baob. • Äs: Ä?m»« f° baß man audi J fiLU.ur eNt, unter ® ®jMtc von 2433 , ■ \w Einnahmen der j.L1;1W hoher. Har- die r «ee eite ist v “‘•‘4!' *’** vierteljährig 1 fl. 12 !r. B W 4k HA AA* /j| ^,0 scheint täglich, ~i Aus- v..r Bringcrlohn. Durck die @ W Jg A »!/ !|F I M W ä r M I 1 i fi/ | jr nähme Sonntags. w tmt* v^f II H( | U t <*VI Ijl Im. v. rtwter* Anzeige- und Wntsßlait für den Kreis Kiessen. ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■nHiwaaBaBQanBamxKvHsEnrrrofr TTi",raMM,,™MOT»^^mwrnrrTinOTinnr^*,h**l>,,n « *»» > ■»»■»■■mu-i» ?y.tiwwwu’,i ■>vnir- m««—»m—n ««»wHiniifiBw wTHr^TrT1,BMnByMrrTWr Folge schließen läßt. Die durch die Deutsche Creoitbank culnvirte Specialität des Rata' gcschäfts hat hiervon den bedeutendsten Theil bcigetrag.'n; indes; wurde auch durch em mehr und mehr entwickelt habendes Conto-Corrent-Geschäft, welchem das Institut, wie gestorben. Aus Bayern, 15. September. Bis zu welchem Grade wahnsiuni- ..... gen Hasses das römische Pfaffenthum gegen Preußen und die preußische Dy- peschen des Commodore Commerell von der Goldküste, durch welche die Mit- nastie erfüllt ist, davon haben wir schon manche Probe mitgetheilt. Das theilungen von dem Ueberfall der englischen Recog'.wscirungs-Truppen bestätigt Stärkste dieser Art ist aber wohl folgendes. Das „Bayerische Vaterland", werden. Der König von Chamah heuchelte zuerst Freundschaft und gab später welches erst vor Kurzem von einem bischöflichen Blatt Bayerns als besonders die Engländer in verrätherischer Weise Preis. Der Verlust ist größer als begünstigter Schützling der päpstlichen Nuntiatur in München bezeichnet wor- man bisher geglaubt und beläuft sich auf 4 Tobte und 50 meist schwer 23er-- ben ist, schreibt: wundete. Durch die nachherige Beschießung der Stadt Cham rh wurden wenig „Von Wilhelm I. abgesehen, zählt das protestantische Haus Hohenzollern Eingeborene getödtet, die meisten waren in den Busch entflohen; doch hofft " ‘ ~ ‘ " c " Commerell, daß die Lection gute Wirkung gethan habe. Firmungsreisen oder zum Zwecke der Abhaltung einer Kirchenvisitation besucht, so schrecklich heimgesuchten Comitate Szolnot, wo volle fünf Procent der Be- knieend empfangen wird, und daß seine Dienerschaft seine Befehle kaieend ent- völkerunz von der Cholera ergriffen wurden, daß nach dem Erlöschen der gegen nimmt. Man sollte es kaum für möglich halten, daß ein Bischof, der Epidemie nun eine andere entsetzliche Gefahr heranziehe, der Hungertod, wel- sich den Nachfolger der Apostel nennt, die die ihnen von Heiden dargebrachte chem Tausende und Tausende des Volkes zum Opfer fallen müssen. Hilfe, göttliche Verehrung mit Entrüstung und Abscheu zurückgewiesen, den christlichen schreibt man dem „Pesti Naplo," kann nur der Reichstag bieten im Wege Geist der Demuth und der Bruderliebe so weit verleugnen könne, daß er eine; a -----x - - - heidnische Vergötterung von seinen Diöcesanen annehme und sogar fordere. ! Frankfurt, 16. September. Die Bedachungen des hier seit zwei Tagen versammelten Congresses für öffentliche Gesundheitspflege haben zu ber Gründung eines Vereins für öffentliche Gesundheitspflege geführt, der über ganz' Deutschland ausdedehnt werden soll. Die hier anwesenden Ober-Bürgermeister,! Bürgermeister und Magistrats-Mitglieder aus den namhaftesten deutschen gumi yeive» um ^vu vcm. tagen. oo Städten haben bereits ihren Beitritt erklärt. Zum Vorsitzenden wurde Ober-!Reichstages fönten wenigstens die Steuerexecutionen, die d^s Volk des letzten Bürgermeister Hobrecht in Berlin, zu Mitgliedern des Ausschusses Ober;berauben, siftirt