Ür«jL 1 fL 13 fr. «U eda^x. Xhntf» bi« Psfi vi-rteli LL^.g i n. M k. Gietzmer An)tiger. Erscdtint täfllid), mtt *er Prüfungstermin, sowie das Local, worin dieselbe vorgenommen wir^' wird später öffentlich bekannt gemacht werdet, eine specielle Einladung erfolgt nicht. Die unterzeichnete Commission macht außerdem auf folgende Bestimmungen ausdrücklich ausmcnfam: . „ Dic'Bcrechtigimg zum einjährig freiwilligen Militärdienst darf nicht vor dem vollendeten 17. Lebensjahre und muß frei Verlust des Anrechts spatesten- bis zum 1. Februar des Kalenderjahres nachgesucht werden, in welchem daö 20. Lebensjahr vollendet wird. Mit der Anmeldung um Zulassung zum einjährigen Militärdienst ist die Aufgabe des Rechts, an der Loosung Theil zu nehmen, verbunden. Ausnahmsweise kann der durch die versäumte rechtzeitige Anmeldung verloren gegangene Anspruch durch Entschließung der Ersatzbeborce drttter Instanz Wieder verliehen werden, wenn der bctheiligte Militärpflichtige noch nicht an einer Loosung Theil zu nehmen verpflichtet war, oder vermöge seiner Loosnummer disponibel geblieben ist. In letzterem Falle darf die Vergünstigung indcß nur dann eintreten, wenn der deßfallsige Antrag von der zweiten Aushebung, bei welcher der bctheiliate Militärpflichtige zu concurrircn hat, sormirt wird. m , . . n. . , - ,, Gesuche um Wicderverleihung der durch versäumte rechtzeitige Anmeldung verloren gegangenen Berechtigung sind an die zuständige Kreis-Ersatz-Com- P o 1 i t i f ch er T h e i k. Deutschland. Berliu, 13. Ian. Die „DolkSztg." bringt die Nachricht: „Einem hikst. gen berühmten Chemiker sind eine Anzahl von Briefen übergeben worben, teren Envcloppcn stark mit Moschus parsüwirt sind und deren Inneres beim Oeffnen rin nervenbetäubendeS Aroma verbreitet. Diese Briefe sind sämwtlich an den deutschen Reichskanzler gerichtet und dem Fürsten Bismarck nach allln seinen Vuflnthaltsorten gefolgt; die Untersuchung wird ergeb*n, ob eine etwa beabsichtigte Gesundheitsstörung dorch diese Briefe möglich war." Berlin, 14. Ian. In der Heutigin Sitzung dkS Abgeordnetenhauses zeigte Präsident v. Forckenbick an, daß ein Schreiben des Ministerpräsidenten an ihn eingegangen, demzufolge das EntltssungSgcsuch v. Selchow'S gestern angenommen und der Oberpräsident von Posen, Graf Kömgsmarck, zum Nachfolger desselben ernannt worden sei. , München, 10. Januar. In der Angelegenheit des IesmtenpaterS Löffler, welcher in Regensburg als der Erzieher des jungen Fürsten Taxis verweilt, hat vor einigen Tagrn eine Interpellation de« Regensburger Bürgermeisters Stobais durch einen zur FortschritlSporlei gehörenden Magistrctsrath stattgefunden. Nach der Antwort des Stadtvorstandes war Pater Löffler nicht in Regensburg, als die dortigen, unter dem gemeinsamen Schutze der Fürstin Tax.S (bekanntlich einer Herzog!, bay rischen Prinzessin und Schwester der Kaiserin von Oestcrre ch) und dem Bischöfe Sencstrey stehenden Jesuiten auSgewiesen wurden. Erft im November sei der Jesuit Löffler wieder erschienen und seine Ankunft der Regierung gemeldet worden, aber weitere Auskunft könne man nicht geben. Es halte damals verlautet, daß asf Verwendung des österreichischen Kaiserhauses d^m Pater der Lusinthalt in Regensburg als Priozenerzieher gestattet worden sei. Ob dem so ist, geht aus ter bürgermetsterlichen