$rt(ö vierteljährig 1 fl. 12 kr. ai ; Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st- 29 kr. Erscheint täglich, ail.t Ausnahme S-nntagS. Expedition: Canzletbera, Ölt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Liessen. «MnNBVfwaHMMWMMMDraajacKHDHnoMMaaMBaaaM« n imia— njT-:-: — - -- «b *> w-w > i*f inu»«—■ ipwnxrr i■ 1 > n—v*—।■'»■■mm—wwc—■lot**—»—»oumw Nr 2«s. Mittwoch den 12. Novcmticr 88-3° irTrrri'iri ! j im i ii u ihm itiiHiMgmwKgWMMMM«MisMM*aBM««ssoE^ga*3E!igw.asffl3ga»tw»Ma^utx*&MKan3^^ ^bwmbbwmmmbmi Ümtlicf)er T0eiL Gießen, den 10. November 1873. Betreffend: Herbstübungen der Großherzoglichen 25. Division. Das Gro l;h er)s g! r che Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Mendorf a. b. Valin, Gießen, Groß-Linden, Grüningen, Holzheim, Klein-Linden, Lang-Göns und Leihgestern. Wir benachrichtigen Sie, daß nach einer Mittheilung der Intendantur XI. Armee-Corps die Liquidation über Flurbeschädigungen, welche in Folge der diesjährigen Herbstübungen der Großherzoglichen (25.) Division entstanden sind, zur Zahlung an die beschädigten Feldbesitzer gegen vorschriftsmäßige Quittung angewiesen worden sind. Sie wollen die empfangsberechtigten Interessenten hiernach bedeuten. v. Röder. B e k a n n t m a ch u n g. Nachdem die Spar - und Leihkasse zu Gießen uns zur Unterstützung von Lehrern, welche den Zeichnencursus zu Darmstadt besuchen wollen, einen Credit von 100 fl. zur Verfügung gestellt hat, bringen wir dies hiermit zur Kenntniß der dem Sparkasse-Bezirk Gießen angehörigen Lehrer unter dem Anfügen, daß sich diejenigen, welche demnächst diesen Cursus besuchen wollen und auf eine Subvention aus jener Verwilligung reflectiren, 14 Tage vor Beginn des Cursus bei uns anzumelden haben. Selbstverständlich ist die Verwilligung einer Unterstützung zu diesem Zweck an die Bedingung geknüpft, daß nach beendigtem Cursus in den betreffenden Schulen Zeichnen-Unterricht ertheilt wird. Gießen, 8. November 1873. Großherzogliches Kreis amt Gießen v. Röder. politischer Th ei L - Schulstelle zu Richen und am 30. October dem Schullehrer an der 8. evang. Ö CUtfd) fand. i Schule zu Pfungstadt, Theodor Kredel, die 6. evang. Schulstelle daselbst zu ' übertragen. Darmstadt, 7. November. Schluß des Großherzogl. Regierungs-j Am 1. October wurde dem Pfarrverwalter Adam Faßbender die katho- Blattes Nr. 45: lische Pfarrstelle zu Bieber, im Dekanate Seligenstadt, übertragen. An dem- 8. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben i selben Tage wurde dem Pfarrverwalter Philipp Graf die katholische Pfarr- allergnädigst geruht: am 18. Sept, den Kreiödiener bei dem Kreisamte Gießen,.stelle zu Weinolsheim, im Dekanate Oppenheim, übertragen. Nikolaus Hannes, zum Hausbeschließer bei dem Hoftheater zu ernennen; am; 9. Dienstentlassung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben 3. October den von dem Herrn Grafen zu Solms-Laubach auf die evang. allergnädigst geruht: am 20. October den Kammerjunker und Rittmeister ä la Schulstelle zu Inheiden präsentirten Schulamtsaspiranten Heinrich Eckel aus suite Gustav Freiherrn von Schauroth auf sein Nachsuchen aus dem Hofdienst Wallau, im Königreiche Preußen, für diese Stelle zu bestätigen; am 6. Octoberzu entlassen. der Schulamtsaspirantin Catharina Josephine Franz aus Mainz die dritte- i0. Charakterertheilungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog katholische Schulstelle zu Mombach, am 9. Oktober dem Schullehrer an der haben allergnädigst geruht: am 17. Juni dem Hofmusiker Friedrich Frank den 3. evang. Schule zu Lich, Christian Ebeling, die 2. Klasse der Stadtmädchen-'^Charakter als „Kammermusiker" und am 24. Juni dem außerordentlichen schule zu Gießen und dem Echulamtsaspiranten Philipp Jakob Filz aus Kaichen,. Professor an der Landes Universität, Dr. Ludwig Noack, den Charakter als die 4. Klasse der Stadtmädchenschule zu Gießen zu übertragen; den Stabs- „ordentlicher Honorar-Professor" zn verleihen. trompeter im Großherzogl Artillerie-Corps Georg Schupp aus Griesheim 11. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Groß- unb am 10. October den Sergeanten im Großherzogl. Artillerie Coips, Frie- Herzog haben allergnädigst geruht: am 11. September den Hauptsteueramts- drich Wilhelm Beck aus Darmstadt, zu Bahnhofsaufsehern bei der Station diener bei dem Hauptsteueramte Worms, Valentin Kahl, auf sein Nachsuchen Darmstadt der Main-Neckar-Eisenbahn zu ernennen; am 11. Ociober dem!und unter Anerkennung seiner mehr als 50jährigen treu geleisteten Dienste, am Schulamtsaspiranten Heinrich Wilhelm Buttern aus Reuters die 2. evang. 121. September den Forstwart der Forstwartei Groß-Gerauer Fallthorhaus, Schulstelle zn Nieder-Ohmen, d m Schulamtsaspiranten Johannes Reitz aus Förster JohannesLulauf, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, Salz die evang. Schulstelle daselbst und dem Schulamtsaspiranten Jakob lauf sein Nachsuchen, am 26. September den Schullehrer an der 1. kath. Schule Becker aus Hahnheim die Gemeinde-Schulstelle zu Neuhausen zn übertragen;-zu Ober-Ingelheim, Franz Knab, auf sein Nachsuchen, am 29. September den den Gymuasiallehramtsaccessisten Dr. Peter Häling aus Bensheim zum Lehrer Brückengelderheber bei der Schiffbrücke zu Worms, Johannes Habermehl, unter an dem Gymnasium zu Bensheim zu ernennen; am 13. October dem Schul .Anerkennung seiner mehr als 50jährigen treu geleisteten Dienste, auf sein Nachlehrer an der evang. Schule zu Schwickartshausen, Friedrich Windecker, die 1. .suchen, am 3. October den Schullehrer an der kath. Schule zu Zahlbach, evang. Schulstelle zu Nieder-Mcdau, am 15. October der Schulamtsaspirantin-Georg Kleespies, auf sein N chsucheu, am 7. October den Domänenpfandmeister Ernestine Louise Haustein aus Gießen die Stelle einer Lehrerin cm der höheren «bei dem Nentamte Lampertheim, Ludwig Scriba, unter Anerkennung seiner Töchterschule zu Güßen, dem Schnlamtsaspiianten Philipp Molz aus Pleiters- langjährigen treu geleisteten Dienste, aiif sein Nachsuchen, den Forstwarten der heim die ivang. Schulstelle zu Bingen und am 17. October dem Schulamte- «Forstwartei Kühkopf, Förster Nicolaus Habich, unter Anerkennung seiner mehr aspiranten Johannes Haas aus Hainstadt die evang. Schulstelle zu Hummetroth! als 50jährigen freu geleisteten Dienste, am 13. October den Steueraufseher zu übertragen; sowie den von dem Herrn Fürsten zu Jseuburg-Virstein auf die-Johannes Mulch, unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste, 3. kath Schulstelle zu Offenbach präsentirren Schulamtsaspirauten Johanujauf sein Nachsuchen, am 17. Oetober den Schullehrer an der 4. evang. Schule Hosmann aus Viernheim für diese Stille zil bestätigen; am 20. Oktober denjzu Laubach, Friedrich Gustav Hotz, auf sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung von dem Herrn Grafen zu Solms^Laubach auf die evang. Schulstelle zu Trais {ferner geschwächten Gesundheit, den Schullehrer an der 2. evang. Schule zu Horloff präsentirten Schull hrer an der evang. Schule zu Buchenau, im König-IFlonheim, Johannes Schmitt, und den Schullehrer an der 2. Klasse der Gereiche Preußen, Heinrich Rcuhl, für diese Stelle zu bestätigen; dem Schullehrer-meindeschule zu Alzey, Franz Gebhard, auf ihr Nachsuchen, am 18. Oetober an der 2. evang. Schule zn Armsheim, Philipp Steffan, die 1. evang. Schul-!den Schullehrer