ip-rriS vierteljährig 1 ft 12 ft. ittt Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st. 29 fr. Erscheint täglich, tnii Aus« nähme Tonntags. Expedition: Canzletbrrg, Llt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kiessen. §?r. 2-^7. Nllttlvoch öcn 22. Octobcr 18V3. II IjJJHH Hl —FT1 IMMgWiaiflmWKg^ »1 Hl Anitsicher TheiL B ekanu tmachun g. In dem Budget des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen pro 1873 ist theits zur Verwilligung von Stipendien für den Besuch der Ackerbau- schulen zu Friedberg und Alsfeld, theils zur Verwilligung von Prämien an Lehrer des Kreises für die Leitung landwirthschäftlicher Fortbildungsschulen die Summe von 200 fl. vorgesehen. Jene Prämien, welche sich bis auf 50 fl. belaufen können, sind für junge, dem Kreis Gießen angehörige, Leure bestimmt, deren künftiger Beruf der Betrieb der Landwirthschaft sein wird, und die das 14. Lebensjahr zurückgelegt haben, die anderer Vorkenntnisse aber nicht bedürfen, als wie sie die Volksschule gewährt. Eltern solcher junger Leute, welche die von dem Bezirksverein in Aussicht gestellte Beihülfe in Anspruch nehmen, werden aufgefordert, sich bis zum 13. November l. I. bei dem Unterzeichneten zu melden. Anmeldungen für Verwilligung von Prämien für Leitung von landwirthschaftlichen Fortbildungsschulen innerhalb des Kreises Gießen können bis Ende December l. I. bei dem Unterzeichneten eingereicht werden. Gießen, den 17. October 1873. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. v. Röder.. Dem Unterzeichneten ist durch das Curatorium der Ackerbaujchule zu Friedberg eine Anzahl Prospecte über den Wintercursus dieser Anstalt mitgetheilt worden, welche an Interessenten auf Anmelden durch das Bureau Großherzoglichen Kreisamts dahier abgegeben oder per Post zugesendet werden. Gießen, am 17. October 1873. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen: v. Röder. s? politischer Theis. Eine Monarchie ohne Monarchisten sich warten lassen. Der Genannte besitzt, wie aus seiner Führung sowohl bei den Berathun- stets als eine principielle Schrulle. Man wird angesichts der sich entwickelnden französischen Verhältnisse an jenes royalistische Dogma unwillkürlich erinnert. Jeder Tag bringt neue Beweise dafür, daß die Nation von der legitimen Monarchie nichts wissen will — thut nichts, man muß das Volk gegen seinen Willen in die beglückende monarchische Ordnung hineinzwingen, ja, wenn es sein muß, hineinschießen. Ein bedeutungsvolleres Desaveu, als die Wahlen vom 12. d. Mts. kann man schwerlich für eine Partei ersinnen, denn es will doch in der That etwas bedeuten, wenn angesichts der sog. Verhandlungen mit Henri V. in Salzburg, das französisch Volk überall da,'wo ihm die Gelegenheit gegeben ist, seine Stimme abzugeben, sich im republikanischen Sinne ausspricht — allein das thut Alles einziehen müssen. Es hält allerdings außerordentlich schwer, ein sicheres Ur- ^rheil sich über die nächste Zukunft Frankreichs zu bilden, da fast täglich sich Eines aber darf ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden. Das ist die Haltung der bonapartistischen Gruppe in der Versailler Versammlung. Sie ist allerdings der Zahl nach nicht bedeutend, wohl aber ist sie durch die Qualität in .)ohem Maße beachtenswerth. Haben doch die Bonapartisten, unter der Führung Rouher's, den 24. Mai erst möglich gemacht; ihnen muß vor Allem der Löwenantheil an Thiers' Sturz zuertheilt werden. Und nun hat Rouher mit aller Entschiedenheit sich gegen die royalistischen Bestrebungen erklärt. Es gilt, so hieß es in der bemerkenswerthen Ausführung des Ex-Vicekaisers, die Rettung der modernen Gesellschaft, die Rettung des den Franzosen über Alles theueren Princips der socialen und religiösen Gleichberechtigung. Und diesmal hat dieser schlaue bonapartistische Parteiführer die Wahrheit gesprochen; er hat mit seinen Worten eine sehr empfindliche Seite der Franzosen berührt; die royalistischen Jntriguanten werden an dieser, vielleicht einzigen Errungenschaft der vielen französischen Revolutionen unfehlbar zerschellen. Ein legitimes Kö- nigthum mit dem allgemeinen, gleichen und directen Wahlrecht ist ein Unding, und ohne dasselbe ist es eben in Frankreich eine Unmöglichkeit. Dcutfrölänö. Gießen, 21. Oct. Die „Neue Franks. Presse" schreibt: Ihr Cor- respondent kann es nicht unterlassen, im Hinblick auf die bevorstehende Reichs- tagswahl eine kurze Vergleichung der beiden Männer anzustellen, welche s. Z. in dem dritten oberhessischen Reichswahlkreis als betreffende Candidaten auftraten. Bekanntlich ging Herr Graf Friedrich von Solms-Laubach siegreich aus der Wahlurne hervor, obschon sich der Gegencandidat Herr Professor D r. O n ck e n zu Gießen, namentlich in den Städten des Vogelsbergs: Schotten, Alsfeld, Lauterbach rc. zahlreiche Sympatlneen erworben hatte. Wir wollen hier nicht nntersuchcn, aus welchem Grunde insbesondere die ländliche Bevölkerung deni in Oberhessen sehr begüterten Herrn Grafen von Solms- Lanbach ihre Stimme bei der Wahl eines Reichstagsabgeordneten