tzrrt»vierteljährig lfl.12fr. itit Vrtngerlohn. Durch die Post ör-o-en vierteljährig 1 fL 29 fr. Gießener AnMger. Erscheint täglich, mit nähme Sonntags. Expedition: Lanzleiber^. Ltt. B. Mr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen. Ar. Samstag den 12. Juli Z8VL. ! liegt bei uns vor und zwar so handgreiflich, daß er selbst dem Herrn Berichterstatter nicht völlig entgangen ist. Freilich trägt er ihm in höchst cigenthüm» die Zustandes die Landes-Universität Zöglinge liefert und liefern muß, welche nicht s? müßten wir Das als eine sinn und grundlose Verdächtigung znrückwei- Sollte aber etwa damit die Neigung angedcutet sein, Vorschläge zu ma- besonnene Würdigung der Einzelzisfern ausgereicht, aus denen sich Gesammtziffern unserer Frequenz in den letzten Jahren zusammensetzen. Es erscheint zunächst als ein seltsamer Mangel an Umsicht, wenn Beurtheilung einer Land es Universität mit keinem Worte die Rede von den großen Veränderungen, welche in und mit dem Lande vor sich gangen sind, das ihr seine Jugend zusendet. Solche Veränderungen aber bei ist ge- lie- licher Weise Rechnung. Aus Seite 91 und 92 seines Berichts wird der jetzige Zustand der Landesuniversität als ein „unhaltbarer" und „unheilvoller" bezeichnet. Die Ziffern aber, die das beweisen sollen, geben selbst nach Ansicht des Herrn Berichterstatters „insofern ein nicht unerfreuliches" Bild, als daraus „ein gewisses Steigen der Gesammtzahl der Studirenden und der ausländischen Stu dir end en hervortritt." Wir bekennen, daß uns jenes Maß „allgemeiner und Fachbildung" abgeht, das erforderlich ist, um zu fassen,- wie ein und derselbe Zustand gleiche zeitig ein „unhaltbarer", „unheilvoller" und doch wieder ein „nicht unerfreulicher" sein kann, wie dieselben Ziffern gleichzeitig ein unaushalt- sames Sinken und doch wieder ein „gewisses Steigen" des Besuches einheimischer und ausländischer Studirenden beweisen können. Wir verwahren uns dagegen, daß die Tüchtigkeit einer Lehrkörperschaft ausschließlich gemessen werde nach dem Erfolg, der sich in Zahlen ausdrückt. Wenn aber der Herr Berichterstatter wirklich keinen anderen Werthmcsser als diesen anerkennt, wie ist es ihm dann möglich, eine geringere Leistungsfähigkeit der Universität zu behaupten, während er selber zugesteht, daß die Frequenz in der Zunahme begriffen ist? In Wahrheit steht es so, daß an unserer Hochschule seit dem Kriegsjahr 1870—71 in all den Fächern, die nicht unter dem Truck der oben berührten Verhältnisse leiden, theils keine nennenswerthe Abnahme, theils eine erhebliche und stetige Zunahme der Studentenzahl statlfindet, daß sich die Gesammtfre- quenz seit Winter 1871 — 72 von 280 auf 284, 304, neuerdings auf 318 gehoben hat, während die Zahl der Ausländer in demselben Zeitraum von 29 auf 44, 47, schließlich auf 64, also um mehr als das Doppelte gewachsen ist. Eine solche Zahl landesfremder Studenten ist seit 1862 nicht mehr erreicht worden und gereicht einer Landes-Universität, die mit so viel unverschuldeten Schwierigkeiten zu ringen hat, wahrlich zur Ehre. Die Lehrkörperschaft der Landesuniversität hat das Gefühl, daß die Hochschule Gießen im Großen und Ganzen nicht im Niedergang, sondern im Aufschwung begriffen ist. Hätte sie dieses Gefühl nicht, hätte sie den Glauben an die Zukunft der Hochschule verloren, dann würden die zahlreichen Berufungen, die von auswärts au sie gelangen, ganz andere Verheerungen in ihrer Mitte anrichten, als dies bisher geschehen ist. Alle Berufungen der Großh. Regierung und alle Liberalität der Kammer würde in diesem Falle ihre fluchtähnliche Auflösung nicht hindern Der Segen unseres gesummten Wirkens hängt ab von der