an der 1. kath. Knabenschule zu Bingen, Adam Monslinger, stelle daselbst, dem Schulamtsaspiranten Philipp Honecker aus Nack die evang. auf sein Nachsuchen, am 20. Oktober den Brückenwärter und Schiffbauer bei Schulstelle zu Lanzenheim, am 21. October dem evang. Pfarrer zu Neckar der Schiffbrücke zu Worms, Johannes Schlegel, am 21. October den Hospital- Steinach, Christian Cellarius, die evang. Pfarrstelle zu Flomborn, am 24. rentamtmann bei dem Landcshospital, Gustav Ludwig August Valentin Ditt- October dem Schullehrer an der evang. Schule zn Eichelhain, Friedrich Ober- mar, in den Ruhestand zn versetzen. mann, die evangelische Schule zu Reuters, am 27. October dem Schullehrer! 12. Concurrenzeröffnung. Erledigt ist: die 2. kath. Schulstelle zu Darm- an der evang. Schule zu Affolterbach, Johannes Sturmfels, die evangelische stadt mit einem Gehalt vvn 800 st. jährlich. Frankreich. Oberförster Rumpf zu Heldenbergen; am 29. October der Präsident des Bezirksgerichtes zu Mainz Johann Carl Philipp Lebert daselbst. Berlin, 8. November. Sämmtliche Bezirks Negierungen des Staates sind angewiesen worden, in geordnetem Wege zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, daß „der erwählte katholische Bischof", Joseph Hubert Reinkens, landesherrlich anerkannt worden ist, den Homagial-Eid abgeleistet und seinen ^Wohnsitz in Bonn genommen hat. Der Dr. Reinkens ist also ausdrücklich als katholischer Bischof anerkanntt Pofen, 8. November. Man sagt, daß ein hiesiger geachteter polnischer Bürger, gleich nachdem die Pserde imb die Klitsche des Erzbischofs verkauft waren, zu ihm giilg und sich erbot, diese Gegenstände für ihn zurückzukaufen. Der Herr Erzbfichos soll jedoch das Anerbieten mit dem Bemerkeii abgelehnt haben, daß, trotzdem er für die Kutsche allein 1000 Thlr. bezahlt habe, er weder sie noch auch die Pserde zurückkaufen wolle, da sie ihm doch wieder ab gepfändet werden würden. (Ostd. Zig.) Fulda, H. November. In einer am 10. d. Mts. dahier stahgehab ten Sitzung des Dom-Capitels wurden fünf Caiididaten für den erledigten Bischofssitze aufgestellt, welche in aller Kürze dem Kaiser präsentirt werden sollen. Aachen, 8. November. Bekanntlich haben hier die Ultramontaiien einen beträchilichen Wahlsieg davongetragcn. Aber nun kommen, sagt die „Aach, ßtg "i Die, welche zu diesem ein giltes Theil beigetragen haben, die „Arbeiter vom Paulus-Verein", sie fordern ihren Lohn und werden abgewiesen. Am Tage nach der Wahl wurde in Aachen folgendaö Placat colporhrt: „An unsere Gesinnungsgenossen. Fieunde! 1) Einmüthig haben wir unsere Stimmen den von der „Constantia" Erwählten gegeben, weil wir glaubten, diese seien auch Freunde unserer socialen Sache; wir haben zum Siege beigetragen und baten um Antheil au den Früchte»; übergeben haben wir unsere Programme dun Vorsitzenden der Wahlversammlung. Unser Programm wurde nicht verlesen, unsere Bitte, als dritten Abgeordileten unseren Präses zu wählen , fand keine Beachtling. Zum Wählen waren wir gut genug, die Wünsche der Wähler zu berücksichtigen, hielt man für überflüssig. Der Mohr hat seine Schuldigkeit gethau, der Mohr konnte gehen! Ungeschehen können wir Geschehenes nicht machen, in das Unvermeidliche müffeli wir uns finden, aber eine Lehre haben wir erhalten für die Zukunft. Wir wollten Frieden und Einigkeit; sollte einst Uneinigkeit entstehen, die Schuld liegt nicht au uns' 2) Wir wollen den letzten Versuch machen und unser bereits der Oeffentlich- keit übergebenes Programm den gewählten Herren vorlegen; wir werden sie bitten, schriftlich uns das Versprechen zu geben, unsere Wünsche vorzubringen und für dieselben einzustehen. Erfüllen sie unsere