Gießemr Anzeiger Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen. Samstag den 15. November S?e. 208. $rei8 vierteljährig 1 fl. 12 kr. jrif Bringerlohn. Durch die ^ost bezogen vierteljährig 1 fl. 29 kr. Erscheint täglich, Aus* nnhmc Sonntags. Expedition: Eanzleibera, Llt. B. Nr. 1. Un tönntn k hiermit Östlich oder ks 3nnetn >n Schell' . W* Rn. hrovi«; Besondere Bekanntniachungen. Bekanntmachnnq. 5282) Vom 1 Januar 5202 | . » 1874 ab findet im Lokal- Verkehre der Main- Wcser-Babn, sowie im Rheinisch - Mitteldeut- ©sSSCSlL,, scheu, Sächsisch - Rheinischen und Hessisch-Rbeinisch-Wefifälischen Decbandsverkehre die Berechnung der Fracht für den Transport von Häringen lediglich nach dem wirklichen Gewichte statt, und tritt daher die Tarifbestimmung, nach welcher die ganze Tonne zu 3 Ctr. und die halbe Tonne zu l'/r Crr. angenommen werden sollen, mit jenem Zeitpunkte außer Kraft. Cassel, am 6. November 1873. Königliche Direktion der Main- Weser-Bahn. Oeffentliche Puffert) ming. 5216) Forderungen an den Nachlaß des Mayer Stiebel l. von Allendorf a.d. Lda. sind innerhalb acht Tagen bei dem unterzeichneten Vormund geltend zu machen, als sonst ihnen keine Geltung beigemessen wird. Allendorf a. d. Lda. Josef Weinberg, Vormund. B e k a u n t in a ch u i! g. 5279) Vom 1. December ab ist es wie bisher schon bei den einfachen billets, auch bei den Retourbillets innerhalb deren Gültigkeitsdauer gestattet, die Fahrt sowohl bei der Hin- als bei der Rückreise einmal zu unterbrechen. Auf der Zwischenstation ist indeß sofort nach dem Verlassen des Zugs dtm Stationsvorsteher das B llet vorzulegen, um dasselbe mit dem Vermerk der Fahrtunterbrechung versehen zu lassen. Cassel, am 8. November 1873. Königliche Direktion der Main- Wese.-Bahn. (5289) Versteigerungen. Montag den 17. November d. I., Nachmittags 1 ?2 Uhr und die folgende Tage, wird mit der Mobilienversteigerung indem Hause des Herrn Ferdinand Windecker fortgefahren und sollen namentlich Bettzeug, Weißzeug und gewöhnliche Möbel vorgenommen werden. Gießen, den 15. November 1873. In Auftrag: S e m m l e r. Bekanntmachung. 5280) Im Einverständniß mit der Königlichen Eisenbahn - Direction zu Elberfeld bringen wir hierdurch zur Kenntniß des Publikums, daß es Reisenden, welche mit directen, über Station Wilhelmshöhe hinaus lautenden Billets auf Station Wilhelms- Höhe die Fahrt nach Cassel unterbrochen haben, gestaltet sein soll, mit einem beliebigen fahrplanmäßigen Zuae der einen oder anderen der beiden Verwaltungen, sofern derselbe die Klasse, worauf das Billet lautet, führt, innerhalb der Gültigkeitsdauer des Billets die unterbrochene Fahrt bis Cassel fortzusetzen. Cassel, am 8. November 1873. Königliche Direction der Main-Wescr-Bahn. r f n e m e t n e r Anzeiger. die W Iü*äui|»fe (Fallsucht) M . heilt der Spccialarzt für Epilepsie Dr. O. KlHiscli in Ilainburir. ÄZ Vm w ABC-Strasse 28. — Bereits über Hunderte geheilt. (3518) g| Montag den 17. d Mts., Nachmittags 2 Uhr, abgelegten Spielkarten, 71 Stück messingene Rosetten, 5276) In dem Gesellschaftshause dahier sollen Das Waarenlager d« J.A.BuschSöhne empfiehlt hiermit bestens i Wollene imb baumwollene Sayet- und Gesnndheits- jacken, Flancllbemden, Herren-, Frauen- und Kinder- Unterhosen in Wolle und Baumwolle, Jagd^omaschen, Capuzen, Waschliks, Shawls, Palatins, gellrickle Kinkerkleideben, Armstauchen, Winterbaudschuhe tu Buckskin und Lama, Filz-, Litzen- und Sahlband- schuhe und Stiefel für Herren, Frauen und Kinder, nut und ohne Lederbesatz, Holzschuhe von Lider mit Holzsohlen, billig und empfehlend, sowie alle Sorten Herren-, Damen und Kinderstrümpfe, die mir durch unsere Strickmaschinen rasch und billia zu liefern im Stande sind. (5249) Pelzwaaren-Lager von H. Rlibfamen, MäuSburg D. Nr. 9, 24 „ Vorhangsstangen und 30 Spiegelscheiben versteigert werden. Gießen, den 13. November 1873. Bekanntmachung. 5292) Die Lieferung von 16 kleinen Tischen und 40 Stühlen mit Brettsitz soll im Submijsionswege verdungen werden. Zur Entgegennahme von Offerten ist ein Termin auf Donnerstag den 20. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, im Geschäftszimmer der unterzeichneten Verwaltung — Grünberger Chaussee — anbcroumt, woselbst auch die Lieferungs- Bedingungen einzusehcn sind. Gießen, den 15. November 1873. Großherrogliche Garnison- Verwaltung. pro Stuck sind durch mich und die Herren Agenten 311' lieber auf das Neueste und Reichhaltigste assortirt und empfiehlt sich einem Der allelniste General-Aqent: geehrten Publikum bestens. Neue und alte Sachen werden nach Wunsch ange- D j. Dassault L Kohl, fertigt, resp. umgeändert, sowie alle ins Kürschnerfach einschlagende Artikel stets (4897) Casinostraße 44. prompt und billigst hergestellt. (5001) (^cfdjäftübüdjcr aus der Fabrik von I. E. König & Ebhardt in Hannover. 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Bltts- Wermischle Wuzeigcn. 4510) Nein gehaltene Bier- und Champagnerflaschen werden fortwährend anpefauft von L Textor im Darmstädter Haus. 5160) Ein mit der Buchführung unb Correspondeuz vollständig vertrauter Mann 'ud)t stundenweise Beschäfligung, audi übernimmt derselbe die Ausführung aller schriftlichen Arbeiten für die Herren Rechts Anwälte. Näheres bei der Exped. h. Bl. 15197) Offene Stellen in allen Branchen werden nochgewiesen Büreau Germania, Breslau, Sonnenstr.24. Brsl 40. 24) rtechtenkranke und Brust leidende finden noch in den hartnäckigsten Fällen Hei- 243 Klftr. Acker am Flnthgraben, 103 „ Acker am Wismarer Weg, 106 „ Wiese in den Weiden sind billig zu verkaufen. >4674)_____________________F. C. Lo o s. 5041) Holrfchuhe verkauft in bekannter Güte zum Fabrikpreis Daniel Sch mall, Schloßgasse. Marinirte Häringe (4974) empfiehlt Emil F i schb ack- 5284) Wollene Hemden, Unterjacken und Ünterhosen empfiehlt Aug- Haubach. 5288) Ein Haufen Mist zu verkaufen in Lit- A- Nr. 110, Merweg. Stocks? Zttumer'nedst allen' Bequk'mlich^noncen - General ■ Agentur s°'hm,'zu°5m?ethen" 3B“ff“lCi,Un8 °^!v0N Rlldolpll Hosse, !S. Heidingsfelder, Neue Anlage.______> ® ™ _____’ 5007) Eine Wohnung von 5 Zimmern ^ler u. s. w. sogleich zu vermtethen bei W- Ferber, Buchhändler. Die fast wunderoaren cä.r- iolge dieser nach einer Vorschrift des chines. Pen-tsao bereiteten Heilmittel, worüber z. Einsicht lOOscilt-med. Anerkenn.*) vorltegen, ha- ben mit Recht unter den ALM von Aerzten großes Aufsehen - , daß diese Mittel SLLtz und 4830) ! Mein Schuhwaarenlagrr, bestehend in Herren-, Damen- und Kinder-Stiefeln, Filz-Stiefeln und Filz-Pantoffeln, in großer Auswahl, empfehle ich zu den billigsten Preisen. Daniel Schniall, vormals D- Moog, Schloßgasse B. 2. 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Bltts. 5275) Wesurht für ein Eifenwaarengeschäft einer Stadt Thüringens ein sachkundiger CommiS für Verkauf und Comptoir Offerten sub C. 8. befördert die Annoncen'-Expedition von JL. Dmtbe $ Co. in Frankfurt a,M. (7563) Aeademischer Gesangverein. General Versammluug Montag den 17. November, Abends 7 Uhr, in der kleinen Aula, zu deren recht zahlreichem Besuche die Mitglieder hiermit ergebeust eingeladen werden. Tagesordnung: 1) Wahl eines Vorstandsmitgliedes. 2) Leitung der Proben. Anmeldungen zur Aufnahme in den Verein bittet man schriftlich oder ■ 'Anzeige. 5199) ine sehr erfahrene Schneiderin, velche in größeren Confectionsgeschäften ängere Zeit thätig war, sucht Arbeit. Marktstraße D. 39, bei Beyer. Schuhmacher, ein oder zwei, die tüchtige und erfahrene Arbeiter sind, finden dauernde u. lohnende Beschäftigung im Schuhgeschäfte von (5296) A. Docter. fäSST’’ Einige tüchtige Reisende und Comptoiristen, sowie Lager-Lommis und Verkäufer für diverse Branchen, können sofort oder später gute Stellen erhalten durch das Bureau Germania zu Dresden. (4947) aswsHF'tiSKSur | Annoncen-Lrpedition l G. L. Daube <1 Co. j Central - Büreau: Frankfurt a. M. Repräsentanten i in allen größeren Städten Europa'». Tägliche dirccte Expedition aller Arten von Anzeigen zu Originalpreis-r in alle Zeitungen des In- und Auslandes- Prompte und billige Bedienung. Zeitungs-Cataloge gratis u. franco. mündlich bei Herrn Professor Dr. Streng abqeben zu wollen. (5248) Der Vorstand. Zur gefälligen Beachtung! 