Ojchtmr Anzeiger 1873 Nr IO ¥ die schmerz. ! Der la. Januar 1871 f Jede- Bataillon wurde iV T Nr.116' 700 Mavn, 2500 1100 26C0 n 700 tt (162 unter stark, zwester. >3llhr statt. 600 Mann, 60 „ 40 „ CSii.l 1 12 mf D'wch M* Vc- eta^rn etttteHW? 1 st. SS ke ttrsstremt taglidi , mtt Hm» wabmc Svnnl»aö. •X>etttier : « a n i! e i t e t a SHt. v Är 1. n /ybitionirtt ' 'ucht Qisioib » ober April in oder Marburg out" man unter dirtes Blaues Mission zu richten. Darmstadt, den 31. DecemLer 1872. Summa 8300 Mann. von einem Oberstabsarzt und einem Assistenzarzt folgte in der avsteweffenea Entfernung. Der Ge- wafd)fici Garderobe, form i auf's Brillanteste llt aufmerksam, malen möglichm Ber- etwas zu verlieren. rn chlatter. inmlung ' Abends 7 Uhr. ersucht, pünktlich r Borstand. ^en und einen I- Schmidt, Neuenweg 131. 6) Franclireurs Lyonnais, Chafsepot- 7) Eine Batterie von 6 Feldkauonen mit Pferden bespannt 8) Ein Zug Dragoner„.......... Großhcrzogliche Prüfungs - Commission-für einjährig Freiwillige. Pabst. Strecker. begleitet. Ein Saniiäl-cerp- . „ sunrbeit-zustand der Truppen war gut. Ten 13. Januar, Nachmittag- 3 Uhr, vereinigten sich diese Truppen in und um Bonny. S'Neral du Temple gab hier di? Befehle zum Beziehen der Nachtquartiere, sowie zum Angriff auf den 14. Morgen- in der grübe. Den rechten Flügel bildeten die Marine de Brest, die Franktireurs, die Mobilisö de la Cole d’or und die Artillerie; diese wußten daher den 13. Abend- noch bis Ouzouer sur Trezde vor-th.n, wo sie über- nackt len. Das Eentrum Uld le die Mobilisö de la Nievre und drei Bataillone r.__________ len ift ein Ehrentag für do- hier garni onirende Infanterie-Regiment (Rr. 116); er bildet sicher eine der rühmlichsten Ep»,oden m der Geschichte dieses Regiments. Mit dem Grossh. Hess- 2. Retter-Regiment und der reitenden Batterie war es auf dem rechten Ufer an der oberen Loire drei Tagen ärsche weit vorgeschlckt worden urd sah sich plötzlich am frühen Morgen auf ollen Seiten von einem über- leaenen ge.nde bedroht. Durch tapferen Widerstand al- auch kühnes Drauflos, aeben wußte (S sich, ohne bedeutende Verluste, aus dieser mißlichen Lage zu desreien. DaZ damalige osficieve Telegramm an Ee. Kövtgl. Hoheit den Groß, berioa sprach fich in diese» Sinne anerkennend aus. Im großen Krlcgsdrama blieb die Thal ignorirt; ja sogar im engeren Kreise hörte man bald Zweisi entstehen, v.rmulhungcn au-sprechen, ob denn wirklich hier von einer UebeewaLt die Rebe fein könnte und ob wohl nicht eine kleine FranctireurS-Affa^re hier zur Heldenthal erhoben »erden sollte. Die Zett, welche schon so vieles geklart tat, bar auch hierin schon lauge «usklärnng gebracht, doch nirgends noch dem größeren Publikum zur Kenntniß gegeben. Den heutigen Jahrestag glaubt man daher aeeianet die Erzählung dieser Affaire von einem französischen Subaltern-O'ficier als Augenzevge allen Jnteressieten, insbesondere aber den zahlreich tn Ober- Hessen lebenden Betheiligr.n, mitzutheilev. Der 14. Januar 1871 vor Briare, von einem französischen SubatterN'Off'cier als Augenzeuge Erzählt: Die französische HeereS^btheilvng am 14. Januar 1871 vor Briare Eowmando des General du Temple war 8300 Mann und 6 Geschütze *!