Anzeige- und Wnlsßlnit für den Kreis Hiessen Dienstag den 11. November 1873. Gießen, am 10. November 1873. die ■Bank die ses Jahre, an demselben Tage dem Ernst Reinhard aus Homberg a. d. O-, dermalen zu Frankfurt a. M-, auf dessen Nachsuchen ein Erfindungspatent für die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte neueste Construction einer Cigarren-Maschine, während der nächsten fünf Jahre, am 7. October dem William Henry Cory und dem Edward Cory aus der Grafschaft Middlesex in England aus deren Nachsuchen ein Erfindungspatent für die durch Zeich- 2. Bekanntmachung Großherzoglicher Commission für Post-Angelegenheiten, Errichtung einer Kaiserlichen Postagentur zu Stockhausen bei Herbstein, Krei- Lauterbach, betreffend. 3. Bekanntmachung Großherzoglicher Commission für Post-Angelegenheiten, Errichtung einer Kaiserlichen Postagentur zu Wallertheim, Kreises Oppen- vierteljährig 1 fl. 12 fr. ii * Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 fr. heutige „Neue Franks. Presse" hebt mit Recht die Thatsache hervor, daß Prof. Oncken — durch einen Druckfehler wird dort Becker gesagt — ständig bei teil Kammerverhandlungen fehle. Er wirkte bei dem bekannten Universitätöstreit oder vielmehr Professorenstreit mit dem Finanzausschuß eifrig mit und noch in einigen Sitzungen über das Schulgesetz. Sonst ist sein Platz leer. Hoffentlich wird er durch baldiges Erscheinen und Ausharren seinen Fehler gut machen. Auch Kanzler Birnbaum fehlte in erster Kammer bei den hochwichtigen Abstim mungen und gab Veranlassung zu scharfem Tadel. Ueberhaupt ist es doch eigeuthümlich, daß alle Gießener Abgeordnete eine so sonderbare Stellung einnehmen und so wenig ihre politische Pflicht erfüllen. Superintendent Simon fohlte gleichfalls bei den Verhandlungen erster Kammer über das Schulgesetz und Abgeordnete Buff bilder bei den Verwaltungsgesetzen einen Thcil des vierblätterigen Kleeblattes, welches gegen direkte Wahl der Bürgermeister in Landgemeinden stimmt. Abg. v. Rabenau endlich fehlt zwar auch, ist aber in letzter Zeit durch schwere Erkrankung seines einzigen Sohnes vollständig entschuldigt. (Herr Prof. Onken hat seine Abwesenheit in voriger Woche in den haben. Die zweite Kammer hatte diese Bestimmung abgelehnt, die erste Kammer stellte sie wieder her und empfiehlt Ministerialdirectar v. S t a r ck dringend die Annahme des Negierungsentwurfs, der in dem Interesse der Städte liege. H e i n z e r l i n g spricht in demselben Sinn und fragt die Regierung, ob sie die nöthigen statistischen Ermittelungen über die Zahl der Höchstbesteuerten und die Wirkung obiger Bestimmung angestellt habe. Ministerialdirector v. Starck bemerkt, daß er in den fünf größten Städten des Landes Erhebungen habe Kammersitzungen durch den Beginn der Vorlesungen an der Uurersitat entschuldigt. Die Red.) Darmstadt, 6. Novbr. Das Großherzogl. Regierungsblatt Nr. 45 enthält: 1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, das Reglement über die Erhebung des städtischen Octrois zu Gießen, insbesondere die Rückvergütung für wieder ausgeführtes Mehl betreffend. Erfinduugspateut für die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte> gebracht zu werden, da ihnen das höhere politische Wirken ja nicht verschlossen