Gießener Anzeiger Preis vierteljährig 1 fl- 12 Ft. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 Fr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleib er g, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Archen. ar*. 31, Montag den 10. Februar 1873. * L werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch bei allen Post- Bcstemmgm aus den Wietzener 'Anzeiger Expeditionen und den Land-Poftboten entgegen genommen. ÄbMlMtten welche den Anzeiger bei der Erpeditivn abhoien lassen, erhalten denselben für Vie Monate Februar und März zu 40 fr. M m t t i eh e r x k e r Nr. 2 des Reichsgesetzblattes, ausgegeben den 1. Februar l 873. enthält: NW sässik?';« - - BäsSSÄSSS»»-- 1 Nr. 3 des Neicksgesetzblattes, ausgrgeben oen 3. Februar 1873, enthalt. Gießen, den 7. Februar toi6. Verhinderung des Kreisraths: Gros, Kreisassessor. Tauscnde von Deutschen und Amerikanern nach Deutschland, welche entweder in unsere» Badeörtern Genesung oder Erholung suchen oder die alte Heimath einmal wiedersehen wollen, und wenn sie dann im Herbst wieder nach Amerika zu- rüclkkhren, werden sie einfach als „Auswanderer" verzeichnet. Ebenso ist eS falsch, wenn man glaubt, alle Arbeiter, welche auS den einzelnen Provinzen fortgezogen sind, seien nach Amerika gereist, im Gegentheil, sehr Diele haben btt den großen Eisenbahnanlagen, welche überall im Gange sind, guten Verdienst gesuttden und denken gar nicht daran, nach Amerika auszuwandern, oder wohl gar wieder in die Heimath zurückzukehren, wo sie täglich nur 5 Sgr. ver- otrnen können, während ein fleißiger Arbeiter anderwärts pro Tag seinen Thaler haben kann. M , , ,, _ , t Die Auswanderung hat für Deutschland nicht nur Nachtheile, sie hat auch großen Nutzen gehabt, Vie Hinübergereisten haben die Fäden mit der alten Hei- math nicht ganz zerrisse», im Gegentheil sie zu erhalten gewußt. Man blicke nur hin auf den großartigen Handelsverkehr zwischen Deutschland und Amerika, der sich in den letzten sünfzig Jahre» entwickelt hat und wir dürfen getrost einen Theil davon der AuSwanoerung anrechnen. ES kann und darf nicht Ausgabe der Regierungen sein, die Auswanderung durch allerlei Plackereien zu erschweren. Sie erreichen dadurch nichts, als daß sie den Strom der AuSwauderung nach concurrirende» auswärtigen Häfen treiben. Die Agenten zu vertherdigen, ist unsere Sache nicht, wir find fest überzeugt, daß es ihnen schwerlich gelingen würde, so viel Leute zu expediren, wenn die Verhältnisse in Amerika wirklich schlecht und in Deutschland besonders gut wären, daß sie aber von der Aus- Wanderung abrathen sollen, kann ihnen nicht zugemuthet werden. — Wer die Lust hat auszuwandern sollte sich einzig und allein nur an die concessionirte« Expeditionen und Agenten wenden und in den AuS- und Einschiffungshäfen nur üUf den Rath der zum Schutze der Auswanderer errichteten Büreaus und deren Beamten hören und sich namentlich vor den sogenannten Deutsch-Amerikanern hüten, die hier und drüben ihr Unwesen treiben. Ihnen pflegt der arglose Deutsche am meisten zu trauen. Wenn Jene nach Deutschland reisen um Gimpel in sangen, so treten fie natürlich ganz gewaltig groß auf. Welche- Aussehen im Orte, wenn ein solcher, der vielleicht als armer Teufel fortgezogcn ist, nun plötzlich als anscheinender Millionär wiederkehrt. Alles lauscht mit Staunen seinen Worten, was er sagt, ist ihnen ein Evangelium, er weiß ihnen so viele ichöne Dinge von dem Wunberlande zu erzählen, daß Viele vom AuSwanderuugS- fieber befallen werken. Der Deutsch-Amerikaner spielt natürlich den Uneigennützigen, und die Opfer ahnen cs kaum, wie er sie überall verkauft, daß der : Expedient ihm pro Kopf so und so viel zahlt, ebenso der Wirth, zu dem er sie führt, die Geldwechsler uud andere Geschäftsleute. Und wenn sie erst drüben i angelangt find, so zieht er wieder seinen enormen Profit von den Eisenbahn- zesellschaften, denen er fie zuführt; wen« sie sich Ländereien ankaufen, fällt dem Uneigennützigen der Löwenantheil stet- in den Schooß uud so lohnen sich solche Reisen nach Deutschland immer außerordentlich gut. Damit jene Opfer nun nicht zur unrechten Zeit gewarnt werden könnten, schärft der biedere Landsmann eS ihnen unterwegs ein, sich mit Niemand als mit ihm einzulassen, nur ihm in allen Dinge» za folgen und ganz besonders die Auswanderer-Büreaus und deren Beamte zu meiden. Mit solchen Deutsch - Amerikanischen Scelenverkaofern wird Deutschland in jedem Jahre überschwemmt, ohne daß gegen ihre Agitation irgendwie eingeschritten werden kann. ES ist Pflicht der Presse, den Leuten in Bezug auf diese AuSwanveruugSfaisrurS die Augen zu öffnen. Zur Auswanderungsfrage. 