Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen t^3. Donnerstag den 19. Jnni Rr HO 2S Politischer Theit. link. erbaut iß und ejigesetzi werden bleiben will bei späteren Frank bemerkt, daß es sich um mehr als Kreisan- wahrt sehen. Kreise ein kwinmen lernen ?it dnzu geboten fen liegt. men von 10 bis 2 Ubr. In r Beziehung (Nr. 923 ) (Nr. 924.) .(Nr. 925.) V?etS virrtrtjährig 1 fl. 12 ’r. mir Brtngerlohn. Durch dir Vvst de-ogen vtertsljährig 1 fl. 29 kr. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v Röder. Erscheint räglich, mit Sh* nähme Sonntags. Expedition: Canzleiber* Lit. B. Nr. 1. Nr. 12 des Nei^sgefttzblattes, ausgegeben den 23. Mai 1873, enthält: Gesetz, betr. einige Abänderungen des Gesetzes über das Posttaxwesen im Gebiete des Deutschen Reichs vom 28. October 1873. Vom 17. Mai 1873. Bekanntmachung, betr. die Ausführung des Gesetzes über den Orden der Gesellschaft Jesu. Vom 20. Mai 1873. Bekanntmachung, betr. die Ernennung eines Bevollmächtigten zum Bundesralhe. Vom 20. Mai 1873. Nr. 13 des Reichsgesetzblattes, ausgegeben den 28. Mai 1873, enthält: Gesetz, betr. die Besteuerung des Branntweins in Elsaß Lothringen. Vom 16. Mai 1873. o. m . Gesetz über die Rechtsverhältnisse der zum dienstlichen Gebrauche einer Reichsverwaltung bestimmten Gegenstände. Vom 2d. Mar 1873. Gesetz, betr. die Gründung und Verwaltung des Reichs-Jnvalidcmonds. Vom 23. Mai 1873. Deutschland. Gießen, 16. Juni. Heute, am Tage vor seinem 25jährigen Regierungs- Jubiläum, hat der Großherzog von Hessen dem derzeitigen Rector unserer Hochschule, Prof. Dr. Ludwig Lemcke, das Ritterkreuz des Verdienstordens Philipp's des Großmüthigen verliehen. In dem Begleitschreiben bej Ministerial-Directors v. Starck heißt es: „Se. Königliche Hoheit der Großherzog beabsichtigen durch diese Verleihung eben so sehr der Landes-Universität, deren zeitiger Repräsen taut Ew. Magnificenz sind, einen Beweis der allerhöchsten Anerkennung für die seitherigen Bestrebungen der Hochschule und ihrer Lehrer zu geben, als Ihnen persönlich die wohlverdiente Auszeichnung für Ihre Leistungen zn gewähren." (Köln. Ztg.) (Nr. 926) (Nr. 927.) (Nr. 928.) '0e bic herzlichste!' | te i >- Allguft 1872, i ,ern flffignet Aen werden. **• Sie sind bir? ahrcn durch Der.! Coupons versehen, i 'besondere aber in * art und Basel ordnung stattfinden; der Ausschuß will solche Abänderungen nur durch Gesetz vorgenommen haben. Der Regierungscommissär will das Organisationsrecht der Regierung nicht angetastet sehen, in Preußen habe der Landtag die gesetzliche Feststellung der Kreise, besonders der Wahlkreise halber, durchgesetzt, bei uns lägen ähnliche Verhältnisse nicht vor. Es liege jedenfalls nicht im Interesse des Landtags, aufregende Localfragen ttn Ständesaal zu behandeln. Dumont glaubt, die Kreise als bestimmte Corporationen mit gemeinsamen Vermögensrechten müßten unter dem Schutz der Verfassung stehen- Der Regierungscommissär bemerkt, daß keine Willkür geübt werden soll, deshalb sollen Kreisvertretungen und Provinzialvertretungen darüber gehört werden. Frank für die Ansicht Dn- mont's. Der Referent findet in dem Weg des Gesetzes einen größeren Schutz, die Bestimmung bestehe nicht nur in Preußen, sondern auch in Baden. Die Mstimmnüg ergab einstimmige Annahme des Ausschußantrages, wonach die Verminderung der einmal durch die Regierung festgesetzten Kreise nur durch Gesetz vorgenommen werden soll. Art. 5 bestimmt, daß Angehörige des Kreises alle Diejenigen sind, welche innerhalb des Kreises einen Wohnsitz haben; Dumont hat den Artikel dahin amendirt, daß nur alle hessischen Staatsangehörigen Angehörige des Kreises sein können. Er begründet sein Amendement in längerer Ausführung. Büchner will den Zusatz alle Deutsche, da auch Ausländer im Kreise wohnen könnten; auch Ramsspeck will„ nur deutsche Reichsbürger als Kreisangehörige vorgesehen wissen. Frank erklärt sich für das Amendement Dumont und will die Landesangehörigkeit beibehalten haben; da Fremde, die vorübergehend in Kreisen wohnen, an deren Angelegenheiten kein Interesse : hätten. Metz hält als selbstverständlich, daß Ausländer nicht Kreisangehörige i seien, den von Büchner beantragten Zusatz also für überflüssig. Die Reichs- i angehörigkeit müsse genügen; ein im Kreise wohnender Nicht-Hesse könne an : den Kreisangelegenheiten ein hervorragendes Interesse haben. Der Regierungs- ; commissär hebt hervor, daß selbst Nicht-Deutsche im Kreise Rechte und Pflichten haben können, wogegen sie durch spätere Bestimmungen des Gesetzes von Ver- : waltungsstellen ausgeschlossen seien. Der Referent bernft sich auf die Reichs- - Verfassung und constatirt, daß Art. 5 nur einen factischen Zustand ausdrücke. : Der Artikel wird nach Ablehnung der Amendements nach der Regieruugsvor- . läge angenommen. Art. 6 bestimmt, daß die Angehörigen der Kreise und Pro- i vinzen zur Theilnahme au der Verwaltung und Vertretung derselben berechtigt sind. Dnmont will nicht