r, '^enplatz, aper, n Tiehen. 2»rribtisch 9lr. 71. Sischb-^ kommes üufen. ■Bild) « Sandgasse wb Schwan iolonceli, Kindern ge- :n- Offerten ^eral'Agentur Heidings- iiüo^net her ib5 8 Uhl, mnng einer betr. $ev rn, t Gichen. )Ct mite. reten durch förderung M SertaufaeW iu einpfeblui jdÄunß i® häufe. 9f. 3- Stott Nr 32 ■ ein W Lhnes^a n§. ErzählM 7 - 3" eins Ilintüche- ^ ■ Ih? von üran! I spotionaliesti^ ■. danfeier am * yu^anblunfl/ litftr- . J ir «Preis vierteljährig 1 fl. 12 kr. «it Bringerlvhn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fi. 29 kr. Gießener An)eigtr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Cauzletbsrg, Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kressen. Nr. ^"Dsnllerstüg den 9. Octodcr " ™ —äSig. Amtlicher Theil! B e k a n n t m a ch n n g. tragen ÄÄSUÄ W “* “*“* ®^o8l. Beigeordneten Nikolaus daselbst über- Gießen, am 6. October 1873. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ____ v. Röder. politischer Th eit. das Gesetz in Scene gesetzt worden, und es sind namentlich ärgst'guug ihres Gewissens, als sei die Religion in Gefahr, in diese unpatrio- tlsche und künstlich erzeugte Gegenströmung gezogen worden. „Die große Mehrheit der Bevölkerung des Großherzogthums Hessen und besonders die gebildeten und urtheilsfähigen Männer des Landes haben die Vorlage der Negierung für das neue Schulgesetz und die Zusatzbestimmunaen deK zweiten Kammer mit freudiger Genugthuung begrüßt, weil dadurch die Msglichkeit gegeben ist, unser seit vielen Jahren arg vernachlässigtes Volks- schulwesen der Besserung zuzuführen und weil einer fremdländi chen Partei die Macht benommen wird, im Namen des Staates die hessische Jugend geistig nie^erznhalten, ihr confesstonellen Haß einzuimpfen und sie entnationalisiren in ihrer Gesinnung. 1 In Folge dessen halten wir es für unsere Pflicht,^sowohl mit Rücksicht auf die Jugend unseres Landes, als auch auf den geistigen und sitilichen Aufbau des Deutschen Reiches und dessen inneren und äußeren Frieden zu erklären, daß wir vollständig einverstanden sind mit dem neuen Schulgesetze und allen Bestimmungen, welche die zweite Kammer der Regierungs-Vorlage bcigefügt hat. Besonders aber erklären wir, daß die Bestimmung, „die Mitglieder kirchlicher Orden dürfen keine Privatschule errichtens für durchaus nothwendig, sowohl ans rein sittlich pädadogischen, wie aus nationalen Gründen. Wir beweisen dies durch Anführung derjenigen Lehrsätze aus der Moral- theo.ogie des Jesuiten Gury, welche, wie allgemein bekannt, als sittliches Lehrbuch für die Weltgeistlichen, wie als Norm für die Klostergeistlichen seit Anfang der fünfziger Jahre in der Diöcese Mainz eingeführt worden ist. Meineid erlaubt. § 228. Es ist erlaubt, sich zweideutiger Worte zu bedienen und unter geheimem Vorbehalt zu schwören, wenn aus den Umständen hervorgeht, daß man etwas derartiges sagen und beschwören wolle, als man wirklich sagt und beschwört und wenn es sich um etwas Wichtiges handelt. ' JSiefcfW klaubt. Seite 70 tzwird den Dienstboten erlaubt, sich schadlos zu halten, wenn sie glauben, daß sie zu wenig Lohn erhalten. 596. Werden kleinere Diebstähle auch dann noch eine schwere Sunde, wenn zwischen derselben eine längere Zeit verflossen ist? Antwort: Nein. Fälschung und Erbschleicherei erlaubt. In Kapitel 6 der Moral- Theologie. Desertation der Soldaten erlaubt. § 719. Wenn sie in allzu großer Gefahr für ihr Seelenheil wären, wenn der Krieg offenbar ungerecht sei. ö " Klostergelübde heißt es: „daß hinsichtlich des Gelübdes der Keuschheit der Obere verantwortlich wäre, weil diesem die Lenknng der Seelen anvertraut sei. " Die Sätze über das eheliche Leben sind derart, daß sie nicht anqe- fuhrt werden können. 9 An das Großherzogliche Ministerium des Innern. , .Aus Veranlassung des nunmehr gedruckt vorliegenden Berichts, welchen der 11. Ausschuß der hohen I. Kammer über den Gesetzentwurf das Volksschul- wesen^ betreffend, erstattet hat, haben die unterzeichneten Bürger und Einwohner der ^tadt Gießen nach in öffentlicher Versammlung gepflogener Berathunq folgende Erklärung beschlossen: 1 a »Wir danken der Großherzoglichen Regierung dafür, daß sie behufs Neuordnung unseres Volksschulwesens von dem ihr zustehenden Verordnunqsrecht keinen Gebrauch gemacht, sondern den Weg der Gesetzgebung, d. h. der Vereinbarung mit den gewählten Vertretern des Landes als den Zeugen seiner Wunsche und seiner Bedürfnisse, beschritten hat. Wir begrüßen in der auf diesem Wege entstandenen Fassung des Gesetzentwurfs alle Bürgschaften eines segensreichen Fortschritts der Volksbildung in nnfcrem Lande und erkennen diese hauptsächlich darin, daß das neue Gesetz erstens eine dem erhöhten Bedürfniß unserer Tage entsprechende Vermehriing und Vervollkommnung der Anstalten des Volksunterrichtes schafft, unter