to" «*• ti $e“e ‘'«nitfrtte ti,'äanb h tun bf, * 1™« ■k"' M, 4 ' n‘ 'N eine LRickerN ald. nccrt, ri?- Inf.-Reg. Staufff. r. N haben, wollen ^.irmanil. '-GeNsUst beulenden Reserven, flrar, Waaren, !.'i Lüiide, gegen an- Prämr'err. 'crcen vnentgeldlch Gießen. in Wieseck. rbach. Ltauftnberg den 6. Juli. tZv^UhrlLM. r d Mimten) nittags. Der Vorstands mgt ßtjud)t- -j;ipn Äramm. __ niKbn Arbeiter auf .pucle für Accordar. ■ u\t Icdlesslnner. i Tmcll! ii btflir.nf wieder ei« ttn urD Anfertige« rRotUnbnger, jjinbeiwM-____— crnto ^jptbiW k t (;°i jr *lflJ ?■£*** L^r^n: und 'n« W B-^unb' -tt»>“>■ gtdS vierteljährtz 1 fL 12 fr. stlt Bringerlohn. Durch dir Poft bezogen vterteljährig 1 fL 29 fr. Erschewr täglich, mtt Fwa- nichme SonntagS. Expedition: Eanzleiber^ S!iL B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen. d , - ...iumuiji- lll in - ------------------------———u ■•'■■w . ii .1———» Rr 153 Montag den 7. Juli 182S. nINtsicher Ts) ei f. Bekanntmachung. Am 10 und II Juli 1873 findet zu Marburg eine Generalversammlung des landwirthschaftlichen Centralvereins des Regierungsbezirk» Cassel, womit am 11. eine Vieh- und Maschinen - Ausstellung, sowie entsprechende Festlichkeiten verbunden sind, statt. Aus Veranlassung des Herrn Präsidenten des landwirthschaftlichen Vereins ver Provinz Oberhessen, Frhrn. Adalbert von Nordeck zur Rabenau, beehre ich mich bie Mitglieder des landwirthschaftlichen Be- zirksvercins für den Kreis Gießen hiervon mit dem ergebensten Anfügen in Kcnntniß zu setzen, daß das jenseitige Festconnte sammtlichc Mirglieder des diesseitigen landwirthschaftlichen Vereins zum Besuche dieses Festes freundlichst cingeladen hat. Gießen, den 5. Juli 1873. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksverems für den Kreis Gießen: v. Röder. B e t a n n t m a ch u n g. Betreffend: Anmeldung und Prüfung der einjährig Freiwilligen. Diejenigen Militärpflichtigen, welche als einjährig Freiwillige dienen wollen und im Großherzogthum Hessen nach § 20 der Militär-Ersatz-In- struction vom 26 März 1868 (Reg.-Blatt Nr. 21) gestellungspflichtig sind, haben ihre Anmeldung schriftlich, unter Berücksichtigung der §§ 148. 149. 151. 152. 153. 154 und 155. der erwähnten Militär Ersatz-Instruction bis zum 1. August d. I. be'. der unterzeichneten Commission einzureichen, falls sie sich der im September d. I. stattfindenden Prüfung zu unterziehen beabsichtigen. Der Meldung sind beizulegen: a) ein Geburtszeugniß; b) eine beglaubigte Einwilligung des Vaters oder des Vormundes; , r A c) ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasren und höheren Bürgerschulen) von dem Director bezw. Rector der betr. Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute aber von der Polizei-Obrigkeit auszustellen ist. Bei Nichtbeobachtung der bestehenden Vorschriften, oder Einreichung des Gesuchs nach dem angegebenen Termine, kann die Zulassung zu der nächsten Prüfung nicht stattfindeu. Der Prüfungstermin, sowie das Local, worin dieselbe vorgenommen wird, kann erst später bekannt gemacht werden; eine specielle Einladung erfolgt nicht. Die unterzeichnete Commission macht außerdem auf folgende Bestimmungen ausdrücklich aufmerksam. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst darf nicht vor dem vollendeten 17. Lebensjahre und muß bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. Februar des Kalenderjahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Mit der Anmeldung um Zulassung zum einjährigen Militärdienst ist die Ausgabe des Rechts, an der Loosung Theil zu nehmen, verbunden. Ausnahmsweise kann der durch die versäumte rechtzeitge Anmeldung verloren gegangene Anspruch durch Entschließung der Ersatzbehörden 3. Instanz wieder verliehen werden, wenn der betheiligte Militärpflichtige noch nicht an einer Loosung Theil zu nehmen verpflichtet war, oder vermöge seiner Loosnummer disponibel^^bUebeu^st^^^^ diese Vergünstigung indeß nur dann eintreten, wenn der deßfallsige Antrag vor der zweiten Aushebung, bei welcher der betheiligte Militärpflichtige zu concurriren hat, sormirt wird. _ Gesuche um Wiederverleihung der durch versäumte rechtzeitige Meldung verloren gegangenen Berechtigung sind an die zuständige Kreis-Ersatz- Commission zu richten. Darmstadt, den 19. Juni 1873. Großherzogliche Prüsungs-Commission für einjährig Freiwillige: Pabst. Strecker. B e k a u n t m a ch u n g, den Remonte - Anka Zum Ankauf von Remonten im Alter von vorzugsweise drei, und Jahre nachstehende Morgens 8 Uhr resp. 12 Uhr beginnende Märkte anbe den 14. Juli in Alsfeld, „ 15. „ „ Grünberg, ,, 17. „ . Lich, „ 18. „ „ Nidda, „ 19. „ „ Nieder-Wöllstadt, „ 23. „ „ Groß-Umstadt (früh 8 Uhr), ,, 23. „ „ Groß-Bieberau (12 Uhr), Die von der Militär-Kommission nach gegenseitigem Uebereink pro 1873 betreffend. lahmsweise vier und fünf Jahren, sind im Großherzogthum Hessen in diesem t worden, und zwar: den 24. Juli in Bickenbach, „ 25. „ „ Groß-Gerau, „ 26. „ „ Goddelau, „ 28. „ „ Gernsheim (früh 8 Uhr), ,, 28. „ „ Biblis (12 Uhr), „ 29. „ „ Bürstadt (früh 8 Uhr), „ 29. „ „ Lorsch (12 Uhr.) n erkauften Pferde werden zur Stelle abgenommen, und gegen Quittung sofort baar bezahlt. Zu wenig entwickelte, oder solche, die zu schwach, schwerfällig und ordinär, den Ansprüchen an ein Militär-Zug- oder Reitpferd nicht entsprechen auch Pferde, welche durch zu frühen Gebrauch gelitten haben, mangelhaft gebaut, mit bedeutenden Knochen- oder^ anderen erheblichen Fehlern behaftet und nicht gängig sind, können nicht gekauft werden. / Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises und der sämmtlichen Unkosten zurückzunehmen Die Verkäufer sind ferner verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit zweckmäßigem Gebiß, eine starke Kopfhalter von Leder oder Hanf mit zwei mindstens sechs Fuß langen starken Stricken ohne besondere Vergütung mitzugeben. Berlin, den 6. März 1873. Kriegs-Ministerium, Abteilung für das Remonte-Wesen. gez. von echoen. Mentzel, von Kl üb er. politischer Theil. - r - ! Bestreitung der Ueberzuqskosten gerechnet hatten, sollen mit ihren Gesuchen ab- DeuUculano. i gewiesen worden fein. Es ist eine so grenzenlose Verschleppung der Sache, bei AuH Oberheffen, 4. Juli. Alle Versuche der Lehrer in den Kreisen! der es sich darum handelt einer großen Anzahl von Lehrerfamilien aus unan- Gießen und Büdingen, ihre Gehaltszulagen und Nachzahlungen die den Leh-i genehmer Geldverlegenheit zu helfen, um so unerklärlicher und unverantwort- rern in anderen Kreisen schon vor Monaten zu Theil wurden, zu erhalten,! licher, als im vorigen Jahre bei Berathuug des Besoldungsgesetzes in der Kam- waren bis zur Stunde ohne den geringsten Erfolg. Selbst solche Lehrer, welche'nrer der Regierungscommissär ausdrücklich erklärte, in der Staatskasse lägen aus den betreffenden Kreisen versetzt wurden und auf die Nachzahlungen zur so viel Mittel bereit, um allen den Gemeinden, welche nicht m der Lage seien, Oesterreich. orlasseile Bestimmung, betr. bcn von den Offtcieren des activen /rankreich. werden,^ gleichviel, ob preußische Loose oder türkische? Aber für die Mühewaltung, für die Kosten der zahlreichen Agenten, muß die „Sparbank" auch etwas haben und berechnet sie für ihre Mühewaltung, je nachdem das Publikum mehr oder weniger dumm ist, 20 bis 30 pCt- ' "" ' die Einleger haben den Vortheil für ihr Geld ... ...............