Bitte, gut und wohl I Wollen sie es nicht, so können sie wohl dem Namen nach als Vertreter der Katholiken Aachens und Burtscheids auftreten, in Wahrheit sind sie es nicht, denn sie find nicht unsere und unserer zahlreichen Freunde Vertreter! In Zukunst werden wir dann unsere eigenen Wege gehen! Dann aber möget Ihr, unsere Freunde, uns helfen, und Gott unsere Sache segnen. Die 4000 Arbeiter des Paulus-Vereins " rüher ihm die öffentliche Meinung lieh, vollständig verloren hat. Dazu kommt die Wendung, welche der Proceß Bazaiuc's durch die Hulme'schen Aus- agen genommen hat. Jedermann sagt sich, daß, wenn ein anderer als der Staatschef in dem Falle Mac Mahon's wäre, das Urtheil des Gerichtshofes offen lauten würde: „Der Marschall erinnert sich nicht, die betreffende Depesche erhalten zu haben, aber die Aussagen Hulme's und die Bestätigungen, welche ihm zu MM werden, beweisen, daß sein Gcdächtniß ihn täuscht!" Im Ganzen ist nicht zu verkennen, daß der Präsident seit drei Wochen sein Ansehen bis auf einen verbältnißmäßlg kleinen Rest eingebüßt hat. Er selbst wünscht Präsident zn bleiben, und die Partei Broglie klammert sich nach Kräften an ihre Stellungen an. Paris, 9. November. Die „Presse" sagt, nachdem die Rechte den Titel eines Präsidenten der Republik für Mac Mahon genehmigt, habe Wo- lowski sich für den Antrag Changarnier's erklärt und die Majorität in der Fünfzehner^Commission dadurch verschoben. — Mac Mahon in großer Uniform, Buffet, alle Minister und mehr als 400 Deputate wohnten heute in Versailles dem Gottesdienste für die Nationalversammlung bei. Die ultramontanen Blätter „Uuivers" und , Union" versichern, in Marseille und im ganzen Departe- ment finde eine Petition zu Gunsten der Monarchie viele Unterschriften. Die „Patrie" behauptet, zahlreiche preußische Emissäre trieben sich in Spanien herum; sie bürgt für die Wahrheit ihrer Nachrichten. (?) Paris, 9. November. Die Linke verhandelte heute den Antrag auf Berufung (in das Volk (Plebiscite.) Der Antrag wird lebhaft angegriffen und ebenso vertheidigt. — Graf Ladislas Zamoyski ist gestorben. Spanien. Madrid, 9. November. Die aus carlistiscker Quelle stammenden Telegramme über die Schlacht bei Miranda sind als vollständig erfunden zu bezeichnen. General Primo de Rivera ist keineswegs verwundet, benachrichtigte vielmehr heute die Regierung, daß der Kampf nur in einer Vorschiebung des Hauptquartiers nach Arcos bestanden habe, von wo aus Moriones heute seine Telegramme datirt. V^adrid, 9. November. Aus Spanien ist keine besondere Wandlung in der Lage der Dinge zu berichten. Der Minister des Innern hat an die Madrider Blätter ein vertrauliches Schreiben gerichtet, worin er sich über ihre Haltung beklagt, sie zur strengen Beobachtung des Decrets vom 20. September auffordert und sie vor der Aufreizung zum Aufruhr, sowie vor der Veröffentlichung von andern als osficiellen Nachrichten über die Truppenbewegungen, den carlistischen und den cantoualen Aufstand warnt. — Jenes Telegramm, welches uns aus Bayonne den angeblichen Sieg der Carlisten bei Oteiza mit dem Zusatze meldet, daß die Bestätigung abzu- warten sei, scheint mit seiner Vorsicht im Recht gewesen zu sein. Aus Madrid hört man ganz anders lautende Nachrichten; Reisende bringen die Kunde, daß die Carlisten bei Estella aus ihren Stellungen geworfen und vier ihrer Geschütze von den Regierungsiruppen erobert worden seien; ihr General Rada sei in Gefangenschaft gerathen und der Oberbefehlshaber der republikanischen Truppen hätte Estella, das bisherige Hauptquartier des „Königs", besetzt. Das wäre freilich ein großer Erfolg für die Negierung. Aber hier wird man eben so vorsichtig die Bestätigung