iu ^'ngarten" i mehrerer @E< c" R»sik,Corps einlabet vchand. ^schmerzliche Tochter 9, fen ijl. ebenen. mS bei Innern Mneten 8oben> meinde-, Kirchen^ Dgeloffen. t die Provinz il in Giessen Pfandbriefe be- dithank. nerMe Ol'fi o-Geftafl. Giessen, inltrcm Nf*n' ®jJJ ^-chiff-» iu * ^rtiS vtertetjLhrtg 1 fl. 13 tr. aui Bringerlohn. Durch die Äoü dezogm vierteljLhrtg t fl. rs er itßmtr LrschrtM i'ägttch, nth! FyS- nähme Sonntag-. Expedition: SaniUiktTA Ltt. B. Nr. 1. Mnzeige- und Mmisölait für den Kreis Kiessen. Ur Mittwöch"dcn 23. IM SS32. * i.^.'- i ■ im iiii»TMMwma»WBmsg^=a 11 mtfich er Th eil. Gießen, am 17. Juli 1873. Verreisend: Die Schrift des Großherzoglichen Mmisterialsecretärs vr. Zimmermann über die Sonderrechte / der Provinzen Starkenburg und Oberhessen des Großherzogthums Hes en. Das er o HI)c r>ü gl i d)t Rrrisaml Girfti» an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Indem wir Sie auf obige neuerdings im Selbstverlag des Verfassers erschienene Schrift aufmerksam machen, empfehlen ton Ihnen deren Anschaffung zum Dienstgebrauch. v. Röder. AM politischer The > l. danken ist. Wer noch daran zweifeln will, dem braucht man nur zu bemerken, daß der gegenwärtige Bundesrath oder Ausschuß der Internationalen für Spanien gerade in Alcoy seinen Sitz hat. Dieser Ausschuß befindet sich allerdings ' im Streit mit der Mehrzahl des großen internationalen Verbandes, er hat die : Beschlüsse des bekannten Kongresses im Haag vom September 1872 nicht anerkannt und erkennt deshalb auch nicht den von jenem Congreß gewählten ’ Generalrath an, welcher augenblicklich in Ncw-Aork residirt. Weshalb er ge- I rade seinen Sitz in dieser Stadt Alcoy genommen hat, ist leicht zu begreifen, 1 denn unter den vielen Tausenden der dortigen Arbeiter konnte er auf eine zahl- ■ reiche Anhängerschaft und nicht minder auf zahlreiche Elemente auf seine Umsturzplane rechnen. Ueberdies waren auch die Rundschreiben, welche zuerst an: die Fabrikanten gerichtet worden waren und die geforderte Lohnerhöhung ein- ' seitig festsetzen wollten, mit dem Stempel der Internationalen versehen. Der eigentliche Anführer der Aufständischen war Severino Albarracin, ihm zur Seite standen ein Weber Segui, ein Arbeiter Namens Fambuena und ein gewisser Francisco Tornas aus Palma. Dieser Albarracin ist — ein charakteristischer Umstand für viele der Volksaufwiegler, welche die Flut der Republik au die Oberfläche gewirbelt hat — ein junger Mensch von kaum mehr als zwanzig Jahren, gebürtig aus Valencia, wo er, eifrig im Studium, Schullehrer wurde, sich zuerst einem republikanischen Club anschloß und dann sich als eins der emsigsten Mitglieder der Internationalen hervorthat, so daß er zum besoldeten Schriftführer des spanischen Bundesrathes derselben in Alcoy ernannt wurde. Als solcher wohnte er dem Congresse der Internationalen in Cordoba an. Es ist kein Zweifel möglich, daß die Internationale sich auf den Kampf gegen das Capital gerüstet hatte und jedenfalls den Aufstand in erster Linie veranlaßt hat. Die Agenten, welche am Montag den 7. Juli Abends aus Valencia zu den Verschwörern in Alcoy stießen, um den allgemeinen Strike in's Werk zu setzen, beriefen eine Arbeiter-Versammlung in den Stiercircus, wo bei Fackelschein aufreizende Reden gehalten wurden. Eine großartige Kraftan- strengung sei nöthig, um den Arbeitern in Valencia Muth einzuflößen und die unterdrückten Brüder zu retten. Das war der Refrain der Reden. Die Sache verhielt sich nämlich so, daß in Valencia die Internationale keine rechten Fortschritte machell konnte, daß die Strikes gescheitert waren und der Verband daher glaubte, durch eine Aufjehen erregende That die in Valencia erlittene Niederlage gut zu machen. Am folgenden Morgen erschienen in aller Frühe Gruppen bewaffneter Arbeiter in den Straßen und insbesondere an den Ausgängen dcr Stadt, um die Arbeiter, welche sich nach den meist außerhalb gelegenen Fabriken begeben wollten , zur Umkehr zu deoingen. Auch gingen sie zu den Webern in der Stadt und forderten sie auf, die Arbeit einzustellen. Viele Arbeiter weigerten sich zwar, zu gehorchen, indem sie erklärten, sie seien zufrieden mit dem Lohne. Doch wagten sie vor den Drohungen der Aufwiegler am anderen Tage nicht, zur Arbeit zurückzukehren. Zu bemerken ist auch, daß am Tage vor dem bewaffneten Kampfe mehrerer Karren in den Straßen der Stadt gesehen wurden, welche jeder mit sechs roth angestrichenen Fässern Petroleum beladen waren; während zu gleicher Zeit wahrgenommen wurde, daß man Brandraketen zusammenschleppte ; wohl ein vollgültiger Beweis, daß man sich mit bösen Absichten trug. Die