Gießener Anzeiger Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen Freitag den 9. Mai Nr Itz-A Bei in Einnahme vorgesehen. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 20 PretS oterteljäbrtg 1 fl 12 fr. mit Brt«g«lohn. D«rch die Post be-sgen vierteljährig 1 ft 29 ft. Abgeordneten Möllinger in der ten und doch sehr zweckmäßigen die Regierung ans Einführung hinwirken möge. Darmstadt, 5. Mai. enthält: 1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Schenkungen an verschiedene Woblthätigkeits-Anstalten betreffend. 2. Bekanntmachung Großherzoglicher Provinzial - Direktion Rheinhessen, die Wahl der Geschworenen in der Provinz Rheinhessen für das Jahr 1874 betreffend. t 3. Bekanntmachung Großherzoglichen Kveisamts Vilbel, die Niederschlagung von 100 fl. der im Voranschlag der israelitischen Religions-Gemeinde Vilbel für 1873 vorgesehenen Umlagen von 592 fl. betreffend. 4. Uebersicht der für das Jahr 1873 von Großherzoglichem Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfniffen in den israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Gießen. Erscheint täglich, mit 2h* nähme Sonntag-. Expedition: Lanzlettet». ßit B. Nr. 1. — In Beziehung auf die Parallele zwischen Ultramontanen und Social- Demokraten und mit besonderer Rücksicht aus die Frankfurter Excesse bemerkt die „Germania" noch, die Liberalen würden zuletzt, wenn ihnen die Social- Demokraten ihre Burgen zerstörten, sich um Rettung an die Priester wenden, aber zu spät, da sie dann schon mit denselben an ein und demselben Galgen hängen würden. Uebrigens freut sie sich, für ihre neulich citirte famose Aeuße- rung über den Verstand des Reichskanzlers einen Bundesgenossen an der ,/Kreuz-Ztg." gefunden zu haben, die keine Worte finden kann zur Bezeichnung des geistigen Zustandes des Reichskanzlers. — Die Gesellschaft für Volksbildung zählt nach ihrem letzten Geschäftsbericht über 20,000 Mitglieder. Wie nöthig ihre Wirksamkeit ist, beweisen schon wieder aus der Gegend von Essen und Dortmund, dem Sitze der rohesten Fabrikbevölkerung, einlausende Berichte über die brutalsten Morde und Todtschläge. Zu viel Geld und zu wenig Bildung, meint die „Magdeb. Ztg ", erzeugen solche Verbrechen. Da auch unter die ländliche Arbeiterbevölkerung die Contractbrüchigkeit und Strikesucht eingedrungen ist und die Gutsbesitzer dadurch oft in die größte Verlegenheit gerathen, so wird am 6. und 7. Mai in Berlin eine Generalversammlung ländlicher Arbeitgeber stattfinden, auf welcher Graf Krassow über die Auswanderung Bericht erstatten wird. Gegenüber den Klagen der Feudalen über die Auswanderungs-Agenten als die Urheber der fortwährenden Zunahme der Auswanderungen und ihrer Meinung, daß die meisten Ausgewanderten nach kurzer Zeit wieder Lust zur Heimath bekämen, wird jedoch mit Recht in den Berichten Mecklenburger Consuln an ihre Regierung hervorgehoben, daß letzteres nicht der Fall sei, daß vielmehr die Leute gerne dort blieben, weil sie daselbst die Möglichkeit der Erwerbung eines selbstständigen eigenen Besitzthums hätten, die ihnen in Deutschland, besonders in M cklenburg und Pommern, durch die Legung der Bauernwirthschaften und das Ueberhaudnehmen der Großlandwirthschaften und Majoratsstiftungen ge- Aus dem Großherzogthum Hessen, 7. Mai. Die Einnahme lich aus Süddeutschland, daß ihre Mittel ihnen nicht gestatten, wieder ein des Staats aus Jagdwaffen-Pässen ist weit erheblicher, als man vielleicht auf! Mandat anzunehmen. . _ . „ den ersten Blick zu glauben geneigt ist. Dabei ist sie nach dem für 1872 ermittelten Ergebniß wesentlich im Steigen. Im Jahre 1871 betrug die Ge- sammtsumme 19,719 fl., darunter 7497 fl. aus Starkenburg, 7049 aus Rhein- heffen, 5173 aus Oberhessen. Für die Finanzperiode 73 bis 75 sind 20,000 fl. ~ ~ ' dieser Gelegenheit mag an einen durch den Kammer gestellten, in der Presse kaum erwähn- Antrag erinnert werden, der dahin geht, daß von Jagdwaffen-Pässen „für das ganze Reich" nommen sei. Berlin, 6. Mai. Die ihrem Ende entgegengehende dritte Lesung des Münzgesetzes könnte noch dazu benutzt werden, eine bis jetzt vorhandene Lücke durch Feststellung * eines passenden Namens für die deutschen Reichsgoldmünzen auszufüllen. Die bis jetzt allein gesetzlichen Bezeichnungen: „Zwanzigmarkstück" und „Zehnmarkstück" sind ihrer Länge wegen für den öffentlichen Verkehr höchst unbequem. Um der hieraus erwachsenden Belästigung zu entgehen, hat man im Publikum sogar schon mehrfach zu der äußerst unglücklichen Bezeichnung „Neichsd'or" für das Zwanzigmarkstück gegriffen. Zur Verhütung solcher Wortbildungen oder auch des Auftauchens verschiedener Benennungen in verschiedenen Staaten des Reiches (wie etwa Johannd'or oder Peterd'or) würde es sich wohl empfehlen, dem „Zehnmarkstück" den angemessenen und durch seine Kürze bequemen Namen „Krone" zu geben. Das „Zwanzigmarkstück" hieße dann „Doppelkrone," das goldene „Fünsmarkstück" „halbe Krone." Die von früher her rechtlich noch bestehenden deutschen Goldkronen sind im Publikum niemals bekannt geworden, müssen auch in Folge der neuen Münzgesetzgebung eingezogen werden. Verwechslungen sind daher nicht zu befürchten, eben so wenig wie die Krone in die eigentliche