vierteljährig 1 fl. 12 kr. -ntt Brtngerlohn. Durch di« Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 kr. Gießener Anjeiger. Erscheint täglich, mit AuS. nähme Sonntags. Expedition: Canzleibera, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen. Nr 301 Mittwoch den 24. December 18?3 allgemeiner Anzeiger. Menschen. Shcrwv nDuiSl'urg |tn Ein- »lugvon Linderung, Rettung, Gesundheit Briefmarken durch sieBcrlagS- )anbluitflD, L'. Inter- törpcr stu- trt. geht an Die Ge- snndhci, ist das köstlichste Tut Zu beziehen durch alle Buchhandlungen । des In- und^ Auslandes! iowte direct unter i Kreuzband! in ihrer | segensreichen Wirkung auf den | menschlichen Organismus in allen erdenklichen Krankheitssüller von '. Dr. Cherwy. AuS dem Engl. Parai’schen (ermittel ® Heilung der ’usend. * Gcsumiliflii ii. krall dem Main HANDLUNG IN Rindermehl Trüffeln, Champignons, Die Herren Bürgermeister werden ersucht, ^ryie urid von 15 bis 30 Centimeter Durch eses in ihren Gemeinden auf ortsübliche ^ksser, sowie 85 Stück Dachsparren au I ntien ne. Aad-, Jenster- & Aferdeschwämme. PUNSCHESSENZE. DIVERSE LißUSÜRE. Moulürende Ahtin^ine von GM. Hoehl in Geilentztm. NIEDERLAGE NATÖERL. MINERALBRUNNEN. fr. Frankfurter Bier (beste Qual.) 8 6 6 6 6 7 5 1 8 6 6 7 8 6) 7) I] 10) 11) 12) soll Klungt machte Brennholz, per (ftr. st. 1. 6 fr., empfiehlt (5702) S. Katz en st ein, Holzhandlung. Zimmermaterialien, Dachdcckerarbetten, Klempnerarbeiten, Schreinerarbeiten, Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt stnd. 1) Erdarbeiten, 2) Maurerarbeiten, 3) Mauermaterialien, 4) Steinhauerarbeiten, 5) Zimmerarbeiten, Acker hinter dem Steinbrunnen, auf den Stum- pfenioeg, Acker auf der Hohleiche, zur Backsteinfabrikation dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Die Deputirten: G. A. Marx. H. Wallon Gießen, den 24. November 1873. Der Rechner der Spar- und Leihkasse: , Kehr. Thlr. zu 53 „ 1207 „ 2069 „ 274 „ 166 „ 670 „ 332 „ 49 „ 846 „ 314 „ 335 6 22 27 17 1 6 25 21 10 3 Ort und Stelle versteigert- (5853) Hachborn bei Station Fronhausen a/d. Main-Weser^Bahn, 19. December 1873. Eingemachte Früchte, als: Annrnms, Mrlrche, Nüsse, Reineclauden, Erljk-eeren. ^oknnis&ceren, HIMBEEREN, aPRICOSEN, Aepfel. Birnen, Mirabellen. Caviar, Sardines ä l’huile, rass. Sardinen, Sardellen, Bwtnmer in »Basen, Cervelatwurst. Tulrlmnndeln, T^selrollnrn, Tafelleimen, ilal. Baselnüsse. Oocofde, (Eacoigna, Vanille, Thee, Zimmt, Urrac, Aum, Hognac, MALAGA, MADEIAA, Sherry, Portwein. Künftigen Montag u. Dienstag, den 29. u. 30. d. Mts., Nachmittags von 2 Uhr an, sollen die zum Nachlaß des verstorbenen S. Landauer gehörigen Mobilien, Kleidungsstücke, Weißzeug rc. gegen gleich baare Zahlung in dem Hause des Herrn Simon Landauer, Marktplatz, meistbietend versteig, rt werden. _________ (5887) 5822) Montag den 29. l. Mts-, Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause das Reinigen der Oefen in den städtischen Schulen rc., der laufende Tag - und Fuhr lohn, das Anfahren und Kleinmachen des Holzes, die laufenden Pflaster-Ausbesserungen und das Straßenreinigen pro 1874 versteigert werden. Gießen, den 18. December 1873. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Bauholjversteigerung. Montag den 12. Januar k. I., von Vormittags 9 Uhr an, werden im hiesigen Gemeindewald 230 Stück tannene Bauholzstämme von 8 bis 20 Meter Licher e. If ErportBier Zur Tagesgeschichte der Parai'schen Klostermittel Fechte Ieap. Waccaroni, Vermicellis, Suppenteige, Siergcmnfe- & Elerfnppennudeln. Paniermehl. Blocke kocotaete» Emmenthaler-Käse. . geeignet, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 5. December 1873. Grüßherzogliches Ortsgertcht Gießen. Wortmann(5636) Schlosserarbeiten, Glaserarbeiten, Anftreicherar beiten, ", 80 13 9 im Wege der schriftlichen Submission (möglichst an einen Unternehmer) vergeben werden. 5854) Der Bau eines Bürgermeifterei- GebäudcS zu Großrechtenbach, veranschlagt: Die Flaschenbier-Handlung von Georg Dörr Wtfw^ Kirchenplatz, Sgr. Pfg. 23 - 432 Besondere Bekanntmachung Bekanntmachung. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: Dienstag „ 30. December, Mittwoch „ 31. Die Interessenten werden daher aufgefordert , die Zahlung an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren. 16/n6 294 empfiehlt: Gießener Actienbier (sehr fein) pr. Flasche Lagerbier „ Geschäftsbücher aus der Fabrik von I. E. König & Ebhardt in Hannover. Postpapier und Couix-rtd mit Firma, Wechsel- und Rcchininftsformulare, Adreykarten, sowie Druck- und Lithvgraphiesachen icder Art empfiehlt (5270 P 1». I ii <1 e k i n g. Offerten sind mit der Aufschrift: „Submission auf den Bau des Bürgermeisterei^ Gebäudes" portofrei bis zum 17. Januar k. Js., Vormittags 9 Uhr, bei mir einzureichen. Kostenanschläge, Zeichnungen und Bedingungen können vom 2. Januar k. Js. ab in meinem Amtslocal Hierselbst eingesehen werden. Niedercleen, den 19. December 1873. Das Kgl. Preuß. Bürgermeister-Amt. Hardt Herr Oberschacktsik in Lütgen-Dortmund berichtet 4-/2. 72: „Erfreut durch glückliches Resultat (Heilung zweier Kinder von Epilepsie, welche von den Aerzten als unheilbar bezeichnet waren), habe ich Ihre Klostermittel mehreren Leidenden bestens empfohlen." Herr v. Reck, Pastor in Johannisberg, berichtet 7./5. 