olakli bis 'l Gießens “ umnittelr ■ Loge dem iwn in Kreuz- (16. b. M.j, kmznzeichnen ■ Thrilnchmer Ter dortige stand. p e oder im m kann die I von Amerika lUiii wirthschaWchea Ischaft. It'li itnbe VorsM- >erhälwibmavlgr Vollen besorgen Provision. in uns )U nchlen- Käufer ergebens ,r dessen Beginn Wollen gmießm ib zu Lasten der blr. 45- a. jeigejM >« Sr»“*’' fcrri» vierteljährig t fl. IS kr wlf Vringttlohn. Durch die Hsft btiopen vierteljährig r ff. 29 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Sh* nähme Sonntags. Expedition: Eanzleiber^. Vrt. B. Nr. t. Mnzeige- und Mmtsötatt für den Areis Kressen. Skr. 137. Montag den 16. Juni 1873. Amtlicher Theis Betreffend: Die Ausführung des Gesetzes vom 26. November 1872, den Gehalt der Volksschullehrer betreffend. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Mit^nächster Post wird Ihnen ein von Großherzoglichem Ministerium des Innern in obigem Betreff unterm 26. v. M. erlassenes Ausschreiben zugehen, das Sie zur Kenntniß des Gemeinderaths bringen und sodann an den Schulvorstand abgeben wollen, damit auch dieser davon Kenntniß nehmen nnd die Lehrer entsprechend bedeuten kann. v. Röder. Betreffend Gießen, am 12. Juni 1873. Die Ausführung des Gesetzes vom 26. November 1872, die Gehalte der Volksschullehrer betreffend. Das Grvhi)r rhhji tche Kreisamt Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Durch die betreffende Großherzogliche Bürgermeisterei wird Ihnen ein in obigem Betreff von Großherzoglichem Ministerium des Innern erlassenes Ausschreiben zugehen, von dessen Inhalt Sie, zur Beseitigung von Mißverständnissen und unrichtigen Annahmen, die Ihnen unterstehenden Lehrer alsbald in Kenntniß setzen wollen. v. Röder. B e k a n n t m a ch u n g. Betreffend: Den landwirthschLftttcherr Mrterrichtskursus für Bolksschullehrer in Darmstadt. Der Unterzeichnete bringt hiermit zur Kenntniß der Interessenten, daß der landw. Unterrichtskursus für Volksschullehrer in Folge des Abganges des seitherigen Generalsekretärs der landw. Vereine und der noch nicht wieder erfolgten Besetzung seiner Stelle im laufenden Sommer nicht abgehalten werden kann. Friedelhausen, am 8. Juni 1873. Der Präsident des landw. Vereins für Oberhessen: A. Freiherr v. N o r d e ck zur Rabenau. politischer Thei l. * * Herr August Metz contra Landesuniverfität. Bei dem Streite, in welchem sich der Senat der Landesuniversität Gießen mit dem Finanzausschüsse der zweiten Kammer der Stände über einige harmlose ? Bemerkungen des Ausschußberichtes eingelassen hat, wird der Präsident dieses Ausschusses, der Abgeordnete Metz, in oft recht liebloser Weise in den Vordergrund gestellt. Wir fühlen uns verpflichtet, für diesen Mann in die Schranken zu trete». Herr Metz, das verehrte Oberhaupt unserer zweiten Kammer, der Vertrauensmann von neun Zehntheilen der hessischen Wähler, ist ein Charakter; sein Herz schlägt warm für alles Schöne; seine Ehrenhaftigkeit, seine Ueber- zeugungstreue ist über jeden Zweifel erhaben, seine Reinlichkeit sprüch- wörtlich. Wie es aber politischen Männern zu gehen pflegt, ist er in manchen Fällen durch die Umstände genöthigt, seine wahre Willensmeinung zu verbergen, um auf Umwegen seinen Zweck zu erreichen. Unwissende nennen das „Schleichwege", Gewissenlose stellen gar unseren Landesdirector auf gleiche Linie mit Bankdirectoren und Gründern. Wissende | dagegen bewundern seine feine Action, und aufmerksame Beobachter haben ! längst erkannt, daß er seit seinem öffentlichen Auftreten stets dasselbe Ziel verfolgte. Wie sicher unser Metz den Knoten von Gordon zu knüpfen und 'zu lösen weiß, davon nur ein Beispiel. Er gehörte von jeher und zwar schon lange vor dem verhängnißvollen Jahre 1866 zu den leidenschaftlichsten Verehrern des : jetzigen Reichskanzlers, Fürsten Bismarck. Er fühlte sich mit diesem geistesverwandt. Während aber Bismarck als Minister seine Politik im Conflicte mit den liberalen Parteien und mit Verachtung aller Phrasen durchführte, nahm Metz, um als Volksvertreter einen bestimmenden Einfluß auf die Geschicke Deutschlands zu erlangen, zu dem umgekehrten Mittel seine Zuflucht; er ging einig mit allen liberalen Parteien und bemächtigte sich aller landläufiger Schlagwörter. Beide, der Minister und der Deputirte, hatten mit dem Unverstände der eigenen Partei zu kämpfen, welche sie sicher im Stiche gelassen hätte, wenn, was sie planten, zur Unzeit bekannt geworden wäre. Während aber Bismarck den süddeutschen Agitator zu ignoriren schien, griff Metz den norddeutschen Staatsmann in Wort und Schrift in „entsetzlich energischer" Weise an. Man höre nur, wie bös er war, Er fluchte Herrn von Bismarck gar! *) Zu seinen glänzendsten Thaten zählen die Reden, welche der seltene Mann *) Anm. Zu Frankfurt im Saalbau am 24. Jan. 1864. im Juni 1866 in der Darmstädter Kammer über den deutschen Krieg gehalten hat. Er sagte damals unter andern:: „Ich bin überzeugt, der endliche Sieg bleibt dem guten Rechte trotz aller Bajonette, trotz aller Redensarten von Macht, die über Recht geht, trotz aller Bismarck er und Bis m arckiad en." „Nachdem wir Angesichts der Nation .....das gute Recht der Herzogthümer (Schleswig-Holstein) anerkannt haben, können wir, falls wir nicht jedes Funkens von Ehre verlustig gehen wollen, dieses Banner nicht verlassen; es wird nie und nimmer gelingen, den gesunden Sinn des deutschen Volkes zu trüben und es zu überzeugen, daß es recht sei, wenn die Führer des Volkes die nämlichen Schlechtigkeiten und Falschheiten sich erlauben, wie sie leider nur allzuhäufig von