Überzeugung, daß wir am rechten Platze stehen, um für das Wohl der uns anvertrauten Jugend Fruchtbringendes zu leisten. Finden wir diese Ueberzeugung in unserem Wirken und seinen Erfolgen, wie bescheiden sie auch sein mögen, wohlan, dann möge man sich vor Schritten hüten, die sie uns von außen her verkümmern oder gar zerstören müssen. Der Herr Berichterstatter beklagt in vorwurfsvollem Ton, daß „die wichtigsten Fächer nicht oder nicht genügend besetzt sind — die Pandekten liest im Sommerseinester ein Privatdocent." Die Wahrheit ist, daß im nächsten Herbst vier wichtige Lehrstühle in ausgezeichneter Weise neu besetzt sein werden, die in diesem Sommer ohne unsere Schuld unbesetzt sind. Zwei darunter, der für Philosophie und der für Staatswissenschaften, sind im letzten Wintersemester durch das Ableben zweier allverehrter College» erledigt worden. Die Maßregeln zu ihrer Wie- derbejetzung sind im vollen Zuge Der neue Inhaber des zweiten Lehrstuhls für römisches Recht ist bereits durch allerhöchstes Decret vom 31. März, also vollkommen rechtzeitig ernannt worden. Unsere Schuld ist es nicht, daß derselbe erst im Herbst aus seiner bisherigen Dienststellung entlassen wird, aber unser Verdien e ist es, daß er für uns überhaupt gewonnen ward, ehe ihn die Universität München berief, und er war der einzige für uns erreichbare Can- didat. Mit den Gründen vollends, welche die Wiederbesetzung der erledigten Lehrstelle in der theologischen Fakultät bis vor kurzem verzögert haben, hat die Universität gar nichts zu schaffen. Vorübergehender Lücken im Lehrkörper kann sich keine Universität, auch die größte nicht, erwehren. Eine kleinere, wie Gießen, an der ein Fach in der Regel nur durch einen Ordinarius vertreten ist, wird schwerer davon betroffen, als jede andere, aber das ist nicht ihre Schuld. Andererseits ist für die Verantwortlichkeit bei der Auswahl des Ersatzes um so ernster und nur die völlige Unfunbc kann glauben, daß derselbe bei dem Docentenmangel, der gegenwärtig fast in allen Fächern herrscht, sich von Heute auf Morgen beschaffen ließe oder daß ein gelegentliches Ausfallen einzelner Vorlesungen ein größeres Unglück wäre, als ein in der Uebereilung 1 begangener Mißgriff bei der Berufung einer neuen Lehrkraft. Sollte deshalb , auf diese ausnahmsweise» Lücken in unserer Lehrkörperschast die „Thatsache" des Herrn Berichterstatters begründet werden: „daß bei Fortdauer des jetzigen der unserigen höchst empfindlichen Verhältnisse hat die Rückwirkungen gehabt, die nicht ausbleiben konnten. Angesichts der Lage, die sich aus diesen Umständen nothwendig ergibt, muß jeder Unbefangene eine Abnahme unserer Gesammt- Protest und Erklärung des Senats der Großh. Landeseu-iversität gegen die m dem Finanz außschuß Berichte des Herrn Abgeordneten Metz enthaltenen Angriffe Wir bringen in Nachfolgendem den Protest unserer Universität gegen die Auslastungen des Berichterstatters des Finanzausschusses: Der Wortlaut ist: Der Finanzausschuß der zweiten Kammer unserer Landstände hat nach seinem uns gedruckt vorliegenden Berichte beschlossen, die unverkürzte Bewilligung der durch das Großh. Ministerium des Innern geforderten Summen für das neue Budget der Landesuniversität bei der Kammer bedingungslos zu beantragen. Die Großh. Landesuniversität erkennt mit Dank die Liberalität an, von von welcher dieser Beschluß Zeugniß gibt; sie erblickt darin einen erfreulichen Beweis der ungeminderten Fürsorge unserer Landesvertretung für das Gedeihen der Hochschule des Landes, aber auch einen Beweis des Vertrauens in ihre Leistungsfähigkeit, und dieses Vertrauens würde sie sich unwürdig fühlen, wenn sie wehrlos wäre gegenüber