PrrtS virrteljähri, 1 fl. 13 fr. mit Vrtngttlohn. Dmech die P,st h«vg« vierteljährig 1 |L 2» fr. Oießmcr Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ha* nähme SsnntagL. Srveditio»: Canzleider». At. B- Rr. 1. L8-T. Mittwoch den H. Mai . 162» ■nna «rtj’Ä; »■«* s,a xs s=A.™5 üii fXÄÄÄS NS.ÄSLL ter celüsch-lateinischen Mächte (Frankreich, Spanten »nd Italien) chrerse ts d^ mffn ' r chtsrh « chen^c a) 8 9 unb inrtefonb„e die ebenfalls ein Einvernehmen für die künftige Papstwahl treffen, ober ob Wen$ .verän gerne anerkannt. (Franks. Jour,-) steus Italien unb Portugal es nicht vorztehen werben,. J.1", ® «Lritr 10. Mai Laut Mitth-ilmig beS ?.'■• $imh§-i>rh.:y Preußen anznschließcn. ^lite bcni auch fei, man barf fid) baranf ft f> 6 ' , Kei immt ^lnspräanna an Reichs - Goldmünzen bis znni 26. v. Mts. baß alle tiefe Mächte, die katholischen wie ow schwmatt,d)en,baS Ex ] b- o ® j 280^ lvoco„ 485,283,440 M. in Zwanzigmark- und 126,447,840 M. Wchsr^) Antt' L hrtiägt enftälL Anerkennung einer edlen That. (Rettung eines Ertrinkenden durch den Gardisten Helwig.) , 2. Übersicht der von Großherzoglichem Muustermm des Innern für das Jahr 1873 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfmssen in den Gemeinden des Kreises Neustadt. Aus Nheinhessen, 10. Mai. Es muß zugestanden werden, laß du jetzige hessische Regierung sich ernstlich Mühe gibt, den Schutt, von welchem ßnt H-ffmäu» gesprochen, wegzuräumen. Nachdem dem Lemhanbel schon Mr eu,iqer° Zeit gewisse Erleichterungen in ben Declarations -Formalitäten gewahrt worden, hat die Regierung sich also auch dazu verstauben, das ganze Bezitlc- lungswesen falleii zu lassen. Es ist ein wahrer Segen, baß diese unerhörten, dabei mit een widerwärtigsten Schnüffclcin verknüpften Belästigungen, welche die feitherige Tranksteuer mit sich brachte, endlich aufhören sollen. Zugleich erfährt man, daß die Regierung sich lebhaft M den Lau 6 t1,731,280 g» , »oZ *5,283,440 ®. in Zwanzigmark- und 126,447,840 M. in Zehnmarkstücken bestehen , . ± . — Nachdem der Bischof von Ermcland durch zwei glcichlauteudc Erkenntnisse mit seiner Klag- gegen den Cnltiisminister auf Zahlung des mue behaltenen Gehaltes abgcwieseu worden ist, bleibt ihm nur noch die Ergreifung der Nichtigkeitsbeschwerde beim Ober-Tribunal übrig, da die ordentlichen Rechts- Berlin/l d'°Mah"^Der General-Consul Schurtz brachte eine Petition beim Reichstage ein, welche beantragt, daß ein jeder Deutscher, der sich am >tiili- oder Selav-uhaiidel beteiligt, Sclaven hält oder miethet, des Bürgerrechts und Schutzes des Deutschen Reiches verlustig erklärt wird. Berlin, kl. Mai. Der neue deutsch italienische Postvertrag ist heute Nachmittag zwischen dem italienischen Gesandten Launay, dem General-Post- direetor Stephan und dem Geh. Rath Günther unterzeichnet worden. Das Briefporto beträgt 2'/2 Sgr. oder 30 Cent., ohne Unterschied des Abgangsoder Bestimmnngsortes. Drucksachen, Musikalien, Kupferstich-, Lithograph,-en Photographieeu, gedruckte oder metallographirtc Aviw zahlen 6 Pfg. ob-r 5 Cent, pro 50 Gramm. Durch Erleichterungen im Transit iib-r Brmdisi ist die directc Postverbindimg mit Ostindien unb Australien ermöglicht. Beritt,, 12. Mai. Die vom Handelsministerium ,m Ium v. I. angeregte Frage bezüglich der Herabsetzmig der Eisenbahn-Fahrpreis- ist nunmehr in ein anderes Stadium getreten, und zwar ans dem des Auffchiebeus