'tcinkohl« 187». Dienstag den 12. Augnst Re. 186 i mit. einen am 25. Juli 1673. Darmstadt, n i M i ii die Gießen, am 8. August 1873. im Jahr 1873 stattfindenden Hebungen der Grohherzoglichen (25.) Division. Betreffend: gelegen sein lassen. Rode r. v. Die Räumung des französischen Gebiets [bat. n, am 2. August 1873. wnsbidt. nb lNVS. Zu 9^r. M. d. I- 7829. Betreffend: Wie oben. Srschewl täglich, mtL y&6> nähme SonntagS- ti^etitien: Lanzletbir^. Hit B. Rr. 1 an die Nachstehend theilen wir Ihnen ^ertkijährtK 1 st. 13 kr- Brinzerlohn. D«rch die viertelfährig i K 29 h. ' nnt etollunfl, Näheres l Betreffend: Die Ausführung des Reichsmünzgesetzes vom 9. Juli 1873. Nachdem der Bundesrath des Deutschen hat, an die Bundes-Regierungen das Ersuchen zu st c r i u m an I. V. d. K-: Spam er, Kreisassessor. Gemeind, rinnehmer, Krciskasse-, Kirchen- und Süftungsrechner. Abdruck der Entschließnng Grohherzoglichen Ministeriums des Innern zur Nachachtnng W empftbb, WftOlR. SethcilWS in befördert wt Vergessen wir doch nicht bei der um ein Jahr abgekürzten frist und um dieselbe Zeit beschleunigten Rückkehr unserer Truppen, was d für eine Bedeutung hat. Es liegt darin die schl->S°ndste Mderlegimgder Vor- würfe welche im Frühsahr 1871 gegen „die maßlose Harte der toicyi von Kramofen und Neutralen erhoben wurden. Mau erinnert sich noch, wie ^namentlich die Engländer attßer sich waren über die Hohe der aeforberteiii ftntflö-- entschädignng, die geradezu als unerschwinglich, vernichtend, »»malme d, cruslüng bezeichnet ward. Ein Menschenalter, sagte man, wurde nicht ans- Ww °ger gegen r Mn Tagkli । gesucht von L Anmeldungen, her MKeßle, Dehinr, iogtM r, Echachtmchi arten an her Eiti. gühmß mm 18 i iPen werden- richtsHrotokE — mlchln sucht c Soll. it 1 ht, LampenfM Morgen würbe oren. Ter reib gegen Velohnllrx abgeben. sichtige Klcim 'higung unb M unb HittaÜwaiaa •olai in Siege!, gütet. i mb angekaust $ ). Körber, , DünmäraM chendenjedtvedi bas üit Zähren i jetmanifl zu Du lMvsohlm werben. 80 wnd ein brar ', welches injoi dt ist, und Liebt i äst dieses Verbot für alle öffentlichen Kassen unsereslReortsd b«u^°g-» S». gemessen in Keuutniß zu setzen «*’ -m Äk»älid...! Ml.».mm- ... 8«..« m «•*• «*» ° ° " Starck. Zimmermann. L e t a n u l m a ch u n g, , 8 M. «u6fül,,„„e M R-ich-a-e-tz.. ..... 14. 3u.n IST! w-,-> G-Wüh-U»« °°» ««Wien « ...» »rant, "ldl «.< 8-to* ..II««« »«-,< I... «... *-«U— •*—* **•*» einer Bei hülfe an dieselben nicht stattfinden können. m b Airsvrücke aus Frankreich ausgewiesener Hessen unternommenen Versuche zur Nachdem die von der bisher bestandenen Comimtstou zur Prüf g y . werden diejenigen Liquidanten, welche ihre Zlnspruche im -....................- -....... ■■ D-«nst°dt, den 29. Juli 1873-@to^£tä0g^eg Ministerium des Großherzoglichen Hauses und des Aenßern. gez. H o s m a NN. ? -- —.... ttschöach. jirft**& statt ten MI 3,6,1 d. 3-/ illui'g mi Bds? 3 an die Grosihmogtichen Bürgermeiflereien des Kreises. In der Zeit vom 26. bis 30. l. Mts. wird hls İ12^SeMmber werdm°die Dttach^nt^ und Divisions-Uebungen Allendorf a. d. Lahn abgehalten werden und vom 30. August resp. 1- aeptemon bei Friedberg und Gießen stattfindeu. -Z-riiuuenübunaen empftehlt es sich, die Aecker noch vor Beginn der Uebuugen thnnlichst »* -'s«*“ •** ***»•**■ ».