72: „In allen Fällen (bei Bleichsucht, Hämorrhoiden und Auszehrung) haben die Klostermittel der Patienten Hoffnung übertroffen." (5881) Frau Kurtz in Troisdorf berichtet 22-/5. 72: „Wenn Sie mich vor Ihrer Cur gesehen hätten und jetzt, Sie würden sich selbst wundern. (Heilung der bösartigsten Gesichtsflechten.) Ich darf mich jetzt wieder unter Menschen sehen lassen." Türkische Pflaumen, Bamberger Zwetschen, Brünellen, Klrsehen, ApfelepalteL. Erksen -, Können -, ^infenmefif. Äusttatisches preferoirtes Misch. Condensirte Milch. Liebig’s Fleischextract. Montag den 29. December 1873, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhaus die zum Nachlaß des Friedrich Schwaab gehörigen Immobilien und zwar die Besitzung auf dem Seltersberg, eingetheilt in die Hofraithe und 8 Bauplätze, jeder von ungefähr 200 IDKlftr. Flächengehalt, Flur Nr. mKlftr. Emil Fischbach in ttlESSEIV. LAGER IN (■la« und Ot'yslflll* am Kirchenplatz. r. brunnen. Weinbrunnen, I in i/z I V4 I Vs Originalflaschen it goldgelben | rothen | weißen Staniolkapseln aus Bier s ervice, Bierseidel, Fischgläser. Vasen, Bowlen Huilliers. 8 CO vorräthig bei Lich, den 15. December 1873. (5797) Conrad Vogt III* ^/lsbade/Sa^z^Carlsbader Sprudelseife, Emser Pastillen, Soda- und Selterwasser. Porzellan und Steingut, weiss und decorirt, Lasel- und Kaffeeservice, Kuchen- und Deffertteller, Waschgarnituren, Blumentöpfe etc. mit goldgelben \ rothen | weißen e>tantoirap)ein verschlossen. — Der bei der Fabrikation verwendete Traubenextract ist gewonnen den weltberühmten Gewächsen von Hochheim — Nier st ein u. Johannisb e r g. — Verkaufsstelle in Gießen bei I. A- Busch Sö-ne am Kreuz. (5886) Fabrik W. H. Zickenheimer in Mainz-__ Friedrichshaller Bitter- Weinbrunnen, wasser, Schwalheimer, Homburger Elisabethen- Selterser (Nassau), brunnen, Wildunger, Mein Tuch- und Bukskin-Lager, aufs Reichhaltigste fortirt, empfehle ick hiermit angelegentltchst. ludwig lang? Markistraße (Wettergasse) Nr. 25. £ NB. Musterkarten stehen gerne zu Diensten. « Pelzwaaren-Lager von H. Rübsamen, MäuSburg D. Nr. 9, ist wieder auf das Nelleste und Reichhaltigste nffortirt und empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. Neue und alte Sachen werden nach Wunsch angefertigt resp. umgeändert, sowie alle ins Kürschnerfach einschlagende Artikel stets prompt und billigst hergestellt. (5001) < Biscuit, rluytstllin: Stearin, Thon. KesfTec- und Theeservice in Britannia-SletalL Schöne Auswahl von: Vasen, Schallten, Schreibzeug««, Leuchtern, Ligarren- servicen etc. etc. in Flabaster und Aronze. GOLDFISCHE bei Wilhelm Balser, Lindenplah A- 142. Neue Füllung in ausgezeichnetster Qualität SssherTrauj MM Handelsverein. Bei der am 83. Dccember stattgefundenkn Generalversammlung erhielten bei geheimer Abstimmung über die für die Wahl zur Handelskammer vorzuschlagenden Mitglieder, die Herren Hofg.-Advokat Diery, Cigärrcnfabrikant Adolph Noll, Fabrikant Eduard Silbereifen, die überwiegende Stimmenmehrheit, und werden diese zu Can- ditatcn für die bevorstehenden Handelskammer-Wahlen hiermit empfohlen. »» »”*« .«1°,? PH. Schlatter. bei sein 2. Stiftungsfest. Der Vorstand. bei 5901) Musik- und Gesang-ConreN (3527) gleich beziehbar. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Grünbergerstraße. Für Bier - Wirthe. hält stets großes Lager und kann in jedem zeige über den Fund nimmt die Exped. d. beliebigen Quantum bezogen werden von Bltts. entgegen und wird dem Fmder Be-^ lohnuug zugesichert. (5753) H ch- Schmal!, Frankfurter Hof. CQ X> 8 8 5162) Kleingemachtes Holz und Braunkohlen bester Qualität vom Hessenbrücker Hammer verkauft Heinrich Sauer, Neuenweg. Bayerisch Exportbier von Th. Ehemann in Kitzingen, Frankfurter E x p o r t b i e r von I. G- Henrich Giessener Lagerbier Ijicher „ Exportbier Giessener Aeilen- Gg. Lenz, Wieseck. der hiesigen Civilcapelle am 3. Weihnachtstage. Abends 6 IThr. I'ntree 6 kr. in Lich Philipp Zimmer, in Gießen C. W. Dietz, Haupt-Agent, Feine, ceiiiyehallene IFeine, sowie Flaschenbier' über die Strasse per Flasche 6 und 8 kr. in der Restauration zum Stern, M (lusbur g, pr. Flasche. 6 kr. 6 » 7 „ Eoiiy’s Hierbei ier. Am 9. und 3. Weihnachtsfeiertage t (5895) Freitag den 2. Weihnachtsfeiertag: Tanzmusik Herder am 2 April. Lessing „ 16. April. Goethe „ 30 April. Bordeaux- Medoc, 54 Ahrbleichert, 48 Ingelheimer, 48 im Faß bedeutend billiger, liefert Hch. Sch mall, Frankfurter Hof. 5902) Der Gesangverein „Liederkranz" in Heuchelheim feiert am 2. Feiertag auf dem Westfälischen *>of z Jlhlcr L'fiiie. Deutsche Lransatt. DsmpsschiMhrts-Geskltschast in Hamburg. V°n HamburgNewyork werden direct, ohne Zwischenhäfen anzulaufen, expedirt die eisernen deutschen 3600 Tons großen und 3000 effecttve Pferdekraft starken deutschen Schrauben-Dampfschlffe: 5871) Sonntag dell 21. d M. wurde $ auf der Chaussee zwischen Gießen und Frohnhausen ein Wagentuch verloren. Am Bürger-Gesellschaft. 5831) Ru der am 26. d. M- im Einhorn stattfindenden Christbescheerung müssen die Geschenke, im Wertbe von mindestens 30 kr-, spätestens bis zum 25-d.M-bet Herrn Christian Frech, Schulstraße Nr. 17, abgegeben fern. NB. Das Mitbringen von Kindern ist nicht gestattet. Der Vorstand. 