Rechnung übergehen würde, welche selbstverständlich auf Mark und Pfennig beschränkt bleiben müßte. Berlin, 6. Mai. Der Tod des Geh. Hofraths Borck wird in den weitesten Kreisen als ein sehr herber Verlust empfunden werden. Die Vertrauensstellung, welche der Verstorbene durch eine lange Reihe von Jahren eingenommen hatte, hatte er in zahllosen Fällen als Gelegenheit benutzt, um in selbstlosester Weise das Leid und den Kummer Vieler zu stillen, zu lindern. Wo es die Verhältnisse irgend gestatteten, da hat es der Verstorbene niemals daran fehlen lassen, seinen Einfluß ans das leicht zur Müde zu stimmende Herz des Königs geltend zu machen, und so ist denu in Wahrheit der verstor- ' bene Geh. Hosrath der Trostbringer für viele Leidende gewesen. — Nachdem der Handesminister Graf Jtzenplitz die Frauen zur Beschäftigung in der Eisenbahn-Verwaltung zugelassen hat, folgt ihm hierin jetzt die oberste Reichs-TelegraphenBehölde, welche 250 Telegraphen-„Gehilfinnen" mit einem Jahresgehalt von je 300 Thalcrn beschäftigen will. Berlin, 7. Mai. Seit einiger Zeit ist in der Presse von einer veränderten Haltung der Badischen Negierung gegenüber der deutschen Neichsregie- rung die Rede, Baden sei entschlosien eine Erweiterung der Reichscompetenz ferner nicht mehr zu befürworten ii. s. w. Nach dem was wir über diese Angelegenheit in Erfahrung gebracht, ist cs allerdings richtig, daß Baden in der letzten Zeit im Vundesrath mit Bayern und Württemberg und nicht mit Preußen gestimmt hat, was in den Kreisen des Reichskanzleramtes allerdings uuange'.iehm berührt hat. Indessen hieraus zu schließen, daß Baden sein Ver- hältniß zum Reiche aus andere Gnindlagen stellen werde, würde durchaus fehlerhaft sein. Der Widerstand, den Baden der Politik des Reichskanzlers auf wirthschaf.lichem Gebiete, z. V. in der Tabacksangelegenheit, in der Eiliführung 5. Dienstnachrichten. 6. Versetzung in den Ruhestand. @e. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 18. April den Kreisbauausseher bei dem Kreisbauamt Worms, Michael Kuhn, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen D.enste in den Ruhestand zu versetzen. 7. Concurrenzeröffungen. Erledigt sind: die zweite evang. Pfarrstelle zu Schlitz, im Dekanate Lauterbach, mit einem jährlichen Gehalte von 1357 fL 3V2 fr.; dem Herrn Grafen von Schlitz, genannt v. Görtz, steht das Präsem tationsrecht zu dieser Stelle zu; die evang. Psarrstelle zu Flomborn, im Dekanate Alzey, mit einem jährlichen Gehalte von 1170 fl. 49 kr. 8. Stcrbsälle. Gestorben sind: am 13. April der Oberappellatwns- und Cassationsgerichts-Präsident, wirkliche Geheimerath Hermann Felix Ludwig Benner zu Darmstadt; am 15. April der Landrichter Wilhelm Sartorius zu Lich; am 18. April der Hofwagenwärter Christian Gebhardt zu Darmstadt; am 19. April der Steuercommisjär Lehr zu Michelstadt; am 21. April der Hofgerichtssecretär August Kutscher zu Darmstadt. Darmstadt, 7. Mai. Heute kam in dem vierten Ausschuß unter dem Vorsitze des zugleich als Berichterstatter fungirenden Abgeordneten Goldmann und in Anwesenheit des Ministeriums der schon früher erwähnte Antrag des Abgeordneten v. Rabenau wegen Ueberweisung des gesammten Eisenbahn-Con- cessionswesens an das Reich zur Berathung, ferner der Antrag des Abg. Mollin- ger auf Aufhebung des so vielfach und mit Recht angefeindeten Gesetzes wegen Beitragspflicht der Gemeinden zu dem Gelände der Eisenbahnen, endlich der damit im innigsten Zusammenhang stehende Antrag des Abg. Allmanu auf Schadloshaltung derjenigen Gemeinden, welche in Folge jenes. Gesetzes bereits zur Beitragspflicht herangezogen worden sind. Wie beinahe voranszusehen, wurde der elftere Antrag als zu weit gehend und im Hinblick auf die Reichs- gesetzgebuna, welche gerade auch mit dem Stoffe befaßt ist, abgelehnt, dagegen der zweite angenommen und in gewisser Hinsicht auch der dritte für gerech fertigt erklärt. Es dreht sich in letzterer Hinsicht freilich um den md)t unerheblichen Finanzposten von etwa 300,000 fl. - Es war vorauszusehen, daß die Wolken, welche sich am politischen Horizont durch die Differenzen der zweiten Kammer und Negierung bezüglich des Finanzgesetzes, insbesondere durch die Absicht der Kammer, die Weinsteuer innerhalb dreier Jahre successive ganz auszuheben und gleichzeitig die Grundsteuer erheblich zu mindern gebildet hat em bei dem unbestreitbar auf beiden Seiten vorhandenen guten Willen sich baldigst verziehen würden. In der That verlautet aus sicherer Quelle, daß die inzwischen geflogenen Verhandlungeii eine Ausgleichung in den beiderseirlgen Wünschen mit Sicherheit in Aussicht stellen. Im Hinblick darauf, daß der iZlnanz- ausschuß nach der Berechnung der Regierung die französische Kriegscontiibiltion, soweit solche voraussichtlich auf Hessen fallen wird, wahrscheinlich um e wa vier Millionen zu hoch angeschlagen hat, wird sich der fragliche Ans chnß ) h mit einer Ermäßigung der Weinsteuer auf etwa Vio» unter Anshebmig er angefeindeten Erhebungsart, und vielleicht einer kleinen Rcduction der Orun steuer begnügen. , Berlin, 5 Mai. Die Abgeordneten klagen sehr und haben m der That Ursache zu klagen über die beständige Preissteigerung in der deutschen SÄ? IffÄ’Ä-*' * «'»■ .......