei ____________________Th. Lotz Wittwe. 4341) Ein Clavier ist wegen Wegzugs zu verkanfen. Löwengasse Lit. C. Nr. 167. i Eingemachte Früchte aus der Fabrik der Herren Joh. PH. 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Louis Haubach |beginnt am nächsten Montage, des Vormittags um 8 Uhr, das Wintersemester. 'Anmeldungen neuer Schuler bei Dieckmann. 4356) _ Ich erkläre hiermit den Verfasser der Annonce Nr. 4348 in Nr- 223 des Gießener Anzeigers als einen infamen Lugner, weil derselbe den bc regten Vorfall für eine allgemeine Entrüstung bezeichnet hat und im Auftrag Aller gehandelt haben will. Cr kommt! er kommt! wer? gratis nachgclicfert. Neue Bestellungen werden möglichst zeitig erbeten. Mittwoch, Freitag, 2 fl. 39 fr. in allen Größen. Erscheint r Sonntag, Mittwoch, Freitag, Die Lrpediticm, Berlin, Nene Promenade Nr. 7. MW 4295) Freitag den 26. Sept, d- I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem Bahnhof der Oberhessischen Eisenbahn dahier: Abends endet. Hochachtungsvoll E». Ki-iiger ans Berlin. Gin täcbtifl. r Küfc findet gegen hohen Lohn dauernde Stel- । Gießen, den 20. September 1873. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Semxv ler. 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