5784) Der erste und zweite Stock mei- Rieft aus Böhmen, bestehend aus 3 Herren und 3 Damen, nes Hauses, jeder aus vier Zimmer und ° * »ubehör bestehend, sind zu vermiethen und Karl Kaspar, (Tafel-) Bier . Frankfurter Bier . . von vorzüglicher Qualität frei in s Haus ge- iefert bei Emil Diirr, am Marktplatze. Anfang 4 Uhr und 8 Uhr. Enträe 6 kr. Am 3. Feiertag Frühschoppen-Foncert. flesla Urali an Bararia (loncerl * Herder am 8- Ianr. I Herder am 19 Febr. Goethe „ 22 Ianr. I Goethe „ 3. j. Schiller „ 3 Febr. | £ .. Passagepreiser I. CajütePr. Thl. 165, II. Cajüte Pr. Thl-100, Zwischendeck Pr. Thl. 53 Auskunft ertheilt: Die Direktion in Hamburg, -sowie der von der Gesellschaft für das Großberzogthum Hessen angestellte General-Agent W- Westenburger, Theilhaber der Firma Carl Rack6 L Co. m Mainz, Carmeliterstr. 8- J Ferner Ed Humann in Mainz, Carmeliterplatz 8, General-Agent von Wermiethungen. 5896) Ein FamilienlogiS im früher Müller'schen Hause, Kaplansgafte zu vermiethen und den 1. Januar zu beziehen^_________________________________ i Wem - Verkauf. Weiße Weine: per Flasche Wachenheimer, 24 kr. Deidesheimer, 36 „ Rüdesheimer, 48 „ Rothe Weine: Champagner, fetnsterQualität, verschiedenetiquettirt, per Flasche 20 Sgr., versendet unter Nachnahme oder Franco-Einsendung des Betrages. (5269) (7445) G. Traugnt in Fulda. Flaschenbiere. 397j Thee, Chocolade und - ■ — lWtt bci —^-6d,la-— I vermischte Anzeigen. 5469) Das seither von Fräulein Strobel bewohnte Logis Kanzleiberg B. 66 ist ander- weit zu vermiethen._______________________ 5007) Eine Wohnung von 5 Zimmern u. s. w- sogleich zu vermiethen bei ____________W. Ferber, Buchhändler. 4746) Zu vermiethen : Der untere Stock in meinem Hause A. 166, Marburger Straße Christian G- Eckel. 5868) Der dritte Stock meines Hauses 2 Zimmer mit Cabinet, Küche und allen Bequemlichkeiten, ist sofort an eine stille Familie zu vermiethen. Georg Lüdeking, Teufelslustgärtchen. geeignet, abzugeben. Wo? bei der Exped. in Butzbach Gg- Holzer, d Bltts zu erfragen- iin Darmstadt Leopold Schünemann, ... *■**'. —n—•/ * 8 1 " —---—---! Haupt-Agent v Weselmann L C- in Hamburg, v. Louis Knorr & Co. in Hamburg- Kalender für Hessen. General-Agenten in New-York: Änauf/t, IVachoil $ Hähne, 113 Hessischer Hausfreund 1S74* i^^rtefe adresfire man ^Adler-Linie, Hamburg", Telegramme .Trans. GustaV-Adolfs-KalenderlS^ ,'atlantic, Hamburg." Mit vielen Bildern und den Marktver- ----------------------------------------------- zeichnissen. Preis nur 8 Kreuzer. Vorrathtg in allen Buchhandlungen. (5341) Wenzel s Garten. Am 2. Wfihttachlsfeierlaqe: Großes Coneert, ansgcführt von dem Musik-Corps des 2. Großherzoglich Hessischen Infanterie-Regiments Nr. II unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Krausse. Samstag den 3. Feiertag: Großes Mililär-Coneert ausgeführt vom Musikcorps des 2. Großp Hess Znf.-Regts. Nr. 11« Anfang -V, Uhr. — Ende 10 Uhr Entree 12 kr. ä Person. Ertm Gosbelcuchtlnia. Cafe L(kib. Am 3. und 4. Feiertag: Concert ä la Strauss b" Sa’’el,C 11 0lS'f/Ära Jnfantme-Regiments, den 4. Feiertag unter persönlicher Leitung des Kapellmeisters Herrn C. Krausse. Ä Zur Aufführung kommen unter Anderen: Nußknacker-Quadrille v. Kucken. Damenfpende, Polka v. Krausse (auf Verlangen). Anariffs- Marsch v. Krausse (neu). Anfang 51 Uhr. Ende gegen 10 Uhr. Entree 12 kr 5889) Ich suche zum Eintritt in 4 Wochen ' einen mit gup'-Hlungsan,eigen, Kauf- und Verkausgefuche, g > ch , Familiennachrichten u. s. w. als besonders zuverlässig zu empfehlen. bibu''t9 "et W i'“**« ex’*- b’ 5897) Ein Bursche, der gute Zeugnisse auiweisen kann, und das Pferdefuhrwerk versteht, wird zu miethen gesucht. Ehr. H aubach. Eine Familienwohnung ruf dem Seltersweg oder in dessen Nähe wird zu miethen gesucht. Adressen beliebe man in der Expedition d. Blattes abzugeben. (5638 «x . Zu meinem Bier - Geschäft einen braven 4^1* Burschen, der auch ein Pferd bedienen kann. (5885) 5391) Getragene Kleider, Stiefel, Hemden, sowie sonstige abgelegte Gegenstände, kauft und verkauft Meyer Rothenberger. Neuenwea 193. Briefe an Louis Rothenberger zu adressiren. Viehaffecuranz. 5888) Die diesjährige Generalversammlung findet Sonntag den 28. December, Nachmittags 4 Uhr, im Locale des Herrn Führer statt. Tagesordnung: Vornanoswayl. Der Präsident: _______________ K. Simon. Marinirte Häringe ()974) empfiehlt Emil Fischbach. 24) Flechtenkranke und Brust leidende finden noch in den hartnäckigsten Fällen Heilung durch I)r. Jochheim in Darmstadt}, Elisabethen - Strasse 1. (Gas Inhalationen / Prospecstus gratis.) 5390) Lumpen, Knochen und Metalle, kauft Meyer Rothenberger, Neuenweg 193. Getrocknete Birnen, „ Reineclauden« Bamberg. Äweteclien, Türk. Pflaumen, Brünelien, Aplelepalten, Hirschen (5474) empfiehlt Emil Fischbach. Die nächste Nummer des Gießener Anzeigers wird am 29. December ausgegeben. (Hierzu eine Beilage) Aeilage zu Mr. 301 des Kichener Anzeigers. Deutsch land. Darmstadt, 19. December. Die Haltung unserer ersten .Qarnmerj gegenüber den neuen Gesetzentwürfen über die innere Verwaltung und die Schule hat eine sehr begründete Aufregung in unseren politischen Kreisen hervorgerufen. Der Beschluß unseres Herrenhauses vom 17. l. M., der die Zulassung von Ordensgeistlichen an den öffentlichen und Privatschulen zur Bedingung des Zustandekommens*des neuen Schulgesetzes macht, ist eiu Faustschlag gegen die zweite Kammer, das deutsche Reich, die Negierung und eine sehr charakteristische Ueberhebung der dafür stimmenden