Mlefl.TO« “"Wen fa, 8«. - Mai, ein ti, ^As. t L-d -»- 30 I - „-18, | Met zu te? I en. Sie Mafien 6t. bei Niedcl i verkauft bt | eitler, Bf I Zeil 57. ■m oben btjt'd-1 i-e an btn )n I ckiahrt anholie; I ippel. Äru-lHtl lübionrridiin I - Eröffnung I irräjrit Bk- I i Krankhcilen I limnßtbilbz, 3 I , ecropbtln, 11 Knete ltUNg | I II. ftclliinfl erb, biltkt ml . 7/nt m bea I -,r rTfunbli®'*' I --I üfn, "»D I auf "Nf"" I aia-M'I taffe» «rt I jnietiuN« I n 8*1 Halben. !tE kunbt' die Pt' 6.®; JfMfll I -trrtS dt«teljährig 1 |L 13 ft. mit Bringerlohn. Durch die Post b«Logm vierteljährig r fl. 29 fr. MM. Erscheint täglich, mit In* nähme Sonntag-. Expedition: Lanzlet-rt». 8it ». ttt. 1. Mnzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen. Str. 105. Dicnstni; dcn 6. Mai 1822. 11 mtkicher Thei(. B ckanu tmü ch u n g, die von der III. Abtheilung der höchstbesteuerten Grundbesitzer vorzunehmende Wahl eines Mitglieds des Bezirksraths im Kreise Gießen betreffend. Zum Zweck der Vornahme der regelmäßigen Ersatzwahl des Bezirksraths, für welchen in diesem Jahre von der dritten Abtheilung der höchstbesteuerten Grundbesitzer ein Mitglied neu zu wählen ist, wird in Gemäßheit des Art. 11 des Gesetzes vom 10. Februar 1853, die Einrichtung der Bezirks- räthe betreffend, das nachstehende Verzeichniß der 24 wegen eigenthümlichen oder nutznießlichen Grundbesitzes im Kreise Gießen Höchstbesteuerten hiermit unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Nachweisungen, auf welche sich dieses Verzeichniß gründet, bis zum 13. l. Mts. bei dem unterzeichneten Kreisamte zur Einsicht offen liegen und bei demselben Einwendungen oder Ansprüche in Bezug auf Eintrag in das Verzeichniß innerhalb jener Frist unter Vorlegung der nöthigen Urkunden vorgebracht werden können. . J Es wird ferner angefügt, daß den geschehenen dem Verzeichniß zu Grunde liegenden Ermittelungen zufolge, die Nachweisung eines Grundfteuerbei- trags von monatlich 7 fl. 43 kr. und mehr erforderlich wurde, um gemäß dem Art. 10 des Gesetzes an der Abstimmung der dritten aus 12 Wählern bestehenden Abtheilung Theil nehmen zu können. Verzeichnis der 24 wegen 1) Adami, Heinrich, zu Gießen.......... 10 44 y2 2) Block, Franz, Wittwe daselbst......... 9 18y2 3) Balser'sche Stiftung daselbst ......... 7 45 y2 4) Buderus, Georg, in Hirzenhain.........8 3 5) Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft zu Gießen ... 23 22 y4 6) Fiscus, der Großherzogliche.......... 157 40 7) Gail, Georg Ferdinand, zu Gießen ...... 8 34y2 8) Gail, Georg Karl daselbst..........20 iy2 9) von Grolman, Ludwig, Holgerichtsrath Wittwe daselbst . 14 281/2 10) Groß-Buseck, die ev. Pfarrei..........8 27 11) Kempff, Otto, in Gießen...........7 43 12) Keßler, Ludwig III., in Groß-Linden....... 8 223/4 Die Großherzoglichen Bürgermeistereien wollen das Vorstehende in Gießen, den 3. Mai 1873. Gros itzes Höchstbesteuerten im Kreise Gießen. er.t Monatl. fl- 13) Lang-Göns, die ev. Pfarrei..........8 14) Löber, Christian, I. in Gießen.........9 15) Müller, Christian, Wittwe in Gießen.......13 16) v. Nordeck zur Rabenau, Frhr. Adolph Reinhardt zu Friedelhsn. 20 17) v. Nordcck zur Rabenau, General, in Darmstadt ... 48 18) Oberhessische Eisenbahn-Gesellschaft .......-8 19) Schwan, Karl Heinrich, in Gießen . . .......11 20) Solms-Braunfels, Herr Fürst zu, in Braunfels ... 86 21) Solms-Hohensolms-Lich, Herr Fürst Ludwig zu ... 278 22) Solms-Laubach, Herr Graf Friedrich zu......69 23) Spruck, Georg Christian, in Gießen.......8 - 24) Universität, die Großherzogl. Landes-Universität zu Gießen 11 ihren Gemeinden noch besonders bekannt machen lassen. herzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. Grundsteuer kr. 48-/2 IV» 8>/2 203/j 56 27-/2 21 28-/» 6 143/, 47» 3 Politischer Theil. D.» »«.<*. Mn, «»« SÄftÄ Ä" Krieg gegen die Atschinefen auf Sumatra. Versprechungen beantwortet. England und Nordamerika haben zwei Mal selbstständig für Seeraub an den Atschinefen Rache genommen, die holländische Negierung wagte nicht, Gewalt anzuwenden. Im Jahre 1859 gelang es, einen Vertrag zwischen Atschin und der niederländischen Negierung zu schließen, worin beiderseits Freiheit des Handels ausbedungen ward, die früheren Zwistigkeiten ausgeglichen wurden und beide Staaten sich verpflichteten, den Seeraub und Menschenraub zu unterdrücken. Der Vertrag hatte aber nicht die geringste nützliche Folge und Alles blieb des Auswärtigen) schriftlich und atschinesische Gesandte persönlich mit Friedens- Versicherungen und den besten Versprechungen; aber nun entwickelte sich ein diplomatischer Verkehr, der von den Atschinefen in ächt orientalischer Weise geführt wurde. Ein Schreiben des niederländischen Gouverneurs von Riow ward im October 1872 nach Atschin gebracht, konnte aber wegen religiöser Bedenken — es war die große Fastenzeit — erst am 7. December gelesen werden. Im December kam der Sjabandar mit vier Großen des Reichs selbst nach Riow und brachte ein Schreiben des Sultans, worin dieser den Gouverneur ersuchte, seinen Besuch in Atschin zu verschieben, weil der Sultan sich an den Großsultan noch im Jahre" 1858 das Gebiet von Siak unter