die Strömung zum Einheitsstaat, die er für ein Unglück hält, begünstigt haben, er ist Anhänger der föderativen Gestaltung Deutschlands. Er will daher auch nur hessische Staatsangehörige zu Verwaltungsstellen zugelassen haben. Edinger schließt sich dieser Ansicht an; der Unterstützungswohnsitz gebe nur ein Recht auf Unterstützung, nicht auf weitergehende wichtige Rechte. Der Regierungscommissär gibt anheim, ob man nicht bei den späteren specielleren Artikeln diese politischen Bedenken geltend machen wollte. Metz vertbeidigt den Artikel unter Berufung auf das Reichsindigenat; der Staat Hessen sei wohl durch eine von dem Ministerium gemachte Gesetzesvorlage nicht gefährdet; es handle sich zunächst nicht um politische und Staats-, NW Di"bbei'u|rcunbeh| w 'ys^s^una"d^ über den Artikel. Landmann will der Abstimmung wird der Artikel mit allen gegen 7 Stimmen angenommen, ebenfalls für Aussetzung der Beschlußfassung Berücksichtigung Art. 7 handelt über die Verpflichtung, unbesoldete Aemter ui der Verwaltung d» See enzahl nicht als Mb * ' mtb ScUntung des «reisL zu übenähmen. Abg. G-ldmann führt, aus, daß der Verhältnisse des -}M. 3 des Ent-durch die Festsetzung von Geldstrafen gegen Solche, die Gemeindeämter nicht «mfs'festMdurch landesherrliche Der-!annehmen, ein ganz neues Prineip in unserer Staatsverwaltung gebracht wor- tt," w,1Va5fr' Zkstellgeldes.) 'äbltes geinW -n Lei besondere" i^ner Bf* Labende n tem ffit sicklanzeigen n Mncen-Ap^ ^rrtnS* n Dautrnbe Bc- ;:,in -*>«■ W-E - gcfcirnttr, K-A.IA Darmstadt, 16. Juni. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer wurde eine Petition von Volksschullehrern verlesen, worin um Beibehaltung dec seitherigen Berechnung der Besoldungsnaturalien gebeten wird. Der Prä' sident führt aus, warum noch kurze Zeit der Landtag zugleich mit dem Reichs tag tagen müsse, es liege die dringende Nothwendigkeit dazu vor, da die neuen Verwaltungsgesetze vor Schluß des Jahres eingeführt werden sollen. Da wahrscheinlich im Herbst eine Reichstagssession stattfinden werde, werde man bet der großen Menge von Vorlagen in's Gedränge kommen, wenn der Landtag noch länger hinausgeschoben werde. Ellenberger hält das Zusammentagen beider Körperschaften für sehr bedenklich und wünscht nicht, daß unfern Landtag eine Schuld an der Unbeschlußfähigkeit des Reichstags treffe, beruhigt sich übrigens bei der Motivirung des Präsidenten. Gegenstand der Tagesordnung ist die neue Kreisordnung. Der Referent des Ausschusses, Wächter, verweist auf fernen Bericht über den Gesetzesentwurf. Derselbe sei eine Nachbildung der preußischen Kreisordnung, gehe jedoch durch die Bildung eines Provinzialausschusses weiter als diese. Die wichtigsten Gesichtspunkte seien die Verschmelzung der bureau- kratischen Organe mit den vom Volk gewählten; der Staat identificire sich mit den Kreisbehörden, die zum Theil aus dem Volk hervorgmgen. Das Volk werde durch das Gesetz zur Selbstthätigkeit angeeifert; der Einwurf, dasselbe sei nicht reif dazu, sei unbegründet. Das Gesetz mache de.i schritt von der bureaukratischen zur Selbstverwaltung, es bedeute einen großen Fortschntt. Art. 1 bestimmt, daß die Kreise in ihrer gegenwärtigen Begrenzung bchehen bleiben. Metz führt aus, daß eine Vergrößerung der Kreise im Juteresse des Landes liege. Er wünscht von dem Ministerium, das sich schon für Vernum deruna der Kreise erklärt, nähere Ai'.skunft. Regierungscommisiar v. Stark erklärt, daß die Veränderung, der Kreise beabsichtigt sei, cs werde dies vorauv- sichtlich bei der Einführung des Gesetzes geschehen sein. , Dumont will, daß die Abänderung der Kreise nur unter Mitwirknng der Stande geschehe. Mimste- rialrath v. Starck beanspri'M dagegen die Ei'itheilung der Kreise als em ver- faffungsmäßiges Recht der Regierung; bei Vorlage der Revision der Persona - Etats werde die Sache übrigens den Standen von ihrer finanziellen Seite zur Vorlage kommen. Walker will die Berathung des Art. 1 ausgesetzt wissen. Gießen, den 16. Juni 1873. ÄmÄ für asS ÄKäK SdjÄ« Art, d-r ««-- G°?!nm>n spr cht fm . a;r^c i Mitwirkungsrecht der Stände gc- schuß Hube an poiitische Fragen nicht gedacht, sondern sich nur von praktischen - -Dumont ist Ebenfalls der Ansicht, daß die Organisation der Erwägungen leiten lassen. Frank bemerkt, daß es sich um mehr als Kreisan- - •- , Reck?d^ R-aiernna sei daß jedoch, nachdem die Kreise einmal fest- gelegenhe.ten, auch um tief in die Staatsverhältnisse eingreifende Bestmimuiigen . ödeten und bestimmte gemeinschaftliche Interessen handle, wie der Ausschußbericht in seiner Einleitung selbst ausfuhre. Der gestell snen, könne. Büch- Referent führt aus, daß man Jndigenat und Staatsangehörigkeit verwechselt vertraten eine Abändeun g ) s ö 8 40—60,000 Seelen be-!habe. Letztere sei für jeden Reichsangehörigen durch eine leichte öormalitat zu ner beantragt, die Kre^^se «,.