***■ *• ÄWH m 3D,.,, ung erhalten werden- Wie man mir mittheilt, soll das umfangreiche Aktenstück auch als Broschüre in vielen lebenden Sprachen erscheinen. Stettin, 10. August. Der King Oskar, von Quebeck angekommen, passirte den Lloyd-Dampfer „Arndt" am 23. Juli unter 46° 10' Nord 45° 0,3' West; der „Arndt" war auf dem Wege nach New-Iork und hatte am 14. Juli seine Schraube verloren. An Bord war Alles wohl. Posen, 8. August, Abends. Auch iin Kreise Posen ist einem ohne Genehmigung der Staatsbehörde eingesetzten Dorfgeistlichen im Auftrage des Oberpräsidenten durch den Landrath eröffnet worden, daß er bei Strafe keine kirchlichen Handlungen verrichten dürfe, daß alle von ihm vollzogenen derartigen Handlungen ungiltig und die von ihm eingesegneten Ehen Concubinaten gleich zu achten seien. Posen, 9. August, Morgens. Das Schreiben des Erzbischofs Ledo- chowski auf die Vorladung des Kreisgerichts in der Angelegenheit des Prob- stes Arndt in Filehne lautet: Auf die Vorladung des Königlichen Kreisgerichts, Abtheilung für Strafsachen, vom 1. d. zum Termin den 8. d. beeile ich mich ergebenst anzuzeigen, daß die canonische Institution eines Geistlichen zu einer Probstei ausschließlich ein kirchlicher Act ist, zu dessen Vollziehung jeder Diö- cesanbischof nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet ist. Aus diesem Grunde ist cs mir nicht möglich, in dieser sowie in jeder Sache, welche ausschließlich kirchlicher und geistlicher Natur ist, die Competeuz einer anderen Behörde, als die des heiligen apostolischen Stuhls, zur Ausführung meiner Bischöflichen Verpflichtungen anzuerkennen. In Folge dessen gestattet es mein Gewissen nicht, in dem angesetzten Termine zu erscheinen, um mich wegen der in Wirklichkeit vollzogenen Institution des bisherigen Vicars Anton Arndt aus Czaruikau als Probst zu Filehne ohne vorherige Benachrichtigung des Ober- Präsidenten zu verantworten. Was die allegirten Paragraphen des jüngst über diese Materie erlassenen Gesetzes anlangt, so mag mir gestattet werden, zu erklären, daß ich zugleich mit sämmtlichen andern Bischöfen der Monarchie noch ror Rcchtsgiltigkcit der betreffenden Gesetze nicht verfehlt habe, an competenter Stelle dar inf aufmerksam zu niachen, daß das besagte Gesetz mit den Grundsätzen und Dogmen der katholischen Kirche unvereinbar sei. Nach seiner Publi- cation habe ich zugleich mit dem ganzen Episcopat der K. K. Negierung meine Erklärung abgegeben, daß ick, ohne schwere Verletzung meiner Verpflichtungen gegen Gott und gegen die Kirche, an der Ausführung dieser Gesetze mich nicht betheiligen könne. Posen, den 6. August 1873. Der Erzbischof von Gnesen und Posen. Miecislaus. Fulda, 10. August. „Regens, mach' die Klappe zu, es kommt ein Dele- girter!" So hatte Bischof Kött vor einigen Wochen seinem Factotum, dem Seminariumsvorsteher Dr. Komp, commandirt, als- der Regierungscommissar Mittler von Kassel im Auftruge des Ober-Präsidiums unter Berufung auf den § 9 des Gesetzes vom 11. Mai 1873 Auskunft über die Hausordnung lind Disciplin im hiesigen Knabenseminare verlangte. Mit höhnischem Grinsen wurde dem Genannten wie seinen Collegen, dem Schulreferenten Ernst, die Thüre vor der Nase zugeschlageu, und der als Erzjesuit bekannte Regens Komp entblödete sich überdies nicht, den Negierungsbeamten, welche in der wohlwollendsten Absicht auf die