Oitßcmr Anztiger Mnzeige- und Mmtsßlatt für den Kreis Kiessen Sieb. ohne Nr 23N Montag oen 13. Ocloücr 1873 e n. Deutschland. heute Morgen in Berathung genommenen Bolksschul-Gesetzes einen Beschluß sorgt - Der „Staats-Anzeiger" publicirt die Ernennung Allg- Ztg." hebt hervor, daß die Staatsim Interesse des Staa- Berlin, 10. October. Das Deutsche Reich besitzt gegenwärtig 7 Ge- nüt allen Stimmen gegen diejenigen Wernher's und Wassersch- an den Oberpräsidenten, worin er sagt: Er habe die Söhne der Provinz in Preis vierteljährig 1 fl. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährig 1 fl. 29 kr. Krankgen-, Leber«, Diarrhöen, nnoel, Btull ^ngerjchaft, rtus^ug aui 'btt M. wundervollen beschwerlich- llleine Beine nüe bedarf; ■rjüngt: ich sen ju Fuß, • Sie, diese i Mondovi). D?ai 1871. Revalesciöre d Diarrhöe, ßmann. Jfinbern 50 2 tyfunb 1 tyunb 18 S-x., - ix. b T^x., ix. Vv Tgr., »Ix. 5 Sgr., Comp. in Droguen-, jer. (2U63) Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzletbera, Lit. B. Nr. 1. BüifitrS in , des Heil- *x. und Emilie ärgers und lebens das Schulgesetz, so wie es aus der Detail-Berathung hervorgegangen, angenommen. 0 MmkirtS, zwärts, ge- Michel, eine zgeser-Lahn gakob M er Babn da- e Kathar'^ .ine!*• 7-r Sdj, ”Witbtn nS-beli'«. ??ravaratk *8« bi We uni , »erften “«ben unb «n I, alt 1 * *8 fit j -JJb # 4" ; ®. 15 Li en»»1.4®' Ä- Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commisstou Gießen ~ an die Ortsschulvorstände. hiermit ariempfehlem ®te Ausschreiben Großherzoglicher Oberstudien-Direction in obigem Betreff, dessen pünktliche Nachachtung wir Ihnen __________ v. Röder. Amtlicher Theis B e k a n n t m a ch u n g. * äwäääz»» -*** -** ----- * ©leperi; am 10. October 1873. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. 50 frÄJ?Wfeft" ? \ ?/'?°nt°tch . fl. 12 Gießen 33 fl. 42'/» kr., Groß-Buseck 2>. 21^ kr', abzüglich 10 k Porto/ Moß-Lchdeu 4 fl' 8^«’^ ® 2 ff ®43V1 fr ' rEck 7V'- 6eimm531A fr'- #cMeim 14 kr., Klein-Linden 2 fl., Lang-Göns 1 fl. 12>/2 fr, B (E 17 fr Y$,7 Lollar 2 fl. 27'/, kr, abzüglich 10 fr. Porto, Mainzlar 1 fl. 3 fr, Münster 30 kr, Nieder-Bessinqen 27 fr Ober N" etinZ 2 ff 351/' Neurod 1 fl ReMrchen 1 fl. 28 fr, Rödgen 35 fr, Rntters au en mit K rchberg 3 fl? 29^. fr, Wi-seck 4 fl. 58 k ° M Ste.nbach 5 fl. 23 fr, Treis a. d. Lda. 17 fr, Trohe 2 fl. 9 fr, Watzenborn mit Steinberg n L j nur dann glücklich be- wenn ihr eine ^andesvertretung zur Seite stehe, die, eines Sinnes , dle durch das Bedürfniß des Augenblicks beanspruchten Mittel Darmstadt, 10.£**? «•*•$•*!» «f.*—..NW * ÄÄÄSrSfÄS» heute Morgen in Berathung genommenen Volks chul-Gesetzes einen Be chlnß Darmstadt 11 October £ &ä ? t 1 ? gefaxt, welcher das Geschick dieses Gesetzes in dieser Kammer und überhaupt Sitzung denV rfass, nas En^wur wie ^'^ ^Synode hat m ihrer heutigen fnr dw gegenwärtige Session zu besiegeln scheint. Sie hat bei Art. 4 emd 5 im Ganzenglgen8 Stimmen angenommen Beschlüßen hervorgegange», dcs Gesetzes, welche die Gesammtschule als Norm ausstellt, ohne übrigens eine; Berlin, 10 October Der fötnnt-a or«* ■ " w • t- k’ k zwangswer e Ueberfübrung aller dermalen bestehenden Confeisions-Sckulen ru v ' „Staats-Anzeiger" publicirt die Ernennung FÄFRtf «Fr LE A, dtntliüvt, 10. Octvber. Sicherem Bernehmen nach wird der An- mit ihr trug des Abg. Landmann auf Einführung der obligatorischen Civilehe und die gewähr ' civilrechtliche Regelung der Beurkundung des bürgerlichen Standes in den Pro- llinzen Starkenburg und Oberhesseu einer der ersten Gegenstände sein, wllche^wehr-^brikcnsAmbera Svandau NSegenwartrg 7 Geber in der Kürze wieder zusammentretenden zweiten Kammer zur Berathung! und Suhl) 2 Geschügaießertten und Beschlichfassung vorgelegt werden. Der vom Abg. Dumonterstattete Aus--stätten (SpandauDeutzDm7ia^t L XÄ 'Ä'««it« flebru* vor, so daß also aus dieser Rücksicht kein! Laboratorien (Spandau Uich München) ?4 Pulverfab frfSpanda7ä’ fcijianb besteht, dem schon früher in der zweiteii Kammer ausgesprochenen Metz und München/, 7 Moutirunas-Devots kBrZn ^ Wunsche auf Beschleunigung gerecht zu werden. Uebrigens scheint hierbei weni- Berlin, Straßbmg, MünchenÜnd^ Nüncheral 6 S SAÄ den Ausschluß der geist-ich^Lg«gä7iönen ko7L'?