werden. Der Obergesvan des genannten Comitates Bürgermeister Eckhardt in München, Dr. Lent in Cöln, Geh. Sanitätsrath hat bereits diesbezüglich bei dem ungarischen Minister Schritte gethan, aber Varrentrap in Frankfurt a. M., Geh. Oberbaurath Wiebe in Berlin und ohne Erfolg!! Ober-Bürgermeister Winter in Danzig gewählt. Wiesbaden, 18. September. Die heutige erste Versammlung bet Naturforscher war von 906 Theilnehmern besucht. Dr. Fresenius eröffnete die „ Sitzung, indem er die Versammlung begrüßte. Regierungs-Präsident v. Wurmb 7 Uhr Morgens Constans und gingen um 8V2 Uhr über die Grenze. Aus begrüßte dieselbe Namens der Regierung, Oberbürgermeister Lanz Namens der Etain wurden zwei Adressen an Thiers gesandt, um ihm für Befreiung zu Bürgerschaft. Nach Vorträgen von Dr. Pagenstecher, Schulenburg, Neubaur danken. Die „Assemblee Nationale" erklärt die Nachricht, daß de Larcy sich und Schmidt wurde die erste Versammlung geschlossen. zum Grafen Chambord begeben habe, für falsch. Leipzig, 17. September. Professor Czermak ist in verflossener Nacht Menschen der Seuche erlegen! Diese immense Verlustliste wird nach der auffallenden Abnahme der Epidemie seit Beginn dieses Monats vielleicht keine wesentliche Steigerung mehr erfahren; die Cholera ist ihres mörderischen Geschäftes müde geworden, an ihre Stelle aber sind perniciöse Fieber getreten, welche gleichfalls die traurigsten Verheerungen anrichten. So kommt aus dem /rankreich. Paris, 16. September. Die letzten deutschen Soldaten verließen um Amerika. New-Nork, 18. September. Die Feuersbrunst in Chicago hat 64 Landwirtschaftliches (Mitgetheilt von der höheren landwirthschaftlichen Lehranstalt in Worms.) E^'Ntebericht. Wiewohl cs im Hinblicke auf den nur schwach begonnenen Ausdrusch nod) sehr an völlig maßgebenden Urtheilcn über den Ausfall der Ernte gebricht, so läßt sich dennoch jetzt schon eine annähernde Einsicht über die mitthrnaßlichen Ernteergebnisse der einzclnm Länder gewinnen. Aus Schlesien wird berichtet, daß was den Waizen betreffe, die eingeheimiie Masse der Gebinde die gehegten Erwartungen weitaus übertreffe, daß aber die Urtheile übnc das Körnerergebniß so sehr schwankten, daß man es nicht wagen dürfe nach dieser Richtung hin die heurige Waizenernte zu characterisiren. Was dagegen den Roggen betreffe, so sei, wie man vorausgesehen habe, die Zahl der Gebinde weitaus unter mittel, dagegen scheine die Schüttung im Allgemeinen zu befriedigen. Ganz ähnlich lauten die Berichte aus den übrigen östlicher Provinzen. — AuS Hannover wird uns geschrieben, daß die diesjährige Waizenernte, wa! Quantität, wie Qualität betreffe, im Allgemeinen recht sehr befriedige, daß aber der Roggen trotzdem die Körnung gut sei, in seiner Schüttung weit unter „mittel" bleibe. Auch mit ten Ausfall der Gerstencrnte sei man nicht zufrieden, indem in Folge der sehr grellen Hitze, welce in den letzten Tagen der Reife stattgefunden habe, die Körner zu rasch erhärtet seien. — Aui> Thüringen und Sach'en lauten die Nachrichten über die Ernteergebnisse im Ganzen gut, ml klagt man auch von dort her, daß der Roggen sich in Folge der ungünstigen Witterungsverhäv nisse im Winter und im Frühjahre sich sehr dünn gestellt und daber auä) wenig Gebinde gc-;r- bcn habe. — Aeußerst widersprechend lauten die süddeutschen Berichte. Wenn man, was din Raps betrifft, im Allgemeinen darin übereinstimmt, daß die heurigen Erträge völlig bcfriedign mußten, so ist man hinsichtlich der Getreideernten um so verschiedener in den Ansichten, U'd zwar weniger binsichtlich der Waizenernte, die man ziemlich