denen wir insbesondere die obligatorische Fortbildungsschule als eine höchst bedeutsame Errungenschaft willkommen heißen; daß es zweitens eine jeitge Neubildung der Aufsicht über das Volksschulwesen in Gemeinde und Kreis und hier wie dort eine geeignete Heranziehung einmal des bürgerlichen und sodann des fachmännischen Elements in Aussicht stellt; daß es drittens dem Lehrer eine freiere Ausbildung, eine würdigere amtliche Frieden ^rbür^^^ unveräußerliches Recht auf confesstonellen Wir haben die wohlbegründete Zuversicht, daß die Großherzogliche Regierung ui diesen wesentlichen Eigentümlichkeiten des Entwurfs unbeirrbar festhalten werde und wollen das Unsrige dazu beitragen, in ihr die Ueber- zeugung zu starken, daß sie in dem großen und ernsten Kampfe, den sie mier- ^°k7,-7"kgen°mmen hak der freudigen Unterstützung der großen Mehrheit des hessischen Volkes sicher ist." Deshalb wird das neue Schulgesetz auch durch ganz Deutschland als tU- \aS fllt ben inneren sittlichen Aufbau des Reiches und als wirksames Mittel gegen die kirchlichen Hetzereien unb bischöflichen Aufruhrs- burachtet und gewürdigt. Wäre der gebildete und patriotische Theil fr) hiftrh.n nttä Sn« ... is„ 1 r c i 0 s -rs nicht einverstanden,Einziger Ausnahme von Bim erhoben irorben fir"fen Landes längst Proteste dagegen für das Gesetz erklärte) hab Nun ist aber von der bischöflichen Kanzlei in Maiiiz ein Ädressensturm^Mnnw^vmvnIdet^" """ " h s rob(eT !"'^"den und fanatifirten Theil der katholischen Bevölkerung gegen zirks mit Ausnahme das Gesetz in Scene gesetzt worden, und es sind namentlich auch .-.pmrffp Srn.um- T°‘nn * tm|u;icven, unu iviru ,a)ue^- taife, denen jedes Urti,ei, über ein berarticS ÄÄ f& nÄ W'"*" Weise sieb aus- Arnfhciimd ihr«(^osv.i«o^a -.t» c„: k:.. ro.i.. m.c.«... . Hy ™,n tici zu Die)tT Gnrrgie der Bewegung und ihrer Ausbreitung über das ganze Land hat die Haltung des Ausschusses der Ersten Kammer und namentlich der Inhalt des dem Grafen Görtz zugeschriebeiien Berichtes bc'ge= , Gießen, 8. October. Wir entnehmen der „Main-Ztg." in Nachstehen- bem die Adresse des deutschen Reformvereüis zu Darmstadt, welche wegen der pracisen Hervorhebung der Gury'schen Paragraphen beachtenswerth ist. Dieselbe lautet: ' 1 Wilddieberei erlaubt. § 559. Wilde Thiere, z. B. Hasen, Vögel und andere Thlere, welche volle Freiheit genießen, gehören Demjenigen, der sie zuerst in Besitz nimmt, weil sie herrenlos sind. ' Auf Grund der Thatsache, daß diese Demoralisationslehren der ultramontanen Geistlichkeit als Norm für den sittlichen Unterricht in den Volksschu- ’ena romC2l' UKbs”et^ble bfllt^cn Bischöfe, welche zum offenen Aufstand gegen tag Reich und die Staatsgesetze geschritten sind, die Ablehmmg dieses Gesetz- Entwurfes, als einen Sieg ihrer Partei Über die Regierung in Hessen, feiern würbe» , bitten wir die hohe Kammer, sich bem Beschlüsse ber zweiten Kammer anschließen zu wollen." r Großherzogthum Hessen, 6. Oct. Die Bewegung ur die Schulgejetz-Resorm nach den Beschlüssen der Zweiten Kammer (Ausschluß der Orden auch aus Privat-Anstalten und Zulassung von Geistlichen in die Schulvorstande nur durch Wahl der Bürger) ist noch'immer im Wachsen und geht bereits hoch über die Häupter der Ultramontanen hinweg, welche sie m ihrem Sonder-Interesse angefacht haben. Auf der Kanzlei der Ersten Kam- mer liefen nur m den letzten drei Tagen über hundert Adressen ein und wieder zahlen wir über 25 Gemeinden, welche ihre Adressen seitdem erst geschlossen ^niciftcn dieser Erklärungen für das Gesetz tragen, selbst aus ganz katholischen Orten, an der Spitze die Namen der Ortsvorstände, auch Mitglieder der Kirchen- und Schulvorstände haben meistens unterzeichnet. Mit en, | emziaer Ausnahme von Bingen (dessen Bürgschaft sich mit 300 Unterschriften , \ 111 sämtlichen Städten des Landes die Orts- fVorstande sich für die Fassung der Zweiten Kammer in Adressen an die Erste nnimor «t. Eben so haben sich wieder die Lehrer eines ganzen Bele eines einzigen für das Gesetz entschieden, und wird schließ- Dcutfeöfanö. ?' ^^ber. Die in der gestrigen Bürgerversammlung beschlossene Adresse lautet: u Vormitta wirb fori welche un Die Verl H । dal “Den Oh' der Mitt großen 6 welche A Ende der Verlesung bccli's nad «ns ö Erhüb Dii'Sk i'M Zellern welche Gewalt Verhält Wir A wäre,1 Ä 'üt all SH Acq m! M Ww tn ru Die Der Paps eins der , Anrede de katholische genannte! kommen, beibniftf). Kaisern ge Papstes bn Vaticar vcrden. Un Vedetes ew chrn der ie düNt der großen un Reihen ein Verhalten der Bischöfe und das Wohl der katholischen Kirche und hebt hervor, daß das entschiedene Gegentheil von der von den Bischöfen in dem früheren Fuldaer Sendschreiben abgegebenen Versicherung eingetreten sei, wonach sie unvergessen sein würden, daß nicht Kampf und Trennung, sondern Friede