Gießener Anzeiger Anzeige- und Mntsßtatt für den Kreis Liessen Nr. 221 Montag den 22. September 1873 LS Gießen, den 20. September 1873. für tagen des A Schließlich wird roch bemerkt, daß die Leute mit dem Militär-Paß und Führungs-Attest versehen, in bürgerlicher Kleidung zu er Gießen, am 20. September 1873. Betreffend: Herbst-Controloersammlungen im Jahre 1873. an ES m SSSSBMSK yrilch 8euen-Nuen -du ätt für alle A ^*»8 vierteljährig 1 fl. 12 fr. r.-'i Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fi. 29 fr. diese bekämpfen lassen, müßten consequenter Weise alle kirchlichen Dogmen überhaupt verworfen werden. Was Jemand glaubt und wieviel: das entzieht sich der politischen Dis- cussion und der Kritik der Oeffeutlichkeit. Hier hat die Wissenschaft ihr Feld. Ihrem Einfluß, ihrer reinigenden Kraft kann sich auf die Dauer weder Kirche noch Schule entziehen; aber dieser Proceß ist naturgemäß ein langsamer, und es wäre vergebliche Mühe, ihn überstürzen zu wollen. Der Rückschlag würde so wenig ausbleiben, wie in politischen Dingen, wenn z. B. Völker durch theoretisch wohl zu rechtfertigende Institutionen plötzlich in eine hoch über ihrem politischem Bildungsgrad liegende Sphäre gehoben werden sollen. Wir haben nur dafür zu sorgen, daß die Wissenschaft nicht aus Rücksicht auf noch geltende Dogmen von der Kirche verfehmt und so zwischen dem Gebiete des Glaubens und dem des Wissens eine künstliche Schranke aufgerichtet wird, deren Ueberschreiten als ein Verbrechen auch in den Augen des U* WMF l Hayl-zgentun F r a n ck, Major und Bezirks -Kommandeur. Der Altkatholicismus hat sich in Constanz als Kirche constituirt und zählt fortan als einer der wich- Wen Factoren der Culturgeschichte. Schwer waren die Anfänge, groß das Mißtrauen, welches ihm entgegentrat. In den Zweifel, ob die Urheber der Bewegung Energie genug besitzen würden, um den Bannstrahlen Roms auf tie Dauer zu widerstehen, mischten sich Spott und Hohn über die ansgespro- khknen Ziele Dieser Hohn kam aber nicht blos von clericaler Seite, auch Liberale, vor Allem aber die fortgeschrittensten Elemente derselben, unsere Demokraten, wiesen achselzuckend auf die Thorheit hin, eine Reform in der katho^ liichen Kirche in's Leben rufen zu wollen, ohne sämmtliche Dogmen derselben radical abzuschwören. Wir haben diesen Standpunkt nicht getheilt. Für uns sind nie die Dog- wen der römischen Kirche das eigentliche culturfeindliche und deshalb zu be- 3dm^fenbe Element gewesen. Denn mit denselben Gründen, mit denen sich Cmebuchec rc. M Lü enlgegenmmt III iVcylleutrcy rouo nocy Deinem, oau oie teilte mir oem Mlinar - PUb UND Uuyrungs- Alles! versey MMMlse un i scheinen haben und vor Beginn der Control-Bersammlung Schirme, Stecke und Pfeifen abzulegen sind. sämmtliche Mannschaften der Infanterie und Vormittags 9 Uhr für sämmtliche Mannschaften der übrigen Waffengattungen der Stadt Gießen und Heuchelheim, mit den dazu gehörigen Mühlen und Höfen. E uniUiti9* Jllt ... grpfbii11 )t, W rtil iicllung. ,iscb^ Üm 1 ticher Theit. Großherzogliches Landwehr-Bezirks-Commando Gießen. bau«-| lt___& 'M 8 Ul)T. mlung Neustadt. Dadehausis. II iMüä) P uWiil ck halle nenerbaute fl Gießen, am 19. September 1873. B etreffend: Die Ausführung des Gesetzes vom 26. November 1872, die Gehalte der Volksschullehrer. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen die cvang. Schulvorstände und Bürgermeistereien des Kreises mit Ausnahme derjenigen zu Aliendorf a. d. Lahn, Alt-Buseck, Dorf-Gill, Gießen, Groß-Linden, Grüninge», Hausen, Heuchelheim, Holzheim, Klein-Linden, Lich, Oppenrod, Treis und Trohe. Wir erinnern Sie an Erledigung der Verfügung vom 12. August 1873 binnen acht Tagen. v. Röder. Bekanntmachung. Die diesjährigen Herbst-Control-Versammlungen im Kreise Gießen werden, wie folgt, abgehalten werden: I. Zn Lang-Göns den 6. October, Vormittags 71/? Uhr, an dem Bahnhof. Hierzu gehören die Orte: Allendorf a. d. Lahn, Eberstadt mit Arnsburg, Groß-Linden, Grüningeu, Holzheim, Klein-Linden, Lang-Göns, Leihgestern und Ober-Hörgern. O» Zn Lollar den 6. October, Nachmittags 12'A Uhr, auf dem Turnplatz. Hierzu gehören die Orte: Mendorf a. d. Lumda, Alt-Buseck, Bersrod, Beuern, Daubringen, Groß-Buseck, Lollar, Maiuzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg, Treis a. d. Lumda, Trohe und Wieseck. Mi. Zn Gießen den 7. October, Vormittags 7V2 Uhr, im Oswald'schen Garten 1 ^scheint täglich, tr.’i Ausnahme Sonntags. ttrpedition: Canzleiberg, q Ölt. B. Nr. 1. K Sick-Milch ““ klein- San* ,mi Schs,, Peuerl b-ne solide Ne efclh*lirt pir Wunsch abtrnim hohe Provision anaefk vw Mehlungen besip ■ter Chiffre B. G. 73 Hei V lö. müden. W, daß mi in Unit nkhmni uii) J hur ffi. Platt NtzD -S?12dBlttäk MN an die Großherjoglichrn Bürgermeistereien des Kreises. Wir beauftragen Sie die vorstehende Bekanntmachung des Großherzoglichen Landwehr-Bezirks - Commando's dahier in Ihren Gemeinden ortsüblich publiciren zu lassen. v. Röder. IV. Zu Lieh den 7. October, Nachmittags 1 Uhr, an dem Bahnhofe. Hierzu gehören die Orte: Albach, Annerod, Burkhardsfelden, Dorf-Gill und Hof-Gill, Ettingshausen, Garbenteich, Hattenrod, Hausen, Lich, Münster, Nieder- Bessingeu, Ober-Bessingen, Oppenrod, Reiskirchen, Steinbach, Watzenborn mit Steinberg und Winnerod. Es haben aus diesen Ortschaften zur bestimmten Stunde sämmtliche im bett esst nden Bezirke wohnenden beurlaubten Militärs aller Waffen des Deutschen Re ichs zu erscheinen, welche zur Reserve und Landwehr gehören, zur Disposition der Truppen- theile