Regierungen und Diplomaten geübt wird." „Dieser Bismarck mit seinem System, das, wie ein Anderer sagt, die wahrhafte Verkörperung der Gottlosigkeit ist, verdient kein Vertrauen." „Glauben Sie denn, meine Herren, daß wir wirklich so hirnverbrannt sind, wir, die ganze Fortschrittspartei, daß sie das Ministerium Bismarck unterstützen will? Ist nach der ganzen Vergangenheit von uns im Ernste daran zu denken?" Und, wenn er endlich mit bebender Stimme rief: „Ich bin bereit, meine ganze Existenz zu opfern und nöthigenfalls mein Haupt auf den Block zu legen!" fühlte da nicht jeder vernunftbegabte Hörer, daß hier ein Stück Weltgeschichte sich abwickle? Wacker, herrlich, unvergleichlich! Jeder Zoll ein Deutscher und ein Stamm! Blieb' ihm auch der Schmerz nicht erspart, nachdem er drei Tage lang tapfer gegen die Verwilliguna des Anlehns zum Kriege mit Preußen gesprochen hatte, in der Schlußsitzung vom 20. Juni dafür stimmen zu müssen, so sah er doch durch deu Ausgang des Krieges und die darauf folgenden politischen Veränderungen die kühnsten Träume seiner Jugend verwirklicht. Er sah Preußen an der Spitze von Deutschland und durfte öffentlich in Wort und Schrift sein Einverstäudniß mit der Politik des Reichskanzlers erklären. Ihr blinden Hessen, ach, wie schön Ist solch ein Beispiel anzusel/n! Unsere Leser werden nach dieser Probe nicht mehr im Zweifel sein über die Entwickelung des neuesten Sturmes im Glase Wasser, den die Empfindlichkeit der Gießener Professoren freventlich heranfbeschworen hat! Unser August ist persönlich von dem größten Wohlwollen gegen die Landes- universität und die Stadt Gießen erfüllt; dankt er doch der ersteren seine akademische Bildung und die Freundschaft so vieler Trefflichen und wäre er doch von der letzteren in den 60er Jahren beinahe in bte zweite Kammer gewählt worden, wenn nicht einige schlechte Menschen dazwischen getreten waren! Wer im Stande war, längere Zeit in der unmittelbaren Nähe des großen Mannes auszuharren, wird uns beistimmen, wenn wir behaupten: Metz liebt nächst der Jungfrau Germania nur noch die Wissenschaft und ihre Träger' Aber Alles hat seine Zeit und seine Grenze. Die Bevölkerung der Residenz Darmstadt ist ganz rabiat auf das Polytechnikum versessen und möchte wo möglich die Landesuniversität noch dazu haben. Würde nun unser Metz sich diesem Strome der öffentlichen Meinung entgegenstemmen, so wäre leicht die Stellung gefährdet, die er zum Heile unseres Landes gegenwärtig einnimmt. Niemand außer ihm könnte das Ministerium Hofmann nach oben und nach unten stützen, wie sein Bruder, der schöne Ignatius, Jedem der es hören will versichert. Es mußte also lavirt werden. Wenn, so mag unser August calculirt haben, alle Anforderungen für die Universität Gießen vom Finanzausschuffe und den Ständen verwilligt werden, so ist die Form, unter welcher das geschieht, verflucht gleichgültig, gänzlich Wurscht. Manchmal wird ja ein moralischer Lump zum großen Manne emporge- schwrndelt; warum sollte man nicht auch einmal Männern von Ehre einen Klecks anhängen dürfen? Reden wir also frisch von der Leber weg von „kleinlichem Neptonismus, beschränktem Brodneid" und dergl. mehr. Wer uns kennt, weiß wie es gemeint ist. So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe; Darmstadt hat den Ruhm und Gießen das Geld! „Meine Liebchen, was wollt Ihr noch mehr?" Ein solcher Mann sollte kein ernster und ehrlicher Politiker sein? So etwas wird uns Niemand, die ganze Universität nicht, einreden können! Deulfdj(Qiii). Darmstadt, 14. Juni. Die Landstände haben heute das Finanzgesetz auf 6 Monate prorogirt und beschlossen, eine Glückwunschadresse an den Großherzog aus Anlaß des Negierungs-Jubiläums zu richten. Berlin, 11. Juni. Für den Fall der Berathung der Civilehe sollen die Ultramontanen gedroht haben, das Haus beschlußunfähig zu machen. Ca- nonicus Graf Galen hat seine durch Verletzung des Kanzlerparagraphen verwirkte vicrwöchentliche Festungshaft in Wesel angetreten. Die Collectivnote der Bischöfe traf merkwürdiger Weise gerade an demselben Tage im Cultus- ministerium ein, an welchem dieses den Befehl an die Oberpräsidenten hatte ergehen lassen, die Bischöfe zur Mitwirkung bei der Ausführung der Kirchengesetze aufzufordcrn. Hierdurch ist das sonst unverständliche „frenndliche Ersuchen" der Oberpräsidenten erklärt. — Der preußische Gesetzentwurf wegen des Staatspapiergeldes beantragt Ausgabe von Reichspapiergeld in Höhe von 1 Thlr. pro Kopf und gleichzeitige Einziehung des sämmtlichen Staatspapiergeldes. Seitens Sachsens, Bayerns 2C. wird beantragt, den Termin für Einziehung des Staatspapiergeldes bis zum 1. Januar 1875 auszudehnen und den Staaten einen höheren Betrag an Reichspapiergeld zur Verfügung zu stellen, um ihnen die Deckung des Ausfalles zu erleichteru. Dieser Betrag soll indessen die Hälfte des Nestes des Staatspapiergeldes, nach Abzug der entsprechenden Quote an Reichspapiergeld, nicht übersteigen. Berlin, 13. Juni. Der Reichstag nahm im weiteren Verlauf der heutigen Sitzung den Lasker'schen Antrag fast einstimmig an. Nachdem der Reichskanzler gegenüber Hoverbeck noch bemerkt hatte, daß der Mangel der Diäten mit der Beschlußfähigkeit des Hauses nicht Zusammenhänge, was eine vergleichende Liste der fehlenden Abgeordneten und der Einkommensteuer-Liste ergebe, schritt das Haus zur dritten Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend die Errichtung eines Reichs-Eisenbahuamtes. Der Abg. Bamberger erwähnte im Laufe der Debatte die Begünstigung der Mont-Cenis-Linie Seitens der in