von vornherein angezweifelte Behauptung, daß der Bürgermeister Albors auf die vor dem Rathhanse versammelten Meuterer geschossen und solcher Maßen den Kampf hervorgernfen habe, stellt sich nunmehr als ganz und gar- falsch heraus. Die Aufwiegler trifft allein die Schuld an den Schreckens scenen, zu deren Schauplatz nun die Stadt gemacht wurde und deren weiteren Verlauf wir schon btschrieben haben. Zu erwähnen wäre noch, daß die Aufständischen am Donnerstag noch eine Brandschatzung von 25,000 Duros von den Fabrikanten und Hausbesitzern verlangten, welche Forderung sie Tags Die äußerliche Ruhe ist nun zwar in der Stadt wieder hergestellt, aber alle besitzenden Classen schweben noch in großer Besorgniß, denn der General Velarde hat mit seinen Truppen die Stadt verlaffen, und da es an Gensd'ar- merie und Polizei durchaus fehlt, so befürchtet man neue Ausschreitungen. Viele Familien sind ausgewandert, die Nachfrage nach Fahrgelegenheit wurde so stark, daß für einen elenden Karren, um nur aus der Stadt heraus zu kommen, bis zu 1000 Realen geboten wurden. Zugleich hat sich auch der Gouverneur von Alicante und der aus Valencia hingeschickte Untersuchungsrichter wieder entfernt. Letzterer berief sich den Gerichtsbehörden gegenüber auf die Unmöglichkeit, seinen Auftrag unter einer Bevölkerung zu erfüllen, die theils von Schrecken, theils von Rachegefühlen erfüllt und in der kein einziger Hüter der öffentlichen Ordnung zurückgeblieben sei. Es scheint auch, daß bis jetzt keiner der Uebelthäter, die sich an den Gräueln mit eigener Hand betheiligt, verhaftet worden ist, und es wird wohl gehen wie in so vielen anderen Fällen in Spanien, daß die Strafe den Verbrecher nicht erreicht. Der Richter selbst wird froh sein, daß er mit heiler Haut aus der Stadt entkommen ist. An den Aufstand von Alcoy hat sich der Zeit nach sofort die Empörung in der Hafenstadt Cartagena augereiht. Wenn ersterer von der Internationalen eingeleitet wurde, so ist letztere das Werk der in den Cortes unterlegenen äußersten Linken, der Unversöhnlichen, welchen selbst der weit nach links vorgeschrittene, jetzt gestürzte Minister-Präsident Pi y Margall nicht purpurfarbig genug schimmerte. Es war am Samstag den 12. Juli, als die rothen Republikaner in Cartagena den Beschluß faßten, die Autorität der Regierung zu Madrid abzuschütteln, den selbstständigen Staat Murcia zu proclamiren und einen Wohlfahrts-Ausschuß einzusetzen. Der Abgeordnete Antonio Galvez aus Murcia und Poveda, sein College von der Linken, kamen nach Cartagena, um sich au die Spitze der Bewegung zu stellen. Zugleich mit ihnen traf der Gouverneur der Provinz, Herr Altadill, dort ein, der zum allgemeinen Erstaunen zu den Vorgängen nicht nur sein Auge schloß, sondern den Gemeinderath sogar aufforderte, abzudanken, um einem Streite vorzubeugen. Galvez wurde zum „General-Commandanten der Streitmächte zu Wasser und zti Lande" ernannt. Der General-Gouverneur legte sich zu Bett und sagte, er sei krank, worauf der Platzmajor, den die Aufrührer gewonnen hatten, den Befehl übernahm; der General-Capitän der Flotte begab sich mit seiner Familie in's Arsenal und ertyeilte auf die Aufforderung, sein Amt einem abgedankten Marine-Capitän zu übergeben, die Antwort, daß er zuerst die Ermächtigung von Seiten des Marine-Ministers einholen werde. Darauf richtete der Wohlfahrts-Ausschuß oder in seinem Namen der „General-Commandant" Galvez au die Officiere des Platzes und der Flotte die Aufforderung, ihm den Eintritt zum Arsenal zu eröffnen und ihm die Waffen der anwesenden Land- und Seetruppen, etwa 300 Mann, auszuliefern, wo nicht, würde er sie mit Gewalt nehmen. Telegraphisch benachrichtigt, kam an demselben Abend der Marine-Minister Aurich von Madrid und begab sich auf einem Umwege um die Stadt zu der Fregatte „Victoria." Was an Bord geschah, weiß man noch nicht; den anderen Morgen aber in aller Frühe ließ sich der Minister zu der Fregatte „Almania" hinrudern, und als auf die Frage „Werda" die Antwort hieß: „der Marine-Minister", entstand eine große Verwirrung auf dem Schiffe; ja, als er an Bord erschien, wurde ein Revolver auf ihn abgefeuert. Zum Gluck ging der Schuß vorbei. Vor dem Lärm gelang es ihm nicht einmal, zu Worte zu kommen; er verließ die Fregatte und ging in's Arsenal, wo er Appell zu blasen befahl. Er hielt eine Anrede au die Truppen und erwartete deren Zuruf, aber kaltes Schweigen war die Antwort. Ein Officier wiederholte, was der Minister gesagt; wiederum tiefes Schweigen. Angesichts der offenbar rebellischen Haltung zog der Minister sich zurück, hielt eine kurze Zwiesprache mit dem General-Capitän und — machte sich aus dem darauf um die Hälfte herabminderten. Doch auch diese Summe vermochten sie Zu den Aufständen in Alcoy und Cartagena. i {$t emMreiben, da alle vermögenden Leute geflohen waren oder sich versteckt Es ist bekannt, daß der entsetzliche Aufruhr in Alcoy, dessen Verlauf an hielten, so daß die Räuber — denn Besseres waren sie nicht — sich nut etwa dieser Stelle schon ausführlich geschildert worden, der Internationalen zu ver- 1000 Duros an baarem Gelde begnügen mußten. --- ' u , ......