Antwort nicht hervor; nur ergikbt die Derantwoltlichk.it für das Verbleiben d-S Paters bei einer höyeren Stelle liegt. Die Befugniß, eine solche Ausnahme zuzulassen, kann nach dem Inhalte des betreffenden Reichsgesetzes der Regierung nicht bestritten werden. Nur hat dieser Fall eine doppelte Seite, welche eine Nachgiebigkeit gerade bedenklich macht. Wie die obcrpfälzische KeeiSregierung bei einem andern Jesuiten sehr richtig betonte, war gerade Regensburg die rigentliche Brutstätte des n-ch Bayern eing"schmvagk'llen Jesuitentreibens gewesin, und außerdem hätte die verwandtschaftliche Bcziehung und der hohe Rang teS Hauses Top'S ganz besonders vorsichtig gegen eine Privilegirung machen sollen, welche den Schein erweckt, als wenn deutsche und staatliche Interessen persönlichen und Familien-Rücksichten zu weichen hätten. Oesterreich. Wien, 13. Jan. Wie die „Neae fr. Presse" meldet, erhielt der Finanz- Minister de Prrt'S die Genehmigung des Kaisers znr Einbringung eines Gesetz- eotwurfs, betreffend die Aufhebung ter Jnscratensteuer. — Ein Telegramm der „Reuen fr. Prrss" aus Rustschuk meldet: Auf Befehl des GrohvezierS wurde die griechische Kirche nieder eröffnet. Bulgaren überfielen die zur Abend-Andocht versammelten Griechen und zertrümmerten Thüren und Fenster drr Kirche. Ein Grieche kam dabei um, mehrere wurden verwundet. Große Aufregung. Die Garnison ist confignirt. I Pcsth, 13. Jan. «n Deak'schrn Kreisen werden die letzten Kundgebungen ! Beust*s al# wrnig ausklärrnd betrachtet. Es ist selbstverständlich, daß Beust durch ' Pression auf Frankreich vor der Kriegserklärung den Frieden erhalten wollte; das Interesse der Frage liegt in dem Umstande, was Beust nach der KriegSer- klärrng gcthan hat. Krankreich. Paris, 10. Jan. Heute haben sich 92 Generale und höhere Officiere der Pari«-Vnsailler «rare M Thier« rinschreibe» lasen. Di-felben woDin dadurch anmitn, das sie nicht die geringste Sympathie für Chi«lehurst haben, »atm find dagegen (eie schon gtmtlDd), u* die Ermächtigung ringekommen, sich nach England begeben zu dürfen, um Um Leichendegäugniß des Kaiser« anzuwchnen Unter den letzteren befindet sich auch der Marschall Caurobeet, einer von den L?e,ig n, die von denen, welche beim Staatsstreiche eine Rolle frühen, noch am Lrhen sind. Canrobert »ar damal« bekanntlich Brigade-General, und er war e«, der am 5. Drcernber da« vlntbad auf dem Boulevard Poissonnäre anrich. Ute, wo er in die Läden hiaeins^ietzen liest, ohne daß auch nuc der gerinzfte Angriff gegen ihn gemacht worden war. Ungefähr hundert arme Ladenbesitzer mit ihren Frauen Kindern wurden bei dieser Gelegenheit getöttet. Den Marschall soll der Tod de« Kaiser« stark ergriffen Haden. Sine Frau meinte, all fie gestern Abend bei Rouher in der Rue de l'Ely 6e die Bestätigung der Nachricht von dem Tode de« Kaiser« erhielt: „Der arme Marschall! e« wird sein T«v sein." Möglich, dast der heutige Marschall von Gewissrnsbiffen »egen der überdies so nutzlosen Verbrechen gepeinigt ist, die erost der Brigade-General beging. Die Haupischnld der That tr.fft jedoch nicht ihn, sondern den damaligen Krtrg«mtnister Marschall St. Arnaud und Morny, die beide längst todt sink. Diese hatten Napoleon dazu bestimmt, den Truppen den Befehl zu ertheilen, ohne Aufhören ;u schießen, um Schneien und Angst zu