H.iefL nurt*Hä^rtg 1 st. .2 fr. 4ti Wite-nuhn. D«rch btt V.ft d^vL« dtertchShvz 1 W h Gichener Anzeiger. Svfchetnt täglich, mit 8u» Kahme Sonntags. Expedition: Canzletbrr- 9tt. «. Rr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen. Zrr, 32. Freitag den 7. Fcvrnar 1873. .n a ff c x SMn.ot/tor werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleibcrg B. 1, als auch bei allen Poft- Bestellungen uns der» Liepener 'Anzeiger Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate Februar und März zu 40 fr. . 11.uiI ■■! -i an Hin nur Amtlicher T h e i l. Gießen, am 5. Februar 1873. Betreffend- Die nach dem Gesetze vom 22. November 1872 vorzunehmende Wahl der Vertreter der Forensen. , Das Großherzogliche Krelsamt G>cßcn an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Aliendorf a. d. Lahn, Aiiendors a. d. Lda., Daubringen, Garbenteich, Gießen, Heuchelheim, Klein-Linden, Mainzlar, Nieder-Bessingen, Steinbach, Treis a. d. Lda. und Wieseck. Wir erinnern Sie an die baldigste Einsendung der Acten über die Wahl der Vertreter der Forensen. v. Röder. -— ----------- - ----------------------------- Politischer L h e i l. Vie Tage gehender Brängstl- Chaos herauszuarbeiten und so eine RegterungSform z» finden, unter welcher man künftighin leben sollte. Thier« und die Nationalversammlung übernahmen diese doppelte Aufgabe, wenn auch das Partei-Znteresse, je nach Bedürsniß oder Hoffnung, die Ausgabe der Nationalversammlung nur auf den ersten Punkt gerichtet und beschränkt wissen will. Wenn, wie wir oben bemerkt haben, die Occupation den wohlthätizen Zwang ausübt, daß sie Frankreich an der Möglichkeit hindert, sich selber zu schaden, so können diejenigen, welche die Befreiung Frankreichs von der Dec«» pation herbeiführen wollen, sicht wollen, daß das Chaos i» Innern d'.e Occu- palion überlebe. Thiers und die Nationalversammlung stimmen wohl auch in dieser Er- kenntniß überein, und der Radikalismus, weil er fürchtet, daß aus dieser Er- tenntniß schließlich eine, seinen Zielen abgünstige Verständigung folgen könne, bringt daher darauf, daß die Nationalversammlung sich aufiöse, um einer andern Platz zu machen, in welcher er die Majorität beherrschen und die Zukunst Frankreichs bestimmen könne; und leider ist es nur zu gewiß, daß, wenn die gegenwärtige Nationalversammlung die Zett bi- zur Herbetsührung der Befreiung des Landes nicht auch zu dessen Constttuirung benützt haben wird, sie die Oceu- patio» auch nicht einen Augenblick überleben wird. Denn dann wirb der Ruf nach einer constituirenden Versammlung unwider- stehlich sein und die leidenschaftliche Erregung, welche die Nation im Augenblick ergreifen wird, kann nur derjenigen Partei zu Gute kommen, welche dem Natto- nalstolz mit der Erinnerung an seine zur Derthcidtgung des Landes gemachten Anstrengungen zu schmeicheln und seine Hoffnungen aus die siegreichen Wirkungen dcr söge rannten Freiheit richten wird, d. h. den radikalen Parteien und in erster Linie — den Gambetttsten. , _ . u w , i Daun ist aber auch für die übrigen Prätendenten die Zeit des Handelns gekommen, weil die Jntrrrffen der Ordnung auf den Bestand der Quasi Republik i nicht mehr würden zählen können; weil das Provisorische sich alsdann nlchl mehr halten kann. ~ t Das wird der Zeitpunkt fein, in welchem Frankreich, wie die „T'meS vorher besorgt, den Abgang der OccupationStruppen bedauern wird, wenn e« dem Patriotismus und der Einsicht des Herrn Thiers und der Nationalversammlung bis dahin nicht gelungen sein sollte, das Provisorium vorher in rin Defi- nittvum umgewandelt zu haben. Deutschland. Berlin, 3. Febr. Aufregender noch als der Krieg selber, find der Mvb.lisirung. Die endlosen Hin- und Herzüge kommender und Truppen, daö Trommelwirbeln, das Rasseln d.'r Kanonen hat etwas gendes für den Zuschauer. Die Spannung der Gemüther ist schier unerträglich, etnn die bange Ahnung vor einer gefahrdrohenden Zukunft vergrößert noch die sorauösichtlichcn Uebel. Zn einer solchen Zeit der Vorbereitung zum Kampfe leben scir Es ist als ob wir plötzlich am Vorabende eines ReltgionskrtrgrS standen. Die trotzige Sprach« der Bischöfe, ihre drohende Aufkündigung des staatlichen Gehorsams auf der einen, die zum Schutze der Staatsgewalt gegen die Eingriffe dcr Kirche der Ber^thung unterliegenden Gesetze auf der anderen Seite sehen aus ein Haar einer KriegSmvbiUstrung ähnlich. Ernst ist die Sache allerdings und wovl dazu angrthan, die Gemüther aller wahren Daterlandsfreunde mit schweren Besorgnissen zu ersull'N. Daß der Kumpf, in den wir eben emgetreten, nicht mit denselben ungleichen Waffen gesührt, wie vor dntthalb Jahrhunderten, daß unser Frankreich und die Parteien. Von den susionistischen Bestrebungen der Legitimisten und Orleanisten ist es wieder ziemlich still geworden; die Sorge der Gegenwart wendet sich den Anstrengungen und Aufgaben zu, welche dem Präsidenten der Republik obliegen, um vas Staatsschiff