„ ... t_____t... (T'Ia Wiiko ift- ,11111 iVnnr in her v gen und stiegen mit ihren Waffen in die Straßen hinab, wo sie mit den Rothen Madrid, 21. Juli. Der Ministerrath hat energische Maßregeln zur Staube. Er wird keinen angenehmen Bericht nach Madrid zurückgebrachts erklären. Die Ereignisse von 1870 haben uns bewiesen, daß unser militärisches haben. Die Seesoldaten und Matrosen brachen noch selbigen Tages ihr Schwei-j System zur Vertheidigung des Landes nichts taugte. Wir müssen daher ein Brüderschaft schloffen. Der berüchtigte General Contreras, welcher inzwischen den Befehl über die meuterischen Truppen übernommen hatte — es scheint, daß auch die Aufrührer jeden Tag eine neue Spitze haben müssen, gerade so, wie die Regierung in Madrid —, muß den Truppen dennoch nicht ganz trauen, denn er hat ihnen ihre gute Waffen abgenommen, um sic den Freiwilligen seiner Partei zuzustellen, deren elende Schießprügel zum Austausch den Soldaten überliefert wurden. Ein Brief aus Cartagena macht die beiläufige Bemerkung: „Wohl unterrichtete Leute glauben, daß die Negierung bei diesen Vorgängen die Hand im Spiele hat"; eine Anklage, welche sich offenbar gegen den Minister-Präsidenten Pi y Margall zuspitzt, der ja auch in den Cortes des Verraths beschuldigt wurde. Noch sind keine Nachrichten über die Niederwerfung des Aufstandes eingetroffen und die Aufgabe wird schwer genug sein. Ueber die Zustände in Cartagena schreibt ein Augenzeuge: „Die Bevölkerung flieht aus der Stadt, als ob oie Cholera wüthete. Fast alle Läden sind geschlossen unb in den Zügen der zurückgebliebenen Einwohner malt sich Trauer und Schrecken " Jedoch hat der Aufstand vorläufig mehr einen politischen, als einen socialen Charakter, und es stehe zu hoffen, daß die Ereignisse von Alcoy sich in Cartagena nicht wiederholen. chung aufgestellt wird. Madrid, 21 Juli. In der heutigen Cortes-Sitzung wurde der Anrag gestellt, daß der Regierung wegen des Beschlusses, die insurgirteu Kriegs- tschiffe für Piraten zu erklären, ein Tadelsvotum ertheilt werde. Der Antrag neues System suchen, welches Frankreich erlauben würde, in zwei Jahren so gut wie in zehn sich gegen eine Invasion zu vertheidigen, ohne daß die Last der militärischen Organisation für das Land zu schwer wäre. Je weniger diese Organisation für jeden anderen Krieg als die Vertheidigung des Landes anwendbar wäre, desto mehr hätte man Ursache, sich zu beglückwünschen; denn es wäre dies die beste Bürgschaft dafür, daß die Regierung, was immer sie sein mag, keinen Krieg erklären werde." — General Trochu lebt bekanntlich in großer Zurückgezogenheit zu Tours und es bekümmert sich kein Mensch um ihn. Das mag den tapfern General bitter verdrossen haben. Nicht blos Schriftsteller, sondern auch Kriegsmänner empfinden das Bedürfuiß, von sich reden zu machen. So erging es dem guten General Trochu, und um dies tiefgefühlte Bedürfniß zu befriedigen, setzte er sich hin und verfaßte eine Petition an die National-Versammlung. „In der Zurückgezogenheit, in der ich mich befinde," sagt er am Eingänge derselben, „halte ich es für eine Pflicht des Anstandes, zu schweigen." Diese Begründung seines öffentlichen Auftretens ist jedenfalls eigeuthümlich; logischerweise müßte man dem General sagen, es sei unanständig von ihm, daß er rede. Aber er liegt mit der Geschichte in Streit; er findet, daß ihm in den der National-Versammlung vorgelegten Berichten von Sainl- Warc-Girardin, Chaper und de Rainneville (Berichten der Untersuchungs- Commijsion über die Negierung des 4. September 1870) bitter Unrecht geschehen. Er verlangt eine nochmalige Prüfung dieser Berichte und die baldige Vorlage der beiden noch ausständigen, deren einer ebenfalls von Chaper, der andere von Graf Daru verfaßt wird. Was Trochu eigentlich will, muß mau bei der sehr unklaren Schreibweise des Generals eigentlich nur errathen. Er verlangt von der Nationalversammlung seine militärische Rehabilitation; sie soll wahrscheinlich erklären, daß er ein vortrefflicher General sei und die Deutschen sicher zurückgeschlagen hätte, wenn Gottes Beistand nicht