tzrriS vierfrljLhrig 1 13 fr. mit Vriugkrtohu. Dmrch di« Post b«zvgen vierteljährig i £ 39 fr. Erscheint täglich, mit «»«- nähme Sonntags. Expedition: Lanzletber», SIL. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen. Str. LRS. Freitag den 23. Mai 183Z. Erklärung des Dornherrn v. Richthofen. Breslau, 20. Mai. Die hiesigen liberalen Blätter veröffentlichen folgende Erklärung: „Da eine durch mehrere Zeitungen verbreitete Angabe über meine „Anerkennung des unfehlbaren Lehramtes des Papstes" die Ursache fast allgemeiner Täuschung über meine kirchliche Stellung geworden ist, so fühle ich mich verpflichtet, Folgendes öffentlich zu erklären. Vielseitiges freundschaftliches Drängen, die von mir geforderte Unterwerfung unter die vaticanische Lehre von der Unfehlbarkeit des Papstes auszusprechen, nebst der Erfahrung, daß die genannte Lehre unter ihren Anhängern die verschiedenste Auslegung finde, führten mich zu der Vorstellung, als könne auch eine solche Auffassung der Jnfalli bilität statthaft sein, wonach der Papst nur das verkündende Organ des in der Kirche bereits festgestellten depositum fidei sei. Kränklichkeit, kurzgestellie Zeitfristen für die abzugebende Erklärung u. s. w. trugen gleichfalls nicht wenig dazu bei, mich einer Auffassung des Dogmas zugänglich zu machen, die sich als friedfertig erwies, ohne mich sachlich in Widerspruch mit meiner vorherigen Ueberzeugung zu führen. Auf Grund dessen gab ich eine kurze Unterwerfungs- Erklärung ohne Darlegung meiner Anschauung. Die Zweifel über das Concil selbst glaubte ich bei den widersprechenden Darstellungen desselben süßer Acht lassen zu dürfen. Allein da sich diese Zweifel größtentheils auf das Zeugniß von Zeugen des Concils selbst gründen, so sind dieselben doch zu schwer wiegender Art, als daß man bei ruhiger Ueberlegung über dieselben hinweggehen dürfte. Die Folge meiner Erklärung war, daß man auf der einen Seite mit Freude meine Unterwerfung begrüßte und vollständigen Gesinnungswechsel in mir voraussetzte, während auf der anderen Seite jene, welche sich zu der Unfehlbarkeitslehre nicht bekennen, sich bitter in mir getäuscht fanden. Ich glaube daher, nm der Wahrheit und des Gewissens willen, beiden Parteien das Ge- ständniß schuldig zu sein, daß es mir leid thut, Täuschung verursacht zu haben. Meine oben ausgesprochene Anschauung über die Unfehlbarkeit (zu welcher ich durch die ungenügend vorgetragenen verschiedenen Deutungen ihrer Ausleger verleitet worden war) stimmt offenbar nicht überein mit dem Wortlaut des vati- canischen Decreis, wonach der Papst „ex sese. non autem ex consensu ec- clesiae“ unfehlbar sei Daß letzteres göttliche Offenbarung sei, daß diese Lehre bereits von den Aposteln verbreitet worden sei, daß sie ohne Verlust der Seligkeit zu glauben nothwendig sei, daß sie immer und überall und von allen in der Kirche gelehrt und geglaubt worden sei — dies als Wahrheit anzunehmen und zu glauben, widerstrebt meinem Gewissen, und ich kann nimmermehr annehmen, daß das vaticanische Concil, welches diesen Glauben verlangt, als ein Organ des heiligen Geistes anzusehen sei (ganz abgesehen von allen formellen und rechtlichen Bedenken, die gegen seine Gültigkeit als eines freien ökumenischen Concils vielfältig erhoben worden sind.) War es denn auch ganz bedeutungslos, daß ein Schreck durch die ganze nichtkatholische Welt und zum Theil auch durch die katholische Welt erging, als bekannt wurde, um was es sich bei dem vaticanischen Concil besonders handeln solle! Und war etwa der Eindruck, den das Concil selbst zur Zeit seines Bestehens machte, der Art, daß man es als ein Organ des heil. Geistes leicht ansehen konnte! Wurden nicht die schärfsten Proteste gegen unkanonisches Verfahren, gegen starke moralische Beeinflussung seitens der leitenden Partei, gegen die Mittel, deren man sich dazu bediente u. s. w., innerhalb und außerhalb des Concils lautbar! Wenn außerdem das Nichtglauben an die päpstliche Unfehlbarkeit (von der wenigstens bis zum 18. Juli die Seligkeit nicht mittabhängig war) mit der schwersten kirchlichen Strafe, dem Anathem, von dem Concil belegt wurde, wenn dasselbe auch gegen treue Glieder der Kirche verhängt wird, die nur um des Gewissens willen der gedachten Lehre bisher fern blieben — ist es wohl möglich, annehmen zu können, daß solches dem Geiste Gottes entspreche?! Wo durch die innigsten Beziehungen einer Seele zu Gott auch offenbar ein festes Band zwischen der Seele und Gott besteht, ist es da verständlich, wenn dieses Band durch Anathem, Excommunication, Entziehung der