Bltts. LK- Mucht ein= Mjlt& °>f’nnt: "..findet !tz!reiS vierteljährig 1 fi. 12 fr. »K*t Bringerlohn- Durch die Psst bezogen vierteljährig 1 fl. 29 kr. WWWWM Erscheint täglich, mit Äu& nähme Sonntags. Expedition: LauzletberQ. ßiL B- Nr. 1 Mnzeige- und Mirtsklati für den Kreis Hiessen. fwann Sei. l. rtch^ die iei1ainm$ ndet. rbnrg. fl 21 kr. • « „ fl 6 fr. ■ man ge: ite. ii Wochen -besondere abci wird socialen, >oii allge- Nachniit- rer. loosung tt. Spengler -and. J8L__ M sofort' gesucht HauÜ Mehrer- -— unge ße? rauere'- mit brau- entlauft gcher Na- Icrofulose [ der Ge- schoppung - Ne»- Mildeßes ^nttMai- hHÄ D 217 (in Eingang ; gegenüber- sucht eine nh aus ca- aa'6* t direct an Nr N3. Dicn^nsi den 22. April Päpstliches. Die aus Rom kommenden Nachrichten über das Befinden des heil. Vaters sind zwar schwankend und einander widersprechend, aber doch der Art, daß sie ein trauriges Ereigniß erwarten lassen; um so mehr, als gewisse, von der Curie ausgehende Anordnungen des Cardinals de Angli, des Camerlengo der römischen Kirche, beweisen, daß man sich auch im Vatican auf den Eintritt eines solchen gefaßt macht. Mit Spannung richten sich daher Aller Blicke nach Rom und alle die Fragen, welche so ost aufgeworfen und ventilirt worden sind: welchen Einfluß der Tod Pius IX. auf die in den meisten europäischen Staaten hervorgetrete nen Conflicte zwischen Staats- und Kirchengewalt haben werde und welche Mittel den Regierungen zu Gebote stehen, um Einstuß auf die Papstwahl zu gewinnen — tauchen von Neuem und zwar als brennende Fragen auf. Noch ist der Necrolog Pius IX. nicht zu schreiben, aber schon dieses sorgende und besorgte Interesse, welches sein leidender Zustand hervorruft und welchen selbst die Börse in ihre Combinatiouen ausgenommen hat, spricht dafür, daß die Welt ein Verständniß für die Bedeutung seiner Persönlichkeit hat, wie weit auch die Urtheile über deren Schätzung auseinander gehen mögen und in den Sorgen seines Nachfolgers würde, Angesichts dieses mit seiner weltlichen Herrschaft auf ein Haus und einen Garten beschränkten Papstthums, sich kaum verstehen lasten, hätte Pius IX. demselben nicht die Unfehlbarkeit vindi- cirt und es dadurch nicht in Widerspruch gesetzt mit den Staatsgewalten, wie mit der gesummten Cultur-Entnickelung. 1 Pius IX. wird seinem Nachfolger eine verhängnißvolle Erbschaft Hinterlasten, welche von diesem nicht cum beneficio angetreten werden kann. Darüber ist eine Täuschung nicht möglich; um so wichtiger wird daher die Personenfrage. Das Dogma ist vorhanden und es ist definirt worden trotz der ernstesten Abmahnungen der Negierungen, unter Voraussicht der schweren Verwickelungen, welche sich daraus ergeben würden und hat bei Eintritt der letzteren überall dazu geführt, daß die Staaten von ihrem Gesetzgebungs-Recht Gebrauch gemacht haben, um sichere Garantien ihrer Selbstständigkeit und Souveränetät auszurichten. Aber die Staaten haben sich zur Wehr gesetzt, nicht um den Krieg in Permanenz zu haben, sondern um der Möglichkeit willen, den so tief erschütterten confessionellen Frieden wieder herbeizuführen und sich befestigen zu lasten, und da wird es denn allerdings sehr viel auf die Persönlichkeit des künftigen Papstes ankommen, ob ein modus vivendi herbeizusühren sein wird, unter dessen beruhigender Einwirkung auch die jetzt so sehr erhitzten Gemüther wieder ihre Friedensstimmung gewinnen. Der Absolutismus, welchen Pius IX. aufgerichtet hat, erhebt die Personenfrage noch über die Principienfrage, wie Diejenigen am besten begreifen, welche den gegenwärtigen Papst aus so verhängnißvolle Bahnen geleitet haben. Und von Neuem entsteht die große Besorgniß, daß diese Partei bei dem Eintritt eines unglücklichen Ereignisses die Papstwahl überstürzen, wenn nicht gar in einer unregelmäßigen Weise vollziehen lassen werde, wobei auch schon der Fall gedacht wird, daß Pius IX. kraft der Machtsülle, welche ihm das vati- cauische Concil zugestanden hat, selbst seinen Nachfolger bezeichnen könne. Von den Vertretern der jetzt in der katholischen Kirche zur Herrschaft gelangten Richtung kann man erwarten, daß sie in der Verfolgung derselben rücksichtslos vorgehen werden; aber es ist doch wohl fraglich, ob die Macht ihres Einflusses ungeschwächt hinausreichen werde über eine Katastrophe, wie sie vielleicht bald eintreten wird. Die Geschichte der Absolutwnen kann gegen eine solche Voraussetzung Zweifel erwecken und die politische Situation, unter deren Einflüssen sich der Regierungswechsel im Vatican vollziehen wird, läßt auch bessere Hoffnungen aufnehmen. Die Cardinäle, welche in das Conclave eintreten werden, sind doch zum großen Theil welterfahrene und nicht blos theologisch geschulte Männer; sie werden, dafür bürgt das italienische Gerantiegesetz, die vollste Freiheit ihrer Berathungen haben, aber sie werden sich auch sagen müssen, daß sie den Regierungen keinerlei Verlegenheiten bereiten können, außer der einen, freilich großen und beklagcnswerthen, daß eine unkluge Wahl die Confiicte zwischen <^taai und Kirche zu noch größerer Schärfe und Schneidigkeit bringen würde. Denn es ist nicht anzunehmen, daß die bei der künftigen Papstwahl am meisten interessirten Negierungen nicht alle Eventualitäten derselben zum Voraus berechnet und sich über dieselbe verständigt hätten. Man hat wohl überall empfunden, daß es ein Fehler der Negierungen war, sich nicht über eine bestimmte Position zu einigen, als über die Absichten des vaticanischen Coucils kein Zweifel mehr war und glücklicher Weise ist die geacnwärtige politische Situation der Art, daß unter den Regierungen, an deren Gunst dem Vatican gelegen sein muß, die Rücksicht auf das allgemeine