23^- Des Himmelfahrtfestes wegen wird die nächst 'Nummer Freitag den 23 d. Mts. ausgegeben ^reiS virrteljährrz 1 fl. 12 k. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen virrtellährig i fL 29 fr. Erscheint tätlich, mit Au», nähme Sonntags. Expedition: Canzleiber», Llt- B. Rr. 1. "s Nr. 8. bn. Mnzeige- und Wmtsöl'att für den Kreis Kiessen. Nr. Mittwoch den 2L Mai 1S93 cfe. flmtfidjer Theil. ctt, cen md ohne An. fissenhafleste onetarif L___ wird gesucht U Carl." (in Pferde: 'n gesucht bei rerlar. r Lchreiner treten bei ilf Hoß. Umgeduna ( Küche nr.v ein Frauen: ingungen zu unter der ilttä- wenden. im sofortigm r. 27. >en, welches Hausarbeiten obanni nach Kirchenplatz chr von i:ol(fner- jtiter finden chästigung in ufmann. ifion urt a. M pn W'L Mitten prti'nn ,n n- und ienvng- L. franco. Gekannt mach u n fl. Der landwirthschaftliche Bezirksverein Gießen wird Samstag den 24k. l. Mts., Vormittags 10 Uhr, zu Gießen in dem Auditorium des Herrn Professor Dr. Thaer auf dem Brand eine Generalversammlung halten, zu welcher alle Mitglieder des Vereins und alle Freunde der Landwirthschaft, insbesondere die Herren Ortsvorstande und die Lehrer eingeladen werden. Tagesordnung: 1) Vorlage der Rechnung pro 1872, 2) Verwendung der dem Verein zur Verfüguug stehenden Mittel pro 1873, 3) Vortrag des Herrn Professor Dr. Thaer über die Kartoffel, verbunden mit Experimenten (Fortsetzung deS in der Generalversammlung am 24. August v. I gehaltenen Vortrags), 4) Vortrag des Herrn Lehrer Leith äußer von Groß-Linden über das Verhältniß zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf landwirth- schaftlichem Gebiete, . t 5) Berathung über deu Antrag des Herrn Mayer Katz von Steinbach auf Abhaltung einer Viehausstellung im Kreis Gießen, verbunden mit einer Ausstellung landwirthschastlicher Geräthe. Sollten einzelne Mitglieder noch weitere Gegenstände zur Berathung in Vorschlag zu bringen haben, so wird gebeten, dies vor Beginn der Versammlung dem Unterzeichneten mitzulheilen. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, deu in ihren Gemeinden wohnenden Mitgliedern von dieser Einladung Kenntniß zn geben. Gießen, den 17. Mai 1873. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen: v. Rode r. P o [ i t i f tf) c r Thel 1. ’S eintrete. Berlin, 17. Mai. Der Gesetzentwurf über die Civilehe schreibt im § 1 vor, daß die Vollziehung der von den einzelnen Religions-Gesellschaften für die Eingehung der Ehe vorgeschriebenen Förmlichkeiten erst nach Abscblicßung der Ehe vor dem Ehestands-Beamten erfolgen darf. In mehreren Blättern wird nun befürwortet, daß die Uebertretung dieser Vorschrift mit einer in dem Entwurf aufzunehmenden Straffestsetzung angedrohet werde. Die- würde ganz zwecklos sein. Denn im $ 337 des Strafgesetzbuches heißt es schon: „Eiu Geistlicher oder anderer Religiousdieuer, welcher zu den religiösen Feierlichkeiten einer Eheschließung schreitet, bevor ihm uachgewieseu worden ist, daß eine Hcirathsurkunde von dem Personenstands-Beamten ausgenommen sei, wird, Herstellung der katholisch-theologischen Fakultät in Gießen hänge mit der^Vorlage des neuen Kirchengesetzes zusammen, welche erfolgen solle, sobald die Sache in Preußen zu einem definitiven Abschluß gelangt sei, und mau beabsichtige, sich an die preußische Gesetzgebung anzuschließen. Es werde sich dann fragen, ob man die Fakultät in Gießen wieder Herstellen oder von den Geistlichen bei ihrer Anstellung verlangen solle, daß sie an einer bestehenden Fakultät einer anderen deutschen Universität ihre