nothweudigen Folge« einer fortgesetzt renitenten Haltung hingewieseu, den Vorwurf in's Gesicht zu schleudern, „die Herren verlangten ja von ihm, dem Regens, eine durchaus jesuitische Handlung." Auf dies ebenso ungesetzliche als anmaßliche Gebahren unserer Klerisei hat denn die Staatsbehörde eine gebührende Antwort ertheilt und auf völlig gesetzlichem Wege die Schließung der Anstalt verfügt, deren heillose Wirtschaft nun einmal der Kritik der Negierung entzogen werden soll. Kaum ist der bezügliche Beschluß dem Bischöfe notificirt, so schreien die Priester Mord und Zeter über •t. Inns V ' V||p -Uink k.5 Madri E® fcle gliche A "•Wen, b. ? ta. D «bi« »5$ ki, ™ hM («»' DieriinW* ebne ein £ circn kann. Mi Dr. v. Dc vom 26-v- AuS Dfulschland. Darmstadt, 8. August. Gestern traf die Exkaiserin Eugenie mit dem Schnellzug 4. 35 der Main-Neckarbahn hier ein und reiste mit dem anschließenden Courierzug der Ludwigsbahn rheinabwärts weiter. Der kaiserliche Prinz begleitete sie nicht. — Professor Kohlrausch, Lehrer der Physik am hiesigen Polytechnikum, hat einen Ruf nach Rostock erhalten. — Die neuerbaute Synagoge der orthodoxen israelitischen Gemeinde soll am Abend des 15. d. Mts. etugeweiht werden. — Die Oberstudiendirection hat für dieses Jahr zum ersten- male eine osficielle Maturitätsprüfung, welche beim Bestehen zum Eintritt in das hiesige Polytechnikum berechtigt, angeordnet. — In den letzten Tagen traf bei der hiesigen Hauptstaatvkasse wiederum eine sehr bedeutende, unserem Lande zugewiesene Rate französischer Kriegsentschädigungsgelder, über 1 Million, ein. — Die Regierung hat die Polizeibehörden bedeutet, daß das Terminiren der Kapuziner verboten sei, und letztere eintretenden Falls zur Anzeige zu bringen und zu strafen seien. Berlin, 8. August. Die „Allg. evang. Kircheuztg." macht die Mittheilung, daß die hiesige theologische Fakultät in ihrer Majorität Herrn Professor Theodor Keim, bisher in Zürich, dem Minister für die zu besetzende Professur für neutcstameutliche Exegese vorgeschlagen hat. „Keim, der übrigens mit Ablauf dieses Sommerhalbjahrcs Zürich verläßt und nach Gießen übersiedelt, hat sich bekanntlich durch seine drei Werke über das Leben Jesu als eine hervorragende Autorität auf dem Gebiete der neutestameutlichen Kritik erwiesen und hat in Zürich eine große Anziehungskraft auf die Studirenden, namentlich auch für solche aus Deutschland, bewährt. Eine durch und durch pectorale Natur, ist ihm in hervorragender Weise das eigen, was die streng Orthodoxen gewöhnlich einen „lebendigen Glauben" neunen, aber als nur ihnen ausschließlich zugehörig in Anspruch nehmen. Sicher würde Herr Professor Keim der diesi- isf! brecher nicht allein den Ersatz des angerichteten Schadens, sondern auch außer- Barzim bei Soldau, 1. August 1873. Der verehrten Redaction möchte dem noch eine Buße aufzuerlegen, welche auf längere Zeit ihn finanziell un- ich zu dem Artikel „über Ersparnisse der Occupatioustruppen in Frankreich, die fähig zur Kriegführung mache. Wir sehen jetzt, daß die deutschen Staats- zur Vertheilung kommen sollen", Folgendes ergebenst mit der Bitte mittheilen, männer die Leistungsfähigkeit Frankreichs richtiger beurtheilten, als die weisen diese meine auf Wahrheit beruhende Mittheilung angänglichen Falls zu über- Mäuner der „City" und die Gelehrten der „Times", und daß. wenn sie irrten, nehmen. Nach dem Friedensschluffe wurden die "Verpflegungsgelder der Mann- thr Jrrthum nicht in einer Überschätzung, sondern in einer Unterschätzung lag. schäften auf das Doppelte erhöht, während die Officiere, die mit Officierstelle Hätten sie gewußt, was sie heute wissen, so würden sie nicht fünf, sondern Beliehenen und die Osficierstellvertreter Anfangs 15, dann 5 Frcs. tägliche Königsberg, 8. August. Im „N. Elbcrf. Anz." findet sick ein rccht,die „ungerechte Maßregel," welche darauf hinausgehe, die Diöcese ihrer Seel- interessantcs Schreiben eines bei den Ersparnissen des Generals v. Manteuffel sorger zu berauben, die Pfarrstellen verwaisen zu lasten und dergleichen mehr, betheiligten Feldwtbels, welches die Art der mehrbesprochenen Ersparnisse etwasDer Bischof selbst, welcher erst in der Nichtbeachtung des Gesetzes den König beleuchtet und also lautet: ibeleidigte, will sich jetzt, nachdem die im Gesetze selbst augedrohten Folgen der ^eich, die ^theilen, $** ubcji £ ®«* dnstkUi :e' täg[^e «btn ben ' m bei !1’ h»! au ” !5- 3uli neben btn >"ch- N- feine Per- oatai'üons. 'Kolossale Rm- sm die >rzt ist. uns 'erehrte Re- 'heil an der 'icht umhin °d) möglich, P Wolle, 11 ganz wir- h Armee- nigezvMrn ixt werdm. der THL-. tirbiim vor irirb dieser ltischeNvch Peweissüh- ceiche Aklen- ingekommen, 1 10' Nord lk und batte einem ohne Ünstrage des Strafe feine \ derartigen aten glnch „n verlass .Jus d'°» , benn t>1( F * 'm m einDel^ totum, ^scommillar Prüfung «" 5#« ft fen H' d m «'7 ^chosö Adv- des Prob- lreiögerichts, :eile ich mich chen zu einer g jeder Diö- Aus diesem ireldie au8» «er anderen eung meiner tt es mein wegen der i Arndt ans i des Ober- S jüngst über werden, onarchie noch l coms'ktenter feen seiner Pnbll' icriing n|CII,e rp^i< \e mid/ "7 von Renitenz eingetreten sind, mit einer Immediateingabe an den König wenden und diesen um Aushebung eines Erlasses bitten, der den halsstarrigen Priestern die gesetzliche Consequenz ihres Verfahrens ad oculos demonstrirt. Wir glauben, daß diese Petition, in welcher gleißnerischen Form sie auch immer abgefaßt sein mag, denselben Erfolg erzielen wird, den man der Eingabe jener vierundzwanzig niederhessischen Mucker um Aufhebung des Gesammtconsistoriums, ohne ein Heros auf kirchenpolitischem Gebiete zu sein, mit Sicherheit proguosti- ciren kann. (Nat. Ztg.) München, 8. August. Die auf Herrn Reichsrath und Stiftsprobst Dr. v. Döllinger gefallene Wahl zum Vorsitzenden im Capitel des kgl. Maxi- milians-Ordens für Wissenschaft und Kunst hat durch allerhöchste Entschließung vom 26. v. M die kgl. Bestätigung erhalten. (A. Z) Aus Elsast - Lothringen, 6. August. Die Durchzüge der bisher z-ir Occupationsarmee in Frankreich gehörigen deutschen Truppen sind seil vorgestern beendet; mit Ausnahme der in Verdun, Constans und Etain zurückgebliebenen etwa 4500 Mann befinden sich sämmtliche deutsche Truppen wieder auf beutschem Boden. In Frankreich haben sie trotz alledem überall ein gntes Andenken hinterlaffen. So schreibt man z V. der „Schweiz. Grenzpost" nn- ter'm 3 Augnst aus Mülhausen: „Diesen Vormittag sind ungefähr 150 Mann Cavallerie, von Belfort kommend, hier eingerückt und wurden einquar- tirt. Als vor bald drei Jahren die deutschen Soldaten gen Belfort zogen, da sagte man hier, es