allgemein als eine gute Mittelernr characterisirt, als vielmehr hinsichtlich der Ernte des Roggens und der Gerste. Namentlich fl man bezüglich der letzteren in weiteren Kreisen der Ansicht, daß sie ihren Reifungsproceß -u rasch vollzog, und daß dieses Factum auch hinsichtlich ihrer Mälzung mit in Rechnung gcMl> werden muß. England. London, 17. September. Die Admiralität veröffentlicht officielle Sieber seines Stammes Letzter sein wirb." „Das ist Blöbsinn", wirb man sagen. Ja, es ist Blöbsinn, aber unter ber Maske ber Religion in Tansenbe von naiv gläubigen Seelen gegossen. Unb ba soll noch eine Versöhnung mit Rom unb seinen Helfershelfern möglich sein. Da will man noch Rom unb bie Religion ibentificiren! üesierreich. Wien, 17. September. König Victor Emanuel traf heute Nachmittag etwa nach 5 Uhr auf dem festlich geschmückten Sübbahnhof hier ein, von bem Kaiser, ben Erzherzogen, bem Statthalter, bem Polizeipräsibenten unb bem Verwaltungsrath ber Eisenbahn erwartet- Eine Ehrencompagnie mit Musik war aufgestellt worben. Die Majestäten begrüßten sich auf bas Herzlichste unb fuhren in einem sechsspännigen Hofgalawagen nach ber Hofburg, von einem zaylreichen Publikum überall lebhaft begrüßt. In ber Hofburg fand Vorstellung aller Hofchargen unb ber Minister statt, worauf sich der Kaiser zurückzog. Der König begab sich alsdann mit seiner ganzen Suite zum Kaiser und verweilte längere Zeit bei demselben, worauf er sich in seine Appartements die Gruft." — Das „Vaterland" empfiehlt nun die Beschwörungsformel ^akob von^lco- lay's unter gewissen Umständen den deutschen Katholiken, und legt den Sterbenden die Worte in den Mund, die sie in Nachahmung Molay's rufen sollen, um dann, gleichsam zur Bekräftigung des bitteren Ernstes seiner entsetzlichen Aufforderung, mit folgenden Worten zu schließen: „Solche letzte Seufzer werden sich ausfchwingen zu Dem, der über den Sternen thront, und es wird ihnen der Erfolg nicht versagt werden. Und so, Haus Hohenzollern! wird der Tod sühnen daß „unnennbare Verbrechen", das im Reich der Hohenzollern verübt worden an den Seelen solcher Unglücklicher, und wird sich erfüllen des Sehers Wort: „Endlich führt die Scepter, nur neun männliche Personen; — wenn sie der Tod schnell dahinraffte, tote er dereinst von den Askaniern in zwei Jahren neunzehn abberief? ! — Doch glaubet ja nicht, daß wir Katholiken unsere Hände mit Blut beflecken würden! Das Freimaurerhandwerk des Fürstenmordes ist uns fremd. — Aber etwas können und werden wir doch thun. — Es war einst ein König von Frankreich, Philipp IV. der Schone, den es nach den reichen Gütern des Templerordens in seinem Lande gelüstete, der, um dieses sein Gelüste zu befriedigen, diesem Orden Ketzereien und allerlei Verbrechen andichtete, den Papst Clemens V., der, zu Avignon residirend, von ihm abhängig, nicht viel besser als Philipp war, zwang, den Orden aufzuhe- ben u,.d mehre Tausend Templer in Keilen werfen und schließlich den letzten emc qWlenc blcl, ,üct Großmeister Jakob von Molay, welchen er von Cypern nach Frankreich gelockt beg Ie^tcn Krieges in Frankreich „requirirt." hatte, zum Scheiterhaufen verurtheilen ließ, nachdem diesem 54 Ordensbruver wegen verweigerten Bekenntnisses der dem Orden angedichteten Jrrthüiner und Verbrechen in gleichem Tode vorausgegangen waren. Als nun der greise Großmeister auf dem Scheiterhaufen stand und die Flammen ihn umzüngelten, rief er aus: „O, es gibt im Himmel einen gerechten Richter, den der Unterdrückte nicht vergebens anruft. Vor diesen Richter fordere ich Dich Papst bin- _ . . ■■■-_ __ {ti n-n 40 Tagen,'Und Dir, Philipp mein König verzeihe ich »ergebeus; Dein L ST ®8 Leben ist verwirkt; binnen Jahresfrist stnde ich Dlch vor i^ottev ^yron! — ---6en letzten drei Wochen sind Einhundert fünf und zwanzig hiesizt Das geschah am 18. März 1314 und der Papst starb nach 31 Tagen und Hundebesitzer wegen unterlassener Anlegung von Maulkörben mit einem Thaler bestraft Werber (rönia nack 8 Monaten, und im Jahre 1328 sank dessen letzter Sohn in >cn. Wenn das so fortgeht, wird das Hunde Vergnügen sehr theuer! 