ü7'ekn Eisenbahn-Bataillon Darmstadt ll"Lc't°°be7^Die erste Kammer hat in der Schluß--inen MchLV^sLB-iiK Abstimmung m.t allen Stimmen gegen diejenigen W-rnher's und -Wassersch- an den Oberpräsidenten. worin er iaat e ( r KÄ den Krieg geführt, ihr Blut fließen sehen, aber auch ihr Siegeshurrah gehört. Ihrer unübertroffenen Tapferkeit danke er mit die hohe Auszeichnung, die ihm vom Kaiser geworden, mit allen Bibern seines Herzens sei er an die Provinz Preußen gefesselt, er möchte das jeden ihrer Bewohner wissen lassen. Dortmund, 10. Oct. Der heutigen Provinzial-Versammlung der westphälischen Altkatholiken ging ein Gottesdienst voraus, welcher in der evangelischen Marienkirche gehalten wurde. Bei demselben hielt Reinkens die Predigt, während Rausch die Messe celebrirte. Die Versammlung sand nm 11 Uhr im „Kölnischen Hof" statt. Eine versuchte Ruhestörung wurde von dem Publikum selbst unterdrückt. Fünf Excedenten wurden dabei verhaftet. Die Professoren Knoodt und Schulte sprachen über die Entstehung nnd die Rechtsverhältnisse der Altkatholiken, Bischof Reinkens die Schlußworte. (Die Versammlung votirte allen Rednern einstimmig Dank) Aufgelegte Listen zur Ein- zeichnung für den Altkatholicismus wurden zahlreich unterschrieben. Speyer, 10. Oct. Vom 9. bis 10. October kamen hier 15 Erkrankungen an Cholera vor, davon 6 Todesfälle. Gesammtstand: 289 Erkrankungen, 139 Todesfälle. Speyer, 11. October. Vom 10. bis 11. October sind an der Cholera erkrankt 23, gestorben 5 Personen. Gesammtstand 312 Erkrankungen, 144 Todesfälle. Tübingen, 11. October. Der Schriftsteller Hermann Kurz, Bibliothekar der hiesigen Uitiversität, ist gestorben. Schweiz. Genf, 11. October. Von Seiten der Ultramontaneu wurden heute Früh zwei in heftigen Worten abgefaßte, gegen die morgen stattfindenden Volks- Wahlen gerichtete Proteste affichirt. In denselben wird absolute Enthaltung von den Wahlen angerathen. — Das „Genfer Journ." veröffentlicht einen Brief des Almoseniers der Armee, Marschall, worin derselbe mittheilt, daß der Bischof von Nancy aus der römisch - katholischen Kirche ausgetreten sei. «friuikretdj. Paris, 10. October. Graf Flavigna, Präsident der Hülfsgesellschaft für Verwundete ini Kriege, ist gestorben. — Die Polizei hat gestern 22,000 Photographien des kaiserlichen -Prinzen mit Beschlag belegt. Paris, 11. October. Ein von 27 Municipalräthen von Paris unterzeichnetes Schreiben vom gestrigen Tage, an alle Deputirten von Paris adres- sirt, behauptet, daß die National-Versammlung nicht das Recht habe, die nationale Souveränetät zu veräußern, und daß die Majorität des französischen Volkes den Grafen Chambord als König zurückweise. Die Deputirten der Seine werden aufgefordert, sich offen über das von ihnen hierüber abzugebende Votum zu erklären. Paris, 11. October. Die Gerüchte von einer Verhaftung des Obersten Stoffel nnd des Major Magnan sind verfrüht. Trianon, 10. Oct. Proceß Bazaine. Die Verlesung des dem Bericht des Generals Riviere angesügten Docnmentes, welches die Versuche, mit der Armee von Metz in Verbindung zu treten, behandelt, wird fortgesetzt. Zunächst werden eine Anzahl von den zur Verwendung gekommenen Boten aufgezählt, von welchen allein 20 als Zeugen in dem Proceß sungiren. Der Bericht betont die Wichtigkeit der Depesche vom 23. August, erwähnt der Ballons-Anwendung, welche zur Herstellung einer Verbindung Bazaine verweigert habe, und bespricht die Anstrengungen der Regierung der National- Vertheidigung, um eine Communication mit Metz herzustellen. Sodann führt der Bericht den Beweis, Bazaine sei davon unterrichtet gewesen, daß in Thion- ville große Vorräthe von Lebensmitteln aufgespeichert waren. Ferner bespricht die Schrift die Lage der Artillerie, giebt die Zahl der vorhandenen Geschütze, deren Ausrüstung an Munition an und tritt der Behauptung Bazaine's entgegen, daß er aus Mangel an Munition seine Operationell habe einstcllen müssen. Es wird genau nachgewiesen, daß die vierpsündigen Geschütze am 16. Aug. 284 Schuß pro Geschütz besaßen, wovon sie nur 39 verschossen, und ebenso, daß an demselben Tage von deil vorhandenen 17i/2 Millionen Gewehr- Patronen nur eine Million