gegeben hat, wohl aber constatiren, daß sich die etwa an diese Wahl geknüpften Erwartungen bis jetzt in keiner Weise erfüllt haben. Für die Wahl des Herrn Grafen zum Reichstagsabgeordneten spricht, unseres Erachtens, so gut wie gar kein Feinde der republikanischen Staatsform überhaupt pflegen stets mit dem die politische Oberfläche verändert; soviel kann man jedoch getrost behaupten, vernichtenden Dictum bei der Hand zu sein, sobald es gilt, eben jene (gnirid^-bie Sache Chambord's hat in den letzten Tagen erheblich an Aussichten verlo- tung als eine unberechtigte und unhaltbare hinzustellen, daß eine Republik ohne reu. Die Herren Royalisten in der Kammer hatten eben nicht Courage genug, Republikaner jenem Messer ohne Klinge auf's Haar ähnlich sehe, dem überdiesmmthig zuzugreifen und der homme-principe konnte natürlich kein Theil seines noch das Heft fehle. Sie beobachten dabei eine höchst merkwürdige Taktik; z Systems opfern. So ist denn eine kostbare Zeit unwiederbringlich verstrichen, sie stellen nämlich die ideale Republik hin als den Inbegriff aller Übermensch-iHeute find die Republikaner nicht mehr unvorbereitet, nicht mehr machtlos; lichen Tugenden und Vollkommenheiten, als eine Form der Gesellschaft, in der'sie haben ui Thiers' Person wieder ihren natürlichen Sammelpunkt, und alle das Laster nicht existirt und der Egoismus überwunden ist durch den lebenbi- iHandlungen werben nunmehr einem einheitlichen Willen bestimmt. Die Dinge gen Gemeinsiun Aller. Da aber bie jetzige Generation für bies Jbeal noch!si"d in rascherem Flusse und die Entscheidung kann nicht mehr allzulange auf nicht reif, noch nicht gebildet genug ist, so folgt mit Nothwendigkeit, baß bie Republik vorläufig noch eine Unmöglichkeit sei. Insofern jeboch bie Erreichbarkeit bieses Jbcalö erst in unenblicher Ferne zu erhoffen ist, so bebeutet jenes Wort nichts anderes, als bie Einführung einer etwaigen republikanischen Staatsform ad calendas graecas verschieben. Die Monarchie bagegen ist, nach Ansicht Jener wie die Religion für bie berzeitigen Verhältnisse nolhwen- dig, sie entspricht den fehlerhaften Neigungen der Menschen vollkommen, kurz, sie ist ganz bie Staatsform einer nicht wegzubisputirenben Gegenwart; bar um müßten die Freunbe ber Orbnung, bie populären Staatsmänner Europas überall bestrebt sein, bie monarchische Staatsform zu erhalten, bezw. wieber einzuführen. Selbst gegen den Willen des Königs müßte man das Königthum retten, haben französische Royalisten von jeher gesagt. Vive le roi quand meine war einstmals ein geflügeltes Wort; vive le republique quand meine galt ihnen nichts — vive le roi quand meine. Jndeß, trotz der anscheinend anhaltenden mildroyalistischen Temperatur, hat sich doch inzwischen, wenn auch nur ganz allmählig und ohne spürbare Windstöße die Luftströmung geändert. Es kann nämlich nicht in Abrede gestellt werden, daß seit dem Wiedererscheinen Thiers auf der politischen Bühne die Dinge eine wesentlich veränderte Gestalt gewonnen haben. Zuvörderst hat die Muthlosigkeit und die Apathie ber verschiebeuen republikanischen Parteien einer gewissen Rührigkeit und Energie weichen müssen. Thiers repräsentirt in diesem Augenblicke wirklich bas ganze französische Bürgerthum in seiner gemäßigt republikanischen Gesinnnng. Denn bieje und nur diese allein bedeutet für Frankreich die Fortdauer leidlich geordneter Zustände. Thiers Ansehen ist im Lande groß genug, um die radicaleren Elemente, die sich um Gambetta Grund, grnppiren, zu beruhigen und so die gemüßigt republikanische Bourgeoisie von Der Genannte besitzt, wie aus seiner Führung sowohl bei den Berathun- dem Gespenst der rothen Republik zu erlösen, während alidererseits die Gesin- gen ber Landessynobe, welcher er in ebler (?) Entrüstung stolz den Rucken ge- yungeu dieses Exprasidenteu die Besorgnisse der Allzuschüchternen zu verscheuchen kehrt, als bei der Debatte über das Volksschulgesetz in der ersten Kammer, vermögen. Hat doch selbst Broglie die Fahiie des legitimistischen Königthumswobei er lediglich den hohen Staudesherren zur Zierde (?) gereichte, deutlich hervorgcht, weder in kirchlicher, noch in politischer Beziehung ein Verständniß Lips, auf sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den von üesieireich. den Frankreich. übertragen. 6. Charakterertheilungen. 