- d» -*»**••— fr. Nom, 7. Mai. Die sundheitszustaud des Papstes zwar noch immer schwankend, mit friedlichen Gästen Händel gesucht, auf geschehene Aufforderung sich nicht entfernt und demnächst Sachen zerschlagen hatten, zu je 6 Monaten Gefäng- niß, und Arbeiter, welche auf offener Straße ruhig ihres Weges gehende Leute wörtlich und thätlich beleidigt hatten, zu 1 Jahr Gesängniß und darüber ver urthetlt und sofort verhaftet worden sind. Wer das Messer zieht, hat noch weitere härtere Strafen zu erwarten. Magdeburg, den 3. Mai 1873. Der Staatsanwalt Tessendorf." Fulda, 3. Mai. Heute Vormittag sind sämmtliche preußische Bischöfe abgereist und so ist die ganze Zusammenkunft derselben spurlos an dem Publikum vorüber gegangen. Nur diejenigen, welche die Frühmesse in der Domkirche besuchten, wurden eigentlich etwas von dem bedeutsamen Ereignisse gewahr, und hier war es namentlich die impouirende Gestalt des polnischen Erzbischofs- Primas, welche Aller Blicke fesselte. Derselbe zeichnete sich durch seinen purpurnen Talar und den goldenen Sporen — er gehört nämlich den wenigen Trägern des päpstlichen Sporen-Ordens an — von seinen übrigen Colle- an der Newa gleich nach der Wiener Ausstellung zu einem Kriege führen. Gegen wen denn? Es wird noch viel Wasser durch die Seine fließen, ehe die Pariser begreifen lernen, daß das Bewußtsein nationaler Kraft sich nicht notwendig zum Schaden der Nachbarn geltend macht. Eine weitere Folge desselben deutschfeindlichen Geistes ist die steigende Sympathie, womit hiesige Blätter aller Farben aus die Bestrebungen der Czechen und Polen gegen die österreichische Verfassung blicken. London, 6. Mai. Im Unterhause erwiderte der Unter-Staatssecretär Knatchbull-Hugessen auf eine Frage Adderley's, die Ursache des kriegerischen Vorgehens der Aschantis sei nicht leicht festzustellen; doch gehe das Gerücht, daß die holländischen Ansiedler den Anlaß gegeben hätten; die Invasion sei erfolgt, während England mit den Gesandten der Aschantis, die durchaus gar nichts geahnt, in friedlichen Unterhandlungen begriffen gewesen sei; übrigens habe England den Fantis, um den Einfall zurückzuschlagen, Waffen und Schießbedarf geliefert. gestrigen alarmirenden Gerüchte über den Ge- bcstätigen sich nicht. Das Befinden desselben ist hat sich aber nicht verschlimmert. Spanien. aen aus. Habsheim (Oberelsaß), 5. Mai. Seit gestern ist die Mutrer Gottes auch bei uns' eingezogen und zeigt sich gutdressirten Kindern und Schulschwestern in Kleidern von weißer', rother, blauer oder auch einer anderen Farbe. Aus der Westseite deß Dorfes zieht sich ein schöner mit Reben bewachsener Hügel hin, auf welchem ein Winzerhaus steht. Am Montag feierten die Winzer ihr Frühlingsfest und benutzten dieses Haus als Tanzboden und Trinkstube. Wie gebräuchlich, pflanzten sie bei diesem Anlässe einen mit Kränzen und Bändern gezierten Baum neben ihrem Festlocale auf, wo er bis zum nächsten Feste stehen bleiben soll. Diesen bunten' Baum soll sich nun die heil. Jungfrau auserwählt haben, um sich da in ihrer ganzen Glorie zu zeigen. Eben so wie in Gereuth und vielen anderen Orten strömen die Gläubigen herbei, fallen auf die Kniee und verrichten Gebete, welche ihnen selbst die Haare zu Berge stehen machen. Dabei werden aber die umliegenden Reben, die Saat- und Kartoffelfelder arg zugerichtet, und die Grundbesitzer sind ohnmächtig, dem Unwesen zu steuern. Man mußte deshalb die Gensd'armerie zu Hülfe nehmen, um die Fanatischen vom Platze zu treiben. Kinder und Erwachsene haben die Mutter Gottes gesehen, aber Niemand weiß, wer diese Kinder und Erwachsene sind, wie sie heißen und wo sie wohnen. Selbst ein Judenkind wurde dieser Gnade theilhaftig und muß jetzt das Lob Maria's verkünden, mag es wollen oder nicht. Judenkinder gibt es in Habsheim gar viele, und nöthigen- falls ließe sich vielleicht eines finden, welches bei den Comödien eine Rolle übernähme. Die Tollheit des Volkes ist auf den äustersten Grenzen angelangt. („Karlsr. Ztg ") Nom, 5. Mai. Im Befinden des Papstes ist keine nennenswerthe Besserung eingetreten, doch wird derselbe am 13. d., auf welchen Tag sein 82. Geburtstag fällt, sein Möglichstes thun, um einen Empfang abhalten zu können. Madrid, 6. Mai. Bei der Brücke von Vera hat zwischen Carlisten und Negierungstruppen ein Gefecht stattgefunden, bei welchem die ersteren 50 Todte verloren. / LandwirthschaftlicheS (Mitgetheilt von der höheren landwirthschaftlichen Lehranstalt in Worms.) Die andauernd milde Witterung hat die heurige Frühjahrs-Vegetation außerge- An Besoldung sollen beziehen: „1) die Vicare jährlich . . - 650 fl. — „2) bei der definitiven Anstellung 900 „ — Frankreich. Paris, 5. Mai. Zwischen Frankreich und Marokko werden wahrscheinlich ernstliche Zwistigkeiten ausbrechen. Die französischen Truppen, welche den Häuptling Si Sliman ben Kaddur verfolgten, der sich wegen finanzieller Verlegenheiten auf marokkanisches Gebiet geflüchtet hatte, überschritten die Grenze und nahmen diesen Häuptling und einen Theil seiner Leute jenseits derselben fest. Die Marokkaner werden sich dieses wahrscheinlich nicht gefallen lassen wollen und es wird wieder zu einem