3 ™ ' — — Nachdem mehrere Milchfälscher mit Confiscation ihrer Milch und theils mit Frankfurt. Am 26. September findet die General-Versammlung der Dcutschcn Creditbank statt; die bereits kürzlich angeveutete Bilanz, die zur Vorlage kommen wiOi weist auf die A.tiva: Caffa fl. 78,464. Wechsel fl. 64,941. Deutsche Staatspapicre mV Anlchensloose zum Coursc vom 30. Juni fl. 656,1.46. Ocsterr. uno ausländische Slaatspapüc« und Änlehcnsloose fl. 2 l6,3äO. (Diese beiden Posten enthalten keinen Actienbesitz oder ©F dikatsbetheilizungen) in diversen Effecten fl. 2623. Debitoren fl. 961,7S9. Capitalbestand ~ Die Passiven sind: das eingezahlte Acticncapital fl. 1,750,00 • Creditoren fi. 229,823! Tratten fl. 127, 179. Specialrcscrven der Renten- und Ratcn-Abtha- ' zum Diner zurückzog. Pesth, 16/ September. Grauenvoller als der blutigste Krieg, hat die ' Cholera, dieser asiatische Würgengel, in dem unglücklichen Ungarn gehaust.' Die enorme, unlängst mitqetheilte Ziffer der Opfer der Epidemie hat sich bis 6ommanvitc in Berlin fl. 173,3-^'. zum Anfang dieses Monats nahezu verdoppelt! Nach der amtlichen ^tatlsttk sind im ganzen Lande bis ztim ersten September nicht weniger als 104,000 ° 3 ffiirn, 1 Li»•"1; /i, fjr i>ufle«S 2c w fit ta* " z,z fit tm st'* ttm » " in München am ibtev ffiobnunfl ,i Dcccrnker in Mu Im April 1868. Epannunz sisseir! fltntii, mlche h- Okidit Strafe tr< nungsfähigkeit von würbe. Chorinsky weiß, daß Julie Ebe getrennt zu sein; an dem Tobe bes baß Julie Ebergent fangen hatte. * Die neu, dessen $tum die mbebsarne, dem • ein hübsches jun einer zurZeit beg. bes richierifcheii 1 »WMW» den i; 4234) ^-ine Wnderes Ebict 3372) Wti Christian Fin Concurs erkann dationstemin o Mittwoch l Dorn anberaumt, unb ihrer ftorberunae, MMcbten, foroi nähme über die Mc bei Meldung stillt non der Masse gel G'chen, den 16 Bottich« pfiehlt n 'n ikgebir, u^Mrarbt Samstag den von Vormi Werden die obenb - m R°thd«uit d Ä'am 16 Arbeitsv, Montag b L-S'i SÄ'? »ÄH S'-ä T, °'.° ®W W ,'w für Stjttiuni « M di Lmy f(ji h bt, R1 Vem fclift ? ’SKÄ ’ä Men inr.fi/ ' N- *'S>S*rf N-r Heiner e. „Meint Gott," meint Madame Bonnet, „ich habe ein Gefühl für ihn wo sie beinahe anderthalb Jahre zugebracht haben mag,, zuletzt an Leib wie an Seele gebrochen. sie mit entrüsteten Blicken zu protcstiren. Das Ende der Geschichte ist, daß die kleine Coquette und ihr liebeglühender Exsreund und Exunteroffieier zu je 3 Monaten Gefäugniß verurtheilt Vv fangen hatte. * Die neunte Kammer des Pariser Zuchtpolizeigerichtes ist bekanntlich der Ort, vor dessen Forum die pikantesten Mysterien der Ehe und des Liebelebens ihre den Betheiligten etwas unliebsame, dem Publikum um so interessantere Erörterung finden. Am Tage von Sedan steht ein hübsches junges Weibchen, coquett gekleidet, mit nicht weniger als zwei Liebhabern, deren einer zurZeit des Krieges tapferer Baterlandsvertbeidiger gewesen, vor diesem Tribunal. Der Ernst des richterischen Verfahrens will der kleinen Madame Bonnet, der Ehegattin des nicht erschie- Es ist eine interessante Etscheinung, daß, wie