7. Versetzungen in den Ruhestand. Platze, als das „weil." Um so unbegreiflicher wird die Sache, wenn man hiergegen die Eigenschaften deS Gegencandidaten auch nur einen Augenblick abwägt. Herr Professor Dr. Oncken, schon seit mehreren Jahren ein sehr geschätztes Glied unserer Hochschule, hat sich durch sein volles Verständniß der wahren Bedürfnisse der Gegenwart, seinen ächt nationalen Sinn, sein meisterhaftes Verhalten als Abgeordneter der 2. Kammer in der bekannten Universitätsfrage, seine warmen Bemühungen um das hiesige Fortbildungsschulwesen und seine jüngsten freisinnigen Bestrebungen in Sachen des neuen Volksschul- gcsetzcs auch in weiteren Kreisen so allgemein bekannt und beliebt gemacht, daß wir Oberhessen uns zum Besitze eines so geeigneten Candidaten gerade für den Reichstag nur beglückwünschen können. Hierzu kommt die notorisch ausgezeichnete Rednergabe des Genannten. Es dürfte keinem Zweiten in unserer nächsten Umgebung in so vorzüglicher Weise gelingen, die deutschen Einheitsbestrebungen zu fördern und gleichzeitig die Bedürfnisse und berechtigten Wünsche der oberhessischen Bevölkerung so zum Ausdruck zu bringen, als gerade dem Herrn Professor Dr. Oncken. Wir halten uns daher im Interesse der Sache für verpflichtet, die Candidatur des Genannten zum deutschen Reichstage den Wählern des dritten oberhessischen Reichs-Wahlkreises dringend an's Herz zu legen. Gießen, 21. Oct. Ein Artikel Ihres geschätzten Blattes bezeichnet als eine „interessante" Frage die, wie die Abgeordneten Buff, Oncken, v. Rabenau sich zu der Vorlage über den Neubau des großherzogl. Hoftheaters in Darmstadt ftcllen werden. Wir sind nicht ermächtigt, im Namen der Herren Buff und v. Rabenau eine Erklärung abzugeben. Was aber den Abgeordneten der Stadt Gießen angeht, so wissen seine Wähler, daß derselbe gewohnt ist, von Allem, was er nach gewissenhafter Prüfung in der Kammer gethan hat, öffentlich Rechenschaft abznlegen. Umsomehr wird jeder Unbefangene gerechtfertigt finden, daß er über eine Frage, zu deren eingehender sachlicher Prüfung das erforderliche Material noch gar nicht vorliegt, eine im Voraus bindende Erklärung unbedingt ablehnt und lieber auf der Stelle sein Mandat niederlegen, als einem darauf gerichteten Verlangen entsprechen würde. Darmstadt, 21. Oct. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 43 enthält: 1. Allerhöchste Verordnung, die Fortführung der Grundbücher betreffend. 2. Ordensverleihung. 3. Namensverändernngen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 31. Aug. der Marie Rebscher von Neustadt im Oden- walde zu gestatten, daß dieselbe in Zukunft statt des bisherigen den Familiennamen Oster, am 15. Sept, der Caroline Schwab von Birklar zu gestatten, daß dieselbe in Zukunft statt des bisherigen den Familiennamen Geifert und am 19. Sept, der Veronica Wendel vom Hof Beinhards bei Ober-Nosbach zu gestatten, daß dieselbe in Zukunft statt des bisherigen den Familiennamen Privat führe. 4. Ernennungen in Beziehung auf den Landtag. 5. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 16. Sept, dem evang. Pfarramtscandidaten Heinrich Schlick ans Gernsheim, im Kreise Bensheim, die evangel. Pfarrstclle zu Dalsheim, im Dek. Worms, zu übertragen; am 21. Lwpt. den Dr. Franz Umpfen- bach ans Gießen, im Kr. Gießen, zum Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz zu ernennen; am 23. Sept, dem Schullehrer an der 1. kath. Schule zu Nackenheim, im Kr. Oppenheim, Simon Seib, die kath. Schulstelle zu Bechtolsheim, im Kr. Oppenheim, dem Schullehrer an der 2. kath. Schule zu Nackenheim, im Kr. Oppenheim, Philipp Ofenloch, die kath. Schulstelle zu Gau-Bischoss- Heim, im Kr. Mainz, und dem Schnlamtsaspiranten, Friedrich Schneider aus Storndvrf, im Kr. Alsfeld, die 2. evangel. Schulstelle daselbst zu übertragen; am 24. Sept, dem Schullehrer an der 2. Abtheilnng der 2. höheren Mädchenschule zu Darmstadt, Stadtdiakonus Ludwig Pfnor, die Stelle eines Oberlehrers an der städtischen Mädchenschnlgruppe zu Darmstadt und dem Lehrer an der 5. Classe der höheren Mädchenschule zu Darmstadt, Mitprediger Adolph Mitzcnius, die Stelle eines Lehrers an der 1. Classe der Stadtknabenschule zu Gießen, im Kr. Gießen, zu übertragen; am 26. Sept, den Obermedicinalrath und Kreisarzt des Kreismedicinalamtes Darmstadt I., Dr. Hermann Pfeiffer, zum Mitgliede der Centralstelle für die Landesstatistik und den Oberrcchnungs- probator 2. Claffe bei der 2. Abthcilung der Justificatur der Oberrechnungs-, kammcr, Hermann Vogel, zum Oberrechnungsprobator 1. Classe bei dieser Behörde zu ernennen; am 27. Sept, die in Gemäßheit der Art. 2., 3 und 4 der Declaration vom 31. Januar 1837 über die Rückgabe der Verwaltung des diesseitigen Kaufungcr Stistssonds an die Althessische Ritterschaft des Großherzogthnms Hessen von den betheiligten adeligen Familien zu den drei 1 Obervorstehern gewählten nnd präsentirten Oberst-Kammerherrn Hermann Freiherrn voll Nordeck zur Rabenau in Darmstadt, Kammerherrn, wirklichen Geheimerath und Finanzminister a. D. Friedrich Freiherrn von Schenk zu Vereins. Pfarrer Kühn von Landau war auf briefliche Anzeige sofort hierher geeilt. Seit langer Zeit hat Oberursel keinen solchen Leichenzug gesehen. Mitglieder der Feuerwehr trugen die Leiche. Ihr folgten die übrigen Mitglieder der Feuerwehr und des Gesangvereins und eine unübersehbare Menschenmenge hier und der Umgegend. (Nh. K.) selitationsrccht zu dieser Stelle zu; 6 Schulstellen an der Bürgerschule zu Offenbach, im Kr. Offenbach, mit einem Anfangsgehalt von je 675 fl. jährlich; dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Birstein steht das Präsentationsrecht zu diesen Stellen zu; die 3. evang. Schulstelle zu Roßdorf, im Kr. Darmstadt, mit