und Eintracht das Verhältniß sei, was zwischen den von Gott angeordneten beiden Gewalten bestehen solle. Die Negierung gehe daher an der Hand der Gesetze gegen die den Gehorsam verweigernden Bischöfe und Priester mit sicherem Schritte vor, und werde, wenn es nothwendig erscheine, die strengsten, durchgreifendsten Mittel zur Beugung oder Brechung des römischen Uebermuths auf preußischem Boden gebrauchen. Der Artikel weist ferner nach, daß ein christlich katholisches Gewissen durch die Kirchengesetze nicht verletzt werde, und schließt: Die Gefahren und Nothstände der katholischen Kirche würden vermehrt werden, wenn die katholische Bevölkerung bei den Wahlen die Zahl der ultramontanen Abgeordneten vermehren helfe, deren Streben, unter Noms Führung, auf den Kampf gegen die Staatsgesetze gerichtet sei. Die Katholiken, denen an dem kirchlichen Frieden gelegen, möchten sich hüten, Männer zu wählen, deren Wirksamkeit thatsächlich zur Zerrüttung des öffentlichen Friedens und zugleich zur Zerrüttung der Kirche führe. Dasselbe Blatt bestätigt, daß der Kaiser mit dem badischen Großherzogpaare am 16. d. Mts. in Wien einzutreffen gedenkt. Ferner kündigt die „Prov.-Corresp." an, daß der Erlaß einer Verordnnng betreffs Auflösung des Abgeordnetenhauses und Anberaumung der Wahlmanne'r - Wahlen am 28. October, der Abgeordneten - Wahlen am 4. November und Einberufung des Landtags noch in der ersten Hälfte des November unmittelbar bevorstche. — Die „Neue Pr. Zrg." schreibt: Der General-Feldmarschall Freiherr v. Manteuffel soll beabsichtigen, seinen dauernden Wohnsitz hier in Berlin zu nehmen, und demgemäß vor seiner Abreise nach Gastein bereits eine Wohnung in der Roonstraße Nr. 9 gemiethet haben. Posen, b. October. Die von der Ostsee-Ztg." gebrachte Mittheilung, , daß an den Erzbischof Ledochowski eine Aufforderung zur Niederlegung seines Amtes erfolgt fei, wird von der „Posener Zeitung" officiös dementirt. Speyer, 7. Oktober. Von gestern bis heute sind 37 Personen an der : Cholera erkrankt, 15 gestorben. Gesammtstand: 229 Erkrankungen, 104 Todesfälle. — Die Verlegung der General-Synode von Speyer nach Neustadt ist vom Ministerium genehmigt worden, die Eröffnung desselben findet am 19. , d. Mts. starr. Massenversammlungen zu demonstriren. Darmstadt, 7. October. Die erste Kammer erledigte in ihrer gestrigen 8. Sitzung den Entwurf der Kreisordnung und genehmigte solche schließlich in einer Gesammtabstimmung einstimmig. Als Dissense gegenüber den Beschlüssen der zweiten Kammer dürften hcrvorzuheben sein: 1) nach Art. 3 soll die Veränderung eines Kreises nicht durch Gesetz, sondern durch Verordnung erfolgen; 2) nach Art. 7 soll die Verweigerung der Annahme eines unbesoldeten Kreis- oder Provinzialamtes nicht mit erhöhter Zuziehung zu den Kreis- resp. partistischen Emissäre", in eingehender Weise dargklegt. — Berlin, 7. October. Das „Militär - Wochenblatt" veröffenlicht eine ionigl. Cabinets-Ordre, betr. die Ernennung Mauteuffel's zum General-Feldmarschall, worin der Kaiser demselben lebhafteste Anerkennung und seinen wärmten Dank für die nach allen Richtungen hin ausgezeichnete Erfüllung des ihm gewordenen schwierigen Auftrages ausspricht, den der Kaiser in dce Hände des Generals gelegt, nachdem Letzterer als Führer an den Erfolgen des letzten Krieges einen hervorragenden Antheil erworben, nachdem er dem Kaiser früher mit bewährtem Rathe und unübertroffener Hingebung in manchen schwierigen Verhältnissen zur Seite gestanden, und nachdem der Kaiser seinem Wirken viel davon zu danken habe, daß die Stunde des Ernstes das Officiercorps des Kaisers vorbereitet gefunden. Berlin, 8. October. Ein Artikel der „Prov.-Corresp." bespricht das Wangen, yflfion, in «neu Spnii Paris», 7. Oct. Bei dem gestern in Neuville-le-Bon anläßlich der feierlichen Eröffnung der dortigen Eisenbahn stattgehabten Bankett hielt der Herzog v. Broglie, in Erwiderung eines Toastes, eine Rede, worin er, nach» dem er von lokalen Angelegenheiten gesprochen, an die Ruinen der ehemalige» mächtigen Abtei Hellouin anknüpfend, sagte: „Wie sollte man in Gegenwart der Spuren solcher Macht nicht unwillkürlich Betrachtungen anstellen über die socialen Revolutionen, welche jene Macht zuerst so hoch erhoben hatten und sie hernach zerstörten! 1 Diese Herrschaft der Geistlichkeit im Mittelalter und während des ancien regimc, durch die Geschichte erläutert und oft durch ihre !Wohlthatcn gerechtfertigt, sie ist verschwunden zu einer durch die Vorsehung !gewollten Stunde mit den außerordentlichen Thatsachen, welche sie hcrvorge- Benb t- .Unl«MbCn, ®ic verlauic( ^^riditen. Sfm Bahnhol * Cr,oncn luurj Oesterreich. Wien, 4. Oct. Die Deutsche Ztg. meldet: „Herr v. Stremayr hat aller Liebe Mühe an den Jesuiten umsonst verschwendet; seine Versuche, im Wege eines faulen Compromisses die Jesuitensrage an der innsbrncker Universität zu regeln, sind an dem Veto des Jesuiten-Generals gescheitert. Ein uns aus Rom zugehendes Telegramm meldet diese neueste Wendung. Danach wurden die an der innsbrncker Facnltät als Professoren fungirenden Jesuiten- ha6e ! Lay I '•« °B I ’M Äh nitAh r-: Ä - Sh),. 