französischen Händen befindlichen lombardischen Bahnen, zum Nachtheil der dem deutschen Verkehr dienenden Brenner-Linie, welche auch im italienischen Parlamente angeregt worden sei. Der Reichskanzler erwiderte darauf, daß der deutsche Gesandte in dieser Angelegenheit bereits im Sinne Bamberger's instruirt worden sei, doch würde er (der Reichskanzler) weiteres informatorisches Material Bamberger's gern benutzen. Das Haus vertagte sich darauf, nachdem noch eine längere Debatte über den Gesetzentwurf in der ihm in zweiter Berathung gegebenen Fassung und eine von Lasker und Genossen beantragte Umarbeitung desselben stattgefunden hatte. Berlin, 13. Juni. Der Bundesrath hat sich gestern für die Ausgabe von Reichspapiergeld im Gesammtbetrage von drei Mark oder einem Thaler pro Kopf der Bevölkerung ausgesprochen, jedch einen definitiven Beschluß noch Vorbehalten. Berlin, 14. Juni. Dem „Deutschen Wochenblatt" zufolge gilt es in Regierungskreiscn für wahrscheinlich, daß die Herbst-Session des Reichstages im November beginnen und den December hindurch dauern soll, worauf der preußische Landtag, kurz vor dem verfaffungsmäßigen letzten Termin, im Januar einberufen würde. — Demselben Blatt zufolge werden in dem voll Deutschland mit Persien abgeschlossenen Vertrage den deutschen Consuln größere Rechte und dadurch dem delltschen Handelsstande größere Rechtssicherheit gewährt. München, 13. Juni. Das Münchener Altkatholiken-Comite hatte noch vor der Bischofswahl eine Eingabe folgenden Jilhalts an das bayerische Cul- tusministerium eingesendet: „Angesichts der am 4. Juni bevorstehenden Wahl eines Bischofs für die vom alten Glauben nicht abgefallenen Katholiken Deutsch lands erachten die 2C Unterzeichneten es für pflichtmäßig, all Ew. kgl. Majestät Staatsregiermrg die Erklärung zu richten, daß sie den ihrerseits zu dieser Handlung Deligirten den Auftrag gegeben haben, an der Wahl eines Bischofs nur unter dem ausdrücklichen Vorbehalt Theil zu nehmen, daß der gewählte Bischof erst dann über bayerische Staatsangehörige seine Jurisdiction zll erstrecken habe, wenll von Seite der hohen Staatsregierung seine Anerkeilnung oder die Erklärung, daß seiner Wirksamkeit im bayerischen Staatsgebiete kein Hinderiliß entgegellstehe, erfolgt sein werde." Man ist natürlich gespannt, wann und wie diese Erklärnng erfolgen wird. Metz, 9. Juni. Folgende in einem lothringischen Dorfe vorgekommene Thatsache, die für die clericale Wühlerei charakteristisch ist, wird dem „Rh. C." mitgetheilt: Ein geistlicher Herr hat dort, glaubwürdiger Nachricht zufolge, von der Kanzel herab gepredigt: „Feige Memmen seit ihr, Nichtswürdige, nur einer unter euch hatte den Muth, für sein Vaterland einzustehen, optirte für Frankreich; ihr anderen bliebet alle da." Diese an die jungen militärpflichtigen Leute des Dorfes gerichtete Ansprache erzeugte aber nicht die gewünschte Wirkung, iydem alle sofort die Kirche verließen. Der Vorsteher des Dorfes aber wußte, was seines Amtes ist, und unterließ nicht, den für Frankreich schwärmenden geistlichen Herrn, der Unfrieden in seine Gemeinde zu säen bestrebt war, ur Anzeige zu bringen, und so wird denn unserem Eiferer Gelegenheit geboten werden, einmal ernstlicher über die wahren Aufgaben eines Geistlichen und peciell über die wahre Bestimmung der Kanzel nachzudenken. tzchmeiz. Bern, 12. Juni. Der Bundesrath verlangt von der Züricher Regierung einen Bericht über das russische Decret, welches den Russinnen von 1874 an den Aufenthalt an der Züricher Hochschule verbietet. Der Bundesrath hat die zweite Berathung der Bundesrevision begonnen. Der Große Rath von St. Gallen erklärte den Antrag auf Ausübung des Placetrechts und Revision der confessionellen Gesetze im Sinne einer größeren Gemeinde-Autonomie als erheblich. Bern, 13. Juni. Der Regierungsrath des Cantons Schaffhausen erläßt eine Proclamation, welche das Volk auffordert, seinen Wünschen bezüglich der Verfassungs-Revision Ausdruck zu geben. Bern, 14. Juni. Sämmtliche in Zürich studirende Russinnen, mit Ausnahme von zweien, gehen vorläufig nicht nach Rußland zurück, sondern nach anderen nicht schweizerischen Universitäten. JranluTidj. Paris, 12. Juni. Man veröffentlicht ein Schreiben, das Thiers an einen Bewohner von Nancy gerichtet hat. In demselben sagt er, daß er sich zurückgezogen habe, weil er tief überzeugt gewesen sei, daß eine reine Parteiregierung in Frankreich widersinnig sei und nur die ohnehin bestehenden Spaltungen vermehren könne. Nöthig sei eine Regierung, die Unordnungen kräftig zu unterdrücken wisse, aber zugleich allen Parteien, die sich innerhalb der Schranken des Gesetzes halten, Gerechtigkeit widerfahren lasse. Frankreich wolle sich keine Politik aufdrängen lassen, die seiner Neigung widerstrebe. Mit der Rechten gehen heißt noch lange nicht, die Majorität des Landes auf seiner Seite haben. Er selbst, setzt Thiers hinzu, sei zur literarischen Ruhe zurückgekehrt. — In der Nationalversammlung verliest Buffet ein Schreiben des Gouverneurs von Paris, das ihm der Kriegsminister übermittelt hat und worin die Ermächtigung nachgesucht wird, Ranc zu verfolgen als Theil- nehmer an dem Aufstande und Mitglied der Commune. Am Samstag werden die Bureaux sich über die Frage schlüssig machen. Paris, 12. Juni. In Chislehurst wurde letzten Samstag der Grundstein zu einer Trauercapelle gelegt, in welcher die irdischen Ueberreste Napo- leon's III. beigesetzt werden sollen. Die Kaiserin Eugeuie vollzog, wie der „Ordre" berichtet, im Beisein ihres Sohnes, der katholischen Geistlichkeit des