1 5250) Einem geehrtem Publikum empfehle ich mich als Graveur, früher in Berlin, jetzt hier in Gießen mein Geschäft betreibend, mit Gravirungen jeder - Art in Silber, Gold, Messing, Stadl u. s. w. Gleichzeitig zeige ich hiermit ergebenst an, daß ich Schablonen jeder tz Art zum Wäschesticken, Figuren^^L-chablonen für Kinder zum Christfest, sowie Signir- und Cigarrcn-Schablvnen rc. stets vorräthig habe, auch g jeden Auftrag auf das Pünktlichste besorge. n A* Conrad, Graveur und Wappenstecher, Gießen, Nenenweg B. 134. v 5277) Die Pächter des Hospital- und »irchenguts werden an die Bezahlung des llartini l. I. fällig gewesenen Pachtes für 873 erinnert. Gießen, den 14. November 1873. Der Rechner: Wittich. Was ist das Rothe in er Schüssel? (5281) 5278) Ein ordentliches Mädchen vom ande für häusliche Arbeiten wird zu Weih- ackten gesucht- Wo? sagt die Erped. d. Bl 5287j Gin Lehrling gesucht on W. Zurbuch. (Hierzu eine Beilage.) Anlage zu Ar. 268 des Kichener Anzeigers. £1mtsicher Thett. Gießen, den 14. November 1873. Betreffend: Nachforschungen nach der Heimath eines unbekannten Geisteskranken. * Das Grstzhrrrsftliche Krrlsamt Gießen an die Großhryoglichrn Bürgermeistereien des Kreises. Vor einigen Wochen wurde von den Gendarmen zu Pfeddersheim ein offenbar geisteskranker Mann im Alter von etwa 20 bis 30 Jahren aufge- qrjffen und an das Graßherzogliche Kreisamt Worms abgeliefcrt, welcher nicht im Stande ist, zusammenhängende Worte oder gar Sätze zu sprechen, und von dem weder sein Name noch sein Heimathsort angegeben werden konnten. Alle bis jetzt von dem Kreiamte Worms angestellten Nachforschnngen waren erfolglos ; wir theilen Ihnen daher nachstehend das Singnalement jenes Mannes unter dem Anstrage mit, in Ihren Gemeinden genaue Nachforschungen nach dem Namen und der Herkunft desselben anstellen zu laffen und ein etwaiges Ergebniß anher mitzutheilen. v. Röder. Signalement eines in Pfeddersheim aufgegriffenen unbekannten Geisteskranken. Alter: 20 — 30 Jahre. Größe: 6 Fuß 6 Zoll. Haare: Dunkelbraun (kurz geschoren). Stirn: Hoch. Augen: Braun. Nase: Spitz. I Kleidung: Schwarzen Reck mit weiß gesprengt (Winterstoff); Hosen Mund: Gewöhnlich. Bart: Bartlos. Kinn: Spitz. G e s i ch t s f o r m: Länglich. Gesichtsfarbe: Gesund. Statur: Mittlere. grauem Bouxkin mit schwarzen Galons, Zugsticfel, weiß und roth geringelte Strümpe und weiß leinenes Hemd. ™ Derselbe ist offenbar blödsinnig und nicht im Stande zusammenhängende Worte zu sprechen, noch irgend einen Anhaltspunkt bezüglich seines Namens oder seiner Heimath zu gebeu. Verständlich spricht er nur die Worte „Mutter," „hame" (heim, nach Hause), aus. Mitinhafnrte glauben von ihn: heraus- gebracht zu haben, daß sein Vater Holzmacher und seine Mutter krank sei und daß es scheine, als sei er wegen Streit oder Schlägerei fortgelaufen. politischer Theil. Deutschland. Darmstadt, 13. November. (Kammersitzung.) In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer wird eine Eingabe von Lehrern über Gehaltsverhältnisse verlesen. Heinzerling interpellirt, warum die Einquartierungslast zwischen Darmstadt und Bessnngen zum Nachtheil des letzteren Ortes vertheilt werde. Der dritte Ausschuß berichtet über die Frage, ob der Abg. Welcker durch seine Gehaltserhöhung sein Mandat verloren hab. Der Ausschuß ist der Ansicht, da der Genannte in seinem seitherigen Amte bleibe, daß eine Neuwahl nicht nöthig sei und tritt die Kammer diesem Antrag einstimmig bei. Erster Gegenstand der Tagesordnung ist die Vorlage des Ministeriums bezüglich der Erbauung einer Eisenbahn zwischen Mainz und Wiesbaden mit Anschluß an eine Bahn von Frankfurt durch das Lorsbachthal über Camberg in die Lahnbahn. Der Ausschuß beantragt, dem über diese Bahn zwischen der Ludwigsbahn-Gesellschaft, der preußischen und hessischen Negierung abgeschlosje nen Staatsvertrag die Zustimmung zu ertheilen Elleuberger macht auf die Folgen der Anwendbarkeit des Gesetzes über Abtretung des Geländes aufmerksam. Ministerialdirector v. Starck erklärt, daß das