« E di-Stände'erwerben. Er begreift nicht, wie man einen Artikel, der nur -ine Confereuz stehen zu lassen und ch wieviel Kreise bestehen sollen und ifbber neueren deutschen Gesetzgebung sei, eine nwellirende Tendenz beilege. Bei 'L7ae^k7"7Zre^L^una über den Artikel. Landmann will der Abstimmung wird der Artikel mit allen gegen 7 Stimm-.. H unter Berücksichtigung Art. 7 handelt über die Verpflichtung, unbesoldete Aemter tu der Verwaltung Darmstadt, 18. Juni. Gestern fand aus Anlaß des Regierungs- Er müsse sich unbedingt gegen einen solchen Zwang zu Ehrenämtern er- , f ' << ' . f. t. lu am»« Urtn (SX n »m nm aoa t11 ioTH 111 Cm I fehlen, man 2. evang. Knabenschule zu Lich, Heinrich Carl Walz; dem Schullehrer an der Schule zu Kaichen des Hofgerichts der Provinz Oberhessen, Dr. Georg Buff. treue seine Zustimmung. vorn Gemeinderath mit 36 kr. pr. Eubiknieter genehmigt. den. klären. dem Gie- Julius Harbordt. Das Ritterkreuz 2. Klasse des Philipps-Ordens: dem Actuar bei Landgerichte Ortenberg, Jacob Jockel; dem Actuar bei dem Stadtgerichte ßen, Justus Funk. Das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige Dienste": dem Landgerichtsdiener zu Büdingen, Georg Christoph Türk. Im Reffort des Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen: Minister ausgebrachte Toast galt der Treue deS Heffenvolkes zu seinem angestammten Fürstenhause, welche sich innerhalb der manuichfaltigen Ereignisse der letzten 25 Jahre immer in der glänzendsten Weise bewährt habe. Abends 10-/2 Uhr wurde zum Beschluß des gestrigen Festtags ein Feuerwerk an der DaS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" dem Kreisdiener bei dem Kreisamte Alsfeld, Johannes Ferdinand Pfeiffer; dem Kreisdiener bei dem Kreisamte schotten, Eduard Herth; dem Das Comthurkreuz 2. Klaffe des Philippsordens: dem Director des Ministeriums der Justiz, Georg Kempff. Das Ritterkreuz 1. Klaffe des Philippsordens: dem Hofgerichtsrath bei dem Hofgerichte der Provinz Oberhessen, Dr. Hermann Müller; dem Registrator bei dem Hofgerichte der Provinz Oberhessen, Carl Herzberger; dem Landrichter zu Butzbach, Dr. Carl Gilmer; dem Landrichter zu Laubach, Friedrich Darmstadt, 18. Juni. Aus Anlaß des gestrigen Regierungs-Jubtläums haben des Großherzogs Königl. Hoheit nachstehende Ordensverleihungen in der Provinz Oberhessen vorzunehmen geruht: Im Ressort des Großherzoglichen Ministeriums des Innern: Das Ritterkreuz 1. Klaffe des Ludewigs-Ordens: dem ordentlichen Professor an der Landes-Universität, Geh. Justizrath Dr. Friedrich Wilhelm Hermann Wasserschleben. Das Ritterkreuz 1. Klasse des Philipps - Ordens: dem Kreisrath des Kreises Lauterbach, Julius von Kopp; dem Kreisrath des Kreises Gießen und Provinzial-Director der Provinzial - Direction Oberhessen, Ludwig Freiherrn Röder von Diersburg; dem evangelischen Pfarrer zu Ossenheini und Dekan des Dekanates Friedberg, Johannes Jacob Buchhold; dem derzeitigen Rector der Landes-Universität, ordentlichen Professor Dr. Ludwig Lemcke; dem ordentlichen Professor an der Landes-Universität, Dr. Eduard Lübbert; dem Director des Gymnasiums zu Büdingen, Dr. Ludwig Krämer. Das silberne Kreuz des Philipps-Ordens: dem Bürgermeister der Bürgermeisterei Schotten, Heinrich Wilhelm Kromm. worden ist." — Gelegentlich der Betheiligung evangelischer Soldaten an der Frohn- leichnams-Procession in Bayern bemerkt die „Natioual-Ztg.", daß in Berlin befohlen worden war, zur Beisetzungsfeier für Se. königl. Hoheit den Prinzen Adalbert — welche bekanntlich auf den Frohnleichnamstag fiel — keine katholischen Soldaten zu verwenden. Dies ist, so fügt das Blatt hinzu, die Bedrängung der katholischen Gewissen in Preußen! Paderborn, 13. Juni. Die „Germania" theilt mit, daß die Ohnmacht, welcher der Bischof Martin bei dem am Frohnleichuamsfeste in der Domkirche abgehaltenen Pontificalamte erlag, „lediglich die Folge der übergroßen Anstrengungen der letzten Firmungs- und Visitationsreise war, sowie der am gedachten Festtage eingetretenen eigenthümlichen Witterungsverhältnisse." Die Ohnmacht ging (so heißt es zum Schluß) eben so rasch, wie sie eintrat, vorüber, und der Bischof .befindet sich jetzt wohler als vorher. Menn Herr Martin Altkatholik wäre, so würde die „Germania" gewiß „den Finger Gottes" in dem Vorkommniß erkannt haben; so aber ist bloß das Wetter daran Schuld!) 8chweiz. Genf, 18. Juni. Die Kaiserin von Rußland ist, von Italien kommend, gestern Abend hier eingetroffen, wird den heutigen Tag hier verweilen und morgen ihre Reise nach Stuttgart fortsetzen, von wo sie nach Ems geht, um sich mit dem Kaiser von Rußland dort zu vereinigen. Bern, 18. Juni. Der Bundesrath genehmigte die zwei neuen Genfer Gesetze, betreffend die Organisation des katholischen Cultus und die Betheiligung an den Gemeindewahlen so viele Reichsscheine tilgen. Berlin, 16. Juni. Die bekannte Anfrage bezüglich der bischöflichen Seminare ist auch an den Bischof von Ermeland gerichtet worden. Die Antwort an den Oberpräsidenten — schreiben die „Ermel. Volksbl." — wird nicht anders ausgefallen sein, als die bereits aus anderen Diöcesen bekannt gewor- ." meldet, daß die Regierung die Seminarien der Der schon gemeldete Compromiß, welchen der Bundesrath in der Papiergeldfrage zu Stande gebracht hat, ist der „Wes.