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Nach dem Auftreten der Cholera in verschiedenen Städten Deutschlands erscheint es nach Ansicht der zuständigen L>anitLtsbehörde.sowie einer zur Erörterung dieser Frage besonders znsammenaetrctenen Commission von Sachverständigen geboten, daß, wie dies bereits in unseren Rachbarstadten geschehen, °uä, hier sofort eine zwangsweise Desinfektion der Aborte und Senkgruben für Kuchen- und «pulwafser m Ausführung gebracht werde. Es wird daher mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 15. l. Mts. Nachstehendes verfügt. 1) Alsbald nach dem Erscheinen dieser Bekanntmachung werden sämmtliche Abtritte, sowie Abtrittsgruben und Senkgruben für Küchen- und Spülwasser in hiesiger Stadt unter polizeilicher Eontrole mittelst Eisenvitriol und Earbolsäure desinsicirt werden. 2) Diese Desinfecrion wird bis auf Weiteres von 8 zu 8 Tagen wiederholt werden. n v a 3) Die hierdurch entstehenden Kosten sollen, da deren Erhebung von den Privaten mit Welterunge» verbunden ist, nach Beschluß des Stadtvorstandes auf die Stadtkasse übernommen werden. r, , r f 4) Diejenigen, welche sich der Desinfektion der Aborte und Gruben widersetzen oder diese auf sonstige Werse zu verhindern suchen, verfallen in eine Polizeistrafe von 2 bis 10 st. Wir richten schließlich an die Eiiiwohner hiesiger Stadt das Ersuchen, den Vollzug dieser, die Erhaltung des Gesundheitszustandes lediglich bezweckenden Maßregeln thunlichst zu unterstützen. Gieße», den 20. August 1873. Großhcrzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. B ekaun tmnch u n g. Betreffend: Die Prüfung der Aspiranten zum Staatsdienste im Medicinal- und Deterinärfache. Vom 13. October dieses Jahres an findet die Staatsprüfung der Aspiranten für Stellen im Medicinalfache und vom 20. October dieses Jahres an die, der Aspiranten für Stellen im Veterinärfache statt. ,, . Nach Art. 5 der Verordnung vom 10. Februar 1860 (Regierungsblatt Nr. 10) und Art. 5 der Verordnung vom 11. April 1862 (Regierungsblatt Nr. 16) sind die Gesuche um Zulassung zu diesen Prüfungen, mit den erforderlichen Belegen versehen, alsbald nach dem Erscheinen der gegenwärtigen Bekanntmachung, bei Großherzoglichem Ministerium des Innern einzureichen. Darmstadt, den 28. Juli 1873. Großherzogliche Ober Medicinal-Direction. Fischer. Stein. Politischer T h e i t. Herr Lcdochowski. In der ruhigsten Weise von der Welt und dabei so energisch als möglich hat der Primas von Polen, Miecislaus, Erzbischof von Posen und Gnesen, erklärt, die von dem „Ministerium für das Kirchenwesen" geforderten Aende- rungen in seinem Seminare nicht vornehmen zu können. Das gehe gegen fein Gewissen, denn es sei ja selbstverständlich, daß Niemand ein Recht habe, über die Art und den Gang der Bildung katholischer Geistlicher zu bestimmen, als (beit die Kirche; daß er weit entfernt, den dem Geist der Zeit unterworfenen Gesetzesveränderungen beizupflichten, vielmehr den ewigen Geboten der Religion und des Rechtes gehorchen müsse. Herr L.dochowsli erklärt also mit dürren Worten, den Anforderungen des Herrn Ministers für das Kirchenwesen — wir bitten unsere Leser, diesen höchst charakteristischen Ausdruck recht wohl zu beachten — d. h., aus dem Bischöflichen in klares Deutsch übersetzt, den ver fassungsgcmäß zu Stande gekommenen und veröffentlichten Gesetzen nicht Nachkommen zu können. Wie sich diese Renitenz mit jenem Gebote vereinbaren läßt: „Seid unterthan der Obrigkeit, denn jede Obrigkeit ist von Gott", das überlassen wir den geistlichen Gymnastikern des canouischen Rechts. Es wird sicherlich eine derartige Turnübung am Reck ausgeführt werden. Allein die von Herrn Lcdochowski angekündigte „demuthsvolle Fügung in Gottes Beschlüsse" können wir kaum für ein geglücktes Experiment ansehen. Was aber für aus gemacht gelten kann, ist, daß eine derartige einseitige Ablehnung einer Rechts- Verbindlichkeit mit dem Wesen eines modernen Staats absolut unvereinbar ist. Wir haben neuerdings in Preußen es erlebt, daß der Herr Minister des Indiern zwei ähnlich gegen die Stuatsgesetze sich ablehnend verhaltende Landräthe einfach ihrer Stellungen enthoben hat, es wird sich ein anderer Ausweg gegenüber den Frondeurs in der Kutte und Soutane schwerlich ausfindig machen lasten. Allerdings gestaltet sich die Lage in