einem jährlichen Gehalt von 550 fl. Berlin, 18. October. Ueber den sBriefwchsel zwischen dem Deutschen Kaiser und dem Papste bemerkt die „Jndep." : „In seiner Verblendung und seiner Unwissenheit über den Stand der Dinge scheint Pius IX. nicht zu zweifeln, daß der Kaiser seinen Rathschlägen Folge leisten und zu den Füßen Sanct Peters Buße thun werde. Er muß daher kein geringes Erstaunen empfunden haben, als er die freimüthige, feste und maßvolle Antwort las, in welcher der greise Kaiser Wilhelm ihn daran erinnert, daß auch er seine Mission von Gott erhalten hat, welche er gegen seine Völker erfüllen muß, und Pflichten, von denen er sich nicht lossagcn kann. Der kaiserliche Brief ist eine energische Zurückweisung der Bebauprungen und Doctrinen, welche der des Papstes enthielt. Die öffentliche Meinung in Deutschland wird dem Kaiser Dank wissen, daß er seinen Pflichten als constitutioneller König, sowie der Solidarität mit seiner Negierung so vortrefflich Ausdruck verliehen hat." — Der „Kuryer Poznanski" stellt das baldige Erscheinen einer päpstlichen Bulle aus Anlaß des jetzigen kirchen-politischen Conflicts in Aussicht. Er schreibt nämlich: „Man spricht von einer päpstlichen Bulle, welche den schweizerischen Katholiken die Erfüllung ihrer religiösen Pflichten während der jetzt dauernden Verfügung erleichtern soll. Diese Bulle soll, wie versichert wirb, Vorschriften enthalten, ähnlich denjenigen, welche Pius VI. für die Franzosen während der großen französischen Revolution erlassen hat. Aehnliche Bullen werden bald auch für andere Länder nöthig werden." Posen, 21. October. Das hiesige Kreisgericht hat den Erzbischof Ledochowski wegen Androhung der Excommunication gegen den hiesigen Reli- gionsleger Schröter, welcher die schlesische Adresse der „Staatskatholiken" unter® zeichnet hatte, auf Grund des Gesetzes vom 13. Mai zu 300 Thalern Geldbuße, cvent. zweimonatlichem Gefängniß verurtheilt. Oberursel, 19. October. Heute fand dahier das erste altkatholische Begräbniß statt. Der Verblichene, Karl Rampel, eine allgemein geachtete und beliebte Persönlichkeit, gehörte zu den Gründern des hiesigen altkatholischen mitten, 19. October. Der Kaiser verlieh gestern, als am Jahrestage der Schlacht bei L-'ipzig, dem Deutschen Kaiser das Husaren - Regiment Friedrich Wilhelm 111., König von Preußen Nr. 10, welches Regiment zur Erinnerung an die Befreiungskriege diesen Namen auf immerwährende Zeiten zu behalten hat. 0 Schweinsberg in Darmstadt und Georg Freiherrn Niedesel zu Eisenbach auf... Altenburg, in der gedachten Eigenschaft landesherrlich zu bestätigen; am 3.Oct.!bilden, würden gewährleistet werden dem Schnllehrer an der 3. evang. Schule zu Echzell, im Kr. Nidda, I Wien, 19. October. Der Deutsche Kaiser stattete gestern Nachmittag Erzherzogen Karl Ludwig, Victor, Albrecht, Reiner und der Königin der Niederlande Besuche ab und empfing in Schönbrunn den Minister und die obersten Hofchargen. Nach 7i/2 Uhr Abends fuhren beide Kaiser beim Opernhause vor, wo sie von der versammelten großen Menschenmenge lebhaft begrüßt wurden. Der Deutsche Kaiser trug immer die österreichische Uniform. Das Opernbaus war brillant erleuchtet und in allen Theilen von dem geladenen Publikum überfüllt; im Hofsalon wurden die Majestäten von den Erzherzogen und den Erzherzoginnen empfangen und begaben sich sodann in die Hoffestloge vom Publikum stehend erwartet und ehrfurchtsvoll begrüßt. In den Zwischenakten wurden in allen Theilen des Hauses Erfrischungen gereicht und nach dem dritten Acte der Oper Margarethe wurde im Hofsalon Thee servirt. Fürst Bismarck erschien gestern Nachmittag mit dem Grafen Andrassy in der Ausstellung ; als ihn die Menge erkannte, brach dieselbe in Hochrufe auf Bismarck uiid Andrassy aus. v. Bismarck dankte stehend für die dargebrachte Ovation indem er mehrmals mit dem Hute schwenkte. Der Deutsche Kaiser besichtigte auch gestern die Kunsthalle des Khedive, wo er Czibuk rauchte und schwarzen Kaffee nahm und von Professor Brugsch vielfache Auskünfte über die Sitten und Gebrauche der Araber entgegennahm. Beim Dejeuiier im Kaiserpavillon wurde auf dem Hoskeller eigens der Lieblingswein des Kaisers, ?»eidsik Monopole, servirt. der gegenwärtigen Zeit und ihrer Jntereffen, geschweige denn, daß er dieselben Ruhestand zu versetzen. mit Wärme vertheidigen wollte oder könnte, denn Rednergabe scheint ihm 8. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die evang. Pfarrstelle zu Wolf, gleichfalls abzugehen. 