1873 Montag den 18. Angnst Darmstadt, am 29. Juli 1873. Acker m a u n. Stein. Fischer. :d voi 0 Gefundene Gegen ft ä n d c BCESS 1. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern für das enthält: kanntmachung Kenntniß geben. Darmstadt, am 11. August 1873. Zu Nr. M. d. I. 7100. Betreffend: Die Auszahlung der Werth- und Schadensersatzgelder von Feldstrafen. vtrrrrljährlg 1 ft 13 tr. vn Vrtnzerlohn. Durch bi« -Aafi tcAo^en viertelicchrig » g. 29 h Großherzogliche Oberstudien-Direction v. W i l l i ch. LrlchrMt täglich, mit ViS- nähme DormtagK. Spedition: LauzleiLer^. ett B Nr. 1 Bekanntmachung. Betreffend: Die Prüfung der Aspiranten zum Staatsdienste im Medicinal- und Beterinärfsche. Vom 13. October dieses Jahres an findet die Staatsprüfung der Aspiranten für Stellen im Medieinalfache nnd vom 20 October dieses Das G r o ß d e r z o g l i ch e M i n t st e r i u m des Innern an die Grvßherzoglichen Kreisämter. Nachdem wir int Eiuverständniß mit dem Grvßherzoglichen Ministerium der Finanzen angeordnet haben, daß die Äwrih- und Lrchadmsersatzgelder vot> Geldstrafen in Zukunft von den Großherzoglichcn Rentämtern nicht mehr direct an die Empfangsberechtigten ausbezahlt, sondern an die Gememdeemnehmer abgeliefert, und von diesen den bezugsberechtigten Grundbesitzern zugestellt werden, sind zur Ausführung dieser Anordnung die nachstehenden Bestimmungen getroffen wordem^ ^^herzoglichen Rentämter werden sämmtliche Werth- und Schadensersatzbeträge aus einer Feldstrafperiode auf einmal dem betreffenden Gemeindeeinehmer unter Mittheilung eines alphabetischen Verzeichnisses der Empfangsberechtigteil, welches so eingerichtet ist, daß zugleich die Ouittungen darauf gesetzt werden können, zustellen und gleichzeitig der betreffenden Bürgermeisterei eine Mittheilung des Gesammtbetrages dieses Verzeichnisses zugehen lassen, der Bürgermeisterei auch dann, wenn in einer Feldstrafperiode Werth- und ^Lchadensersatzbeträge abzuführen sind, hiervon Nachricht geben. 2) Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden auf Grund der ihnen vom Rentamt gemachten Mittheilmlg, den von den Gemeindeinnehmern zu erhebenden Betrag demselben nach vorgängiger Controlirung in Einnahme und resp. Ausgabe anweisen, die Mittheilungen aber darüber, daß Werth- und Schadensersatzbeträge in einer Feldstrafperiode nicht abzuliefern waren, dem Gemeindeeinnehmer kurzer Hand zustellen. 3) Die Vereinnahmung der in die Gemeindekassen fließenden Beträge hat unter Ord. Nr. 35, die Verausgabung der den Bezllgsberechtigten zu leistenden Zahlungen unter OrK Nr. 100 des Voranschlags stattzufinden. 4) Die Gemeindeeinnehmer werden sich bemühen, den bezugsberechtigten Grundbesitzern die ihnen zukommenden Beträge vollständlg zuzustellen; werden einzelne Posten nicht erhoben, so verbleiben dieselben der Gemeindekasse. Wir beauftragen Sie, den Inhalt dieses Ausschreibens durch Abdruck in den Kreisblättern zur allgemeinen Kenntniß zu bringen, die Bürgermeistereien und Gemeindeeinnehmer ihrer Kreise speciell darauf hinzuweisen und schließen zu diesem Zweck eine entsprechend Anzahl von Abdrucken an. von Starck. Ra utenb usch. B e k a n n t m a ch u n g. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß am 18. und 19. September d. I. eine Definitorialprüfung der Schulamts- Aspirantinnen 'dahier abgehalten und am erstgenannten Tage, Vormittags 8 Uhr, im Amtslocal der unterzeichneten Behörde beginnen wird. Diejenigen Schulamts -Aspirantinnen, welche sich dieser Prüfung zu unterziehen beabsichtigen, haben ihre an die unterzeichnete Behörde zu lichtenden Gesuche, unter Beischluß des ihnen bei der ersten Prüfung erthcilten Zeugnisses, im Original oder in beglaubigter Abschrift spätestens bis Ende des laufenden Monats bei den einschlägigen KreiS - Schnlcommissionen einzureichen, welche hierüber die Berichte der Ortsschulvorstände schleunigst kinholen und mit den Gesuchen rechtzeitig weiter befördern werden. Die Großherzoglichen Kreis - Schulcommissionen und die Ortsschulvorstände werden den Schulamts-Aspirantinnen m geeigneter Weise von dieser Be- mD EIL io wett i *» ÄWn! b baß die ßintr !>en, daß, waSr । damit Niemar. Reich des Mit! il- Mag Pius II siele alles HanUlv ie: ewig wahr e • nichts Bös// e schließt die seinen Bruder, te iyon Jesu M cheiei. Gott Hv°! en und Opfernd« kiebe schmäht cisr . fcOtn die Mensche r Jüngerschaft b: । ba8 Gewiss« rige, der gen ober Tugm bliebe und ibiifÄ übcrschafti».y > iste, aus der Sine riefe Petri (2,17) , die Liebe zu (k ir fordert ®el oiia en, unt nennt tf 19). In mit Auszeit [ tts ebriiW*' ft mit jt' cMenfchengeschlechti: ligung der menschi ma W der xw n dar Derizaitq onertanni. T- kvatt widersteht, tr wir ter Dty , Gerechtigkeit * ncr äkrbebalt Ei ijer was des W gebiet, fenternu .ch Gottes DM reltlicke ObriM । wcleder gegeni » ' er bringt Die , Geliebte im W Dfr kirchli^ , ?eTo^ des ZÄ ■"Welt, woduii Ein Regenschirm, zwei Schlüssel, ein kleines Portemonnaie mit 42 Krzrn-, eine Broche von Holz, eine Blume vorstellend, ein Geldbeutelchen, gehäkelt, mit 1 fl- 25 fr Inhalt, ein Tutzend Mechaniken zu Corsetten, ein rothes Kinderjäckchen. . .... . . . . . . sich tB. nabtt iw? E Bekanntm ach u n g. Betreffend: Die Auszahlung der Werth- und SchaL^rerfatzgelder von Feldstrafen. Nachstehenden Abdruck des Amtsblatts Großherzoglichen Ministeriums des bringen wir zur allgemeinen Kenntniß. Gießen, den 11. August 1873. Großherzogliches Krewamt Gießen. v. Röder. s Jltl*” t« «*• c 11 . \111/ U 41# Ulli 4L V JUl iU/Uimni ÄU VS VI icmili um l Vll/V J Oi HIV VIJUW_ ri •• < r iyi * v f l «• j, f . i'TS'bnSiW Die Eigenthüwcr weiden aufgtforbert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Zinder zuruckgegebcn oder Ünöechch' später zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden. Gießen den 18. August 1873. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzial-Hauptstadt Gießen. Nover- nätkies ‘«-üb gew°U Sbieau«^ ... . . . , . . v I ahres an die, der Aspiranten für Stellen im Veterinärfache statt. r.k * ’ Nach Art. 5 der Verordnung vom 10. Februar 1860 (Regierungsblatt Nr. 10) und Art. 5 der Verordnung vom 11. Aprrl 1862 (Regierungsblatt tfrr|b die Nr. 16) sind die Gesuche um Zulassung zu diesen Prüfungen, mit den erforderlichen Belegen versehen, alsbald nach dem Erscheinen der gegenwärtigen Be- L ~ kanntmachung, bei Großherzoglichem Ministerium des Innern einzureichen. n Darmstadt, den 28. Juli 1873. Großherzogüche Ober-Medicinal- Direktion. ■ä-Ä r DfUtfcfirQIll). 1 Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern für das a zn rr. xvi m i 44 Wv Q7 Jahr 1873 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bednrfniffen Darmstadt, 16. August. Das Großherzogl.ch- Reginuugsblatt Nr. 37 J Kreises Di-burg. ®cbeimnif ' ^^erwalter tu ' tickt an ii Nm Siner br J ^7°nb iüne und welche mi,fl8ern, ist lS. 11 tu erbe, tzz j; Mte, fonben l Q lt ybeime, aiti ® xWabm flMHHBi eyte nWw r»i ------------------- :er bem Bonvch 'chlange, statt ir n6 wenn ber tos 4. Ertheilung eines Erfindungspatents. Pranger der Oeffentlichkeit stellen könnte. gen Krieges erfahren: ovmxaj uvi|uui vicu iuiv — . o" .....0 0* 1 und ballte die Fäuste, „ich bin ganz ersucht, die Lehrer auf das genannte Büchlein aufmerksam zu machen, auf die freute ich mich noch so, als ich preußische Anschaffung desselben für Volks- und Schulbibliotheken binzuwirken und sich formen und mit den schmucken Kopfbe-! gelegentlich darüber Kenntniß zu schaffen, ob die Lehrer an den Volksschulen wenn sie aber heute wiederkämen, ichchestrebt seien, die aus der genannten Schrift gewonnenen Anschauungen in Onkel", sprang Heinrich auf und ballte die Fäuste wuthig (!) auf die Preußen! Gestern Husaren in den prächtigen rothen Uniformen und mit den schmucken Kopfbe schnell ein. um Bei Mm TO ordnet wer ^gehaltene Bellinzona UWeW M Wr md M Me cm lerer Sn Wölben W haben schot ßalls die rnszndeh. e auf die V> gul ist Verhaut No setzte M zu Marie in dem Kreise der Erwachsenen anszuüben im Stande sei, in der angedeutetcn Richtung geltend zu machen Die dazu erforderliche Bekanntschaft mit den Lehren der Volkswirthschaft könnten die Lehrer aus dem kleinen Werke: Volks- ! wirthschaft für Jedermann. Auf Veranlassung der königlich württembergischen Centralstelle für Handel und Gewerbe herausgegeben. Berlin, Wilhelmstraße 91, Verlag von Leonhard Simion, 1873." — entnehmen. Schließlich werden die königl. Kirch nvisitakoren und städtischen Schulcollegieu des Regierungsbezirkes Berlin, 14. August. Nach untrüglichen Anzeichen wird bezüglich der Einführung der obligatorischen Civilehe Seitens der Negierung in einer oder der anderen Form, d. h. bei dem Landtage oder bei dem Reichstage, die Initiative ergriffen werden, und es wird der Antrag der Reichstags-Abgeordneten Dr. Völk und Dr. Hinschius über Einführung der Civilehe und Civilstands- register, der bekanntlich zu einem vollständigen, in der Commission gründlich durchberathenen Gesetzentwurf geführt hat, keine verlorene Mühe gewesen sein. Der Widerstand, welcher sich bisher gegen die Civilehe geltend machte und allerdings unüberwindlich schien, dürfte jetzt gegenüber dem mehr als dringenden Bedürfniß den bisherigen Standpunct aufgeben. — Es fällt auf, daß der Reichs-Jnvalidenfonds nicht unbeträchtliche Summen in süddeutschen Communal- Anleihen begeben hat, während norddeutsche Communen noch fast gar nicht sich an den Jnvalidenfonds gewendet haben, jede Bedenken aber, welche gegen ^Ltaatanleihen erhoben wurden, sich völlig grundlos erwiesen haben, da solche bisher weder contrahirt sind noch auch in Aussicht stehen. Berlin, $5. August. Ueber die Consccration des Bischofs Reinkens entnehmen wir einem Berichte der „BonnerZeitung" aus Rotterdam, 11. August, noch Folgendes: „Nach der Feierlichkeit hielt der Bischof von Deventer eine längere herzliche Anrede in Holländischer Sprache an die beiden neugewählten Bischöfe, an die Holländischen Geistlichen und an die Deutschen Altkatholiken. Im Namen dieser sprach später Ober-Regierungsrath Wülfing dem Bischof von Deventer den herzlichsten Dank aus. Darauf wurde die folgende Urkunde verlesen und unterzeichnet'. „Heute, am 11. August 1873, am zweiten Tage der Octave des h. Laurentius ertheilte in der nach diesem Heiligen benannten Kirche zu Rotterdam der hochwürdigste Herr Bischof v. Deventer, Herr Hermann Heykamp, assistirt von den Herren Canonicis Joh. Haderwijk, Generaloicar von Haarlem und Joh. Verhey, Generaloicar von Utrecht, dem neugewählten Herrn Bischof von Haarlem, Caspar Joh. Riukel, und dem von den Deutschen Altkatholiken am 4. Juni d. I. zu Köln zu ihrem Bischof gewählten Herrn Dr. Jos. Hub. Reinkens, Professor der Theologie zu Breslau, in