verbraucht wurden. Es sei sonach kein Mangel an Munition da gewesen. Der Bericht sagt wörtlich, „Wenn man von Munitionsmangel gesprochen habe, so habe man nicht kämpfen wollen." Bezüglich der Lebensmittel-Frage weift das Document auf die Unvorsichtigkeit hin, mit welcher die Verproviailtirung von Metz am Anfänge des Krieges verzögert und dennlächst die Lebensmittel vergeudet worden seien. Einem hier cursircnden Gerüchte zufolge wird der Verthcidiger, Advocat Lachaud, den Antrag stellen, daß nach Verlesung der Anklageschrift eine von ihm verfaßte Ver- theidigungsschrift vorgelesen werde. Italien. Nom, 10. October. Die Nachricht des Pariser „Moniteur", daß die italienische Negierung beschloffen habe, ein erklärendes diplomatisches Rundschreiben bezüglich der Reise des Königs zu erlassen, entbehrt der Begründung. Es ist keinerlei Zweifel aus Anlaß der Reise des Königs möglich und keinerlei Nöthigung für die Diplomatie, darüber Aufklärungen zu verlangen. Spanien. Madrid, 11- October. Etwa 1000 Insurgenten mit 4 Kanonen machten gestern einen Ausfall anS Carthagena, griffen, aber bei der Haltung der Regierungstruppen dieselben nicht ernstlich an. England. London, 10. October. Hammond, Unter-Staatssekretär im Departement der auswärtigen Angelegenheiten, hat, nachdem er 50 Jahre dem Staate gedient, sein Amt niedcrgclegt. Sir Samuel Baker und Frau sind hier angekommen. Die afrikanische Gesellschaft. Aufforderung zum Beitritt. Den meisten Lesern dieser Zeilen ist wohl schon durch andere Zeitungen s bekannt geworden, daß sich vor einigen Monaten zu Berlin eine Gesellschaft gebildet hat zu dem Zweck, durch eine Reihe methodisch gebildeter Expeditionen auf die Erforschung des äquatorialen Afrika hinzuwirken Während innerhalb der vier anderen Erdtheile ein unbekanntes Gebiet nach deni anderen durch den geographischen Unternehmungsgeist der letzten De- cennien erschloffen wurde und, abgesehen von einigen Polargebieten, die vielleicht niemals ganz erforscht werden können, sonst nirgends mehr eine ausgedehntere Länderstrecke existirt, deren Geographie nicht wenigstens den rohesten Grundzügen nach bekannt wäre, hat der Continent Afrika in seinem centralen Haupt- theil bis jetzt selbst der Kenntnißnahme von solchen allgemeinsten Grnndzügen seiner physikalischen und politischen Beschaffenheit widerstanden. Die Ursache hiervon ist zuvörderst in der Gestalt dieses Erdtheils zu suchen, dessen Küstenentwickelung zu seinem Flächeninhalt in einem sehr viel kleineren Verhältniß steht, als bei allen übrigen Continenten, und der nirgends durch tiefeingreifende Meeresarme oder Buchten den Zugang zu seinem Innern erleichtert. Die wenigen großen Flüsse bieten hiefür nur sehr unvollkommenen Ersatz, insofern sie mit Ausnahme des Nil und des Niger mit seinem Nebenflüsse Binue in mehr oder weniger kurzem Abstand von der Küste durch Wasserfälle oder Stromschnelle das Vordringelt zu Schiff unmöglich machen. Das Eindringen zu Land von der Küste in's Innere war aber Jahrhunderte lang und ist noch heute unendlich erschwert durch den so lange Zeit hindurch auf sämmtlichen afrikanischen Küsten betriebenen Sclavenhandel, der zu unaufhörlichen Kriegen der eingeborenen Stämme untereinander und zu einem tieswurzelnden Mißtrauen gegen alle Europäer geführt hat. Daß in der schweren Ueberschrcitbar- keit des unter dem Einflüsse des Sclavenhandels gestandenen Küstengürtels die Hauptschwierigkeit der Erforschung von Afrika liegt, haben namentlich wieder die neuesten Forschungen Livingstone's sehr überzeugend dargethan. Diesem hochverdienten Reisenden ist es gelungen, in den südlichsten Theil des noch zu erforschenden Gebietes einzudringen, und er hat daselbst fern von jenen depra- virenden Einflüssen höchst friedliche sociale und politische Zustände angetroffen, unter deren Gunst Handel und eine bescheidene Industrie blühen und welche unter europäischer Einwirkung die ergiebigste Ausbeutung des an Naturschätzen überreichen Landes ermöglichen würden. Die Aufhebung des Menschenhandels, welche jetzt allmählich eine allgemeine zu werden beginnt, nachdem die europäischen Nationen, vor Allem England, seit Jahrzehnten die größten Opfer dafür gebracht