3tn preußischen Adgeordnetenhause wurde »or Kurzem die äliifW au«8e> sprachen, die Agenten seien allem Schuld daran, daß so viele Leute nach Amerika auewancerten; in höheren Kreisen scheint men diese Ansicht vittf«» zu^thetten, dasür spricht der Umstand, daß der Anstellung eine» Agenten 6ie größten isoomie. riflfetten in den Weg gelegt w-rden und die Prolongation der bisherigen Agen- ,u?en seltsamer Weese verzögert wird. Wir selbst bedauern, daß so viele rüstige Leute dem Baterlarde den Rucken kehren, allein e» will un« durchaus nicht ein- leuchten, daß die AuSwandlrung aushoren werde, wenn e« keine Agenten h gebe, oder wenn man die billigen Fahrpreise sur Auswanderer auf den Esn- bahnen aushebt. So lange e» noch den in Amerika lebenden Deutschen 8‘ftat =• ist, da» Lerhältniß de« neuen Welttheil« mit den glänzendsten Farben i" >' be>n und so lange unsere Besölkerung noch Vergleiche ziehen darf, wird die Au • Sil»9 die ersten deutschen Auswanderer Ansang« der dreißiger Jahre durch die mißlichen Verhältnisse ihre« Heimathlande« gedrängt, nach «mertka zogen. und dort soso,« lohnenden Verdienst sanden, forderten fie natürlich ihr- Ang, - gen und Freunde daheim aus, fie mochten ihnen fegen. Damals gab e» keine Ag nteu, von denen die Leute überredet worden waren. Was zu >enet Zelt in9tleine» Maßstabe geschah, wiederholt fich b.« letzt ^S l«' Tag. Der s 114 de« deutschen Strafgesetzbuches bestraft solche, „die e« sich zum Geschäft machen, unter Vorjpiegelung falscher Tha.sachen oder wissentlich mit begründe, ten Anaaben zur AuSwa- derung verleiten !" Aber find e« denn falsche That- s7ch.n7°-«n 'den Leuten gesagt'wird, daß e« m Amerika nicht schwer . , em kleines Besitztum zu erwerbe« oder d«ß der Verdienst dort ein sehr hoh r st Hätten dies die Agenten gesagt, man würde cs ihnen schwerlich geglaubt haben, kber die Anverwa'dien bestätigen e» selbst in ihren Briefen an, Amerikaun deshalb zweifelt Niemand daran. Gerade die Dorangegangenen find er., d,- s Viele nach fich ziehen, nicht blos durch ihr Schreiben, sondern vor Allem durch vecuniäre Unterstützungen. Die wenigsten jener armen Arbeiter aus Preußisch. Poftn, aus Pommern, Mecklenburg oder Böhmen (und diese bilden de» größten Tbeil der AuSwauderer), würden im Stande gewesen fein, W» lhrem ger.ng I iienft, der 5 Sgr. täglich nur selten übersteigt, die Reisekosten zu erübrigen, wäre ihnen nicht von Amerika ausgeholfen worden, sie hatten me an Stu6»™' der» denken können. Die inneren Verhältnisse finde-, durch welche die Leute aus der Heimath getrieben werden; hier der schlechte Verdienst, dort die Angst vor dem Ausbruch eines neuen Kriege-, der Druck der subalternen Beamten, Steuerlasten, das Auftreten d-r Geistlichen k. k. 3et>e f möiiuna hat Amerika Tausende vo« Auswanderern zugefuhrt. Zuerst waren es die Demagogen"rfolgungen, ba« Au-beu.espstem per kleinen Hofe, dann 'am das ^abr 1848 mit seinen gewaltigen Strömen und bald darauf tue Zett iS die so Viele zwang, die Rolle der politischen Flüchtlinge zu spielen. Du AuSwanoerung steigere fich von Jahr zu Jahr. Dan» kamen die g-°tz n ^ g von 1866 uns 1870-71, die Auswanderung erreichte eine nie gefejene «u» s»ei»in fc0ll lm I^hre 1872 allein über Bremen mehr al« 80,000 Auswanderer na» Amerika. In Rücksicht hieraus ist mant bestrebt, dw Berbtn- tunaen mit Amerika täglich zu verbessern und zu -»mehren, und die E ahrung leb-t e« daß der Verkehr fortwährend zunimmt, je mehr tote SoMiunicatton« “USiSÄ™ «-i"1 Deutschland. Darmstadt, 8. Febr. Dell beiden Kammer» der Staude sind durch Großh. Ministerium des Innern drei Gesetzentwürfe: 1) dir innere Verwaltung und die Vertretung der Kreise und der Provinzen detr., 2) die Städteordnung, 3) die kandgemeindeordnuvg vorgelegt worben. Die Stäbteordnung bestimmt zuvörderst, daß sie für alle Gemeinden von und über 10,000 Seelen Geltung hat. Für Gemeindea von 3000 bis 10,000 Seelen kann sie von der Regierung für anwendbar erklärt werden. Die Stabt- gemeinde zerfällt in eine solche im wetteren Sinn, zu der alle Einwohuer, und in eine solche im engeren Sius, zu der alle Ort-bürger gehören. Die Stabt ist zu statutarischen Anordnungen befugt. Der Stadtvorstand besteht aus de« Bur- germeister und der Stadtverordnetenversammlung. Die letztere muß zur Hälfte aus der höchstbesteuerten Hälfte der Wählbaren gewählt werden und besteht in