Coustruction eines verbesserten Weberschiffchens, während der nächsten 3^ Jahre,-sei. Becker bemerkt, daß die erste und zweite Kammer in diesem Punkte ein- an demselben Tage dem A. Stösfler und teilt Mechaniker A Schmittzehc in!verstanden seien und eine Aenderung nicht mehr thunlich sei. Die zweite Kam- Stuttgart auf deren Nachsnchen ein Erfindungspatent für die durch Zeichnung Imer beschließt nach dem Vorschlag des Ausschusses, wonach also nur Geistliche, und Beschreibung näher erläuterte Construction der Steindruck-Schnellpresse mit!Elementar-Lehrer und Angestellte des Kreises von der Wählbarkeit zu den Anwendung von Reiberdrnck, während ter nächsten fünf Jahre, an demselben!Kreistagen, nicht aber andere Beamte ausgeschlossen sind. Art. 11 der Städte- Tage den S- und D- Klüh in Offenbach-aus deren Nachsuchen ein Erfindungs- ordnung, der über die Zusammensetzung der Stadtverordneten handelt, will die patent auf das durch Beschreibung näher erläuterte Verfahren zum Ausdrücken!Hälfte derselben aus dem höchstbesteuerten Viertel der Wählbaren gewählt von Verzierungen auf Porzellan, Holz u. s. w,, während der nächsten fünf -----..........* ,vr0-fl die häuslichen! n kann, sucht' »er ?cue Anlage. fübrunfl und rauter Mann l g, auch über- l \ aller ichnfl- [ n RMs-An- ! tb. b. Bl. Großherzogliches Kreis amt Gießen, v. Röder. Erscheint täglich, W® hie b-il't'Sc lmgtlneincr Aikhen. heim, betreffend. 4. Bekanntmachung, die Vertheiluiig der Preise im philologischen Seminar zu Gießen betreffend. Von den für die Mitglieder des philologischen Scm'.nars in dem Etats-Jahr 1873 ausgesetzten Preisen sind folgende an die nachstehend verzeichneten Studirenden auf Grund ihrer Leistungen im Seminar während der verflossenen beiden Semester verliehen worden: der zweite Preis dem Stud. phil. Gustav Forbach ans Gießen, der dritte Preis dem Sind. phil. Ludwig Walther aus Nieder-Jngclheim, der vierte Preis dem Stud. phil. Jacob Keller aus Groß-Gerau. 5. Ordensverleihungen. 6. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. 7. Ertheiluug von Erfindunzspatenten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 6. October den Fabrikanten Kühne und Aulbad) in Mannheim auf deren Nachsuchen ein Erfindungspatent für die durch Modelle und Befchreibiing näher erläuterte Constriiction eines Bügelver- schlnsseS für Reisesäcke, Koffer u. s. w., während der nächsten drei Jahre, an demselben Tage dem Charles I. Frank zu Stuttgart auf dessen Nachsuchen ein mit 5""' IU °!r- leferung: ion" :tt Cfaiiltint nit Preisan- erung nimmt Expedition I Vogler in । E. 1237.) । feigen. Vdnrm ist ■rlfa gkst. on d. Bl. ,b„4en faß Hlenfei^ wirb eine \ laflh<6 drei- 2Bo?fa0t :cn tfinbe auf Näheres bei (5178) 1 ircr, [diäft tbätig, tlle. Offerten Annoncen- | lph Moste, (5115) en ic-cr x lnung und Beschreibung näher erläuterte Construction einer Maschine zur Fabri- DeutJancino. i kation von Briquetts, während der nächsten fünf Jahre, an demselben Tage Gießen, 10. November. Die „Main-Ztg." bringt Folgendes: Die dem Grafen Paul de Leufse in Reichshofen im Elsaß auf dessen Nachsuchen Snfi sib-At ein Erfindnugspatent für das durch Zeichnung und Beschreibulig näher erläuterte Verfahren zur Herstellung und Erhaltung von Bier, welches sich in