haben, hat anf allen Küsten einen Aufschwung eines legitimen Handels mit den zahlreichen werthvollen Landesprodukten zur Folge gehabt und damit gleichzeitig die Wege für friedliche wissenschaftliche Erforschung mehr und mehr zu ebnen begonnen. Schon haben neben dem genannten englischen namentlich deutsche Forscher (Schweinfurth, Nachtigal) mit Glück eine Strecke des unbekannten Continents unserer Kenntniß erschlossen und dadurch die bei den Geographen immer mehr durchbrechende Meinung bekräftigt, daß jetzt der Zeitpunkt gekommen sei, nm mit sicherer Aussicht anf Erfolg die Erforschung des noch unbekannten Restes dieses Erdtheils in Angriff zu nehmen. Dies auf methodisch.' Weise durchzuführen, ist der Zweck der „Afrikanischen Gesellschaft", die aus dem Schooßc der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin hervorgegangen ist und die bedeutendsten Autoritäten der Geographie an ihrer Spitze hat. Durch die günstige Aufnahme, welche ihre Aufrufe zur Beschaffung von Geldmitteln in Berlin und einigen anderen norddeutschen Städten fanden, war es möglich, schon in diesem Frühjahr eine erste Expedition abgehen zu lassen und Ausgangsdepots an der afrikanischen Westküste zu begründen. Die Zwecke der Gesellschaft können aber nicht erfüllt werden, wenn nicht das Interesse daran inzwischen in immer ausgedehnteren Kreisen rege wird und weitere Geldspenden veranlaßt. Nur auf diese Weise wird es möglich, aus mehrere Jahre hinaus dem Unternehmen den Nachschub zu Theil werden zu lassen, ohne den sein Gelingen von Zufälligkeiten abhängen würde. Daß die Hoffnung auf ausgedehnte Betheiligung sich verwirkliche, darf die Gesellschaft wohl erwarten. Handelt es sich doch um das erste nationale Unternehmen auf diesem Gebiet, seit unser Volk als ein Ganzes in den europäischen Staaten eingetreten ist, und haben wir doch nun die Aufgabe, zu zeigen, daß der Leistungsfähigkeit, dem Unternehmungsgeist und der Aufopferungsfähigkeit, woran es bei uns nie gemangelt, nur die Basis und Stütze eines kraftvollen Staatswesens gefehlt hat, um nach den verschiedensten Richtungen hin, so anch für die Förderung der Kenntniß unserer Erde, Bedeutendes zu vollbringen. Die endliche Erforschung dieses letzten unbekannten Theils der bewohnten Erdrinde wird nicht nur den verschiedensten Zweigen der Wissen* schäft reiche Ausbeute liefern, sondern sie wird auch dem Handel neue Wege zeigen, unserer Industrie neue Rohprodukte zuführen und unseren Fabrikaten neue Absatzorte eröffnen; Aussichten, die bei dem stets wachsenden Bedarf der Culturvölker und der entsprechend sich vermehrenden Industrie von der höchsten Wichtigkeit sind. Es ist hiebei nicht außer Acht zu lassen, daß das betreffende Gebiet nahe bei Europa liegt nnd tropische Prodncte von dort die europäischen Häfen auf verhältnißmäßig kurzem Weg erreichen können. In richtiger Würdigung dieses Umstandes sind in letzterer Zeit in aller Stille eine große Zahl von Handelsfactoreien (namentlich durch die Holländer) auf der afrikanischen Westküste begründet worden. Es hat der vorausgehenden Auseinandersetzungen wohl kaum bedurft, um auch in unserer Stadt, wo es niemals an einem Publikum gefehlt hat, das geographischen Unternehmungen ein warmes Jntereffe und werkthätige Betheiligung entgegenbrachte, für die „Afrikanische Gesellschaft" Aufmerksamkeit und Theilnahme zu erwecken; sind doch auch manche unserer Mitbürger persönlich bekannt gewesen mit dem Führer der ersten Expedition, Dr. Paul Guß- feldt, der sich 1867 bis 68, mit mathematischen Studien beschäftigt, hier aufhielt. Zur Förderung des Unternehmens sind Wünschenswerth: 1) Einmalige Beiträge, 2) Beitritt zur „Afrikanischen Gesellschaft." Mitglied dieser Gesellschaft kann Jeder werden, der einen Thaler Iah« resbeitrag zahlt. Er erhält dagegen regelmäßig das Correspondenz-Blatt der „Afrikanischen Gesellschaft" zugeschickt, das so oft erscheint, als neue Nachrichten über die Expeditionen ankommen, und diese sowie Alles, was sonst über die betreffenden Ländergebiete bekannt wird, den Mitgliedern der Gesellschaft mttheilt. Bis jetzt sind 3 Nummern erschienen. men würden, hinzuzuschreiben. Prof. Dr. Zöppritz. Nämlich: Lit. 78 und 72 über je 100 fl. Action Wechsel 5% östr. F. St. E. B. 341%|Amsterdam k.. S. 98% Lombard. Bahn 166 100 k. S. k. S 1047/6 105% k. S. Die Zwnkl 4 tioldsorten fl. kr. Spanier, neuest. 