kostspieligen Feldzuge kommen. Paris, 6. Mai. „Bien Public" dementirt auffs Förmlichste, daß Unterhandlungen wegen früherer Räumung Verduns stattfinden. Solche Gerüchte seien nur in Umlauf gesetzt, damit man später sagen könne, die Negierung habe einen Mißerfolg gehabt. — Der größere Theil der Handelskammer sprach sich gegen die neuen Handelsverträge aus. Die Einen finden die Zollgesetze zu hoch, die Anderen zu niedrig. — Die neuen republikanischen Deputaten werden bei dem Wiederzusammentritte der Kammer ein Manifest erlassen, welches die Unverletzlichkeit des Stimmrechts, die Auflösung der Versammlung und eine allgemeine Amnestie verlangt. — „Bien Public" sagt: Der Ministerrath berieth gestern über die constitutionellen Gesetzentwürfe, die der Kammer nach ihrer Rückkehr vorgelegt werden sollen. Die Behauptung, daß über die Auflösung der Kammer berathen worden sei, ist falsch. Paris, 6. Mai. Daß die Reise des Deutschen Kaisers nach Petersburg zu einer Menge von hämi,chcn Bemerkungen der hiesigen Presse Veranlassung giebt, versteht sich von selbst. Die autorisirten Erklärungen der besten, deutschen und russischen Organe können eben so wenig wie die Evidenz fccr friedlichen Bedeutung eines solchen Schrittes das Uebelwollen des Chauvinist mus überwinden. Eine Berliner Correspondenz der Nopublique Fran^aise versteigt sich z. B- heute zu dem Schluffe, den großen Welt-Ausstellungen seien „3) vom 5. Dienstjahre an . 1'50 „ — „ //4) „ 10. „ „ • 1250 „ „ ,,9) „ 15. „ „ ■ 1400 „ - „ „Außerdem erhält der unverheirathete Mitprediger eine Wohnungsvergütung von 100 „Gulden und der verheirathete 200 Gulden jährlich." X Ein Gesuch der Feldschützen um Gehaltsaufbesserung wurde an den Finanzausschuß verwiesen. XL Verschiedene Rechnungen über aus der Hand vergebene Arbeiten kamen zur Vorlage und wurde deren Berichtigung aus der Stadtkaffe beschlossen. Lokal-Notiz. Beschlüsse aus der Sitzung des Gemeinderaths vom 21. April 1873. Anwesend waren: der Großh. Bürgermeister Vogt, die Gemcinderathsmitglieder Bücking, Diery, Felsing, Gail, Hanstein, Heß, Homberger, Keller, Körber, Lüdcking, Nagel, Noll, Pietsch, Ricker, Silbereisen, Wenzel. I. Nach einem zur Vorlage gekomnienen Schreiben Großh. Oberbaudirection ist das städtische Gelände neben der Turnhalle für den Neubau eines Gymnasiums dahier in Aussicht genommen und auf Anfrage bezüglich des Preises erklärt der Gemeinderath zu antworten, daß über diesen Platz erst dann von Seiten der Stadt verfügt werden könne, wenn wegen des Bauplatzes für das zu erbauende Universitätsgebäude definitive Entscheidung vorliege. II. Ueber den an Ur. Leopold Königer abgetretenen dritten Bauplatz links der Grünbergerstraße wurde der vorgelegte Kaufbrief für denselben durch den Gemeinderath unterschrieben. HL Außer dem für das hiesige Regiment als Schießbahn schon abgetriebenen Theil des Stadtwaldes rechts der Grünbergerstraße wurde zur Verlängerung desselben noch ein weiterer Theil zum Abtrieb genehmigt und beschlossen, die Freigebung dieses Waldstreifens zu beantragen, damit die Steuerbefreiung für denselben eintrete. IV. Die Beschlußfassung auf ein Gesuch deS Julius Hoch und Karl Seipp, um Abtretung von städtischem Gelände neben der Turnhalle als Bauplatz, wurde ausgesetzt, weil erst Bestimmung wegen der Bauplätze für das Universitätsgebäude und Gymnasium erfolgt sein muß. V. Ein von Großh. Oberförsterei Gießen mit Andreas Balser in Steinbach abgeschlossener Handaeeord über Anfertigung von Gräben im Gießener Stadtwald erhielt die Zustimmung des Gemeinderaths, weil bei der hierfür anberaumt gewesenen Versteigerung kein Ergebniß erzielt worden war. VI. Schreiner Adolph Hoß will auf sein, an die Stadtbach grenzendes Eigenthum einen Holzschuppen errichten und hierzu die städtische Bachmauer als.Fundament benutzen. Sein des- fallsiges Gesuch wurde abgeschlagen. VII. Das Fahren des Sprengfasses gegen Vier Gulden tägliche Vergütung wurde dem Heinrich Simon übertragen und die Verwaltung ermächtigt, mit demselben nach dem vorgelegten Entwurf Vertrag abzuschließen. VIII. Auf ein Gesuch von Grundbesitzern am s. g. Grüninger Weg um Verbesserung desselben erklärt der Gemeinderath, diese nach den Vorschlägen des Großh. Bürgermeisters geschehen zu lassen. IX. Das Gesetz vom 26. November 1872, welches über die Gehalte der Dolksschulleh- ter Bestimmungen enthält, konnte nicht auch für die hiesigen Mitprediger angewendet werden; aber doch ist die Aufbesserung der Besoldungen derselben erkannt und auf Antrag der Schul- eommission Folgendes vom Gemeinderath beschloßen worden: rurückerwartet. ucu Lvrurer wyr vier. * Maadebura, 6. Mai. Dahier sind an den Straßenecken rothe Zettel Nom, 4. Mai. Der Papst lag gestern zu Bett, da ein Rückfall sei- mit folaender für die allerwärts zunehmende Verwilderung charakteristischen "es Unwohlseins eingetreten war. Heute gab er 45 französischen Pilgrimen Aarnuna angeschlagen' Audienz. Vicomte Damas verlas im Namen der Letzteren eine an Pius IX. ^ur Warnung für alle Diejenigen, deren frecher Uebermuth, roher Sinn gerichtete Adresse, auf welche dieser in einer längeren französischen Rede ant- und Lust am Bösen die öffentliche Sicherheit