feierlicher Weise gemäß im Römischen Pontifikate enthaltenen Ritus die bischöfliche Con- secration. Die bei dieser feierlichen Handlung anwesenden Deutschen Altkatho liken haben darüber dieses Protoll ausgenommen, um das so hochwichtige und hochersreuliche Ereigniß der Weihe des ersten altkatholischen Bischofs für Deutschland kommenden Zeiten zu beurkunden. Sie wollen damit zugleich dem hochwürdigsten Herrn Bischof von Deventer ihren ehrfurchtsvollen Dank dafür aussprechcn, daß er den Deutschen Allkatholiken diesen wichtigen Dienst erwiesen. Sie danken auch allen Priestern der altkatholischen Kirche von Holland, welche bei der heutigen Feierlichkeit mitgewirkt haben. Sie bringen den beiden neugewählten Bischöfen ihre ehrfurchtsvollen Glückivünsche dar und erneuern ! ihrem nunmehr in die Reihe der Nachfolger der Apostel eingetretenen Bischof Reinkens die Versicherung ihrer ehrfurchtsvollen Liebe und das Versprechen ihrer unwandelbaren Treue. Sie schätzen sich glücklich, daß cs ihnen vergönnt war, bei einem Acte von so großer Bedeutung persönlich zugegen zu sein. Die Hochwürdigen Herren Bischöfe und die Herren Assistenten sind gebeten worden, dieses Protocoll, welches nach Beendigung der Feierlichkeit in der Wohnung des Hochwürdigen Herrn Bischofs von Deventer verlesen worden ist, mit zu unterzeichnen. Das Original dieser Urkunde soll in dem Archiv unseres Herrn Bischofs und der Syuodalrepräsentanz der Altkatholiken des Deutschen Reiches, eine beglaubigte Abschrift im Archiv des Centralcomit^s zu Köln niedergelegt werden. Also geschehen zu Rotterdam, 11. August 1873." Kiel, 13 August. In einem an die königlichen Kirchenvisitatoren gerichteten Schreiben der königlichen Regierung zu Schleswig bezeichnet diese es als wünschenswerth, daß bei dem großen Jntereffe, welches die Klarstellung der Verhältniffe der volkswirtschaftlichen und socialen Frage für die weiteren Kreise der Bevölkerung gewonnen habe, richtige Anschauungen über die Bedingungen und natürlichen Gesetze, nach welchen sich die Höhe des Arbeitslohnes mit) der Gewinn der Fabrikanten und Gewerbtreibenden, die Preise der Lebens- bedürfniffe, die Grundrente des Landmannes und der Zinsengenuß des Kapitalisten regeln, verbreitet werden, und daß der Ueberzeugung Eingang verschafft werde, daß die Lage des Arbeiterstandes, im Großen und Ganzen genommen, jetzt besser sei, als in früheren Zeiten, und daß die praktische Anwendung der socialistischen Lehren am schwersten die arbeitenden Klassen selbst schädigen müsse. Der Lehrerstand wird sodann als ganz besonders berufen bezeichnet, den großen Einfluß, welchen derselbe auf die reifere Jugend und, besonders auf dem Lande, Kreise Nidda, Friedrich Bierau, die erste evang. Schulstelle daselbst zu über- ) tragen ; am 2. August den Gehülfen bei dem Kreisamte Darmstadt, Peter Haller, , zum Kanzlisten bei dem Obcrconsistorium und am 5. August den Hofstallbei- - knecht Conrad Stier aus Eberstadt, Kreises Gießen, zum Hoskutscher zu ■ ernennen. ' 6. Charakterertheilungen. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 9. Juli dem Weißbindermeister und Maler Theodor Klump in Darmstadt den Charakter als „Hosweißbiuder", am 16. Juli dem Friseur Karl Gröben in Bad Nauheim den Charakter als „Hoffriseur", am 30. Juli dem Obsthändler Jacob Mayer II. in Eberstadt den Charakter als „Hofobstlieferant" zu verleihen. 7. Versetzung in den Ruhestand. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 24. Juli den Oberrechnungs - Revisor bei der zweiten Abtheilung der Justificatur der Oberrechnungskammer, Peter Schäfer, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen. 8. Concurrenzeröffnung. Erledigt ist: die evang. Schulstelle zu Burck- hards, im Kreise Schotten, mit einem jährlichen Gehalt von 400 fl. 9. Sterbfälle. Gestorben sind: am 23. Juli der quiescirte Notar Ferdinand Albert von Steinmetz zu Heppenheim a. d. B.; am 26. Juli der pen- sionirte Oberappellations- und Cassationsgerichts - Protokollist und Kanzlist Jo- Hann Gottlieb Brust zu Darmstadt; am 31. Juli der Oberhoflaquai Johannes Bajus zu Darmstadt; am 2. August der erste evang. Pfarrer Christian Fitting zu Alzey; am 4. August der evang. Pfarrer Thurn zu Stockstadt. Berlin, 12. August. Es wird eine allgemeine Erhöhung der Wagen, miethe im Verein deutscher Eisenbahn-Verwaltungen, eventuell auch der Wageu- Strafmiethe wegen der gestiegenen Preise des Materials beabsichtigt. Die Durchführung ist wahrscheinlich. Berlin, 16. August. Die Demokraten in Frankfurt a. M, der vor maligen Reichsstadt, wollen für den Reichstag abermals Herrn Sonnemann aufstellen. Die Gegner Sonnemann's denken, nachdem Herr Virchow die Can- didatur abgelehnt hat, angeblich an Lasker. Berlin, 14. August. Nachstehendes ist der Wortlaut der Ordre, welche der Kaiser bei Gelegenheit des Rückmarsches der zur Besetzung der Ostdepartements bisher in Frankreich zurückgebliebenen Truppen an den Ober-Befehlshaber der Occupations-Armee, General Freiherrn v. Manteuffel, gerichtet hat: An die Truppen der Occupations-Armee ist nach ihren großen Leistungen während des Krieges durch ihre Belastung m Frankreich die Anforderung eines besonderen militärischen Tactes und einer musterhaften Disciplin gestellt worden. Diese Aufgabe ist von den Truppen in einer Weise erfüllt worden, die Mir! zu Meiner lebhaften Freude Veranlassung gibt, den