Gesetz von 1867 nicht mehr angewendet werde, wie die Regierung bereits mehrfach erklärt habe. Abg. Goldmann bemerkt, daß die Negierung schon früher das bestimmte Versprechen gegeben habe, bei neuen Privatbahnen das Gesetz von 1*67 nicht mehr anzu- wenden, die Befürchtung Ellenberger's also ganz unbegründet sei. Dumont erwähnt das Project, die Bahnhofs-Anlagen in Mainz vom Rhein zu verlegen und die Bahn um die Stadt herum zu führen und sagt Ministerialdirector v. Starck zu, daß die Negierung diesem Unternehmen ihre Unterstützung ge währen werde. Die Kammer genehmigt darauf einstimmig die Vorlage. — Die erste Kammer will bei Erbauung eines Hastlocals in Worms den Bedürfnissen der Einzelhaft möglichst Rechnung getragen haben, der Ausschuß zweiter Kammer beantragt Ablehnung dieses Gesuchs, da sich eine principielle Frage nicht gelegentlich entscheiden lasse, es sich hier auch nur um Erbauung eines Haftlocales handle, bei dem Einzelhaft ausgeschlossen sei. Die Kammer lehnt das Ersuchen der ersten Kammer ab. Die von zweiter Kammer gelegentlich der Budgetdebatte an die Regierung gerichteten Ersuchen, denen die erste Kammer nicht beigetreten ist, sollen durch eine einseitige Adresse der Ncgiernng übermittelt werden. Eine Petition des pensionirten Steueraufsehers Engelhardt in Mainz, um Erhöhtlng seiner Pension, wurde von dem Abg. Dumout unter stützt, von Heinzerling bestritten und von der Kammer abgelehnt. Der folgende Gegenstand der Tagesordnung ist der Antrag des Abg. Dnmont auf Erhaltung der Katharinenkirche zu Oppenheim und der Kapelle ztt Iben. Der Ansschußbericht stimmt dem Antrag zu und ersucht die Negierung um eine Vorlage über die zur plannräßigen Reparatur der Kirche zu Oppenheim erforderlichen Mittel. Schaub empfiehlt den Antrag, und macht auf die Kirche in Partenheim aufmerksam, die auch der Reparatur bedürftig sei. Schröder ebenfalls für die Vorlage. Ministerialdirector v. Starck freut sich, daß die Kammer Staatsmittel für Kunstzwecke verwenden will. Für eine völlige Herstellung der Katharinenkirche seien 350,000 st. nöthig; eine solche Summe könne der Staat nicht allein ausbringen, es sei die Wiedererstellung der Kirche ein nationales Interesse, und werde ein Theil der Summe durch freiwillige Beiträge aufgebracht werden können. Er glaubt, daß man jährlich 10,000 st. aus Staatsmitteln gewähren solle, und wünscht die Ansicht der Kammer über diesen Vorschlag zu hören. Dumont dankt dem Berichterstatter für seinen empfehlenden Bericht, und der Regierung für ihr Interesse an der Sach-', und schließt sich dem Vorschlag eines jährlichen Beitrages an, glaubt aber, daß für die ersten Reparaturen vielleicht eine größere Summe nöthig sein werde. Landmann schließt sich ebenfalls dem Vorschlag der Regierung an. Metz kann dem Ausschußantrag beistiinmen ; der Vorschlag der Negierung verpflichte jedoch das Land in einer Weise, daß er, ohne daß detaillirte Vorlage gemacht sei, demselben nicht zustimmen könne, namentlich ehe sich die in Folge der neuen Etats veränderte Finanzlage des Landes übersehen lasse. Deruburg schließt sich diesen Erwägungen an. Es seien zwei Gesichtspunkte zu beachten, völliger Ausbau, oder nur Reparatur der Kirche. Er hoffr, daß eine Übereinstimmung zwischen der Regierung und der Kammer demnächst hergcstellt werden könne, und wünscht eine Vorlage vom Gesichtspunkt der Neparatnr. Schröder bemerkt, daß für die nächsten Reparaturen etwa 60,000 fl. nöthig seien, für weitere eine noch größere Summe, ohne daß an einen völligen Ausbau gedacht sei. Die Kammer nahm darauf den Antrag des Ausschusses auf eine Regierungsvorlage einstimmig an- Bezüglich eines Antrags der Abgg. Schröder und Stephan um Erhebung der Bürgerschule in Oppenheim zu einer Staatsanstalt^ und einer ausrcichenden Dotirung derselben, ebenso des Antrags des Abg. Stephan auf Errichtung höherer Bürger- oder Realschulen in allen Kantons - Hauptstädten, wurde vom Ausschuß Ablehnung beantragte Abg. Schröder schildert die Verhältnisse der Realschule in Oppenheim; auch andere kleinere Städte hätten nach und nach