Studien gemacht haben. Die Stadt Gießen habe sich erboten, zum Bau eiuer neuen Aula 22,000 fl. beizutragen." Als Staatsbeitrag zur Bestreitung der Ordenskosten sind im Budget jährlich 3000 fl. vorgesehen. Der berichtende Finanz-Ausschuß ^glaubt trotz der Abneigung seiner Mehrheit gegen derartige Ausgaben auf Staatskosten diese Forderung für diesmal nicht beanstanden zu sollen, zumal das 25jährige Jubiläum des Laudesherrn derartige Verleihungen voraussichtlich .veranlassen wird und zumal in allen deutschen Staaten und namentlich in Preußen Ordensverleihungen in größter Ausdehnung stattfinden, Hessen aber als kleiner Einzelstaat nicht wohl eine ganz gesonderte Stellung einnehmen könne. — Was die Apanagen der Prinzen Ludwig, Wilhelm und Heinrich anlange, so hält der Ausschuß an dem Satz fest, daß ein förmlicher Rechtsgrund zu deren Bewilligung nicht vorhanden sei, da nur nachgeborene Brüder des Großherzogs als Entschädigung für ihre durch die Primogenitur-Orduung verlorene» Rechte auf die Thronfolge einen solchen Anspruch hätten. — Beim Etat des Ministeriums des Aeußern wird ausgesührt, daß es im Interesse von Fürst und Land sachgemäß sei, daß der Minister-Präsident seine jetzige Stellung in Berlin und dahier gleichzeitig beibehalte, wodurch auch eine Ersparung von 11,000 fl. m fc-rr x I „Die Herbeischaffung künftiger Lehrkräfte sei bei den neuerdings üblichen Dcui|d)lano. ! hohen Anforderungen bezüglich der Dotirung von Professoren ausnehmend schwie- Giesterr, 20. Mat. Der Franks. Pr. entnehmen wir folgenden, die Ver-!rig. Bezüglich des Polytechnikums habe die doppelte Vertretung der Wissen- hältnisje unserer Universität betr.Artikel: Ein Darmstädter Correspondent Jhresjschaft in Gieße,i und Darmstadt allerdings ihr Mißliches. Bei Verhandlung aeschätztenBlattes hat aus dem „im Druck befindlichen" Berichte des Finanzaus'-der Neubauten, welche für beide Orte gefordert würden, ergebe sich die passende schusses der zweiten Kammer von einer Beurtheiluug des gegenwärtigen Lehrkörpers Gelegenheit, die Frage über Beseitigung dieses Mißstandes in Betracht zu der Landesuniversität Bruchstücke mitgetheilt, von denen wir im Interesse der Ehre ziehen. Die Zahl der Besucher des Polytechnikums werde sich verringern, so- unserer Kammer so lange, bis der gedruckte Beweis des Gegentheils vorliegt, bald die beabsichtigte Trennung der Vorbereitungsklassen davon erfolge, was bei annehmen müssen, daß sie auf unverbürgtem Hörensagen, auf mißveiständlichewBeurtheilung über das Gedeihen dieser Anstalt in Betracht gezogen werden müsse. Auslegungen aus dem Zusammenhang gerissener Worte beruhen. In unseren. Die Frage der Verringerung der Anzahl der eigentlichen Beamten bei der Uni- academischen Kreisen erscheint undenkbar, daß ein hessischer Abgeordneter fähig! versität werde das Ministerium eiuer ernstlichen Untersuchung unterziehen und wäre über den Anstellungs- und Bernfungsmodus bet Besetzung unserer Lehr-den ständischen Desidcrien gerecht zu werden suchen. Die Frage wegen Wieder- stichle in einem amtlichen Actenstücke empörende Anschuldigungen ttiederznlegen, : ohne sich um eine auch nur oberflächliche Kenntniß seiner wirklichen Beschaffen- ' heit bemüht zu habeu. Andererseits erscheint noch undenkbarer, daß Einer, der :• diese Kenntniß hat, der weiß, wie bei uns erstens die Facultät, dann der Senat und zwar jedes Mal auf Grund doppelter Berichterstattung verfährt, ehe es zum Beschlüsse über die Caudidatcnliste kommt, der ferner weiß, daß selbst das Ministerium Dalwigk sich