Ortes und einer Anzahl geladener Gäste die Feierlichkeit der Grundsteinlegung, wobei goldene, silberne mit) kupferne Münzen mit dem Bildnisse des Kaisers und der Jahreszahl 1870, sowie ein Pergament, welches ein Protokoll der Ceremonie enthielt, in den Grund des künftigen Gebäudes gesenkt wurden. Dann begab sich die Kaiserin mit ihrem Sohne in die nahe Kirche Sainte- Marie und legte dort auf den Sarg ihres Gatten einen Kranz von weißen Blumen und von dem Papste gesegnete Palmeuzweige nieder, welche der Cardinal Bonaparte kürzlich aus Rom mitgebracht hatte. Die Capelle wird 12 englische Fuß breit, 18 Fuß lang und 24 Fuß hoch sein; man glaubt, daß sie im August werde eingcweiht werden können. Paris, 14. Juni. Der oberste Handelsrath hat sich gestern einstimmig für die Aufhebung der Flaggen- und der Rohstoffsteuer entschieden. Versailles, 14. Juni. In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung berichtet Baragnon über die Prüfung der Wahlen Guyot's und Ranc's. In dem Bericht wird die Gültigkeit beider Wahlen befürwortet, da auch Ranc alle Bedingungen der Wählbarkeit in sich vereinigt. Dem Anträge entsprechend, erklärt die Versammlung die Wahlen Guyot's und Ranc's für gültig. Italien. Rom, 12. Juni. Die clericalen Blätter speien Feuer und Flamme über die Rede Bismarck's im Reichstage, in welcher der Reichskanzler sich über die Stellung des Reiches zur zukünfttgen Papstwahl ausließ. — Der Czar wird nicht nach Rom kommen, sondern der Kaiserin in Deutschland begegnen. — Fournier ist vom Könige empfangen worden und hat sodann seine Ferien angetreten. Rom, 13. Juni. Die „Italienischen Nachrichten" dementiren die Nachricht des „Pester Lloyd," daß während der Anwesenheit des deutschen Kronprinzen in Mailand ein italienisch-deutscher Allianz-Vertrag abgeschlossen worden sei. Die Begegnung des deutschen Kronprinzen mit dem Kronprinzen Humbert, welcher übrigens nicht in Mailand, sondern in Venedig stattfand, hatte, den „Italienischen Nachrichten" zufolge, keinerlei politischen Zweck, sondern war nur ein Act der Höflichkeit und Freundschaft. — Der Papst empfing gestern die Generale und Procuratoren der religiösen Körperschaften. Der Jesuiten-General verlas eine Adreffe. Spanien. Madrid, 12. Juni Meuterische Soldaten haben in Murviedro einen Oberst-Lieutenant erniordet. — Morgen wird in den Cortes die Wahl des definitiven Präsidenten derselben vorgenommen. Die Wahl Nicolas Salmeron's scheint gesichert. Madrid, 13. Juni. In der heutigen Cortessitzung wurde Nicolaus Salmeron mit 176 gegen 74 Stimmen, welche auf Figueras fielen, zum Präsidenten gewählt. Die Regierung legte ein Programm vor, wonach sie die Trennung zwischen Staat und Kirche, die Reorganisation der Armee, die Abschaffung der Sclaverei und andere soci.üe Reformen beabsichtigt. In kürzester Frist soll eine Commission zur Feststellung der Demarcationslinien der einzelnen föderirten Staaten ernannt werden. Das Budget wird erst nach der D Y Fächer 9ie9it t innen von 1874 ?"."besrath u , * N L Mta? 3ii6*" ' ■ - Autonomie als ■ 1-^* I wünschen brzüg-! .Russinnen, - ll(f- sondern nach Thiers an einen! 1 ei sich znrnckge-. • ^Parteiregiernng | Spaltungen ver- s kräftig zu unlei- b der Schranken' b wolle sich keine1 Mit der Rechten . einer Seite haben, kgekehrt. n Schreiben bei 1 rmittelt hat und olgeu als Theil- Samsiag werden i-ll-i mit 81«* MM>kk W * ’m d-r S«Ü(li"il würdig, W lmstag der Grund« Ueberrestr Rap t. vollzog, wie der •n Geistlichkeit de- j. 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Kunstgegenstände von bedeutendem Werth sind verbrannt, nur einige ausgezeichnete Gemälde sind gerettet worden. Der Palast sollte dem Crystallpalast Concurrenz machen. London, 13. Juni. Zwischen Bauunternehmern und Zimmerleuten sind Streitigkeiten ausgebrochen, die eine große Arbeitseinstellung befürchten lassen. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 13. Juni. Die Tendenz der Börse war heute im Ganzen eine schwankende. Ziemlich flau unter den Coursen der Abendbörse eröffnend, trat eine festere Stim- muna auf bessere Berliner Notirungen ein, die jedoch nicht Stand hielt, als Berlin abermals seine Physiognomie änderte. Für die Medioliquidation machte sich vorübergehend einiger Stücke- manael bemerkbar. Für Staatsbahn wurden 24—30 Kr. für Creditactien 12 Kr. Report bezahlt. Die ungünstige Strömung auf dem Bankenmarkte hat an ihrer Stärke noch wenig verloren. Während Staatsbahn und Lombarden sich zu 342 und 193 fest behaupteten, unterlagen Creditactien starken Schwankungen von 261 */4—65*/2 und 4'/2. Sie büßten gegen gestern ca. 2*/, fl. ein. Banken zeigten sich durchgehends um Procente matter und theilwcise offerirt. Württ. Vereinsbank sank 8 Proc. Deutsche Effectenbank fest und gegen gestern Abend 1 Proc. besser. Bahnen still und größtentheils matter, besonders Nordost und Galizier. Staatsfonds beliebt. Silber- und Papierrcnte höher. Spanier unv 1882er Amerikaner etwas besser. Loose fest. Von Wechseln Amsterdam, London, Paris unv Wien matter.___________________ Actien. 5% östr. F. St. E. B. 342*/2 Lombard. Bahn 192*,2 Ludwigsh. Bexbach — Maxbahn 126 */e Bayer. Ostbahn 120'/g Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. 164 Bayer. 50/0 „ — n 4* 0 o 1jährige 100 „ 4° o 1jährige 923/fi Würtemb. 