Mitglieder unseres staiides- herrlichen Adels. Der Negierungsentwurf hatte Ordensgeistliche von öffentlichen Schulen ausgeschlossen, die zweite Kammer diesen Ausschluß auch auf Privatschulen ausgedehnt, die erste Kammer den Beitritt zu diesem letzteren Beschlüsse abgelehnt. Als nun die zweite Kammer aus ihrer früheren Abstimmung nahezu mit Stimmeileinhelligkeit beharrte, jedoch der Negierung das Recht, Ordensgeistllche an Privatschulen widerruflich zuzulassen, verlieh, fordert die erste Kammer, über ihren ersten Beschluß hinausgehend, die Zulassung von Ordensgeistlichen an allen Schulen als eine Bediilgung des Zustaiidekommens des ganzen Gesetzes. Das Herrenhaus hat sich zweifellos darüber nicht getäuscht, daß die 2. Kammer, in welcher bis auf die wenigen Ultramontanen alle Parteischattirungen in dieser Frage einig gingen, nicht nachgeben könne und werde, sie hat sonach den Conflict mit der Volksvertretung geradezu pro- vocirt. Das Herrenhaus hat sich aber zugleich mit seiner Forderung, die Volkserziehung der katholischen Ordensgeistlichkeit, gegen welche das gebildete Deutschland tagtäglich deil Vorwurf undeutscher und landesverrätherischer Gesinnung erhebt, zu überlassen, in Reih und Glied mit der Centrumspariei und allen erklärten Reichsfeinden gestellt, was freilich nicht auffallen kann, wenn ein Moufang und Dalwigk die Führerschaft haben. Wie die Negierung sich zu dieser Renitenz des Herrenhauses stellen wird, ist noch nicht sicher, die Volkskammer aber wird, getragen von der Zustimmung des weit überwiegenden Theils der Bevölkerung, ihre Schuldigkeit ganz und voll thun. Sie handelt im Gefühle der Wichtigkeit des Moments und ihrer Verantwortlichkeit für den Erfolg. Kein Zweifel, daß der politische Einfluß der ersten Kammer bei irgend welcher Nachgiebigkeit der zweiten wesentlich steigen mußte, kein Zweifel aber auch, daß die erste Kammer in der Sackgasse, in welcher sie sich an der Seite der reichsfeindlichen katholischen Klerisei befindet, politisch abgethan werden kann. Die zweite Kammer wird diese Gunst der Situation auszunützen wissen. (N. Frkfr. Pr.) Darmstadt, 22. December. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Sich Allergnädigst bewogen gefunden, den früheren ordentlichen Professor an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Breslau, Dr. Joseph Huben Reinkens, durch nachstehende Urkunde als katholischen Bischof anzuerkennen: Ludwig 111. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein 2C. rc. Nachdem Wir Uns gnädigst bewogen gefunden haben, den früheren ordentlichen Professor an der katholisch - theologischen Fakultät der Universität Breslau, Dr. Joseph Hubert Reinkens, auf Grund der am 4. Juni d. I. in Cöln stattgefandenen Bischofswahl und der ihm am 11. August d. I. in Rotterdam durch den Bischof von Deventer ertheilten Consecretion als katholischen Bischof unbeschadet aller Unserer landesherrlichen Oberhoheits- unb Oberaussichtsrechte anzuerkennen, so ist sich hiernach gebührend zu achten. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigedrückten Großherzoglichen Siegels. Darmstadt, den 15. December 1873. (gez.) Ludwig. (contras.) v. Starck. Darmstadt, 22. December. In der gestrigen höchst zahlreich besuchten und sonst glänzend verlaufenen Wahlversammlung zu Sprendlingen wurde ein Lassalleaner, welcher den Abg. Dernburg, den Kandidaten der Fortschrittspartei, mit einem doppelt geladenen Terzerole bedrohte, ergriffen und verhaftet. Die furchtbar erregte Menge prügelte hieraus die anwesenden fünfzig Lassalleaner durch und warf sie zum Saal hinaus. Die Caudidatur des Abg. Dernburg wurde einstimmig aufgestellt, die Versammlung war auch vou benachbarten Orten viel besucht. — Die Chancen des Lassallerthums im Bezirke Offen bach-Dcrnburg sind in Folge des maßlos rohen Auftretens der Lassalleaner und der dadurch vielfach hervorgerusenen Conflicte entschieden gesunken. (N. Frksrt. Pr.) Darmstadt, 23. December. Seit drei Tagen werden im Odenwalde, in der Umgebung der erloschenen Vulkane Otzberg und Roßberg, Erdstöße beobachtet. Heute Nacht 2 Uhr bemerkte man hier auch wieder eine starke Erd- Erschütterung. Berlin, 20. December. Trübselig und ermüdend sowohl für die Abgeordneten, als auch für die Journalisten und Zuhörer hatte sich^oie vielversprechende Debatte über die Civilche-Gesetzgebung über vier volle Stunden hingeschleppt und es war wenig Aussicht vorhanden, daß die Verhandlting in ein etwas lebhafteres Tempo gerathe. Da plötzlich, wie ein Blitz aus heiterem Himmel, erscheint Er, der Reichsgewaltige. Die Landestrauer hat sich auch auf ihn erstreckt, — seine gelben Epauletten sind schwarz umflort. Doch sein Geist weiß Nichts von dieser Trauer, er ist munterer denn je. Herr v^ Ger- lach nämlich hatte sich heute besonders liebevoll des Herrn v. Bismarck-Schön hausen erinnert. Was waren das für schöne Zeiten, da sie noch selbander auf den bösen Liberalismus losschlugen. Das waren andere Tänze, die Herr v. Bismarck-Schönhausen (für den Hospitanten der Centrumsfraction existirt der „Fürst v. Bismarck" ja nicht) damals aufspielte, als er noch „Junkercon- fptrateur" war, und es in der Vernichtungssehnsucht aller großen Städte mit der besten Petroleuse aufnebmen konnte. Er, der Reichsgewaltige, ist s'it jener Zeit sanfter geworden, jedoch Gerlach's Farbe der