Gießener Anzeiger H Anzeige- und Amis« für den Kreis Liessen 9tr. 23K Samstag dm 11. Oktober I8V3 fl f r o e m e i n e r Anzeiger. r. 116, durch den j (4572) Jeilgeöotenes. JUiljalilciter 796 Müll, bewährter Construction liefert und u- 330 Kissinger Rakoczy (2155) «5 I- G. D. Bapst. 184 184 336 248 487 1660 704 421 411 stellt auf 3115) to/3‘9 390 Carl Stohr Schlosser, A,u,ygr°oen, j Das in Filz-, Herren- und Knabenhüten zu den billiqstm W's-nar-rW^, ^rexfen, Lack- und Sammt-Huten für Damen und Mädchen Bafchliks den Werden ICascbmtr-CairiLrpn. imb vierteljährig 1 fl. 12 fr. Mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fi. 29 fr. Felten 8f Guilleaume in Köln. Blitzableiter bewährter Construction liefert und stellt auf die Fabrik von Schuhwaaren, 1 Kinderwägelchen, 1 Hundshütte und 4 zweitäderige Stoß- Gegenstände. jjJlobel, Betten und Hausgeräthschaften können mitoersteigert werden; Anmeldungen roeroen tn meiner Wohnung entgegenae- nomir.cn. Gießen, den 5. October 1873. M. Pilger, Neuenbäuen B. 81. Neischzeillelnerimgs- maschinchm, Der Stadtrentmeister: Enders. K Montag den 13. October d. I., iZ Nachmittags 2 Uhr, Jollen auf dahiesigem Rathhaus die den Georg Jughard's Erben gehörigen Grundstücke nochmals an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 8. October 1873. Großherzogliches Ortsgertcht Gießen. Wortmann. Jughard. Acker am Läufertsröder- weg, Acker daselbst, Acker am kleinen Grasweg, Acker auf den Aulweg, hinter dem Weiher, Acker am Sandkauterweg, links, Acker auf der Weißerde, auf den Erdkauterweg, Acker unter dem Leih- gesternerweg, Acker auf den Sand- kauterweg u. Heegstrauch, Wiese daselbst, Acker am Heegstrauch, bei der Rodenh aus'schen Wiese, Wiese auf dem Sandfeld. Adelheidsquelle, Appollirrarisbrurrnen, । Karlsbader Mühl - und! Schlosibrurrnen, Bekanntmachun g. 4655) Bon vtyi an werden alle Sorten Möbel und Bettwerk als Pfand angenommen. K. Grünebaum. Caschmir-Capuzeu Ananas- und F.-let-Kopftüchern, M? L- Schurzen in reicher Auswahl empfehle ich bestens. (45____H Hess, Lil. A. Nr. 64. [4672)__ Bekanntmachung. 4677) Im Firmen-Register des unterzeichneten Gerichts ift heute folgender Eintrag vollzogen worden: Wilhelm Spruck zu Gießen hat die unter der Firma seines Namens betriebene Wein- und Branntweinhandlung, sowie sein Spiritus-, Liqueur- und Esstgfabrikations - Geschäft längst niedergelegt. Die Firma wurde gelöscht. Gießen, den 10. October 1873. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. Salzhausener, Salzfchlirfer Bonisacius- brunnen, Schwalbacher Stahl- und Weinbrunnen, Scbwalheimer, Selterser (Staffan), Wildunger, Karlsbader Salz, Karlsbader Sprudelseife, Emser Pastillen, Soda- und Selterwaffer. Mittwoch den 15. October, Nachmittags 2 Uhr, jerb-en im Saale des Promenadehauses Wne Ä0^en 8UC hiesigen Stadtkasse be> Gießen, den 11. October 1873. Friedberger Kali Guano für alle Gemüse und Bodenarten, e vorzüglicher Gartendünger. Stickstoffhaltiger Düngergyps, Kali- und Mag- nefta-Salze, Phosphoritmehl, schwefelfaures Ammoniak, als concentrirtes stickstoffhaltiges Düngemittel. Analysen, Preislisten, Gebrauchsanweisungen gratis. Merten und Anfragen, wo sich noch keine Verkaufsstellen befinden werden sofort erledigt. ’ Niederlage bei Herrn,Emil Pistor in Gießen. w igelePi'il'i aiifh \ o»-* 4509) Ein großer Haufen Mist ist billig zu verkaufen im Darmstädter Haus. 519) Asphaltmastic-Dachpappe, 1870 zu Cassel prämiirt, liefert billigst Lentze's Dach- pappenfabrik in Einbeck, Provinz Hannover. 4482) Steinkohlen, beste Sorte, empfiehlt Jacob Kahl. Bestellungen nimmt Herr E. Fischbach am Seltersweg entgegen. Das Lager be-j findet sich am Bahnhof. ttav v ' Erscheint täglich, nt-i Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, 4, LU. B. Nr. 1. 106 „ Wiese in den _______ sind billig zu verkaufen. (4674) F. C. L o o s. Versteigerungen. § Montag den 20. October d. I., 5 Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem dahiesigen Rathhaus die zu dem Nachlaß des LudwigKonrad Sack gehörigen Grundstücke, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an den Meistbietenden freiwillig versteigert werden, als: Flur Nr. OKlstr. i Künstliche Dünger -er , empfiehlt die Chemische Fabrik von Ludwig Seibert in Friedberg in vorzüglicher Dualität mit Garantie des Gehaltes unter billigster Preisnotirung. Knochenmehle für alle Bodenarten und Pfianzen. Superphosphate für Waizen, Korn, Gerste, Hafer, für alle Körner- fruchte. als garantirter bester Ersatz des Peru-Guano. Kali-Superphosphate für Kartoffeln, Dickwurz, Klee, Tabak. Wiesen, Rüben. i Mei,, Tuch- und BukSkinLaaer, ,aufs Reichhaltigste sortirt, empfehle ich hiermit angelegentlichst. I Ludwig Lang. Musterkarten sieben aerne ,u Diensten?cW-tt-rgasse) Nr. W. 