verbreiten. Die Lage »ar nicht haltbar. Pari« blieb ruhig und beschränkte sich darauf, die Truppe, die ohne Aufhbrcn die Straßen durchzogen, mit dem Rufe zu begrüsten: Es lebe die Verfassung! und wenn e« noch 24 Ständen lang gedauert hatte, ohne dast r« zu einem Austritt gekommen wäre, so mustte man befürchten, dast die Truppen, denen man »et« gemacht, r« handle sich nm einen Ausstand der Rothen mit dem Volk gemeinschaftliche Dache machen »ürben. Thier« hat den Gene- ralen, di, sich nach Ehislehurst begeben wollen, die gewünschte Ermächtigung Clt^Ci%ari4, 12. Jan. Pracscnle cadavere — da« hetstt der Kaiserlichen, werden die Zurüstungen zur Wiederbelebung der napoleonischen Legende betrieben, vorn ehrlichen Mac Mahon an bi« herunter zum ehrlichen Rouher und d.m »och ehrlicheren Granier au« Eaffaguae, find fie in EhiSlehurft zusammeng.kommen, um von Neuem die Netze zu legen, in denen Frankreich gefangen werde» soll. Die ganze bonapartistische Lotterbande, Herrn Ollivier Nicht ausgeschlossen, will noch einmal da« Spiel aufnehmen, um da« unglückliche Land noch tiefer hrrab zudrücken, vorläufig übernimmt Eugente »ährend der Minderjährigkeit ihre« Sohne« die Regentschaft in parlibus, sie »trd demnächst auch em Manifest a» die geliebten Unierthanen erlasen. Vorläufig soll jedoch aus Veranlassung der Kaiserin die bonaportistische Larmtrommel kräftigst gerührt we.den. Da« tmpe- rtalistischc B'att „l'Ordre" veröffentlicht folgenden beachtenSwerthen Artikel: „Der Kaiser ist todt l In ihm erlischt ein Gedanke voll von den Geschicken und der Greste Frankreichs, ein Allen ohne Unterschied, besonder« aber den Schwachen mit Armen ergebene« H.rz, ein rrhabener und ritterlicher Eharakter, eine wohl' wollende, sanfte und tröstende Seele, die nie einen Erfolg gesehen, ohne Beifall zu bezeigen, die nie ffne Thräne erblickt, ohne fie zu trockne». Die erste Gc- müthsbrwegung nicht allein derer, welche ihn gekannt, rhm gedient, ihn geliebt Haden, sondern auch aller derer, welche ihm während achtzehn Jahren die Sicher- heit und da« Wohlwollen ihrer Familien verdankten, wird fie sein, tief zu seufzrn über ein so großes Unglück, welche« Frankreich und die Kaiserliche Family so plötzlich trifft. Aber kiesen ungeheuren berechtigten Schmerz einmal angenommen und in dem Maste der möglichen Tröstungen befriedigt, bleibt allen Anhängern Napoleon« III., den Generationen vom 10. December 1848, welche ihn zur Präsidentschaft am 20. December 1851 erhoben, die seine Gewalten am 20. Decern- ber 1852 heiligten, die am 8. Mai 1870 da« Kaiserreich auf s Neue sanctio- oirten, — bleibt diese» übrig, die gehcimnißvollen Schläge der Vorsehung mit Achtung, aber mit Stolz anzunehmm, sich an ihre Grlübde zu erinnern und sich bereit zu halten, sie zu erneuern. Der Kaiser ist todt, aber da« Kaiserrei^ lebt und ist unzerstörbar; wa« dauert, sind Nicht die Menschen, sondern de Institutionen. Der Tod Casar'« gründete das Kaiserreich von Augustu«. Da« Kaiserreich lebt durch da« Vedürfnist, welche« Frankrrich nach populären und energischen Institutionen hat; es lebt durch den ^schrecken, der die socialen Interesse» bet dem plötzlichen verschwinden eine« Arms ergreifen wird, von dem sie vustte», dast er fie zu beschützen fähig und e« zu thun entschloffen war; c« leb» durch jenen jungen Erben