1 ist! Provinzialabgaben geahndet werden; 3) nach Art. 10 sollen nicht nur zu Gunsten der Städte, sondern auch zu Gunsten anderer Orte Abweichungen von dem Verthcilungsmaßstab der Kreis- und Provinzialabgaben stattfinden können; 4) zu Art. 12 wurde der Zusatz George, wonach jeder Kreistag eine Geschäftsordnung fcstzustellen lunb seine Beschlüsse auf Grund von Ausschußbe- richten zu fassen hat, abgelehnt; , 6) zu Art. 14 (über die Zahl der Bezirksrathsmitglieder) wurde em Zusatz angenommen, wonach die Standesherren rind der Senior der Familie, Freiherr Riedesel in dem Kreise, in dem die Standesherrschaft resp. deren größter Theil liegt, Mitglieder des Kreistags fein sollen. Dieser Zusatz wurde zur Bedingung der Annahme des Art. 14 gemacht; 6) nach Art. 17 sollen Acticngeselljchaften und juristische Personen auch durch andere Personen als ihre gesetzlichen Vertreter, Standesherren und außerhalb des Kreises wohnende Wahlberechtigte durch Vertreter an den Kreislagswahlen Theil nehmen können; 7) nach Art. 33 soll der Kreistag nicht einen Stellvertreter des Vorsitzenden wählen; 8) nach Art. 45 sollen nur active Pfarrgeistlichc, Kirchendiener und Elementarlehrer nicht Mitglieder des Krcisausschusses sein. Die zweite Kammer hatte active Staatsbeamte, Geistliche, Lehrer an öffentlichen Anstalten und Angestellte des Kreises ausgeschlossen; , , 9) nach Art. 95 sollen von den vier Ersatzmännern des Provinzialaus schusses zwei von dem Provinzialtag aus seiner Mitte gewählt werden; nach demselben Artikel sollen nur active Pfarrgeistliche außer Kirchendienern und Elementarlehrern nicht Mitglieder des Provmzlalauöjchusses sein können, wahrend die zweite Kammer die Geistlichen schlechtweg ausgeschlossen hatte; 10) zu Art. 98 wurde ein Zusatz beschlossen, wonach einem Proviuzial- director über die Angestellten der Provinz dieselbe Strafbefugniß wie einem Kreisrath über die Angestellten des Kreises zustehen soll; 11) nach Art. 101 soll der Provinzialausschuß nicht erst bei Anwesenheit von sieben, sondern schon bei einer solchen von fünf Mitgliedern beschluß- ihnen u in ii* ßriiiiitni flffii* öerlchtizi Rchm! deren Ai tiger fannnlw leihen, n welche fi der Rebe tragen- Einige Stellen dieses Berichtes mußten freilich peinliches Aufsehen die deutsche Heerführung zu schlagen, schon angekündigt. Es wird aber doa erregen. Es sind dies namentlich diejenigen Stellen, in denen unter den jetzt- nicht leicht gelingen. Die Scandalchronik wird sich mit der abgethanen In- gen ganz veränderten Verhältniffen eine gesetzliche Regelung bezüglich Zulassung trigue Regnier wieder viel zu schaffen machen. Bei dieser Gelegenheit dürfte geistlicher Ordensangehörigen in die Bildungsanstalten nicht, sondern die Be- sich zeigen, wie gerechlfertigt die Warnungen waren, die seiner Zeit eine Belassung dieses Verhältnisses beim Alten empfohlen wird, d. h, dem Belieben des günstigung der Tagesgeschichte in der deutschen Preffe widerriethen, die dem jeweils dominirenden Einflusses. Au einer anderen, die Verwerfung der con- Versuche, die Ausdauer und den Heldenmurh unserer Truppen bei der Belage- fessionslosen Schule betreffenden Stelle der Motive wird auf die Gefahren^rung von Metz zu Gunsten kläglicher und abenteuerlicher Umtriebe herabzu- hinqewiesen, welche das socialistische Parteiwesen dem Staate bereite und als Hetzen, nur Vorschub leisten konnte. Der richtige Sachverhalt wurde damals Mittel gegen den Socialismus die religiöse Erziehung, d. h. die Führung der in einem Artikel der Preußischen Jahrbücher unter dem Titel: „Die bona- Schule durch Geistliche angeführt. Es ist aber eine feststehende Thatjache, daß die socialistische Bewegung im Lande sich hauptsächlich an dem Ultramontanis- mus genährt und geseiht hat; daß der Socialismus sich geistiger , und materieller Unterstützung aus dem ultramontanen Lager erfreuete. Bereits taucht der Gedanke auf, gegen die reform-feindliche Haltung der Herren-Kammer mit Patres von Pater Beckx angewiesen, sich den österreichischen Universitätsgesetzen nicht zu unterwerfen. Die Jesuiten-Professoren werden sich daher nicht um die österreichische Staatsbürgerschaft bewerben, noch den Eid auf die Staatsgrundgesetze ablegen." Auch aiiberc Blätter bringen diese Mittheilung. dranlueid). fähig sein. Die nächste Sitzung findet heute statt. Darmstadt, 8. October. Bei der zweiten Lesung der von der Lau- dessynode gefaßten Beschlüsse erklärten Graf Görtz, Dieffenbach und Heinrichs als Altlutheraner in