Sacramente u. s. w. auf Erden gelöst wird, während es im Himmel doch sichtlich nicht gelöset ist! Gedenke ich ferner dessen, wie an den Früchten der Baum soll erkennbar sein, so trägt auch dies wahrlich nicht dazu bei, die Zweifel in Betreff des vaticanischen Concils zu lösen. Als das Concil zusammentrat, wurde es von der katholischen Christenheit mit Freuden begrüßt, denn man knüpfte die schönsten Hoffnungen, die reichsten Erwartungen an dasselbe; und eine Fülle des Segens wurde in Aussicht gestellt! Wie aber haben sich diese Hoffnungen, Erwartungen und Verheißungen erfüllt? Viele, und oft nicht die^ schlechtesten Katholiken , sind an ihrer Mutter beinahe irre geworden; viele fühlen sich in ihrem Gewissen auf das Aeußerste bedrängt; tiefgreifende Spaltungen sind in Mitte der Kirche entstanden, nicht wenige Glieder haben sich bereits von ihr getrennt, so manche tüchtige Kraft ist lahm gelegt; welch bedauerlicher Zwiespalt ist in so vielen Familien in Folge der vaticanischen Beschlüsse ausgebiochen; wie ist die Kirche an Ehre und Ansehen — selbst vor frommen Andersgläubigen — gesunken; wie ist der Zutritt der Kirche erschwert; wie wesentlich haben die politischen Verhältnisse derselben gelitten. Wäre das vaticanische Concil auch nur als Vorwand aufzufassen, dessen sich — wie vielfach behauptet wird — die Agitatoren gegen die Kirche bedienen, um sie zu schädigen, so sind doch die Demüthigungen seit dem vaticanischen Concil zu grell, um nicht wenigstens eine Mitursache in dem letzteren suchen zu müssen. Nur mit tiefbetrübtem Herzen kann man diese Schäden beobachten, wie sie seit dem vaticanischen Concil in der Kirche um sich greifen. — Doch vielleicht hat unter den Jnfallibilitäts- Gläubigen selbst Frömmigkeit Und Gottesfurcht zugenommen! Vielleicht hat das Reich Gottes unter ihnen an Werth und Ansehen gewonnen! Viel ist seit dem Juli 1870 für die Lehre der Jnfallibilität gewirkt und gearbeitet, gepredigt und geschrieben worden, allein als ein freude- und segenbringendes Evangelium hat es sich bis jetzt wohl kaum erwiesen! Wie ein Alp vielmehr scheint die Lehre auf den Gemüthern zu lasten, die zum Theil die Gewiffen beschwert, die Freiheit hemmt, die rechte Freudigkeit unterdrückt. Man bedauert vielfach, daß das Concil nicht lieber von der Lehre geschwiegen, während man doch eine Offenbarung Gottes mit Freuden begrüßen sollte; man schweigt lieber von der Lehre, als daß man von ihr redet (außer von den Kanzeln) ; man thut sich Gewalt an, um die Zweifel dagegen zu unterdrücken und den Stachel nicht zu fühlen. Manche bekennen die Lehre mit dem Mund, und mit dem Herzen verläugnen sie dieselbe. Vielfach hegt und nährt man auch eine Bitterkeit gegen die eigenen Glaubensbrüder, die sich — um des Gewiffens willen — nicht zur Jnfallibilität bekannt haben, sucht lieber jede Verbindung mit ihnen abzuschneiden, anstatt Versöhnung zu suchen u. dergl. mehr. Kurz, ein Segen scheint auf dem Jnfallibilitätsdogma nicht zu ruhen, so daß ich dasselbe auch darum nicht auf die Quelle der himmlischen Wahrheit zurückführen kann! Dagegen sind die Zweifel, die sich dawider erheben, so bedenklicher Art, und — meiner Ueberzeugung nach — auch so begründeter Art, daß ich nur eine Gewissenspflicht erfülle, wenn ich offen bekenne, daß es mir unmöglich ist, das vaticanische Concil als ein freies ökumenisches Concil anzuerkennen und seine Beschlüsse als Offenbarungen des heil. Geistes anzunehmen. Die auf willkürlicher Interpretation beruhende und im Drang der Verhältnisse abgegebene Unterwerfungs-Erklärung ziehe ich — als mit dem Wortlaut des vaticanischen Decretes nicht übereinstimmend — zurück, indem ich mein Bedauern über die verursachte Täuschung wiederhole. Die hiermit abgegebene Erklärung wird manche Wahrheitsfreunde (unter Katholiken und Nichtkatholiken), die ich durch eine Handlung mir entfremdet hatte, welche als Schwachheit mir gedeutet werden mußte, zu einer richtigeren Veurtheilung meiner im Wesentlichen sich gleichgebliebenen Ueberzeugung führen und sie nur hoffentlich auch wieder näher bringen. Sie werden für mein rätselhaftes Verhalten Verständniß gewinnen in der Erwägung, daß die vom Sturme gepeitschte Flamme leicht zur Erde geschlagen wird; gewinnt sie aber wieder Kraft, so brennt sie auf's neue aufwärts und erfüllt ihre Aufgabe. So hoffe ich auch durch vorstehende Erklärung meiner augenblicklichen Aufgabe wieder nachgekomnien zu sein. So manche wohlmeinende Freunde werden sich, zu meinem Schmerze, wohl betrübt von mir wenden; sie werden mein Bekenntniß vielleicht als einen