seiner Substanz nicht verändert, während der nächsten fünf Jahre, an demselben Tage dem Architekten Johann Baptist Camozzi aus Mainz auf dessen Nach- snchen ein E>findungspatent für die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construction eines fahrbaren, selbstrhätigen Spar- und Ueberhöhungs- Meßapparats für Eisenbahngel-.ise, während der nächsten fünf Jahre und an demselben Tage dem Fabrikanten A. Neubecker in Offenbach auf dessen Nachsuchen ein Erfindnugspatent für die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construction eines verbesserten Bier-Kühl-Apparates, während der Nr. 2SsA tn Lohn ober 'plansgassr. 1 Mt sofort Müllrr, __J Möbchen für einer stillen flsucht. Wo? Er fei im vorigen Jahre gegen der ersten Kammer abgelehnt wird. Abg. Metz erklärt, daß er in einer Reihe Don Punkten den Abänderungen der ersten Kammer zugestimmt habe, ohne daß dieselbe auf ihren erstmaligen Beschlüssen, gemäß den Anträgen der Ausschusses Ei'le lebhafte Verhandlung entspann sich nur über den Artikel 28 a, der von dem Ausschluß der geistlichen Ordensangehörigen von jeder Lehrthätigkeit handelt. Mit allen gegen 6 Stimmen wurde der principielle Ausschluß der geistlichen Orden von aller Schulthatigkeit ausgesprochen, aber nach dem Antrag Metz bis zum Erlaß des Kirchengesetzes die Regierung ermächtigt, gegenüber einzelnen Personen nur in einzelnen Fällen Nachsicht zu üben Der Abg. Oncken begründete seine Zustimmung mit folgenden Worten: „Ich habe zu meinem Bedauern an den Sitzungen der hohen Kammer während der vergangenen Woche nicht Theil nehmen können aus einem Grunde, der Ihnen mitgetheilt worden ist und den Sie ohne Zweifel Alle gewürdigt haben bei dem warmen Antheil, den Sie zu nehmen gewohnt und zu nehmen verpflichtet sind an der „Leistungsfähigkeit" der Universität und der Pflichttreue der Professoren im Amte. Ich habe bei der ersten Beratbung dem Antrag Becker-Schröder zu gestimmt (der nach dem badischen Schulgesetz die geistlichen Orden auch von Privatschnlen ausschloß), weil ich mich der Befürchtung nicht entschlagen konnte, es möchte sonst rein clericalen Privatschulen gelingen, lieben den Staatsschulen eine ähnliche Stellung zu gewinnen, wie in Belgien und weil mit ihrem völligen Ausschluß in Baden sehr günstige Erfahrungen gemacht worden sind, trotzdem dort die Verhältnisse viel schwieriger lagen als bei uns. Mit dem Zusatz aber kann ich mich einverstanden erklären, weil auch ich von dem künftigen Kirchengesetz die weiteren Garantieen erwarte, die jetzt noch fehlen." A y w Die Verhandlungen der Kaminer werden uns noch diese Woche in Anspruch nehmen und dann wieder bis etwa Mitte oder Ende December vertagt werden. ÄNainz, 7. Navember. In Sachen Moufang gegen Krumm wurde heute folgendes Urtheil gefällt: „Indem das Gericht den Wahrheitsbeweis, wie ihn der Beschuldigte in der Sitzung vom 10. October 1873 zu führen versucht hat, als nicht erbracht, in gegenwärtiger Sachlage auch als unerheblich, ferner die gegen die Activlegitimation des Klägers erhobenen Einwände als uiibegründet erklärt, dagegen bei deni Vorhandenseiii einer objectiv kränkenden Aenßeruug den Nachweis der Absicht des Beschuldigten, den Kläger zu beleidigen, als nicht hinreichend bewiesen erachtet, gibt es