Stadtgemeinden ton 3000 bis 4000 Seelen aus 12, von 4001 bis 10,000 Seelen aus Iß, von 10,001 bis 20,000 Seeles aus 18, von 20,001 bis 30,000 Seele, aus 30, von 30,001 bis 60,000 Seelen aus 36, und über 60,000 Seelen aus 42 Mitgliedern. Die Wahl erfolgt auf 9 Jahre; ei» Dritttheil scheidet alle drei Jahre aus. Stimmfähig find: 1) alle tn der Gemeinde wohnende Ortsbürger, 2) alle männlichen Einwohner, welche die deutsche Reichsangehörigkeit besitzen, und welche seit zwei Jahren ihre» Wohnsitz in der Gemeinde habe», jedoch unter der Voraussetzung, baß sie zur Zett der Wahl 25 Jahre alt find und seit einem Jahre Einkommensteuer zahlen. Jeder Stimmberechtigte ist wählbar. Die Abstimmung geschieht durch Stimmzettel. Der Bürgermeister wird von den Stadtverordnete» gewählt, sein Amt dauert sechs Jahre. Neben ihm werden zwei, oder wo es das Bedürfniß erfordert, mehrere Beigeord- nete durch die Stadtverordneten gleichfalls auf sechs Jahre gewählt. Burgerum- ster und Beigeordnete find die MagistratSpersonen; jener kann immer auf Lebenszeit gewählt werden, letztere dann, wenn fie besoldet sind. Als Beigeordnete können nur solche Personen gewählt werben, welche hessische Staatsbürger und in der Stadtgemeinde stimmberechtigt, bezw. zum Stadtverordnete» wählbar sind. Zum Bürgermeister dagegen kanu, die übrige» Eigenschaften der Wählbarkeit vorausgesetzt, ein Manu gewählt werden, welcher weder in der Gemeinde wohnt, noch daselbst Ortöbürger ist, sondern nur das Staatöbürgerrecht des Großherzog- thums besitzt. Der Bürgermeister muß überall besoldet sein. Die Wahl des Bürgermeisters und der Beigeordneten bedarf Allerhöchster Bestätigung. Die Stadtverordnetenversammlung beschließt über alle Gemeindeangelegen, heiteu, die nicht dem Bürgermeister überwiese» find. Ihre Sitzungen find öffentlich. Sie beschließt u. L. über die Benutzung des Gemeindevermögens. Die Genehmigung der Aufsichtsbehörde (KrelSverwaltungöbehörde, Ministerium) ist erforderlich zur Veräußerung von Grundstücken, zur Veräußerung oder wesentlichen Veränderung von Sachen, welche einen besonderen wiffenschaftliche», historischen ober Kunstwerth habe», namentlich von Archiven und zu Anleihen. Der Bürgermeister hat als OrtSobrigkeit uud Gewriudevervaltnngsbehörde die Gesetze und Verordnungen, sowie die Verfügungen der ihm vorgesetzten De- Hörden auSzuführe», die Beschlüsse der Stadtverordneten-Dersammlung vorzubereiten und, sofern er dieselben nicht förmlich beanstandet, zur Ausführung zu bringen, die Gemeinde-Anstalten, die Einkünfte und das Eigenthum der Stadtgemeinde zu verwalten und dieselbe »ach Außen zu vertreten. Er hat ferner die Handhabung der Localpoltzei, sofern dieselbe nicht Groß herzoglichen Beamte» übertragen ist. vermöge der Geburt ist jeder großjährige Hesse berechtigt, Ortsbürger an dem Ort zu werben, wo sei» Vater zu der Zeit, wo er dieses thun will, das Ortsbürgerrecht besitzt oder als Ortsbürger gestorben ist. Jeder Großjährige, welcher tn Gemäßheit des Reichsgesetzes vom 1. Juni 1870 die Staatsangehörigkeit in de« Großherzogthum befitzt odrr durch Aufnahme erworben hat, ist be- rechtigt, da, wo ihm bas Recht, Ortsdürger zu werben, nicht verwöge der Geburt zusteht, die Aufnahme als Ortsbürger zu verlangen, verweigeruugsgründe dieser Aufnahme find: wen» er entweder den Ruf einer guten Aufführung nicht hat, oder »ach menschlichem Ansehen sich rechtlich zu ernähren nicht iw Stande ist. Die Einführung, Aenberung oder Aufhebung iudirecter Abgaben, wie Octroi, Marktstandgeld und vergleiche», sowie die Etnsührnug ober Erhöhung von Gebühren ober Ausschlägen für die Benutzung geweinheitlicher Anstalten erfordern Genehmigung drS Ministeriums b«S Innern. Richt minver ist die Genehmigung des Ministeriums des Inner» erforderlich zu Erhevuug von Umlagen, die »ach dem Steuerfuß ausgeschlagen »erde». In Städte» von 10,000 ober mehr Einwohnern, wo die Stadtverordneten- Dersammlung darauf auträgt, kann mit Genehmigung des Ministeriums des Innern die städtische Verfassung mit collegialischem Magistrat, welcher die Obrigkeit der Stadt ist, die städtischen Gemeiudeallgelegenhettrn verwaltet und au der Vertretung der Stadtgemeinde »ach Außen, deu Behörden und den Einwohnern gegenüber, Thetl nimmt, eingerichtet werden. Der Magistrat besteht aus dem Bürgermeister, den Beigeordneten als dessen Stellvertretern, einer Anzahl von Stadträthen uud, wo es das Bedürfniß erfordert, noch aus einem ober mehreren besolbeten Mitglieder». Es gehören zum Magistrat in