m das des Aiifgebens. Es soll sich nämlich ans den Jahresrechnungen der einzelnen mehr oder minder frequentirteu Bahnen ergeben habeii, daß bei den täglich im Steigen begriffene,> Kosten für das Material, der Erhöhung der, Gehalte des Zugpersonals u. s. w. an eine Herabsetzung der Personen üahrpreye nicht mehr gedacht werde» könne, vielmehr der Zeitpunkt nicht mehr allzu fern hegen könne, wo man der Frage wegen einer - wenn auch unbedeutenden - Erhöhung dieser Preise näher treten müsse. Dagegen soll dre damals nut der belegten Angelegenheit verbundene Frage wegen Einführung des Cmclasseusystems für durchgehende Schnellzüge, der gleichmäßigen Erhöhung der Schuellzugs- Fabrpreise ,c. demiiächst in gesonderter Weise weiter behandelt werden. ( Berlin 13. Mai. Die Börse setzte sehr matt ein unb wurde immer flauer; um l1/« Uhr griff eine förmliche Panik Platz; die Course der lnter- naticnaten Speculations-Sachen sind nur nominell; in Banken herrscht Deronte, elave folgende Mittheilmig: Sobald der päpstliche Stuhl vacant wird, durfte es die erste Aufgabe der fremden Mächte sein, über den Ort sich zu verständigen an welchem das nächste Conclave stattznfinden hätte. Man darf nicht vergessen, daß bei der nächsten Papstwahl die weltliche Souveränetät nicht mehr bei deut Cardmats- Cvllegium steht, und daß demnach der italienischen Regiermig die Obsorge und Verantwortlichkeit für die Ruhe der Stadt, die persönliche Sicherheit der wählenden Cardinale, di- Unabhängigkeit und Freiheit ihren Voten zur Last fallt. Die italienische Regiernng wird wahrscheinlich wünschen, daß die Wahl des neuen Oberhauptes der Kirche zu Rom im Vatican stattfinde obgleich im Hinblick auf möglich- Unruhen eine andere. italienische Stadt sich vielleicht bester dafür geeignet hätte; wenn aber der OMrinal auf fernem Wunsche beharrt, so haben die Mächte kein Jnterefse, ihm zu widersprechen. Bekanntlich haben ehe -in Candidot die für die Tiara erforderliche Anzahl von Stimmen für sich ver- einigt, gewifie Mächte das Recht, zu eiklären, daß sie diese» Cai,didaten Nicht mögen; es ist dies das sog. Exclnsiousrecht. Bisher waren Frankreich, Wpa- nie» Oesterreich und Portugal allein im Besitze dieses Rechts; irn nächsten Comlave werden auch Preußen und Italien von diesem Veto Gebrauch machen. Man kann schon jetzt voraiiss-h-n, daß diese Mächte u' zwei Griippen gespalten sein werden, di- auch schon tbeilw-ise gebildet sind. Die Eabinete, von «d)t7n ieinem"gm7$en' Umfange geltend machen werden. Illach Allem, was in . "en diplomatische» Regionen verlautet, werde» die CabiuUe von Wm> u»d i Berlin mit ihrem ganzen Einflüsse darauf hinwirkeu, die Wahl eines Papstes m verhindern, welcher von dem Jesuitenorden vorgeschlagen oder gut geheißen wird. Sie werden sich nach Möglichkeit versichern wollen, daß der kniff ige Pap« bereit sein werde, die Rechte des Staats anzuerkennen unb zu achten, wofür die Regierungen ihrerseits die Rechte der Kirche anerkennen. Sie wer- dei, verlangen, daß im Interesse ihrer eigenen Gewalt, tote in demjenigen deb kirchlichen und bürgerlichen Friedens, diese beiden Gtbieie fortan strenge getrennt bleiben sollte». Sie hoffen, daß die italienische Regierung m Allem dieselbe Politik befolgen werde, weil ihre Versöhnung mit der geistlichen G? walt des Vaticaus, die ihr im höchste» Grade am Herze» liege» muß, hr die Wahl eines