gefährden, mache ich bekannt, wortete. Die Pilger besuchten hierauf den Cardinal Antonelli. (Reuter's daß vom hiesigen Strafgericht drei junge Burschen, welche in einerRestauratwn Bureau) ten Vorschub leisten würden, was inzwischen leider durch die Berichte aus noch immer die großen Kriege gefolgt, deßhalb müffe auch die Zusammenkunft Elsaß-Lothringen bestätigt worden. Uebrigens werden sich auch fernere Diffe- — cm? " renzen zwischen Baden und der Reichsregierung ergeben, denn wie man uns mittheilt, hat die Badische Regierung in der Diätenangelegenheit ihre Ansicht dahin geäußert, daß der Widerstand gegen die Majorität des Reichstages in Bezug hierauf auf die Dauer nicht durchzuführen und eS daher gerathen sei, noch in der gegenwärtigen Session die Wünsche des Reichstages zu befriedigen. Berlin, 8. Mai. Die „Provinzial-Corresp." betrachtet das Zustandekommen des Münzgesetzes als durch den Reichstagsbeschluß über die Ausprä-! gung von Zweimarkstücken zweifelhaft geworden, wenn weitere Erwägungen ! 6 nicht einen Weg der Verständigung zur allerseits als dringlich erkannten Durch-! Mai. Die Unsicherheit vor den Thoren giebt zu manchen fübruna der Reform ergäben. Das genannte Blatt bezeichnet die Annahme £;a9e11 Anlaß. Vorgestern gegen Abend wurde ein Signor Tosi kurz vor der Kirchenvorlaqen durch das Abgeordnetenhaus in der Fassung des Herren- Porta Pia von zwei Wegelagerern seiner Baarschaft beraubt, Fürst Marcan- bauses in der Sitzung am Freitag oder Sonnabend als völlig unzweifelhaft, ^mo Borghese (Vater) entrann kaum dem Tode. Er kam vorgestern von Die allerhöchste Vollziehung und die Veröffentlichung werde voraussichtlich im v0110 d'Anzio, wo er große Besitzungen hat. Auf dem Kreuzwege nach Campo Laufe der nächsten Woche erfolgen. — Die „Prov.-Corresp." schreibt! ferner, Morto erwarteten ihn drei maskirte Banden. Als er vorüberfuhr, drangen daß der Schluß des Landtages bei der großen Anzahl der-ande-ren-nichtigeein, doch der Kutscher setzte das Viergespann ii: Carriöre und entkam. Drei Vorlaaen trotz wünschenswerther Rücksichtnahme auf die gleichzeitigen Arbeitenj^ugeln jausten nach, verwundeten jedoch nur zwei Pferde, wenn auch schwer.— des Reichstages nicht vor Pfingsten stattfinden werde. — Fürst Bismarck wird Hagel und Frost vernichteten ui den letzten Tagen ein Drittel der Weinpfian-- aleichreitia mit dem Kaiser in der Nacht vom 10. auf den 11. d. in Berlin zmrgen m den Provinzen Velletri und Frosinone, auch int Albanergebirge litten rurückerwartet. ^ie Reben durch den am 1. Mai zurückgekehrten Winter sehr viel. * Maadebura, 6. Mai. Dahier sind an den Straßenecken rothe Zettel Nom, 4. Mai. Der Papst lag gestern zu Bett, da ein Rückfall sei- Pfund von 1 funden. Da sicht auf Q" den doppelt« -iehung gute entschädigt w L E nur die N stabe nun* allgeinanb die Form de> bieW’'ß der Lauch b Thierc gc^ Folge dessen biegt und 1 Form üb/g' verabruchen nehmen lQlv Fleü werthes- ; gehall Ermut ließ die Bert zweite Numm wegen ihres Einsendung beiden erschien Im $1 für die Wb kannten, unt erscheinenden Ausstellungs - kamen neben zu Hülse. Di verschiedenen 22 mittags 21 2254) E arbeiten zur steller-Wachll bürg, Lollar, und @roH aller Watcri Submission r Die Offerte mif der Ach »Subr »11 $E bl? zum Sui bei -er unter emzureicheu, folienanschiü blc Submissi kommen wer Franksurt liont . von M in dem H Krauch, 0 w Zchri Nadel Bau- »»5 Hi ««6m, a Hiri0 Wechsel Amsterdam 8. 105 k. Oberhessen 74 k. 8. 1171/, k. 8. — 6 9 39—41 Pistolen Amerik. 1864r 172 Holzversteigelung. i inib L dem B 2,51 5 von Erlen- 2 präcis 8 Uhr. (2261) 1340 Haiger, den 7. Mai 1873 Bürgermeister: Leng (2248) 17 fr. Schmall. io 1. 1. 2. 1. 1. 1. Espen- Nadelh.- Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto Reish. Wellen Mer ben T- n befifc iß Holzart. Buchen Eschen Eichen Nadelholz Erlen rc. 4,53 1,64 0,79 3,59 empfiehlt (2239) 8-13 8-10 5,2 3-7 87 4,5 5 Erlen- „ 1 Linden-Stamm 15 13 15 12 11 -Slaatssecretär es kriegerisch« das Gerücht, rioasroii sei ei- dlirchaus gor Börsennachrichten. 8. Mat 1873. k. 8. 923/. k. 8. 107 m. 8. — 1. 8. 106*/, 0/0 12 Nmtr. Erlen-Prügelholz, öffentlich meistbietend an Ort und Stelle Bonds 1881r 98% n 1882r 961/, „ 1885r 97 „ 1887r 971/2 2254) Es sollen die sämmtlichen Bauarbeiten zur Herstellung von 11 Weichen- fteller-Wachtbuden auf den Stationen Marburg, Lollar, Gießen, Lang-Göns, Butzbach und Groß-Karben, einschließlich Lieferung aller Materialien, im Wege öffentlicher Submission verdungen werden. Die Offerten sind portofrei und versiegelt Länge und 15 bis 48 Zentimeter Durchmesser, mit 128,21 Ebmtr., 178 Etchen-Stangen mit 17,66 Ebmtr. Die Zusammenkunft ist auf der Licher Chaussee an der ersten Schneiße. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Novbr. 