Stadtgemeinden von 10,000—20,000 Einwohnern 4 Stabträthe, in Stadtgemeinde» von mehr als 20,000 Einwohnern 6 Stabträthe. lieber die Nutzungsrechte der Ortsbürger am Gemeindevermögen entscheidet im Wesentlichen die bisherige Gesetzgebung. Die Landgemeinbeorbnuug enthält gleichermaßen die Trennung der Gemeinde in Einwohner und Ort-bürger und das Recht zu statuarischen Anordnungen. Bürgermeister und Gemeinderath bilden den Gemeindevorstanb. Letzterer wirb von ben OrtSbürgeru auf 9 Jahre gewählt, alle drei Jahre tritt ein Drittiheil aus. Stimmfähig sind auch hier alle Ortsbürger, wählbar jeder Stimmberechtigte. Dem Bürgermeister stehen Beigeordnete zur Seite. Diese und jener werden durch den Gemeinderath gewählt und durch die Auffichts- (Krciöverwaltungs-) behörde bestätigt. Sie brauchen be» Geme:nderath nicht anzugehören, wüffrn aber «iS Gemeinderathsmitglleber wählbar fein, und ihre Aewter sind Ehrenämter. Soweit die Verhältnisse dieselben find, find die Bestimmungen der Landgemeinde- orvnung mir denen Der Städtcordnung gleichlautend. Belbe Entwürfe sind von Motiven begleitet. Darmstadt, 8. Februar. Die Großycrzvgiichen Ministerien des Großh. Hauses und des Aeugein, des Innern und der Ftnanzen Haden Den Stauden den mit der Kömglrch Preußischen Regierung am 28. December 1872 abgeschlossenen Staatsvertrag wegen Erbauung einer Eisenbahn von Mainz über Wiesbaden zum Anschluß an eine Eisenbahn von Frankfurt a. M. durch das Lorsbachtbal über Eawberg zur Lahnthalbahn Oberlahnstein-Wetzlar durch die hessische Ludwigs- eisenbabngesellschaft zur Ertheilung der ständischen Zustimmung vorgelegt. Darmstadt, 8. Febr. Die Wahlen zur evangelischen Landessynode sind in dieser Woche vollzogen worden und, soweit bis jetzt bekannt, freisinnig ausgefallen, obwohl vielfach eine unerwartet hartnäckige Opposition austauchte. Im Decanate Darmstadt ist Stadtpfarrer Ewald und Abvocat Olp, in Groß-Gerau Pfr. Leist und Fabrikant Engelhardt gewählt, in Oppenheim ei»e Wahl wegen Mangels der absoluten Majorität der Stimmen nicht zu Stande gekommen. — Die Arbeite» des Finanz- und des gesetzgebenden Ausschusses schreite» voran. In der Besteuernngssrage hofft »an eine Herabsetzung der Grundsteuer und Verwandlung der Weinsteuer durchzusetzen, etwaige Ausfälle durch eine Vereinfachung der Verwaltung ersetzen zu könne». Der Entwurf der neuen Geschäftsordnung ist mehrfach diScutirt, eine Einigung aber noch nicht erzielt worden. — Am 8. Februar findet der vielbesprochene, von Prinzessin Alice veranstaltete Maskenball in den Räumlichkeiten der vereinigte» Gesellschaft statt, der den Hof mit dem Bürgerthum unauflöslich verbinde» soll. Diesmal sieht nicht blos die tanzlustige Jugend dem Abende mit einigem Bangen entgegen. Voraussichtlich wird Alles in «ngeheuerer Heiterkeit verlaufen, zumal ein eigenes Ritterkorps die Ordnung in den Turnierschranken aufrecht zu erhalte» berufen ist. — Den Geologe» der Rachdarschaft fei noch bemerkt, daß die hiesige Actien-Ziegelei-Gffellschaft bei ihren Nachgrabungen in einer Tiefe von 60 Fuß ans MeereSablagernugen aus der Terttärzeit mit Eonchylien gestoßen ist. So dienen die Herren Gründer auch unbewußt der Wissenschaft. Berliv, 5. Febr. „Germania" und „Köln, volksztg." veröffentliche» gleich, zeitig die „Denkschrift des gejammten katholischen EpiScopatS tm Königreich Prenßen", dem StaatSministerium von den Erzbischöfen von Köln und Pose» zugleich im Ramen und Auftrag aller übrige» Bischöfe des Landes vorgelegt am 30. Januar 1873. Eine Adresse der Bischöfe an den Kaiser circulirt noch gegenwärtig. Die Schlußsätze der Denkschrift, oder richtiger des Protestes der geistlichen Hochwürdeuträger lauten wörtlich: „Im Frieden zwischen Staat und Kirche beruht das Heil Beider und der gefammte» Gesellschaft. Die Bischöfe, der EleruS und das katholische Volk find nicht staats- und reichsseiudlich, fie find nicht unduldsam, nicht ungerecht und gehässig gegen andere Eonfessiouen. Sie verlangen nichts sehnlicher, als mit Allen tm Frieden zu lebe». Nur Eines fordern sie, daß man fie nach ihrem Glaube», von dessen Wahrheit und Göttlichkeit fie durchdrungen sind, ruhig und sicher leben lasse, daß man die Integrität ihrer Religio» und Kirche und die Freiheit ihres Gewisses nicht antaste, und fie find fest entschlossen, diese ihre rechtmäßige Freiheit und auch bas kleinste ihrer kirchlichen Rechte unerschrocken und standhaft durch alle rechtmäßigen Mittel zu vertheidigen. Aus innerster Seele aber müssen wir im Interesse des Staates