den Beschuldigten von der gegen ihn wegen Beleidigung des Regens des bischöflichen Seminars, Domcapitular Dr. Moufang von Mainz, erhobenen Beschuldigung und von den Kosten los." Berlin, 10. November. Der „Staats-Anz." publicirt ein königliches Decret vom gestrigen Tage, wonach Feldmarschall Graf Roon aus seinen Antrag vom Präsidium des Staatsministeriums entbunden, Fürst Bismarck auf's Neue zum Präsidenten und Minister Camphausen zum Vice-Präsidenten des Staatsministeriums ernannt werden. Regiernng, die erste Kammer und eine starke Minorität der zweiten Kammer übereinstimmten. Abg. Schaub war früher für indirecte Wahl; die Gründe für die directe Wahl sind aber für ihn nicht ohne Eindruck geblieben, und wird er jetzt anders stimmen. Schröder kann die Zweckmäßigkeitsgründe für in directe Wahlen nicht anerkennen. Abg Heydeiireich und Fra nk für directe, Edinger für indirecte Wahl. Metz erklärt, es liege ihm am Herzen, daß das Gesetz zu Stande komme; die frühere Mehrheit werde von ihrem Votum nicht abgehen; mit der jetzigeii Mehrheit der Kammer könne die Regierung allein zum Ziel kommen. Er bittet die Mitglieder, welche früher gegen die directe Wahl stimmten, sich der Mehrheit anzuschließen. Er weist ans die Verschiedenheit der Verhältnisse der Stäcte uiid Landgemeinden hin, welche auch eine Verschiede,cheit in der Wahlmethode begründe. Dernburg hält directe oder indirecte Wahl hier nur für eine Zweckmäßigkeitsfrage, er will den Ortsvorstand nicht in die Hände einzelner Familien gelangen lasten, was durch die Wahl durch den Gemeinderath geschehen werde. Er fürchtet nicht, daß die erste Kammer der Sache einen so großen Widerstand entgegensetzen werde und bittet die Regierung dringend, kein Zeichen des Mißtrauens in dem Beschluß der Kammer zu sehen. R am speck hat bei der früheren Berathung gefehlt; nach seinen Erfahrungen und seiner Uebcrzeugung sei in Landgemeinden die directe Wahl das allein Richtige; er habe sich auch bei seinen Wahlmännern und intelligenten Männern seiner Gegend befragt und nicht eine einzige Stimme für indirecte Wahlen gehört. Welker hat aus der vorigen Abstimmung ersehen, daß die Bürgermeister und Gemeindevorstände, welche Mitglieder der Kammer seien, alle für directe Wahlen seien, das sei für ihn bestimmcud Wenn die Kammer mit großer Mehrheit für directe Wahl stimme, so werde das Gesetz jedenfalls eher gesichert sein, als bei einer schwankenden Majorität. Schuchardt hat früher für indirecte Wahl gestimmt, hat sich aber in den Kreisen der Landgemeinden umgesehen und überall gefunden, daß man directe Wahlen will. Wad sack hebt hervor, daß die Städte viel günstiger als die Landgemeinden behandelt seien und man daher letzteren die directe Wahl bewilligen müsse. Dumont will den Unterschied zwischen Stadt- und Landgemeinden bezüglich der Wahl nicht gelten lassen. Er habe Nachrichten vom Lande, daß man von der oirecten Wahl Nachtheile fürchte. Er lasse sich jedoch durch Zweckmäßigkeitsgründe vom Princip nicht abbringen. In den Stadtgemeinden sei die höhere Intelligenz vertreten und doch tüoOe man sie nicht direct wählen lassen; trotz dieser bedauerlichen Rechtsungleichheit wird er von seinen Grundsätzen nicht abweichen und für die directe Wahl in Landgemeinden stimmen, um