4*/2° o Obi. 100 Baden 4 */2°.;) Obi. c. E. L. 99 Oesterr. Silberrente 643 4 JlußfanÖ. Petersburg, 12. Juni. Das amtliche Blatt bemerkt bezüglich der Verhandlungen wegen des deutsch-russischen Handelsvertrages, daß dieselben sich nicht auf die Tarife erstrecken. ' . Petersburg, 14. Juni. General Werewkin hat am 20 Mai Kun- grad besetzt, nachdem die Ghivanesen geflohen waren, und setzt seinen Marsch nach Chodjeli und Knnia-Urgendsch fort. Die Aralsee-Flottille mußte wegen flachen Wasserstandes vor Kungrad liegen bleiben. baren Schrei aus und Alles rannte herbei. Leider waren alle Bemühungen, das Kind zu retten, nutzlos, und gegen 11 Uhr Vormittags verschied eS, ohne zum Bewußtsein zurückgekehrt zv fetn' * („Vom Sultan.") AuS dem Palaste des Sultans bringt die Pester „Reform" in einer Correspondenz aus Konstantinopel die folgende Schilderung: „Die Morgensonne bricht an. Ueberall Ruhe und Stille. Die ganze Stadt schläft. Nur Ein Mann wacht und tobt in seinen Gemächern, wie der wüthende Roland. Sein bleiches, verstörtes Aussehen, sein stierer Blick, Alles zeigt, daß ihn böse Träume die Nacht hindurch geplagt haben. Er schellt wüthend „N . - soll kommen." Nach einigen Minuten erscheint auf der Schwelle ein etwa 40jahriger Mann, mit sckläfriqen Mienen, um mit halbunterdrücktem Seufzer nach den Befehlen des gnädigsten Herrn zu fragen. „Den Szadr-Azan, den Szadr-Azan! Schnell, augenblicklich! Der Elende soll kommen. Wenn er nicht gleich hier ist, schick' ich ihn noch heute auf die FestungSschanzen !" Nach einigen Minuten öffnet sich eine Hinterthür. Zitternd erscheint der Vezier. „Sind die fränkischen Gesandten, Allah treffe sie mit seinem Blitze, unterrichtet, daß ich keine weitere Aen- derunq im Ministerium dulde? — Wohl, Majestät! Auf Ihren Befehl hat Rasid tn diesem Sinne ein Ctrculär an die Vertreter der fremden" . . . „Was, er hat sich unterstanden? Bin ich nicht mehr Herr im Lande meiner Ahnen? Kein Circulär, zurückziehcn, oder" . . . „Aber, Majestät selbst haben befohlen".....Lüge. Ihr habt mich betrogen. Oh ich werde euch Freunde der Giauren vertilgen, euch Hunde, selber Giauren. Und zum Zeichen, daß das Circulär nicht epstirt, befehle ich Rauf Pascha telcgraphisck in's Cabinet zu berufen, gleich, augenblicklich, fort." Der Mann stampft mit den Füßen, der Vezier küßt demüthig den Saum deS Kaftans seines Herrn und Rauf wird Minister und noch dazu im Laufe von acht Tagen Leiter dreier Ressorts. Kein Minister wagt sich in den Palast. Der Sultan wüthet ununterbrochen fort. Er weint, lacht, schimpft, schreit und johlt in einer Stunde, Alles ohne Grund. So steht'S in der Pforte." „ doppelte 9 37—39 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 30—32 20 Frankenst. 9 18*/2—19* 2 Engi. Sover. 11 45—47 Russ. Imper. 9 39 — 41 Dollar in Gold 2 24—25 Preuss. 4*,3% Oblig. 1043/4 Frankf. 3>/2U,o Oblig. 87 Nass. 4*/2°.o Obi. 100 Kurhess. 4°,° „ 96 ’/s Gr. Hess. 5% Obi. 102 „ Papierrente 60% Spanier, neuest. 3% 18 '/2 ■ " • 1881r 98 Vermischtes. Darmstadt, 1 >. Juni. Den Rosenliebhabcrn können wir nun berichten, vaß, trotz mancher Ungunst des Wetters, zu der vom 17.—22. Juni hier stattsindcnden Rosen- und Pflan- zen-Ausstellung eine mehr als doppelt so große Zahl von Blüthcn als 1870 definitiv angemeldet sind. Die Collectionen werden diesmal in einer Weise aufgestellt, welche es gestattet, jede Blüthe genau zu betrachten und bequem die Namen zu lesen. In den besonderen Concurrenzen wird, außer speciellen Ausstellungen von Thees-Bourbons re., auch eine Collection von Rosen aus England, welche um den Preis vorzüglicher Cultur concurrirt, interessiren. In Töpfen cultivirte Rosen werden in etwas über Tausend Exemplaren, darunter die Collectionen der berühmtesten Züchter, vertreten sein. Trotz dieser Blüthcnpracht scheint die Ausstellung anderer Pflanzen in diesem Jahre der Blumcnkönigin in Darmstadt den Rang streitig macken zu wollen, denn es sind zu ihr außer zahlreichen Collectionen aus unserer Gegend nicht nur Ausstellungen von Neuheiten berühmter Gärtner und Importeure aus Gent, Dresden re. re. angenwldet, sondern es werden auch von hiesigen und auswärtigen Hofgärten, dem botanischen Garten und berühmten Privatgärtnereien Gruppen ihrer seltenen und kostbaren Culturcn ausgestellt. Inl der Abtheilung für Freilandgärtnerci läßt unter Andern ein berühmter Garteningcnieur ein vollständiges landschaftliches Rococobild aus Coniferengruppen, Teppichbeeten und Kiosken Herstellen. Der Gartenbauverein hat seine Sorgfalt auch auf die Wahl guter Musik, Restaurationen, Cafes und Conditorcien und Fremdenbüreaus erstreckt, und so ist nicht zu zweifeln, daß der Hoforan geriegarten auf seinen schönen Terrassen ein lebcnvollcs Bild des Vergnügens und in seinen Sälen eine Stätte der Belehrung und des Genusses für Gartenbaufreunde bieten wird. Darmstadt, 13. Juni. Still aber emsig schreiten die Vorarbeiten zu der am 17 d. M. beginnenden bis einschließlich 22. d. M. währenden II. allgemeinen Rosenausstellung, verbunden mit der III. Ausstellung der Rheinischen Gartenbauvereine voran. Schon jetzt kann man mit Gewißheit sagen, vaß die Ansicht Derjenigen, welche glauben, daß der Erfolg dieses wahrhaft großartig angelegten Unterrehmens in Folge der ungünstigen Witterungs- verhaltnifse des diesjährigen Frühlings ein hierdurch wesentlich beeinträchtigter sein werde, eine gänzlich irrige ist. Als Ausstellungsplatz dient wie früher der herrliche, mit großer Liberalität von dem Großherzog zur Verfügung gestellte Bessunger Orangcriegarten, dessen weit ausgedehnte Räume 1870 und 1871 zu Lazarethzwecken dienten, während sie heute die Bestimmung haben, den Beweis zu liefern, welch' schöne Resultate die Menschheit in Erfüllung ihrer wahren Aufgabe, in friedlicher Thätigkeit zu erzielen im Stande