sowohl als der Kirche die Lenker des Staates und Alle, welche auf Staatsangelegenheiten Ein- flaß haben, bitten nnd beschrvören, von dem unheilvollen Wege, de» man ringe- schlagen hat, zurückzutreten, der katholischen Kirche und ihre» nach vielen Mil- lione» zählenden Bekenner» im Königreich Preußen und im Deutschen Reiche den Frieden der Rechtssicherheit und der allgemeine» Freiheit zurückzugeben und un» nicht zwangsweise Gesetze aufzulegen, deren Beobachtung für jede» Bischof unvereinbar mit den von ihm beschworene» Amtspflichten und für ihn sowohl als für jede» Priester uud für jede» Katholiken mit dem Gewisse» i» Widerspruch, moralisch unmöglich iß, dere» gewaltsame Durchführung aber namenloses Unglück über unser treues katholisches Volk und unser geliebtes Vaterland bringen würde." Wir kommen auf die Denkschrift mit Nächste« zurück. Berlin, 7. Februar. Die Einleitung des Disciplinar-Verfahrens gegen den Geh. Ober-Reg.-Rath Wagener steht unmittelbar bevor. Kassel, 8. Febr. Gegen den suspendirten Metropolitan Vilmar (Melsungen), welcher auswärts Gottesdienst gehalten, ist eine gerichtliche Unterfuchunz (§. 132) eingeleitet. England. London, 7. Februar. Oberhaussitzung. Auf Anfrage des Earl of Carnarvon betreffs des „Murillo" bedauert Lord Granville das Nichtvorhandensein eines Auslieferung-Vertrages mit Spanien und verspricht die Vorlegung der bezüglich dieser Angelegenheit geführte» diplomatischen Eorrespoudenz. England betreibe eifrig deu Abschluß solcher Verträge, und die diesbezüglichen Verhandlungen seien mit Dänemark und deu Unions-Staaten bereits weiter vorgeschritten. — Im Unterhause erklärte der Staatssekretär des Ministeriums des Jauern auf eine Anfrage des Esquire of Brady bezüglich des Pastors Dr. Hessel, daß es ihm unmöglich fei, die Iniative zur Milderung der ParlamantSacte vom Jahre 1865 über die Behandlung der Gefangenen «ährend der Haft zu ergreifen, sprach aber die Hoffnung aus, daß die Richter die der Humanität entsprechenden Maßregel» amvenben würden, nachdem die öffentliche Aufmerksamkeit fich diesem Gegenstände zugewendet babe. Häufig ist man in der Lage irgend ein Offert, Gesuch oder sonstige Willensmeinung in den Zeitungen zu veröffentlichen, befürchtet jedoch aus naheliegenden Gründen eine Verletzung der Discretion. Die bekannte Annoncen Expedition von RudolfMosse, Centralbüreau Frankfurt a M., hat sich den ehrenwerthen Ruf erworben, alle ihr zur Besorgung an die Zeitungen zu gehenden anonymen Inserate mit strengster Geheimhaltung der Ramen der Auftraggeber in jedes gewünschte Blatt einzurücken und die hierauf eingehenden Offertbriefe uneröffnet und ohne Provisionsberechnung dem anonymen Inserenten ungesäumt zu übermitteln. . m , Welches Vertrauen genannte Annoncen-Expedition tm Publikum gemetzt, beweisen hinlänglich dieJnseratenspalten aller Zeitungen, welche täglich eine Menge von Anzelgen enthalten, worin obige Firma zur Entgegennahme von Offertbriefen autoristrt ist. Recht kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. Meine Niederlage davon in der Expedition des Gießener Anzeigers empfehle ich iu 8 fl. per Dutzend, 4 fl- per halbes Dutzend und 4o fr. per Glas gehorsamst 6 ______________Johann Maria Farina in Köln. Frachtbriefe für die Mam-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhesstsche Eiseltbahn, sorvie sämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Martt. "" let Pjankf- Saßk ErtnkL Verta Wten B&nkact- Oct. Oredlt««1 golden 247'/: 8. feto«“ K“*' ' Ä . «'OV 0'- <•/, - » " 3*/iü/o ' * ' 10/fl 066 papierrei 'M soll auf dem hi arbeit M Unt Mn dem Neuste dirholt versteig' Sieben, den Großh erzoglic Holz in dem Dom Donnerstag werden in der thermal), Ha ferkaute, Schi Holzart bche Eichen 11 Nadelholz 48 eichene timeter T Länge mi 88 Nadelst ter Dur Länge mi 39 Nadelst ter Durch' mit 4,49 2 Raummeter Die Zusami 9 in dem Gießen, den Großherzogliä In (608) Ho! tu der für । 6öY Mo, Mvr soll in dem Hohensolms stergert werd 29 Raumr 82 ZDellm 222 stackes von U und <138,99 230 Ctück Hopses »S i,. * starke Astnie c Nme Ri ****** Lg-ansrsTO. k. 3. 100 k. ©eidteorten. fi. sl. er. Er. Friedrdor 9 57%—58% Pistolen . 9 39 — 41 169V, 1864r Düsseldorf. (562) 5 21 Raummeter Wagner. von Emil Fischbach 8. 104% 8. 175 8. 933/a 8. 86% 8. 105 88 11 4 97 25 92 3320 800 2300 92% 1073/4 107% 107i/2 Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disoonto Cöln-Gießencr Eisenbahn. empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. k. 8. k. 8. m. 8. 