'im Dek. Büdingen, mit einem jährl. Gehalt von 755 fl. 32 kr.; dem Fürsten Es ist hiernach kaum begreiflich, aus welchem Grunde der Herr Graf zu Jsenburg^Büdingen steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu; die 2. vor einigen Jahren in den deutschen Reichstag gewählt wurde. Denn etwa'evang. Schulstelle zu Langen-Bergheim, im Kreise Büdingen, mit einem jährl. seine Qualität als Standesherr als solchen anzusühren, kann doch wohl selbst, Gehalt von 400 fl.; dem Hrn. Grafen zu Isenburg - Meerholz steht das Prüdem blödesten Verstände nicht einfallen Hier wäre das „obgleich" mehr am ' Paris, 18. Oktober. Abends. In dem Protokoll über die heutige Witznng der Burcaux der Rechten beißt es: Man sei völlig darin einig an- ,»erkennen, daß bie Annahme der durch die Neuner-Commission vorbereiteten Anträge durch das Jntcrcsie des Landes gebieterisch gefordert werde. Rach diesen Anträgen soll die Monarchie wieder bergestellt werden, alle bürgerlichen polltlschen und religiösen Freiheiten, welche das öffentliche Recht Frankreichs x ---.bUden, wurden gewährleistet werden; die dreifarbige Fahne werde aufrecht er- Kulnis halten bleiben, doch wurden Modifikationen durch Königliche Initiative Hof, dw 2. evang. Schnlstelle daselbst, dein Schullehrer an der kath. Stadt-^laßt werden können; im Ucbrigcu bleibe dieselbe intakt es sei denn schule zu Mainz, JohannkS Rcckert, die kath. Schnlstelle zu Zahlbach, im Kr. und Volksvertretung eine Aenderung vereinbare» Die'verschiedenen 'Wimm3 Mai»,, »nd dem Schulamtraspiranten Heinrich Schaad ans Ruppertsburg, int lunge», welche in der heutigen Bureaursikunq repräsentirt waren sollen Kr. Schotten, die evang. Schnlstelle zu Breungeshain, im Kr. Schotten, zu zujammcnbcrufen werden. ' ' 1 ,v'vu Paris 20. Oktober, Vormittags. Die von dem katholische» Comitö ~ . ... . , . „ . ^irn l",‘- "’pf Suchte Wallfahrt von Elsaß-Lothringer» nach St DeuiS . - - ÄClnc Kvmglichc Hoheit der Groß- hat nur einen sehr mäßigen Erfolg gebabt. Es hatte» sich etwi um ,2 Herzog haben allergnädigst geruht: am 20. Sept, deu Schullehrer an der l. dc»> Arbeiterstaude angehörige Pcrsoneff an de.selben betlicilirt (Sh > n Claffe der Stadtknabenschule zu Gießen, im Kr. Gießen, Mitprcdigcr Carl verlies dcr Versuch, eine Elsässisch-Lothringische Manifestation zu Standern Wechsel 73 Oberhessen Pistolen 9 40—42 Amerik. 1864r 143 V, Leihkassevereins in dem Universitäts-Canzleigebäude stattfindenden Hauptversammlung eingeladen. Tagesordnung: Haber körn. (4783) Kochofen. I. E. d. St.-St.: Bekanntmachung. l. I. sollen nachbenannte zum Nachlaß des Bauholz. Stuben- JPriori(äten» östr. Stsb.-Prior. 603/8 östr s. Lombard 49 Livorneser 32 % Toscaner 51 1) Erstattung des Rechenschaftsberichts für 1872. 2) Wahl des Direktors und dessen Stellvertreters. 3) Beschlußfassung über die Gesuche um Unterstützungen. Gießen, den 15. October 1873. Die Direktion des Spar- und Leihkasse-Vereins zu Gießen. Literarisches. * * Die deutschen Werthpapiere auf dem Gebiete des Corpo- rattons- und des Staats-Kredites- Supplement zu „Saling's Börsenpapiere" von W. L- Hertslet. Verlag von R. Gaertner, Berlin. II. Theil: die deutschen Staatspapiere rc. Dieser zweite Theil enthält Mittheilungen über alle deutschen L-taatspapiere — mit Ausnahme der schon von Saling besprochenen Altpreußischen —, sowie über die deutschen Grundentlastungs - Obligationen und die Papiere der verschiedenen Landes- credttanstalten. Die Angaben sind alle nach offiziellen Quellen und Mittheilungen; nur Lippe-Detmold glänzt in letzterer Beziehung durch seine Abwesenheit, doch wenn wir nicht irren, einzig wohl deshalb, weil es überhaupt keine Jnhaberpapiere auszu- geben hat- — Sonst fehlt kein Staat, weder in Nord- noch in Süddeutschland, selbst Luxemburg nicht, und verdient wohl besondere Beachtung, daß die anliegende Zusammenstellung, was Süddeutschland anbelangt, die erste dieser Art ist. — Die erste Abtheilung bespricht die Papiere der von Preußen annektirten Staaten: Frankfurt a/M. Hannover, Hessen-Homburg, Hohenzollern, Kurbessen, Nassau, Schleswig-Holstein; die zweite einige Preußische bei Saling nicht aufgeführten Grundentlastungs - Angaben; die dritte die Papiere der anderen deutschen Staaten. Bei jedem Papier sind die dem Banquier und Wechsler wissenswerthen Notizen gegeben. Wir machen hierbei zugleich noch auf den ersten Theil aufmerksam, welcher die Obligationen sämmtlicher deutschen Kreise, Städte, Provinzen, Deichverbände und sonstigen Korporationen mit großer Sorgfalt behandelt. Amerika. New-Nork, 20. October. In Louisiana, Brookly und Richmond hat ein Orkan viele Telegraphen - Linien zerstört und viele andere Unglücksfälle verursacht. 150,000 Nussensteine^ 1 Parthie 1 Schubkarren. 1 Schnitzoank- III. Möbel-, Jagd- und Utensilien. 1 Bücherbrett. 2 Tische. 1 Goldsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58'/,—59*/2 3% 30,o 30/0 5% Actien. 5% östr. F. St. E. B. 333 V, Lombard. Bahn 1611/2 Ludwigsh. Bexbach — Maxbahn — Bayer. Ostbahn 1127/ö Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. 149 2 vollständige Betten mit Matratzen. 1 Küchenschrcmk. 1 Nachttisch. 1 Backtrog. 1 gepolsterter Büreaustuhl. 2 Kommoden. 1 Schrank. 2 Sophas. 3 Strohstühle. 1 Sessel. 1 K ssaschrank (eisern). 1 Ge- Ouvrier. Oppermann. haft, hat seine zu Lang - Gons früher betriebene Landesproducten - Handlung aufgegeben. Die Firma wurde gelöscht. 2) Die Firma: „Hch. Ferber" zu Gießen wurde wegen Aufgeben des Handelsgeschäfts Seitens des Inhabers Heinrich Ferber gelöscht. Am 22. l. M.: 3) Die Firma: „Hillenbrand LS tier" zu Gießen hat sich gestern aufgelöst und wurde gelöscht. 