jetzt aus dem Bereiche der Occupations-Armee abrückenden Truppen Meine vollste Anerkennung auszusprechen. Ich beauftrage Sie, dies den Generalen, Osficieren, Beamten und Mannschaften der betreffenden Truppen bekannt zu machen und insbesondere auch den Commandeuren der abrückenden Divisionen Meine Befriedigung über ihre Commandoführung in oft schwieriger Lage und Meinen Dank für die musterhafte Ordnung in ihren Truppen zu erkennen zu geben. Eoblenz, den 27. Juli 1873. Wilhelm. — Die neuesten „Grenzboten" bringen einen Artikel: „Dresdener Patrioten", in welchem daö Treiben der bekannten Dresdener Volksschuldirecroren Bertheld, Jäckel und Petermann und ihre pädagogischen Producte, mit denen sie alle sächsischen Volksschulen überschwemmen, einer eingehenden Kritik unterworfen werden. Die Proben sind in der That stark. Aus dem „Blüthen- strauß" (der bekannten Lotterieprämie zum Besten des Albertvereins) wird z. B. folgende reizende Stelle mitgetheilt: „Nicht wahr, Onkel, unser Dresden ist eine der schönsten Städte in ganz Deuschland?" So fragte der dreizehnjährige Benno den alten, pensio- nirten Assessor Grundmeier. „Ich glaube gar, sie ist die schönste Stadt in der ganzen Welt", fügte Richard, ein eilfjähriger, munterer Knabe, schnell hinzu. „Die ganze Welt habe ich allerdings noch nicht durchreist", erwiderte Grundmeier, „wohl aber habe ich die wichtigsten Städt Deutschlands alle mit eigenen Augen geschaut. Und da muß ich denn doch gestehen, daß ich, wenn mich nach Art jener Märchenkönigin Jemand fragt: Wer ist die schönste im ganzen Reich? — antworten würde: Dresden ist die schönste im ganzen Reich." „Das denke ich auch, Onkel", fiel hier der kleine, siebenjährige Heinrich schnell ein. „So viel Bretzel- und Knackwürsteljungen gibt's gewiß in keiner andern Stadt, als in Dresden, und so viel Conditor (!) und Kuchenbäcker auch nicht als bei uns." ES folgt ein Gewinsel über die traurigen Schicksale, welche Dresden und ganz Sachsen unter der „bleiernen (!) Preußenhand" während des siebenjähri- deckungen über die Brücke gehen sah, wenn sie aber heute wiederkämen, ich,,.,_____ ,_____, ... ... o. . , , drehte mich schnell um." ihrem Kreise zu verbreiten. (Kieler Ztg) Ueberaus geistreich ist auch folgende Stelle: 1 Breslau, 13. August. Die hiesigen Blätter melden übereinstimmend: „Aber was mich wundert", sagte Richard, daß die Soldaten, wenn sie^„Der hiesige Stadtschulen-Jnspector, Pfarrer von St.-Corpus-Christi, Kliche, nun wiederholt zurückgeschlagen und jedesmal eine Menge dabei todtgeschossen st Ute sofort nach seiner Rückkehr ans dem Bade den Hauptlchrer der städtischen \ werden, immer wieder Lust haben, auf's Neue draufzugehen." „Ja, guter Elementarschule Nr. X, Keil, welcher als der einzige der hiesigen katholischen Junge, auf die Lust kommt es hierbei nicht an. Bei den Soldaten heißt es: Elementarlehrer der schlesischen Katholiken an Se. Majestät den Kaiser unter- | Du mußt! Ein einziges Commandowort des Befehlshabers schickt ost Hun- schrieben hatte, deßhalb zur Rede und ertheilte ihm einen Verweis. Als der derte, ja, Tausende in den sichern Tod, und doch gilt hier keine Widerrede. Hauptlchrer Keil dagegen protestirend erklärte, er sei Staatsbeamter und Der Soldat muß gehorchen und wenn er seinen Tod vor Augen sieht." verpflichtet, in erster Reihe den Staatsgesetzeu zu gehorchen, erwiederte der „Onkel, nein, jetzt will ich kein Soldat mehr werden", fiel hier Heinrich Staatsschulen Jnspector: Pa tber^ nil W Bilba Bnfforberu: Pai hatte der: iwllen VM-Sv M Volk, reise «ach 2. Verzeichniß der Vorlesungen und Uebungen an der Großherzoglichen> polytechnischen Schule zu Darmstadt für das Studienjahr 1873—74. 3. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. wW Vorgesetzt teil zuw° Be tirimg bc allerdings *1« ,4 D- M P°t"" bie bki i® jtW' jtA W 5 hie Tanjil wegen der eine Lande Ma GIWmmei Der bei s Xn Bord halteuen l? Lor Pnb baruii Messe um Artistische« — c Sttm sich । 5s ■ÄN I Die „Grenzboten" bemerken hierzu: „So weiß unser Heulmeier die Jugend zu begeistern für die allgemeine Wehrpflicht, die sie dereinst auch zu erfüllen hat, um vielleicht den Rachekrieg der Franzosen von ihrem deutschen .. ______ö ...... 0-r......- Vaterlande abzuwehren. In der That, man sollte es nicht für möglich halten, 5. Dienstnachrichten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben^ aller- daß nach den gewaltigen Ereigniffen der letzten Jahre eine so erbärmliche, phi- gnädigst geruht: am 24. Juni den Profeffor an der polytechnischen Schule,, listerhafte, so völlig undeutsche Gesinnung sich tu dieser Weise selbst an den Daurath Eduard Sonne, zum Director der polytechnischen Schule für die Zeit n-m-» fm.nto ** vom 1. September 1873 bis zum 31. August 1874 wiederholt zu ernennen; am 31. Juli dem Schullehrer an der zweiten evang. Schule zu Echzell, im In erster Reihe ist der Kirche Gehorsam zu leisten, JMn $■ und den Staatögesetzen nur dann, wenn sie nicht im Widerspruch mit den Stehenden konnten wegen nervus rerums finden. gende 11 Geldsorten geben: I. aus Gold: — 2000 Pf. — 100.) Gr. 5-Markstück = 1 Thlr. 20 2-Markstück = n = 10 Pf. 5 1 1 1 Wechsel 75 Ob erliessen 9 36—38 Pistolen 157'/« 1864r von Lokal-Notiz. Aecht toluisMes Sßaffer 1 1 20 10 5 2 1 1 1 1 1 Börsennachrichten. 