ist. Doch hinivcg mit den trüben Erinnerungen — wenden wir uns zur Sache selbst! — Um ein nur annäherndes B'ld über den Umfang und die Bedeutung der Ausstellung zu geben, mögen folgende Notizen am Platze sein. — Für die al lgemcine Rvsenausstellung sind bis jetzt angemcldet: tn -^vpfen cultivirte Nmen über 1000 Stück, abgeschnittcue Rosen gegen 6000 Varietäten, abgeschnittene 9ro>en M°n: ders schöner Cultur, darunter eine Gruppe aus England, obngefähr 500 Varietäten unDjKoJeir bouquets von rühmlichst bekannten Firmen. - Die Ausstellung des Verbands der rheinischen Gartenbau vereine wird nach den bis jetzt eingelaufcnen Anmeldungen aufweisen: 22 Gruppen von Florblumen, 12 Gruppen von Blattpflanzen, 16 Gruppen von Warmhauspflanzen, 6 gemischte Gruppen, 6 Teppichbecte, 4 Gruppen für das freie Land, / Bouquct- gruppen Der dekorative Theil, welchen, abgesehen von eleganten Pavillons u. s. w. auch eine große Collection erotischer Pflanzen bilden wird, dürfte voraussichtlich das größte Interesse von Fachmännern und^Laien erregen. Der Besuch der Ausstellung wird gewiß em um so größerer werden, als dieselbe mit dem Jubiläum der 25jährigen Regierung des Großherzogs zusammenfällt, welcher Feier durch die Anwesenheit vieler Fürsten dem größeren Publikum einen weiteren Anzlehungspimk^bieten Mrd. ßurd) einen Sturz vom Fenster erfolgten Tod des kleinen Prinzen Friedrich Wilhelm wird aus Darmstadt berichtet: Donnerstag den 29. Mai um 8 Uhr früh brachten die Kammerfrauen wie gewöhnlich die Kinder in das Schlafzimmer ihrer Mutter, der Prinzessin Alice. Es kamen ihrer diesmal drei, Ernst, Friedrich Wilhelm und d,e ganz kleine Victoria. An da« Schlafzimmer stößt das Badezimmer, in welches Prinz Ernst sofort hineinlief. Da die Prinzessin wußte, daß das Fenster des Badezimmers offen war, so lief fte ihm nach. Die beiden anderen Kinder blieben, da sich mittlerweile auch die Kammerfrauen entfernt hatten, allein. Während der kurzen Abwesenheit der Mutter nun ließ der kaum dreijährige Prinz ein Spielzeug aus dem Fenster fallen. Bei dem Bemühen, es noch zu erhaschen. bekam der Prinz das Uebergewicht und fiel aus dem Fenster tn einer Hohe von etwa 20 Fuß zur Erde. Die unglückliche Mutter sah noch ihr Kind in die Tiefe stürzen. Sie stieß eincn^furcht^ Prioritäten. 30/0 östr. Stsb. Prior. &8a 4 3% östr s. Lombard 49% 3° 0 Livorneser 34% 5°,o Toscaner 55 5% Elisabeth.-Prior. 85 do. II. Emiss. — Anleliensloose. Darmstädter fl. 50Loose — „ » 25 „ - Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 fl. — Braunschweiger 233/4 3° q Oldenburg. ä40Thlr. 373 4 4", g bayr. Präm.-Anl. 111 4% badische Locse — Badische fl. 35 Loose 68 Oestr. fl. 250 v. 1854 93 1858t Prioritätsloose — 1860r Loose 91 186 Ir „ 157 (Frankfurter Wollmarkt.) Die Anmeldungen zur Beschickung desselben nehmen, wie wir hören einen erfreulichen Fortgang. — Neben Hessischen, Thüringischen, und Bayrischen Schurwollen, welche hier wohl immer die Hauptrolle spielen werden, fommcii auch dieses Jahr wieder bedeutende Quantitäten gewaschener überseeischer Wollen aus den renommiiten belgischen Wäschereien zu Markte- — Diese Sorten, welche auf vorjährigem Markt einen so raschen Absatz fanden, werden auch dieses Mal wieder ein ansehnliches Contingent Käufer hierherziehen.________________________________ 2761) Das Annoncen Büreau von Rudolph Mosse, vertreten durch B. Heidingsfelder in Gießen, ist für die Beförderung von Inseraten jeden Inhalts, wie Empfehiungsanzeigen, Kauf- und Verkaufgesuche, Stellengesuche, Familiennachrichten u. s w als besonders zuverlässig zu empfehlen-__________________________________ Wechsel» Amsterdam k.. 8. 97*/4 Augsburg k. 8. 100 Berlin k. 8 1047/8 Bremen k. 8. 105*/6 Brüssel k. 8. 92*/6 Hamburg k. 8. 105i,8 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. U77/9 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 92 Wien k. 8. 1033/1 ditto m. 8. 1033/g ditto 1. 8. 1023,4 Disconto 6 0,0 mit bis bei der Aufschrift: _ . ,. r „Submission auf Steln-Lteferru g für die Bahnstrecke Bad-Nauheim bis Lang-Göns" zum Submissionstermlne den 23. Juni d. I, Vormittags 11 Uhr, der unterzeichneten Betriebs-Jnspectlon Versteigerungen. Main-Weser- Bahn. . 2795) Es soll die Anlieferung von 300 Ebmtr. Bruchsteinen an die Weg - Ueber- gänge im Meilenstein 19,54 der Gemarkung Kirch - Göns und von 500 Gbmtr. des gleichen an die Wegübergänge tjn Meilenstein 20,96 und 21,01 der Gemarkung Ober- mörlen oder aus die Station Bad-Nauhenr. in Loosen von 100 Kubikmetern im Wege öffentlicher Submission verdungen werden. Die Offeitc 1 sind portofrei und versiegelt fl [ (ß em e i n cr flnzslsier 1765 v die alte Lehmkaut, ersteigert und der Anfang bet Weg, Wiese an der Marburger Chaussee am Pfau, Wiese in der Schwarzlach, Wiese hinter dem Wallbrunnen, Die Zusammenkunft ist nm ersten Tage !am Neustadter Thor und am zweiten Tage in den Ochscuwlcscn. zu Frankfurt n, DL einzureichen, woselbst auch die Bedingungen eingesehen und die Submissions-Formulare in Empfang genommen werden können. Frankfurt a. M., den 12. Juni 1873. Königliche Betriebs-Jnspection. Hehl. Die Großherzoglichcn Bürgermeistereien! Gießen, den 14. Juni 1873. der umliegenden Orte werden ersucht, dies Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. in ihren Gemeinden bekannt machen zu Vogt. Gießen, den 16 Juni 1873. In Auftrag: Sem ml er. meistbietend der Zeiselswiese gemacht werden. Gießen, den 10. Juni 1873. 2793) Ein Negcnfaß, ein Vorfcnfter Großberzogliche Bürgermeisterei Gießen- und ein Blumengettell sind zu verkaufen. Vogt, Wo? sagt die Exped. d- Blattes. 