den schweren Anklagen, mit welchen der Herr Berichterstatter des Finanzausschusses diesen Antrag zu begleite» für gut befunden hat. Wir waren nicht darauf gefaßt, denselben Vorwürfen und Beschuldigungen, die leider in einem Theile unserer Presse seit einiger Zeit üblich geworden sind, in einem amtlichen Act en stücke wieder zu begegnen, das, noch ehe die Kammer Gelegenheit gehabt, sich darüber zu äußern, von Darmstadt aus zum Gegenstand öffentlicher Besprechung gemacht worden ist. Wir durfte» das um so weniger erwarten, als all diesen Angriffen von sachkundigster Seite her aus unserer Mitte mit Beweisen war entgegen getreten worden, denen irgendwie Stichhaltiges nicht erwidert worden ist, weil das eben unmöglich war. Dennoch erscheinen sie hier wieder, in einer Fassung, die selbst die Sprache jener Zeitungsartikel noch überbietet. Solchem Vorgang gegenüber hat die Langmuth ein Ende, die sich über Verkennung durch Unkundige mit ihrem gute» Gewissen tröstet. Die gehar»ischte Abwehr wird zur Pflicht, die Abwehr, sagen wir, weil von unserer Seite zu irgend einer Polemik zwischen Gießen und Darmstadt über Univeisitätssache» niemals ein Anlaß gegeben worden ist. Der Berichterstatter, Herr Abgeordnete Metz, erhebt seine Anklagen unter Berufung auf die „schwere Verantwortung", welche auf ihm und allen Betheiligten ruhe. Wir weisen seine Anklagen zurück im Gefühle der nicht minder schweren Verantwortung, welche uns als pflichtgetreue Diener des Staats, als gewissenhafte Lehrer unserer akademischen Jugend trifft, und wir sehen uns dazu genöthigt, weil wir, falls der Bericht vollständig ist, vor dem Ausschuß einen Vertheidiger nicht gefunden haben. Von vornherein müssen wir feststellen, daß sämmtliche Auslastungen des Herrn Berichterstatters von einer Unkenntniß der heutige en Verhältnisse unserer Hochschule zeugen, die um so befremdlicher ist, als ihr mit sehr einfachen Mitteln wäre abzuhelfen gewesen; im Nothsall hätte dazu schon eine frequenz vollkommen naturgemäß finden, jede Zunahme aber in den einzel-die für Staatsbeamte und für sonstige akademisch gebildete Männer erforder- ii e» Fächern, die sich unabhängig von den oben aufgezählten Verhältnissen'liche allgemeine und Fachbildung sich erworben Haven und erwerben können" entwickeln können, als einen Beweis dafür erkennen, daß die Leistungsfähigkeit! — der Hochschule als Lehranstalt sich nicht verringert, in mehrfacher Beziehung sen. _ v . vielmehr gehoben hat, vollends, wenn aus jenen Einzelnerfolgen ein entschiede-cheu über Errichtung neuer oder vollständigere Besetzung bestehender Lebrstel- ner Wachsthum der Gesammtsrcquenz hervorgegange» ist. Dieser letztere Fall len, so könnte dem Herrn Berichterstatter doch am wenigsten unbekannt sei». gen hier in so bedeutendem Umfang vor, wie kaum bei irgend einer anderen Hochschule. Es sind das: 1. Die Aushebung jedes localen Studienzwangs im Jahr 1848, die anderwärts wieder beschränkt worden, bei uns aber vollständig in Kraft geblieben ist. 2. Die Aushebung der katholisch-theologischen Fakultät im Jahre 1851. 3. Die Gebietsumwälzungen von 1866, die außer der unmittelbaren Einbuße durch Verlust des Hinterlandes auch die mittelbare verursacht haben, daß ein erheblicher Theil unserer »ichthessischen Nachbarschaft, der früher seine Studirenden hierhersandte, sich jetzt auf Marburg und andere preußische Hochschulen angewiesen sieht. 