niederländische Botmäßigkeit gekommen ist. Der Staat Atschin wurde dabei bisher geschont, wie es den Engländern versprochen war, behauptete aber, aus verschiedene von den Hollandern eingenommene Gebiete Oberhoheitsrechte zu haben, und so entstanden nn- mer erneute Neibereien. Andererseits aber betrieben und betreiben die Atfchi- nesen Seeraub unter Connivenz und selbst Theilnahme ihres Sultans und ihrer Großen: sie sind sehr ost dabei ertappt worden; auch haben„ sie oftmals die unter holländischem Schutze stehenden einheimischen Fürsten überfallen, Menschenraub im Großen geübt und machen überhaupt Land und Meer in diesen , , r . Gerden «»sicher Darüber erfolgten dann Beschwerden fremder Mächte be.'nach Konstantinopel gewandt, aber von diesem noch keine Antwort erhalten beim Alten. So hat sich ein halbfeindlicher Zustand hingeschleppt, bis im Jahre 1871 die niederländische Regierung einen neuen Vertrag mit der englischen abschloß bei Gelegenheit der Abtretung der Colouieen der Guineaküste. Durch diesen Vertrag ließ England der niederländischen Regierung auf Sumatra freie Hand und gab die alten Vorbehalte für die Unabhängigkeit der eingeborenen Fürsten Preis. Kurz zuvor hatten sich besonders lebhafte Klagen von allen Seiten erhoben über die wachsende Unsicherheit der indischen Gewässer und über die Grausamkeiten, welche die Seeräuber von Atschin ausübten. Auch Streitigkeiten wegen der Grenze zwischen Atschin und Siak führten zu kriegerischen Tätlichkeiten. Die niederländische Negierung ertheilte der colonialen Behörde Befehl, entschiedener vorzugehen, und die letztere sandte deshalb das Kriegsschiff Djambi nach Atschin, wo man aber nur mit Gegenansprüchen und endlich mit leeren Frenndschaftsversichernngen antwortete. Ein zweites Erscheinen des Die holländische Negierung hat bekanntlich ein Memoire zur Nechtferti- gimg der Kriegserklärung gegen den Sultan von Atschina verfaßt und dem Parlament vorgelegt. Dasselbe geht bis auf die Ereigniße des Jahres 1824 zurück und lautet seinem Hauptinhalte nach, wie folgt: Das Jahr 1824 bezeichnet eine wichtige Epoche in der Geschichte Der niederländisch - ostindischen Colouieen und besonders der Insel Sumatra. Damals schloß die holländische Regierung mit der englischen einen Vertrag ab, nach welchem die Engländer ihre Niederlassungen auf Sumatra den Holländern überließen, die dafür ihre Besitzungeü auf dem Festlande, Malaca u. A. an die Engländer abtraten. Die Holländer gingen dabei jedoch eine Art von Verpflichtung ein, nach welcher die unabhängigen einheimischen Fürsten, beioiwerß im Norden der Insel, in ihrer Unabhängigkeit respectirt werden sollten. Seitdem betrachteten sich diese und besonders der Sultan von Atschin, welcher der mächiigste ist und eine Lehensoberherrlichkeit über die anderen kleineren Fürsten beansprucht, als von England garantirt und beschiltzt. Die Holländer hatten sich aber auch zugleich verpflichtet, für die Sicherheit des Handels und der Schifffahrt zn sorgen, und diese beiden Verpflichtungen geben den Anlaß zu fortwährenden Verwickelungen und Schwierigkeiten. n , Die Holländer haben sich zu allen Zeiten bemüht, die Vorgänge in ihren Colonieen geheim zu halten, und besonders über Sumatra besitzt man wenig M^moire^der^Negieniug^ ist"nicht^^ben^kstir^^Wir ^visiei^nur daß bV colo-!Djambi"im Jahre 1872 Web "ebenfalls ohne Erfolg. Auf die Anmeldung der ninle Regierung ganz consequentcr Weise bald durch Gewalt, bald durch poli-Commissarien Schiff und van de Wall, welche gesandt werden sollten, nm die tische oder Handekvrrtraae ihr Gebiet immer mehr ausgedehnt hat, wie beim Streitigkeiten zu schlichten, antworteten der Siabandar (eine Art von Minister ' . ----- . o v ,— , , ... .. SnÄ 91 HäVHrtrfrt itnb ßli'f AiihtP TlPTfÖllIi A mit Briedens- fenen Eheleute waren in der Kirche nicht anwesend, hörten aber von Zeugen, Schmelz. lirt. Sie waren denn auch in der Sitzung des Zuchtpolizeigerichts Kaiserslautern, wo die Sache zur Verhandlung kam, persönlich erschienen und außerdem auch noch von zwei tüchtigen Anwälten, die Kläger durch Anwalt Gros, der katholische Pfarrer aber durch Anwalt Frenckel (einen Israeliten) assistirt. In dieser Verhandlung wiederholte der Pfarrer seine in erster Instanz abgegebene Erklärung, daß er nichts gethan, als die bischöfliche Strassentenz verlesen habe; der Bischof sei aber vom König ernannter Vorgesetzter, dem er in kirchlichen Dingen unbedingten Gehorsam schulde; er habe deßhalb nur seine amtliche Pflicht gethan. 3 Zeugen, die er eiugebracht, darunter der katholische Schullehrer, bezeugen, daß der Pfarrer wirklich nur das Schriftstück verlesen und selbst Nichts hinzugesetzt habe. Die Kläger behielten sich aber Gegenbeweis vor, und baten um Vertagung der Verhandlungen, um Belastungszeugen, darunter event. den Bischof von Speyer laden zu lassen. Die Verhandlung wurde in Folge dessen auf den 13. Mai vertagt. die Excommunicirte zu beten, damit Gott ihr Herz rühre und sie wieder auf den Pfad der Tugend zurücksühre. — Dies der Hauptinhalt des von dem habe; wenn diese ankomme, werde er wieder schreiben. Die Gesandten erklär- Zum Schluß fordert der Herr Bischof von Hemeberg die Gläubigen auf, für ten, in Atschin beständen zwei Parteien; der Sultan und seine Partei wären die Excommunicirte zu beten, damit Gott ihr Herz rühre und sie wieder auf den Niederländern sehr gewogen und wünschten nichts mehr, als mit ihnen im den Pfad der Tugend zurücksühre. — Dies der Hauptinhalt des von dem besten Einvernehmen zu leben, aber der erste Minister, der eigentliche Regent Bischof selbst unterzeichneten Excommunicationsdecrets. — Die hiervon betrof- des Reiches, sei ihnen feindlich, und dessen Einfluß müsse erst geschwächt wer- fenen Eheleute waren in der Kirche nicht anwesend, hörten aber von Zeugen, den, bevor man zu Vereinbarungen gelangen könne. Der Besuch des nieder- daß der Pfarrer ein solches Schriftstück verlesen und die Ehefrau: „Ehebre- ländischen Regierungs-Commissärs möge deshalb für spätere Zeit Vorbehalten cherin in wilder Ehe lebend" rc. genannt habe. Sie strebten deßhalb vor dem bleiben, was denn auch geschah. Die atschinesischen Gesandten wünschten, auf Landgerichte in Kusel Klage wegen Beleidigung gegen den Pfarrer an. — Der einem niederländischen Kriegsschiffe zurückgeführt zu werden, aber unterwegs in Pfarrer erklärte, daß er nichts weiter gethan habe, als den bischöflichen Brief Singapore und in mehreren Küstenplätzen anznlanfen, well sie dort Briefe des vorgelesen, und dies seine Pflicht als Untergebenen des Bischofs gewesen, wei- Sultans abzugeben hätten. Dieser Wunsch ward ihnen gewährt. Während >gerte sich aber, das Schriftstück selbst vorzulegen, so daß sein Inhalt neuester die Gesandten aber noch in Niow waren, vernahm die niederländisch-indische^ Instanz nicht genau festgestellt werden konnte. Der erste Richter erklärte den Regierung, daß sich der Sultan bereits im Januar an die französische Regie- Verklagten nur der Beleidigung des Ehemannes, der Protestant ist, für schul- ruug gewandt habe, nm Hülfe gegen die Holländer zu erlangen. Die Gesandten,'dig, nicht aber der Ehefrau, da diese sich als „Katholikin" Den kirchlichen Cen- d ar üb er befragt, stellten sich auf das Höchste erstaunt und behaupteten, das sei suren unterwerfen müsse und verurtheilte den Pfarrer zu 5 Thlr. Geldbuße, unmöglich und man müsse die Unterschrift des Sultans mißbraucht haben; in- Gegen ^dieses Urtheil haben beide Theile, der Pfarrer und die Ehefrau appel- dessen stellie es sich später heraus, daß dieselben Gesandten, bei ihrer Rückkehr *' ' c r ' c c ~ ' mit dem holländischen Schiffe Marnix und während dessen Verweilens in Singapore Anträge an die dortigen Agenten fremder Mächte gestellt hatten zur Erlangung von Verträgen zwischen diesen Mächten von Atschin zum Schutze gegen Holland. Welche diese Mächte waren, sagt das Memoire nicht. Sobald dieses der Colonialregierung bekannt wurde, beschloß sie, den Vicepräsidenten des Raths von Indien mit vier Kriegsschiffen nach Atschin zn senden, um Rechenschaft und Garantieen für ein ferneres gutes Einvernehmen zu fordern oder den Krieg zu erklären. Atschin aber verweigerte die Forderungen der Niederländer, gab abweisende und ausweichende Antworten und so ward am 26. März der Krieg erklärt, der auf die bekannte unglückliche Weise begoiu neu wurde. Das Negierungs-Memoire sagt: „Inzwischen ist die Negierung in Folge dessen, was über die Handlungen der atschinesischen Gesandten zu Singapore berichtet worden war mit den betreffenden Mächten in Gedankenaustausch getreten und hat bei denselben das erwünschteste Wohlwollen und Mitwirkung gefunden." (K. Ztg.) DciHfdjliinÖ. Darmstadt, 4. Mai. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben nachstehende Cabinetsordre allerguädigst zu erlassen geruht: An das Ministerium des Innern. Ich finde Mich veranlaßt, zu bestimmen , daß die in dem nordwestlichen Stadttheil Meiner Haupt- und Residenzstadt Darmstadt gelegene Tannusstraße, zum ehrenden Gedächtniß des am 18. d. Mts. in München verstorbenen Geheimeraths, Dr. Freiherrn v. Liebig, von jetzt an die Bezeichnung „Liebigstraße" führen soll und ist das Weitere hiernach anzuordnen. Darmstadt, den 23. April 1873. gez. Ludwig. Bonn, 3. Mai. Ein hiesiges altkatholisches Brautpaar wünschte seine Trauung von einem hiesigen, mit der Familie der jungen Leute eng befreundeten Pfarrer vollzogen zu wissen. Der Geistliche erbot sich auch, dem zu ent sprechen, holte jedoch, da er nur seiner Ueberzeugung, nicht aber dem Namen nach altkatholisch sein darf, vor Der Vollziehung des feierlichen Actes Verhaltungmaßregeln beim Erzbischof Melchers tu Köln ein. Dieser erlaubte ihm zuerst nur unter der Bedingung die Trauung, wenn der Bräutigam verspreche, die etwaigen Kinder zu Infallibilisten zu machen; da dies jedoch entschieden ab- gelehnt wurde, gab Herr Melchers nach und verlangte nur, daß die Trauung, statt in der Pfarrkirche, auf dem Zimmer des betreffenden Pfarrers vorzunehmen sei. Der Kölner Oberhirt scheint ganz vorzüglich über die hiesigen Verhältnisse unterrichtet zu fein. Hätte er durch einen Machtspruch dem einflußreichen Pfarrer die Trauung untersagt, so würde dieser vielleicht offen Farbe bekannt haben; das Brautpaar aber würde sich vor aller Welt in der altka- tholischen Universitätskirche haben trauen lassen, ein Beispiel, das bei der Achtung, in welcher die betreffende Familie in unserer Stadt steht, gewiß viele Nachahmer gefunden hätte. Aus der bayer. Rheinpfalz, 1. Mai. (Ein katholischer Pfarrer vor Gericht. Vordem Zuchtpolizeigericht Kaiserslautern als Appellinstanz kam am verflossenen Dienstag die Ehrenkränkungsklage eines Ehepaares aus Kusel gegen Den dortigen katholischen Pfarrverweser Deggenbrock, einem hübschen jungen Mann von erst 27 Jahren, zur Verhandlung. Die Thatsachen, welche diesem Proceffe zu Grunde liegen, sind folgende: Die klägerische Ehefrau, katholischer Confession, ist von ihrem ersten Ehemann geschieden, hat sich aber später mit einem Protestanten wieder verheiratet und ist mit diesem auch rite bürgerlich, sowie kirchlich protestantisch getauft worden; das aus dieser Ehe gezeugte Kind Bern, 30. April. Die Genfer Polizei hat in den letzten Tagen Entdeckungen gemacht, welche außer allem Zweifel lassen, daß die Villa Boccage, seit längerer Zeit der Wohnsitz der Herzogin von Madrid, der Herd der car- listischen Umtriebe in Genf ist. Im gleichen Gerüche steht auch die Champagne Duval in Morillon, wo auch P. Mermillod im Geheimen ein- und ausgehen soll; jedoch liegen bei dieser die Beweise nicht so offenbar vor, wie bei der Villa Boccage. Hier wurde letzten Sonntag Don Inan Roccaberti de Dameti, ein Hofbeamter des Herzogs von Madrid, gegen welchen schon Juli vergangenen Jahres wegen Anwerbungen für Rechnung des Don Carlos ans Weisung des Bnndesrathes ein Haftbefehl erlassen war, verhaftet und die Beschlagnahme schwerer Kisten, welche zur Absendung bereit, mit einer Gebirgs-Kanone und Lafetten für derartige Geschütze angefüllt waren, im Billardzimmer vorgenommen. Aller Mnthmaßung nach wird der Bundesrath, auf diese Thatsachen gestützt, jetzt allen Ernstes gegen die Herren Carlisten vorgehen, deren Treiben die Schweiz, ohne sich der Verletzung ihrer internationalen Pflichten schuldig zu mach en, auf ihrem Gebiete unmöglich dulden kann. Bern, 1. Mai. So eben vernehme ich, daß der Bundesrath für den Fall, daß Bischof Eugenius Lachat sich wirklich beikommen lassen sollte, gegen den Pfarrer Herzog in Olten die angedrohte Excommunication auszusprechen und überhaupt noch bischöfliche Functionen, welche das Gebiet der fünf ihn nicht mehr anerkennenden Diöcesaustände betreffen, vom Gebiete des Cantons Luzern oder einem anderen Theile der Schweiz aus auszuüben, seine sofortige Ausweisung aus der Schweiz beschlossen habe. Daß dem wirklich so sei, ist um so mehr anzunehmen, als auch die Lttzerner Regierung, trotzdem daß sic mit Zug den Bischof Eugenius noch als ihren Bischof anerkennt, durchaus nicht gesonnen ist, durch denselben das gute Einvernehmen, in welchem sie seither mit den übrigen Ständen gelebt hat, stören zu lassen, wie dies Die That- sache beweist, daß sie schon vor Dem Ihren Lesern bekannten Proteste Der Solothurner Regierung gegen Die Fortarntirung des Bischofs und die dem Pfarrer Herzog angedrohte Excommunication sich in diesem Sinne ihm gegenüber ausgesprochen .und ihm auch den so eben erwähnten Protest in Abschrift mit der Aufforderung zugestellt hat, demselben zu entsprechen- Bern, 5 Mai. Bei den gestrigen Cantonaliaths- Wahlen im (Santon St. Gallen sind 96 Liberale und 65 Ultramontane gewählt worden. St. Gallen, 3. Mai. In weiterer Ausführung des Beschlusses, welcher die Lehre von der Unfehlbarkeit von dem Jugendunterrichte ausschließt, ist dem Domkatecheten Popp und dem Domvicar Niedermann verboten worden, hier Religionsunterricht zu ertheilen. Beide erhielten die Weisung, sich aus dem Schullocale zu entfernen. in der Sünde beharret, das kirchliche Vegräbniß verweigert werden solle! entgegen Der römisch-katholischen Lehre, welcher sich auch Der ritualistische Theil wurde protestantisch getauft. Der frühere katholische Pfarrer vou Kusel, Lauer, hat nun diese grau mehrmals vor sich citirt und aufgefordert ihren jetzigen Ehemann wieder zu verlassen, da nach den Grundsätzen der katholischen Kirche jede Ehescheidung ungültig, ihr jetziges eheliches Verhältniß also ein „ehebrecherisches" und „uuchristliches" sei, da sie selbstverständlich dieser Aufforderung keine Folge leistete, erbat der Pfarrer vom Bischof von Speyer die Excom- municationsbulle gegen diese Frau, und erhielt sie auch, da er aber vou Kusel wegversetzt wurde, hinterließ er die Verlesung derselben seinem Amtsnachfolger, Dem jetzigen Verklagten, als Erbschaft. Am zweiten Sonntag seiner amtlichen Function in Kusel verlas dieser denn nun von der Kanzel diese bischöfliche Strafsentenz. In derselben wird ausgeführt, daß die klägerische Ehefrau durch ihre Wiederverheirathuug einen „alle christliche Zucht und Ordnung verletzenden Schritt" gethan habe, daß ihre zweite Verbindung ungültig. ehebrecherisch und dem göttlichen und menschlichen Recht zuwider sei; sie gebe dadurch der christlichen Gemeinde schweres Aergemiß, ziehe sich die Ungnade Gottes zu und ver^ licre das Anrecht an das Himmelreich. Da sie sich nun weigere, ihren jetzigen Ehemann Martin zu verlassen und dadurch das „ehebrecherische Verhältniß" aufzugeben, müsse der Bischof, „wenn auch mit schwerem (?) Herzen," um Der Malik». Rom, 1. Mai. Heute Vormittag hat ein Ministerrath unter Vorsitz des Königs stattgffuuden. Der König erklärte, daß er den Rücktritt des Ca- binets nicht annehme. Ein heute nochmals stattfindender Ministerrath wird entscheiden, ob das Demissionsgesuch aufrecht zu erhalten sei. Rom, i. Mai. Die officiöse „Opinione" meldet: Das Cabinet sucht vor Der Zurückziehung seines Entlassungsgesuchs eine Verständigung mit der Kammer-Majorität über das Gesetz, betr. die religiösen Körperschaften, um eine neue Krise zu vermeiden. „immer weiter um sich greifenden Verletzung christlicher Sitte" entgegenzutreten,| flitlllÖ. den kleinen Kirchenbann über die Schuldige verhängen, in Folge dessen sie 1. London, 30. April. Die irländische Kirchensynode hat in ihrer gestri- vom Empfang der heiligen Sacramente ausgeschlossen; 2. für unfähig erklärt gen Sitzung endlich die Frage über die leibliche Gegenwart des Heilandes in werde, Pathenstelle zu vertreten; und 3. ihr, im Fall sie bis zu ihrem Tode'der Hostie durch Abstimmung erledigt. Wie zu erwarten stand, ist der Beschluß Spanten. Perpignan, 5. Mai. Aus Barcelona wird gemeldet: Don Alphons zeigte sich in benachbarten Orten an der Spitze verschiedener, zusammen 1200 Mann starker Banden. General Velarde ist gestern gegen ihn aufgebrochen. Eine Carlisteu-Abtheilung, welche eine Traiucolonne bei Toreleva (?) angriff, wurde durch zwei reguläre Compagnien geschlagen. der anglicanischen Kirche anschließt, ausgefallen. Die irische Kirche erkennt also keine leibliche Gegenwart, sondern nur eine geistige an. Merkwürdig ist jedoch, daß in der Minderheit, welche den betreffenden Beschluß bekämpfte, sich die beiden Extreme der englischen Kirche zusammenfanden, nämlich die extrem „hohen" und die extrem „niedrigen." Die letzteren stimmten gegen die Majorität, weil ihnen der Beschluß auf anti-römischer Seite nicht weit genug ging. Es stimmten 120 Geistliche und 185 Laien für obige Auslegung, 52 Geistliche und 36 Laien dagegen. Nachdem dieser Punct erledigt ist, beschäftigt sich die Synode mit dem Sacrament der Taufe. — Leider werden vou mehreren Seiten wieder ernsthafte Strikes gemeldet. In Liverpool und Birkenhead haben gegen drei Tausend Tischler die Arbeit eingestellt, um sich einen Lohnzuschuß von 4^ Shill. pro Woche zu ertrotzen. In den Schiffbauerhöfen am Medway sollen sämmtliche Schiffszimmerlente die Arbeit ausgesetzt haben, weil sie sich zu einem weitern Sixpence pro Tag berechtigt glauben 3lußliuib. Petersburg, 3. Mai. Der „Golos" bringt einen Leitartikel über die Ankunft der Russen in Khiwa. Das Orenburger Detachement kann in Khiwa am 27. Mai ankommen, wenn es nicht einen Aufenthalt durch Kameel- verlust oder Befestigungs^Errichtung bei Urgumurun am Aibugir-See erleidet. Kaukasustruppen von Tschikislar und Kenderli werden in Khiwa ungefähr am 6. Juni ankommen, und die Ueberfahrt über den Amu-Daria vermuthlich nahe bei Schuraha (?), 90 Werst von Khiwa, nehmen. — Des Deutschen Kaisers Correspondenz-Secretär, Geh. Hofrath Borck, ift heute früh gestorben. timeriäa. New-N^rk, 1. Mai. Die amerikanische Staatsschuld hat sich im Monat April um 2,247,485 Doll, vermindert und beläuft sich auf 2,153,483,155 Doll. — Der Gouverneur von Manitoba hat sich nach Fort Harry begeben. Man hält die Befürchtung allgemeiner indianischer Unruhen für unbegründet. New-Uork, 4. Mai. In Dixon (Illinois) brach eine Brücke mit vielen Passanten zusammen. 32 Leichen wurden bereits aufgefunden. Die Ge- sammtziffer der Todten beträgt wahrscheinlich 50. Halifax, 1. Mai. Der „Atlantic" ist gesprengt worden. 349 Leichen und viele Gegenstände sind an's Land gebracht worden. Lokal-Notiz. Gießen, 6. Mai. Die von uns in Nr. 103 gebrachte Nachricht, betreffs Verhaftung der Frau Schimpfs, müssen wir als irrig bezeichnen, da dieselbe sich noch auf freiem Fuße befindet. Oberhessen 74 1003/e Bayer. 5% do. II. Emise. 83% 25 57% Anlehensloose. Darmstädter fl. 50Loose 2073/, Borsennachrlchtcn. 5. Mai 1873. 3% 3% 3O/o 5% 5°/o Prioritäten. östr. Stsb. Prior. 60 östr 8. Lombard 50% Livorneser 35% Toscaner — Elisabeth.-Prior. 85% Kurh. 40 Thlr. Loose 72% Nassau 25 fl. — Braunschweiger 24% 3° 0 Oldenburg. ä40Thlr. — 4% bayr. Präm.-Anl. 112% 4% badische Locse — Badische fl. 35 Loose 70 Oestr. fl. 250 v. 1854 94 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 94% 18Ö4r „ 172 Actien. 50/0 östr. F. St. E. B. 359 Lombard. Bahn 205% Ludwigsh. Bexbach 188% Maxbahn 132 Bayer. Ostbahn 123 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. 169% Actien» Frankf. Bank 146% Frankf. Vereins-Kasse 146% Darmst. Bankact. 446% Wien Bankactien 1002 Oest. Creditact. 346% Galizien — Preuss. 4%0/q Oblig. 104 Frankf. 3%% Oblig. 87% Nass. 4%o,g Obi. 100 Kurhess. 4°,° „ 97 Gr. Hess. 50/0 Obi. 102% n n 40/0 „ 99 „ n 3%% n 96 n 4 %% Ijahrige 100 n 40 0 1jährige — Würtemb. 4%% Obi. 100 Baden 4 %% ObL c. E. L. 100 Oesterr. Silberrente 66% „ Papierrente 64% Spanier, neuest. 3% 20>/g Amerik. Bonds 1881r 98% n „ 1882r 95% n » 1885r 97 „ n 1887r 971/2 Wechsel» Amsterdam k.. S. 97% Augsburg k. S. 100 Berlin k. S 104% Bremen k. S. 105% Brüssel k. S. 93 Hamburg k. S. 105% Leipzig k. S. 105 London k. 8. 117% Lyon k. S. — Paris k. S. 92% Wien k. S. 106% ditto m. S. — ditto 1. 8. 106% Disconto 6 0/0 Goldsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57—58 Pistolen . . 9 39—41 „ doppelte 9 39—41 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 32—34 20 Frankenst. 9 19%—20% Engi. Sover. 11 46 — 48 Russ. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 26—26 Temperatur in Gießen, April 1873: niederste.................—- 4,0 > R. mittlere.................-j- 6,03 „ Mittel früherer Jahre ............-s- 6,69 „ höchste..................4- 18,7 „ Niederschlag: an 13 Tagen........... 1,13 Par. Zoll. „ im Mittel früherer Jahre: an 12 Tagen . . 1,50 „ „ Besondere Bekanntmachungen. Oeffentliche Aufforderung. 1698) Nach erkanntem Concurse über das Vermögen des Johannes Dächert von WaiterShain werden dessen Gläubiger zur Anmeldung und Begründung ihrer Ansprüche und Vorzugsrechte auf Donnerstag den 29. Mai 1873, Vormittags 10 Uhr, bei Meidung Ausschlusses von der Masse geladen. Im Termin wird die Güte versucht und von nicht erscheinenden oder nicht vertretenen Gläubigern, sowohl was ein Arrangement als die Beschlüsse über Masseoerwaltung und Veräußerung betrifft, angenommen, daß sic den Beschlüssen der Mehrheit der Erschienenen beigetreten seien- Grünberg, den 28. Mäiz 1873. Großherzogliches Landgericht Grünberg. Erdmann, Dr. Trapp, Landrichter. Landger-.-Assessor. tfl [ l o e m e i n e r A n z e i st l> r. Bekanntmachung. 2216) Im Firmen-Register dcS unterzeichneten Gerichts sind folgende Einträge vollzogen worden: Am 3. l. Mts.: 1) Gustav Brünet von Daubhausen, jetzt zu Gießen wohnhaft, hat sein Agenturgeschäft und seinen Sprirituoscnhandel seit Anfang L I niedergelegt, betreibt aber fett 1. August v. I. zu Gießen ein Cigarrenfabrikationsgeschäft mit Handel en gros unter der bisherigen Firma: „Gustav Brünet" und hat seinem Bruder Emil Brünet von Daubhausen, jetzt zu Gießen wohnhaft, Procura ertheilt. Am 5. d. Mts.: 2) Valenün Wurmes zu Gießen betreibt daselbst seit 5. Juli v I. eine Schreib- materialien-Handlung unter der Firma: „Valentin Wurmes." Gießen, am 5. Mai 1873. Großherzoglicher Stadtgericht Gießen. Dr. Muhl. Bekanntmachung. In Folge des auf den Oberhessischen Eisenbahnen am 1. Mai er. zur Einführung elangten Sommer - Fahrplanes treten im Gange der nachstehend aufgesührten Postoer- indungen auf Landcoursen folgende Veränderungen ein: 1) Die Pcrfonenpoft von Londorf nach Lollar: aus Londorf 2« Früh, in Lollar 4" Früh. 2) Die Personenposten I und II zwischen Schlitz und Salzschlirf: I. aus 11. aus in Salzschlirf 720 Vorm., „ Schlitz 920 Vorm. in Salzschlirf 12* Mttgs-, „ Schlitz 350 Nachm- Herbstein und Lauterbach: in Lauterbach 5 Früh, „ Herbstein 915 Abds- 4) Die Personcnpoft zwischen Gedern und Herbstein: aus Gedern 2 Nachm., tn Herbstein b25 Nachm-, „ Herbstein 6" Früh, „ Gedern 9" Nachm. 5) Die'Personcnpoft zwischen Gedern und Stockheim Bahnhof: aus Gedern 2*5 Früh, in Stockheim Bhof. 525 Nachm-, „ Stockheim Bhof. 915 Vorm-, „ Ortenberg 10« Vorm-, 6) Die Botenpoft zwischen Ortenbertz und Stockheim Bahnhof: aus Ortenberg ll35 Vorm-, ln Stockheim Bhof. 12 Nachm-, „ Stockheim Bhof. 2^ Nachm-, ,, Ortenberg 3« Nachm-, 7) Die Personenpost zwischen Nidda Bahnhof und Schotten: aus Schotten 3'° Früh, in Ntdda Bhof. Früh, „ Nidda Bhof. 5" Nachm., „ Schotten 7^ Abds. 8) Die II. Perfoneupost vou Altenstadt nach dtiedsr'Wöllstadt: aus Altenstadt 6'0 Früh, in Nieder Wöllstadt 8 Vorm- 9) Die Personenpost von Homberg a. d. Ohm nach Grünberg: aus Homberg a. d. Ohm 950 Vorm-, in Gründer g 12 Uhr d)?ttgs- 10) Die Personenpost von Grünberg nach Ruppertenrod: aus Grünberg l'5 Nachm-, in Ruppertenrod 2» Nachm- Schlitz 1055 Vorm-, Salzschlirf 810 Vorm-, Schlitz 1055 Vorm., Salzschlirf 2« Vorm-, 3) Die Personenpost zwischen aus Herbstein 355 Früh, „ Lauterbach 8 Abends, 11) Die Personenpost von Ruppertenrod nach Ulrichstein: aus Ruppertenrod 235 Nachm-, in Ulrichstein 420 Nachm. 12) Das Privatfuhrwerk von Ruppertenrod nach Ermenrod: aus Ruppertenrod 2" Nachm., in Ermenrod 325 Nachm. 13) Die Botenpost von Nieder-Wöllstadt nach Rodheim v. d. H.r aus Nieder-Wöllstadt 745 Nachm., in Rodhein 910 Vorm. 14) Die II und III. Botenpost zwischen Romrod und Zell Bahnhof: II. aus Romrod ll55 Vorm-, in Zell Bhof. 1225 Nachm-, „ Zell Bhof. 125s Nachm., in Romrod l5 Nachm- III. aus Romrod 210 Nachm., in Zell Bhof. 310 Nachm- aus Zell Bhof. 320 Nachm-, in Romrod 35v Nachm. 15j Die I Botenpost zwischen Büdingen und Düdelsheim: aus Büdingen 8'° Vorm-, in Düdelsheim 10" Vorm-, aus Düdelsheim 10" Vorm-, in Büdingen 1210 Vorm- Gießen den 1- Mai 1873- Kaiserliches Postamt. Loch mann. 'Versteigerungen. 2218) Freitag den 9. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Nathhause die dem L- Seyfried gehörigen Grundstücke, als: Flur Nr. OÄIftr. 26/225 548 Wiese hinter der Burg, 26/241 188 Acker am Gänsacker, 26/242 1044 Wiese daselbst, 25/73 224 Acker (Baumstück) vor dem Weiher an der Chaussee, da Nachgebote erfolgt sind, nochmals meistbietend versteigert werden. Gießen, den 5. Mai 1873. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. S e m m l e r. 2145) Mittwoch den 7. Mai, Nachmittags 2 Uhr, Fortsetzung der Versteigerung im Hause des Herrn Posthalter Krausch in der Schloßgasse. Es werden nachstehend verzeichnete Gegenstände freiwillig versteigert: 1 Schreibsecretair, 1 Waschcomode, Comode, Tische, Stühle, ein- u. 2schläfrige Bettladen, 1 Kinderbettchen mit Matratze, 1 Eckschrank, Bettwerk, Spiegel, wobei schöne ovale Spiegel mit Goldrahmcn, mehrere Kaffeestrvice, Porcellain, Küchenge- räthe, Sopha's und sonstiger Hausrath. Auch werden eine Parthie diverse Strohhüte mit versteigert- Gießen, den 2. Mai 1873. Max Pilger. der Abendzeitung, des Morgenblattes und Pfennig-Magazins) sowie andere entbehrlich gewordene Mobilien (Thüren u. s. w ) an den Meistbietenden versteigert werden. Der Vorstand des GesellschaftS- VeretuS. 2217) Am Freitag den 9. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, lasse ich das Gras in meinem mehrere Morgen haltenden Garten am Haus zum sofortigen Abschnitt, und weiter eine Quantität Grummet gegen baare Zahlung an Ort und Stelle meistbietend versteigern. Dr. Schüler. Jeitgebotenes. Mühlenverkauf 2132) Eine ganz neu eingerichtete Mühle, 3 Mahl-, 1 Schlaggang, 60 E-Acker Land und Wiesen, 1% Wegstunden von Marburg, 20 Minuten von einer Eisenbahnstation, steht zu verkaufen. % des Kaufgeldes kann stehen bleiben. Das Feld ist ausgestellt- Zum Vertragsabschluß ist legitimirt Administrator Z e i s S zu Mar bürg a. d. L-___ 2200) Ein Haufen guter Kuhmist ist billig zu verkaufen bei H. Röder, Bäcker, ___________________________Wallthor. 2211) Zwei frischmelkende Ziegen zu verkaufen bei Bahnwärter Siebert am Rodtberg. § Donnerstag den 8. d. Mts., I 2207) Ein Faselochse, Nachmittags 2 Uhr, '4 Jahre alt, gut genährt und tauglich zum sollen in dem hiesigen Clubgebäude mehrere Sprung, steht zu verkaufen bei Gentner Zeitungspapier, eine Parthie Zeit- I. Lein, schriften (darunter ältere Jahrgänge non1 Lardenbach bei Grünbcrg. ;V* | Ludwigsbrunnen mb: und c in «k" brunnen 1) -je vo» t) W. Buff. (2214) Th- Brück. erlernen bei Alleinige Annoncen - Regie Frucht- und Mehlpreise in verflossener Woche von nachh^nannten Orten und Fruchtmärkten. Normalgewicht per Malter: Waizen 200, Korn 180, Gerste 160, Svelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 2) 3) 2105) Ein mit der Liqueur- und Branntweinfabrikation auf kaltem Wege vertrauter Mann wünscht in dieser Branche Beschäftigung. Näheres bei der Exped. d. Bltts. l 'VI ifj V i) Adami, 2) Block, 3) W 4) Buden 5) W. 6) Fiscus 7) Gail, 1 8) Gail, 9) von E 10) Groß'! 11) Kempfs 12) Keßler, Di' Gö 2213) Ein Familienlogis zu vermiethen in Lit. D. 95 Neustadt. 1671) Die Mineralwasser-Handlung von Emil Fischbach, Seltersweg, empfiehlt nachverzeichnete Sorten in stets frischer Füstung: 2212) Eine Familienwohnung an eine stille Familie ist zu vermiethen bei Ed. Strack's Erben, Neustadt. Adelheidsquelle, Appollinarisbrunnen Carlsbader Mühl- (Möhl's Garten) zu melden. Gießen, 3. Mai 1873. Actien-Gesellschaft r,Lahnhütte''. Bunger. Tagesordnung: Mittheilung der Jahresrechnung für 1872, Beschlußfassung über die Gewrnnverlhe:lung Ul d die du: Kaffebr-amten zu er- theilrnde Decharge. Wahl eines neuen Rechners noch § 4 der Statuten. Schlußberaihtnn und Abstimmung über bie Vorlage der neuen Statuten und Stellung unter das Vereiusges.tz. Ergänzung des Vorstaudi s durch Wahl von fünf Vorstaudsmit- gliedern nach §. 32 der alten bezw. §. 108 der neuen Statuten. Gießen, am 2. Mai 1873. Der Vorsitzende des Vorstandes: Sckloßbrunnen, Emser Kessel- und Kran-! Dienstag den 13. d. Mts, Abends 8 Uhr, demselben Lokale stattfinden. fteucrten Gn räthe betreffe dein Ansügen Kreisamte zu Vorlegung d Es ttags von m siebenden R teil'** eilt Wlt \ V K M! Marienbader Kreuzbrunnen, Salzhausener, Salzsehlirser Bonifacius- brunnen. Ein Möbelfcheeiner wird gegen hohen Lohn gesucht von (2069) Staudinger L Comp Gewerbebank zu Gießen. Zur Vorberathung des in voriger Woche verteilten Entwurfs der revidirten Statuten haben wir eine vorberathende Generalversammlung auf Samstag den 10. d. Mts., Abends um 8 Uhr, im Saale des Herrn Louis König's Wittwe am Wallthor an- beraumt, zu der wir alle Mitglieder des Vereins einladen. Die diesjährige ordentliche Generalversammlung soll sodann 2109) Ein Mädchen, das kochen und bügeln kann und alle Hausarbeit versiebt, bis Mitte Mai oder früher gesucht. Nähers in der Expedition dieses Blattes. Vermischte Anzeigen. 2231) Vom 1. Mai an kostet eine Traglast Wäsche zum Bleichen 4 fr.; schwerere Laste werden nach dem einzunehmenden Raum berechnet. Wilhelm Hilgart. chesbrunnen, Fachingcr, ' Schwalbacher Stahl- Fricdrichshaller Bitter- Weinbrunnen, wasser, Schwatheimer, Homburger Elisabethen- Selterser (Nassau), Wildunger, Bad Sodenthal Eisenbahn-Statio» Aschaffenburg 1948) Stärkstes Jod - Brom - Soolbad Bayerns, gegen alle scrofttlose Erkrankungen der Kinder, Haut- und Frauenkrankheiten (Entzündung der Gebärmutter und Eierstöcke, weißer Fluß, Fibroide, Sterilität) Anschoppung der Unterleibsorgane, Hämorrhoiden, Exsttdate, Knochenkrankheiten rc. — Neugebautes, großes Kurhaus mit allem Comfort. Neue Colonnaden. Mildestes Klima. Reizende Spaziergänge und Ausflüge. Equipage. Eröffnung Ende Mai. des „Deutscher Rcichsanzeiger“ und „Königlich Preussischer Staats-Anzeiger“, „Berliner • Tageblatt", „Deutsche Landes-Zeitung“, „Deutscher Gemeinde-Anzeiger“, „Capitalist“, .’ „Revue financiöre allemande“, „Schweizerische Handelszeitung“, „Züricher Freese“, Dritter Vortrag des evangelischen Pfarrers Schuster aus Stuttgart im Saale der Realschule Mitttwoch den 7. Mai, Nachmittags um 6 Uhr, über L. Blanc. Die Verhältnisse gestatten es nicht, den Vortrag auf eine spätere Stunde zu verlegen. 2206) 1 ober 2 Arbeiter können Logis finden dauernde Beschäftigung bei hohem und Kost erhalten. Gg. Hch. Ledermann, 2ohn. Gteberich, Asterweg. '(2170) Bau-Unternehmer in Wetzlar. 8 Jemand wünscht iai abscBitia ■ H auf einer deuischen Universität als ' IDoctor der Philosophie zu promoviren. ■ Geeignete Verbindung durch die An- noncen - Expedition von Haasenstein 1 K» Vogler in Berlin, Leizigerstr. 46 sub Chiffre J¥. O. »8«. (2144) 3 Sitzung 6er Bbertzksilschkil Grsotlschast S für lldiur- uni) Heilkunde Mittwoch den 7. Mai, Abends 6 Uhr, in der kleinen Aula. Anaekündigter Vortrag: Herr Professor Köster über Doppelmißbildungen. Auch Nichlmitglieder haben Zutritt. ' des „Kladderadatsch“, der „Fliegenden Blätter“, des „Figaro“ ~ in Wien. Prager Handelsblatt“, „Feierabend des Landwirths.“ । 2174) Zu einer Dampfmaschine wird ä bjbx «r Stunden freie Zeit mit schriftlichen Arbeiten _____________________________________ auszufüllen. Näbe^ bei der Exped. d. Bits ^^urct unfc Steinbrecher Der t steriums vor, öffcnüichung mit freuten Zeit eine vo namentlich j, daß der der Vorlnge mir ihr vowerse Segen ivelchs nmgen darv scheinen joac nut bestem 1 W» in I W nur mit Das f Bngen des h'Wn Wr Ui ™8 bi«* t,rfil|6 "A ^ute JJjen, bi' mieten f Riidoll flösse in Frankfurt a. fl. Ferner domicilirt: Berlin, Breslau, Cöln, Halle, Hamburg, Leipzig, München, Nürnberg, Prag, Stuttgart, Strassburg, Wien, Zürich. Bsfinettkr Agkn läminilicher Zeitungen des In- nnir Ausinndes. 2222) Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich den I. Schm and t als einen ehrlichen, guten, braven und soliden Mann anet kenne und die gegen denselben ausgesprochene Beleidigung hiermit zurücknehme. Thrift. 2219) Ein tüchtiger Feuerschmied, wie auch ein Hülssarbe ter, gesucht von Georg Völckner. 2127) Im Ebel'fchen Hause am Kreuz ist ein Parterre-Logis, welches sich auch zu einem Comptoir eignet, zu vermiethen > und gleich zu beziehen. H. M. Ju gh ar d t. 2203) Ein kleines Familienlogis ist> anderweit zu vermiethen. A. Wallensels., 2220) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet vermiethet Lehrer M a y er, Neuen - Bauen 131. Kissinger Rakoczy, Carlsbader Salz, Carlsbader Sprudelseife, Emser Pastillen, Soda- und Selterswasser._________ 2210) Ein großer Tisch zu verkaufen bei! 2195) Wil' beabsichtigen, unfern üohnkutscher e r. sg^arf an Zjegelsteimn auf unferm ~ . ”7 iHültenplatze an der Main-Weser- ^)CimKil)UUßeiL ^Bahn selbst brennen zu lassen und 2209) Ein Zimmer im Hinterhaus zu fordern qualificirte Unternehmer vermiethen. Wallthorsiraße Nr. 194. auf, sich in unferm Bureau, .ib Kirchmeihe ;u Miüyenberg. 2285) Sonntag den 11 und Montag den 12. d. Mts., bei Unterzeichnetem .Harmonie und Tanzmusik, ailsflefsthrt von einer Abteilung der Groß. Hess. II. Jnfant. - Reg.- Musik, und zwar bei günstiger Witterung Nachmittags im Freien und Abends im Saale, wozu freundlichst einlabet W. Zager __________________________________________zu Burg - Münzenberg. Frachtbriefe für die Main Weser-, Cöln-Minde»er und Oberhessische Eisenbahn, sowie sä' nmtliche zollamtliche» ForrKulare, sind zu baden bei W. Klee, am Mart. 1603) Ein 2. Hausbursche wird gesucht. I. Müller, Einhorn. 2116) Ein junger Mensch von 14—16 Jahren findet als Hausbursche bei hohem Lohn sofort Stelle, und ist demselben Gelegenheit gegeben, nebenbei das Geschäft zu 2092) Ein gewandter Bursche, welcher mit Pferden umgehen kann und stadtkundig ist, wird gesucht im Darmstädter HauS. Lohn 100-120 fl. 2134) Ein Junge, welcher Schreiner werden will, kann in die Lehre treten bei Adolf Hoß. u M- Walzen. Morn. Gerste. Spelz. Hafer. Erbsen. 1 Linsen. Wicken. Kartoffeln. c c Auf dem Mit.- Auf dem Mt7- Auf dem it. Auf dem Mit.- Auf dem Mit. Auf befrt Mit.- Auf dem Mit- Auf dem Mit; Auf dem Mit.- !Wei mch Q C Q S5 Frachtmärkte. Mai Markt pr ots Markt preis Markt preis Markt preis M irft_ P£ eis Markt preis Markt preis Vkc irft preis JIRc irft preis L | auf: gef. fl. fr. lauf gef C OD i.» Q ft. fr. gs> ! E i » auf: gef. verk fl. fr. (Ulf: gef. verf fl. fr. auf: gef. verk fl.fr- auf: gef a fl. fr. auf gef. fl. fr. fl. fr fl fr Gießen M. M. M. M- ! M. M- M. M. M. M. M. M. M- M. M. M- M. M. _ - —— Alsfeld —— Grünberg 3. — 142 16 31 — 60 10 22 — 103 9 43 — — — — _ 63 5 54 — 13 11 59 — 1 8 30 — 3 16 40 — — — — — — — Lauterbach 3. 2. — 2 14 30 — 2 8 - 10 28 — — — — — —j — — — — — — — — — — — — — — 4 — 2 24 — -i — — Mainz — 7U 13 31 — 34 - -1 — 1 3 4()| -I — —