> auf Lausch 1 ^rantie >slaa. ^unöswesm ;J’ntn Ehrlichen ihrer Stbt Wtnhm und war zusammenaesetzt aus: 1) Marine de Brest, vom 1., 2., 3. und 5. Bataillon zu butz, mit Edaff.potS, rnter Fregatten - Eapitain Ansard und Dchiffslieut.nant Duönil: • ••••••• 2*) Mobilisö de Lyonne unter Oberst Robin, Oberstlieute- vont de Eetio und Bonncreou, fusil ä pislon rage, 4 Bataillone: ........ ' ' ‘ 3) Mobilisö de la Nievre, 3. und 5. Bataillon, fusil a pislon ragö, ui ter Eommantont MaraverUe: 4) Mobilisö de la Cöte d’or, fusil ä pislon ragä, 4 La- ............. 5) Mobilise du Loiret, fusil ä pislon rag£ und auch cara- biner, unter Odtrstlieureuavr Mavrl und Eowmaudant Garnier................ Mobilisö de Lyonne. Den liuk.n Flügel vis an die Loire bildeten die Mobi- lisd du Loiret und ein Bataillon de Lyonne. Die Bewegung sollte so auSge- übrt werten, daß die ganze Truppenavtheilung zu derselben Zeit auf Bn..te oLen sollte. General du Temple hotte fccn den 13. noch Bordeaux telegra- vdiren lassen : „Ich werde morgen die Prussiens (Hessois) in Briare ausheben." Dm 14., Morgens 7 Uhr, hatte die Artillerie auf der Strasse nach Movtargcke, etwa ein Kilometer vor Briare, Ausstellurg ger.cmmen; um 71/4 Uhr griff sie an, indem sie ihr Feuer auf Briare richtete; 2 bis 3 Havbitzgrsnaten fielen wirklich in die Stadt. Die Franktireurs, welche vor der Artillerie standen, trafen nahe bei Briare mit ren feindlichen Vorposten zusammen und griffen fie an; aber von ter Urbermocht des Feindes geschlagen, sahen sie fich genothigt, bis auf das Bataillon de Cole d’or zurückzugehen. Während d em rückte die Artillerie nach Briare zu vor; anstatt Stellung zu nehmen und den Weg nach G en abzufchveidev. Als die Preussen da keinen Witerstand fanden und es ohne Zweifel für gerathen hielten, die Franktireurs nicht zu verfolgen, biwerkstelligten fie ihren Rückzug auf tem Wege nach Giön, der ganz frei war; ta ein dichter Nebel zwei Batterien Arlillerie, die auf ter anderen Seite der Loire, bei St. Br ssoa, standen, verhindeite, ihre Geschütze aus fie zu richten. Den Abend de« 14. und die Nacht brachten die Bataillone du Loiret und ein Bataillon de Lyonne in Giön zu; aber den nächsten Morgen ließ man fie nach Briare und Boney zurückg.hen. Dies ist Alles, was ich Ihnen über die berühmte ober unglücklicher Weise gescheiterte Operation om 14. Januar sagen kann. Gewiss di nt sie richt z-m Lobe unseres G-neral du Temple. Uebrigeos find ave Operationen des Feldzuges 1870 und 1871 so ausgeführt worden, dass »an Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Montlig ben 113. Januar LUBJI ■——nTTDrJ - ‘-■-"V " »Irt s,»,d W s- 21 t„ fciXK”'1' Itambn 1«» -m- «.«»»« ____________________________________________________________________________________-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------;-------------------------------------------'--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Bekannt m a ch u n g. Betreffend: Anmeldung und Prüfung der einjährig Freiwilligen. Ticieniaen Militärpflichtigen, welch- als einjährig FrciwilUge .dienen wollen und im Großh.rzogthum Hesien nach §. 20 d» MilitSr-Ersab Jnstruction oft croÄr i 1 rfr 9Matt 9?r 21) acftcfluna£i)flid)tici sind, haben ihre Anmeldung schriftlich), unter Blrnchsich tigung ' L*’ 1o5. d^Mllitäl Ersah Justnuiwu b.s jum I. Februar 1873 bei der unterzeichneten Commission einzureichen, falls sie sich der im Mar, k. I. statt, findenden Prüfung zu unterziehen beabsichtigen. Meldung find beizulegen - a) ein Gcburtszcugniß (Taufschein), cl eü^Mdescho!?enh^ts!eüg'üß'bwelchc^^ (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) C) ":nUb3 S C ««Ä bel?8r°nst--t, für alle übrigen jungen Liu.e aber von der Polize.