"ODneii. ^PPeHCy ÄspW.^- 'Wetschen. lohnen- und n,eumrhl. e.lmandeln, ^rlrosinen, ’öfn, Oliven, ^Snon - und "Usseln. PretS Vierteljährig 1 fl. 12 fr. mtt Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 kr. Gießemr Alyeiger. Erscheint täglich, mit XnB» nähme Sonntigs. Expedition: Lanzleiberg, Ltt. «. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt fiir den Kreis Kichen. Nr 6«. Mittwoch dm 12. März. 1873. - ' W mt Sicher L h e i l. Bekanntmachung. Die Generalversammlung der Mathilden-Stiftung der Provinz Oberhessen wird den Statuten gemäß Freitag den 14. L M., Nachmittags 2 Uhr, in dem Regierungsgebände dahier stattfinden, und laden wir zur recht zahlreichen Betheiligung ein. Gießen am 11. März 1873. Für den Vorstand: v. Röder. ich Politischer L h e i l. rniss-ßauk m, ,u Giorg-nhaus-n, im Streife Dieburg, mit einem i«H)rtidien Behalt «on 400 fl.; dem Herrn Grafen von Schlitz, genannt von Görtz 'stehl da» Vtafen» jalion-rechi zu dieser Stelle ,u; die e»ang. Schulstelle zu Willof«, ,m Kreise Sauterbach, mit einem jährlichen Behalt von 400 fl.; dem Herrn Isafen von S«bUK genannt von Göetz, steht da» Präsenlationtrecht zu dieser Stelle zu, bi, f,an? Pf„rstllle zu Rieder-Ohmen, Im Dekanate Brünberg, mit einem festen Deutschland. Darmstadt, 7. März. Da- Großh. Regierungsblatt Rr. 8 enthält: 1. Ueberficht der im Jahre 1872 durch die Großherzogliche Geudarmerie aefchehenen Arrestationen und Denunciationrn. 2. Bekanntmachung Großh. Civildiener-Wittwenkaffe-Commission, die Ergebnisse der Verwaltung der Civildiener-Wittwenkasse von den Jahren 1870 und 1871 betreffend. 3. Bekanntmachung Großh. Ober - ConsistoriumS, die Ergebnisse der Der- valtung des allgemeinen evangelische» KirchenfonkS vom Jahre 1871 betreffend. 4. Bekanntmachung Grvßh. KreiSamtS Büdingen, die Erhebung einer nachträglichen Umlage zur Bestreitung der Bedürfaiffe der israelitischen Reiigionsge- me^nde Binvsachsen betreffend. 5. Bekannimachvng G'vßh. KreiSamtS Alzey, die Besoldung des Großh. Rsbbinen zu Alzey für 1873 betreffend. lieren. Es sind ganz entschieden gewisse schwarze Punkte an unserem politischen Horizont sichtbar. Oker sagen wir lieber, die Sonne unseres preußischen Staats- körperS zeigt einige „Flecke", von denen der eine „Wagener" heißt. Wir wünschen nur, daß an» unserem hell leuchtenden Gestirn dieselben so schnell als möglich schwinden wögen. (Berl. Börs. Cour.) Berlin, 10. März. Der „Hannov. C." schreibt: Verschiedene Anzeichen deuten daraus hin, daß die 19. Division iw August d. I. aus Frankreich zurück, kehrt. Der stellvertretende commandirende General des 10. Armee-EorpS v. TrcS- kow war am 5. und 6. März in Emden, und gleichzeitig erläßt der Magistrat von Emden eine Bekanntmachung, die mit den Worten beginnt: „Nach glaubwürdige» Nachrichten dürfen wir der Rückkehr unserer Garnison aus Frankreich schon im Monat August d. I. entgegensetzen", und daran die Bitte knüpft, Woh- nungen für OfficierSfamilien anzumelden. Auch aus Verven wirb berichtet, daß man dort tm Laufe des Sommers die Garnison erwartet. — Die „Germania" veröffentlicht eine Adresse amerikanischer Bischöfe an Vas preußische Episcopat, welche so starke Ausfälle gegen den Fürsten Bismarck enthält, baß das ultramontane Blatt dieselben nur durch Punkte ondeutet. Posen, 10. März. Wie die „Ostd. Post" meldet, soll gegen den Erzbischof Lekochcwski wegen seines letzten Circulars avf Grund brr Bestimmungen des