beurlaubt oder zur Disposition der Ersatz-Behörden entlaffen sind. Die Ersatz-Reservisten haben nicht zu erscheinen. Die ohne Entschuldigung sehlenden Mannschaften haben die gesetzliche Strafe zu erwarten. Staates erscheint. Gleiche Sonne und gleichen Wind: das verlangen wir für beide, und haben keinen Zweifel darüber, daß sich dann der Glaube allmählig mit dem Wissen vermählen werde. Nicht also darin sehen wir die Bedeutung des Altkatholicismus, daß er das eine oder das andere Dogma der römischen Kirche verwirft. Seine Bedeutung liegt viel tiefer. Er hat die absolutistische Verfassung, welche in der römischen Kirche nach und nach an Stelle der ehmaligen demokratischen, später aristokratischen getreten ist, und welche in der Unfehlbarkeits-Erkiärung des jeweiligen Oberhauptes der Kirche ihren Schlußstein erhielt, durchbrochen, hat dem Laienelement (der Gemeinde), welches im Verlaufe der Zeit vollkommen rechtlos geworden war, zu dem ihm gebührenden in den ersten Zeiten des Christenthums unbestrittenen Einfluß wieder verholfen, gleichzeitig den Priester und Seelsorger aus der Abhängigkeit, ja Knechtschaft erlöst, zu welcher ihn die römische Hierarchie aus Interessen politischer Machtstellung verdammt hatte, und damit die katholische Kirche, welche in den Händen ehrgeiziger Päpste und Orden zu einer politischen Institution geworden war, ihrer eigentlichen Auf- gabe — der einer rein religiösen Institution, wieder gegeben. Wir können die Bedeutung dieser Reformen nicht hoch genug anschlagen. Der Altkatholicismus hat sich durch die Vermeidung dogmatischer Neuerungen vor dem Schicksale bewahrt, zu einer Sekte herabzusinken, und mit seiner heutigen Organisation Millionen deutscher Katholiken die Möglichkeit gegeben, ihrem Glauben treu zu bleiben, ohne mit ihrem Vaterland und ihrem Volke, ohne mit den Errungenschaften der heutigen Zeit und mit Allem, was der Gebildete als Segnung der gesteigerten Cultur betrachten muß, zu zerfallen. (Neue Frkfr. Pr.) Die hessische Landes-Synode. Die gegenwärtig in Darmstadt tagende Landes-Synode beschäftigt sich mit dem Entwurf einer neuen Kirchenverfassung. Die Verhandlungen sind auch über die Grenzen des Großherzogthums hinaus von Interesse. Sie liefern von Neuem den Beweis, daß selbst heute noch Angesichts des großen Kampfes zwischen der starr an mittelalterlichen Ueberlieferungen festhaltenden römischen Hierarchie und dem vorwärts drängenden Geiste des 19. Jahrhunderts auch innerhalb der protestantischen Kirche eine Anzahl Männer, den Buchstaben über den Geist, die Form über das Wesen, die Tradition über die Bedürfnisse der Gegenwart, setzen möchten, mit andern Worten, daß wir auch innerhalb der protestantischen Kirche unsere Männer des non posshnus haben, welche sich für unfehlbar halten und Wehe rufen über jeden Schritt, der ihrem geistlichen Hochmuth eine Niederlage bereitet. Gleich den Ultramontanen sind auch unsere lutherischen Orthodoxen sofort bereit, über Abfall vom Glauben, vom Christenthum und der Religion zu klagen, wenn das, was sie dafür halten, nicht die unbedingte Zustimmung resp. Unterwerfung aller Anderen findet. Wir meinen doch, die Stellung, welche die ecclesia militans Roms gegenüber dem Protestantismus eingenommen hat, solle innerhalb der protestantischen Kirche zum engsten Anschluß aller Gruppen aller Bekenntnisse führen. Sind ja letztere doch für jeden Vernünftigen nur durch höchst unwesentliche, längst veraltete Formeln getrennt, deren Fallenlassen schon an und für sich geboten wäre, angesichts der großen, gemeinsamen Gefahr aber geradezu als eine Pflicht erscheint. Trotzdem sehen wir in Darmstadt zelotische Eiferer gegen das Zusammenfallen sämmtlicher lutherischen, reformirten und unirten Gemeinden zu einer evangelischen Kirche des Großherzogthums kämpfen, bei der Frage über die Bildung der Gemeinden wieder die Zulassung von dem jeweiligen Bekenntnis;, ob lutherisch, reformirt oder unirt abhängig machen und schließlich die lutherische Kirche als die eigentliche Kirche der deutschen Nation proclamiren. Glücklicherweise waren das Alles pia desideria einer Minorität. Die Versammlung ging darüber unter lauten und energische!! Protesten gegen den Zelotismus, der auch heute noch Altar und Kirche zu einer Stätte des Streites und der Feindschaft machen wolle, anstatt zu einer Stätte des Friedens, zur Tagesordnung über, und verwarf alle Anträge der Herren Graf Görz, Dr. Rieger, Pfarrer Dieffenbach und Consorten. Der Grimm derselben ist natürlich groß, und um ihr Herz zu erleichtern, schütten sie es in der „Kreuzzeitung" — allerdings dem ihrer Gesinnungsweise am nächsten stehenden Organe, aus. „Die Abstimmung — so lautet der Schluß eines längeren Berichts über die beiden ersten Verhandlungstage — fiel natürlich zu Ungunsten der Minorität aus, und vom Standpunkt des Pessimismus kann man schließlich damit zufrieden sein. Eine Verfassung, die so jegliches confessionelle Recht und die Glaubens- und Gewissensfreiheit verletzt, kann auf allgemeine Annahme nicht rechnen und nur zu erbittertem Kampfe führen." Herr Nathusius-Ludom glaubt das vielleicht dem Einsender. In Hessen selbst wird man von dem angedrohten Kampfe wenig gewahr werden. Dafür ist doch die Zahl der orthodoxen Eiferer im Großherzogthum zu gering, und ihr Einfluß zu schwach. Deutschland. Aus dem Großherzogthum Hessen, 18. September. Je näher die Tage rücken, an welchen das neue Volksjchulgesetz in oer ersten Kammer zur Verhandlung kommen soll, um so entschiedener stellen sich die Freunde und Feinde desselben gegenüber. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht die größeren und kleineren in unserem engeren Vaterland vertretenen Blätter jeglicher Rich- - tung eine Lanze für oder wider brechen, oder statistisches Material herzutragen, oder endlich die Folgen erörtern, welche eine etwaige Ablehnung oder Verunstaltung des Gesetzes in erster Kammer mit sich führen werde. Waren es früher die Adressen der Ultramontanen, von welchen die clericalen Blätter triumphirend berichteten, so sind es jetzt umgekehrt die Adressen der Liberalen, bczw. der Lehrer, von welchen täglich neue Kunde in die Oeffentlichkeit dringt. Rheinhessen thut sich dabei vor Allem hervor. Nachdem Worms, Nierstein, Oppenheim mit gutem Beispiel vorangegangen, hören wir weiter die Orte Alzey, Hohensülzen, Nieder-Flörsheim, Mölsheim, Nieder-Wöllstadt, Flomborn, Wachen- Heim nennen, denen noch eine ganze Reihe entweder bereits gefolgt sind oder zu folgen im Begriffe stehen. Aber auch in Starkenburg regt es sich, und bald wird man auch hier eine stattliche Reihe von Adressen beisammen haben, obgleich gerade hier vielfach die Ansicht laut wird, daß bei der bekannten Ent-^ stehung der ultramontanen Adresien und der notorischen Billigung des Schul-■ gesetzes durch den intelligenten Theil der Bevölkerung eine papierne Gegen- Demonstration gar nicht angezeigt sei. Von Oberhesien verlautet, daß dort Alsfeld die Agitation zu Gunsten des Schulgesetzes eröffnet habe, und andere Orte nachfolgen würden. Zeit zur Verbreitung der Adressen wird man noch zur Genüge haben, denn wenn es richtig, daß die erste Kammer vor Schluß der Synode nicht zusammen kommt, so werden, da die Synode bis jetzt täglich nur etwa vier Paragraphen erledigt hat, noch mindestens vier Wochen bis dahin vorübergehen. Berlin, 18 September. Der Bericht der Specialcommission zur Untersuchung des Eisenbahn Conccssionswesens, welcher unterm 16. Juli dem König eingereicht worden war, ist, wie früher mitgetheilt, durch Königlichen Erlaß vom 1. August dem Staatsministcrium mit der Weisung wieder vorgelegt worden, diejenigen Anträge zu stellen, zu welchen sich das Staatsministerium in Folge der durch die Untersuchung gewonnenen Ergebnisse in Bezug aus Aenderung und Ergänzung der gesetzlichen Bestimmungen und Verwaltungsnormen bei der Verleihung von Concessionen zum Bau von Eisenbahnen u. s w. veranlaßt findet. Während die Vorarbeiten zur Ausführung dieser Bestimmung zunächst im Handelsministerium allseitig eingeleitet und im Gange sind, war vorläufig darüber Entscheidung zu treffen, in welcher Weise dem Bericht der Special-Untersuchungs-Commission eine weitere Oeffentlichkeit zu geben sei. Die Königliche Botschaft vom 14. Februar d. I., durch welche die Commission in's Leben gerufen wurde, sagte am Schluß: „Wir behalten uns vor, der Landesvertretung seiner Zeit die bezüglichen Commissionsberichte zngehen zu lassen." Mit Rücksicht auf diese Ankündigung erschien es, wie die „Prov.- Corresp." mittheilt, geboten, den nicht mehr fernen Zusammentritt der Landesvertretung abzuwarten, um derselben den in Rede stehenden Bericht zuvörderst zur Kenntnis; zu bringen und in Gemeinschaft mit derselben die Modalitäten der weiteren Veröffentlichung zu erwägen. Berlin, 19. September. In Kreisen, die mit dem Reichskanzleramte Fühlung haben, bezeichnet man als eine der Hauptvorlagen, womit der Reichstag sich in seiner nächsten Session zu beschäftigen haben wird, einen die Ein- 'ührung der Civilehe betreffenden Gesetzentwurf. Der Reichskanzler sowohl als der Cultusminister sollen sich direct hierfür ausgesprochen haben, während von beiden Staatsmännern eine Garantie für die Sanction des Kaisers, der bekanntlich aus religiösen Bedenken nicht für ein obligatorisches Civilehegesetz ist, nicht gegeben werden konnte. Man befürchtet übrigens, daß die Mehrzahl der Vertreter der Landesregierungen einem Gesetzentwürfe betreffend die Ein- ührnng der obligatorischen Civilehe ihre Zustimmung nicht geben würde. Doch hofft man, daß die Preußische Regierung, obgleich sie der Einführung der obligatorischen Civilehe ans dem Wege der Landesgesetzgebung den Vorzug gebe, allen ihren Einfluß geltend machen würde, eine solche Vorlage im Bun- dcsrathe durchzubringen. Die Einführung der Civilehe — argumentirt man — ergebe sich eben als eine Folge der von der Preußischen Negierung in kirchlich-politischer Hinsicht getroffenen Anordnungen ganz von selbst, so daß ihre Nichteinführung sogar die Bedeutung des Nückgängigmachens solcher Anordnungen hätte. Es liege auf der Hand, daß bei der gegenwartigen^Lage der Gesetzgebung, wo in dem weitaus größten Theile des Preußischen Staates die Geistlichen als Civilstandsbeamte figuriren und die Kirchenbücher mit öffentlichem Glauben führen, die in nächster Zeit unzweifelhaft eintretende Verfügung der Amtssperre über die Bischöfe eine tiefgreifende Verwirrung in die Civilstandsangelegenheiten bringen müßte. — Wie der „Freien Stimme" mitgetheilt wird, hat der Herr Bisthums- verweser von Freiburg im Breisgau die Anzeige erhalten, daß er wegen Zuwiderhandlung gegen die Preußischen Kirchengesetze im Bisthumsantheil Hohen- zollcrn in eine Geldstrafe von 600 Thalern verfallen sei. Berlin, 19. September. Die „Spen. Ztg." thcilt mit, daß die landesherrliche Anerkennung Reinken's als altkatholischer Bischof erfolgt sei. Die königliche Anerkennungs-Urkunde werde unmittelbar nach der Vereidigung demselben eingehändigt werden. Berlin, 19. September. Die