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Rollaal, Sardinen, i n»«., C'aviar empfiehlt nachverzeichnete Sorten in stets frischen Füllungen: Adelheids-Quelle, Aschaffenburger Jod Nr. 2, Carlsbader S^loß, Mühl und Sprudel, Emser Kränchen und Keffel, Faihinger, Friedrichshaller Bitterwaffer, Hun- jady-Janos-Bitter-Quelle, Homburger Elisabethen- ehlirfer, Schwalheimer, Schwatbacher Stahl- und Leinbrunnen, Selters (Naffau), Sodener, Vichy, ? Veilbacher Schwefel- und Natron-Lithion, Wildunger Neorg-Dictorquelle. Carlsbader und Franzensbader Salze, Carlsbader, Kissinger und Emser Pastillen, Creuznacher, Nauheimer und FranzensbaderMutterlaugen. (2336) 4644) Prima Gummischuhe billigst bei Louis Frohnhäu ser. 4643) Ein Familienlogis zu vermielhl"- Louis Frohnhausen Großes Pianosorte- und Harmonium-Lager 4146) der besten Fabriken. 4571) Btuei noch in g befindliche Thran-Fasscr sind zu G D. H o tz, Sandgasse. 4679) Zu bevorstehender Wintcrsaison bringe ich mein Lager in gestrickten Jacken, wollenen und haum- Bei Bestellungen dnrch die Post bitte um Angabe der Wohnung. Allein zu haben bei August Schlessinger. Athen, d. 10./22. Juli 1873. Daß ich Dr. Ludw. Ttedemann's Elixir u. Balsam für Geschwächte sür einen mir ehr befreundeten jungen Mann in Athen mit dem besten Erfolge gebraucht und diese Mittel SS* als die vorzüglichsten aller mir bisher bekannten Präparate dieser Gattung zu empfehlen sind, bestätige ich der Wahrheit gemäß durch diese ^"^Dieselben werden franco vor's Haus geliefert bis zu 10 Ctr. ä 45 fr. , r 50 , ä 42 „ von 50 und mehr 40 - Zeilen Dr. Länderer, Professor an der König!. Universität zu Athen, Ritter hoh. Orden. ») Die ausführl. medic. Urtheile mit privaten Mittheil. u. Brochüre von Medicinal- rath Dr. I. Müller in Berlin werden den Anfragenden gegen Eins, von 12 Sgr. Postmarken fr. zugesandt.) (3524) Frielendorfer Briquettes machen jeden andern Brennstoff entbehrlich und sind für jeden Rost vermischte Anzeigen. j 4678) Am verflossenen Sonntag blieb bet mir ein lila Damenrad liegen und kau' .dasselbe bei Herrn Seibel (Moser IMühle) in Empfang genommen werden. I. £)uitl Wlttwe, Badenburg. 4684) Unterzeichnete empfi chlt v» im Ausbcffcrn und V«andern allen Arte» Pelzwaaren, sowie a« im Waschen von weiften standen. - Bestellungen auf -A neue Garnituren werden auf das t schmackvollftc und Billigste auögefuy Katharina Belz, i wohnhaft bei Herrn. MnMehre Geller auf dem Reichensanv. <. < * der allerneuestenConstruction, ganz Handdresch-fchlllkll empfehlen unter Zjähriger Garantie und I4tägiger Probezeit. Ph. Maifartll ? 2 Rimmern, ist zu vermiethen bei I _______L. Friebel, Sandgasse. 4675) Eine kleine freundliche Familien-! wohnung ist zu vermiethen und den 1.,No- vember zu beziehen. Hintergasse A. 52. 4671) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei Pb- Lampus. 4669) Ein Zimmer mit Cabinet, rnöblirt ober unmöblirt, zu vermiethen. Selters- wefl C- 185-____________ (4156) ________________ 4C75) Blauer Kupfervitriol bei 4°7ö)G. F S em ml er, Wallthorstraße. 4618) wahrer hinkende Boten und Landkalender sind ,u 4682) Zwei Fastelochsen (Vogelsberger Race), W und 2jährig, stehen zum Verkauf bei Heinrich Pfeffer ll-, Annerod. 4576) Neue ital. Haselnüsse bei 1 C- F- Semmler. 4598) Ein gut gehaltener Ordonnanz- etuCcit mit Zubehör is zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. BlttS- 3820) Ein Familienlogis ist zu vermiethen. Wallthorstraße 145. 4410) 2 Knaben können in einer Familie Kost und Logis, sowie freundliche Aufnahme, finden- Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 4106) Ein Familienlogis zu vermiethen Lit. D. 54, Neustadt._____________________ 4642) Eine geräumige Stube zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 4615) Seltersberg E. 37 ist im Vorderhause gleicher Erde ein möblirtes Zimmer mit Kabinet alsbald zu vermiethen. 4558) Der 3. Stock meines neuerbauten Hauses an der Schoor zwischen dem Neustädter- und Wallthor ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Böger. 4647) Ein möblirtes Zimmer zu veni miethen. Asterweg Nr. 124, Parterre- autem SuftnnlTe 4526) (Sin Logis sür eine Heine Familie - verknusen ober einzelne Herrn zu vermiethen be Dr. Bindewald, Grunberger St> aße- 4670) Dem Spracharzte Herrn A. E. Gerdts Hierselbst sage ich hierdurch meinen innigsten Dank, daß .er mich vom Stottern vollständig geheilt und mir eine klare, fließende Sprache und ein kräftiges Organ verschafft hat. Meine Brust hat sich um circa 4 Zentimeter erweitert. Gießen, 9. October 1873. Georg Spies, im Hause der Frau Profeffor Bill zu Dillenburg. tiaiFsclie Feuerwehr. Samstag den 11. October, Abends 8 Uhr: | Genernl Versnmmlung (ohne Uniform) bei Wirth Hofman n. Tagesordnung: Stiftungsfest. Um recht zahlreiche Betheiligung wird gebeten. Zur gefälligen Beachtung. 