deutschen Strafgesetzbuches vorgegangen werden. Stuttgart, 10. März. Königin Pauline von Württemberg, Mutter des jetzt regierenden Königs Karl und seit 25. Juni 1864 Wittwe kes Königs Wil- Helm von Württemberg, ist nicht wehr. Heute Abend kurz vor 5 Uhr hat sie geendet. Die Verewigte war am 4. Sept. 1800 zu Riga geboren, wo ihr Vater, Herzog Ludwig von Württemberg, damals russischer General und Gouverneur von Riga, seinen Sitz hatte. Königin Pauline genoß als Wohlthätrrm der Armen die höchste Verehrung im Lande; Tausende von menschenfreundlichen Stif- tungen verdanken ihre Entstehung und ihr Gedeihen der stets offenen Hand und dem milden Sinne der Königin. Schweiz. Bern, 7. März. Aus Genf theilt man nachstehenden Aufruf au die dor- tigen katholischen Schweizer Bürger mit, welcher seit gestern in allen Ortschaften 6. Ordensverleihungen. 7. Namrnsveränderung. Se. Königl. Hoheit der Grvßherzog haben aller- avädigst geruht: am 15. Februar dem Carl Ludwig Silz aus Mainz zu gestat- tk». daß Bcifelbe statt seines bisherigen den Familiennamen Silz-Morel führe. 8. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die 3. evang. Schulstelle zu Mder-Florstadt, im Kreise Friedberg, mit einem jährlichen Gehalt von 400 fl.: die erang. Schulsteve zu Helmhof, im Kreise Wimpfen, mit einem jährlichen Ge- holt von 550 fl.; die evang. Schulstclle zu Rodau, im Kreise Dreburg, mt einem jährlichen Gehalt von 400 fl.; die evang. Schulstelle zu Drars, rm Kreise Mainz, mit einem jährlichen Gehalt von 400 fl.; die ^"6- Psarrstelle zu Frischborn im Dekanate Lauterbach, mit einem jährlichen Gehalt von 1046 fl. 2 fr.: sämmllichen Riedeseln Freiherrn zu E'senbach steht für diesmal das Pra- fentationsrecht zu dieser Stelle zu; die evang. Schulstelle zu Burg - Grafenrode, iw Kreise Friedberg, mit einem jährlichen Gehalt von 400 fl.; die evang. Schul- Zürfrljuckcr und gest. Raffinade. lorkstopfen allen Sorlm. , Zensier- und deschwämwe. lullenne rtt ^ranzosenfHpen- krauter). annisbeeren- unb eercn-Gelee. ^„ebenen ifrt . V. s pfd. **•1 ($9» *»«• 28231 änträge tut fl. 6,381,000. t fl. 4,680,000. > gesteigert. l(b Abrechnung oei '2 g.d°b-» ,|L HW* !nf.milWm W; im DH« 18,1 niedrig" ungsergebmk I entarte« b, ! «rfatiren. „tut ^eß-" ®eb«lt »on 800 fl. nebst fielet Wohnung und Attibenzim für Beforgung der i (Salualien • die 3. evang. Knabenfchnlstelle ,u «Isfelb, im «reife Al«fel«, mit , 6n!rn jährlichen Gehalt?°n 530 fl.; dem Stadtoorstand zu Al-feld steht da« PiasenwOon.recht ^'z.^'Heutt R-cht 12 Uhr sand eine von einem Sturm- wln6 N-.e Erber chAterung statt, aus welche um 3 Uhr Morgen« .In Erd- »ob folgte, welcher namentlich in der Altstadt deutlich wabrgenommen wurd^ " ® «-Hin 10 März. Leben wir in Berlin oder in Constanlinopel? Wird unf.r Staat nach den in D-Ima - Bagdsche üblichen Gebräuchen oder nach fest- flehenden Gesetzen regiert ? Diese Fragen haben wir aufgeworfen, nicht um den fXn Staatsanwalt zur Anwendung der Haß. und Berachtuugsparagraphen zu «izen, diese Abstcht liegt un« fern, nur uy die 8lu«fütlunfl unserer lückenhaften geographischen KennMiß Ist e» un» zu thun. Herr Wagener nämlich, und "ich! der entlassene Ruschdl-Pafcha, soll wieder (wir wissen nicht, ob nach, ob I („Ine Iti vielberühmten Scruiiaal. Verfahren«) seine amtlichen Functionen ‘ h ben D«. Gerücht tritt mit solcher Bestlmmih.it auf, daß, unserer !!s.1 JL cs wobl iw Interesse der Staatswürde liegen würde, wenn von Memung nach, ea wohl i« Widerlegung erfolgte. Oder w.ll Seiten der Regierung «n« «ep-nflu», n»rÄnflt („n ? unteres ttttXÄS -raUin dieser höchst "peinlichen Angelegenheit, t L » M l sich In den Gernüihern der Menschen unwtllfurl.ch ™ anfiAt feft-.6en mu6, ti. Negierung scheue am Ende da» Helle Tageslicht. Und wenn die Presse, re p. diejenigen, welche sie machen, ebenfalls dieser tranrl- Unb wenn oie y « ' " ( f ne n* nur au jene« Clcerom che Wort 9J" .01rm homo Sum 9nihil human" a me alienum' puto.