fast ausnahmslos streng an diese Beschlüsse gebunden Kat — zu der unverzeihlichen Behauptung gelange, der Lehr Körper der Lan- desuniversität sei durch Nepotismus, Brodneid und Gcsinnungspolitik zusam menaesetzt. Es läßt sich kühn behaupten, daß es wenig Hochschulen in Deutsch land giebt, an denen die Art des Verfahrens bei der Wahl neuer Lehrkräfte soviel Bürgschaften rein sachlicher Beurtheiluug mnd darum auch des Erfolgs gewährte, wie das bei uns der Fall ist und sich bei jeder Berufung von Neuem durch die That erweist. Es erscheint schließlich undenkbar, daß ein Ausschuß unserer Kammer vor den nothwendigen Wirkungen von Ereignissen, wie sie in der Aufhebung der kath. theologischen Facultät, den Verlusten von 1866 und der Errichtung des Polytechnieums gegeben sind, beharrlich die Augen verschließen, um von „der geringeren Leistungsfähigkeit" der Hochschule in demselben Augenblicke zu reden, wo dieselbe ihre Frequenz in stetiger Zunahme begriffen und aus dem besten Wege sieht, unverschuldete Einbußen in kurzer Frist mehr als auszugleichen, wo die Auditorien mehrer Fächer überfüllt sind, wie nie zuvor, andere Fächer nach langer Erstarrung zu neuem kräftigen Leben erwachen, und der Besuch von Ausländern von Semester zu Semester erfreulichere Ver hältnisse zeigt. Wie gesagt, wir können einstweilen nicht an die völlige Echtheit jener Mittheilungen glauben. Sollte sie sich aber bestätigen, wie wir nicht hoffen, so läge ein Ereigniß vor, das kein Beispiel kennt, so lange es Universitätsbudgets in deutschen Ständekammern giebt, und die Folgen würden nicht ; ausbleiben. Darmstadt, 19. Mai. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 19. Mai den Generaljecretär der landwirthschaft licheu Vereine, Karl von Langsborff, auf sein Nachsttchen aus seinem Dienste mit Wirkung vom 1 Juni 1873 zu entlassen. Darmstadl, 19. Mai. Ministerial Dircctor v. Starck gab im Finanzausschuß der zweiten Kammer über die Verhältnisse der Landesuniversität, bezw. des Polytechnikums, folgende Erklärung ab: Im allerhöchsten Auftrage Sr. verstorbenen Freiherrn v. Liebig zum Vorstand der Königlichen Akademieen der Nouher in Courier- Grundsätze über die Emission von snndirtem und unfundirtem Papiergeld" un terllellt ist. schleunigst ein Gesetz über das Papiergeld vorzulegen. Der Präsident Delbrück theilr daraus mit, daß die preußische Negierung bereits nut einem derartigen Gesetz beschäftigt sei, worauf der Antrag einstimmig ange- Pariö, 16. Mai. Herr Tbicrs dürfte vielleicht gut daran thun, die Flinten putzen und die Säbel schleifen zu lassen. Es schunt mehr und mehr, daß die Monarchisten sich nicht auf Proclamaiion der definitiven Republik cin- lassen werden, und die Republikaner dürfen dieser Versammlung unter keinen mehr als je ohne Untergrund, sein Cabim t wackelt und dürfte wohl bald nach Zusammentritt der Nationalversammlung modificirt werden müsien. Die Monarchisten sind der Ansicht, daß der Mohr Thiers' seine Schuldigkeit gethan hat und gehen kann, wenn die Milliarden bezahlt sind. Zum Ersatz für Herrn Wissenschaften ernannt worden. München, 17. Mai. In den Rahmen der Beförderung altkatholischer Sommitaten würde auch die Ernennung des Stiftsprobstes Döllinger als Nachfolger seines Freundes v. Liebig an der Spitze der Akademie der Wissenschaften passen. Allein cs war eigentlich selbstverständlich, daß aus dem Kreise der hiesigen Gelehrten nur auf den berühmten Kirchenhistoriker die königliche Wahl fallen werde, die übrigens ein neuer Beweis ist, daß die fast kindliche