Posen, entsprechend dem ungleich weiterttagenden Einflüsse eines Mannes von der Stellung des Erzbischofs viel schwieriger und ernsthafter, doch wird der Herr Minister für das Kirchenwesen schon die harte Nuß zu knacken wissen. Für den ersten Augenblick möchte es allerdings scheinen, daß die Bildung der Geistlichen ausschließlich eine der Kirche allein zu überlassende Sorge sei. Der moderne Staat hat die Gewiffens-Freiheit proclamirt, das Staats- kirchcnthum, in dem in Rußland üblichen Sune anfgegeben, der moderne Staat leiht der Kirche seinen Arm nicht mehr zur Vollziehung ihrer Gebote und Strasdecrete, also könnte man daraus schließen, habe er auch kein Recht, sich in derartige innerkirchllche Fragen, wie die Bildung der Geistlichen, zu kümmern. Allein, es ist ja der Kirche nicht blos um die Proclamirung eines Dogmas zu thun, sondern sie muß ihrer Natur nach darauf dringen, daß dieses Dogma auch Eingang finde in die Gemüther ihrer Gläubigen, die Kirche muß ihre Organe damit beauftragen, ihren Neligionsgenossen die Ueberzeugung von der Wahrhaftigkeit desselben zu verschaffen. Darin liegt ja der Kern der Streitfrage zwischen dem Vatican und den Staaten in Betreff der päpstlichen Unfehlbarkeit. Von diesem Gesichtspunkte aus betrachtet, gewinnt diese staatliche Forderung, die Bildung der innerhalb seines Jurisdictionsgebietes ausgestellten Geistlichen zu überwachen, erst ihren Gehalt und ihre Bedeutung. Wenn der Staat der Kirche gewisse Rechte verleiht, also beispielshalber die Rechte einer juristischen Person, so hat er eben von der Kirche zu verlangen, daß sie den gesetzlichen Bestimmungen Folge leiste. Und nun der so und so oft wiederholte Einwand, daß man Gott mehr gehorchen müsse als den Menschen, ist schon deshalb nicht zutreffend, weil ja über diese Cardinalfrage des Göttlichen sich die Kirche das alleinige Entscheidungsrecht vindicirt. Was würde wohl der Staat dazu gesagt haben, wenn die Juden zur Zeit, da ihnen die staatsbürgerlichen Rechte vorenthalten waren, erklärt hätten, sie hielten sich an die Staatsgesetze nicht weiter gebunden. Genau so liegt die Angelegenheit mit Le- dochowski und voraussichtlich wird ja der Fall nicht vereinzelt bleiben. Wir stehen erst im Anfangsstadium des großen Kampfes und nur die feste unverrückte Basis des bestehenden Gesetzes kann diesen Eigenmächtigkeiten der Kirchenfürsten einen unübersteiglichen Damm entgegensetzen. Zunächst muß der Staat seinen Gesetzen unbedingt Achtung von allen ihm angehörigen Bürgern ausnahmslos verschaffen; eine weitere Aufgabe wird es für ihn dann sein, nachzuforschen, ob er mit Hilfe dcr bestehenden gesetzlichen Bestimmungen die ihm obliegenden sittlichen und socialen Pflichten erfüllen kann. Ergiebt sich hieraus die Unmöglichkeit, so folgt in dritter Linie die Nothwendigkeit, die bestehenden Bestimmungen der veränderten Situation gemäß umznändern. Möglich also, daß wir im Falle weiterer Renitenzen seitens der Bischöfe sehr bald zu einer erneuten Revision unserer darauf bezüglichen Gesetze werden schreiten müssen. Wünschenswerth ist dies allerdings nicht; aber wenn die Nothwendigkeit sich herausgestellt haben wird, dann wird unser Staat vor ihr nicht zurückschrecken. ____________________ Deutschland. Darmstadt, 21. August. (Zweite Kammer.) Daß der gegenwärtige Landtag, was den Umfang der ihm gestellten Aufgabe betrifft, kaum in Frankreich doch ohne Einfluß sein. Alltäglich mehrt sich die Zahl der Reui- Schweiz. Venedig nimmt be- verlautet, daß die gewonnen hat. — bis zur Definition mentlich bei unseren Truppen die Idee der Zusammengehörigkeit mit der gejammten deutschen Militärmacht eine so durchgreifende, die Begeisterung für den Feldherrn des 2. bayerischen Armee-Corps, das derselbe in allen Schlachten zu Sieg und hohen Ehren führte, eine so hohe und allgemeine, daß wir gerne jeden Besuch des Kronprinzen bei unseren Truppen als eine neue dauerhafte Festigung der deutschen Einheitsmacht bezeichnen. Stuttgart, 22. August. Dem „Schwäb. Merkur" zufolge wird der Kronprinz des Deutschen Reiches am 5., 6. und 8. September den Truppen- Uebuugm in der Umgegend von Ulm beiwohnen und während dieser Zeit wahrscheinlich auf Schloß Rifitissen bei dem Freiherrn v. Stauffenberg Wohnung nehmen. sitzer auf dem zu Italien gehörigen Mont-Cenis-Plateau eines gütlichen