-Obrigkell a.^nstell.n ist Bei Nichtbcobachtung der bestehenden Vorschriften, oder Einreichung d-S Gesuchs nach dem angegebenen Termine, kann d.e Zulassung zu der nächsten Prüfung nicht staOsindeMr^i^, Wt vorgenommen wird, wird später öffentlich bekannt gemacht werden, eine fpeeielle Ein- g k utrhf unlcncidinete Kommission macht austerdtm aus folgende Bcsiimmuugkn ausdrücklich aufmerksam. lüb' 8©*efÄt“ 2J »um einjährig freiwilligen Militärdienst darf nicht vor dem vollendeten 17 Lebensjahre und muß bei Verlust des Anrechts spätesten« bis »im 1 Tebrnar des Kalenderjahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. 4 Mit der Anmeldung um Zulassung zum einjährigen Militärdienst ist die Aufgabe des Rechts, an der Loosung Theel zu nehmen, verbunden. Ausuahmswesse kann der durch die versäumte rechtzeitige Anmeldung verloren gegangene Anspruch durch Entschließung der Ersaßbebo de dritter Instanz wieder v.rttebm werd , wenn der beiheiligt- Mili.ärpflichtige noch i.icht an einer Lovsi.i.g The.l zu nehmen verpflichtet war, oder vermöge e.ner Leosnnmmer disponibel^geblieb" ist. In letz.erem Falle darf die Vergünstigung indeß nur dann -in.reten, wenn der deßfallsige Antrag von der zweiten Aushebung, bei welcher 'reä'tzeit^^ Anmeldung - verloren gegangenen Lerechtigung sind an die zuständige Kreis-Ersaß-Com- unf'Tt Nirbrrlazen wohl eher der Unerfahrenheit nnferer Omerelr, als der Muth- losigkeit anftrcr Zrnppen ji(*rcibca kann. vorstehende Beschreibung Per Affairc selbst ist selbstverständlich aas frawjö- fische Schreibart ■cC-Üirt. Die graatnrcurl mutten nicht Cer Urbermacht »ei- chen, foncirn einer Felcwache von circa 100 Mavn. Die BetiDerie ging auch sicht vor aas Briare, fencern schnell zurück. Die Rückzugslinie wurde n'cht hierdurch frei, sondern aul dem einfachen Grunde, daß eine e nzige (8.) Compagnie das aus der Ruckzugslinie stehende Brtaillon Mobilisö de la Odle d ur sofort in volle Flucht schlug, und dabei noch 1 Lieutenant und 5 Mann gefangen nahm Louis Napoleon f. Louis Napoleon ist tovt! Zu Ehislehurst, im Exil starb der Mann, der fast zwei Tecennien hindurch die französische Kaiserkrone getragen, an d ffen Mienen und Worten wahrend dieser Zeit die ganze Welt mit gespannter Auj- meiksamkelt hing, der langjährige Lenker der Geschicke Europas. Wie hätte die Kunde seines Toves die Weit erschüttert und durchbebt, wie tiefgreifend wären die Folgen gewesen, wenn er wenige Jahre früher von dem Schauplatz dieser Welt abgetreten wäre. Heute ist sein Tov nichts mehr, als der äußerliche Abschluß eines län-ß vollendeten Lebens. Louis Napoleon hörte seinen Grabgesang am Schlachttage von Sedan, aber er klammerte sich an das Leben und zog die Schmach de« Tode vor. Ln jenem Tage konnte er mit dem Ge st? eines Helden sterben. Er mußte es thun, wenn er kein Feigling war. Aoir wie die Furcht ihn in den Krieg getrieben, die Furcht vor der rächenden Remels, die dem Schuldigen auch in den Tagen des Glückes vnd Glanzes nimmer Rast und Rahe lagt, — so war es die Furcht vor dem Tode, die ihn drn günstigen Moment verpaffen ließ, die Sühne mit Anstand zu verlassen, auf der er so lange Z:it die erste Rolle