Gesammt-Ausprägung in den Münzstätten des Deutschen Reiches stellt sich bis zum 30. August d. I. auf 873,714,500 Mark, wovon 747,024,020 Mark in Zwanzigmarkstücken und 126,690,480 Mark in Zehnmarkstücken bestehen. — Der heutige „Reichs Anz." veröffentlicht das Allerhöchste Privilegium wegen Emission von Prioritäts-Obligationen der Köln-Mindener Eisenbahn- Gesellschaft im Betrage von 15,500,000 Thlrn. vom 3. September 1873. Breslau, 17. September. Wie die „Schles. Ztg " erfährt, ist der bekannte ultramontane Reichstags-Abgeordnete Frhr. v. Loe seiner Stellung beim königl. Ober-Präsidium von Schlesien enthoben worden. Elbing, 13. September. Die „Lehrerzeitung für die Provinz Preußen" erzählt einen Fall aus dem Kreise Pr. Eylau, wie man dort Lehrerstellen a.nfi bessert. Behufs Erhöhung des Lehrer-Gehaltes war am 30. Juli er. in der Schule zu G. L. Localtermin anberaumt, und es ward Folgendes beschlossen: Während die freie Weide in dem Dotatiousplan mit 6 Thlr. in Anrechnung gekommen, wurde sie jetzt auf 20 Thlr. taxirt. Die Ackerungs-Kosten wurden von 4 auf 6 Thlr. geschrieben, so daß der Patron, welcher bis dahin von der Societät für Weide und Ackerung 10 Thlr. erhielt, jetzt 26 Thlr., also 16 Thlr. Zulage bekommt, der Lehrer natürlich — nichts! In dem dcßfall- sigen Bericht an die königl. Regierung wird es selbstverständlich heißen: „Die Lehrerstelle zu Groß-Lauth ist um 16 Thlr. erhöht." Glogau, 16. September. Graf v. Ballestrem, Rittmeister a. D. und Reichstags-Abgeordneter, ist wegen eines Wahl-Aufrufs zu einer siebenwöchentlichen Festungshaft verurtheilt und wird seine Strafe nächstens auf der hiesigen Festung antreten. Kassel, 20. September. Der wegen Kanzel-Mißbrauchs zu Festungshaft verurtheiltc Pfarrer Witzel (Schemmern) ist sofort vom Pfarramt suspen- dirt worden. Kassel, 20. September. Gegen die renitenten Pfarrer, welche sämmt- lich die vom Consistorium verhängten Geldstrafen nicht bezahlt haben, ist deren Beitreibung auf dem Wege der Execution verfügt. Kassel, 20. September. Landgraf Friedrich, der präsumtive Thronerbe, hat gegen eine Jahres-Revenue von 202,000 Thlrn. die Annexion anerkannt, seine politischen Rechte aufgegeben und auf das Hausvermögen außer einigen Schlössern verzichtet. Den Philippsthaler Prinzen werden 36,000 Thlr. Jahresrente angeboten. Kaiserslautern, 19. September. Der Stadtrath hat auf Grund der königl. Verordnung vom 29. August d. I. bcschloffen, die confessionellen Volksschulen in confessionell gemischte Schulen umzuwandeln. Nächsten Mittwoch ""9 Uns , , wt der 8 6er; .f.jtrfam' ®a"ü 3 « tonentS w» mit m MMS Portion radica mr f«** £ das ® hai im N bt W« ler tich Tn'kml « M ta W ju vielen Pnnct Lr das iiii^N teuer. $ bedin sch- erschwerende gcrnit’H/ welche.'1 Mlungsstadien Stande von 181 lhasköbcivegung, ' freigeschchne Ins ir qpiiig in der g- ki und auch je urti findet, ist ei j» tauge nicht vo ter Thatsacherr' Unter fäftljaltiin 25 Jabren die und achrcklen, \\t groben mitihi auch die Emmer nicht untergi miesten der Natil Wien, ! norgeftern a!8 so des Kaisers aben Wien, mittag 10 Wr Meiling fofify Dejeuner einn^tt u»d das cisleithai Gens, 18. 2^nrnal meldet, Imn an der Aal ten Genfer-See i trnc Ovation dar Pans, iö ™ "chs Eiweri Se i«'" Nin «cht nW *'em „Tenrpö" i ‘«•X* HÄf fe»." Ä Ä'M * Ne »?01 | JBerttet , Mte 3 eicr m,k V ■tifte ÄN e| & lIb J"* tan 15. eine von rin Ionen Chambord's gegen das Ausland, namentlich Italien, beruhigt werde. in fc(! besetzte Kreuz und die Fahne Heinrich's V. und Jeanne d'Arc's, als Devise ,ioe y i keit mit wir den j/fk; Versammlung überlassen bleibe und daß die öffentliche Meinung über die Inten- ü CC C - ...f. _ „V1S Ss Qf ««fif /«nK »i a tvton t-f t z4a CV4-aT i ft »viiIm aI" Nationale Souverainetät. Aufruf an's Volk. Erklärung der Rechte. Wir unterzeichneten französischen Bürger, zu verschiedenen Meinungeil gehörend, aber vor Allem „Bürger", d. h. von der Liebe der öffentlichen Sache belebt und dem Vaterlande ergeben, beunruhigt durch die Gefahren, welche die Ungewißheit des politischen Regimes, unter dem wir seit drei Jahren leben, über Frankreich verhängt, gerührt durch die Leiden, die für Alle und besonders für die arbeitenden Classen aus diesem zweideutigen Zustande und aus dem davon abgeleiteten Mangel an Vertrauen hervorgehen, überzeugt, daß das Priucip der „nationalen Souverailletät" und das Recht, eine nationale Regierung einzusetzen im Volke, und im Volke allein beruht, und im festen Vertrauen, daß der „directe Aufruf an's Volk" allein den Leiden, deren Angriffe und Schrecken Frankreich zu fühlen beginnt, ein Ziel setzen kann, erklären wir das Grundprincip der nationalen Sonverainetät, sowie die aus derselben abgeleiteten individuellen Rechte zu bekräftigen, zurückzufordern; bestätigen wir, jeder Idee der Restauration von Privilegien gegenüber die im Jahre 1789 erworbene und bestätigte bürgerliche und politische Gleichheit, und wollen wir auf allen gesetzlichen Wegen im Voraus an die Gefühle Aller gegen jede eventuelle Usurpation des Volksrechts appelliren; übrigens die formelle Verbindlichunbekannt. ,. r, --Heute Nacht wurde auf dem Bahnhof einem hiesigen Burger von einem Alten. Kalkutta, 15. September. Die Moßla-Fanatiker in Puttamey haben sich empört. Das 43. Regiment ist von Calicut aus auf den Schauplatz der Ruhestörungen abgegangen. Acht der Anführer wurden getödtet. Vier Soldaten und ein Polizist wurden verwundet. — Die Gerichtshöfe von Rain bun sind mit Pachtklagen überschwemmt. Die Beziehungen zwischen