Entschließung der Gedankenblässe angekränkelt. Die Sarkasmen, die großen und kleinen Malicen, welche Herr v. Bismarck über den feisten Protestanten der Germania ausschüttete, der so sehr auf seine eigene Meinung erpicht ist, daß er keinen Zweiten neben sich dulden mag, flössen wie Honigseim von seinen Lippen. Jubel und lautes Gelächter erscholl durch den Saal, da Fürst Bismarck mit der an ihm bekannten '^Rücksichtslosigkeit den Herrn v. Bismarck-Schönhausen aus Schritt und Tritt desavouirte und eiu erdröhnendes Bravo erscholl durch das Haus, als er den eigenwilligen Gerlach in eine amüsante Parallele neben die „Gründer und sonstigen Neichen stellte, die ebenfalls ein ganz apartes Dasein zu führen bestrebt sind. Zuletzt siegte doch das Mitgefühl Bismarck's über den boshaften Sa- tyriker und mit einer höchst zweideutigen Anerkennung der persönlichen Vorzüge des Herrn v. Gerlach schloß der Herr Ministerpräsident seine Rede. Münster, 21. December. Die „Wests. Prov.-Ztg." schreibt: „In katholischen Gegenden wird die Einführung der Civilehe von Seiten des Staates unter dem Volke als ein Attentat auf das Christenthum und die christliche Sitte betrachtet, da das Civilehe-Gesetz gestatte, nach dem weltlichen Gesetze, ohne das Sacrament der Ehe empfangen zu haben, ehelich zusammenzuleben, welches Zusammenleben vom katholischen Standpunkte aus nur als Concubinat angesehen werden könne und dürfet Das Sacrament der Ehe kann unter allen Umständen ein Katholik nur in seiner Kirche und nur von seinem katholischen Pastor gültig empfangen, und noch niemals habe man dasselbe in anderer Weise kirchlich gültig empfangen können. Es lohnt sich wohl der Mühe, mehrere in dem letzten Satz enthaltene unwahre und irrige Anschauungen zu berichtigen. Nach der katholischen Kirchenlehre ist nicht der Priester der Spender des Ehe-Sacraments (er ist nur kirchliche Urkunds-Person, wie die beiden Zeugen) , sondern die beiden Brautleute sind sowohl Spender als Empfänger desselben. Unwahr ist es ferner, daß man in der katholischen Kirche dieses Sacrament niemals vor einer weltlichen Behörde ohne priesterliche Trauung hat kirchlich gültig empfangen können. Noch im Jahre 1170 belehrte Papst Alexander III. den Bischof von Salerno in einem Pastoralschreiben also: Wenn zwischen einem Mann und einem Weibe die Erklärung der gegenseitigen Zustimmung in gesetzlicher Weise erfolgt, d. h. mit der feierlichen Förmlichkeit öffentlich erfolgt, mit welcher sie zu geschehen pflegt, nämlich entweder vor einem Priester, oder vor einem Notar, und, wie es in einigen Orten auch gebräuchlich ist, außerdem noch vor fähigen Zeugen, sc zwar, daß der Eine den Andern in wechselseitiger Uebereinstimmung ausdrücklich durch die gewöhnlichen Worte aunimmt: „Ich nehme Dich zu meiner Ehefrau" und „Ich nehme Dick zu meinem. Ehemanne",'so darf die Frau keinen ändern mehr heirathen, und heirathet sie später einen Andern, so muß sie von diesem getrennt und durch kirchliche Strafen angehalten werden, zu dem ersten Manne zurückzukehren. (Decret. Greg. lib. IV., til. IV., cap. III) Aus dieser päpstlichen Entscheidung erhellt, daß man noch im Jahre 1170 das Sacrament der Ehe kirchlich völlig gültig nicht blos vor einem Priester, sondern auch vor einem Notar empfangen konnte. Noch mehr. In den Diö- cesen Münster, Trier, Paderborn und in Holland können noch heute kirchlich völlig gültige (gemischte) Ehen von Katholiken vor weltlichen Behörden sowohl, wie vor evangelischen Pastoren geschlossen werden. Die Sache liegt so: Die katholische Kirche betrachtet die gemischten Ehen, sowie die Ehen der Protestanten allerdings im Princip nur daun als gültig, 1) wenn überhaupt kein trennendes Ehehinderniß (impedimenlum dirimens) des katholischen Kirchenrechts vorliegt, und 2) an denjenigen Orten, wo die vom Concil vorgeschriebene Form der Eheschließung publicirt ist, auch diese Form eingehalten ist. Papst Benedict XIV. jedoch hat 1741 für die Niederlande eine Declaration Der kirchlichen Vorschriften betreffs der Abschließung kirchlich gültiger Ehen dahin erlaffen, daß dort die rein protestantischen und die gemischten Ehebündnisse, falls kein sonstiges kirchliches Ehehinderniß vorliege, vor dem Richterstuhle der katholischen Kirche auch dann als gültig angesehen werden sollten, wenn sie selbst in Pfarreien, wo die tridentinische Form der Eheschließung vorgesehen ist, nicht vor dem katholischen Pfarrer eines der beiden Contrahenten, sondern etwa vor dem nicht katholischen Geistlichen oder vor dem protestantischen Magistrat erklärt sind. Diese Benedictinische Declaration gilt für Holland und die anderen ausdrücklich in derselben bezeichneten Länder, zu denen auch die Bischofssprengel von Münster, Paderborn und Trier gehören. Bei gemischten Ehen kann also schon jetzt in der Diöcese Münster nach der Declaration Papst Benedict's XIV. das Sacrament der Ehe kirchlich völlig gültig vor einem evangelischen Pastor oder einem evangelischen Magistrat empfangen werden." Braunsberg, 23. December. Bischof Krementz ist wegen öffentlicher Beleidigung der Militär - Commandos zu Insterburg, Gumbinnen, Friedland, Wehlau und der Landesarmee-Jnspection zu Tapiau, begangen in der Bekanntmachung, betr. die Excommunication des altkatholischen Pfarrers Grunert, zu 200 Thaler Geldstrafe, eventuell 6 Wochen Gefänguiß