Verrath an der Kirche bezeichnen. Wohl ist die Kirche die herrliche Dienerin der Wahrheit; allein die Dienerin steht nicht über der Herrin! Man wird weiter wähnen, daß die Kirche „die Säule und Grundveste der Wahrheit" sei; allein wenn selbst ein Engel vom Himmel käme, um ein anderes Evangelium, als daS ursprüngliche war, uns zu verkündigen, so sollen wir ihm bekanntlich nicht Glauben schenken. (Uebrigens dachte der Apostel 1. Tim. 3, 15 sicherlich nicht an Papst und Bischöfe) Auch daran wird man mich erinnern, daß, „wer die Kirche nicht hört, der soll einem Heiden und öffentlichen Sünder gleichgeachtet werden; allein zu hoch steht mir die Kirche Gottes, die der Sohn als seine Braut bezeichnet, als daß ich glauben könnte, sie habe auf dem Concil mit göttlicher Erleuchtung, oder der heil. Geist habe durch sie geredet, und als habe nicht vielmehr nur ein Theil ihrer Glieder geredet, die sich zu tief unter die päpstliche Autorität gebeugt hätten. Sollte man aber gleichwohl die angedeutete Stelle auf mich anwenden, wiewohl sie der Erlöser auf Gewissenssachen um des Glaubens willen nicht scheint bezogen zu haben, cf. Mach. 18, 15—17, so tröste ich mich mit dem Ausspruche dessen, der da sagt: „Der Geist selbst gibt Zeugniß unserem Geiste, ob wir Kinder Gottes sind." Auch auf das Wort wird man vermuthlich aufs neue Hinweisen: „Wehe dem Menschen, durch welchen Aergerniß kommt." Den Mißbrauch, der mit Erklärungen gleich den vorstehenden gemacht zu werden pflegt, bedauere ich auf das Höchste, allein das Aergerniß um des Bekenntnisses der Wahrheit willen kann ich nicht fürchten, denn wenn „der in Sion gesetzte, auserlesene, kostbare Eckstein, Christus selbst (1. Petri 2, 6), Vielen zum Aegerniß geworden ist, so daß er von den Bauleuten verworfen wurde," so kann auch das Aergerniß um seinetwillen nicht zu fürchten sein. Bei aufrichtigem makellosem Bekenntniß würde es vielmehr heißen: „Freuet Euch und frohlocket, denn Euer Lohn ist groß im Himmel." Endlich wird man mich vielleicht Hinweisen auf die persönlichen Rücksichten, die ich bei einer Veröffentlichung meiner Gesinnung gegen meinen Bischof und andere mir nahestehende Personen hätte nehmen sollen! Wie sehr gern hätte ich diese Rücksichten genommen, wenn ich sie nehmen dürfte; sie haben eine Weile wohl mich zögern lassen mit dem Bekenntniß, und haben mir hefttgen Kampf verursacht, allein die ewige Wahrheit sagt: „Wer Vater oder Mutter oder ttrgendetwas mehr liebt als mich, der ist meiner nicht Werth!" Gibt es noch I einen andern Ausweg als den des treuen rückhaltslosen Bekenntniffes der Wahr- beit — selbst auf die Gefahr hin, von Allen verkannt und verlassen zu werden? So schmerzlich es mir sein wird, wenn sich Viele von mir wenden und mich unter die Zahl der Geächteten zählen werden, so kann ich ihnen doch nur eut- aegnen: Menn ich noch Menschen gefallen wollte, so wäre ich Christi Die- ner nicht." Letzteres jein zu dürfen, war und bleibt meine Ehre, mein Trost und meine Freude — ich hoffe — in Ewigkeit. Sein Dienst aber verlangt als heilige Gewissenspflicht: Bekenntniß der Ueberzeugung, wo solches nothwen- dig ist. Wird letzteres geübt, so lautet die Verheißung: „Wer mich vor den Menschen bekennen wird, den werde auch ich bekennen vor meinem Vater, der im Himmel ist. Da ich das letztere wünsche, so war schon darum das erstere Pflicht! C. v. Richthofen, Domherr." Die Pariser Garnison soll auf vier Tage consignirt sein. — Auf der Boulevard-Börse herrscht große Unruhe in Folge der Kammersitzung. Ottilien. Rom, 19. Mai. Die letzten Unruhen in Rom sind Veranlassung einer Razzia auf unbeschäftigte oder übel berufene Individuen gewesen, die in großer Zahl in der Residenz umherlungern und allen dämagogischen Umtrieben als bereite Werkzeuge zur Verfügung stehen. Etwa 40 dieser dunklen Ehrenmänner wurden an der Porta del Popolo und vor derselben verhaftet und ausgewiesen. Die spräfecten in der Provinz sind gefragt worden, ob sie Arbeit für diese Leute hätten. In der Kammer hat es Cairoli noch einmal mit einem Anträge Der Kaufbrief für Lehrer Jung über den versteigerten Bauplatz zunächst der Wie- Äuf dem am Dienstag und Mittwoch abgehaltenen Liehmarkte Gießen, 23. Mai. hält bis jetzt zusammen; sie wird heute Abend eine neue Versammlung in Versailles abhalten. Die republikanische Linke erklärte sich heute für Thiers. Paris, 19. Mai. Die Motive zu dem Gesetzentwürfe wegen Organisation der Gewalten heben hervor, daß die Republik die gesetzliche Form der Regierung sei, daß aber ihr provisorischer Charakter und die Lücken