3% Amerik. Bonds Buss. Imper. 9 41-43 Dollar in Gold 2 25%—26% 1864r 146 Llttqemeiner Anzeiger sollen in dem Pfandlocale dahier ein Ofen Oeffentliche Aufforderung. dem Bahnhofe zu etwa persönlich er- Lit. Lit. Lit. Lit. 9 9 9 5 40—42 36—38 52—54 34—36 1881r 1882r 1885r 1887r B. b) A B. C. D. Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto vom 3%procentigm Anlehn: Nr. 32, 25 und 33 über je 1000 ff. Nr. 242, 166, 74, 80, 2<1 und 141 über je 500 Nr. 260, 363, 128, 383, 194, 167, 191 und 211 3% 3% 3% 5% 5% fl. über je 100 fl. n doppelte Holl. fl. 10 St. Ducaten . . 20 Franken«!. 9 Der Unterzeichnete wird sich erlauben, bei denjenigen Herren, bet denen er Interesse für die Sache und Bereitwilligkeit, etwas dafür zu thun, voraussetzen zu können glaubt, eine Liste in Umlauf zu setzen, um Einzeichnungen sowohl von einmaligen Beiträgen, als auch von Beitrittserklärungen bezw. Jahresbeiträgen entgegenzunehmen, wogegen er die Anmeldung in Berlin und die Einsendung der Gelder übernehmen und die Verabfolgung des Correspondenz- Blattes veranlassen wird. Jeder Empfänger der Liste wird höflichst gebeten, solche Herren, die darin ausgelassen sind, muthmaßlich aber doch Antheil ueh- 5. Der Gemeinderath ertheilte dazu seine Genehmigung, daß zwei seither für 7 fl. verliehene Triebviertel am Lutherberg zurückgezogen und zum Graben von Grund, behufs Auffüllung der neuen Straßen verwendet worden sinv. 6. Dem Vorschläge des Bauausschusses, daß längs der Wieseck von der Ecke oes Jumg'schcn Hauses ab eine Abfahrt hergestellt werden möge, tritt der Gemeinderath bei. 7. An Stelle des zurückgetretcncn Polizeidieners Blitz wurde von den aufgetretenen Bewerbern um dieselbe, der Polizeidiener Peter Daniel Mulch in Friedberg erwählt. 8. Die Bestimmung über Ausführung von Arbeiten an dem Octroi-Erhebungslocal in der Neustadt wurde dem Vorsitzenden des Bauausschusses und dem Stadtbaumeister überlassen. 9. Folgende Zustimmungsadresse zu dem von der 2. Kammer berathenen Schulgesetz wurde zur Absendung an die 1. Kammer der Landstände beschlossen: „Der Gemeinderath der Stadt Gießen erwartet von dem Bolksschulgesetzentwurf, „wie er aus den Beschlüssen der 2. Kammer hervorgegangen ist, einen segens- „reichen Fortschritt des Volksschulunterrichts im Großherzogthum Heffen und „hält cs angesichts der bevorstehenden Verhandlungen in der 1. Kammer für „seine Pflicht, seine Zustimmung zu allen wesentlichen Grundgedanken desselben „hiermit öffentlich zu bezeugen." Diese Adresse ist bereits am 26. Sept, an ihren Bestimmungsort abgesandt worden. Inventars angetretenen Nachlaß des Messerschmieds Carl Haubach von Gießen sind binnen 14 Tagen bei unterzeichnetem Gericht anzuzeigen, bei Meldung der Nichtberück sichtigung bei Ordnung de? Nachlasses. Gießen, am 8 October 1873. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher, Scriba, Stadtrichter. Stadtgerichts-Assessor. meistbietend versteigert werden. Gießen, den 13. Oktober 1873. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. W o r t m a n n. S e m m l e r. Versteigerungen. Miltwocb den 15. October d. I., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dahier: 360 6 15 dem Oberhessischen Bahnhof Stück 7,20, „ 7,05 ( alte Schienen „ 6,30) 18% 101% 98 99% 100% „Submission auf Lieferung von Betriebsmaterialien" vor dem bezeichneten Termin an die unterzeichnete Direction einzureichen. Die Lieferungsbedingungen nebst zugehörigen Bedarfs-Nachweisungen sind bei unserer Central - Materialien - Verwaltungs - und Rechnungsstelle Hierselbst einznsehen und können gegen portofreie Einsendung von 7i/2 Sgr. pro Exemplar von derselben bezogen werden. Cassel, den 1. October 1873. Königliche Direction der Mairr- Weser-Bahn. weitere M nehme 3* en, ohne len! in das Geschäftslocal der unterzeichneten Direction auf Tassel anberaumt. Ludwigsh. Bexbach 187% Maxbahn — Bayer. Ostbahn 113 Rhein-Nahebahn-Aot. — Hess. Ludwigsb.