werde wohl Keiner von ihnen mehr zurückkehren. Ist auch mancher dort geblieben, und ruht in kühler Erde, so hat es jetzt doch den An- gentenschaar unler Galvez, Contreras und Pornas bei Chinchillaa geschlagen und zersprengt. Artillerie und Bagage wurde den Insurgenten abgenommen 'und 400 Mann, darunter ein Theck des Marine-Bataillons, zu Gefangenen gemallt. Galvez, Contreras und Pornas sind entkommen. — Die Carliften sind in Mondragon eingerückt. Jhißtanb. Petersburg, 10. August. Nach der Einnahme von Khiwa sind die russischen Steppen-Garnisonen vermindert worden und mit Zerstörung der Tschekischlar- Befestigung ist die Atrek-Linie aufgehoben. Die Khiwa-Post nach Kindesli wird durch die Kirgisen in neun Tagen besorgt. Das Manzyschlaö- Detachement verläßt am 15. August alten Styls (am 3. nach St.) Khiwa. — Der Bruder des Khans begab sich mit 800 Kameelen und Waaren von Khiwa für die Nischneinowgorod-Messe nach Kindesli. Zliiierika. New-Bork, 10. August. Eine Feuersbrunst in Portland, im Staate Maine, hat drei amerikanische Schiffe und zwei Docks zerstört. Zahlreiche Waarenladungen sind verbrannt; man schätzt den Schaden aus 600,000 Doll. Lokal-Notiz. schein, als käme die Besatzung von Beifort nicht von einem Feldzuge zurück, sondern von einer Parade, so proper und schmuck sehen die Leute aus, wie auch die Pferde. Die Hauptsache aber ist, daß die Mannschaft nicht nur die Festung Belfort, sondern auch die Achtung ihrer Einwohner erobert und damit der deutschen Nation Ehre gemacht hat. Wohl nicht bald haben Kriegstruppen in Feindesland sich ein solches Lob erworben, wie die Besatzung von Belfort. Unlängst sagte mir ein Belforter Patriot: „Wir müssen unsere Besieger hassen, aber den deutschen Soldaten können wir unsere Achtung nicht versagen, und wären sie nicht als Feinde zu uns gekommen, wir hätten gegen ihren Abzug protestirt." DdlciTcidj. Prag, 7. August. Nach einer stürmischen Debatte beschloß die heutige Versammlung der Stadtverordneten mit 31 gegen 10 Stimmen die Aufhebung des Schulgeldes unter Slavarusen der massenhaft nnroeienben Arbeiter. Rieger und Palacky fehlten. Dr. Brauner und Pfarrer Nyklas kämpften heftigst unter Ohorufen und Gelächter der Galerie gegen die Aufhebung des Schulgeldes. Frankreich. Paris, 9. August. Die Ex-Kaiserin Eugenie ist, als sie die Nachricht vou der frohsdorfer Zusammenkunft erhalten, f fort nach Chiselhurst gereist 1111b dort gestern Abend angekommen; am 15. Alignst wird sie mit dem kaiserlichen Prinzen dort die Bonapartisten empfangen. — Der französische Botschafter Leflo bleibt in Petersburg, weil der Zar es gewünscht. — Die Angabe, d.iß der Marquis von Nadaillac, Präfect der niederen Pyrenäen, seine Entlas- sung nachgesucht habe, ist falsch. — Der Deputirte Adam hatte die Kinder Rochefort's auf das Transportschiff Virginie gebracht, damit sie von ihrem Vater Abschied nehmen könnten Dlaiieii. Nom. Der Papst wird trotz der drückenden Hitze nicht müde, Deputationen zu empfangen, ihre Adressen anzuhören und sie mit Reden zii beantworten. So empfing er dieser Tage die Vertreter des frommen Instituts zur Hülfeleistnng an arme verschämte Wöchnerinnen und znr Taufe ihrer Kin- icr. In der Adresse wird u. A. erwähnt, daß das Institut bereits 576 arme Lmdbetterinnen unterstützt und eben so viele Kiuber hat taufen