4) Stephan Hillenbrand zu Gießen hat die von ihm und Khristoph Stier daselbst seit dem 15. Juli l. I. unter der Firma: Hillen brand & Stier betriebene Handlung mit Steinkohlen und Landesproducten von gestern an mit allen Activen und Passiven übernommen und führt dieselbe von ba an unter der Firma: „St. Hillenbrand" für seine alleinige Rechnung fort. Gießen, den 22. October 1873. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. mittags 10 Uhr die Pferde, Oeconomie- unb zur Backstein - Fabrikation gehörige Sachen unb Nachmittags 2 Uhr bas Haus- geräthe vorgenommen werden. Gießen, 16. October 1873. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Wortmann I. Pferde und Wagen. 1 Burgunder Schimmel. 1 Burgunder Brauner. 1 leichter Schimmel. 1 leichter Brauner. 2 schwere Sleinwagen. 2 leichte Oeconomiewagen. 1 Jagdwagen mit Federn. 1 Schlitten. 1 zweispänniges Khaisen- geschirr. 1 paar Schellengeläute. Verschiedene Pferdegeschirre. 1 altes Rad. 4 Stalleimer , Mistgabeln u. s. w. 1 Strohbank. 1 Schmierbock. II Geräthfchaften zur Occonomic und der Backstein-Fabrikation. Baumaterial. 2 Tische. 2 Tröge. 2 Spatzen mit Gestell. 1 Kippkarren. Backstein-Fabrikations- Geräthschasten. 1 Parthie eichene 2zöllige Bohlen. 1 Parthie tannene 20 Fuß lange Bohlen. 1 Parthie Sandsteinquadern. 1 Parthie alte Fässer. 1 Parthie Latten. 1 Parthie alle Läden. 1 Hobelbank. 1 Parthie alte Fenster. 2 Treppen- Ktrca Spanier, neuest. 3% 177/s Bonds 1881r 101 */ö „ doppelte 9 36—38 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankens. 9 22—28 Engi. Sover. 11 50—52 Russ. Imper. 9 41—43 Dollar in Gold 3 25i/2—26V2 l. I. sollen nachbenannte zum Nachlaß des wehrschrank. 2 Jagdflinten- 1 Büchse. Friedrich Schwaab zu Gießen ge-,1 Khassepot-Gewehr mit Hirschfänger, hörige Mobilien in dessen Hofraithe öffcnt- Verschiedene Jagdgeräthschafien 1 Schrank lieh meistbietend gegen Baarzahlung ver- mit Schreibetunchtunb- 1 Parthie Kleider, steigert werden- Bemerkt wird, daß Vor- 1 Blumengestcll. 1 eiserne Bettstelle. 2812) Das Annoncen - Büreau von Rudolph Mosse, vertreten durch B. Heidingsfelder, Wallthorstraße 96 in Gießen, ist für die Beförderung von Inseraten jeden Inhalts, als Kmpfehlungsanzeigen, Kauf- und Verkaufgesuche, Stellengesuche, Familiennachrichten u. s. w als besonders zuverlässig zu empfehlen- Bekanntmachun Die verehrlichen Mitglieder des Spar - und werden zu der Montag den 27. d. M., Nachmittags 3 Uhr, bringen, ziemlich kühl. Abbö Fischer pred.Ae m SD«itf*er ra*e, baun Wt noch ein Französischer Abbe, der früher Director des katholischen Collegiums in Straßburg war, eine Rede. Beide Redner wiesen auf die Veränderungen h,n, die die Wiederherstellung des Bourbonischen Komgthums m Frankreich herbUsichn-^^ö ^xoccß Bazaine.) Das Verhör bezieht sich auf den am 2 t. October gehaltenen Kriegsrath und auf die Sendung Changarnier's und Cisseu's. Bazaine sagt: Als er die äußerst harten Bedmgungen erfahren habe sei ein Ausweg nicht mehr möglich gewesen, er habe keine demoralistren- d-n Nachrichten verbreiten lassen, sondern gerade in -ntg-gengeseßtem Sinne gehandelt, er habe kein Kriegsmaterial zerstört, weil er dl- Rache des Feindes gefürchtet. Der Präsident fragt, was er denn Härteres noch habe furchten K uich? Bazaine sagt, er habe öffentlich und ausdrücklich Soleille befohlen, die «ahnen verbrennen zu lassen. Allein die Nachlässigkeit der Officiere sei zu tadeln. Nach einigen andern kurzen Fragen wird das Verhör Bazaine s geschlossen. Am Montag beginnt das Zeugenverhör. Trianon, 20. October. Prozeß Bazaine. Bei dem heute begonnenen Verhör der Zeugen deponirte zunächst Marschall Leboeuf, daß Bazaiue erst am 13 August früh "das Ober-Commando übernommen habe. Bazaine habe vorher keine Verantwortlichkeit gehabt, habe anch kein Mißvergnügen zu erkennen gegeben, daß er bis zum 12. August ein untergeordneteres Commando geführt habe und habe selbst keinen Schritt gethan, um seine Ernennung zum Ober- Commandantcn der Armee hcrbcizuführen. Lebrun tadelt das Ungenügende der vorbereitenden Maßregeln, sowie die Verzögerungen, welche die Schlacht von Born« herbeigeführt hätten. Die Vertheidigung verdiente Tadel, dieselbe sei aber nicht Bazaine zuzurechnen. General Jarras sagt, er sei am 12. August Nachmittags zum Generalstabs-Chef Bazaine's ernannt worden, als derselbe fdbpn mit der Führung des Ober-Commandos betraut gewesen sei, und beklagt sich daß er von Bazaine immer bei Seite gesetzt worden sei. Keratry erwähnt des Besuches der Marschallin Bazaine, um bei ihm die Ernennung Bazame s -um Ober-Commandanteu zu erreichen. Jules Favre deponirt, er habe seinerseits gegen die Ernennung Bazaine's intervenirt, während Palikao die Aussage Keratry's als falsch bezeichnet. Italien. Rom, 20. October. Die mit der Liquidation der Kirchengüter betraute Junta ergriff heute von sechs Klöstern Besitz. Die betreffenden Rectoren überreichten Proteste, welche die Junta entgegennahm und dafür die