spielte. — Er zog es vor, ein elendes Leben zu fristrn und schrieb dem König Wil- Helm die lügenhaften Worte; „Nayant pas pu mourir a la töte do mes troupes, jo ddposo mon dpdo ä votre Majestd \tt Sa brachte er sich um den einzigen Ruhm, auf den er begründeten Anspruch hatte, um ken Ruhm eines geschickten Lomödianten, der seinen nothwendig gewordenen Abgang mit einem wirksamen Schlußrffrct in Scene zu setzen wriß. Und doch vermochte dieser Mann Jahrzehnte lang Frankreich) Thron zu behaupten, vermochte sich zum Lenker der Geschicke Europas aufznwerfrn - Das macht, er hatte frühzeitig die Welt und die Menschen verachten gelernt, er hatte einen Slick hinter die Eoulissen des großen thcatrum mundi gethau und die Schnüre ziehen lernen, an welchen die Menschenpuppen tanzen. Aber während er die Schnüre zog, legte sich die Hand des Schicksals auf seinen Arm, er glaubte zu schieben und wurde geschoben. Er war ein Werkzeug, dessen sich Vie Entwickelung der Menschheit bediente und wurde vorn Schicksal bei Seite geworfen, da er feinen Zweck erfüllt hatte. Run ist dieses Leben fo voll von Irrthümern und Thorheiten, so lange es der Dunkelheit angehörte, so reich an verbrechen und doch fo ausgezeichnet von Erfolgen in den Jahren I s Glanzes, so erbärmlich in He Augenblick, da die Gefahr über dasselbe hereinbrach, beendet, aber spurlos wird die Kunde seines Todes in Europa verhallen. Denn Vie Weltgeschichte hat bereits ihr Gericht über ihn gehalten, sie hat ihr .Schuldig" gesprochen, ehe die ganze Summe des Beweismaterials gegen ihn an's Tageslicht gekommen. Wohl mag hie und da ein milderes Uitheil über ihn laut werden, wohl mag man diesen oder jenen gewinnenden Zug von ihm erzählen, manche liebens- würdige Seite seiner Persönlichkeit, manche an.rkennrnswerthe Handlung des Herrschers hervorheben. Der Herz und Ricren prüft, wird all' das am jüngsten Zage in seine Wagschaale werfen. Wir aber üben kein Richteramt, wir künden nur den Spruch, drn die Geschichte fällt und niemals lautete deren .Schuldig" einstimmiger, vernichtender. Längst ist der Haß geschwunden, den man früher in Deutschland gegen Louis Napoleon hegte. Ist ei's doch gewesen, Per, wenn auch wider feinen Willen, zum Schöpfer unserer lang ersehnten Einheit wurde. Uefer Unheil über ihn ist nicht mehr durch irgint wrlche nationale oder politische Antipathie dictirt. Aber ein Blick auf den Zustand, in welchen seine Regierung Frankreich versetz, hat, mit seinen tiefgreifenden und weiterwirkenden Folgen m«ß genügend die Schwere seiner Schuld erkennen lassen. Rur wenig Jahre hat er in ter Verbannung zugebracht und wenn wir anders seinen Eharakler richtig beurteilen, bis zum letzten Augenblick den Gedanken einer Rückkehr nach Frankreich, einer Wiedergewinnung des Kaiserthrones, sei es für sich, sei es für seinen Sohn, nicht abgegeben. Wie sehr von Par- Itlen zerklüftet, wie sehr ein Spielball »iHistre lender Interessen und wie schwan- kend in dem Bestand feiner pol tischen Institutionen Frankreich aber auch sein mag — die Rolle der Rapoleoniden ist, so weit der Horizont der Gegenwar! reicht — beendet. Ein Knabe in den Händen einer niemals geachteten, aber feit dem Beginn des Kr-eges allgemein verhaßte», bigotten und beschränkten Fran und ein Prinz, kessen Gebahren immtr fast noch mehr lächerlich als verächtlich war, das stad die Trümmer