ausgeblieben wäre. Mit dieser Begründung würde wenigstens sowohl der General selbst, als auch die fromme Mehrheit von Versailles zufrielengestellt. IMeiTeidj. Wien, 22. Juli. Der König von Württemberg ist heute Vormittag von hier abgereist. Der Kaiser von Oesterreich begleitete ihn zum Bahnhof, wo sich beide Monarchen herzlich verabschiedeten. Jranlueid). Paris. Als warnendes Beispiel wird mit Recht auf diejenigen Stim men Französischer Blätter aufmerksam gemacht, welche mit unverbesserlichem Chauvinismus die Revanche predigen. Es ist nicht mehr wie billig, daß man auch diejenigen Stimmen registrirt, welche für den Frieden sprechen. So ent hält „Avenir national“ folgenden verständigen Artikel: „Jeder Französische Deutsch land. Darmstadt, 21. Juli. Die zweite Kammer erledigte heute das Finanzgesetz für die Finanzperiode 1873 — 75. Der Abg. Buff hatte zur Schluß berathung den Antrag gestellt, für die Finanzperiode auch die Actiengesellschaften und juristische Personen zur Einkommensteuer zuzuziehen und begründet denselben damit, daß die Mehreinnahmen durch die Kriegsgelder möglicherweise leicht aufgehoben werben könnten durch extraordinäre Nachforderungen, wie den Bau eines Theaters, Polytechnikums, Kunstmuseums rc. Man müsse das Budget nicht nach einmaligen außerordentlichen Überschüssen, sondern nach normalen Verhältnissen regeln. Er motivirt diesen Antrag in längerer Rede, in der er gewisse Erleichterungen, z. B. für die Volksbankeu, insofern diese bloö für gewisse gewinnbringende Geschäfte besteuert werden sollen, eintreten lassen will, wird aber von dem Finanzminister bekämpft, welcher einen solchen Antrag am Schlüsse der Finanzgesetzdebatte für unzulässig hält. Dernburg glaubt, daß man im Augenblicke die Tragweite eines derartigen Antrages nicht übersehen könnte, Improvisationen eines derartigen Gesetzes seien sehr bedenklicher Natnr. Gerade sie bedürften reiflichster Ueberlcgnng und sei hier unbedingt eine vor hergehende Ausschußberathung erforderlich. Dumont hält den Antrag Buff nicht allein für zulässig, sondern man habe ihn ja gewissermaßen auf die heu- tige Verhandlung vom Ausschüsse aus hingewiesen. Mit dem Antragsteller gehe gewiß auch das ganze Land mit Ausschluß der Dividendenbesitzer. Eine Doppelbesteuerung finde hier nicht statt, also falle auch der Einwand, daß die Reichsgesetzgcbung eine solche Steuer nicht zulasse. Gegenüber der Thatsache, daß unser Budget mit einem Deficit schließe, hätten wir alle Veranlassung, alle Mittel zu ergreifen, dieses Deficit zu decken, namentlich Geschäften und Personen gegenüber, welche ohne große Anstrengung im Genüsse großer Einnah men stünden. Nachdem sodann Buff nochmals für seinen Antrag gesprochen, der Finanzminister doch eine Doppelbesteuerung als möglich erachten muß, Schröder nur aus formellen Gründen den Antrag abgelehut wissen will, betont Büchner, daß es ja gerade auf dem Programm der Fortschrittspartei stehe, auch die Actiengesellschaften zur Einkommensteuer zuzuziehen und stellt den Antrag, den Antrag des Abg Buff an deu Ausschuß zurückzuverweiseu. Der Berichterstatter Metz muß zugcben, daß der Antrag allerdings formell zulässig sei, hält ihn aber nicht für zweckdienlich, namentlich, da er nicht Lust habe, nach den Erklärungen des Finanzministcrs, das Finanzgesetz zu gefährden durch Annahme eir.es Antrages, dessen Motive ihm auch nicht klar seien, über den man gewiß auch nach einmaligem Anhören nicht sofort uitheileu könne. Die Kammer lehnt bei der Abstimmung den Antrag Buff ab, gegen die Stimmen von Dumont, Buff, Frank, Wolz und Oncken. Verschiedene Abgeordnete erklären ausdrücklich, daß sie mir aus formellen Gründen gegen den Antrag gestimmt. Buff, den Metz in seinem Berichterstatterschlußwort persönlich darauguirt hatte, erklärt, daß er allerdings nach der Geschäftsordnung nun auf ein weiteres Wort verzichten müsse, sonst würde es ihm nicht an Muth gefehlt haben, dem Abg. Metz die richtige Antwort zu geben. Morgen beginnen die Berathnngen über den Volksschulgesctzentwurs, die jedenfalls längere Zeit in Anspruch nehmen werden, da die Anschauungen sehr gethciller Natur sind und viele Redner in die Schranke treten werden. CurS, 22. Juli. Die Kaiserin Augusta ist heute zum Besuch des Kaisers eingetroffen. Für Freitag sind der Kronprinz und die Kronprinzessin von Sachsen angemeldet. Paris, 18. Juli. Die Ferien-Commission hat sich gegen den Zusammentritt der Kammer nach der vollzogenen Räumung und für den Wiederbeginn der Session am 5. November ausgesprochen. — In Toul ist mit der Wegschaffung des deutschen Kriegsgeräthes begonnen worden. Das