größere Staatszuschüsse für ihre Realschule erhalten.' Er sieht zwar voraus, daß die Kammer seinem Antrag nicht beistimmen werde, wünscht aber wenigstens für die lausende Vndgetperiode einen Staatszuschuß. Greim betont, daß kleinere Sckulanstalten nicht den Anforderungen genügen könnten, die man heut zu Tag stelle, namentlich bei dem jetzigen Lehrermangel. In Rheinhessei- seien bereits vir durch Staatsmittel unterstützte Realschulen und könne er sich nicht für den Antrag erklären. Der Referent Metz bedauert, daß man auf den Antrag nicht eingehen könne, bei dem Mangel an Lehrkräften, Geldmitteln und im Angesicht der bevorstehenden Neugestaltung der Verwaltungsverhältnisse sei es daher nicht thunlich. Der Antrag Schröder's wurde darauf mit allen gegen 8 Stimmen abgelehnt, ebenso einstimmig der des Abg. Stephan. Eine Petition des früheren Pfarramts-Candidaten Bcckenhaupt in Schotten um eine jährliche Unterstützung von 400 fl. wurde von dem Abg. Schaub, unter Hinweisung auf die Noth des Bittstellers, unterstützt. Goldmann ist aus Gründen der Consequenz gegen den Antrag, daß der Bittsteller der Berücksichtigung empfohlen werde; es genüge, wenn die Negierung durch die Verhandlung auf den Bittsteller aufmerksam gemacht sei. Matty schildert die üblen Verhältnisse Beckenhaupt's. Ministerialdirector v. Starck erklärt, die Negierung habe ans Anlaß des Ausschußberichts dem Bittsteller bereits Geld- unterstütznngen gewährt. Heinzerling und Dernburg entgegnen Goldmann, daß Empfehlnngen ans Viüigkeitsgründen auch schon in früheren Landtagen erfolgt seien, worauf Goldmann replicirt, er habe seitdem die mißlichen Conscqnenzen solcher Empfehlnngen wahrgenommen. Die Kammer lehnt darauf die Petition gegen 19 Stimmen ab. Eine Beschwerde des S. Wolf aus Hungen wegen Eigenthumsbeeinträchtigung wurde vom Abg. Theobald unterstützt, der ausführt, daß der Bittsteller dnrch das chicanöse Verfahren der obcrhessischen Bahnbaugesellschast schwer in seinem Vermögen geschädigt worden sei. Die Beschwerdeschrift des Bittstellers wird verlesen. Dessen Hofraithe wurde expropriirt, der Preis vom Untergericht auf 19,884 fl. geschätzt, auf erfolgten Einwand der Bahngescllschast in zweiter Instanz auf 12,000 fl. und in dritter Instanz auf 11,000 fl. ermäßigt. Da es sich um eine im Rechtswege endgiltig entschiedene Sache handelt, beantragt der Ausschuß, dem Antrag keine Folge zu geben. Goldmann führt aus, daß der Bittsteller nach Gesetz und Recht und nicht chicanös behandelt worden sei. Theobald beharrt bei seiner Ansicht. Die Kammer lehnt die Petition einstimmig ab. Die Kammer wird darauf auf unbestimmte Zeit vertagt. Metz zeigt an, daß in Übereinstimmung mit dem Finanzministerium eine bestimmte Summe für Straßenbauten in's Budget aufzunehmen beabsichtigt sei. Darmstadt. Die „Main-Ztg." bringt Folgendes: Zu der Mitwirkung über das häusige Fehlen der Gießener Mitglieder erster und zweiter Kam- mer wollen Sie bezüglich des Abg. Oncken die Bemerkung beizusügen gestalten, daß er gerade bei Beginn des Semesters seine Vorlesungen ohne Nachtheil für eie Universität nicht einstellen konnte und daß nur diese Rücksicht ihn zum seitherigen F.blen veranlaßte. Berlin, 14. November. Abgeordnetenhaus. 358 Abgeordnete sind angemeldet, 234 Wahlen von den Abteilungen geprüft. Die heute vorgctrage- f und Menschlichkeit und als eine schwere Beleidigung Amerikas. In ihrer 1 1 D. Red. ') Bezugsquelle siehe Jnseratentheil dieser Zeitung. England. yiuiU-* uiiu ui|u)« vuö coiiicrvirrc äicii et) iou liü) rcicbl icb aivpi vKtibre XzU• ■ _ A l&xj t. < <■>. .-r hindurch frisch halten. Die gesammte Proviantmenge, welche bisher nach derl^ss^^K^ g' £<,“e%nuf“e$H'ontp. 