« Die Presse soll ‘fr,,”. nt> wirken wollen, aber sie soll andererseits die össentliche Meinung «uffordern/ wachsam zu sein und gewisse Dinge niemals au« den Augen zu «er. des Cantons öffentlich angeschlagen ist: Mitbürger! Der Canton Genf ist heute den heißen Leidenschaften confesfio- neller Kämpfe hingegeben. Wer ist schuld daran? Vor Allem drr CleruS, dann aber auch wir. Vor Allem der CleruS: unsere cantonale Verfassung und feierliche Verträge bestimmen die Rechte des Staates und der Kirche. Der Staat hat seine Rechte unter das Minimum zurückführen lassen, was sie sein sollten. Trotzdem blieb er seinen Verpflichtungen treu. Andererseits bewegte sich die Kirche, befreit von jeder Controle, auf dem weiten Felde der Freiheit, welche ihr unsere Institutionen und unsere republikanischen Sitten sicherten. Das war ihr nicht genug, sie hat die Verträge zerrissen, dem Gesetze den Gehorsam verweigert und ver Civilgtwalt die ihr gesetzmäßig zukommenden Rechte bestritten. Dann liegt Die Schuld an uns Genfer Katholiken; der CleruS hat bei seinen Kämpfen gegen oen Staat immer erklärt, er handle im Interesse und iw Namen der katholischen Bevölkerung, und niemals hat Einer von uns gegen diese Anmaßung Protest erhoben. Katholische Mitbürger! Es ist endlich Zeit, daß wir unsere Stimmen höre» lassen und die Vertheivigung unserer heute bedrohten religiösen Interessen selbst in die Hand nehmen. Zu diesem Zwecke haben sich 300 katholische Bürger freiwillig in einer Generalversammlung vereinigt und unter Acclamation erklärt: Wir wollen Katholiken bleiben, aber wir weisen energisch die ultramontaLe Dorna ooer avivnuBuuB -- MÜck; wir wollen Katholiken bleiben, aus diesem Grunde verwerfen wir die c?übre 1848 nicht gedrängt sein? Unseres Grundsätze, welche in der Bulle betreffend die Justallateon des apostolischen VicarS ~ '—c*lk, niedergeschrieben sind und mittelst welcher der Papst sich das Recht anmaßt, die Verträge zu brechen, die Abkommniffe zu annuöiren, die Verletzung der beschworenen Treue zu erlauben und ohne Rücksicht auf unsere Gesetze und unsere Rechte als souveraines Volk in unserem Lande als Herr zu handeln; wir wollen Katholiken bleiben, wir wollen endlich aber auch freie Bürger unterer freien Republik bleiben. Dre Versammlung hat sich sofort constituirt und ihre Zustimmung zu den zwei großen Grundsätzen des konstitutionellen Gesetzentwurfs erklärt: Wohl der Geistlichen und Theilnahme des katholischen Volkes an der Kirchenverwaltung ; endlich hat fie beschlossen, nach besten Kräften für die Annahme de- Gesetze- Seiten- des Generalrath- zu wirken. Katholische Mitbürger! Wir richten an Euch einen loyalen Aufruf, uv- bei der Verwirklichung de- angegebenen Pro» -ramm- Hülfe zu leisten. Die Aufgabe ist schwer, der Zweck aber edel. Mit Ruhe, Festigkeit und Muth werden wir fie erfülle«, dann aber wird die so lang ersehnte Vereinigung unskrer Anhänglichkeit an die universelle Kirche