rechte Ceutrum hat heute über die Interpellation von Montag berathen; da die Verhandlungen sehr stürmisch waren, so wurde beschlossen, kein Protokoll zu veröffentlichen. Die clericalen Tendenzen der Regierung wurden scharf getadelt und darauf hingewiesen, wie lächerlich Frankreich sich dadurch mache, daß es osficiell erkläre, daß Wallfahrten nach Paray-le- Monial und der Bau einer Kirche auf dem Montmatre eS retten würden. — Auch der Luueviller Gemeinderath hat Herrn Thiers zu deu Besreiungs- fcften eingeladen. „Bien Public" sagt, Thiers habe in Betreff der Einladung aus Nancy erklärt, er wisse noch nicht, ob seine Gesundheit und die Verhältnisse ihm die Annahme gestatten würden. PariS, 20. Juli. Bekanntlich will die Negierung keine Befreiungsfeste, weil Thiers der Held derselben sein würde. Die Negierung wurde darin bestärkt durch die begeisterte Aufnahme, die Thiers am letzten Freitag in Valen- ciemns gesunden hat. — Alle Bischöfe Frankreichs veröffentlichen Hirtenbriefe, um die Gläubigen aufzufordern, während des Wallfahrts-Monats sich höchst zahlreich an den heiligen Stätten einzufinden Der Präfect von Marseille hat deu republikanischen Club-Salon geschlossen , weil dort ein Lied gegen Bazaine gesungen worden war. Versailles, 21. Juli. In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung ergreift zuerst Jules Favre das Wort und sagt: Das Land wolle wissen, wohin es durch die Regierung geführt werde; es beschuldige dieselbe, daß sie die Republikaner von der Verwaltung ausschließe. Er frage die Negierung, welche Ansichten sie rücksichtlich der legitünistischen, orleanistischen und bonapar- tistischen Prätendenten hege. Zur Beantwortung nimmt der Ministerpräsident Herzog v. Broglie daS Wort: Jules Favre habe nicht eine einzige ernste Thatsache vorgcbracht; er (Broglie) erwidere lediglich, die Negierung komme dem Programm vom 24. Mai nach, diesem Programme, welches deu Waffenstillstand der Parteien, die Achtung vor der Versammlung und die Vorbehaltung der Negierungsform bedeute. Bevor man eine endgültige Form errichte, müsse man eine solide Grundlage Herstellen. Halten wir an btm Programm fest, welchem jeder ehrliche Mann bcistimmcn kann: die Vereinigung der gesetzlichen und conservativen Kräfte. Schließlich wird eine von der Rechten eingebrachte Tagesordnung, welche das Vertrauen der Versammlung in die Politik der Regierung auospricht, mit 400 gegen 270 Stimmen angenommen. Spanien. Madrid. Der Telegraph berichtet von fortwährenden nicht unerheblichen Fortschritten der Carlistischen Insurgenten. Die illegitime Regierung wird bald dieselbe Macht besitzen als die vom Volke eingesetzte. Seitdem der republikanischen ein neuer Feind unter republikanischem Banner durch Hetzereien und Agitationen der Internationale entstanden ist, wird 'die Lage der wechselnden Ministerien in Madrid immer bedenklicher. Wenn Spanien sich absolut nicht mehr selbst helfen kann, so wird sich die civilisirte Welt früher oder spä ter die Frage stellen müssen: „Jnterveniren oder nicht?" Der katholische Priester Santa Cruz, der sein geistliches Gewerbe zeitweilig mit Brennen, Sengen und Morden vertauscht halte, hat nun die Kutte wieder augezogen und befindet sich auf dem Wege nach Rom, um daselbst die ihm sichere Verzeihung des heiligen Vater einzuholen und eventuell sich ü| einer Nische in irgend einer katholischen Kirche die Stelle auszubediugen, wo er nach erfolgter Heiligspre Bürger hat die Pflicht, es laut zu sagen, damit die Welt es wisse, daß wir den Krieg nicht wollen, ihn durchaus nicht wieder anfangen wollen, und daß wir keine andere Absicht haben, als uns in unserem Lande zu vertheidigen. wurde indcß mit 110 gegen 90 Stimmen verworfen. — Alicante hat sich als Man sagt wohl: Seht, was uns geschehen ist, weil wir nicht hinlänglich ge unabhängiger Canton erklärt. In Cartagena soll eine Fregatte unter dem rüstet waren, wir wurden geschlagen. Daraus ist zu antworten, daß es ein!Commando eines der Internationalen angehörigen Engländers Namens Brice Mittel von trivialer Einfachheit gab, um schlecht, oder wohl selbst gar nicht'stehen, gerüstet, nicht geschlagen zu werden, nämlich ganz einfach, keinen Krieg zu jMk later Ifgfn den Zusam- toi Wiederbeginn , um die Gleichst zahlreich an e S^eünigofefte, rvulde bann be- reitag in Baien- iezsgeräthes be- itcipellation von i, so wurde be- >enzen der Regie- serlich Klanstech nach Paray-Ie- ttm würden. i den Besreinngö- dn Einladung und die Lerhält- Wd Salon ge- M. Rationalveriamm- •ant wollt wißen, biefelbe, daß fit (e die Regierung, lfn und bonapar- UimsterpiWlit ijize -rnste