Staatsinteresse nicht durch internationale Rivalitäten getrübt werden kann; während selbst in Frankreich, wo eine traditionelle Politik vielleicht auf clericale Meinungen specnliren könnte, die Bedingungen der inner» Politik eine praktische Anwendung jener Traditionen gar nicht zulassen. Jedenfalls würde es einem Nachfolger Pius IX. in dem Grade schwerer fallen, dessen Politik fortzusetzen, als diesem die Inauguration derselben. Dieser schöpfte bei seiner leidenschaftlichen Natur gerade aus den Drangsalen, die ihn betrafen, den Muth zu seinen ungeheuerlichen Entschlüssen und nahm als^Mar- tyrium auf, was die Conscqnenz seiner Handlungen war. Von diesen Anschauungen ging ein guter Theil auf die Glieder der^ katholischen Kirche über; ein neuer Papst aber wird nur ererbte Ansprüche vorfinden, wegen deren ganz Europa in Verwirrung gerathen ist. Deutschland. Gießen, 21. April Professor Justus Liebig, der am 18. April zu München gestorben ist, war am 42. Mai 1803 zu Darmstadt in einer kernhasten deutschen Bürgerfamilie als Sohn eines Matcrialwaarenhändlers geboren. Seine Laufbahn hat er als Apothekerlehrling begonnen und schon als solcher eine entschiedene Neigung zum Expcrimentiren gezeigt. Der Großhcrzog gewährte ihm eine Unterstützung zum Studiren an der Universität Erlangen, aber schon 1821 trieb es den jungen Chemiker nach Paris, wo er in der Akademie in Alexander v. Humboldts Gegenwart seine Untersuchungen über das Knallsilber vorlegte und der unmittelbare Schüler Gay-Lussac's wurde. Auf Humboldts Antrag 1824 nach Gießen als Professor der Chemie berufen, gründete er daselbst das ('m Deutschland erste) Universitäts - Laboratorium, welches unter seiner Leitung zum Centralpunkt der chemischen Studien in Deutschland und die Bildungsstätte vieler ausgezeichneter Männer ward. Von Jahr zu Jahr hob er seine Wissenschaft auf eine immer höhere Stufe und erwarb sich namentlich nm die organische Chemie und deren Anwendung auf die Physiologie, Medicin, Nahrungsmittellehre, Landwirthschaft rc. unsterbliche Verdienste. Vom Großhcrzog von Hessen mit dem erblichen Freiherrntitel belichcn, lehnte er mehrfache Berufungen nach Wien und Heidelberg ab, folgte aber 1852 der Einladung des Königs Mar von Bayern nach München. Seitdem ist er dort als Profeffor der Chemie ununterbrochen lehrthätig und seit Thiersch's Rücktritt 1859 auch Präsident der Akademie der Wissenschaften gewesen. Der nach seiner Anweisung angefertigte Fleischextract hat seinen Namen auch bis in die Tiefen, wohin sonst Professoreuruhm nicht dringt, weltbekannt gemacht und seine „chemischen Briefe" haben viele Laien, die sonst der Fachwissenschaft abhold sind, bekehrt und belehrt. Sein Tod ist ein großer Verlust. Darmstadt, 20. April. Gemäß einem Wunsche des Verstorbenen soll die Beerdigung des Pros. Liebig in seiner Vaterstadt Darmsiadt stattfinden. Näheres über den Tag der Beisetzung ist nicht bekannt. Berlin, 19. April. Neber die Entwickelung der deutschen Nechtsein- heit schreibt die heute ausgegebene „Prov.-Corresp.": „Von dem Augenblick an, wo der Anspruch Deutschlands auf nationales Leben sich Geltung verschaffte, brach sich mit unwiderstehlicher Kraft die Ueberzeugnng Bahn, daß die wiedergewonnene Einheit nicht blos in politischen Einrichtungen, sondern auch in der Gemeinschaft der Rechtsbestimmungen und der Rcchtshandhabung zum Ausdruck gelangen müsse. Die Verfassung des Norddeutschen Bundes traf für die Verwirklichung dieses Gedankens Vorsorge, indem sic laut Artikel IV. eine Reihe der wichtigsten Interessen des staatlichen, gesellschaftlichen und wirthschastlichen Lebens dem Bereich der gemeinsamen Gesetzgebung zuwies. Die bezügliche Bestimmung, welche in die Verfassung des deutschen Reiches übergegangen ist, hat das deutsche Strafgesetzbuch und eine Anzahl von Einzelgcsetzen, wie auch das Institut dcs deutschen Öberhandclsgcrichts in das Dasein gerufen, während die Einführung einer gemeinsamen Civil- und Strafproceß-Ordnung zur^verfas- sungemäßigen Beschlußnahme vorbereitet wird. Vor Kurzem machte derStaats- minister Delbrück im Namen des Bundcsraths dem Reichstage eine Mitthet- lung, welche der weiteren Entwickelung der nationalen Rechtsgcmeinschaft überall günstige Aussichten eröffnete. Derselbe gab nämlich, als der im Reichstag gestellte Antrag auf Ausdehnung der Rcichszuständigkeit über dasGesammt- gcbiet des bürgerlichen Rechtes zur Vera'hung kam, die Erklärung ab: Die bisherigen Schwierigkeiten seien so weit überwunden, daß man die Zustimmung des Bundesrathcs zu der vorgeschlagcnen Verfassungsänderung und die Ausarbeitung eines allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches für Deutschland gewärtigen könne. Inzwischen waren in gleicher Richtung andere vorbereitende Schritte gethan worden. Die Jnstizmiuister der größeren Bundesstaaten waren zu einer vertraulichen Besprechung zusammengetreten, um die Grundsätze einer allgemeinen Gerichtsverfassung für Deutschland in Erwägung zu nehmen. Ueber den Verlauf und die Ergebnisse dieser Berathungen sind mancherlei Berichte in die O ffentlichkeit getreten, welche znm Theil auf ungenauen thatsächlichen Angaben beruhen und vorzugsweise dem Mißvergnügen darüber Ausdruck geben, daß die Einsetzung eines obersten Reichsgerichtshofes mit voller Zuständigkeit auf dem gesammten Reichsgebiet nicht unmittelbar erreicht worden ist. Hierbei geräth aber der patriotische Eifer in Gefahr, die öffentliche Meinung ohne Noth zu beunruhigen und die befriedigende Lösung einer wichtigen Aufgabe zu erschweren. Zunächst ist darauf Gewicht zu legen, daß die bisherigen Verhandlungen noch keineswegs eine abschließende Bedeutung hatten und das Ergebniß