Papstes wüuschenswerth macht, weld>er sich t» be» Verlust der weltlichen Gewalt findet und bereit ist, in gutem Einvernehmen mit bemOtn- Tinal seinem geistlichen Amte obzuliegen. Hiervon abgesehen, werden die nor- disch-n Cabinete allem Anscheine nach auch noch andere Forderungen SeItel machen. Seit dem PoMificate des Flamänders Adrta» t^t man ben Grund- fatz angenommen, baß jeder Papst Italiener sein muffe. Es wird> mmi versichert/daß die deutsche Diplomatie gegen tiefen Gebrauch Entspräche »hebe, 'weil et sowohl dem Principe der Katholicität, als den, reltgtosen Gest.hle der andere» Nationalitäten zuwiderlaufe. In Berlin sagt man ganz offen, daß, wenn der Vatican und der Onirinal an dieser Praxis f-sthielt-n, dies nur das Schisma beschleunigen würde, welches zwischen der romnche» Kirche und Deutsch- laich ausznbrechen droht. Weiter verlangt die deutsche Diplomatie -ine Reform des Cardinal-Collegiums. Bis zum Jahre 122o schwankte die Zchl der Caw diitäle zwischen 28 unb 52; so verhält es sich auch noch heute. Die btntschen Staatsmänner haben gegen die Zahl nichts einzuwenden, aber sie finde», baß die verschiedene» Nationalitäten darin nicht verhaltnißmaßig Vertreten finb. ®er fremden Cardinäle gibt es nur zwölf; davon hat Ftankrctd, cte meisten, Deuffch- land nur einen einzigen, den Fürst von Hoheidohe, und Oesterreich zwei. den Fürst Schwarzenberg und de» Ritter vo» Rauscher- Dies find >m Wesent- lichk» hinsichtlich der Papstwahl die Auschaiiungen unb Tendenzen der Machte, welche sich um das Berliner Eabinet gruppuen. Aur PapstwahL. Das „Memorial diplomatique" erhält in Bezug auf das nächste Con- ijetzt aus sicherer Quelle erfahren, and) der Finanzausschuß dcr zweiten Kamnulk gegen die Aushebung des Brückengeldes ausgesprochen. Würde dem Antrag stattgegeben, so würde das Budget allerdings einen Ausfall von mmdestens 58 000 fl. erleiden (der Nheinbrückenzoll bei Castel erträgt allem etwa 30,000 fl.^.. Der Ausschuß will sogar im Hinblick auf den bedeutenden Aufschwung des Verkehrs 65,000 fl. als nmthmaßlichen Ertrag in das Budget aufgenommen wissen, während die Regierung nur jenen Betrag angesetzt hatte. " (Franks. Journ.) Darmstadt, 13. Mai. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 22 Deutschland. , c ! it J3 STVnt cvn ^er heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses •ft/.pfSpä oßtnifhfii svielt ick)vn sett 'theilte^er^Finanzminister^mit^ daß das Beamtcn-Sewisgesetz die Genehmigung Staatsbrucken von der Erhebung des Brückengeldes abzusehen, fyie t sch J M G-ßniag erhalte» habe und die Publikation desselben unmittelbar bevorstehe, einigen Landtage» eine Rolle. Ans bem vorvorigen Lanbtage^wnrd.- be chl°ssen, be! «mg. ^ verliest ein Sch/eibesi des Minister worin derselbe der Regierung ben Antrag zur thunltchste» Berücksichtigung bet Aussttl>l ! wegen der schwebenden Verhandlungen über bett Rücktritt des Handels- Hauptvorauschlags für bie folgende Finanzperiobe zu empfehlen, d e Regt g , fl b -oßen Eifenbahn-Anleihe vo» oer heutige» Tages- giug indeffett aus diesen Wunsch nicht ein, und die SBer^anbtun«m becretair der Börsenkammer verordnete sofort eine Sistirung aller Geschäfte und Zahlungen. Berathungen und Sitzungen, die gehalten wurden, Deputationen an die ersten Banken, an den Finanzminister waren erfolglos, die Direktion der Creditanstalt war nicht zu finden, der