des Hauses, das der tobte Maa.i in Ehigirhurü einst so glänzend herzurichten suchte. Deutschland. Vcrlill, 9. Januar. Mit großem Bedauern hört man, daß die Vorlage wegen Eintührung der obligatorischen Eivilehe im Mn'ßerium in's Stocken gerathen ist; es iß wohl endl'ch an der Zeit, daß tue Volksvertretung in Bezuq auf diesen w cht gst. Für die ka'holische Bevölkerung tritt ein solches Vekürsniß viel weniger zu Tage. Denn die Katholiken unterwerfen sich vermöge ihrer religiösen Anschauungen den Beschränkungen, welche ihnen durch die kirchliche Form der Eheschließung auftrlegt werden; für sie ist das Eingehen einer kirchlichen Ehe eine Sache des r«l g ösen Gewissens; während innerhalb der protestantischen Bevölkerung ein solches religiöses Bewußtsein in Betreff der kirchlichen Form der Eheschließung an sich nicht obwaltet, sondern derselben lediglich durch Die Geistlichkeit und Die kirchlichen B oörden aufgedrungeu iß. Es find deshalb auch die Eonfl etsfälle in Der protestantischen K.rche viel zahlreicher als in Der katholischen. Eben Deswegen wünsch en wir g-riDe Die Vorlage dieses Gesetzes, »eil Daraus hervorgehen würde, daß vom Staat nicht blot ein einseitig r Kampf gegen die katholische Kirche geführt werden soll, sondern daß wirklt^ eine Emane-pation Des Staates von Der Kirche, auch der evangelischen, augtjUebu!j^rD. Ein neulicher Vorgang in Berlin, wo ein ehrwürdiger protestantischer Geistlicher von Dem Eonßßonum feine« Amtes entsetzt »orten ist, weil er nach ler Ansicht Desselben nicht mehr aul dem Boden Der evangelischen Landeskirche steht, ist wahrlich nicht dazu geeignet, Die Zustande innerhalb tiefer Rechte erheblich besser als diejenigen innerhalb ler katholischen Kirche erscheinen zu lassen. Die Enthebung von dem Zwange, behufs zur Ein- gehung einer Ehe sich mit Der Geistlichkeit in Verbindung setzen und Irgendwelchen Zimuihungen derselben sich fügen zu muse l man noch immer von Der Hoffanng sich nicht trennen wollte, baß die Äegtemug noch in Dieser Session eine Vorlage wegen Einführung Der obligatorischen Eivilehe einbringen werde. _ (D. Pe) — Für Den Prebiaer Dr. Sydorn sind, wie der Wiener ^Presse- von hier telegraph rt wird, 500,000 Thlr. aufgebracht worden, die, falls Die Absetzung v'fiuilio wird, eine Dotation für Sykow bilden sollen. Berlin, 10. Januar. Der Berliner Magistrat hat als Patrouatsherr der neuen Kirche heute beschlossen, bei Dim Oberkirchenrathe die Aufhebung der Amts« suspension les Predigers Sydo» zu beantragen, außerdem Sydom der unveränderte!« Forteauer seines vertrauens zu versichern. Berlin, 10. Ian. Abgeordnetenhaus Auf Dir Interpellation Mallinck« rodt's, betreffend das verbot Der Veröffentlichung des auf Deutschlaad bezüglichen Passas Der päpstlichen Weihllachts-Alloeution, erobert der Minister Des Innern: Eia bezüglicher Ministenal - Erlaß sei ergangen. Die Regierung habe ein desini- tuet U thetl über Die Strafbarkeit nicht zu fällen und nur ihre Ranchi mitge- theilt, nach welcher Die betreffende Stelle strafbar sei. Sie habe Die Verhinderung Der Veröffentlichung deshalb flr angemessen gehalten. Das dem Erlasse oorausgeschickte Avertissement an die Oberpräsilenten war gesetzlich weder erfor- kerlich noch verboten. Damit sei kein Gesetz übertreten, vielmehr wohlwollend I n Redaktionen entgegen gefommen. Es fei richtig, daß Die Maßregel von