-Ztg." zufolge in seinen Hauptzügen folgender: „Das Reich giebt 120 Millionen Mark Reichspapiergeld aus, einen Thaler für jeden Kopf der Bevölkerung. Die Abschnitte sind 5, 25 und 50 Mark Bis zum 1. Juli 1875 wird alles Staatspapicrgelb eingezogen. Neues darf ohne Reichsgesetz nicht wieder geschaffen werden. Die Reichskassenscheine werden von allen öffentlichen Kassen Deutschlands angenommen; im Privatverkehr dagegen kann die Annahme verweigert werden. Sie werden jeder Zeit von der Reichshauptkasse auf Verlangen gegen baares Geld eingelöst. Die 120 Millionen werden nach der Bevölkerungsziffer unter die Bundesstaaten vertheilt. Diejenigen Staaten, welche kein Papiergeld haben, erhalten ihre volle Quote ohne Weiteres, diejenigen, welche Papiergeld haben, müssen zunächst für die empfangenen Reichsscheine den gleichen Betrag an Landesscheinen einziehen und abliefern. Uebersteigt ihr Papierumlauf nicht den Betrag von drei Mark per Kopf, so ist damit die Sache in Ordnung. Wenn aber, wie in Sachsen und einigen anderen Staaten, mehr Landespapiergeld ausgegeben ist, als durch die Kopfquote an Reichspapiergeld getilgt werden kann, so tritt folgendes Verfahren ein: die Hälfte des überschießenden Betrages hat der betreffende Staat aus eigenen Mitteln bis zum l.Juli 1875 einzulösen. Für die andere Hälfte erhält er zum Behnfe gleicher Einlösung vom Reiche die erforderliche Summe unverzinslich in Reichs-Kassenscheinen, deren Betrag zu dem Ende vorübergehend vermehrt wird, vorgeschossen; er muß den Vorschuß in zehn Jahren zurückerstatten, und die Reichskasse muß eben Lokal-Notiz. Beschlüsse aus der Sitzung des Gemeinderaths vom 20. Mai 1873. Anwesend waren: der Großh. Bürgermeister Vogt, die Gemeinderathsmitglieder Bücking, Felsing, Gail, Hanstcin, Heß, Homberger, Keller, Körber, Lüdeking, Nagel, Noll, Pietsch, Ricker, Wallenfels und Wenzel. 1. Auf Vorlage der Baugesuche von Philipp Bauer und Karl Wilhelm Nowack erklärt der Gemcindcrath, daß er bei Genehmigung derselben nichts zu erinnern finde, wenn bei Ausführung der Gebäude, die vom Bauausschuß unter Mitwirkung des Stadtbaumeisters zu bestimmende Linie und Höhe eingehalten werde und die Bittsteller sich für den nöthigen Zugang zu ihrem Eigenthum auf eigene Kosten sorgen, indem die Stadt keinerlei Verpflichtung wegen Eröffnung und Herstellung bezw. Weiterführung der Neichensandstraße übernehme. 2. Bei der Versteigerung über Lieferung von 6 Kubikmetern Steine zur Ausbesserung des städtischen Pflasters, wurde die Forderung um 27 fl. 12 kr. über den veranschlagten Betrag gestellt und auf Vorlage dieses Ergebnisses giebt der Gemeinderath zur Genehmigung derselben Das Ritterkreuz 1. Klasse des Philipps-Ordens: dem rLteuercommissär des Steuercommiffariats Gießen, Steuerrath Hirsch. Das Ritterkreuz 2. Klasse des Lndwigsordens: dem Oberförster der Oberförsterei Büdingen, Leo. Ferner haben Seine Königliche Hoheit der Großherzog aus demselben Anlaß nachstehende Charakterverleihungen Allergnädigst zu verfügen geruht: Im Ressort des Großherzoglichen Ministeriums des Innern: Dem ersten Pfarrer zu Büdingen und Dekan des evangelischen Dekanats Büdingen, Christian Friedrich Meyer, den Charakter als „Kirchenrath"; dem Professor der Architektur an der Landes-Universität, Baurath Dr. Hugo von Ritgen den Charakter als „Geheimer Baurath"; dem Kreisarzt des Kreis- medicinalamtes Lauterbach, Dr. Theodor Sartorius, den Charakter als „Medi- cinalrath." Im Ressort des Großherzoglichen Ministeriums der Justiz: Dem Hofgerichtsrath Dr. Zimmermann zu Gießen den Charakter als „Geheimer Hofgerichtsrath"; dem Bezirksstrafrichter v. Schmalkalder in Gießen den Charakter als „Justizrath". Im Ressort des Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen: Dem Salinen-Jnspector bei dem Salinenamt und der Badedirection Bad Nauheim, Weiß, den Charakter als „Bergrath." ohne Debatte angenommen. Art. 9, welcher über die Vertheünng der Provm- »ial- und Kreisabgaben handelt, wnrde an den Ausschuß zuruckgewiesen, nach- dehl Möllmger auf die Schwierigkeiten und Umständlichkeiten, welchen die Besteuerung der Gemeinden unterliege, hüigewiesen hatte. Die Art. 10 und 11, ebenfalls über die Abgaben der Gemeinden und etwaige Abweichungen von deren Vertheilung handelnd, werden angenommen. (®- vr-) werbe an sieiwilliaen Uebernehmern von Gemeindeämtern nicht Jubiläums Galatafel im Palais am Louiseuplatze statt, bet welcher alle anwe- , fßnnc Volk darin Vertrauen schenken. Strafbestimmungen senden fürstliche» Personen gegenwärtig waren. Nach Beendigung derselben treffen Er beantrage daher Streichung des Theils des reiste Kaiser Alexander, geleitet von dem Großherzog, nach Ems zurück. Abends immer noch treffen. J --------An. ... „„„ ro,„. 