Anhänglichkeit, welche der König seinem Lehrer zollt, durchaus ungetrübt geblieben ist. Begreiflicher Weise verfolgt man in den altkatholischen Kreisen der Hauptstadt ,rie des Landes mit großer Spannung die Nachrichten über den Gesundheitszustand des Papstes. Das „lebensgefährliche' Alter, mit dem verstorbenen Freiburger Erzbischof zu reden, in welchem der Nachfolger Petri sich befindet, scheint im Erlöschen zu sein, und was daun oder wer dann? ist eine auch die deutsche Reformbewegung tief berühreude Frage. Wie das möglichst schroffe Auftreten der Bischöfe dem Altkatholicismus den meisten Vorschub geleistet har, so würde ein Papst von milder Praxis dem Ausbau der Reform hinderlicher sein, als ein ausgesprochener Jesuitenfreund. Allein die Dinge sind jetzt schon so weit gediehen, daß jene Befürchtung grundlos ist. Mit den Vorbereitungen der kirchlichen Organisation des Altkatholicismus ist man allerorten lebhaft beschäftigt. D'c fränkische Gemeinde hat, wie schon früher gemeldet wurde, nach Erledigung des Hirschberger Zwischenfalles, in der Person Haßler's den eben so erwünschten als geeigneten Vertreter des geistlichen Amtes erhalten, und wenn die Bischofsangelegenhcit ihren Abschluß gefüllten hat, wird die Macht des Herkommens sich zu Gunsten der Reform thätig erweisen, und besonders wird solcher Abschluß auf die Stellung wirken, welche die Staatsregierungen zur Bewegung cinnehmen können und müssen. ßclkircidj. Wien, 16. Mai. Das Bankhaus M. Reitzes stellt der Kreditanstalt, der Nieder-Oesterreichischen Escompte - Bank und dem Giro'Kaffenverein sein ganzes actives Vermögen inclusive des Grundbesitzes behufs Befriedigung seiner Gläubiger zur Verfügung, wird aber diese freiwillige Vermögenszuweisung zurückziehen, wenn auch nur ein Executions-Verkauf von Börsen-Effecten oder nur eine gerichtliche Klage stattfinden sollte. — Insolvent wurde die Vankcommandit- 1 Gesellschaft Reichenberg, deren Geschäftsführer verschwunden ist, die Bücher । werden polizeilich mit Beschlag belegt. — Die Wiener Börsenverkehrsbank wird ' liquidiren. — Depeschen aus Triest melden die Insolvenz des Bankhauses nommen tou^ndamentalitoen Kreisen ist heute vielfach des 18. Mai 1848 gedacht worden, an welchem Tag- die Uebersiedelung der deutschen 9 a tonal Versammlung aus dem Römer in die Paulsürche zu Frankfurt a. M- stattfand. Bei Gelegenheit dieser Rückerinnerung möchten wir darauf Hinwegen,daß am 24. d. Mts. 25 Jahre vergangen sind, seitdem der Reichstags-Pragdent Di- Simson als Schriftführer in den Vorstand der National-Versammlung eintrat; am 3. October wurde er zum Vice. Präsidenten, am 18. December 1848 an Heinrich v. Gagern's Stelle zum ersten Präsidenten der Nattonal-Ver,ammlung aewählt. 1850 war Simson Präsident des Volkshauses tn,@vfnrt1860» uut 61 Präsident des preußischen Abgeordnetenhauses, und feit 1867 Präsident dev conMtuirenden, des ordentlichen Norddeutschen Reichstages m allen Sessionen, des Zollparlaments und des Deutschen Reichstages. In diesen Ämtern gehörte er der Deputation an, welche Friedrich Wilhelm IV. am 3. April 184 die Erwählung zum Deutschen Kaiser zu verkünden Hatte, funkte er als Sprecher des Landtages bei der Königskronung am 18. October 1861 zu Königsberg, überbrachte er die Adreffe des Reichstages an den L-chirmherrn des Norddeutschen Bundes in die Hohenzollernbnrg, stand er an der Spitze der Deputation des Norddeutschen Reichstages, welche im Decernber 1870 den König Wilhelm zu Versailles als Deutschen Kaiser begrüßte. Mochte seine bewährte Kraft