Der W Ihelm-straße ausgegangen sei, to:ll es ,rn auswärtigen Amte darans anfam, -enchilich seßzustellea. daß Die Alloeutiou v eläumdunzen enthalte, w:lche zu Verfolgungen gegen Die Urheber Anlaß gäben, wenn eine Jurisdiction bestäube, welcher dieselben unterworfen waren. Der Erklärung Des Ministers des Innern folgte eine lange Diseusfion, an Der sich Die IbgeoeDneten Wmdthorst (Dort* munb), Engelken, Lasker, Windthorst (Meppen) uni Lowe beteiligter Lasker fagte unter Dem Seifall des Hauses gegenüber o. Mallinckrodt uni der Eeatrums« Partei im Ganzen: „Wenn 3ie mit Rom sich weiter identisteiren, so werben Sie immer weiter von Den nationalen Zielen entfernt, auch wenn Sie es nicht rollen.- Rech endlicher Annahme des Schlusses Der Debatte wurde Die Cern- (bang des Etats des Ministeriums Des Innern fortgesetzt. — Nächste Sitzung morgen. Bcrlm, 11. Ian. Gestern Nachmittag fand IM Bürgersaale des neue« Rathhauses eine von wohl anderthalb Tausind Personen ans den gebildeten Kreisen besuchte Versammlung statt, welche aus Vorschlag des Vorstandes Des Unious* »eruns ohac jede Debatte und einstimmig eine Adeisse an Dr. Sydow genehmigte, in welcher für denselben Partei genommen und dir vollständige lieberem- ßia mung mit eoffen Geunlsätzen und Lehren ausgesprochen mied. Italien- Row, 10. Ian. Samwtliche Blatter bringen Artikel über Das Ableben Rapoleoa's und sprechen sich uoller Anerkennung über Den Kaiser aus, dem, wie die .Opinione" äußert, Die Italiener eine unauslöschliche Dankbarkeit bewahren müßiev. — Rach einer telegen,h scheu Melkung aus Genua find von dem Tunnel bet G>ovl nicht 15, soakern 300 Meter eingeßürzt. Ein weiterer Unglücks* fall hat sich Dabei nicht ereignet. 5% Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln Mindener und Oberhes,Ische Eisenbahn, sowie sammtliche zollamtliche» Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Marli? I von Emil Fischbach in 734 96 176 (173) Logt. 206) Braunkohlen und Bedingungen 18 399 38 Wellen 300 5770 1200 London Lyon Paris Wien ditto ditto Dl« conto 1-tocinichrkblen. 11. Januar 1873. 81 273 20 empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. 1) Schlachtvieh, 2) Brennmaterialien, nämlich Holz, Steinkohlen, Braunkohlen, Coaks und Torf, 3) Mehl, Graupen, Grütze, Hirse, Hafer, überhaupt alle Gegenstände, welche Erzeugnisse aus Früchten sind, 4) Fleisch, frisches sowohl als gedörrte-, Wurst, Zungen, 5) Wildpret, 6) Getränke, nämlich Wein, Obstwein, Bier, Branntwein, Liqueur, Spiritus, Rum, Arrac:c. überhaupt alle alkohol- baltenden Flüssigkeiten, 7) Gegenstände vorgenannter Art, welche verzollt werden müssen, oder schon verzollt sind, unterliegen ebenfalls der Octroipflicht, sobald der Zollbetrag unter 52'/2 fr. per Centner beträgt. Alle octroipflichtigen Gegenstände müssen an demjenigen Thore, an welchem sie ein- 200) Das Neueste von Ballbouquets, Rosenknospen, Myrthenkränzen, Wachsperlen in allen Größen zu billigen Preisen bei G. R ö o e r auf dem Kreuz. ferung, veranschl. zu Zimmerarbeit, „ „ Schreinerbeit, „ „ Schlosserarbeit „ w Glaserarbeit, „ „ Weißbinderarbeit, „ Pläne, Voranschläge Zusammenkunft jedesmal Morgens 9 Uhr auf dem Häuser Weg im Höhler bei Holznummer 1. Lich, am 10. Januar 1873. Eichenstämme von 15 bis 69 Centi- meter Durchmesser und 2 bis 11 Meter Länge, mit 271 Cubikmeter; Kiefern- und Fichtenstämme von 18 bis 50 Centimeter Durchmesser und 6 bis 18 Meter Länge, mit 65 Cubikmeter und Eichenstangen mit 11 Cubikmeter Inhalt. Äqondere Bekaimtmachungen. Dekan ntmachunq. Bett, das Octtoi der Stadt Stehen. Zur Belehrung der Bewohner Gießens und zur Verhütung von Defraudationen wird bekannt gemacht, daß nach dem Octroi- Reglemcnt der Stadt Gießen folgende Gegenstände der Octroipflicht unterworfen Der Fürstliche Oberförster: ___W immenauer. 