-Act. 149% Oberhessen „ 73 Vermischtes. Coblenz, 4. Oct. Vor den hiesigen Assisen wurde gestern gegen eine 22 Jahre alte Dienstmagd aus Ruhrort verhandelt. Dieselbe (gebürtig aus Broich an der Ruhr) war beschuldigt, die Elisabeth Bcrnsau vorsätzlich und mit Ueberlcgung getödtet zu haben. Der Kaufmann Gustav Vernsau zu Ruhrort reiste (so berichtet die Cobl. Volksz.) mit seiner Familie itn Juli d. I. ins Bad Neuenahr und nahm in Wadenheim Logis. Der Angeklagten, welche in der Familie Bernsau als Kindermädchen diente, lag besonders die Wartung des kleinsten Kindes, der 15 Monate alten Elisabeth Bernsau, ob. Am 29. Juli entfernte sie sich heimlich mit der kleinen Elisabeth aus der Wohnung derer Eltern, ging durch Neuenahr und gelangte in das Thal des Bachemer Baches, etwa eine halbe Stunde oberhalb Wadenheim. Hier wurde sie von 4 Uhr Nachmittags ab bis halb 7 Uhr Abends von einer in den benachbarten Wein» Lokal-Notiz. Beschlüsse des Gemeinderaths ans der Sitzung vom 25. September 1873. Anwesend waren: ocr Großh. Bürgermeister Vogt, die Genieinderathsmitglteder Bücking, Diery, Gail, Haustein, Heß, Homberger, Keller, Körber, Lüdeking, Nagel und Nicker. Actieei. Frankf. Bank 147 Frankf. Vereins-Kasse 100 Darmst. Bankact. 378 Rheinische Hyp.-Bank 108% Wien Bankactien 988 Oest. Creditact. 226 Galizien — — Wiener Blätter erzählen, wie man Teufel bannt: „Das Pusterthal erfreut sich noch gegenwärtig eines ganz stattlichen Aberglaubens, aber es hatte auch Männer, die demselben scharf zu Leibe gingen. Ein solcher war auch der Pfarrer zu O. Dieser Mann glaubte an Hexen gar nicht, und an die einmal so beliebten „Besessenen" blutwenig. Aber gerade in seiner Gemeinde trut eine solche Besessene auf, welche trotz normaler Liebenswürdigkeit von Zeit zu Zeit doch solche Spectakel machte, daß Alles von Furcht und Entsetzen ergriffen wurde. Der junge Herr Cooperator, welcher von Brtxen mit mehr Seeleneifer als Wissenschaft ausgestattet eben ins praktische Leben getreten und von großem Mitleiden für die junge Besessene erfüllt war, machte seinem Pfarrer die dringendsten Vorstellungen, die Unglückliche durch einen kräftigen Exorcismus zu befreien. Lange widerstrebte der ungläubige Pfarrer; nachdem aber die Teufelsgeschichte immer ärger wurde, erklärte er seinem Cooperator, der Sache auf den Grund kommen und das nöthige Mittel anwenden zu wollen, die arme Person und ihre Umgebung von dem lästigen Gaste zu erlösen. Der Cooperator aber brachte der Unglücklichen sofort den Trost ihrer baldigen Befreiung zu. Eines Tages nahm nun der Pfarrer einen Gegenstand, der ein Amulet zu sein schien, griff nach Hut und Stock und ging zur Besessenen. Er fand diese in ruhiger Stimmung; sie küßte dem hochwürdigen Pfarrer andächtig die Hand, und andererseits war auch der Pfarrer sehr freundlich, rückte auch bald mit seinem menschenfreundlichen Vorsatz heraus, die arme Kranke zu heilen, und meinte, daß dies bei ihr vielleicht mit einer recht hochgeweihten Sache unschwer bewerkstelligt werden könnte. Dabei griff er mit ernster Miene in die Brusttasche seines Nockes, zog den amuletähnlichen Gegenstand heraus und hielt ihn der Besessenen vor. Kaum aber hatte diese den hochgeweihten Gegenstand gesehen, traten in ihr auch schon alle Erscheinungen der Besessenheit in erschreckender Weise zu Tage. Damit hatte sie aber auch schon den vollständigen Beweis ihres Betruges geliefert; das Amulet; das den Teufel in ihr so aus Rand und Band brachte, war, wie der "Pfarrer ihr ad oculus demonstrirte, nichts Anderes als der Schell-Unter, den er aus seinem Kartenspiel genommen und in einen Tuchlappen gewickelt hatte. Die Besessene fühlte, daß sie entlarvt sei, um aber den „Teufel" aus ihr noch vollständig auszutreibcn, prügelte der ergrimmte Pfarrer die Betrügerin noch ordentlich mit seinem spanischen Rohre durch. Und seit jener Zeit hatte die Gemeinde keine Besessene mehr." k. ü. 93% k. S. 105% k. S. 105 k. S. 118 k. S. — k. S. 93 k. S. 103% m. S. 103% 1. S. — % Prioritäten, östr. Stsb. Prior. 60% östr s. Lombard 49% Livorneser 32% Toscaner 52% 1. In Gemäßheit des Schuldcntilgungsplans wurden heute von den Obligationen auf Inhaber die Nummern gezogen, welche für das laufende Jahr zur Abtragung kommen sollen, Anleliensloosce Darmstädter fl. 50Loose 214 B 25 __ Kurh. 40 Thlr. Loose 69% Nassau 25 fl. 46% Braunschweiger 21% 3° 0 Oldenburg. a40Thlr. 37% 4% bayr. Präm.