tzrris vierteljährig 1 |L 13 fr. mit Brürgerlohn. Durch die B»st 6Ä»gen vierteljährig i ff. 29 fr. Gießemr Anzeiger. Erscheint täglieh, mit Lü-- nähme Sonntag-. Expedition: CauaUUita. Lit. B. Rr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kressen. Nr-. ZGA. Montag dm 5. Mai S8R3. flmttidjer Theis. y8 Liter (früher V4 Schoppen), !/16 Liter (früher 1/8 Schoppen) rind V32 Liter (früher Vig Schoppen). Die Maß - und Gewichts - Ord;;n g betreffend. Die neue Maß- und Gewichtsordnung ist bis jetzt auch hier nicht immer pünktlich befolgt worden. An vielen Schankgefäßen befindet sich der Eichstrich zu nahe am Rande; die kleineren Gefäße sind zum Theil nicht geeicht und die sog. Töpfchen (3/t Schoppen) sind als Schankgefäße gar nicht zulässig. Es ist uns nicht gestattet, die Frist für Anschaffung der vorschriftsmäßigen Maße und Gewichte weiter auszudehnen; bevor wir aber zu Confiscationen und Strafen schreiten, wollen wir aus der Verordnung vom 10. October 1871, betreffend: Die Beschaffenheit der SchandgesaHe ■ folgende SS- besonders in Erinnerung bringen. t „rr , r ' . §. 1. Alle für den Ausschank von Wein und Bier in den Wirthschaften bestimmten Gesäße jeder Art muffen mit einem äußerlich eingeschliffenen, naeschnittenen oder eingebrannten Strich versehen sein, welcher bei der Ausstellung des Gefäßes auf einer horizontalen Ebene den Coll Inhalt bcgränzt Zulässig sind für den genannten Zweck nur solche Gesäße, deren Soll-Inhalt einer der von der Maß- und Gewichts-Ordnung für den öffentlichen Verkehr zugelaffenen Maßgrößen (siehe §. 5 der Eichordnung) entspricht. Schankgefäße von V4, 1/2 und i/i Liter bedürfen ckeiner weiteren Bezeichnung ihres Inhalts. Andere nach der Maß- Gewichts-Ordnung zulässige Größen sind durch Einschleifen, Einschneiden oder Einbrennen nach Liier besonders zu bezeichnen. §. 2. Der Strich, welcher den Soll-Inhalt begränzt, muß: a. bei Schankgefäßen für Wein wenigstens 7» Centimerer, b bei Schankgefäßen für Bier wenigstens 1 Eentimeter, c. bei Flaschen wenigstens 2 Eentimeter unter dem oberen Rande liegen. L c , , f „ §. 3. Den Wirthen ist freigestellt, diese Bezeichnung ihrer Schankgefäße selbst vorzunehmen oder durch wen immer vornehmen zu lassen. Sie sind für deren Nichtigkeit verantwortlich. , , c„r . , . , f S- 4. Jeder Wirth ist verpflichtet, vorschriftsmäßig geeichte und gestempelte Flüssigkeitsmaße von dem seinen Schankgefäßen entsprechenden Inhalte mr Schanklocal bereit zu halten, seine Schankgefäße vor deren Gebrauch damit zu untersuchen, auch die seinen Gästen und Kunden verabreichten Ouantilaten nach- rumessen, im Falle dies verlangt wird. . . - . , t £-r , r 5. Bei der polizeilichen Visitation der geeichten und gestempelten Flüssigkeitsmaße (§. 4) sind von den vorhandenen Schankgefäßen beliebige Stücke herauszuqreifen und der Prüfung zu unterstellen. , . , , r. Nach 5 der Eichordnung werden nur folgende Flüssigkeitsmaße für den öffentlichen Verkehr zur Eichung und Stempelung zugelassen: 2 Liter (früher 4 Schoppen oder 1 Maß), ' 1' 1/ 1 Liter (früher 2 Schoppen oder 1 Flasche), 1/2 Liter (früher 1 Schoppen,) 1/1 DKstn^en^GeschäMeut7welche nach Ablauf von drei Woche» noch »»geeichte ober ungesetzlich- Maße, Gewichte oder »»gestempelte Waagen führen, haben außer der gesetzlichen Strafe anch noch die Confiscation der vorschriftswidrigen Maße und Gewichte z» gewärtigen. Gießen den 27 April l873. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gieße». p 1 Nover. Politischer Theil. Die jüngsten Wahlen in Frankreich. denen eine Nachwahl nothweudig war, die radicale Partei gesiegt. In der Hauptstadt des Landes halte die Wahl durch die Person des ExmaireS von Lyon nur noch einen pikanteren Beigeschmack erhallen, indem die republikanische Partei den Candidatcn Barodet geradezu als einen gegen Thiers persönlich gerichteten Protest hinstellte. Daß die jetzige Versammlung in Versailles nicht mehr der Ausdruck der eLtimmung und der politischen Wünsche der französiichen Bevölkerung ist, hierfür bedurfte es des Beweises nicht erst der jüngsten Wahlergebnisse. Wenn man sich nur einen Augenblick die Verhältnisse in Erinnerung bringt, unter denen diese Versammlung zu Stande kam, so kann man auch nicht im Geringsten darüber in konischen Sinne ausgefallen, allein trotz alledem war der Präsident zu einer Auflösung der Kammer nicht zu bewegen. Er hat sich zu jener berühmten Dot- Nicht nur in Paris, sondern weitaus in den meisten Departements, in schäft verleiten lassen, mit welcher er die jüngste Session eröffnete; es steht hat die republikanische, beziehungsweise nicht zu erwarten, daß er sich zu einem weiteren Schritte in derselben Richtung ' " ' " wird entschließen. Ob aber der Präsident nicht seiner Neigung, seiner Ueberzcugnng folgen wird und die verleugnete orleanistische Fahne wieder anerkenne *4 Das ist die in der That sehr inhaltschwere Frage. So herrschsüchtig der jetzige Präsident sein mag, immerhin wird er sich viel lieber dazu entschließen, dem Herzog von Aumale die Geschicke Frankreichs zu überlassen, als dem verhaßten Nebenbuhler Gambetta. Daß aber die republikanische Partei, welche den Exdictator von Tours auf ihr Schild erhoben, keineswegs gewillt ist, sog. philiströse Justc- Milicu-Polckik zu treiben, das zeigt der Ton sehr deutlich, den das republika- • r J. - <** ..... 1 ...... .. Cf) ~v Rnnnhliniui fr-1 »1 z»d i CO “ Novoikä Rweifcl fein. Unter dem betäubenden Eindruck der Kriegsereignisse gewählt, nische Hauptorgan, die Pariser ^eptibhqne fran<;aise , bereits anschtagt. repräsentiere die Kammer-Mehrzahl das Bild des eingeschüchterten französischen „Frankreich lebt auf", tont es durch de» M»»d Gambetta s, immerdar stark Volkes bei» vor Allem daran gelegen sei» mußte, dem Kriege ein Ende zn und großmüthig, immerdar treu ergeben dem unbezähmbaren Geiste der Nevo- mache» Da aber keine bet um tie Herrschaft streitenden Parteien sich stark lutio», welcher ihm seinen Platz im Vortrab ber übrigen Menschheit a»gew,e- g«mg fühlte, um ihren Kr°»prLtenbe,,te» auf bei, Thron zu erhebe», so erlebte fe» hat." „Fürwahr es ist gut, daß »ach so Mel Niederlagen r»>d l ngli.cks- die Welt die sa immer alles auf Frankreich Bezügliche anstainit, das wunder- lalle» die leide»fchaftlrche Viete z» Frankreich alle Seelen wieder Packt. Die bare Schauspiel , daß sich eine ihrer Mehrzahl »ach monarchisch gesinnte Kam-Rationen wie die einzelnen Menschen Pud Nicht nn Stande, dem äußersten Grad wer eine revublikanische Staatsform gefalle» lasse» m»ßle. Ja »m das Er-des Schmerzes allzu lange zu widerstehen. Frankreich stndet stch. heu e a s das , sollte'wwdcr, wofür eö stets bckauut war, als Freuudiu der Gerechtigkeit uuo des ' ^Fortschritts, stolz auf die hohe Würde, welche ihm die edlen Priucipieu, die es in der Welt verbreitet, verliehen haben. Mit heiligem Schauer hat es abermals jene herrliche Einheit an den Tag gelegt, welche alle seine Kinder umschließt und Kraft deren es für alle übrige Menschheit die Nation der Initiative ist. Paris wurde besiegt, Frankreich wurde besiegt, aber Europa, das Universum, hielten deshalb nicht weniger ihre Blicke aus Paris und Frankreich geheftet.- Man war begierig zu wissen, ob dieser Herd des Lichts und der Gerechtigkeit zu glühen aufgehört, ob diese wohlthätige und lebendige Flamme des frauzösi'tcheu Geistes für die Welt, für die Menschheit ausgelöscht sei. „Das Volk der Initiative!" Das ist nur die zeitgemäße Variante für das „Revanche-Geschrei" und so ist denn der Ausfall der Wahlen für uns Deutsche von dem höchsten Interesse Thiers ist immer so klug ge»ocsen, Deutschland mer eine republikanische «Ltaatssorm gesallen lafjen mußte. staunliche dieses Schauspiels mit einer komischen Nuance zu verbinden, der Mann, welcher sein ganzes Leben der Glorificirung der napoleonischen Zeit weihte, gleichwohl aber den Orleanisten ergeben war , berufen sein, eine Ver- nunftehe mit der Republik einzugehen. Thiers, Präsident einer Republik, deren Vertreter ihrer Mehrzahl nach Monarchisten waren, kann man sich eine größere Farce denken! Mit anerkennenswerthem Geschick hat sich der schlaue Staats mann zwei Jahre lang auf seinem wippenden PräsidentschaftSjessel zu halten verstanden. Er hat Frankreich den Frieden gegeben, die Räumungsfristcn erheblich verkürzt, er hat seinem Lande nominell eine starke Heeres macht verschafft. Aber das hat weder die Republikaner von Professioli, noch die Monarchisten zu befriedigen vermocht. Beide wollen das Provisorium beseitigt wissen, daher das Drängen der Republikaner nach Auflösung der jetzigen Versammlung, wahrend die Geaenpartei diesen vorhandenen Zustand so .lange als möglich conser-,^... v . ■ tv u ; /. ;/ . < Viren will Alle Nachwahle» währenb des litzie» zwei Jahre smb im repüblr- nicht zu provveiren, es fei ben», bap Iftnter ihm eine marschfertige, zahlreiche 7. Promotionen an der Großherzoglichen Landes-Universität Gießen. nar DeutfdjCanö. 19 die die gegeben wurde, entsprechend verwendet werden. Darmstadt, 1. Mai. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. enthalt: 1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, amtliche Benennung der Oberförsterei Christinenhof betreffend. 2. Bekanntmachung Großherzoglicher Brandversicherungs-Connnission, 11. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die evang. Schulstelle zu Raibach, im Kreise Dieburg, mit einem jährlichen Gehalt von 400 fl.; das Steuercommissariat Michelstadt, concurrenzfähige Bewerber haben sich binnen 14 Tagen anzumelden. Darmstadt, 2. Mai. Prinz und Prinzessin Ludwig sind gestern Vor- rniltag wieder hier eingetroffen. Darmstadt, 2. Mai. Wie erinnerlich, hat der Abg. v. Rabenau gleich bei Beginn des Landtags den Antrag gestellt, zu beschließen, daß es eine dringend unabwe^bare Nothwendigkeit sei, daß das Eisenbahn - Concessions- wesen aus den Hände«« der Einzelstaaten in die Hände des Reichs übergehe, und die-Regierung aufzufordern, diesem Beschluß entsprechenden Antrag beim Reichskanzler zu stellen- Ferner hat der Abg. Möllinger Aufhebung des so vielfach und mit Recht angefeindeleu Gesetzes vom 14. August 1867, die Aufbringung der Kosten für das zur Erbauung von Eisenbahnen erforderliche Gelände betreffend, beantragt. Zur Beschlußfassung über diese hochwichtigen Angelegenheiten, welche fltzt durch den Referenten genügend vorbereitet sind, wird der vierte Ausschuß am 7. d. Mts. zusammentreten. » Darmstadt, 3. Mai. Die im December vergangenen Jahres bei dem Isenburger Arbeiter - Krawall betheiligt gewesenen Arbeiter sind von den Geschworenen des Landfriedensbruches für schuldig erkannt worden und sind die Arbeiter Gerhardt, Adam Frank und Franz Frank jeder zu zwei Jahren Zuchthaus, der Arbeiter Daum zu drei Monaten Gefängniß v^rurtheilt. Darmstadt, 3. Mai Die Abgg. Königer und Theobald, Mitglieder Armee stand. Von einem so heißblütigen Republikaner nach altem Muster kann der israelitischen Religions - Gemeinden des Kreises Darmstadt genehmigten eine derartiae zurückhaltende Nüchternheit nicht erwartet werden. Es ist daher Umlagen. , _ Aufbringung des Bedürfnisses der Großherzoglichen Landes-Brandversicherungs- Anstalt für 1872 betreffend. 2. Bekanntmachung Großherzoglicher Provinzial-Dtrection Starkenburg, die Wahl der Geschworenen in der Provinz Starkenburg für das Jahr 1874 8. Bekanntmachung, die Vertheilung der Preise ini philologischen Semi- zu Gießen betreffend. bekannt ist. — Die Vermählung des Prinzen Leopold von Bayern mit der Erzherzogin Gisela von Bayern hat der Bayerischen ultramontanen Presse einmal wieder die Gelegenheit zur Entfaltung ihrer ganzen Loyalität gegen das jetzige Deutsche Reich geboten. So schreibt der „Volksfreund," das Organ der Lukas und der Bucher': „Der Fortschritt" trauerte, die nationalliberalen Herzen blieben eisig kalt beim Anblick der jugendlichen Habsburgerin: denn ihr Stern glänzt nur am Himmel Berlins, für das katholische Oesterreich fühlen sie keine Sympathieen mehr. Um so wohler war es bei« treuen Bayern um's Herz. Alle großen Erinnerungen vergangener Tage lebten neu auf und hoffnungsvolle Gedanken für die Zukunft begannen sich wieder zu regen. Die nächsten Aus- 9. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. 10. Dienstnachricht. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnä- digst geruht: am 17. April dem Schullehrer an der evang. Schule zu Nieder- Nosbach, im Kreise Friedberg, Konrad Biedenkapp, die evang. Schulstelle zu Steinbach, im Kreise Vilbel, zu übertragen. des Finanzausschusses der zweiten Kammer, sollen dem Vernehmen nach eine Denkschrift über die Finanzlage des Landes ausgearbeitet haben, welche demnächst im Druck erscheinen soll. — Die Negierung verlangt für Herstellung eines provisorischen Bahngebäudes au der neu errichteten Main-Neckar-Bahnstation Egelsbach einen Credit von 7200 fl. — Der Ausschlag der Landes- brandkasse für 1872 beträgt für je 100 fl. Versicherungskapital 6 kr. Der Ueberschuß von 42,000 fl. wird zur Ergänzung des Betriebskapitals und Reservefonds verwendet. Berlin, 1 Mai. Der Schwerpunkt der Oberleitung der im Bau be- griffeuen Beilin Coblenzer Bahn nach erfolgter Betriebs-Eröffnung wird, sovie bis jetzt feststeht, ohne Zweifel nach Frankfurt a. M. verlegt werden. Nach den bisher über diesen Gegenstand getroffenen vorläufigen Dispositionen ist anzunehmen , daß in Frankfurt eine General - Direction errichtet werden wird, welcher zwei Betriebscommissionen mit ebenso vielen Oberbetriebsinspectionen untergeordnet werden. Tie mit der Berlin Wetzlarer Bahn gemeinsame Strecke Oberhohne-Berlin wird in gleicher Weise verwaltet werden, wie gegenwärtig die Route Kassel - Guntershausen der Main - Weser und der Bergisch - Märkischen Bahn. Berlin, 2. Mai. (Einziehung deutscher Goldmünzen.) Der Finanz- minister hat die königlichen Kassen seines Ressorts anweisen lassen, die in ihren Beständen sich befindende«: mit- ferner sich ansammeluden preußischen Friedrichs- d'ors und kurhessischen Pistolen, sofern sic das gesetzliche Passirgewicht haben, in angemessenen Summen durch die Regierungs - Hauptkassen an die hiesige Reichs-Hauptlasse abzuliefern. Die von einzelnen königlichen Kassen in Zahlung angenommenen hannover'schen Pistolen gehören zu denjenigen Goldmünzen, welche einen gesetzlich festbestehenden Cours nicht haben und deren Einziehung sür jetzt noch nicht beabsichtigt wird; sie sind deshalb nicht mit einzulicfern, auch nicht weiter zu asscrviren, sondern zu Zahlungsleistungen wieder zu verwenden. Berlin, 2. Mai. Der Ankunft des Deutsche«! Kaisers widmen die Russischen Zeitungen Artikel, die darin übereinstimmen, daß dieser Besuch als ei«! neues Unterpfand des Friedens zu begrüßen sei. So schließt der „Golos" seine Betrachtungen in der Sonntagsnummer mit folgenden Worten: „Der Besuch des Kaisers Wilhelm in Petersburg ist ein bemerkenswerthes Ereigniß für ganz Rußland, da er als Ausdruck der unwandelbaren Freundschaft zwischen den Monarchen Preußens und Rußlands dient, und diese Freundschaft erscheint ihrerseits als ein Unterpfand der freundschaftlichen Beziehungen und eines dauerhaften Friedens zwischen den beiden Nachbarstaaten. Rußland hat die in letzter Zeit errungenen Erfolge seines Nachbars nicht zu beneiden. Rußland kann ruhig auf die Machtentwickelung des Deutschen Reichs blicken, da dieselbe seinen Interessen keine Gefahr droht. Preuße«« hat seinerseits schon erfahren, welchen Werth für dasselbe die Freundschaft eines so mächtigen Staates wie - Rußland hat. Gebe Gott, daß diese Freundschaft auch künftig noch lange die Grundlage für die gegenseitigen Beziehungen zwischen den beide«« Staaten und ' Völkern bilde! Der Besuch des Kaisers Wilhelm kam« als eine Bürgschaft für die Erfüllung dieses Wunsches dienen, und daher zweifeln wir nicht, daß : die lauten und herzlichen Ruse, welche nach Verlauf einiger Stunden die beiden Kaiser auf dem Wege zuin Winterpalais begleiten werden, nicht nur in Ruß- - land, sondern auch in Deutschland ihren Wiederhall finde«« muffen." Es ist bernerkenswerth, daß dies der „Golos" sagt, dessen Chauvinismus allgemein Darmstadt, 30. April. Seitens des Großh. Ministeriums des Innern ist folgendes Schreiben an die zweite Kammer der Stände des Großher- zogthums ergangen: Die von dem unterzeichneten Ministerium uuterm 30. Juli v. I. an die zweite Kammer der Stände gerichtete Vorlage, die Versicherung voll Moblien in Feuer-Versicherungs-Anstalten, insbesondere Vereinbarung in Bezug auf die Verrechnung und Verwendung der von Feuer -Ver- sicheruiigs-Anstalten für gemeinnützige Zwecke zu eutrichtenden Gelder betreffend, ist mit' dem vorigen Landtag nicht zum Abschluß gekommen.' Mit Rücksicht hierauf beehrt sich das unterzeichnete Ministerium der zweiten Kammer der Stände Abschrift gedachter Vorlage unter Wiederholung des früheren Ersuchens um Ertheilung der Zustimmung zu der proponirten Vereinbarung zur gefälligen Beschlußnahme ergebenst mitzutheilen. Die Anlage des Schreibens lautet: Vereinbavung in Bezug aus die Verrechnung und Verwendung der von Feuer-Versicherungs- Anstalten sür gemeinnützige Zwecke zu entrichtenden Gelder. § 1 Die Beiträge, welche die im Großherzogthum zum Geschäftsbetrieb zugelassenen Mobiliar-Feuer-Versicherungs-Anstalten nach dein Gesetze vom 25. November 1871 jährlich mit zwei Procent ihrer Brutto-Prämien-Einnahme für die von ihnen im Großherzogthum übernommenen Versicherungen der Großherzoglichen Regierung zur Verwendung für öffentliche und gemeinnützige Zwecke zur freien Disposition zu Hellen haben, werden der Hauptstaatskasse zur Vereinnahmung überwiesen. § 2. Außerdem wird der Großherzoglichen Negierung diejenige Summe, um welche diese Beiträge (§ 1) und die Zinsen der von dem Ministerium de Innern in dem Fond für öffentliche und genuinuützige Zwecke angelegten Kapi talien zusammen als 16,000 fl. jährlich betragen, aus der Hauptstaatökasse zur Verwendung gemeinnütziger Zwecke zur Verfügung gestellt. § 3. Die Disposition über die in« § 1 bezeichneten Beiträge und den im § 2 erwähnten Zuschuß aus der Hauptstaatskasse zur Verwendung sür öffentliche und gemeinnützige Zwecke mittelst Anweisung auf die Hauptstaats- kasje steht dem Ministerium des Innern zu, von welchem die Kosten für Staatsaufsicht in Bezug auf die im Großherzogthum zum Geschäftsbetriebe zugelassenen Feuer-Versicherungs-Anstalten auf die nach § 1 an die Hauptstaatskasse zu nicht zu viel gesagt, wenn wir behaupten, daß Frankreich wiederum vor einer sehr ernsten KrisiS steht, und daß wir Deutsche allen Grund haben, dieser Entwickelung der Dinge in unserem Nachbarlande volle, unverwandte Aufmerksamkeit angedeihen zu lassen. Alle Europa beregenden Fragen spitzen sich in letzter Linie in direct deutsche zu; wir haben der Neider und Feinde gar viele und wir dürfeii uns keiner allzu sichern Hoffnung auf einen langen Frieden binaeben Frankreich ist nun einmal von dem Wahne besessen, die erste Nation der Welt sein zu müssen, als Volk der Initiative ist ihm daher die Ausgabe ruaefalleu, seinen Ideen Eingang bei allen Völker.i zu verschaffen. Gleich jenem Geiste ruft es ihnen zu und seid ihr nicht willig, so brauche ich Gewalt — bekanntlich ist aber auch Frankreich das einzige Land der Welt, das um eine Idee Kriege zu führen stets bereit ist. Wie die Dinge augenblicklich in unserem Nachbarlande liegen, ist nicht zu erwarten, daß die Stimme der Mäßigkeit, der Vernunft daselbst Eingang findeii werde. Was liegt daran, daß em frcimüthiger Minister ein düsteres Bild von dein Zustande des höhere«« Unter- richtswesenS entworfen. Derartige unliebsame Dinge hört kein französisch Dhr gern. Aber, wenn in Paris der radikale Candidat siegreich aus -.der Wahlurne herausspringt, danii ist das Vaterland, bann ist die Welt durch Frankreich ge> rettet. Doch „warte nur, balde, balde ruhst auch du." entrichtende«« Beiträge angewiesei« werden. § 4. Das aus Beiträge«« von Feuer - Versicherungs - Gesellschafter« ange- samme'lte Kapitalvermögen, welches daö Miuisteriui«« des Inner«« unter den« Name«« „Fond für öffentliche und gemeinnnützige Zwecke" von der Hauptstaats- kaffe verwalte«« läßt, wird auch ferner von dieser Kasse als beso««derer Fo««d nach dci« Weisllnger« des Ministeriums des Innern verwaltet. Ueber die jährliche«« Erträgnisse dieses Kapitalvermögens wird vor« dem Mil«isteri«im des Inner«« wie über die in den §§ 1 und 2 erwähnten Beträge disponirt. § 5. Der Nachweis über die Verwendung der in den 1, 2 und 4 bezeichneten Beträge bildet einen Bestandtheil des nach Art. 68 der Verfassungsurkunde zu erstattenden Rechenschaftsberichts. § 6. Das Ministerium des Innern ist berechtigt, über die ihm zur Verwendung für öffentliche und gemeinnützige Zwecke zur Dispositio«« gestellte«« Gelder biS zu deu« Betrage von 5000 fl. in der Art zu verfügen, daß zivar die Vcrwe««dung dieser Summen im Ganzen, nicht aber in ihren einzelne«« Be- standtheile«« nachgewiesei« wird. Die hier bemerkte Summe darf indesse«« nur zu dem Zweck, zu dem sie betreffend, 4. Bekanntmachung Großherzogliche«« Kreisamts Vilbel, die Niederschlagung der Umlage der israelitischen Gemeinde Burg-Gräfenrode, in« Kreise Vilbel, betreffend. 5. Uebersicht der für das Jahr 1873 genehmigten Umlagen zur Bestre - tung der Bebürfnisse in den israelitische«« Religions-Gemeinde«« des Kreises Heppenheim. 6. Uebersicht der sür das Jahr 1873 zur Bestreitung der Bedürfnisse England. London, 30. April. Die Königin ist heute von Osborne in Windsor- Nationalservilismus wird sein Werk vollenden und sowohl dem Hause Wittels- Castle angekommen und wird daselbst zwei Wochen etwa verweilen, ehe sie 'lW nach Balmoral sich begiebt. — Die Gazette zeigt an, daß der Prinz von Wales im Namen der Königin am 26. Mai einen Herrenempfang abhalten wird. In Betrachtungen der Times, Morning-Post und des Standard wird das Testament Napoleon's HI. mit historischen Rückblicken auf seine glänzende und prachtliebende Regierung besprochen. Das leitende Blatt enthält sich des offenen Urtheils, während Morning-Post und Standard, die alten Freunde des Verstorbenen, seiner Uneigennützigkeit den Tribut der Anerkennung zollen. In Südwales hat der Strike der Kohlengrubenarbeiter wirklich wieder begonnen. In Pontypool und Abersychan wurde die Arbeit eingestellt, weil man den versprochenen Lohnzuschuß von 10 pCt. verweigerte. sichten sind freilich trüb und düster, und wir zweifeln nicht daran: auch die Erzherzogin Gisela, welche gestern unter dem Jubel des treuen Bayerischen Volkes in unsere Hauptstadt einzog, wird noch traurige Tage erleben. Der, bach als auch jenem von Habsburg noch wuchtige Schläge versetzen. Aber Die Tage der Trauer werden vorübergehen, und das alte Recht, geschützt durch die. Treue des Bayerischen und Oesterreichischen Volkes, wird wieder zu Ehren kommen. Wir tragen das lebendige Bewußtsein in uns, daß die gegenwärtige Säbelherrschaft ihr Ende haben und die liberale Corruption, welche Bayern und Oesterreich zu Grunde richten, dem christlichen Rechte und der wahren Freiheit der Völker Platz machen wird. Bis dahin wird auch der Boden für die Wiederherstellung des Römisch-Deutschen Kaiserreiches geebnet und jegliche Vorbedingung zu dauernder Macht und Größe unseres Vaterlandes erfüllt sein. Fulda, 3. Mai. Für morgen, Sonntag, ist ein Strike der Bäcker und Maurer, welche kürzere Arbeitszeit und höheren Lohn verlangen, beabsichtigt. Jndeß glaubt man, daß cs vorher zu einer Vereinbarung kommen wird. Sen. 11 Semi- 4 5debej. j» zu R«i- baz 1 binnen rn Vor- ' w eine N\M-. Ta9 beim g bc5 jo die Auj- lliche tigen In= Ni toiib 6 bei bem den b (inb die ren Zch- Milglieber nach eine >elche bem- Herstellung kar-Bahner Lanbes- > kr. Der und Reser- BermischteS. KremS, 25. April. Die dem Herrn H. Dräsche gehörige Bergwertt-Anlage Thallern am rechten Ufer der Donau, eine halbe Stunde unter Mautern, bestehl aus einigen zur Direc- tion gehörigen Gebäuden und aus einer größeren Anzahl kleiner Häuser, bewohnt von den Arbeitern; knapp an den Directions-Gebäuden befindet sich ein Luftschacht und der eigentliche Förderungsschacht, über dem letzteren befinden sich werthvolle, viele tausend Centner schwere Maschinen zum Fördern von Kohle, Arbeitern rc., welche von in nächster Nähe befindlichen Dampfmaschinen in Betrieb gesetzt werden; über das Ganze führt eine Eisenbahn. In einem dieser Maschinenhäuser wurde Theer mit so sträflichem Leichtsinn gesotten, daß in wenigen Minuten die Maschincnhäuser, die Stützen der Eisenbahn, die über den Schachten stehenden Gebäude uno das den Schacht haltende Gebälk in Brand stand, ohne daß man nur die geringste Hülfe leisten konnte. Der „Ort" -Thallern besitzt nämlich nur eine, dem vorigen Jahrhundert entstammende Spritze, während die Bergverwaltung gar keine Löschgeräthe besitzt; im Bergwerk waren 60 Arbeiter, welchen nun der Rückweg durch das Feuer abgesperrt war. Das Feuer brach den 24. April um 4 Uhr Nachmittags aus und um 3 45 trafen die Feuerwehren aus Furth, Mautern, Stein und Krems am Platze ein; nach sofortiger Verständigung der Führer mit Sachverständigen des Werkes wurde als Hauptaufgabe die Freimachung des Hauptschachtes, eventuell die Rettung der 60 Arbeiter angestrebt, jedoch schon nach kurzer Zeit mußte dieser Versuch aufgegeben werden, indem das Gebälke des Hauptschachtes verbrannte und zusammenstürzte, die darüber stehenden Maschinen mit in die Tiefe riß und dadurch den Arbeitern sicheren Tod bringen mußte. Die Feuerwehren unterbrachen ihr Rettungswerk, um auf's Neue zu berathen, auf welche Art man die 60 Unglücklichen retten könnte, und als letzte Möglichkeit konnte angenon^ men werden, sie durch den Luftschacht zu retten, wenn es den Feuerwehren gelingen sollte, das bis in eine Tiefe von 15 Klaftern brennende Gebälk zu löschen und dadurch dem Schachte seme Stützen zu erhalten, ohne welche er so wie der Hauplschacht in sich zusammenstürzen wurde; jedoch auch dieser letzte Rettungsversuch konnte nur Erfolg haben, wenn sich, die Arbeiter m diesen Stollen geflüchtet und die Verbindung mit den anderen raucherfüllten Gängen luftdicht abge- chlossen hätten. Trotz dieser gewagten Voraussetzungen, trotzdem daß man die Unglücklichen für verloren gab, begannen die Feuerwehren auf's Neue die nun viel gefährlichere den brennenden Luftschacht zu erhalten, und so standen die Feuerwehrmänner an dem Schacht, der jede Secunde zusammenbrechen konnte, über sich das brennende Eisenbahn-Gerüste und rechter .fianb einen 15 Klafter hohen eisernen Rauchfang, welcher die drohendsten Schwankungen machte; daß während dieser gefahrvollen Stunde die Feuerwehren ausgehalten haben, ist ein Beweis von großem Muthe und findet theilwetse seine Erklärung darin, daß der Jammer und die Thranen von vielleicht 40 Weibern und der doppelten Zahl von Kindern die braven Männer zur größten vereinigten Kraftanstrengung anspornten, um die in größter Gefahr schwebenden Arbeiter zu retten und den weinenden Familien wieder ihre Ernährer znrückzugeben. So wurde bis -10 Uhr- Nachts mit riesiger Kraftanstrengung gearbeitet, und gekrönt wurde das Werk durch den Erfolg, indem der Luftschacht erhalten wurde und in einer Stunde sämmtliche schon todtgeglaubte Arbeiter zu Tage gefördert wurden; nur einen Arbeiter verletzte ein hinabfallender Stein schwer am Kopfe. Rußland. Petersburg, 1. Mai. Kaiser Wilhelm hat bei dem Geburtsfeste seines kaiserlichen Neffen den während seines hiesigen Aufenthalts ihm als Ehrengeleit beigegebenen Osficieren hohe Orden verliehen, namentlich dem Fürsten Suwarow den Schwarzen Adlerorden. Zu Mittag war heute Familiendiner beim Großfürsten Michael. Am Abend findet ein Ball im Petersburger Adels- Club statt. Frankreich. Paris, 30. April. Hebet den Prozeß Bazaine liegen folgende Mittheilungen vor. Das reichhaltige Actenmaterial befindet sich, nachdem die 3nflruc- tion beendet ist, in den Händen des Ministers. E? besteht aus ungefähr 850 Folioseiten, welche den Bericht des Generals Rviore und 2500 Foliosetten, welche die Belege und die Schlußfolgerungen des Generals Poureet umfassen. Die Schlußfolgerungen befinden sich in Uebereinstimmung mit der Exposition des Berichtes, die den Marschall schuldig erklärt. Es macht das um so mehr Aufsehen, als man glaubte, Pourcet sei dem Marschall günstig. Die voluminöse Arbeit brachte den General Ciffey auf den Gedanken, den Actenstoß einer Durchsicht unterwerfen und die überflüssigen Stellen ausscheiden zu lassen. Da es aber möglich wäre, daß ein solches Verfahren zur Cassation des Ur theils führen könnte, fo hat Ciffey die Frage einer Anzahl juristischer Notabi- litäten zur Benrtheilung vorgelegt. Viele erblicken hierin blos ein Mittel, die ganze Angelegenheit in die Länge zu ziehen. Unter dem Vorwande, den Prozeß zu vereinfachen, complicirt man ihn. Paris, 1. Mai. „Bien Public" tritt heute den beunruhigenden Gerüchten entgegen und ersucht die Geschäftswelt, sich durch einige Schreier nicht erschrecken zu lassen, sondern sich klare Rechenschaft über die Lage abzulegen. Gestern habe es geheißen, ein Minister wolle abireten; heute sage man, Deutschland erhebe Schwierigkeiten wegen der Zahlungen. Beide Gerüchte seien falsch. Das erstere könne man bis zu einem gewissen Puncte durch die Lage selbst entschuldigen; das zweite ist vollständig gefälscht; um schmachvoller Spekulation willen erschüttert mau dadurch den Credit Frankreichs, verletzt seine Würde und verbreitet Schrecken unter den Patrioten. Officiöse Blätter melden, der republikanische Deputirte Turquet habe heute eine Unterredung mit Thiers gehabt, der ihm gesagt, die Lage sei schwierig, er werde aber auf dem Boden der conservativen Republik feststehen bleiben und hoffe, daß die Republikaner sortfahren würden, ihm zu vertrauen, so daß er mit ihrer Unterstützung und der aller weisen Conservativen die Schwierigkeiten der Lage überwinden könne. Laut Opinion Nationale wird die Negierung das bestehende Wahlgesetz auf- rechterhalten und nur Abstimmung nach Arrondissements, statt nach Departements beantragen. — Cardinal Billiet, Erzbischof von Chambery, ist gestorben. ytaiicn. Nom, 2. Mai. Während der angeblich jetzt gehobenen Krankheit des Papstes ist bekanntlich die Eventualität einer neuen Papstwahl der Gegenstand der eingehendsten Berathungen im Vaticau gewesen. Zu derselben Zeit find aber, wie ein römischer Correspondent der „Deutschen Ztg." erfährt, eifrige Unterhandlungen zwischen den europäischen Mächten gepflogen worden. Die im Besitze des Vetorechtes befindlichen Mächte — Spanien ausgenommen, welches nicht zu den Verhandlungen zugezogen wurde — werden, falls das Con- clave einen Protegö der Jesuiten wählen, und durch diesen Wahlact eme Kriegserklärung gegen die Staatsgewalten erlassen sollte, den ausgiebigsten Gebrauch machen. lei Jinanr >ie in ihm Frickrichs- )id)t habe», tie hiG in Zahlung jolbnMtii, Einziehung einziiliesm, wieder zu n Bau beeilt, sovie den. Nach neu iß an- rben wird, nspectiom nie Ltrecke egenwärtig ch-Mcki- Spanien. Madrid. Der Civil-Gouverneur von Barcelona ließ in den Journalen dieser Stadt folgende Note veröffentlichen: Da die vereinigte Presse nach einem Telegramme gemeldet hatte, daß die föderative Republik in Madrid proclamirt worden sei, stellte ich bei der Regierung die Anfrage, ob sie mich ermächtigen könne, dieser Nachricht zu widersprechen. Ich erhielt die Antwort, daß allerdings ewige Clubs die Pro- clamiruug der föderativen Republik verlangt hätten, daß aber die Negierung dieselben auf das Gefährliche einer solchen Maßregel aufmerksam machte und darauf hinwies, daß das Wohl des Landes und der Erfolg unserer Sache fordere, den constituirenden Cortes die Sorge der Organisirung der Republik zu überlassen. Die Regierung verordnet mir daher, die von der vereinigten Presse gebrachte Depesche zu dementiren und künftighin nur den officiellen Mittheilungen Glauben beizumessen, mit Rücksicht darauf, daß so viele Leute ein Interesse haben, eine Agitation im Lande hervorzubringen. Die Regierimg fügt hinzu, daß allem Anscheine nach die gestrige Conspiration Verzwelgilngen hatte. In Alcala z. V. erhob sich ein Theil des Regiments von Calatrava, eine Bewegung, die jedoch glücklicher Weise vom Regimente von Santjago unterdrückt wurde. Die Jnsurrection wurde auf's Haupt geschlagen und es wird ihr nicht leicht sein, dasselbe wieder zu erheben. Was ich hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht haben will. Barcelona, 25. April. Der Civil-Gouverneur Miguel Ferrer y Gams. Perpignan, 3. Mai. Aus Barcelona wird unterm 1. Mai gemeldet: Oberst Cabrinety schlug die Carlisten unter Saballs und Villa in einem sechsstündigen Gefecht in den Bergen von Monzeny und wurde dafür zum Brigadier ernannt. General Velarde erließ den Befehl, alle Landhäuser zu verlassen und zuzumauern, worüber große Aufregung in Catalouien herrscht, rum^l Velarde erklärte, er werde die nichtvermauerten Landhäuser zerstören. 60 Alcalden wollen ihr Amt uiederlegen. Man befürchtet den Ausbruch eines allgemeinen Aufstandes, falls die Maßregel ansgeführt wird. vidnien du Besuch $ er „Gelos" cten: £reigniS J111 aft MW ast erfdM und em« mb hat d't Häufig ist matt in der Lage irgend ein Offert, Gesuch ober sonstige Willensmeinuug in den Zeitungen zu veröffentlichen, befürchtet jedoch aus naheliegenden Gründen eine Verletzung der Diskretion. Die bekannte Annoncen-Expedition von RudolfMosse, Centralbüreau Frankfurta M . hat sich den ehreuwerthen Ruf erworben, alle ihr zur Besorgung an die Zeitungen zu gehenden anonymen Inserate mit strengster Geheimhaltung der Namen der Auftraggeber in jedes gewünschte Blatt einzurücken und die hierauf eingehenden OffertbriFe uneröffnet und ohne Prooisionsberechnung dem anonymen Inserenten ungesäumt zu übermitteln. Welches Vertrauen genannte Annoncen-Expedition im Publikum genießt, beweisen hinlänglich die Jnseratenspalten aller Zeitungen, welche täglich eine Menge von Anzeigen enthalten, worin obige Firma zur Entgegennahme von Offertbriefen autoriffrt ist. Saales wie , , w dl- taate«"” BürM nidft, W l di- b-i«? 1111 '"I"« ter «g ..fit I«*1 Ä ihr S«" * । Ulil's M Börsennachrichten, j 3 Mai 1873. Actien. jO/o östr. F. St. E. B. 3571/2 Lombard. Bahn 204 ’/2 Ludwigsh. Bexbach — Maxtahn — Bayer. Ostbahn 124 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. — Oberhessen „ 74 Wechsele Amsterdam k.. S. 977/8 Augsburg k. S. 100 Berlin k. S 1047/& Bremen k. S. 105i/b Brüssel k. S. 923/4 Hamburg k. S. 105*/g Leipzig k. S. 105 London k. S. 1171,-4 Lyon k. S. — Paris k. S. 925/d Wien k. S. 1061/2 ditto m. S. 1061/8 ditto 1. S. 1061/s Disconto 5 Preuss. 41,3°,o Oblig. 1037/6 Frankf. 3'/^ o Oblig. 87 Nass. 4i/? o Obi. 100 Kurhess. 4°,° „ 96'/z Gr. Hess. 50,g Obi. 102 n » 40/0 „ 99 n n 3‘/20/0 „ 951/2 Bayer. 50/0 „ — „ 4Vfc°,o 1jährige 100 „ 40,0 1jährige 92‘/6 Wiirtemb. 4i/2°/o Obi. 100 Baden 4i/2°/o ObL c. E. L. 100i/6 Oesterr. Silberrente 665/8 „ Papierrente 641/4 Spanier, neuest. 3% 201/4 Amerik. Bonds 1881r 98j/» n r> 1882r 953 4 „ „ 1885r 967/. » „ 1887r 971/. Prioritäten« 3% östr. Stsb. Prior. 59! 4 3% östr s. Lombard 50 3°/o Livorneser — 5% Toscaner 561/3 50/g Elisabeth.-Prior. — ^0. II. Ernis«. 833/g Goltlsor teil» fl. kr. Pr. Friedrdor 9 571 2—58i Pistolen . . 9 3^—41 r doppelte 9 39—41 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 33- 35 20 Frankenst. 9 191,2—20 Engi. Sover. 11 45—47 Russ. Imper. 9 40— 42 Dollar in Gold 2 26—26 Aiileliensloose. Darmstädter fl. 50Loose Kurh. 40 Thlr. Loose 72 Nassau 25 fl. — Braunschweiger 2ö 3° 0 Oldenburg. ä40Thlr. — 40/0 bayr. Präm.-Anl. 1125/4 40/0 badische Locse — Badische fl. 35 Loose 70 Oestr. fl. 250 v. 1854 — 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 94’/4 1864r „ 1711/2 Actieih Frankf. Bank 146*/4 Frankf. Vereins-Kasse 143 */2 Darmst. Bankact. 4411/2 Wien Bankactien 1001 Oest. Creditact. 344 Galizien — r r ß e m e i n e r Anzeiger Besondere Bekanntmachung SS der Abendzeitung, des Morgenblattes und Holzversteiqerunq. CO CM soll tr. W Prügelh. Stockh. Reisb- Rheinischer Renn-Verein Dr. MUh (2182) -je von k Renn Erster Platz. . . fl. 1. für 1 Herrn u. 1 Dame zusammen fl. 5 — 2 u n Erdstöcke, 339 (122) Carl Frech in Gießen. Ar- (2196) LZ Ü6 fr. 48 390 CM die beste Kuh 15 3. 10 10 7. 25 zu 102 fl., (2069) Staudinger & Cornp Redaction, Druck und^Verlag der Brüh loschen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Piets ch) in Gießen. Eichen Nadel 4. 5. 6. 8eit= von N. Mtr. 24 150 freien Eintritt. Zweiter Platz . . Wellen. 500 4800 das 2te beste Rind oder die 2te beste Kalbin andere Thiere zur freien Verfügung der Preisrichter wird 1873 - fr. 30 „ 18',, 40 fl. 300 „ 400 „ 133 „ 29 „ Pfennig-Magazins) sowie andere entbehrlich gewordene Mobilien (Thüren u. s. w ) an den Meistbieteicdeu versteigert werden. Der Vorstand des Gesellschafts- Vereins. gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft Zahlungsfrist bis den 1. November gestattet. Der Anfang ist beim Bergwerk. Groß-Linden, am 3. Mai 1873. 2200) Ein Haufen guter Kuhmist ist billig zu verkaufen bei H. Röder, Böcker, Wallthor. R-Mir. 30 50 2194) Ich beabsichtige, mein Hans in der Brandgasse 8it A. Nr. 202 nebst Zubehör zu verkaufen. Heinr. Carl Ma g n u s. i F * Itzling ein, !m Norden de 2165) Ein Burlche, der mit Pferden und Eha'sen-Fahren umzugehen versteht, wird sogleich in Dienst geiuckt- K- Huhn. (Station der Gießen - Fuldaer Eisenbahn) bietet vorzüglich eingeri tete Bäder der mächtigsten jod-, brom- und lithionreichrn I salinischen Säuerlinge, Douchen aller Formen und Dampfbäder. — Eröffnung 1 des Bades den 15. Mai. Versendung der Kurbrunnen zu jeder Jahreszeit. Be ■ sonders erfolgreiche Anwendung der Brunnen und Bäder bei chronischen Krankheiten | der Respirations - und Verdauungsorgane, )oro:e derLeber und der Uleringebilde, 1 Pletbora, Hämorrhoiden, Ftttleibigkeit, rheumatischen Leiden, Gicht, Scropheln Syphilisresten, Zuckerharnrnhr u. s. w. Näheres durch die unterzeichnete Brunnen- und Badeverwaltung Dr. Martiny & Conip. Das Men Kriei Die Ijotb R der Krie^ Packment vor Mück imb ian Das Ja Jeder Zahnschmerz, ohne Unterschied, wird durch mein in allen deutschen Staaten rühmlichst bekanntes Zahn-Mundwasser binnen einer Minute sicher und schmerzlos vertrieben, was unzählige Danksagungen der höchsten Personen bekunden. E. Hückstadt in Berlin, Oranienstraße 57, am Marktplatz. Zu haben in Flaschen ä 18 und 36 fr. bei 1) Adami, £ 2) Block, Fr 3) Baller','ch 4j Bilderns, 5) Cöln-Mii 6) Wcus, d 7) Gail, Ge 8) Gail, Ge 9) von ®rol 10) GrchBu «) Kempff,i 12) Wer, $ Die1 Gießl schloß b M welchem ' vermischte Anzeigen. Biehmarkt zu Lauterbach in ^berhesseu. Indem wir uns nuf die Bekanntmachung Großh. Kreisamts Lauterbach vom 1. Widi guni > Heuerten Grund * betreffend ^Ach'igen zu Winke zur C Wegung der Es wi: ^gs von mouc Mtn Abthei Großh. Bürgermeisterei Groß-Linden. Z ö r b. Heute, Montag den 5. Mai: Adfehieds-Concert und Bcnkffz Vorstellung der Violinistin Fräulein Mathilde Müller. Zur Aufführung kommen: Die lustigen Schusterjungen (kom'sche Scene); Halb zwei Uhr oder die Gardinenpredigt (Duett). Dem geehrten Publikum einen genußreichen Adend versprechend, bittet mir gütigen Besuch bie Gesellschaft. Anfang 7'/g Uhr. Entröe frei. Zugleich sage ich im Namen der Gesellschaft hierdurch den besten Dank für bett bisherigen gütigen Besuch u,ib bitte, heute beim Abschiebs-Concert unserer freundlich^ gedenken zu wollen. Achtungsvoll A. Go cd icke. Holzversteiqerung. £ Montag den 12. d. Mts., Morgens 11 Uhr anfangend, werden durch den Unterzeichneten an dem dicht bei hiesigem Ort belegenen Schlag: Am Hemrich: 802,5 R -Mtr. Buchen- und Eichen-Scheit- und Prügelholz, 33 e f fl n n t m a d) u n q. Im Firmcn-Rcgister des unterzeichneten Gerichts sind heute folgende Einträge vollzogen worden: 1) Wilhelm Löber, Sechster, von Gießen, betreibt daselbst seit 1. November v. I. ein Cigarrenfabrikationsgeschäft mit Handel en gros unter der Firma: „Wilhelm Löber." 2) Adam Guldan von Hainstadt, jetzt zu Gießen wohnhaft, betreibt zu Gießen seit 1 August v. I. einen Handel mit neuen Kleidern und Galanteriewaaren unter der Firma: „A. Guldan." Gießen, den 2. Mai 1873. Großherzoglichcs Stadtgericht Gießen. 34 Nadelstämme mit 6,16 C -Mtr. 2064 R -Mir. Nadelholz, größtentheils Bohnenstangen, Arbeitsversteiqerung. 2181) Donnerstag den 8. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen auf hiesiger Bürgermeisterei folgende Großherzogliche Bürgermeisterei Wiescck. Lang. 5!"*«u6 j „ 1 Herrn „ 1 Dame Cafe Efoet. 2202) Maiwern-Berkauf über bie Straste vr. Ltr. 43 fr. § Donnerstag den 8. d. Mts., 2198) Eine Schaffner Conpier Zange cj Nachmittags 2 Uhr, -wurde verloren. Gegen Belohnung abzu- so'len in dem hiesigen Clubgebäude mehrere geben an A. Simon, Neuenweg 186. Die Actionäre und Mitglieder des weiteren Vereins des Vereins haben ' Ardeitsversteifleruna. 2177) Freitag den 9. Mai, des Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Bureau der Bürgermeisterei Daubringen nachfolgende Arbeiten öffentlich wemgstnehmend in Accord gegeben werden, als: 1) We'ßb'nderarbeit im Schulhause, veranschlagt zu 12 fl., 2) Chauisiraibeit und Steml'eferung am Wege nach Alt-Buseck und Staufenberg, veranschlagt zu 450 fl., 3) Planirarbeit in der Kirchhofshohl, veranschlagt zu 14 fl., 4) Pflaster arbeit daielbft, veranschlagt zu 116 fl. 40 fr., 5) Stein- und Sandlieferung, veranschl. zu WO fl-, 6) Lteinbrechen, Fahren, Setzen, Zerschlagen rc. der Steine, veranschlagt beiten versteigert werden: Planirarbeit, veranschlagt zu Chaussirarbeit, „ „ Pflasterarbeit, „ „ Srcinbrechen, „ „ Maurerarbeit, „ ., Graben eines neuen Brunnens, veranschlagt zu Wiescck, den 2. Mai 1873. beziehen, bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß der für Montag den 19. Mai l. I. festgesetzte erste neue Pieh- markt mit der Verleihung von Prämien für ausgezeichnet schöne Thiere in folgender We se verbunden sein wird, nämlich: 1. Für das Beste Paar Ochsen 15 fl. Zusammen 100 fl. Außerdem wurde genebmigt, daß von dem gewählten Comite eine Anzahl von Lotterie- Loosen ä 18 fr. per Stück ausgegeben werden darf, wobei mehrere ansehnl che Viehgewinne in Aussicht genommen sind und bittet man, sich wegen der Verabfolgung von Loosen an den Ortseinnehmer Herrn Nagel dahier wenden zu wollen. Naw den bis jetzt ein- gelaufenen Nachrichten wird der obige Markt das 2te beste Paar Ochsen 10 fl. die 2te beste Kuh Mrde-Renimr in Kankfurt a. M., am 11. Mai 1873, Nachmittags 3 Hlhr, am Aorsthaus. EröffnungS-Rennen fl. 250« Flach Rennen fl. 300. Officiers-Jagd-Rennen fl. 400. Officiers-Hürden-Rennenfl.300. GroßeSteeple-Chasefl.700 ....-k < o tw“ *■ ' Rheinischen Versteigerungen. 2164) Dienstag den 6 L Mts., Vormittags 9 Uhr, soll auf dem hiesigen Rathhause ein Loos Ervauffüllung, veranschlagt zu 300 fl., sodann die laufende Pflasierreparatur, (als Steinlieferung, Sandsuhrlohn und Taglohn), versteigert werden. Gießen, den 2. Mai 1873. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. V og t. "We ist Wischt, S'«6« auch W«hrt iu S > ober ( ini S«i ronimen js Isländern ; erneute Donnerstag den 8. Mai 1873, Vormittags 9 Uhr anfangend, im Groß-Lindener Gemeindewald, Distrikt Wurzel und Schwarzwald, folgendes Holz versteigert werden: Equipagen fl. 3y2, jede Person darin muß mit einem Billet zu dem ersten Platze versehen.sein. Reiter fl. 2. Sämmtliche Karten sind sichtbar zu tragen. An den Tribünen werden keine Karten ausgegeben. — Die Kassen befinden sich auf der Chaussee an der Louisa, am Sand Hof, bei Niederrad und am Forsthaus. „ 0 ' . c stark besucht werden und es steht daher zu 7) Aufrarinren der graben an den Wegen, Erwarten, daß die Käufer und Verkäufer veranschlagt zu 39 fl. 50 kr. ben Markt nicht unbefriedigt verlassen Daubringen, den 2. Mar 1873. roeibcn Grotzherzogl. Bürgermeisterei Daubringen.^ Laut^bach in Oberhessen, 1. Mai 1873. o A , I Großh. Bürgermeisterei Lauterbach. L. Habn, Bezirköbauausseher. List. (2191) Todesanzeige. 2205) Freunden und Bekannten widme ich hindurch die traurige Anzeige, daß meine liebe Frau, Elise, geborene Leib, heute Morgen 4y2 U^c nach längerem Seiten, kaum 27 Jahre alt, sanft entschlafen ist. Gießen, den 4. Mai 1873. Ludwig Georgi. Die Beerdigung wird Dienstag den 6. Mai, Morgens 9 Uhr, stattfinden. das beste Rind oder die beste Kalbin 15 Jeilgeöoteues. 2197) Gläser und Flaschen mit Eiche sind in allen Größen vorräthig bei Mettenheimer <4? Schultheis, ___________vormals Carl Münch. 2150) Mein Wohnhaus bin ich Willens zu verkaufen. Lit A. Nr. 237. Christian Z inßer. Zur Bequemlichkeit des Publikums werden Eintrittskarten verkauft bei den Herren: F. Breul, Zeil 61, W. Fuchs, Zeil 1, W. Seidler, Roßmarkt 21, And r. Speeth, Hasengasse 12, Chr. Stöhrlein, Zeil 57. Die Hessische Ludwigs- und Main-Neckar-Eisenbahn lassen an dem oben bezeichn neten Renntage die auf den betreffender Stationen zuerseheuden Züge an den der Rennbahn zunächst gelegenen Stellen ihrer Routen, sowohl -ur Hin- als Rückfahrt anhalten. 2192)_____________Im Ärrftraq tes Dir>clor;ums: Glncu traftl^ur Arbeiter gegen hohen ne Parthie diverse Strohhüte mit versteigert. Gießen, den 2. Mai 1873. M ax Pilger. 31/ Dritter Platz ■ 2 Stehplatz 2i9f>) Wir beabsichtigen, uuseru Bedarf an Ziegelsteinul auf unfern Hültenplatze au der Maia-Weser- Bahn selbst brennen zu lassen und fordern qnalificirte Unternehmen auf, sich in unserm Bureau, (Möhl's Garten) zu melden. Gießen., 3. Mai 1873. Actien- Gesel schäft ^Lohnhütte^. ____________B n nger.____________ 2201) Unserem lieben Freunde C. B. 311 seinem heutigen Geburstag die herztichsten Glückwünsche urd ein dreifach donnerndes j?och ! I daß dir ganre Asterweg wackelt. 1003) Ern 2. Hausvursche wird gesucht. I. Müller, Einhorn. deuuietijungen. 2142) Ein Zimmer, möblirt oder / uch unmöblirt, ist zu oermiethen. Mäuoburg Lit. D. Nr 19.__________________________ 22031 Ein kleines Famttienlogis ist anderweit zu vermiethen. A. W a l l en fe l s.