Pächtern und Eigenthümern sind überhaupt höchst unbefriedigend. — Die Heuschreckenplage ist im Zunehmen begriffen. Die gefräßigen Jusecten haben in Nepaul der Art aufgeräumt, daß eine Hmigersnoth unvermeidlich erscheint, und stellen sich nun auch in Seindia ein. Spanien. Madrid, 19. September. Aus Tanger wird gemeldet, daß der Sul- Von Marocco gestorben ist. Madrid, 20. September. Die Insurgenten in Cartagena schossen am die Einheit Italiens anerkennt. Versailles, 20. September. Es wird heute formell dementirt, daß Graf Chambord einen Brief an den Erzbischof von Paris gerichtet habe. — Eine Depesche aus Tanger vom 19. d. Mts. constaiirt, daß der Sohn des verstorbenen Sultans von Marocco ohne Opposition zum Nachfolger procla- mirt worden ist. Die von dem italienischen Blatt über einen in Marocco aus- gebrochenen Vürgerkrig gebrachte Nachricht ist somit falsch. Belgien. Brüssel, 19. September. Der „Etoile" meldet, daß der oberste Gerichtshof die Verwaltuugsräthe der Gesellschaft Langrand-Dumonceau, unter welcher sich mehrere Deputirte und Senatoren befinden, vor das Zuchtpolizeigericht zurückgewiesen habe. ßefleneidj. Wien, 19. September. Der Erzbischof von Erlau, Samassa, hat vorgestern als solcher, sodann als wirklicher Geh. Rath den Erd in die Hand des Kaisers abgelegt. Wien, 19. September. Der König von Italien besuchte heute Vor mittag 10 Uhr die Weltausstellung, wo er besonders eingehend die italienische Abtheiluug besichtigte und um 12 Uhr bei dem Kaiser im Kaiser-Pavillon das Dejeuner einnahm. Nachmittags empfing der König das diplomatische Corps und das cisleithanische Gesammiministerium. Schweiz. Genf, 18. September. Gestern Nachmittag hat sich, wie das Genfer Journal meldet, eine Deputation aus dem Chablais, gegen 6 bis 800 Personen au der Zahl, unter Führng der Deputirten Taberlet und Folliet über den Genfer-See nach Ouchy (dem Hafenplatz von Lausanne) begeben, um Thiers Lokal-Notiz. Gießen, 22. September. Heute Vorm'ttag erhängte sich eine den besseren Ständen angehörige Frau in ihrer Wohnung. Die Ursache des Selbstmordes ist noch Entscheidung ist nunmehr unausbleiblich. London, 20. September. Der „Times" wird aus Freetown vom 2. d. Mts. gemeldet: In Folge der Niederlage der Engländer am Prahfluffe sind fast alle Stämme westlich Elmina im Ansstande und zur Unterwerfung unter die Aschantis bereit. Die Kriegsschiffe „Harraconta" und „OraaS'' sind ausgelaufen, um die feindlichen Dörfer zu beschießen. Dieselben mußten, da die von ihnen gelandeten Mannschaften vom Feinde überfallen waren, die ersteren zurückzuziehen. PariS, 18. September. Der „Courier de Paris" veröffentlicht folgendes Document, für welches jetzt Unterschriften in Paris gesammelt und der National-Versammlung bei ihrer Rückkehr vorgelegt werden soll. erklärt wird, das Recht des Grafen Chambord, in der Fahnenfrage das Princip zu wahren und keinerlei Zugeständnisse zu machen, werde anerkannt; deßuu- Hecichtet sei der Graf verpflichtet, die Krone anzunehmen, wenn Frankreich sie ihm mit der dreifarbigen Fahne biete. Zum Voraus werde kein Opfer von ihm verlangt, er könne aber, ohne sich untreu zu werden, den Wünschen der Mion im Interesse des Vaterlandes und der Kirche sich anbequemen, falls ov kS °°^° bis 'NS vier Ä 1 Wochen bir tlt, twA bem: insgLE l5llfll6^iim u. i |t der bie LvMiffW. ^lten uns vor, bei Eichte zugehen zu wie die „Prov. mmentritt der Landes-! wn Bericht zuvörderk' m he Modalitäten frem Reichskaiizlerainte lfn, womit der Rei'chs- wird, einen die Ein- Anchskanzler sowohl 'ochen Haden, währeiü iction des Kaisers, bn dorisches Civilehegesej • ens, daß die Mehrzahl rfe detteffend die W-. I nicht geben wicki ich sie der Einfilhmz ■ esetzgebung den Aorzuz! >lche Vorlage im Smv-. - — argumtiitirt m chschen Regmmg in z von M. so baj ann^-machens solihn ter gegenwärtigen Lazi des Preußischen Stw ib die Kirchenbücher mit mzweistlhast einW greifende Vewimnl^ |flt der Herr MhuM m, d-ß et «p 3» Zisthnrnsancheil Hohen' ■; chiilt mit, M ti( J* echlgt fei » i M »reidigmg e» IO Mailst d. axxj CItcn. m Dem „Temps" zufolge ist der Deputirte Larcy mit der Ueberreichung einer .tcProvinz prcnv 401l igg Deputirten der Rechten unterschriebenen Adresse beauftragt, in welcher ochrerstellen K t<,„L o m.x.i. rct.—Sas oirinrht ’im 30. Ste* »essen jüngsten Hitenbriefes beglückwünscht. Paris, 16. September. Frankreichs Lage ist nach dem Urtheile des Mivers folgende: „Die National-Versammlung ist souverain, was sie in Mehr- Pt beschließt, Gesetz; die Mehrheit aber ist die Hälfte und eins; kann die Mehrheit mit einer Stimme Majorität ein Gesetz machen, so kann sie damit auch beschließen, Frankreich sei eines Königs bedürftig." Noch deutlicher ist A Monde: „Wollen die liberalen Conservativen der Revolution entgehen, so müssen sie die vollständige Legitimität, das heißt die allcrchristlichste Monarchie, bif älteste Tochter der römischen Kirche, annehmen. Diese Monarchie hat als __* y(UU)l wurpe UU| UCIU ^UV1U,V| ........ ......---------- -..........- Vertreter Heinrich V., als Schutzmauer den Syllabus und das Concil einer-, Officier der Kopf derart aufgehauen, daß die Wunde 5 Zoll mißt und man an dem bic Unantastbarkeit unserer Grundgesetze andererseits, als Symbol das lilien- Aufkommen des Verletzten zweifelt. _ o £ X-».- m» «i W< Ä', "«i I-.