verurtheilt worden, Professor Hipeer wegen Theilnahme zu 20 Thaler Geldstrafe, eventuell 1 Woche Gefängniß. Kassel, 23. December. Vilmar's Broschüre: „Der Todeskampf der hessischen Kirche", ist polizeilich confiscirt worden. Frankreich. Paris, 20. December. Die officiöse „Presse" kommt heute nochmals auf die schlechte Geschäftslage in Paris und ganz Frankreich zurück, und sucht darzuthuu, daß die „Interessen" nur deshalb erschreckt seien, weil ein Theil der konservativen Partei (das linke Centrum) zu den Republikanern halte, und so der Befürchtung Raum lasse, daß die Radicalen fester« Fiiß fassen könnten. Eine solche lächerliche Behauptung bedarf keiner Widerlegung, da es doch wohl bekannt genug ist, daß die jetzige Krisis dadurch hervorgerufen wurde, daß der größte Theil der Rechten und des rechten Centrums vor nichts zurückscheut, um sich an der Gewalt zu erhalten, obwohl diese Leute drei Viertel des Landes gegen sich haben. Da die Lage jetzt so ist, daß jeden Augenblick dem Lande die Geduld ausgehen kann, so ist es begreiflich, daß Niemand mehr Geschäfte zu machen wagt und daß das Elend steigt. Versailles, 23. December. Die National-Versammlung wird sich am 31. December bis zum 12. Januar ohne Erneuerung der Permanenz-Commission vertagen. — Vazaine wird sich morgen in Marseille einschiffen. N 5571) mit schon bei dem Unterzeichneten in Empfang genommen werden. lU IU XUlllJlll yyUUUH |*v w (J ' / I • w ,~*rX . . n i Wie UNS aus Paris qcschrieben wird, hem Bemerken, daß die Verzinsung am 31. Decvr. o. ausyorr. Briefliche Anzeigen werden ebenfalls berücksichtigt. Hnngen, 1. December 1873. Abr. Heß Vorfall, der hier seiner Zeit viel reden machte. Die handelnden Personen waren die Prtnci- pessa Borghese, eine Verwandte der Herzogin von Rochefoucauld und der preußische Gesandte am römischen Hofe, Geh.-Rath Bunsen. Dieser und seine Frau besuchten an dem gewöhnlichen Empfangsabend den Salon des Principe Borghese. Als er eben abfuhr, sagte mir einer seiner Freunde: „Ich wollte, er wäre nicht gegangen." Am nämlichen Tage war die Nachricht von vcr Verhaftung des Erzbischofs Droste von Vischering eingetroffen; die ganze mit dem Vatican zusammenhängende Aristokratie gerieth in die höchste Aufregung, und Bunsen galt ihr für den Urheber des Unheils. Als er mit seiner Dame in den Salon cintrat und zur Begrüßung auf die Principessa, eine geborene Rochefoucauld, losging, erhob diese sich von ihrem Fauteuil und wandte ihm den Rücken. Alle Augen richteten sich auf die Gruvpe, doch der gewandte Bunsen wußte den Eclat schnell durch eine Seitenbewegung zu zerstreuen und sich geschickt zu entfernen. Die alte Principessa Borghese lebt heute noch heute, wie der eingewurzelte ultramontane Haß wider alles preußische Wesen in den Familien Rochefoucauld und Borghese fortlebt. Die Rückzahlung von Einer Million Gulden 5 % Darmstädter Obligationen vom 1. October Börsenberichte. Frankfurt a. M., 23. December. Die Speculation scheint vor den Feiertagen aus ihrer bisherigen Reserve nicht heraustrcten zu wollen, weshalb auch der heutige Verkehr im Ganzen ein recht luftloser war. Das Geschäft beschränkte sich meist auf das spekulative Terrain, während Bahnen und Banken vernachlässigt blieben Bezüglich der Tendenz riefen Berliner Notirungen eine Ermattung gegen gestern hervor. Die Vorbereitungen zu der, durch die Feiertage näher gerückten Liquidation nehmen die Börse heute schon vielfach in Anspruch. Credit- actien bedangen einen Deport von ca. 36 kr. — Für Prolongationen wurden ca. 5 o/o Zinsen bewilligt Credttactien wichen von 2451/2 uuf 244,,?, Staatsbahnactien von 350'2 auf 350, Lombarden schloffen 1741/2- Oestcrr. Bahnen geschäftslos. Buschtiehradcr Lit. B zu 165 um 12 fl. gegen gestern matter. Prag-Duxer und Ungar. Norvost ca. 3—4 fl. niedriger. Banken sind wenig verändert. Deutsche Handelsgesellschaft, namentlich junge, beliebt. Württemberger Vereinsbank abermals matter. Anlagefonds fest. Von Amerikanern 1881er matter. Von Looseffecten Darmstädter 50 fl. - Loose und Bayerische höher. Oesterretchische und Ungarn, sowie Holländ. Communal-Loose matter. Stadt Barletta-Loose für Privatanlagen gefragt. Von Wechseln Amsterdam fest. Stollvverk’sche Brust-Bo n b o n s aus der Fabrik von Fran? SlollwrrK, Hoflieferant in Köln. Alle, welche an Hals- und Brustübeln leiden, bedienen sich des einfachen Mittels der Stollwerck'fchen Brust-Bonbons. Dieselben sind nach der Komposition des Königlichen Geheimen Hofraths und Professors Ur. Harle ß in Bonn bereitet, und haben in ganz Europa in mehr als 30 Jahren einen so außerordei tlichen Ruf erlangt, daß dieselben mit Recht als das beste und angenehmste bis jetzt bekannte Hausmittel gegen Hals- und B»ustleiden, trockenen Reizhusten, sowie überhaupt gegen alle katarrhalischen Affectionen, auf das Gewissenhafteste zu empfehlen sind. Döpüts genannter Brust-Bonbons sind in allen nainhaften Städten Deutschlands, sowie in den größern der übrigen Staaten Europa's er- rtchtet- Verkaufsstellen in Gießen bei I. A. Busch Sohne, C. W. Dietz, LouiS Frohnhäuser, Christ. Kraemer am Bahnhof. (5534) Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medici»» und ohne Kosten. „Ilevalesciere Du Barry von London.