ihrer Organisation ihr nicht die nöthige Kraft und Solidität geben, um in den Prüfungen zu siegen, welche sie durchmachen müsse, um der wachsenden Unruhe der Geister ein Ende zu machen und die Parteien zur Mäßigung ih.es Auftretens und ihrer Ansprüche zu bestimmen. Der Entwurf habe daher als erstes Ziel die in regelrechter Form geschehende Errichtung einer republikanischen Negierung. Die Republik sei gegenwärtig die nothwcndige und natürliche Regierung. Wenn die Republik organisirt sei, werde die Negierung kräftig die Ordnung und die conservative Republik vertheidigeu. Der leitende Gedanke des Entwurfs sei unter Vermeidung aller pomphaften Ankündigungen die positive und praktische Einrichtung einer republikanischen Regiernng. Der Entwurf schlägt eine Kammer und einen Senat vor, die durch allgemeines Stimmrecht zu wählen leier-, indem jeder die Senatoren aus gewissen Classen, namentlich ans früheren Mitgliedern gesetzgebender Versammlungen, zu wählen seien. Jedes Departement wählt drei Senatoren. Der Senat wird auf zehn Jahre gewählt, jedoch findet alle zwei Jahre eine thcilweise Erneuerung statt. Für die Abgeordneten wählen wird das Listen-Scrutinium abgeschafft; jedes Arrondissement wählt einen Abgeordneten. Der Senat erhält das Recht, auf Initiative des Präsidenten der Republik die Kammer aufzulösen. Der Präsident der Republik wird! welcher hier getrieben wird. Gießen. 24. Mai. Der Sp. Zeitung No. 221 vom 14. Mai entnehmen wir Folgendes : „Den königlichen Oberpräsidien sind aus dem Ministerium deS Innern eine Anzahl Exemplare Deutschland. I Darmstadt, 20. Mai. Bekanntlich haben sich früherhin bei Verwilli gungen für die Landes-Universität einerseits, das hiesige Polytechnikum anderer- i seits hier und da Stimmen über Bevorzugung oder Hintansetzung der einen , oder anderen Anstalt in der Presse erhoben. In dieser Richtung enthalt bei Bericht des Finanzausschusses, welcher beiden Anstalten durch Bewilligung der geforderten Mittel gerecht wird, folgende Stelle: „Der Ausschuß hofft von seiner Bewillignng für das Polytechnikum ebenso wie von den Staatszuschüffen für die Landes Universität, daß sie ausgezeichnete Leistungen der betreffenden Lehrer und ein Aufblühen beider Anstalten nach sich riehen werden, und daß beide Anstalten in dem Wetteifer nach den besten wissenschaftlichen Leistungen ein schöneres Ziel finden, als in etwaigen Anfeindungen nach dieser oder jener Seite, oder in Verstimmungen über die vermeintliche Zurücksetzung der einen oder anderen Anstalt. Ebensowenig wie der Ausschuß in der vollen Bewilligung aller Anforderungen für die Landes Universität eine directe oder indirecte Schädigung des Polytechnikums finden konnte, ebensowenig findet er in Verwilligung der nöthigen Mittel für das Polytechnikum eine Gefährdung der Landes-Universität. Im Gegentheil, der Ausschuß hofft, daß das beklageuSwerthe Hin- und Herrechnen und Hin- und Herzerren zwischen Gießen und Darmstadt jetzt zu einem überwundenen Standpunkt geworden sei, daß die Stäote Gießen und Darmstadt ihre Ehre und ihr wahres Interesse darin finden, für die in ihren Mauern befindlichen Landesanstalten möglichst starke Mittel auch aus eigenen Kräften zu beschaffen und ebenso in der Blülhe beider Landesanstalten eine gleichzeitige Förderung ihrer Interessen, sowie derjenigen des ganzen Landes erkennen. (Franks. Journ.) Stuttgart, 20. Mai. Der heutige „Staats-Anz. f. W." veröffentlicht in seinem amtlichen Theile folgende Verfügung der Ministerien der auswärtigen Angelegenheiten, Abiheilung für Verkehrs-Anstalten, des Innern und der Finanzen: Mit Höchster Genehmigung Sr. König!. Majestät vom 10. d. Mts. wird im Anschluß an das Verfahren in andern deutschen Bundesstaaten unter Aushebung der Finanz-Miuisterialverfügung vom 12. December 1860 sämmttichen Staatskassenstellen die fernere Annahme der österreichischen und ungarischen Guldenmünzen des 45-Guldenfußes hiermit untersagt. Stuttgart, den 15. Mai 1873. Wächter. Sick. Renner. Mannheim, 19. Mai. Gegen 12 Uhr heute Nacht wurde auf der hiesigen Rheinbrücke die Gensd'armerie-Palrouille von etwa 30 bis 40 Arbeitern insultirt, worauf erstere Feuer gab, in Folge dessen ein Arbeiter tobt auf den Platze blieb und zwei andere verwundet wurden. Der Getödtete wurde nach Mannheim in's allgemeine Krankenhaus, die Verwundeten nach Ludwigshasen gebracht. — Eine Polizei Patrouille, welche heute Nacht in einer hiesigen Wirth- schaft Feierabend gebot, wurde von einigen Anwesenden mit Lattenstücken bedroht ; die Polizei bewältigte mit Unterstützung der hinzugekommenen Nachtwächter die Angreifer und verhaftete dieselben. dimilueict). Lokal- Rotiz. Beschlüsse aus der Sitzung des Gemeinderaths vom 1. Mai 1873. Anwesend waren: der Großh. Bürgermeister Vogt, die Gemeinderathsmitglieder Bücking, Diery, Felsing, Gail, Heß, Homberger, Keller, Körber, Lüdeking, Nagel, Noll, Pietsch, Ricker, Silbereisen, Wallenfels. 