4645) Unterzeichneter beehrt sich hiermit, seine Schüler, sowohl die älteren Datums, als auch alle neu hinzugekommenen, auf Samstag den 11. d. Mts., Abends 8 Uhr, hi einer Besprechung in seine Wohnung ergebenst einzuladen. Lehrer W. Plaut. Entree 12 fr. ä Person. Anfang 5 Uhr. fl. 13,327,788 47 fl. Gießen, den 22. August 1873. TalyuniernchU 4538) flötet Einte. ! Stube zu k §£P(b. d. dllti 43, 96/10 fl- 70 Jahren 34»/io fl- 1366/10 fl- jährlichen Bet- 30, 12 fl. Unterzeichneter macht hiermit die ergebenste Anzeige, daß Montag den 20. d. Mts. der Tanzunterricht wieder beginnt. Diejenigen, welche hieran Theil nehmen wollen, werden gebeten, unter sich Gesellschaften von 16—24 Personen zu bilden. Anmeldungen beliebe man bis dahin an mich gefälligst ergehen zu lassen. N ö s e, Univ.-Fecht- und Tanzmeister. I. Boeck, Agent der Anstalt, Gartenstraße, im Hause der Frau Hofger.-Adv. Engelbach. insammen fl 1 7 36 872 Stand der Betheiligung: 39,126 Altersversorgungs- und Lebensversicherungsverträge mit si. 360,687 versicherter Rente und WenzeFs Garten ( Winter - S(t ison *) 2-hrcn nahezu ausgeglichen.^ „itg-mäh eingerichteten Anstatt einladend, erbietet sich der Unterzeichnete zu Mitth-ilung ausführlicher Prospekte sowie «er- gleichender Übersichten über die Tarifsätze, Einrichtungen und Bedingungen der verschiedenen Versicherungsanstalten. Jede wettere Auskunft wird gerne mündlich wie schriftlich ebenfalls unentgeltlich ertheilt. Allgemeine lier|orgungstiii|laft im KoMrzoglhum Jtaöen in Carlsruhe, Renten-, Aussteuer- und iKapitalversicherung auf Todesfall und auf bestimmte Alter. 1833 gegründete, 1864 erweiterte Genossenschaft; in Verwaltung der Mitgliedergesammtheit und aus ihnen gewählten Organen. 60, 197/io fl- 77Vio fl- göblirteS > ermielhcn. neutM” liffyn bem fr ' ptrmittbenß LtMMklp^ ParM Zimmer ß! ZonntaS. t°v(0 Ni ci^n LS % Commissionair in Gießen, empfiehlt sich zum Abschluß von Geschäften jeder Art. Derselbe hat zu verkaufen: Geschäftshäuser, gut gehende Gastwirthschaften, mehrere HcrrschaftShauser, kaufmännische Geschäfte diverser Branchen rc. rc. Güter verschiedener Grösse, sowie mehrere Mühlen im Preise von 6000 . 35,000 fl. können nachgewiesen werden- ) Darlehen von jeder beliebigen Höhe unter strengster Discretion. Deutsche Trrrnsatl. Dnmpsschiffsflhrts-^'scUschaft in Hamburg.^ Von Hamburg nach Newyork j direct, ohne Zwischenhäfen anzulaufen, wird am Donnerstag den 13. November d. I. ’ WW das eiserne deutsche 3600 Lons aroße U.3000 effective Pferdekraft starke Schrauben-Dampfschiff Goethe, Capt. I. A. Wilson, expedirt. ' Daffaacpreise: I.CajütePr.Thl.165, N.CajütePr. Thl.100, Zwischendeck Pr. Thl. 53- Auskunft ertheilt die Deutsche Transatlantische Dampfschifffahrts-Gesellschaft in Hamburg, 'On)tC C. W- Dietz, Haupt-Agent in Gießen. Ed. Hu mann, General-Agent in Mainz. General-Agent W. Westenburger, Theilhaber der Firma Carl Rack« & Co. in Mainz, Carmeliterstraße 8. Wilh. Balser in G i eß en. General-Agenten in New-York: Hwateth, iVc6 BaarwerthS ihrer Versicherungen , dies ist in Procenten deS in einer FlU. ldlicheAusna!: peb. d. Bltt? is ju vemiv ^Imver^ Das Kapitalvermögen der Anstalt beträgt Ende 18721 10,736,230 Gulden. Die Zunahme gegen dasVorjahr^fl. 822,444 der Kaffenverkehr stieg auf fl. 14.388,625 gegen fl. 12,96t 276 im Vorjahr; die JahreS - Einnahme an Prämien und Zinsen erhob sich aus fl. 1,104,394. ©eitJer Wtalt bqattlte Jte an Renten und versicherten Kapitalien fl. 8,688,478. Der bei ihr allein den Mitgliedern gutkommende, unter diese verteilte GeschaftSgewinn betragt von 5 schim Witte Cctobc @tpeb. b. Bl. net und Wan etben. MürasAch s ist zu nerr Auszug auS dem Tarif der Sterbkapitalversicherung (einfache Lebensversicherung) für je fl. 1,000, fällig beim Todesfall, spätestens mit dem 85. Lebensjahr, zahlbar innerhalb 14 Tagen r für die Beitrittsalter von 20, 23, 30, 33, 40, 7«jährlicher Beitrag ... 4 fl. 46/io fl- $5/io fl- 65/io fl- ‘ /io fl- oder jährlich..... 15Vip fl- 18 fl^ fl* 256/io fl- „ 3071 q fl- et. 4 ßimmen'/' nbetjuDenn'fii stWohoE t zu vesiuikl- eil .A^ lsba-e, unb x» Hun- ^ethen- Sonntag den 12. October: L Großes Coneert a la Strauss, ausgeführt von dem jetzt verstärkten Musik-Corps des 2. Großh. Heff. Jnfanterie-Regts. Nr. 116, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Krausse. Podium im Saale. trägst 26 o^'an MefeH 1868? 31'«7Vn‘bie feit 1867^36“«/» tä'W’fett IM»? U^i an’M. feit 1865 unb 46 «/0 an die seit SWieber - Die Dividende steigt mit Zunahme der Versicherungsjahre, also mit dem fortschreitenden Alter der Versicherten und ermässigt deren jährliche Barleistungen von 5§ahr zu Jahr. Diese Vertheilungsart, ein unbestreitbarer Vorzug der Versorgungsanstalt, beseitigt den Dermogensnachtheil, welcher bet Erreichung hoher Lebensalter der Versicherung anhaftet. Bei Annahme einer Dividende von nur 4 % des jeweiligen VersrcherungvwertoeS (dem voraussichtlich niedersten Stand, seither nicht unter 87?