„llv ^cucu ßewinneu sie nichts, so verlieren sie doch nur 25 pCt. und nicht Alles! Es beitrug sel denn, daß der unternehmende Baukvorstaud eines Tages das Gleichgewicht verliere und mit den gekauften oder nicht getauften Loosen abhanden kommt. Das Uebel bei diesen vom Gesetz noch nicht berührten Instituten ist die Täu- schung, welche sie kühn in die Welt schleudern; so kündigt eine Frankfurter „Sparbank" an, daß sie ein Grundkapital von 1 Million Gulden habe, wäh- ^"d das ganze eingezahlte Kapital nur JI5000 st. oder wenig mehr beträgt, und die Persönlichkeiten, welche an der Spitze stehen, entweder gar nicht oder nicht Vortheilhaft bekannt sind. Wir warnen nachdrücklich vor diesen Banken und vor ihren Agenten, da die enormen Abzüge in keinem Verhältuiß stehen mit den ae- botenen Bortheilen; denn für cm Loos, welches 100 fl. kostet, berechnen die Sparbanken 120 bis 130 st., und viele davon erklären noch die Einlagen oer; fallen, wenn, einmal der Zahlungstermin versäumt wurde!" „Zweck: Die von den Gemeinden gespendete Summe soll als Capital angelegt werden, aus dessen Zinsen drei junge Leute, aus jeder der drei Pro- vrnzen Emer, eine gleichmäßige jährliche Unterstützung erhalten sollen, welche dieselben zu ihrer Ausbildung auf einer höheren Bildungsanstalt bedürfen. Se. Komgl. Hoheit der Großherzog ertheilt am Stiftungstag, 17. Juni, auf Vorlage des Curatoriunis die Stipendien. Curatorium: Das Curatorium, Be= "d ?us den jeweiligen Bürgermeistern der drei Provinzial-Hauptstädte Darmstadt, Gießen und Mainz, bezw deren Stellvertretern, bestellt einen Rechner, von welchem jährlich im Monat Juni Abrechnung gestellt werden muß, welche nach Prüfung des Curatoriums veröffentlicht wird; bestimmt die Anlegung des Capitals, fordert öffentlich die lusttragenden Bewerber auf, sich durch ihren ortsangehörigen Bürgermeister anmelden und dabei ihr Gesuch be- gruiiben und beglaubigen zu lassen, und legt dem regierenden Großherzoa die Gesuche nebst Bericht zur allergnädigsten Auswahl uud Genehmigung vor. Rahere Bestimmung: Das Stipendium kann bis zu drei Jahren, aber nicht länger, vertheilt werden. Antheil an dieser Stiftung haben nur die Gemeinden, welche Beiträge dazu geleistet haben. , 4. Juli. Der Vorstand des Hülfsvereins im Großher- zogthum Hessen für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde £at ^Auftrage seines Verwaltungsraths au Großh. Ministerium des Jiuiern die Bitte gerichtet, den Ständen eine Vorlage zu unterbreiten, durch welche dem Hulfsvereiii^für seinen aus der Jnvaliden-Unterstützimg entstandenen Kap,, talausfall aus Staatsmitteln Ersatz geleistet werde. . Der Hülfsverein, über dessen eifriges und erfolgreiches Wirken nur eine < - ~ u —- V—-gen wurden, außer vielen Verwundungen, zwei Beamte und eine Dame getöbtet. 5. Juli. Die Commissarien, welche sich im Auftrage des Ober- ~ , "" -n in den Besitz des verweigerten Materials bezüglich des Priester- >Lemlnars setzen wollten und abschläglich beschieden wurden, sind zurückgereist. die Nachzahlungen augenblicklich zu bewerkstelligen, die erforderlichen Vorschüsse machen zu können. Hoffentlich genügt dieser Hinweis, um die Herren Abge- ordneten der betreffenden Kreise zu veranlaffen, durch eine energische Interpellation den armen Lehrerfamilien zu ihrem Rechte zu verhelfen. (Main-ätaJ ~..r. 31 f2uli. Der Wortlaut der Jubiläums-Stipendien- Stiftung ist folgender: 1 Stimme herrscht, mar g-MHIgt, in den Jahren INi/72 ^r^chührung zrtnstrtk^lndm Schach M titachifchncUjug ich nahebei September westlich von hier stattfindenden Manövern der 21. Division lLesfen- Naffauer) werden auch Truppen der Großherzoglichen 25. Division in der Umgegend Frankfurts manövriren. Die umliegenden Ortschaften sollen alsdann Einquartierung von hessischen Truppen erhalten, so Oberrad und Bornheim von Artillerie und Cavallerie. — Daß in Wien mehrfach Cholerafälle vorgekommen, ist nun Thatsache. Ein Mitglied der hiesigen Firma vormals Knatz sche lithographische Anstalt" ist, cholerakrank aus der Kaiserstadt zurück- gekehrt, gestern hier verstorben. Auch die Londoner „Times" weiß von wie- derholken Todesfällen englischer Besucher der Wiener Ausstellung zu erzählend Um allen Gefahren oorzubeugen, hat die hiesige Polizei vorläufig die Gastwirthe iuFm rA^lTnber k ®‘ ungehalten; weitere Maßregeln werden erforderlichen Falls nicht ausbleiben. - Heute Abend halb 8 Uhr kam die Kaiserin von Riißland auf der Reise voii Ems nach Jugenheim hier vorüber. Am Taunus - Bahnhof war u. A. der Exherzog von Nassau anwesend und unterhlUt sich längere Zeit mit seiner hohen Verwandten. . 5'3uIL Man verbürgt uns folgenden bereits kurz erwähn- ten Sachverhalt: Ein Dragoner der hiesigen Garnison erhielt während einer Neuhaus-Garten (Dragoner-Kaserne) einen Schlag mit dem Label-Gefaß über den Kopf. Der Getroffene vollendete zwar die Hebung, legte sich darnach aber sofort in's Bett, welches er auch am andern Morgen nicht verließ, weßhalb von Seiten des Unterofficiers (des Schlägers) und einiger Dragoner versucht wurde, den Mann vermittelst Quälereien aus dem zu bringeil. Doch oefand er sich fast sprachlos, in einem solchen Zustand von Betäubung, daß er wieder zu Bette gebracht und bei Appell als krank gemeldet werde» mußte. Run in das Hospital geschafft, zeigte sich auf dem Kopfe eine bereits in Eiter ubergegangene Wunde uud bei weiterer Untersuchung ergab sich auch ein Schädelvruch, der eine Operation nöthig machte, deren Folgen nun der Gr,ch.agene bereits vor zwei Tagen erlegen i(t ^Surzvurg, 3. Juli. An unserer Universiiät bestehen zwei specifische liche lLtudenten-Verbinbungcn, von deren Mitgliedern ein Theil mit vollständiger logen. Studentenwichs, d. h. mit Schläger, Kneiprock, Cerevis, Band !'nd Kanonenstiefeln ausgerüstet, die öffentlichen kirchlichen Aufzüge in der Stadt begleitet. Andere Mitglieder dieser Studenten-Verbindlingeii werden von Beit au Zeit zu den verschiedenen Vauern-Versammlungen aufs Land gesendet, um 4. Juli. Noch nie war die Zahl der frommen Pilger ntlfTh,,rn —:3, so stark, wie in diesem Jahre: h zum Mindesten 50,000 Menschen au oer ^ailsahrt, Deren Glanzpunkt — immer nach derselben Quelle — die Abwesenheit des hochw. Bischofs von Mainz während vier Tagen bildete „^eme wahrhaft apostolischen Predigten wurden mit größter Begeisterung und Ruhrustg .angehört und waren von sichtlichem Erfolge begleitet." sW.e wurde dieser Erso g stchtbar?!j Großartig waren der Empfang wie die Fortbeg ei- - - o . -/- tung des hohen Kirchenfursten. Noch andere bobe W .?j'1' bl'9caeu uriel »“ fa8en' Prinzesstiinen v. Bragauza (die Töchter Do» Miauel'sl ' welcke' h,,,* ? ° Jelb-in ~Ottcne-U 'N'tzuspielen, und Betheiligimg an der Fronleichnams-Processiou zur Erhöhung d^er F-i-Uichkeit beitrugen. Man denke sich 50,000 Menschen, von denen sehr viele 6 7 „ad Tage vom Hause und der Arbeit abwesend sind, dem frommen Müsiia gange frohneu! — Eine in Mingolsheim verstorbene Frau hat Dem Er-bis- thums-Berweser ihr Vermögen vermacht mit der Anflagk, eine uiu-r bsicköstsi- $tcl)cnt)c Acmenkinber-Anstalt zu errichten. Da- Ministerium chat b-°s- Erb-Emschung resp. Einsetzung in Besitz und Gewähr nicht zügel ist n und die Verlaffenschast als weltliche Stiftung erklärt. 6 8 ncn neuerdings unter Geuehmigiing Sr Majestät dahin modistcirt worden, daß runftig diejenigen Qsficiere, welche bei Nachsuchung des Consenses den Nach- erfolgten Versicherung eines Capitals bei der Lebens-Versicherungs- Anstalt für die Armee und Marine führen, die Witten-Pension um diejenige verringern dürfen, welche dem zu 5 pCt. berechneten Zinsbetrag dieses Kapitals entspricht. Es ist hierbei indeß die Einschränkung gemacht, daß nie-- mi s unter die Hälfte der durch vorbezeichnete Bestimmung vorgeschriebenen Mmimalsätze der Wittweu-Pensious-Versicherungen heruntergegaugen werden U Bestimmung bleibt jedoch in Kraft, daß die zu versichernde Wittweu Peustou eine Summe, welche durch 25 theilbar ist, betragen muß, also von der Lebeusverstcherung nur Zinsbeträge von 25, 50, 75 u. s. w aur die durch den kriegsministeriellen Erlaß vom 3i. Qctober 1868 normirten Mluunalmtze von Wittiven-Pensions-Versicherungen angerechnet werden dürfen Berlin, 4. Juli. Nachde.n im Wege der Beschwrwde^©praSc £ Gmera?Grömio7 wird er|t aus Deutschland eingeführt wurden. Fracht worden ist, daß einzelne Eisenbahn-Verwaltungen die Bezeichmina des den Nationalmarsck ^rku6Cr „ben Zapfenstreich führen. Was Gewichts des zum Transport anfgegebenen Gilts in Kilogrammen in den Kricks-lick b(^r ail^elPielt werden soll, betrifft, so hat man sich end- »riefen nicht zulassen, Frachtbriefe mit 1 de Cri,n üe“ »nd das „OMiü- einer und die Angabe des Gewichts in ^ollvsnnden verlanaen m hv h\r munh^/L» s bleu. Die Ausgaben, welche die Stadt Paris macht in Anbetracht, daß die Berechtigung des Publlkums , das G-wich,t de^der^Ausschuß^der^SoUüt^ 8rcj belaufe». Das Wettrennen, welches zur Beförderung mit der Eisenbahn anfgegebenen Guts in Klloaramm flitt in " b ^ncouragement veranstaltet, findet am 18., am Sonnfimb im Frachtbriefe anzugeben, außer Zweifel stehr, beschlossen, dk Eisen- 'Fccs. Die aroße^wer^oll' Die ausgesetzten Preise betragen 28,000 *****"*• ****---- — «*■ '$ult Die Franzosen machen de» Deutschen auch ihre großen Fest-Zapscnstieichc nach, die bisher in Frankreich nicht üblich waren. Ei» sol- cher siedet am 13. Jul, beim groß n Stadtfest für den Schah statt. 6280 ®h»n Soldaten, Unterofftciere, Qsficiere, M.sikanten, Trompeter uud Tarn bours werde» sich an bem|cl6e» betheilige» Jedes Regiment stellt zu demsel- ben 1 Bataillonsfuhrer, l Adjutanten, 18 Qsficiere, 37 Uuterofsiciere 200 70 Mullk?»^,' 1g° 8.>hnenträzer, 20 Fackelträger, 50 Soldaten i» Waffen, 0 Mnflkanten, Tambours und Trompeter, im Ganzen 497 Mann. Rach X™ l/d-r Soldat eitle Flasche Wein und ein Wurstbrod- Ti/ ? ^benbei gesagt^ auch erft^ aus Deutschland eingeführt wurden. 7 •• • |i. UUV vem ^runouermogen zu ^tnepmen. Eine ausreichende Versorgmig der Invalide» ist eine so heilige Ähastlu'bef'ürworten ist" b°"' ’SBerdn S°"ü»scht- Kapitalersatz Präsidenten .. ~ Die Zeitung für die landwirthschnftliche» Vereine des Großherzogthnms Hessin W ®iC VL.b» »Ä ^siniiuiig M Seminars ^b-:^ sanken sollte man denken, die Zeit derartiger Bankeii, welche auf katholische Uu-rfahreiiheit und Dummheit der Mensche., berechnet sind, sei vorbei, ständiq« Aber weit gefehlt; theils unter harmlose», theils unter vielversprechendem Titel ' breiten die Natenbanken sich immer weiter aus, theilweise mit Mitteln botirt **•» D-> MM, I» .spart™,......sÄ’TC“ duffe Bezeichnung wohl annchmen assen, daß es um Aufsammeln erkvarter T5 nd) ,ue 8- h --», «3.Ä“ $ ä? »'s“ thun, die Ersparnisse in die Hand zu bekommen, um bamit ßotteriefpiel in her ' ö Kall °kei»^lÄeld^v rl" Es wird mm dem Einleger im günstigsten Anwesenheit des hochw. Bischofs von Mai l!}bc? f"r bte. ?"'/agen Lotterieloose a.,gekauft „Seine wahrhaft apostolische» Prediate» w,u , Wien, 2. Juli. Kaiserin Augusta hat den Armen Wiens das onür,,,. liche Geschenk von 3000 Mark Gold gewidmet, für welchen Wohlthätigkecks- r» 5' q **‘ 1**"“ act ber Oemeinderath der hohen Frau seinen besoudern Daiik votirte Der Berlin, 3. Juli. Eine schon unterm 31. Qctober 1868 vom Kriegs- ^rtlfer ^ltte bte Aufmerksamkeit, eine Abtheilimg der Hofküche nack 9hu nt Sini^llu? ?lJa^eJle DestimmlUig, Betr. den von den Qfficieren des activen lrizireu, uu drselbst. der hohen Frau während ihrer Rast ein MM ru ßerei' ?ifCllKHb^ und der Marine bei Nachsiichung des Heiraths-Cousenses bem Heute kurz nach 11 Uhr trafen die Königin Olga von Württembera mii aufzustelleuden Revers über die Höhe der zu versichernden Wittweupenstou, ist Großfürstin Vera hier ein, am Westbahuhofe vom Kaiser dem rufitfdipti rtP,,-,rh,n^ - ----- ' ' und württembergischen Gesandtsch.iftspersonal u A. erwartet WW Lokal-Notiz. Allgemeiner Anzeiger Verwischtes. Bingen. In einem Dorfe bei Bingen erschlug vor Kurzem der Blitz die Kuh einer alten Wittwe, deren einziger Reichthum das Thier war. Am andern Morgen fand die trostlose Frau, zu ihrer nicht geringen Freude, eine neue prächtige Kuh im Stalle. Woher diese? Durch Zufan und auf verschiedenen Umwegen erfuhr sie, daß der israelitische Geschäftsmann N. dieselbe heimlich in den Stall geführt und der Frau geschenkt habe, um ihr die Möglichkeit zu bieten, auch fernerhin ohne drückende Sorgen leben zu können. Und das war ein Jude! Möge dieser schone Act der Humanität und Nächstenliebe alle Jene versöhnen, welche intolerant genug sind, stets an das Göthe'sche „Am Golde hängt re." zu denken und welche gar zu gern bereit sind, für die Handlungen Einzelner eine ganze Confession verantwortlich zu machen." Rußland. Konstantinopel, 5. Juli. Der Sultan hat eine Einladung des Khedives zum Diner angenommen. — Abschriften des letzten Aegypten betreffenden Fermans sind an die fremden Mächte versendet worden. SDer “oeoiVe wird wahrscheinlich nicht nach Wien gehen, sondern direct nach Aegypten zurückkehren. Asten. Teheran, 5. Juli. Englische Ingenieure vollendeten die Aufnahme des Plans für die ersten 50 Meilen (von Teheran nach Kasvin) der projec- tirten Bahnstrecke von Teheran nach Rescht. Musikalisches. Um die Mitte dieses Monates wird Herr Musikdirector Mickler dahier in der Stadt- ktrche Händel's Oratorium „Saul" zur Aufführung bringen, worauf wir die Aufmerksamkeit der Musikfreunde einstweilen lenken möchten. Dies wunderbar schöne Werk, welches sc-.ther auffallender, fast kann man sagen: unbegreiflicher Weise so selten in Deutschland zur Auffüh- runa aelanate, gehört zu den bedeutendsten des großen Meisters, und wir sind Herrn Musikdirector Mickl er,'welcher stets nur das Beste und Edelste zu bieten bestrebt ist, abermals für seine Wahl und die Ueberwindung aller, durch die Verhältniffe einer kleinen Stadt bedingten Schwierigkeiten zu lebhaftem Danke verpflichtet. _ ... In Wien, woselbst das genannte Oratorium kürzlich das erste Mal gehört wurde, übte es einen mächtigen Eindruck. Die Handlung desselben besteht in dramatischen Vorgängen, — eine unerläßliche Bedingung eines brauchbaren Oratorientextes. Wenn die Chore Die unübertroffene Händel'sche Gewalt und Erhabenheit athmen, zeichnen sich fast alle übrigen Nummern, namentlich die Arien, im Gegensätze zu den meisten sonstigen Oratorien Händel's Durch Oecono- mic des Styles und Kürze der Anlage aus und vermeiden allen, uns heutzutage nicht mehr zusagenden Formalismus, so daß sie fast durchweg der freie und wahre Ausdruck innigsten Gefühles smd^ ^^omtsche Gesangverein, in diesem Semester ganz besonders zahlreich, hat sich mit Hingebung seiner hohen Aufgabe unterzogen. Die Soli's sind in den besten Händen; Sopran: Fräulein Thomä von Frankfurt, Alt: Frau Dr. Weiffenbach dahier, Tenor: Herr A. Mickler, Sohn des Herrn Concertgebers, welcher nach Vollendung seiner künstlerischen Ausbildung die Parthie des Jonathan zu seinem Debüt gewählt, Baß: Herr Dr.Ohlen- schlagcr von Frankfurt, noch von der Aufführung der „Jahreszeiten" her in besten^An- denken. England. London, 2. Juli. Die Nachricht von Sir Samuel Baker's glücklichem Eintreffen in Khartum erregt um so mehr Freude, als erst kürzlich sein Tod aemeldet worden war. Einiges Kopfschütteln jedoch wird durch seine gleichzeitig eingetroffene Meldung verursacht, daß ganz Afrika bis zum Acguator jetzt der ägyptischen Oberhoheit unterworfen, der Weg nach Zanzibar geöffnet fei und die vollständige Unterdrückung des Sclavenhandels bevorstehe. Mit aller Achtung vor der Wahrheitsliebe des kühnen Reisenden fragt man sich, wie er so ungeheure Ergebniffe erzielt habe, zumal er von den 3000 Mann, die er mitgenommen, höchstens 300 lebendig mitgebracht habe. Selbst wenn er im Stande gewesen, die Angriffe feindlicher Stämme mit verhällnißmäßlg geringer Macht siegreich zurückzuschlagen, so ist doch schwer einzusehen, mit welchem Rechte er seinen Zug als einen Eroberungszug von dauernden Folgen betrachten könne, und weitere Belege werden erforderlich sein, bevor die Welt seiner Versicherung, daß die afrikanischen Sklavenhändler ihr Geschäft an den Nagel hängen wollen, unbedingt Glauben schenken wird. Vor der Hand dürfte der durch Sir Bärtle Frere erzwungene Vertrag von Zanzibar bei Weitem mehr als die Baker sche Expedition zur Beeinträchtigung des afrikanischen Sclavengeschästes beigetragen haben. Gießen, 7. Juli. In der Nacht vom Montag zum Dienstag voriger Woche, wurden auf der Straße nach Wieseck 11 Stück junge Bäume abgeknickt und abgeschnitten. Den rastlosen Bemühungen des Polizeiofficianten Herrn Blitz i|t es zu verdanken, daß der Thater, ein Wiesecker Schlingel, ermittelt und zur Rechenschaft gezogen worden ist. mit den Vorbereitungen der Feste. Sie war gestern den ganzen Tag im Elysee und hatte auch Berathungen mit dem Opern-Director. __ Perpignan wurde, wie die „Opunon Nationale meldet, ein Bordellbesitzer, ein mit der Militär-Medaille gezierter ehemaliger Unterofficier, mit einem Ebrenaeleite von 10 Mann in Waffen unter Commando eines Unter- SS “Ä; Geistlichkeit war durch nicht weniger als 10 Personen 6m d"sem^Beg^bms^v ^ffagnac hat heute Paris verlassen, um sich im Auslande mit Ranc zu schlagen. atiilieiu Rom, 2. Juli. Fanfulla schreibt über die Noch, in welcher sich der arme Mann im Vatikan befindet, um seine Schätze anzulegen: .Die päpstlichen Börsen-Agenten sind beschäftigt, die Zinsen der auswärtigen Consolidirten einzutreiben. Nach Paris und London hat der Papst selbst Vertrauenspersonen geschickt, um Capitalien anzulegen und auch Liegenschaften zu erwerben. Die Einkäufe sollen zur Bestreitung eines Theiles der Kosten des päpstlichen Hofes bienen.^ diesjährige Juristen - Congreß wird im Herbst zu Turin stattfinden. mri-s-Sckilinael ermittelt unD xur Rechenschaft gezogen worDen Ist. I 2812) Das Annoncen - Büreau von Rudolph Müsse, vertreten durch B. Wlese^er^Schlmgch.^ ttlt ^rd vielfach Klage geführt, Daß in Den letzten acht Heidingsfelder in Gießen, ist für die Beförderung von Inseraten ,eden Inhalt«, Taaen die Gaslaternen Abends nicht angezünDet werden. Es steht wohl Mondschein im Q[$ Empfehlungsanzeigen, Kauf - und Verkaufgesuche, Stellengesuche, Familiennach- Kalender aber deffenungeachtet ist es auf den Straßen so finster, daß man fast keine Hand Achten u. s. w. als besonders zuverlässig zu empfehlen. vor den Augen sieht. Liegt hier die Schuld an Den nicht wissenschaftlich gebildeten xa--. -------------- ternenputzern, so sorge man gefälligst für Abhülfe. ______________ Bürseuuachrichten. 3. Juli 1873. Actien. 5O/o östr. F. St. E. B. 348V2 Lombard. Bahn 203 Ludwigsh. Bexbach I88V4 Maxbahn 1301/2 Bayer. Ostbahn 1191/2 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. — Oberhessen „ 733/w Wechsel» Amsterdam k.. S. 98i/g • Augsburg k. S. 100 Berlin k. S 1047/8 Bremen k. S. 1051/# Brüssel k. S. 93l/4 Hamburg k. S. 105i/g Leipzig k. S. 105 London k. S. IIS1/^ Lyon k. S. — Paris k. S. 92V, Wien k. S. 1045/8 ditto m. S. IO51/2 ditto 1. S. 1047/, Disconto 5 °/° Preuss. 41/3°/o Oblig. Frankf. 3V?/o Oblig. 87 V4 Nass. 41/2°/o Obi. — Kurhess. 4°/° „ 96 Gr. Hess. 5°,o Obi. 101V2 n n 40/0 „ 99 „ n 3‘/2% n 95V2 Bayer. 5°/0 n — „ 4i/./,o 1jährige — „ 40 g 1jährige 933/< Würtemb. 41/2O/o Obi. 100*/g Baden 41/2% ObL c. E. L. 100'/, Oesterr. Silberrente 65'/, „ Papierrente 603/, Spanier, neuest. 3% I8V2 Amerik. Bonds 1881r 99'/2 _ Ä 1882r 971/a „ n 1885r 98V4 n n 1887r 981/2 Prioritäten« 3°/0 östr. Stsb. Prior. 60 3% östr s. Lombard 493/, 3° q Livorneser 333/, 5°, 0 Toscaner 54‘/2 5°/0 Elisabeth.-Prior. 843/8 do. II. Emiss. 821/2 Goldsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57—58 Pistolen . . 9 38—40 „ doppelte 9 38—40 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 30—32 20 Frankenst. 9 191/,—20 V, Engi. Sover. 11 45—47 Russ? Imper. 9 38—40 Dollar in Gold 2 25i/3—26V, Anlebensloose. Darmstädter fl. 50Loose — „ r 25 n 541/2 Kurh. 40 Thlr. Loose 693/, Nassau 25 fl. — Braunschweiger 233/< 30 oJOldenburg. ä40Thlr. 373/4 40/g bayr. Präm.-Anl. 110i/2 4°/o badische Locse 110 Badische fl. 35 Loose 68’/, Oestr. fl. 250 v. 1854 901/2 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 93 7/b 1864r w 154________ Actien» Frankf. Bank 146V2 Frankf. Vereins-Kasse 113 */, I >armst. Bankact. 405 Wien Bankactien 1031 Oest. Creditact. 248 Galizien — Lieber Dreiviertel Millionen Original-Singer-Nähmaschinen Mhabteiler ifommenfte Hand-«ähmaschine, roeldjc bis letzt an den Markt gebracht worden ist. Z E. Eichenberg, Giessen, Neuenbäuen »4. von H. Schnell, Marktplatz, liefert: vorzügliches Exportbier, pr. Flasche 8 kr., Lagerbier, „ ,, v „ in jeder beliebigen Quantität frei in S HauS._________ 2848) Alle Sorten Farben, trocken sowohl, als auch mittelst Dampfkraft auf'S Feinste in Oel gerieben, Firnisse. Oelfarbmühlen, Broncen, Blattgold, Mahlwalzen empfiehlt A Emil Fischbach Alle sonst am hiesigen Platze als Singer ausgebotenen Nähmaschinen sind nachgemachte. Aeilgebotenes. 3084) Vorzügliches Apfelkraut, feinstes Traubengelce bei Earl Hoffmann. 3112) Packkisten zu haben bei Eick en berg, Neuenbauen. für die verschiedensten Zwecke im Gebrauch. 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Crystall: Blnmenvasen, Fischglocken, Figuren, Blumentöpfe, Wilhelm Balser, Äinuren-, Porzellan-, Glas- u. Crystall-Waaren-Handluna, Lindcnplatz Lit. A. Nr. 1Z42, Bierkrüge, Wirthschafts - Gläser Flaschen; in broneirten Thonwaaren: Punschbowlen, Wasser- und Weinflaschen, Ordinäres Steingut. — Gartenflguren und Gartenvasen. — Aimmerfignren in GyPS-, Stearin- und BiScnit-Masse. — Anfertigung von Thurschildern und Grabplatten. • Schnelle und billige Besorgung von Bilder- n. Photographie-Einrahmui»gen. Tafelservice, i Kaffeeservice, in Weiß, Kuchen- u. T effert G»ld und teUer, empfiehlt in reichhaltiger, schöner Auswahl. Butter- lind Käsestützen I Danksagung. g 3145) Allen Denen, welche unseren geliebten Gatten und Vater,« Sohu und Bruder ■ Jacob Frank, Hantbolft, I ;ur letzten Rudestätte geleitet, hiermit unseren herzlichsten Dank.M Gießen und Darmstadt. Ä Die trauernden Hinterbliebenen. H MWWSSWWWKM WWsWWMMiWMSWS MlUMWMWWDW M Wohmmgs-Vcrlluderung. 3144) Dem verehrten Publikum zur Nachricht, daß sich von heute an meine Wohnung, Wallthorstrafle 134 vis-ä-vis der Brandgasse, befindet. Gießen, 7. Juli 1873. Friedrich Heuser, Schneidermeister. DHWWSi-MWMWWWSMtzMWSMWMDWMMWOWWMI W } Schmerzerfüllt theile ich Freunden nud Bekannten mit, dafii« meine gute Tochter, W Frau Auguste Mombert in Karlsruhe, g om 4 b. Mts., iiach längerem Reiben, sanft enlschlasen i|t. W (3140) Dr. Levi. W Schuhmacher-Verein. Morgen, Dienstag den 8. Juli, Abends präcis 8 Uhr: austermdenttiche Generai-Versaimulung. Sämmtliche selbstständige Schuhmacher, die noch nicht Mitglieder, sich aber doch für Hebung unseres Gewerbes interessiren, laden wir iii das Lokal des Herrn Karl Fuhr ein. Herr Knöfel von Dresden wird einen Vortrag über die gegenwärtige Schuhmacherbewegung halten. (3145) Der Vorstand. Wetter« H Sängerbund. 3138) Sonntag den 13. Juli d. I. findet das 11. Sängerfest des Wetterauer Sängerbundes dahier statt. Alle Freunde des Gesanges sind zu diesem Feste eingeladen. Näheres besagen die Programme. Leihgestern, den 6. Juli 1873. Der Vorstand. [8MsWsKtzNW8WWW8W>WSWHWWWWWWW«^WWW« Todesnnzeig . 1 Heute Morgen entschlief nach langem schweren Leiben M meine innigst geliebte theure Fran Ä Christine, geb. Bnickel. | Dies zeigt Freunden und Bekannten mit der Bitte umW stille Theiluahm-? an Ä Lang-Göns, den 6. Juli 1873. Der trauernde Gatte: 8 8 (3143)^ I. Henrich, Geometer. M 8MWMWWADM Im Saale des Hütet ptm „JJrinj Carl." Dienstag den S. Juli 1873: Abe n d Unterhaltung? ö von Hnqo Waner, Director der Theater Akademie in Berlin. Billeiö Abeud-KaffeN'Billets ä 1 Fl. (3094) 3107} Ein Mädchen, Zur Beachtliu^! 3119) 20 Mädchen, welche sich der Hausarbeit unterziehen wollen, können gegen hohen Lohn gute Stellen erhalten durch Die Fenster bleiben während des Vortrags geöffnet. Anfang 8 lltjr. Ende gegen 10 Uhr. Gegen 9 Uhr Pause von 15 Mi». ä 48 Kr. (für die Herren Studirenden, Gymnasiasten und Schüler ü 24 Kr.) find vorher zu haben durch die Subseription und in den Buchhanblungen ber Herren 01 i cf e t iinb Ferber. 3143) Eine gesunde Anime sucht Stelle. >Zu erfras.cn in der Exped. d. Bltts. 3142) 3d) ersuche den Herrn, der mir nm vergangenen Frcilag Abend inWenzel's Galten bei der Abenvu, kerhaltnng des „Sängerkranzes" meinen Hm vertauschte, mir denselben wieder zuzuslellen. I. Th- Hnubach. Häufig ist man in der Lage yy> n , t P A f r . o) x- i!-rc?cn?f Gesuch oder sonstige Willensmeinung in bcn Leitungen 311 ocr; le A ungessei, Berdnigerm, Öffentlichen, befurchtet ledoch aus naheliegenden Gründen eine Verletzung der Discretion. Rhriufliatze Ri. 41, Seitenbau rechts Die bekannte Annoncen Expedition von RudolfMofse, Eentralbüreau Frankfurta M ,n Darmfladt.___________ bat fid) den ehienwerthen Nuf erworben, alle ihr zur Beiorgung an die Zeitungen zu . »r.jx-- a gehenden anonymen ijnicrate mit strengster Geheimhaltung der Namen der Auftrag- t f . ll leibtrmadjeri geber tu jedes gewünschte Blatt einzurücken und die hierauf eingehenden Offertbriese der Exped' d Bt'^^ n,cl20 bci ohne Provisionsberechnung dem anonymen Inserenten ungesäumt zu Dcuniethungen. 3136) Ein kleines möblirtes Zimmer zu vermiethen. Neuenweg B- 194. 8142) Eine kleine Familienwohnung ist zu vernlielhrn im Russischen H o f. 3062) Ein Mädchen für Haus v. Küche wird bei 60 sl Lohn auf fogleid) gesucht. 29o ? zu erfragen in der Exped. d. Bltts. r. ... Vertrauen genannte Annoncen-Expedition im Publikum genießt, beweisen hinlänglich die ^nseratenspalten aller Zeitungen, welche täglich eine Ntenge von Anzeigen enthalten, worin obige Firma zur Entgegennahme von Offertbriefen autorisirt ist. Nedaction, Druck und Verlag der Srühl'schen Univ-Druckerei (Fr. Ehr. Bietsch) in Srttl vierteljährig 1 fl. 12 fr. eilt Brtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 |L 29 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit toa- nähme Sonntag-. Expedition: Lanzleiker*. 81L B. Rr. 1. Mzeige- und Mmtsbtatt für den Kreis Kressen. Mx. Dienstag den 8. Juli ...... Amt fieber T (j r i f. 1893. Bekanntmachun g. von die die Betreffend: Das DepartementS-Crsatz Geschäft pro 1873 Das Departements-Ersatz-Geschäft für 1873 wird im Kreise Gießen Dienstag den 13 und Mittwoch fcen 16 Aulid. I» Es haben sich nach Maßgabe der besonders ergehenden Vorladungen an den genannten Tagen vor der Großh. Departements Ermtz-Comnnstwn tm Be- -irk der 49. Infanterie-Brigade jedesmal von 7y2 Uhr Vormittags an im Rathhaussaale 5" Gießen zu stellen: die von der Kreis-Ersatz-Commission als dauernd unbrauchbar erkannten Militärpflichtigen; die zur Ersatzreserve II. Classe und zur Ersatz-Reserve I. Classe designirten Militärpflichtigen; die von den Truppentheilen zur Disposition der Ersatz-Behörden entlassenen Soldaten; “ L ■*•*»» ****»" -** -»i—— Ansprüche «u? Zurückst.ll.ng15. 3»li B. Z güü»d z« machen and haben sich FamilienangehSreze, ans deren Arbeüch «*<■ <“■ äfc”s LLSLL^rr. "'Vs«-»•. — e.n «mm. ... I-- >h.m «-» .".W«.-, — IM --.send ,n sei. n.d sch —' ÄÄ'*' ®“n' M' De, «,» W Süb-m I- V.: Gros, Kreisassessor. LI ..... ............... IW P o f i t i scher T heil. Deuischiaud. Aus dem Großherzogthum Hessen, 4. Juli. Bezüglich ver weiteren Ausführung des Jesuitengesetzes sind zwar noch nicht förmliche Ano>d- uungen Seitens der Negierung ergangen, es unterliegt aber keinem Zweifel, daß die Tage einiger klösterlichen Niederlassungen und Genossenschaften gezählt sind- Die Schulbrüder und Schulschwestern, von denen namentlich letztere oft in der eigenthümlichsten Weise in den Schuldienst katholischer Gemeinden eingeführt wurden, werden ihre Stellungen ausgeben müssen. Es sind deßhalb bei der gegenwärtig in Ausführung begriffenen Neuregulirung und Erhöhung der Lehrergehälter alle durch geistliche Ordensangehörige besetzten Stellen außer Betracht geblieben. Man würde sich übrigens täuschen mit der Annahme, daß hiermit im Lande auch die Lehrtätigkeit der geistlichen Orden zum Abschluß käme; es sind vielmehr, wie überall, so auch bei uns längst Vorkehrungen getroffen worden von den geistlichen Oberen, um diese Pflanzstätten des ultra- montanen Geistes im Deutschen Reiche unter anderen Firmen fort zu erhalten. Auch in der Besitzfrage ziehen unsere Ultramontanen bereits ihre Linien sowohl hinsichtlich der Schul- wie der Kirchenfonds. Den Altkatholiken zu Offenbach, welche als Mitglieder der römisch-katholischen Gemeinde zu den Kosten der erst in neuerer Zeit von dieser Gemeinde erbauten und ausgestatteten Orts kirche beigetragen haben, und denen deßhalb wohl auch unzweifelhaft ein Anspruch auf die Mitbenutzung dieser Kirche zusteht, so lange ihr Ausschluß aus der besitzenden Corporation nicht rechtsgültig erfolgt ist, wird diese Mitbenutzung von dem neukatholischen Pfarrer verwehrt. Die Angelegenheit ist durch die Interpellation des Abgeordneten Greim in der zweiten Ständekammer angeregt. ($• Zkg ) Darmstadt, 2. Juli. Der in der Sitzung der zweiten Kammer der Stände vom 14. Juni d. I gestellte Antrag des Abgeordneten Stüber lautet wörtlich: Die Kammer wolle beschließen, an Großh. Staatsregierung das dringende Ersuchen zu richten: 1) einen Gesetzentwurf darüber vorzulegen, daß. aus dem hessischen An- theil der französischen Kriegskosten - Entschädigung ein Fonds von 250,000 fl. mit der Bestimmung gebildet werde, daß die Erträgnisse desselben zur Versorgung der in dem Großherzogthum wohnenden Invaliden und Hinterbliebenen Gesallener aus dem Krieg gegen Frankreich verwendet, die selbstverständlich getrennt von dem eigenen Vermögen, zu führende Verwaltung desselben aber, nach Maßgabe eines zu erlassenden Statuts, dem Vorstand des Hülfsvereins im Großherzogthum Hessen, als Landesverein der Kaiser WilhelnuS.tiftung für deutsche Invaliden unter staatlicher Controle übertragen werde; 2) die Allerhöchste Genehmigung dafür zu wirken, daß diesem Fonds zum immerwährenden Gedächtniß des bevorstehenden 25jährigen Regierungs- Jubiläums Sr. König! Hoheit des Großherzogs der Name „Ludwigs-Stiftung für Invaliden und Hinterbliebene Gefallener oder Gestorbener aus dem Krieg von 1870/71" beigelegt werde. Unterzeichnet ist der Antrag außer von dem Antragsteller von nachstehenden Abgeordneten: George, Greim, Heiuzerling, Schaub, Landmann, Frhr. v. Wedekind, Usinger, Schenck, Küchler, Goldmanu, Königer, Theobald, Habicht, Ramspeck, Köhler, Schaum, Schröder, Elleuberger, Hcidenreich, Gebhard , Schuchard, Matty, Edinger, Stephan (Osthofen), Hemdes, Stephan (Haßloch), Büchner und Becker. Darmstadt, 3. Juli Das „Darmst. Frage- und Anz.-Bl." bringt den Wortlaut der Regierungs-Jubiläums-Stiftung nebst begleitender Widmungsadresse. Derselbe ist: Allerdurchlauchtigster Großherzog! Allergnädigster Fürst und Herr! Die Gemeinden des Großherzogthums fühlen sich gedrungen, am Tage des 25jährigeu Regierungs - Jubiläums Ew. Königl. Hoheit ein bleibende- Zeichen ihrer Dankbarkeit für die weise, milde und für sie so segensreiche Regierung an den Stufen des Tbroncs hiermit niederzulegen, indem sie gemeinschaftlich eine Stipendien-Stifmng gründen und hierzu an Ew. Königl. Hoheit das allerunterthänigste Ansuchen richten: Ew. Königl. Hoheit wollen diese Stipendien-Stiftung anzunehmen und derselben Ihren' Allerhöchsten Namen gnädigst zu verleihen geruhen. Darmstadt, den 17. Juni 1873. Im Namen der Gemeinden des Großherzogthums. Fuchs, Dogt, Bürgermeister von Darmstadt. Bürgermeister von Gießen. Wallau, Bürgermeister von Mainz. Jubiläums-Stipendien-Stiftung Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs Ludwig III. Widmung: Zur Feier des 25jährigen Negierungs-Jubiläums £>r. Königl. Hoheit des Großherzogs Ludwig III. von Hessen und bei Rhein, widmen die Gemeinden des Großherzogthums aus dankbarer Anerkennung der weisen, milden und segensreichen Negierung ihres Landesfürsten zum bleibenden Andenken diese Jubiläums-Stipendien-Stiftung. Zweck: Die von den Gemeinden gespendete Summe soll als Kapital angelegt werden, aus dessen Zinsen drei junge Leute, aus jeder der drei Provinzen' Einer, eine gleichmäßige jährliche Unterstützung erhalten sollen, welche dieselben zu ihrer Ausbildung auf einer höheren Bilduugsanstalt bedürfen. Se. Königl. Hoheit der Großherzog ertyeilt am Stiftungstag, 17. Juni, auf Vorlage des Kuratoriums die Stipendien. Curatorium: Das Kuratorium, bestehend aus den jeweiligen Bürgermeistern der drei Provinzial-Hauptstädte Darmstadt, Gießen und Mainz, bezw. deren Stellvertretern, bestellt einen Rechner. von welchem jährlich im Monat Juni Abrechnung gestellt werden muß, welche nach Prüfung des Kuratoriums veröffentlicht wird; bestimmt die Anlegung des Kapitals , fordert öffentlich die lusttragenden Bewerber auf, sich durch ihren ortsangehörigen Bürgermeister anmelden und dabei ihr Gesuch begründen und beglaubigen zu lasten, und legt dem regierenden Großherzog die Gesuche nebst Bericht zur allergnädigsten Auswahl und Genehmigung vor. Nähere Bestimmung: Das Stipendium kann bis zu drei Jahren, aber nicht länger, vertheilt werden. Antheil an dieser Stiftung haben nur die Gemeinden, welche Beiträge dazu geleistet haben. Darmstadt, den 17. Juni 1873. Darmstadt, 4. Juli. Der Paläontologe Kanp ist heute am Typhus Hierselbst gestorben. j- Darmstadt, 7. Juli. Das Vorgefecht in der Universitätsdebatte hat heute stattgefunden. Zu Anfang der Sitzung wurde der Protest des Senates der Universität unter lautloser Stille des Hauses durch das Secretariat verlesen. Abg. Metz erklärte, er behalte sich jedes Wort der Erwiderung auf dies „unerhörte Aktenstück" für die betr. Budgetposition vor. Von vornherein aber muffe er rügen, daß der Finanzausschuß für Zeitungsartikel verantwortlich ge- macht und die Person des Berichterstatters in ungerechtfertigter Weise von dem Ausschuß getrennt sei. Der Abg. Oncken erwidert sofort, das Erstere sei keineswegs geschehen. Gerügt sei vielmehr, daß der Ausschuß den Inhalt von Zeitungsangriffen amtlich wiederholt habe, die schon auf dem Wege der Presse insbesondere durch Prof. Hoffmann schlagend widerlegt worden seien. Auf solche mit Namensunterschrist erfolgte Berichtigungen hätte die Universität Rück- sichtsnahme erwarten dürfen. Auf den zweiten Punkt erwidert er: Ueber die Abfassung der Ausschußberichte gebe es keine Bestimmung, welche irgend eine Bürgschaft für die Gesammtverantwortlichkeit des Ausschusses für jedes einzelne Wort in dem Berichte gewähre, vielmehr sei der Artikel, welcher den Ausschuß schon bei drei anwesenden Mitgliedern beschlußfähig mache, das Gegentheil einer solchen Bürgschaft. Ferner sei es in dieser Kammer Brauch, den Berichterstatter für die Aufstellungen des Berichtes allein verantwortlich zu machen. So sei es am 5. März lö72 gewesen, als der Abg. Kraft für den Bericht, den er über Universität und Polytechnikum im Namen der Mehrheit des Ausschusses erstattet, sowohl von der Kammer, als von der Großh. Regierung allein haftbar gemacht wurde. Aber, wenn auch dies nicht wäre, hätte der Berichterstatter für Alles aufzukommen, weil er der Bearbeiter des sachlichen Materials sei, auf dessen Grund der Ausschuß sich sein Urtheil bildet, weil er den Mitgliedern gegenüber, deren jedes sein besonderes Departement bearbeitet, gewissermaßen die technische Autorität sei, die auf die Auffassung des Ausschusses einen maßgebenden Einfluß habe und haben müsse. Redner hoffe, daß diese Ausführungen auf die unbefangenen Mitglieder des Hauses eines gewissen überzeugenden Eindrucks nicht verfehlt haben würden. Das Uebrige behalte auch er sich vor. Der Herr Ministerialdirector v- Starck erklärt, er halte für seine Pflicht, hiermit daran zu erinnern, daß er im Ausschuß den Herrn Berichterstatter gebeten habe, die Fassung seines Berichts vor dem Druck zu moderiren. Abg. Metz entgegnet, er habe ja aber doch dem Ausschuß für seine Liberalität gedankt. Der Herr Ministerialdirector erwidert: Das widerspricht dem nicht, was ich eben gesagt habe. Der Abg. Königer behauptet, der ganze Ausschuß übernehme die Verantwortlichkeit für den Gesammtinhalt des Berichts. Damit schloß diese Vorverhandlung. Gegen die principielle Richtigkeit des Standpunkts, welchen der Protest gegenüber dem Berichterstatter eingenommen und den der Abg. Oncken vertheidigt hatte, hat also nichts gesagt werden können. Berlin, 4. Juli. Aus Varzin ist dem „Reichs-Anz." folgendes Schrer- ben von 3. Juli zur Veröffentlichung zugegangen: Ich erhalte in Varzin noch immer täglich zahlreiche Gesuche und Zuwendungen privaten, halbamtlichen, literarischen Inhalts, in einer Form, welche Beantwortung voraussetzt. Wollte ich dieser Voraussetzung entsprechen, so würde der Zweck meiner aus Gesundheitsrücksichten erfolgten Beurlaubung verfehlt werden. Zur Verhütung von Mißverständnissen erkläre ich daher, daß ich zu meinem Bedauern außer Stande bin, direct oder indirect an mich gerichtete Schreiben oder Telegramme zu beantworten, so lange ich nicht nach Berlin zurückgekehrt sein und meine Geschäfte wieder übernommen haben werde. ' v. Bismarck. Berlin, 6. Juli. In der Reichstagssitzung vom 9. v. Mtr. sprach der Reichskanzler bei der zweiten Lesung des Etatsgesetzes pro 1874 den Wunsch aus, es möchten nicht alle gaben mit Rom abgeschnitten werden, er möchte eine Fühlung, die im Augenblicke practisch erloschen, nicht vollständig zu den Todten werfen, es müßte ihm die Möglichkeit bleiben, zu geeigneter Zeit eine Annäherung wieder zu versuchen. Seitdem zerbricht man sich vielfach den Kops darüber, welchen Zeitpunkt der Reichskanzler als den geeignetsten zur Annäherung wohl im Auge habe. Wie wir von unterrichteter Seite hierüber erfahren, hat der Reichskanzler augenblicklich die Idee, in Rom einen Deutschen Botschafter zu halten, bis znm Ableben Pius IX. aufgeben. Die Reichsregierung hält es auch für unmöglich, mit dem gegenwärtigen Papste eine Einigung über die Persönlichkeit zu erreichen und ist fest entschlossen, eine Neuordnung des Verhältnisses zwischen Staat und Kirche selbst herbeizuführen, d. h. dieses Verhältniß auf dem Wege der Gesetzgebung, also der Einigung zwische Regierung und Parlament zu ordnen und nicht auf dem Wege des Coucordats mit Rom. Dem mehrfach gewünschten vollständigen Abbruch eines geordneten diplomatischen Verkehrs für immer ist der Reichskanzler deshalb entgegen, weil demnächst Fälle eintreten können, in denen die Gesetzgebung au; Schwierigkeiten stößt, die sich durch eine Wiederanknüpfung des diplomatischen Verkehrs mit dem Papste leichter ebnen lassen würden. Es ist vor Allem zu berücksichtigen, daß bei der Regelung des Verhältnisses zwischen Staat und Kirche das Reich weit mehr mit der katholischen, als mit der evangeltschen Kirche sich auseinanderzusetzen hat. öchmeiz. Bern, 6. Juli. Der Genfer Große Rath hat auch in zweiter Lesung das neue katholische Cultusgesetz und zwar mit verschärfenden Zusätzen angenommen. Frankreich. Paris, 4. Juli. Das bonapartistische Gesindel, das den Thron Na- poleon's III. unterwühlt und den Erwählten der Millionen durch seinen diplo- matischen Schwindel und durch die frechen Maßregeln gegen die auswärtigen und Blätter dumm und blind gemacht hatte, schürt jetzt, wo es wieder in der das Wolle zu sitzen meint, täglich bei der Regierung, die auswärtigen Zeitungen zu verbieten, welche kein Blatt vor den Mund nehmen, doch keineswegs „einen wahrhaft verleumderischen Charakter gegen Frankreich haben," wie „Ordre" sich auszudrücken beliebt» Früher waren es drei Blätter, die man auf dem Korn hatte, Times, Kölnische Zeitung und Allg. Zeitung; damit ist man nicht durchgedrungen, man bittet heute deshalb, wie der „Ordre" sagt, blos um das Verbot von „zwei deutschen Blättern." Anstandshalber sollte man doch wenigstens bis zur Räumung warten. Aber freilich, man hat Eile, zu zeigen, daß die französische Regierung wieder aus dem nämlichen Wege ist, wie die napoleonische. Das Cabinet Broglie würde beschränkter und Mac Mahon thörichter handeln, als wir ihnen zutrauen, wenn sie sich von dem Vicekcnser und seinen Helfershelfern verleiten ließen, in auswärtigen Angelegenheiten die berüchtigte Praxis der Bonapartisten wieder anzuwenden. — Das Bündniß der Jesuiten mit den Bonapartisten tritt immer mehr zu Tage. Man wird das Cabinet Broglie stürzen, wenn es seine Schuldigkeit gethan, und den Marschall Schildwachsteher dazu, sobald der Augenblick günstig ist. Die Bonapartisten haben die größte Eile, zu etwas zu kommen; sie zahlen also auch den höchsten Preis für die Mitwirkung der Ultramontanen zur Erhebung des Patbenkindes von Pius IX., und im Gründe stehen ja auch die Venillot und Genossen nach Gesinnung und Richtung den Ronher u. s. w. ungleich näher als den Orleanisten, ja, als den Legitimisten, die es noch nie zu etwas Haltbarem gebracht haben. Es könnte geschehen, daß die Minister Broglie, Beule und Batbie an einem schönen Tage über Bord geworfen und durch Veuillotisten und Rouheristen ersetzt würden. Denn das jetzige Cabinet ist ein Gemisch heterogener Kräfte und keineswegs durch die gleiche Richtung solidarisch verbunden. Eben so hat Mac Mahon bisher nichts gethan, um die Welt glauben zu lassen, daß er mit Broglie zu stehen und zu fallen gedenke. Paris, 5. Juli. General Manteuffel ist gestern in Belfort angekommen. Die Reise hat auf die Räumung dieses Platzes Bezug. — Die bayerische Garnison von Montmsdy beginnt mit der Räumung am 15. d. Mts. — Der oberste Handelsrath hat nach lebhafter Erörterung eine Steuer von 5 pCt auf Gew(be angenommen. — „Franyais" versichert, das Kriegsgericht über Bazaine werde im September in Compiegne unter dem Vorsitze des Herzogs von Aumale zu- fammentreren. Paris, 6. Juli. Ein von Belfort dem Jndustriel Alsacien geschriebener Brief enthält interessante Einzelheiten über die feit dem 27. Juni vor ich gehende Räumung dieses Platzes: 332 mit Munition und Kriegsmaterial beladene Eisenbahn-Wagen sind chon vor Abmarsch des ersten Detachements der Besatzungstruppen abgefahren. Die französischen Geschütze sind bereits nach Deutschland transportirt, und auf dem Lagerplatze längs der östlichen Seite des Bahnhofs liegen nur noch 3 oder 4 große alterchümliche Belagerungsgeschütze, 5 oder 6 gezogene Feldgeschütze, eine gewisse Anzahl Laffetten und einige Haufen volle oder hohle Ge- chosse. Zeughaus und Magazine werden geleert, die Vertheidignngswerke in Perches, Bellevue, im Basses abgetragen; endlich wird alles, was für die neuen Festungsbauten von Straßburg verwendet werden kann, mit der größten Sorgfalt weggeräumt, so daß am Ende dieses Monats nichts mehr Übrig bleibt, als Casernen in schlechtem Zustande, ganz geleertes Zeughaus, Magazine und Pulverthürme, eingesenkte Straßen, verlotterte Festungswerke, so wie ganz eingewühlte Vertheidigungsarbeiten auf den Anhöhen, welche von den mit der Landesvertheidigung betrauten Geniewesen bis zum Tage der Kriegserklärung so schnöde verlassen waren. Traurigen Herzens, aber mit der größten Ruhe sieht unsere Einwohnerschaft dieser letzten Episode des Krieges zu. Einen Augenblick ließ sie sich vom freudigen Gefühle ob der endlichen Befreiung binreigen. Es gab einen triftigen Grund, um diese Kundgebung der öffentlichen Meinung zu rechtfertigen': man hatte gehofft, daß der tüchtige Staatsmann, dessen Anstrengungen Belfort verdankt französisch zu bleiben, der Einladung zu einem Besuche bei dieser Gelegenheit Folge leisten würde. Seit dem 28. Mai ist diese Hoffnung geschwunden. Zwar hält man nicht jede Kundgebung für den Tag, wo die französische Fahne wieder auf unfern Mauern flattert, für unmöglich; doch die erste Begeisterung ist erloschen. Die mit den zu treffende!. Maßnahmen betrauten Ausschüsse haben sich die öffentliche Stimmung treffend zugeeignet und werden nur Das veranstalten, was unumgänglich nothwendig ist, um die ersten französischen Truppen, welche unsere Ruinen besetzen sollen, so wie die Fremden, die uns an diesem Tage besuchen wollen, bescheiden zwar, aber mit Würde aufzunehmen. Cherbourg, 6. Juli. Gestern Abend 9 Uhr ist der Schah von Persien auf der Rhede hier angekommen. Glänzende Illumination mit Feuerwerk begrüßte ihn. Heute früh kam er an's Land. Die Weiterreise nach Pari- erfolgt um 9 Uhr Vormittags. Italien. Rom, 6. Juli. Aus Triest wird geschrieben, daß dasebst, wie auch in Suez, heimliche Anwerbungen von zukünftigen „Schlüssel-Soldaten" statifinden. Die Angeworbenen sollen den Titel „Soldati della croce rossa“ (Soldaten des rothen Kreuzes) führen, weil jedes Mitglied beim Engagement ein rothes Kreuz erhält, welches es unter dem Rocke an der Herzgegend zu tragen verpflichtet ist. Sold beziehen diese Kreuzzügler noch nicht, wenngleich sie „Marschbereitschaft" haben. Dagegen haben sie die Verpflichtung, sich vor der Hand an allen Wallfahrten, die zu Gunsten des „bedrängten" heiligen Vaters vorge- n.mmen werden, zu betheiligen, und sollen diese Wallfahrten als „Marschübungell" betrachtet werden. Uebrigens soll es diesen Kreuzzüglern freigestellt sein, sich nach Spanien einzuschiffen, um in die Schaaren Don Carlos's einzutreten, in welchem Falle sie zugleich Gage erhalten. Bisher hat sich jedoch Keiner hierzu entschlossen, obwohl bereits zwischen Görz und Triest zweihundert solcher Kreuzzügler engagirt sein sollen. Im Laufe des nächsten Monats soll [eine große Wallfahrt nach dem Monte Santo bei Görz stattfinden. 33eli]ien. Brüssel, 7. Juli. Ranc und Cassagnac sind nebst Zeugen mit Degen Pistolen gestern Nachmiltag nach Luxemburg abgereist, wo heute Morgen Duell stattfindet. (tilflfailö. Portsmouth, 5. Juli. Der Schah ist um l*/a Uhr an Bord des „Rapide" unter Artillerie-Salven abgereist. Amerika. Washinaton, 3. Juli. Eine Proclamation des Präsidenten Grant kündigt eine allgemeine Weltausstellung in Philadelphia für das Jahr 1876 an. Verrutschtes. Marburg, 7. Juli. Das am 10. unb 11. b. M. zu Marburg stattfinbende lanb- tvirtksckaftliche Fest bes Central-Lereins ber Provinz Hessen wirb außer eines sehr reichhaltigen Maschinen-Marktes, bie interessanten Verhanblungen über bas Verkoppelungswesen unb ber n Hypotheken-Gesetze, auch ben 11. einen Festzug bieten, in welchem nicht nurLanbwirthschaft mit allen ihren verwanbten Gewerken vertreten sein wirb, sonbern auch bic Volkstrachten Ober. Hessens sich in ihrer vollen Reinheit zeigen werben. Dem ausgegebenen Programm gemäß wirb das «fährt WW” über bas Eisenbahnunglück bei Fröttstebt: Ein Zug von etwa 70 Achsen, mit ^^i Maschinen bespannt, entgleiste auf einem hohen Damme, unb zwar gerabe an emer Stelle, wo eine Drucke in benselbcn gebaut ist. Die erste Maschine gelangte glücklich über bicselbe unb konnte baher bie Kunde von bem Unglück nach Eisenach bringen, bie zweite aber nß bas ^u^n9e unb sämmtliche Wagen bis auf bie zwei letzten mit sich in bie Tiefe. Die Wagen würben gänzlich zertrümmert, sowie Schienen unb Schwellen auö bem Boben gerissen. Die Zerstörung soll furchtbar sein. Leiber fanbcn auch brei Menschen babci ihren Tob; zwei Beamte unb eine Dame aus Weimar, bie sich ganz allein in einem Wagen befanb unb übel zuzerichtet unter ben Trümmern hervorgezogen wurde. Außerdem kamen noch viele„Verwundungen vor. Von Eisenach aus wurde natürlich sofort bie nöthige Hülfe nach ber Ul^lucksstatte gesanbt. Die Post kam, ohne weiteren Schaben zu nehmen, mit einer tüchtigen Durcheinanberschuttelung davon. Von einem anberen Augenzeugen, welcher mit diesem Zuge nach Kastel zuruckkehrte, erfahrt bas Blatt noch Folgenbes: Die beiden Locomotiven mit einem Guterwagen hatten ben D tabu er bei Fröttstebt glücklich passirt, als der dann folgende Personenwagen den Viaduct hinuntersturzte und unter seinen Trümmern die in demselben sitzende, in Weimar eingestiegenc Dame begrub. Auch die nächsten drei ober vier Personenwagen würben in tausend Stücke zersplittert, wahrend die Insassen dieser Wagen, wunderbarer Weise, außer einem Armbruche, nur geringere Contu- sionen und Verletzungen davontrugen. Ein besseres Loos hatte der Post-, sowie die an diesen sich anschließenden Personenwagen. Sie wurden der Böschung entlang umgeworfen, die Passagiere kamen theils mit dem Schrecken, theils mit kleinen Eontusionen davon. -r.od ,st außer der obenerwähnten Dame der erste Bremser, welcher in den Wagen förmlich gmeingebruat wurde, lebensgefährlich verletzt der zweite Bremser. Wie groß die Zahl der Verwundeten ist, war bei Abgang des Zuges noch nicht festgestellt. Polizei-Präsioent v. Madai, wUcher m dem Zuge saß, ordnete alsbald die nöthigen Ermittelungen an. Das Geleis ist 1000 Schritte lang vollständig zertrümmert. Börsenberichte. Frankfurt a. W., 7. Juli. An der Börse machte sich heute wieder, wie schon öfter in letzter Zeit, eine schwankende, unentschiedene Haltung am Speeulationsmarktc, unb "ne feste für Anlagefonds unb teilweise für Bahnen bemerklich. Crebitactien würben wieber durch mannigfache Gerüchte beeinflußt, welche von Berlin hierher gemeldet wurden. Einerseits war von neueren , größeren Verlusten des genannten Instituts die Rede, anbererseits von neuerdings fühlbar gewordenen Consequenzcn des Falliments eines Wiener Bankhauses (Weikersheim), die Mißtrauen unb Verstimmung erregten. Creditaetien, Anfangs mit 243-/4 bei fester ^"sumung cröffnenb, wichen daher nach und nach auf 241^ herab; ihr Samstag-Abend-Cours war 244 M. # ■ (MB Bürs enuachri eilten. 5O/o Ö8tr. f. st. e. b. 357 7. Juli 1873. Lombard. Bahn 202% 73-/2 Oberhessen do. II. Emiss. 82-/2 Prioritäten« östr. Stsb. Prior. 60 östr s. Lombard 02% Livorneser 34 Toscaner 55 Elisabeth.-Prior. 85 3O/o 3% 3% 5% 5% Ludwigsh. Bexbach 188-,^ Maxbahn 130% Bayer. Ostbahn 119% Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. 164% Preuss. 41/3°/o Oblig. 103% Frankf. 31/2°/o Oblig- 87 Nass. 4%% Obi. 80 Kurhess. 4°/° „ 96% Gr. Hess. 5% Obi. 101% n „ 4% . » 99 r> n 3%°/o » y51/2 Bayer. 5% „ — „ 4%°/o 1jährige 100% „ 4" 0 1jährige 94 Würtemb. 4%% Obi. 100% Baden 4%°/o ObL c. E. L. 100-/b Oesterr. Silberrente 66 „ Papierrente 60% Spanier, neuest. 3°/o 18% Amerik. Bonds 188Ir 99% „ „ 1882r 96-/2 „ „ 1885r 98-/8 „ „ 1887r 98% Actieru Frankf. Bank 146 Frankf. Vereins-Kasse 113% Darmst. Bankact. 402 Wien Bankactien 1035 Oest. Creditact. 244 Galizien — Anlelicnsloose. Darmstädter fl. 50Loose — v n 25 n 541/2 Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 fl. — Braunschweiger 23% 30 (^Oldenburg. ä40Thlr. 37% 40,0 bayr. Präm.-Anl. 110% 4% badische Locse 110 Badische fl. 35 Loose 68 Oestr. fl. 250 v. 1854 91% 1858r Prioritätsloose 204 1860r Loose 94 1864r „ 153%________ Wechsel» Amsterdam Augsburg k.. S. 98% k. 8. 100 Berlin k. S 104% Bremen k. S. 105% Brüssel k. S. 93% Hamburg k. S. 105% Leipzig k. S. 105 London k. S. 118% Lyon k. ö. — Paris k. S. 92% Wien k. S. 104% ditto m. S. 105% ditto 1. S. 104 Disconto 5 0/0 Goldsortesi. fl. kr Pr. Friedrdor 9 57%—58% Pistolen . . 9 38—40 „ doppelte 9 38—40 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 30—32 20 Frankenst. 9 20%—21% Engi. Sover. 11 45—47 Russ. Imper. 9 39—41 Dollar in Gold 2 25%—26% Staatsbahn unb Lombarden hielten sich hingegen fest. Erstere am Samstag 354%, schlöffe» 356%; Letztere blieben unverändert zu 202. Die Mehreinnahme der Lombard-Bahn ist fl. 119,000 und wird als eine günstige betrachtet. Von anderen Bahnen blieben Galizier 2 fl., Gisela 1 fl., Elisabeth % fl. besser. Auch deutsche Bahnen waren zum Theil gut gefragt, z. B. Alte Bayer. Ostbahn. Reue Bayer. Ostbahn 1 Proc., Pfälzer Maxbahn 1% Proc. bester, dagegen Nordbahn % Proc. matter. Prioritäten lebhaft gesucht, vorzugsweise 5 Proc. Lombardische. Von Staatsfonds waren österr. Renten, namentlich Silberrente, Ungarische Anleihe unb Amerikaner in gutem Begehr unb anziehenb. Silberrente % Proc. höher. Spanier stagniren. Am Bankenmarkte herrschte wenig Leben und schlossen Werthe durchgehends matter, nur Ocsterr.-Deutsche % Proc. höher. Deutsche Effectenbank fest. Darmstädter 2 fl., Prov-Disconto 1 Proc. gewichen. Oesterr. Nationalbank avancirten dagegen um 4 fl. Von Wechseln Wien schwächer, Paris etwas besser. Von Sorten Napoleons 1 Kr., Friedrichsd'or % Kr., Imperiales 1 Kr. theurer. Wer eine Annonce in hiesigen oder auswärtigen Blättern veröffentlichen will, erspart Mühe und Po 0- f oft en, wenn er damit die Unterzeichneten beauftragt, deren alleiniges und auSschliest- ltches Geschäft es ist, Anzeigen in alle Zeitungen der Welt zumOriginal-KostenpreiS und ohne Nebenspesen zu befördern. HaaseilstttN & Uoglft, Frankfurt a. M», große GalluSstraße 1. Allgemeiner Anzeiger. 3150) Eine geräumige Familienwohnung ist dahier auf den 1. October zu vermiethen. Offerten sub Chiffre 58 befördert das Annoncen - Bureau von Rudolf Mosse, B Heidingsfelder in Gießen Versteigerungen. 3121) Donnerstag d. 10. Juli d. I-, Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Nebenbau detz Herrn Louis Petri in den Neuenbäuen Wagenschmiere in Kistchen, Stärke, Cigarren, Kau- und Schnupftaback, Bürstenwaaren, Baumwollengarn, Farben, tannene Butterfässer, Kübel und Bütlchen, Briefcouverts, Holznagel 2C. versteigert werden; sodann Freitag d. 11. u Montag d- 14. Juli d- I-, Nachmittags 2 Uhr, eine große Quantität Pflugschaaren, Sensen, Strohmesser, Schlösser, Bänder und Ketten aller Art, Schrauben, Stifte, Spaten , Schippen, Hacken, Mistgabeln, Löffel, Aexte, Beile, Sargverzierungen, Kohlen- kroppen, sowie alle Arten von Kleineisen- waaren, meistbietend versteigert werden- Gießen, den 5. Juli 1873. Großherzogliches Ortsgericht Gießen- Sem m ler- HeugraS - Versteigerung bei der Stadt Allendorf a. d- Lumda. 3166) Donnerstag d. 10. Juli L I-, Vormittags 8 Uhr, soll das Heugras von den städtischen Wiesen, ca. 31 Morgen, öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist in Allendorf selbst am Unterthor. Allendorf a. d. Lda, am 7. Juli 1873. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda- I- V- d. B- Der Großh- Beigeordnete: Wallenfels. Holzversteigerung. Am 15. und 16. Juli, Morgens 9 Uhr, sollen In der v- Heydmolff'schen Waldung bei Oberweimar (Kreis Marburg) folgendes Eichen-, Werk- und Brennholz versteigert werden: Am 15 ZusammenkunftamElbertswalo: 150 Bau - Stämme, Durchmesser 12 bis 20", Länge 15—30', 18 Klafter 8' langes Werkholz. Am 16. Zusammenkunft an ber N e u w i e s e beim Pfaffenfteeg: 50 Klafter Stammprügel, 20 „ Scheitholz, 18 „ Erbstücke, 40 Schock Reiser (3161) Jeilgebotenes. 3085) Grobes und feines Koch- 8 Viehsalz, feinstes Tafelsalr, Emmcnthaler Lt RamdouS-Käse empfiehlt G- CH. Spruck. 2818) Backsteine, im Ofen gebrannt, empfiehlt W. Delgehaufen Nachfolger L. Wolshofer aus Weilbnrg a. d. Lahn. 3148) Aechten reinen in einer Centri- fugal-Maschine ausgeschleuderten Bienenhonig verkauft P. Althaus in Groß-Buseck. NB. Bestellungen können bei Ludwig Möser in Gießen (.-euenbäuen) gemacht werden. !/ Schirme // Wegen vorgerückter . 9. 955*. II53 Vorm. 442 Nachm. 82G*. 840 Abds. 1220* Nachts. Ankunft in Gießen von: Frankfurt 832.940 * 1144 Vorm. 345.420 Nachm. 710. 82ü* Abends. 10’3. 12'6* Nachts. Cassel 8'2*. ll3» Vorm. 420 Nachm. 6'6* Abds. 1140. 227 Nachts. Marburg 5'3. 8'2*. Ipo Vorm. 420 Nachm. 6'6*. 740 Abds. 1140. 227 Nachts. * bedeutet Eilzug. Wilh. Müller. 3143) Eine gesunde Amme sucht Stelle- Zu erfragen in der Exped. d. Bltts. 3044) Durch Verfügung Großherzogl. Ministeriums des Innern vom 6. Mai a. c. sind die Pfandbriefe des unterzeichneten Boden- credit Instituts nunmehr auch zur Anlegung von Gemeinde-, Kirchen- und Stiftungscapltalien im Großherzogthum Hessen zugelassen. Wir beehren uns bekannt zu geben, daß wir für die Provinz Oberheffen die . Agentur der Bank für Siiddeutschland in Giessen mit dem Verkauf unserer 5, V/2 und 4%ißen Pfandbriefe beauftragt haben. München, im Juni 3873. Süddeutsche Bodenereditbauk. Wohmulgs-Veranderung. 3146) Dem verehrten Publikum zur Nachricht, daß sich von heute an meine Wohnung, Wallthorstraße 134 vis-ä-vis der Brandgasse, befindet. Wetzlar 6'5. 8'0. 955* Vorm. 12 Mittags. 445 Nachm. 7*. 83'' Abends. Ankunft in Gießen von: Deutz (Cöln) ll3« Mittags. 350 Nachm. 6'41*. ji is Abends. Dillenburg 75'. liao Vorm. 33» Nachm 64'*. 11'8 Abends. Wetzlar 750. 940. ifsö Vorm. 35.64'* Nachm. 8S. 11'" Abends. * bedeutet Eilzug. f Oberhessische Eisenbahnen. Abfahrten von Gießen nach: Fulda 5. 835. 1155 Vorm. 75u Abends. Gelnhausen R'o Vorm 123 Mttgs. 44«Nachm. Nidda 8'0 Vorm 125 Mttgs. 4'o Nachm° 8 Abends. Ankunft in Gießen von: Fulda 87 Vorm. 25«. 425 Nachm. 10 Abends. Gelnhausen IO33 Vorm. 335 Nachm. 7 Abds. Nidda 640. 1035 Vorm. 33'> Nachm. 7 Abds. beeutetd Eilzug. 3157) Eine Scheuer nebst Stallung zul 3107) Ein Mädchen, im Kleidermachen vermiethen. Lit. A. 132. perfect, sucht einige Kunden. Näheres bei — ■ -”———-———;———------— der Exped. d. Bl. 316a) Ein Familienlogrs ist zu vermie- -------------------:---------------------- -------^‘.Wtr OJel- .! Zur Beachtung! allcmZubchör pr. l.Ocfc|u grmirtben. gX’ute Sttllm erhalten durch ofsiciellen Agenten sämmtlicher Zeitungen des In- und Auslandes, Frankfurt a. II. Zeil 43* Straßburg, München, Nürnberg, Berlin, Wien, Prag, Hamburg, Zurich. Mhlt wird Jedermann Rath ertheilt, welche Zeitungen für jeden einzelnen Fall sich als erfolgreich erwiesen haben: Urifi*l werden alle Annoncen lupi sorgfältig abgefaßt und für einen augenfälligen Druck hergerichtet; Slrtfolhft kosten die Inserate nur dafielbe, wie in den Zeitungs-Expeditionen , da dieses Institut als Central-Stelle Fruchtmärkte. Juli Walzen. Korn. | Gerste. Spelz. Hafer. Erbsen. 1 Linsen. Auf dem Markt Mit- preis Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mit. preis Auf dem Markt Mit. preis Auf dem Markt Mit. preis Auf dem Markt preis Auf dem Markt Ml^ pre's lauf- gef- verk. - fr. !auf- sief. verk. ft. 1 auf- gef. 1—- । verk. fl. fr. | auf: gef. •u 0 fL fr. a cs 0 fl. fr. |auf= 1 gef- ! fl. fr. auf- gef- Q fl. fr. Gießen M. M. M- M- M. M. M. M. M- W M. M. M. M. - — — Alsfeld Grünberg 5. _ 43 16 52 — 102 11 25 — 25 9 37, — — — — 36 6 22 _ _ — — — Lauterbach 5. — 3 16 20 — 7 11 10 — — — — — — 7 7 — .— 1 10 20 Mainz 4. — 137 16 47 — 40 10,38 — — — — — — — — — — — — — Wick. Auf dem Markt 5 «j Q ’n. M pr fl. it.s eis fr- « UZ I38 | lno rtoff bein trft ein* Mit7- preis fi.jfr. Ss M. 1 II 1 1 11 1 1 1 1 1 1 M. 23 M. 38 1 j Q3 1 | 27 20 40 1 1 1 1 1 11 11 1 1 1 1 1 Sck-nlsk Mß W- Die' sehen, Nächste! Alle kenntlilb macht sei». Tiese a. b. c d e. 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