wenigstens in einem Punkte das Princip zu retten. Habicht hat ans irrthümlicher Auffastnng der Fragestellung das vorigemal für'indirecte Wahl gestimmt; er war damals schon für directe Wahl." Oechsner aus Gründen der Rechtsgleichheit für die indirecte Wahl. Ellen berg er glaubt die Landgemeindeordnung würde bei Beibehaltung der indirectcn Wahl in den Augen der Landbevölkerung ihren Werth verlieren. In den Landgemeinden würden die Leute immer den rechten Mann zu finden wissen. Heinzerling ist ebenfalls für directe Wahl, obwohl er früher anderer Ansicht war. Eine absolute Sicherheit für den Werth der einen oder der anderen Wahlart gebe es nicht, er entscheide sich aus Zweckmäßigkeitsgründen heute für die directe Wahl, in demselben Sinn erklärt sich der Abg. Greint. Becker rechtfertigt Dumont gegenüber, daß in der Städteorbnung andere Bestimmungen bezüglich der Wahlen gelten, als in den Landgemeinden. In den Städten werde der Bürgermeister auf Lebenszeit gewählt, erhalte Besoldung und Pension, das könne nur durch Unterhandlungen zwischen Gemeinderath und dem Erwählten , uicht auf dem Wege des allgemeinen Stimmrechts geordnet werden. Küchler veranstalten lassen und theilt die Steuersätze mit. Abg. Greim glaubt, daßjProceßsache eingeschlagenen Verfahren hervorgehoben hat, daß demjenigen der dce mltgetheilten Zahlen bewetsen, daß durch die Bestimmung des Regierungs- ihn damals angegriffen hatte und den er belangen mußte, zugesichert worden entwurfs mchts gewonnen werde. Büchner macht auf sonstige Bedenken gegen sein solle, daß er wegen anderer gegen hohe Beamten gerichtete Angriffe außer den Regiernngsentwurf aufmerksam. Edinger hebt hervor, daß die zweite Verfolgung bleiben werde. (N. Fkftr Pr) Kammer das active Wahlrecht schon so sehr beschränkt habe, daß man nicht w t r ™ J noch weiter gehen und ein Vorrecht der Höchstbesteuerten, begründen dürfet, J ®ie ^"tlge Berathung zweiter Kammer Metz will dem Reichthum, der schon durch sich selbst einen großen Einfluß e>d)iilae)c£ zum Abschluß. In allen wesentlichen Theilen beharrt nbe, kem gesetzliches Vorrecht eingeranmt wissen. Dernburg rst eigentlich gegen directe Gemeindewahlen, will aber der Stimmung des Hauses folgend, das Experiment mitmachen. Welker führt aus, daß die mitgetheilten Zahlen bewiesen, daß die Städte ganz ungleich getroffen würden und die Bestimmung -wenig Schutz gegen ungeeignete Wahlen böte. G o l d m a n n für den Regierungsentwurf, Abg. Küchler rechtfertigt den Ansschußantrag, der mit allen gegen 2 Stimmen angenommen uud damit der Regierungsentwurf und der Beschluß München, 8. November. Abgeordnetenhaus. Der Finanzminister legt das Budget für die nächsten zwei Jahre vor. Das Gesammt-Erforderniß beläuft sich auf 120,878,972 fl. oder um 10,690,632 fl. mehr, wie in deni vor- hergehenden Budget- Eine Steuer-Erhöhung wird nicht nothwendig. Zur Aufbesserung von Beamten - Gehältern und Pensionen minder Besoldeter sind 2 Millionen verlangt. Hierauf folgt die Berathung des Völk-Herz'schen Antrages. Abgeordneter Hauck will, daß der Antrag im Sinne des Jnitiativ- Gesetzes vom Jahre 1848 als Initiativ - Antrag behandelt werde. Völk verwahrt ^sich entschieden dagegen, bemerkt, daß diese Behandlung des Antrages eiiier Hinausschiebung