de« Namen« und der Werke Napoleon«, den kein Tadel, keine Verantwortlichkeit in den UnglücksfäUe» de« Laterlande« treffen kann; »ei- cher, auf dem Throne geborm, seine Erziehung in dem Unglück fortgesetzt und in der Verbannung beendet ha:; e« lebt durch jene intelligente und edle Frau, die lange genug im Glück gelebt hat, am e« zu begreifen, und iw Unglück, um ihm zu trotzen. Endlich lebt e« in der Sympathie, in der Achtung, in dem Mitleid Frankreich«, welche heute in allen bescheidenen Wohnuogen, in allen Blättern euch kund geben uir», wo der Name Napoleon« ungeschrieben und sein Porträt auf liebevolle Weise aufgehängt ist. Trocknen wir oho unsere Ttziänco, ersticken wir unsere Seufzer und verhindern wir unsere Herzen, stärker und schneller zu schlagen, al« es männlichen Ralure» anßeht. Die Wiederherstellung de« Kai- serreich- verliert einen Mann; es verliert keine einzige Aussicht, keine einzige Hoffnung. Richt durch feine Bestrebung,» oder selbst durch seine Handlungen, sondern durch seine Rothwendigkeit sichert rin politisches Regime seine Zuknnst. Da« Kaiserreich «st nun uothvendig für die öffentliche Ordnung, für die In» ter,sskn; Frankreich hat nothroendig, rin dauerhaftes Regime zu gründen, das au staeke volksthüml che Basen gestellt ist; es hat diesen notywcndig, um «egen die Gefahre» zu beschützen, die näher gerückt sind denn je, und welche ihm Selten« her Demagogie und de« Soeialismu« drohen. Deshalb wird da« Kaiserreich wieder hergestellt werten." — So der „l'O.bre." Das Organ der Kaiserin, da« Pap«, dessen Redacteur en chef Paul do Cassagnac kürzlich in Ehi«lehurst war, und für den Tove«sall Napolesns HL Instructionen erhielt, enthält mit deffen Unterschrift einen Artikel, welcher die Ueberschnft hat: „Debout." Derselbe drückt sich ähnlich wie sein vaier im „l'Ordre" au«. Daran« hervorzu- heben ist nur, dast es den Bonapartisten zuruft: „Ircdnd eure Thräne»; haltet eure Seukzrr zurück; scharren wir uns um zene» Sohn, indem wir de» alten Ruf der früheren feanzofische» Monarch:« wiederholen: „Der Kaiier ist todt l es lebe der Kaiser.^ Endlich wird da« ^Testament ces Kaisers* veröffentlicht weiden. Ob der Biograph des großen T 'llu« auch wie er, se ne Garten und Ville», dem treuen v»lke zue Freude un. Erholung w rd vermacht Haden ¥ Doch nein. Ist er doch in Arwuttz von dannen geschieden, wie Aristides. PanS, 13, Jan Gegen die bonapmtistische» Journale sollen, ter „Agenee H^vas" zufolge, Regierungsmastregel» in Aussicht geuomwe» Irin Rach tersclbeu Quelle wäre mit Gew'stheit anzuuehwe», dast Marschall Mae Mahon Versailles nicht verlassen »trd. Italien. Rom, 13. Jan. Auf Befehl de« König« ist für den Kaiser Napoleon eine i*o.(tägige Hoftrauer angelegt worden. — I» Floeeoz ist ei», Snbscriptlon eröffnet worden, um für den Kaiser Napoleon in der Kirche Santa Eroze eine Leichenseierlichkeit zu veranstalten. — Der Papst empfing eine Anzahl d.ntscher Geistlicher uns eine lateinische Adresse de« Präsidenten de« deufchen Verein«. Die Akrisse betonte die Uasehldarkeit des Papste«, prateftirte g'gta die Verfolgung und die ungerechten Gesetze, welche gegen die Kirche in Deutschland gerichtet wurden, unk drückte die Hoffnung auf den Sieg ter Kirche aus. Der Papst antwortete mit dem Hinweis auf dn« Tage« - Evangelium und dust Gott den Mächtigen der