201) Wegen Aufgabe des Geschäfts werden sämmtliche Artikel, sowie Herren-, Damen- und Kinderwäsche, Federn, Band, Blumen, Spitzen, Wollwaaren u. s. w., um schnell zu räumen, auf's Billigste verkauft. Walters S» Leo. i Oeet. Oreditact. 351'/, j Galklon 243 Bekanntmachung. Dienstag den 21. Januar, Mittags 12 Uhr, will die Gemeinde Treis a Lda. daS von Großberzoglickem FiScus überlassene Haus, das sogenannte alte Amthaus, auf den Abbruch nochmals verkaufen. Treis a. d. Lda., am 7. Januar 1873. Großherzogliche Bürgermeisterei Treis a. £.|. 203) Bergh 5 fer. Brünellen, Kirschen, Acpselspaltcn, Catharina-Pflaumen und bamb. Zwetschen. Erbsen-, Bohnen- und Linsenmchl. Tafelmandeln, Tafelrosinen, ital. Hafelnüffe, Citronen Orangen, Oliven, Champignons und Trüffeln. Actlen. Ptank/. Bank 141?/, Frank/. Verelns-Kaeie 146l/< Dannst Bankact. 458 Wien Bankactien 1052 Turin, io. 3«*tr. 3.1 Folgt eint« lunncl - öinftiqc« bei G ovi auf ttr Iurie • ®tnua ist »er Verkehr zwischt, Vasall um Pont e Dtrimo eiegefttüt. G«l Qold 2 25—26 Das Eichenscheitholz eignet sich theilweise zu Werkbolz, das Prügelholz (2,5 Meter lang) zu Zaunpfählen u. dgl. 2) Dienstag den 21. und Mittwoch den 22. Januar: 213) Ein co. 120 Klafter aroße^ Acke im Altenfeld i|i zu uciiüufcii zu ucc pachten.Rechner Wittich. Die Material-, Aarb- und Colonialwaaren- Handlung und Niederlage natürlicher Minrral- brunnen Gießen, Celtersweg, Ruff. Sardinen, Sardellen, Neunaugen, Hummer in Dosen, Cervelatwurst. Emmcnthalcr und Parmefankäfe. Ital. Maccaront, Etergemüfenudeln. Oderhcssisch^ Eisenbahnen. Zwischen unseren Stationen Lich und Grünberg einer- und den Stationen Darmstadt, Auerbach, Heidelberg und Mannheim andererseits tritt am 15. er. ein Ausnahme- tarif für die directe Beförderung von Braunkohlen in vollen Wagenladungen vor. je 200 Ctr in Kraft- Die betreffenden Tarifsätze sind bei den genannten dieffeitigen Gütercxpeditionen einzusehen. G eßen, im Januar 1873. (208)Die Direktion. Spanien. Madrid, 10. Jsn. Essttlls (Cacl.sttn - Anführer) iß gefallen. Amerika. Washington, 10. 3a» Stiatsseeretär Fish hak au de> anerikanischen Gesandten in Musrid, Herrn Sickles, Unter« 29. Deeember v. I. eine Depesche -eri-tek, *>erin o.« Bedauern der Uuioas-Negierung über die Erfolglosigkeit der Bemühangea, die Sclaverei aus Eutza abzuschzffea, entschieden Ausdruck gegeben und gesagt wird: Die Union könne die Situation nicht ohne Sorge betrachten, daß S-anien, falls e« de« fortgesetzten Zuwiderhanveln seiner Anordnungen nachs he, die Unfähigkeit, den Safßaad zu beherrschen, documentire. A«erika's Neutralität sei schwierig, dasselbe könne durch die Umstände zu einer Aenderung seiner Politik gezwungen werden. Averika's Geduld wäre erschöpft, wenn die gemachten Zustcherungen nicht erfüllt uni seinen Beschwerden nicht abgeholfen würbe. Jei;ieigeru^<7. Fortschritt».Medaille mit St ranz der Ulmer Hu»|lrUunfl ron 1WL focilimö’ö mtliitinilcht XUciB-CErtnutr sind in befannter, DCr|ü«lid>n Cuatität und Setnbcit in ollen Stolbcrm rorritbig und ist dabei wegen vielfacher Nachahmung auf die Firma: „M- IxieBuna In Muttgurt“ ganz besonder» zu achten. Lornund « concenlrirte» Malz. Snract 'st da« wlrkmmfte -^'deru'.iZv mntel bei Husten, Heiterkeit, Katarrh, Athmung-defchwerden, Bruftleiden. drk» de« Leberthron«. Preis der .rlaiche 35 h. 