gleichbedeutend wäre uiid gedenkt der großen Rücksicht mit welcher Bayern bisher vom Reiche behandelt worden sei. (Widerspruch rechts.) Ruland führt aus, der Antrag Völk's involvire eine Verfassungs- Aenderung, die nur auf verfassungsmäßigem Wege vor sich gehen dürfe Mar- quardsen sagt dagegen, es handle sich nicht um die bayerische Verfassung, sondern um ein Reichsgesetz. Schüttinger tritt für den Hauck'schen Antrag ein. Er ist der Ansicht, daß mit der Erweiterung der Reichs-Competenz die Selbstständigkeit der bayerischen Gerichtsbarkeit falle. Völk betont wiederholt, es handle sich lediglich darum, daß die bayerische Kammer an die Staatsreqieruna den Wunsch ausspreche, dieselbe möge im Bundesrathc von dem ihr zustehen- den, bisher nicht benutzten Recht Gebrauch machen. Nachdem Barth für den Antrag Hauck's gesprochen, erklärt Schlör, der Völk'sche Antrag sei kein Jnitiativ- Antrag, sondern lediglich eine Petition. Bei namentlicher Abstimmung wird Der Hanck'sche Antrag mit 77 gegen 74 Stimmen verworfen. Mit Nein stimmten die Abgeordiieten der freien Vereinigung. In der Debatte über den Völk'- schen Antrag empfiehlt zunächst Völk den Antrag auf's Wärmste: er bezeichnet fcie Befürchtung, daß dadurch die Partikular-Rechte geschädigt werden nwchten, als pure Phaiitasie mii) betont, daß nur das Reich im Stunde sei, ein gemeinsames Recht berzustellen Das bayerische Ministerium wolle wissen, wie die Kammer in dieser Frage denke, auch das Reich wolle endlich erfahren, wie -n. ö‘**"“v* """"" ut “ v * man iu.,Bayern gesinnt sei. Appellrath Gürstcr von der freien Vereiniaunq erklärt ÄSh' 5 peinlich sur inbirecte Wahl, hat sich aber derjsich für den Antrag, Ruland kurz dagegen. Nachdem noch Frankenbnrqer da " voraussetzt, daß die Mehrheit der Kam-für gesprochen und von Jörg angekündigt ist, daß er einen Antrag einbrinqen 11,1 a x’a «wer eme derselben nur im!werde, wonach der Völk'sche Antrag wegen seiner Wichtigkeit ai? eine beson- ^ ^.2"^"pbkommens des Gesetzes liegen könne. Bei namentlicher dere Commission überwiesen werden soll, erklärt t>cr' Jllffüminiffer' Der fc £Ven Beitritt zum Beschluß der ersten Kam.ner die!Völk'sche Antrag se. ihm'äußerst willkommen; wäre der 'Antrag nicht ge(WU 9 \ k11 k Ochsner und ist damit die directe Wahliworden, so hätte er (der Minister) nicht lange gewartet sich über die Anae- m" 9d7°^""^°.g°ordneten in Landgememdeu mit 40 gegen 4 Stim- legenheit in der Kammer offen auSzusprechen. Er sei im vorigen Jahre gegen . ~'/“n'mer angenommen. Lte folgenden Artikel geben zu einer t)ie gemeinsame Gesetzgebung gewesen, itisofern es sich nm einen religiösen Er- D^atte kemen Anlaß und werden darauf die Verwaltungsgesetze im laß von Spee.algesetzen handelte; wi d e Sache jetzt l öc öm " r m an ' J‘‘9 .T’ ° m "7 Der «6g. Daten war seit Wieder- richtig wünschen, daß die Kammer durch ihr Votum dik bayerische Neaier^ä Vorl^tnaen^an de8r'Tbelli>äb,ne bc“ B°stui» seiner nicht zur Jsolirung und fruchtlosen Verneinung vernrtheilen wolle. Die ge- b l Kammerverhandlungen verhindert sei; meinsame deutsche Gesetzgebung sei die idealste Frucht der wiederaewonneneu Ql w ? tC kUnt7o ®wt^UlcldUn'3 111 bcn !c^ten Sitzungen. Einheit. Die Rede des Ministers wurde mit großem Beifall ausgenommen w bcn. 9‘ November, zweite Berathung des Schul- Bei der Abstimmung wird der Antrag Jörg's auf Verweisung des Antrac-s au i rfl5JUHFmrclnenl Estrigen Bericht muß bemerkt werden, daß eine besondere Commission mit 76 gegen 74 Stimmen verworfen und der An- Abg. Metz m seiner Mitthellnng über das gegen ihn in seiner bekannten trag Völk-Herz mit 77 gegen 74 Stimmen angenommen. * Wechsel 30 Hess. Ludwigsb.