4. Die Undankbarkeit des Studiums der protestantischen Theologie in unserem Lande, die seit lange Gegenstand der schmerzlichsten Klagen unter der hessischen Geistlichkeit ist. 5. Die Errichtung neuer, mit Prüfungsrecht ansgestatteter Lehrstellen in technischen und cameralistischen Fächern in Darmstadt, die den unserigen »oth- wendig Abbruch lhun müssen. Das Zusammenwirken dieser für eine Landes-Universität vom Umfang Müncken, 11. Juli. Der Kaiser vonOestereich ist heute früh 6 Uhr ' c CY\ . f (- .. mau 'S a 0} riiunn 0 a aS\ aT^\ 0 Hl c Defterveicfj. Türkei. den 9. Juli- ver evangelischen Gemeinde zu Gießen. G o t t e S d i e n st. Wien, 11. Juli. Der Vorstand des deutsch österreichischen Buchdrucker- Vereins, Herr Gerold, veranstaltet am 13. Juli eine Versammlung der in Wien weilenden Buchdruckereibesitzer Oesterreichs, Deutschlands und der Schweiz »ur Besprechung der Einführung eines Minimal-Tarifs in den genanntm Landern auf der Grundlage des von den Prinzipalen und den Gehülfen Deutschlands anqenomnienen Minimal-Tarifs, sowie behufs Anbahnung einer nnngen Vereinigung der deutschen, schweizerischen und österreichischen Bnchdrucker- 8chweiz. Basel, 10. Juli. Den „Basler Nachr." zufolge hat in Bern heute eine Versammlung von Führern der Altkatboliken -ns asten Th-ilen der Schweiz stattgefunden. Die Versammlung beschloß, die Organisation des Altkatholms- mus energisch in die Hand zu nehmen i Juanüveicfj. Paris, 9. Juli. Die Zahl der Civil-LeichenbegLngnisse ist nicht allem in Lyon, sondern überall großer geworden. So wurde vor einigen Tagen m Lonsle-Sanlnier, wo ein solches nie stattgesunden, -uw Frau ohne Begleitung der Geistlichen begraben. Die Opposition gegen die Geistlichkeit und d,e von ihr inspirirte Regierung wird jeden Tag größer. — Dem „Journal Le Hüvre" zufolge hat der in Havre um 7 Uhr Morgens eintreffende Zug gestern 700 elsässer und lothringer Auswanderer gebracht. — Figaro" meint, wenn in dem elysäischeic Bogen schon so viel für einen fremden Monarchen geschah, was werde es erst g^en, wenn> der eigene Köniq durch den Triumphbogen seinen Einzug hielte! So habe ein Kutscher dem anderm zugerufen: „Wär^s wenigstens noch der Komg von Also die Kutscher sind schon mit den Herzogen auf der Rechten einig es ist 6 StDppau, 8. Juli. Der schlesische Landes - Sanuätsrath hat sich an die Regierung um Erlassung eines Verbots gegen Proeessionen gewendet, um der Einschleppung der Cholera vorzubeugen. Konstantinopel, 11. Juli. Die Nachricht eines türkischen Journals über Entsendung einer türkischen Flotte nach Sumatra wird dementut. JuU. An der gestrigen zu Ehren des Schah's von Per- sien veranstalteten Parade nahmen gegm 80,000 Mann Thetl.^Im General- Beerdigte. Den 1. Juli Anna Elisabeth Strack, des Bürger? ,uLaunsba-b und Gartner? W "AL SB? Sät S ’S.™“?":"e.“3™*s.5» sionirter Gräfl. Solms -Rödelheimischer Rentmeister, alt 47 I- 9 - ,6 ben 6* Seu 9. Juli. Johann Wilhelm Kreiling, Bürger und Fuhrmann dahier, alt verstorbenen Bürgers und Gärtners, Andreas Stohr, alt 73 I. M., gestorven , Morgens: Professor vr. Weiffenbach. Am 13- üuli. , Nacdmittags: Pfarrer Dr. Seel. (Sonnrag den 20. Juli soll das heilige Abendmahl gefeiert werden.) Großherrogliche Regierung hat die Mittel in Händen, dle Wuchtigkeit ieder einzelnen unserer thatsächlichen Behauptung urkundlich zu belegem Sie ha" bewiesen und fährt fort u beweisen, daß sie ein warmes Herz hat r- “ „„tercr Universität. Sie wird vor der Kammer nicht verfehlen dessen sind wir gewiß, die Lehrkörperschaft dieser Hochschule, deren Pflichttreue und wissenschaftlicher Ernst keine? FührungszengmsseS von irgend eurer Behörde bedarf, mich in ihrer,Ehre zu schützen gegen die ersten Au,chuldiguu aen die einer academischen Körperschaft widerfahren können. 8 ' Ter Finanzausschuß der zweite» Kammer hat die ''^"kürzte Bewilligung der kür die Landes-Universität gesorderteu Lummen bedingungslos bean lagt. Wir hoffen, d7ß die hohe K-muier selbst diesen Antrag zum Beschlutz erheben werde Mit gutem Gewissen würde sie es nicht können, wenn ihr von , LeRungsfähigkeit der Universität, von dem Geist und Stand ihres gegenwärtigen Wirkend kein richtigeres Bild gezeigt wurde, als der Berichterstatter en - ttOt’eSilatfcie Bezeugung der thatsächlichen Wahrheit, für die Vertretung unseres Rechtes auf volle Genugthmmg erkennen wir in der Großheizoglicheii Regierung vertrauensvoll unseren natürlichen Anwalt und Zweifeln nicht, das, sie im Kreise nnserer Abgeordneten kräftige Unterstützung sinden werde. Gießeu, dell 28. Mai 1873. 9A-PT Dr Dr Lemcke. * Dr. Birnbaum. Dr. Hesse. Dr- Kollner. Dr. Wasserschleben. Dr. Bürkel. Dr. Seuffert. Dr. Wilbrand. H Hoffmann. Dr. Buchheim. Dr. Kehrer. Dr. Streng. Dr. Schneider. K- Köster. Dr. Lutterbeck. Di. H^ v.Nitgen. Dr Will. Dr. Merk. Dr. Weigand. Dr. Heß. Dv Baltzer. Dr. Liibbert. Dr. Oncken. Wernher. Dr. Schmitt. Dr-^.haer. Die Psarrgeschäite für die Woche »oni13 bi? 19- Juli 1873 besorgt Schulinspüctor Vigelius. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Kopulirte. dach, Johannes Barth, eheliche Tochter. Getaufte. Tieii 6 cvuii. Dem Büraer zu Werdorf, Kreis Wetzlar, nnd Bremser an der Köln-Gie ßener Bahn dahier, Johann Heinrich Gombel, eine Tochter, Elisabeth Karo me **Sd$Si5*&Äv. I- »“•»■*" **”3,wn“ M 8TÄ&48SÄ »«»•“»--» ein Sohn, Ludwig Karl Wilhelm, geboren den 4. Juni. Deutsch taub. » Gießen, 12. Juli. Die neueste „Mainzeitung" behauptet, ich hatte mein Wort gegeben, „die Gießener Lehrkörperschaft zum Ruhehalten zu bewegen. Dies ist nmürlich aus der Luft gegriffen. Ich habe vielmehr zum Abg. Metz gesagte ,Giebieteu Sie der „Mainzeitung" Mäßigung, dann werde auch ich Frieden halten." Mit letzterer Zusicherung hatte ich lediglich mich gebunden, > Uiid zwar unter der ausdrücklichen Bedingung, d,e vorhergegaiigen war. Die, Erfüllung dieser aber ist mir auch zugesichert worden. j ' Berlin, 11. Juli Die „Rordd. Allg. Ztg." bemerkt: Deutsche und fremde Blätter brächten vielfach verfrühte und ungenaue Nachrichten über die Ernennung eines Slaatssecretärs des auswärtigen Amtes; dwselben wurden wohl thun, die bezügliche Elckicheidung des Kaisers abzuwarten. wir ielbff der Kammer folgen wurden. D f , Eiu Urtheil über die Stellung,^die jeder EiuZelne von uns' 10. Juli. Am 31. d. Mts. werden die Räumungs- B -15 Ergebnisse unserer Wirksamkeit als Lehrer zu prüfen, ist Jedermann möglich. Alb mi ete mündlichen Examina, die Promotionen wie die Fakultatsprufungen, stnd was sie an vielen Orten nicht sind, öffentlich und dem gesammten Publikum zugänglich. Die Früchte aber erfreuen sich eines guten Riffes. Die jun» am Männer, die wir theils dem engeren, lheils dem weiteren Vaterlande nut unseren Reifezeugnissen übergeben, brauchen, was nnjeren Antheil an ihrer Ausbildung anaeht, feinen Vergleich zu scheuen. 4 Der ^Herr Berichterstatter trägt sich dem Anschein nach nut Planen durch- areffender Umgestaltung unserer lehrenden Körperschaft, aber er unterlaßt es, bestimmte Vorschläge auch nur anzudeuten und verfehlt nicht, f^eichzetttgden Grund seines Schweigens errathen zu lassen- Seme völlige Unbckalmtschaft mit dem gegenwärtigen Stande der Landes-Universitat, nut dem Gerste ihrer SAbstverwaUung und dem sittlichen Character ihrer Wie er hat er m einem Passus seines Berichtes nieder,gelegt, der m unserer Mitte, wie m allen d Universität nahe stehenden Kreisen den tiefsten Unwillen hervorgerufen hat. Der Passus lautet: „Wir hoffe», daß nach Fall des früheren Reglerungssystem in Hellen die Berufungen von Professoren nur nach wissenschaftlichem verdienst, nach dem Maße erprobter Befähigung zum aeademischen Lehramt und nach der Höhe der Stellung der Berufungen in der gelehrten Welt erfolgen, daß dage^ aen kleinlicher Nepotismus, befchrankter Brodneld, Rücksicht ausj politische oder eonfessionelle sogenannte „gute Gesinnung völlig fern bleibe." So lange es Universitätsbudgets vor deutschen Standekammern giebt, hat es wohl gelegentliche Klage über einzelne Lehrstuhle, Vor,chlaze zur Befferuug vorhandener Uebelstände gegeben, ausnahmsweise sind sogar Angriffe auf ga»»e Fakultäten vorgekommen, aber niemals ist unseres Wissens gewagt worden, die npfnmmfe Kebrkörverschäft einer Universität der Art ehren- kränkend anzugreifen, wie es hier iii Gestalt eines guten Rathes an die Adreffe der ütziaen Negierung unseres Landes geschieht- Die Persoiialaeteii sämmtlicher Professoren der Ludov1cmna sind m den Händen der Großherzoglichen Negierung. Sie beweisen urkundlich, wie tu Oie- ßen bei Anstellung einheimischer, bei Berufung auswärtiger Lehrkiafte ve fahren worden ist und noch verfahren wird. Sie thun dar, daß die Unwersttal bei ihren Vorschlägen, wie sich von selbst versteht, „nur nach wlssenichafmch^ , Fortschritt' Derdiellst, nach dem Maß erprobter Befähigung zum ac^mchhe" Lehr^ doch em Fort,chritt. nach der Stellung der Candibaten in der gelehrten e • sten veranstalleieu nuyu.vH övö... ------ , ferner dar daß die Art des Verfahrens, wonach erst die Fakultät 'daraus der I Mahon's befanden sich der Herzog von Aumale und die Militär- gesammte Senat, beide auf Grund doppelter der verschiedenen Gesandtschaften. Eine zahllose Volksmenge wohnte dieser Vorschläge mildem Gebrauche, den die Großherzoglichelll-gierung davon ,u macken g wohnt ist, beweist dann, wie diese letztere sich fast ausnahmslos machen gewoynr । i Verfahrens aber prach allezeit und Mich. Ä 8 selbst 'Wäre deshalb gegen die augenbllckiiche ßm lammensttzmig der LaiideEiiversitäk in diesem Punkt irgend eine Rüge begrurn N o würde die Lehrkörperschaft selbst sich in erster Reihe darüber vemnt Worte» müsse». Möge der Herr Berichterstatter versuchen, zu beweist», wessen et uns wie die Großherzogliche Regierung bezichtigt. Bis ihm das gelingh miiffen wir de» Th.il seiner Anschuldigung, der augenscheinlich gegen uns gerichtet ist, als ei»? schwere Antastung unserer Ehre mit Entrüstung von uns Alle» Kranke» Kraft und Gesundheit ohne Medici» und ohne Äoften. „Ilevalescierc Du Barry von London. •Sei allen Krankheiten bewährt sich °^^on'London"''die°^b-i ^Erwachsenen und ; dieselben wurde» lidle Gffundheitslpeise Rovalesc.tre du Barry ““"V“ ® ^spart. Kindern ihre Kosten Mach in andern Mitteln und Svenen enpun Besondere Bekanntmachungen. Maaren. (2280) Versteigerung wird keine vorgenommen. Eis NB. Musterkarten stehen gerne zu Diensten 03 ryi M 1 v *^'*•*7 F "T t r _, - - — ÄÄXÄh® (3193) Fliegenpapier pappenfabrik in Einbeck, Provinz bei 3171) empfiehlt Versteigerungen. Arbeitsversteigerung zu Allen- H. Sonntag, Buchbinder, Kirchenplatz. honi« »erfauftit6aug @rofi;$u,c(f. NB. 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Den verebrlichen Consnmenten meines bewährten Universal - Reinigungssalzes zeige hierdurch an, daß die bisherige Niederlage für Gießen bei Herrn F. Bieler aufgelöst und den Herren I. A. Busch Söhne übertragen wurde, wo mein Fabrikat in Vi, Vr und 1/4 Pfund stets ächt und unverfälscht zu haben ist. Berlin. C. K. BtiUrich. compouirt von G. Fr. Händel, gütiger Mitwirkung: Gießen. A. E. Gerdts, Wallthorstraße Nr. 144. des Fräuleins L. Thomue aus Frankfurt a/M. (Sopran), Fru» 0r. M. Weiffenbach (Alt), Herrn August Mickler (Tenor), und Herrn l)r. Ohlenschlager aus Frankfurt a/M. (Baß), sowie des academischen Gesangvereins. für einen nummerirten Platz im unteren Raum der Kirche (mir 300) . 1 fl. für einen nichtnummerirten Platz auf der I. Emporbühne, Orgel, sowie im Schiff der Kirche .... 1 H. Emporbühne werden vollständig geheilt und erhalten eine gute natürliche Sprache und ein 'kräftiges Organ. 5°|o unkündbare Pfandbriefe der Rheinischen Hypotheken-Bnnk M Mannheim. Nach Erlaß des Ministeriums des Großh. Hauses, der Justiz und des Auswärtigen d. d. 1. August 1872, ®- Bl. Nr. XXXII. S. 308, sind die Pfandbriefe für die Anlegung von Mündelgeldern geeignet. Die Pfandbriefe können zum Paricourse von der Bank und ihren Vertriebostellen beroaen werden. Die Pfandbriefe zerfallen in Stücke von Thr. 1000, Thlr. 500, Thlr. 200, Thlr. 100. Sie sind bis zum 1. Juni 1876 unkündbar. Vom 1. Juni 1876 an werden die Pfandbriefe innerhalb 36 Jahren durch Ver- loosung amortisirt. gehörigen herausgewühlt zu sehen? Frau. Sollte der betreffende Beziiksbauaufseher "•'vA, feinen dienstlichen Obliegenheiten wohl nicht nachkommen können, so wäre es wünschens- zu_______________________________ j 3190) Zum baldigen Eintritt suche ich (Clavierauszüge des Oratoriums sind in der Musikalienhandlung von > Ünd"tücht^n"G°>tm^" H. Nudolph Wittwe zu haben.)Arnold Müller. tober. Christian G- Eckel, A- 166, Marburger Straße. CO 'M ■CO Die Pfandbriefe siud mit halbjährlichen am 1. Juui und am 1. December zahlbaren Zins-Coupons versehen. Die Zahlung der Zinsen und der verloosten Pfandbriefe erfolgt bei allen Vertriebsstellen, insbesondere aber in 1325) Die Hälfte meines Ladens (Eck Mannheim, Carlsruhe, Freiburg i. B., Constanz, Frankfurt a. M., Stuttgart und Basel laden) mit Comptoir, nebst Familienlogis, i (zum Tageskourse der Gulden). in der Wallthorstraße, ist M ^rmiethen. , Zur Vertriebsstelle haben wir die Gewerbe-Bank Gießen ernannt. (3207) MBiemäseälie iäygiolhekess-82^nk. 2S3°) vermiethen der mittlere Stock meines Wohnhauses auf dem Seltersberg sogleich oder später._________________Buchner. 2893) In einem Hinttrhause auf dem Seltersweg ist eine Wohnung von 5 Zum mern, Küche rc., zusammen oder geteilt, an ruhige Leute zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bltts.____________________ 2891) In meinem Hause ist eine von Herrn Grünebaum in der Schloßgosse noch bewohnt werdende Wobnung zu vermiethen und bis 1. August zu beziehen. ________A. H e ck Wittwe. 3117) Zu vermiethen: Mein Nebengebäude mit Garten, zu beziehen am 1. Oc- | Rosenbliitter werden anpefanft in der Apotheke von ____________vr. A. Mettenheimer. 24) Eiechtenkranke und Brust leidende finden noch in den hartnäckigsten Fällen Heilung durch l)r. Juchheun in Darmstadt, Elisabelhenstrasse 1. 3162) Ein Mädchen, welches im Kochen und in allen häuslichen Arbeiten erfahren ist, wird zum sofortigen Eintritt gesucht von August W e i d i g, __Kreuz D. 3.______ 3223) Anfrage! Warum sorgt man nicht dafür, daß der neue Friedhof dahier vollendet wird und erspart dadurch den hiesigen Bewohnern den traurigen Anblick, die Gebeine ihrer kaum erst vor 3D Jahren verstorbenen An- 3065) Eine freundliche große und eine kleine Familienwohnung zu vermiethen bei Heinrich Sauer, Neuenweg 134. 3057) In Litt D. 39, Dtarktstraße, ift eine Familienwohnung zu vermiethen. 3205) Im Ebel'schen Hause auf dem Kreuz ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen und sogleich zu beziehen. _______________P Fischer. 3086) Zwei große Familienwohnungen und eine kleinere Mansardenwohnung nebst allem Zubehör pr. l.Oetober zu vermüthen. G- CH. Spruck. 