16 August 1873. ' ii Pf. V Pf- — 500 = 200 — 100 — 50 = 20 von Jean Maria Karina. Meine Niederla c davon in der Expedition des Gietzener Anzeigers empfehle tck r^nDifitatote" ineidjnet diese ie Klarstellung 3% 3% 3% 5°/o 5°/o Goldsorteii. ti. kr. Pr. Friedrdor 9 59—59 partistischen Parteirath — Der Teheraner Corresponbent der „Morning Post" berichtet von gutem Fortgang der Vorarbeiten der Reuter'schen Bahn. In Persien wundert man sich über die Lage der Bahn, welche Persien Rußland gegenüber völlig bloßlegt. (Siujlauö. London, 14. August. Zahlreiche Bonapartisten trafen in Chiselhurst 20-Markstück — 6 Thlr. 20 Gr. 10-Markstück = 3 „ 10 „ II. aus Silber: Actieih Frankf. Bank 146Vz Frankf. Vereins-Kasse 1153/< Darnist. Bankact. 419 Rheinische Hyp.-Bank 99’/6 Wien Bankactien 1025 Oest. Creditact. 247 */a Galizien 121 Prioritäten, östr. Stsb. Prior. 60 /2 östr s. Lombard 50 Livorneser 33 */2 Toscaner 54 Elisabeth.-Prior. 833, b Vermischte-. Nach dem nun publicirten Reichsmünzgesetze wird es künftig im Deutschen Reiche foL (Amt Dillenburg.) Dasselbe erscheint wöchentlich 2mal in einer Auslage von 650 Exemplaren ; die Einrückungsgebühr für die Zeile beträgt 1 Sgr., wovon wir bei 3- und mehrmaliger Einrückung einer Anzeige entsprechenden Rabatt gewähren. Dillenburg. Die Redaction. Zum Anzeigen gutem Erfolge empfehlen wir das Kmsblatt für dcn DillkrclS r hie weiteren iet die Bediu- Dbeitslohues 9««*, ann>enbuna W Actien. 5°/o östr. F. St. E. B. 351 Lombard. Bahn 195 Hz Ludwigsh. Bexbach 187 i/2 Maxbahn 132s 8 Bayer. Ostbahn 1133 4 Rhein-Nahebahn-Act. liess. Ludwigsb.-Act. - ichinz-"" 9"» * „ , W ft* Sil ■sfi* n doppelte 9 36—38 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 31—33 20 Frankens!. 9 19*/,—2OJ/W Engi. Sover. 11 46—48 Russ. Imper. 9 38—40 Dollar in Gold 2 25—26 l?abc' Leiplia, 14. August. Der „K. H.-Z." schreibt man von hier: „Das Befinden des greisen Königs von Sacksen erregt noch immer allgemeine Besorg- niß Die Abnahme derKräste ist eine so bedeutende, daß bei dem Hohen Alter des Patienten jeder geringfügige Umschlag den Lcbensfaden zerreißen und dem Lande die befürchtete Landestr auer bringen kann. Außer den Theatern, die bei dem eiutretenden Todesfälle eine unfreiwillige Unterbrechung ihrer Vorstellungen erleiden würben , sind es besonders die zahlreichen Musikchöre Sach- ens, die den Trauerfall fürchten. Schon jetzt sind in Dresden und Umgegend Die Tanzmusiken, die ergiebigsten Quellen des Erwerbs für diese Musiker, wegen der Cholera verboten worden; wenn sich dieser Quarantäne nun noch eine Landestrauer anschlösse, so würden Hunderte von Familien durch den unfreiwilligen Strike in Mangel gestürzt werden. Die Musikchore Leipzigs haben schon jetzt eine Petition an das Ministerium gerichtet, vorkommenden Falls die Landestrauer für die musikalischen Executionen nur aus drei Tage auszudeh. en, oder aber die Betroffenen angemessen zu entschädigen. Man^ darf auf die Beantwortung dieses ganz gerechtfertigten Gesuches gespannt sein.‘ Fulda, 17. August. In der Anklage-Sache gegen den hiesigen Bischof ist Verhandlungs-Termin auf den 26. d. Mts. anberaumt. Flatow, 12. August. Die auf Sonntag, 17. d. M., in Flatow ange- setzte Ablaßfeier ist', der „Br. Ztg." zufolge, auf Anordnung der k. Regierung zu Marienwerder wegen der Cholera aufgehoben. 8chmeiz. Bern, 14. August. Gegen die der Schweiz immer näher rückende Cholera werden Seitens des Bundesrathes allgemeine Schutzmaßregeln angeordnet werden. Bereits hat eine von Abgeordneten der Grenzcantone in Bern abgehaltene Confercnz stattgcfunden, zu welcher auch die Postdirectoren von Bellinzona, Chur und Lausanne eingeladen waren, auf welchen Wegen ein Einschleppen der Seuche zunächst befürchtet wird. Hauptsächlich handelt es sich um Feststellung von Bestimmungen über Desinfection der Eisenbahn-Waggons und der Postwagen und schnelle Mittheiluug etwa vorkommender einzelnen Fälle an das eidgenössische Departement des Innern Behufs Anordnung wei- ikier Smutzmaßregeln. ^sb Reinkene n. U-Autzusl Deventer eint neugewählten Altkatholiken dem Bischt/ sende UM fiten Tage bn nannten Kich M Hermann ©eneralüitat nei/gewählten den Deutschen väblten Herrn in feierlicher schösliche Son- chen Mathochwichtige und: 1 für Deutsch- zugieich dem v\ Dank dasiik t Dienst erck t von Hollüi^ ]?n ben beittt unb erneuern' ebenen SW s Versprechen hnen vergönnt zu sein. Die tbtten worden der Wohnuoz en ist, mit V o unseres Hem eutfchen öln medergelegi; " der großen "Menschenmasse fast nichts sehen. Herrn Wenzel gebührt für das Arrangement die« ‘ ses Concerts alle Anerkennung und möchte er bei seinen großen Auslagen die gebührenden del II»1 tsKLit d-- Kn« w ™ auch * ■3 kitt« ««bei füglich b(l 7" °d-> 13'iitia. '«bgeordnetk« ! WfcnU: 10,1 gründlich gewesen fein, wachte unb Ql® dringen-' < daß der gar nicht ßs «klchk ,tzti da solcht 1-Markstück = — „ 1 ,-Markstück = — „ i/5-Markstück = — „ III. aus Nickel: i/t -Markstück — — Thlr. 1 Gr. Vrv'Markstück — — „ Vr » IV. aus Kupfer: t, 50-Markstück = — Thlr. Vs Gr — 2 i V'vv'Markstück — — „ Vio n — 1 » * (Eine Dorfgeschichte.) Aus Temesvar: Dieser Tage kam eine Affaire zur gerichtlichen Austragung, die ein seltenes psychologisches Interesse gewährt. In einem deutschen Dorfe unserer Unigeqend, so erzählen Temesi Lapot, lebte ein Ehepaar seit 30 Jahren in ungetrübter Harmonie Freuoen und Leiden des Lebens getreulich mit einander theilen. Dieses