1. Nachdem die Gehalte der übrigen Forstbeamten der Stadt Gießen auf je 400 ft. erhöht worden sind, erklärte sich der Gemeinderath, in Folge der von Großh. Forstamt gestellten Anfrage, damit einverstanden, baß auch der Gehalt des Forftwarts Weller, welcher die Aufsicht im Gießener Schutzbezirk Hangelstein und im Wiesecker Gemeindewald führt, auf 400 ft. erhöht werde, und beschloß, den Beitrag hierzu aus der Stadtkasse im Verhältnis der Größe Gießener Hangelsteins zu leisten. II. Die von Großh. Handelskammer in Gießen eingelaufene Erklärung auf die derselben zugefertigten Bestimmungen des Gemcinderaths vcm 27. März d. I., unter welchen die Stadt bereit ist, den Bau eines öffentlichen Lagerhauses zu übernehmen, soll vorerst bei den Mitgliedern des Gemeinderaths zur Einsicht circulircn. III. Kaufmann A. Keller dahier hatte das ehemals Volp'schc Haus auf dem Sellerswcg in der Absicht erworben und niedcrgelegt, um an dessen Stelle ein neues Gebäude zu errichten und da die Räumlichkeit des Platzes die Aufführung eines Steinbaucs nicht gestattet, die Aufführung eines Holzbaues vorgesehen. Da nun seinem deSfallsigen Baugesuch die polizeiliche Erlaubniß nicht ertheilt worden ist, jo hat derselbe die Verwendung des Gcmeinderaths deshalb angesprochen, weil in mehreren ähnlichen Fällen gerade in den letzten Jahren Genehmigung zum Bauen von Holz auch gegeben wurde. Auf Vorlage der desfaüsigen Eingabe des A. Keller erklärte der Gemeinderath, aus den in derselben entwickelten Gründen das Gesuch bei Großh. Kreisamt zu befürworten. IV. Die Fahrbahn der neu erbauten Gartenstraße war ursprünglich auf 35' Breite vorgesehen und dieser wurden spätes noch 5' zugesetzt. Da sich hierdurch die Baukosten erhöhen, so wurde beschlossen, den Mehrbetrag zu Lasten der im betreffenden Kostenvoranschlag für unvorhergesehene Fälle vorgesehenen Summe anweisen zu lassen. V. Die Ueberfüllung der Vorschule der Realschule machte die Theilung der einen Klasse und die Beschaffung eines weiteren, im Rcalschulgebäude nicht mehr vorhandenen Lehrzimmers nöthig. Dieses wurde in der Turnhalle gefunden und zur Ausstattung desselben 1 Tisch, 8 Sub- scllien und 1 Tafel nöthig. Wegen Dringlichkeit wurde beschlossen, die Anschaffung dieser Gegen- auf Einführung des allgemeinen Stimmrechts versucht, der natürlicher Weise unter die Bänke gefallen ist. Als ob nichts Wichtigeres zu thun wäre! Rom, 21. Mai. In einer im Vatican gestern stattgehabten Versammlung der Cardinäle wurde bezüglich der vom päpstlichen Stuhle dem Klostergesetze gegenüber zu beobachtenden Haltung beschlossen: Der päpstliche Stuhl müsse cbe Bezhlung zur Erhaltung feiner Beziehungen mit den fremden Ordenshäu- ern ablehnen. Die Ordensgenerale müssen von dem Rechte freier Association Gebrauch machen, die katholische Kirche Italiens endlich müsse sich organisiren, um den Liberalismus zu bekämpfen. Spanien. Perpignan, 21. Mai. Einer Meldung aus Cervera vom 19. d. M- zufolge hätten Tristany, Canats und Prinz Alphons den Flecken Sanahuja nach lebhafter Vertheidigung durch 150 Freiwillige genommen Die Freiwilligen hätten sich unter der Bedingung der Schonung des Lebens ergeben, seien aber trotzdem erschossen worden. tiineuilui. Rew- Uork, 19. Mai. In Folge des Rücktrittes des Präsidenten ist in Panama eine Revolution ausgebrochcn; Miliz und Truppen bekämpfen sich. Der Admiral Steedman mit dem Unionsdampfer Pensacola beschützt das Eigkuthnm der Fremden und die Eisenbahn über die Landenge. Auf den Rath des Admirals bezeichneten die beiden Parteien den Obersten Pernet zum Präsidenten, bis General Reyra znrückgekehrt sein würde. — Die Modocs sind wieder entwischt. Es waren alle Vorbereitungen getroffen, um ihre Position zu bombadiren, und die Truppen schon angriffs- bereil, als es den Indianern gelang, anszubrechen. Die Verfolgung hat von Neuem begonnen. stände mittelst Aceorde aus der Hand vvrzunehmcn. VI. Wegen den Vaugesuchen von Bernhard Pflichter, Marie Bcllof, Gebrüder Köhler und Mar. Henkel trat der Gemeinderatb den verjchiebenen Anträgen des Bauausschusses bei. VII. Eine Rechnung des I. G. D. Bapst über 70 fl. 311/* kr. für gelieferte Wasserlei- tungSröhren kam zur Vorlage und wurde zur