%) würde zum Beispiel der jährliche Beitrag eines 30jährigen von 217,0 fL pro fl 1,000 Kapital sich ermäßigt haben. in seinem 33sten. 40sten, ^Sflen, 30sten, 33sten, 60sten Lebensjahr und wäre danach der ursprüngliche Beitrag 1^011° nach 20 VersicherungsjahrOen int 50. Lebensjahr um mehr als die Hälfte gemindert, nach 10 weiteren er Kur- ' Salz- tbl- unb ,D-chy, lvunger kbabtv, ■t _________(2336) i äne fleint« niilif ju per; Gabriel. ju uer-. en bei Th. Vogt. roße und elm vermiethen be euenweg 131 milienwohnuni sardenwohnm G- P ah. blirtes Zimai! C- 225, zm c Edmund Lotz. Moriz Bethcke. CH 4510) Rein gehaltene Bier- und Champagnerflaschen werden fortwährend angekauft von L. Textor im Darmstädter Haus. Gänfekegeln heute, Sonntag und Montag im (4683) Promenadehaus. I Handlanger !gesucht gegen hohe» Lohn. (4686) Ang. Nauheimer. Wir bringen hierdurch zur Anzeige, dass wir heute am hiesigen Platze unter der Firma Lotz, Bethcke verkauft Meyer Rothenberger. I Briefe an Louis Rothenberger, jNeuenmea 193, zu adressiren. 1 7, Mehrere Buchhalter und Reisende, >« Gehalt bis 800 Tkflr., Lager-Commis u. ) Verkäufer aller Branchen, sucht das jK Bureau Germania!zn Dresden. (4635) } 4654) Ein Laufmadchcn wird gesucht. tZu erfragen bei der Exped. d. Bltts. Frankfurter Lebens-Versicherungs-Gefellfchaft in Frankfurt am Main. Grund-Capital: Drei Millionen Gulden. Reserven: fl. 2,723,315. verwaltungsrath: Herr Carl Freiherr von Rothschild, vom Hause M. A von Rothschild unt) Söhne, Präsident, „ Philipp Donner, Vice-Präsident, „ August Andrae-Goll, vom Hause Johann Goll und Söhne, „ Simon Moritz Freiherr Non Bethmann, vom Hause Gebrüder Bethmann, Director: Herr Löwengard. Die Gesellschaft übernimmt Lebens-, Leibrenten-, Altersver- sorgungs- uud Aussteuer-Versicherungen der verschiedensten Art, mit und ohne Gewinn-Betheiligung der auf Lebenszeit Versicherten zu äußerst billigen Prämien und liberalen Bedingungen. Auch an solchen Orten, wo bereits die Cholera aufgetreten ist, werden von der Gesellschaft die Versicherungen unter den gewöhnlichen Bedingungen und ohne Prämienzuschlag abgeschlossen. Nähere Auskunft ertheilt in Treis Frau Epstein Wittwe. (4659) Der Haupt-Agent: ./. G. Appel in Giessen. I Schule zur Ausbildung der Einjährig-Freiwilligen von Lehrer W. Plaut zu Giessen. 4379) Oben näher bezeichnete Schule, die auch in verflossenen Semester mit ausgezeichnetem Erfolge und anerkannter Lehrtüchligkeit arbeitete, beginnt ihren neuen Cursus am 15. October I. J., und müssen dessfallsige Anmeldungen bis spätestens den 12. October er. in meiner Behausung, Schlossgasse 254, gemacht sein. Es wird um so mehr um rechtzeitige Anmeldung gebeten, als der Schule eine wesentlich neue, zweckentsprechendere Organisation gegeben werden soll und es demgemäss erwünscht erscheint, die ungefähre Anzahl Schüler näher zu kennen. 4666) Sonntag den 12. Qctober: Nachkirchweihe zu Annerod. Hierzu ladet ergebenst ein Wirth Eberhardt Schäfer IV. ! 6TBeTüL Annoncen-Expedition an alle Zeitungen des In- und Auslandes, Centralbüreau: Frankfurt a. M., beehren sich hiermit anzuzeigen, daß sie ihre Haupt - Agentur für Gießen nunmehr dem Herrn li. Halberstadt in den Neuen-Bäuen Herr Georg voll Heyder, vom Hause Grunelius & Co., „ Carl Minoprio, „ Friede. Psefsel, „ Isaac Reiß, vom Hause Gebrüder Reiß, „ Georg Rittner, vom Hause Philipp Nicolaus Schmidt, ' a Für Auswanderer 1094) Die Haupt-Agentur von C. W. Dietz am Markt in Gießen expedirt wöchentlich mehrmals mit! den vorzüglichsten Dampf- und Segel-Schiffen nach allen Häfen von Amerika und Australien. Preise billigst, Behandlung anerkannt reell. übertragen haben und daß derselbe Inserate jeder Art für alle Zeitungen der Welt, Fachzeitschriften, Kalender, Coursbücher ic. unter denselben Bedingungen wie das Centralbüreau entgegennimmt und prompt befördert, sowie Zeitungskataloge, Jnsertionstarife und jede gewünschte Auskunft gratis und franco ertheilt. (6241) 4029) D i e I. Moch'fch? Hof-Schönfärberei in Darmstadt empfiehlt dem geehrten Publikum ihre Anstalt zum Umfärben und Waschen aller Garderobegegenstände, Möbel- und Vorhangstoffe jeder Art. Moiröe auf geeignete Stoffe. Druckerei nach Wunsch. Die Firma garantirt für schöne und solide Ausführung bei möglichst billigen Preisen Aufträge vermittelt portofrei I. Schlund, Schloßgasse. Unterrichts - Anzeige. Den 15. dieses Monats beginnt wieder ein Cursus im Zuschneiden und Anfcrti- aen von Damenkleidern. Damen, welche Theil nehmen wollen, wollen sich gefälligst bis dahin melden. (4559) A. Rothenberger, Lindenplatz. 