und unserer Pflichten al- Bürger gegen unser einzige- Vaterland, unsere vielgeliebte Schweiz, erreicht sein. 3m Ramen der Versammlung: Reverchon, Präsident, Gavard, Seeretär. Unter dem Generalrath ist der ganze Wahlkörper de- Canton- Genf, d. h. sämmtltche Activbürger, zu verstehen. Man zweifelt nicht, daß dem neuen katholische« Cultu-gesetz die Mehrheit derselben zu Theil werben wird. Bern, 10. März. Die Kirchengemeinde-Virsammlung von Alten beschloß mit Linstlmmigkeit auf den Antrag de- Gemeinderaths, daß in Anbetracht der Weigerung des ChorherrnsttftS Schönenwerth, die Pfarrpfründe Alten zu besetzen, dem Regrerungsrathe von Solothurn die freie Berufung de- Pfarrer- Herzog in Crefeld als Pfarrer vo« Alten vorzuschlagen sei. Frankreich. Paris, 9. März. Der Pariser Berichterstatter der Ttwe- erzählt von einer Unterrebung, die er jüngst mit Herrn Thiers über die wichtige Frage gehabt, wa- auf die heutige Regierung folgen solle. „Ich fragte," bemerkt er, „den Präsidenten, warum er nicht seinen großen Einfluß in der National-Versammlung aufbiete, um einen Vice-Präsidenten ernennen zu lassen. Seine Antwort war: Je ne veux pas partager le pouvoir. Ich bemerkte, daß in Amerika ja die Möglichkeit gar nicht vorliege, daß der Vice-Präsident die Macht des Präsidenten theile oder in dieselbe eingreife. Er sei einfach der Nachfolger, der nur etwa, falls der Prästvent mit dem Tode abgeheu sollte, an seine Stelle treten würde, und man betrachte für gewöhnlich den Posten des Vlce-Präsibenten keineswegs als den Uebergang zur Präsidentenstelle. Ich vernahm indessen, baß cs einfach möglich fein würde, dergleichen in Frankreich zu versuchen. Wahrscheinlich würde da- erst- Ziel eines Vice-Präßbcnten in Frankreich sein, sich selbst eine Partei zu machen und gegen den Präsidenten zu intriguire«, ober falls er das auch nicht thäte, so würde der Präfibe«t ihm doch i«stinctmäßig wegen dergleichen beargwöhnen. Ich kam zu dem schmerzlichen Schlüsse, obschon Herr Thiers das natürlich nicht ausdrücklich gesagt, daß in Frankreich nicht genug Bürgertugend und Reinheit der Gesinnung vorhanden sei, um einen Mann ohne die größte Gefahr so hoch zu stellen. Ich war unter solchen Umständen neugierig, zu erfahren, waö der Präsident über seine Nachfolger denke, da ein einzelner Nachfolger unmöglich sei. Er nannte als seine natürlichen Nachfolger Vas Triumvirat Dufaure, Gre)y und Mac Mahon. Es ist nicht zu bezweifel«, daß unter den Umständen diese Drei das bestmögliche Triumvirat ausmachen würde«. Dufaure würde namentlich den Conservativen Vertrauen einflößen, und dann ist auch außer Thier- Nie- mand, der da- Haus so vollkommen beherrscht. Man fürchtet ihn wegen seiner beißenden Schärfe mehr als Thiers selbst, uno er ist wohl der einzige Mann in der Versammlung, dessen sich der P.äsivent nicht entledigen könnte, da er nicht wagen würde, ihn in die Opposition zu bringen. Sein einziger Fehler ist, daß er nur um einige Iü)re jünger ist als Thiers. Gröry würde ein trefflicher Genosse für Dufaure sein, sowohl wegen seiner Kenntniß und Erfahrung als Präsident der Versammlung, als wegen seines Einflusses bei brr Linken, der eben so groß ist wie Dufaure's Einfluß bet der Rechten. Das militärische Element ferner würde in Mac Mahon den besten Vertreter haben, und das schlimmste ist nur, daß diese- Triumvirat von ThierS selbst nie vorgeschlagen worden ist. Daß er einen solchen Vorschlag durchbringen