ostensibler Weise ihren Austritt. Berlin, 5. Oct. Unter den Vorlagen, welche man für die nächste Kammersession erwartet, werden auch 'kirchenpolitische schwerlich ausbleiben. Man erwartet solche znm wenigsten in liberalen Kreisen. Die Vorgänge, wo den ungesetzmäßig angestellten Geistlichen die Kirchenregister und Kirchenbücher entzogen werden mußten, könnten sich vervielfachen und deuten auf eine anormale Situation, die eine weitere gesetzmäßige Remedur auf die Dauer nicht wohl entbehren kann. Diese wird aber in erster Linie durch die Uebertragnng der Civilregister auf die weltlichen Behörden so wie die Civilehe zu erzielen sein. Eine Vorlage über die erstere Maßnahme für den Reichstag war bekanntlich so gut wie officiell angekündigt, ist dann aber nicht erfolgt. Man hört in den liberalen Reihen jetzt häufig sagen, es könne auf den Reichstag in dieser Sache, die eine baldige Regelung erheische, nicht mehr gewartet werden. Man zweifelt natürlich nicht an einer mehr als ausreichenden Majorität in dem künftigen Hause zu Gunsten der Civilehe, und ist der Ansicht, daß, wenn die Regierung ernstlich dafür eintritt, auch das Herrenhaus nicht widerstehen werde. Das alles zeigt, wie eine lebhafte Betheiligung der liberalen Wähler an den Vorbereitungen des Wahlactes für die nächsten Wochen zu den obersten politischen Pflichten des preußischen Bürgers gehören wird. Andererseits darf man nicht vergessen, daß der Kampf gegen die Ultramontanen zwar für die Mehrheit des Landes an der Spitze der politischen Tätigkeit steht, diese indeffen nicht erschöpft. Es bedarf nicht der Wiederholung, daß im Laufe der Session und jedenfalls der Legislaturperiode noch viele andere wichtige Ausgaben zu erwarten sind. Die 'liberale Partei im Lande wird daher,öv......... - - -........ - - . - vor Allem für ihre eigene Vertretung sorgen müssen. Wo sie allein nicht chracht hatten. Nichts, unbedingt nichts was dieser Erscheinung von nahe durchdringt, wird ein Anschluß an die Unabhängigen und Zuverlässigen unter oder von ferne gleicht, könnte in unseren Tagen entstehen. (Lebhafter Beifall.) den Freiconservativen sich von selbst ergeben- Mit Bezug auf die Nenconser-!Jch sage dies nicht, um die Zuhörer darüber aufzuklaren, welche einer solchen vativeu ist unvergessen, daß sie gelegentlich des Schulaufsichtsgesetzes zuerst eine Versicherung nicht bedürfen, sondern ich sage es, damit sie ev den Bevölkerungen bedenkliche Position einnahmen und der Kirchenpolitik der Regierung gegenüber wiederholen, deren unruhige Empfänglichkeit Vie Verleumdung muer unseren in der Regel eine reservirte Haltung gezeigt haben. Welche Folgen die vor- Augen irrezuführen sucht. Ich sage es, damit meine Stimme, welche kem Echo hergesehene weitere Spaltung der Couservativen haben mag, wird sich bald fürchtet, bis zu ihnen dringe. Nichts, was der gesetzlichen Macht der Geist- übersehen lassen. Wo es sich um die Bekämpfung einer ultramontanen Candi- lichkeit gleichsieht, könnte eines ^ages wieder erscheinen. Ev ist so lacherucy, datur bandelt, wird ein Ziisammengehen aller anderen anticlericaleu Parteien ihre Rückkehr zu fürchten, wie es lächerlich sein wurde, sie zu hoffen. - hoffentlich nicht ausbleiben. — Der Proceß Bazainc wird bald die Ausmerk- würdigen und ausgezeichneten Priester, welche hier unter uns sitzen, weroe samten fesseln. Französische Blätter haben ihre Absicht, daraus Capital gegen mir nicht widersprechen, wenn ich sage, daß sie eine andere Ueberlegenyen uo *1 btn Men leit bürjtt eine Bc- bie dem 1 Aage- hnabzu- !* bamM Ole bona; XW eine l,eral:gelb; '’en märm- J bes ihm la'ilbe des es Zehren j« früher Birten vick rcorps dü spricht das ebt hervor, l stüheren ^ch sie un- Öi'iebe und ieten beiden der Gesetze it sicherem sen, durch- muths auf i ein christ- merte, und vürden Den ie Zahl der mter Roms Die Katholi- Muner zu ui giicW N. N fc tuv- dn AVch nbtxaumung , Wahlen at Hälfte bes, iall Freiherr in Berlin jn:. le Wohnung'! Mittheilung egnng feine- itirt. jenen an du en, l04 Jo* mch Neustadt nbet am 19- ilniig. ötremayr P - Versuche, a rt. Ein un eng- iten Jesulte^ Hsltätsgel'ep ihn "i^1 u* f bie ®taart> rt l°'7 0 anli^ . ifett hi-l d nin«'?2 tt ^*1'9'1 in S teile11 *\ ki? L-rs-HE Wechsel 'Amsterdam k.. 8. 98 8. 100 k. 8. 93 4 Amerik. Vermischtes. k. k. k. k. k. k. Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto Bonds 1881r 1003/4 „ 1882r 97 „ 1885r 991/2 „ 1887r 100>/4 Prioritäten, östr. Stsb.-Prior. 