-Anl. 112% 4% badische Locse 109% Badische fl. 35 Loose 67 Oestr. fl. 250 v. 1854 88% 1858r Priori tätsloose 188 1860r Loose 89% i Die Offerten, deren Eröffnung in Gegenwart der ichunenen Submittenten stattfindet, sind frankirt mit der Aufschrift: a) vom 4procentigen Anlelm: " Nr. 29 über 500 fl. und Lit. C. Nr. 50, 67, 31, Elisabeth.-Prior. 92% do. II. Emiss. — 8; Donnerstag den 16. October d. I., H Nachmittags 2 Uhr, Pr. Friedrdor 9 58%—59% Pistolen c" As'", 2 •*» Vti D-- di- »iki- M-Hntne tol ®rtinb= Nt= Abzügen U.s-che *> Astm- ' «HAq ffI"9,eifeui)e ’M DK %’nsosem ist $inue in ? Eindringen und ist „och sammtlichen >chen Kriegen Men W'K- derfchMn- NMW Hix entlich nieder Diesem des noch zu jenen depra- e angettoffen, und welche Naturschätzen uschenhandels, i tie europäi- Opfer dasür gitimen Hau- gehabt niib 10 mehr lind Mchen na- eiiie Stucke xd) dir dÄ üch W dn Wrschunz a. Dies auf scheu Gesell- Zerlin hervor- ii ihrer Spist Schaffung vce fanden, irr 1 bergen arbeitenden Frau beobachtet wie sie m auffälliger Weise sich an dem Bache, der dort ; verschiedene Tümpel bildet, hm und her bewegte. Als gegen halb 7 Uhr die Angeklagte von dem Tümpel hinweg nach den an der einen Seite des Baches befindlichen Lohhecken eilte, rief ’ bre Frau einen in der Nähe arbeitenden Manne an, und beide holten sodann die Angeklagte : jedoch ohne das Kind, auS den Lohhecken heraus. Auf die Frage, w- letzteres geblieben, antwortete sie, es sei im Bache ertrunken. Gezwungen, die Stelle zu bezeichnen, wo dies qe- schehen, sprang sie in den Tümpel hinein, in welchem man dann auch das Kind mit dem Gellte nach oben und bereits todt auffand. Die gerichtliche Obduction ergab den Erstickungstod durch Ertrinken. Die Angeklagte hat in der Untersuchung eingestanden, das Kind durck Er- ranken getödtet und diesen Entschluß schon bei der Entfernung aus dem Hause gefaßt zu haben. Uebcr den Beweggrund zu der That befragt, gab sie Anfangs an, eine innere Stimmung habe sie unaufhalt|am dazu getrieben, räumte jedoch später unverhohlen ein, sie habe die qräß- lichc That nur deshalb verübt, um sich dadurch für unverdiente Zurechtweisungen von Seiten der Ehefrau Bcrnsau zu rächen. Auch wurde constatirt, daß zwischen der Ehefrau und der Magd öfters während der Dienstzeit Mißhelligkeiten entstanden waren. Die zwar nock nicht bestraste Angeklagte wird als ein in seiner Erziehung vernachlässigtes Mädchen von verschlossenem und heimtückischem Charakter gcschildet. Die Geschworenen erklärten dieselbe zwar mit absoluter Stimmenmehrheit für schuldig, die Elisabeth Bcrnsau vorsätzlich getödtet zu haben, kraL'teten jedoch nicht für erwiesen, daß sie dies auch mit Ueberlegung gethan, worauf der k. Assisenhos die Angeklagte zu 15 Jahren Zuchthausstrafe verurthciltc. 21%-22% Engi. Sorer. 11 48—50 Termin hierzu wird auf Freitag den 24. Ortober er Vormittags 11 U h r, Nr. 106 und 76 über je 50 fl. Die Verzinsung dieser Kapitalien hört mit dem 31. Deeember d. I. auf. 2. Die Eingabe des Fabrikanten Herrn A. Noll, mit der Anfrage' ob er das auf seinem Bauplatz zu errichtende Gebäude 100 Fuß hinter die Straßenlinie stellen dürfe, wurde in einer früheren Sitzung dem Bauausschuß zur Prüfung überwiesen und nachdem die von diesem heute gestellten Anträge vom Gcmeinderath abgelehnt worden waren, wurde der sodann gestellte Antrag, nämlich: „daß alle an der Schoor vom Neuenweger- nach dem Wallthor zu errichtenden Häuser 30 Fuß hinter die Straßenlinie zu stellen und diese mit Vorgärtchen zu versehen seien," mit Stimmenmehrheit angenommen. Weiter wurde beschloßen, daß diese Vorgärtchen mit Mauern und eisernen Staketen «tnzufassen und daß solche in den betreffenden Bauplänen einzuzeichnen wären. 