würde, ist nicht im mindesten zweifelhaft, während eS mehr als fraglich ist, ob die National-Versammlung ohne ihn ver- nünftig genug wäre, die Sache vorzubringen und zu genehmigen." Italien. Rom, 7. März. Die „Italienischen Nachrichten" schreiben: „Gestern früh hat der Papst ein chiffrirte Depesche von Don Carlos erhalten, in welcher ihm dieser anzeigt, daß seine Truppen bei Irun einen großen Sieg erfochten haben. Der Papst hat den Inhalt der Depesche sofort in den clericalen Kreisen verbreiten lassen und eine andere chiffrirte Depesche an Don Carlos abgehrn lassen." Spanien. Madrid. Die neuesten Nachrichten aus Spanien schildern eine rührende Dersöhnungscomödie, die am Sonnabend von der Regierung und der Kammer gespielt wurde. HauptacteurS waren die beiden Präsidenten, Kammer - Präsident und RetzicrnngS-Präfident. Nachdem noch kurz vorher die Rede von Staatsstreich und Bürgerkrieg gewesen, gewährten die beiden Präsidenten den schönen Anblick zweier Patrioten, von denen keiner seiner Sache sicher war, und die deshalb ein lebendes Bild nach Schiller'- Bürgschaft darstellten: den Armen logen sich Beide, Und weinen vor Schmerzen und Freude." Dabei wächst den Herren die carlistische Bewegung immer drohender über den Kopf. Zugleich ergiebt sich aber auch aus dieser Nachricht, daß die Be- mühungen, eine Ausgleichung zwischen den Ministern und der Cortesmajorität herbeizusühren, gescheitert sind, was jedenfalls den Carlisten zu Gute kommen wird, vo« deren Operationen, beiläufig bemerkt, neuere Miktheilungc« nicht vor- liegen. Die Gefahr der carlistischen Bewegung wird übrigens gegenwärtig auch von Blättern wie die „Republ-que Fran^ise" eingestanden. — Der Herzog von Aosta ist mit seiner Familie auf dem heimischen italienischen Boden angekommen und in Genua von Behörden uno Volk freudig und mit g^wiß aufrichtigen Sympathien begrüßt worden. Die Rechtfertigung seines Entschlusses, dem spanischen Throne zu entsagen, wird von den Spaniern selbst übernommen, die es darauf anlegen, zu beweisen, baß sie unfähig sind, ein ver- fassung-mäßige- Regiment zu ertragen. Madrid, 8. März. Das Gerücht, die Carlisten hielten Pamplona belagert, ist falsch. Ja man könnte, wie widerspruchsvoll es klingen mag, mit viel grö- ßerer Glaubwürdigkeit behaupten, daß die Festung von den Carlisten schon einge- nommen, als daß sie nur belagert wäre. Wenn die in der Stabt zahlreich wohnenden Anhänger des Prätendenten mit einer draußen umherfchwe.fendtn Bande einen Han', streich verabredet hätten, so wäre eine Einnahme durch Ueberroschung nicht gerade unmöglich gewesen; wie aber die ungeordneten Schaareu der Carli- sten, selbst wenn fie sich hin und wieder in der Umgegend zu zeigen wagen, ohne' Entfaltung von tüchtiger Artillerie die Festung-wälle und gar die auf der Höhe drohende und sehr feste Citadelle belagert halten sollten, ist gar nicht vorstellbar. Ueberdie- hat ja der General Pavia bei seinen militärischen Spaziergänge« i« der Umgegend von Pamplona de« angeblich herangerückten Feind nie anszufinde« vermocht. Im ganzen Navarra sollen sich in-gesammt 3000 Carlisten befinde«, welche ihr Dasein der Schnelligkeit verdanke«, womit fie den Truppen au-zuweichen wissen. Ein Theil der Bande ist statt mit Gewehre«, mit Stöcken bewaffnet, die c.n der Spitze ein Bayonnet tragen. Damit nimmt man keine Festungen. Die bekanntesten Führer Dorregaray, Olla, Rada stehe« in der Nähe der Grenze; Serveta