1873 gestattet- Gießen, am 6- Mai 1873. Sroßherzogliche Bürgermeisterei Gießen Vogt. Erlenholz-Versteigerung. Donnerstag den 15. d. Mts., Vormittags 10 Uhr anfangend, werden im hiesigen Stüdtwalde, District Frauenberg, etwa 10 Minuten vom Bahnhofe gelegen: 64 Eichenstämme zu 7,05 Festmeter, 217 Erlenstämme zu 51,31 „ 99 Erlenstangen 1. Classc zu 5,04Festmtr-, Notizen für den Fremden, Pläne für die Zeiteintheilung, der Führer durch die Stadt, die Sehenswürdigkeiten der Stadt, die Umgebungen-'Wiens und ein Straßenverzeichniß. An Karten-Beilagen enthält das Buch: einen neuen großen. Plan von Wien, eine übersichtliche Karte der Welt-Ausstellung, eine Karte der Umgebungen Wiens und eine Ueber- sichtskarte der Eisenbahnen von Mittel-Europa. Der Plan von Wien ist in Quadrate eingetheilt, so daß man leicht und schnell jeden in dem Straßenverzeichniß aufgeführten Namen auf dem Plane ausfindet. Das Buch, dessen Preis nur auf 15 Sgr. festgesetzt ist, wird allen Besuchern der Welt-Ausstellung willkommen sein und sich als praktischer Wegweiser und zuverlässiger Nathgeber auf der Reise bewähren. mit der Aufschrift: „Submission zur Herstellung „11 Weichensteller-W achtbuden' bis zum Submissionstermin den 20. Mai d. I-, uennensttertbt ^en jtin an9 abhaltm Freitags in dem District Schiffenberg auf dem Fußpfad von Gießen nach Schiffenberg, oberhalb des Forstgartens. Donnerstags soll sämmtliches Brennholz in den Districten Brauhof, Hasenkopf, Spiegelacker und Rückers, sowie ein Theil des Holzes in dem District Schiffenberg, zum Ausgebot kommen- Das in den Districten Spiegelacker und Rückers sitzende Reisholz wird nicht an Ort und Stelle, sondern in dem District Brauhof versteigert. Steigliebhaber wollen daher dasselbe zuvor einsehen. Freitags wird dagegen der Rest des Brennholzes in dem District Schiffenberg, und das Holz in den Districten Sommerberg und Buchenberg, sowie sämmtlicheS Ban-, Werk- und Nutzholz, versteigert. DaS Stammholz und Werk-Scheitholz aus den Districten Brauhof und Hasenkopf: 4 Eichen , 1 Eschen-, 2 Nadelholz- und 5 Erlen - Stämme, sowie 20 R-Mtr. Eichen- und 2 R.-Mtr. Erlen: Werk-Scheitholz, wollen daher Steigliebhabcr einsehen: dasselbe wird Freitags Nachmittag gegen 1 Uhr im District Sommerberg ausgeboten werden. 11 2 4 k.. S. 96% k. 8. 100 k. 8 104% k. 8. 105% k. 8. 93% k. 8. 105% Actien« Frankf. Bank 146% Frankf. Vereins-Kasse 140 Darmst. Bankact. 440 Wien Bankactien 986 Oest. Creditact. 340 Galizien 145% 1 Nau \i> Wim on Wz M toi * >■ (tohfi gelbe Harzseife, „ schwarze „ „ Talgselfe, „ Wilhelm 2264) Sämmtliche Bürgermeister des Kreises Gießen werden zu einer dringenden dienstlichen Besprechung auf Dienstag den 12. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr eingeladen, im Rathhause zu Gießen zu erscheinen.___________________________________________________________________________________________ Hotzverstergerung im Gieyener Stadtwalde. 2230) Montag den 12. Mai 1873, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Districten Heegstrauch, Waldshute und Oberhaag, nach- verzeichnctes Holz öffentlich versteigert wer- LiterarischeS. Ermuthigt durch den Beifall, den die erste Nummer vom .Datterich" erzielt, ließ die Verlagshandlung von C. W. Leske in Darmstadt um Ostern I. 3. eine zweite Nummer dieses hessisch-humoristischen Localblattes folgen, die mir dem Publikum wegen ihres zeitgemäßen und pikanten Inhalts hiermit bestens empfehlen. — Gegen Einsendung von 6 Kreuzern in Briefmarken liefert die Verlagshandlung eine jebe der beiden erschienenen Nummern franco unter Kreuzband. 3m Verlage von Albert Goldschmidt in Berlin erschien soeben: Führer für die Wiener Welt-AuSftellung. Derselbe bildet die achtzigste Nummer der bekannten, unter dem Titel „Grieben's Reise-Bibliothek" in bemfelben «erlaße erscheinenden Sammlung von praktischen Reisehandbüchern. Auf die Bearbeitung dieses Ausstellungs-Führers ist ganz besondere Sorgfalt verwendet worden; dem Verfasser kamen neben den eigenen Anschauungen officielle und zuverlässige private Mittheilungen zu Hülfe. Die Haupt-Abschnitte des Buches bilden die Reise - Routen nach Wien von verschiedenen Haupt-Orten aus, der Führer durch die Welt-Ausstellung, praktische Goldsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 56%—57% Vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Betrieös-Jnspection einzureichen, woselbst auch die Zeichnungen, Kostenanschläge und Bedingungen, sowie die Submissionsformulare in Empfang genommen werden können. Frankfurt a. M., den 6. Mai 1873. Königliche Betriebs-Jnspection. Heyl. Frischvsckrr zu Gießen. Sonntag den 11. Mai. Heinrich Röder in der Wallthorstraße, Louis Kämmerer auf dem Seltersweg und Heinrich Plank in der Neustadt. 30/o 3% 3O/o 5% Beginn der Versteigerung an beiden Tagen Vormittags Zusammenkunft: Donnerstags an dem Brauhof-Weiher. Action. 50,0 östr. F. St. E. B. 356% Lombard. Bahn 204 Ludwigsh. Bexbach — Maxbahn — Bayer. Ostbahn 123% Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. 168% yn LklbesskM 9r' „ «o«rsM mtnbtl Wg schen Gailifitn f )ie elfteren 50 f „ 23-52 „ „ 19-25 n 44 735 Fichten-Stangen „ 3—5 „ 90 R -Mtr. Eichen Werk-Scheitholz und Preuss. 4i,zv 0 Oblig. 103% Frankf. 3%°,q Oblig. 87% Nass. 4%° 0 Obi. 100% Kurhess. 40/0 „ 97% Gr. Hess. 5° 0 Obi. 102'/» n n 40/0 „ 99 „ n 3%% „ 96 Bayer. 50/0 n — „ 4‘z°, 0 1jährige 100% „ 40/0 1jährige 93 Würtemb. 4%° 0 Obi. 100 Baden 4%°/q ObL c. E. L. 100 Oesterr. Silberrente 66% „ Papierrente 64% Spanier, neuest. 3% 19 ^schnitz, ’mlt hi-k ’ 9* bit ruitt bem Versteigerungen. "• '' •’ Main-Weser- Bahn. Ieilgebotenes. 