ift an, daß leschmalkvoV f, SW1, die Prov'° riefe kauf» l f- ®': 15-WO.= >z nnd franco. eite« meine geehrte einige Taz finger. editioö «i 3nonsMd Verbindung ent Hebung von Me leitonaei Mkn zur Nach- artctk roihr eng- iwit auch ändert i sind, und wer« ei'ührt. Konzleiberg 66. litllil11*4 । ju 2( »itb <* ’ 3(t.nf jirf U5 haben die 7°nnen. - olizcidiener. hnnng baldigst eisonlich un{) Wt Pfarrer Schande hier . (C. 409.) ^aermchn- >chult. s E'senwaam-. A°v. N°W) Näheres m der Rann sucht als owem Comptoir. Bltts. (4710) >ergesellen sucht ß- Euler. ; “n Ku»t. Offerten an die rtlehL- B des 3””1" (kneten 8«w tinbe-, WrciS vierteljährig 1 fl. 12 kr. «:t Brmqcrlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 kr. Gießener Anzeiger Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleibrrg, Ltr. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen. Nr. 20. Freitag den 17. OctöLcr ßMZ, DcutfcfilanÖ. aus: kann ein solcher Fall nicht eintreten, da die Gesetze und Regierungsmaßregeln in Preußen Meiner landesherrlichen Zustimmung bedürfen." Diese Sprache ist nicht pomphaft, wie Herr Reichensperger von dem römischen Kanzleistyl aussagt, dafür ist sie Deutsch klar verständlich. Daß dieser Kaiser auf jene päpstliche Albernheit, nach welcher durch die Kircheugesetzgebung der deutsche Thron untergraben werde, nicht zu antworten für werth befunden, ist sehr bemerkenswerth. Der deutsche Kaiserthron bedarf der päpstlichen Fürsorge nicht; es nähme sich auch wahrlich zu komisch aus, wollte der alte Pius auf seinem päpstlichen Stuhl das große deutsche Reich im Ernste schützen! Hot aber der Kaiser jenes Satzes mit keinem weiteren Worte gedacht, so hat er dagegen sich ebenso höflich wie energisch vor der päpstlichen Angehörigkeit bedankt, und der Schlußsatz des kaiserlichen Antwortschreibens wird schon noch den Herren Bischöfen zu denken geben. Roma locuta est! Aber das letzte Wort hat dieses Mal der Kaiser behalten und dies soll fortan im deutschen Reiche gelten! „Sie haben uns Alles gestohlen, selbst unsere Verwundeten!" Von senden Kundgebung zujauchzen. Schon'mehr als einmal hat die Centrumsfraction und einige aus der, Racenkrenzuug Stahl-Kleist hervorgegaugene Spielarten die schlechte Taktik angenommen, den Kaiser von seiner Negierung loslösen zu wollen. Unsere Leser werdest sich der Abfertigungen noch zu erinnern wissen, die den betreffenden Herren von Seilen der Staatsminister Bismarck und Falk zu Theil wurden. Berolina locuta est. Der Alte im Vatican hat wiederum eine wahrhaft katholische Thorheit begangen, das heißt eine Thorheit, welche auf dem ganzen Erdkreis, allgemein, als eine solche anerkannt werden wird. Fürwahr, der Mann ist durch die „List der Geschichte" auf einen Platz gestellt worden, dessen Höhe ihn schwindelig machen mußte. Er vermag weder Dinge, noch Verhältnisse, weder Begriffe, noch Personen deutlich zu unterscheiden. Ohne nur mit einer sehr mäßigen, geistigen Capacität ausgerüstet, ist Mastai Ferretti, seit ihm die Unfehlbarkeit zu Kopfe gestiegen ist,H vollends um seinen Rest gesunder Vernunft gebracht worden. In dieser Gemüthsstimmung faselt er allerlei ungereimtes Zeug und sorgt im besten Falle dafür, daß den Witzblättern der nöthige Stoff nicht ausgehe. Man könnte auch ruhig und ohne nur ein Wort über die Abgeschmacktheiten eines schier kindisch gewordenen alten Mannes zu verlieren, zu der ganzen Affaire lächeln; aber da der Papst ja nur das Sprachrohr seiner jesuitischen Ohrenbläser ist, und wir im Deutschen Reiche nun einmal den Kampf mit dieser Jesuitenmacht ausgenommen haben, so erwächst hierdurch natürlich die Bedeutung einer solchen päpstlichen Kundgebung in's Ungemesseue. Was nun zunächst den Ton anlangt, in welchem das Schreiben gehalten ist, so wird wohl jeder unbefangene Leser sofort darüber mit sich einig sein, daß derselbe bis an die äußerste Grenze des Ziemlichen streist. Herr Rei chensperger wird allerdings darin nichts weiter erblicken, als die poniphaftcn Formen des römischen Curialstyles, aber wir Deutsche pflegen dafür eine ganz andere Bezeichnung zu haben. Allein dies ist nur das Unwesentlichste an der Sache, wenngleich es doch bemerkt zu werden