. M. :si. vierteljährig 1 fl. 12 ft. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 fr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntag-. Expedition: Ean-leiberg, Lit. v. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen. Nr. 232 Samstag den 4. Octoüer 1873 Invasion widerstanden habe, müsse Alles vor der Vaterlandsliebe zurücktreten vor o ifl v. io Giessen. tokxm\ ,tw f ika, rniN l*f Paris, 1. October. Der „Moniteur de l'Armee", Organ des Kriegs- Ministers, enthält folgende officielle Mittheilung: Die Debatten des Processes des Herrn Marschall de Bazaine beginnen am 6. October um 12 Uhr in Trianon vor dem ersten Kriegsgericht, das seinen Sitz in Versailles hat. Dieses Gericht ist folgendermaßen zusammengesetzt: (Gesetz vom 16. Mai 1872.) Erste Abteilung: Divisions-Generale, die ein Ober-Commando vor dem Feinde geführt: die Herren Herzog v. Anmale, Präsident; de la Motterouge, der Baron de Chabaud-Latour, Tripier. Zweite Abtheilung: In dem ersten Militär-District verwandte Divisions-Generale, die Herren de Martimprö, Princeteau, Martineau-Dechesnez. Ergänzungsrichter: Erste Abtheilung: die Herren General Guiod und Lallemand. Zweite Abtheilung: die Herren Generale Resseyre und Desusleau de Malroy. Paris, 1. October. Bei dem in Perigueux anläßlich der Enthüllung der Statue des Generals Daumesnie stattgehabten Banket hielt Gambetta eine Rede, worin er sagte, daß die Republik triumphirt haben würde, wenn die num des hiesigen Reichs - Ober - Handelsgerichts das Personal der Verwaltung bes! neucreirten „Reichs -Jnvalidenfonds" solenn vereidet, d. h. für die gesetz- mKßige Anlage, Verrechnung und Verwaltung des Reichs-Jnvalidenfonds (187 Mill. Thlr. aus der französischen Kriegskosten-Entschädigung) „unbedingt ver- Synode competirende Gegenstände), 140 und 141 (Schlußbestimmungeu) wurde »i angenommen. V bat tu verkE exc HnrschaftSM/ l im Preise von W biz Dis unter strengster lene 12 K J" Hen !tn gegeim. atr. a(e M Md bi teilet md bW kirchenrathes übergehen sollen, angenommen; ein weiterer Antrag der Ausschuß- Minorität: confessionelle Sprengel der Superintendenten zu schaffen, wurde abgelehnt. Die §§ 136 (Geschäftsordnung und Dienstinstruction des Oberkir- chenrathes), 137 (Competenz des erweiterten Oberkirchenrathes), 138 (Vorlagen des Oberkirchenrathes an jede ordentliche Landes-Synode), 139 (provi- "K Photograph sovische Verfügungen des Oberkirchenrathes über an und für sich der Landes- E'vnode comveHrpnbe Geaenlländet. 140 nnb 141 (MN1-- 3 killen. Akom, 3. October. Anläßlich des Jahrestages des Plebiscits wurde gestern der sog. „Monti" illuminirt. Ein großes Transparent stellte die Kaiser von Oesterreich und Deutschland und den König von Italien, sich die Hände es: „Vor wie nach der Fusion bleiben wir von der Notwendigkeit, die con- servative Republik zu organisiren, überzeugt." Paris, 3. October. Mac Mahon ist heute früh nach Versailles zurückgekehrt. — Das von den heutigen Morgen-Blättern erwähnte Gerücht über eine frühzeitigere Berufung der Nationalversammlung entbehrt bis jetzt jeden Grundes. Deutschland. Darmstadt, 2. October. Von Seiten unserer städtischen Vertretung ast nachstehende Adresse an die erste Kammer der Stände