4634) Cinige junge Mädchen finden dauernde Beschäftigung in unserem Arbeitssaal. Koch <$? Patz. (Hierzu eine Beilage.) Aeilage zu Ar. 238 des Aiehener Anzeigers die und der der begann in ihrer gestrigen 16. Sitzung die zweite Lesung des Entwurfs einer Kirchenverfassung. Die §§ 1—24 wurden in Übereinstimmung mit den Ve- nicht nöthig, weil die Bauernkinder bei ihren Eltern genug turnen. Die Fortbbildungsschule wird sich vieler Orten nicht erzwingen lassen. die öffentliche, ehrliche, christliche Bestaltung des Entschlafenen mit Gesang Schüler fast unmöglich gemacht werden. Denn im Winter ist zwischen Morgen- und Mittagsschule nicht Zeit, eine Leiche ehrlich zu begleiten. Für die Jugend wird die Neuerung absolut schädlich sein. Denn * V IVH v I * •1 • v ’ 0 n II , v | II D v v * I O Das Holz will auch gefällt sein, und das thun auf dem Lande viele Jüng- Schlüssen der 1. Lesung angenommen. Nachdem der § 1 aus diese Weise an- linge. Wer vom Morgengrauen bis in die Nacht hinein im Walde schwer ge-!genommen war, erklärten die Abgeordneten, Graf von Görtz, Graf zu Solms Freiheit gestattet werden, ihre Confessionsschulen zu behalten. Und das allein wird die kirchliche Sitte furchtbar schädigen Dabei soll der Kirchenbesuch Zustimmung versagen." Einer intelligenten Bevölkerung, wie in Stadt und Land Gießen gegenüber, bedarf natürlich der Inhalt dieses Machwerks keiner ernsthaften Widerlegung ; zu unterschätzen ist aber die hierdurch hervorgerufene Bewegung umsoweniger, als unsere Mucker auch in anderen Gebieten unseres staatlichen und! kirchlichen Lebens ihre Hebel anzusetzen beginnen und sich zum energischen Wi-! derstande gegen die neue Ordnung der Dinge rüsten. Vernehmen wir doch,: daß die drei Hochorthodoxen unserer gegenwärtig in Darmstadt tagenden Lau-1 dessynode, die Herreu Gras Görtz, Pfarrer Dieffenbach undgHeinrichs,' unzufrieden mit den gefaßten Beschlüssen und ohne Hoffnung, ihren Willen j durchzusetzen, in ostensibler Weise ihren Austritt erklärt hätten! Damit ist! das Zustandekommen einer für alle evangelische Christen unseres Landes gülti-! gen Kirchenversassung in Frage gestellt, und wir müssen uns darauf gefaßt machen, daß innerhalb der evangelischen Kirche jener Hader um die Bekennt-! nißfrage wieder auftaucht, der dem überwiegenden Theile der Bevölkerung ge-. radezu widerwärtig war. In religiösen Dingen kann man bekanntlich Alles! zur Gewissensfrage machen, selbst das Tüpfelchen von dem i; wenn sich nun die Herren darauf beschränkten, mit dem Teufel gute Kameradschaft zu hal-; ten und von Zeit zu Zeit Biliams Esel zu satteln, so könnte man das mit einigem Humor sich schon gefallen lassen; solche Dinge sind, Gott sei Dank, nicht mehr gefährlich, und werden ohne Zweifel am richtigsten vom Standpunkte des „Kladderadatsch" beurtbeilt. Daß man aber jetzt die Thätig- keit auf ein Gebiet verlegt, welches die Kirche von Rechtswegen nichts angeht, daß unsere Orthodoxen die ländliche Bevölkerung gegen das Schulgesetz! aufzuwiegeln unternehmen, das fordert alle freigesinnten Männer zur Ab-! wehr heraus! Speculiren jene auf die Dummheit der Menschen, so haben! alle wahren Freunde des Volkes die Pflicht? die Fackel der Aufklärung in! die bedrohten Gegenden zu tragen. Wir unsererseits wollen keine confessionelle Spaltung der Menschen von Jugend auf Die Schule, als eine Staats- und Gemeindeanstalt, soll tüch- tige Staatsbürger, keine Katholiken, Protestanten, Sectirer u. s. w. erziehen. Die religiöse Ausbildung ist Sache jeder einzelnen Religionsgemeinschaft; die., bestehenden Kirchen besitzen wahilich Mittel und Wege genug, um auf ihre Be-j kenner einzuwirken und die erforderliche Kirchenzucht zu handhaben. Gerade die Loslösung der Geistlichkeit von den weltlichen Geschäften wird sie zu ihrem, hohen Berufe tüchtiger machen und die Einführung des neuen Schulgesetzes ist so weit davon entfernt, eine Gefahr für Kirche und Moral in sich zu bergen,! daß sie umgekehrt nur geeignet ist, die wahre Religiosität zu befördern. Anders freilich denkt der Berichterstatter des Ausschusses erster Kammer. Ihm! zufolge müssen die confessionellen Unterscheidungslehren den Geist des Unter-! richte beherrschen und er hält es für eine große Illusion, wenn man glaube, den Frieden unter den Religionsparteien durch Befreiung des Unterrichts von konfessioneller Leitung befördern zu können. Versetzen wir also die Jugend durch gehörige Dressur zurück in den Bildungsstand des sechzehnten Jahrhun-' derts, der kirchliche Friede, der im 30jährigen Kriege einen so herrlichen Abschluß fand, wird dann gesichert sein! Gehen denn Geschichte und Wissenschaft noch bis auf den heutigen Tag spurlos an gewissen Köpfen vorüber? Trennung der Kirche bringt eine Theilung der Schule in einen consessionell- religiösen und andersreligiösen oder gar religionslosen Theil hervor, der, bei der Kürzung des Religionsunterrichts, eine überwiegend nichtreligiöse, resp. andersreligiöse Wirkung haben muß. Unser Volk wird auf diese Weise der — Internationalen, dem