'n Goldkuste abgegangen ist, übersteigt 100,000 Ceutner, darunter allerdings! Berlin, 178 Friedrichsstraße, und in allen Städten bei guten Apothekern, Droguen-, 30,000 Centner Reis. iSpecerei- und Delicatessenbändlern. Zn Gießen bei Müller L S ch w a g e r^ (2036) Redaction, Druck und Verlag der Brühl scheu Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. n r i V London, 11. November. Das Commando der 17. Artillerie-Brigade überraschte diese Nacht der plötzliche Befehl, unverzüglich eine halbe Batterie nach der Goldkuste abgehen zu lassen. Die Mannschaften wurden Behufs ärztlicher Prüfung geweckt und noch Nachts untersucht; im Laufe des Vor- mittags erhalten sie in den Bekleidungs-Depots zu Pimlico die für das warme Klima geeignete Uniform und sollen wo möglich heute noch abgehen Tic Maßregel wird auf eine Mittheilung Sir G. Wolseley's zurückgeführt, welche gestern Abend telegraphisch von Gibraltar eintraf und das Krregsamt in Athem zu versetzen schien. In Erwartung weiterer Anforderungen von Sir G. Wol setey ist das zweite Bataillon der Schützen-Brigade Behufs schnellerer Einschiffung zu Viw in Irland concentrirt und das andere für die Goldküste bestimmte europäische Bataillon vom 23. Linien - Regiment ist in dem Cnrragh- Lager versammelt. Beide sind bereit, auf erthei'lten Befehl sofort nach dem Kriegsschauplatz aufzubrechen. Inzwischen entwickelt die königliche Proviantfabrik zu Deptford eine wahrhaft unermüdliche Thätigkeit. Es sind daselbst täglich über 600 Arbeiter beschäftigt, und zwar bedeutend über die regelmäßige Arbeitszeit hinaus. Augenblicklich gilt es hauptsächlich das Einpökeln von Rind- und Schweinefleisch; das conservirte Fleisch soll sich reichlich zwei Jahre *** Erklärung. Auf die vielfach an uns gerichteten Anfragen über die Aechtheit der zahlreichen mediciniichen Anerkennungen, welche wir im Laufe d. I. zu den allseitig gerühmten Dr. Tiedemann'schcn Heilmitteln für Geschwächte im redaction-llen Theile unsere- Blattes gebracht haben, erwidern wir, daß uns nicht nur sämmtltche mcdieiniicke Urtheile und wissenschaftliche Begutachtungen, in deren Aechtheit durchaus kein Zweifel zu setzen, im Original Vorgelegen haben, sondern daß uns auch von befreundeter Seite die Originalschreiben vieler durch die Dr. Tiedemann'schen ?cn-tsao-Präparatc glücklich Geheilten zugeiandt wurden und daß wir somit selbst aus innerster Ueberzeugung und auf Grund der so zahlreichen Anerkennungen dem Erfinden dieser vorzüglichen Heilmittel *) nur wünschen mögen, daß dieselben hell- und legenbringend Eingang in alle Kreise der leidenden und hülfesuchenden Menschheit finden möchten und dadurch eine neue Aera auf dem therapeutischen Gebiete der Lehre über die Zerrüttungen des Nervcnipstems re. hervorgcrufen würde. Die Redaction des BreSl. Intelligenz-Blattes. Antwort räumt die spanische Regierung ihre Verantwortlichket ein, erneuert die Versicherung ihrer freundschaftlichen Gesinnungen, mißbilligt die Hinrichtung und verspricht Genugthuung. Der Staatssecretär hat eine lange Conferenz mit dem englischen und spanischen Gesandten gehabt. Die Befestigungen tn den Häfen des Südens werden verstärkt. Spanien, Madrid, 14. November. Catalonien ist unter Belagerungszustand ge stellt worden. Der evangelischen Gemeinde z u Gießen. Gottesdienst. Sonntag den 16. November: Morgens: Pfarrer Landmann. Nachmittags: Pfarrvikar Schlosser- Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 16. bis 22. November 1873 besorgt Pfarrer Landmann. Auszug ans drn Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Kopulirte. Den 11. November. Johannes Leun, Bürger und Küfermeister dahier, deS verstorbenen Bürgers und Ackermanns zu Groß-Linden, Georg Leun, ehelicher Sohn; und Friederike Dorothea Weißmüller, des verstorbenen hiesigen Bürgers und Schuh« machet Meisters, Peter Weißmüller, eheliche Tochter. Den 12 November. Friedrich Ludwig Adolf Ernst Eckstein, Doctor der PH losophie und Schriftsteller, des Großh. Hoigerichts - Advokaten, Dr. Franz Eckstein dahier, ehelicher Sohn; und Elisabeth Bolle, des verstorbenen Bürgers und Rentners zu Düsseldorf, Karl Bolle, eheliche Tochter. , Den 13. November. Wilhelm Albert Berger au5 Lindenau im Königreich Sachsen, Kaufmann dahier, des Bürgers und Schlossermeisters zu Lindenau, Johann Gottlob Berger, ehelicher Sohn; und Elise Theodore Schäfer, geborene Hoffmann, deS verstorbenen hiesigen Bürgers und Kaufmanns, Georg Heinrich Schäfer, Wittwe. Getaufte. Den 9. November Dem Bürger zu KirchverS, preußischen KreiseS Marburg und Arbeiter an der Oberhcssischen Elsenbahn dahier, Heinrich Velde, ein Sohn, Heinrich Conrad, geboren den 27. September- Den 12. November. Dem Bürger in Groß Busick und Heizer an der Ober- heffischen Eisenbahn dahier, Johannes Seth, eine Tochter, Wilhelmine Karoline, ge- boren den 7. Oktober- Beerdigte. Den 10. November. Elias Karl Wilhelm Weidig, pensionirter Großh- Landrichter, alt 75 I. 7 M- 14 T, gestorben den 8. November. Den 11- November. Henriette Balser, eine uneheliche Tochter, alt 3 I- 5 M- 21 T. Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen. ~ o 1 In Blechbüchsen von V» Pfund 18 Sgr-, 1 Pfund 1 Thlr- Sgr. , 2 Pfund 1 Thlr. 27 Sgr., 5 Pfund 4 Thlr. 20 Sgr-, 12 Pfund 9 Thlr. Io Sgr., 24 Mrnd 18 Thlr. — Revalesciere Biscuiten : Büchsen ä 1 Thlr. 5 Sgr. und 1 £plr_ 27 Bcvalesciöre Cliocolatee in Pulver für 12 Tassen 18 Sgr- , 21 Zoffen 1 Thlr. 5 Sgr., 48 Lassen 1 Thlr. 27 Sgr., 120 Tassen 4 Thlr. 20 Sgr., 288 Tassen 9 Thlr- 15 Sgr-, daß der Erzbischof Paulus Melchers und der Weihbischof Baudri wegen des im Kirchlichen Anzeiger der Erzdiöcese Köln enthaltenen erzbischöflichen Erlasses betreffend die Excommmiicirung mehrerer altkatholischen Geistlichen auf heute vor die correctionelle Kammer des hiesigen Landgerichts geladen seien; der Erstere als Verfasser, der Zweite wegen Aufn hme des incrimiuirten Artikels in dos erwähnte Blatt; durch letztern sind nach Annahme des Strafantrages die vier altkatholischen Priester an ihrer bürgerlichen Ehre geschädigt und die alikaiholischen Gemeinden zu Köln und Bonn verleumderisch beleidigt worden. Die beiden Beschuldigten waren bei der heute vor einem großen Auditorium Statt gehabten Verhandlung in Person erschienen. Der Herr Erzbischof erklärte, daß er deßhalb anwesend sei, um Zeugniß abznlcgen, daß er die richterliche G-walt des Staates anerkenne und die Gesetze achte. Was die Sache selbst aubelange, so habe er nicht die Absicht gehabt, Jemanden durch den Erlaß zu beleidigen. Er habe nur eine schmerzliche bischöfliche Pflicht erfüllt, indem er die Mittheilung gemacht, daß sich die Betreffenden von der katholischen Kirche getrennt hätten, die gebrauchten Ausdrücke seien durchaus nicht persönlich, sondern rein objectiv. Der Staatsanwalt war der Ansicht, daß es schlecht zusammen stimme, wenn der Herr Erzbischof hier erkläre, er bekunde seine Achtung vor den Gesetzen, und in anderen Fällen den Gesetzen den Gehorsam verweigere; dem Vertheidiger der Beschuldigten, welcher besonders das Kirchenrecht anzog, entgegnete der Herr Staatsprocurator, daß das canonische Recht im Gerichtssaale nicht gelte, sondern das bürgerliche. Sein Strafantrag ging, da beide Beschuldigte erstens gegen das Strafgesetz und zweitens gegen die kirchenpolitischen Gesetze gehandelt, bei dem Herrn Erzbischof auf drei Monate Gefängniß und auf 400 Thlr. Geldbuße, eventuell auf fernere drei Monate Gefängniß, bei dem Herrn Weihbischof auf einen Monat Gefängniß und auf 200 Thlr. Geldbuße, beziehungsweise auf sechs Wochen Gefängniß. Das Urtheil wurde bis zur nächsten Sitzung vertagt. Außer dieser Sache kam auch wieder ein Fall zur Verhandlung, wo der Erzbifchof einen Pfarrer eingesetzt hatte, ohne dem Ober-Präsidenten der Rheinprovinz vorher die Anzeige davon zu machen. Das Oeffentliche Ministerium trug auf 500 Tblr. Geldbuße, im Nichtzahlungssalle vier Monate Gefängniß an. Das Urtheil lautete aus 200 Thlr., eventuell zwei Monate Gefängniß. JrtinlüTidj. Paris, 11. November. In belgischen Blättern spinnt sich augenblicklich eine Dlscllssion ab, welche vielleicht bald auch in Frankreich, der Schweiz und Italien Widerhall finden dürfte, und die jedenfalls geeignet ist, die Aiifmerk samkeit deutscher Finanzleute und National-Oekonomcn auf sich zu ziehen. Es handelt sich um die Maßregeln, mit welchen Belgien und die sämmtlichen Staaten der lateinischen Münz Convention der von Deutschland ans drohenden Silberüberschwemmung entgegentreten möchten. Wenn in Deutschland die Ein sührung der Goldwährung zur