-Act. 147% Oberhessen 721/4 Börsenberichte Amerik. Pistolen 9 42-44 auch der (Galizien — :2 tiffgemeiner Anzeiger Elegante Amben-Emöerobe V V ulpen, Tarettcn,(Lrocus,! den schönsten Farben em- Carl Deines, pfiehit Schulstraße. Ltücksteckeu (5048) Emil Fischbach. empfiehlt , !fl. 2. I. A. Bnsch Söhne. CD O> 1D Trüffclwurst, Zungenwurst, und im Äusschiiltt, S- Katzenstein, Holzhandlung. im Ganzen empfehlen empfiehlt (5111) Maxbahn 128 Bayer. Ostbahn 111 Rhein-Nahebahn-Aot. 1 4240 8030 Bamberg. Zwetsclien, Bri'anellen, Apfelspalten, Kirschen Prioritäten östr. Stsb. Prior. 60 östr s. Lombard 49 Livorneser 30'»/g Toscaner — Anzüge und Paletots jeder Größe, in der neuesten Tagesmode, offe- rire ich, um damit zu räumen, von 6 Gulden an. P. Frank, auf d e m Kreuz. Mittwoch den 12. November 1873, Nachmittags 2 Uhr, sollen die den Peter Vogt I. Erben ge- 4204) Harlemer Blumenzwiebeln, als:, Hyazinthen, Tulpen, Taretten,CrocuS,! Narcissen in t <*—«.— --- Großherzogliches Ortsgericht Gießen. | W0rtmann. Jugh ard gaeantie für gute Stoffe und hefte Arbeit. Bonds 1881r 100 „ 1882r 975/t n 1885r 99 „ 1887r 100 Frischen geräucherten Ikhein- lachs empfehlen I. A. Busch Söhn e. A. Brennholz Nmtr. Nadel-Stockholz, Leven Eichen^Neisholz. „ Nadel- 4958) Falzziegel sind zu verkaufen, per Stück 1 kr. im Darmstadter Haus. Daö flut affottirte Garnlager der Unierzeichn.ten empfiehlt als ganz besonders billig eine Parthie 4», !>- und Sdrähiige naturellfarbige Strickwolle per Zoll-Pfund Donnerstag den 13. November l. I., Vormittags 10 Uhr, sollen die zu dem Nachlaß des Lud w. 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November, Morgens 9 Uhrsollen auf dem Rathhaus zu Heuchelheim nachstehende zur Erbauung eines neuen Stegs über den Bieberbach oorkommenden Bauarbeiten im Submissionswcge in Accord gegeben werden, als: 1) 20 Centn 11,7 Mir. lange eiserne Balken zu liefern, veranschl. zu 280 ff. 2) Schlosserarbeit, „ „ 162 „ 3) Zimmerarbeit, „ „ 66 „ Die Offerten sind portofrei und versiegelt mit der Aufschrift: „Submission auf eiserne Balken, Schlosser- und Zimmerarbeit" bei dem Bürgeimeister °zu Heuchelheim einzu- Actien, Frankf. Bank 1461 2 Frankf. Vereins-Kasse 86% Darrest. Bankact. 359 Rheinische Hyp.-Bank — Wien Bankactien 958 Oest. Creditact. 214 Actien» 50/g östr. F. St. E. B. 3281/2 Lombard. Bahn 160i/2 Ludwigsh. Bexbach 183 Wer eine Annonce hier oder auswärts veröffentlichen und Zeit resp. 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Gestern fand ein Ministerrath statt, in welchem t)ic Minister ihre Entlassung einreichten, Mac Mahon weigerte sich, dieselbe jckt schon anzunehmen. Dem Vernehmen nach würden die Minister nach der Abstimmung über die Prolongations - Frage abdanken. Mac Mahon wird am Montag einer Sitzung der Commission Changarnier's beiwohnen und seine Ansichten äußern. B. Bau-, Werk- u. Nutzholz. 