60-/^ östr s. Lombard 491 Livorneser 327,. Toscaner — 105 1181/8 93 3°,o 3% 3° o 50/0 50/0 sammlung geben wird Sie wird niemals einer anderen ihre Sanction verleihen, und in diesem Vertrauen erwarten wir Alle respectvoll die Entscheidung, welche sie allein zu treffen die Besugniß hat." Langanhaltender Beifall folgte der Rede des Herzogs v. Broglie. Paris, 7. Öctober Der „Fran^ais" meldet, daß Garibaldi heute Vormittag in Paris angekommen sei. Trianon, 7. Ortober. Proceß Bazaine. Die Verlesung des Berichtes wird fortgesetzt. Die Richter folgen den Ausführungen auf den großen Karten, welche unter sie vertheilt sind. Bazaine verharrt in seiner ruhigen Haltung. Die Verlesung erregt wenig Interesse bis zu dem Moment, wo der Bericht sagt, daß mehrere von Bazaine an Mac Mahon gerichtete Depeschen durch den Obersten Stoffel, der bei Mac Mahon die Functionen eines Directors der Mittheilungen versah, unterschlagen worden seien. Die Stelle bringt einen großen Eindruck sowohl im Auditorium, wie auch unter den Richtern hervor, welche Noten nehmen. Diese Episode des Berichts scheint wichtig. Gegen Ende der heutigen Verhandlung wird die Aufmerksamkeit lebhaft erregt bei Verlesung des Passus über den Zwischenfall Regnier's und die Abreise Bour- baki's nach Metz. Action. 5% östr. F. St. E. R. 3401/2' Lombard. Bahn 166’ 7 Ludwigsh. Bexbach 186 Maxbahn 129% Bayer. Ostbahn 1123/4 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. 150 Oberhessen „ 73 8. 8. 8. 8. ihrpr ST?? ?heutigen Stande der Veterinarwlssenschaft und der Befähigung Vertreter m Hessen gewiß kein Grund mehr zu einer solch demüthigenden Stellung der Kreisvetermar - Aerzte vorliegt und angenommen werden muß, daß dieselben doch gewiß mehr von ihrem Fache verstehen, als die demselben ferner stehenden Menschenarzte da ferner durch die jetzige Einrichtung eine unnöthige Verschleppung der Dienstangelegenheiten stattfindet, durch welche unter Umständen durch die verzögerte Anord- """6 ,?on Polizeimaßregeln große Nachtheile entstehen können, da es endlich auch nicht lst, weßhalb die Veterinärärzte in veterinär-polizeilicher Beziehung weniger Selbstständigkeit gemeßen sollen, als in gerichtlichen Fällen, in welchen sie ein unbevormundetes vollgültiges Gutachten abgeben, so haben die bet der discutirten ^raae aufgetretenen Redner den von den Veterinär - Aerzten längst gehegten und von der ganzen Versammlung daher geteilten Wunsch ausgesprochen, daß bei der höchsten Orts beabsichtigten Reorganisation des Medicinalwesens im Großherzoatbum der ^T^^rinar-Aerzten zukünftig eine ihren Kenntnissen und ihrer Stellung entsprechende selbstständige Wirksamkeit angewiesen und dieselben von der Vormundschaft der Kreisärzte befreit werden möchten. k. 8. 10516 Elisabeth.-Prior. 92’/2 do. II. Emiss. — k. 8. 1035/e m. 8. 1O33/S 1. 8. — °/o Lokal-Notiz. Glesien, 9. Octbr Die Bürgcrversammlung in Sachen des Schulgesetzes am gestrigen Abend war whr beplckt und wurde die vorgelesene Avrcsse einstimmig angenommen und unterschrieben. Einen näheren Bericht werden wir in folgender Nummer bringen. — Das Gewitter am vorgestrigen Abend war eines der schwersten in diesem Jahre. Wie verlauict hat der Blitz in den Staatstelcgraphen cingcschlagen ohne glücklicherweise Schaden anzurichten. Dagegen soll in Staufenberg eine Scheuer in Folge Blitzstrahls abgebrannt sein. — — 2", der Nacht vom Freitag zum Samstag voriger Woche carambolirte auf hiesigem Bahnhofe eine Nangirmaschine mit einem Güterzuge, wobei neun Wagen zerstört wurden. Personen wurden glücklicherweise keine verletzt. --Für junge Forstmänner, welche zu ihren forstwifsenschaftlichen Studien auch .eine Universität zu besticken wünschen, um nach Bedürfniß und Gefallen an den Universitäts- sludien für allgemeinere Bildung Theil zu nehmen, hat cs vielleicht einiges Interesse, daß die preußische Regierung das Studium der Forstwissenschaft in Gießen für die preußische Monar- ä'lc mit denselben Folgen, wie das Studium der Forstwissenschaft auf den preußischen Akademien zu Neustadt-Eberswalde und zu Münden gestattet hat. Actien. Frankf. Bank 147’/4 Frankf. Vereins-Kasse 100’/2 Darmst. Bankact. 382 Rheinische Hyp.-Bank 1013 4 Wien Bankactien 988 Oest. Creditact. 229 >l2 jGalizien — Nachdem auf Antrag emes Mitgliedes des Vereins beschlossen worden war durch eine Eingabe an höchste Stelle diese Wünsche der Veterinärärzte zu erkennen zu geben, wurde der vorgerückte Zeit wegen die Versammlung geschlossen. (H V) 3tafieiL Die „Italienischen Nachrichten" melden aus Nom vom 3. October: Der Papst empfing am Sonntag den 28. September die Mitglieder des Vereins der „unbefleckten Empfängniß" aus Civita Vecchia und erwiderte auf die Anrede des Canonicus Conversani ebendaher unter Anderem: „Nicht in einer katholischen oder konservativen oder clericalen Zeitung, aber in einem der sogenannten entschieden liberalen Blätter, die mir so manchmal unter die Augen kommen, habe ich gelesen, daß man mit dem Plan umgeht, Nom wieder ganz heidnisch zu machen, wie es unter Nero und gewissen fremden barbarischen Kaisern gewesen ist. Aber da man wohl begreift, daß die Gegenwart des Papstes diesem