statistisch nachweisbar ist, von be herrschenden Börseucalamität, welche fast alle Kreise de§ Publikums in Mitleiden schäft gezogen, die Abonnenten der »Neuen Börsenzeitung" fast gänzlich unberührt geblieben sind. Diese Erscheinung ist, wie gesagt, durch statistische Erhebungen ver bürgt und kann wohl nur darin ihre Erklärung finden, daß die „Neue Bisisenzeitung" als »Rathgeber" wirksam ist und so ihren Abonnenten in allen Börsenangelegen heitcn, so oft es verlangt wird, kostenfrei Rath ertheilt, einen Rath, der anerkannter maßen bei guten Zeiten schon zu manchem Vermögen die Grundlage gelegt und bet trüben Verhältntfien so manches Mal die geschädigte Vermögenslage wieder ins Gleichgewicht gebracht hat. Deccrnber in München, wohin sich der Graf zum Leichenbegängnisse seiner Frau begeben hatte. Im April 1868 begann in Wien vor den Schranken des Gerichtshofes jenes mit so grausamer Spannung fesselnde Drama, welches damals ganz Europa beschäftigte; das Urtheil über Eber- genyi, welche hartnäckig die Schuld leugnete, lautete auf zwanzig Jahre schweren Kerkers. Gleiche Strafe traf im Juli 1867 den Genossen der That, Gustav Chorinsky, dessen Zurechnungsfähigkeit von dem Irrenärzte Morel vor den Geschworenen bekanntlich energisch bestritten wurde. Chorinsky starb in der Irrenanstalt in Erlangen am 20. Decembcr 1871. Man weiß, daß Julie Ebergenyi nur schwer an den Gedanken sich gewöhnen konnte, ewig von „Gustav" getrennt zu sein; sie hoffte fieberisch und unablässig auf Vereinigung und Befreiung. Als sie an dem Tode des Mannes nicht mehr zweifeln konnte, war auch jede Aussicht geschwunden, daß Julie Ebergenyi aus der Gcistesnacht erwachen könnte, die das schuldbeladene Weib um- F r i s ch st ä ck c r ? u Gießen. Sonntag ben 21. September. Jacob Vogt in der Wallthorstraße, Karl Steinberger in der Löwengasse und Christian Noll Wittwe in der Neustadt. aber wegen mangelnden Veweismaterials nicht hätte angeklagt werden können. Madame Bonnet erklärt, daß der eine der Liebhaber ihr ein väterlicher Freund gewesen, betreffs des andern zieht sie vor zu schweigen. Ihr Mann wäre ein brutaler Bursche gewesen, der gar nicht gewußt hätte, „was die Frauen sind." Der Präsident hält der Kleinen vor, daß man ihren väterlichen Freund eines Tages — oder Morgens — an einer sehr intimen Stelle gefunden habe. „Herr Präsident," meint sie, das blieb ja aber ohne Folgen." Was den Andern betrifft, so verliest man folgenden Brief von ihm: „Albi, 23. Juli 1871. Mein sehr theures Weibchen! Ich habe Deinen Brief Sonntag früh um 9 Uhr erhalten; ich war eben auf dem Wachposten, als er ankam; ich war glücklich, zu sehen, daß er von Dir sei, und beeilte mich, ihn zu erbrechen. Ich durchflog seinen Inhalt und es war mir wie im Traume. Doch kam ich wieder zu mir und bemerkte mit Pein, daß der Brief wirklich von Dir sei. Nimm aber dies nicht für einen Vorwurf; weit entfernt von dem, ist es das gerade Gegentheil. Nur darüber war ich überrascht, einen Brief zu empfangen, der Zweifel an mir, an meiner Treue, meinen Derspre- vernehmen in der Folge eine besondere Sorgfalt zuzuwenden beabsichtigt, ein im Verhältniß des,neuen Herrn Bonnet gar nicht in den Kopf und sie coquettirt mit den Richtern so gut, wie - - z ~ c ° ',L .....IAA« h orti- mit ihren beiden Liebhabern. Der Präsident hält der Kleinen ihre Schuld mit der strengsten Amtsmiene vor und erklärt ihr, daß außer diesen beiden noch ein dritter Liebhaber existire, der kurzen Bestehens des Instituts nicht unbedeutender Nutzen von fl. 16,000 erzielt. I Zur Aufklärung über das