1 Nadel - Stamm mit 0,07 Ebmtr. 619 „ Stangen „ 4,89 „ Die Zusammenkunft ist am Rödgerweg an den Ochsenwiesen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1 Mai 1874 gestattet. Gießen, am 10. November 1873. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vog t. „ doppelte 9.36—38 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 34 — 36 20 Frankenet. 9 22—23 Engi. Sover. 11 54—56 Russ. Imper. 9 42 — 44 Dollar in Gold 2 26-27 JV. R. Levy ans Frankfurt a. M., Gießen, Seltersweg 21 Versteigerungen. polzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Z Montag den 17. November 1873, g von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, District Stolzenmorgen in den Abtheilungen Altviehweide und Franzosenschanze, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: | Fastenbretzeln und sonstige mürbe Backwaaren, täglich frisch, bei Backer Ludwig Schneider, Neustadt. lehre Hilfe ftr Männer! I Griindlichc Belehrung und einzig sichere und reelle Hilfe bei allen seruellen 3 Leiden und Schwächen bietet nur das Buch: „Dr. Retau's Sclbstbewahrnng. g gnverlässiastcr Rathgeber in allen Krankheiten und ZerrntMngen des Nerven- u..v Zeuanngs nstcmö. Mit 27 Abbildungen." 74. Auslage. Sr. 1 fl. 45 fr. - Verwechsele man das Buch nicht mit anscheinend ähnlichen, itdoch ans schmutzige Speculation berechneten Brochnren. Vorräthig in jeder Buchhandlung, in Leipzig g in G. Poenicke's Schulbnchhandlnug. (Gegen Einsendung von 1 Thlr- 2 9tgr. er folgt Frankoversendnna in Couvert.) h -igjirr Neber die Erfolge dieses Buches wurde allen Regierungen tu einer be- J sonderen Denkschrift Bericht erstattet. (3965) g Frankfurt a. M., 10. November. Die Börse weist zwar in Folge der gestern und heute stattgefundcnen Deckungskäufe höhere Course, besonders für Creditacticn, auf, indeß ist die Tendenz noch eine ziemlich unsichere, wie die mehrfachen Schwankungen bewiesen. Während die Stimmung heute nicht durch weitere ungünstige Nachrichten aus Amerika beeinflußt war, ' ' gemeldete letzte preuß. Bankausweis nicht unbefriedigende Positionen zeigt, erregte die ! deS französischen Bankdiscontos immerhin einige Aufmerksamkeit, da derselbe die ge- Börseunachrichtcn. 10. November 1873. Preuss. 472% Oblig. — Frankf. 47,% Oblig. 867, Nass. 372% Obi. 917, Kurhess. 4°/° „ 967s Gr. Hess. 50/0 Obi. — n » 40/0 n 997, n n 372% * — Bayer. 50/0 n — n 41,a0,0 1jährige — n 40,0 1jährige 93' , Würtemb. 47,0,0 Obi. 993 , Baden 47,ozO Obi. c. E. L. 100 Oesterr. »Silberrente 63 r Papierrente 58j/4 Spanier, neuest. 3% 147g 50,0 Elisabeth.-Prior. 917- do. II. Emiss. — Anleliensloose. Darmstädter fl. 50Loose — " -n 25 „ — Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 fl. 46 Braunschweiger 2O7/6 30 g Oldenburg, ä 40Thlr. 37y2 4% bayr. Präm.-Anl. — 4% badische Loose 109 Badische fl. 35 Loose 667< Oestr. fl. 250 v. 1854 857, 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 88% 1864r „ - 5164) Fastenbretzcln, Stollen. Lebkuchen und alle sonstigen mürben Backwaaren täglich frisch bei Emil Noll, Löwengasse. 5047) Jtal. Maronen empfiehlt Emil Fischbach. Farbige Wollcnbicbcr, Bot), ponccau flanell, offertrt .. (5198) yjft.r Goüj Nürnberg. 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