Welt Waffen gegeben habe, damit |t die Relig ou fchützirn, nicht die Kirche verfolgten. Nebst der Kirche wollten fie aber auch die Moral zerstören und die Jugend in ihrer Weise unterrichten, während die K rch ein geheiligteg Recht aus den Unterricht habe. England. Londllll, 10. Januar. Die Mitthei ungen au« Ehislehuest betreffe, zumeist die letzte» Stunden de« Exkaiser«. Rach der zweiten Operation durch Sir Henry Thompion, welche sehr schmcrzhaft »ar und eine Ehloroformirung nöthi« gemacht hatte, traten nur die nicht zu vermeidenden örtlichen Entzündungen hervor, die aber bald zu weichen virsprachen. Der Schmerz aber blieb sehr heftig, und die Aerzte wandten daher ein sta>kes narkotisches Mittel an, unter deffen Einfluß der Patient die Utzte Nacht seines Lrbens so ruhig verbrachte, dast ma» schon Hoffnung auf seine Grne nng fastte. Am folgenden Morgen um 11 Uhr sollte» die Aerzte Thompson, Gull, Eorvtsart nnc Eonnean ei»e Berathung abhaltea, deren Ergebniß unter andere» Umständen wohl die Voknahme einer dritu» Operation gewesen wäre. Al« jedoch Sir H. Thompson um 10 Uhr die Krankenstube betrat, war er irstaunt, daß der Pul«schlag, welcher bi« dnhin sehr regelmäßig gcwesen, plötzlich schwach wurde, ttr erkannte sofort, daß Rapo.eo» nur noch wenige Minuten zu leben hatte; die Kaiserin wurde sofort von ter schlimmrn Aenderung, die eingetrelen, benachrichtigt und rillt an das Krankenlager. Napoleon schien fie nicht zu erkennru, seine Kräfte fchwanden rasch, trotz der kleine» Gaden Branntwein, welche ihm e.ngrflostt wurden und die eine augenblickliche Rtaction hervorgrbracht hatten. Sofort ließ die Kaiserin »ach Woolwich telegraphiren, damit ihr Sohn unverzüglich nach Ehiselhurst komme, uni sandte dann zu dem katholischen Oets- vfarrer Goddard. Letzterer erschien dalc und ertheilte dem Sterbenden das letzte Sacramcnt. Die Kaiserin, der Herzog von Laffano, Vicomte Elarp, Genf Vavillier, M. Pittri und Fra» Lebreton knieeten vor dem Bette, und man hörte in dem Zimmtr nur da« Gebet de« Priester« und da« Schluchze» der Frauen. Als die religiöse Eeremonie, »ährend deren der Kaiser einige Zeichen von Bewußt- sein gab, beendigt »ar, näherte sich die Kaiserin und umarmte ihren tHemahl, welch.r durch Geberden ar.de, tete, dest er ihr den Scheidekust geben »olle. Er mochte eine schwache Bewegung, stieß zwu Seufzer au« »>d war todt. Die Kaiserin, welche ihre Gefühle nicht mehr beherrsche» konnte, mußte in ihr Gemach gebracht werden. Der kaiserliche Prinz kam erst um 11'/, Uhr, drei Viertelstunden nach de» Eintritte de«Tokes, mit seinem Lehrer Fallon und dem sungen Eenaeau in (Samten Park an. Die Aerzte find der Meinung, daß der Tod herbrigesührt wurde durch Erfiickuug in Folge etne« Blutknoteas, der zum Herzen aufstieg; ledensalls schien der Sterbende nicht mehr zu leiden. Daß Beileitstrlegrawme von den Mitgliekern de« königlichen Hause« und dielen anderen Seite» in Ehi«lehurß eingetroffen sind, ist schon erwähnt worde». Lovdon, 11. Januar. Die Leichensection ergab, daß der Er Kaiser Napoleon nicht tn Folge des Mißlingens der Operation gestorben ist, soudern in Folge 'der bereit« sehr vorgeschrittenen N.erenkrankheit, welche auch ohne die Operation in sehr kurzer Zeit einen tödtlichrn Ausgang gehabt hätte. Doch ist nicht zu leugnen, dast die Erschütterung, welche