6 u$t 6cgann t>ic Gala-Vorstellung im Hoftheater, bei welcher alle übrigen zur Beglückwünschung des Großherzogs hierher gekommenen fürstlichen Gäste anwesend waren. Im Hotel zur .Traube" fand das Festessen der Civilbeam- ten statt. Minister Hofmann erschien bei demselben mit dem ihm gestern von dem Großherzoge verliehenen Großkreuz des Ludwigsordens. Der von dem zpyeifjer; vein niciöuicuti vci uvm jih-iduuuv ------- m Bürgermeister der Bürgermeisterei Ober-Hörgern, Johannes Alles II.; demjdenen. Die ,,N. Allg. Ztg. - -, .„ , .... Bürgermeister der Bürgermeisterei Albach, Philipp Balser; dem Bürgermeister Bischöfe, die sich weigerten, den Lehrplan, Statuten :c. derselben emzuschicken, der Bürgermeisterei Klein-Linden, Philipp Weigel V.; dem Schnllehrer an der schließen wurde. Gewiß keine üble Folge der Klrchengesetze. 2. evang. Knabenschule zu Lich, Heinrich Carl Walz; dem Schullehrer an der — iwdj mtt9c^ei^e A"ckA des ,/Dsservatore 2. evang. Schule zu Grünberg, Peter Magel; dem Schullehrer an der 1. evang. Romano über die Bismarck sche Erklärung wegen der Papstwahl liegt jetzt im Schule zu Kaichen, Georg Schmidt; dem Schullehrer an der 2. evang. Mäd- Wortlaut vor. Nur eine Pe^e aus dieser Kette von Injurien gegen den deut- chenschule zu Butzbach, Adam Wirthwein; dem Polizeisoldaten Georg Erdmann scheu Reichskanzler wäre noch zu ergänzen. Diese Perle ist folgendermaßen Ni Gießen gefaßt: „Sicherlich können wir keine andere Behandlungsweise dieses Gegen- 8 p m ztt ct. rx .....a . standes von einem Häuptling der Revolutionäre erwarten, der darauf ausgeht, Im Ressort des Großherzog tchen Mtrnsterturns der Justiz ' Europa umzuwälzen und einen Umsturz aller Rechtsverhältnisse zu bLir- Das Commandeurkreuz 2. Klasse des Lichewigsordens. dem Präsidenten ^er durch eben so spectakelhafte wie unerwartete Siege verwegen gemacht könne man imum. »vw; ..........u- > ■ ~ , Artikels, der Geldstrafen festsetze. Der Regiernngscommissär halt an dem Entwurf fest' es sei die Uebernahme voii Gemeindeämtern eine Bürgerpflicht, wie die Militärpflicht, und müßten die Renitenten gekennzeichnet werden. Auchi in Preußen sei man von dieser Ansicht ansgegangen. Frank, Buchner und Volz gegen die Geldstrafe. Metz glaubt, es sei überhaupt nicht von emer Geldstrafe die Rede, sondern nur von einer Abgabe, die als Aequwalent für die Nicht- leistung öffentlicher Dienste zu betrachten sei. Der Referent fuhrt aus, daß sich Leute ohne Grund weigern können, Gemeindeämter zu übernehmen und dadurch Stockungen eintreten können. Besondere Verhältnisse würden immer berucksich- tigt werden. Die Abstimmung ergab Annahme der Regierungsvorlage gegen Ludwigs-Säule abgebrannt. 13 Stimmen. Art. 8, welcher über die Bedürfmss.deri Krei. es handelt wurde > Darmstadt, 18. Juni Der Kaiser von Rußland ist gestern nach Ems zurückgekehrt. Der gestrigen Galavorstellung im Hoftheater wohnten alle fürstlichen Gäste des hiesigen Hofes, anch der gestern noch angckommene Großherzog von Baden bei. Es kamen ein Festspiel von Julius Werther und Weber's „Euryanthe" zur Vorstellung und verlief dieselbe bei der Besetzung 1{ „ . «n- - , . m Sor k Q- cm <<■ r t ,' 3. Der mit Philipp Kolb II in Wic,eck und Andern abaeichloffene Accord über die der .Hauptrollen durch NachbuUer, Betz und Frau Mallmger sehr glanzend. Förderung von Grund zur Auffüllung der Straße neben der Turnhalle bis an die Wieseck wurde Der deutsche Kronprinz bleibt heute hier. tvom Gemeinderath mit 36 kr. pr. Eubiknieter genehmigt. Arter jrf den N Echooi Hause men ui selben, Hof, s' die 3U Aiankh günstig Keime oft Ja. von gii einer k wenn flohnl besonde sind, in einer \ Tuberk mflii bl und ba hastenb 5 es sich liches verorbr des Bi jebenfä Bab ai mit w Abwafc Swftw innerur firman' Abend! Bilder stumme zu dem Comme Philosc der clo ein sol noch hc 2795 Cbmt gange Kirch -. gleichen nein 20, möilen Ax tt>it btr i 6i§ zu! b" der M die ^binis! "onrinen Mnk s°llen it 4. Küfer Karl Herbert, welcher einen Garten am Schiffenbergerweg, dem Wenzel'schen Garten gegenüber angekauft hat, will in denselben bauen und auf Vorlage des desfallsigen Baugesuchs erklärt der Gemeindcrath, diesem nicht entgegen zu sein, wenn ihm aufgegeben werde, den Neubau 5 Fuß hinter die Linie der Mauer vom Wenzel'schen Garten zu stellen. 5. Mit der durch den Bauausschuß für den Kasper Vogel bestimmten Baulinie an der Schoor erklärt sich der Gemeinderath einverstanden. 6 Das auf der neuen Anlage, zwischen der Bismarcksstraßc und dem Becker'schen Hause gelegene, städtische Gelände ist als Bauplatz für das Gymnasialgebäude in Aussicht genommen und auf die desfallsige an die Staot Gießen gerichtete Anfrage bezüglich des Preises desselben, ist beschlossen worden, dasselbe für 80.10 fl. für besagten Zweck abzutreten. 