That- rung tomme dm te” Wchch«- tli L°rb-H°lt»«g nn -Nicht-, * arroarannn Kl1' «z d-r 9«* Ln tmyk* tie M'k bet nen- rte ter i>n= 1 «ifl« hit 14 er stndci, Ken von Sainu Unterfufyingg, Zurecht gescheut die baldige >on Lhaper, der u^iü, muß man r errathen. Er litation- fie soll 6 die Deutschen geblieben wäre. iM, aiv auch « nicht une* ' Leüdern durch E» -'LO Lnen,S°"- Ull^'V. fleI) UtlD Nachdem der Thier-Schrrtz-Berein für das Großherzogthuw essen, über welchen Seine Königliche Hoheit der Großherzog das Protektorat Allergnädigst zu übernehmen geruht haben, gegründet; dre Prüfung und Annahme der Statuten durch eine constitmrende Versammln.,a erfolgt und das Büreau, bestehend aus: dem Vorsitzenden: Großh Oberst-Stallmeister Frerherrn van der Capellen, Excelleuz, dem 1 Stellvertreter des Vorsitzenden: Geheimer Commerzienrath, Bank- Director Wendelstadt, dem 2. Stellvertreter des Vorsitzenden: Großh. Oberst z. D. Klrngethofser, dem 1. Secretär: Großh. Hofrath ör« Künzel, dem 2. Secretär: General-Agent C. Gaul« und dem Kassier: Großh. Stabsquartiermeister a. D Köhler, gebildet worden ist, glaubt der Verein zum Beitritt einladen zu sollen. .Zu diesem Behilse sind bei allen Großherzoglichen Bürgermetstereren Formulare zur Subscription und Einzeichnung der Beiträge offen gelegt. Nach erfolgter Subscription und Einlieferung der Beiträge werden den Mitgliedern die Statuten, die Mitglieds-Karte und Quittung über den Beitrag übersendet. Die Anmeldungen zum Beitritt können auch auf dem Bureau veS Lren unter dem Commando von Generalen. Eine Dwision von 10000 Mann soll die Ordnung in Andalusien wieder Herstellen, die Generale Plerrad und Contreras sollen aus d-r Armee gestoßen, der General-Capitän von Valencia und Murcia abaesetzt, der Commandant von Carthagena vor ein Kriegsgericht gestellt werden, die Kriegsfahrzeuge, die mit Insurgenten unterhandeln, sollen für Piraten erklärt werden. Der Vorsitzende: Freiherr van der Capellen. Bezugnehmend auf vorstehenden Aufruf benachrichtigen wir das hiesige Publikum, daß den beiden Rathsdienern Moll und Schmidt Subscnptions- listen zugestellt worden sind, die sie auf Wunsch zum Vollzug von Einzeichnungen vorlegen, auch die gezeichneten Beiträge in Empfang nehmen werden. Gießen, 22. Juli 1873. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 2812) Das Annoncen - Bureau von Rudolph Mosse, vertreten durch B. Heidingsfelder in Gießen, ist für die Beförderung von Inseraten jeden Inhalts, als Empfehlungsanzeigen, Kauf- und Verkaufgesuche, iLtellengefuche, Familiennachrichten u. s. w. als besonders zuverlässig zu empfehlen. „ ,, „nh D^ivlimrima der Truppen in Arragomen unb Catalonlen Thier-Schutz-Vereins zu Darmstadt, H,Igelstraße 13, erfolgen, beg gröberen Theiles der Armee um Madrid zum wohin auch die Anzeigen über Gesehes-Uebertretungen abzugeben sind. beschlosten aus allen disponiblen Offi- Darmstadt, den 1. Juli 1873. mnnhn von Generälen. Eine Division von 10,000 Manu! Der Thier-Schutz-Verein für das Großberzogthum Hesfen. Rußland. Petersburg, 22. Juli. Einer Privatnachricht aus Taschkend zufolge bleibe» die Orenburger- und die Mangischlak-Abtheilung zu^Occupatwn in Ehiwa, bis die ersten Friedensbedingungen erfüllt sind. Die Turkestan-Abthei- lnng kehrt nach Taschkend zurück. ______________________________________________ Lokal-Notiz. ffiicScn, 23. Juli. Gutem B-rn-hmen nach wird nächsten Sonntag und M-Ntag das ■m.f dem Rückmarich aus Frankreich befindliche Mustkeorps des 82. Jnfanternr-gtM-nts (Braun- schlvciger) im Wenzel'schen Garten conccrtiren, wovon wir unsere Leser im Voraus avlsrren. Börsenuachrichten. 22. Juli 1873. Acticn. 5% östr. F. St. E. B. 351 Lombard. Bahn 195 Ludwigsh. Bexbach 187V2 Maxbahn 131V2 Bayer. Ostbahn 120 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. — Oberhessen „ 74 Wechsel. z Amsterdam k.. S. 98\ Augsburg k. S. 100 Berlin k. S 1O47/b Bremen k. S. 105l/6 Brüssel L- S. 93V4 Hamburg k. S. 1051 b Leipzig k. S. 105 London k. S. 1187, Lyon k. S. — Paris k. S. 925 0 Wien k. S. 1041 2 ditto m. S. — ditto 1. S. 1041,8 Disconto 5 °/° Preuss. 41/3°/o Oblig. 104 Frankf. Oblig. 87 Nass. 41/z°/o Obi. 96 Kurhess. 4u/° „ 96*/4 Gr. Hess. 50/0 Obi. — n , 4O/o „ 99 „ v 3V2°/o » y51/2 Bayer. 50/0 „ — „ 41/»% jährige 102 „ 40,0 1jährige 953/4 Würtemb. 4V2% Obi. 101 l/i Baden 4*/2% ObL c. E. L. 1003/6 Oesterr. Silberrente 650z „ Papierrente 60% Spanier, neuest. 3% 17 Vs Amerik. Bonds 1881r 997/b „' „ 1882r 96V« „ „ 1885r 98% „ „ 1887r 985/, Prioritäten, 3°/o östr. Stsb. Prior. 60% 3% östr s. Lombard 493/4 3°,'o Livorneser 34','d 5°/u Toscaner — 50/0 Elisabeth.