die Operationen auf rin ohnehin schon t» höchstem Grade zerrüttetes System ausüben mußten, im Verein mit den furchtbaren Leiden den Tod früher herb.igeführt hat. Wäre die Verwüstung, welche die Nieren- krankhrit bereit« angerichtet hatte, bekannt gewesen, fo würden die Operationen nicht vorgenommru fein und der Kaiser hätte einige Tage länger in Leiden und Schmerze» leben könne». Da« L. chend/gäugniß ist auf Mittwoch angeordnet. Der Sarg wird in der katholischen Marienkirche, einem schöne» anspruchslosen Gebäude zu Ehislehurst, beigesetzt wrrden. Die Königin, der Prinz von Wales und die ankeren Mitglieder der köatglichrn Familie hadeu Briefe an die Kaiserin geschickt, ebenso verschiedene Fürste» vom Frsilande, und der Prinz von Wales iß mit dem Punzen Ehristian von Schleswig Holstein »ach Etzislrhurst gefahren, um der Kaiserin nee» Beileidsbesuch z, wache». Auch der Papst hat einen längeren Bries a» die Kaise.in Eugenie gesandt. Zahlreiche Mitglieder der bonaparliftischeu Partei find in Ehislehurst aus Pari« und andiren Stabten hergekommen, so Rouher, Benrketli, die Marschallin Eanrobert; auch der Neffe der Kaiserin, Graf Mont.zo, wird erwartet. Die englischen T^ge«b!ätter fahre» fort, sich in Lob- preifungen ub.r den lokt-n Cäsar z, ergehe». Der Umstand, daß der Kaiser Gast Eagland« gewesen, daß die öittee und der verwaiste Sohu sich noch im Lande befinden und »aß Louis Napoleon de» englischen Handelsinlerrssen große Dienste geleistet, trägt diel dazu bei, daß fle Staatsstreich und «8; Schäden des Kaiserreichs vergesse». Loudou, 13. Jan. Die Prinzessin Mnrnt ist in Ehislehurst »»gekommen. Beiar Leichenbegangniß. nm Mittwoch Morgen nm 10 Uhr, wirv dem achispän- mgen Leichenwagen zurrst der kaiserliche Prinz und dann dle übrigen Prinzen der kaiserlichen Familie folgen, vielleicht auch der Prinz von Wale«; dun» Mitglieder der Diplomatie un» andere hervorragende Personrn. Osficiere und Freunde ce« kaiserlichen Hause«. Der Auszug »iu sehe einfach fein. Die Damen werden vorher sich zur Capelle begeben, wo die Leiche ans einem Paradebett in der Uniform liegen wird, die er bei Sedan trug. Da« au«wärtige Amt hat rin Telegramm erhalten, daß Reisende vom 6. d. Mts. an ce» N l bi« Korosko hiianfgehen tonen. Loudon, 13. Jan Die Aiissiellung der Leiche Napoleon« erfolgt am Dienstag; bei dem Begrab» ffe am Mittwoch amtirt der Bischof do» Sovthwark. Die Eilenbahn :eraustaltet gelegentlich beg Begräbnisse« Erearston-zuge aus Paris '»ach London und zurück zu» Preise von zwanzig und dreißig Franc«. Die Po- 753/4 Oberheeaan Pr.FHedrdor 9 57'/,—SS«/,' 1 160 1864i fr. 3 fl. - 240) dec 2 Bekanntmachu ng. V 15 6 ii 4) Buchen-, 30 5 5) 5 «) 30 40 10) 40 r 11) V 40 14) in Maulbach wenden Maulbach, am 3. Januar 1873. 40 Gießen, Der 241) Versteigerungen 40 40 40 40 40 in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Maulbach 15) 16) 17) 7) 8) 9) 12) 13) Müller Jung Vicar I i 50/o öatr. F. 8t. F. R 357 Lorrbard. Bahn 200«/, Lndwigwh.-Beabaeh 196 Max bahn 144 Bazar. Oetbahn 130*/b Rheln-Nahebahn-AcL — Hwe. Ludwigeb.-Aet. — Stadtrentmetster: Enders. v Meibom Aetlen. Frankf. Bank 141«/, Frank/. Ver eine-Km «b 149 «/, Darmet. Bankact. 460«/, Wien Bankaoden 1060 Oeat. Oredltact. 352 Galizien 243 Naumm. Scheit, 11 Naumm- Knüppel, 19 Naumm. Stöcke, 115 Naumm- Reiser. District 28» Eichwäldchcn, Eichen. 