Vergleiches zu nehmen. — Die Cholera in deutend ab. gen im Lager der Orleans. Wie aber die Stimmung in Frankreich, wenig- tens in dem Theile des Landes, der durch Intelligenz, Reichthum vor allen übrigen hervorragt, nämlich in den östlichen Departements, davon giebt die Reise Thiers' den beredtesten Beweis. Allem Anschein nach wird der Hof von Frohsdorf nicht so bald nach Schloß Chambord verlegt werden. Beiden mo- tende Erdstöße statt. Berlin, 19. August. Die „Germania" enthält in ihrer heutigen Nummer den ersten Artikel eines Widerlegungsversuches des Hirtenbriefes von Reinke ns, der darauf hinausläuft, daß, wenn auch die Gesetzlichkeit der Weihe des Bischofs nicht bestritten werden könne, er doch keine bischöfliche Jurisdiction besitze, was sie im nächsten Artikel nachweisen will. Mag sie immerhin formelle Mängel aufdecken und sich an Aeußerlichkeiten halten — die schwerwiegenden Angriffe von Reinkens auf die Mißbräuche und den irreligiösen Geist der Hierarchie, die dem Hirtenbrief seine besondere Bedeutung geben, kann sie nicht widerlegen und sie schlüpft darüber mit der Bemerkung hinweg, Reinkens habe einen giftigen Haß gegen die katholische Kirche. Berlin, 21. August. Von Tag zu Tag mehrt sich die Zahl der bedeutenden Städte, welche ihre Vorbereitungen für die Feier des 2. September als eines großen vaterländischen Gesammtfestes treffen. In Berlin nimmt der für die Enthüllungsfeier bestimmte Festplatz zusehends mehr den Charakter seiner Bestimmung an. Auch sind zum Theil schon die Einladungen au die Gäste ergangen. Die starke Vertretung, welche nach den erlassenen Bestimmungen die städtischen Behörden bei dem Feste haben werden, beweist, daß die Feier, wenn sie auch sonst einen militärischen Charakter haben wird, doch in keiner Weise die Theilnahme des bürgerlichen Elements ausschließt. Berlin, 23 August. Zur Sicherung der möglichsten Gleichförmigkeit des Gepräges der aus den verschiedenen Münzstätten hervorgehenden Reichsmünzen sind Urmatrizen für die Reversseite der goldenen und silbenen Fünfmarkstücke, sowie der Zweimarkstücke, ferner für die Randschrfft bezw. die Randverzierung der silbernen Füünfmarkstücke, sodann für die Avers- und Reverssette der Einmarkstücke, Fünfzig-, Zwanzig-, Zehn-, Zwei- und Einpfennigstücke, weiter Urmatrizen für den gerippten Rand der Silberrnünzen zu zwei Mark, ein Mark, fünfzig und zwanzig Pfennig, und endlich Urmatrizen von Normalzahlenreihen für alle Münzen nach einem Beschluß des Bundesraths auf der hiesigen Hauptmünzstätte angefertigt und mittelst dieser Urma- trizen hergestellte Matrizen den mit der Ausmünzung der Reichsmünzen betrauten Münzstätten zugesteüt werden. Kassel, 23. August. Metropolitan Hartwig zu Waldkappel wurde wegen Renitenz suspendirt. Vier weitere Amtssuspenstonen vom Consistorium sind bereits beschlossen. Ans Bayern, 22. August. Als ein erfreuliches Ereigniß in den Garnisonen des 2. bayerischen Armee-Corps bezeichnet man die Jnspectiousreise des deutschen Kronprinzen. Freilich für unsere Schwarzen wieder ein harter Stoß, aber ein um so erfreulicheres Mittel zu gemeiner Agitation. Schon spitzen sich ihre Federn zu, um die Reise des Kronprinzen zu bayerischen Truppen nach allen ihren Plänen passenden Richtungen hin zu schildern, aber der Erfolg ihrer Agitation wird kein durchschlagender sein. Denn einerseits, was kümmert's den Mond, wenn ihn die Hunde anbellen, und andererseits ist na- Bern, 23. August. Der Bischof von St. Gallen hat gegen das Verbot der Regierung betreffs Theilnahme der Geistlichen von St. Gallen an auswärtigen Priester-Exercitien Protest erhoben. Frankreich. — Thiers wird erst Turin und dann Rom besuchen. Spanien. Rom, 23. August. Aus gutunterrichteten Kreisen Reise des Königs nach Wien wieder an Wahrscheinlichkeit Behufs Revision der Geschichte des vatikanischen Concils des Unfehlbarkeits-Dogmas wurde eine aus Cardinälen und Bischöfen bestehende Commission eingesetzt. — Der bisherige italienische Gesandte in Petersburg, Caracciolo, soll an Stelle des General Medici Präsect von Palermo werden. Kaiserthum!" Paris, 23. August. Der Herzog v. Broglie hat auf einem Diner des Präfecteu des Eure-Departements in Erwiderung eines Trinkspruches Pouyer- Quertier's eine Rede gehalten, worin er sagte: Der Kampf der Regierung gelte nicht den bestehenden