entsprechenden Pensions-Certificate übergab. Triest, 19. October. Prinz und Prinzessin Karl von Preußen sind heute Nacht incoguito hier eingetroffen, Spanien. Madrid, 18. October. Ein englischer Aviso-Dampfer, der in Alicante angekommen, bringt die Nachricht, daß die Rebellen-Fregatte Numancia den Rebellen - Dampfer Fernando et Catolico in den Grund gebohrt habe; man wisse nicht, ob zufällig oder absichtlich. Der Marine-Minister hat den Oberbefehl über das Regierungs-Geschwader vor Cartagena, einschließlich der Panzer-Fregatte Zaragoza, übernommen. England. London, 20. October. Der bekannte Nordpolfahrer, Ausfinder der ' nordwestlichen Passage, St. John Maclure, starb heute, 66 Jahre alt. 1) Elisabetha, Konrab Pet ers'Ehe- frau, geborene Jung von Leihgestern,'; 2) Maria Jung von Leihgestern, | 4851) Im Firmen-Register des unter - 3) Margaretha, Iacob Wagner's zeichneten Gerichts ftnb heute folgenbe Ktn- Ehefrau, geborene Jung von Leih- träge vollzogen worben: gestern, . Am 21. l- M.: ba ihr Aufenthaltsort bescheinigtermaßen, 1) Zadoc Reifenberg von Lang- feit langer Zeit unbekannt ist, auf diesem' Göns, jetzt zu Frankfurt a/M. wo^n- ^eifentlithe 91ltfforbernna Mege aufßeforbert, binnen brei Monaten : das Testament ihrer genannten verstorbenen 4321) Die Ehefrau besJohannGeorg;Schwester anzufechten, widrigenfalls das- Jung l^, Sophie, geborene Jung vonttelbe zur Vollstreckung gebracht unb insbe- Leihgestern ist am 7. Juni l. I zu Leih-zsondere bie zu bem Nachlaß gehörigen Jm- gestelN kinderlos mit Hinterlassung eines mobilien auf Antrag auf den eingesetzten Testaments, worin sie ihren Ehemann zum Erben im Mutationsverzeichniß überschrieben alleinigen Erben eingesetzt hat, verstorben, werden. Der letztere hat die Erbschaft .angetreten. Gießen, am 16. September 1873. Auf seinen Antrag werden hiermit die nach-z Großherzogliches Stadtgericht Gießen, stehenden drei Geschwister der Verstorbenen und im Falle des Ablebens eines ober bes anderen die Kinder derselben Die Abgabe von Decktelsern aus dem Garbenteicher Ge- meindewald. Wer Deckreiser zu erhalten wünscht, kann dieses binnen 8 Tagen bei dem Unterzeichneten anzeigen, ü Hundert Wellen werden abgegeben zu 3 fl. 3u kr.. Garbenteich, am 21. October 1873. Großh. Bürgermeisterei Garbenteich. (4850)___________Schwarz.___________ 4769) Montag den 27. October 5°/q Elisabeth.-Prior. 917/ do. II. Emiss. — Anlekenslopse. Darmstädter fl. SOLoose 213 n n 25 „ 54 Kurh. 40 Thlr. Loose 69’/y Nassau 25 fl. 46 Braunschweiger 21*/? 30/0 Oldenburg, ä 40Thlr. 37i/2 4% bayr. Präm.-Anl. 112 4% badische Loose 109 Badische fl. 35 Loose — Oestr. fl. 250 v. 1854 85 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 89Vg „ „ 1882r 987/ti „ „ 1885r 99 Va „ „ 1887r 101 Actien» Frankf. Bank 146 Franks. Vereins-Kasse 90V- Darmst. Bankact. 375 Rheinische Hyp.-Bank 104^/z Wien Bankactien 981 Oest. Creditaot. 221 Vz Galizien — Börseunachrichten. 21. October 1873. Preuss. 4^/zO o Oblig. 101 J,2 Frankf. 3V20/o Oblig. 87h^ Nass. 3V2°,o Obi. 92^ Kurhess. 4°.° „ 06*/4 Gr. Hess. 50/0 Obi. — „ » 4% » 993/8 „ „ 31/zO/o . 97 Bayer. 50/0 „ — n 41/a% 1jährige — „ 40,0 1jährige 945/b Würtemb. 4V2% Obi. — Baden 41/2°/o Obi. c. E. L. 100 Oesterr. Silberrente 64i/2 „ Papierrente 60 hg Amsterdam k. S. 983/, Augsburg Berlin k. 8. 100 k. S 104% Bremen k. 8. 105% Brüssel k. 8. 933/tz Hamburg Leipzig London k. 8. 105»,b k. 8. 105 k. 8. 1185/ti Lyon Paris k. 8. — k. 8. 931 g Wien k. 8. 103 ditto ditto m. 8. 103% 1. 8. 103 Üisconto 4 °/o Wir bringen hierdurch zur Anzeige, dass wir heute am hiesigen Platze unter der Firma Lotz, Micke und (4846) Der Vorstand. Dr. Felsing. Neuenbäuen. Albert Liittriiigliaus (4849) Schuhgeschäfte von (4736) Carl Frech. 00 G Patz. ;u üernvetben. A. Docter am Kirchenplatz. brunnen, Schwalvacher Stahl- Weinbrunnen, Schwalbeimer, Selterser (Nassau), Wildunger, Adelheidsquelle, | Appollinarisbrunnen, Karlsbader Mühl - und Schloßbrunnen, Emser Kessel- und Krän- chesbrunnen, Fachinster, Friedrichshaller Bitterwasser, Homburger Elisabethen- brunnen, Kissinger Rakoczy, Ludwigsbrunnen, Marienbader Kreuzbrunnen, Salzhausener, Salzschlirser Bonrfacius 4807) Im Hause des Herrn Kaufmann Weidig auf dem Markt ist ein unmöblirtes Zimmer an ein Frauenzimmer oder einen ruhigen Herrn zu vermiethen. 3783) Mansarde mit Cabmet und Man sarde ohne Cabinet zu vermiethen. —^ v.«. — Dr Weichel, Wilhelmsstraße. Familientische: Die Pökelfleischfabrikation 4642) Eine geräumige Stube zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. P6 oä -L D- =. 3a ♦r» ca Wermischte Anzeigen. Gesucht 4811) Eine Klügelthüre n.dst Oberlicht ist zu verkaufen. Vit. E. 104. 4848) Der unterste Stock, 3 Zimmer mit Küche, freier Bleiche und sämmtlichem Zubehör ist wegen Versetzung zu vermiethen bei Georg Herb crt Wittwe. 4331) Eine freundliche Familienwohnung im 2. Stock, sowie eine Mansardenwohnung 3588) Getragene Kleider. Stiefel, Betten und andere abgelegte Gegenstände kauft und verkauft Meyer Rothenberger. Briefe an Louis Rothenberger, Neuenweg 193, zu adressiren. Mehrere Buchhalter und Reisende, Gehalt bis 800 Tblr., Lager-Commis u. % Verkäufer aller Branchen, sucht das 3 Bureau Germania zu Dresden. (4635) deuniethungen. 