derselben erst im 'Anschluß an die Berathung über die Civil-Proceß-Ordnung zu Tage den günstig gesinnt sind. Otüftm. Frankfurt, 21 April. Heute Nachmittag kam es auch hier zu Bier- uet, der liberalen Katholiken einstimmig angenommen. «frankleich. Paris, 19. April. Man erfährt jetzt endlich, weßhalb Herr Canton- der Präfect von Lyon, so urplötzlich verschwunden ist. Die Angelegenheiten ten wurde in das Local des Polizei-Comissariats in der Brückhosstraße verbracht, worauf die Menge auch hier die Fenster einwarf und das Amtsschild des Polizei-Commissariats herunterriß. Nähere Details konnten wir im Augenblick tRedactionsschluß) nicht erfahren. (Frkf. Jonrn.) Leipzig, 19. April. Der Buchdruckerstrike darf in ganz Deutschland als erledigt bezeichnet werden Der Gehülfen-Verband hat den Strike in Leipzig und anderwärts für aufgehoben erklärt, der deutsche (Prinzipal-) Buchdruckerverein die allgemeine Kündigung der Verbandsgehülfen zurückgezogen. Eine gemeinsame Delegirten-Versammlung von 10 Prinzipalen und 10 Gehül- fen tritt zur Vereinbarung über den Tarif am 1. Mai in Leipzig zusammen. (D- A. Z.) Mannheim, 20. April. In Folge der jüngsten Exceste, denen Wühlereien der Social - Demokraten zu Grunde liegen sollen, wurden sämmtliche Volksversammlungen auf die Dauer von vier Wochen verboten. Straßburg, 18. April. In der Gemeinde Bettweiler (Kreis Saar- gemund) hatten wegen angeblicher Marien Erscheinungen wiederholt Ansammlungen von größeren Mensck-enmassen zur Nachtzeit stattgefuuden. Mit Rücksicht auf die dadurch hervorgerufene Aufregung und die gefährdete Sicherheit ist jetzt vom Bezirks-Präsidenten eine Verordnung erlassen worden, in welcher an das Gesetz über Abhaltung religiöser und politischer Versammlungen erinnert, und jede Ansammlung von mehr als 5 Personen im Freien untersagt wird. ZMterreid). Wien, 18. April. Heute Mittag 12 Uhr hat in der sog. Geheimrathsstube in Gegenwart des Kaisers und der dazu berufenen Staatswürdenträger und unter Beobachtung des vorgeschriebenen Ceremoniels der in den Hausgesetzen vorgeschriebeue feierliche, eidliche Verzicht der Erzherzogin Gisela auf ihre Erbfolgerechte in der österreichisch - ungarischen Monarchie (die sog. Renunciation) stattgefnnden. — Aus Anlaß der gegenwärtigen Vermählungs- Feierlichkeiten hat der Kaiser ferner dem bayerischen Gesandten, Graf Bray, das Großkreuz des Stephansordens verliehen. Von dem Könige von Bayern sind der Sectionschef Baron Hofmann durch Verleihung des Großkreuzes des Ordens der bayerischen Krone und der Ministerialrath Baron Hammer durch das Großcomthurkreuz des Michaelsordens ausgezeichnet worden. Schweiz. ArleSheim, 20. April. An der heute hier stattgcsundenen Versammlung der Altkatholiken nahmen 6000 Personen Theil. Die Ultramontanen versuchten die Verhandlungen zu stören und traten durch Pfeifen, Brüllen und Gelächter störend auf, nachdem der Fürsprecher Teigcnwinter, Präsident der Versammlung, dieselbe eröffnet hatte Der Regierungs-Präsident Adame verlangte Ruhe und drohte, Militär einschreiten zu lassen, wenn die Störungen fortgesetzt würden. Regierungsrath Jecker von Solothurn und Augustin Kellen von Aarau sprachen in begeisternder Weise zur Menge, worauf öfterer Beifall erfolgte. Einige Ultramontane, die Jecker zu unterbrechen versuchten, wurden vom Militär verhaftet. Die angetragenen Resolutionen wurden mit Jubel von Stadt Lyon selbst waren der Sache vollständig fremd und die Schuld an der Flucht des Präfecten war einzig und allein eine höchst unangenehme Privatangelegenheit, die ihm einige Tage vor seiner Demission begegnete. Er hatte nämlich ein Liebesverhältniß mit der Frau eines in der Umgegend von Lyon beschäftigten Mechanikers, und da dieser eines Tages ganz unerwartet nach Hause kam, so war der Präsect genöthigt, sich im höchsten Negligö aus dem Staube zu machen. Unter solchen Umständen konnte er natürlich nicht Präfecl bleiben, und da er noch Schlimmeres befürchtete, so fand er es für gut, gan^ zu verschwinden. Wie es heißt, befindet er sich gegenwärtig in der Schweiz Wer sein Nachfolger sein wird, weiß man noch nicht. Jedenfalls bleibt der General-Sccretär bis nach den Lyoner Wahlen mit der Leitung der Geschäfte betraut. — Ungeachtet der günstigen Nachrichten, welche man gestern über den Gesundheitszustano des Papstes aus Rom erhalten hat, dauern die Befürchtungen fort, daß Pius IX. doch sehr bald das Zeitliche segnen werde. Was im Elysse noch besonders beunruhigt, ist, daß der Cardinal Bonaparte in Rom stark intriguiren soll, um einen Papst an's Ruder zu briugen, der gewissen Planen, die in den bonapartistisch-legitimistischen Kreisen geschmiedet werden, ganz klar, und es ist von Wichtigkeit, daß die Wiederholung ähnlicher Vorfälle strengstens vermieden werde. Berlin, 21. April. Der Kanzler der deutschen Botschaft in Paris, Taglioni, ist heute Vormittags hierielbst plötzlich gestorben. Breslau, 18. April. Betreffs amtlicher Eintragung von Geburtsund Sterbefällen bei den Altkatholiken ist neuerdings dem Pfarrer Kaminski zu Kattowitz folgendes Schreiben der königl. Negierung in Oppeln zugegangen: Wir benachrichtigen Ew. Ehrwürden, daß der Herr Minister der geistli chen Angelegenheiten auf die Beschwerde des Herrn Fürstbischofs die zuständigen katholischen Pfarrer für verpflichtet erachtet hat, die unter den Altkatholiken vorkoinmenden Geburts- und Sterbesälle ordnungsmäßig ui die Kirchenbücher einzutragen. Demzufolge veranlassen wir Sie, von den unter den Altkatholiken vorkommenden Geburts- und Sterbefällen überall der betreffenden Polizeibehörden Anzeige zu machen, welche die Eintragung in das Kirchenbuch beim Pfarramt herbeiführen wird. Oppeln, 