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Ä reubet. 2|5) Wie vor einigen Tagen im Frankfurter Journal richtig bemerkt wurde, ieat die Frage in Betreff der Wahl eine« Bauplatze« zur (Srridtuirg de« Universität»- oebäude» die Gemütdei unserer sonst ruhigen, bei derartigen Angelegenheiten wenig Jc.fev zeigenden Bürgerschaft ganz gewaltia auf und nur bie Diskussion der un-nahe gehenden (und fern bleibenden) Eisenbahnlinie Berlin-Metz konnte ersterem ^hema einiaer"*atzen Eoncurrenz machen. . , liegt in der tbat auch alle veranloffung vor. diese Bauplotzsrage gründlich . B füfriiT,’ 24. 80- 8». 40. 4«. SO-ildtige Terftm 9ind> neueier (finriltung ist für bie elften 5 30« b** J™ fflüffignierben bei Tioibenbe eine weieniUck amcli'flte Seit «efklen brr ilnflalt mürben 132!! Sterbe,alle mit fl. 9,002,000 au» brjablt Tie btefe» Jabr bi - irflt «ingetreirne lebemäBUte eierblKbte I ""J" äi. feeri t günftigen «610)1 ub ei warten nnb unter Hinweiiung »uf obigen vetmebiten 3“ gang an neuen Versickerungen labet ,u weiterem Vritrttte mit dem Hemcrten ein, bat etatutrn, Vrofpette :c. unenigeltltcb ju haben flub, ber ageril: zu Uftnn ein gesucht (behalt 350 Thlr bei Station. Bedingungen: forulin» für Latein, Griechisch. Deutsch und Die Fortsetzung ! de« billigen Ausverkauf« von Pap.er- und Fcdrefbmaterialien im Hause de« Herrn I. Rotkenberger, Lindenplatz, Patene. £ dauert nur noch bis Freitag Abend. 521-lr Ter Laden ist offen von Morgens 9 bis Abends 8 Cominissionair in Gicßcn, empfiehlt N» »um »Milchen non > «* '«‘J"1*nL,',art»n’N,eif»l»lrt”- ^f'trn?mebrere Her'rschafe«haio"cr^-ufmännis»e«es» «m»« Bauer, W«,,,< ,«‘ “S * ”9 S,b. sirtiim.lr.lb ,u «ab.0i.ab.im Gustav «udtng, «ICW» Bust, »°f. g.rMMealh in •üben. Buss, tanbrifbt« in «»».. 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San-mlun-eN ,a wrran»all,n, und *« •<*> •■ •»’ llaterj-.chneten cfc.t an d.° g„chu t-iudr,nd,n Äu.lchuß in Darmstud, »i ""»er>. da.uit bald na Iknkmal sich ttbfbr. »'lches und zur isrionerunq an d>e q»a«c Zeit, di« wir wtt,rt,dt. uad ae di, fatrer-n Lvdn« Heffea«. »..fern Kindern und tfnfdn atz« zur «neiferunz dienen, di« An die Brwohner des (s>rostl)erwglhums Kellen. L.ute fine ,w«r Jahr« seit de« Tar, »defirti. an wd«i fm an'.»• »entschen H«,e ihr, Tb-r. cWn.fr »«« H<4 8<»nd«« zuruckstewi.sen, und in Onidehenr.^,n und ichmerer VedrLngniß ®,Tb7a .u.7.b.n. b«tt. I« 1J 3M -« 41 6>'| ®rtun ,.r fill.r. gefich.it. ».»--* ***** E,..»».t, ,1.ll... bi> Schlacht bei e«d3N geschlagen, unr nnn auch Metz -rnommeu uar. «n d«m q-nrrnchen Äufgana b,4 tr.«a«i nicht inedr aezmefell wereen. 3,»t nachdem die segenare chst« Aolg« der rernnten tzmtsche» »1« knliIl' che eieieuna Deut'chlands zum Schatz nach »ußeu und zu r utli».t a.t»iddOn6 •■3m««. m* A, l aller d^Nchen Etaaten «chidar h^var-etr.t.n ,st -,z.eml es stch. da vtz.cht der Dankbarkeit argen da. Volk in Waffen auch d^rch innere Z'ichrn zn genngen € ’-rn n, rr«lb