dem Reichstage noch lange erhalten bleiben. Berlin, 19. Mai. Die Deutsche Commission für die Wiener Welt' ausstellung erläßt folgende Bekanntmachung: Um dem Deutschen Publikum, welches die Weltausstellung besucht, im Bereiche der Deutschen Ausstellung emen bequemen Sammelplatz zu bieten, ist in einem der beiden die Rotunde des Jn- dustriepalastes begrenzenden Deutschen Höfe ein eigenes Versammlungshaus errichtet worden. Es bietet sich dort Gelegenheit zum Schreiben und zum Nie- derlegen von Briefen und Nachrichten. Unter der Bezeichnung: „Wien, Welt- ausftellungspalast, Deutsches Verjammlungshaus" können Briefe dorthin gerichtet werden, deren Aushändigung an die Adressaten die Deutsche Commission besorgt. Um den Besuchern der Ausstellung das gegenseitige Auffinden zu erleichtern, wird ein Bilch aufgelegt, welches zum Einschreiben der Wohnung bestimmt ist. Zeitungen aus den verschiedenen Deutschen Staaten liegen täglich in dem Hauptsaale des Hauses aus. Zur Entgegenuahme von Briefen und Mittheilungen, sowie zur Aushändigung der eingelaufinen Briefe ist dort cm Aufseher stationirt. Die Benutzllng des Hauses ist allen Denjenigen freigestellt, die durch das Bureau der Deutschen Commission eine Karte zum Ausstellungs- Weißenfcld Nachfolger. Wien, 16 Mai Der Finanzminister hat die landesfürstlichen Com- missäre sämmtlicher Actien - Gesellschaften angewiesen, schleunig die Rohbilanz der ihrer Ueberwachung unterstellten Institute aufzustellen, damit hierdurch ein Einblick in die Lage geschaffen und ersichtlich werde, ob sich für die eine oder andere Gesellschaft die Nothwendigkeit ergebe, zu liquidiren oder sich zu fusioniren. DVien, 17. Mai. Der Börsenschwindel und die Art und Weise, wie das Cabmet Auersperg sich demselben gegenüber benimmt, wird bei den nächsten Wahlen eine Rolle spielen. Den Clericalen und Feudalen konnte keine b.sscre Waffe gegen die Liberalen geboten werden, als diese, obgleich es kein Geheimniß ist, daß auch feudal und ultramontan gesinnte Herren geschwindelt haben. Bei dieser Gelegenheit zeigt sich einmal recht schlageiid, wie schlimm die öffentliche Meinung berathcn ist, wenn ein halb Dutzend der größten und verbreitetsten Blätter wie in Wien in den Händen von Spcculantengesellschaften ist, und wenn von den Herausgebern bis hinunter zu den Zeitungsträgern Alles „in's Zeug" geht, um von den Millionen zu profitiren, die „auf der Straße liegen." Wien, 18. Mai. Der Ankunft des Königs der Belgier wird in der Zeit vom 21. bis 23. Mai entgegengesehen. Der Fürst von Montenegro hat aus Verwendung des Ministers des Aeußeren, Grafen Andre.ssy, den nach Oesterreich-Ungarn emigrirten Montenegrinern die freie und straflose Rückkehr in ihre Heimath zugestanden. öchmeiz. Bern, 19. Mai. Der Bundesrath erklärte, daß der Protest der Walliser Regierung gegen die Versteigerung der Ligne d'Jtalie unzulässig sei, und daß er seinen Beschluß fcsthalte. «franru'eidj. platze erhalten haben. Berlin, 20. Mai, Mittags. Soeben wurde der preußnche Landtag durch den Minister-Präsidenten geschlossen. Die von demselben verlesene Thronrede lautet: „Erlauchte, edle und geehrte Herren von beiden Hausern des Landtags ! Mit dem von Sr. Maj. dem Kaiser und Könige befohlenen Lchlusse des Landtags der Monarchie erreicht die gegenwärtige Session ihr Eure. Wir können auf dieselbe mit großer Genugthuung blicken. Reich an mühsamer Arbeit, aber auch an werthvollen Resultaten aus säst allen Gebieten der Gesetzgebung, nimmt sie einen hervorragenden Platz in der Reihe der Sessionen