Thatsache wird, muß das deutsche Silber nach dem Ausland strömen. Oesterreich wird nicht gerade in der Lage sein, dasselbe gegen Gold einzutauschen; es hat zwar sehr schöne Goldmünzen geprägt, aber diese sind gerade wegen ihrer Schönheit sehr bald aufgekaust und in großen Mengen zu technischen Zwecken (Schweizer Uhreuindustrie) eingeschmolzen worden. In Brüssel tagt eine zu dem Zwecke berufene Commission, welche bei Einführung der Goldwährung günstig ist. In der Schweiz, Frankreich und Italien regen sich ähnliche Sympathieen. Die Banqniers sind meistens der gemischten Währung günstiger, weil diese eben für sie eine Quelle geschäftlichen Vortheils ist; die übrige Geschäftswelt, wie sie z. V. in Belgien durch den Prücourseur und die Jndöpeudance vertreten wird, neigt sich der Goldwährung zu. Sollte die letztere in den Nachbarstaaten angenommen werden, so muß Deutschland die Frage nach anderen Abzugsquellen für sein Silber ernstlich in Erwägung ziehen. Paris, 13. November. Das Zuchtpolizeigericht von Versailles hat den Obersten Stoffel wegen Beleidigung des Generals Niviöre in der Sitzung des Kriegsgerichts vom 4. d. Mts. zu drei Monaten Gefängniß und Tragung der Kosten verurtheilt. Mllen Giranten Kraft und Gesundheit ohne Medicin und ohne Kosten. „Revalesciere Du Barry von London.“ Seitdem Seine Heiligkeit der Pabst durch den Gebrauch der delicaten Revalos- ciöre du Barry glücklich wieder hergesiellt und viele Aerzte und Hospitäler die Wirkung derselben anerkannt, wird Niemand mehr die Kraft dieser köstlichen Heilnahrung bezweifeln, und führen wir die folgenden Krankheiten an, bei denen sie sich ohne Anwendung von Medicin und ohne Kosten bewähi:: Magen-, Nerven-, Biust-, Lungen-, lieber;, D'üsen-, Schleimhaut-, Athem-, Btaien- und Nierenleiden, Tuberculdl-, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhoen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufsteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerichaft Diabetes, Nke- lancholie, Abmagerung, Rheumatisr-ms, Gicht, Bleichsucht. — Auszug aus 80,000 Certificaten über 'Genesungen, die aller Medicin widerstanden: Ccrtificat Nr. 73 877. 589 Wienetthorgaffe, Ofen. Seit 26 Tagen habe ich die Gottgesandte Revalesciere allein genossen. Diese göttliche Gabe der Natur hat bei mir, in meiner verzweifelten Lage, Wunder gewirkt, weshalb ich keinen Anstand nehme, dieses Heilnahrungsmittcl die zweite Offenbarung für die leidende Menschheit zu nennen. Diele köstliche Revalesciere hat mich von einem «ehr gefährlichen Lungen- und Luftröhren-Katarrh, von Kopsschwindel und Bruftoe- klennnung befreit, die allen Medicinen Jahre lang getrotzt. Diese Wundergabe der Natur verdient sonach das höchste Lob und kann der leidenden Menschheit veffens an- geralhen werden. Florian Koller, K. K- Militäroerwalter in Pension. Nahrhafter als Fleisch, erspart die Revalesciöre bei Erwachsenen und Kindern 50 neu Wahlen werden sämmtlich für gMg erklärt. Der Bericht der Special- H Commission zur Untersuchung des Eisenbahnwesens wurde dem Hanse vom tuiiillUxu. Staatsministerium zngesandt. Der Alters-Präsident theilt dem Hause mit, der ! Washington, 14. November. In Betreff der Erschießungen des Handelsminister wolle die Berichts-Vorlagen selber vorlegen. — Nächste Sitzung Capitäns und eines Theils der Besatzung des Dampfers „Virginias" wird morgen Mittag 12 Uhr. Auf der Tagesordnung steht die Präsidentenwahl, inoch aus Santiago gemeldet, daß der dortige amerikanische Vice-Consnl ver- Berlin, 13. November. Die Präsidentenwahl im Abgeordnetenhause gebens darauf gedrungen habe, daß die Exeeution aufgeschoben werde. Staats- findet Sonnabend statt. Als Candidaten werden Bennigsen, Löwe und Frie- secretär Fish hat auf telegraphischem Wege gegen dieses Verfahren in Madrid denthal genannt. — Der „Reichs-Anz." schreibt, daß der Kaiser zwar eine protestirt und bezeichnete diesen Act als nne Schmach^für ^die Civilisation nicht ganz gute Nacht gehabt hat, die Befferung indeß fortschreite. ‘ ~ ~ Köln, 12. November. Es wurde bereits an dieser Stelle mitgetheilt,