4746) Zu vermiethen: Der untere Stock in meinem Hause A-166, Marburger Straße. Christi an G- Eck e l. (Patent-Velvet) empfehle in verschiedenen Breiten und Qualitäten. Preiskfgeln. 1. Preis 1 silberne Ancreuhr, 2. „ 15 Gulden u. s. w bis zu 2 fl. Weichheit und Farbe wiedergicbt, i(t 4773) Büchsen mit Hirschfänger bei per Töpfchen 18 fr. zu haben im ®nrl Frech. 4810) Eine Kaute Dung ist abzugeben. Lit C. 104. 4106) Ein Familienlogis zu vermiethen.! Lit. D. 54, Neustadt. "4831) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen und den 1. November zu beziehen bei Frau Heck, Schloßgasse. Restamation Bramm. Dienstag den 21. d. M. und die folgenden Tage: 4842) Ein starker ein- und ein zwei- Ifpänniger Wagen sind zu verkaufen. Zu «erfragen in der Exped. d. Bltts.___________ ' 4844) 2 Ladentische zu verkaufen bei Karlsbader Saiz, Carlsbader Sprudelseise, Emser Pastillen, Soda- und Selterwasser. Die Prätendenten. Novelle von Ludwig Harder. (Fortsetzung.) — Das Braun- schwedische Onyrgefäß. Mit 2 Abbildun-iH gen. — Der Krieg der Engländer gegen! Aschanti. Von R. Andree Mit einer, Uebersichtskarte von Aschanti. — Deutsche Kaiserstätten. Don Oskar Schwebe!. 1.1 Karolingerzeit. Mit 2 Originalzeichnungen von Paul Graeb jr.: Hochmunster und Kaiserstuhl im Aachener Dom. — Am! Cincinnati's. Mit Abbildung. — Der Name Hohenzollern. Zu Bestellungen empfehlen sich: die F er b e r'sche Univ.-Buchhandluna, E. .yeinemann, I. Ricker. Schneidergeselle findet dauernde Beschäftigung bet Heinrich Metzger _______ in Lich. sitzer eines Detail - Droguen - Geschäfts dasselbe aus Gesundheits- rüctsichten zu verkaufen. Nähere Auskunft eitheilt Hofgerichts - Ad- vocat vr. Dittmar in Gießen. 4772) Beste Qualität Braucrmalz ist von jetzt an wieder fortwäbrend zu haben hei Fr. Textor, Bierbrauer auf der Hardt. 1675- Die Mineralwaffer-Handiung von chvach,lm Seltersweg, empfieolt nachverzeichnete ^orlev in stets frischer Füllung: von fünf geräumigen Zimmern und Zubehör zu vermiethen und sogleich zu beziehen. W- Ferber, Buckhändler. Maheim ZJ Die soeben erschienene 9tr. 3 enthält: I 4598) Ein gut gehaltener Ordonnanz- SH-S Vll i- VI CTUSAtb.9 Stutzen mit Zubehör ist zu verkaufen Welcher dem Leder die ursprüngliche, Wo? sagt die Exped. d. Bltts. Bürgcrgesellschast Donnerstag den 23. l. M., Abends 8V2 Uhr: 4815) Für einen Arbeiter ist eine Stubei allfl.l01dllltllÜ|L Lmit Bett zu vermiethen. Afterweg A- 108.| 4782) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- • . WmtrAfMn ö binet zu vermiethen im Hause des Herrn iU o.v Ztkstauvation <5r(iniin. 4838) Eine möblirte Stube mit Cabinet ist zu vermiethen bei ________I. Hassenteufel's Wittwe Unser Laden' nebst Wohnunq in der Sonnenstraße ist zu vermiethen. I. Ä. Busch Söhne, i 4843) Ein möblirtes Zimmer zu ver .miethen. Asterweg Nr. 124, Parterre. am Mittelrhein wünscht der Be-! 4845) 1 Stube mit Cabinet ist zu Der: mietben bei Louis Lotz. Portlluid-Ccmcnt, ftische Sendung, empfiehlt (4854)_______________I. G. D. B ap ft. 4759) In einer größeren Stadt 4287) Wollene Hemden, Unterjacken, Unterhosen, Leibbinden, sowie stets das Neueste in Halsbinden, empfiehlt in großer Auswahl_______________________________H. Nübsamen. 4770) Moir^e-Schürzen, Baschliks, Filz- u. Wachs- tuehhüte für Herren, Damen und Kinder, wollene Kops- u. Halstücher, Glacehandschuhe, i Knopfzu 36 kr, 2 Knöpfe zu 54 kr. und höher, alle Arten Hutfaeons en gros et en detail empfiehlt II. liess, git. A. 64 am Lindenvlatz. : gegen guten Lohn zu baldigem Eintritt ein tüchtiges Hausmädchen. ______Fabrikant Löber, Neuenwegerthor. 4847) Bis zum 1. November wird ein Laufmädchen gesucht. Sonnenstraße B. 103. 3590) Lumpen und Knochen, sowie Metalle, tauft Meyer Rothenberger, Neuenweg 193. 3852) Im Auftrag des Vorstands des Gustav-Adolf-Frauenvereins dahier beehre ich mich mitzutheilen, daß die Sammlungen für 1873 in diesen Tagen beginnen werden, und zu bitten, daß mau die guten Absichten des Vereins durch freundliche Beiträge an die sammelnden Damen fördern wolle. V i g e l i u s, Rechner des Vereins. 4816) Ich beehre mich hiermit die Anzeige zu machen, daß die frankfurter Lebens-Wersicherungs-Gesellschaft Herrn Carl Gerlipp dahier zu ihrem Agenten ernannt hat, womit ich die gleichzeitige Mittheilung verbinde, daß derselbe nunmehr auch die Prämien von den bereits bestehenden Versicherungen zu erheben und darüber zu quittiren von mir beauftragt ist. I. G. Appel, Haupt-Agent. Unter höflicher Bezugnahme an das Vorstehende, empfehle ich mich bei Abschlüssen von Lebens-, Leibrenten-, Altersversorgungs- und Aussteuer-Versicherungen und werde ich mir hierbei pünktlichster Besorgung angelegen sein lassen. Prospecte stehen fortwährend zu Diensten. ______________________ Kirchenplatz. Redaktion, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) tn Gießen.