Finanzminister nicht zu sprechen. Die Aufregung stieg von Minute zu Minute. Man erfuhr, daß A. Petschek für einen Vorschuß voll 300,000 fl der Creditanstalt als Unterpfand zwei schuldenfreie Ringstraßenhäuser von mehr als dreifachem Werthe vergeblich angeboten, daß Bank-Verein und National Bank jede Hilfsleistung, daß Rothschild einer jungen Bank gegen Depot von doppeltem Werthe 100,000 fl. verweigert und sein Vertreter diese Weigerung mit für die hiesigen Banken sehr verletzenden Bemerkungen begleitet, daß Baron Schey eine Belehnung eines Postens von ihm emittirter Werthe selbst zur Hälfte des Courswerthes refüstrt habe unb bergleichen mehr — was Wunder, baß sich ber Unwille ber Börse gegen bie Vertreter bieser Banken unb Firmen wenbete unb als nun gar noch bie Diener ber Banken mit zahlreichen Differenz- unb Zuschußnoten erschienen, um biese einzuziehen, ba stieg die Wuth auf's Höchste unb selbst die eiligste Flucht ber von bcii Verwünschungen unb Flüchen ber Coulisse Betroffenen vermochte sie nicht vollständig vor thätlicheu Insulten zu schützen, bie vorzugsweise gegen bie anwesenden jüngeren Sprossen ber obengenannten freiherrlicheil Firmen gerichtet waren. Die erwähnten Bankdiener suchten ebenfalls mit ihren unbezahlten Rechnungen das Weite und selbst einige Börsenräthe sollen, als sic von den tumultuarischen Scenen im Börsensaale hörten, es vorgezogen haben, den Sitzungssaal schleunigst durch eine Hinterthür zn verlassen, um möglichen Eventualitäten aus dem Wege zu gehen und wer weiß, zu welchen Ausschreitungen es noch gekommen wäre, wenn nicht der Regierungscommissär den Böisensaal hätte Humen lassen. Aehnliche Auftritte hat die Wiener Börse noch nicht, auch wohl noch keine andere Börse seither erlebt; es ist dies ein schreckliches Bild, daß die Kehrseite der Medaille, welche den Triumph der großen Hausse- und der Gründungscpoche feierte, uns zeigt, eine schreckliche Folge der excentrischen Orgien, welche Gründungs- und Spiel- wuth gegen alle Gesetze der Volkswirthschaft, gegen alle Regeln der Vernnnft, allen Warnungen der Organe der Presse zum Hohn beging. Tausende von Existenzen sind vernichtet; heute beneidet Niemand mehr die über Nacht „spielend" erworbenen Reichthümer, die Millionär-Proletarier sind wieder auf ihr früheres Nichts hinabgesunken und sitzen weinend auf den Trümmern ihrer verlorenen, nur so kurze Zeit besessenen Vermögen. Es ist zu hoffen, daß die Börsenkrisis, welche fast alle Kreise der Gesellschaft vernichtend getroffen, zu einer Handelskrisis nicht führen tverde, wenigstens haben das Aerar und die Nationalbank vorzugsweise nach dieser Richtung hin ausreichende Unterstützung zngesagt und man weiß ja, wie oft nur die Furcht eine Krisis herbeiführt und schon das Bewußtsein vorhandener Hilfe, schon eine rein moralische Unterstützung genügt, eine schon drohende Krisis zu bannen. Wien, 13. Mai. Nachdem das bis zum Donnerstag eingeräumte Zah- lungsmoratorium behufs frühzeitiger Unterscheidung Solventer von Insolventen auf heute abgekürzt worden, damit der regelmäßige Verkehr sich wieder anbahne, herrschte heute auf der Börse große Aufregung. Verschiedene Redner besteigen die Börsen-Tribüne und werden theils mir Acclamation, theils mit Zischen empfangen. Augenblicklich macht ein geachteter Coulissier den Vorschlag, vorläufig weder Differenzen zu zahlen, noch Effecten zu übernehmen, bis