des preußischen Landtages ein. Die Reform der inneren Verwaltung, feit Jahren erstrebt, aber durch tiefgehende Meinungskämpfe aufgehalten, ist in ihrem ersten und grundlegenden Theile zum Abschlüsse gelangt. Schon jetzt scheint sich die Erwartung zu erfüllen, daß bei der Ausführung derselben die zuvor streitenden Kräfte gemeinsam und patriotisch Hand anlegen werden, um das Werk segen- brinqend für das Land zu gestalten. Nicht minder lebhafte Kämpfe haben die Verathung der wichtigen Gesetze begleitet, durch welche die Beziehungen des Staats zu den großen Kirchengemeinschaften klarer und fester als bisher geregelt worden sind. Die Regierung Sr. Majestät beharrt in dem festen Vertrauen, daß diese Gesetze den wählen Frieden unter den Aiigehörigen der verschiedenen Bekenntnisse fördern und die Kirche dahin führen weiden, dem lauteren Dienste des göttlichen Wortes allein ihre Kräfte zu weihen. Dank der glücklichen Finanzlage des Staates und der Bereitwilligkeit der Häuser des Landtags ist durch den Staatshaushalts-Etat den Bedürfnissen der Bevölkerung und der Verwaltung nach allen Seiten hin reichere Befriedigung als seither gewährt worden. Die Gesetze über die Umgestaltung der Classensteuer, die anderweitc Regelung der Erbschaftssteuer und die Aushebung oder Ermäß gung gewisser Stempelabgaben werden, neben einer beträchtlichen Erle-chteiimg liamentlich der weniger bemittelten Bevölkerungsschichtln, eine gerechtereVertheilung der Steuerlast sichern. Durch die erhebliche Verbesserung der Staatebeamicii gewinnt die ersprießliche Entwickeliing des Staatswesens eine erneute Bürgschaft. Die von Ihnen der Staatsregierung ertheilte Ermächtigung zur Ausführung einer unv , - -- r - - - - - ■ r fassenden Erweiterung des Eisenbahnnetzes wird dem im erfreulichen Aufichwunge Umständen den Charakter einer constituirenden zug. stehen. Herr Thiers schwebt begriffenen Verkehrsleben und der VertheidigungSsähigkeit des Landes in allen ---------k ,,nb bnrffp VtinM nrtA feinen Tbeilen zu Statten kommen. Meine Herren! Die gegenwärtige Session ist voraussichtlich die letzte einer Legislaturperiode, welche inmitten einer denkwürdigen, für Preußen und Deutschland hochbedeutiingsvollen Zeit begann, w-nn nur bürvcrlich-n Gültigkeit der Ehe die Ausnahme einer Heirathsurkunde Wohls und Gedeihens unseres Vaterlandes. “Ä«. 4 «!>»■.“ - **** ’**" °°" •**» " bl8 Mai Die Vorarbeiten bezüglich des Gesetzes über das Dresden, 19. Mai. Der König von Sachsen ist gestern Abend nach „ . ‘ «oitlckreiten beariffen. Der bezügliche, an dieser Stelle Leipzig und heute früh von dort zum Gebrauche einer Kur nach Ems gereist. S e B ” Württembergs ging ledigl.ch dahin, dn> Bestimmungen deo Während seiner etwa vierwöchentlichen Abwesenheit ist der Kronprinz zum mitgeryenre u i 8 » » b. . ber Reichsgcsetzgebung „die Stellvertreter des Kömgs ernaunt worden. Ordnung ^des Maß^, ^Nünz- H»d Gewichts - Systenis, nebst Feststellnng der München, 16. Mai. Stiftsprobst Dr. Dollingerist an Stelle des Krönung vkv , 5 -7 ..... „„fnuStri-Ptn sunniprnHb“ IIn hprftorbenen Treiberin v. Liebiq Aum Vorstand der Königlichen Akademieen der oeukwUrvigen, sur iprcnpeii unv ^eniiepiauv 9i’a)otucmiiiuiDuuuv>. v,öu,ui, 1111 v ivm 1 -«-> । = und welcher es Vorbehalten war, die reichen Erfolge und Früchte jener Epoche Thiers wird wieder einmal ein Triumvirat uamhast gemacht: Mac Mabon — auch für die besonderen Aufgaben der preußischen Monarchie zu verwerthen. Daru — Buffet. Das riecht doch etwas zu Douapartistisch, die anderen Monar- Weiui