abwarten müssen. Die neuesten Nachrichten aus Madrid spreche» auch nicht gerade von einem Siege, sondern nur von einer gelungenen Operation der Negierungstruppen. Die' ganze Sache habe nämlich nur in einer Vorrückung des Hauptquartiers bis los Arcos bestanden, von wo Moriones jetzt seine Depeschen barire. Wie stimmt das aber zu einer offi- ciellen Mittheilung vom 5. d. Mts., welche wörtlich lautet: „Gestern befand sich General Moriones in los Arcos und General Primo de Rivera in Sansol" ? Sollte vielleicht Moriones inzwischen nocki einmal von los Arcos verdrängt worden und dann am 7. wieder kämpfend vorgerückt sein? Unklarheiten sind also noch genug aufzuhellen. teiiQlanö. London, 10 November. Die beschlossene Gründung der Londoner thronisation des Herzogs von Aumale, arbeiten, und da er die politische Thä- ilmprißn tigkeit des Marschalls völlig beherrscht, denkt er auch dazu seine Mitwirkung «tllllll ItilL zu gewinnen, oder wenigstens keinen Widerstand von seiner'Seite zu erfahren. Washington, 10. November. Der amerikanische Gesandte SickleS Die Republikaner endlich würden sich die Verlängerung an sich gar nicht un- telegraphirt aus Madrid an den Staatssekretär Fish, die spanische Regierung Schweiz. Bern, 9. November. Von Pruntrut, wo heute die Jnstattirnug des neuen Pfarrers in Gegenwart der Negiernngsräthe Bodenheimer und Frossard statrfindet, wird gemeldet, daß der neue Kirchenrath bereits eingesetzt und die Velhastung des bisherigen ungeordnet sei, falls die Herausgabe der Kirchenschlüssel verweigert würde. Da tumultuarische Auftritte Seitens der Jugend in den Straßen stattfanden, droht ein Erlaß des Präfecteu sofortige Verhaftung. Ein halbes Bataillon ist aufgeboten und größtenteils bei ultramoiita- nen Bürgern einquartiert worden Bern, 10. November. Einer Special - Delegation des Berner Negie- rungsrathes hat der Bundesrath erklärt, die Reclamation der ultramontanen Mitglieder der Bundesversammlung gegen das Vorgehen im Jura als unzu-> lässig zu betrachten und demgemäß zii handeln. Bern, 11. November. Die liberalen Katholiken in St. Gallen verlangen vom Regierungsrathe die Aushebung des bischöflichen Knaben-Seminars, weil das Erziehungswesen verfassungsmäßige Sache des Staates sei, weil ferner das Seminar jesuitisch geleitet und in demselben die im Syllabus enthaltenen Grundsätze Mehrt würden. katholischen Universität geschieht auf wiederholt dringende Aufforderung aus /mukuetch. Rom. Man hofft, Studirende nicht nur aus Frankreich, Jrla id, Amerika, f r f . a . , !sondern auch aus den „bedrängten" Ländern Deutschland, Italien u. s. w. an- Parrs, 9. November Die Nachrichten laufen in Paris confus durch Kolken. Der Rector, Mousiguor Capel, soll nur direct von Paris abhängig «wandcr doch .st mcht zu verkennen, daß d-l der Verl°.^er..ng von Mac:,-«in. Das Vermöge» verwalte» Erzbischvf Mannina und zwölf katholische Muhens Vollmachten etgentltch Niemand daran denkt, den Marschall wirklich Bischöfe Englands. Die Lage des Gebäudes wird demnäckst bestimmt. zehn Jahre, wenn er |o lauge lebt, am Ruder zu sehen. Die Legitimisten am! London, il. November. Dem gestrigen Lord-Mayvrs-Bankct wohn- allerwcmgsten. Sw wollen die D.ctatnr der Reactwn, um unter ihrem Schildere,, ^.