- «”'«■ ^Christus ist Sieger, er regiert, er befiehlt. Der König lst mirsein Stellver- tojrb bcgf)alb VDn allgemeinem Interesse sein, zu erfahren, daß die Gewerkschaft der Braunkoh. treter und folglich sein erster Uutcrthan." So lange der Syllabus, die Papst-^Unzcche Frielendorf im Kreise Ziegenhain die Fabrikation von Briquettes (Braunkohlen-Preß licl'e Unfehlbarkeit und die weiße Fahne für die monarchischen Conservativen, steine) in großartiger Weise betreiben (es sollen täglich über looo Centn er Beliefert werten; «in S-b!.ckb,ld fein »erben, fj lange fte einer gaUieaniiAen >md Monarchie als unter dem lilienbesäeten Mantel Hclnrlch s V. verborgen nach- B„„^fohlen; denn während diese durchschnittlich 35 bis 50 Procent Wasser enthalten, ist der träumen, so lange dürften sie nicht hoffen, gegen die Revolution anzukämpfen, Wassergehalt der Briquettes durch Verdampfen in Trockenöfen auf das geringste Maß beschränkt ifren Mitschuldige sie gegen ihren Willen werden." Wenn Herr v. Fulloux Da« Brennmaterial hat außerdem noch die Annehmlichkeit, daß es sauberer ist als die Broun- wird zur desinitiven Beschlußfassung in dieser Angelegenheit eine Volksversamm-!kürzlich sich noch für Fortsetzung des Provisoriums aussprach, so entgegnet die lung stattfinden. Union: „Die Regierung des Marschalls kann nur eine vorübergehende glück- Aus Süddentfchland, 18. September. Es sind heute 25 Jahre liche Reconvalesceuz fein; er war ein Mittel des Heils, aber das Heil selbst her, seit der Frankfurter Septemberaufstand die Ohnmacht der damaligen kann er nicht bedeuten." National-Versammlung zum Ausdruck brachte und den durch die März- und Aprilereignisse verblüfften und eingeschüchterten Regierungen lvieder das Be- wußtsUn'ihrer Uebermacht kam. Vergleicht man mit der Laufbahn des Parlaments von 1848, auch'ohne feinen Niedergang vom heutigen Jahrestage au mit in Betracht zu ziehen, was feit 1866 Norddeutscher Bund und Deutscher Reichstag der Nation an Früchten gebracht haben, so gehört eine riesenhafte Portion radicaler Verbissenheit dazu, um nicht einzugestehen, wie viel weiter wir seitdem gekommen sind. Natürlich muß bei solcher An- und Abrechnung das wirklich Erreichte und Erhaltene in's Auge gefaßt werden, und so kann das deutsche Kaiserthum von damals, welches nur auf dem Papier stand, nicht im Emst mit der jetzigen lebenskräftigen Schöpfung verglichen werden. Wie engherzig zum großen Theil damals die städtische Bevölkerung noch in den Fragen der Gewerbefreiheit und des freien Zugs dachte und welchen Einfluß diese Denkart auf die Verhandlungen der National-Versammlung hatte, mag auch der Epigou jener Zeit aus den stenographischen Berichten entnehmen. In vielen Puncten wußte die Nation damals noch nicht, was sie wollte, und für das ungewisse Ziel waren die Wege natürlich noch ungewisser und bestrittener. Es bedurfte erst langjähriger, wirksamer Einzelarbeit, zum Theil unter sehr erschwerenden Bedingungen, uni so manche Anläufe von 1848 in festere Formen, welche Kritik und Erfahrung aushalten, zu bringen. Als solche Ver- rnittlungsstadieu zwischen den Ansichten von 1848 und dem gegenwärtigen Stande' von 1848 haben ganz besonders die Schnlze-Delitzsch'sche Genossenschaftsbewegung, der volkswirthschaftliche Congreß, der Jnristentag und ähnliche freigeschaffene Institutionen gewirkt. Was sich übrigens aus der 1848er Be- i wegung in der ganzen social-wissenschaftlichen Bewegung Deutschlands erhalten : hat und auch jetzt noch von der jüngeren Generation Anerkennung verdient i und findet. ist ein gewisser idealer Zug nach dem Höheren und Besseren, der so lange nicht vom Uebcl ist, als er seine Correctur in der besseren Erkenntnis; der Thatsachen und einer richtigeren Methode der Forschung neben sich hat. < Unter Festhaltung dieses Werthmeisters kann die Durchlesung deffeu, was vor 1 25 Jahren die damaligen Vertrauensmänner der deutschen Nation ersannen unb anstrebten, noch immer seine Frucht tragen, und in der Dankbarkeit für < die großen militärischen und materiellen Erfolge des letzten Jahrzehends soll ( auch die Erinnerung an die Vertreter und Vorstufen auf dem geistigen Ge- i biet nicht untergeben. Und um so offener darf man dies bekennen, als die i iieueften der Nation das damals Angestrebte glücklich vollendet haben. c Ovation darzubringen. J'rQUlketcO. rd ' ^Hio; rt‘,.r[ 26 a rt vslN m • Ku ' i Tagen ließ zwar die ^ontremme nocyaue n, . 7^.7 der Zäunst! genießt die umsichtige Verwaltung da« vollständige Zutrauen der Actiönare, was daraus herbehaupten, vermochte ""Ebatt?Ln°M°dl7MckUch Üb«w7nd°n »°"S, daß v'°n dem B-zugsr-cht auf di° «.-? Atticnausg.be schon j-r> >lr-,ch Gebrauch gemacht wird, obgleich der Termin desselben erst am 27. ds. Mts. zu Ende geht. Besser sind: und meidelc außerdem die -eiattv guleDttanz °c. ugwuam 8"“» » r. Meininger, Deutsche Creditbank, Rhein. Effectenbank (73 . Pro-.), Deutsche «ereinsbank, fiftlJM ÄLSEÄSÄ? Irn MWW«nb D ,f«H dmch«h?d,f«st. Amerikanische Prioritäten still, ebenso Loospapiere. Fremde Wechsel offcrirt. Geldstand flüssig. Privatdisconto 33/4 Proc. Nr 22. & [ [ g c m e i n e r a n zß 1 stßr Main-Neser ^ahn Stück 360 von 2 6 von 15 von meistbietend Gesehafts-Empfehlnug rc. (4305) Dermiethungen. Näheres bei der hör ist zu vermietben. behufs nung, der Kostenanschlag und die Be-!dem Prinz Carl aeqenüber, wohne. ninnnnnpiT pinn pfphpn imh Stnrrnnl rrrp ntr u u dingungen eingesehen und Formulare zur Submission in Empfang genom:-nen werden! Chr. Horeyseck, Sattler. da Der Vorstand Cin Pferd Nedaction, Druck und Verlag der Brühl'schm Univ.-Druckerei (Fr. E br. Piet sch) in Gießen. vermischte Anzeigen. 