eine Universal-Regulirung eingetreten sei. Hierauf erfolgt allgemeine Zustimmung. Die Suspendirung der Bankacte gilt als sicher. P^sth, 13. Mai. Der Finanzminister erklärte im Unterhause, zu der von der cisleithanischen Regierung verlangten Suspension der Bankacte seine Einwilligung gegeben zu haben. Schweiz. Bern, 10. Mai. Nach dem neuesten Bericht über den Fortgang der Arbeiten am Gottharbtunnel bei Göschenen machen bie mechanischen Bohrungen burch bie allmähliche Einübung ber Arbeiter in richtiger Führung ber Maschinen unb ber Wahl ber Bohrstellen unb Sprengladungen seit einigen Tagen größere Fortschritte Während im Lanfe April etwa 1 Meter täglich erzielt wurde, rückt man jetzt täglich um 1,50 bis 2 Meter vor, unb trotzbem, baß der bei Göschenen zu durchbrechende Gaisgranir zum härtesten Material des Gottharbdurchstichs gehört, hofft mau bald auf ein noch schnelleres Vorschreiten. Am 4. Mui betrug die Stollentiese bei Göschenen 124 Meter, bei Airolo 180, also im Ganzen 304. Im April wurde der Fortschritt bei Airolo durch starke Infiltrationen gehemmt. — Wie man dem B. I. schreibt, liegt die Genfer Internationale in den letzten Zügen. Seit dem Erscheinen der Commune- flüchtlinge verzehrte sie sich in erbitterten inneren Kämpfen, so daß eine Gruppe nach ber anberen sich ablöste, auch mancher Einzelne sich bavon überzeugte, daß die geträumte Verbesserung socialer Zustände in dieser Gesellschaft mit durchaus untauglichen Mitteln und auf unfruchtbarem Felde gesucht werde. So sank Blatt um Blatt, Zweig um Zweig vom nie gesunden Stamme. Jetzt stehen die Dinge so, daß die Unterhaltnngsgelder nicht mehr hinreichen, um die Miethe im Temple unique zu bezahlen. Der Eigenthümer, ein Herr Dr. Baumgartner, hat wohl seiner Zeit zn Gunsten seiner Miethsleute ein paar Maneranschläge gemacht und eine Broschüre geschrieben, aber schließlich findet- er auch wieder, daß in Geldsachen die Gcmüthlichkeit aushöre. Dieser Tage hat er die Miethe gekündet und die Letzten der Mohikaner werden demnächst ausziehen. y Juuntlceid). Paris, 12. Mai. So weit Nachrichten über die gestern in Frankreich vollzogenen Nachwahlen zur Nationalversammluug vorliegen, haben die Radikalen wieder den Sieg davongetragen. Unter den Gewählten befinden sich Ranc, Guyot, Perrin, Rigaud und Lesguillon, in einem Departement hat ein Bona- partist den Vogel abgeschossen. — Der Französische Cassationshof hat unter Vorsitz des berühmten Rechtsgelehrten Faustin Hölie weittragenden Rechtsspruch erlassen, welcher der Versailler Rechten viel Aergerniß bereiten wird. Er hat ein Urtheil des Obergerichtes von Amiens, gegen welches die Staatsbehörde Berufung eingelegt hatte, bestätigt. Dieses Urtheil hatte nämlich die Unterzeichner einer Petition freigesprochen, worin die constituirende Gewalt der gegenwärtigen Nationalversammlung geläugnet worden war. Nach dem Ausspruch des Cassationshofes enthält eine solche Leugnung keinen Angriff gegen die Rechte und die Autorität der Versammlung. Italien. Rom, 11. Mai. Wegen des Verbots eines Meetings, welches die vollständige Aufhebung der religiösen Körperschaften verlangen wollte, fanden Demonstrationen statt. Die Demonstranten wurden durch die bewaffnete Macht verhindert, gegen den Qnirinal zu ziehen. Rom, 12 Mai. Hebei* das gegenwärtige Befinden des Papstes lauten die Berichte beinahe hoffnungslos. Pius IX darf keine