7. Der mit Emil Kalbfleisch wegen Errichtung eines Denkmals auf dem hiesigen Friedhof, für die dahier verstorbenen und beerdigten deutschen Krieger abgeschlossene Vertrag erhielt die Zustimmung des Gemeinderatbs. Tauerstoff, Ozon und Stickstoff, als wichtige Heilmittel, von Dr. med. Iochheim in Darmstadt. (Schluß) Tuberkulose und chronische Lungenschwindsucht sind aber so tief begründete Krankheiten, daß vorübergehender Gebrauch des Stickstoffs keinen dauernden günstigen Einfluß auf diese Krankheiten auszuüben vermag. Krankheiten, deren Keime oft schon von früher Kindheit an bestehen und zu deren Entwicklung oft Jahrzehnte beigetragen haben, bedürfen einer Kur von Monaten, wenn sie von günstigem Erfolg begleitet sein soll. Zur Unterstützung der Wirkung des Stickstoffs kann ich neben Einhalten einer kräftigen, leicht verdaulichen, reizlosen Diät, den Genuß von Fett - wenn es vertragen wird — und einer kalkhaltigen Nahrung (Bohnen, Hafergrütze u. s. w. ohne die Hülsen) empfehlen, von Arzneimitteln besonders calcaria lactica und acid. kakody licum. Diese Mittel sind, in Verbindung mit der bezeichneten Diät, geeignet, das Zustandekommen Springprocession, deren Ursprung, alten, aus dem 8. Jahrhundert stammenden Hebers Lieferungen zufolge auf ein allgemeines Viehsterben im Luxemburgischen und in der Eifel zurückzuführcn i|t, betheiligten sich diesmal, nach Angabe des echternacher Anzeigers, 1500 Beter, 8636 Springer, 1190 Sänger, 98 Musiker, 36 Geistliche, 18 Fahnenträger, 3 Schweizer, 8 Gensd'armen, 3 Forstbeamte, 85 Pompiers und 6 Poltzei- diener, — im Ganzen 11,588 Personen. Literarisches. lieber Nahrungsmittel im Allgemeinen und über den Werth des Fleifch- extracts als Bestandtheil der menschlichen Nahrung insbesondere. Briefliche Mittheilungen an Herrn Joseph Bennert rn Antwerpen von Max von Pettenkofer. Braunschweig, Fr. Vieweg & Sohn. 1873 Der Autor legt die hochinteressanten Resultate der wissenschaftlichen Enqueten über das Liebig'sche Fleischcxtract, speciell über dessen Werth für die Ernährung des Menschen, in kurzgefaßtem populärem Resum« dar. Pettenkofer definirt zunächst Wesen und Zweck der Nahrung und weist auf die Unterscheidung Voit's zwischen Nahrung, Nahrungsmittel, Nahrungsstoff und Ge- nußmittel hin. Die Genußmittel, wozu das Fleischcxtract zählt, sind noch lange nicht gehörig gewürdigt; „sie sind," sagt Pettenkofer, „wahre Menschenfreunde, sie helfen unfern Organismus über manche Schwierigkeiten hinweg, ich möchte sie mit der Anwendung der richtigen Schmiere bei Bewegungsma^schinen vergleichen, welche zwar nicht die Dampfkraft ersetzen und entbehrlich machen kann, aber dieser zu einer viel leichteren und regelmäßigeren Wirksamkeit verhilft und außerdem der Abnutzung der Maschine ganz wesentlich oorbeugt..........Sie dürfen die Maschinentheile nicht angreifen, sie müssen, wie man sagt, unschädlich sein. Und diese letztere Bedingung erfüllt das Fleischcxtract in einem hervorragenden Grade, denn es ist gradezu ein natürlicher Bestandtheil unseres Körpers selbst, wie Eiweiß und Fett, es ist von einem Ursprung her ein unserm Organismus durch und durch befreundeter Stoff, der nichts enthält, was nicht ohnehin ein integrirender Bestandtheil jedes gesunden Körpers wäre. „Der Mensch", folgert P., „kann ohne Fleischsuppe und Fleischextract leben, das ist keine Frage, gleichwie er auch ohne Thee und Kaffee, ohne Bier und Wein, ohne Zucker, ohne Salz und Pfeffer leben kann. Aber, fragt ihn nur nicht, wie? Ich wüßte zum Ersatz der Fleischbrühe vorläufig kein Mittel zu empfehlen, was besser, oder nur ebenso gut und wohlfeiler wäre. Es wird eine Zeit kommen, meint P. zum Schluß, wo man es gar nicht mehr anders wissen wird, als daß in jeder ordentlichen Küche ein Topf mit Fleischextract sein muß, gerade so, wie jetzt Pfeffer und Salz." einer venösen, tuberkelfeindlichen Blutbefchaffenheit und der Verkreidung der Tuberkeln zu begünstigen. Stickstoffgas wird aus der atmosphärischen Luft dargestellt, indem man dieser ihren Sauerstoff durch Glühen mit fein zertheiltem Eisen entzieht und das gewonnene Gas noch durch Kalilauge leitet, um ihm etwa noch anhaftende Kohlensäure zu nehmen. Da 1 Liter Wasser nur 0,031 Stickstoffgas aufnehmen kann, so lohnt es sich nicht der Mühe, stickstoffhaltiges Wasser, sei es nun natür% liches von Lippspringe, Jnselbad u. s. w., oder künstliches zu Heilzwecken 511 verordnen. Da die Bäder zu Lippspringe und Jnselbad nur durch den während des Bades aus demselben entweichenden Stickstoff wirken können, so thut man jedenfalls auch klüger, diese Stickstoffinhalation direct und nicht durch das Bad anzuwenden. Jedenfalls sind Bruftleidenden wöchentlich 2—3 laue Bäder mit weinsteinsaurem Eisen oder mit Eichenrindeabkochung und später kühle Abwaschungen nützlicher als schablonenmäßig täglich genommene Bäder zu Lippspringe oder Jnselbad. Vermischte S. * Der Leipziger Taubstummenverein beging neulich sein hundertjähriges Erinnerungsfest. Vor luO Jahren war nämlich der erste von Heinicke vorbereitete Con- firmand confirmirt worden Früh fand der Actus im