Muster von einem Ehepaar erfreute sich wohlgerathener Kinder und Enkel, in denen es die Freuden seiner Tugend wieder aufieben sah. Eines Abends, als das Pärchen so recht traulich be'sammen saß und von vergangenen Zeiten plauderte, ertönten plötzlich Pistolenschüsse, mit welchem nach altem Volksaebrauch irgend ein Bauernbursche sein Liebchen begrüßte. Diese Pistolenschüsse erweckten in dem Geiste deS Alten manche schöne Erinnerung und plötzlich wendete er sich an seine Gattin mit der Frage, ob sie auch in ihrer Mädchenzeit mit Pistolenschüssen begrüßt worden. D e Frau wollte erst nicht mit der Sprache heraus, aber schließlich gestand sie, daß ein Bursche, mit dem sie ein Verhältniß gehabt habe, auch vor ihrem Fenster geschossen habe. Der Alte wollte nun den Namen des vor dreißig Jahren begünstigten Burschen kennen und die Frau dachte arglos sie dürfe jetzt wohl den Namen des Don Juan nennen, der jetzt ebenfalls cm alter Mann war Derselbe war ein biederer Landmann im nämlichen Dorfe, welcher mit ihrem Gatten in befreundetem Verhältnisse lebte. Das freimüthige Geständniß brachte jedoch eine Wirkung hervor welche die Frau nicht erwartete. Der Alte wurde sehr böse, beschimpfte die Frau und prügelte sie auf ganz exemplarische Weise. Das aber war ihm noch nicht genug; am anderen Moraen suchte er den bereits sechzigjährigen Don Juan auf und prügelte ihn für das Abenteuer vor dreißig Jahren ebenfalls. Der gekränkte Gatte war plötzlich so eifersüchtig geworden, daß er sein Weib als die verworfenste Person betrachtete, und selbst seine Kinder, die er sehr liebte nickt mehr ansehen mochte, da er Mißtrauen in Betreff ihrer Herkunft hegte. Der geprügelte Don Juan aber suchte Genugthuung und brachte die Affaire vor Gericht. Der Alte gestand weinend ein, und auch seine Gattin leugnete nicht; nicht so aber der sechzigjahrige „Buriche/ der von gar nichts wissen wollte. Schließlich gelang es dem Richter, die in dieser seltsamen Affaire handelnden Personen auszusöhnen. Der Alte versprach, sich nicht mehr um die Abenteuer welche seine Frau vor ihrer Hochzeit hatte, zu kümmern, die Frau wird keine „alten Geschickten" mehr erzählen und auch der geprügelte Don Juan willigte ein, die Sache auf sich beruhen zu lassen und, da er die Prügel schon einmal hatte, keine weitere Untersuchungen über die Rechtmäßigkeit oder Unrechtmäßigkeit derselben zu veranlassen. jninlireid). Paris, 16. August. Der gestrige Tag (der Napoleonstag) verlief überall ruhig; nirgends hat eine bonapartistische Kundgebung staitgefuudeu. - Aus Bilbao wird von gestern gemeldet, daß die Carlisten an diese Stadt die Aufforderung ergehen ließen, binnen zwei Tagen zu capituliren. Paris, 16. August Einer Meldung der „Agence Havas" zufolge hätte der kaiserliche Kronprinz bei einem Empfange der jetzt in Chislehurst versammelten bonapartistischen Notabilitäten erklärt, daß er dem Principe der Volks-Souveränetät treu bleibe. Die Devise seiner Dynastie sei: „Alles für das Volk, durch das Volk." — Thiers wurde in Mühlhausen auf seiner Durchreise nach Basel mit lebhaften Zurufen empfangen. Spanien. Madrid, 14. August Die Cortes haben eine Vorlage der Regierung angenommen, welcher zufolge 80,000 Mann Reserven einberufen werden. — Der bei Fuenterrabia genommene englische Dampfer führte 1700 Flinten. An Bord war ferner der schottische Oberst Stewart, welcher den Auftrag hatte, das Erträgniß der bei den englischen Katholiken für die Carlisten abge- balteilen Collecte zu überbringen. Gießen, 18. August 1873. Zur Vervollständigung unserer Local-Notizen vom 16. theilen wir dieselbe nachstehend ausführlicher mit: Den Butterhändlcrn der Umgegend scheint die Butter noch nicht theuer genug zu sein, denn heute wurde eine Frau aus Groß-Buscck auf hiesigem Wochenmarkt polizeilich angehalten, die einen mit Rinds fett vermischten Butterweck verkaufen wollte und die am vorigen Markte einen solchen verkauft hatte, der so übel geschmeckt, daß die Käufer, die davon genossen, das Erbrechen bekamen- Die Verkäuferin versicherte auf dem Polizei-Bureau, daß sie selbst die Butter nickt verfälscht, sondern solche von (ihr bezeichneten) Bauersleuten in Groß-Buseck gekauft habe: Hoffentlich erhalten die Verkäufer eine Strafe, die sie vor abermaligen Verfälschungen abschreckt. — i ---Am 16. d. M. gegen Mittag wurde in dem, vor dem Friedhöfe stehenden Ge-i dusche die Leiche des Soldaten Joh. Gebauer von Großcneichen gefunden. Derselbe hatte, sich vor 5 Tagen - am Montag — aus der Kaserne entfernt und sich mit einer (anscheinend^ ^criuc vhcuchu i vuw». ... — -------------------- mit Wasser geladenen) Pistole erschossen. Der Schuß hat ihm fast vas ganze Gesicht wcgge 8 « yCl Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst rissen. Ein Hund, der die halbverweste Leiche gerochen, blieb vor dem Gebüsche stehen und zeigte 6 ' Johann Marla J-arina in Köln, mit seinem Gebelle den Vorübergehenden an, was sich hier zugetragen habe. -----—------—— -----------------—----—---—r - --Das gestrige Conccrt in Wenzels Garten war eines ver brillantesten, was wohl - nnn hpr .n„ln swiss-Condensed-Milk-Comp. in Cham in diesen Räumen gegeben wurde. Unsere Regimentsmusik hatte sich sozusagen selbst übertroffen. 