des Großherzoathums abgegeben worden: Der von Großherzoglicher Staatsregierung den Landständen vorgelegte Entwurf eines Volksschulgesetzes, wie derselbe aus deu Berathungen der zweiten Ständekammer hervorgegangen ist, hat in der Bevölkerung des Landes verschiedene Beurtheilungen und Kundgebungen hervorgerufen. Von der Ueber- zeugung durchdrungen, daß eine gesunde Entwickelung der Volksschule die sicherste Grundlage der geistigen, sittlichen und materiellen Wohlfahrt unseres Volkes bildet, haben auch wir dem vorgelegtcn Gesetzes-Entwurf und den Beschlüssen der zweiten Kammer unsere Aufmerksamkeit gewidmet und erachten uns für verpflichtet, unsere Ueberzeugung dahin auszusprecheu, daß sich die Groß- herzogliche Staatsregieruug durch ihre Vorlage einen gerechten Anspruch auf den Dank des Landes erworben und die zweite Kammer der Stände durch ihre Beschlüsse die Großherzogliche Staatsregierung in der guten Absicht, die Volksschule zu heben und ihrem wahren Ziele zuzuführen, wesentlich unterstützt hat. Als Vertretung einer Stadt, welche Angehörige verschiedener Religions- ' Gemeinschaften in sich vereinigt, finden wir in dem Entwurf und in den Beschlüssen der zweiten Kammer vor Allem kein berechtigtes Interesse einer Religionsgemeinschaft verletzt, vielmehr erkennen wir in den Grundprincipieu, welche der Entwurf durchzuführen sucht, nur eine Bürgschaft des religiösen Friedens. Wir richten an diese hohe Kammer die Bitte: dem Entwurf des Volksschulgesetzes und den zu demselben gefaßten Beschlüssen der zweiten Kammer die Zustimmung zu ertheileu. Darmstadt, den 30. September 1873. Dorf, fo-Geschäft. t zahlbar, zu tag in Amerikas zM . Auskünften, M (3911 'geßSMen zu bt i» Giessen, Cie. in MM »rid) Müll, Gastwirth _____ , „„d QewiWnta j. antwortlich" gemacht, dergestalt, daß die Mitglieder und der Vorsitzende dieser Verwaltungsbehörde eidlich geloben mußten: „sich von Erfüllung dieser ihnen nut eigener Verantwortlichkeit obliegenden Pflichten durch keine Anweisungen oder Verordnungen irgend einer Art abhalten lassen zu wollen." Der vom Kaiser auf Lebenszeit ernannte Vorsitzende ist der frühere Ministerial- Director um königl. preuß. Finanzministerium, wirklicher Geheimer Ober-Finanzrath Dr. Elwanger. Die beiden bisher erwählten Mitglieder der Verwaltung sind der konrgl. bayer. Ober-Rechnungsrath Landgraf und der königl. sächs. bevollmächtigte Munster und außerordentliche Gesandte v. Nostitz-Wallwitz. (A. Zta.) Warburg, 3. Octvber. Das Forterscheinen der „Bürger- und Bauern-Zeitung" ist nach nunmehr erlegter Caution von 1000 Thalern gesichert. Ludwigsburg, 3. October. Bei dem gestrigen Steeplechease stürzte der m der Sports weit sehr bekannte Premierlieutenant Maier Ehehalt und blieb todt auf dem Platze. Oesterreich. r-^^iett^mDcS6er-. ^ie ->lle 8r. Presse" schreibt: „Die verunglückte Wenzel s-Processwn in Prag hat gestern.in einer mit dem Segen des Papstes beglückten Katholiken - Versammlung, welcher die feudalen Führer beiwohnten, ein Pendant gefunden. Auch ein anderer Trost ist den Rittern der heiligen Wenzelökrone beschieden worden.. Die czechisch-feudalen Bestrebungen, welche nicht im Staate Oesterreichs Platz finden können, sind von dem Vertreter desjenigen, dessen Reich nicht von dieser Welt ist, vom Papste, gewürdigt worden, und diese Anerkennung des glorreichen Königreichs Böhmen von Seiten des Papstes wird in der bevorstehenden Errichtung einer Congregatio na- tionis bohemicae in Rom Ausdruck findeu. Einen Don Carlos für Böhmen hat die römische Curie noch nicht aufgestellt — wenigstens hat Cardinal Fürst Schwarzenberg der gestern stattgefundenen Katholiken-Versammlung nichts davon gemeldet." Schweiz. Bern, 2. October. Am nächsten Sonntag werden in Genf zum ersten Male nach dem neuen katholischen Cultusgesetz von den katholischen Bürgern drei Geistliche der katholischen Gemeinde gewählt. «fiankleich. itu-- Die zweite Lesung des Verfassungs-Entwurfs wird Mittwoch den 8. BrauDS d Vormittags 9 Uhr, beginnen. Heute Morgen ist die erste Kammer der Stände wieder zusammenge- , 11,11,111 treten und hat bte Berathung über das Budget der Finanzperiode 1873 bis 1875 begonnen. Leipzig, 2. October. Heute Nachmittag 1 Uhr wurde vor dem Ple- Der Gemeinderath der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt. (Folgen die Unterschriften.) Darmstadt, 2. October. Der kleine ultramontane Zwerg wollte sich mit seinem Adressensturm zum Riesen aufbläheu und sich anmaßen, den Ton für Hessen anzugeben. Die Herren waren's so gewohnt, daß sie pfeifen und Alles tanzen mußte. Deshalb ist ihnen die jetzige Anmaßung nicht so arg zu verübeln. Allein es wird ihnen gründlich heimgeleuchtet. Ihre maßlose, zum Theil lügnerische und verläumderische Agitation' hat die guten Bürger aufge- riittelt und wie vom inneren Drang getrieben, beeilt man sich, der ersten Kammer den wahren Gesinnungsausdruck in Hessen in Adressen mitzutheilen. Man kann über die Frage der Zweckmäßigkeit dieses Gegensturmes verschiedener Ansicht sein, man kann sagen, laßt die kleine Schaar ultramontaner Dränger sich bei der ersten Kammer nur austoben, die wahre Stimme des Volkes kann doch nicht überhört werden, wenn auch einige Capläne mit bekanntem Gefolge sich heiser schreien. Allein da der Unmuth über diese vordrängende Anmaßung überall Wurzel gefaßt und im ganzen Lande die Gegenadreßbewe- gung im Zuge ist, so sollte man nun allerwegen nicht Zurückbleiben und der Regierung und zweiten Kammer durch einmüthiges Auftreten der Bevölkerung in dieser- wichtigen die Zukunft beherrschenden Frage den nicht unbedingt nöthi- gen, aber doch sehr wünschenswerthen Halt und Beistand geben. Die Ultra, niontanen wissen recht wohl, daß das Schulgesetz ihrem ganzen Treiben an den Kragen geht, deshalb toben die schwarzen Herrscher und die armen Beherrschten, die jenen gehorchen zu müssen glauben. Gerade den Ultramontanen das! , wvnu viv aus der Hand zu nehmen, soll das Schulgesetz mitwirken; es ist ein alten monarchischen Parteien nicht capitulirt hätten. Wenn man aber berück- ^lied der Kette im Kampfe gegen die Ultramontanen und Jedem steht es wohl sichtige, daß ganz Frankreich ohne Unterschied der Parteifarbe der deutschen s, in diesem Kampf sein Scherflein beizutragen. (Main-Ztg.) Invasion widerstanden habe, müsse Alles vor der Vaterlandsliebe zurücktreten. Darmstadt, 2. October. Die außerordentliche Landes-Synode erle-Ueber der Republlk und der Freiheit stehe Frankreich und dessen vollständige brgte in ihrer gestrigen 15. Sitzung die §§ 136 — 141 und damit die erste! Unabhängigkeit. Lesung des Verfassungs-Entwurfs. i Paris, 2. October. Der Herzog von Nemours ist heute früh nach Zunächst wurde ein Antrag der Ausschußminorität, wonach die seitheri- Frohsdorf abgereist. — Thiers hat die Einladung zum Besuche Nancys in gen Geschäfte der Superintendenten auf die geistlichen Mitglieder des Ober- einem Briefe an den dortigen Maire definitiv abgelehnt. — Dem „Siöcle" fiTtipnrAfhpa nhprnphPH wegen des Abdrucks der Gambetta'schen Rede in Perigueux der öffentliche Verkauf entzogen worden. Paris, 3. October. „Rappel" meldet, daß Thiers die Besuche von vielen Deputirten der Linkens empfangen habe. — Ein Circulär Leon Say's, des Präsidenten des linken Centrums, beruft die Mitglieder der Partei auf den 23. October zu einer Verständigung über die den gegenwärtigen Verhältnissen gegenüber einzunehmende Stellung zusammen. In dem Circulär heißt reichend, dar. Die Musik spielte die italienische, die deutsche und die österreichische Volkshymne. Spanien. Madrid, 2. October. Die Admiralität soll reorganisirt werden, wie ein heute erschienenes Regierungsdecret bestimmt- Kirchliche Anzeige ver evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Sonntag den 5. October: Morgens: Pfarrer Landmann. Nachmittags: Pfarrvikar Schlosser. Englanv. London, 1 October. Der Dampfer „Congo" hat im Allgemeinen recht erfreuliche Nachricht über den Gesundheitszustand an der Goldküste heimgebracht, was den hinausziehenden Truppen besseren Muth einflößt. Die Eisen- bahnabtheiluug, welche heute von Woolwich absegeln soll, ist gestern in der neuen Tracht, welche sie als erste Trägerin einweiht, photographirt worden. Da mau bei dem abessinischen Kriege gefunden hat, daß die uncivilisirten Stämme Afrikas ebenso sehr durch unschuldige pyrotechnische Vorstellungen m Schrecken zu jagen sind, wie durch wohlgezielte Schüsse, bei deuen sie weniger Feuer und Flamme zu sehen bekommen, so wird eine bedeutende Zahl veralteter Raketen als Popanz mitgenommen. Daneben werden jedoch wirklich gefährliche Waffen nicht vernachlässigt. Der „König Bonny" nimmt hundert Pulverbeutel zur Sprengung von Thoren und Pallisadeu mit. Zum Gebrauche für die europäischen Truppen sind ferner neun Millionen Kugelpatronen bestellt worden; auch befinden sich sechs Lafetten für Gatlinggeschütze in Arbeit. — Aus dem Liverpool Courier wird von der Goldküste bestätigt, daß fremde und englische Kaufleute mit den feindlichen Negerstämmen ein flottes Geschäft mit Kriegsmaterial treiben. Jene Negerstämme sind ganz und gar auf solchen Waffenbezug angewiesen. flmerifm. New-Bork, 2. October. Die Regierung hat zwei Millionen Dollars in Münze nach New-Orleans gesandt, um den Handel in Baumwolle zu erleichtern ; ähnliche Hülfe sandte sie auch nach Charleston. Lokal-Noti z. Gießen, 3. October. Die Schwurgerichts-Sitzungen in der Provinz Oberheffen vom IV. Quartal d. I. werden Montag den 6. October d. I., Vormittags 9 Uhr, ihren Anfang nehmen und während derselben nachbemerkte Anklagen zur öffentlichen Verhandlung kommen: ~ t , , , Montag den 6. October, Vormittags 9 Uhr, gegen Franz Linke von Brockendorf in Schlesien, wegen Diebstahls; Vertheid.: Großh. Hofger.-Advocat Steinberger. Denselben, Nachmittags 3 Uhr, gegen Johannes Dechert von Storndorf, wegen Brandstiftung; Vertheid.: Großh. Hofger.-Advocat Labroisse. Dienstag den 7. October, Vormittags 8 Uhr, gegen Philipp Krailing von Dübel, wegen Verbrechen gegen die Sittlichkeit; Bertheid.: Grotzh. Hofger.-Avvocat Weidig. Mittwoch den 8. October, Vormittags 9 Uhr, gegen Elisabeth« Dahmer von Willofs, wegen Kindesmord; Vertheid.: Großh. Hofger.-Advocat Dr. Gutfleisch. Donnerstag den 9. October, Vormittags y Uhr, gegen Johannes Gralings Wittwe von Treis a. d. Lumda, wegen Urkundenfälschung; Vertheid.: Großh. Hofgcr.- (Nächstkünftigen Sonntag, den 12. October, wird das heilige Abendmahl gefeiert werden.) Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 5. bis 11. October 1873 besorgt Pfarrer Landmann. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gieren. Evangelische Gemeinde. Stcyulirtc. Den 28. Septeniber. Philipp Kehr, Locomotioheizer an der Main-Weser- Bahn dahier, ehelicher Sohn des Ortsbürgers zu Griesheim und Bauaufsehers in Klein-Linden, Heinrich Kehr; und Auguste Haubach, eheliche Tochter des hiesigen Bürgers und Maurers, Christian Haubach. Den 30. September. Ludwig Beilstein, Kaiserlicher Wagenmeister zu Bolchen im Elsaß, ehelicher Sohn des pensionirten Großh. Districtseinuehmers zu Grünberg, Zhilipv Beilstein; und Marie Margarethe Henriette Lony, eheliche Tochter des hiesigen Bürgers und Wirths, Theodor Lony. Den 2. October. Georg Casimir Karl Tassius, Fabrikant zu Salmünster, ehelicher Sohn des Amtsphysikus und praktischen Arztes zu Birstein, Dr. Karl Tassius; und Johannette Christiane Marie Bertha Gödel, eheliche Tochter des verstorbenen zweiten lutherischen Pfarrers und Rectors zu Frankeuberg, Jakod Karl Göbel. Getaufte. Den 28. September. Dem hiesigen Bürger und Bäckermeister, Friedrich Wilhelm Hartmann, eine Tochter, Joha ina Karoline, geboren den 13. September. Denselben. Dem Bürger in Heuchelheim und Schuhmachermeister dahier, Ludwig Rinn, ein Sohn, Adam Jakob Ludwig, geboren den 25. August. Denselben. Dem hiesigen Bürger und Kupfersch nied, Johann Heinrich Wilhelm Eduard Trautmann, ein Sohn, Karl Max, geboren den 11. September. Denselben. Dem Bürger in Lollar und Arbeiter an der Main-Weser-Bahn dahier, Gerhardt Rohrbach, ein Sohn, Philipp Wilhelm, geboren den 27. August. Denselben. Dem Bürger in Friedberg und Bremser an der Ober-Hessischen Eisenbahn, Friedrich Michel, ein Sohn, Adam Otto Friedrich Hermann, geboren den 13. September. Den 1. October. Dem hiesigen Bürger und Mctzgermeister, Hermann Euler, ein Sohn, Friedrich Karl Hermann, geboren den 16. September. Beerdigte. Den 29. September. Friedrich Schwaab, Bürger und Rentner, alt 43 I. 3 M- 29 T>, gestorben den 27. September. Den 2. October. Anna Mathilde Löber, eheliche Tochter des Bürgers und Feuermanns an der Main-Weser-Bahn, Johann Daniel Löber, alt 8 M. 11 T., gestorben den 30. September. Denselben. Georg Forbach, Großh. Hofgerichts-Kanzleiinsp ector, alt 71 I. 4 M- 14 T-, gestorben den 30. September. Denselben. Friedrich Heimann Karl Euler, ehelicher Sohn des Bürgers und Metzgermeisters, Hermann Euler, alt 15 Tage, gestorben den 1. October. Den 3. October. Heinrich Nolü, Bürger und Schuhmachermeister, alt 76 I. 8 M. 13 T., gestorben den 1. October. Vermischtes. tiefer Betrübniß im Herzen ergreife ich die Feder, um Ihnen anzuzetgen, daß meine Frau, die Thlr. 27 Dgr., ü Pfund 4 Thlr. 2Ueßr. bei Ihrer Gesellschaft mit 1,000 Thaler versichert war, nicht mehr ist. Der schmerzliche Schlag Thlr- — Revalesciere Bisciuten: Büchsen a '. , , - - / - .., ' rv> , rv t____ --- pseiprn ( harn t n STbil 1111 1z J Ich kann mit Wahrheit sagen, sie traf mich heute früh 7 Uhr. Die Nr. der Police ist 423 T." gcgensehend, zeichne ich ergebenst cs s Nahrhafter als Fleisch, erspart die Revalescitsre bei Erwachsenen und Kindern bti Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen. In Blechbüchsen von >/r Pfund 18 Sgr-, 1 Pfund 1 Thlr- 5 Sgr., 2 Pfund 1 --- ---- ' "" 2G 12 Pfund 9 Thlr. 15 Sgr., 24 Pfund 18 Büchsen ä 1 Thlr. 5 Sgr. und 1 Thlr. 27 Sgr-, — Revalesciöro Chocolat^e in Pulver für 12 Tassen 18 Sgr., 24 Tassen 1 Thlr. 5 Sgr-, Mainr. (Vom Wasser verbrüht.) Vor einigen Tagen wollte in Harxheim em Dienstmädchen einen Zuber mit kochendem Wasser auf dem Kopfe von der Küche zum Hofe tragen; kaum hatte das Mädchen den Zuber auf dem Kopfe, als plötzlich der Boden entzweibrach und so das kochende Wasser über den ganzen Körper des Mädchens sich verbreitete. Das Mädchen, welches übrigens von der Herrschaft vorher gewarnt wurde, den defecten Zuber zu benützen, liegt hoffnungslos darnieder. Alieu Kranke» Kraft und Gesundheit ohne Medicin und ohne Kosten. „Revalesciere Du Barry von Loudon.“ Allen Leidenden Gesundheit durch die vorzügliche Revalesciere du Barry, welche sich ohne Anwendung von Medicin und ohne Kosten bei den nachfolgenden Krankheiten bewährt: Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberculose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulich- keit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufsteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — Auszug aus 80,000 Certificaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden. ~ 77.. 7'7/723 Waldegg, Steiermark, 3. April 1872. Durch Ihre Revalesciere, die ich — 50 Jahr alter Mann — zwei Jahre un- unterbrochen genossen habe, bin ich von meinem zehnjährigen Leiden: Lähmung an Händen und Füßen, beinahe vollkommen hergestellt und gehe wieder, wie in den besten Zeiten meiner Beschäftigung nach. Für diese mir erwiesene große Wohlthat spreche ich Ihnen hiermit den herzlichsten Dank aus. Br. Sigmo. Certificat Nr. 73268. Trapani, Sicilien, 13. April 1870. Meine Frau, ein Opfer von schrecklichen nervösen und biliösen Leiden, mit furchtbarer Geschwulst des ganzen Körpers, Herzklopfen, Schlaflosigkeit und Hypochondriasis im höchsten Grade, war von den Aerzten als verloren angesehen als ich mich entschloß, meine Zuflucht zu Du Barry's unbezahlbarer Revalesciere zu nehmen. Dieses köstliche Mittel hat, zum Erstaunen aller Freunde, in kurzer Zeit jene furchtbaren Leiden beseitigt und meine Frau so völlig hcrgegellt, daß, obgleich 49 Jahre alt, sie thätigen Antheil an Tanzvergnügungen nehmen kann. Ich mache Ihnen diese Miltheilung pflichtgemäß im Interesse aller ähnlich Leidenden und mit innigstem Danke. Atanasjo Barbera. Advocat Dr. Dittmar. o . Denselben, Nachmittags 3 Uhr, gegen a) Johannes Bauers Ehefrau, b) deren Tochter Marie Bauer von Friedberg, wegen Diebstahls, bezw. Theilnahme; Berthen,.: Großh. Hofger.-Advocat Dr. Dittmar. . ... Freitag den 10. October, Vormittags 9 Uhr, gegen Karl Schmidt II., früher Gemeinde-Einnehmer von Lollar, wegen Verbrechen im Amte und Urkundenfälschung. Samstag den 11. Oktober, Vormittags 9 Uhr, gegen Anna Elisa bet ha Volker von Ober-Schmitten, wegen Kindesmord; Vertheid.: Großh. Hofger.-Avvocat Baist. " ' Mainz. (Zur Warnung für Mütter.) Schon seit geraumer Zeit, so schreibt der ^^^^rä^Jhr^R^ „N. M. A.", mußten hiesige Eltern an ihrem 3/ffährigen Söhnchen eigcnthümliche Krankheits-! Durch .chre svmptome wahrnehmen. Das Kind krümmte sich wie ein Wurm; Nase und Munv waren stark geschwollen, nicht minder der Leib, und die Extremitäten des Kleinen sahen wie rohes Fleisch aus. Anfänglich wähnte man, all' Das rühre vom Zahnen her, obwohl der herbeigerufene Arzt dieser Meinung nicht beipflichtete, aber die ganze Sache sich nicht erklären konnte. Da die Krankheitserscheinungen in der Folge noch heftiger auftraten, wurde noch ein anderer Arzt citirt, der, selbst nach längerem Consultiren mit dem Collegen, nicht mehr wie dieser zu sagen wußte; beide Jünger Aeskulaps standen rathlos am Krankenbette des kleinen Weltbürgers. Endlich sollte vor'wenigen Tagen die unheimliche Sache ans Licht kommen. Das Dienstmädchen der Leute, wohl von Gewissensangst gepeinigt, äußerte irgendwo, es selbst sei wahrscheinlich an der Krankheit des Buben schuld; das Kind habe von ihm, damit es rascher einschlafe, allabendlich — Branntwein erhalten! Jetzt wußte der Arzt, woran er war; aber cs war zu spät. Das Innere des unglücklichen jungen Wesens ist, in Folge des vielen Feuerwassers, zum Theil vollständig verbrannt. Ob die Rettung des Knaben noch im Bereiche der Möglichkeit liegt, ist sehr zweifelhaft; vielleicht gelingt es der Kunst des geschickten Hausarztes, das Kind dem fast unvermeidlichen Tode zu entreißen. Die gewissenlose Magd hat das Weite gesucht und die Polizeibehörde ist von der frevelhaften That bereits in Kenniniß gesetzt. — (Ein betrübter Ehegatte.) Die in Berlin erscheinende „D. Versich. Ztg." schreibt: „Ein Lebensversicherungs-Agent erhielt vor Kurzem folgenden Brief: Geehrter Herr! Mit war eine treue Gattin und eine zärtlich liebende Mutter. Ich habe gleich das Attest des Arztes 48 Tassen 1 Thlr. 27 Sgr-, £20 -affen 4 .d)Ir. ^0 @0r., 288 Waffen 9 Thlr. Io Sgr-, mit beigelegt, damit Sie erst keine Umstände haben. Sie war nur kurze Zeit krank, hat aber ^76 Tasien 18 ^blr.; in ^ablctten fiu 12 ~ajfen 18 Sgr., 24 Tassen 1 Thlr. 5 Sgr„ viel gelitten. Ich denke, Sie werden mir recht bald das Geld einschicken, damit ich nicht erst 48 Tassen ! Thlr. 27 Sgr. Zu beziehen durch darrP du Bury & Co mp. V zu lange warten muß. Mein Schmerz ist groß. Der baldigen Einsendung des Betrages ent- Berlin, 178 Frieorichsstraße, und in allen Städten bei guten Apotheken, Droguen-, 0 --' - ■' '< .....< T." Specerei- und Delicatessenhandlern. In Gießen bei Muller L Schwager. (20b3) fl ([gemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. 4572) Im Firmen - Register des unterzeichneten Gerichts ist heute folgender Eintrag vollzogen worden: Richard Scheel, alleiniger Inhaber der Firma: „Gebr. Scheel" zu Gießen, hat seinem Bruder Martin Scheel von Daad:n, jetzt zu Gießen wohnhaft, am 1. L W- Procura ertheilt. Gießen, den 3. October 1873. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. g Dienstag den 7. October d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll die Kartoffel - Erndte in dem Garten des Heinrich Nolti auf dem Nahrungs- berg meistbietend versteigert werden. Gießen, den 4. October 1873. In Auftrag: Semmler. !uhr, ein goldener Ring, ein Revolver, ein ^Regenschirm, ein Handkoffer, ein Plaid und lein Stock öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert. Gießen, am 1. October 1873. (4537) Jeilgebotenes. Donnerstag den 9. Oktober d. I., Nachmittags 2 Uhr, werden in dem Locale des hiesigen Stadtgerichts verschiedene getragene Herrenkleidungsstücke, eine silberne Cylinder- Feinste Gothaer Cervelat- tvnrst und Blasenschinlen 4090) empfiehlt Emil Fischbach. .Bfitjafifeiter bewährter Constrnction liefert und stellt auf Carl Stohr, 3115) Schlosser. 4527) Eine Parthie gut gehaltene weia- grüne Halbstück-Fässer verkaufen Gebrüder Mayer, Weinhandlung in Gießen. hnbmtty ^eit ohne Mer, alt 43 3- tS 8ürgcr§ unb 3 M. 11 L, ge- ) edox, alt 11 I Dto BÜXtzNS uti vbex- meister, alt 76 J icijtcr, Friedrich öeptemöer. toi* dahier, lst- in Heinrich W pitmbtr. liain-Weser-Baha 127. August. der ObeMWil mn, geboren den irrster, Hemam ex. du Barry, welch!" MbenKrankheiio lcimhaut:, AthA sten, UiweibaM oibcn, «eM iaiati5mu3,M bie aller Wc,e v „ntobN«”! .«-Kl -L?Z hen 1 ßoinp'^ KL ,Wts Wen * i« Seite 2 i" ©tünhetj 4t« bes hj-tzZ D Salmünster, Karl Lasstus; >es verstorbenen :l Godel. April 1872- zwei Jahre un< n: LahE °r wie in den bester ohlthat spreche ich r.' SigiN°' X5«| , ^bnen diese > ’Äfa o ißarbera- 1671) Die Mineralwasser-Handlung von Emil Fischbach, (4483 incl. Octroi, Allein zu haben bei August Sch!essiuger. und Anfragen, wo sich noch keine Verkaufssiellrn befinden - werden sofort erledigt. (3817) W Epileptische Slränapfe (Fallsucht) |g A D heilt der Specialarzt für Epilepsie Dr. O. Kllliscli in Hamburg, ra A W F ABC-Strasse 28. — Bereits über Hunderte geheilt. (3518) MW zugeben 4567) Alles Nähere die Plarute. (2155) Rindslederne Sticscl fiehlt Bockenheim, den 28. September 1873. C, Schultheis /22 Uhr werden in der Behausung von Carl Frech Schränke, Pulte, Kisten, Bretter und sonstige Gegenstände versteigert. 25jäl)r. Stiftungsfest des Gesangvereins „Harmonie" den 5. October, Abends 8 Uhr. im Wenz el'schen Garten. Karten hierzu sind ä 1 Gulden bei den Herren K. Kranz und! B. Schwan zu haben._______________________Der Vorstand. Kaufmännischer Verein zu Gießen. Schriftliche Anmeldungen zum Eintritt in den Verein sind an Herrn Heinrich Wallach Marktplatz B. 34 zu richten, bei welchem auch Einsicht in die Vereinsstatuten genommen werden kann. 4510) Rein gehaltene Bier- und Chaist pagnerflaschenwerdcnfortwährend angekaui von L. Textor im Darmstädter Haus 4504) Zwei gute Schreiner finden tri guter Bezahlung dauernde Beschäftigt bei Karl Kümmel in Wieseck.