3. Dte Stadt Gießen hat einen durch die Anlage der Ludwigsstraße überflüssig gewordenen Entwässerungsgraben gegen Gelände des Herrn I. Haustein, "welches längs der Wieseck gelegen ist, vertauscht und dabci die Offerte desselben aceeptirt, nach welcher derselbe für das Gelände, was er mehr an die Stadt abgiebt, für die Quadrat-Klafter drei Gulden Vergütung aas der Stadtkasse zu beanspruchen hat. 4. Wegen Anstellung eines dritten Geistlichen wurde die erfolgte Verfügung Großherz. Kreisamts vom 19. September verlesen und beschlossen, darauf zu antworten, daß sich der Ge- mcinderath jetzt nicht in der Lage befinde, einen die Anstellung eines dritten Geistlichen betref- finden Beschluß zu fassen, da kirchliche Reformen in Aussicht ständen, wie z. B. Einführung Der Civilehe und die damit verbundene Standesbuchführung, welche eine wesentliche Arbeitserleichterung der Geistlichen zur Folge haben werde. rflifyi M sie natvrto// in den M , gäbe, P p ; lufopfeN; Stütze einfi i Richtung Deutendes «w» * , dir >([ neue ®l' ■u Brd«rs ,n dir W' Mi it ««n,,e L , a(riW ■ n b-dliMIIW, - Maiu-Meser-Vah n. 4591) Die Lieferung des nächstjährigen Bedarfs an folgenden Betriebs- r,/ Materialien, als: Buchenholz, Neiserwellen, Coaks, Dochte, er^aI1L'ifi> raffinirtes und rohes Rüböl, Petroleum, Zündhölzer, Lampen- llläser, Hanfheede, Leinen, Piasavabesen, Harzseife, Kernseife, Schwämme, Waschleder, Talg, Vulkanöl, Kupfervitriol, Bittersalz, Bindfaden, Klebgummi, Plomben, diverse Stiele, soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Borseiinachrichten. 11. October 1873. Preuss. 4%0,g Oblig. 100% Frankf. 3%°/o Oblig. 86% Nass. 3%0/0 Obi. 92 Kurhess. 4° ° „ 96 Gr. Hess. 5% Obi. — „ „ 40/0 „ 99% „ n 3%% „ 97 Bayer. 50/0 n — n 4%0/0 1jährige 101 n 40/0 1jährige 95 Würtemb. 4%% Obi. 100% Baden 4%°/q Obi. c. E. L. 100 Oesterr. Silberrente 64% „ Papierrente 60% ~ t mit -iohr, ein Vogel mit Käfig, zwei Tische, Federungen und Ansprüche aller eine Kiste, 3 Portraits, Zuber, Eimer und Art an den unter der Rechtswohlthat des! i versteigert werden. Gießen, den 13. October 1873. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Wortmann. Semmler. Bekanntmachung. Die nachbezeichneten städtischen Gelder, als: 1) Schulgeld pro III. Quartal 1873, 2) Communalsteuer pro 1873, können noch in den nächsten acht Tagen an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag ohne Kosten zur hiesigen Stadtkasse be> zahlt werden. Gießen, den 11. October 1873. Der Stadtrentmeister: (4672) Enders. § Dienstag den 14. October d. I., Sg Nachmittags 4 Uhr, soll die Kartoffelerndte von mehreren Triebvierteln auf dem Trieb meistbietend versteigert werden und ist die Zusammenkunft an der Zörb'schen Ziegelhütte. Gießen, den 13. October 1873. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Wortmann. Semmler. Mittwoch den 15. Oclober, Nachmittags 2 Uhr, werden im Saale des Promenadehauses dahier nachbenannte Mobilien öffentlich versteigert: eine Partie elegante Spiegel, 1 vergoldeter Trumeaux mit weißer Marmorplatte und Spiegel, 1 Glasschrank, Kleiderschränke, Bettstellen, Kinderbett- stellen, Tische, Stüble, mehrere Thee- seroice, Kleidungsstücke, Hemden, eine Partie schwarzes Tuch, eine Partie Schuhwaaren, 1 Kinderwägelchen, 1 Hundshütte und 4 zweiräderige Stoßkarren, mehrere Sopha's, wobei eins mit 6 gepolsterten Stühlen, 1 Wasch- consol, Gold- und Silbersachen und sonstige Gegenstände. Möbel, Betten und Hausgeräthschaften können mitoersteigert werden; Anmeldungen werden in meiner Wohnung entgegenge- nnmrr.cn. So«»®* \ VcbuTt4 btr V" V .u babtn- \30 tr lu ’ ^e**”*'^ Mauersteine lPrima-Qualität) aus dem Hardt- Bruche von H a u b a ch L B l i tz sind fortwährend zu haben. (4583) Diese Gegenstände können Dienstag Mittag und Mittwoch Morgen angesehen werden. Gießen, den 5. October 1873. M. Pilger, (4572)______________Neuenbäuen B. 81. oo Donnerstag den 16. d. Mts., Morgens 9 Uhr, sollen in dem Schreier'schen Walde bei Garbenteich 68 Raummeter Tannen-Stock- holz versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Eingang des Waldes am Wege von Garbenteich nach Lich. Heinrich Fink. Ueberraschender Erfolg. 4690) Das C- W. B u l l r i ch'sche Reinigungssalz befriedigt allgemein. Der Gärtner I. I. Boumann in Soest machte mir dieser Tage mit Freuden die Mittbeilung, daß seine Frau, die seit Jahren an Magen- schmerzen litt, jetzt, nach dem Gebrauche von zwei Packetchen des Salzes, gänzlich davon befreit ist. Sie dürfen dieses Zeugniß ruhig an die Oeffentl'chkeit bringen. A. H. van Nuyden in Amersfoort. 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