„„itliche Minister bei. Krieqsminister Cardwell erwiderte einen Toast an der L.ederanfnahme der Restauration» - Pro.ect. zu arbeiten. „Und der. die Armee, indem er die friedlichen auf di- Civilisation gerichteten Zwecke Marlchall selbst ist danut -uw-rstand-n , versicherte nur eme legitim,stische ^ gegenwärtigen Regierung nachdrücklich betonte. Gladstone toastete auf das Quelle vor wenigen Tagen Herr v. Broglie eben so wenig. Er will unter Parlament. dem Schutze des Präsidiums au seinen eigenen Planen, speciell an der Jn- 13. Sterbefälle. Gestorben sind: am 3. September der pensionirte gern gefallen lassen; denn wenn sie einmal die Majorität in der Nationalver- Hautboist Gerhard Busch zu Mainz; am 9. der Oberconsistorial - Secretär fammlung haben, kann ihnen ein liberales Regiment nicht fehlen, und sie wür- Carl Freiherr Schenck zu Schweinsberg zu Darmstadt; am 10. der pensionirte den eventuell den Präsidenten zu einem Wächter der öffentlichen Sicherheit Hausverwalter, Jnspector Johannes Herbert zu Darmstadt; am 11 der evang. ohne politische Bedeutung herabdrücken. Die Bonapartisten sind in ähnlicher Pfarrer Ernst Vogler zu Hühnlein; am 15. der Districtö - Einnehmer Raqnet Lage. Die Verlängerung würde sonach für alle Parteien nur etwas Formelles zu Mainz, der Realschuldirector Eduard Sander zu Bingen., der (^11(161)^^fein, sie würde eine Art von schützender Eisdecke Herstellen, unter welcher der Georg Franke zu Trais an der Lumda; am 21. der pensionirte Diftricts-. Strom der Parteipolitik ungehindert weiter wirbeln könnte. So lag die Sache Einnehmer, Rendant Prätorius zu Gießen; am 22. der Landgerichts - Actuar! wenigstens vor dem 5. November. Seitdem hat der Marschall Partei für die Bauer zu Assenheirn; am 28. der evang. Schullehrer Johann Heeß zu Dals-lNeaction genommen, und unter ihm schaaren sich jetzt alle die Schreier, die heim; am 29. der 1. evang. Pfarrer, Kirchenrath Clotz zu Groß-Gerau; am Stellenjäger, die Ueberläufer, die „honneles gens“ der Fusion. Das hat 30. September der Hofgerichts - Canzlei - Jnspector Georg Forblich zu Gießen; ihm unendlich geschadet; das Publikum, ja, ein großer Theil der Armee stellt am 1. October der evang. Schullehrer Jacob Scheuermann zu Laugwaden; ihn jetzt mit den Intriganten, welche in diesen Tagen bestrebt sind, ihre Per- am 23. der pens. Hauptmann Dingeldey zu Darmstadt; am 25. der pens. fönen um jeden Preis an der Gewalt zu erhalten, auf eine Stufe. Die Zei- ~ t ™ "'i • c - hingen sprechen sich darüber begreiflicher Weise mit großer Zurückhaltung aus; m Privatverkehr erfährt man jedoch sehr bald, daß er den Nimbus, welcher höbe ihr Bedauern darüber auSaedrückl, daß ihre Depesche, worin sie die Hin- »V. % matter, Deutsche Affecteniank 1% °/° höh-r. Ocherr. Renten anziehend. Spanier IZtLw Niraütins a-kanaen n Rebellen bch-r Amerikaner fest. Russen matter. Von Wechsln Amsterdam höher. Oesterr. 42—44 doppelte 9 36—38 Börsenberichte |Oest. Creditact. 214 jOest. C füaliziei schäft wenig verändert. Beti jU T g e m e i n e r Anzeiger (5193) , gemacht- i Gießen, den 10. November 1873. Körner, Bezirksbauausseher. Vasen, Standuhren, Muscheln rc. vorge-^^rsweg, empfiehlt nachverzeichnete Sort.?p in stets frischer Füllunq AdeLheidsquelle | Ludwigsbrunnen Schwalheimer waffer Homburger Elisabethen- Selterser (Nassau), Wildunger bruuneu Wilhelm Drlng OS empfiehlt fein reichhaltiges Lager in Okffentliche Aufforderung. Josef Weinberg, Vormund. Der Ueberschlag und die Accorbsbe- dingungen werden im Termin bekannt 52-54 35 37 Spanier, Amerik. Börsennachrichlcn. 11. November 1873. ih7i) Die Mineralwafiek-Handlurtq von Emii Fifchbacy chesbrunnen, Fachingr, SiJbcrrente 63’ k Papierrente 583/4 neuest. 3°/o 15Vg Bonds 18Klr 100?/« n 1882r 975/b „ 1885r 99 „ 1887r 100 bruuneu, Schwalbacher Stahl- u-d Kissinger Rakoczy, Carlsbadrr Satz, Carlsbader Sprudelseife, Emser Pastillen, Soda- und Selterwasser. Darmstädter fl. 50Loose — r n 25 n — Knrh. 40 Thlr. Loose 70 Nassau 25 fl. 46 Braunschweiger 207,fi 3° o Oldenburg, ä 40Thir. 37l/2 40,0 bayr. Präm.