lassen, so wie -cr auch alljäbrlich am 25. Juni, dem Krönungstage des Papstes Pio 9^ono, zwei Mitgisten unter die von ihm getauften Mädchen verloosen läßt. Nachdem Lcr Papst die Vertreter des Instituts belobt hatte, daß sie arme Wöchnerin- unterstützen und die Seelen ihrer Kinder retten, sprach er einige passende Worte gegen die Freidenker, welche die jungen Seelen dem Satan zufnhren, Inb schloß wie gewöhnlich mit seinem Segen. Spanten. Madrid, 6. August. Es liegt jetzt ein unumstößlicher Beweis vor, haß bie Regierung Salmerons mit aiiberm Eifer als Pi y Margall für bie Gießen, 13. August. Von verschiedenen Seiten wird aus dem Publikum Klage über die mangelhafte Beförderung an dem Billetschalter der Oberhess. und Cöln-Gießener Bahn geführt. Am vergangenen Sonntag z. B. war der Andrang so groß, daß ein großer Theil de- Publikums sich genöthigt sah, ohne Billct zu fahren und auf den nächsten Stationen mit Verlust sich solche zu lösen. Kann hier keine Abhülfe geschaffen werden, ev. kann nicht jede Bahn sich ihre Schalter selbst einrichten? Den bezw. Directionen wollen wir dieses im Interesse deS Publikums zur Erwägung an's Herz legen. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 11. August. Die Börse eröffnete die Woche in sehr günstiger Haltung. Das Geschäft wurde gleich bet Beginn durch größere Kaufordres für Creditactien belebt, wodurch dieselben höher, als zu dem von Berlin gemeldeten Coursc einsctztcn und von 250 bis 2530/4 gingen, um später, mehr im Einklang zu den Berliner Notirungen, mit 252 zu schließen. Die gute Stimmung für Creditactien theilte sich auch den übrigen Bankwerthen mit, welche an derselben mit steigenden Coursen parttcipirten. Ernsthafte Käufer auf diesem Gebiete begegnen immer noch acecptablen Coursen; wir möchten jedoch von einem übereilten „Treiben" abrathen, da, angesichts der noch keineswegs ganz geklärten Verhältnisse, ein starker Rückfall nicht unmöglich wäre. Staatsbahn zeigten sich weniger gefragt. Sie verkehrten zwischen 353 und 354. Man hält ihren Cours gegenwärtig für ziemlich hoch und das Effect deswegen für nicht so speculationsfähig, wie Creditactien. Lombarden blieben zu 196 % gänzlich vernachlässigt. Der Geldstand ist andauernd flüssig Der neueste preußische Bankausweis giebt befriedigende Positionen. Oesterr. Bahnen gingen in regem Verkehr größtentheils zu höheren Coursen um. Albrechtsbahn 5 fl, Stuhlweißenburg 2-l4 fl. höher. Ung.-Galiztsche 3 fl. matter. Von Banken avancirten- Handelsgesellschaft 1 Proc., Vereinsbank 3 ,, Proc., Ocsterr.-Deutsche l' z Proc. Rhein. Effectcnbank 2 Proc. , Deutsche Effcctcnbank IV2 Proc., Wcchslerbank 1 Proc., Prov.- Disconto 3 Proc. — Oesterr. Nationalbank 5 fl. höher. Amerikaner fest. Pistolen 1 Kr., Golddollars Vr Kr. matter. Borsennachrichten. 11. August 1873. Preuss. 41,3° 0 Oblig. 1041 b Frankf. 31/go/o Oblig. 87 h z Nass. 4«/2o q Obi. 9 > Kurhees. 4°0 „ 96 Gr. Hess. 5° 0 Obi. lOO'/t Bayer. 5°/0 „ — „ 4* 0 0 1jährige 1013 8 „ 40 o Ijahrige 96>,8 Würtemb. 4*/2° o Obi. 101 Baden 4V2°,o Obi. c. E. L. 1011 b Oesterr. Silberrente 663/b r Papierrente 62 Spanier, neuest. 3% 175/h Amerik. Bonds 1881r 100’ 2 „ n 1882r 973/8 „ n 1885r 98»,s w r 1887r 993/4 Adicih Frankf. Bank 146 Frankf. Vereins-Kasse 118 Darmst. Bankact. 425 Rheinische Hyp.-Bank 99 Wien Bankactien 1031 Oest. Creditact. 