zwischen der parlamentarischen Scylla und CharybdiS hindurch zu lootsen, und die Sorge der Zukunft faßt vielmehr die Plane und event. Aussichten der Bonapartisten, als dte der Royalisten in's Auge. Auch die englische Presse nimmt dieselben ernsthaft und widmet denselben eine lebhafte und fortgesetzte Aufmerksamkeit, obwohl dieselbe vielleicht nicht ganz $ ES ist wenigstens sehr möglich, daß die anonymen Mittheilungen englischer Blätter, welche dem Prinzen Napoleon eine indivicuelle Politik zuschreiben, gegen- über dem gemeinschafillchen und verbindlichen Programm der Partei, von gegne- rischer Seite herrühren nnd als Insinuationen zu betrachten sind, welche daraus cbzielen, Zwiespalt in das Lager der Bonapartisten hinein ju tragen; obwohl es freilich dem Prinzen Napoleon schon bet Lebzeiten seines Vetters gefallen hat, X' X zweideutige Rolle »u (Vielen, die ebensowohl dajU dienen konnie, mtt den anti-gouvernemenialen Kruse» mindesten« persönlich Fuhlnng »u «sollte, wie fie einem persönlichen Ehrgeiz die Zukanst essen erhielt. .. Genug: e« scheint, daß in England die öffentliche Meinung, welche Ach mit der Zukaust Frankreich« b-schäsiigt, mehr und mehr Lahm »eigt, daß Lie r X mit dem Bonap-rti.mu- zu rechnen Haden werde, und unter dieser Bor- auesltzung kommt die „Time-" ju nächst h-nder Bemc.kung: Gani Frank,eich war am Neujahr«>age darüber einig, daß die Besreiung de» Nationalaebiete« im Jahre 1873 ,u Stande kommen sollte. Wir mochten wohl wissen/cb nicht manch« Franzose, wenn der Jahr,«schluß heranruett, Mi Redauern daran den,,» wird, daß die östlichen Depa.temeni« niO)t mehr von den Diulschen besetzt sind. Die Gegenwart der Auelander war doch wenigsten« eine Garantie gegen Unruhen und Unordnung und ein vollständige« H,n°erniß g g - •sssssrsrs «•.....-*• ---s .ischen Zustand im Auge hat, kann den sran.osischen> Nationalstolji nicht bele ° - "«-sss ,FF js as#» 5 “A* iä-‘ •* 8ar in sehr ‘u ub'"'!("unt„ flD(n Umstanden von vornherein jvgegeben werden, «WrSSfe«? und vorzugSwt se mit den M»tttM z l ® . t7(fe Mittel aber nur in KrttgSconlnbulion von Vieser Occupation z J ’ nationalen Arbeit gefun der, °n.« den. Echu, d« O'tnnng sich en wich nden na onal-n Ärb. l g , den werten lönn.n ; wa« nichi« ander« ' 2° b-schwoienen Krieg ja i-hl n, ionttrn auch mtt ter j»tutn, l a> heimischer Boden nicht wieder mit Bruderblut gedüngt werden wird, darf im Schon gestern bezeichnete ich Ihnen diese Forderung als den schwanen Pnvct Ernst kaum angenommen werden; allem da- friebltche Beieinanberwohnen beider und wenn es -um Conflict kommt, so wird e- deshalb sein. Die lcaitimiKisL- Eonfessionen in Deutschland ist luder gestört. Kein nüchtern Denkender verschließt klerikalen Blätter find wüthend. Uuiver- nennt die Rede von Tyler- eine KrieaS- sich der Thatsache, daß die Klerikalen zunächst die Agitation in die weitesten Krcise crklärung, und die „Union" meint, Thiers habe ganz Recht, wenn er sich einen -u tragen bemüht sein werden, doch über den endgiliigen AuSgang diese- heiligen petit bourgeois nenne, denn er verthridigt die ihm anvertraute Gewalt als wenn Kampfe- um die sauer und müh am erwobenen Errungenschaften der modernen (E i n g e s a n d t.) ste die Frucht der Ersparn.ß seiner Arbeit sei. Versailles, 3. Febr. Thiers fand sich um 2 Uhr 30 Minuten in der Dreißiger-Commission ein, ergriff sofort das Wort und sprach bis 4‘/2 Uhr. Er sprach sich versöhnlich aus und erhob weniger Einwände, als man erwartet hätte. Zn Bezug auf das Verhallen bei Interpellationen über innere Angelegenheiten forderte er, daß ein interpelliiter Minister in wichtigen Fragen das Rccht habe, zu verlangen, daß THLrrS sich an den Debatten bctheilige, daß in diesem Falle aber alle Minister verantworiliL seien. Die Commission scheint diese Fassung an- nehmen zu wollen, Ferner verlangt Thiers, daß die weitere Debatte nicht rwth- wendig ebne seine Gegenwart Statt finde. Darauf scheint die Majorität der Cowmtssion aber nicht eingehen zu wollen. Dieses soll noch ein schwieriger Punkt scin. Die Kammer war heute äußerst zerstreut und der Lärm der Privatunter- haltung so groß, daß man die Redner nur mit Mühe verstehen konnte. Der Antrag von Ren6 Brice, welcher eine Abänderung des Artikels 55 des Recruti- rungS-Gesetzcs beantragt, wurde verworfen. Ziemlich lebhaft war die Erörterung eine Antrages des päpstlichen Barons Chaurand, daß Lyon die nämlichen Ge- mkinvc-Znstituti'onen erhalte wie Paris. Millard (radikaler Deputirter von Lyon) widersitzk sich dem Anträge und vertheibigt Lyon. Chaurand verlangt, tag die Regierung befragt werde. Der Minister des Innern ist aber nicht anwesend und Chaurand zieht sein Dringlichkeitsgesuch bis zu Ankunst des Ministers zurück. Oie Kammer geht nun zur Vorlage Betreffs der Kinderarbeit in Fabriken über. Bald tritt Gourald in den Saal, dem man den Antrag Chaurand'- mittheilt. Zn Folge dessen besteigt der Minister