5. April 1872. Königl. Regierung, (gez.) Ballhorn. Entgegenkommen Zeugniß abgelegt und den Boden zukünftiger Verständigung; geebnet haben. Es ist zu wünschen, daß die öffentliche Meinung sich dasUitheil 1 über die jüngsten Unterhandlungen und über den ganzen Verlauf der wichtigen < Angelcgenheir nicht durch Regungen ungeduldiger Hast trüben lasse. Der ge- 1 sunde Sinn der Nation braucht nur der Erfolge zu gedenken, welche die ein- * heitliche Entwickelung des deutschen Nechtölebens in der Frist weniger Jahre. errungen hat, um für den Werth der bereits erlangten Ergebnisse und der in < Aussicht stehenden weiteren Fortschritte eine richtige Schätzung zu gewinnen. Das Streben nach Rechtseinheit fiiidet in immer weiteren Kreisen Anerkennung, i und die nationale Bewegung wird auf dem bisherigen Wege besonnener Ver- i stäudigung sicher ihre höchsten Ziele erreichen." ' — Während die Münzfrage für das Deutsche Reich kaum entschieden ist, haben die in der Oeffentlichkeir stattgefundenen Prüfungen der einjchläglichen internationalen Beziehungen auch außerhalb unserer Grenzen eine aufmerksame Beachtung gesunden. So hat die Handelskammer zu Antwerpen ganz neuerdings unter Zugrundelegung des stenographischen Wortlautes der Reden, welche über diesen Gegenstand im Deutschen Reichstage gehalten worden, dem Belgischen Ministerium die Einführung der reinen Goldwährung empfohlen. In der Schweiz beschäftigt man sich gleichfalls viel und eingehend mit derselben Frage Erwähnenswerth ist, daß vor etwa 14 Tagen eine Delegirtenversamm- lung des Schweizerischen Handels- und Jiidustrievereins in Zürich sich für den Uebergang zur reinen Goldwährung auf Grundlage des Frankensystems uuD für eine Jnitiatiive der Bundesbehörde zu sofortigen diplomatischen Verhand- längen mit den Staaten der lateinischen Münzconventivli ausgesprochen. Diesem Beschlüsse gegenüber erörtert eine Correspondenz des „Bund" aus der Ostschweiz, die sich schon mehrfach sehr einsichtig über die Münzfcage in Bezug aus die Schweiz geäußert hat, die vielen Nachtheile einer solchen Maaßregel und die daraus hervorgehenden noch verqilicktereren Münzwirren und fiiidet ihrer Ueberzeugung nach bis jetzt noch keine andere ausreichende Mittel für die Lösung der Münzfrag?, als die von dem Correspondenren längst vorgeschlagenen, nämlich: entweder Einführung des neuen Deutschen Reichmünzsystems, oder aber seines besonderen eidgenössischen, vom Zrankensuße abweicheiiden Goldmünzeu- systems. Der gordische Knoten, welcher die Schweiz noch an die lateinische Münzconvention gefesselt hält, muß nach der Meinuiig des Correspondenten durch eines dieser zwei Radicalmittel durchhauen werden; Palliativmaaßregeln werdeli für eitle Verschwendung erklärt. Berlin, 19. April. Die Amtsentjetzung des Maires von Straßburg hat viel böses Blut gemacht. Die Dictatur war ohne Zweifel zu dieser Maßregel berechtigt, und wohl der Regierung, wenn Herrn Lauth auch die übrigen Mitglieder des Gemeinderaths folgen. Werden denn Neuwahlen eine weniger deutschfeindliche Stadtvertretung bringen? Wir glauben nur an eine geringe Besserung, durchaus an keinen Umschwung, denn die jüngsten Vorgänge in Straßburg beweisen, daß nichts weniger, als eine Versöhnung zwischen der Elsässischen Bevölkerung Straßburgs und dem Deutschen Regimeute eingetreten ist, daß vielmehr die Gegensätze noch ebenso hart auseinanderplatzen, wie unmittelbar nach der Besitzergreifung. Bei einem friedlichen Assimilationswerke muß man indeß schon mit Kleinigkeiten zufrieden fein. Berlin, 20. April. Die von der „N. A. Z." dementirte Nachricht, daß Geh. Rath Wagener inCriminal-Untersuchung gezogen, ist nichtsdestoweniger vollkommen begründet. Denn daß der Justizminister den Oberstaatsanwalt nicht direct aufgefordert hat, die Untersuchung einzuleiten, letzterer vielmehr, nachdem er amtlich von den Herrn Wagener zur Last gelegten Vergehen unterrichtet worden, emgeschritten, ist doch ganz nebensächlich. Mrt Recht wundert man sich deshalb in materiellen Kreisen, daß auch noch heute angesichts der Herrn Wagener so sehr compromittireuden Thatsacheu letzterer von einer gewissen Seite her protegirt werden soll. Wie mau sich erinnern wird, hat der Abgeordnete v. Schorlemer-Alst im Hause der Abgeordneten die Mittheilung gemacht, daß der Commandeur eines Preußischen Cavallerie-Regiments die Zulassung eines katholischen Freiwilligen verweigert und diese Weigerung mit der Religion des Aspiranten begründet hätte. Die „Nordd. Allgem " erklärte auf der Stelle, daß die Sache sich vor 50 Jahren ereignet habe, worauf Schorlemer-Alst erklärte, den Namen des sich weigernden CommandeurS dem Kriegsminister nennen zu wollen. Da nun anzmiehmen ist, daß dies geschehen, das Neichögesetz vom 3. Juli 1873 auch derartige Velleitäteu eines einzelnen Commandeurs geradezu verbietet, die Preußischen Regimenter auch Bestandtheile des NeichsheereS sind, Neichsgesetze Den Landesgesetzen aber vorangeheu, so soll dieser Fall zum Gegenstände einer Interpellation im Reichstage gemacht werden. Ein Regiment ist keineswegs die Domäne des jeweiligen Commandeurs, der, sobald sich ihm ein unbescholtener noch nicht 23 Jahre alter Preuße vorstellt, denselben aufzunehmen hat, sofern die Zahl der Freiwilligen nicht gerade voll ist. Der Rechtspunkt liegt also treten wird- Ueberdies aber erscheint eine verzagte oder grollende Stimmung ^Fenster und Einrichtung der Steinffchen Wirthschast und alsdann an dem um so weniger am Platze, als die Besprechungen der Minister von allseitigem i Allerheiligen-Thor die Grafische Bierwirthschaft, letztere aber gründlich. Die ~ ■ *-------- -------- «mh Nnd-N infnnfM’flcr Trinkgläser, Tische und