die Arbeiter dieser Legislatur auf allen Gebieten der Gesetzgebung einen chisten fanden dabei zu sä lecht weg. Deshalb hat das französische Staatserfolgreichen Verlauf gehabt haben, so ist dies vor Allem dem Geist des ver-.l Panorama noch ein anderes Guckloch, Leg timisten und Bouapartisteu in süßer trauensvollen Zusammenwirkens zwischen Staatsregierung und Lantesvertretung Umarmung Heinrich V., König von H^aickreich, auf seinen Armen als Adoptiv- zu danken, welche durch die erhebenden Ereignisse jener gewaltigen Zeit mächtig Dauphin den Ritter ohne Furcht und Gradel, Prinz Lulu. Nouher in Courier- belebt und gestärkt woiden ist. Je erfreulicher die Früchte sind, welche das stiefeln, um gen Chislehurst zu eilen und daselbst Napoleon IV. allerunterthä Walten dieses Geistes in der nunmehr beendigten Legislaturperiode gebracht^nigst zu fragen, ob er mit diiser Staudeserniedrigung zufrieden ist. Das sind hat, desto berechtigter ist die Hoffnung, daß das preußische Volk bei deu bevor-!Alles Nebelbilder, die vor dem deutlich ausgesprochenen Willen der französischen stehenden Wahlen der künftigen Landesvertretung sich von d mselbcn patriotischen Nation m ihre Atome zerflüß n werden. Sinne leiten lassen werde, von dem Sinne fester und vertrauensvoller Gemein ! Paris, 17. Mai. Die Republique Fran^aise, die sich in der letzten schäft mit der Negierung Sr Majestät zur allseitigen Förderung des wahren Zeit bemüht, einen Bund zwischen den deutschen und französischen Arbeitern zu Sr. l8,e ch bi! s* ■* S1'8 gttejtz ** M beg Ccinieeii her llfa|Ni[ibtt -r-I-Rch §">lchch!N ?,le der hjx. Zl'che WM A'ihäng- Milben ist. Hauptstadt G^undheits- Ebenen ^ri- *t. jäjeint deutsche *fc Auftreten a^ so würde sein, aiz MN so weil gen der kirch- 1 beschäftigt, nach Erledi- l eben so er- > und wenn ? Macht des esonders wird ftnungen jur (MtonjM, l iseuverein sein ( rdigiiiig seiner I Zuweisung zu- । :ten oder nur L inkcommandit- | , die Bücher i ehrebank wird i es Bankhauses 1 rstlicben Com- die Nohbilanz ;• hierdurch ein! die eine oder oder sch zu I nd Weise, wie । bei den näch- n konnte keine -gleich cs kein en geschwindelt D, wie schlimm rr größten und lengesellschasten gsttägern Alles iuj der Straße fT wird in der Ministers des -jrtcn Montes nden- otest der Walli- I üässtg le*' uH I ,ran thu". i,hr und 'nehr, ^publik ern- ”.r t* Ui-rS sä>'«b> $Dbl W» "QJ tat 6at 6 > H'"" c W".. et««*8. '•‘“'Sli Vermischtes. ertheilte. flffflemeiner Anzeiger. Jlußlanö. — 3ta(ien. »nM1 .q Mai Der Papst hat gestern eine Deputation von 200 »Ä.“* ’ '.ch s'«“ 1A Mai Acute Nacht hat leider ein bedeutender Eisenbahn-Un- SSSSSWS KÄK ßSfc ÄS» Ki« Ä“Ä Verwundeten lammt! ch wied v 6 ^siört. jedoch nicht unterbrochen. Ob und ®in?fn SÄS uWein Verschulden des Bahnpe'sonals her- beKührt wurde!"ist^bls^jetz^rroch^nicht bttannt geworden - die Untersuchung m fofort eingeleitet worden. Eisenbahn-Unfall vor Bingen dürfte sich als der , . welcher bis jetzt die Hessische Ludwigsbahn betroffen hat. Die bedeutendste darstellen, welcher m 16 flUV$)aT geworden, die zehn vordersten Wagtti^theil/^.ertrünnnert, thcits^tttegopi^ inttnan^er geschoben^ U^Uec^den ^Todten auf einen «remswag-n des R°nS'r,ugs un° g baS Unglück zu oer- hüttn"° V°-rgeben?"S"L°ichenwütt°7 niar im nächsten Augenblick zermalmt. Ni nut der Straße von Sich nach dem Dienstag den 27. d. M, Vormittags S Uhr. 1602) Geräucherten Speck, i 6) auf der Lnrage vvi ui . g\;fzellan, lactirtem Blech, Galanterie. 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