Institutionen, nicht der öffentlichen Meinung, sondern den die sociale Ordnung gefährdenden destructiven Principien ; der Kämpf sei gefabrvoll und langwierig, weil das bekämpfte Ucbel in allen Formen und Gestalten auftrete; deshalb sei das Zusammenstehen aller Gutgesinnten noth- weudig. Die Regierung suche die Vereiniguug aufrecht zu erhallen, welche auch die Stärke der Nationalversammlung sei. Die vorliegenden politischen ernsten Probleme würden, sobald der Augenblick dazu gekommen sei, leidenschaftlich von der Nationalversammlung erledigt werden, die alle Prätensionen und alle persönliche Vorliebe fernhalten werde. Nachdem der Redner der dankbaren Gesinnungen der Nationalversammlung gegen Thiers erwähnt, spendete er dem Marschall Mac Mahon das höchste Lob, dessen Loyalität unvergleichbar und der das natürliche Oberhaupt aller Gutgesinnten sei. Italien. Rom, 22. August. Bei Gelegenheit der Durchführung des Klosterge- setzes und der Aufhebung de/Ordensgeneralität in Nom haben die Ordens- oberen folgenden Protest der Liquidations-Giunta eingehändigt: Der unterschriebene Obere des geistlichen Hauses N. N., in Gemäßheit des Gesetzes der Liquidations-Giunta für das Kirchengut in Rom aufgefordert, nach beigeseßtem Muster innerhalb der Frist von drei Monaten einen Ausweis über die Güter, Forderungen und Schulden, die dem Hause anhaften, einzureichen, antwortet, daß er denselben nicht freiwillig geben kann. Da man aber für den Fall des Verweigerns große Strafen audroht, so überliefert der Unterzeichnete, um größere Schäden zu vermeiden, den verlangten Ausweis, protestirt aber gleichzeitig und erklärt, daß er der Beraubung nicht beitrete und nur der Gewalt weiche." Diese Eine Formel wird wahrscheinlich in allen Fällen zur Anwendung kommen; sie ist das Ergebniß von Berathungen im Vatican und constatirt unfreiwilligerweise den lento passo der Regierung in der Ausführung des Klostergesetzes. Rom, 22. Augnst Der „Fanfulla" zufolge hat der Vatican die französische Regierung eingeladeu, so bald als möglich ihre zu Cardinälen zu ernennenden Candidateu zu bezeichnen. Es scheint, daß der Erzbischof von Paris und die Bischöfe von Poitiers und Orleans die meisten Aussichten haben. — Die Differenz mtt Frankreich betreffs Besteuerung der französischen Grundbe- ~ ' scheint den Verlauf hinter einem seiner Vorgänger zurückbleibt, erhellt schon aus der einfachen Bewegung. Von den Anwesenden wurde die Hoffnung ausgesprochen, daß das Thatsache daß die landständischen „Beilagen" , welche bekanntlich im Wesent- linke Centrum mit der Linken gehen und dadurch eine Majorität gegen die lichen nur die Religionsvorlagen und Anträge der Abgeordneten, sowie die monarchische Restauration gebildet werde. — Die „Patrie" bestätigt, daß darüber erstatteten Berichte enthalten, die Zahl 200 bereits überschritten haben.'Frankreich sich an dem internationalen Post-Congrefie in Bern betheiligen wecoe. Zufällig schließen gerade mit der lehtbemerkten Zahl die zum letzten Sitzungs-!— Wie verlautet, wird Prinz Napoleon morgen Ajaccio verlassen und wäh- protocolle gehörigen Beilagen ab, welche nunmehr in zwei dicken Octavbänden,;rend seiner Abwesenheit durch den Vice-Präsidenten des Generalraths vertreten ton Nr. 1 — 123 und von Nr. 124 — 200, vor uns liegen und durch zwei; werden. Inhaltsverzeichnisse handlich brauchbar gemacht sind. Der erste Band enthält^ Paris, 23. August. Allmählig stellt es sich zur Evidenz heraus, daß naturgemäß im Wesentlichen Regierungsvorlagen und Anträge von Abgeord-ies bedeutend leichter war, Mac Mahon an Thiers' Stelle, als Chambord an neten, unter welchen namentlich die drei großen Verwaltungsgesetzentwürfe und «des glorreich Verwundeten von Sedan Posten zu bringen. Die Fusion ist be- das Volksschulgesetz einen größeren Raum einnehmen, übrigens auch einzelne reits ein bon mot von gestern, sie wird auf die definitive Gestaltung der Dinge Berichte, namentlich denjenigen über die genannten drei Verwaltungsgesetze; -- x 1 per zweite Band dagegen wird .besonders von den Berichten über das Einnahme- und Ausgabe-Budget und die damit zusammenhängenden Anträge von Abgeordneten, dem Bericht über das Volksschulgesetz und einer Reihe anderer Berichte über verschiedene Anträge von Abgeordneten, Regiernngs-Proposttionen 2c. in Anspruch genommen. Der dritte