Bänke wurden zertrümmert, die Scheiben zerschlagen, die Läden ausgehängt und die Fensterkreuze herausgerissen, Alles unter wildem Johlen und Gelächter. Als die Schutzmann einschritt, schwangen die Exceden- ten, von denen einige verhaftet wurden, ihre Stöcke und zogen lärmend ab. Bereits ist militärische Hülfe in Anspruch genommen, um, wenn sich auch noch an anderen Stellen die Zcrstörungslust bemerklich machen sollte, sofort energisch einschreiten zu können. Man befürchtet für den Abend weitere Störungen. Abends 6 Uhr. Außer den oben genannten Wirthschaften nennt man uns noch die Schneider'sche auf dem großen Kornmarkt, den großen Speicher in der Schüppengasse und die Reutlmger'sche auf der großen Gallusgasse, die der Zerstörung anheimfielen. In der Fahrgasse kam es aber leider zu ernsten Austritten. Schon seit einer Stunde etwa war hier vor der Mülleiffchen Wirthschast eine große Menschenmasse versammelt, aus welcher die Schutzmann- ichaft verhöhnt und später ankommende Militär-Patrouillen mit Steinen geworfen wurden. Das Militär gab hierauf Feuer und es gab, wie wenigstens allgemein versichert wird, mehrele Todte oder Verwilndete- Einer der Verwuude- krawallen. Die Excesse, von einem Haufen junger Leute, wie es schien, deni standen. Derselbe wird eine Messe celebnren und zwei Personen, welche eine Arbeiterstand angehörend, verübt, begannen in der Lindheimer'schen Bierbrauerei Opfergabe von Peterspfennigen überbringen, empfangen. (sog. Haberkasten) auf der großen Friedberger Gasse, wo das Innere der Nom, 21. April. Der Papst empfing gestern den Prinzen Alfred von Wirthschast demolirt wurde. Von der Schutzmannschast von dort vertrieben,^England, sowie die Cardinäle zur Beglückwünschung. — Die Ernennung des zog der anwachsende Haufe nach der Allerheiligen-Gasse und zerstörte daselbst Herrn v. Keudell zum Gesandten Deutschlands beim hiesigen Hofe ist der ita- Rom, 19. April. Der Papst ist heute Morgen halb 8 Uhr aufge- von einem Hausen junger Leute, wie es schien, dem standen. Derselbe wird eine Messe celebriren und zwei Personen, welche eine Spanien. 755/, Oberhessen 9 39—41 Pistolen Amerik. Bonds 1864r 174 ((gemeiner Anzeiger Butter- und Käsestützen, in feinem Porzellan: (1867) Jeilgebotenes. 00 Expcd. b. Bltts. (1979) in Weiß, Gold und Farbig decorirt; sog. Gchim. Staat^nih 5 der in t?i erzogin Wt ‘diie (bie jcj Vermählung Gras M von Sahen, oßkreuzes W jammer N bewährter Construction Leiert und stellt auf die Fabrik von 1881r 99% 1882r 961/4 1885r 973/8 1887r 97% » 98-/4 „ 943/4 n WO 1 in Glas u. Crystall: Blumenvasen, Punschbowlen, Wasser- und Weinflaschen, Felten di? 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In Madrid ist man sehr beunruhigt über die Lage des Generals Nouvilas Man hat keine Nachricht von ihm; man weiß nicht einmal, in welchem Theile der baskischen Provinzen er sich gegenwärtig befindet. Ob der General, wie von officieller Seite behauptet wird, wirklich mit einem sorgfältig geheim gehaltenen großen Plaue umgeht, der plötzlich zur Ausführung kommen und eine rasche Entscheidung herbeiführen soll, muß sich bald zeigen. Bekamit- lich behaupten auch die Carlisten von ihrem General Dorregaray, daß er Alles ju einem großen entscheidenden Schlag vorbereite. Dorregaray hat übrigens neuerdings wieder ein Lebenszeichen gegeben, indem er, allerdings nach einer gus carlistischen Quellen stammeudeu Nachricht, die Stadt Onate in Guipuzccoa nach kurzer Berennung eingenommen haben soll. Uebrigens stießen bei der Schweigsamkeit des Telegraphen seit einigen Tagen die Nachrichten von der Halbinsel sehr spärlich, da die für Frankreich bestimmten Briefe in Folge der beständigen Unterbrechungen des Eisenbahnverkehrs äußerst unpünktlich eingehen. Besondere Bekanntmachung Oeffentliche Aufforderung. 1698) Nach erkanntem Csncurse über das Vermögen des Johannes Dach er t von Wattershain werden dessen Gläubiger zur Anmeldung und Begründung ihrer Ansprüche und Vorzugsrechte auf Donnerstag den 29. Mai 1873, Vormittags 10 Uhr, bei Meidung Ausschlusses von der Masse geladen. Im Termin wird die Güte versucht und von nicht erscheinenden oder nicht vertretenen Gläubigern, sowohl was ein Arrangement als die Beschlüsse über Masseoerwaltung und Veräußerung betrifft, angenommen, daß sie den Beschlüssen der Mehrheit der Erschienenen beigetreten seien- Grünberg, den 28. März 1873. Großherzogliches Landgericht Grünberg. Erdmann, Dr. Trapp, Landrichter. Landger.-Assessor. so ist es. Der Titel lautet „Glaubensbekenntniß eines modernen Naturforschers" (Berlin, Elwin Staude, Preis 5 Sgr.), als Autor nennt man (ob mit Recht?) Virchow. Jedem, der nach Wahrheit verlangt in obigen Fragen, und der Madrid, 18. April. Auf dem spanischen Kriegsschauplätze scheint eine die Kraft fühlt, sie zu ertragen, wird sein Gemüth von manchem Zweifel durch dieses ’ "■ * • ' " x- —, ein Schriftchen befreien können. „Valere aude!“ ?n.n an l Mich. 11 'S?* te 11.« men Vechm Montanen m , Brülle» v-ö Präsident dff ent Adame wo dir Ltömg^ Augustin SeA öjteni Aeifill uchteii, * mit Zubel m 1 Herr W* Angelegeuhtilk» bie Schuld «1 5 * Ai «llj bt ii* rar gut, 9* flj blobt to btt toll i'i"/' bWjÄ „»arte i« * 7 w 9« Tafelservice, 1 Kaffeeservice, f Kuchen- u. Deffert- > teilet, Waschgarnituren, 1 Trag-Eßgeschirre, \ Taffen rc. re. ' Action. 50/0 östr. F. St. E. B. 365 Lombard. Bahn 205 Ludwigsh. Bexbach — Maxbahn 135'/« Bayer. Ostbahn 125 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. 168% „ doppelte 9 39—41 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 33—35 20 Franken«!. 9 20%—21% Engi. Sover. 11 47-49 Ruse. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 26%—27% ’f» Mn hlNi, di, D“e* einc" geivor- :,r w. nV Sonin.] Mw in 8» i'EziM »U) h denen WL (te Ean- khvlt ÄlljM Mit RüG Hoheit ist H reicher an bi erinnert, uni t wird. Asien. Frachtbriefe für die Mata-Weser-, Cöln-Mindene utU Teheran, 21. April. Der Schah hat di- Hauptstadt verlassen und Oberhe'sstsche Eise-ibühll, sowie säMMtliche zoüamtllchev somit feine europäische Reise mit großem Gepränge und unter freudigen Kund- M 6% ee ßm Marli gebungen der Bevölkerung begonnen. Die Garnison von Teheran ist wahrend tfOtmmare, NNv jn ÜM _ Russtusteine sind sofort abzugeben bei M. Engel, Kreuz. ,6 8 B «I«* 1910) Bux korbweise abzu^eben in Lit. D- Nr. 217, Marktstraße.__ isisj (Lin junges Pferd, rum Reiten geeignet, zu verkaufen. H. M. Jughardt. 1892) Wirthstische, Stühle, Bettstellen und sonstige Wirthschaftsgeräthschaftkn wer- MWUIU28GUUA wE5RIC* den zu kaufen gesucht. Näheres bei der Königs-Reisstärke, unübertroffenes Fabrikat zum Stärken der Wäsche, empfiehlt (1613) ______Emil Frschbach. 1933) Ein ZLlavier ist zu verkaufen. Neue Anlage C. 36, dritter Stock.________ 1972) Rothe und weiße Frühkartoffeln (5,n schwerer Oeconomicwagen werden verkauft bei Ph. Laudon, zu verkaufen in Lit. D. Nr- 147, Neustadt. Teufels-Lustgärtchen- Prioritäten. 3% östr. Stsb. Prior. 59% 3% östr s. Lombard 50% 3°z0 Livorneser 36% 5°, q Toscaner 56% 5% Elisabeth.-Prior. — do. II. Emiss. 83% Anlehensloose. Darmstädter fl. 50Loose — n „ 25 „ - Kurh. 40 Thlr. Loose 71% Nassau 25 fl. — Braunschweiger 2;% 30 g Oldenburg. ä40Thlr. 38% 4°/q bayr. Präm.-Anl. 112% 4% badische Locse 111% Badische fl. 35 Loose 69% Oestr. fl. 250 v. 1854 — 1858r Prioritätsloose 20T 1860r Loose 951/6 Itenifcben Reaiernna officiell notificirt worden. — Vom 15. Mai ab wird ein der Abwesenheit des Schah's auf 12,00» Mann gebracht wordew Der Schah -weiter internationaler Eisenbahnzug zwischen Italien und Frankreich cingerich- geht zunächst nach Kaud, wo der Großvezir ihn erwartet. Die Abreise von tet — Nach den Aeußcrungen der Journale wäre die Reise des Königs Victor Kaud erfolgt am 1. Mai. Kmannel nach Wien gewiß. Penang, 20. April. Alle holländischen Truppen haben sich nach der Emannel nach -wie« ge p Küste zurückgezogen und hinter Pallisaden verschanzt, die Position erscheint aber jjoiiano. I unhaltbar, weil die gegenüberstehenden Truppen der Atchinesen sehr bedeutend Kaaq, 19. April. Der heutige „Staatscourant" bringt folgende Nach- sind und die Regenzeit begonnen hat. Die Verluste der Holländer an Todten richten aus Ostindien: „Heute Morgen hat daS Colonialamt nachfolgendes und Verwundeten werden auf 500 Manu geschätzt, die Verluste der Atchinesen Telegramm, datirt vom '17. April, von dem Gouverneur von Niederländisch- sind unbekannt, aber sehr bedeutend._______________________ Indien empfangen: „Telegramm des Commissars vom 14. April sagt: General- w r m a t ä Maior Köhler gefallen. Die Sachen gehen nicht gut. Wüthender Widerstand. Vermischtes. VAi' XUpr mit frhmpTpm Gescbüüe versehen und sehr zahlreiche Be- Berlin, im April. Der nimmer rastende Feuereifer unseres Polizeipräsidenten Herrn Der Kraton, welcher nut schwerem Geschützeveqc^en uno epi ; von Madai bat eine neue Erfindung des polizeilichen Sicherheitsdienstes zu Tage gefördert, satzung hat, wird aus da- äußerste vertheidigt. Unsere Truppen wurden o -n le.ter Qcit fe[)r häufig die Fälle vorgekommen sind, daß anständige Frauen und Mädchen allen Seiten fortwährend von zahlreichen Banden außerhalb des Kratons an- au5 „Mivverständiß" von Pölizeibeamten auf der Straße verhaftet wurden, so ist jetzt die Vor- aeariffeu. Der Cornrnissar hält die Verstärkung der militärischen und Marine- kehrung getroffen, polizeiliche „Schutzzettel" zur Legitimation für in später Abendstunde sich t tv.r nrtthwpnbirt Ccrfi sende Nerffärkuua " Arn Nachmittag traf ein zwei- öffentlich zeigende, unbescholtene Frauenspersonen auszugeben! Die öffentliche Meinung ist mit krafte für uothwendlg. Ich sende ^ersrarrillUV cuiöiv« ^ii ^^skunftsmittel, das jedes weibliche Wesen nöthigt, seinen Tugendschein in der tes Telegramm vom General-Gouverneur em, berichtend, daß der General-Major mitzuführen, um nicht der polizeilichen Razzia zu verfallen, sehr entrüstet. Verspijcke uim Oberbefehlshaber der Erpedition ernannt wurde und daß über- „Große Bücher empfiehlt man mit Bedenken, mittlere schüchtern, kleine gar nicht, moraen das Dampfschiff Timor mit zwei Bataillonen und Artillerie nach At- meint Börne. Diesmal hat er Unrecht. Wir empfehlen ein winziges Buch von 31 ntrnrnM von dem General Gouverneur feine Anfrage Seiten mit dem größten Nachdruck. Wenn müde Reserenten fich durch stoßweise Druck- schin abgehen sollen. Obwohl von dem ^nera Gouverneur reine rage durchgearbeitet haben und dann noch Lust haben, ein Büchlein einmal, zwei- deßhalb gestellt worden, wird die Negierung hier öu Lande nehmen ma, jinmer nieder zu lesen, so ist das gewiß kein kleiner Beweis für den Inhalt, zur unverzüglichen Verstärkung der Streitkräfte in Indien. Sr. Ma;. Dampf- Behandelt dieser aber die Entstehung der Weltkörper, der Erde, der Vegetation und freaatte Seeland unter Befehl des Capitäns van Gogh, hat am Nachmittag des Menschen nachseiten seiner Vergangenheit und Zukunft, so muß das doch sehr in- U17.& n,i..... r,,.l...ch onu».... ...1.11°.- ■ÄS' i Wilhelm Balser, sollen auf hiesigem Nathhause nachstehende Filsuren-, Porzellan-, Glas- u. Crystall-Waaren-Handlung m accerb s'ä j J Lindenplatz Lit. A. Nr. 142, Chaussirarbeiten am Wege nach Garbenteich ^^nsiehlt lN reichhaltiaer, schöner Auswahl: (Arbeitslohn) veranschlagt zu 62a fl. | ö — Maurerarbeit am Friedhof veranschlagt Börsennachrichten. 