großen Socialismus — massenweise zugeführt werden. Der Liberalismus will diesen nicht, aber er treibt Alles in seine Gewalt. An Zucht wird es fehlen. In Amerika beklagten sich in St. Louis die dort versammelten Lehrer der religionslosen Staatsschule im Juli dieses Jahres, daß es dem dortigen Schulsystem an einem moralischen Erziehungs-Elemente fehle. Heber die Zuchtlosigkeit der Jugend werden in Baden sehr viele Stimmen laut, seitdem die Schule von der Kirche getrennt ist. Und das wird bei uns kommen, weil das, zwar an die Spitze des Schulgesetzes geschriebene Element der Schule, das religiöse, aus ihr hinausgeworfen werden soll. Denn außer der Kirche gibt er keine Religion. Es gibt keine Schulreligion. Die Confirmandenstunde wird uns gerade da unmöglich gemacht, wo Filiale mit den Pfarreien verbunden sind, weil der Pfarrer nicht an zwei, drei, bis zehn Filialen vor Morgens acht und nach Abends vier Uhr Confirmanden- stunde halten kann. Sodann aber werden die Kinder mit Lehrstoff überladen, ebenso wie der Lehrer. Ein Lehrer ist nie im Staude, das alles gründlich zu wissen, was hier gefordert wird und dadurch wird nichts gelehrt noch gelernt. Es gibt statt eines multum, multa, Vielerlei. Auf dem Lande ist das Turnen gar Wir bringen nachstehend den Wortlaut einer Adreffe, welche die altlutherische Partei Oberhessens kürzlich in vielen Gemeinden des Vogelsbergs col- portirt und an die erste Kammer der Landstände gerichtet hat: „Aus der Berathung der zweiten Kammer unserer Stände ist ein neues Schulgesetz hervorgekommen und liegt hoher Kammer vor, welches von Vielen freudig begrüßt, von Vielen aber auch mit wahrer Wehmuth angesehen wird. Nach demselben soll die Schule gänzlich von der Kirche losgeriffen, die Confessionsschule aufgehoben, dem Pfarrer die Jnspection der Schule moralisch unmöglich gemacht, die Volksschule durch Lehrgegenstände überladen, die christliche Sitte durchbrochen, dem jeweiligen Ministerium und resp. einem Referenten die ganze Erziehung der Jugend mit dictatorischer Machtvollkommenheit überliefert, die Religion aber, obgleich scheinbar frei gestellt, der maßlosesten Herrschaft eines von der Kammer-Majorität getragenen Mannes übergeben werden. Die neue Lage der Dinge würde für den Pfarrer eine durchaus entwürdigende werden, wenn er in den Schulvorstand einträte und das Jnspectorat übernähme, denn er hätte als Schulinspector nur der Executor des jeweiligen Ministerialreferenten zu sein. Stets vom Kreisschulcolleg absetzbar könnti er nicht einmal für seine Gemeinde, für seinen Lehrer, für confessionelle Rechte eintreten, ohne abgesetzt zu werden, sobald er in einen etwa berechtigten Zwiespalt mit ihr geriethe. Würde ihm aber die Schulaufsicht entzogen oder nicht ertheilt, so wäre er in den Augen der Gemeinde herabgesetzt, seine Stelle in derselben wäre eine fast unhaltbare, er wäre so gut wie abgesetzt. Es bleibt dem Pfarrer die Wahl, der Schule den Rücken zu kehren oder die abhängigste, gefährlichste Stellung in der Schulstaatsmaschine einzunehmen. Für den Lehrer ist die Trennung der Schule von der Kirche ein Unheil, namentlich auf dem Laude, und gar auf Filialen, wohin bei der Ordnung der Besoldungen zumeist die jüngsten und unerfahrensten Schulvicare kommen. Der Lehrer wird der Hülfe und Autorität, des Schutzes und der Treue des Pfar- rers entbehren. Aeußerlich von der Kirche geschieden, wird er sich auch inner lich mehr als seither von ihr scheiden. Für die Kirche wird der Verlust der Schule von unberechenbarem Nachtheile fein. Man will dadurch den Einfluß der katholischen Geistlichkeit schwächen. Das wird geschehen, aber nicht in klerikaler Hinsicht, sondern in moralischer, in dem moralischen, guten Einfluß der Geistlichkeit auf die Jugend und Gemeinde. Der Klerus wird Klerus bleiben, aber die Kirche, das Volk wirt der Zucht entbehren. Ungleich schwerer wird jedoch die mehr lebhafte evangelische Kirche getroffen. Sie wird tödtlich verwundet. Sie hat von Anfang nicht bestanden ohne Schule. Wo sie sich ausbreitet, ist Schule und Unterricht ihr erstes Werk, bei den Heiden und in Amerika. Ohne Schule ist sie in Oesterreich bei überwiegend katholischer Bevölkerung ruinirt, ohne Schule wird sie auch da ruinirt sein, wo sie in der Mehrheit ist. Für die kirchliche Sitte ist das neue projectirte Schulgesetz ein wahres Unheil. Ein Zwiespalt wird in die Gemeinde getragen, es wird ein Unding gebracht werden — eine Schulreligion — gegenüber der Religion der Gemeinde. Dieses Unding gab es seither nicht. Es wird aber ein Ungeheuer werden, das die Religion aus der Jugend nagt, wie der Adler das Herz des Prometheus. Und dieses Bild ist keine Uebertreibung, denn die Eltern sollen gezwungen sein, ihre Kinder in diese Schulen zu senden. In Amerika hat man Staatsschulen, religionslos, unconfessionell, aber sie stehen meist leer. Auf ihre Kosten unterhalten 'die Kirchengemeinden confessionelle Schulen, die zahlreich besucht sind. Bei uns in Deutschland soll der Kirche nicht einmal die ©culfcfiGinö. Darmstadt, 8. Oct. Die außerordentliche Landes-Synode der evangelischen Kirche trat heute zur zweiten Lesung des Verfahrungs-Entwurfs zusammen. Die Zahl der eingebrachten Verbesserungs-Anträge dürfte sich wohl auf hundert belaufen, so daß die vorläufige Sichtung derselben über eine Stunde in Anspruch nahm. Der §. 