Ratengeschäft, welches durch Fallimente Oesterreichischer Firmen, welche solche in Deutschland zuerst eingeführt hatten, etwas disereditirt war und über welches in letzter Zeit sehr häufig Anfragen eingelaufen sind, sei hier beiläufig bemerkt, daß die Betheiligung an diesem in sich ganz soliden und von volkswirthschaftlichcm Standpunkt dem Publikum lediglich empfohlen werden muß, nur Natenbriese genügend funbirter, gut verwalteter Institute zu erwerben, die hierdurch vollständige Garantie für die geleisteten Anzahlungen bieten. Die Einrichtung der Deutschen Creditbank entspricht diesen Anforderungen in mehr als genügender Weise, woraus wir Hinweisen zu sollen glauben. * Die Lage der Postboten ist bekanntlich eine äußerst elende. Die „Chemn. Raketen" entwerfen folgende treffliche Schilderung: Postbote, ein sich müde rennender, wenig Erholung kennender, frohe Gefühle erweckender, in tiefen Sorgen steckender, bei Sturm und Wetter nie zagender, die werthvollsten Dinge tragender, einem trüben Alter entgegenschauender, trotzdem der Zukunft vertrauender, schlecht besoldeter Beamter. Wien, 14. September. Der Tod hat nunmehr auch die zweite Hauptperson aus dem , , , großen Gerichtsdrama Chorinsky-Ebergenyi vom Schauplatze verschwinden lassen: Julie Eber- chungen, meinen Schwüren enthielt. — Sage mir, ob Dein Auvergnate noch in Paris genm ist am 11., Abends um halb 9 Uhr, im Landes-Jrrenhause auf dem Brünnlfelve gestor- ist. Der, welcher Dich liebt und nicht mehr lebt, denn er kann nicht leben ohne Dich - bcn. Sie wurde Morgens von einer heftigen Cholera ergriffen; zur gedachten Stunde hatte Masson, Unteroffieier." „Meint Kott." meint Madame Bonnet, „ich habe ein Gefühl für ihn fie ihr düsteres Leben geendet. Das einst so blühende, verführerische Weib war in der Anstalt, gefaßt." Vom Dritten, Nichtangeklagten wird eine in sehr intimen Ausdrücken abgefaßte Ein- wo sie beinahe anderthalb Jahre zugebracht haben mag, zuletzt an Leib wie an Seele gebrochen, iabung zum Souper entre deux verlesen. Die beiden Mitangeklagten lassen sich ihre gegensei- Als sie bcn furchtbaren Entschluß faßte, Mathilbe Rueff, bie geschiebene Gattin Chortnsky's aus tige Collcgialität wohl gefallen, aber gegen bte unbefugte Intervention eines Dritten scheinen dem Wege zu räumen, zählte Julie Ebergenvi fünfundzwanzig Jahre; bie Vergiftung geschah sie mit entrüsteten Blicken zu protcstiren. «*-.-**- in München am 21. December 1867. Secks Tage barauf würbe bie Mörberin in Wien, in i.....y. u.. , „ , . „ . ihrer Wohnung in ber Krugerstraße, verhaftet; die Festnehmung Chorinsky's erfolgte am 29. wird, während der „väterlicke Freund," trotz der für väterliche Freunde etwas außergewöhnli- ■ ™- ' '1 r" c r ..... r-:— chen Position, in der man ihn entdeckt, freigesprochen wird. unft in ßbicogo hat 61 rt. Der Schaden wirt» fl C f n e m e t n e r Anzeiger. Souvenir vom Giessen besondere Aekanntmachung üüliW dieses Blattes zu 3tt kr. zu haben. (4197 Herren-Wäsche, Weltausstellung — Wien 1873 Rath der Präsidenten der Internationalen Jury Der verlieh das DEM Liebig Companys Fleisch-Extract n; stsiCBen, am io- öcpicmuci ±oex Mvlim rm $öne go!- . \n , weil jii : tx tote Wlbc vühmi a tu an^telllrn Ntlchfolsch^ >rung schchn tarnen sch^ fit n batik- btrtitß bekannten BeMt VinqniB befraft tootte.. in? ßrämitn bie^etrM» nndzwanzig Höfen, Stuvpen, Stm. cntzegensehen müssen- Esc jiqin werben kann. \ iüns und zwanzig W: mü einem Tbaler bchasi w\ ".t" ihm Ailcb und HA -worden. ,___ „ 7 „48 » 73 „ 48 von der Masse geladen. Gießen, den 16. Juli 1873. Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher, Wiener, Landrichter. Landger.-Assessor. Vormittags 9 Uhr, ---- , ul,b roerren zur Anzeige .. b b t Hemden, sowie Kragen und Manschetten unterhält ihrer Forderungen, sammt etwaigen Vor- u slrii fr Litton iug§red>ten, sowie zur weiteren Beschluß- stets ftro^es ituqcr zu lull>flstcu Pre.,cn Skuvsamen. ßeitii' | 0Dcr • rsfes - in8 ,btb«len” «rfiiSj II ,■( SV L I Brunnengräberarbeit, veranschl zu80fl.—kr. 15 „ « es . broniali m WM Begonnenen 91*» • \irnte Engros-Lager bei den Correspondenten der Gesellschaft: E. Merck in Darmstadt. Zteinhauerarbeit, Zimmerarbeit, P ampenmacherarbeit, Ztelnbrechen, Fahren und Äufsetzen derselben, Steinklopfen, i ä&mii ,, n tDfn Ln was 11 M"« L'bcfM j'rsrt örl!J^n l eener ,b;n tt flhttefa Mnn ÄMntli» 5n: orr 'ijng 0111 j\a | 4202) Eine Haferkiste, ein Kinderbett- flädcken, Bücher, Kleidung rc. werden Um zugshaiber verkauft. Seltersberg E. 37, Bel Etaae. 2818) Backsteine, im Ofen gebrannt, empfiehlt W. Delgehausen Nachfolger L. Wolshofer aus Weilburg a. d. Lahn. 4205) Verschiedene Möbel sind billig abzugeben. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Kieler Fettbückinge, per Sluck 3 kr., zubereitet wie die Sprotten, empfinden _______I. A. Busch Söhne. 4256) Ein Haufen Mist ist zu verkaufen bei____________________Friedr. Bang. | Frischen Gninckcrn empfiehlt_____________I. G- D. Bap st. 4235) Mehrere Wagen Kuhmist sind zu verkaufen bei L. Wolf, _____________________Walltbor Nr. 194. | Neue holl. Vollhäringe Empfiehlt____________Emil Fischbach. Selters- & Sodawasser in Vi und Vz Flaschen, aus der Fabrik von Ju lius Z eise in Marburg, empfiehlt (3948) Emil Dörr am Marktplatz. 4240) Wagen- und Pferdedecken empfiehlt Louis Senner, Sattler. ptlheimI p-e Die soeben erschienene Nr. 49 i AZ enthält: ff Der Daheim-Kalender für 1874 ist da! Ein Kind des Reickthums. Erzählung von E- Härtner. (Fortsetzung.) — Ein Vor kämpfer wider die Cholera. Von Karl Sl.eler. Mit dem Portrait von Professor Max von Pettenkofer. — Auf der Spur d^s Verbrechens. Mit Abbildung. — .Der Molkensenn von der Ebenalp. Mit Originalzeichnung von E- Rittmeyer. Der Nationalrath Roman von Max von Schlägel- (Fortsetzung.) — Am Familientische: Jeden Sonntag ein Kaninchenbratcn- Zu Bestellungen empfehlen sich: die Ferber'scke Unio.-Buchbandlunk, E. Heinemann, I- Ricker- (4004) 5?r 22(1 Jeden Zahnschmerz Fe 83 er! 4)tän»cr-Badc-Vcrciti. Nevaction, Druck unv Verlag der Brühl'schcn Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. 42u9j Em kleiner Lagerraum wird zu miet he» gesucht. Näheres bei d. Exped d . 4260) Eine Familienwohnung zu oer- mielhen und gleich beziehbar Karollne Hartmann. 4253) Ein junger Mann wünscht täglich 2—3 Stunden Beseitigung auf einem Comptoir. Näheres bei der Cxped. d. Bi. Damst stßle in ihrer gi [cd unb Velcher mit Arne unb Curtmim, kitGiel bie Ei» itgiüM inforoi seine Eiiipfllrrunc tri einer Genies tot unb bie §cd< &ixä)troox^nb, den Obertird)eiv kr Gemeinde-( IBgg. Schivnbe ton durch Gerne tos Ausschusses Darmsta Lacht auf ber S tobische Personen Wazen zertrümm Berlin, $lb&nbetunyn in Vinvnlckur.g £ flirts für nöthi nunmehr wie fo Wir Will 1 |t » Die Annoncen-Expedition von j. E. Scheel - unb & Riiffurt, . . Berkin, i b'HR-IchSg^ «“Men ist. _ L ft*8 Bogran Sn‘6»m M nttt. 23 jjtt, am 24. \ ^^losse, H £ * Berlin, L 8 feilere 9 M. I»eibu„y l-i i.t bet fS t btr 9[npre lernen. Vai ^C1 Jnaf alsbald zu beziehen. 