'Usenberg «- Juli. B äMUbr5®i, _Qr^_w Schicht ' On dramm. Zensur H^s McHMncint "digkn Eintritt. >°nn Müller. Mädcken sucht pr. m «»km ssolonial- 1rn mit der CW e Üet. ucrcn Tante em gestrigen Kerzlichste» c Vetter. ig Abend zwischen t Kdertasche in dn rkn verloren. Ab- inft bti S. Han- im englischen Unter; btt der Expedition WM ^kannten ßatti Allmächtigen^ liebles unver- Strnnffem im to Wrn b £ciy. ne Leaz. ’arl.“ tun» rlin. ZMriMn w mb r' Anzeige- und Mmtsötatt für den Kreis Kiessen. Nr. 13L Samstag den 5. Juli S873. E.fchrinL tSßlkch, mit nahm« LonntagS. Expedition: EanzletSer^. ßit. B. Rr. 1. P«t-»tertchLhrtg 1 mit Dringirlof .. 51 urch die | Poft bezogen vierteljährig \ \ fl. 29 kr. B eka n n t m a ch n n g. Betreffend: Das Departements-Grsatz-Geschäft pro 1^73. Das Departements-Ersatz-Geschäft für 1873 wird im Kreise Gießen Dienstag den 13. und Mittwoch den 16. Juli d. I. stattfinden. Es haben sich nach Maßgabe der besonders ergehenden Vorladungen an den genannten Tagen vor der Großh. Departements Ersatz-Commission im Bezirk der 49. Infanterie-Brigade jedesmal von 7j/2 Uhr Vormittags an im Rathhaussaale zu Gießen zu stellens die von der Kreis-Ersatz-Commission als dauernd unbrauchbar erkannten Militärpflichtigen; die zur Ersatzreserve II. Classe und zur Ersatz-Reserve I. Classe designirten Militärpflichtigen; die von den Truppenthcilen zur Disposition der Ersatz-Behörden entlassenen Soldaten; die von den Truppentheilen abgewiesenen einjährig Freiwilligen; die von der Kreis-Ersatz-Conimission als brauchbar und einstellungsfähig erkannten Militärpflichtigen, einschließlich der vorzugsweise und primo loco einzustellenden Militärpflichtigen früherer Jahrgänge. Qlnfptücbe auf Zurückstellung sind Dienstag den 15. Juli d. I. geltend zu machen und haben sich Familienangehörige, auf deren Arbeitsunfähigkeit der Zurückstellungsanspruch gegründet wird, an eben diesem Tage zur ärztlichen Untersuchung einznfinden. Den Großh. Bürgermeistereien werden besondere Ladungen für die Militärpflichtigen k. H. zugehen, welche den Betreffenden unverzüglich zuzuftellen sind. Der^ Vollzug der Ladungen ist innerhalb 8 Tugen anzuzeigen. Sollte eine Ladung nicht vollzogen werden können, so ist der Grund hiervon berichtlich mitzutheilen und ist, wenn ein Militärpflichtiger von seinem bisherigen Wohnorte weggezogen ist, zugleich anzugeben, wohin derselbe verzogen ist. Die Großh. Bürgermeister haben an dem Tage, an welchem Militärpflichtige ihrer Gemeinde zur Vorstellung kommen) selbst anwesend zu sein und sich darum zu bemühen, daß die Letzteren rechtzeitig zur Stelle sind. Gießen, den 30. Juni 1873. Der Civil-Vorsitzende Großh. Kreis-Ersatz-Commission Gießen. I. V.: __________________________________________ Gros, Kreisassessor. Gefundene G e g e n ft ä n e: ö .. Zwei weiße Taschentücher, das eine F. R. 12 und das andere R. M. 6 gezeichnet (in Wittrve König's Gartcnwirthschaft liegen geblieben), ein Pfund Kaffee eine Ke"e mit SLloß, eme Perffche und kurze Tabakspfeife, mehrere große und kleine Schlüssel, ein Cigarrenläschchen, ein Sonnenschirm, ein Gewichtchen (10 Gramm) zwei Meise!, ein Schraubenschlüssel und ein Centrumbohrer (zusammengebunden) und zwei Briefmarken. x °roci . .. Di- Eigenthüm-r werden aufgeforderi, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls dies- Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückaeaeben oder spater zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden. ° wwi voer ©ie6en, den 5. Juli 1873. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzial-Hauptstadt Gießen. ___________________________ ______ __ Nover. Deutsch tank). Darmstadt, 2. Juli. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 30 enthält: 1. Ueberficht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern für das Jahr 1873 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal - Bedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Offenbach. 2. Uebersicht der für das Jahr 1873 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communal-Bedürfnisse der israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Büdingen. 3. Concurrenzeröffnung. Erledigt ist: die evang. Pfarrstelle zu Dalsheim, im Dekanate Worms, mit einem jährlichen Gehalt von 602 fl. 32 kr- Durch Allerhöchste Verleihung hat Oberstabsarzt i. P., Dr. Göring, das Ritterkreuz erster Klasse des Philipps-Ordens erhalten. Darmstadt, 2. Juli. Gestern entschied sich die Kammer dafür, daß in den Landgemeinden die Bürgermeister direct von der Gemeinde gewählt werden sollen. An der Debatte betheiligten sich nicht weniger als 28 Abgeordnete, ein Fall, der fas! noch nie dagewesen. Tie Regierung und die Vertreter ihrer Vorlage (Wahl durch den Gemeinderath) machten hauptsächlich für diesen Wahlmodus geltend, daß der Gemeinderath, der Ausdruck des Willens der Gemeinde, am besten befähigt sei, einen tüchtigen Bürgermeister zu wählen, während bei direeter Wahl die Gefahr der Beeinflussung der Masse „Branntweinfässer in Permanenz" wie sich der Abg. Küchler ausdrückte, nahe liege. Andererseits wurde betont, daß der Ausdruck des wahren Willens der Gemeinde nur durch eine directe Wahl des Bürgermeisters erfolgen könne, daß man das Interesse an Gemeindeangelegenheiten beleben und der Bürgermeister von dem Bewußtsein getragen sein müsse, daß er das Vertrauen der Bevölkerung besitze. Für die Vorlage der Negierung stimmten die Abgg. Buff, Edinger, Gebhard, Goldmann, Habicht, Königer, Küchler, Martin, Möllinger, Oechsner, Oncken, Schaub, Schaum, Schröder, Schuchard, Stüber, Ufinger, Weicker, Heinzerling, ©reim. Dagegen Becker, Ellenberger, Franck, Heidenreich, Hembes, Jost, Köhler, Kuhl, Landmann, List, Matty, Metz, Mühlberger, Pfaunstiel, Schenck, Scriba, beide Stephan, Theobald, Wadsack, v. Wedekind, Wolz, George und K. I. Hoffmann. Die hierauf folgende Abstimmung über den Dernburg'schen Antrag (directe Wahl) erfolgte gleichfalls mit Namensaufruf und stimmten hier diejenigen Abgeordneten, welche die erste Frage verneint, mit ja, ihnen traten noch Habicht und Königer bei, Edinger war abwesend. Das Ergebniß war sonach Annahme des Dernburg'schen Antrags mit 27 gegen 17 Stimmen und rief eine lang andauernde Bewegung hervor. — Die heutige Verhandlung der zweiten Kammer begann mit Art. 16 der Landgemeinde-Ordnung und endigte mit Art. 34, über welch letzteren übrigens die Abstimmung, mit Rücksicht auf einen vorhergegangenen Beschluß, ausgesetzt wurde. Das Interesse der ganzen Sitzung culminirte in der Frage, ob der Bürgermeister und die Beigeordneten nach der Regierungsvorlage durch den Gemeinderath, oder aber direct durch die stimmfähigen Einwohner gewählt werden solle, wie der Abgeordnete Dernburg beantragt hatte. Es galt einen harten Strauß, da auch im Lager der liberalen Abgeordneten Meinungs-Differenz herrschte. Nicht weniger als 28 Mal wurde das Wort ergriffen und schließlich namentliche Abstimmung verlangt, welche die Annahme des Dern- burgffchen Antrags mit 25 gegen 20 Stimmen ergab. Gegen diese Annahme stimmten Buff, Edinger, Gebhard, Goldmann, Greim, Habicht, Heinzerling, Königer, Küchler, Martin, Möllinger, Oechsner, Oncken, Schaub, Schaum, Schrödcr, Schuchard, Stüber, Ufinger, Welcker; dafür: Becker, Dernburg, Ellenberger, Franck, George, Heidenreich, Hembes, K. I. Hoffmann, Jost, Köhler, jlu hl, Landmann, List, Matty, Metz, Mülberger, Pfannstiel, Schenck, Scriba, Stephan (Heßlock) Stephan (Osthofen), Theobald, Wadsack, v. Wedekind, Wolz. Abwesend waren die Abgg. Allmann, Büchner, Dumont, v. Rabenau, Ramspeck. Auch der Antrag Dernbnrg's, daß die Regierung im Falle doppelter Nichtbestäligung des gewählten Bürgermeisters nur für ein Jahr (nicht drei Jahre) einen commiffarischen Bürgermeister soll ernennen können, ward mit 27 gegen 18 Stimmen Angenommen. Hervorzuheben ist, daß großherzoglicher Ministerialdirector v. Starck schon beim Beginn der Debatte ziemlich deutlich zu erkennen gegeben hatte, daß die Regierung die directe Wahl des Bürgermeisters nicht acceptiren könne. Cms, 4. Juli. Der Kaiser Wilhelm ist heute zur Kur eingetroffen und wurde am Bahnhof durch den russischen Kaiser begrüßt. Letzterer wird noch bis zum 9. Juli hier verweilen. Paderborn, 30. Juni Das „Westfälische Volksbl." schreibt: „Was wir befürchtet haben, ist eingetroffen ; die Zahlung der der hiesigen philosophischtheologischen Lehr-Anstalt gewidmeten Staatsmittel wird vom 1. Juli ab bis auf Weiteres eingestellt. Die desfallsige Ordre ist am 27. d. Mts. hier eingetroffen." Meerane, 30. Juni. Der hiesige Städtrath hat Folgendes veröffentlicht : In den letztvergangenen Tagen und Nächten sind wiederholt Polizeimannschaften vom Publikum tnsultirt und verhöhnt worden. Es wird daher die ge- sammte Einwohnerschaft hiermit dringend aufgefordert, zumal des Nachts alles zu vermeiden, was eine Störung der öffentlichen Ruhe herbeiführen könnte. Allen Insulten und Versuchen zum Bruche des öffentlichen Friedens wird von nun an mit Schärfe und Energie entgegengetreten werden, und sind die Poli- zeimannschasten ermächtigt, bei etwa vorkommenden Widersetzlichkeiten zu den äußersten Mitteln zu greifen. Meerane, 25. Juni 1873. Der Rath. Peucker, Bürgermeister. Die Stadt-Polizeibehörde. Ludwig-Wolf, Stadtrath. Der social-demokratische Correspondent der „Franks. Ztg." bleibt dabei, daß die Behörden einen Ausstand in Meerane provociren wollten (eine nachgerade abgenutzte Insinuation); Gründe gibt er nicht an. — Nach einer Verordnung der Kreis-Direction sind bis auf Weiteres in Meerane und Umgegend alle öffentlichen Versammlungen verboten. iietTcidj. Klagenfurt, 4. Juli. Bei Enthüllung des Maria-Theresia-Monuments hielt der 14jährige Kronprinz Rudolf eine Rede, in welcher er das Fest als ein dynastisches und zugleich als ein Volksfest bezeichnete, was in Oesterreich untrennbar sei. Der Kronprinz dankt Kärnthen für seine steten Beweise von Anhänglichkeit an die Dvnastie. unter den Jomuden verborgen, doch ist nicht bekannt, an welcher Stelle. Die Truppen der drei Detachements sind gute» Muthes, fröhlich und gesund. Lokal-Notiz. Gießen, 4. Juli. Während der Sitzungsperiode des Schwurgerichts vom in. Quartal L I. hat der Schwurgerichtshof dieser Provinz folgende Erkenntnisse erlassen: Am 2 Juli gegen Johannes Schreiner von Petterweil, wegen Urkundenfälschung, auf 3 Wochen Gefängniß. Denselben gegen Heinrich Linker V. von Breungeshain, wegen gleichen Vergehens, bezüglich dessen die Geschworenen jedoch ein „Nichtschuldig" erklärten, auf Freisprechung. Ain 3 Juli gegen Johannes Lang von We tershain, wegen schweren und einfachen Diebstahls, auf Zuchthaus von 2 Jahren und 6 Monaten, sowie Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren. Am 4. Juli gegen Jacob Böcher von Eschenrod, wegen versuchten Todtschlags, auf Zuchthaus von 4 Jahren, sowie Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren. 8chmeiz. Genf, 4. Juli. Der Große Rath von Genf hat gestern beschloffen, daß der Staat bei der Bischofswahl mitzuwirken hat. Bern, 4. Juli. Die Regierlmg des Cantons Tessin hat die Ausweisung von zwei fremden Priestern, sowie zugleich beschlossen, daß mit dem Ablauf der Bewilligung des Aufenthalts für fremde Geistliche das Placet für ihre geistlichen Functionen erloschen ist. Endlich hat die Regierung die Versammlungen und religiösen Hebungen des Piusvereins an Festtagen verboten. d'ianlireirfj. Paris, 2. Juli. Die Räumung wird Anfangs August beendet fein. Die ersten französischen Truppen werden am 4. August in Nancy erwartet. — Der General Chanzy wurde bei dem Einzuge in Algier von Pompiers und Milizen mit Hochrufen auf die Republik empfangen, in welche er selbst grüßend einstimmte. — Die Zahl der neuerdings verhafteten Communisten beträgt 89. — Der Schah von Persien trifft erst am Sonntag ein; das Fest in Versailles findet am Dienstag statt. Paris, 2. Juli. Drei französische Commissäre, zwei Officiere, ein D iplomat sind nach Aelforl «bgegangen, um der dortigen Räumung anzuwohnen. — Die Lyoner Präfect will die Anwendung seiner Civilbegräbniß-Verordnung für alle Gemeinden seines Departements durchsetzen. - Der Proceß gegen Ranc kommt erst in einem Monat vor die Gerichte. Spmücii. Madrid, 30. Juni. Die Carlisten behaupten, in dem Gefechte von Enlate am 21. d. Mts. 1500 Gewehre, 4 Kanonen mit vollständiger Munition, 60 Maulesel mit dem Gepäck der republikanischen Truppen und 40,000 Dnros an baarem Gelde erbeutet zu haben. Der letztere Posten in dem Verzeichnisse wirft einen Schatten der Unwahrscheinlichkeit auf die ganze Angabe, da die hiesige republikanische Colonne bei der jetzigen finanziellen Ebbe schwerlich eine so große Summe Geldes bei sich führte. Weiterhin sagen die Carlisten, in der Provinz Biscaya seien sie neuerdings um 3000 Köpfe bewaffneter Mannschaft verstärkt und eine aus angesehenen Carlisten zusammengesetzte Provinzial-Regierling ist eingesetzt worden. Madrid, 2. Juli. Die C.rlcs haben das Gesetz angenommen, welches K i r Ä> l i ch e Anzeige der evangelischen Geineinde zu Gießen. Gottesdienst. m ß cyit h ' Morgens' Pfarrer Dr. Seel. ‘ ) Nachmittags: Pfarrer Briegleb von Heuchelheim. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 6. bis 13. Juli 1873 besorgt Pfarrer Dr. Seel. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getaufte. Den 29. Juni. Dem Bürger zu Atzenhain, Kreis Grünberg, und Arbeiter dahier, Wilhelm Seng, eine Tochter, Anna Katharine, geboren den 6. Juni. Denselben. Dem Privatscribenten, Katl Wilhelm Adolph Klees dahier, eine Tochter, Frieda Emilie Henriette Louise, geboren den 18. Ma:. Denselben. Dem Bürger und Schuhmacher dahier, Wilhelm Berg, ein Sohn, Wilhelm Karl, geboren den 24. Mai. Denselben. Dem Kaiserlichen Postsecretär dahier, Georg Pfeffer, ein Sohn Reinhold, geboren den 4. Juni. Den 1. Juli. Dem Bürger in Siegelt und Kaufmann dahier, Hermann Karl Emil Fischbach, eine Tochter, Katharine Adolpyine Mathilde, geboren den 18. Mai. Beerdigte. Den 27. Juni. Ludwig Konrad Balthasar Betzberger, Bürger und Rathsdiener dahier, alt 71 I. 27 T., gestorben den 26. Juni. Den 29. Juni. Susann« Netter, ledige Tochter des verstorbenen hiesigen Bürgers und Gärtners, Christian Retter, alt 63 I 5 M. 2 T., gestorben den 28. Juni. Den 30. Juni. Elisabethe Kunz, ledige Tochter des verstorbenen Ortsbürgers zu Oppenrod und Bahnwärters dahier, Jacob Kunz, alt 29 I. 9 M- 22 T-, gestorben den 29- Juni. Denselben. Ein ungetauft gestorbener Zwillingssohn des hiesigen Bürgers und Drechslers, Friedrich schürz, alt 7 St-, gestorben den 29. Juni- Den 2. Juli- Karl Deibel, Bürger zu Lollar und Taglöhner dahier, alt 50 I., gestorben den 1. Juli- Denselben. Eine todlgeborene uneheliche Tochter von hier. Denselben. Karoline Bellos, eheliche Tochter des Taglöhners, Philipp Bellof, alt 3 I-, gestvrben den 1 Juli. der Regierung außerordentliche Machtvollkommenheiten verleiht. Rusguud. Petersburg, 2. Juli Die Regierung läßt durch die bedeutend vermehrte Gensd'armerie, die unter allerlei Verkleidung, als Bettler und Juden, hauptsächlich in den Dorfschenken, den Gesprächen der Bauern ein aufmerksames Ohr leiht, — aus ländliche „Nihilisten" fahnden und dieselben nach Petersburg bringen- So geschah es vor Kurzem, daß in einer Dorfschenke, unweit der volhyuischen Gouvernemeirtsstadt Schilomir, ein Bauer die Acußerung that: „Ach, wenn doch der Kaiser, der doch schon so viel für uns Bauern gethan hat, auch noch die Beichte abschaffen wollte, dann würde es erst gut fein I" Bald darauf erschienen Gensd'armen, faßten den Redner, der gegen die Beichte aufgetreten war, legten ihm Ketten an und geleiteten ihn per Extrapost nach seinem Bestimmungsorte. (Schles. Ztg.) — Vom General Kaufmann ist aus Tschemkent folgendes Telegramm eingegangen: Die Truppen des Orenburger, kaukasischen und turkestanischen Militärbezirks haben alle die unglaublichen Schwierigkeiten, welche ihnen die Natur auf den Strecken von Tausenden von Wersten, die jeder von ihnen zurückzulegen hatte, entgegensetzte, muthig und ehrenvoll überwunden; tapfer und brav haben sie alle Versuche des Feindes, ihnen den Weg zum Ziele ihres Marsches — der Stadt Khiwa — zu verlegen, abgewiesen, aus allen Punkten die turkmenischen und khiwc fischen Schaarcn geschlagen und haben feierlich am 20. Mai (10. Juni) in die vor ihnen gefallene Hauptstadt des Khanats ihren Einzug gehalten und sie in Besitz genommen. Arn 30. Mai (1 i. Juni), dem Jahrestage der Geburt des Kaisers Peter des Großen, wurde bei den Truppen ein Dankgebet für die Gesundheit Sr. Maj. des Kaisers und eine Seelenmesse für den Kaiser Peter I. und die im Kriege gegen Khiwa gefallenen Kampfgenossen abgehalten. Der Khan von Khiwa hat die Antwort des General-Adjutanten v. Kaufmann auf seine Erklärung, sich vollkommen unterwerfen und sich und das Khanat überliefern zu wollen, nicht abgewartet und ist, von der kriegerischen Partei hingerissen, aus der Stadt geflohen; er hält sich gegenwärtig Allen Mrnnken Kraft und Gesundheit ohne Medici» und ohne Kosten. „Ilevalesciere Du Barry von London.“ Die vorzügliche Heilnahrung Revalesctere du Barry bewährt sich bei allen Krank- iheilen, bieder iUicbicin widerstehen; nämlich Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen , Leber-, Drüsen-, Schleimhaut , Athem-, Blasen und Nierenleiden, Tubercuiose, Diarrhöen, Schwindsucht, Asthma, Husten, Uaverdaulichkeit, Verstopfung, Fieber, Schwindel, Blut- nuflteigen, Ohrendrausen, Uebelkett und Erbrechen selbst in der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. - Auszug aus 80,000 Eertisicaten über Genesungen, die aller Medicin getrotzt: Certificat Nr. 68,471. ~ Prunetto (/r Pfund 18 Sgr., 1 Pfund 1 Thlr- 5 Sgr., 2 Pfund 1 «Thlr. 27 Sgr.. 5 Pfund 4 Thlr. 20 Sgr., 12 Pfund 9 Thlr. 15 Sgr., 24 Pfund 18 Thlr. — Revalesciere Biscuiten : Büchsen a 1 Thlr. 5 Sgr. und 1 Thlr. 27 Sgr-, — IRevalesciere Chocolatdc in Pulver für 12 Tassen 18 Sgr., 24 Tassen 1 Thlr. 5 Sgr. |48 Tassen 1 Thlr. 27 Sgr, 120 Tassen 4 Thlr. 20 Sgr, 288 Tassen 9 Thlr. 15 Sgr» 57b Tassen 18 Thlr.; in Tabletten für 12 Tassen 18 ^>gr-, 24 Tassen 1 Thlr. 5 Sgr., 48 Tassen 1 Thlr. 27 Sgr. — Zu beziehen durch Barry du Barry & Comp. in Berlin, 178 Friednchsstraße, und in allen Städten bei guten Apothekern, Drsguen-, Svecerei- und Delicatcssenhändlern. In Gießen bei Müller «L Schwager. (2063) JU i g einem er Anzeiger. Besondere Bekanntmachung Oberhessische Eisenbahnen. 3120) Wir bringen hierdurch zurKennt- niß, daß am 8. Juli, als am Tage der Viehpreisvertheilung in Büdingen, der um 8 Uhr 30 Minuten Abends von Gelnhausen abfahrende Zug 10a bis nach Gießen durchgeführt ui b dabei auf sämmtlichen Stationen und Haltestellen anhalten wird. Gießen, den 3. Juli 1873. Die Direktion Mohn. Versteigerungen. Bekanntmachung. 3045) Montag den 7. Juli c soll im Geschäftszimmer der Garnison-Verwaltung — Grünbergcr Chaussee — 1) die Lieferung des pro 1874 erforderlichen Zündholzes—Vormittag«. 9 Uhr, 2) die Ansuhr der während der Feuerungsperiode IS73/?* erforderlichen Stein kohlen vom hiesigen Bahnhofe - Vormittags 9'/r Uhr, im öffentlichen Submissionswege vergeben werden. Die bezüglichen Bedingungen liegen im Geschäftszimmer zur Einsicht offen. Gießen, den 1 Juli 1873. Großherzogl. Garnison-Verwaltung. 3047) Seidene, wollene und farbige GuipureS * Spitzen, Gimpen, alle -Lorten Glace- und Sommerhandschuhe, MoirSeschürzen, Krausen, Shäwlchen in allen Farben, empfiehlt L K a tt r e i n. Lrrfnntniffe rf‘,ub!"ii^un6, Äh** °' «fcÄU* SS?ft *f i e n. in Heuchelheim, besorgt K, und Arbeiter Ü- Juni. Mets dchin, eine 1 Berg, ein Sohn, iseffer, ein Sohn r, Hermann Karl n den 18. Mai. irger und Raihs- iorbenen hiesigen gestorben bat nen Ortsbürgers 22 T-, gestorben riesigen Bürgers ner dahier, alt ö, Philipp Bellos, leit ohne v 1 bei allen Krank- , i'ungaiy Leber-, ulose, Draerhoen, Zchwrii^el, Blut- Schwangerschaft, ,t. - Auszug aus Oktober E ieT wundervollen d« BeschwE a Meme Beme ur SriUe b-d°rs. nid) verengt, y ;e iHeiUnlU nuche S'e, diese (>reii M°nd°°i> im Ma« I67l. ' M Revalesciere 9„ und r»->rch°-. 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Juli d I., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Nebenbau des Herrn Louis Petri in den Neuenbäuen Wagenschmiere in Kistchen, Stärke, Cigarren, Kau-- und Schnupftaback, Bürstenwaaren, Baumwollengarn, Farben, tannene Butterfässer, Kübel und Büttchen, Briefcouverts, Holz- nägel rc versteigert werden; sodann Freitag d. 11. u Montag d 14-Juli d-J-, Nachmittags 2 Uhr, eine große Quantität Pflugschaaren, Sensen, Strohmesser, Schlösser, Bänder und Ketten aller Art, Schrauben, Stifte, Spaten, Schippen, Hacken, Mistgabeln, Löffel, Aexte, Beile, Sargverzierungen, Kohlen- kroppen, sowie alle Arten von Kleineisen- waaren, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 5. Juli 1873. Großherzogliches Ortsgericht Gießen- S e m m l e r. jHüjaöfeüer bewährter Construction liefert und stellt auf Carl Stohr, 3,15) Schlosser. Gichlwslte in Paqueten zu 18, 24, 30 und 36 Kreuzer ist wieder eingetroffcn bet (2888) Julius Wallach- D rei chma ich inen für Hand- und Göbelbetrteb voreäthig bei (283!)__I G. D. 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Bang 2481) Möblirle Zimmer, sowie auch ein > Ladeii zu vermiethen. Lil. B. 17. i 3057) In Lit. D. 39, Markistraße, ist eine Familienwohnung zu vermiethen. 3065) Eine freundliche große und une kleine Familienwohnung zu vermiethen vet Heinrich Sauer, Neuenweg 134. 3071) Eine Schlafstelle für einen Arbeiter ist frei._________I. Retter, Lit. C- 168. 3079) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei C. W- Dietz am Markt. Vas Möbel-, Bett- unh Vpiegellager von Ale wunder Blum, \__a- St raum, UVXV --- 37 ' 3030) Wetzsteingasse Nr. 33 ist ein kleines Familienlogis zu vermiethen; be- ziehbar den 14- Juli.___ 2244) Der Laden meines Hauses ist mit vollständiger Einrichtung und zwei angrenzenden Zimmern zu vermiethen. Dr. A- Mettenheimer. (3131) Tafelglas in allen Größen und Sorten billigst in Kisten zum Fabrikpreis. , Chr. 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Nachmittags. Der Vor st and. 12 Uhr: Bankett auf dem Festplatze. 2 Uhr: Zug durch die Stadt nach dem Festplatz, Fortsetzung Turnens, Preisvertheilung, Harmonie- und Tanzmusik. iSei Ä Prüfung nicht f Einlobling erfolg Tic Bi bis z»m 1. Febi Mit be 3060) Ein braves Mädchen für Haus und Küche sucht gegen hohen Lohn eine stille Familie zum alsbaldigen Eintritt. Auskunft bei Dienftmann Müller. ZUM A * W 14. 0; /, 15.' von Hugo Wauer, Direktor der Theater-Akademie in Berlin. Sonntag den 6. Juli. Allgem. Abfahrt mit Zug 4 Uhr 42 Min. (nicht 4 Uhr 5 Minuten) 3068) Alle Diejenigen, welche noch Forderungen an mich haben, wollen ihre Rechnungen binnen 8 Tagen bei mir einreichen. ,; Ch r. 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Dienstag den 8. Juli 1873: Humoristische Einem verehrten Publikum von Gießen und Umgegend die Anzeige, daß ich mich dahier als ISiarsteiiniacHacB* etablirt habe und empfehle mein Lager in allen Sorten Bürsten, Pinseln und allen in dieses Fach einschlagenden Artikeln. Meine Wohnung befindet sich Sonnenstraße B 59. *9. SjeicMweiss* ßup6 lt«