die Tribüne und erklärt, daß die Regierung >;tgkn die Dringlichkeit nichts einzuwenden habe. Diese Erklärung bedinge jedoch nicht die Annahme des Antrages Seitens der Regierung, die der Ansicht fei, daß er an die Decentralisations-Commission verwiesen werbe. Leroyer (Lyon) prokestirt, aber die Dringlichkeit wird erklärt. Der Rest der Sitzung wurde der genannten Vorlage über die Kinderarbeit gewidmet. Versailles, 4. Febr. Die Rational - Versammlung beschäftigte sich heute ausschließlich mit den Gesetze» über die Kinderarbeit in den Fabriken. Amerika. New-Jork, 3. Febr. Das Gericht-gebäudc in Quebec ist abgebrannt; die colontUen Archive und viele in anderen Räumen bewahrte werthvolle Dokumente wurden von den Flammen verzehrt. Schweiz. Bern, 6. Febr. Daö Domkapitel des B sthums Basel hat unter Bern, fung auf das kanonische Recht die Ernennung eines BiSthumSverweserS verwes- gert, well, da der Bischofssitz weder durch Todesfall vacant, noch Lachat ercow- wunicirt sei ober seine Entlassung genommen habe, seine Stelle nicht als erUbigi betrachtet werben könne. Konstanz, 6. Febr. Nächsten Sonntag findet dahier im Concilivms-Saal. eine Ait-Kaihollktn-Versammlung für da- deutsche Oberland und die benachbart Schweiz statt. Dr. Micheli- (Heidelberg) und Prof. Friedrich (München) werden auf der Versammlung als Redner austreten. Frankreich. England. Loudon, 3. Febr. Der Arbeiterverein, welcher sich die Befreiung der wegen verabredeten Contractbruches verurtheilten Gasheizer zum Ziele gefegt hatte, i(i mit dem Minister des Innern sehr unzufrieden, daß er nur eine Verkürzung der Strafe, von zwölf auf vier Monate, bat eintreten lassen. Sie verlangen volle und sofortige Freilassung und wollen sich deshalb jetzt an den Premier- Minister wenden. Herr Gladstone wirb jedoch einsehen, baß er sowohl dem Ansehen der Gerichte, als in noch höherem Grade dem seiner eigenen Regierung großen Eintrag thun würde, wenn er einem solchen Verlangen nachgeben wollte. London, 4. Febr. Auf der Insel Samos hat, wie der „Daily News" telegraphier wird, ein starkes Erdbeben stattgefunden, welches den Ted vieler Menschen und bedeutenden Schaden an Eigenthum zur Folge hatte. London, 6. Fcbr. Die heutige ,$imed" enthält eine Analyse der Thronrede, mit welcher da- Parlament heute eröffnet werden wird. Dieselbe besagt demnach: Die Regierung habe von allen Seiten Versicherungen der Freundschaft ewpfangen; der F.iede sei nirgend- gestört; mehrere Nationen hätten ihre Mitwirkung bei den Bemühungen England- zur Unterdrückung de- Sklavenhandels an der afrikanischen Ostküste zugesichert. Mit Rußland feien feit 3 Jahren Unterhandlungen über die gegenseitigen Beziehungen in Ckntralasten im Gange. Schu- waloff habe die Königin ter freundschaftlichsten Gesinnungen des Zaaren gegen England versichert. Was Frankreich anbelavge, so werbe der Handelsvertrag die Freundschaft mit ihm befestigen. Thiers habe bas Schiedsrichteramt über die englisch portugiesischen Differenzen, betreffend da- Grenzgebiet der norbasrikanifchen Besitzungen, angenommen. Die Rede erwähnt der in der Alabama- und San- Juan - Frage erfolgten Entscheidungen und zählt die Gesetzvorlagen auf, welche rem Parlamente zugehen sollen, darunter eine Vorlage wegen Abänderung deS höhcrcn Uaterrichtssystems in Irland. Eultur kann ebenfalls kein Zweifll dest hen. Wir kämpfen für die Entwickelung des modernen Gedankens, jene für die künstliche Confervirung einer einba'fomirten Mumie. Aber nur ter Lebende hat Recht, uns ist um den Sieg nicht bange. Berlin, 4. Febr. In der Schweiz nimmt ter Baseler Kirchenstreit unmer größere Dimensionen an. Von den sieben zu dem Baseler BiSthum gehörenden Cantone wollen fünf die beiden ullrowontanen Cantone Luzern und Zug aus- scheiben und allein ein BiSthum bilden. Ginge es nach ver Bevölkerung jener Cenione und nach den Ständen, so würden sie den altkatholischen Pfarrer und Prof'ffor Herzog von Luzern, jetzt in Krefeld, zum Bischof wählen, da aber statutenmäßig raS Domkapitel zu wählen hat, so kann man dies nicht erreichen. Da- Capitel hat aber eine den Regierungen genehme Persönlichkeit zu wählen, und als solche find ihm Geistliche von gemäßigter Gesinnung bezeichnet worden Domprobst Fials und Domherr Schürich in Luzern. Sollte da- Domkapitel daraus nicht eing.hen, so wird man sich wohl auch ohne Bischof zu behelfen Wissen, was der Canton Tessin schon 15 Jahre thut. Frankfurt, 5. Febr. Der „Franks. Pr." wird von Berlin, 1. Febr., ge. schrieben: „Ja ter freien und meist sehr belebten Convecsation, welche aui die parlamentarischen Diner- bei dem Fürsten Reichskanzler zu folgen pflegt, fragte der Fürst, ob denn wirklich der Abgeordnete v. Mallinckrodt behauptet, Preußen habe die italienische Regierung 1870 ausgeforbeit oder ermächtigt, von Rom Besitz zu erfreifen. Die- wurde von mehreren Mitgllrbern beS Abgeordne- tenhaofts bejaht. Der Fürst versicherte darauf, dies sei eine große Unwahrheit, der König von Italien sei im Beginn les Krieges mehr französisch, als deutsch gesinnt gewesen. Die- antipathische Verhaltniß sei wahrend des Krieges nicht gehoben worden und erst gegen Ende des letztem, oder gcir erst nach dem Friebens- fchluß, fei die Wiederherstellung eines Einvernehmens mit Italien möglich gewesen, jedenfalls fit jrne Behauptung Mallinckrodt'-, wenn solche gefallen, das directeste Gegentheil der Wahrheit, und Deutschland fei frei von dem Vorwurf, irgend etwas gethan zs habm, was geeignet war, die feindliche Haltung Rom'S zu provociren. Hambnrg, 5. Febr. Einem Londoner Telegramm der „Bötfenhalle" zufolge ist gegen Die Eigenthüwer des Dampfers ^Marillo", obgleich dieselben spa- Nische Untertanen find, auf den Rath juristischer Autoritäten bei dem englischen AbmiralitätSgerichte eine Entschäbigungsklage ein^eleitet, weil der Zusammenstoß mit dem „Northfleet" in englischen Gewässern stattgefunden bat. Der geforderte Schadensersatz beläuft sich auf 14,000 Ptund Sterl. Den BektagtLN ist bereite die Vorladung zuzegangen.? Mannheim, 5. Febr. A. Be-berich, Redakteur des „Pfälzer Boten", wurde heute in der Recurs-Instauz wegen Beleidigung des Geh. Raths Dluntfchli zu 6 Wochen Gefängniß verurtheilt. Dresden, 3. Febr. Die Königin ist an einem Lungenkatarrh erkrankt. Dof g stOge Abend - Bulletin meldet ziemlich beträchtliche Fiederecscheinungen. Rach dem heutigeu Morgen - Bulletin war die Nacht ruhig; gleichwohl dauert da- Fieber fast in gleicher Weise fort. Das Allgemeinbefinden ist befriedigend. Stuttgart, 6. Febr. Die Königin-Mutter ist an einem entzündlichen Ka- tarrh erkrankt. Ein heute Morgen au-gegebene- Bülletin sagt: Die Nacht brachte zwar noch keinen Schlaf, aber wehr Ruhe und den Nachlaß der krank- haften erscheinungen. — In der Abgeordnetenkammer find Gisttzentwürse, bete, die Armee-Retablissement-gelber und die Erhöhung der Pensionen des CivilstaatS- diener, eingebracht worden. Spanien. Cadix, 5. Febr. Der englische Consal beantragte gestern die Beschlag, nähme des Dampfers „Murillo", sowie, den Capitäa und jenen Theil der Mannschaft desselben, welcher während des Zusammenstoßes die Wache hatte, als Ge- angene an Bord eine- Kriegsschiffes zu bringen, die übrige Mannschaft aber an Lord des „Murillo" zu bewachen und ihr nicht zu gestatten, an's Land zu gehen. Paris, 3. Febr. Laut Rational beträgt dir Summe, die auf die fünfte Milliarde emgezabtt ist, jetzt 360 Millionen. Ihm zufolge gehen jeden Monat 160 bis 170 Millionen auf die Anleihe ein, fo daß die französische Reg erung sich in den Stand gesetzt sehen werde, die fünfte Milliarde in baarem Gelde bezahlen, ohne zu den Garantieen ihre Zuflucht zu nehmen. Paris, 4. Febr. Wie verlautet, soll der belgisch-französische Handelsvertrag diese Woche unterzeichnet werden. Der Unterrichts-Minister Jules Simon hat ein vertrauliches Runcschreiben an die französischen Bischöfe gesandt, welche bei Thiers wegen dcr römischen Klosterfrage reclawirt Haden. Simon soll dieselben auf die Zukunft vertröstet haben. Die gestrige Rede von Thiers wird fast vor. allen radicalen und republieünischen Blättern gebilligt. Die osficiöse Bien Public zollt derselbtn selbstverständlich allen Beifall und erklärt zugleich, daß Thierö aus dem Ultimatum, welches er gestern gestellt, fest beharren werde; es glaubt, wie auch bishrr, daß cS zu einem Einoerständmß kommen werde. Die Red- von Triers werde im Lande einen solchen Widerhall habm, daß selbst die feindlichst Gesiniitrn nachgrbcn müßten. Man könne wohl in gehetmen Zusammenkünlten einen EtaatS. fireitb aushecken, etwas Anderes f i es ober, denselben auSzusüijreu. Herr Tdiers 7'1"' «o nutzlos.» ................................................................ wachen, fei ein wirklicher (Ltaati streich , den anzunehmen frine Wüldel^i^una auch IN dcr Znt dec Huridstage entiteb.n: Beunruhlftunq der Gcmülh?r wächst! nicht gestattet, den zu ratific rrn das Interesse des Landes, der Nat-'onal Ber-i^ zur Annahme eines All.ntats Seitens der Professoren", und: „(Sit möchte an der Zett sein die samwluag ».»biete. Die »v,aliß.s»e» bläut» si°d niche zosrud-n. D-»r.--»o.i«I "" tc'"'Üil'L“?*!?"'; mT B* V ">*' ft«««« (•«.« M .7fd) ..ß eie irc0’ ccr ^ntrrpkllation so geregelt w Ide, wie es Thiers verlangt; aber sic Uneben, und wir ss.d nicht abueneiqt. dieser letzten Erklärung beizutreten. Denn dafür wollen Nicht zugeörn, daß TU rs das Recht habe, der Dikcusston, wenn er sich fcrul t ^lleS: di- Beunruhigung der Gemüther, das Attentat, die B deckung dkS aanzeo einmal an derselben betheiligt dar, bis zum Schluffe anrUwohncn und witr fureeben ■’t Studenten kein Platz ble be für die Frauen. Mädchen ° v z 4 n ul,Auwv«ncn ut.v wttz.lprechen. und K.oder. die Ne.uUchkett d.ö Cpazi-rgar-g.e, der Mangel an Lust (wählend man nach jeder ©leid) hinter dem ganz vernünftigen Artikel in Nr. 30, daß nur der Bau d.-r Aula ie ber neuen Anlage allen Bedürfnissen der Stadt wie der Universtkät gerecht werde, tritt ein neuer Kinderfreund auf, aber ein Kinderfrennd in verbesserter Auflage: „Die Beunruhigung der Gemüiher wächst. Wi-, sollte es wirklich wahr sein, daß Seitens der hiesigen Professoren ei« Attentat auf die Stadt verübt würden ist" u. s. w. Ob dieser Einsender weiß, was rin Attentat ist? Man versiebt darunter einen gewaltsamen Anfall auf eine Person zur Echädiaung ihres Kürpers oder ihres Eigenthums, und der Ems-ndcr sagt in dcr That, daß man die Stadt berauben wolle. Schreib.r dieses hat zwei gute liebe Nachbarn, die darauf Anspruch machen, so aut „Gießener Bürger" zu sein, als irgend wer. Der links Wohnende, der, wie alle Linken, leicht zu scharf in feinem Urtheile ist, erkläit d ese zweite Auflage deS KinderfreundeS aus der Wärme dieses Winters, welche schon wirke, wie die Hun Stage, und in der That könnte wobl eine solche Bewunderung au«: W®e81tse»fl. | Amsterdam »Augsburg 16 t 18G4r Du stolze- Gießen freue dich, die Kindermädchen retten dich ,c. gSreeisnachrichtcD. 7. Februar 1873 k. 3. — . k. 30 S23/4 k. ti. l()73/4 ». 3. 107% !. S. 1071/, 4% Aetieu. Frankf. Sank 141% Frankf. Vereins-Kasse 152*/$ Dsrmst. Bankact. 482% Wien Bankaotien 1044 Oeet. Creditaot. 358% Galizien 248 k. 8. 98% k. 3. 100 k. 6. 104% k. 8. 175% k. 8. 93% k. 3. 86% k. S. 105 k. 8. 118% ! Berlin Bremen j Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Dis conto Seite gerade aus Gießen in 3 Minuten ganz im Freien lil), di, Vorschläge mit dem Garten de- Rentamt- (wozu gar kein Eingang wäre). der Oswald fche Garten (den wohl ein Kindermädchen für sehr paffend halten kann), vor «Gern aber die offene Kriegserklärung: „Sollen die Kindermädchen mit den Kindern absolut auf de« Trieb genöthigk werden?" Eine Widerlegung bedarf dieser zweite Kinderfreund nicht, vielmehr sprechen wir unsere <äeldu»O3?tas!Ku fi. kr. Pr.Frieärdor 9 57%-58% Pistolen . . 9 39—41 „ doppelte ß 39—41 Hollfl. 108t. 9 52 -54 Ducaten . . 5 31—33 20 Frankens!. S 20 21 Engi. 8oTar. il 47-49 Buss. Imper. 9 40—42 Doiier?pQold2 25~16 i 5% tfatr. F. St. L. B. 356 Lombard. Baku 210 Lud-wigöh.-Bexheeh 193% Max bahn 143% Bayer. O.^tbahn 127 Bhein-Nahebahn-Aoi. 46% Hess. Ludwigsb.'Äct. 103 Überliessen „ 77%__ 3% öster. 8tsb,-Prio7. 59% 3% öst. 6. Lombard — 3% Livorne^er 37% 5% Toscaüor 60 5% Elleabeth.-Prlor. 843/e do. U. EmJss. 83______ AitIe6aeR®5öe«, Darmstädter fl.50Loose 206% » »25 » 60 Kurh. 40 Thlr. Loose 72 Nassau 25 fi. — Braunschweiger 25% 3% Oldenburg, ä 4OThlr 39i/8 4% bsyr. Prära.-Anl. 1163/4 4% badische Loose 113% Badisohe fi- 35 Loose 72 Oeatr. fi 250 v. 1854 91 1858r PrioritK^loose 209% 11860? Loose 96% Preuse. 4%% Oblig. 1033/a Frankf. 3%% Obi. 87% Ns&j. 4%°/o ObL 100 Karhess. 4% n — 6ir. H.»s. 5% Obi. 102% p » 4% H 98% » X 3Vi% , - Bayer. 5%, s — , 4%% ij&hifgs 100% fi 40/0 1jährige 93 Würtcmb. 4%% Obi. 99% Baden 4%% Obi. o. E* L. 100 Oesterr. Silberrente 67% „ Papiorrento 63% Spanier, neues*. 3% 26% Amerik. Bonds 1881r 101 _ „ 1882r 96% „ „ 1885r 97% „ R 1887r 98 V8 „Dritter deutscher Musikertag zu Leipzig am 14., 15. und 16. April 1873. Der musikalischen Welt ist noch in Erinnerung, daß der in Magdeburg im September 1871 abgehaltene II deutsche Musikertag damals viel lebhafter, als sich erwarten ließ, das allgemeine Interesse auf sich lenkte. Die auf den beiden ersten derartige» Versammlungen festacstcllten Grundzüge, — die übrigens nur rein künstlerische Interessen, neben kollegialem Verkehr bctrtffen sollen, — werden nunmehr zu weiterer Förderung und Ausführung gelangen. Dos reiche Material der gestellten Anträge, noch vermehrt durch neue wichtige Gesichtspunkte', wirklich nutzbringend für die Kunst zu macheen, ist daher die wesentliche Aufgabe des III. Musikertages, der in Leipzig in den Tagen vom Ostermontag an, vom 14.—16. April d. I. zusammentreten soll. Auf dem» selben sollen erledigt werden: 1) die vom ständigen Ausschüsse ausgearbeitete Verfas sung des Musikertages: 2) alle bisher gestellten Anträge, insoweit dies die Sachlage gestattet, als: Reform der musik. Pädagogik, des Schulgesanges und Seminarmusikunterrichts, Kreirung einer Staatsbehörde für Musik, Concertverbände kleinerer Sta te, Anregung von Novitätenconcerten, Hebung der Pflege der Blasinstrumente, sowie 3) noch etwa eingehende neue Anträge. Diese letzteren, zu deren Stellung jeder deutsche Tonkünstler berechtigt ist, sowie die Anmeldung von passenden Vorträgen (in Form von Referaten), sind schleunigst und spätestens bis zum 15. März anzumelden, und zwar entweder bei dem Vorsitzenden des Directoriums des Allgemeinen deutschen Musikoereins, Hrn. Prof. C. Riedel (Leipzig, Lindenltr. 6) oder dem Vors. des st. Ausschusses Hrn. Prof. I. Alsleben (Berlin, Ackanische Platz 4) oder dem Schriftführer des Ausschusses, Hrn. O- Eich berg, (Beilin, Alte Jakobstr. 146). Dieser letztere versendet auch auf Verlangen den obenerwähnten Starutcnentwurf nebst einer erläuternden Denkschrift deS Ausschusses, zu vorheriger Kenntnißnahme. Ein aus den namhaftesten Persönlichkeiten gebildetes Localcomitä in Leipzig wird den Gästen den Aufenthalt so angenehm als möglich zu machen bestrebt sein, und es werden sonach alle deutschen Tonkünstler zu recht zahlreichem Besuch dieses III. Musikertages eingeladen, zu dem Anmeldungen zur Theilnahme die drei obengenannten Herren ebenfalls entgegennehme n."___ Frischbäcker j u Gießen. Sonntag den 9. Februar Christian Iughardt in der Wallthorstraße Georg Busch am Kreuz und Heinrich Blank in der Neustadt.________________________ Frachtbriefe für die Main Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eiser-bahn, sowie sämmtliche zollamtliche» Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am MarN. BF38 M 'tlgeMeiNee Mmzetger. Besondere Bekanntlnachungen. Bekanntmachung. 609) Die am 5. und 6. Februar d. I. in dem District Tempel abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt,.und können die Abfuhrscheine vom 11. d. Mts. an beim Grohherzoglichem Rentamte Gießen in Empfang genommen werden. Die Ueber- weisung des Holzes findet Mittwoch den 12. d. Mts. statt. Gießen, den 7. Februar 1873. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. In Verh. des Oberförsters: Schwarz, Forstaccessist. 596) Großherzogliche Districtseinneh- merei Gießen I hat uns benachrichtigt, daß die diesjährige Hundesteuer im Monat Februar noch ohne Kosten entrichtet werden kann. Gießen, den 5. Februar 1873. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Versteigeruugeu. Versteigerung im Doucanialwalde der Oberförsterei Treis <$♦ Lda., Forsts Gießen. Montag den 10. Februar d. I. werden in den Districten Nied er seil b ach und Oberseilbach, versteigert: 338 Stück Eichen- Bau-, Werk- und Nutzholz-Stämme von 20 bis 52 Eentimeter Durchmesser und 5 bis 15 Meter Länge, mit 327,04 Cubik» meter, sowie 1 Buchen- Werkholzstamm von 36 (Zentimeter Durchmesser und 8 Mtr. Länge, mit 0,81 Cubikmcter. Die Zusammenkunft ist Morgens präcis 8% Uhr auf dem Gießener Weg im Holzschlage, etwa % Stunde von den Orten Treis a. Lda., Mainzlar, Daubringen und Alt-Buseck, sowie 1 Stunde von der Main- Weser-Bahnstatton Lollar entfernt. TreiS a. Lda., den 28. Januar 1873. Großherzogliche Oberförsterei Treis a. Lda. 22) Amendt Main-Weser-Bahn. Verkauf alter Bahnschwellen. Dienstag, den 11. Februar d. I des Vormittags 9 Uhr sollen auf dem Bahnhofe zu Gießen eine große Parthie alter Bahnschwellen öffc'il sich meistbietend verkauft werden. Die Zusammenkunft ist im Main-Weser Bahn- Hofe dem Postgebäude gegenüber. Gießen, den 6. Februar 1873. Der Bahnmeister Gerhard. (606) Bau eiuesBürgermeisterei- Gebäudes. Der Dau eines Bürgermeisterei-Gebäudes Hierselbst, veranschlagt: Thlr. Sgr. Pf. zu 9 54 1207 2069 274 166 670 332 49 846 310 335 80 8 6 6 6 6 7 5 1 Erdarbeiten Maurerarbeiten Mauermaterialien Steinhauerarbeiten Zimmerarbeiten Zimmermaterialien Dachdeckerarbeiten Klempnerarbeiten Schreinerarbeiten Schlosserarbett Glaserarbeit 23 6 22 27 17 1 6 25 21 10 3 Anstreicherarbeit „ 80 13 soll im Wege der schriftlichen Submission in getrennten Loosen ober im Ganzen (Letzteres wird bevorzugt) vergeben werden- Zeichnungen, Kostenanschläge und Bedingungen können Hierselbst eingesehen werden. Offerten sind versiegelt mit der Aufschrift: „Submission auf den Bau de- Bürgermeisterei - GcbäudeS" portofrei bis znm 19. k. M. einzusenden, an welchem Tage Vormittags 10 Uhr die Eröffnung derselben in meinem Amtslocal Hierselbst in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten stattfinden wird. Niederkleen, den 28. Januar 1873. Das Bürgermeister-Amt. (489) Hardt. bedingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einsicht offen Grünberg, den 4 Februar 1873. Dr. Diessenbach, (618)__________Graßh. Kreisbaumeister. Holzversteigerunq in dem Domanialwalde der Oberförsterei Schiffenberg. Donnerstag den 13. Februar l. Z. werden in den Districtsablheilungen Gün- thersgrab, Hasenkopf, Schinderskops, Töp- ferfaute, Schindanger und Wüstekops oer steigert: Holzart Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter Wellen. Eicken 18 19 37 2780 Nadelholz 2 13 24 600 48 eichene Stämme von 16—36 Cen- timeter Durchmesser und 5—11 Meter Lange mit 18,06 Cubikmeter, 88 Nadel stamme von 15—32 Centime- ter Durchmesser und 7—15 Meter Länge mit 31,10 Eubikmeter, 39 Nadelst an gen von 9—14 Centime- ter Durchmesser und 6—12 Meter Länge mit 4.49 Cubikmeter, 2 Raummeter Eichennutzscheidholz. Die Zusammenkunft ist präcis 9 U hr Morgens in dem District Günthersgrab. Gießen, den 6. Februar lb73. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg In Verh. des Oberförsters: Schwarz, (680) Forstaccefsist. Holzversteigkriing 614) Dienstag den 11. und Mittwoch den 12. Februar l. I., -des Vormittags von 9 Uhr an, sollen in den hiesigen Gemeindewaldungen nachstehende Holzsortimente öffentlich versteigert werden: a. Dienstag den 11. Febr.: 26,54 Cbmtr- Eichen-Stammholz, 4,42 „ „ Nadelholz, 22,96 „ Nadel Stammholz, 49,39 „ „ Stangenholz, 38,8 12 4,5 31,5 22,5 58 25 24,7 42 850 680 3125 Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juli d. I. gestattet. Der Anfang ist zu der bestimmten Stunde für beide Tage im District Udersberg. Rödgen, am 6. Februar 1873. Großhberzogliche Bürgermeisterei Rödgen. Jnderthal. b. Mittwoch den 12. Febr. : N- Meter Buchen-Scheidholz, „ Eichen „ „ Nadel „ M Buchen-Prügelholz, „ Eichen „ 0 Nadel „ Buchen-Stockholz, , Eichen , „ Nadel , , Buchen-Wellen, „ Eichen „ „ Nadel „ 610) Dienstag den 11. Februar 1873, von Morgens 10 Uhr an, soll in dem hiesigen Gemeindewalde bei dem Braunsteikbergwerk nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werben, als: Bau-, Werk- und Nutzholz: 198 Eichen - Stämme bis zu 55 E-Meter Durchmesser und bis 12 Meter Länge, 1 Buchen-Stamm, 45 Centimeter Durchmesser und 6 Meter Länge, 6 Nadel - Stämme bis zu 32 C. - Meter Durchmesser und bis 11 Meter Länge, 32 Eichen-Stangen, 526 Fichten- „ Groß-Linden, am 5. Februar 1873. Großherzogliche Bürgermeisterei Groß-Linden. Zörb. Vergebung von Bau-Arbeiten. Zur Herstellung eines Denkmals für die Gefallenen der Jahre 1870 und 1871 hiesigen Kreises soll die nöthige Steinhauerararbeit, veranschlagt zu 416 fl. 24 fr. und Maurerarbeit, veranschlagt zu 107 fl-, auf dem Soumissionswege Donnerstag den 13- d. Mts., Morgens um 9 Uhr, in dem ersten Pfarrhaus dahier unmittelbar nach der alsdann stattfindenden Eröffnung der vor diesem Termin bei mir verschlossen einzurcichen^en Forderungen vergeben werben. — Zeichnung, Voranschlag und Akkords- Holzversteigerung im Fürstlichen Schuhbezirk Hungen (Thiergarten, links der Horloff). Dienstag den 18. d. M., Morgens präcis 9 Uhr, sollen im obigen Schutzbezirk 245 Stück Eichen-, 3 Buchen- und 12 gkmischtes Stammholz = 166 Fest - Meter, darunter viele starke und werthvolle Eichenstamme, ferner 70 Stück Stangen = 4,3 Fest - Meter und 13 RammMeter Eichen-Werkholz, sodann Mittwoch den 19. d. Mts., Morgens 9 Uhr, ebendaselbst: 100 Raum-Meter Eichen-, Buchen- und gemischtes Scheitholz, 382 , Prügelholz, 155 „ , , Stockholz, 668 „ ,* Neiserholz, öffentlich verkauft werden. Die Zusammenkunft ist jedesmal am Langder Fußpfad Hungen, den 7. Februar 1873. Fittstl. Rentamt: (716) D e,n m e. Fkilgevotenes. Baliorden (612) bei Wilh. Klee. 611) Ein Stück Land auf dem Hamm verpachtet. Daniel Wirth. Tafelmandeln, Tafelrosincn, Tafelfeigen, Sardine# a l’kullc, Nuss. Sardinen, Neunaugen, Trüffeln, (zsiampignvns, Hummer in Dosen AnauaS zu Bowlen, (329 empfiehlt Emil Fischbach. IDr. Linck's Pepsin-Pastillen, d>e Schachtel 10 Sgr. Dr. Marquart’s Pepsin - Essenz, per Flasche 15 Sgr. Heilmittel (nicht Geheimmittel) gegen die Krankheiten des Magens und der Verdauungsorcane. Zu haben in dcr Hirschapothcke in | Gießen bei Dr. Hempel. (257) u^wri'Mii ir ii i ■nm——i (601) Zwei %afclod)fcn, rein Simn enlhaler Race, Farbe: rothsclnck, Alter 1% Jahr, stehen zu verkaufen bei Pachler 1 Sturmfcls zu Ulfa (bei Hungen). Commers Emil Fischbach. empfiehlt Wilh. Keller. gesucht- Jahren. im Aller von 69 Gießen, den »utasaaas (619) 326) Emil Fischbach. dieses Blattes. (535 570) Geschäfts Uebernahme projectirte Tabakssteuer im Reichstage. VW ao o 7. Februar 1873. Die trauernden Hinterbliebenen ,9t oldenhütte bei Satzvey" an der Rhein. Eisenbahn. Einem Bäckerei übernommen Waare und zu erhalten. (589) Vermischte Anzeige?-. Dienstmädchen gesucht! 622) Ein braves Dienstmädchen, welches Kochen kann, wird zum Eintritt auf Ostern geehrten Publikum thetle ich hierdurch it, daß ich die des Herrn Ehr. Juqhardt am Wallthor käuflich habe und wird es mein Bestreben sein, durch gute prompte Bedienung das Vertrauen der geehrten Kunden Achtungsvoll Heims Röder. 592) Ein kleines Familienlogis, bestehend in 2 Zin.mern, Kabinet und Küche, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. H. Röder, voim Ehr. Jughardt, Wallthor. Montag den 10. Februar, Abends 7 Uhr: Versammlung der Cigarren- und Tabak-Arbeiter in der Restauration Bramm. Tagesordnung: Petition über die der beiden freiwilligen Feuerwehren Samstag den 8. Febr., Abends 8 Uhr, im großen Leib'scben Saal. Karten für Nichtmitglieder zu 9 kr. bei den Herren E. Gail, Mäus- burg und E. Junker, Asterweg. Unsere Mitbürger sind freundlichst zur Theilnahme eingeladen, insbesondere aber die früheren Mitglieder. Die Vorstände. Feinstes Schweineschmalz, per Pfund 22 fr., empfiehlt |§ Todes Anzeige R Gestern Morgen nach 8 Uhr entschlief sanft dem Herrn W unsere gut' unvergeßliche Mutter, Schwieger- nnd Großmutter i D Elisabeth« Jnghard, geb. Dcfel Vermiethunaen. 597) Ein kleines Familienlogis zu ver miethen. Katharinengasse Hit. C. 208. 327) Feinste Gothaer Cervelatwurst 472) Mehrere Waggons, schöne Canallatten, 2* 3// 10' sind zu verkaufen ä 55 st. pro 1000 Stück franco Frankfurt a.M. Franco- Offerten sub Chiffre U 6438 befördert die Annoncen expedition von Rudolf Mosse in Frankfurt a. M. (13,11.) 621) Heute und morgen Abend Frische Fische in der Pulvermühle. 537) Einen Lehrling sucht K. Gut bub, Schuhmacher. Ä Beerdigung findet Samstag den 8. Februar Nachmittags M um 3 Uhr statt. Deutsche Blatter für Hauswesen und Familienleben. 5. Jahrgang 1873. Preis vierteljährlich 15 Sgr. Nr. 1 enthält: Vorwort. — Gedanken einer englischen Hausfrau über die Erziehung zu häuslichen Pflichten. Von Louise Büchner. — lieber die Mode. Van Emma Bri'un. — Der künstlerische Schmuck des Hauses. Von L. Katzenstein. — Uiber den Stand der Frauenbewegung. Von Jenny Hirsch. — Allerlei. »Die Hausfrau" will zunächst in allen praktischen Fragen Rath und Belehrung bieten. Dann aber wird sie den Erziehungsberuf der Frau, ebenso ihre Stellung in der Gesellschaft in’* Auge fassen, ferner den wichtigsten Weltereignissen folgen und dieselben in übersichtlicher Form und anschaulicher Darstellung der Frau nahebringen. Bilder aus dem Leben der größten Städte sollen abwechseln mit Berichten über Kunst, Literatur, über Made und gesellschaftliche Formen. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen und Postanstalten an und liefern auf Wunsch Probe-Nummern. Leipzig. Luckhardt'sche Verlagöhandlung. (Fr. L u ck h ar d t.) 285) In unserem Nebenhause am Kreuz projectirte Tabakssteuer im Reichstage. ist der Laden mit Wohnung zu vermietheni Hierzu ladet freundlichst ein und bis zum 1. April beziehbar. i Der Präsident: I. A. Busch Söhne. I HeinrichSpeyer. 615) Stille Miethsleute werden gesucht zu einer feineren kleinen Familienwohnung nahe vor der Stadt. Auch ist ein schönes großes Haus mit kunstvoll angelegtem Hausgarten preiswürdig zu verkaufen. Nähere^luskimst ertheilt am Neuweger Thor. 567) In eine möblirte Stube sucht einen zweiten Herrn I. Retter, Lit. C. Nr. 168. 604) Eine große Auswahl Glace-Handschuhe für Damen und Herren, sowie Blumen und Federn, auch Filzhüte empfehle zu den billigsten Preisen. H Heß, Lit. A. No. 64. Prima feuerfeste T h o n e, laut vorliegenden Analysen, den besten englischen von Garnkirk, Stombridge & Angleur, fast ganz analog, sowie Prima feuerfeste Steine, Derblendsteine, Formsteine für Dampfkamine, französische Dachfalzziegel, liefert die 616) Ein tüchtiger Viehwärter (Schweitzer! wird gegen hohen Lohn gesucht. Wo? sagt die Exp. d. Bl. 613) Verloren ein Manschettenknopf mit Perlmuttereinlage. Dem Finder eine Belohnung. Wallthor 159, A. II. 5") Das zweite Ackerziel des Hch Schäfer's Nachlaß kann in den ersten acht Tagen noch ohne Kosten bezahlt werden. _______Wilh. Sckmall Wohnungsvenmdenmg Ich wohne von heute an im Hause des Herrn Photograph Wode, vormals St ix, Neuenbäue B- 85. (591) I. Erb, Schuhmachermeister. Gesucht: Ein Lehrling für ein hiesiges Engros- Geschäft verbunden mit Detail, pr. 1. März oder auf sogleich. Näheres in der Exped. jßattle» 8 e hil d 9 Hutmacher in Butzbach. 600) Hierdurch bringe einem geehrten Publikum zur Kemitniß, daß ich von jetzt an jeden Samstag bei Herrn I. Rothenberger, Lindenplatz, zu sprechen bin. Reparaturen jeder Art, sowie Bestellungen auf neue Hüte entgegen nehme, auch können außer Samstag Aufträge für mich ebendaselbst jede Zeit gemacht werden. 4497) Durch eine bedeutende Sendung aus der berliner Lampen- und Broncemaaren-Faluik, vorm. C. H. Stobwafser fif Comp., ist mein Lager in , lÄetrolettm-l^ompe»t9 und zwar von den einfachsten bis zu den elegantesten Salon- Lampen, wieder auf das Reichhaltigste ausgestattet. Indem ich dasselbe hiermit bestens empfehle, gebe ich zugleich die Versicherung, daß es mir durch die Verbindung mit obiger und anderen bedeutenden Fabriken möglich ist, geschmackvolle und durchaus solid gearbeitete Waare zu billigen Preisen unter Garantie zu verkaufen. Reparaturen und Umänderungen an Lampen werden von mir selbst schnell nnd gewissenhaft ausgeführt. Will). Häufig ist man in der Lage irgend ein Offert, Gesuch ober sonstige Willensmeinung in den Zeitungen zu veröffentlichen, bemreblet jedoch aus naheliegenden Gründen eine Verletzung der Discretion. Die bekannte Annoncen Expedition von RudolfMoffe, Centralbüreau Frankfurta M , bat sich den eh, cnwerthen Ruf erworben, alle ihr zur Beiorgung an die Zeitungen zu gehenden anonymen Inserate mit ftrenafter Gehe.mbaltung der Namen der Auftraggeber in je>es gewünschte Blatt einzurücken und die hierauf eingehenden Offertbriefe uneröffnet und ohne Prooifionsberechnung dem anonymen Inserenten ungesäumt zu übermitteln. Welches Vertrauen genannte Annoncen-Expedttwn tm Publikum genteßt, beweisen hinlänglich dteLnseratensoalten aller Zeitungen, welche täglich eine Menge von Anzeigen nthalten, worin obige Firma zur Entgegennahme von Offeitbriefen autorifirt ist. 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