Deputation mehr empfangen, keine Audienzen mehr geben, für ihn ist absolute Ruhe und Zurückgezogenheit Lebensbedingung, er darf das Bett nicht mehr verlassen; wenn auch Se. Heiligkeit über diese Tyrannei scherzt, so fügt er sich aus Körperschwäche den Anordnungen. Ein Privattelegramm vom gestrigen Tage meldet, daß der Eintritt in den Vatikan Niemand mehr gestattet ist, weil — höchst wichtige Cardinalberathungen stattfinden. Spanien. Madrid, 12. Mai. Das jetzt fast vollständig bekannte Wahl-Resultat des ersten Tages weist die Wahl von 308 Föderalisten, 15 Radicalen, 6 Con- ftitutinetten, 3 Alphonsisten, 2 Jndepedenten, 1 Unionisten und 1 Unitarier auf. Das Gesammtergebniß der Wahlen wird voraussichtlich dasselbe Partei- verhältniß zeigen. Madrid, 13. Mai. Gestern wurde Hierselbst eine carlistische Verschwörung entdeckt. Die vorgenommenen Haussuchungen führten zur Verhaftung von drei der Theilnahme an der Verschwörung verdächtigen Personen. — Sagasta hat gestern Abend Madrid verlassen. — Die Wahlen werden in aller Ordnung fortgesetzt. Man rechnet, daß die Opposition 30 bis 40 Deputirte zählen wird. I 1 Obeck' Le 2335) 8 db unbL" giibt««“’ ■ bach ander und Gießen, i Die Prä, 1) für die J ff. 33. 23- für Hin-ul 2) für die a. via $Ulb Bamberg, Salzburg münden od- fl. So • 63 b. via Fulda Wien, Sal oder umgek fl. 81 , 6< Gießen, i: c Z Freit Beuern nac 1) Maur 2) Zimm 3) Schre 4) Maur 5) Zimm 6) W 7) Schrc 8) Maur 9) Weiß! 10) Stein zur li 11) Desgl 12) Plant 13) Pflch 14) (frbar 15) Mhrl 16) Chans 17) Planii 18) Chans' 19) Wall 20) Reich Beuern,1 q c Götti Gvth< II n Ham! 1049) “• Eiti unb «ipfel ,M) D ? "uter m Hand jü t *}■ pachtet Q(1 allgemeiner Anzeiger Marienbader Kreuz- Oberhessische Bahnen. brnnnen. 2220 88,7 Kissinger Rakoczy Nadel Zeit 31 L. Bienes fl. 1. 12 n tf arbeiten 2. 12 noen ooer uinyticyu . » OMÄtffMhpr ....... Z- i* fl. 86. 30 tr. in der L Klasse o Samstag den 17. d. Mts-, Nachtkleider „ '' „ 63 38 „ „ „ H „ S Vormittags 11 Uhr, Unterrocke „......, * '' ia Fulda, Gemünden, Nürnberg, Passau, ^brden auf dem Bahnhof dahier die zur stets vorräthig. Bestellungen nach Maaß werden prompt ausgefuhrt. in, Salzburg, München, Gemünden^^ eines Gemeindewegs rc.uöthigen ÄT 86 6 <>11<>S» v nmni-fphrf , siDniiror; nnh (S.hnidftrflrbeifen I • b. via Wien, Salzburg Maurer ; und Chaussirarbeiten ! Erd -, Zeil 3b Frankfurt a. M (2235) Gießen, im Mai 1873. Die Direction (2333) 40 54 « 52 tu bekannter Güte empfehlen (2280) tf Wilh elm Orbia, am Kreuz. bei I. A. Bnsch Söhne. ! Brathäringe empfehlen I. A. Busch Söhne. 24 24 30 ff tr 1. 42 1. — 1. 24 7) 8) 9) 10) 11) 12) 13) 14) 1. 45 2. 15 2. 36 2. 36 3. — 2. 30 3. 30 R.-Mtr. 1 brnnnen, Salzhausener, Salzsehlirser Bonifacius- brunnen, Schwalbacher Stahl- und Weinbrunnen, ' Schwalheimer, Selterser (Nassau), Wildunger, Prügelh. R.-Mtr. Scheith. R.-Mtr. kr. // it tr ff ft von n it ft an, tt tr tr n tr 58 9 28 20 8 22 9 130 68 Maaren. Versteigerung wird keine vorgenommen. 2236) in kr-, ii 1534) Das Fritz Vogt'sche Wohnhaus ist unter günstigen Bedingungen aus freier Hand ju verkaufen, im Nichtfalle soll es per 1. Juli d. I. auf weitere 3 Jahre verpachtet werden. Näheres bei Julius Roth. > öffentlich versteigert. ! Grünberg, den 10. Mai 1873 Dr. Dieffenbach, Großh. Kreisbaumeister. chesbrunnen, Fachinger, Friedrichshaller Brtter- in zrankrcich i die Radika« >en sich Rauc, at ein Bona- hat unter Rechtsspruih irt Er hat ^taatsbkhördr ch die Unter- ilt der gegen- em Auösprnlh zeii dieNeehte 2194) Ich beabsichtige, mein Haus in der Brandgasse Lit. A. Nr. 202 nebst Zubehör zu verkaufen. H e i n r. Carl Magnus- oder umgekehrt . fl. 81. 