verdient. Oder ist es etwa nicht eine unerhörte Dreistigkeit, wenn Herr Mastai Ferretti, genannt Pius IX., in einem Schreiben an den Deutschen Kaiser sofort in der ersten Zeile eine der artige Kritik über Regierungs-Maßnahmen eines selbstständigen Staates ausübt und behauptet, daß sie auf die Vernichtung des Katholicismus abzielen? Eine derartige Sprache maßt sich ein Mann an, unter dessen (nunmehr glücklicherweise und hoffentlich für immer beseitigten) Mißregierung es den Protestanten in Rom nicht einmal verstattet war, einen öffentlichen Gottesdienst zu halten? Wen in aller Welt glaubt denn dieser Herr im Vatican verblenden zu können ? Die Zeiten haben sich doch ein wenig geändert, seit Männer wie die Gregor, Paschalis, Nicolaus nnd Jnnocenz den päpstlichen Thron geziert haben. Jene Männer begriffen ihre Zeit und darum hatten sie auch Macht und Einfluß. Dieser Pius aber wird von der auf ihm ruhenden Last erdrückt; er weiß Nichts, als was ihm jesuitische Fanatiker vorschwatzen und während die Welt um ihn herum sich gründlich verändert hat, wähnt er sich in die Zeiten von Canossa zurückversetzt. Während die letzte Gelegenheilsursache nur noch fehlt, um dem wackligen Stuhle Petri den Garaus zu machen, vermeinte er wie vor Jahrhunderten die politische Entwickelung des Deutschen Staates bestimmen oder auch nur beeinflussen zu können. Als vor wenigen Jahren unser Vaterland von einem übermüthigen Nachbarn kccklich herausgefordert wurde, da antworteten wir mit der Wacht am Rhein und schlugen die Schlachten bei Wörth, Gravelotte und Beaumont; auf diese päpstliche Zumuthung werden wir mit unserem Reichs-' kanzler sagen: „nach Canossa gehen wir nicht" — und wir werden hoffentlich bei nächster Gelegenheit dem Papste seinen lateinischen Schreibebrief, der mit den Worten anhebt: »de saluti animarum“, franco nach Rom zurückschicken. Auch das Steinchen, das sich vom Felsen ablöst und den Coloß zerschell len machen wird, findet sich wieder, nur ist es in andere Facetten geschliffen. Pius fürchtet nämlich für den Deutschen Kaiserthron, daß er nicht durch die Sache war, daß sie Recht hatten!" — Ein Herr Emil Telmas, der während des Krieges als Krankenpfleger diente, hat voriges Jahr ein Buch über seine Erlebnisse herausgegeben, in welchem er sagt: „In den Deutschen Ambulanzen war Alles bis zum Ueberfluß vorhanden und diesem großen Reichthum verdanken unsere Verwundeten zum größten Theil die ihnen geleistete Hilfe. Die Französischen Chirurgen dagegen hatten nicht einmal das Nöthige." — Und _ ..... ______ , v v , 'selbst Ernst Feydeau endlich, ein leidenschaftlicher Feind Deutschlands, kann Jetzt versucht der Papst dasselbe plumpe Maneuvre mit dem Kaiser. Allein glicht umhin, Folgendes zuzugeben: „In Kurhessen und besonders in Fulda dieser hat mit der ihm eigenen Offenheit nnd Geradheit den Alten im Vatican sind unsere verwundeten Gefangenen mit einer Zartheit und Aufmerksamkeit zurückgewiesen und ihm gesagt: „nach der Verfassung Meiner Staaten gepflegt worden, die sie in Frankreich kaum erfahren hätten." Gießen. Der dritte Abschnitt der Anklageschrift gegen Bazaine enthält folgende Stelle: „Deutsche Officiere zogen (zwischen Ba- zaine und lern Hauptquartier des Prinzen Friedrich Carl) hin und her, und cs machte sich als Folge davon bemerklich, daß das Feuer der Forts in gewissen Richtungen, so in der Ricbtung nach Ars, eingestellt wurde, weil der Feind vorgab, daß dort Französische Verwundete lägen, die er nicht befördern könne. Und man weiß doch, wie wenig der Feind sonst in dieser Hinsicht die Gebote beobachtete, welche zwischen civilisirten und christlichen Nationen herrschen!" Die „Straßb. Ztg.," die gleichfalls auf diese Worte aufmerksam macht, zweifelt nicht, daß die Niedrigkeit solcher gehässigen Verleumdung den Beifall des großen Hausens in Frankreich finden werde. Aber zu verwundern ist, bemerkt das Straßburger Blatt, daß man sich nicht vor dem besser unterrichteten Europa schämt, in einem öffentlichen Schriftstück zu der Sprache lügnerischen Hasses seine Zuflucht zu nehmen. Zur Entgegnung dient die „Straßburger Ztg." ferner mit einigen Citatcn aus Französischen Zeitungen und Büchern. Ende August 