1 war in der ersten Lesung des Inhalts angenommen worden, daß die evangelische Landeskirche aus den evangelischen Gemeinden (lutherische, reformirte und unirte) bestehe. Küchler stellte den Antrag, diesen Paragraphen ganz zu streichen, um den Klagen der confes-! sionellen Seite über Bedrückung ihres Gewissens gerecht zu werden, da ohne jede Bestimmung der dermalige Zustand aufrecht erhalten werde. Decan Dornseiff glaubte, aus gleichen Gründen noch einen Schritt weiter gehen zu sollen, indem er beantragte, nach „unirte" einzuschalten: „unbeschadet des Be-. kenntnißstandes der einzelnen Gemeinden." Die Mehrheit, insbesondere Ohly,^ Schröder, Büchner, Habich, Curtman, Kraft u. A., erklärten sich gegen eine Abweichung von der ersten Fassung, da keine Garantie für Erhaltung des Friedens hiermit geboten sei. Die Abstimmung ergab Ablehnung des Küchler*- schen Antrags gegen 9 Stimmen, worauf auch der Antrag Dornseiff mit 49 gegen 4 Stimmen abgelehnt wurde. Noch während der Feststellung des Resultats der letzten Abstimmung erklärte Graf Görtz in sehr erregter Weise: „Ich erkläre hiermit meinen Austritt ans der Synode," worauf er, sowie Graf Laubach und Pfarrer Dieffenbach |md)t auch Heinrichs, wie irrthümlich telegraphirt worden^ den Saal verließen. Dr. Rieger erklärte, daß er, da die Synode nur eine berathende, er auch ein durch die Gnade des Großherzogs ernanntes Mitglied fei, bleiben zu wollen. Die übrigen Beschlüffe, meist re- dactioneller Natur, hatten kein weiteres Jntereffe. Erwähnt sei noch, daß abermals 30 Geistliche gegen die Beschlüffe der Synode Protest eingereicht haben. Darmstadt, 9. Oct. Die außerordentliche Landessynode Das neue Schulgesetz und die altlutherische Partei. Iarbeitet hat, auch die Bergleute oder Leute, die sonst schwer arbeiten, die kön- Inen nicht Schulen am Abend besuchen. Deshalb erlauben wir uns die ehrerbietigste Bitte: Hohe erste Kammer wolle dem neuen Schulgesetze ihre Laubach und Dieffenbach ihren Austritt aus der Synode. Zu § 9 wurde auf den Antrag des Abg. Schwabe hin die Bestimmung, wonach ein der Confessionsgemeinde nicht Angehöriger, aber dort Wohnender, der das Verlangen nach Auspfarrung nicht stellt, sich stillschweigend allen, insbesondere auch den dem Bekenntniß entfließenden kirchlichen Ordnungen der Pfarrer unterwirft, insoweit gestrichen, daß jetzt die stillschweigende Unterwerfung nur noch im allgemeinen bezüglich der kirchlichen Ordnungen der Pfarrei angenommen wird. Zu § 13 wurde ein Antrag Buchner angenommen, wonach der Kirchenvorstand nur innerhalb 6 Monaten nach begangener That befugt ist, einem Gemeindemitglied wegen begangenen öffentlichen Aergernisses das Stimmrecht auf Zeit zu entziehen. Zu § 19 wurde auf Antrag des Abg. Weber beigefügt, daß die Wahl zur Gemeindevertretung eine geheime sein soll. Z.. § 20 wurde auf Anregung des Abg. Strack beschlossen, daß die Gemeindevertreter nach einer von dem Kirchenregimente zu erlaffenden Formel verpflich tet werden sollen. Zu § 24 wurde einem Antrag Weber, wonach die Gemeindevertretung nur durch den erweiterten Oberkirchenrath aufgelöst werden kann, zugestimmt. Die nächste Sitzung findet heute statt. Darmstadt, 10. Oct. Die erste Kammer berieth heute über das Schulgesetz. Ministerpräsident Hofmann und Ministerial-Director v. Starck vertheidigten den Negierungs-Entwurf gegen Dom-Capitular Moufang und Graf Görtz. Die Artikel über die confcssionslose Gemeindeschule wurden mit 16 gegen 10 Stimmen abgelehnt. Berlin, 9. October. Die „Nordd. Allg. Ztg." vernimmt, der Herzog v. Aumale habe der deutschen Negierung den Wunsch zu erkennen gegeben, Me und die Schlachtfelder der Umgegend aufzusuchen und bemerkt dazu: Wäre ihm nur daran gelegen, dieselben incognito in Augenschein zu nehmen, so wäre er einfach hingegangen. Das Nachsuchen einer Erlaubniß laffe die Absicht einer »mise en scene“ erkennen. Obwohl uns solche gleichgültig ist, so wäre es doch nicht erwünscht gewesen, daß unvorsichtigen Personen Veranlassung geboten würde, sich zu compromittiren, und da der Herzog weniger als andere Leute mit Tact begabt ist, so würde gerade er leicht Andere mit den Gesetzen in Collision bringen. Dortmund, 9. October. Bischof Reinkens traf heute von Berlin hier ein, um morgen der ersten Provinzial-Versammlung der westfälischen Altkatholiken