“ Keine Krankheit vermag der vorzüglichen Revalesciere du Barry zu widerstehen und bewährt sich dieselbe ohne Medicin und ohne Kosten bei allen Magen -, Nerven- Brusl-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberculose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufsteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — Auszug aus 80,000 Certificaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden: Ccrtificat Nr. 79,810. Düsseldorf, 9. November 1872. Meine Tochter litt seit mehreren Jahren periodisch an sehr heftigen Kopfschmerzen und Erbrechen. Nach kurzem Gebrauch Ihrer Revalesciere ließen beide Uebel nach und erfreut sich meine Tochter seither einer ganz beneidenswerthen Gesundheit. Bei einer anderen Dame, die an gänzlicher Appetitlosigkeit litt, reichten einige Pakete Revalesciere hin, um sie in den Stand zu setzen, alle Speisen zu genießen und zu verdauen. Ich kann daher diese köstliche Nahrung mit bestem Gewissen empfehlen C. A Klemm, Wwe. Certificat Nr. 73,800. Mohücs, 20. December 1871. Ihre berühmte Revalesciere drei Monate lang genossen und dadurch mein viel- jährig gehabtes Dämorrhoidal-Leiden gänzlich gebellt, hat m-ch veranlaßt, dieses ausgezeichnete Heilmittel einem meiner guten Freunde, der an Schwindsucht leidet, zum Gebrauch anzuempfehlen. Jos. U l l e i n, Baun,elfter. Nahrhafter als Fleisch, erspart die Revalesciere bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speileu. In Blechbüchsen von Vr Pfund 18 Sgr., 1 Pfund 1 Thlr. 5 Sgr., 2 Piund 1 Thlr. 27 Sgr., 5 Pfund 4 Thlr. 2u Stzp-, 12 Pfund 9 Thlr. 15 Sgr., 24 Pfund 18 Thlr. — Revalesciere Biscuiten : Büchsen ä 1 Thlr. 5 Sgr. und 1 Thlr. 27 Sgr., — Be vale sei öre Chocolatee in Pulver für 12 Tassen 18 Sgr., 24 Tassen 1 Thlr. 5 Sgr., 48 Tassen 1 Thlr. 27 Sgr., 120 Tassen 4 Thlr. 20 Sgr., 288 Tassen 9 Thlr. 15 Sgr., 57b Tassen 18 Thlr.; in Tabletten für 12 Tassen 18 Sgr., 24 Tassen 1 Thlr. 5 Sgr., 48 Tassen 1 Thlr. 27 Sgr. — Zu beziehen durch Barry du Barry & Comp. in Berlin, 178 Friedrichsstraße, und in allen Städten bei guten Apothekern, Droguen-, Specerei- und Delicatessenbändlern. In Gießen bei Müller L Schwager. (2036) 1868 betreffend. Die Beträge des vorbenannten Anlehens können von heute an Zahlun^auszugeben. y|)m 16 December: „Während noch vor einigen Tagen die Blätter berichteten, der Guß der Kaisera locke in Frankenthal sei vollständig gelungen, wird nun das Gegentheil behauptet. Schreiber dieses hat sich unlängst durch Augenschein von der Sachlage überzeugt. So weit die Glocke bloß gelegt war, zeigte sich ihr Körper vollstand,g schön geformt; die Ornamente, die kleinen Bogcnfriese und die Buchstaben der Inschriften sind ausgezeichnet gelungen, aber da, wo im oberen Theile der Krone das nachgegossene Metall beginnt deutet eine feine schwarze Linie an, daß nicht die wünschenswerthe innige Vereinigung der beiden Metall-Formationen Statt gefunden hat. Mit Einem Worte: die gewaltige Glocke ist nicht aus Einem Guß. Ist dies schon bei einem monumentalen Werke, wie die Kaiserglocke, sehr störend, so mochten vielleicht noch technische Einwendungen dazu kommen. Es konnte scm, daß nach längerem Gebrauch und unter dem Einfluß vielfachen Tempcraturwechse s sich die Glocke nach jener erwähnten Linie spalten würde. Bei der projectirten soliden Aufhangungs- weise würde dadurch allerdings keine Gefahr für das Läutepersonal entstehen, allein die Glocke würde ihren Ton verlieren." Nach der Kaisers!. Ztg. will Meister Hamm sich nächstes Früh- iabr noch einmal an die schwierige Aufgabe wagen. fW'" A"a ipk-n w'rd freut das Univers sich kindlich über die „bonne petite nouvelle,“ daß der Guß ^r Kayerglocke zum zweiten Male mißlungen sei: Der Finger Gottes, wie sich von selbst versteht, hat den Ausgang dcs^ Die Erzählung von der Unannehmlichkeit, die dem Grafen von Arnim neulich beim Diner im Hause Mac Mahon's begegnete, erinnert an einen ähnlichen > Vermischtes. - Das Deutsche Dampfschiff „Göthe," Capt. I. A. Wilson, von der „Adler-Linie" in Hamburg, welches jüngst die schnellste directe Reise, die bisher von Hamburg nach NewAort vvn Stabt zu Stadt gemacht, in nur 11 Tagen und 21 Stunden öurucklegte, ist trotz sturmu schen Wetters in 9 Tagen und 10 Stunden am 19. December, 11 Uhr Mittags, in Plymouth wohlbehalten angekommen und hat nach Landung der Vereinigten Staaten-Post. und de, für England bestimmten Passagiere die Reise via Cherbourg nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe überbringt 96 Passagiere, volle Ladung und eine Post von 17 Briefsacken. — Die Union zu San Diego in Caltfornien schreibt .unterm N. November. „Vor Kurzem wurde Azsuppecahwypah, eine alte Zauberin, dicht bei Smith s Ranch im Pmenut- ThaU im Staate Nevada zu Tode gesteinigt uno wurde das Opfer eines 4erlichen^Aber^ glaubens. Dieses Weib, welches zwischen 40 und 50 Jahre alt war und einen hatten und einige Abkömmlinge hinterließ, war angeschuldigt, einige Todesfälle durch -3^veranlaß z haben. So sollte etwa vor 5 Jahren ihr Schwiegersohn an den folgen eines Traurnes ge^ storben sein, indem die Genannte ihm erschien, und wären Johnson Stbes und einige Andere nicht dagegen eingeschritten, so wäre sie schon damals von einer hohen Klippe herabgesturz worden. Vor einem Jahre sollte eine Nichte Sam Fappio's an einem Traum vcn ihr gestorben sein, und der Indianer würde ihr den Garaus gemacht haben, hätte sie nicht die Flucht ergriffen. Noch