2257) Schöne Weinflaschen a 412 kr bei I. Rothenberger, Lindenplatz., ««manc^en >' klllz tw ’SSWanan, Astern Don Campo JUrangen Dr°i ld) Ntr__ litten Eichen 19 111 Nadel - 9,6 Bau-, Werk- und Nutzholz. wöhnlich frühzeitig wach gerufen. Die Grasländereien zeigen bereits einen dichten, üppig grünen Schuß, der Roggen ist schon mehr al5 einen halben Fuß hoch, die Waizenfclder stehen dicht geschlossen, Gerste und Hafer sind meistens aus dem Boden gekommen, die Bäume zeigen sich nicht nur belaubt, sondern viele derselben blühen sogar schon und der Weinstock treibt Gescheine. Trügen nicht alle Anzeichen, so haben nur ein recht günstiges Frühjahr zu erwarten, und wenn nicht der Klee Überall so über alle Maßen schlecht stünde, so hätte der Landwirth heute, abgesehen von der wahrhaft traurigen Arbeiternoth, feine berechtigte Klage. Zur Kälberzucht. Daß man bei der Preisbestimmung der Nutzthiere nicht nur die Herstammung, den Nutzungswerth, das Gewicht und das Alter zum Preismaßstäbe nimmt, sondern auch die Form des Thieres mit in die Rechnung zieht, lst zwar allgemein bekannt. Gleichwohl aber wird fort und fort bei der Aufzucht der Kalber die Form der jungen Thiere dadurch verdorben, daß man ihnen nach ihrer Abgewöhnung die Nahrung zumeist in Form von Getränken verabreicht. Tagtäglich wird wiederholt der Bauch der Thiere mit Flüssigkeit üdersüllt. Die schlanke Gestalt, die man an jebem Thiere genau sieht, verliert sich dadurch rasch; e6 bildet sich em sogenannter Bauch m Folge dessen auch die Hüft und Kreuzknochen hervortreten, der Nuckgrad sich abwärts biegt und so die von Natur aus schlanke und runde Form in dre sacklge und eckige Form übergeht. Man sollte jungen Thieren alles Futter nur im trocknen Zustande verabreichen und sie das Getränke in Form von klarem Wasser nach Belieben neymen Ussen pernafteten und ungemästeteil Thieren in Rücksicht des Nahrungs- mertbe*. Die Nachweise von Lawes uno Gilbert in England, daß der Wassergehalt des Fleisches mit fortschreitender Mästung bedeutend abnimmt und daß ein Pfund Rindfleisch eines gut gemästeten Ochsen fast fo viel Nährstoffe enthalt als 2 Pfund von ungemästeten Ochsen, haben durch neuere Versuche ihre volle Bestätigung gefunden. Darnach leuchtet das Unzweckmäßige einer polizeilichenFleischtaxe ohne Rücksicht auf Qualität ein, denn sie nöthigt den Consumenten hausig für 1 Pfund Fleisch den doppelten Werth zu zahlen, und verleidet dem Viehzüchter die Lust zur Erziehung guten Mastfleisches, weil er durch die Taxe beim Verkauf nicht genügend entschädigt wird. den, als: A. Brennholz. Scheith. Prügelh. Stockh. R-Mtr. R.-Mtr. R-Mtr. । Holzvcrstcigkrilna in der Obersölstcrei Schiffenberg. Donnerstag den 13. und Freitag den 16. l. M. sollen in den Domanialwald- Districten Brauhof, Hasenkopf, Spiegelacker, RückerS, Schiffenberg, Sommerberg und Buchenberg versteigert werden: A. Brennholz. „ doppelte 9 39—41 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 31—33 20 Frankenst. 9 19%—20% Engi. Sover. 11 46—48 Rusa. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 25 %—26% Qual. weiße-Kernseife, pr. Pfund „ maim. „ * „ io-™ oneiunu} 1 7980 versteigert. B. Bau-, Werk- und Nutzholz. ~ 485 Eichen - Stämme von 3 bis 13 Meter Eichen-Stämme von 23-70 C.-Mtr> Durchm., 3-10 Mlr. Länge mit 10,19 F.-Mtr-, 48 u. 64 „ H 5 „ ,, „ 2,51 „ Gießen, den 8. Mai 1873. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. G e 0 r a i- Lchs, M w ; erfolgt fern M mbach tW :1t Die 8u|Wj fin(5Tgehn$ i tiatiM S 873. ntrglietti Mz, igel, N°ü, M .ntirection iü«- 0ahm.in u antworten, H n weg« ieldk sge- links da «Mw :b Mterschrielw ^getriebenen Zk : nc-b ein * ins zu beonhc-'c 2263) Freitag den 12. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung von Wolters * Leo auf dem Kreuz Mobilien, bestehend m Tischen, Stühlen, Schränken, Bettladen, Küchen- und Hausgeräthe aller Art, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 9. Mai 1873. In Auftrag: S em ml er. 1602) Geräucherten Speök, per Pfund 24 fr., reinschineckendes Schweineschmalz, per Pfund 22 fr., im Fass genommen billiger; empfehlen I. A. Busch Söhne. 2262) Vorzügliche Früh- und Spätkartoffeln verkauft FriedrichLampu«, Seltersweg. Prioritäten, östr. Stsb.-Prior. 59a 4 östr s. Lombard 49% Livorneser 35% Toscaner 56% V.gi»**1 W<« Freitag den 16. d. Mts., csj Morgens 11 Uhr anfangend, werden durch den Unterzeichneten in unmittelbar an hiesigem Ort gelegenen 5°/o Elisabeth.-Prior. 86 jo. II. Emiss. 83 Aiilcliensloosee Darmstädter fl. 50Loose — n „ 25 n 57% Kurh. 40 Thlr. Loose 72% Nassau 25 fl. — Braunschweiger 24% 3° q Oldenburg, ä 40Thlr. — 4% bayr. Präm.-Anl. 112% 4% badische Locse 110% Badische fl. 35 Loose 69% Oestr. fl. 250 v. 1854 95 1858r Prioritätsloose 205 1860r Loose 93% Schlag „Alnaer Weg": 70 R -Meter Eichen-Scheit- u. Prügelholz, 82 „ Erdstöcke, öffentlich meistbietend versteigert. Oberweimar bei Marburg, 6. Mai 1873. I unk, ____________________Bürgermeister. Bau- und Grubenholz - Versteigerung im Gemeindewald von Oberkleen am Freitag den 16 d. Mts. und erforderlichen Falls auch den folgenden Tag von Vormittags Punkt 9 Uhr ab: a) im District „Dachsbau" : HO Fichtenstämme — 30,41 Festmeter, 70 Kiefernstämme — 12,00 76 Fichtenstangen 1. und II. Klasse, 274 Kiefernstangen I , II. und UI Klaffe; b) im Distrikt 15ahc, Schlag V (Schiffsheck): 10 Erlenstämme 111 und IV. Klasse, 89 Kiefernstämme — 15,98 Festmeter, 72 Erlenstangen L, II. und 111 Klasse, 700 Kiefernstangen 1, 11. und III. Klasse. Niedercleen, den 6. Mai 1873. (2246) Das Bürgermeister-Amt. Scheitholz. Prügelholz. Raummeter Stockholz. Reisholz. Wellen. 