1. 8. 4% Gießen, Seltersweg, etliche» gleich, i™ Königreich uflb Pose» zu« vorgelegt an rt noch gegen« irsttr der geist, iaat ub Sirche löse, btt dltiui 1 Rnb nicht VN« Sie bedangen ite sorbern fie, chkcit fie durch- t ihrer Rtligioi t ßab fest ent- hrn kirchlicheil ju vertheibigtn. onohl als der iflti>titti Ein« bei nai tilgt» ach vitltn Mil« scheu Kelche den ngedti uib ui« Bischof unver» [owofcl al« fir derspruch, »o* nilvst« Uiglüd bmgrn würbe." hrei« gtgc» du Ziliar (Mklsun» he UntersuchioS Eichen- „ _ Buchen-Prügelholz, Eichen- tf Nadel- „ Buchen-Stockholz, Eichen- „ Eichen- , Nadel- Aspen- H Buchen-Stockholz, Eichen- „ Die Material-, Jarb- und Colonialwaaren- Handlung und Niederlage natürlicher Mineral- brunncn 23 Meter Länge, . 77 Stück Eichcn-Stangen, zu Wagnerholz sich eignend, von 13 bis 25 Cenllme- ter Durchmesser und 2 bis 8 Meter 5% östr. 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Präm.-Anl. 116% 40/0 badische Loose 114 Badische fl. 35 Loose 72% Oestr. 6 250 v. 1854 94 1858r Prlorltätelooee 209 1860r Loose 97 ZA ‘ am Feilgebotenes. 327) Feinste Gothaer Cervelatwursi empfiehlt Emil Fischbach. ^reitaa den 14* d. MtS. in den Districten Schweinsheege, Waldwre- senkopf und Hildenbrand Brennholz: Buchen-Prugelholz, 1900 „ Nadel- „ meistbietend versteigert werden Groß-Buseck, am 7. Februar 1873. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Groß-Buseck. - doppelte 9 39 — 41 HoU.fi. 108t. 9 52 54 Ducaten . . 5 31—33 I 20 Frankenst. 9 20i/z—21% ßngl. Sover. 11 47—49 Rnss. Imper. 9 40 —42 Dollar in Gold 2 25—26 700 „ Vorwuchs- „ E Der iedesmalige Anfang und die d B sammenkunft beginnt um 8'Uhr Morgens | au den genannten Tagen am Fußpfad vo B Lich nach Ettingshausen. Wir bemerken, 1 daß das Holz von bester Qualität und S kaum eine Viertelstunde von der Staats I straße gelegen ist. Nieder-Bessingen, den 8. Febr. Io7o. | Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder- > Bessingen. Roth. o „ „ Nadel- „ 5400 Wellen Buchen-Reisholz, Eichen- „ tl,( J t guftrdfl' QütotUOVggsss Dienstag den 18. d. Mts.. Morgens 9 Uhr anfangend, in dem District „Buchenberg, zunächst Altenstädten, versteigert: 1 Raummeter Tannen-Prügelholz, 1870 Wellen Eichen- und Tannen-Reisholz, 555 starke Fichten - Stangen, mit 41,81 Meter, zu Sparren und Leiterbäumen geeignet. Lobensolms, am 7. Februar 1873. Holzversteigerung. 637) Donnerstag den 13- d. M-, von Morgens 9 Uhr an, sollen im hiesigen Gemeindewalde, District Hoherberg: 20 Stämme Eichen - Bauholz mit 9,41 Cubikmeter, 57 Stämme Nadel - Bauholz mit 18,88 Cubikmeter, 8 Stämme Buchen-Werkholz mit 7 Cubikmeter, 30 Nadelstangen, 337 R -Meter Buchen-Schewholz, Holzversteigerung. 649) Im Nieder - Bessinger Gemeinde- waldc kommen , u Donnerstag den 13. und Freitag den 14. d. Mts- . nachverzeichnete Holzsortimente zur Versteigerung, und zwar Donnerstag den 18. d. MLö. im District Hildenbrand Bau- und Werkholz r 224 Stück Fichtenstämme von 15 bis 55 Zentimeter Durchmesser und 12 bis Holzversteigerung in der fürstlichen ^Oberförster-. Hohensolms. 651) Montag den 17. d. Mts., Morgens 9 Uhr anfangend, soll in dem District „Eichelsberg,^ zunächst Hohensolms, nachstehendes Gehölz ver- f,e2°9C««ummder Bu-h-N' und Tnnn-n- Prugelholz, 09 Buchen-Stockhol-, 2800 W-ll-n - und 10 bis 20 M-t-r LSng°, mit Hopfenstangen und Gartenzaunen ge eignet. Alsdann wird Ila ibtr l’l'St. ’ "°«> ß°d in ,au Wr. 8,1» Die Ar- 3h ter ^"valldlung ,Un8 btr Btr« ,U99 ist N-hr. ,mL8' Februar n Butgtrthu, e 3ufltnb bt« n ""geheuertt taraitr. ^°chbarschaft b Rt^rabun« kekliätztit mit uibteujt btr Versteigerullgen. 623) Mittwoch den 12. b. Mts. Vormittags 9 Uhr, _ h fntt auf dem hiesigen Rathhaus die Hand - nrbeit tur Unterhaltung der Straße zwi- kchcn demNeustädtcr- und S-lt-«h°r une- derholt versteigert werden- SMwlSÄ«-. Vogt. ____ ' 22. Februar er., Nachmittags 3 Uhr, «n Ort und Stelle meistbietend verpachttt ÄSSSÜSSÄ«. Holzversteigerung. Donnerstag den 13. Februar l. I-, Vormittags von 9 Uhr an, fallen in dem hiesigen Gememdewald, Dlftricr Röderivald und Struth w 26 Raummeter Eichen-Prugelholz, 6 „ Nadel- * q Eichen-Stockholz, 33 „ Nadel* n 750 Wellen Buchen-Reisholz, 4750 „ Eichen- 1475 „ Nadel- „ Struth an htXÄÄ 7. Februar 1873. , , ' »roßh-rjoglich- Bürgermeisterei M-Buse^ Wagenbach. lbDÖ Holzversteigerung in d°m D°m°m°w°lde^d-r Obersorsierei DistrittsLiwngen Jün- Eicken 18 Y 24 600 ’Ä."»»»; 88 ”unb 7-15 Meter terDurchmesfer und 6-12 Meter r-angc mit 4.49 Cubikmeter, 2 Raummeter Eichennutzscheidh z- Die Zusammenkunft ist practs 3 9 Uhr Morgens in dem District Günthertzgrab. Schwär,, (608) Forstaecelstst.