-Anl. 112»/4 4% badische Loose 109 Badische fl. 35 Loose 663/4 Oestr. fl. 250 v. 1854 — I858r Prioritätslooae — 1860r Loose 88% 1864r „ — worden. Washingto n, 11. 9tovember. Nachrichten aus Cuba zufolge hat feie, spanische Regierung die Aufschiebung des Processes gegen die Gefangenen des „Virginiuö" angeordnet. 80 in einem Gefecht gefangen genommene Jnsur gen len wurden erschossen. Frankfurt a. M., 11. November. Die Unsicherheit der Lage und die schwache Basis der kürzlich hervorgetretenen Haussebewegung wird am Besten durch die verschiedenartigen Nachrichten dargelegt, welche seit gestern die Börse mehr oder weniger beeinflussen. Nach einer noch ziemlich festen Mittagsbörse trat gestern Abend eine Baisse mit einem Rückgänge von mch- -reren Gulden am Speculationsesscctenmarkte auf das Gerückt einer Disc^ntoerhöhung in Berlin ein. Da sich dies Gerücht nicht bestätigte, eröffnete man heute wieder (hauptsächlich für Credit- actien) mit etwas höheren Coursen. Eine weitere Befestigung der Tendenz konnte aber nicht stattfinden, indem der Impuls von Deckungskäufeu fehlte und die befriedigend wirkenden Londoner Scklußcourse durch das Beunruhigung erregende Höhergehen der Oesterr. Naluta und Fallimentsnachrichten aus Paris paralpfirt wurden. Das Geschäft war indcß im Allgemeinen ziemlich animirt. Crcditactien bewegten sich zwischen 211'/, —12— 13 /2—13. — Staatsbahnen waren auch heute wenig belebt auS schon bekannten Motiven. Sie eröffneten. mit 324 und blieben, nach 322‘/2, 3231/2. Lombarden sind total vernachlässigt; sie schließen 159'/?. Oesterr. Bahnen waren ziemlich fest. Hervorzuhcben ist, daß Ungarische Sorten wieder zu besseren Coursen verkehren. Man erwartet, daß ihnen die „Staatshülfe" theilweisc zu Gute kommen wird. Donau-Drau 5 fl., Ungarisch-Galizische 2I'J, fl. besser. B Actien. Frankf. Bank 146*3 Frankf. Vereins-Kasse 86*/4 Darmst. Bankact. 359 */2 Rheinische Hyp.-Bank — Wien Bankactien 950 Appollinarisbrunnen, Marieubader Kreuz- Earlsbader Mühl - und bruuneu, Scliloßbrunnen, j Salzhausener, Emser Keffel - uni) Kran- Salzschlirfer Bonifacins- richtung Ryan's und der übrigen an Bord des Virginias.gefangenen Rebellen aufjnschieben befahl, in Cnba zu spät eingetroffen fei. Die Regierung erkläre, in gutem Glauben gehandelt ju haben. Fish sucht jetzt der Aburtheilung der übrigen Gefangenen üorjnbengen, bis die Gesetzlichkeit der Wegnahme nach- gewiesen sei. Eine Unions - Fregatte ist nach Santiago de Cnba gesandt Nersteigerungen Freitag den 14. November d. I., Ieilgebotenes. 5088) Starke Fässer, zu Regenfässern geeignet, abzugeben. Wo? bei der Exped. d. Bltts zu erfragen. Vermischtes. Lich, 10. November. In der verflossenen Nacht ist im Nettungshause zu Arnsburg eine Kub aus dem verschlossenen Stall gestohlen worden. Ein Tagelöhner aus H. im Vogelsberg arbritece in der Mühle zu Arnsburg und dann seit Freitag den 7. d. Mts. im Nettungshause alS Ackerer mit den Kühen der Anstalt. Das Nachtlager war ihm im Wohnhause angewiesen, der Schlüssel zum Stall, welcher regelmäßig Nachts verschlossen wird, ist im Hausflur aufgehängt, ßeutc früh zur Fütterungszeit wird man mit Schrecken gewahr, daß eine Kuh fehlt. Der Stall war geöffnet, der beherbergte Tagelöhner sammt einer Kuh verschwunden. Die Polizei ist dem Dieb auf den Fersen, der Telegraph arbeitete sofort nach allen Seiten. Hoffentlich gelingt es, die Anstalt wieder in den Besitz ihres geraubten Gutes und den Dieb zur gerechten Strafe zu bringen. Preuss. 41.2°,o Oblig. — Frankf. 4y8% Oblig. 86*/2 Nass. 31/2°;o Obi. 91'/2 Kurhess. 4,J.0 „ 961 2 Gr. Hess. 5% Obi. — n , 40/0 „ 99-/2 1 n 3’/2ü 0 1 — Bayer. 50/0 n — n 4> .0 o 1jährige — „ 40 o 1jährige 93< 2 Würtemb. 