4233) (Sin kleines Fan ilicnlogis zu vermiethen. Chr. Dörr, Wetzstrinsgasse. , 4106) Ein Familienlogis zu vermiethen. Lit. D. 54, Neustadt. ___________________ 4216) Zwei ineinandergehende gut möblirte Zimmer in hübscher Lage vor der Stadt sind zu vermiethen. Ebenso ein Mansardenzimmer mit Cabinet. Bei wem? sagt die Exped- b. Bltts.___' 4195) Im Engelbach'fchen Hause in ber Gartenstraße ist e ne Familienwohnung (Mansarde) zu vermiet' en unb geaen JJtitte October zu beziehen. Die Wasserleitung geht b-s in bie Wohnung ____________ 4191) Ein Logis von 5 Zimmern ist zu vermiethen. _______H M- Ingharb t 4241) Zwei freustdliche Familienloqis siud zu ver- miethen u.:d Anfangs October zu beziehen bei Gg. Wilh. Weidig, am Markt. 4236) In LitTA. Nr. M„?l'L'bssZ'rk5°l.» ift eine ^amilienwoynung. A. Schutthe >, s )UN., Seltersweg E.Nr.10. und 9tc ! 4250) (S-ö wird ein starkes reinliches nebU 4 scroeir • Mädchen gesucht. 80 Gulden Lohn. Zu mrse und ein Thea Oes^ erfragen bei der Exped. d. Bltts._______ Gartens zu vermiethen und Montag den 22. September, Abends 8 Uhr: iiiit8 in dem Bram m'schen Locale in der Neustadt. T a a e s o rd n u n g: Erbauung eines neuen Badehatises. Die ordentlichen Mitglieder werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen,^ da nach §. 22 der Statuten zur Gültigkeit eines Beschlusses 2/s derselben an- »egtMeiu müHou. Der Vorstand. ^Thätige Agenten für eine solide Versicherungs-Gesellschaft für Feuerschaden , die auch Fabrik - Ris-iker. übernimmt werden gegrn hohe Provision angestellt. Bewerber, die , ute Empfeblungen besitzen, wollen sich unter Chiffre B. G. 73 bei ber Exped. d. B tts. melden.___________________ 4259) Ein Hausdurfche wird gesucht von ______________W- Zurbu ch. 411 f) Ein braves Ncädwen, welches gul und selbstständig kochen kann, findet alsbald ober zu Michaeli Stelle. Näheres bei bei Exped. d. Bltts. ____________________ 39/7) Cin Kindermädchen gesucht- Näheres bei ber Exped. b. Bltts._________ —4258) Logis für Arbeiter bei I Retter, Lit- C. 168. 4230) Ein guter Arbeiter wirb gesucht non I. Benner, Schuhmachermeister. 4203) Einige Kapitalien gegcn gute .Hypothek auszulcihcn. Näheres bet Ehr. Vix 273) heilt gegen Garantie, ohne den Zahn zu enffernen, ? schmerzlos, nach eigener, allein bewahrter Methode, ITr. Bier, Wundarzt in Wien, Kiostergaffe Nr. 4. ^iahntrovfen vom Wundarzte Fr. Bier stillen den Schmerz hohler Zähne augenblicklich und sind in Flacons zu 2) Sgr. daselbst und in den Niederlagen zu beziehen. Mundwässer vom Wundarsie Fr. Dler^ gegen rheumatische Zahnschmerzen, gegen.Entzündungen, Gesch wulste und Lcschwürc des Zahnstcischcs, gogcn 3«I)nitcin >md L°S-r«erd°» der Zahn- sowie gegen den üblen Geruch aus dem Munde, fft daselbst und m Jiieoex lagen in Flacons zu 20 Sgr. zu haben: in Gießen bet Herrn Iulrus Wallach. 4245) Meine Wotznung und mein Bureau befinden fich nun- mehr tn dem zwischen Synagoge und Turnhalle ne^erbaute Haufe des Herrn I. Aiker an der neuen Anlage. F. Barlb, HofgenchtSadvorak. dermiethungen. ! Wenmschte Anzeigen, j 4247) Lit- D. 39, Marktstraße, 3.| 4252) Ein Scknhmacherlehrling verlor l Stock, ist ein freundlich möblirtes Smbchen joder ließ ein Baar neu ^fwlffte Herrn stiefel an einen Klassiker zu vergeben. Auf Vor in -imm Hause s ebem Um gefällige Ruck- , langen wttd die ganze Kost gegeb.m. -gäbe wird gebetrn Echloßgcste B- 2.---- 4041) Ein möblirtes Zimm:r mir Eabi^tj 4249) Geübre Schreiner finden dauernde iin Mansardei,stock zu oermiethen bei -Beschäftigung bei Karl Kohler, Wilh- Balser, am Lindenplatz. Bo^enbeim, gr. Satwgaue^r^i ---- 4246) Weißzeug jeder Art, Weiß- urb Bunt - Stickerei wird bestens gearbeitet in Asterweg 110- Lit- D- 39, Marktstraße, 3. Stock.