__ 6«1 °s 6«' $o,li|u«8 c" 'tiirt wM* Dr. H'1’*.*• l«tl< ft >n il tiiH1.1’1’ »feil ß» * Thcc, Vanille, Chvcotadc; Rum, Arrac und Cognac. Malaga, Madeira und Sherry, Punsch-Essen^ze und feine holl. Liqueure. Eingemachte Früchte, als: AnnanaS, Johannisbeeren, Aprtcosen, druffe, Reineclauden, Pfirsiche. Condensirte Milch. I LiebigS Fleischextract. Rudolf Rosse in Frankfurt a. R. Ferner domiclirt: .. , , Berlin, Breslau, Dortmund, Halle, Hamburg, Leipzig, München, Nürnberg, Prag, Wien, Stuttgart, Strassburg, Zürich. Bsfiriciier Agent jämmtlicher Zeitungen des In- und Auslandes. Alleiniger I ns ernten - Pächter de. „Kl»dderOd»tseh“, der „Fliegenden Blatter“, des „Figaro ” in Wien. Alleinige Annoncen - Regie „Feierabend des Landwirths“, Frankfurt a. M„ 6 ' " b „Beobachter“, versendet den soeben in I. Auflage erschienenen completten Zeitungs - Catalog an alle bedeutenden Inserenten auf Wunsch gratis und franco. Nadel- Wellen Buchen-Reisholz, „ Eichen- „ w Naoel- « Würfelzucker und feinst gest. Raffinade. Q- Korkslopfen in allen Sorten. Bad-, Fenster- und ® Pferdeschwämme. 'Ä Julienne (getrocknete ^ranzosensuppen- g IohanniSbeeren- und r Himbeeren-Gelee. V;\ Weelieel« Amsterdam k. 8. 98% Feinstes Slhwcmcslhmch, Ld'u"b^kr..°mpfichü ^schb-ch. Bordeaux-Medoc 18ö8r, rein und unverfälscht, per Flasche 54 fr., emvsteblt Ed. Lind, Hofconditor^ NB. Bei Zurückgabe der leeren Flaschen wird per Stück mit 6 fr. vergütet. (421 Börsennftchrichten. 8. Februar 1873. Preuss. 41/aO/o Obllg. 103% Frankf. 3%% Obi. 87% Nass. 4%% ObL 100 Kurhess. 4% n 04 /g Ör. Hess. 5% Obi. 101% » „ 40/g „ 98% . W 3%% w - Bayer. 5% * 10] R 4% % Ijähnge 100 40/0 1jährige 93% Würtemb. 4%% 0dl. 100 Baden 4%%Obl.c.E. L. 103% Oesterr. düberreute 67% Papierrente 631/? ÖpaJiior, neuest. 3% 26j/8 Amerlk. Bonde 188lr 100% B 1882r 95% _ 1885r 97 ’ „ 1887r 98% Wien. Frankf. Sank 142% Frankf. Vereins-Kasse 152% Darnist. Bankaot. 475 Wien Bankactien 1056 Oest. Oreditact. 357% Galizien 247)/z_______ , Neisstärke. Caviar, ti Sardine® » rbuile, $ Ruff. Sardinen, K Sardellen, Rennaugen, B Hummer in Dosen, H Cervelatwurst. Emmcnthaler und Parmefankäfe. K Ital. Maccaroni, p; Eiergemüfenudeln. 1 —"---- s (654) Mr. 3S. Nur •irlii wenn. ieder ToPf untenstehende Unterschriften trägt und auf der Etiquette L1U1 dvlll der Name J. v. LIEBIG, in blauer Farbe anfaedrnnkt ist. 653) der Name J. v. LIEBIG, in blauer Farbe aufgedruckt ist. Herrn von 99 99 Zu haben in Giessen bei den Herren: (IM Die if n der Ananaserd- erlaubt sich hiermit (499 X3 Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. 78,430000 19,385000 3,570000 1,430000 -Mm Osmm E. Merck in Darmstadt. Ang. Bennert in Köln. C. Krieger & Comp. in Coblenz. G. B. Apel in Schweinfurt. Thlr. If Niederlage des ächten Liebig's-FleischextractS von der Fray - Bentos - Compagnie in Südamerika. Lager in Bordeauxweinen, Mousseux und achtem Champagner, Madeira und altem Malaga, direct bezogen, Sherry, Portwein und Tokaycr, verschiedenen Sorten Rheinweinen. Feinste Göttinger Mettwurst, Gothaer Cervelatwurst und Schinken, geräucherter Speck und Schweineschmalz. entspricht. Ende 1872 betrug: der Versicherungsbestand der Gesammtfonds , cercn, Reineclauden, Pfirsiche, Russe, Aprikosen, Kirschen, Birnen und Pflaumen, Zwetschen, Traubengelec, gedörrtes Obst in Brünellcn, Türkische und Bamberger Zwetschen, Kirschen und geschälte Acpfel. Tafelmandeln, Tafelrosinen, Tafelfeigen,, Sardine# a l’kuile, Rufs. Sardinen, Neunaugen, Trüffeln, Champignons, Hummer in Dosen, AnanaS zu Bowlen, empfiehlt Em i l F (329 ischbach. bestens zu Emmenthaler und Rahmkäse in Stanniol, Kräuter- und Limburger, sowie Parmesankäse. Lkbensversicherungsbank f. D. in Gotha, gegründet 1827. 