Auszahlung auf die Stadtkasse übernommen. VIII. Herr A. Büngcr theilt iu einem Schreiben an den Gemeinderath mit, eine Anzahl Industrieller unterhandle gegenwärtig wegen Einrichtung eines größeren Eijenhüttenwerks, für dessen Anlage die Gießener Gemarkung nur dann in Aussicht genommen werde, wenn dein Werk eine Ermäßigung des Octrois von feinem SKänkohlenbedarf bewilligt werde. Nachdem dieser für die Stadt Gießen hochwichtige Gegenstand im Gemeinderach gründlich besprochen war, wurde im Interesse der Stadt, und zwar um dergleichen Geschäfte für hier zu gewinnen, beschlossen, daß die Maximalsumme der Oetroiabgabe für Steinkohlen und Coaks für jedes industrielle Geschäft nicht mehr als 600 fl jährlich zu betragen habe, daß aber Steinkohlen und Eoaks, welche für den Handel bestimmt sind, von dieser Begünstigung ausgeschlossen sein sollen. IX. Am 1". April c. wurde beschlossen, den hiesigen Feldschützen zur Anschaffung ihrer Dicnstkleider den im Voranschlag für 1 73 vorgesehenen Betrag mit je 26 fl., ausbezahlen zu , , I lassen und auf eine weitere Eingabe derselben, daß in Folge Aufschlags der Lohne mit diesem durch «neu Prafidentschafts-Congreß gewählt, welcyer aus den beiden vereinig-Betrag die entstehenden Kosten nicht zu bestreiten seien, wurde diese Vergütung in der heutigen len Kammern und aus Abgeordneteli der Generalräthe, die jeder drei Vertreter! Sitzung auf 30 fl. erhöht. .... - - ----- - -- - - ' X. Mit dem Vorschläge des Stadtbaumcisters, die Vergebung der noch erforderlichen ernenn-., b.stcht- Der Präsident wird, wie die Kammer, auf fünf Jahre ge- . - BÄi^sjtrah- von d°r"Tu-üh°N- ab, mittelst A-cord. wählt. Die Motive schließen mit den Worten. Durch diese Einrichtung kann nug bev ^ant) vorzunehmen, erklärt sich der Gcmeinderath einverstanden. die Republik conservativ fein, und so lange sie conservativ ist und nicht langer, xi. Der Kaufbrief für Lehrer Jung über den > -xn- m,i" wird sie Bestand haben. jseckbrücke wurde heute vom Gemeinderath unterschrieben. Dia nffirmfen Blätter neben notb keinen Anssckliiü über die Volitik 1 XII. Auf eine Eingabe des Hrn Dr. invll. Dornseiff wegen des Zustandes in ber Schul- ( ~ ^ie dlojm Zairer geoen HOU) reinen MMllip uver Vie ^oillir,. Gemeinderath, daß die im Voranschlag für 1873 vorgesehene Pflasterung (Iß ■ 2 - l — r i i L nr\ , ,f, iu rtAit t nfl aii aY ah * u S. .K, 10 derselben jetzt schon zur Ausführung zu bringen sei. Präfecten abgejetzt und 20 gewechselt werden sollen. Man glaubt, daß dadurch Gießen, 23. Mai. Auf dem am Dienstag und Mittwoch abgehaltenen Liehmarkte der Rechten eine Befriedigung gewährt werden soll. In Versailler' herrschte waren aufgetrieben; 1075 Stück Rindvieh und 2100 ^lück Schweine, eine Summe, wie sie große Aufregung; die Interpellation der Rechten Über die innere Politik wurde wohl noch nicht dagewcscn sein durfte. Trotzdem, daß alle 14 Tage ein cf' ° cpc L..P, o> -o t / n»d die Resultate e nes coen eimc nen ganz enorm und zeugen für den bedeutenden Handel, auf dcu Lisch der Natwnal-Ver,ammluug mcdcrgelegt. Dl- gesammte Rechte 'n?. «luua « « b,t $atn, LandwirthfchaftlicheS I, Gegenden 19. b. M. 1 Tailahuja -t Freiwilli- *, seien Präsidenten i bekämpfen beschützt das “f ten Rath l zum Präsi- »rbereitungen |on aiign'ffs« ung hat von ^rdenshnur ^Isveiation organisnen, *lllld einet neben reiimdnntr ^gewiesen, füi diese "«trage her Wei e re! (Mitgetheilt von der höheren landwirthschaftltchen Lehranstalt m Worms.) Krucktstandbertcht. Die schlimmen Folgen der letzten Froste nn Monat Avril laffen sich auf Grund der zahlreichen Witterungsberlchte der velschredenen Toge^' blätter überschauen. Weit mehr als man es gefürchtet bat, tft btc $ßegctnhon 0cfto _t unk ifrftijit worden. Dort, wo, wie hi den nördlichen und westlichen Provinzen, sich noch Ende April ein Schnee von einem Viertels Meter Höhe legte, werden nunmehr Wochen vergehen, bevor der Boden denjenigen Grad von TrockenhelLnS -, - » , , Lahn-BadeplaOtz, sodaun das Aufräumen bei Lich, in der Nahe des Elsenbahn- von Fluthgräben, verstetgert werden. .....* Gießen, den 21. Mai 1873. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. V o fl t. Aecht kölnisches Weiser von Jean Maria Farina. Meine Niederlage davon in der Expedition des Gießener Anzeigers empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst Johann Maria Farina in Köln. Die diesjährigen Grasnutzungm von den Grüben und Böschungen michbenannter Straßen sollen in den dabei bemeikten Terminen an Ort und Stelle meistbietend uersteigert werden und zwar: 1) auf den Straßen von Gießen bis Butzbach, von Klein-Linden gegen Sommerfchuhe in Lasting, s?tber, Plüsch und Stramin für Herren, Damen Kind r in großer Auswahl, empfehlen • 1763) «ff A. Busch Sohne. jenseits Lollar; 3) auf der Straße von Gießen gegen Rodheim: Samstag den 24. Mat, Anfang Morgens 8 Uhr jenseits der Lahnbrücke bet der Ziegelei; 4) auf der Straße von Gießen gegen Grünberg: Montag den 26 Mai, Anfang Morgens 8 Uhr in der Nähe der Zörb'schen Ziegelei; 5) auf der Straße von Gteßen über Lich gegen Hungen: Dienstag den 27. Mai, Anfang Morgens 8 Uhr in der Nähe des Friedhofs von Gießen, Nachmittags 2 Uhr von Lich gegen Langsdorf; 6) auf der Straße von Lich nach Hessenbrücker - Hammer: Mittwoch den 28. Mai, Anfang Morgens 9 Uhr in der Nähe des Friedhofs von Lich: 7) auf der Straße von Lich gegen Butzbach Donnersta den 29. Mai, Anfang Morgens 9 Uhr _ mühle, Mittags 12',r Uhr jenseits Lang-Göns gegen Kirch-Göns, Nachmittags l'/r Uhr jenseits Kirch-Göns gegen Pohl-Göns, __ Nachmittags 2 Uhr I Buchen - Schetdhvl), Abhlar und üon,25 > rL C^sse), im hiesigen Stadt- Pohl-Gous gegen Butzbach, !mald lagernd, können einzeln oder im 2) auf der Straße von Gießen fiegen @aUjeu abgegeben werden von Marburg: "'r----- Freitag den 23 Mai, Anfang Morgens 8 Uhr der Nähe des' Gasthauses zum Pfau, Morgens 10 Uhr Frische Hefe bei Ernst FrieS, (2434) Bierbrauerei, Neuftädter Thor. 2466) Alle Sorten schöne Fiühgemüse- planzen, sehr gute Kartoffeln per Meste 16 kr., Salatkartoffeln per Meste 20 kr., 20 bis 25 Gentner gutes Heu, per Centner 1 fl. 36 kr-, verkauft______L- Hartmann, Schanz. 2452) In Ausstattungen der Küche und des Haushalts empfiehlt sich M- Weißbäcker. 2433) Bei Frau Hofg.-Advocat Kraus- kopf am Seltersthor stehen zwei noch gut erhaltene, transportabele, eiserne Sprung- Herde zu verkaufen.__ 2470) Ein gebrauchter Herrnschreidttsch und eine Parthie Weinflaschen sind zu verkaufen. Seltersbcrg Lit. E. N. 4. ______I. A. Busch Söhne. 2194) Ich beabsichtige, mein Haus in der Brandgaffe Lit. A. Nr. 202 nebst Zubehör zu verkaufe». H e i u r. Carl Magnus. r Für Mincralwaffersabriken: Kohlensäuren Kalk, sehr rein und fein gemahlen. Auerbach bei Darmstadt. (2478) W. Hoffmann. 2483) Eine frischmelkende Ziege ist zu verkaufen bei W- Wagner, Frankfurterstraße. Sommerfahrplan: Main-Weser-Bahn. Abfahrten von Gießen nach: Frankfurt 5". 7. 8-0*. ipo $Orm. iss. 430 Nachm. 63<*. 7s- Abds. 2«’ Nachts. Cassel 4s. 9S5*. II53 Vorm 442 Nachm. 826* Abds. 1220* Nachts. Marburg 45. 9. 9“*. 1153 Vorm. 442 Nachm. 826*. 8« Abds. 1220* Nachts. dernüettjungen. 2473) Ein bamilienlogis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche und sonstigem Zubehör, ist vom 1. September an zu ocrmiethen bei Ehr. Vogt, Kirchenplatz. 2430) Der unterste Stock meines Hauses nebst Werkstätte und Hofraum ist zu ver- miethen und Ende August beziehbar. Gg. Unverzagt, Schmied. 2475) Ein gelegenes Wohnhaus, welches sich zu einer Fabrik eignet, steht zu Dorlar zu vermiethen. Ter Vormund: Johannes Groh. 2471) Ein möbliries Zimmer in deni Hause des Maurermeister Haubach an der Schoor ist zu vermicthen. Ankunft in Gießen von: Frankfurt 8« 94o*. ll" Vorm. 3". 420Nachm. 740. 820* Abends. 1053. 12'6* Nachts. Cassel 812* 113o$orm.420Nachm.ö4«*Abds. 1140. 227 Nachts. Marburg 5'< 8U* ll^o Vorm. 420 Nachm. 646*. 710 Abds. II4. 227 Nachts. * bedeutet Eilzug. Cöln-Gießener Eisenbahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz (Cöln) 6'5. 955* Vorm. 12 Mittags. 445 Nachm Dillenburg 6'5. 955* Vorm. 12 Mittags. 443 Nachm. 835 Abends. Wetzlar 6'5.. 84o. 955* Vorm. 12 Mittags. 445 Nachm. 7*. 835 Abends. Ankunft in Gießen von: 2481) Möblirte Zimmer, sowie auch ein Laden zu vermicthen. Lit- B. 17. vermischte Anzeigen. Deutz (Cöln) 11^0 Ncittags. 3so Nachm. 641*. 11'8 Abends. Dillenburg 75. liao Vorm- 35o Nachm. 64 * 11'8 Abends. Wetzlar TA 94o. ll-o Vorm- 35.64'* Nachm- 88. Ilie Abends. * bedeutet Eilzug. 2474) Auf die Annonce des Heinrich Wallbott von Garbenteich in Nr. 117 dieses Blattes erwidere ich, daß mein Ibjähriger Sohn Hermann allerdings- Lis jetzt selbstverständlich noch keine allge-, meine Vollmacht in meinem Viehhandels-1 geschäft hat, und daß ich nicht erwartet hätte, daß Heinrich Wallbott jenemI oder mir zumuthen würde, jene abgemagerte i wahrhaft skelettartige Kuh, wie die hier^ betreffende, von ihm selbst gezüchtete, für; einen Preis von 9 Karolins und 3 Kronen-i thaler zu übernehmen. Mein Sohn wird nach wie vor als Lehrling in meinem Geschäfte hier und da einzelne Händel, insoweit er mitunter ausnahmsweise jetzt schon speciellen Auftrag dazu erhält, abschließen. F e i st Katz II. von Steinbach. 