-Prior. 83Vr do. II. Emiss. 83 Ooldsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57—58 Pistolen . , . 9 38—40 ti n doppelte 9 38—40 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 30—32 20 Frankenst. 9 19—20 Engi. Sover. 11 46—48 Russ. Imper. 9 39—41 Dollar in Gold 2 23i/2—24Vg i Anleliensioose. Darmstädter fl. 50Loose — r n 25 n 537, Kurh. 40 Thlr. Loose 69y2 Nassau 25 fl. — Braunschweiger 233/o 30, 0 Oldenburg. ä40Thlr. 37‘/4 40/0 bayr. Präm.-Anl. 111 */2 4°/o badische Locse - Badische fl. 35 Loose 677/& Oestr. fl. 250 v. 1854 92V4 1868r Prioritätsloose 197 l840r Loose 935/« 1865r 150 Actien« Frankf. Bank 145V- Frankf. Vereins-Kasse 107 Darmst. Bankact. 400 Rheinische Hyp.-Bank 98 Wien Bankactien 1014 Oest. Creditact. 220 Galizien 1 )9ya ü f l n t in einer nnzeIge r. A^lgebotenes. Wormser Oefen, (3316) Negulir-Füllofen, Patent- und andere Herde, eiserne Tragbalken, Treppengeländer und Stäbe, eiserne Säulen, Abtritts- rohre, Kaminschieber re., Kochgeschirre, rohe, verzinnte und emaillirte, Küchengeräthe jeder Art, Petroleum-Kochapparate empfiehlt I. G. D. B a p st. Besondere Bekanntmachungen. Edictalladung. 3372) Nachdem über den Nachlaß des Christian Fink von Albach der formelle Concurs erkannt worden ist, wird Liquidationstermin auf Mittwoch Den 8. October d. I., Vormittags 9 Uhr, anberaumt, und werden hierzu zur Anzeige ihrer Fprderung.n, sammt etwaigen 93or- zugsrechlen, sowie zur weitete» Beschluß- nahme über die Masse, sämmtliche Gläubiger bei Meidung stillschweigenden Ausschlusses von der Masse geladen. Gießen, den 16. Juli 1873. 160 Wellen Eichen-Reisholz. Die Zusammenkunft ist am alten Stein- -bacher Weg an der ersten Schneiße- Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird | Zahlungsfrist bis 1. December 1873 gestattet. i Gießen, am 22. Juli 1873. 1 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______________Vogt.______________ ^2 Donnerstag den 24. Juli d. I., Morgens 10 Uhr, soll.» in dem Pfandlokale dahier eine Com- mode,. ein Kleiderschrank, ein kleines Schränkchen, meistbietend versteigert werden- Gießen, den 21- Juli 1873 Großherzogliches Ortsgericht Gießen. S c m m l e r- Großherzogliches Landgericht Gießen- Bötticher, Wiener, Landrichter. Landger.-Assessor. Edictalladunq. 3262) Der Schuhmachergeselle August Fran; aus Gießen ist ohne Leibeserben und ohne Hinterlassung eines Testamentes am 25. Januar d.J. in Rödelheim verstorben. Seine Jntestat-Crben konnten nicht ermittelt werben; es werden daher alle Diejenigen, welche Erb- und sonstige Ansprüche nn den Nachlaß des gedachten zc. Franz glauben bilden zu können, hierdurch aufgeforderi, dieselben binnen drei Monaten von heute an bei dem unterzeichneten Gerichte anzuzeigen und zu begründen, widrigenfalls jener Nachlaß als herrenloses Gut dem Fiscus wirb überwiesen werden Homburg u- d. Höhe, den 11. Juli 1873. .königliches Amts-Gericht, Abtheilung II. Versteigerungen. eiq.erung im (Stegner Stadtwalde. 3361» Montag dcn 28. Juli 1873, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Dtstrict Heegstrauch nachverzeichnetes Brenn - Holz öffentlich »ersteigert werden, als: 14160 Wellen Nadel-Reisholz, theils erster Durchforstung. Erndte - Versteigerung. 3359) Mittwoch den 30. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll in dem Geschästslokal des Unterzeichneten (im Universitäts-Canzletgebäude) die Erndte von je einem Morgen Erbsen und Hafer, von dem Versucksfelde des land- wirthschaftlichen Instituts, öffentlich versteigert werde». Der Flurschütze Völker dahier ist beauftragt, dm Steigliebhabeln auf Verlangen die Erndte vorher zu zeige». Gießen, den 19. Juli 1873 Großherzogliches Universitäts-Rentamt. __Schmidt._________ 3335) Donnerstag dcn 24. d. M., Nachmittags 2 Uhr, soll die Erndte von 20 Morgen, bestehend in Korn, Waizen, berste, Hafer, Erbsen und Wicken der Frarr Karl Spiuck Wittwe gehörig, welche bisher an Herrn Ehr. Jughard verpachtet waren, meistbietend verstiigert werden. Der Anfang ist beim Bahnwärter M assing. Gießen, den 20. Juli 1873. ______Fr. Müller, Ortsgerichtsmann. 3363) Freitag den 25. d. M., Morgens 9 Uhr, sollen drei unbrauchbare Blasbälge auf dem hiesigen Rathhaus offen*, lid) versteigert werden. Treis a/L-, den 21. Juli 1873. Großherzogliche Bürgermeisterei Treis a- d- Lumda i Bergh öfe r. 3330) Donnerstag den 24. und Freitag den 25. Juli d. I-, jedesmal Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Nebenbaue des Herrn Louis Petri in den Neuen - Bäuen eine große Quantität Eisenwaaren, Kübel, Butterfässer, Farbenwaarei», Petroleumlampen, Lampengläser, pocellanene Teller und Tassen zc. meistbietend versteigert werden, und wird mit de». Zuschlag die Genehmigung ertheilt- Gießen, den 21. Juli 1973. Großhevzo.stiches Ortsgericht Gießen. S e m m l e r- Versteigerung von Fässern und Küferwerkzeug. Donnerstag den 24. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, werden dahier verschiedene noch vorhandene Brauereigeräthe, insbesondere eine Maisch-, bütte mit flipfernem Senkboden, eine Par^ tie gut erhaltener Lagerfässer von 480 bis 1280Liter Jnhalt, Transportfäßchen, Bütten, Gießkannen rc-, eine Partie Daubholz und Bandeisen, ein Pechkessel und die vorhandenen Küferwerkzeuge, öffentlich meistbietend versteigert werden. Hofheim, am 17. Juli 1873. Großherzogliches HospitaLRentanrt. (3297) Dittmar. Borsdorfcr Aepscluicin IN bekannter Güte empfehlen 2226) I. A- Busch Söhne. 3362) Für eine kinderlose Familie ober anständige Herren sind zwei freundliche Logis und ein Manfardenzimmer billig zu ver- miethen, sowie ein transportabler Kochherd zu verkaufen.________________I- Iutzi. s Neue holl. Vollhäringe empfiehlt Emil Fischbach. Ausverkauf bei Carl Frech in Glas, Porzellan, lackirtem Blech, Galanterie. Sacken, Reise- nnd Schultaschen, Necessaires, Lampen, Leuchtern, Standuhren, Gold- leisten, Seidenhüten, Kinderspielsachen, Haushallungsgegenstäaden, Oefett, Gußwaaien, Eisen, Stahl, Sicheln, Sensen, Strohmessern, Ketten, Spaten, Schippen, Handmerkszeugen und verschiedenen anderen Maaren. Versteigerung wird keine vorgenommen. (2280) Sommerschuhe in Lasting, Leder, Plüsch und Stramin für Herren, Damen und Kinder in großer Auswahl, empfehlen ,763-1 J. A. Busch Söhne. 1671) Die Mineralwaffer-Handlung von Emil Fischbach, Seltersweg, empfiehlt nachverzeichne Sorte» in stets frischer Füllung: Adelheidsquelle, Appollinarisbrunnen, Garlsbader Mühl- und Schloßbruilnen, Emser Kessel- und Krän- chesbrunnen, Fachinger, Friedrichshaller Bitterwasser, Homburger Elisabethen- brunnen, Kissinger Rakoczy, Carlsbader Salz, Carlsbo Pastillen, Soda- Ludwigsbrunnen, Marienbader Kreuzbrunnen, Salzhausener, Salzschlirfer Bonisacius- brunnen, Schwalbacher Stahl- und Weinbrunnen, Schwalheimer, Selterser (Nassau), Wildunger, der Sprudelseife, Emser und Selterwasser. LanzWe Dresch-Maschinen Betrieb werden in den Werken des Unterzeichneten jetzt jährlich in 5000 Exemplaren angefertigt. währte sten Construction sind schon in 12,000 Exemplaren vom Unterzeichneten geliefert worden. Dieser große Absatz gibt den besten Beweis für die allgemeine Anerkennung dieser praktischen Maschinen und für den Vorzug, welchen sie durch ihre Preiswürdigkeit, solide Ausführung und vorzügliche Leistungen bei den Landwirthen genießen. Auf Anfragen wird bereitwilligst nähere Auskunft ertheilt und ein illu- strirter Catalog gratis zugesandt. , Aufträge vermitteln zu Fabrikpreisen-: die Herren FUck « StrvU in Gießen. Fabrik landwirthfchastlicher Maschinen. (2840) Heinrich Lanz in Mannheim. Danksagung. 3381) Allen Denen, die unferm unvergeßlichen Sohn und Bruder Louis Decker die letzte Ehre erwiesen, hiermit unfern innigsten Dank. Die trauernden Eltern und Bruder. 3370) Der Gießener Capelle, welche am 20. und 21. d. M. beim Nationalfriedensfest zu Battenberg mujicirt hat, ein dreifach donnerndes Hoch! Battenberg, den 22. Juli 1873. Das Festcomitö. I. A.: __________________________________Carl Lyuckcr. Lebensversicherungs- und Ersparniss-Bank in Stuttgart. 2563) Der Rechenschafts-Bericht pro 1872 ist erschienen und kann bei den Agenten der Bank abverlangt werden. Derselbe weist luieberum äußerst günstige Ergebnisse nach. Die Zahl der Versicherten stieg von 18,812 auf......... 20,340. die Versicherungssumme „ „ fl 37,464,164 auf . . . . st. 41,739,674. die Prämien-Einnahme „ „ „ 1,274,712 „ . ... „ 1,394,386. Sterbefälle fielen dagegen an: 203 ir.it ..........„ 397,573. welche anstandslose Regelung fanden. die Prämien-Rcserve stieg von fl. 4.927,683 auf „ 5,632,071. der Bank-FondS „ , „ 6,770.312 „ „ 7,948,813. der Dividenden-Fondö „ „ „ 1,427,879 „ 1,663,302. Dieser Dividendenfonds kommt in den Jahren 1873—77 unter die Versicherten zu Vertheilung, und entspricht solcher einer Durchschnitts-Dividende von 36 Procent der Prämie. Der Jahres-Ueberschuß pro 1872 beträgt . • fl. 466,655 = 39Va °/o Dtvldende. Im Jahre 1873 kommen fl. 275,461 zur Vertheilung und zwar vom 1. Januar bis 30. Juni 34y/ und vom 1. Juli bis 32. Decbr. 36 % der Prämie. Die Verwaltungskosten sind wieder sehr mäßig: 4o/ig O/g der Jahres-Einnahme. Zu weiterem Beitritt ladet ein: "Der Agent: Emil Gail, Hutmacher in Gießen. Das Möbel-, Bell- und Spiegellager von Ateaccm