Band der Beilagen beginnt mit der hochwichtigen Regierungsvorlage wegen Verwilligung der nöthigen Mittel zum Wiederaufbau des nunmehr über ein Jahr in Trümmern liegenden, seiner Zeit abgebrannten Hoftheaters. An Sitzungen hat die zweite Kammer bis jetzt 41 abgehalten. Hiervon entfallen vier auf den December v. I., fünf auf Januar und Februar (die landständische Geschäftsordnung wurde in nur zwei Sitzungen erledigt), alle übrigen auf Juni und Juli, in welchen Monaten die Kreis-, Städte- und Landgemeindeordnung, das Budget und Finanzgesetz, sowie das Volksschulgesetz und einige andere kleine Angelegenheiten zur Berathung kamen. Darmstadt, 22. August. Bei in hiesiger Stadt einquartierten Soldaten des 4. Infanterie-Regiments ist, nach der „Darmst. Ztg.", die Brechruhr zum Ausbruch gekommen. Dieselben waren in der Altstadt (Ochsengasse) ein- quartiert. — In Großgerau fängt es nach zweijähriger Ruhe wieder zu rumoren an. Am 16. d. Mts., Morgens, fanden bei klarem Himmel zwei bedeu- narchischen Parteien fehlt der Muth zu einem Staatsstreiche und so sind Denn die Dinge wiederum zu der Alternative zugespitzt: „Republik oder Madrid, 22. August. Die Carlistenbewegung in Spanien muß enorme Fortschritte machen, da selbst die sprödesten Theoretiker, wie Castelar, soweit dem Drange der Verhältnisse nachzugeben sich gemüßigt sehen, daß sie ihre Verfassungsstreitigkeiten bis auf Weiteres aussetzen. Dieser Umstand spricht beredter für die Gefahr, welche der iberischen föderativen Republik droht, als alle Pariser Telegramme. Möchte diese eben durchgedrungene Einsicht nur nicht als eine zu späte sich erweisen. Aus Bayonne wird Folgendes über diese Affaire gemeldet: „Die Carlisten von Lugo erheben sich en mässe, indem sie von dem Aufstand der galizischen Socialisten Vortheil ziehen wollen. Die Carlisten in Biscaya haben 4 Glocken der Kirche von Jspastes eingeschmolzen, um daraus Kanonen zu gießen. Der Chef Salles ist von Don Carlos zum Oberbefehlshaber von Morella ernannt worden, mit der Aufgabe, die Carlisten von Nieder-Arayon und Mästrazzo zn organisiren. Der Carlisten - Chef Capdevila bat die Befestigungen von St. Llorens de la Muga geschleift und Mafianet (Gerona), sowie den Dörfern in der Umrunde Contributionen auferlegt. In Breda (Gerana) wurden auf Befehl Frigola's sechs Republikaner erschossen. Sagarra hat die Freiwilligen von Las Roquetas überrumpelt, von Denen einige in dem Kampfe fielen. In Santander sind an Bord des Dampfers „Prurto Rico" 24 in Havanna arretirte carlistische Verschwörer angenommen.' — Ein Telegramm aus Perpignan meldet nnterm 19. d. Mts.: .Die Car- >'listen unter dem Commando von Don Alfonso, Saballs und Tristany (2400 !Mann) haben drei Colonnen Negierungstruppen zwischen Casenas und Berga Paris, 22. August. Die hier anwesenden Deputirten der Linken ver-'nach einem desperaten Kampfe besiegt. Die republikanischen Trttppen verloren sammelten sich gestern bei Jules Simon zu einer Besprechung über die Fusions- 200 Mann und 1 Geschütz." 1.** «L?. ö«l« -öciben mo: und so sich -NM obd nem Diner ^ches Pouyei- N Regierung Einung, |W1 en; der Kamf :u formen int gesinnten nch tcn, welche auch lltischen erißkii _ leidenschaM Ronen und ch dankbaren A Endete er der ergleichbar uni \ des Kloster^ en die Ordens! ]t: Der mder 'es Gesetzes L |' lach düzejeklL über die Gü!n chen, antlvorti! ür den Fall V. iterzeichnete, im'j ‘flirt aber gleit nur der Gewali en ;ur Ämven i und censtatirl iussühruntz der atican die sran rdinÄen zu fl- sichos von N lebten haben. - ifitfen tunbbt •uit den Erlauf ledig nimmt lautet, daß h oonnen hat. - , nn Desi'üM Men besiehe ie in PeterM Palermo met^ LZ r M i f ch t e S. Sämmtliche Redactionen deutscher Blätter werden dringend gebeten, obigen Aufruf in ihre Spalten aufnehmen und zu Gunsten unserer Verunglückten eine Subscription eröffnen und Beiträge in Enpfang nehmen zu wollen. Zur Empfangnahme von Gaben ist bereit die Expedition des Jmmenstadt, den 30. Juli 1873. Das Hilfs Comite. 