4111) Ein braves Mädchen, welches gut und selbstständig kochen kann, findet alsbald neue Eisenbahnschienen 7,20 Meter Länge, neue Eisenbahnschienen 7,05 Meter Länge, neue Eisenbahnschienen 7,30 Meter Länge, wesend sein müssen. (4254) Wirl kehrt fmb. P Gießen Ludwig Gilbert von Lich oder dessen Rechtsnachfolger werden hiermit aufgefordert, binnen 90 Tagen — vom Erscheinen dieser Aufforderung in den Blättern an gerechnet — über das von seiner verstorbenen Mutter Charlotte Gilbert in Lich errichtete Testament, wonach deren Tochter Friedrich Koch Ehefrau in Lich zum alleinigen Erben eingesetzt worden ist, Erklärung dahier abzugeben, als sonst das Testament vollstreckt werden wird. dem 15. Mai er. in Kraft stehenden Fahrplans der Main-Weser-Bahn ein: 1) der jetzt von Gießen originirende Personenzug Nr. X wird schon von schließen, waren nur am Mittwoch etwas belebt. Für Lombarden lagen einige Berliner Kaufordres vor, sonst waren dieselben gänzlich unbelebt. Mit 179' 2 eröffnend, schließen sie heute 180. — Auf den übrigen Gebieten herrschte auch diese Woche große Geschäftslosigkeit und waren spccicll österr. Bahnen vernachlässigt und größtenthcils matter. Deutsche Bahnen hielten sich dagegen im Allgemeinen preishaltend. Am Anlagemarkte bewegten sich die Umsätze in sehr engen Grenzen und sind die Coursveränderungen unwesentlicher Natur. Von Bankactien zeigten sich, wie in der Vorwoche, bet durchgängig fester Tendenz einzelne Werthe wieder gefragt. Bezüglich hiesiger Banken hat man die Gewißheit, daß dieselben auch im vergangenen Semester mit gutem Erfolge gearbeitet haben. So soll die Deutsche Vereinsbank, deren solide Leitung bekannt ist, namentlich ihr Contocorrentgeschäft in befriedigender Weise erweitert haben. Auch die Deutsche Handelsgesellschaft schreitet in ihrer Geschäftscntwickelung rüstig vorwärts und 4292) Verehrlichem Publikum zur Nachricht, daß ich von heute au ein ') in verschiedenen Sorten Flaschenbier, 4304) Ein Logis von 5 Zimmern nebst Zube- oder zu Michaeli Stelle. ’ - H. M. In gHardt..Exped. d. Bltts. befriedigender ^Nachrichten nicht ^zu verhindern. Wien hatte seinen Medio glücklich überwunden und meldete außerdem die relativ gute Bilanz der Anglobank. Der heutige Rückgang der , p ri • Or< n. . 2 L ... CV' ... S aÄ ib A II t ft Hl ÖH F OOl ’R AM i h AlllPft Na in - Weser - Bahn. 423') Die Ausführung sämmtlicher Bau- arb> len, einschließlich Lieferung der Mate- rialnn, mit Au-nohm der gebrannten Lebmsteine, zur Heistrllung eines doppelten Wuchensteller-Wohnhauses bei der Station > Marburg soll in dem auf Montag den 29. September er., Vormittags 11 Unr, /2 furt weiter befördert; 2) auf der Strecke Gießen—Kastel wird ein neuer Personenzug eingelegt, welcher 6 Uhr 50 Mt. Morgens von Gießen abgeht, gleichfalls auf allen Stationen anhält, und 10 Uhr 25 Mt. in Kassel eintrifft. Lich, den 4. August 1873. Großherzogliches Landgericht Lich. Erdman n. eines doppelten Weichensteller-Wohnhauses bei Station Marburg" auf genanntem Büreau einzureichen, woselbst Zeichnung, Kostenanschlag und Bedingungen eingesehen und Formulare zur Submission in Einpfang genommen werden können. Frankfurt a/M-, den 16. September 1873. Königliche Betriebs-Jnspection. Heyl- können. Die Submissions - Offerten sind ebendaselbst portofrei und versiegelt mit der Aufschrift: „Submission auf Herstellung eines Dienstwohngebäudes bei der Station Marburg" versehen vor dein Submissions - Termine abzugeben. Frankfurt a/M., den 16. September 1873. Königliche Betriebs-Jnspection. Hey l. Wer eine Annonce hier oder auswärts veröffentlichen und Zeil reip. Geld svaren will, der beauftrage damit die Annoncen-Expedition von HfittseMlei* 4* Vogler in Frankfurt a. M., deren ausschließliches Geschäft es ist, Anzeigen in alle Zeitungen der Welt billigst zu vermitteln. __ 3h dm Baumschulen und Reutlingen ausgl Wm W« Gemeine i Gießen Wrsteigerungeu. 4286) Dienstag den 23. T. Mts-, Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause Dersel 1 12 fr., Den s im IV. Q«m Dich F«r Tieftlien föi klatteS leftir, gelegenen Pnst 4295) Freitag den 26. Sept. d. I-, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem Bahnhof der Oberhessischen Eisenbahn dahier: Bitte um recht zahlreichen Zuspruch. Wohnung in der Neustadt bei Chr. Schwall Mittwe, vis-ä-vis dem Herrn Kaufmann Schwall. Heinrich Rain. 21 ufforderung. 4055) Die mit unbekanntem Aufenthalt abwesenden Kinder der verlebten Johannes G örlach Eheleute von Lich, werden hiermit aufgefordert, binnen 6 Wochen, vom Erscheinen dieser Aufforderung in den Plättern au gerechnet, ihre Rechtszuständigkeiten bezüglich des überschuldeten elterlichen Nachlasses zu wahren, als sonst lediglich nach den Beschlüssen der aufgetretenen Gläubiger werde verfahren werden. Etwaige sonstige Gläubiger des I o- Hannes Görlach haben binnen gleicher Frist ihre Anschprüche an den Nachlaß unter gleichem Rechtsnachtheil geltend zu machen. Lich, den 23. August 1873. Grobherzoglichts Landgericht Lich. Erdma nn. Pflasterung eines Fußweges vor dem Neu- wegcr-Thor versteigert werden: Pflästcrcrarbeit, veranschl. zu 866 fl.40 fr. Wesffahr en von Erde, „ „ 79 „ 20 „ G>eßen, den 20. September 1873. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. B e k a n n t m a ch u n g. Mit dem 1. October d. I. treten folgende Erweiterungen des seit Für Schneider! Arbeiter gesucht von Georg Leib Mmmer-Bade-Lereill. Montag den 22. September, Abends 8 Uhr: Gener l Vefrsanrnrlung in dem Bramm'schen Locale in der Neustadt. Tagesordnung: Erbauung eines neuen Bankhauses. Die ordentlichen Mitglieder werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen, nach §. 