Herzenswünsche ein Stein des Anstoßes werden könnte, so soll der Vatican gestürmt und der Papst und seine Anhänger aus Rom vertrieben werden. Um diesen gottlosen Plan zu vereiteln, muffen wir ihm die Macht des Gebetes entgegensetzen, welches schon wie duftender Weihrauch aus allen Kirchen der katholischen Christenheit zum Himmel aufsteigt. Betet also inständig, damit der liebe Gott den Stiftern des neuen Kaiserreicks die Vollendung des großen unerhörten Frevels verbietet und die Verwirrung, die bereits in ihren Reihen eingerissen ist, vermehrt, auf daß sie zerstreut und machtlos werden." Zhnerifttu New-Nork, 7. October. Der Donaldsoirffche Ballon ist noch nicht abgegangen. Beim zweiten Versuch zum Aufsteigen erfaßte ein Orkan den Ballon, in dem sich Donaldson und dessen Gefährten befanden, die sich durch einen Sprung aus einer Höhe von 30 Fuß retteten. -- -c -A "welche Wünsche bestehen unter den Veterinär - Aerzten bezüglich siSr0a" fat-°n bc,» Vetermarwesens" über, welche durch Herrn Professor Dr. Pflug m einem längeren Vortrag emgeleitet wurde. sind bs-r ^-^^^.^^/rzogthum zu Kraft bestehenden Medicinalordnung stnd nämlich die Kreisärzte die direkten Vorgesetzten der Kreisveterinär - Aerzte und es können die Letzteren in Folge der gesetzlichen Bestimmungen und gemäß ihrer Jn- ftructlon bei vorkommendem Ausbruch von ansteckenden Thierkrankheiten Seitens der Krersamter eigentlich nur durch die Kreisärzte requirirt werden, mit welchen sie dann nÄ beren Anordnung gemeinschaftlich die beir. Seuche zu constatiren und die erforderlichen Maßregeln durch dieselben bei den Kreisämtern in Vorschlag zu bringen haben. • bÜn0€nben können die Kreisämter direct mit den Kreisoeterinär-Aemtern in Verbindung treten. Mecht tvlttiswes Wasser von Jean Maria Farina. Meine Niederlage davon in der Expedaion des Gießener Anreiaers ernnirhte irfi (SB. A) !zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 per Johann Maria F-arina in Köln. 8 104? 6 k. 8. 105»/ä Alleiniger Inseraten- Pächter des „Kladderadatsch“, der „Fliegenden Blätter“, des „Fiiraro“ in Wien. ® Alleinige Annoncen - Regie des Deutscher Reichsanzeiger“ und „Königlich Preussischer Staats-Anzeiger“, „Berliner Tageblatt", „Deutsche Landes-Zeitung“, „Deutscher Gemeinde-Anzeiger“, „Capitalist“ „Revue hnanciere allemande“, „Schweizerische Handelszeitung“, „Züricher Presse“' „Prager Handelsblatt“, „Feierabend des Landwirths.“ uns behaupten können. Diejenige, welche ihnen von ihren Tugenden und derjBcsprechung einiger Vereinsangelegenheiten ging die Versammlung zur zweiten Rraae Erhabenheit eines Glaubens verliehen wird, der ihre Geister über die irdischen bcr Tagesordnung: „Welche Wünsche bestehen unter den Veterinär - Aerzten bemalick» Dinge erhebt. Das reicht hin, daß sie über unsere Herzen eine Herrschaft üben, welche in unseren Gesetzen sie von jetzt weder anstreben können noch wollen. (Langer einmüthiger Beifall.) Welches also die Regierung sein mag, welche die National-Versammlung Frankreich gibt, kraft der constituirenden Gewalt, die sie von Ihnen in Händen hat, kein Opfer wird von den socialen Verhältnissen verlangt werden, an welche wir alle gleichmäßig gebunden sind. Wir Alle wollen eine dauerhafte und starke Regierung, welche stets bereit wäre, Revolten und Anarchie zu unterdrücken, aber zugleich über den Parteien stände, den Arbeitern die Frucht ihrer Arbeit vom vorigen Tage sicherte und ihnen ihren Lohn für den kommenden Tag verspräche, eine Regierung, welche in unserer durch so viele Revolutionen bewegten Vergangenheit alle ruhmvollen Erinnerungen sammelte, ohne deren eine einzige zu verleugnen, und unseren Hoffnungen die Zukunft verbürgte. Wir wollen eine Regierung, welche den berechtigten Forderungen wie den Gefahren unserer modernen Gesellschaften Rechnung trüge, welche die Principien annähme, welche sie gründen, indem sie deren Ausschreitungen verwürfe. So wird, was auch die Bosheit ohnmächtiger Fractionen sagen möge, die Regierung sein, welche uns die Nationalver- Börsenberichte. _ Frankfurt a. M., 8. Octbr. Die gestern circulirenden ungünstigen Gerückte über die Qmstorp sche Bank haben sich bis jetzt noch nicht bestätigt, und trat daher auch heute keine wesentliche Abschwächung der Tendenz ein. Gegen Schluß ermattete die Börse etwas da Berlin niedrigere Course sandte. Das Geschäft war ziemlich schleppend. Creditactien variirten zwischen 2281,2 — 29 — 28. Staatsbahn, welche schon gestern Abend sehr matt waren eröffneten zu 34O3/4 und schlossen etwas besser zu 311'/-, demnach nievriger, wie gestern Mittaa Die Eontremine benutzt als Motiv die verringerten Einnahmen der Bahn, um den Cours von Staatsbahn durch Blancoverkäufe zu drücken. Die Einnahmen in den ersten vier Tagen der Vorwoche belaufen sich, nach den heutigen Meldungen, auf mehr als 420,000. — Lombarden chlosien fest zu 166'/4. — Oesterr. Bahnen vernachlässigt und matter. Banken, bei stillem Verkehr fast durchgehends matter, namentlich Bankverein, welcher-, nach Notiz auf 99 herab- ging- Silberrente nachgebcnd. Ungarische Anleihe fest. Spanier etwas matter. Kleine Loose beliebt. Barletta, Meininger und Augsburger in gutem Begehr. — Oregon etwas matter Wechsel und Sorten unverändert. Rndoll flösse i» Frankfurt a. fl. Ferner domicilirt: Berlin, Breslau, Coln, Halle, Hamburg, Leipzig, München, Nürnberg Prag, Stuttgart, Strassburg, Wien, Zürich. Bsfiriellkr Agent ^mmtlichrr Zeitungen des In- und Auslandes. tioldsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58V2—59>/z Pistolen . . 9 40—42 » doppelte 9 36—38 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankens. 9 2O'/2—211/2 Engi. Sover. 11 48-50 Russ. Imper. 9 41—43 Dollar in Gold 2 25y2— 26% Anlcliciisloosc. Darmstädter fl. 50Loose 213 " n 25 „ — Kurh. 40 Thlr. Loose 690z Nassau 25 fl. 46’/2 Braunschweiger 217/e 3° o Oldenburg, ä 40Thlr. 373/4 4°, o bayr. Präm.-Anl. 112 V4 4% badische Locse — Badische fl. 35 Loose Oestr. fl. 250 v. 1854 871/4 1858r Prioritätsloose 188 l 1860r Loose 89 L2 i!864r „ — Börsennachri ch len. 8. October 1873. Preuss. 4^/2°. 0 Oblig. 100'/2 Frankf. 3Vs0 0 Oblig. 86*/2 Nass. 3>/z0 q Obi. 94 Kurhess. 40,0 „ 96l/i Gr. Hess. 5% Obi. — n » 40/0 „ 993-4 n n 3‘/2% B 97 Bayer. 50/0 „ — „ 41/2°/q 1jährige 101 „ 40 0 1jährige 95 Würtemb. 41/2ü/ü Obi. IOOV4 Baden 4V2°/o Ob), e. E. L. Oesterr. Silberrente 65 „ Papierrente 61 Spanier, neuest. 3% 18 Mainz, 6 October. Gestern Abend ereignete sich in einem Hause der Rhein- firaße ein entwtzlichec' Unglück. Ein Kind von 13 Monaten, welches sich an einem Liiche zu schaffen, machte, auf dem eine Petroleumlampe brannte, zog an der Tisch- »eck?, die Lampe stürzte um, das Glas zerbrach und der Inhalt nebst dem brennenden Docht ergoß sich 111 den Mund des schreienden Kindes. Das unfilückliche Wesen war sosort eine Reiche. — Ueber die Person, welche in der Nacht von Freitag auf Samstag M bcr Rhembrucke tn^s Wasser sprang und trotz der ausgestoßenen Hilferufe nicht zu rcr en war, erfahren wir jetzt Näheres. Der Selbstmörder, welchen im emscheidenden Momente sein Entschluß zu gereuen schien, war ein Schieinergeselle, welcher die letzten muge mttgeinacht hat Die Motive der verzweifelten That sind unbekannt; traurig eine Mutter von 74 Jahren, deren Ernährer der Selbstmörder lvar, ourch bte.c That in eine doppelt bejammernswerthe Lage gebracht ist. (M. A-) Aus «rarkenburg. Am 4. l. Mts. fand die dritte Generalversammlung des veterlnar-medicmischen Vereins von Hessen unter zahlreicher Betheiligung der Vereins-__________ bel Ailwesenheit der Herren Prosessoren Dr. Pütz aus Bern, Dr. Feser Wer eine Annonce hier oder auowärls veröffentlicken und refn flf'°r?-Un^nHUnJrau§ Frankfurt a. M- in der Restaucation Bolland sparen will, der beauftrage damit die Annoncen-Erpeditirm von S ^"tt. Nach Erostnung derselben durch den ersten Vorstand Herrn Professor 4* Vogler in Frankfurt a. M.. deren a u^s > ck Neß lickes Di. Pflug aus Gießen, Erstattung des programm-mäßigen Vorstands-Berichtes und Anzeigen in alle Zeitungen der Welt billigst zu vermitteln u ® cba e9 Allgemeiner Anzeiger. (4593) Emil Fischbach. empfiehlt Wittwe Hanitsw. miethen bei G- D- H o tz, Sandgasse. bei (4572) (4637) (Kegelbahn). Reichensand C 94. (4641) (4004) incl. Octroi, nommen. Gießen, den 5. October 1873. aeeianet. , ,, _ 4 Dieselben werden franco vor s Hans geliefert bis zu 10 Ctr. ä 45 kr. Jeilgebotenes. Speekbiickinge, Marin. Rollaal, Sardinen, ru#e., Caviar Möbel, Betten und Hausgeräthschaften können mitoersteigert werden; Anmeldungen werden in meiner Wohnung entgegenge- M. Pilger, Neuenbäuen B. 81. Wrsteigerungen. Mittwoch den 15. October, Nachmittags 2 Uhr, werden im Saale des Promenadehauses dahier nachbenannte Mobilien öffentlich versteigert: eine Partie elegante Spiegel. 1 vergoldeter Trumeaux mit weißer Marmorplatte und Spiegel, 1 Glasschrank, Kleis verschränke, Bettstellen, Kindcrbett- ftellen, Tische, Stühle, mehrere Thee- seroice, Kleidungsstücke, Hemden, eme Partie schwarzes Tuch, eine Partie Schuhwaaren, 1 Kinderwägelchen, 1 Hundshütte und 4 zweiräderige Stoß- karren, und sonstige Gegenstände. 4594) Ein ordentliches Dienstmädchen wird für sogleich zu miethen gesucht von Emil Fischbach, Seltersweg. Vermischte Anzeigen. 4648) Steinen geehrten Kunden und bochl. Publikum die ergebene Mittheilung, daß ich nicht zu dem Schuhmacher- Verein gehöre. Hochachtungsvoll H. Noll Vff. Zur gefälligen Beachtung. 4645) Unterzeichneter beehrt sich hiermit, seine Schüler, sowohl die älteren Datums, als auch alle neu hinzuqekommenen, auf Samstag den 11. d. 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