mit 250 Mann im Vaztan-Thale. Zn ihrer Erwartung, nach der Abreise Amabeo'S die Solvaten zu König Karl VII. hecüberziehen zu können, sehen die Berather de- Prätendenten fich gründlich getäuscht; nirgendwo gelingt e- ihnen, Ueberläufer anzulocken. Der General Nouvilas ist dieser Tage in Logroni angekommen, wohin ihm Pavia entgegengegangen war, um ihm das Commando zu übergeben; er wird es hoffentlich an Energie nicht fehlen lassen, um dem bösartigen uno doch so erbärmlichen Treiben der Carlisten in den nördlichen Provinzen ein Ende zu machen. Madrid, io. März. Wie verlautet, will der Präsident seine Functionen al- Vorsitzender der Nationalversammlung niederlegen. — Die Carlisten Haden dnen Biaduct der Nordeisenbahn zerstört, einen Eisenbahnzug angehalten und Postsendungen, darunter of>icielle Correspondenz, mit Beschlag belegt. Die Ver- Hindun?, mit Frankreich ist unterbrochen. Barcelona, io. März. Die gestrigen Manifestationen hatten theil- die Internationale, theil- Föderalisten, theils Soldaten zu Urhebern. Der Provin- zial-Ausschuß hat beschlossen, die Soldaten zu entlassen und sie al- Freiwillige gegen die Carlisten wieder anzuwerben. England. London, 7. März. Der Strike in Süd-Wale- geht nach vielwöchentlichem Kampfe und Hunger seinem Ende entgegen. Ein allgemeines Einverständniß ist nicht erzielt, aber truppenweise lassen die Arbeiter die von der Union noch immer hoch gehaltene Fahne de- Widerstände- im Stich:. Die Dowlal-'schen Eisenarbeiter habe« sich jetzt auch zur Wiederaufnahme ver Arbeit bereit erklärt, und Da für sie Kohlenvorräthe genug da sind, so haben die Aussichten der Kriegs» Partei wieder bedeutend verloren, und die Uebergabe dc- letzten Truppentheils ist nur noch eine Frage der Zeit. Der Strike war verhängnlßvoll genug; 60,000 meist auf ihre tägliche Arbeit angewiesene Leute haben zwei Monate die Hände in Den Schooß gelegt und über 300,000 Menschen hatten unmittelbar zu leiden. Sympathie fanden sie weder beim großen Publikum, noch in der Presse, eben so wenig wie seiner Zeit die Bäcker, welche London aushungern, die Gasheizer, welche Die Millionenstadt in Finsterniß hüllen wollten. Der Strike in Süd-Wales berührte Die Lebensinteressen des ganze« Landes. Die Kohlenpreise erreichten eine früher nie für möglich gehaltene Höhe und machten es den Aermeren unmöglich, die zur Arbeit, ja zum Leven nöthige Wärme fich zu verschaffen. Die Kohlen» Grubenarbeiter feierte«, 50,000 Eisenarbeiter mußten ihnen folgen, die Geschäftsleute in Süd-Wales hatten keine zahlungsfähigen Abnehmer. Daher der Mangel an Sympathie von Seiten des Publikums. London, 10. März. Rach Bericht von der afrikanische« Westküste bedrohen die Ashantee's die Städte auf der Küste mit Krieg. Die Ashantee's erkennen das Recht Holland-, Elwina an England abzutreten, nicht an und bereiten sich vor, die Landschaft zu vertheidigen. — Ein Hirtenbrief des Cardinals Cullen verwirft die irische Erziehung-» bill und fordert den Clerus auf, gegen denselben bei dem Parlament zu petitio» niren. — Man erwartet, daß der Strike der Kohlenarbeiter in Sud-Wale- bald zu Ende gehen werde. Heute hat die Arbeit in mehreren Zechen wieder begonnen. — Die „Times" meldet aus Berlin, daß Die Unterhandlungen mit Frank» reich in befrieDigender Weise fortdauern, obgleich Deutschland sich weigert, Belfort und Umgegend vor Der vollständigen Zahlung Der Kriegsentschädigung zu räumen. Rußland. Petersburg, 10. März. Die Ankunft des deutschen Kaisers ist endgültig auf Den 1. Mai festgesetzt. Fürst Bismarck und Graf Moltke werden Den Kaiser begleiten. Das in Warschau garnisonirenDe Regiment „König von Preußen" hat bereits Befehl zum Aufbruch nach hier erhalten. Amerika. New-Jork, 9. März. In Portoriko ist Die Republik ohne alle Ruhestörung proclamirt worDen. r toseuEÄOiirtatitog. 