2302) Ein Kelln er lehrling wird gesucht Hüttl „Prinz Carl." Kräftigung schwacher Sprechorgane. Kein Stottern mehr! Oberhessische Eisenbahnen. Abfahrten von Gießen nach: Fulda 5. 835. H55 Vorm. 7™ Abends. Gelnhausen 8'° Vorm. 125 Mttgs. 44» Nachm. Nidda 810 Vorm 125 Mttgs. 44o Nachm. 8 Abends. Ankunft in Gießen von: Fulda 87 Vorm. 2A 425 Nachm. 10 Abends.. Gelnhausen IO35 Vorm. 335 Nachm. 7 Abds. Nidda 640. 1035 Vorm. 33s Nachm. 7 Abds. * bedeutet Eilzug. Waheim.ß Die soeben erschienene 9tr 33 £0 AK enthält: 'M Bezwungen. Novelle von F. L. Reimar. — Der deutsche Fischereiverein und die Fischereiausstellung in Berlin. Von Dr. O. Dammer. — Der steinerne Maler. Inhalt des Werkes: 1) Sämmtliche bis heute angewandten Heilmethoden. 2) Das naturgemäße Heilverfahren, mit dem Jeder durch sich selbst den gewünschten Erfolg erlangen f dii 11. Preis 1 Thaler. Siegburg bei Bonn. (2462) A. E. Gerdts. Novelle von Max von Schlägel. (Schluß.) — Neisebriefe und Bilder vom deutschen Geschwader. V. Von Puerto Cabello bis Sabanilla, Mit 5 Illustrationen. — Am Familientische: Auf der Spur der Carlisten. — Zur Statistik der weiblichen Barmherzigkeitspflege. — Die Liebe als Geographielehrerin. Zu dem Bilde von Amberg: Nachricht aus weiter Ferne. — Die Cholera und die Vögel. — Was eine Stickerin in Leipzig verdient. Zu Bestellungen empfehlen sich: die Ferber'sche Univ.-Buchhandlung, E- Heinemann, I. Ricker._______ 2179) Stach Auswärts werden gegen guten Lohn zwei Mädchen als Haus- und Kinder- — —-----------------------------' mädchen zu miethen gesucht. Näheres zu 1603) Ein 2. Hausbursche wird gesucht erfragen bet F. Halber g, I. Müller, Einhorn. { Ktrchenplatz. Feuerverstchenmgsbank für Deutschland in Gotha. (2477) Zeil «3 vis-a-vis der Post. A. Hörhberg, Specialität in Glacehandschuhen. Frankfurt a. M. Loeal-Veränderung Mein Geschäftslokal befindet sich von nun an: 2482) Nach dem Rechnungsabschlüsse der Bank für 1872 beträgt die Ersparniß für das vergangene Jahr 70 Procent der eingezahlten Prämien. Jeder Banktheilnehmer in hiesiger Agentur empfängt diesen Antheil nebst einem Exemplar des Abschlusses vom Unterzeichneten, bei dem auch die ausführlichen Nachweisungen zum Rechnungsabschlüsse zu jedes Versicherten Einsicht offen liegt- Diejenigen, welche beabsichtigen, dieser gegenseitigen Feuerversicherungs-Gesellschaft beizutreten, giebt der Unterzeichnete bereitwilligst dcsfallsige Auskunft und vermittelt die Versicherung. Gießen, den 21. Mai 1873. A. Nicker, Agent der Feueroersicherungsbank f. D. in Gotha. 2476) Am 2. Pfingstfeicttage findet zu Wetzlar im Saal Hof: Großer israelitischer Ball statt, wozu ergebenst eiuladct Das Comite. Beförderung von Annoncen in sämmtliche hiesige und auswärtige Zeitungen zu deren Original- Preisen und ohne Anrechnung von Porti und Spesen. Alle uns übergebenen Aufträge werden auf das Prompteste und Gewissenhafteste unter den günstigten Konditionen efiectuirt und steht unser neuester InsertioilBtarlf gratis und franco zu Diensten. Annoncen-Expedition Th. Dietrich & <0. in Cassel. Bescheidene Anfrage! 2484) Ist es den Soldaten des Regiments erlaubt, am Himmelfahrttage Morgens 10 Uhr Waschungen an dem Schoorgraben vorzunehmen, welche der Art waren, daß Damen empört, ob dieser großen Natürlichkeit, nicht wußten vorüber zu kommen? X. Wohnung gesucht. 2468) Eine stille, sehr solide Familie sucht vom ersten Juli oder ersten October ab eine freundliche Wohnung in gesunder Lage und einem nicht allzuneuen Hause. Anerbietungen unter der Chiffre L. L. nimmt die Exped. d. Bltts. entgegen. 2134) Ein Junge, welcher Schreiner werden will, kann in die Lehre treten bei Adolf Hoß. 2480) Einen Lehrling sucht unter günstigen Bedingungen Bernhard Kull mann, Spengler. 2454) Ein freundliches Mansarden- und ein Parterrezimmer inmitten eines größeren Gartens sind alsbald mit oder ohne Möbel zu vermiethen; auch ist daselbst täglich frische Milch zu haben. Fr. Jutzi- — 2440) Ein möbliries Zimmer, wobei ein angrenzender Garten zur Frequenz geboten, wird gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. 2432) Eine Köchin, welche Anfangs Juni eintrGen kann, wird gegen guten Lohn gesucht. Wallthorstraße Lit. A. 198. 2373) Ein Kindermädchen zum sofortigen Eintritt gesucht. Marktstraße D. 27. 2456) Ein Stübchen zu vermiethen bei Cbr. Dörr, Wetzsteinsgasse. 5 Annoncen-LLpedition 6. L Daube ck Co. 1 Central - Bureau: Frankfurt a. M. 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