beizuwohnen. vielfach empfohlene chmestsche ?ev-t-»o-Präparate gegen Schwächezustände nachstehendes medicmische Urthetl ab: Die schwere Aufgabe, gegen Schwächezustände ein sicher wirkendes *S/r£nben'.. Herr Dr. V. Tiedemann in Stralsund in glänzendster Weise gelöst. JA kann der Wahrheit gemäß attestiren, daß ich die Dr. Tiedemann'scken ren-isao-9JZtttel, bestehend aus einem Elixir und Balsam*), für die weitaus besten ? u am£?1 zugleich nützlichsten aller dis jetzt vorkommenden gleichnamigen Präparate a. t r • .en sich nämlich keine Stoffe, welche momentan reizen, scheinbar die schwache beseitigen, sondern solche, welche in der That im Stande sind, durch Ver- rl'crUm- »cr Blutmasse und Stärkung des Nervensystems indirect eine rasche und sichere Wirkung herbeizuführen. Diese beiden Präparate verdienen somit in den ersten Rang aller bis letzt bekannten und bewährten Mittel dieser Art gestellt zu werden und sind besonders den Patienten, welche nutzlos andere Mittel gebraucht haben, als ein heilbringendes und fast unentbehrliches Kraftmittel mit Recht zu empfehlen- ,, *) I? Betreff der Bezugsquelle »erweisen wir gleichzeitig auf den Jnseraten- thetl d. Bltts D. Red. Allen Kranke» Kraft und Gesundheit ohne Medicin und ohne Kosten. „Revalesciere Du Barry von London.“ Die vorzügliche Heilnahrung Revalesciere du Barry bewährt sich bei allen Krank- helten, die der Medicin widerstehen; nämlich Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber», Drüsen- Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberculose, Diarrhöen, Schwindsucht, Asthma, Husten, Uuverdaulichkeit, Verstopfung, Fieber, Schwindel, Blut» aufsteigen, Ohrendrauscn, Uebelkeit und Erbrechen selbst in der Schwangerschaft, Dladetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. - Auszug au- AOOO Certisicaten über Genesungen, die aller Medicin getrotzt: Eertificat Nr. 68,471. Prunetto (bei Mondovi), den 26. October 1869. Mein Herr! Ich kann Sie versichern, daß, seit ich von der wundervollen Kevaiesciäre du Barry Gebrauch mache, das heißt seit zwei Zähren, ich die Beschwerlichkeiten meines Alters nicht mehr fühle, noch die Last meiner 84 Zahre. Meine Beine sind wieder schlank geworden; mein Gesicht ist so gut, :aß ich keiner Brille bedarf; mein Magen ist stark, als wäre ich 30 Jahr alt. Kurz ich fühle mich verjüngt: ich predige, ich höre Beichte, ich besuche Kranke, ich mache ziemlich lange Reisen zu Fuß, ich fühle meinen Verstand klar und mein Gedächtniß erfrischt. Ich ersuche Sie, diese Erklärung zu veröffentlichen, wo und wie Sie es wünichcn. Ihr ganz ergebener Abbö Peter Castelli, _ wc> Bach.-ös-Theol. und Pfarrer zu Prunetto (Kreis Mondovi). Certificat Nr. 73, >03. Wien, Praterstraße 22, im Mai 1871. .Iw bm Ihnen Dank schuldig für den Erfolg, den Ihre vorzügliche Revaiesci6re an nur ausübte. Ich litt nämlich oft an Magenkrämpfen, Husten und Diarrhöe, von welchen mich Ihr vorzügliches Heilmittel befreite. L. Großmann. Schweiz. Genf, 10. October. Dem „Journal de Genöve" zufolge hat der Genfer Staatsrath bei dem Bundesrathe in Bern Klage über die Umtriebe Mer- millod's in der Nähe des Cantons geführt und gebeten, durch den eidgenössischen Gesandten in Paris, Dr. Kern, dem französischen Minister des Auswärtigen von diesem Gebühren Anzeige zu machen. — Dasselbe Blatt verzeichnet ein Gerücht, wonach der Graf v. Chambord sich in Saconnex, vier Kilometer von Genf, wo er bereits früher residirt hat, niederzulassen gedächte. Frankreich. Paris, 10. October Dem „Rappel" zufolge haben sich vier Mitglieder der Specialcommission der Rechten gestern nach Brüssel begeben, wo gleichzeitig Graf v. Chambord eintreffen soll. Trianon, 9. Ortober. In der heutigen Sitzung des Kriegsgerichts /wurde ein dem Bericht des Generals Riviere angefügtes Document verlesen, welches von den Versuchen, mit der Armee von Metz in Communication zu treten, handelt. Die Sitzung verlief ohne Zwischenfall. Morgen wird mit der Verlesung der Schriftstücke fortgefahren. a , Nahrhafter als Fleisch, erspart die Revalesciere bet Erwachsenen und Kindern 50 -Nal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen. Lu Blechbüchsen von Va Pfund 18 Sgr., 1 Pfund 1 Thlr. 5 Sgr., 2 Pfund 1 Thlr. 27 Sgr., 5 Pfund 4 Thlr. 20 Sgr., 12 Pfund 9 Thlr. 15 Sgr-, 24 Pfund 18 Thlr- — Revalesciere Biscuiten: Büchsen ä 1 Thlr. 5 Sgr. und 1 Thlr. 27 Sgr. — zn~rrC16re Chocolat^e in Pulver für 12 Tassen 18 Sgr-, 24 Tassen 1 Thlr. 5 Sgr., K Tassen 1 Thlr. 27 Sgr-, 120 Tassen 4 Thlr. 20 Sgr., 288 Tassen 9 Thlr. 15 Sgr., ?obJ^af1en 18 Thlr.; in Tabletten für 12 Tassen 18 Sgr., 24 Tassen 1 Thlr. 5 Sgr., 48 Tassen 1 Thlr. 27 Sgr- — Zu beziehen durch Barry du Barry & Comp. in Berlin, 178 Friedrichsstraße, und in allen Städten bei guten Apothekern, Droguen-, Specerei- und Delicatessenhändlern. In Gießen bei Müller