11. März 1873. l!?rsass 44/i% Oblig. 1043/Ä Frankf. Obi. 873/8 »Nass. £1/3% ObL 100% !E[tobaea. 4% T 96 Gr. Hess. 5»/g ObL 102*/8 - vi 4% » 98-/. t » 31/8o/9 r 93 Bayer. 5% „ 101 Vz p % 1jährige 100>/8 N 4% 1jährige 94>/4 Wäztenib. 4Va% ObL 100 Baden 41/8% ObL c. E* L. 99% Oeaterr. öiibarrente 687g „ Papierzente 65% Spanier, nenest. 3% 22% Amerik. Bonds 1881r 100 » 1882r 95’/8 » , 1885r 973/8 » „ 1887r 9S3/4 Aotlen. Ezankf. Bank 1437a Frank*. Vereins-Kaare 1677« Darnuit. Bankact. 4837s Wien Bankacden 1050 Oeat. Oreditaot. 3657s Galizien 1607a iJUröÄei®. 5% Ü8«. F« st. L. B. 3577 Lombard, Bahn 200 ’S LucMgsh.-Qesrtaoh 1943/« Maxbahn 139 ijjßajer. Uatbahn 1267g £Rhein-Nahebai>n-Aet. — iETefld. Ludwigs-Ast. — Oberbesaea „ 7774 3% öster. Stsb.-Prior. 59>/a 3% bat. g. Lombard 50% 3% Livorneger — 5% Toscaner 593/8 5% Ellaabeth.-Pri-;r 853/< do. H. Enstes. 84 7< Äjttüelaeire.aigisos®. Darmstädter fl.50Loose — , »25 „ 587e Knrh. 40 Thlr. Loose 73 74 Nassau 25 fl. 48 Wecäfceel. .Lwterdam k. ö. 98 Augsburg k. 8. 100 Berlin k. 8. 1047g Bremen k. 8. 1057s Brüssel k. S. 937< Hamburg k. 3. 105 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 118 Lvon k. 8. — Pari» k. 8. 939278 Wien . L 8. 1073/a ditto m. 8i — ditto 1. 8. 1073/9 Dis conto 4 0/0 S. kr. Pr. Friedrdor 9 57—58 Pistolen . . 9 39-41 „ doppelte 9 39—41 HoU. fl. 10SL 9 52-54 Braunschweiger 257g 30/o Oldenburg, ä 40Thlr. 30 40/0 bayr. Präm.-Anl. 1137g 4% badische Loose 1133/4 Badische fl. 35 Loose — Oestr. fl. 250 v, 1854 96 1858r Priorität») oose — 1860t Loose 97 V4 1864r „ 17373 Dukaten . . 5 32—34 20 Frankens!. 9 207,-217, Engi. Sover. 11 48 50 Buss. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 257,--»67, 11 Hütt ,hl) 150 2 150 Lirn, 3 50 Mab« .An Mästb" ° xir Großhtt Mises wt $tfanntma(flun' »M öcnJ Großherzogl' Mü M Die de. mehorlge M Otconom«Fa' * Mon 3J einer irciivillig! Die L'erlteiger Stelle stalt. 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Vorsteher von Instituten und Schulen werden hierdurch höflichst mit ihren Schülern zur Besichtigung der Menagerie gegen ermäßigten G. L Daube d Co. 1 Central - Büreau: Frankfurt a. M Aecht kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. Meine Niederlage davon in der Expedition des Gießener Anzeigers empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 fr. per Glas gehorsamst Johann Maria Farina in Köln. Ml*1*11! ,8 SrW* Strohhut Wascherei von Balth. Schild in Butzbach. Aufträge, welche prompt ausgeführt werden, bitte gefälligst bei Herrn I. Rothenberger, Lindenplatz, abzugeben. (1144) WB. Die Kirche ist geheizt. Die verehrlichen Vereinsmitglieder werden ersucht, ihre Abonnementskarten beim (Eintritt abzu liefern. Eintrittskarten für Nicbtabonnenten 1 947) Alte Pferde und Rindvieh werden in der Menagerie im Oswald'schen Garten zum Schlachten angekauft. vr- n-»e •is,- tu dl §23, unter gütiger Mitwirkung Fräulein Louise Thomae, Concertsangerin aus Frankfurt, Herrn Heinrich Wiegand, Opernfänger aus Cöln, des academifchen Gesangvereins und unter Leitung des Großh. Musikdirectors