250 Galizien 120 Actien. WecliseL 5u, o östr. F. St. E. B. 355 Lombard. Bahn 197 ’/2 Ludwigsh. Bexbach — Maxbahn 133 Bayer. Ostbahn 119 '/4 Rhein-Nahebahn-Act. — liess. Ludwigsb.-Act. — Oberhessen „ 74nnestle ertheile. Dle Ncglciung sieht bie Amnestie für inopportun an. — Az Empsehlungsanzeiaen, Kauf- und Veekausgesuche, SIellcn»csuche, Famiticnnach- -Eine Abtheilnng Regierungstrnppen unter Führung Salabo's hat eine Jnsur- richten u. s. tu als besonders zuverlässig zu empfehlen. flörer=£ime. Deutsche Trsnsatt. Dampsschifffahrts-^escllschaft in Hamburg. 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Hgierung bie Amnestien verweigern sollte, an ben ferneren Berathungen nicht Paffageprciser I-CajütePr. Thl. Kajüte Pr-THL IOtt, Zwischendeck Pr.^l- rungstruppen finb Sonnabenb Nachmittag in Valencia emgeruckt Die Revo- Berträgen bevollmächtigten hiesigen und auswärtige Expedienten und deren im Jnlande lutions Junta hat bie Jnsnrgenten Solbaten nach Cartagena eingeschifft. angestellten Agent: jfc’rf. General-Agent in Main z. Madrid, 10. August. In einer heute stattgehabten Versammlung ber Agenten werden angestellt. W besondere Bekanntmachung / 6 kr. Giessener Lagerbier Lieber V Exportbier «Ütüngoou 55 fl. Pfl-gett-rn gesucht Des- Rt. I s Neue holl. Vollhäringe Versteigerungen. Emil Fischbach. j empfiehlt CQ auf dem Rathhause an den Meistbietenden Alleiidors ( Einmacheffige in bekannter (3501) Güte empfehlen gelegen fei T auf den 2 »t I. E. d. St.: (Stammle r. O uv r i er- dermiethungen. 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August 1873, Vormittags 9 Uhr, soll auf unserer Geschäftsstube die Anfertigung von 665 Meter Gräben und das Verebenen von 120 Meter Schmiße veran- schlagt zu 87 fl. 50 kr., au dm Wenigst- nehmenden vergeben werdew Gießen, am 8. August 1873- Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gießen. V 0 a t. _____ 3677) Eine Familienwohnung, bestehend - ..._________——---- aus drei Zimmern mit Zubehör, zu ver- 3660) Vorzügliche Sauei ktrschen, Endivien-, mie^en &el Heinr ich Frech I- Rosenkohl- und W^^kohlpflanzen bei 3658) @,n auch zwei Herren können _______________----5-~— Logis erhalten. Löwengasse Vit- C. Nr. I06 3522) 9teuc eingem ehre .......................... 3666) Die Besitzer von Büchern aus der Bibliothek des Gefillschasts Vereines dahier werden ersucht, dieselben binnen acht Tagen zurückzuliefern. Gießen, ben 11. August 1873. Dr Zimmermann, B ioliotbekar._______ -3663) Ein Bursche bet em Pferd gebucht. _______L- Kauf. 3659) Diejenige Perlon, welche m cb am 8 d. M. mit einem mir roertben Schreiben beebite, bitte ich gefälligst um nähere Auskunft, weil ick auf diesem angedeuteten Wege nicht zum Ziele gelangen tunte. v! ♦ ci ♦ ♦ ♦ 8b,"Äw I F-rmischt- Unz-lg-n. Pferd«v-rsteig-r»»g. 3670) Dienstag ben 19. d. Mts-, Vormittags um 10 Uhr, roitb in der Gendarmerie-Caserne zu Gießen ein ausrangirtes Dienstpferd gegen gleich haare Zahlung öffentlich versteigert. Gießen, den 11- August 1873. Großh. GendarmerierDivisions-Commando Oberhessen. Supp, Major. _______ Neue holländische Doll- Einen Commenlar zu Obigem tomi sich das Publikum, insbesonderi. die wahlfähigen Bürger der Stadt (hujuit, wohl leibst mache.; Grossherzogi. Polytechnikum Darmstadt. 