1870 schrieb der „Figaro:" „Unsere Pflicht gebietet uns nur, die verwundeten Feinde an den Rand der Gräben hinzulegen, damit die Pferde nicht über ihre Körper laufen. — Wenn der Feind so schwer verwundet ist, daß man ihn nicht transportiren kann, so ist es eine Handlung der brüderlichen Liebe, ihm eine Kugel durch den Kopf zu jagen." Um dieselbe Zeit brachte der „Charivari" das Bild eines Zuaven, der einem Deutschen Gefangenen beide Augen aussticht, mit der Unterschrift: „Das eine für Waterloo, das andere für — Sadowa!" Im Jahre 1872 erschien zu Paris eine Schrift, welche den Titel führte: „Suprematie intellecluelle de la France.* Der Verfasser derselben, der Professor Liais, philosophirt darin folgendermaßen: „Das Abschneiden von Nahrungsmitteln zieht als nothwendige, ganz unvermeidliche Folge die Tödtung der durch den belagerten Platz gemachten ^Kriegsgefangenen nach sich. Paris hatte zweifellos das Recht und die Pflicht, den gefangenen Deutschen die Nahrung zu verweigern, welche seiner vom Hungertod bedrohten Bevölkerung gehörte. Man könnte noch yiuzufügen, daß wie ein Schiffbrüchiger sein Dasein dadurch fristet, daß er die Leichen seiner sterbenden Gefährten verzehrt, so auch der Belagerte, dem die Lebensmittel abge- schmtten werden, das Recht habe, die gefangenen Feinde, deren er habhaft wird, zu verzehren." — Diesen menschenfreundlichen Französischen Theorien sei die Deutsche Praxis gegenübergestellt, und zwar nur nach Französischen Quellen. Gleichfalls im August 1870 ruft „Paris-Journal" in einem wütheuden Artikel eigene Negierung untergraben werde. Wahrlich, Angesichts einer derartigen Absurdität wäre man versucht, jenes klassische „kleiner Schäker" auszurufen. Und um das Maß voll zu machen, reclamirt er so frischweg alle Protestanten welcher Art aber dieser Diebstahl war, erzählt der Französische Schriftsteller Deutschlands, den Kaiser inbegriffen, für seine eigene Person, wie vor Jahren de Sarcey: „Während die Deutschen ihre Todten und Verwunderen mit ver- etnmal der Paderborner Bischof es mit den in seiner Diöccse wohnenden Pro- wunderungswürdiger Schnelligkeit fortschafften, verwandten wir eine unendliche testanten zu thun für gut befand. Nun, der Brief des Unfehlbaren wird sehr, Zeit darauf, und waren stets genöthigt, sie um Erlaubniß zu bitten, dieses bald von Millionen Deutschen gelesen sein und unfehlbar die entgegengesetzte Geschäft zu Ende zu führen. Sie verfehlten nie, uns mit einem leichten Grad Wirkung von der beabsichtigten haben. von Geringschätzung zu erwidern: „Eure Todten begruben wir, und um Eure Der Deutsche Kaiser hat jenem römischen Oberbischof die Ehre erwiesen, Verwundeten könnt Ihr unbesorgt sein; wir haben sie ausgenommen und sie auf seinen Brief zu antworten. Auch diese kaiserliche Antwort wird im Flugeiwerden bei uns wie die Unsrigcn behandelt." Es konnte für unsere Eigenliebe sich über das ganze Vaterland verbreiten und alle deutschen Herzen werden voll nichts Kränkenderes geben als diese Ironie. Und das Schlimmste an der und ganz dieser schlichten, wahrhaften und bei aller Einfachheit gewaltig ergrei ~ Fulda, 16. October. Der verstorbene Bischof hat den Regens des Priester-Seminars, Komp, zum Testamentsvollstrecker ernannt. Zum Bisthums- Verweser wurde der Dom-Dechant Labrenz erwählt. Stuttgart, 16. October. Der „Schw. Merkur" berichtet aus Heidelberg, Prof. Treitschke habe einen neuen Ruf nach Berlin erhalten, welchem er unzweifelhaft folgen werde, nur sei es noch fraglich, ob er im Frübjahr oder im Herbst nächsten Jahres nach Berlin übersiedeln werde. Lokal-Notiz. Gießen, 17. Oktober. Vorgestern Abend wurde in der Sonnenstraße in einem Cafö ein Nest von Nacktvögeln (vulgo Streichschnepfen) ausgenommen. Der Ncsthuttch wird sich jedenfalls über Kuppelei zu verantworten haben. Gleichfalls wurde ein Fräulein wegen zu starkem Annectionsgefühl bei einem hiesigen Docker, sowie wegen starker Parlirung des Französischen in Haft genommen. England. London, 16. October. Die liberalen Journale billigen die Antwort des Kaisers Wilhelm auf den Brief des Papstes und drücken die Sympathieen des protestantischen England für Deutschland in seinem Kampf gegen