650) Die älteste und größte Lebensversicherungs Anstalt in Deutschland, welche mit dem Vorzüge unbezweifelter Sicherheit denVortheil ungemein e r B i l l i g k e i t der Versicherungskosten verbindet, hat sich im Jahre 1872 außerordentlich günstiger Geschäftsergebnisse zu erfreuen gehabt, indem der Zugang an neuen Versicherungen nicht weniger als 8,275300 Thlr. betrug, die Sterblichkeit unter den Versicherten aber um mehr als 200,000 Thlr. hinter der rechnungsmäßigen Erwartung zu rück blieb. Dies sichert den Theilha- bern der Bank für das entsprechende Jahr eine reichliche Dividende, deren seit 1834—1872 überhaupt 10,700000 Thaler ausgezahlt worden sind. Auf die 1868 eingezahlten Prämien werden 1873 an die Versicherten 727,156 Thlr. zurückgegeben, was einer Dividende von 33 Procent Mannheimer Haupt-Pferde- und Rindviehmärkte Cacoigna feinstes eMöltes Cacaopulver in Büchsen, Chocolade und Malz-, Rettig-, Brust- und AlthebonbonS, Blockchocolade, per Pfd. 28 fr. empfehlen. Levante- und Zamoica- Vadeschwämme, Stearinkerzen. im Frühjahr 1873, mit zwei Verloosungen — Pferden, Wagen, Rindvieh, Reit- und Fahrrequisiten, gewerblichen Gegenständen rc. Erste Ziehung am 2. April 1873, Zweite Ziehung am 7. Mai 1873. Iedeö Loos kostet st. 1 und berechtigt jur Theilnahme an beiden Verloosungen. Wicderverkäufer können erhalten 110Stück Loose gegen baare Entrichtung von 100 fl. von unfern Cassirer Herrn Fr. Nestler dahier. (890) Das Nähere besagen die Programme. Der landwirthschoftliche Bezirksverein. JTlowssieende Weine. von Gebrüder Höhl in Geisenheim, Verkauf bei Emil Fischbach, Seltersweg. Mouss. Rheinwein, schwarz Ctiquett, per Flasche fl. 1. 30. * » weiß „ „ „ w 1. 48. „ Geisenheimer, rosa „ „ „ „ 2. — Bei Abnahme von 12 Flaschen Iretcn ermäßigte Preise ein. 635) Einen braven Jungen sucht in die Lehre Ernst Möser, Schuhmachermeister. Feinste Göttinger Cervelatwurst (Mettwurst) per Pfd. st. 1. 12 fr. „ Gothaer Cervelatwurst per Pfd. st. 1. 4 fr. empfehlen I. A. Busch Söhne. (392 Gesucht: Ein Lehrling für ein hiesiges Engroi- Geschäft verbunden mit Detail, pr. 1. März oder auf sogleich. Näheres in der Erped. dieses Btattes. (535 ,/| , 444) Von Bremen nach Newyork wird am , /X tMJ . Donnerstag b.7VM eine gtutinja WkNv dir Ri und eine gern Aufgabe stellt santks Gtstch Ätnchtsdasa^ Entrvurfs; ii zu finden seit Aiirvaltschaft, dis Mendem richte, auf dii Drönung |B , (o! hngs in tu ^ieß für fich Wischen Z« Msiftng un 1*1« über di 6ti ^'flirgeni 118 31 vver nach ^ktoljabkbr- "chtsgelehst fallt. 2j 1 fallen in d ^vffengetii üb, L-rife Anfrage. L. . . wo fleckst Du? In der Spiuustube. So ??? Ei. Ei. Ei 656) Einen gewandten Bierjungen sucht __________Georg Dörr, Kirchenplatz. 657) Ein braves Dienstmädchen kann sogleich eintreten. Neue Anlage C. 25. Dellcatessen - Handlung Theelager Kaffee von der englischen Theecompagnie in Mocca, Menado, Perlceylon, m Souchong. Congou, Pecco, Ceylon, Java und I^a «uayra, Pecco mit Blüthen, Hayfan und sowie frisch gebrannten. Imperial, in */<., V4 und '/r Packung. Vanille. AechtenMaccaronis, Eierg ntüse-und Eierringelnudeln, feinsteKönigSreis- stärke, Tafelmandeln, Gelatine und Tafelrofinen, Würfelzucker und feinst gestoßene Raffinade. «!* h»< ift «d., Attil R M, Q'i r>"-t «t,®;b,# o. ;>S ps «IS Vermischte Anzeigen. 641) In ein hiesiges Detail- Geschäft wird per 1. März oder spätestens bis Ostern ein Lehrling gesucht. Au erfragen in der Erpe- dition d. Bl._______________’__ Cb Jede» Bandwurm entfernt binnen 3 bis 4 Stunden vollständig schmerz- und gefahrlos; ebenso sicher beseitigt auch Bleichsucht und Flechten und zwar brieflich Voigt, Arzt zu Crop- penftedt (Preußen). (193) J. A. Busch Söhne, Apotheker Dr. Laubinger, Emil Fischbach, Apotheker Dr. Mettenheimer. In Wetzlar: K. Waldschmidt. (147) die Jahreseinnahme an Prämien und Zinsen . . . . die Summe der 1872 ausbezahlten Sterbefälle .... die Summe der seit dem Bestehen der Bank ausbezahlten Sterbefälle............. 26,500000 Versicherungen werden durch unterzeichnete Agenten vermittelt: in Gießen durch Buchhändler A. Nicker, in Büdingen, durch Ortseinnehmer Louis Hohler, in Lich durch Lehrer H. K. Walz, m Marburg durch Oskar Ehrhardt. VermiethmMn. 22) Eine neu eingerichtete freundliche Wohnung, 3 Zimmer, Küche, großer Boden, Bleichplatz, zu vermiethen und gleich beziehbar. _______________Emil Pist0r. 285) In unserem Nebenhause am Kreuz ist der Laden mit Wohnung zu vermiethen und bis zum 1. April beziehbar. I. A. Busch Sohne. 655) Ein möblirtes Zimmer ist auf sogleich zu vermiethen bei W. Hilgardt's Wittwe, Neuslädter Thor. Boschen!Iisil’s Fleisch-Extract. V4 Pfd. von diesem Fleischextract ergiebt 115 Tassen. Verkaufs-Preise in Töpfe von: Vi Pfd. 1/2 Pfd. y4 Pfd. 1 Pfd. fl. 4. fl. 2. 15. fl. 1. 18. 42 fr. Julius Wallach. (247 Französische Liqneure, Holländischen Eingemachte Früchte, Genever, Absynth, feinstes Kirsch- beeren, Stachelbeeren, T wasser, Rum de Jamaica«,. Arrac und Cognac, Hamburger Magenbitter, Ananas , Portwein-. Burgunder-, Rum- u. Arrac-Punsch- esscnze, vom Hause des Herrn J oh. Adam Röder in Düsseldorf und Cölm Engros-Lager bei den Correspondenten der Gesellschaft: