•ttn durch B. [rttrung een 'tmafgefiifc empfehlen. b Rabern 50 :,9?£n) i >7* Sgr., - Alr. 3 S^, * 15 Sgr' Thlr. 5 S r Momp. in b Droguen-, l6 geistlichen Oberen diejenigen Caudidaten, denen ein geistliches Amr übertragen i werden soll, den Ober-Präsidenten unter Bezeichnung des Amres benennen- Unter völliger Mißachtung deS Gesetzes hat der Erzbischof fort und fort Geist liche angeslellt und versetzt, Licare berufen, ohne in einem einzigen Falle der Vorschrift des Gesetzes zu genügen. Es ist dies im Zeitraum weniger Monate in vierzig Fallen geschehen. Nicht allein die große Zahl der Falle zeigt, daß der Erzbischof in biwnßter Absicht und in hartnäckiger Auflehnung gegen da? Gesetz handelt, sondern noch mehr geht dies aus dem Umstand hervor, daß der Erzbischof trotz mehrfach erfolgter gerichtlicher Bestrafung in seinem gesetzwidri- gen Wirken beharrt. Auf Grund des Gesetzes hat der Minister schließlich die Einbehaltung der aus Staatsfonds für den Erzbischof ausgesetzten Besoldung verfügt, ohne daß es gelungen wäre, denselben zum Gchociam geacn das Gesetz zurückzuführen. Die Folgen dieses Lerhalteiis des Erchffchofs sind aber nach den verschiedensten Seiten hin von der verderblichsten Art. Zunächst wird dadurch in die einzelnen Gemeinden eine schwere Verwirrung getragen, indem die von gesetzwidrig angestellten Geistlichen vorgenommenen Amtshandlungen der bürgerlichen Wirksamkeit entbehre.i und demgemäß durch die Vornahme bürgerlich ungültiger Trauungen verhängnißvolle Folgen für die Familieuverhältmsse, das Eherecht und die Erbfolge erwachsen. Sckwn j-tzt ist die Zahl solcher ge setzlich ungültigen Trauungen ziemlich groß. Der Erzbischof und die einzelnen Geistlichen handeln im vollen Bewnßlsiin der Wirkungen ihres ge) tzwidrigeu Vorgehens. Auf ein Schreiben des Ober-Präsidenten, welches dem Erzbnchof die Schonung der Interessen der Bevölkerung aus Herz legie, hat derselbe erwidert : es könne Linern Zweifel unterliegen, daß, wenn die Staatsbehörden den Amtshandlungen jener Geistlichen die Anerkennung versagen, hiedurch die ärgste Verwirrung in die Familienverhältnisse hineingetragen und für die katho lilchen Staatsangehörigen schwere Bedrängnisse und wahrhafte Nothstände hervorgerufen werden; — aber es sei keinem Bischof möglich, zum Vollzug der Kirchengesetze mitzuwirken, da dieselben die katholischen Grulid)ätze in Bezug auf die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit der Kirche verletzen. Die Mah nung zu Gunsten der Wahrung der heiligen Interessen der Familien und ihrer Rechtsverhältnisse jetzt der Erzbischof seine dre.ste Verhöhnung der Staatsgesetze entgegen, indem er dieselben mit den zu den Zeiten der ersten Christenverfolgungen erlassenen Befehlen, den heidnischen Götzen W.ihrauch zu streuen und zu opfern, auf gleiche Linie stellte. Diese offene Auflehnung gegen die Staatsgesetze ist bann weiter in die Gemeinden getragen worden, welche vielfach in tumultuarijcher Weise erklärten, daß sie zu den gesetzwidrig angestellten Geist lichen halten wollten. Es ist zu besorgen, daß, wenn jenem Treiben kein Ende gemacht wird, die Achtung vor dem Gesetze und das Ansehen der Regierung völlig untergraben weiden und die beklagenSwerthesten Folgen für die Ruhe und den öffentlichen Frieden unausbleiblich feien. Eine n cht minder große Mißachtung der Staatsgesetze hat der E'Mchof durch sein Vorgehen gegen einen Religionslehrer bekundet, welcher die bekannte Adresse des Herzogs von Ratibor an Se Majestät den Kaiser mit unterzeichnet hatte. Der Erzbischof forderte ihn demzufolge wiederholt und unter Androhung der großen Excommnnication zum Widerruf auf, wiewohl der Kaiser öffentlich seine Befriedigung über den Ausdruck der Loyalität in jener Adresse kuudgege- ben hatl^. Ter Erzbischof hat weiter ein Rundschreiben an die Rcligionslehrer der höheren Lehranstalten erlassen, in welchem er unter offener Aufiehiiung gegen die Allerhöchste Ordre in Betreff der Anweiidung der deutschen und der polnischen Sprache beim Religionsunterricht die Lehrer zum Ungehorsam gegen die Anordnungen der Staatsbehörden anfforderte. Nachdem die V-Hörden demzufolge gegen die Rcligionslehrer eingeschritten waren, hat der Erchischof An orbnuugen getroffen, daß den Schülern der Religionsunterricht privatim fast überall von den bisherigen, wegen ihrer Auflehnung gegen die Anordnungen des Staates entlassenen Lehrern ertheilt werde. Die Erfahrung hat gel hrt, daß dieser Uliterricht vielfach dazu benutzt wird, um die Schüler zum Ungehorsam gegen die Anordnungen der weltlichen Lehrer und der Schulbehörde auf zureizen und den Geist der politischen uns religiösen Parteinahme schon in den jugendlichen Gemächern rege zu machen. Endlich ist von Bedeutung, daß ter Erzbischof und die von ihm abhängige Geistlichkeit fortdauernd bemüht finb, die katholische Bevölkerung der Provinz in Aufregung gegen die Staatsregierung zu versetzen. Schon i.i dem Fisten- brief vom Februar d. I. war in den erregtesten Ausdrücken behauptet, daß die katholische Kirche bedrückt, geschmäht und verleumdet werve; — bald darauf wurde eine allgemeine Adreßbewegnng in's Werk gesetzt. Tie gcfanume Geistlichkeit und die beiden Tomcapitel gingen voran, um dim Erzbischof ihre volle Unterstützung in dem Kampfe gegen die Staatsgesetze zu versprechen; ihnen folgte ein großer Theil des polnischen Adels und nachher die Gemeinden. Jede weitere gesetzliche Maßnahme des Staates wurde von der Geistlichkeit zu neuen aufreizenden Kundgebungen über „die Bedrückungen der heiligen Kirche" benutz'. Als Mittel, die Bevölkerung aufzuregen und zu fanatifiren, werden überall außerordentliche Gebetsandachten wegen der „täglich zunehmenden Bedrängniß der Kirche" veranstaltet. Es liegt klar zu Tage, daß durch alle diese Mitte! nicht nur eine tiefe Aufregung hervorgerufen, sondern auch der Gegensatz, welcher auf nationalem und kirchlichem Gebiet in der Provinz Posen besteht, geschärft wird. In dieser Beziehung ist auch die Haltung der polnischen Presse in hohem Maße bezeichnend. Faßt man alle diese Thatsachen zusammen, so stellt sich in der Person des Grafen Ledochowski das Bild eines Prälaten dar, der in offener Anfleh- nung gegen die Gesetze und Ordnungen des Staates lebt, der gegen die Anordnungen der Staatsregierung eine grundsätzliche Opposition betreibt und sich so vieler und schwerer Verletzungen der auf sein Amt bezüglichen Vorschriften schuldig gemacht bat und noch täglich schuldig macht, daß ein Zweifel darüber nicht mehr bestehen kann, wie ein längeres Verbleiben deffelben im Amte mit der öffentlichen Ordnung schlechthin unverträglich ist. Es sind hiernach alle Voraussetzungen vorhanden, um auf Grund des Gesetzes über die kirchliche Disciplinargewalt mit dem Verfahren auf Entfernung des Erzbischofs aus seinem Amte vorzugehen. Berlin, 6. December. lieber die mannigfache Weise, in welcher der Erzbischof Graf v. Ledochowöki sich gegen die gesetzliche Ordnung Vergangen iiußfiuib. Petersburg, 4. December. Der „Ruff. Invalide" vom 3. December meldet, daß der turkmenischc Stamm der Tekinzen, der den Amu Darja überschritten, zwei Karawanen überfallen und einen kranken russischen Soldaten gefangen genommen hatte, dafür exemplarisch gezüchtigt worden sei. Am 24. September a. St. rückten 300 Kosaken aus dem Fort Pctro Alexandrowsk aus und nach einem Parforceritt von 200 Werst g iffen sie die Tekinzen am 26. an. Letztere wurden total vernichtet, nur 11 Mann kamen über den Amu Darja davon. fcn -, ßofinen -, finfenrndtf. BIocAeAoeofastt haben, *1 W in üiCbe harte artet zielt- ) nur, die t weit hin- Cn Bann- eine aus- Maxbabn 131 Bayer. Ostbahn 116 Rhein-Nahebahn-Act. 20 Frankenst. 9 21 — 23 Engi. Sover. 11 4'1—51 Kuss. Im per. 9 41—43 Dollar in Geld 2 25—26 Lombard. Bahn 18O'/z Ludwigsh. Bexbach 1937/i S. ^87/g 8. 100 8 1O476 8. 105% 8. 93% Trüffeln, Champignons, Agar Aicar, tielatine, Takelmgndeln, Tnkclroünen, Tafelfeig$n, ilaj. Baselnüsse. fire auSge- Vahl dir mvorgfhen. 'agnon ein tiij machen hLdm srch SRocofadf, taeoigna, Vanille, Thee, Zimmt, 'girrac, Rum, Kognac, malaga, Madeira, Sherry, Portwein. 1031'ß 1023 4 1'3 41-43 36—38 52—54 33-35 bi» f"t beit 291, Toseaner 53* 2 Elisabeth.-Prior. 92 t 5661) Die Quittungen über vorbemeikte 'Vergütungen sind vor dem Schlüsse dieses Friorilälen. 3°/q Östr. Stab. Prior. 61 ’/g 3°/0 östr s. Lombard 4d1/4 3° q Livorneser 32% Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem hiesigen Kasernen-Hofe meistbietend gegen gleich baare Zahlung verkauft roetden; ein Äspänniger Gefchirrzug mit mehreren Trensen, Stangenzüumen, Halftern, Rettsättele, Pferdedecken, Peitschen, Striegeln, Kartätschen rc. Gießen, den 3. Dccember 1873. v G 0 ctze, Major und BataillonS- Commandrur. versteigert werden. Gießen, den 5. December 1873. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. legitimiren. Zugleich wird bemerkt. daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen Gießen, den 24. November 1873. Der Rechner der Spar- und Leihkasse: ft e b r. 'Monbeie 33e6anntnMung 9Baiffnvct,,£9rl*Slinufl’,i Ma(W Kosten zugesandt. Gießen, den 5. December 1873. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt Aclieii« Frankf. Bank 150 Frankf. Vereins-Kasse 885,'( Darnist. Bankact. 396 Rheinische Hyp.-Bank — Wier} Bankaetien 1020 Oest. Creditact. 239 Galizien — — In Odessa sind die Wasserwerke am 3. Dccember mit großer Feierlichkeit im Beisein aller Behörden eröffnet und dem allgemeinen Gebrauch überwiesen worden. ä°,o 50° ten. d'e Beru- ichen Ses, le Bildet ">er G..t- r Tcrjas- T rbische Uffaumen, Bamberger Zwetschen, Briiaielien, liirHchen, Apfalspalten. "ckke ent, ’ i*1 Bcr- 000 Mann ijd)tn, sehr Primo de orräthr, so- -beutet habe, rerweigerten, al ^rstören. M- Dl- iß es nicht Donnerstag den 11. December, Nachmittags 1 Uhr, werden im Saal des Promenadehauses dahier eine Partie weiße und rothe Weine in Flaschen und verschiedene HauSmöbel öffentlich versteigert. Gießen, den 5. December 1873. Versteigerungen. 5618) Dienstag den 9. 1. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll auf dem hiesigen Rathhaus Schreine rarbeit, veranschl. zu 76 Aecht kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. Meine Niederlage davon in der Expedition des Gietzener Anzeigers empfehle ich an 8 fl. per Dutzend, 4 |i per halbes Dutzend und 45 fr. per Glas gehorsamst Johann Maria Farina in Köln. angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: Aechle Fleap. Waccaroni Vermicellis, Suppenteige, Eürgkmüse- Gierlnßpennudeln. Faniermelil. Die Interessenten werden fordert, die Zahlung an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu Amerika. New - Bork, 5. December. Es herrscht noch immer Ungewißheit darüber, welche Entschlüsse das Eabinet in Folge der verzögerten Auslieferung des „Virginms" fassen wird. Man glaubt, die spanische Regierung sei zu schwach, um ihre Befehle in &uba zur Ausführung zu bringen. Amerika wird an dec von der spanischen Regierung acceptirten Lage festhalten und seinen Forderungen Geltung zu verschaffen wissen. Die militärischen Vorbereitungen werden a f Euba l bhaft fortgesetzt. New-Aork, 6. Decunber. Es heißt, das Eabinet wolle sich wegen der Auslieferung des „Dirginius" so lange gedulden, bis sie ohne Verl tzung des spanischen Stolzes geschehen kann. Im Falle die Auslieferung nicht erfolgen sollte, würde die Angelegenheit dem Eongreß überwiesen werden. fl. 250 V. 1854 — Prioritätsloose 1931 Loose 92 „ 1 14' 2 4287) Wollene Kemden, Unterjacken, Unterbosen, Leibbinden, sowie stets das Neueste in Halsbinden, empfiehlt in großer Auswahl -H. Nübsamen. tioldsorleii« fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Eingemachte Fruchte, als: Annrrnrrs, PLrllche, 27üsse, F.eir.eclauden, Erlll'kkrcn, 3oli(inni8^ccrcn, tiDibEEKEN, nkniCOSEN, Aepfel, Hirnen, Mirabellen. Caviar, Sardiaes ä l’huile, russ. Sardinen, Sardellen, t»• JSietncn, Cervelatwurst. k. k. k k. k. Verkauf. Am 9. d. M, J. /#. 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Stühlen, Weitz;eug, Kleidungsstücken, sodann eine Drehbank mit sämmtlichm Futtern, ein 200 Pfund schwerer Ambos, ein langer Blasbala, fünf Schraubstöcke und sonstiges Schmiedewerk' zeug. ein Schleifstein mit Sle'nen und Polirscheiben, Ziehbank mit Zange und Eisen, Feilkloben und Feile, 11 bis 12 neue Bruchbänder, worunter ein doppeltes, eine Rstgen'sche Geburtszange, Suspensorien Spritzen und sonstige ch rurgische Instrumente, Taschennuss-'r, Schee'en, Mrsscr und Gabeln in allen horten, Nosenscheeren. Jagdmesser rc. meistbietend versteigert werden. Die Jnstr umente können an dem Tage der Versteigerung von Morgens 8 Uhr an eingesihen werden Gießen, den 8 Dccember 1873. Großherzogliches Ortsgericht Gießen- (5524) Wortmann. Sem ml er- ©arl« 6‘: Br* K von der A«glo-Swlu-Coi.dea8ed - Milk-Lemp. IN Cham 71 l>,DlIDCU|iriC IVCllUj (Schweiz), pr. Büchse 33 fr., empfiehlt Emil Fiscdback Jahres bei uns auszustellen. 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