die päpstlichen Prätensionen aus. Die „Times" sagt bei Besprechung des päpstlichen Briefes, man könne sich nicht leicht einen Brief denken, welcher unter der Maske der christlichen Liebe so viele unerträgliche Beleidigungen enthalte. Die Stellung Englands Rom gegenüber gleiche derjenigen Deutschlands. Das Rom, welches Deutschland beunruhige und mit Zerstückelung bedrohe, sei dasselbe Rom, welches mit jeder Art von Aufsässigkeit in England fraternisire. Das Papstthum sei der gemeinsame Feind, gegen den die Mächte von Europa zu streiten haben werden. „Daily News" und „Daily Telegraph" sprechen sich in demselben Sinne ans. Der Ton der conservativen Journale ist reser virter und weniger sympathisch für Deutschland. Amerika. New-Uork, 14. October. Privatnachrichten zufolge hat die Baum- wollerndte in letzter Zeit noch erheblich durch die Dürre, sowie durch Würmer gelitten, namentlich in Arkansas und Tennessee. Die Maiserndte hatte — jedoch ohne besonderen Schaden — einige Fröste erhalten. Die Aussaat von Winterwaizen war in größerem Maßstabe als sonst erfolgt. — Nach aus Shreveport eingelangten Nachrichten war das dort herrschende gelbe Fieber im Abnehmen. Die Gesammtzahl der bis jetzt daran Verstorbenen betrug 600. New-^ork, 15. October. Die in Ohio, Pennsylvanien, Iowa unb Columbia gewählten Republikaner haben eine geringere Majorität erlangt, als bei den letzten Wahlen. In Oregon ist der demokratische Candidat gewählt worden. — Der Abschieds-Gottesdienst der evangelischen Allianz ist am 12. October unter ungeheurem Andrange gefeiert worden. Ein furchtbarer Sturm brach am 10. October, Abends, über Havannah herein. Die See wälzte sich über die Schiffe, welche den Hasen verließen. Der Leuchtthurm und die Telegra- phenleitung auf der Insel wurden gänzlich zerstört und mehrere Schiffe an'S Land getrieben. Oesterreich. Wien, 16. October. Sämmtliche liberalen Blätter Wiens feiern die Antwort des Kaisers Wilhelm auf das Schreiben des Papstes als ein epochemachendes Ereigniß, das jeden Deutschen mit Stolz erfüllen müßte. Frankreich. Pari-, 15. October. Mac Mahon verweigerte die von den Ministern geforderte Landesverweisung des Prinzen Napoleon. Die Regierung geht gegen die Prcffe mit äußerster Strenge vor. Im Seine- und Marne-Departement ist, mit Ausnahme des „Figaro" und fünf anderer Blätter, allen anderen Journalen der öffentliche Straßenverkauf entzogen worden. Die Beschlagnahme der Photographieen vom kaiserlichen Prinzen ist wieder aufgehoben worden. — Thiers erhielt am Donnerstag den Besuch des Grafen Arnim und dinirte am Freitag bei Odo Russell, dem englischen Botschafter in Berlin. neuerdings sehr auf Erledigung der Sache. — In der Untersuchung wider Pfarrvikar Basset, welcher nach fortgesetzten Diebstählen zum Nachtheilc zweier Ktrchenkassen das Weite gesucht hat, ergab sich bis jetzt unter andern das interessante Resultat, daß dieser würdige geistliche Herr die Civilstandsregister während dreier Jahre nicht fortgeführt hat; es droht begreiflich die größte Verwirrung. Ein Theil derselben wird sich zwar bis auf das letzte Jahr aus den gerichtlichen Duplikaten ersetzen lassen, allein bei andern fehlt dieses Ersatzmittel und für das letzte Jahr wird man Geburten und Todesfälle aus dein Gcdächtniffe in Einnahme und Ausgabe dekretiren müssen. Die That- sache, daß in drei Jahren keine Visitation stattgefunden, hat eigenthümliche Gerückte wachgernfen, die durch eingelaufene Briefe des Flüchtigen Bestärkung fanden, wir hoffen, daß sie sich nicht bestätigen. Dieser Fall möge aber beii Staat um so mehr anfeuern, die Führung so wichtiger Dokumente den völlig ungeeigneten geistlichen Händen, die sie nur als Nebensache behandeln, zu entziehen und eigenen verantwortlichen Stellen zu übertragen. — Das Ministerium hat sich heute über seine Haltung gegenüber dem Schulgesetzentwurf und der ersten Kammer der Stände schlüssig gemacht. Es steht fest, daß das Ministerium die Schulreform durchzuführen entschlossen ist, ja der Director des Ministeriums des Innern, Herr v. Starck, scheint diese Durchführung als eine Bedingung seines längeren Verbleibens im Amte zu betrachten. Wenn wir recht berichtet sind, so