3713) Aufruf. Unser freundliches Gebirgsstädtchen wurde am 28. dieses Monats Abends t durch ein furchtbares Unglück betroffen, indem der dasselbe durchfließende Steig- - bad) durch ein sehr heftiges Gewitter smit Wolkenbruch zu einem reißenden Strome anschwoll und mit kaum zu beschreibender Wucht seine kolossalen : Wassermassen, die überdieß noch viele zentnerschwere Steine und große Massen an Holz aus den Bergen mit sich führten, über einen großen Theil des Städt- ; chens ergoß und die gräßlichsten Verheerungen anrichtete. Wild tosend riß er Brücken und Häuser spurlos hinweg (4 Häuser sind : vollständig weggeschwemmt, 80—100 großentheils baufällig) und eingeengt durch l die sich stauenden Holzmassen durchfluthete er mit aller Vehemenz die vor- ' liegenden Stadtrheile, wodurch mehrere Menschenleben (bisher wurden 7 Leichen . aufgefunden und manche Menschen werden noch vermißt) dem furchtbaren Elemente zum Opfer fielen und viele Inwohner theils ihr ganzes Hab und Gut verloren, theils in ihren Vermögensverhältnissen so sehr erschüttert wurden, daß sie ohne Hilfe ihrer Mitmenschen einer trostlosen Zukunft entgegensehen, da der Schaden sich auf viele hundert Tausende belaufen dürfte. In Anbetracht dieses namenlosen Elendes fühlt sich daher das unter- zeicyneie ^wsv-Eomirv v^pflichrct, an die bekannte Wohlthätigkeit der Einwohner unseres gemeinsamen Vaterlandes die dringende Bitte zu richten unser schwer heimgesuchtes Städtchen durch milde Gaben unterstützen zu wollen. Mail», "VA. August. Die „M. Z." giebt Mittheilung von dem Programm für den bier am 24. und 25. August stattfindenden sechsten hessischen Feuerwehrtag: Am Samstag den 23 August Abends 8'/2 Uhr findet ein großer Fackeizug statt, ausgcführt von den vereinigten Corps zu Bretzenheim, Castel, der Hess. Ludwigsbahn, Mombach und Mainz, sowie den hiesigen ............... vereinigten Mannergesangvereinen nach der Wohnung des Oberchefs der Mainzer Feuerwehr, ,e^nete HUss - Comit6 verpflichtet Großh Bürgermeisters Herrn Wallau. Nach dem Fackelzuge geiellige Zu|ammenkunft m der 0 / . . - - . Festhalle (Fruchthalle). Auf Sonntag den 24. August ist vorgesehen: Bis 9 Uhr Vormittags Empfang der fremden Gäste am Ludwigsbahnhofe, Dampffähre der Taunusbahn. 9 /4 Uhr Begrüßung der Gäste in der Festhalle durck den Großh. Bürgermeister Wallau; bis 1/2" Uhr Frühstück in der Festhalle und Besichtigung der ausgestellten Losch- u. s. w. Gerathe ebenda|elbst. 11 Uhr Fuß-Exercitium auf dem Schloßplatz mit vier- und zweiraderlgen Spritzen. Hierauf Abmarsch über die große Bleiche nach dem Schillerplatz, woselbst eine Steigubung an dem ehemaligen ofterr. Casino, welches von hohem Festungsgouvernement zu diesem Zwecke in anerken- n en s wert her Weise zur Verfügung gestellt wurde, stattfindet, nach deren Beendigung Festzug ourch die Stadt. I1/2 Uhr Mittags großes Bankett in der Festhalle, wobei eine Regirnents- musik concertiren wird. 8 Uhr Abends großes Local- und Jnstrumental-Concert mit Aufführung der komischen Operette „Dr. Sägebein," Text von Jos. Laufs aus Mainz, Musik von Hermann Kipper in Köln. Den vocalen Theil haben die vereinigten Gesangvereine unter Leitung des Concertmeisters Herrn Popperl, Dirigenten des Männergesangverems, übernommen. Die Operette wird von Mitgliedern der Feuerwehr, des Männergesangverems und Convent unter Leitung des Dirigenten Herrn Paul Schumacher ausgeführt. — Montag den 2d. August 7 Uhr Morgens Kaffee in der neuen Anlage mit Morgenmusik. 11 Uhr Abfahrt mit Dampf- Lokal-Notiz. Gießen 25 August. Heute Vormittag wurde eine Quantität verfälschte Milch polizeilich confiscirt und ausgeschüttct. Diese Maßregel unserer Polizeibehörde hat wohl das Publikum mit Freuden begrüßt, jedoch ist zu bedauern, datz nur die auswärtigen M.lchverkaufer hiervon betroffen werden, während die einheimischen, welche wohl die HaupLieferanten der m hiesiger Stadt verbraucht werdenden Milch sind, frei ausgehcn. Kann unsere Polizbehorde nicht Mittel und Wege finden, auch die hiesigen Milchverkäufer zur Controle zu ziehen? Bayonne, 22. August. Der General Sanchez Bregua ist mit 12,000 Mann in Bilbao einmarschirt. In Folge dessen gaben die Carlisten ihre Positionen vor der Stadt auf. __________________________________________ Bechtel er, Buchbinder. l>r. Brug, kgl. Bezirksarzt. Flesch Hut Frz. I., Kaufmann. Fleschhut I. M-, Privatier. Freiherr von G i s e. Hagenauer Max, Kaufmann. Haggenmüller, k- Notar. Herz Fr. I. in Firma Gebrüder Herz. Hiebei er, Goldarbeiter. Ho eß I., Brauerei- und Gutsbesitzer. Huber, k. Rentbeamte. Jocham Jos-, Schuhmacher. Lederle, Stadtpfarrer. Markhart P. P-, Bürgermeister. Mayer, Uhrmacher. Pölcher, Kaufmann. Probst Ed., Fabrikbesitzer. Sch edler L-, Kaufmann. Spindler, Maler. Wald hör, Metzgermeister. boot nach dem Nheingau. ,.. * (Ein Zöllner als Arzt.) Madame Jeanette Robin, eine Hub,ehe Blondine von 20 bis 23 Jahren, fuhr kürzlich mit dem Dampfschiff von Calais nach Dover. Ihr kränkliches Aussehen erweckte die Theilnahme der übrigen Passagiere und man fürchtete, daß die Seekrankheit eine Krisis beschleunigen würde, die, nach der äußeren Erscheinung der Dame zu urtheilen, ohnehin nicht mehr lange auf sich warten lassen konnte. Sie legte die Ueberfahrt jedoch glücklich zurück und ward, als sie an's Land stieg, in einen Armstuhl gesetzt, während ihr Stöhnen allen ihren Reisegefährten tief zu Herzen ging. Ein auf dem Hafendamm stehender Zollbeamter stt.pLener Änreiaers sah der Ausschiffung zu und schien sich für die schöne Französin sofort ganz besonders zu inter- " “ ® “ essiren. Er näherte sich ihr, bot seinen Beistand an, indem er bemerkte, daß er einige medici- nische Kenntnisse besitze, und obschon die Dame ihm versicherte, sie fühle sich schon besser und bat, daß man sie sofort nach einem Hotel trage, so erklärte er doch, dies könne nicht ohne Gefahr geschehen, weshalb sie auf sein menschenfreundliches Drängen in ein Zimmer des Zollhauses getragen ward. Ehe noch eine Viertelstunde verging, war die Dame von 2 Mantillen, 15 Schleiern, 17 Stück Spitzen, 12 Paar seidenen Strümpfen, 17 Stück Band und 4 Dutzend seidenen Taschentüchern glücklich entbunden. Mutter sowie Kinder befinden sich sehr wohl. Limburg» (Entdeckter Dieb.) Wie s. Z. mitgetheilt, wurde im Juni v. Js. dem Herrn Bischof von hier auf einer Reise zwischen Oberlahnstein und Camp eine Reisetasche mit verschiedenen Ordensdecorationen und ca. 25 Thlr. baares Geld enthaltend, entwendet. Zufällig fand man diese Gegenstände unter den Effecten eines in Schaffhausen wegen Bauernfängerei verhafteten Individuums. Da in der Reisetasche Bücher und Schriftstücke sich befanden, die den Namen des Herrn Bischofs Dr. Pet. Jos. Blum trugen, so kam man auf die richtige Folgerung, daß diele dem genannten Herrn gestohlen seien, welche Voraussetzung sich dann auch bestätigte. Nachdem der Dieb nunmehr seine Strafe in Schaffhausen verbüßt hat, ist er von dem schweizerischen Gerichte hierher ausgeliefert worden und am 4. er. unter sicherer Escorte dahier eingetroffen. Der saubere Vogel heißt Emil Bürger, ist ein Berliner Kind und soll ein Bauernfänger und Kümmelblättchen-Spieler prima Qualität sein. * (Ein Kuß wider Willen) Vor Kurzem, so erzählt die „Revue Britanniquestand in Amerika, im Staate Iowa, ein junger Mann unter Anklage der „Gewalttat gegen ein jungcS Mädchen" vor Gericht. Die „Gewalrthat" hatte, wie die Aussagen der Zeugen mit der Klageführerin an der Spitze ergaben, einfach darin bestanden, daß er das junge Mädchen wider ihren Willen geküßt hatte. Der junge Mann wurde anstatt aller Strafe in die Gerlchtskosten verurteilt und der Richter motivirte dieses Urtheil in folgender Ansprache an die Klägerin: „Miß . . .", sagte er, „Sie müssen wissen, daß es meine Pflicht ist, die Physiognomie der Zeugen, während dieselben ihre Aussagen machen, zu studiren. So habe ich denn auch Sie sehr aufmerksam beobachtet und ich muß gestehen, Sie sind mir so hübsch, so reizend und verführerisch erschienen, daß ich mich mit Gewalt an die Arme des Fauteuils anklammern mußte, um nicht hinzugehen und so wie der Angeklagte zu thun. Bei den so bewandten Umständen darf man annehmen, daß der Angeklagte von einem unwiderstehlichen Zug sich hat hinreißen laffen. Und deßhalb wird er als Strafe die Unkosten zahlen. Börsennachrichten. 23 August 1873. Actien. 50/0 östr. F. St. E. B. 356 Lombard. Bahn 193% _ Ludwigsh. Bexbach 190% Maxbahn — Bayer. Ostbahn 1195,8 Rhein-Nahebahn-Act. Hess. Ludwigsb.-Act. — Oberhessen „ 75% Wechsel« Amsterdam k.. S. 98% Augsburg k. 8. 100 Berlin k. S 104% Bremen k. S. 105% Brüssel k. S. 93% Hamburg k. 8. 105% Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 118 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 92% Wien k. S. 105% ditto m. S. 105 ditto 1. 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Meine Niederlage davon in der Expedition des Gießener Anzeigers empfehle id zu 8 ff. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 fr. per Glas gehorsams' Johann Maria Farina in Köln. Restauration Lahnstein. (3812) Mittagessen zu 15, 18 und 24 Kreuzer. Reue holländische Bollhäringe empfehlen 3397) I. A. Busch Söhne. dernnelhungen. 3799) Cin Logis von a Zimmern nebst Zubehör ist per 1. November zu ver-j miethen. R. Oppenheimer Sohn. 3086) Zwei große Familienwohnungen und eine kleinere Mansardenwohnung nebst allem Zubehör pr. 1. October zu vermiethen. G. CH. Spruck. vermischte Anzeigen. 3812) Arbeiter gesucht von Kaufs mann & Comp., Lampensabrik. 3846) Wciftbindergcsellen werden gesucht von I. Schocker, Wilt.ve. 3852) Am Sonntag gegen 12 Ubr wurde zwischen Neustädter Thor und Eisenbahn ein schwarzes Cachmir-Nädchen verloren. Ter Finder wolle dasselbe bei der Expedition dieses Blattes gegen eine Belohnung abgeben. 3856) Eine Wirthschaft nm d zu pachten gesucht. Näheres bei der Exped d. Bl. 3Q47) Wcißbindergcscllcn und Handlanger finden gegen guten Lohn Beichäf- Itignng bei L. & A. Petri. 3839) Ein kleines Mansardenlogis ist zu 3667) Ein Schreiner gebucht von vermiethen bei Gg. Unverzagt. ! Adolf Hoß. fi 3850) Asten Freunden und Bekannten die traurige Mit-R! Atheilung, daß gestern unser geliebter Gatte und Vater ” I Heinrich Rech 1 Huach längerem Leiden sauft entschlafen ist. R I™ Um stille Theiluabme bitten S Die trauernden Hinterbliebenen. M g Die Beerdigung findet Dienstag den 26. August um 7 M g Uhr Morgens, vom Steibehause aus, statt. M Soldaten finden Aufnahme (Logis) Mi)__________________________________Restaurat on Lahnstein. Lebensversicherungsbank f. D. in Gotha, gegründet 1827. 2981) Die älteste und größte Lebensversicherungs-Anstalt in Deutschland hatte am 1. Juni 1873 einen Versicherungsbestand von 80,848,400 Thlr. Effektiven Fonds von . 19,670,000 „ Im Jahre 1873 werden den Versicherten 35 Procent, im Jahre 1874 aber 37 Procent der eingezahlten Prämie als Dividende gewährt. Es stellen sich hiernach die Versicherungskosten auf das möglichst niedrige Maaß. Der neueste Rechenschaftsbericht der Anstalt und Antragsformulare werden durch unterzeichnete Agenten unentgeldlich verabreicht. in Gießen durch Buchhändler A. Nicker, in Büdingen durch Ortseinnehmer Louis Hohler, in Lich durch Lehrer H. K. Walz, in Marburg durch Oskar Ehrhardt. i Telegramm. 3845) Weltausstellung Wien, 19. August 1873. Die internationale Jury ertheilte den höchsten Preis für Nähmaschinen, die FORTSCHRITTSMEDAILLE, der SINGER MANUFACTURING Co,; ferner den ersten Preis, die Verdienstmedaille für Weissnäherei und kunstvolle Näharbeiten; den Mitgliedern wurden Drei Medaillen zuerkannt. JE, Eichenberg, Für renommirte Firmen lucbt auf sofort und 1. Oct. a. c. Buchhalter, Neisendc, Lageristen und Verkäufer div. Branchen das Bureau Germania zu Dresden. Sonimerfahrplan r Main - Weser - Bahn. Abfahrten von Gießen nach: (1366) (a. 40,1V.) Wa». ein Gut, ein Haus, Hotel rc. vUl t kaufen oder verkaufen, pachten oder verpachten will, IM'M* einen Posten zu besetzen hat XlH k oder einen solchen sucht, 111 PT irgend etwas in eine beliebige XWv Anzahl von Zeitungen einzurücken beabsichtigt, wende sich an die Annoncen-Expeditton ! von Rudolf Mosse, officiellen Agenten sämmtlicher Zeitun- ' gen des In- und Auslandes, Frankfurt a. 1, Zeil 43. Straßburg, München, Nürnberg, Berlin, I Wien, Prag, Hamburg, Zürich. TpI hll wird Jedermann Rath ertheilt, welche Zeitungen i für jeden einzelnen Fall : I sich als erfolgreich erwie- . sen haben: I'pI hit werden alle Annoncen • XHllllUH sorgfältig abgefaßt und 1 für einen augenfälligen Druck hergerichtet; 8 nrtfplhft f°ftcn die Inserate nur Ä dasielbe, wie in den Zeitungs-Expeditionen , da dieses Institut als Central-Stelle | aller existirenden Zeitungen besondere ä Vortheile von denselben genießt. Das Ä Renomm6 der Firma bürgt für sol:de | Bedienung. JDiscrelion » wird auf das strengste beobachtet, die fl einlaufenden Offertbriese werden uner- 6 öffnet an die betreffenden Reflectanten, S ohne deren Namen preiszugeben, pünkt- | lidift und ohne Prooisionsberechnung g übermittelt. Ml .......... tyfj »TLCTZ. «aaMMKcrar 3800) Ein anständiges Frauenzimmer, welches schon mehrere Jahre als Haushälterin placirt war, wünscht ähnliche Stillung bis ^Ende Sepiember. Nähere Auskunft ertheilt I bie Expedition dieses Blattes. Frankfurt 5'8. 7. 8-°*. ll