einen anderen Indianer sollte der Tod in Folge ihres verhangnchvollen Emflusies >c- troffen haben, und man suchte sie zu fangen, aber sic entwischte abermals. Jetzt wurde dis Sache wieder ausgenommen und im großen Rath im Pinenut-Thale Gericht über sie gehal en. Das Resultat war ihre Verurtheilung zur Steinigung, was an demselben Tage ausgesulr wurde. Das unglückliche alte Weib wurde in den Mittelpunkt eines Ringes gestellt und form- ö jrarlöruhe, 19. December. Vor dem Schwurgerichte in Constanz spielte sich vorgestern wieder eine Verhandlung wegen Kanzelmtßbrauchs ab. Der Angeklagte, Pfarrer Siebert von Hemmenhofen, hatte sich am Sonntag den 14. September m der P"^igt über die damals bevorstehenden Wahlen ausgelassen und u. A. gesagt: „Wer liberal (oder roth) oder gar nicht wähle, dem sollen, wenn er nach Hause komme, die Frauen und die Kinder gegcnuberstehen und sollen zu ihm sagen, er sei ein Verräther, ein Judas, er gebe die Mutter dem Ehebruch, die Töchter der Schändung preiS; die Frauen und Kinder sollten ihren Mannern resp. Vatern in das Gesicht speien." (I) Aehnliche Proben aus früheren Predigten erfuhr man bei der Verhandlung aus dem Munde der Zeugen; auch ist der Angeklagte schon 1869 wegen eines ähnlichen Vergehens, Majestätsbeleidigung mit Mißbrauch des Amtes u. s. w., mit vier Monaten Festung bestraft worden. Die Geschworenen bejahten im vorliegenden Falle die Thatfrage und der Angeklagte wurde zu einer Festungshaft von sechs Monaten sowie zur Tragung der Kosten — Die neuen Münzen sind bereits in größerer Anzahl ausgeprägt und werden dem Verkehr übergeben. Es wird deßhalb an der Zeit sein, daß sich das Publikum mit denselben vertraut mache. Die Zwanzig-Pfennigstücke haben einen Durchmcffer von 16 Millimetern, also nahezu den der süddeutschen Groschen; sie sind im gerippten Ringe geprägt und tragen auf der ReverSseite oben die Umschrift „Deutsches Reich" nebst der Jahreszahl, m der Mi'te in deut, ließen arabischen Ziffern die Zahl „20" und darunter die Umsckrift „Pfennig. stücke haben einen Durchmesser von 24 Millimetern, also ungefähr den der Einhalbguldenstucke ; auch sie sind im gerippten Ringe geprägt und tragen auf der Rcvcrsselte ole Umschrift „Deutsches Reich," sodann innerhalb einer Kranzverzierung die Bezeichnung „1 Mark, unter der Kranzschleife die Jahreszahl. Auf der Aversseite beider Münzgattungen befindet sich der Reichsadler. In süddeutscher Währung ausgedrückt, beträgt der Werth des Zwanzigpfennigstuckes sieben Kreuzer, jener des Einmarkstückes fünfunddreißig Kreuzer. Nach den Vestlmmungen des Reichsmünzgesetzes vom 9. Juli 1873 müssen diese Münzen sofort nach ihrer Ausgabe, al o schon vor Einführung der Reichswährung, von den öffentlichen Kassen in jedem Betrag in Zahlung angenommen werden; auch im Prtvatverkchr haben dieselben sofort als gefetzliches Zahlungsmittel zu dienen, jedoch unter dem Vorbehalte, daß Niemand verpflichtet ist von diesen Reichs-Silbexmünzcn auf einmal mehr als zwanzig Mark (elf Gulden vierzig Kreuzer) in flmerißa. New - Nork, 22. December. Die über Madrid gemeldete Nachricht, daß der Präsident Grant oder nach anderer Angabe der Kongreß der Verei- niaten Staaten dem Virginius die rechtliche Eigenschaft eines amerikanischen Schiffes abgesprochen habe, findet in einem heute aus Washington emtreffeiiden Telegramm ihre Aufklärung. Der General-Staatsanwalt hat nämlich im Einklänge mit den von Spanien vorgelegten Nachweisen die Entscheidung gefallt, daß der Dampfer Virginius nicht das Recht zur Führung der Unionsflagge gehabt habe, weil die Schiffspapiere vermittelst falschen Zeugnisses erschlichen worden seien. Die Washingtoner Negierung, setzt das Telegramm hinzu, „übernimmt daher die Folgen dem Protocolle gemäß." 9M dem Wortlaute des erwähnten Protocolls fällt also zunächst die Verpflichtung für Spanien ort . die amerikanische Flagge in Santiago de Cuba zu salutnen, und sodann liegt es der Washingtoner Negierung ob, gegen das Schiff und die Personen, welche die amerikanischen Gesetze übertreten haben, das Strafverfahren enizuletten. Wie aus Madrid berichtet wurde, hatte die spanische Negierung die Ab ficht, nunmehr die Rückgabe des Virginius und der Mannschaften von den Vereinigten Staaten zu verlangen; jenes Protokoll aber flieht ihr dazu feinen anteTifani^e Schiff Jumita ist gleich nach New-Pork abgegangen, nachdem es die am 18. d. Mts. ihm übergebenen Ueberlebenden desVir- ginius ausgeschifft. Der Virginius ist von den Tortugas-Inseln itn Schlepptau des Ossipee nach New-Iork abgegangen. New-Uork, 22. December. Der New-Porker „Times zufolge hatte der britische Consul in der Havannah die Weisung empfangen, die Capitane des englischen Geschwaders sofort in die kubanischen Gewässer zu berufen, weil England die Bestrafung Burriel's, des Gouverneurs von Santiago, fordere. 1 New-Uork, 23. December. Von zuverlässiger Seite wird mitge- theilt: In Folge des gestern gemeldeten Ausspruchs des General-Staatsanwalts soll die überlebende Mannschaft des „Virginius^' bei ihrer Ankunft Hierselbst gerichtlich verfolgt werden. Von der Begrüßung der Unions - Flagge durch die spanischen Behörden ist abgesehen. rit Sr Dornii von Gtl unb bei WWh Localen 1 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 Ord.: .Nr 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.