22 der Statuten zur Gültigkeit eines Beschlusses 2/3 derselben an- Das Nähere ergeben die Tecturen zum Fahrplan. Kassel, am 18. September 1873. Königliche Direktion der Main-Weser-Bahn. Domeier. Grobherzogliches Ortsgericht Gießen. Sem!'> ler. . ,....... versteigert werden. Gießen, den 20. September 1873. Jmmarinirte »Häringe 4301) empfiehlt C h r. Wallenfels. 1 Wohnungs-Veränderung. Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich von jetzt an Seltersweg C. 61, Bestes Itiiidcrmelil von Giffey K Schiele in Rohr bach (Amt Eppingen, Baden), bestehend aus Milch, Watzenmehl nndZucker, anerkannt billigstes und vorzüglichstes Nahrungsmittel für Säuglinge und kleine Kinder, vollkommener Ersatz der Muttermilch, bat fortwährend frisch auf Lager Emil Fischbach. Preis per 1/1 Pfund-Büchse 42 fr Anwendung höchst einfach; Gebraucbsan- weisung auf jeder Büchse. (3758) tohle und daß die Ofenwärme, nachdem die Preßsteine durchglüht sind, durch Abstellen des tyiqg mehrere Stunden gleichmäßig erhalten werden kann, ohne daß man> dem Feuer neue Nahrung zu geben braucht. Eine Probe mit diesen Preßsteinen, deren Vertrieb für Gießen in die Hand einer hiesigen Firma gelegt ist, wird das Gesagte bestätigen. im Büreau der unterzeichneten Betriebs- braun, 8jährig, zum Fahren und Reiten Jnspection anberaumlen Submissions-1geeignet, steht zu verlausen. Termine vergeben werden. 1 L. Kauf. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 20. September. (Börsenwoche vom 13. bis 19. September.) Wir können für die abgelaufene Woche eine sichtliche Befestigung der Tendenz constatlren. Der Kampf zwischen Hausse und Baisse entbrannte wieder in besonders heftiger Weise «m Liquida- tionstaae, wo sich der anfängliche Deport für Creditactren rasch in Report verwandelte. An den folgenden Tagen ließ zwar die Contreminc noch alle Minen springen, und das gewonnene O H luil8tuvr“ 7 XI- Wrhhinrr nnfpr 8py Unaunll )4302) 4297) . 3« Berlin * «w Jahre ,?« Stärd GinPl 6lte H Ehrung ot,c le Srankreich! «-r-scher de/ ^Märzlich, atj ©aboben 'ÄS »«ft? land, h>p vUH Und dock > ft; Iftl Gti ®«Il i°h7> de M aut v- wart? »Bet“1*', ! Z'ehnn^^"dk » fr Maates >, 91 it fr fr n r h p v 11 n a Die Suvmissionö - Offerten sino bis zu 4 U | | v i u i i u h dem angegebenen Termine portofrei und 3653) Der, unb.'kannt wo, abwesende versiegelt mit der Aufschrift: " ™1 - Submissions - Offerte auf Herstellung ver Jt-yi vvn fiepen vuynuiuiuv v^. w,. 42921 Nnrnürlichem Nublikun Kassel ab befördert, geht daselbst 10 Uhr 40 Mt. Vormittags aB,L . eröffnet Me bestehend hält auf allen Stationen an, trifft 1 Uhr 83 Mt. Nachmittags Schweizers Limburger und vorzüglichem "Handkäse G.eßen em und wird von da ab in dem seitherigen Cours bis Frank- H um ' J ;’.nbIr’id.en qllfl)nld).H Wolmuna tu der Neustadt bei (5. 4294) Ein kleines Stübchen ist zu oer; miethen. Wetzsteinsgasse A. Nr. 33._______ 4298) Ein sehr freundlich möbl. Zimmer mit Cabinet ist auf sogleich abzugeben. Wo? sagt die Exped. d. Bll 4195) Im Engelbach'schen Hause in der Gartenstraße ist eine Familienwohnung (Mansarde) zu vermiethen und gegen Mitte October zu beziehen. Die Wasserleitung geht bis in die Wohnung.____ 4270) Eine g roße unmöblirte Stube ist zu vermiethen. Näheres bet derErpedition dieses Blattes.______________________________ 4269) Eine Familienwohnung zu vermiethen bei Jacob Vogt, Bäcker. 4058) Ein Hansbursche wird gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.___________ 3977) Ein Kindermädchen gesucht. Näheres bet der Exped. d. Bltts.__________ 4300) Am Sonntag Abend wurde auf dem Bahnhofe ein schwarzer Baschlik verloren. Gegen Belohnung obzugeben Sel- tersbcrg E- 46. 4230) Ein guter Arbeiter wird gesucht von I. Benner, Schuhniachermeister. 4250) Es wird ein starkes reinliches Mädchen gesucht. 80 Gulden Lohn. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts.__________ 4249) Geübte Schreiner finden dauernd« Beschäftigung bei Karl Kohler, Bockenheim, gr. Sandgasse 19- ^3 vierteln Mli Iringeüohn host bezogen ' 1 st-21 Bekan ntmachung. 4279) Durch die Reparatur der Brücke über die Lumda ist der Weg von Mainzlar nach Daubrin- gen für kurze Zeit unfahrbar. Mainzlar, d. 18. September. Großh. Bürgermeisterei Mainzlar. I. A.: L. Hahn, ___________Bezirksbauaufseher. Main-Weser-Lahn. 4232) Es soll die Ausführung sämmt- licher Bauarbeiten, einschließlich Lieferung aller Materialien , mit Ausnahme der gebrannten Lehmsteine, zur Herstellung eines Dienstwohngebäudes bei der Station Marburg im Submissionswege verdungen werden und ist hierzu Termin auf Montag den 29. September 1873, Vormittags 11 Uhr, im Büreau der unterzeichneten Betriebs- Jnspection anbtraumt, woselbst die Zeich- Brodverkauf. Weißbrod 21V2 kr., Schwarzbrot) 1812 fr. (4296)______H. Rain in der Neustadt. 4273) Gute Aepfel verkauft ______Metzger^M a I k0m esius, Walltbor. 4205) Verschiedene Möbel sind billig abzugeben. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 4303) Gebrochene Aepfet ver kauft Konrad Simon, Mühlgasse 4261) Das seither von Herrn Stadtrichter Mubl bewohnte Logis ist anderweit an eine kinderlose Familie zu vermiethen. ____________________Dr. Schüler. 4284) Ein großes n ölu.Zimmer, desgleichen ein kleines zu vermiethen. Neuenweg B 194. 4106) Ein Familienlogis zu vermiethen- Lit. D. 54, Neustadt._______________________ 4041) Ein möblirtes Zim urr mit Cabinet im Mansaidenstock zu vermiethen bei Wilh. Balser, am Lindenplatz.