67 291 408 14600 8 46 — — 52 141 243 3780 18 9 10 200 8 6 8 3070 Leimkeffel in drei verschiedenen Größen. (2260) Die Delicatessen-Handlung nochmals ein Stadtbaumeister. der J. A. Busch Söhne erlaubt sich hiermit (2267) schen Buchhandlung zu haben. Laaer in Bordeauxweinen, Mousseux nub achtem Champagner, Madeira und altem Malaga, direct bezogen, Sherry, Portwein und Tokayer, verschiedenen Sorten Rheinweinen. Rechten Maccaronis, Eiergemüse- und Eierringelnudcln, feinste KönigSreis- stärke, Tafclmandeln, Gelatine und Tafelrosinen. Würfelzucker und feinst gestoßene Raffinade. Feinste Göttinger Mettwurst, Gothaer Cervelatwurst und Schinken, geräucherter Speck und Schweineschmalz. Eingemachte Früchte, Ananaserdbeeren, Stachelbeeren. Reineclauden, Pfirsiche, Russe, Aprikosen, Kirschen, Birnen und Pflaumen, Zwetschen, Traubengel«e, gedörrtes Obst in Brünetten, Türkische und Bamberger Zwetschen, Kirschen und geschalte Aepfel. Niederlage des ächten Liebig's- Fleischextracts von der Fray - Bentos - Compagnie in Südamerika. bestcns zu Emmenthaler und Rahmkäse in Stanniol, Kräuter- und Limburger, sowie Parmesankäse. Vorwärmer, runder und ovaler. Dampfmaschinen, liegend, 16pferd. und 2 zu 4pferd. Transmissionen, Riemenscheiben, Kupferrohre (mehrere 1000 Fuß), in allen Dimensionen, Treibriemen u. s. w. 3 Mahlgänge (für Mehl oder Spath) von Eisen, Stampfwerk. Knirschmüh^e (für Oel oder Gewürz) ganz von Eisen. (2980.) Darmstadt, Heidelbergerstraße Nr. 8 (Ncckarthor.) Theelager von der englischen Theecompagnie in Souchong, Congou, Pccco, Pecco mit Blüthen, Haysan und Imperial, in V*, % und Vz Packung. Äanillc. Caviar, Genueser Sardellen, Holländische Votthäringe, russische Sardinen, Sardine» a l’ieuile, Mixed- Pickles , Trüffeln, Oliven, Capern und Champignons. Cacoigna feinstes entöltes Cacaopulver in Büchsen, Chocolade und Malz-, Rettig-, Brust- und Althebonbons, Blockchocolade, per Pfd. 28 fr. Ztt Verkäufern Zwei Dampfkessel (wie neu), ein vorzüglicher Kornwall, 40pserdig, und ein kleinerer, lOpferdig, mit Siedrohr. empfehlen. Levante- und Zamoica- Badeschwämme, Stearinkerzen. (499 Kaffee in Mocca, Menado, Pcrlceylon, Ceylon, Java und La Guayra, sowie frisch gebrannten. 2266) Unserm Freunde Ernst Paul Klingner zu seinem heute ftattfinbenben 19. Wiegenfeste ein breifach bonnernbes Hoch!!! baß die ganze Plochsstraße wackelt. Seme Freunde: A. II. P. K. 0. R. Französische Liqueure, Holländischen Genever, Absynth, feinstes Kirsch- waffer, Rum de Jamaica, Arrac und Cognac, Hamburger Magenbitter, Ananas-, Portwein-, Burgunder-, Rum- u. Arrac-Punsch- effenze, vom Hause des Herrn J oh. Adam Röder in Düsseldorf und Cöln. Concert der Großher^ogtich Hessischen Kammervirluosin L. Schulz aus Darmstadt Montag den 12. Mai 1873, Abends präcis «V2 Uhr, im Club-Saale, unter gütiger Mitwirkung des Großherzoglichen Hofopernsängers JofS Ledvree, sowie der Herren Heim und Reiz, Mitglieder der Großherzogl. Hofmusik zu Darmstadt. P r 0 g r a m m. 1) Großes Trio in D-dur für Clavier, Violine und Violoncello, opus 70, von Beethoven. 2) a. Stabat in ater, Arie für Tenor, von Rossini. b. Lieder für Tenor von Schubert und Mendelssohn. 3) Cavatine, Solostück für Geige, mit Begleitung des Piauoforte's, von Raff. 4) Solostücke für das Clavier: a. Variationen von Händel. b. Trauermasch von Chopin. c. Etüde de Concert von Heller. 5) Recitativ und Arie (für Alt) aus Fidelio, gesungen von Frau Di*. 2B ei ff em bach, von Beethoven. 6) Andante für Violoncello mit Begleitung des Piauoforte's, v. G o l t e r m a n n. 7) Lieder für Tenor: a. Schlafe wohl von Abt. b. Widmung von Schumann. 8) Solostücke für Clavier a. Nocturne, Es-dur von Chopin. b. Ländler von Rass. Der Flügel ist aus dem Pianofortelager des Herrn A. W. Zimmermann in Darmstadt. Billets, numerirte ä 1 fl., nicht numerirte ä 36 fr., sind in der Ricker- Für einen Waisenknaben wirb eine Lehr- 'teile in einer Schlosserei gesucht. Näheres zu erfragen in der E^ped. b. Btlts. 2259) Rückstänbige Rechnungen fordert dermiethungen. 2268) Ein Parterre-Logis ist im Ebel'- schen Hause auf bem Kreuz zu vermiethen. H. M. Jugharbt. 2250) Eine Stube nebst Küche unb Bodenkammer an eine alleinstehende Person zu vermiethen. Zu erfragen jeden Morgen vor 8 Uhr bei C- Dalmart vor dem Neustädter Thor.___________________________, 2244) Der Laden meines Hauses ist mit vollständiger Einrichtung und zwei angrenzenden Zimmern zu vermiethen. Dr. A- Mettenheimer- § Wcißbilidergcsclleil A langer werden gesucht bei I. Reiber.! 2092) Ein gewandter Bursche, welcher mit Pferden umgehen kann und stadtkundig ist, wird gesucht im Darmstädter HauS. Lohn 100-120 fl.______________ Ein Möbelschrciner wird gegen hoben Lohn gesucht von (2069)______Staudinger