21. April 1873. Preuss. 4*,3° q Oblig. 104% Frankf. 3V2°/o Oblig. 87% Nass. 4%° o Obi. 100 Kurhess. 4,j.u „ 97 ’/e Gr. Hess. 50/0 Obi. 101% Wechsel. Amsterdam k. 8. 98 Augsbur.i k. 8. 100 Berlin k. 8. 104% Bremen k. 8. 105% Brüssel k. 8. 93% Hamburg k. 8. 105% Leipzig k. 8. 105 Ldndon k. 8. 118 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 92% Wien k. 8. 107% ditto m. 8. 107 ditto 1. 8. 106% Disconto 5 0/0 Die Anmeldungen zur Aufnahme neuer Schüler in die hiesige Realschule und die mit derselben verbundene Vorschule können bis zum Donnerstag den 24. d. Mts. täglich Vormittags bei der unterzeichneten Direction geschehen. Die Aufnahme-Prüfung findet Freitag den 25. d. Mts. früh 8 Uhr statt. Z Der Unterricht beginnt Montag den 28. d. Mts- um 8 Uhr. 2 Großh. Direction der Realschule. Dr. Stein. von zum Anzeigen 1968) Ein mit den nöthigen Vorkennt-f ist. Die Einrückungsgebühr beträgt für die kleine Zeile 1 Sgr , wovon wir Ein Hausbursche wird gesucht gewähren. 1965) gegen 105 fl. Lohn und kann sogleich ein- Die Expedition Dillenburg. sucht. Koni g 's Brauerei. Job. Becker, Asterweg. suckt a ♦ .3* Condensirte Milch. LiebigS Fleischextract. Maizena. von I EmiS Fischbach in Neisstärke. Seltersweg, empfiehlt sich einem oö geehrten Publikum bestens. Käthchen Schäfer. Rudolf Retty. e- Bad-, Fenftcr- und Pferdeschwämme. 1890) Ein weißer Hühnerhund mit braunem Behang ist am 15. d. Mts. entlaufen. Demjenigen eine Belohnung, welcher Näheres mittheilen kann. Auskunft ertheilt die Exped. d. Bl. Ital. Maccaront, Eiergemüfenudeln. Prompte und billige Bedienung. Zeitungs-Cataloge gratis u. franco. 1603) Ein 2. Hausbursche wird gejucht- I. Müller, Einhorn. Kauffmann & Comp. . Lampcnfabrik. Die Unterzeichneten erlauben sich, ein geehrtes Publikum, Gießen s zu ihrem, am Mittwoch den 23. ds. Mts. stattfindenden Benefiz hiermit ergebenst einzuladen. Da dies zugleich die letzte Vorstellung in dieser Saison und die Wahl des Gutzkow'schen historischen Lustspiels: „Der Königslieuienant" eine den vielfach ausgesprochenen Wünschen begegnende ist, hoffen die Unterzeichneten die ihnen hier oft bewiesene Theilnahme auch beim Abschied durch recht zahlreichen Besuch documcntirt zu sehen. Tägliche birecte Expedition aller Arten von Anzeigen zu Originalpreisen in alle Zeitungen des In- und Auslandes Einen kräftigen Mann zu dauernder Arbeit gegen hohen Lohn sucht die Brühl'sche Univ.-Druckerei. 1981) Mehrere Ctr. Heu verkauft C. Schwalb Witkwe, Seltersthor. ..18 n a“! Gießen, Neber Land und Meer. Allgemeine Jllustrirte Zeitung, herausgegeben von 3t. W. Aacktänder. Mit der großen Stahlstich-Prämie „Lotte" von W. v. Kaulbach. Inhalt des soeben erschienenen zehnten Heftes. Text: Europäische Minen und Gegenminen, Zeitroman von Gregor Samarow- — Perlen und Tbränen, Gedicht von Karl ^ erok- — In den OstseeProvinzen, Tagebuch mit Feder und Stift von Ludwig Löifler. — Don Quixote bei der Herzogin, Gemälde von Antonio Gisbert. — Lady Arabella's Launen, Novelle von Emil Mario Vacono. — Joseph v. Szlavy, ungarischer Ministerpräsident. — Kindcrhochzeit, eine Idylle aus der Welt der Kleinen. — Das Wappen des deutschen Reichskanzlers. — Ein Besuch auf dem Zwormkgebiet, von Gustav Rasch. I. — Die Hammale von Konstantinopel. — Paris. — Der „Morpenstreich- zu Basel. — Von der Newa. — Ein Maleinest im Taunus, von Wolfgang Müller von Königswinter. — Das Maximilians- stift in Neuberghausen bei München. — Astronomisches Tagebuch, Februar. — Lotterieziehungen im Monat Februar. — Bilderräthsel. — Charade. — Notlzblättcr. — Briefmappe. Illustrationen: Joseph v Szlavy, ungar. Ministerpräsident, Originalzeichnung von A. Schubert. — Don Quixote im Hause des Herzogs, nach dem Gemälde von A- Gisbert. — Kinderhochzeit, Gemälde von A- Ludwig. Nach einer Photographie von E< Milster in Berlin. — In den Ostsee-Provinzen: Königsberger „Flek", In der Pregelgasse zu Königsberg, Pferdemarkt in Wehiau, Die Lauben in Marienburg, Im Artushof, Beischlag in Danzig, Bei den „Flissen", Am Strande bet Zoppot, von Ludwig Löfster. — Das Wappen des Fürsten Bismarck-Schönhausen. — Armenische Lastträger (Hammale) in Konstantinopel, Originalzeichnung. — Jllustrirte Marktberichte, neun bumoristische Bilder von G-Lucke. — Schlittschuhlaufen, nach dem Gemälde von PH. Run.pf. — Die Post im Schnee, nach dem Gemälde von Ad. Schreyer. — Vom Karneval: Der „Morgenstreich" der basler Kinder, nach einer Skizze von C. Huth — Das Maximiliansstift in Neuberghausen bei München, Originalzeichnung von G- Theuerkauf. — Kartmspielende Bauern, nach dem Gemälde von A. Bürger. — Jllustrirte Speisenkarte, neun humoristische Bilder von W. Vogt. E Ä>E H.e Die soeben erschienene Nr. 28 £-= enthält: Der steinerne Maler. Novelle von Max v- Schlägel. (Fortsetzung.) - Kanarienvögelzucht zu St. Andreasberg im Harz. Von Julius von Wickede. — Im Siebenbürger Sachsenland. Von Dr. Lotz. Mit Abbildung: Siebenbürger Sachsen beim Kirchgang. — Am Famil'entiscbe: Naturwissenschaftliche Umschau II Von Dr. Otto Dammer — Alte Bäder und Badesittcn. — Moderne Ostereier. — Koller, der Thiermaler. Zu dem Bilde von Koller: Junges Rind. Zu Bestellungen empfehlen sich: die Ferber'sche Univ.-Buchhandlung, E- Heinemann, I. Ricker. Annoncen-Lrpedition G. L Daube & Co. Central - Büreau: Frankfurt a. M Repräsentanten in allen größeren Städten Europa's. Die Material-, Jarb- und Colonialwaaren- Handlung und Niederlage natürlicher Mineral- brunneu Frankfurter Pferde - Loose sind wieder angekommen. I. Roloff. Ziehung den 30. April. (1987) Das Kreisblatt für den Tillkreis (Amt Dillenburg) empfehlen wir Brünellen, Kirschen, V Aepfelspalten, Catharina-Pflaume nÄ und bomb. Zwctschen. Erbsen-, Bohnen- und M. Linsenmehl. Tafelmandeln, Eg Tafclrosinen, ital. Haselnüsse, Citronen, Ä Orangen, Oliven, Champignons und ö Trüffeln. bn her Verbreitung der Blätter (Anflnze'650) stets von gutem Erfolge Fab'.ikgeschäft.i !ist. Die Einruckungsgebühr beträgt für die kleine Zeile 1 Sgr , wovon wir Anträge vermittelt die Exped. d. Bltts. bei drei- und mehrmaliger Einrückung einer Anzeige entsprechenden Rabatt Caviar, Sardlnee a l’jhulle, Ruff. Sardinen, Sardellen, Neunaugen, Hummer in Dosen, C e r v e l a t w u r ft. Emmenthaler und Parmesan käse. M Thee, Vanille, Choeolade; A Rum, Arrac und Cognac. Z Malaga, Madeira und Sherry, D Punsch-Esse uze und V feine holl. Liquen re. ä Eingemachte Früchte, als: Z AnnanaS, Johannisbeeren, Apricosen, Rüffe, K Reineclauden, Pfirsiche. Preis-Medüittnl in Paris, Atm und Moskau. 5 Löflund’s Malz-Mxtract gi gegen Husten, Heiserkeit, Catarrhe, I BlU't- und Hal -leiden von aller Aerzten empfohlen, Löflund’s Kinder-Nahrung zur Schnellbereitung der Liebig'schen Suppe für Säuglinge, von den bedeutendsten Kinde,ärztrn als das vorzüg- j lichste Ersatzmittel für Muttermilch I anerkannt, sind in Glätern zu 10 Sgr. I . voriätbig bei Herrn Emil Fischbach in G'eßen. (27 vermischte Anzeigen. 1973) Durch Verloosung wurden drei Obligationen des hiesigen Gesellschafts- Vereins , Nr.: 51 — 278 — 281, zur Rückzahlung berufen. Da deren Verzinsung am 1. Juli d I. aufhört, io werden die Inhaber dieser Obligationen hiervon benachrichtigt. Gießen, den 20. April 1873. Der Rechner: Bieler. 1975) Verlort» Bei meinem Ueberzuge am 1. d. Mts. v^n Rodaeim v. d. H. nach Leibgestern ging mir ein Pack mit Kleidungsstücken 2C. verloren: bitte den redlichen Finder um Abgabe und en'uche auch zugleich vcrehrliche Polizeibehörde, wir zur Erlangung meines Eigen- thums bchülflich zu sein. Will, Lebrer. Würfelzucker und feinst gest. Raffinade. Korkstopfen in allen Sorten. treten. Zu erfragen bei der Exmd. d. Bltts. 1900) «Lin gewandter Zapfjunge ge- Agenten Gesuch 1853) Personen jeden Standes kann ein leicht abzusetzender Artikel, der weder Raum noch kaufmännische Kenntnisse erfordert, gegen hohe Provision zum Wiederverkauf zugewiesen werden. Reflectanten belieben ihre Adresse unter den Buchstaben H. K. SS an die Expedition dieser Zeitung zur Beförderung franco einzusenden._________________________________ 1870) 10—15 tüchtige Arbeiter werden noch auf Accordarbeit angenommen, bei welcher täglich fl. l3/4—2. verdient wird, in der Tuffsteinfabrik von S. Katzenstein. Mischer — Korporal. 1974) Feigheit und Heuchelei war das Motto zweier Herren Bäckergesellen zum Bäckerstrcke. Allgemein werden die drei gewählten Vorstände als Urheber des bttr Strikes angesehen, was durchaus als unwahr bezeichnet werden muß, indem ganz ander? Herren unter der Decke stecken. Dadurch, daß der betr. Vorstand, mit Hintan sktzunn seiner eigenen Existenz, sein Amt chr- und pflichtaetreu volltühue, hat er natüilich den Haß vieler Herren Meister auf sich gezogen. Doch — Undank ist der Welt Lohn. 1977) Für .uüchen- und Hausarbeit wird ein Mädchen, gesetzten Alters, in einen kleinen Hmshalt ge'ucht. Näheres bei der Expedition dieses B!aites. Julienne (getrocknete Franzosensuppenkräuter). Iohannisbeeren- und Htmbeeren-Gel«e. Unserem lieben Onkcl zum heutigen Geburtstage die herzlichsten Glückwünsche^_____Die Alten vom Tisch. 1984) Ein Portemonnaie mit ca. 1 Rchlr. ist vom Felienkeller bis auf den Marklp'ak oe'Ioren worden. Dem Finder eine Bc- l^ohnung^bei der Exped. d. Bltts. 1980) Ein Dienstmädchen zum sofortigen Eintritt wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl._______________ 1B78) Zwei Knaben findrn freundliche Aufnahme tu einer Familie. Näheres bei der Exped. d. Bl. 1988) Ein Kindermädchen zum sofortigen Eintritt gesucht. Marktstraße 27. Ei» Lehrling wird zu Pfingstei, angenommen. (1183)______C. Staudinger L Eie. ! 1969 Mehrere Arbeiter werden gesucht 1588) Ein Logis von 3 Zimmern, event auch ein Laden mit Comptoir dabei, ist zu vermiethen und gleich zu beziehen. ____________ Carl Plank. 1934) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Ed. Ottmann, Schloßgosse. 1826) Ein schönes möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen und sofort zu beziehen. Sophie Plank, Wittwe, auf dem Hamm. Aerrniethungen. 1978) Ein Laden mit Logis, in schönster Lage der Stadt, ist sofort zu üct> miethen Näheres bei der Exped. d. Bltts. 1976) Eine Mansarden - Wohnung mit dem nöthigen Zugehör in der Alicenstraße zu vermiethen. Näheres Turnhalle.______ 1982) Eine Mansarden - Wohnung mit drei Zimmern, verschlossenem Corridor Bleichplatz, und sämmtlichem Zubehör, ist zu üermiethen bei G- Herbert Witlwe. 1983) Eine freundliche Familienwohnung zu vermiethen und am 1. Mat beziehbar- Neuenweg 134. _______________________ 1893) Im Rufs. Hof ist ein Familienlogis zu vermiethen. Näheres bet der Exped. d. Bltts. ___________________ 1956) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Neustadt Lit- D. 57. 1986) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen Auskunft ertheilt Georg Vaubel, Wolkengasse. 1704) In bester Lage der Stadt ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts._________ Redactton, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) io Gteßm. rii Srd N 6 Jahre n« den ii ii ii ii H jofoit ba auch Pst nicht gän der säinn Gebiß, e A der Poli Biers bi damit in mentlich halten, man M wenig zu j» billig Ende ge Commiss wegen S, und daß stens da Liter-Glc Gläser, lichen S strich bei Rande z $ Eijenba Sitzung vieler sj Wege d del kau tmig be; die Dur dadurch die Eise wesens weit sie zur Ver beeinträ, liasker \ "'ft st«. rti »itl( ® ''«tu. htn,