2481) Möblirle Zimmer, sowie auch ein Laden zu vermiethen. Litt B. 17. —2438) Mein zweiter Laden mir Logis ist zu vermiethen. ____________Friedr Bang. """5150) Eine geräumige Familienwohnung ist dahier aus den 1. October zu vermiethen. Offerten sub Chiffre 58 befördert das Annoncen - Bureau von Rudolf Mosse, D. Heidingsfelder in Gießen. mit V II * t t statt wozu alle Freunde des Gesanges freundlichst eingeladen werden. Der Gesangverein zu Wieseck. Dorfeld S Garten zu Wieseck 3202) Sonntag den 13. Juli findet eine festliche IlcfiinoesdlnterOiiltmig vom Wiesecker und noch mehr dazu geladenen Gesangvereinen, verbunden Z Turnnereiu. Abfahrt nach Alsfcld Sonntag früh 3 Uhr. Lebensversicliernngs- und Ersparniss- Hank in Stuttgart. Stand am 1. Juli 1873: Versicherte 21,450 mit fl. 44,750,000 Vers. - Summe. Im laufenden Jahre sind bis jetzt etiißifoinnien: 1674 Anträge mit fl. 4,263,396. Wie aus diesen Zahlen ersichtlich, gestaltet sich der Z u g a n g immer günstiger. Aller und jeder Ueberschuß kommt ausschließlich den Versicherten zu gut und gelangen demgemäß vom Juli 72/73 als Dividende 36% der Jahiespi ämie zur Verkeilung; die jährliche Prämie für eine Versicherung auf Lebenszeit mit fl. 1000 ermäßigt sich hiernach . z. B. für eine 25- 30- 35- 40- 45- oQ-iahrige Person auf fl. 14% ft 15%. fl- 17%. fl-20l 2- fl. 25. fl. 31. au weiterer Betheiligung an dieser soliden Gegenseitigkeits-Anstalt ladet ein ' Der Agent: Emil Gail. Bad-Nauheim. Sonntag den 13. d. M.: Großes Nachmittags - Concert der Kur-Kapelle (mit freiem Zutritt) von 1 bis 8 Uhr auf der Terrasse des (3206) neuen Kurhauses. Wohmmgs-Veründerung. 3146) Dem verehrten Publikum zur Nachricht, daß sich von heute an meine'Wohnung, Wallthorstraße 134 vis-a-vis der Brandgasse, befindet. Gießen, 7. Juli 1873. Friedrich Heuser, ________________________________________________________Schneidermeister. | Frei religiöse Erbauung Sonntag den 13. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, Vortrag von Herrn Flos aus Frankfurt a/M. zu Gleiberg. Der Vorstand. Jahr ist gut, braun Bier ist geiaihen! 3226) Unserem lieben Freunde Konrad Sch ..... zu seinem heutigen 20jährigen Wiegenfeste ein dreifach donnerndes Hoch! daß die ganze Sandgasse wackelt- _____________Gesellschaft „Heiterkeit." 3299) Ein Accordant für Ruffensteine wird gesucht. Näheres inr Hause deS Herrn Metzger Schneider, zweiter Stock, Wallthorstraße.______________ 3200) Aufträge zum Aufpoliren von Möbeln in und außer dem Haufe werden stets entgegengenommen bei Herrn Buchbinder Sonntag, _____Kirchenplatz.__________ 2972) Ein Kegeljunge gesucht. __Restauration Bramm. 3214) Die Fertigung von 150,000 Backsteinen (Feldbrand) in der Gemarkung Rod heim soll vergeben werden und ist das Nähere bei Wirth Bender in Rodheim zu erfahren. 2ö49) Mein Lager aller Sorten Pinsel für Maler, Lackirer, Anstreicher und Vergolder empfehle ich hiermit. _________________Emil Fischbach. 3208) Ein tüchtiger Schreiner bei hohem Lohn gesucht von Gg. Chr. Hau b ach. 2847) Holländer Käse, Emmenthaler Käse, Rahm-Käse, empfiehlt in feinster Qualität ____________________Em il Fischbach. 3220) Ein Dienstmädchen sucht August Kröll, Seltersweg. 2848)x Alle Sorten Farben, trocken sowohl, als auch mittelst Dampfkraft aus'S Feinste in L)el gerieben, Firnisse, Oelsarbmühlen, Broncen, Blattgold, Maserwalzen empfiehlt Emil Fischbach. 3213) Spezirlarzt i>r. Kirchhoffer n Kappel (Schweiz- besitzt sichere Mittel gegen nächtliches Bettnässen, Pollutionen, Impotenz. (H. 112.) 3091) Bel-Etage, Seltersberg E- 37, ist zu vermiethen und kann am 1. October dieses Jahres bezogen werden. Stallung wird auf Verlangen beigegeben. Friedr. Bünger- Redaction, Druck und Verlag der Brühl'scheu Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.