hat das Ministerium die Hoffnung nicht aufgegeben, bei der Rückkunft des Entwurfs aus der die früheren Beschlüsse aufrecht haltenden zweiten Kammer in das Haus unserer Pairs eine Majorität für den Entwurf zu gewinnen, gleichzeitig aber den Beschluß gefaßt, im Falle der wiederholten Ablehnung des Entwurfs durch die erste Kammer die Session zu schließen, dem neuen Landtage den Entwurf wieder vorzulegen und ihm auf dem Wege der Durchstimmung die erforderliche Majorität zu verschaffen. Die liberale Partei kann sich bei dieser Haltung des Ministeriums vollkommen beruhigen. (N. Fr. Pr.) Mainz, 14. October. Endlich soll, wie aus guter Quelle verlautet, auch hier wieder etwas „Schutt" hinweggeräumt werden. Die Pensionirung des Geheimen Raths Schmitt, des treuen Freundes und Nachfolgers unseres unvergeßlichen Kreisraths und späteren Ministers von Dalwigk, ist beschlossen und soll in der Kürze vollzogen werden. Als sein Nachfolger iii der wichtigen, auch äußerlich sehr gut ausgestatteten Stellung wird der Provtnzial-Director und Kreisrath Dr. Goldmann zu Darmstadt genannt. Herr Goldmann wird Berge zu versetzen finden, und dieses nicht, wie der Apostel Paulus meint, nur mit dem Glauben und der Liebe fertig bringen. Was die Jesuiten und ihre dienstbaren Geister aufschießen ließen, wird nur mit schwerer Arbeit weg- zuräumen sein. (Franks. Journ.) Berlin, 14. Oct. Das Reichs-Eisenbahnamt hat, wie die „Spen. Ztg." hört, Anlaß genommen, die Bestimmungen in den §§ 9 und 14 des Betriebs - Reglements für die Eisenbahnen Deutschlands ihrer Verwirklichung entgegen zu führen. Diese Bestimmungen setzen bekanntlich fest, daß die Billet- und Gepäck Expeditionen resp. die Wartesäle auf den Stationen mit größerer Frequenz spätestens eine Stunde, auf den Stationen mit geringerer Frequenz mindestens eine halbe Stunde vor Abgang eines jeden Zuges geöffnet sein uni ff cn, und der Btlletverkauf innerhalb der gleichen Frist stattzufinden hat, sofern nicht zwischen zwei nach derselben Richtung abgehenden Zügen eine kürzere Zwischenzeit liegt. Die zur Regel gewordene Nichtbeachtung dieser Vorschrift in Verbindung mit der häufig durchaus unzweckmäßigen Lage der Schalter erschwert dem Reisenden die rechtzeitige Lösung eines Billets; sie wird insbesondere bei gesteigertem Verkehr zu einer Plage des Publikums, das ost nur unter Drängen und Stößen in den Besitz eines Billets gelangen kann und führt alsdann Scandalscencn herbei, wie sie auf einzelnen Berliner Bahnhöfen oft beobachtet und durch die Presse, allerdings bisher ohne nennenswerthen Erfolg, gerügt sind. Die vom Reichs-Eisenbahnamt gegebene Anregung ist daher sehr erfreulich und wir hoffen von derselben auch eine günstige Rückwirkung auf die Regelmäßigkeit des Betriebes, da eine verspätete Billetlösung, der nicht selten eine mangelhafte und unzureichende Disposition über die Wagen hinzutritt, in der Regel auch eine verspätete Abfahrt und Ucberlastung der Züge zur Folge hat. Nothwendig wird es freilich sein, daß die Stationen, auf denen die Oeffnung der Dtensträumc eine Stunde vor Abgang der betreffenden Züge zu bewirken ist, zur Kenntniß des Publicumö noch durch Anschlag am Schalter gebracht werden, da eine wirksame Controle nur vom Publicum selbst geübt werden kann. Kassel, 14. October. Es wurde bereits früher mitgetheilt, daß der Handelsminifter beschlosicn habe, die Locomotivführer der preußischen Staatsund der unter Staatsverwaltung stehenden Bahnen in die vierte Classe des Wohnungsgeld Tarifs einzurcihen, während die Zugführer in der fünften Classe verblieben sind. Heute haben nun sämmtliche Zugführer der hessischen Nordbahn — 16 an der Zahl — eine Collectiv - Eingabe an den Handelsminister gerichtet und in derselben um Gleichstellung mit den Maschinenführern gebeten. Begründet wird die Petition einerseits damit, daß die Zugführer mit den Maschincnführcrn mindestens in gleichem Range stehen, sowie andererseits nut dem Umstande, daß der Servisbetrag der fünften Classe wesentlich geringer ist, als der der vierten Classe. Die Zugführer der Main-Weser- und Bebra- Hanauer-Bahn wollen denselben Weg wählen, um die ihnen gewordene Zurücksetzung zu beseitigen. Je nach Umständen haben die Beschwerdeführer eine Vorlage beim Landtage in Aussicht genommen. Es bleibt zwar die Ausführung keines Finanzgesetzes ohne Härten und Widersprüche; auffallender aber sind solche noch nicht an den Tag getreten, als gerade in dem vorliegenden Falle. Melsungen, 16. October. Heute Nacht ist abermals ein starker Brand ausgcbrochen. Es sind bereits über 20 Häuser niedergebrannt. Das Feuer dauert fort. Vermischtes. — Das Direktorium be8 „deutschen Lokomotivführer - Vereinö" hatte zur eingehenden Beantwortung den Zweigvereinen folgende Fragen vorgelegt- „Welches sind die Ursachen der Eisenbahn-Unglücksfälle?" und „Welches sind dic Mittel, um die Beseitigung, resp. Verminderung derselben herbeizuführen?" In einer kürzlich Statt gefundenen Versammlung wurde nach langen und eingehenden Debatten die Beantwortung der betreffenden Fragen wie folgt festgestellt. I. Hauptsächlich: a) die mangelhafte Beschaffenheit der Strecke, b) die incorrecte und nicht genug gewissenhafte Bedienung der Weichen, c) die in letzter Zeit namentlich so häufig vorgekommene Annahme ungeeigneter oder unzulänglicher Kräfte beim praktischen Fährbetriebe. II. In Bezug, auf die Frage „Welches sind die Mittel um die Beseitigung, resp. Verminderung der Unglücksfälle herbeizuführen?" wurde darauf hingewiesen: a) daß mehr Fleiß auf die Instandhaltung der Strecke verwandt werde, b) daß nur verantwortliche Beamt«' mit der Bedienung der Weichen betraut werden, so wie daß die Bahnwärter des Nachts schärfer controlirt werden, c) daß die Stationsbeamten in Bezug auf das Folgen der Züge und Maschinen die größte Gewissenhaftigkeit und Pünktlichkeit beobachten, stets ihren Dienst selbst versehen, sich nicht, wie oft vorgekommen, durch Weichensteller oder auch Arbeiter vertreten lassen, und daß dieselben mehr praktisch als bisher ausgebildet werden; d) daß das optische Signalwesen einer gründlichen Reform unterworfen wird, und daß das ganze Zugpersonal mit verantwortlich gr- Darmstadt. 15. Oct. Der Wiederzusanuneutritt der zweiten Stimmer findet am 17. d. Mts.. Vormittags, statt. Mit dem Tode des Bischofs aekt bis 20. I. M. ist noch nicht entschieden. Inzwischen hat der Finanzausschutz die Machtbefugniß desselben ans das Dom-Capitel über, welches einen Cavilels. mehrere Sitzungen gehalten, um einige neue Vorlagen und Anträge in Erledi- Verweser erwählt, dessen Bestätigung zum Bisthums-Vcrweser dem Papste un- gung zu bringen; von diesen verdient und erregt die Vorlage wegen eines Zu- terliegt. Die Neuwahl des Diöcesan-Bischofs findet nach den Bcstinimunaen schusses zu dem Theaternenbau besonders Interesse, der Vorsitzende des Aus-^der Bulle Provida solersque vom Zahre 1827 statt. ö schusses, Abg. Metz, hat das Referat hierüber selbst übernommen. Das Mini-^ ~ ‘" * sterium, das dem Landtage keine allzulange Dauer zu versprechen scheint, drängt macht wird in Betreff des Haltens auf das Signal der Dampfpfeife. Als dringend nothwendig wurde hierbei hervorgehoben, daß bei den Personenzügen der Sckaffnerdienst vom Bremscr- c*- ' i, es l < -c . „ „ ,r, , _ dienst getrennt wird, ferner, daß daS Umsetzen der Züge nur auf Nebengeleisen und nicht auf tylllöd, 14. October. Die Beisetzung des Bischofs Kött in dem Dome Hauptgeleisen Statt finden darf; e) daß die Verwaltung vom Dau getrennt wird und daß S? N Nte„, bei f °us Hei, ' welche» 181 Frübjch, ® feiern bj( «(«n epoche, d-Einißm Strengt vor. Mm" unb ^ttchenverkaus en Prinzm iß « Arnim und in Berlin. ' die Antwort Sympathie gen die pG 'ks päpstlii^ 'er unter tt uralte. Lie ands. tßty, \d W- L stolernism te von Mh" Ivrchü male ist rejn )at die Bm durch Würmer ndte hatte - ie Aussaat von das dort herr- $ daran Ler- n, J«°' t erlang »id-t M am <2.0* Swm w Mi sch "fo! il die Telex» ttt Schiffe ffl< &n4 , 1UT tlflV cie Ursache"^ , rein- »d n roi( I09 2d ti' ”fu M «SSfcW NS '* (firt Lj Wechsel Pistolen 9 40—42 (Galizien — Frischbäcker ?u Eießen Sonntag den 19. October. Daniel Rühl am Rathhaus, Emil Roll in Kleien, Schrot oder anderm Futter als sogenanntes Fleischmehl verabreicht und erweist sich überall, wo man es für die Schweinemast anwendet, von den besten Folgen begleitet. Zur Rübencultur. Wenn man das Wachsthum der Rüben beobachtet, so kommt man leicht zu der Ansicht, daß sie ihrer stark vegetirenden Eigenschaft wegen vorzugsweise nach starken Stalldüngungen am besten gedeihen. Wenn es auch feststeht, daß stark mit treibenden Substanzen gedüngte Ländereien sehr große Rüben erzeugen, so ist es doch zum andern auch erwiesen, daß verschiedene Kunstdünger, so namentlich die Phosphate und Kalisalze einen höchst bedeutenden Einfluß auf das Wachsthum und insbesondere auf die Qualität der Rüben ausüben. Während man in manchen Gegenden, so namentlich in der Provinz Rheinhessen, der Pfalz, Baden rc. dies längst erkannt hat, kommt man in andern Distrikten, z. B. in der Wetterau, erst jetzt zu der Ueberzeugung, daß die Phosphate für die Rübencultur von ganz bedeutendem Einflüsse sind. Prioritäten, östr. Stsb.-Prior. 603 8 östr e. Lombard 49 Livorneser 323/4 Toscaner 52 Elisabeth.-Prior. 927« em Maschinen-Jngenieur Sitz und Stimme im Direktorium bat. Ferner wurde als nothwen- dig, rcsp. zweckmäßig erachtet: 1) daß in der Wahl und Annahme von Locomotivführer-Aspiranten correcter vorgezangen wird; 2) daß nur gutes Brennmaterial zur Verwendung gelange, wodurch es dem Locomotivsührer ermöglicht wird, seine Aufmerksamkeit aus die vorliegende Strecke und die Signale zu richten; 3) daß die Fahrgeschwindigkeit verringert und die Maschine nicht überlastet werde; 4) die Abschaffung der Fahrprämie, ferner keine Dienstüberbür- dung; 5) strenge Regelung der Machtbefugnisse der Stationsbcamten gegenüber den Locomo. tivführern. Ferner Vorschläge zur Verhütung von Unglücksfällen: f) daß jeder Lokomotivführer es als Pflicht betrachten solle, jede Unregelmäßigkeit auf der Strecke und Dienstwidrigketten der Stations- und Auffichtsbeamten, so wie des Fahrpersonals zur Anzeige zu bringen; g) Trennung des Güterbahnhofs vom Personenbahnhof auf größeren Stationen. Actien. Frankf. Bank 146 Frankf. Vereins-Kasse 95 Darmst. Bankact. 388’/a Rheinische Hyp.-Bank 107*/. Wien Bankactien 990 Oest. Creditact. 226 3O/o 3O/o 3°/o 5% 5% Landwirthfchaftliches (Mitgetdcilt von der höheren landwirthschaftlichen Lehranstalt in Worms.) Erdruschnachrichten. Mehr und wehr beginnt sich das wahre Verhältniß in Betreff der heutigen Fiuchterträgnisse zu klären. Wenn auch im Allgemeinen die seither in U 1 lauf gekommenen Gerüchte die gegenwärtige Lage ziemlich wahrheitsgetreu schildern, so bringen doch die Erdruschergebnisse mehr Licht in den Thatbcstand. Als fest stehend angesehen muß es werden, daß in Ungarn der Ernteausfall sich noch geringer erweist, als es bisher angenommen worden war, daß insbesondere der Roggen und die Gerste in ihren Ergebnissen weit unter mittel bleiben, während in Böhmen, in Galizien und überhaupt in den östlichen Ländern und Provinzen die Schüttung besser ist, als man vermuthete. Dasselbe gilt auch für manche größern Districte Deutschlands, insbesondere für Sachsen, Thüringen und Franken. Auch in den Rheinlandsgegenden fällt das Erdruschergebniß, wenigstens bezüglich des Weizens besser aus, als man vermuthete. England hingegen bleibt thatsächlich hinter fernen Erwartungen zurück und braucht mehr Zufuhr, als man dachte. Daß aber Amerika in der Lage ist, tüchtig zu helfen, dafür bürgen die trotz der Geldkrisis fortgesetzten starken Verschiffungen. Rüben- und Kartoffelrückstände für Fütterungszwecke. Bei rationeller Führung der Oekonomie ist es ein Hauptersorderniß, alle die sich ergebenden Abfälle, je nach ihrer Beschaffenheit theils für Düngungs-, theils für Fütterungszwecke zu verwenden. So ist es z. B. in denjenigen Ländern, wie beispielshalber in Böhmen, wo die Besteuerungsform der Rübenzuckerfabrikation dies zuläßt, gebräuchlich, die Rüben, anstatt sie in natura an die Fabriken zu verkaufen, zu Hause zu pressen, den Saft zu Syrup einzukochen und diesen bann an die Zuckerfabriken zu verkaufen, die Rübenrückstände aber für die Fütterung zu verwenden In ganz gleicher Weise hat man auch seit wenigen Jahren, so namentlich tm hessischen Odenwalde begonnen, die Kartoffeln, anstatt sie direkt in die Stärke- oder Zuckerfabriken zu bringen^zu Hause auf Kartoffelmehl zu verarbeiten, dieses als Rohmaterial den betreffenden Fabriken zuzuführen und die Rückstände für die Fütterung zu benützen, während früherhin die sich in den Fabriken ergebenden Rückstände zumeist versäuert allenfalls der Compoftbereitung oder nur um Goldsorten, fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58’4—59* Actien. 50/0 östr. F. St. E. B. 339 Lombard. Bahn 165 Ludwigsh. Bexbach 187/2—21’/: Engi. Sover. 11 48—50 Rubs. Imp er. 9 41—43 Dollar in Gold 2 25i/2—261. do. II. Emiss. — Anleliensloose. Darmstädter fl. 50Loose — n n 25 „ — Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 fl. 46 Vz Braunschweiger 22 30 0 Oldenburg, ä 40Thlr. 373/4 4% bayr. Präm.-Anl. 112*4 4% badische Loose 109 Badische fl. 35 Loose 67 Oestr. fl. 250 v. 1854 87 1858r Prioritätsloose 189*/4 1860r Loose 89 V, 1864r „ 143 Börsennachrichten. 16. October 1873. Preuss. 41/2° o Oblig. 1011 2 Frankf. 3*/g°/u Oblig. 87 Nass. 3V2°/o Obi. 921/2 Kurbess. 4°/u „ 96 Gr. Hess. 5% Obi. — „ „ 40/0 » 993/4 n » 31/V>o „ 97 Bayer. 50/0 „ — „ 41/iü0 1jährige 101 „ 40 0 1jährige 95 Würtemb. 4*/20/0 Obi. 1003/4 Baden 4V20/q ObL c. E. L. 100’4 Oesterr. Silberrente 643/4 n Papierrente 603,8 Spanier, neuest. 3% 17% Amerik. Bonds 1881r 101 n „ 1882r 977/s „ n 1885r 99i/2 n „ 1887r IOO1/4 Amsterdam k.. S. 98*4 Augsburg k. 8. 100 Berlin k. S 104% Bremen k. S. 105t/b Brüssel k. S. 931/fr Hamburg k. S. 1051 p Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 118*4 Lyon k. S. — Paris k. S. 93*4 Wien k. 8. 1035/8 ditto m. 8. 1033/fe ditto 1. 8. — Disconto 4 °/o s Arbeitsversteigerung. 4742) Montag den 20. lfd. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen auf hiesiger Bürgermeisterei nachstehende Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeit am Friedhof, veranschl. zu 139 fl. 12 kr. Schreinerarbeit im Schulhaus, „ „ 11 „ — v Oppenrod, den 14. October 1873. Großherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod. I A.: K. Schön, Bezirksbauaufseher. Ieilgebotenes. 4702) Palmschrupper, per Stück 10 kr., bei A. Guldan, Marktftraße. a((gemetner Anzeiger. Besondere Bekanntmachung Oeffentliche Aufforderung. 4709) Etwaige Forderungen an den Nachlaß des Bauunternehmers Friedrich Schwa ab sind binnen 14 Tagen schriftlich entweder bei dem Vormunde der Kinder Heinrich Adami dahier oder bei unterzeichnetem Gericht anzumelden, widrigenfalls sie bei Ordnung des Nachlasses nicht berücksichtigt werden. Gießen, den 9. October 1873. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. Oppermann. Werfleigerungen. Holzversteigerung. Donnerstag den 23. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Wiesecker Gemeindewalde, District Kornberg, Schrei und Wäldchen, Versteigert werden: 3,6 R.-Mtr. Buchen-Prügel, 6 „ Nadel-Prügel, 6 „ Nadel-Stockholz, 14800 Wellen Fichten- u. Kiefern-Reisholz, 4 Fichten Stämme, 9,60 Cub.-Mtr. Der Anfang ist am Kornberg. Wieseck, den 16. October 1873. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. (4766) Lang. Den Empfang der Pariser Modellhute aus den ersten Häusern zeige hierdurch ergebens! an und empfehle gleichzeitig mein reich assor- tirtes Lager in Sammeten, Hutstoffen, Bändern, Federn, Blumen, Fa- <;oas. sowie sonstige grosse Nouveautes, zu den billigsten Preisen. A. Fangmann, en|ros vormals \W Fulir^ detail. Kirchenplatz. § Aecht kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. Meine Niederlage davon in der Expedition des Gießener Anzeigers empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst Johann Maria Farina in Köln. i Eingemachte Früchte au§ der Fabrik der Herren Joh. PH. Wagner & Co. in Mainz empfiehlt Emil Fischbach. mW____ ! Haus-Berkaus! Mein Haus in der Löwengaffe beabsichtige unter günstigen dingungen zu verkaufen. M. Engel (4765)_____________am Kreuz. Geschäfts-Verlegung meiner Siegellack-Fabrik von Kassel nach Gelnhausen bei Hanau zeige hierdurch ergebenst an- C. L. Powalky. Flaschcnlaü, per Centner 6 bis 12 Thlr., Paülaä je nach Qualität, per Pfd. 2*/8—8 Sgr., Siegellack je nach Qualität, per Pfd. 4-30 Sgr-, Tabakslack, in Tafeln per Ctr. 4*4 Thlr., Tabakslack, in Stangen 5*4 Thlr. per Ctr. (4039) Regenschirme,Gummischuhe,Baschliks, Moorschürzen, wollene Tücher