1 starker Stamm, 20 Raumm. Küferholz, 23 Naumm. Scheit, 38 Naumm. Stöcke, 48 Raumm- Reiser. District 5(>abcd Lichtenberger Stangen, Buchen: 30 Raumm. Knüppel, 506 Raumm- Reiser- Krofdorf, den 14. Januar 1873. Der Königliche Oberförster: Eichen- und Platole# . . 9 42—44 „ doppelte 9 43 — 45 HoU.fi. 108t. 9 53-55 Duoaten . . 5 30—32 20 Frankens t. 9 20-21 Engi. Suver. 11 47—49 Rusa. Inaper. 9 43—45 Dollar i» Gold 2 25-26 Realschule . Vorschule dazu .... FortbildungSclaffe der städt. höheren Mädchenschule, Herr Schulinspector VigeliuS . . . . I. Classe dieser Schule, Herr Mitprediger Freiensehn er (incl. 30 kr. für englischen Unterricht) Zwischenklasse dieser Schule, Herr Mit- predlgec Freiensehner (incL 30 kr. für englischen Unterricht) II. Classe dieser Schule, Herr Cur sch- mann (incl. 30 kr. für englischen Unterricht)..... 111. Classe dieser Schule, Herr Schmidt IV. , , , , Felslng I. Classe der Stadtmädchenschule, Herr Mitprediger Drescher II. Classe dieser Schule, Herr Bicar Schäfer ..... III. Classe dieser Schule, Herr Vicar Filz...... IV. Classe dieser Schule, Herr Römer V. Classe dieser Schule, Herr Bicar Filz.....• I. Classe der Stadt-Knabenschule, Herr Deeimalwaagen für Brauer, Nadel-Sckeid- und Prügelbolz, 320 Raumm. Buchen- u. Eichen-Stockholz, Quartal: 1) 3» 2) , 3) , Holzversteisstrnnss. Im Stadtwald zu Lich, District Plattenwald und Rotherbusch, kommen Donnerstag den 23. und Freitag den 24. Januar d. I-, Morgens 7,9 Uhr, Inachverzeichnete Holzsortimente zur Versteigerung: I. Ban- und Werkholz den 23. Januar: 360 Eichen»Bau- und Werkholzstämme von 15 bis 50 Centimeter Durchmesser und 4 bis 15 Meter Länge, HÖ Buchen- und Hainbuchenstämme, 10 Lindenstämme, 200 Eichen- und Buchcn-Wagnerstangen. 250 Kicfernstangen; |II. Brennholz den 24. Januar: 5 3 3 % E. König & Ebhardt in Hannover, empfiehlt PH. Lüdeking. Besondere Bekanntmachung. Bekanntmachung. Da« Schulgeld pro IV. Quartal 1872 kann in den ersten 8 Tagen noch ohne Kosten zur hiefigen Stadtkasse bezahlt werden. Anmerkung. Die Schulgelder betragen für ,edes Kind pro Mitprediger Lip s , II. Classe dieser Schule, Herr , III. , , r r , IV. , , Weißgerber den 13. Januar 1873. Holzversteigerung in der Königlichen Oberförsterei Krofdorf. Mittwoch den 29. Januar er., Vormittags um 9 Uhr, Mittwoch den 22. und Donnerstag den 23- Januar sollen im Districte Litzel ........... ....____...._____ (Forstwartei Mauldach) versteigert werden: 13 000 Buchen-, Eichen- und Radelholz- 713 Kiefernstämme von 20—42 Centi- wellen. meler Durchmesser und bi» zu 20 Die Zusammenkunft ist im Plattenwald, Meter Länge; zusammen 524,97 Hattenroder Weg. Festmeter enthaltend. Wd>, den 14. Januar 1873. Es befinden sich unter diesen Stammen Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. vorzügliche Schnittklötze und Strackhölzer (251) I h r i n g. zu Bauholz. Das sümmtliche Stammholz lagert un- '■......— 239) Das Abästen und Ausmachcn einer Quantität Pappeldäume an der Staatsstraße von Gießen gegen Reiskirchen, soll Samstag den 18. b. M-, Nachmittags 1 Uhr, in dem Guntrum'schen WirthShause zu Reiskirchen wenigstfordernd versteigert werden. Gießen, den 13. Januar 1873. Grobherzogliches Kreisbauamt Gießen- In Verh- des Kreisbaumeistcrs : Schäcker, Kreisbauaufseher. ______________ ___________ Geschäfts-, HaustzaltungS-, Viehwaagm Großherzogliche Oberförstern Maulbach. Faller Art empfiehlt 243) Koch.