4,/2° 0 Obi. 993 < Baden 4‘/2o,u Obi. c. E. L. — Pr. Friedrdor 9 58Vz—59 zwar von den einfachsten bis zu den elegantesten Salon- Lampen, sowie einselne amp en Ui eile, als Brenner, Füße, Vasen, Milchglocken, Cylinder rc. Auch werden Reparaturen schnell und billigst besorgt. 4287) Wollene Hemden, Unterjacken, Unterhosen, Leibbinden, sowie stets das Neueste in Halsbinden, empfiehlt in großer Auswahl H. Rübsame». 521?) (fine Partlne zuriiekgesetzte Handschuhe $u billigem Preise empfiehlt 1. Fangmann, vorm. W Fubi) Besondere Bekanntmachungen. Oeffenkliche Ladung und Aufforderung. 5211) Gegen ben Conditor Carl Vorwerk von Gießen ist der förmliche Concurs proceß erkannt worden. Es werden daher Alle, welche Ansprüche nn denselben zu bilden haben, hiermit aufgefordert, solche in dem Termin Mittwoch den 7. Januar k. I-, Vormittags 10 Uhr, bei Meldung des stillschweigend erfolgenden Ausschlusses o?n der Masse dahier anzumelden und etwaige Vorzugsrechte bei Meldung Verzichts auf dieselben zu begründen- Auch soll in diesem Termine die Güte versucht, und eoentu-'ll ein Masse- curator und Gläubigerausschuß erwäolt, sowie deren Befugnisse festgestellt werden- Die nicht erscheinenden Gläubiger werden in diesen Puncten als den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen beitretend angesehen. Gleichzeitig wird der mit unbekanntem Aufenthaltsorle abwesellde Gemeii'.schuldner aufgefordert, seine Rechtszuständigkeiten in obigem Termine und später selbst zu wahren, anderenfalls der für ihn bestellte Adwesen- heitscurator, MaxtPilger in Gießen, an seiner Statt gehört werde. Gießen, 3. Illovember 1873. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Böttiche-r. Stammler. Bekanntmachung. 5212) Im Firmen-Register des unterzeichneten Gerichts sind heute folgende Einträge vollzogen worden: Am 5. l Mts: 1) Ludwig Rinn VI. von Heuchelheim betreibt daselbst seit 1. Januar l I. unter der Firma: „Ludwig Rinn VI." eine Tabaksfabrik. Am 10. l. Mts.: 2) Die Firma: „Carl Flett" zu Gießen wurde in Folge Ablebens des Jnbabers gelöscht. Gießen, ben 10. November 1873. Großherzogliches Stabtgericht Gießen. Bötticher. Action. 5% östr. F. St. E. B. 324>/2 Lombard. Bahn 1601 2 Ludwigsh. Bexbach 184 Maxbahn 129 Bayer. Ostbahn 111 Hhein-Nahebahn-Act. 29 Hess. Ludwigsb.-Act. 1471 a Oberhessen „ 72 Wechsel. ^Amsterdam k. 8. 99’/8 Augsburg k. 8. 100 Berlin k. 8 104% Bremen k. S. 1051/,. Brüssel k. 8. 93Vh Hamburg k. 8. 1051 e Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 119‘A Lyon k. 8. — Paris k. 8. 93V2 Wien k. 8. 101 ’/t ditto m. 8. 102 ditto 1. 8. 1073/q Disconto 4 8 Q Prioritäten. 3°,q östr. iStsb. Prior. 60 3°/0 Östr s. Lombard 49 3% Livorneser 31 5°/0 Toscaner — , 50 0 Elisabeth.-Prior. 91 ilt lo. 11. Emiss. — ---------------------■*- Goidsorten. Die Weinhandlung im „Rappen“ empfiehlt einen vorzüglichen reinen Niersteiner (Tischwein) zu fl. 70 per Ohm. Ferner bessere W eine aller Lagen und Jahrgänge zu alten Preisen._________________(5213) M Mii!tII c>-i)anblu 11 g von Julius Vl aliaeli in Gießen empfiehlt nachverzeicbnete Sorten in stets frischn Füllung n : Adel- hcids Quelle, Aschaffenburger Jod Nr. 2, Karlsbader S bloß, Mühl und Sprudel, Kmser Krauchen und Keffel, Faihinger, Friedrichshaller Bitterwasser, Hun- jady-Janos-Bitter-Quelle, Homburger Tlisabethen- unb Ludwigs - Brunnen, Kiffinger Aakoczy, Ludwigs- Brunnen, Marienboder Kreuz- und Nauheimer Kur- Brunnen, Pyrmonter Saht-, Salzhauser, Salz- schlirfer, Schwaiheimer, Schwalbacher Stahl- und Weinbrunnen, Selters (Naffau), Sodener, Nichy, Weilbacher Schwefel- und Natron-Lithion, Wildunger Georu-Bictorguelle. 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