W. Mickler. empfehlen. Levante- und Zamoica- Badeschwämme, Stearinkerzen. (499 Musiker gesucht. Ein kleiner und großer Trommelschläger für eine monatliche Gage von 45 Thaler, dann in den ersten Stimmen ein Trompeter, Bassist, Hoboe, Chelist und Posaunist für eine monatliche Gage von 50 Thaler. freies Logis und Engagement für 6 Monate: jedoch nur solche, welche die obige Leistung vertreten können, mögen sich melden; auch wird bann das Engagement verlängert. Die Adresse ist zu richten an Director Oskar Carrs, z. Z. in Cassel. (1146) AechtenMaccaronis,Eiergcmüse-und Eierringelnudeln, feinste Königsreisstärke, Tafelmandeln, Gelatine und Tafclrosinen. Würfelzucker und feinst gestoßene Raffinade. der Feinste Göttinger Mettwurst, Caroiana Gothaer Cervelatwurst und ..... , p£ Schinken feinstes entöltes Cacaopulver in Buchsen, geräucherter Speck und Schweine- Blockchocolade, per Pfd. 28 fr. ww V ES Sl UG •) Oratorium von Georg Friedrich Händel (instrumentirt von I. R ie tz), 1161) Bei Glaser Fillmann an der Kirche ist ein möbilirtes Zimmer zu vermiethen. 1149) Ein kleines Familienlogis ist an eine ruhige Familie zu vermiethen bei Wittwe Hanitsch, Kirchenplatz. Theater in Giessen. Mittwoch den 13. März 1873: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hausfrau. (H53) Lustspiel in 3 Akten, von I. Rosen. 1145) Eine kleine Eisendrehbank gesucht. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. Butzbach oder Friedberg oder im Eisenbahn- coup6 (I. El.) auf der Fahrt mit dem Schnellzug von Butzbach nach Friedberg am 28. v. M. verloren wurde. (1157) Wo? sagt die Exped. d. Bl. Vermischte Anzeigen. Denjenigen „Herren?", welche am letzten Sonntag, Nachts, mit erstaunenswer- them Fleiß eine große Anzahl Pflastersteine vor das Thor des Wenzel'schen Gartens getragen und dadurch den Ausgang versperrt haben, kann, wenn sie bei ihrem Geschäft die gewünschte Bewegung nicht finden, Handlangerarbeit nachgewiesen werden. Näheres in der Exped. d. Bl. 1159) In einer Bäckerei wird eine Frau ober ein Junge zum Forttragen gesucht. Näheres in der Expedition d. Bl- 1160) Ich suche eine freiwillige Beihülfe. ©tief, Stadtbaumeister. 1158) Ein im Schreiben geübter junger Mann sucht Beschäftigung in seinen Muse- ftunben. — Gefäll. Off. wolle man unter Chiffre A. Z. 3781 in der Exp. d. Bl. abgeben. George Wenzel, Kreuz. 1156) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden werden zum Waschen u. Färben angenommen. (1152) Louis Gail, Mäusburg. 1148) Ich warne hiermit vor Ankauf des schwarzen Pferdes, welches der © a- lomon Ku d er von Heuchelheim fährt, da dasselbe mein Eigenthum ist. Kinzenbacher Mühle, den 11. März 1873. Georg Matern. 1147) Eine gebildete Familie wünscht einen Gymnasiasten, Realschüler oder jungen Kaufmann in Kost und Logis zu nehmen. Näheres zu erfragen Lit. B. Nr. 32 im 3. Stock. 881) Ein Mädchen für Haus- undKüchen- arbeit, mit guen Zeugnissen versehen, wird auf 25. März gesucht von Fabrikant Löb er, Neuenweg. 1136) Ich suche alsbald einen Hausburschen, unverheirathet. G Chr. Spruck. 1135) Eine tüchtige Köchin gegen hohen Lohn gesucht- Näheres bei der Exped. d. Bltts. 635) Emen braven Jungen sucht in die Lehre Ernst Möser, . v Schuhmachermeister. erhält der Finder unb Wieberbringer eines |—ttt: --------- . . breiten, goldenen, gegliederten Armbands!^13) Getragene Klelder, Stiefel, mit Medaillon, welches auf den Sabnböfen Jnu?IC ^ögelegte Gegen-