________________217) __________Emil Pistor. Liebig s Fleisch-Ettract 's der San Antonio Meat Extract Company das beste und billigste am Markt befindliche Product. Ausschließlich aus bestem Ochsenfleisch bereitet. Ein.Pfund Fleisch - Extract ent- sprich: den nährenden Beftandtheilen von etwa 45 Pfund guten MetzgerfletscheS. 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(ranbibfllcn, die ba» Probejahr abgebalten, erhalten den Vorzug. Meldungen baldigst. Telgte, den 1. Januar 1873. Zweites (5oncert des Gießener (tnnrrrt-Hrrrins im Winter-Abonnement Donnerstag den 16. Januar 187.3, Abends präciS 6 Uhr, im <^lub Saale, unter gütiger Mitwirkung Herrn 3)L Wallenstein, Gropd Hess. KawuierviiluoS auS Frankfurt und des akad. mischen Gesangvereins. 218) EinFuhrknecht wii d gesucht. Nähere- ju erfahren bei Julius Wallach \\ r n u r <1 in m. 1. Ouvertüre, Scherzo und Finale von R. Schumann. 2. 6bor aus dem deutschen Requiem von I. BrakmS. 3. Concert in Es-dur (op. 73) für daS Pianosorte, mit Begleitung des OrchesterS, von L. v. Beethoven. 4. Romanzen für Frauenstimmen (op. 69) von R Schumann. a. Die Capelle von L- Ubland, (Doppelraten.) b. Tamburinschlägerin, aus dem Spanischen von I v. Eichendorfs c. Soldatenbraut von L. Mörike. 5. Fantasie in C-moll (op. 80) für Pianoforte, (5bor und Orchester von L. v. Beethoven. Tie Abonnementsliste für austerordentlicde Mitglieder liegt noch der Rickerschen Buchhandlung offen. Ebendaselbst werden (Eintrittskarten für Nicbtabonnenten *249) 3m Russischen Hof sind zwei gedielte große tidflcrräiime zu vermiethen und sofort zu benutzen. JlonxxireiKle Heine von (Webrüber Häbl in Geisenheim, Berkaus bei (kmil Fischbach, CelterSweg. Mouss Rheinwein, schwarz Etiquett, per Flasche fl. 1. 30. , , weiß , , , , 1 48. , Geisenheimer, rosa „ , , „ 2. — Bei Abnahme von 1'2 Flaschen treten ermäßigte Preise ein. B c r i ct) t i g rr n g. In dem gestrigen Gabenverzeichniß für die lieberktroemmtcn bitten vir Folgendes berichtigen: Der (^oncert- Flügel (von Hün i * Hübert in Zürich) ist aus dem Pianosortc-Lager der Herren L. Lichtenstein 4.' Comp, Zeil 70, „£au6 Mozart' in Frankfurt a. M. Hatrrldnbifdic feuer- Vrrfidirruniis - ^rtien- (Gclellfdiaft pi Glberfrlo vermitteln die Unteneichnetcn Derstcherungen gegen ^enn<‘ und Ervloflon-gefohr »Illigen und festen Drawien. F Hofsmann, in Gießen. i^irmn : Earl Hoffmann. Geome er Haas, in Lich. 207) Die Herren Oberförster. Bürger« meister und Ortsvorsteher erlauben wir un4 ba 1 auf aufmciffam ui machen, daß bei den jetzt beginnenden ^olzoersteigerungenj !Inserate in t-eni Wetzlarer Kreisblatt eine große Verbreitung finden. Hochachtungsvoll Stelle-Gesuch! Ein junger Monn, welcher 3 Jahre in einem (Kolonial , Manusaclur und Brannt wein-Geschäst fcroirt hat, sucht per 1 oder 15. Februar passende Stellung. Franco Offerten unter C. F. Nr. 70 be? fördert die Expeb. b. Bitt«.(250 «Ml Rhr In • " lomtöthtf tlt «?lTigt U\ «gmzt ist, fl ■Mirti eitutil *R einigen ^Nttt. 6tl ati (in • “ 8ü«fli8H f) 1« e, * । 7- ««W ««ilt 1 J" «He. 1° Quillt 1 G.nc,j:,3 I I, >7 0 preis-Mcdaillcn in |)a \*\s< l(lm und Moskau. 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