5 Samstag den 21. Juni d. I, «d Nachmittags 2 Uhr, soll das Heugras von den der Wittwe des Franz Block dahier gehörigen Wiesen, als: 2233 HjKlftr. Zeiselswiese am Leihgesterner Heuqras - Versteigerung bei dec Stadt Gießen. Mittwoch den 18. u. Freitag den 20. Juni 1873, jedesmal von Morgens 9 Uhr an, soll das Heugras von den städtischen Wiesen versteigert werden, und zwar: Mittwoch den 18. Juni von den Wiesen vor der Neustadt, am 'Neuenweger Thor, am Fürsten Brunnen, im Wieseckthal und Heegstrauch; Freitag den 20. Juni von den Ochsenmiesen, den Wiesen im vorderen und hinteren Stolzenmorgen und am Altensoll die Grasnutzung von den Sckneißen des Gießener Stadt- maldes im Rathhaus-Saale öffentlich versteigert werden. Z Samstag den 21. Juni d. I, Nachmittags 5 Uhr, soll dieHeugraserndte von der den Kaufunger Stiflsfonds gehörigen 1503 lUKlftr. Wiese am Hamm an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Gießen, den 16. Juni 1873. In Auftrag: S e m m l e r. K Samstag den 21. Juni 1873, gj Vormittags 10 Uhr, 1671) Die Mineralwasser-Handlung von Emii Fischbach 18 570 3 Reish. Scheith. 32 230 26 Hüter. 83 o fit Georg Unverzagt. bei '9 Redaction, Druck und^Verlog der Brühl'schen Univ-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. 134 2 42 15 186 24 43 108 76 470 Buchen Kirschen Eichen Nadel en »er 2797) Eine stille Familie sucht auf 1. October ein anständiges Logis von 5—6 Zimmern. Näheres bei der Exped. d. Bl. Buchen Birken Eichen Nadel Aspen 40 fl. 36 „ Dieselben Blattes l gelegenen V I 7 Eichen-Stämme von 223 Fichten-Stämme von — 204 Cubikmcter; 1 Eine ist der vö! kecken Äng politischen verzichtet' Keckheit RepuW befleckt h beim i»er< Kampf ii immer oh Freitag Scheikh 2 8 1 20 25 Raummeter 82 : Reish. 290 (meist Durchforstungs-Reiser ) 26 Vormittags 9 sollen auf dem hiesigen steigert werden: Maurerarbeit (Heben 2778) Eine frischmelkende Fahrkuh mit Kalb steht zu verkaufen, Nr. 36 D. Sorten in stets frischer Füllung: Ludwigsbrunnerr, Marienbadcr Kreuzbrunnen, Salzhausener, Salzschlirfer Bonrfacius- brunnen, Schwalbacher Stahl- und Weinbrunnen, Schwalheimer, Selterser (Naffau), Wildunger, die Majoi wie in Fr geben. T Da*. Lhick’s Pepsin-Pastillen, die Schachtel 10 Sgr. Dr. Marquart’s Prügelh. Stockh. Raummeter 10 — mt W W Verdauungsorgane. Zu haben in der Hirschapotheke in Gießen bei Dr. Hempel. (257) Jeiigebotenes. Gemüsepflanzen, alle Sorten, sind zum billigsten Preise in der Wirthschaft am Philosophenwald zu haben. __________________________(2808) Karlsbader Salz, Karlsbader Sprudelseife, Emser Paftiljen, Soda- und Selternraffer. Bezwungen. Novelle von F. L- Reimar. (Fortsetzung.) — Der Dienst auf der Lokomotive. — Der Schah von Persien — Deutsche Raubvögel. Von Karl Müller. III. Zwei Würger als Vogelräuber. Mit Originalzeichnung von F. Specht: Der Raubwürger auf dem Mausfang. — Am Familientische: Bücherschau. Von Robert Koenig. II. — Dringende Warnung vor Auswanderung nach Surinam. — Hochzeit Allen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß gestern früh 8% Uhr mein lieber Better Ferdinand Windecker auf Johannisberg verschieden ist. Die Beerdigung findet morgen früh 8 Uhr vom hiesigem Bahnhofe aus statt. Gustav Windecker. i 1 ß- 12 r im HL । 1 Erlen-, 1 Aspen-Stamm und 50 Nadelholz-Sparren. Zusammenkunft Morgens 8 Uhr auf der Alsfelder Chaussee am s. g. Zimmer- triesch. — Das Stamm- und Stangenholz kommt von Mittags 12 Uhr an zur Ver- "Aermlschts Anzeigen. KüfsegesLlSeN iwerden gegen hohen Lohn und dauernde Arbeit gesucht von Jacob Bertsch, (2798)_____________________Wetzlar. Bade- und Schwimmanstalt, von Hit bla men eröffnet. 2658) Indem ich hiermit das verehrliche Publikum zum Abonnement einlade, bemerke ich, daß die Anstalt neu erbaut ist und bedeutende Erweiterungen erfahren bat. Die Mädchen hoben ein großes bedecktes Schwimmbassin erhalten. Der Schwimmunterricht für Mädchen wird fortgesetzt und bitte um baldige Anmeldungen, dam-.t die Unterrichtszeit festgesetzt werden kann. Ferner baden die Mädchen inner Aufsicht wie die Knaben. Der Schwimmuntelricht für Erwachsene und Knaben besteht wie früher, und können auch Kinder, welche noch nicht schwimmen lernen sollen, unter Aussicht baden, sowie solchen, die bereits schwimmen können und sich darin weiter ausbilden wollen, Gelegenheit dazu geboten ist. Der Bade-, b ziehungsweise Schwimmplatz, ist durchaus gefahrlos und für jedes Alter paffend eingerichtet. Unterrichtsstunden und Badezeit für die Schuljugend sind an Wochentagen Vormittags von 10 bis 12 und Nac» mittags von Zt bis 7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen nur Vormittags von 7 bis 12 Uhr. In diesen Stunden wird gute und strenge Aussicht geführt, so dasr die verehrlichen Eltern in jeder Beziehung beruhigt sein können Nähere Bediugungen sind in der Anstalt zu erfahren, wo auch die Abonnementsliste zur gefälligen EinzetchnungZoffen liegt. L. Chr.^Aübsamen- Thorpfeilern Aufbruch alter Chaussirung Planirarbeit u. Fuhrlohn 671 „ Gießen, am 14. Juni 1873. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Fortbildungsschule. Mit dem Unterricht am nächsten Montag-Adeno 8 Uhr beginnt zugleich ein neues Schuljahr. Der hiesige Volksbildungsverein hat mit Unterstützung seitens des Stadtvorstandes und anderer Institute und dem an der Fortbildungsschule wirkenden Lehrerpersonal, mit Aufwendung bedeutender Mittel, seither Alles aufgeboten, um der konfirmirten Jugend einen Fortbildungsunterricht zu Theil werden zu lassen,,dessen Früchte derselben in ihrem ganzen späteren Leben zu gut kommen sollen. Die vor Ostern d I. stattge- habte öffentliche Prüfung hat wohl allen damals anwesend Gewesenen bewiesen, daß die Fortbildungsschule leistet, was unter den gegebenen Umständen nur zu leisten möglich ist, und daß die Schüler in gar manchen für das Leben wichtigen Zweigen des Wissens recht schöne Kenntnisse gewonnen haben. Leider aber ist der Unterricht noch von einer verhältnißmäßig sebr geringen Anzahl von Jünglingen besucht. Die große Masse derselben fühlt eben nicht das Bedürfniß, ihre in der Elementarschule erlangten Kenntnisse zu erhalten und zu erweitern, bis mit d r später erwachenden Einsicht zugleich die Erkenntniß sich einstellen wird, daß es nun zu spät sei, und die Reue, die gebotene Gelegenheit nicht benutzt zu haben, da es noch Zett war. Es ist darum doppelt die Pflicht der Eltern, Lehr- und Dienstherrn und Aller, die Einfluß auf die Jugend haben, deren Wohl dadurch fördern zu helfen, daß sie dieselbe mit aller Strenge nicht nur zur Theilnahme am Fortbildungsuntcrricht überhaupt, sondern auch zunr regelmäßigen Besuche desselben anhalten. Wenn wir bei Beginn des neuen Schuljahre- diese Mahnung so ernst und eindringlich als möglich aussprechen, so ist ja hinlänglich bekannt, daß dieß nicht im Interesse des Vereins oder Lehrerkollegiums, sondern lediglich in dem der jungen Leute geschieht, und um unserer Aufgabe gerecht zu bleiben, welche ist: Hebung und Förderung der Volksbildung, womit ja auch Sittlichung der Jugend in so enger Verbindung steht- Wir sehen einer recht starken Aufnahme neuer Schüle entgegen und können Anmeldurgen derselben von Seiten strrer Eltern, Lehr- und Dienstherrn rc. mündlich oder schriftlich bei dem unterzeichneten Director geschehen- I. Haustein, Müller, _______Präsident des Volksbildnngsvereins. d. Z. Direktor der Fortbildungsschule. Aspen Zusammenkunft Morgen- 8 Uhr am Kirschgartener Kirchhef. Das in den Fotstwarteien Merlau und Nieder-Ohmen zum Theil sehr zerstreut sitzende Holz kann nicht sämmtltch vorgezeigt werden, weßhalb Steigliebhaber es vorher ansehen wollen. Grünberg, den 14. Juni 1873. Großherzogliche Oberförsterei Nieder-Ohmen. Seltersweg, empfiehlt nachverzeichne Adelheidsquelle, \ Appollinarisbrunnen, Karlsbader Mühl- und Sehlostbrunnen, Emser Keffel- und Krän- cheSbrrrnnen, Fachinger, Friedrichshaller Bitter- waffer, Homburger Elisabethen- brunnen, Kissinger Aakoczy, 5L ♦2 & H Daheim Die soeben erschienene Nr. 36 enthält: Pepsin - Essenz per Flasche 15 Sgr. Heilmittel (nicht Geheimmittel) gegc die Krankheiten des Magens und d Holzverjteigerung in den Domanialwaldungen der Obeiförsterei Nieder-Ohmen. . Cubikmcter Inhalt; 16—43 Centimeter Durchmesser und 8—23 Meter Länge Mittwoch den 18. L Mts., ‘ ~ Uhr, Z? Wen da' *8 * ««Estin 6? 1,111 be leM n,i J® mujjt ft* frsi Unvti Klich j Moritat Stcn Aor ihr Dasei Amadeus, [ die Majoi herum tri ungestört der unitfli Ehig, , dings mit Allen ms iu diesem luisstoii, ii neu Parst ’üen ein C Herrff steigerung. Samstag den 21. d. M. in den Districten Hoheroth, Alter Zwilling, Mühlberg rc.: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Es werden versteigert: * ‘ den 20. d. M. im District Burgwald: Rathhause ver- veranschl. zu von (2799) CD Unserem lieben Freunde Christian S. zu seinem heute statlfindenden 20. Wiegenfeste ein dreifach donnerndes Hoch! daß die ganze Kaplansgasse wackelt. (2806) Gesellschaft „Heiterkeit." und Fackeltanz. Mit Originalzeichnung von C- Rechlin: Der Fackelianz zu Ehren der Vermählung des Prinzen Albrecht von Preußen. Zu Bestellungen empfehlen sich: die Ferber'sche Univ.-Buchhandlung, E- Heinemann, I. Ricker. 2734) Ein mit guten Zeugnissen versehenes, im Kochen und in anderen Hausarbeiten geübtes Dienstmädchen wird zu Johannis (24. dieses Monats) oder zum 1. Juli gesucht: Neue Anlage C. 31 im dritten Stock (2 Treppen hoch.) 2787) Ein braves, mit empfehlenden Zeugnissen versehenes Mädchen, welches gut kochen kann und in häuslichen Arbeiten erfahren ift. wird gesucht. G- H. Schirmer, Lit. A. 189. । 2794) Ein junger Mann mit sehr guten Kenntnissen sucht in einem renommirtenHand- lungshause eine Lehrstelle. Auskunft er- theilt A- Dillmann zu Alt-Buseck._____ 2723) Auf Johanni wird ein braves Dienstmädchen gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts._____________________________ 2805) Der Pfandschein 13753 ist verloren worden. Der Finder wird gebeten, denselben an Dienstmann Keller abzugeben______ 2758) Junge Leute von 14 bis 18 Jahren gesucht von K a uff m a n n * Comp., Lampenfabrik. 2804) Erste Sorte Ziegelkohleu bei ______________Georg Unverzagt. 2807) Eine fast noch neue Nähmaschine ist billig zu verkaufen. Hintergasse A. 40 dermielhungen. 2757) Zwei Familienlogis zu vermiethen in Lit. D. 54, Neustadt. 2665) Ein recht freundlich möblirtes Zimmer mit Kabinet ist abzugeben. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 2809) Eine Werkstätte für Schmiede oder Schlosser nebst Hofraum zu vermiethen Freitag den 20. Juni d. I-, Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Pfandlokale dahier: 3 Paar Buckskinhosen, 1 schwarzer Frack, 1 Ueberzieher, 2 Röcke, 1 seidene Weste und 3 Hemden meistbietend versteigert werden. Gießen, den 16. Juni 1873. Großherzoglichks Ortsgericht Gießen. _______Semmler._________ 2803) Die Kleeerndte meines an der S te i n k a u t gelegenen 1547 Klftr. haltenden Ackers lasse ich Dienstag den 17. d. Mts-, Nachmittags 5 Uhr, in kleinen Abteilungen am Acker selbst, versteigern. Carl Schwan.