36 kr- m der I. Klasse m 60. 11 „ H H 11- ti Kinder in großer Auswahl, empfahlen „ ii763) J. A. Bwsch Sohne „ an, y n Versteigerung von Erd Maurer- und Chaussir 136 15U 56 14 55 57 38 294 30 130 Besondere Bekanntmachungen. Oberhesstsche Eisenbahnen. Bekanntmachung. 2335) Vom 15. Mai er. ab findet zwischen unseren Stationen Gießen, Alsfeld und Lauterbach einer- und Gemünden andererseits, sowie zwischen Gießen, Llch, Nidda und Büdingen einer- und Wächtersbach andererseits eine directe Personen- und Gepäckbeförderung statt. Gießen, im Mai 1873. Die Direction. Reish. wasser, w'7o'n I Homburger Elisabethen- 2334) Ein Haufen Mist zu verkaufen bei Gg. Malkomesius, Neustadt. Kömgs-ReiÄstärke, unübertroffene« Fabrikat zum Stärken der Wäsche, empfiehlt (1613)Emil Fischbach. Billige Herren Hemden gutem Chiffon mit leinener Faltelk-Drust ... fl- feinem „ „ H glatter Brust - - • „ .. „ „ fein leinener Falten-Brust - - „ „ „ H „ „ gestickter Brust . „ englischem Shirting mit verschieden verzierter Brust von „ fertigem Percal............" 15) Röhrlegen daselbst, 16) Chaussirarbeit „ 17) Planirarbeit an der neuen Ortsstraße, 18) Chaussirarbeit und Steinlieferung dafelbst, 19) Pflasterarbeit daselbst, 20) Reinigung des Bachgrabens, Beuern, den 10. Mai 1873. Wl8 lei.i ‘‘ii Sr VÄ ’ker J'M di- Men, at lind die «fuhrt nut nteißü^ung ^solventen nieder an- 1671) Die Mineralwasier-saudiang von Emi» Fischbach, Seltersweg, empfiehlt nachverzeichnete Sorten in stets frischer Füllung: Adelheidsquclle, | Ludwigsbrunnen, °»° Redner lheils mit ’> Ks eine Jle/ iu der nfacte feine Mhl'E rfuiiw* xfielbe & in * Appollinarisbrunnen, Carlöbader Mühl- und Ieilgeöotenes. Göttinger Mettwurst, Gothaer Cervelatwurst, „ Blasenschinken im Anschnitt, „ Trüffelwurst, Hamburger Zungen, „ Kalbsschinken empfehlen (1259) welches die «Ute, öffnete Mlht ’•£ jMfiOH iw unb Zürn«- ■ ujenit auch Kperschwächr öchst wichtige Zii verkattf Zwei Dampfkessel (wie nett), ein vorzüglicher Kornwall, 40p‘etbtg, und ein kleinerer, lOpferdig, mit Siedrohr. Leimkefsel in drei verschiedenen Größen. cooacvx Vorwärmer, runder und ovaler. Dampfmaschinen, liegend, 16pferd. und 2 zu 4pferd. Transmissionen, Riemenscheiben, Kupferrohre (mehrere 1000 Fuß), in allen Dimensionen, Treibriemen u. s. w. 3 Mahlgänge (für Mebl oder Spath) von Eisen, Stampfwerr. Knirschmühle (für Oel oder Gewürz) ganz von Eisen. (2980.) B>arnista 2340) Eirca 20 Etr. Heu, eme Häck- selbank und eine neue, schwere Spann- kctte hat zu verkaufen C. Braubach, Westphälischer Hof. yiuun 142,9 । ^npuner L. Bau-, Werk- und Nutzholz.Salz, Carlsbador Sprudelseise, Emser 254 _______ Pastillen, Soda- unb Selterswaffer. Meter Länge mit 46,54 Cub. Mtr., 304 Nadel-Stangen mit 23,71 Cub.-Mtr. Aerl 31 Die Zusammenkunft ist auf dem Trieb be‘Än'?O7fÄmä6t8e ®ürßWaft wirb M Frankfurt N. M- Zahlungsfrist Lis I Decembcr 1873 g-stattet hält fortwährend reich asiortirtes Lager aller Arien Leib-, Irsch', Betr- Giesten, am 13. Mai 1873. „nb Kücheu-Wäsche-Artikel. Namentlich in Leibwäsche sutd preis- Großherzogliche Bürg-rmetstrrei Gi-s-u I Sachen, j. SB.: Frauenhemden in Shirting „ „ Leinen Beinkleider Piquö- und andere Jacken -----Mb-itsveesteig-eung. I Sommerschuhe Freitag den 16. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, werden im Gemeindehaus zusin Lasting, Leder, Plnlch Ulid Stramin für Herren, DaMkN UUd Veuern nachoerzeichnete Arbeiten öffentlich wentgstnehmend in Accord gegeben: 1. qDniirprnrhpit an der Einrichtung eines Faielstalles, veranschl. zu 100 fl. 36 kr. 1) Maurerarbeit an der Einrichtung eines Faselstalles, veranschl. 2) Zimmerarbeit daselbst, " 3) Schreinerarbeit „ . " 4) Maurerarbeit am Pfarrhaus, " 5) Zimmerarbeit daseibst, 6) Weißbinderarbeit v " Schreinerarbeit „ " Maurerarbeit an den Schulgebäuden, « Weißbinderarbeit daselbst, " Stcinbrechen, Steinsahren, Auf,etzen und Zerschlagen zur Unterhaltung der Ortsstraßen, Desgleichen an den Wegen, Planirarbeit am Weg nach Reiskirchen, w Pflasterarbeit an den Ortsstraßen, „ Erdarbeiten an der Wosserleitung an der Hmtergasse, Versteigerungen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 2351) Montag den 19. Mai 1873, von Vormittag« 9 Uhr an, S^hloßhkUNNeN, > oll in dem Gießener Stadtwalde, Districten £ fieifeL UNd KräN- Philosophenwald, Lichteneiche, Sandberg,] Heegholz, Ursulum, Alteviehweide, Neuheege und Haingesboden nachoerzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: A. Brennholz. Slockh. 2000) Die erwartete Sendung der neuesten und bestcsnstrnirten Petroleum-Moeh-Apparate 2324) Aliceustraße Lit. E. 2 sind 4 schöne jst NUgekoMMen.____H 0- Ql big. Oleander zu verkaufen.---------------- 2347) Die Frankfurter Baubauk hat mir den Alleinverkauf ihrer eng- 2296) Feinste marinirte lischen glasirteu Thonröhren für hiesige Stadt übertragen und empfehle dleS Brathäringe empfehlen anerkannt beste Material für Canalisation, Weg- und Bahndurchläfse von 3—24" Dnrchmesier. Emil Pistor. ortgang der 1 Bohrungen der Maschj- nigm Tagen rglich erzielt 'otzdem, daß Naterial des 's Porsehrei- "r bei Airolo | ilirolo durch j egt die Geii- r Commune- eine Gruppe erzeugie, taß ft mit durch- werde. So ammc. Jetzt ureichen, um ein Herr Dr. ute ein paar ictziich findet- Dirsn Tage :tu demnächst 1049) Frische Apfelsinen u. Citronen, Taselmandeln und Taselrosinen empfehien I. A. Busch t^öhne. 2331) 100 Centner s.hr gutes Heu habe ich zu verkaufen und gebe solches auch in kleineren Parthien ab A b r a h a m «Stein, _________________Reichmsand E. 225. 2267) Schöne Weinflaschen ä 4'/, kr. bei I. Rothenberger, Lindenplatz. Großh. Bürgermeisterei Beuern. Iin Glas, Porzellan, lackirtem Blech, Galanterie > Sachen, Reise- s. 6a»n.%SauauWr. and Schultaschen, Necessaires, Lampen, Leuchtern Standuhren, Gold- . '" leisten, Seidenhüten, Kiuderspielsachen, Haushaltuugsgeqenstanden, Borsdorser Aepselwem r^n, Gußwaaren, Eisen, Stahl, Sicheln, Sensen, Sttohmeffern, Ketten, Spaten, Schippen, Handwerkszeugen und verschiedenen anderen 2341) Wegen Aufgabe des Geschäfts werden Stand-, Rahm- und Schwarzwälderuhren zu billigen Preisen abgegeben bei Ehr. Sch ar mann auf dem Kreuz. Salzhänser, Salz schlirfer, Schwalheimer Schwa!backer Stahl- und Heimer und Franzensbader Mutterlaugen. Aacheneru Münchener Fener-Versichcrungs-Gesellschast (2336) K den nachstehenden = e 5,250,000. — d H 2 5 n 5 S ** Darmstadt, den 1 Mai 1873. Agenten der Gesellschaft: (2350) - PH, ’trtn z, nun togj W uls bje । !->- (8 ®«ftn b Mhju