Taubstummen - Institut Statt; Abends war eine Feierlichkeit im Hotel de Prusse abgehalten, bei welcher lebende Bilder (Christus heilt einen Taubstummen, das traurige Schicksal der Taubstummen im Mittelalter, Dank einer Mutter, Heinicke als Lehrer rc.) gestellt wurden, zu dem ein (tauber) Lehrer der Anstalt einen verständlich und laut gesprochenen Commentar gab. , ,, Kiel. Nach der Fl. N. Z. ist dieser Tage vom einem kreler Professor der Philosophie der 2302. Geburtstag Plato's festlich begangen worden. Von den Details der classisch - modernen Feier ist nichts an die Oeffentlichkeit gedrungen, als daß ein solenner Ball den Anfang und das Ende des Gedenkfestes bildete. Es gibt doch noch harmlose Menschen! * An der berühmten, alljährlich am Pfingftdienstage Statt findenden echternacher Börsennachrichten. 17. Juni 1873. Preuss. 4%% Oblig. 104% Frankf. 3%% Oblig. 87 Nass. 4i/2°,o Obi. 100 Kurhess. 4°,° „ 96% Gr. Hess. 5°/, Obi. 101% n , 4°/o „ 99 » n 3'/?/. „ 96 Bayer. 5% „ — „ 4%% 1jährige 100 „ 4° 0 1jährige 92'/2 Würtemb. 4* 1 II./2°./o Obi. 100% Baden 4%0/0 ObL c. E. L. 100% Oesterr. Silberrente 65% „ Papierrente 60% Spanier, neuest. 3% 17% Amerik. Bonds 1881r 98% „ „ 1882r 96 „ „ 1885r 96% , n 1887t 97% Actien. Frankf. Bank 144% Frankf. Vereins-Kasse 119% Darmst. Bankact. 420 Wien Bankactien 1027 Oest. Creditact. 273% Galizien 124 Actien. 50/0 östr. F. St. E. B. 346% Lombard. Bahn 197 Ludwigsh. Bexbach 189 Maxbahn 129% Bayer. Ostbahn 120% Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. 166% Oberhessen „ 72 Wechsel. Amsterdam k.. S. 97% Augsburg k. 8. 100 Berlin k. S 104% Bremen k. S. 105% Brüssel k. S. 93 Hamburg k. S. 105% Leipzig k. S. 105 London k. 8. 117% Lyon k. S. — Paris k. S. 92% Wien k. S. 103% ditto m. S. 103% ditto 1. 8. 103 Disconto 6 0,0 Prioritäten« 39/o östr. Stsb. Prior. 59 3% östr s. Lombard 49% 3% Livorneser 33% 5% Toscaner 55% 5°/o Elisabeth.-Prior. 85% do. II. Emiss. 82% Cwoldsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 56%—57% Pistolen . . 9 37—39 T doppelte 9 37—39 HoU. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 30—32., 20 Frankenat. 9 18%—19% Engi. Sover. 11 44—46 Russ. Imper. 9 37—39 Dollar in Gold 2 24—25 Anleliensloose. Darmstädter fl. SOLoose — 25 Kurh. 40 Thlr. Loose 69% Nassau 25 fl. — Braunschweiger 23% 30 0 Oldenburg, ä 40Thlr. 37% 40,0 bayr. Präm.-Anl. 111% 40/0 badische Locse 109% Badische fl. 35 Loose 58 "■ 2 Oestr. fl. 250 v. 1854 93% 1858r Prioritätsloose 208% 1860r Loose 91% 1864r „ — 2812) Das Annoncen - Büreau von Rudolph Mosse, vertreten durch B. Heidingsfelder in Gießen, ist für die Beförderung von Inseraten jeden Inhalts, wie Empfehlungsanzeigen, Kauf- und Verkaufgesuche, Stellengesuche, Familiennachrichten u. s w als besonders zuverlässig zu empfehlen. d f f ß e m e 1 n e r Anzeiger. 8 Freitag den 20 Juni d. I, K Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Pfandlokale dahier: Versteigerungen. 2795) Es soll die Anlieferung von 300 Cbmtr. Bruchsteinen an die Weg - Ueber- gänge im Meilenstein 19,54 der Gemarkung Kirch - Göns und von 500 Cbmtr. desgleichen an die Wegübergänge im Meilenstein 20,96 und 21,01 der Gemarkung Ober- mörlen oder auf die Station Bad-Nauheim in Loosen von 100 Kubikmetern im Wege öffentlicher Submission verdungen werden. Die Offerten sind portofrei und versiegelt mit der Aufschrift: „Submission auf Stein-Lieferung für die Bahnstrecke Bad-Nauheim bis Lang-Göns" bis zum Submissionstermine den 23. Juni d. I , Vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Betriebs-Jnspection zu Frankfurt a/M. etnzuretchen, woselbst auch die Bedingungen eingeschen und die Submissions-Formulare in Empfang genommen werden können. Frankfurt a. M., den 12. Juni 1873 Königliche Betriebs-Jnspection. Heyl. 3 Paar Buckskinhosen, 1 schwarzer Frack, 1 Ueberzieher, 2 Röcke, 1 seidene Weste und 3 Hemden meistbietend versteigert werden. Gießen, den 16. Juni 1873. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Semmler. Feuerzeug, 1 Fäßchen Crystallöl, 1 Fäßchen Schmierseife, 1 Kanne Firniß, 1 ditto Terpentinöl und 28 Pfund Flachs meistbietend versteigert werden. Gießen, den 19. Juni 1873. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Semmler. 8 Samstag den 21. Juni 1873, gj Vormittags 10 Uhr, soll die Grasnutzuug von den Schneißen des Gießener Stadtwaldes im Rathhaus-Saale öffentlich versteigert werden. Gießen, den 14. Juni 1873. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Z Lieferungen Mittwoch den 25. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll das für die Entbindungs-Anstalt Gießen auf das Jahr 1873 erforderliche Holz und Stroh wenigstnehmend in Lieferung vergeben werden. Gießen, den 18. Juni 1873. Der Rechner der Entbindungs-Anstalt: ©tum pf- Heugras-Versteigerung der Fürstlich Sol m fischen Rentei Lich. I. Gemarkung Kolnhaufen, Gemarkung Lich, Wiesen unterhalb der Stadt- Freitag den 20. Juni, Vormittags präcis 8 Uhr, Muckcnwäldchen an der Wetter, zwischen den Bächen, an der Lohmühle, Bleichgarten am Ditert, Gänsweidewiese, Wiese in der Guckerau, zusammen 18 Morgen. Zusammenkunft und Anfang im Muckenwäldchen. II. Gemarkung Lich, Wiesen oberhalb der Stadt- Montag den 23. Juni, Vormittags präcis 8 Uhr, Wiesen der Peinmühle gegenüber, den Wiesengrund herab, Großer Wörth, Stockwiese, zusammen 109 Morgen. Zusammenkunft an der Saubrücke, ^nächst der Peinmühle. n Montag den 23. Juni d. I., III. Gemarkung Mühlfachsen, Ober- Z Nachmittags 2 Uhr, und Niedec-Befsingen. sollen in dem Nebenbaue des Herrn Louis Donnerstag den 26. Juni, Petri in den Neuenbäuen mehrere Säcke Vormittags präcis 8 Uhr, Kleefarnen 3 Kisten Seife, 3 Kistchen Lim- Hainwiese, Krummwiese, Riedchen, Seewiese, burger Käse, 1 Kiste Stearinlichter, 1 Kiste Sautenkor, im Ganzen 136 Morgen. Zusammenkunft zu Mühlsachsen. IV. Gemarkung Burkhardsfelden. Freitag den 27. Juni, Vormittags präcis 9 Uhr, Mönchwiese und Strauchwaldwiese, im Ganzen 70 Morgen. Zusammenkunft in der Mönchwiese. Die Ausgebote geschehen in Abtheilungen von ein bis zwei Morgen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martinitag l. I. gestattet. Lich, 8. Juni 1873 (2773) Fürstlich Solmfische Rentei Lich. Heugras - Versteigerung zu Groß-Linden. Donnerstag den 26. Juni d- I., Nachmittags 1 Uhr, soll das Heugras von den Wiesen der ersten und zweiten Pfarrei Groß-Linden öffentlich meistbietend versteigert werden. Koch, Kirchenrath. (2844) Henkelmann, Pfarrer. § Montag den 23. d. Mts-, K Vormittags von 9 Uhr an, sollen in den Waldungen der Stadt Grün- berg, Diftricten Teufe, Raubschloß und Teichskopf: 97 Fichten-Stämme von 10 bis 29 Cent.- Mtr. Durchmesser und 7 bis 10 Meter Länge, 453 Fichten Stangen von 7 bis 14 Cent- Mtr- Durchmesser und 7 bis 11 Meter Länge öffentlich versteigert werden. Der Anfang ist im District Teufe. Pracht. (1607) Zu haben bei auf dem Kreuz. 2848) Alle Sorten Farben, trocken Wilhelm Balser F. VV. A. 49 entgegen. / I Farbig ' (1867) in lackirten Blechwaaren- Einladung zum Abonnement Gießen. auf die t SHesfilchenVolKsblättersliaiideszcitimg) (2840) Rcw Tuch und ä$ut6tin S4after, | Reickbaltigste f.'rtirt, emvfch^i.d^rnul "*** I < ufs Markcstraße (Wettergasse) Nr. 25. Redactton Druck und Verlag dec Brühl'schen Unio-D ruderet (Fr. Ehr. Bietsch) in Gießen 02 werden Taffe» re. re. in Glas u. Crystall: Blumenvasen, 2814) Eine größere Parlhie abgetragener Kleider werden im Ganzen billig Qbßefltben. Fischglocken, Figuren, Blumentöpfe, Blumenampeln; 2757) Ein Familienlogis zu vermiethcn in Lit. D. 54, Neustadt. 2845) Die Kleeerndte meines an der Steinkaut gelegenen Ackers ist tm Ganzen oder in kleineren Abtheilungen zu verpachten. Carl Schwan- iowohl, als - . ■ auf’« Fernste in Oel gerreben^Frrnrffe Oelfarbmühlen, Broncen, Mal rwalz-n -mpfieh^^ Stotternde vollständig geheilt durch A. JE. Gei dts, Specialist für Sprachleidende. Bierkruge, WirtKschafts - Gläser und Flaschen; in broncirteu Thouwaareu: 2837) Ein Haufen Mist ist billig zu verkaufen. Neuenweg B- 194. C. W. Bullrich’s UNIVERSAL- KHMIil MiS-SlI.Z. 2749) Eine der ersten Cigarren- und Rauchtabaksfabriken in der Nähe von Frank- urt a M. sucht zur Bereitung des Miitel- md Unterrheines, von Mittel- und Nord- u^utschland, eventuell auch Schleswig: Holstein, einen fleißigen, soliden Reisenden. Derselbe muß gute Empfehlungen besitzen und die genannten Gegenden scbsn bereist haben. Bewerber, welche in der Branche bereits arbeiteten, genießen den Vorzug. Gefl. Offerten sub Chiffre M. 7484 befördert bte Annoncen-Expedition von Re«- «d Badezeit für die Schuljugend sind an Woch-utagc» Dorm.ttags von I» b.s 4 toon bis 7 Uhr, an Sonn- und ^etertagen nur Vormittags von / bts 1-^ Uhr. dkesen Stunden wird gute und streuge Aufsicht geführt, so daß die vereheliche» Eltern in ,eder Bez.ehung sind in der Anstalt z>. erfahre.., wo auch die Abouuementsliste zur gefäPgen^Einzeichnm^offen^lttgt. 2852) Frische Butter ä 30 fr. per Pfund hei Abnahme von 5 Pfund an verkauft Julius Wallach. 2874) Guie Kartoffeln verkauft Krailing, Neuenweg. 2855) Am verflossenen Sonntag Abend . g[VUqv. 'JvH. ,rourt)e au| dem Hamm, aus dem Fußpfade, 2841) Ein Cigarr-n-iuis wurde «m 17. dicht neben »em s"n® r“ wi?b eine Belohnung. Man bittet, dasselbe in bei der Exped. o. Bltts. abzugeb^n.------- der Exped. d. Bltts. abzugeben. 2676) Ein Arbeiter und ein Lehrling --—-----. , t a ~-— gesucht von KarlGutbub, Schuhmacher. 2789) Em zuverlässiges gefetztes Kinder-,’ --------------------- Mädchen wird zu sofortigem Eintritt ge-i sucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. I Wirtlffchflsi jur HnM: s Täglich frische Lauer milch. Kleider roeroen im Bauzeit uiu.y f26444 Näheres zu erfragen tzek der Exped^Bl. f ) le ?ort?w.st» «efunb, sowie ein'e'ÄnjU trockener Birn- auch mittelst Oampfk aft ^-Bohlen, werden k-mjlich abgegeben. '“Ä Zn erfragen bei der Exped. d. Bltts. * 0 • noOTr iSnufpH Mist ist bil