2 isgNgtNtillt f&thmeiO nr Buckle ÄV kr. empfiehlt Den Glanzpunkt biloetc das militärische Tongemälde in allen seinen Piecen. Die Einlage des 3 Q.UHUUl|lUl (Schweiz), pr. Buchse n.,. e npr epu Prllotons und der Kanonenschläge machte einen großartigen Effect. Daß das ganze Tambour- do. II. Emies. 84 Anleliensloose. Darmstädter fl. 50Loose 208 n „ 25 „ — Kurh. 40 Thlr. Loose 70 /b Nassau 25 fl. — Braunschweiger 22% 3° q Oldenburg. ä40Thlr. — 40 o bayr. Präm.-Anl. 111% 4% badische Loose 110*/ß Badische fl. 35 Loose 69*/4 Oestr. fl. 250 v. 1854 93‘/4 1858r Prioritätsloose lOS’/z 1860r Loose 92?/6 , < m rr hz.6 den Kädtilcken Be-jund Pfeiferchor zum Schluß spielend anmarschirte und mit der Regimentsmusik noch großen Kirchengesetzen stehen. Die Prefle hebt hervor, baß dies den fr scy . ^Zapfenstreich spielte, war ein famoser Schluß. Was die Illumination des Gartens anlangte, so Hörden Veranlaffung geben muß, endlich höheren Orts die Besetttgung der war dieselbe vorzüglich, namentlich während der bengalischen Beleuchtung. Es war ein Stück t f’äPtftlifhpn dlä Revisoren und Zuspectoren der hiesigen städtischen aus Tausend und einer Nacht. Herr und Frau Wenzel legten auch Ehre mit Speise und Trank katho i chen Gtlsttlchen a s Revnor Schu- ein, so daß die Gäste in jeder Hinsicht befriedigt nach Hause gehen konnten. Was das Feuer- kathollschen Elementarschulen zu becuit a9 • ' < Qpßreni von ibren werk anlangte, so war es leider zu niedrig placirt und die entfernter Stehenden konnten wegen tat patriotische Staat-bürgn erzog«, werden, wen» dm Lehrern vou chren. . s„, ......--— ------------ Vorgesetzten Verweise ertheilt werden, well fte erklären, die Staatsgesetze Hal ten zu wolloi^ August. Die „Kreuzzeitung" berichtigt ihre frühere Demen- tirunq betreffs der Anwesenheit Manteuffel's in Belfort dahin, daß derselbe allerdings früher in Belfort gewesen sei, dort aber nie eine Rede gehalten Preuse. 41;3°/q Oblig. 104 , Frankf. 3l/8°/o Oblig. 87 »/s Nass. 4Vsu-0 Obi. 9 3 s Kurhess. 4°,0 n 961 4 Gr. Hess. 5°/q Obi. 101 n » 40/(, „ 991/4 „ n 31/gO/o „ 95d/b Bayer. 5°,0 n — n 4’,,°,o 1jährige 1015,f. 40 o 1jährige 967/s Würtemb. 41/2U/o Obi. 1003 4 Baden 41/2°/ü ObL c. E. L. Oesterr. Silberrente 661/4 n Papierrente 62' - Spanier, neuest. 3% 177 - Amerik. Bonds 1881r 1OO1; j _ n 1882r 97-2 _ „ 1885r 99 B n 1887r 1001 6 ein, darunter Rouher und Haußmann. Morgen kommen noch mehr, um der Messe um 9*/, Uhr früh beizuwohnen; Nachmittags hält Eugenie einen bona- Amsterdam k.. S. 98V8 Augsburg k. 8. 100 Berlin k. S 1047/, Bremen k. S. 105‘zi Brüssel k. s. 9374 Hamburg k. S. 1051/, Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 118 Lyon k. S. — Paris k. S. 92' 4 Wien k. 8. 1056/« ditto m. 8. — ditto 1. 8. 105% Disconto 4 0/0 3713) Sämmtliche Redactionen deutscher Blätter werden dringend gebeten, obigen Ausruf in ihre Spalten aufnehmen und zu Gunsten unserer Verunglückten eine Unser freundliches Gebirgsstädtchen wurde am 28. dieses Monats Abends durch ein furchtbares Unglück betroffen, indem der dasselbe durchfließende Steigbach durch ein sehr heftiges Gewitter mit Wolkenbruch zu einem reißenden Strome anschwoll und mit kaum zu beschreibender Wucht seine kolossalen Waffermaffen, die überdieß noch viele zentnerschwere Steine und große Massen an Holz aus den Bergen mit sich führten, über einen großen Theil des Städtchens ergoß und die gräßlichsten Verheerungen anrichtete. Wild tosend riß er Brücken und Häuser spurlos hinweg (4 Häuser sind vollständig weggeschwemmt, 80—100 großenteils baufällig) und eingeengt durch die sich stauenden Holzmassen durchfluthete er mit aller Vehemenz die vorliegenden Stadttheile, wodurch mehrere Menschenleben (bisher wurden 7 Leichen aufgefunden und manche Menschen werden noch vermißt) dem furchtbaren Elemente zum Opfer fielen und viele Inwohner theils ihr ganzes Hab und Gut verloren, theils in ihren Vermögensverhältniffen so sehr erschüttert wurden, daß sie ohne Hilfe ihrer Mitmenschen einer trostlosen Zukunft entgegensetzen, m iyic ^puueii uu|utquiai unv zu vyuii|ieii unserer nerun^ da der Schaden sich auf viele hundert Tausende belaufen dürfte. iSubjcription eröffnen und Beiträge in Enpfang nehmen zu wollen/ In Anbetracht dieses namenlosen Elendes fühlt sich daher das unter-; .Zur Empfangnahme von Gaben ist bereit die Expedition bezeichnete Hilfs-Comite verpflichtet, an die bekannte Wohlthätigkeit der Ein- „Giesiener Anzeigers". wohner unseres gemeinsamen Vaterlandes die dringende Bitte zu richten unser schwer heimgesuchtes Städtchen durch milde Gaben unterstützen zu wollen. Immen st ad t, den 30. Juli 1873. Das Hilfs-ComitS. Bechteler, Buchbinder. Dr. Brug, kgl. Bezirksarzt. F l e s ch h u t Frz. I., Kaufmann. Flesch Hut I. M., Privatier. Freiherr von G i s e. H a g e n a u e r M a x, Kaufmann. H a g g e n m ü l l e r,. k. Notar. Herz Fr. I. in Firma Gebrüder Herz. Hiebet er, Goldarbeiter. Ho eß I., Brauerei- und Gutsbesitzer. Huber, k. Rentbeamte. Joch am Jos., Schuhmacher. Lederle, Stadtpfarrer. Markhart P. P., Bürgermeister. Mayer, Uhrmacher. Polcher, Kaufmann. Probst Ed., Fabrikbesitzer. Schedler L., Kaufmann. Spindler, Maler. Waldhör, Metzgermeister. «dl xl- 0 c sTS tiffgemetner Anzeiger. Bekanntmachung. 11) 24 Pfund feines Siegellack, 14) 4 Stück einklingige desgl-. | Ludwigsbrunnen ist (3706) reichen. Imgebotmes Backsteine CQ Conrad Simon. | 3740) Gutes Gerstenstroh ist zu haben ' bet Fuhrmann Sch leuning. Einmacheffige m bekannter sucht. Näheres bei der Exped. d. Bl- Versteigerungen. Bekanntmachung. Adelheidsquelle, Appollinarisbrunneu Marienbader Kreuzbrunnen, Salzhausener, Salzschlirser Bonisacius- brunnen, Schwalbacher Stahl- und Wernbrunnen, Schwalheimer, Selterser (Nassau), Wildunger, Karlsbader Mühl- urd? Schloßbrunnen, Emser Kessel- und Krän- chesbrunnen, F^achinger, Ariedrichshaller Bitter- waffer, Homburger Elisabethen- brunnen, Kissinger Rakoczy, Geschäftsleute, welche ein Commissionslager feiner Knaben- o.atberobe zu übernehmen geneigt sind, wollen ihre Offerten sub Chiffre V. 1941 an die Annoncen-Exped'tion von Rudolf Messe in Fra**MVirt Vormittags 9 Uhr, der Büreau-Assistent Köder dahier bestellt, im Geschäftszimmer der unterzeichneten Ver- Bekanntmachung. I 3753) Die Lieferung verschiedener Kasernen- |Utc filien, als: Kommoden, Ruhebullen, j Tische mit Schubkasten und Verschluß, Tische dingungen einzusehen find. Gteßew den 18. August ^873. 3757) Zu vermiethen eine Mansarden- Garmson-Verwaltung. ro0[)nunQ Qm Seltersberg, an eint einzelne , x I 8) 1000 Stück Federkiele, Lc orrdere Bekanntmachungen. 9) so Gros Stahlfedern, ' a 10) 6 Dutzend Bleistifte, Konkursmasse abzuliefern. Pfandinhober und andere mit denselben gleichberechtigte Gläubiger des Gemeinschuldoers haben von den in ihrem Besitz befindlichen Pfandstücken nur Anzeige zu machen. Wetzlar, den 14 August 1873. Königliches Kretsqericht. _______________I. Abtheilung. Die Fürstliche Oberförsteret Lich bringt hiermit in Erinwrung, daß der Abfuhrtermin für sämmtliches versteigerte Holz mit dem 31. August d. I. abläuft. Steigerer, welche diesen Termin überschreiten, werden beim Forstgericht zur Anzeige gebracht. Die Herren Bürgermeister der umliegenden Ortschaften werden ersucht, dies im Jntereffe ihrer Ortsangehörigen durch die Schelle bekannt macken zu lassen. Lick, am 16. August 1873- (3750) Wimmenauer. Wohmiliqs-Lerändcrung. Das Comptoir meiner Papierhandlung en gros und der Annoncen- ' Annahme befindet sich nun Wallthorstraße Nr. 96. (3754) B. Heidingsfelder. „ 12) 8 Pfd. Oblaten, 3651) Nach einer Mitthetlung der Be- in einer Gesamwtlieferung, sowie triebs-Direction der Oberheffffchen Esten- ig) 20 Stück zweck ingige Federmesser, bahnen wird der son der Babnhofsstraße! i«» a >,-8 über die Oberhessische Bahn nach dem Güterschoppen der Deutz-Gießener Bahn führende Weg auf längere Zeit gesperrt werden, da derselbe, wegen Anlegung eines fünften Ge 3711) Ein braves Mädchen kann sogleich 3717) Ein braves, erfahrenes Dienstmädchen wird auf Michaeli in Dienst ge- in Dienst treten bei I. Balser, mittlere Bleiche. Ausmaiidkrer nach "Amerika werden bestens und billigst befördert, sowie Wechsel in beliebigen Abschnitten auf alle größeren Plätze Amerikas ausgestellt durch (2278) Chr. Wallenfels jun. ■ZwffüXÄieK wattig-Mün derber Chaüsste - anbe^ zu vermiethen und den l-November zu be- etwas an Geld, Papieren oder anderen zur räumt, woselbst auch die Lieferungs-Be- zteyen. Literbrauer etter, dinaunaen einntfeben find. Bjolrengape. 3736) Ein Haufen Mist und eine Wasch- büttc zu verkaufen bei Max Henkel o ° Wittwe. 3721) Weißbindergesellen und Hand- i T 7T7" 7» langer sucht Jacob Reiber. 3507) Fernste Lyoner Ge- Dame oder eine stille Familie. B- Nr. 83. 3086) Zwei große Familienwohnungen und eine kleinere Mansardenwohnung nebst dermietljungen. 3752) Meine Mansardenwohnung Karlsbader Saiz, Karlsbad r Sprudelseife, Emser Pastillen, Soda- und Selterwaffer. 3755) Ein schwarz-seidenes Jäckchen ist gestern Abend am Wenzel'scken Garten verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen eine Belohnung an die Exped. d. Bltts. abzugeben___________ 3677) Einen Schuhmachergesellen sucht N. Wendel. v allem Zubehör pr. 1.October zu vermiethen. Neue geräucherte BucktNge G. Ch. Sp ruck. zum R o h e s j e n bei 3676) Ein Logis von 5 Zimmern nebst 3656) I. A. Busch Söhne. Zubehör ist zu vermiethen. ----i'--------------- H. M. Jughardt. 3718) Ein Pferd hat zu verkaufen ■■■■■--— -----:----------:—;----—r Posthalter Krausch. 3716) In meinem neuerbauten Hause ---------------------------- vor dem Neuenwegerthor ist der untere und 3522) Neue eingemachte mittlere Stock zu vermiethen und bis Gurken empfehlen Karl Kaspar. I. A. Busch Söhne. ------- . ■ müsenudeln empfehlen I. A. Busch Söhne. (Sm Klavier zu verknusen. Näheres bet der Erpt d. d. Bltts. Neue holländische Dollhäringe empfehlen 3397) I A. Busch Söhne. Herren-Wäsebe, weiße und bunte Hemden, sowie Kragen und Manschetten unterhält stets großes Lager zu billigsten Preisen. H. Nübsamen. 1^71) Die Mlneralwaffer-Handlunq von Emii ^ischoach, Leltersweg, empfiehlt nachverzeichne Sorten in stets frischer Füllung: sucht Einen (3715) Hausburfchen Chr. Wallenfels. Die Annoncen-Expedition von J. E. Scheel & Co. in Braunschweig bewirkt durch d i r e c t e Verbindungen prompte und discrete Veröffentlichung von Annoncen aller Art in sämmtliche Zeitungen der ganzen Welt. — Kosten-Ersparniss von 5—25%. bsbbs Zeitungs-Kataloge gratis und franco. ^Redaction, Druck undBerlag der Brühl'schm Univ.-Druckerei (Fr. Chr Pietsch) in Gieße». Nac fikchW $ PeeuhW 1 zveispäiinig' WHerzogi M m jeber t »ib Mnö »Up fließt, i fiten her tiqiiibatioii 15 fi v üd die Aüäjchu i £ trugen if veckMu »erben, taj i A An Wrfnijje hlbtu an d lndnliche l Änen beji ^spirani .. T na)tenbeu i l*btu s wnfmad) Nm l *. 16)