3664) Anmeldungen zur Aufnahme bis zum 4. October; Auf nahmeprüfungen am 6. und 7. October; Beginn der Vorlesungen uni Uebungen am 8. October 1873. Programme gratis durch Vermd/e lang des Secretariats. Die Dircchon'. Sonne. Lohn gesucht. Franko-Offerten werden unter 8. 60 pod restante Offenbach a M. erbeten.— I Bohiien e 11 zel, FlwrschiitZj 3589) Arbeiter gesucht. . F. Habenicht, tiompenfabrf 3533) Ein.gewandter Bursche, auch mit Pferden umgehen kann, wird n Bi er fahr en zum sofortigen Eintritt gesu§ btt_______Enril Dör r, am Maiktplr^ 3641) 3 bis 6 tüchtige ÄlcmpnC finden dauernde Beschäftigung und hol! riohn in der Gasmesser- und Metallwaattl sabrik von Wilh. Nicolai m Siegkv Reisekosten werden vergütet. 3507) Feinste Lyoner Gemüsenudeln empfehlen _____I A. Busch Sohne. 2818) Backsteine, tut Ofen gebrannt, empfiehlt W. Delgehansen Nachfolger L. Wolshofer aus Weilburg a. d. Lahn. Schuh gegen die Cholera! Uniucrfßl -Magen-Liquem von Franz von Metternich in Mainz, erfahrungsgemäß bestätigt durch eine Menge glaubwürdiger Zeugnisse von anerkannt re- nommirten Aerzten, wie von höchst acht^ baren anderen Personen. Das einfachste, sicherste und angenehmste Mittel gegen Magenleiden aller Art. Derselbe ist in ganzen, halben und Viertel- Flaschen zu haben bei Herrn Ed. Lind, Hofconditor in Gießen, K Ph. Bau. Zrümmich in Fried berg 3. A. Busch Söhne. 3638) Gutes Heu wird angekauft für das Thierspital von Ph. Körber, Diener in der Veterinäranstalt. Ieilqebotenes. H (BtlildtUll 9- m cvn Nr. 173 des Gießener Anzeigers befindet jtch eine Anfrage an den oder diejenigen, die es angeht um Auskunft über eine Prozeßsache hinsichtllch pr. klascho'per Proletarier-Adresse. Da von der Seite, wo eS versprochen wurde. Das iResultat der Untersuchung mitzutheilen, keine Anwort erfolgt tst, !also von Seiten des Klägers, so sieht sich der in fragt. Prozeßsache Ange- ''floate in der Lage, in Folge verschiedener Aufforderungen, dem Publikum das ! Nähere mitzutheilen, nm die Meinung zu widerlegen als sei er verurteilt oder es schwebe nock die Untersuchung. t . Bekanntlich hat der Großh. Hofg.-Adv. Dr. Eckstein ,m Auftrage des Henn Beigeordnete» F-lsing eine Verläumdungsklage Bei Großh. Stadt, qerichte Gießen anhängig gemacht, weil er in einem Artikel m Ni. 1 ees Gießener Anzeigers, überschrieben „Zur Abwehr", sich beleid.gr fühlte und worin Herrn Fels in g instnuirt wurde, daß er m einer *51 anll« schäft den Ausdruck gebraucht habe: Die Unterzeichner der llitla- Adresse seien Proletarier. Nachdem der Angeklagte Vorladung hierüber erhalten, trat er insoweit den Beweis der Wahrheit an, als er bestellte, welche eidlich erhärteten, dasi Herr Beigeordneter ,>-e lfing in der Wirthschast des Herrn Andreas Wcidrg, den ihn insinuirten Ausdruck wirklich gethan hat. (Beilaustg se. hier bemerkt, daß Herr Beigeordneter Felsing in Nr. >36 des G.eße.wr ^zc.gcrs vom 14. Juni erklärt hat: In Betreff des Artikels „Abwehr , Nr. >32 des Gießener Anzeigers vorläufig di e M^tthe,lu ng, daß ich den in demselben benamten Ausdruck:U'iter- reickner der Aula-Adresse seien Proletarier" nicht gebraucht noch gesagt habe, auch selbstverständlich nicht sagen konnte. Iftnct, 1. Beigeordnete.) L w . i * Jedenfalls in Folge dieser eidlichen Bcstät^uug ist^der Klag - A.itrag zurückgezogen und dem Angeklagten Folgendes von Großh. Stadtgericht 0ieß n ■ zugestellt worden: