M i mit \\\ IIH TUT 1,1 Mainz, Zungen st^< viert-'.jLhrig 1 fl 13 fr. r Brtngc^lohn. DhyA bit »rost bezogen vierteljährig i fl- rv fr. Oießemr Anzeiger. Lrsch^.rt tägl^h, mit Fat- nähme Sonntafl» Expedition. Lanz leib Sit. V. 91t. 1. Anzeige- und Amtsölatt für den Kreis Liessen. 9tr. 170 RiiilW ben 3. AiigHst tg?S. Amtlicher Theil. Gießen, am 1. August 1873. Betreffend: Die Einführung einer allgemeinen Einkommensteuer, hier die Wahl der EinfchätzungsCcnnmIssionen für die Steueregulirung für 1874. , Das Krok! sicr, ogIichr Krcrsamt Glktze» an die Großherzostlichen Bürgermeistereien zu Albach, Allendorf an der Lahn, Annerod, Burkhardsfelden, Dorf-Gill, EttingS-- hausen, Garbenteich, Gießen, Groß-Linden, Grüningen, Haltenrod, Hausen, Holzheim, Klein-Linden, Laug-Göns, Lich, Lollar, Münster, Nieder-Besstngen, Reiskirchen, Trais an der Lumda und Trohe. Wir erinnern Sie an Erledigung der Verfügung vom 23. Juli 1873 binnen drei Tragen. v. R ö d e r. hUgee, statt, . MM. tS. mMs stn Terz, TWnbnz bc8 .dr» bifebe Doll- [ttroffun. if» S°>>n^ >bUn-lsE""- n bitte «5 |lir reuen Aeche m wollen. KZÄ TPftrbkH^ «« Korber, rtu»0* * e Wechsel m stellt durch Vls Jim- _ itrtrtitn durch B. un jeden Inhalts, che, Zamiliennacy- B e k a n n t m u ch n n g, die Reinhaltung der Strafen betreffend. Bei der jetzigen heißen Witterung ist es mehr wie sonst nöthig, daß die wegen Reinhaltung Der Straßen bestehenden Vorschriften pünktlich befolgt werden. Diese werden hier in Kürze wiederholt: , . „ . , , . » n Die Straßen müssen wöchentlich dreimal — Dienstag, Donnerstag und Samstag Nachmittags — vollständig.gereinigt werden. Bei trockenem Wetter muffen die Straßen unmittelbar vor dem Kehren mit reinem Wasser begossen werden. Dabei muffen 2) Die Straßenrinnen vom Schlamme befreit (ausgekehrt und abgespült) werden, damit faules Wasser nicht stehen bleibt. 3) Die Abtritte, insbesondere die Winkel-Abtritte, müssen öfter als sonst ausgeleert, ein Auslaufen derselben muß vermieden werden. 4) Die vor den Thoren wohnenden Einwohner sind verbunden, die Fußwege der Chaufleen rein zu halten. t , 5) Die Bewohner der Staats- und städtischen Gebäude sind hinsichtlich ihrer Wohnungen für Befolgung dieser Vorschriften verantwortlich. 6) Den Metzgern wird empfohlen, ihre Schlachthäuser öfters mit frischem Wasser auszuspülen und den mit Blut vermischten Dung möglichst bald aus den Hosraithen entfernen zu lassen. Die Nichtbefolgung dieser Vorschriften wird unnachsichtlich bestraft werden. Gießen den 29. Juli 1873. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Politischer Theit. Kopf verlangte, wenn der des preußischen nicht zu haben wäre. Mit großer Mühe gelang es ihm auf einem Kahne zum „Friedrich Karl" zu kommen, wo nnd Moya unterzeichnet. Die nun in Freiheit gesetzten Gefangenen begaben sich, begleitet von der 2) Die Aufständischen verpflichten sich, Leben und Eigenthum aller in > Cartagena lebenden Ausländer zu achten. 3) Galvez und die übrigen Behörden des Cantons erklären die Weg- !nähme Dee Dampfers „Vigilaute" für berechtigt, weil dieser eine unbekannte Bitteit des Herrn Spottoruo aber, der seiner Vaterstadt einen so schweren Conflict zu ersparen wünschte, entschloß sich der deutsche Capitän doch endlich, die Gefaugenen unter gewissen Bedingungen in Freiheit zu setzen. In seinen wesentlichsten Bestimmungen lautet der Vertrag: i) Bis zum 28. Juli wird kein Kriegsschiff aus Cartagena ausfahreu; von jenem Tage an können sie es thun, indem sie sick) jedoch den Cventua- litäten unterwerfen, welche die den Commandanten der (fremden) Kriegsschiffe von ihren bezüglichen Negierungen zugehenden Weisungen zur Folge haben Flagge ansgehißt. v .. ~ Diese Übereinkunft wurde einerseits von dem ersten und zweiten Com- mandanten des „Friedrich Karl", von dein englischen Commaiidanten Dorn und von dem preußischen Consul, andererseits von den Herren Galvez, Carvajal Der Friedrich Karl und die Vigilante. ~ ° Ju der Erwartung, daß die deutsehe Regierung die ihr ^gegangenen er seine" Brüder au'traf. Inzwischen 'hatte der Pöbel erfahren, daß die Frauen «der noch zugehenden amtlichen Berichte über die Wegnahme der „Vigilante" zur der genannten Konsuln sich in dem ewige K. ometer entfeinten Dorschen Por - Keuutniß der Oeffentlichkeit bringen wird, bringen wir einstweilen aus spant- man befanden. Die fanatischen Menschen eilten dorthin, um nun, da die Män- scheu Quellen noch einige Mittheilnngen bei, welche mehrere nicht unwesentliche ner der Wuth entkommen waren, sich der unschuldigen Frauen zu bemächtigen, neue Daten zur Klarstellung der Sachlage enthalte». Unter Anderem geht aus Aber diese erreichten, frühzeitig gewarnt, noch einen englischen Dampfer, der denselben hervor, daß die Drohung der Rebellen zu Cartagena, den deutschen für sie in Bereitschaft stand und fie >m schlimmste» Falle wich Orqn bringen Consul Spottorno zu erschieße» , falls die Gefangene» nicht in Freiheit gesetzt sollte. Wiederum enttäuscht, machte der Pobel Anstalten, das Haus der Ge- würden eine leere-war indem Herr Spottorno sich schon an Bord des Prüder Spottorno, ans welchem von Anfang an die Flaggen der von ihnen Friedrich Karl" geflüchtet hatte, ehe Contreras oder der Pöbel seiner habhaft vertretenen Länder Rußland, Preußen und Griechenland wehten, in Brand zu werde» konnte. Einem Augenzeuge» verdankt der Jmparcial folgende» Bericht i stecken. Wahrend dieser Vorkommnisse hatte sicheine Commission ausCarta- Als die „Vigilante" ans dem Hafen Cartagena wieder anSfahren wollte, gena (Carvajal, Sauvalle und Moya, letzterer der L>eeretai des Wohlfahrts, näherte sich ihr die deutsche Fregatte „Friedrich Karl" und verlangte die Flagge Allsschiisses) an Bord des „Friedrich Karl begeben, welche von dem Capita , zu sehen. Die „Vigilante" hißte die rothe Flagge auf und das deutsche Schiff die Freilassung der Gefangenen forderte. Der Capitän weigerte sich de se i, fragte, was das für eine Flagg« sei. Die des Caiitons Murcia, antwortete nachdem et mit dem englichen Commodore, der sich auf einem dort ankernden man von der „Vigilante", worauf der Capitän der Fregatte nach dem Comman-Kanonenboote befand, mit dem zweiten Commaudauten^ der Fregatw mid Mit danteu des Fahrzeuges fragte, weil jene Flagge zur See mibekannt sei. Der dem Commandanten der „Elisabeth eine Berathuug gepflogen, dazu drohte er, Dampfer antwEe: ,/Wir haben keinen Commandanten», d.e an Bord hätte», sowie man seinem Consul etwas »..haben würde m den Ha en ellizrilaufen, sich von der Regierung getrennt, sich des Fahrzeuges bemächtigt und seien jetzt um das Feuer gegen Cartag°na zu eröffnen. Au n* ™ ^8 im Begriff, einen Auftrag auszuführen. Der. deutsche Capitän erklärte darauf, einem Schiffe unter solchen Umständen nicht die Fahrt gestatten zu können, und forderte die Bemannung auf, sich als Gefangene an Bord der Fregatte zu begeben. Das geschah. Die „Vigilante" wurde sofort mit deutscher Mannschaft besetzt und nach Gibraltar geschickt, um der englischen Fregatte Triumph Kennt- niß zu geben und zugleich auf der Fahrt in Almeria die deutsche Corvette „Elisabeth" zu benachrichtigen. So weit war die Sache gediehen, als der„ preußische Consul in Cartagena sich an Bord des „Friedrich Karl" begab, während sich in der Stadt eine große Aufregung der Gemi ther bemächtigt hatte und können, eine Menschenmenge sich ansammelte, welche den Kopf des Consuls und seiner' 2 Familie verlangten. Daher ließ der griechische Consul, der Bruder des preußi scheu, ihn bitten, um seines Lebens willen an Bord der Fregatte zu bleiben, und begab sich selbst zum General Contreras, um diesen auf die Folgen auf merksam zu machen, die entstehen könnten, wenn er die Leidenschaften des Volkes nicht zügele. Der General Contreras antwortete ihm, daß der Canton Murcia, da Preußen sich erlaubt habe, eine seiner Behörden zu verhaften, das vollkommenste Recht haben würde, Preußen den Krieg zu erklären (wörtlich.) Vor dieser unsinnigen Erklärung vergaß der griechische Consul alle übrigen Be weisgründe und sah auf seine eigene Rettung ans, da das Volk schon seinen Commission und einem der Gebrüder Spottorno ans Land und wurden in Cartagena mit großen Freudenbezeigungen empfangen. Der preußische Consul blieb an Bord der Fregatte, von wo er mit feiner ganzen Familie sich nach Madrid begeben wollte. Nachträglich haben wir erfahren, daß ein eingehender Bericht über die Ereignisse den Gesandten Preußens, Rußlands und Englands mitgetheilt worden ist, und daß diese sich mit ihren bezüglichen Regierungen darüber in Einvernehmen gesetzt haben werden Die Antwort der letzteren soll den in Cartagena ankernden Kriegsschiffen durch einen besonderen Ueberbringer übermittelt werden. Aus den vielen anderen Berichten über denselben Vorgang ist besonders zu erwähnen ein Brief, den die Epoca aus Cartagena empfangen hat. Derselbe bemerkt über die Wegnahme selbst etwas genauer als der Jmparcial und gerade in derselben Auffassung, die von uns schon geltend gemacht worden, daß der von Alicante kommende „Friedrich Karl" die von Galvez und seinen Leuten bemannte „Vigilante" gerade in dem Augenblicke erreichte, als diese in den Hafen von Cartagena einlaufen (nicht aus demselben auslaufen) wollte, und daß er sie als ein Piratenschiff fortnahm, indem er sich geschickter Weise außerhalb der Hafenmündung unter dem Schutze der Kanonen des von den Aufständischen nicht besetzten Castells Galeras hielt. Es wird hinzugefügt, daß der Capitän des „Friedrich Karl" die Auslieferung der Victoria, der Almansa und des Fernando el Catolico forderte — es sind dies die außer dem Mendez Nunez in dem Pirateriedecrete genannten Fahrzeuge. In der Stadt wuchs die Aufregung und zugleich die Entmuthigung der Rebellen, und die Freunde der Ordnung scheinen die Hoffnung gehegt zu haben, daß dieses Ereigniß dazu dienen würde, zumal da noch andere fremde Kriegsschiffe vor dem Hafen erschienen und der Rebellen-General Contreras sich aus der Stadt entfernen zu wollen schien, die Revolution in sich selbst Zusammenstürzen würde. Den deut schen Consul klagen sie an, durch seine Schwäche und seine Vermittlungsversuche diese Hoffnung zerstört zu haben. Der deutsche Consul — heißt es in dem Berichte der Epoca —, ein Spanier und hier sehr bekannter Kaufmann, der in den politischen Kämpfen eine eifrige Rolle gespielt hat und einer der Führer der radicalen Partei war, der ein großes Handelsgeschäft und einen Bazar nebst einem Bankhause besitzt, der Rheder, Bergwerksbesitzer und Grundeigenthümer in der Stadt und Umgegend ist, hat die Freilassung der Gefangenen bewirkt An den Mauern ist eine Bekanntmachung angeschlagen, welche lautet: „Bürger! Der durch die Gefangennahme des Bürgers Galvez heraufbeschworene Conflict ist in annehmbarer Weise beigelegt; der deutsche Consul, der vor allem Anderen Spanier und Cartagener ist, hat Alles aufgeboten, was in seinen Kräften stand, um dieses Ziel zu erreichen.". Ein anderes Madrider Blatt, die Politica, veröffentlicht eine Darstellung der Sache, die merkwürdige, aber nicht gerade überall glaubhafte Einzelheiten enthält. Zuerst wird bemerkt, daß der von dem Pöbel Cartagenas so hoch gefeierte Abgeordnete und Aufrührer Antonete Galvez, der sich als General en chef zu Wasser und zu Lande aufspielt, bis zu dem Augenblicke, wo er das Amt eines „Patrioten" übernahm, nichts weiter als der Pächter eines Orangengartens in der Huerta von Murcia war. Die erste Begegnung dieses Galvez mit dem Capitän des „Friedrich Karl" wird in der Politica folgender Maßen geschildert: Galvez war in bürgerlicher Tracht, mit murcianischen Binsenschuhen, trug einen Cavallerie-Schleppsäbel und im Gürtel einen Revolver, als er sich dem Commandeur des „Friedrich Karl" vorstellte. „Ich bin der Generalissimus der Streitkräfte zu Wasser und zu Lande des Staates Murcia", sagte er, indem er seinen Säbel aus der Scheide zog und ihn dem deutschen Commandanten zu überreichen Miene machte. „Nun wohl, mein Herr Napoleon von der bundesstaatlichen Republik", antwortete der Capitän in recht gutem Spanisch, „Ihnen ist Ihr Sedan gekommen und Sie sind mein Kriegsgefangener. In Gemäßheit der Befehle der Regierung Ihres Landes könnte ich Sie und Ihre Gefährten an der Raa aufknüpfen lassen, aber die Nation, welche ich vertrete, pflegt die Besiegten menschlich zu behandeln, und der Name des Schiffes, welches ich befehlige, macht mir dieses noch mehr zur Pflicht." Galvez athmete auf, wie von einer großen Last erleichtert, steckte seinen Säbel ein, den der Capitän zu nehmen nicht für nöthig erachtete, und sprach seinen Dank aus, worauf ihm der Capitän noch eine kleine Lection zum Besten gab: „Wenn Ihr anstatt einer bundesstaatlichen Republik, die in einem so leidenschaftlichen Volke, wie Ihr seid, sehr schwere Wurzel schlägt, einen Prinzen wie den da zum König hättet (hierbei zeigte er aus das lebensgroße Bild des Prinzen Friedrich Karl, welches die Cajüte schmückt), so wäret Ihr nicht in diesem Schiffe als Gefangener, noch auch von der Regierung in Madrid für Piraten erklärt, und auch Spanien würde sich nicht in der unglücklichen Lage besinden, wie es jetzt leider der Fall ist." In demselben Briefe wird die Drohung des Generals Contreras, an Deutschland den Krieg zu erklären und Caperschiffe auslaufen zu lassen, bestätigt, auch wird hinzugesetzt, daß die Uebcreinkunft für Contreras recht vor- theilhaft gewesen sei, Dank dem Consul, der mehr an seine cartagenischen Besitzungen gedacht habe, als an die Nation, die er vertreten sollte. Deutschland. Aus dem Großherzogthum Hessen, 31. Zuli. Die Verhandlungen der zweiten Kammer über das Volksschulgesetz boten namentlich auch insofern ein hohes Interesse, als gelegentlich der einzelnen Abschnitte regelmäßig die Mißstände gerügt werden, welche sich unter dem früheren Regime all- mählig in das Volksschulwesen eingenistet oder sich demselben angehängt haben. Besonders reichlichen Stoff liefern in dieser Hinsicht die Uebergriffe, welche die ultramontaue Geistlichkeit sich in katholischen Orten, woselbst sie sich vielfach die Lehrer und Kinder der Volksschule geradezu dienstbar gemacht, erlaubt hat und noch fortwährend erlaubt. Wir begrüßen es jedesmal mit greifen, wenn in solchen Fällen die einzelnen Abgeordneten in rücksichtsloser und doch maßvoller Weise die wunde Stelle bloßlegen und, um sichere Heilung herbeizuführen, entweder die geeigneten Anträge stellen oder wenigstens die geeignete Zusage wegen Abhülfe Seitens der Regierung veranlaffen. Auf diese Weise sind; in letzter Zeit drei hochwichtige Punkte zur Sprache gekommen. Vor Allem der Mißbrauch der Volksschullehrer zu rein kirchlichen Zwecken, als wenn diese Zwecke eben identisch mit denen der Volksschule wären, sodann der auf die Kinder geübte Zwang zum täglichen Besuch dcs Gottesdienstes vor der Schule und selbst in kältester Jahreszeit, endlich der Gebrauch, daß die Kinder der Volksschule als solche zur Begleitung von LAchen, die von Geistlichen geleitet werden, Verwendung finden. Bezüglich des ersten Punktes ist namentlich hervorgehoben worden, wie man Seitens der Geistlichkeit Lehrer zum Gesang bei Procesfionen verwendet und, weil sie schließlich zu singen körperlich nicht mehr in der Lage gewesen, gestraft habe, und wie man die Lehrer auch außer den gesetzlichen Sonn- und Festtagen täglich zum Kirchendienst verwende, was ihre Gesundheit schädige und dem eigentlichen Schuldienst nachtheilig sei. Von einem förmlichen Antrag auf Abstellung dieses Mißbrauchs bat hier die Kammer nur deßhalb Abstand genommen, weil vom Regierungstisch überhaupt das Recht vindicirt wurde, auch jetzt schon die Lehrer und bezw. die Schulzwecke vor solchen Ausschreitungen zu schützen. Die Aufnahme ausdrücklicher Bestimmungen hat man dagegen rücksichtlich der zwei anderen Punkte für nöthig gehalten, und es läßt sich nicht leugnen, daß in dieser Hinsicht besondere Vorsicht geboten war. Es ist nämlich Thatsache, daß auch noch unter der damaligen Regierung, wenn auch sicherlich nicht mit deren Genehmigung, von der katholischen Geistlichkeit einzelner Orte in jenen Richtungen über die Schuljugend unbedingt verfügt und eine Nichtbefolgung ihrer Anordnungen in dem Schullocale und während der regelmäßigen Unterrichtsstunden strafweise geahndet wird, ein Verhältniß, welches nach Ansicht der Majorität der Kammer unter keinen Umständen fortdauern darf. Ob es übrigens nickt schon jetzt für die Regierung angezeigt sei, in Bezug auf die fraglichen Mißstände sorgfältige Erhebungen zu veranstalten und soweit möglich auch schon vor der Jnkrafttre- tung des Volksschulgesetzes Abhülfe herbeizuführen, das ist eine andere Frage, die wohl aufgeworfen werden kann, auf die wir aber heute nicht eingehen wollen. (N. Frkf. Presse.) Berlin, 31. Juli. Beim Herannahen des 2. September schreibt die Prov.-Corr.: „Die Bedeutung des 2. September 1870 für die Geschicke Deutschlands ist von je her in allen patriotischen Kreisen richtig erkannt worden. Gleich bei der ersten Nachricht von dem gewaltigen Schlage, der die Macht des französischen Kaiserthums zertrümmerte, stand in den Gefühlen des Volkes die Ueberzeugung fest, daß mit diesem Ereigniß nicht allein der siegreiche Ausgang des Feldzuges, sondern auch die Selbstständigkeit und die Wiedergeburt Deutschlands besiegelt fei. Dieser Eindruck ist durch den Verlauf der nachfolgenden Begebenheiten bestätigt worden und hat sich im Herzen der Nation als eine freudige und dankbare Erinnerung festgesetzt. Daraus erklärt sich der unablässig wiederholte und mit wärmster Begeisterung befürwortete Wunsch, daß der 2. September alljährlich dem Gedächtniß jener großen Ereignisse gewidmet und als ein Nationalfest gefeiert werden möge Kaiser Wilhelm hat, so oft Wünsche in der angedeuteten Richtung an ihn herantraten, sich stets dahin ausgesprochen, daß es unstatthaft sei, durch unmittelbares Eingreifen von weiten der Staatsleitung den Gefühlen und Kundgebungen des Volkes die Bahn vorzuzeichnen. Der Monarch hat aber keinen Zweifel darüber gelassen, daß es ihm zur Befriedigung gereichen würde, wenn das Andenken an die Großthaten des letzten Krieges und an Wiederaufrichtung eines Deutschen Reiches aus freiem Antriebe von der, Gesammtheit des deutschen Volkes alljährlich gefeiert und wenn für diese Feier der Tag des 2 September gewählt würde. In diesem Jahre roird dem Tage eine festliche Weihe durch die Enthüllung des Siegesdenkmals auf dem Königsplatz in Berlin zu Theil. Durch die Entstehung und Bestimmung des Denkmals, welches die Erinnerungen an die Feldzüge von 1864, 1866 und 1870—71 zasammenfaßt, ist die Enthüllungsfeier selbst auf gewisse Grenzen hingewiesen, welche bei den bezüglichen Anordnungen innegehalten werden müssen; aber die Wahl des Tages legt unverkennbar Zeugniß dafür ab, daß nach dem Sinne des Kaisers die Feier gleichzeitig die Bedeutung eines nationalen Festes hat, an welchem die ganze Nation freudigen Antheil nehmen kann. Bei dem Meinungsaustausch über die Wahl eines Tages für das nationale Erinnerungsfest haben sich die meisten Stimmen für den 2. September entschieden. Die Geschichte der jüngsten Vergangenheit ist so reich an Ehrentagen für die deutschen Waffen und an gewichtigen Ereignissen für die Begründung der deutschen Einheit, daß die Dankbarkeit der Nation mit den Schwierigkeiten der Auswahl zu kämpfen hat. Aber es handelt sich nicht darum, bis in's Einzelne abzuwägen, welchen besonderen Anspruch der eine oder andere Tag erheben darf, um in dem begeisterten Andenken des Volkes fortzuleben ... Es ist j-aer Tag, wo die verschiedenen Stämme Deutschlands um den allverehrten Oberfeldherrn geschaart, an Tapferkeit und Opferfreudigkeit wetteiferten und den höchsten Preis für deutsche Treue, deutschen Muth und deutsche Standhaftigkeit errangen; unsterblichen Ruhm und die L-icherstellung des Vaterlandes auf unantastbaren Grundlagen; es ist jener Tag, an welchem die Persönlichkeiten unseres Heldenkaisers mit ihrem segensreichen Eifluß auf die Gestaltung der deutschen Geschicke in den Vordergrund trat, jener Tag, dessen Bedeutung der fromme Sinn des Herrschers in die unvergeßlichen Worte zusammenfaßte: „Welch eine wunderbare Wencung durch Gottes Führung l" So möge denn die nationale Dankbarkeit den 2. September dauernd zu einem Festtag für das ganze deutsche Volk weihen." Fulda, 2. August. Durch Negierungsbeschluß wird von heute ab dem hiesigen Priester-Seminar die seither gewährte Staats-Subvention von 4000 Thalern entzogen. ßefterreicQ. Wien, 2. August. In vergangener Nacht brach aus bisher noch unbekannter Ursache im elsässischen Bauernhause auf dem Weltausftellungsplatze Feuer aus. Das Bauernhaus brannte gänzlich nieder, jedoch gelang es der von allen Seiten rasch herbeigeeilten Feuerwehr, das Feuer auf dieses Object zu beschränken. — Der Schah von Persien empfing gestern mehrere hier anwesende fremde Prinzen, sodann den Grasen Audrassy, den russischen Gesandten, den britischen und den türkischen Botschafter. Abends fand in Schönbrunn Galadiner statt, welchem der Schah mit seinem Gefolge beiwohnte. Der Schah hat dem Grasen Andraffy die Insignien des persischen Sonnen- und Löwenordens und sein Portrait in Brillanten verliehen. fraglichen Angelegenheit herbeizuführen. erbaten Verstärkung. in den Kopf wollte. Temperatur in Gießen, Juli 1873: NB. Wärmster Juli: + 16,79 (1859). niederste .... mittlere .... Mittel früherer Jahre "vit viuiu «inuuuiMiiu iutyi.il ut» tuui mtu c|[fa, Gedeihen und die Ehre der Landesuniversität an den Tag gelegt, durch ein dreimaliges „Hoch!" zu erkennen. Wir können diesen Bericht nicht schließen, ohne unsere Freude darüber auszu- von der Angle - Swiss - Condensed - Milk - Comp. m Cdt» 1 OllDCH tHC vvlUu) (Schweiz), pr. Büchse 39 fr., empfiehlt Emil Fischbach Commandant er war, üvciytwu «»v k„u erschöpft zu haben; 2) als Ober-Kommandant der Armee von Metz im offenen Felde eine Kapitulation, wonach seine Truppen die Waffen zu strecken hatten, unterzeichnet und, ehe er sich mündlich und schriftlich auf Unterhandlungen einließ, nicht Alles aufgeboten zu haben, was ihm die Pfiicht und die Ehre vor- aeschrieben; Verbrechen, welche in den Artikeln 209 und 210 des Militär- Strafgesetzbuches vorgesehen sind. Wird der Marschall dieser Verbrechen für schuldig erkannt, so" muß den erwähnten Artikeln gemäß die Todesstrafe !ls 'ln«n fcer ter 53^ Sklkiiei ttet. bei Ä** -»ehr Z * dm l ihre J« b« San. Il6er[)ai>))t daz ,e ^Hiwie "ch" Bchim- 1« n» Wut Bor- dn hw 9Unfi. vvn dn 1 Sihlilju- vnge» in bem geahn- r der Kammer schon jetzt für n;c iorMge oer Jnkrastke- anbere Frage, *1 ipoden. "ff- Presse.) n süMt V\t ejchiäeTeutjch- rkamit worben, der bie Macht fm bes Volkes siegreiche Aus- : Wiedergeburt us der nachsol- der Nation als ifldrt sich der ortete Wunsch, i Ereignisse ge- Wilhelm hat, alen, sich stets am Eingreifen jen bes Volkes fcariiber gelaj* iteilten an die res Deutschen ätschen Volkes September ge- Vethe durch die Tlin zu M. die Erimierun- renfayt, ist die bei den beM sahl des Tages des Kaiers die an welchem die inWsaustausth s haben sich die dichte der jung' -a Waffen und inheit, daß dte u kämpfen hat- welchen Wv bem d°S°iß«'°" Cie o-rsch'-de"-» zart, «n* t teutj^eSreyt' erb* ff“ ? mriafl®; » J, liiert mit i6'.., „v» ... pen ab. Nach dem Abzug war großer Jubel unter der Bevölkerung, die seinem Zimmer Stücke dieser Zeitung vorfanden. m . ct.nkv.on niidAPftprff unb auf Tbiers und die Potsdam, 25. Juli. Gestern Nachmittag, am Geburtstage der Prmzessm Charlotte, Glocken wurden gelautet, Fahnen am gesteckt Mw Hoch s y batten die kronvrinitlichen Herrschaften wieder, wie alljährlich im Sommer, die Schulkinder von Republik gebracht Abends war großer Zapfenstreich, welcher von den Pom- Dörfern Bornstedt und Nedlitz nach dem Neuen Palais zum Kinderfeste eingeladen. Unter Piers unter zahlloser Betheiligmig und Wiederholung der Kundgebungen ans- bem yoiantTitt toon i2 Hautboisten des 1. Garde-Regiments marschirte die sonntäglich geputzte aefübrt wurde Kinderschaar (135), Knaben und Mädchen, gegen 4 Uhr von ihrem schmucken Schulhause in yquyu luutvc . Bornstedt ab. Die Knaben führte der Ortsgeistliche Herr Preiß, die Mädchen der Cantor Herr SUQIUCIL Scheffler. Drei reich gemalte Banner, ein Geschenk der Frau Kronprinzessin, wallten im Zuge, r den die Eltern und'die noch nicht schulpflichtigen Geschwister nach dem schattigen Park von Madrid 31 ^ult. Ein Telegramm aus Sevilla bestätigt die Nach- Sanssouci begleiteten. Hier auf der weiten Rasenfläche beim Spiel- und Turnplatz der kron- e-L I m einfnrnpnfpi vermittelst De- prinzlichen Kinder fanden die Ankömmlinge neue noch nie bisher hier begrüßte Sptellameraden, richt der Brandlegung öffentlicher Gebäude durch Insurgenten vernu telst -p „ ' ad)t { Qöqiinqe des Friedrich-Wilhelms-Waisenhauses aus Berlm, deren Protectorin tcoleum. — Die Insurgenten in Cartagena rüsten die Fregatte „Mendez-Nunez nQd) bem Tode der Frau Fürstin Liegnitz die Frau Kronprinzessin ist. Die Waisen waren mit und den Krieasdampfer „Fernando" aus, um Truppen nach Valencia zu bnu- i(;Ten Erziehern und dem Vorstände des Instituts mittelst Extrazuges von Berlin herüberge- ien - Bei der Beicknesiuna von Almeria ist das Haus des deutschen Konsuls kommen. Die Kinder stellten sich im Schatten der Parkbaume auf, wo die konprinzlichenHerr- gen. — <)ei Der ^)e|a)iepung vvn n. „nd fnft für iedes Kind freundliche Worte hatten. Gam beionders sah trotz der aufgezogenen Flagge zerstört worden. AK ,tc. unb gedachte der zur Minorität gehörigen Kammermitglieder, die ihn in seinen Be- «ftanftretaj. strebungen unterstützt hätten. Die Versammlung folgte der Rede mit ungeteiltem Interesse und gab schließlich 31 otn\x tAernckstweise verlautet, daß der Graf von Paris sowohl Herrn Oncken ihr Einoerständnißi mit seinem Verhalten, wie auch dem Herrn Parts, 31 Jult. Gerucy I frhnmfinrh pinpn Besucb abuu Ministertal-Direktor non Starck ihre Anerkennung wegen des enormen Interesses, nach Frohsdorf abgeretst fei , um dem Grafen Chambord l ) ä bas derselbe für das Gedeihen und die Ehre der Landesuniversität an den Tag gelegt, statten. Thiers reist Montag nach der Schweiz ab. . durch ein dreimaliges „Hoch!" zu erkennen. DariS 1 Auaust Die deutschen Truppen haben Nancy geräumt. Wir können diesen Bericht nicht schließen, ohne unsere Freude darüber auszu- i *9ri,-hift Der Aaence Havas" zufolge ist das Gerücht von sprechen, daß Herr Oncken es verstanden hat, unter schwierigen Umständen durch PartS, 1. August. ^)er „agtiic: vaua» 6 18 i , _ maßvolles unb doch festes Auftreten einen ür die Unioer ität be riedigenden Abschluß der erfolgten Äbrei - des Grnfen von Pans nach Frohsdorf verfrüht Vie M- Angelegenheit h-rb-izuführen. reife stände aber unmittelbar bevor. - An einigen von den deutfchen Truppen aeränmten Orten fanden Kundgebungen statt, indem Hochs auf Thiers «nd Siermifchte« Gambetta ausqebracht wurden, die Manifestationen verliefen aber ohne ernste ö ( t m i f 4) t e ». Desiau. In der Nacht vom 21. zum 22. Juli ereignete sich in bem Dorfe Dip Behörden von Alicante schäften'sie besichtigten und fast für jedes Kind freundliche Worte hatten. Ganz beionders sah &,ie -veyorven von aucai re firoanpvini mjt jebcm bei Waisenkinder anhaltend Iprach. Die frilche, gesunde. u ..........Gesichtsfarbe der Dorfkinder erregte die besondere Aufmerksamkeit der Frau Kronprinzessin, was Madrid, 31. Juli, Abends. Die von den Insurgenten nach Almeria die hohe Frau gegen den Cantor besonders betonte. Dieser ließ nun auf Wunsch der hohen cfcro-trttfnn hnhpn an der Knuimbme der Stadt verzweifelnd, die dor- Herrschaften von seiner ersten Gesangsabtheilung das Lied: „Ich hab^ mich ergeben" singen, gesandten Fregatten haben, an Der Mmiayme oer öiavr ei|euiv, ^lcher Gesang dem Kronprinzen so gut gefiel, daß er ein zweites L.ed wünschte. Nach dieser tigen Gewässer verlassen. ri . , r . gesanglichen Einleitung des Festes setzten sich die Kinder an langen gedeckten Tafeln nieder, wo Madrid, 1. August. Es geht das Gerücht, daß die ^uccmjale ber unb ^a^ee ^um Zugreifen einluden. Getreu der guten Sitte wurde „bunte svauisckeu Bank in Valencia von den Insurgenten geplündert sei Der Angriff Reihe" gemacht, was den naturwüchsigen Bauernjungen erst gar nicht in den Kopf wollte, der Reaieruliastruvven auf Valencia wird für heute Abend erwartet. Alhama Die kronprinzlichen Kinder so wie die eingeladenen Kmder vornehmer Famrllen der Residenz der Regleruugsnuppen aus ^uiencia w l ) Madrid und machten die freundlichen Wirthe und ermunterten die Knaben und Mädchen zum flelßlgcn Zu- (Provmz Granada) erklärt sich zu tinem von der Regierung von Maorio uno * Nachher wurde getanzt. Den Reigen eröffnete der älteste Sohn des Kronprinzen, von Granada unabhängigen Kanton. Englische und französische Kriegsschiffe ^rini F^^ich Wilhelm, mit seiner Mutter, der Frau Kronprinzessin, und man sah, mit wel- ftnb auf der Rhede von Bilbao auaekommen. chem inneren Wohlbehagen der Vater das anmuthigc Bild betrachtete. Bald tanzten nun Kna AVztSwS i 9fita11ft Die intnnal'Ausstärlde nehmen mehr illid mehr bcn und Mädchen und die kronprinzlichen Kinder brav nut. Namentlich schwenkte sich Prinz MaorlD, l. August. 4Jie Mltonai-ZlllTliaiiDe, nepmeii mcyi uuu 'N WilbZm munter im Kreise und bevorzugte im ritterlichen Dienste die Waisenmädchen, den Eharakter eines Plünderungskrieges an. Die Besatzung der Fregatte „Kar- « 5£a' c tratfn bje Kinderspiele in ihr Reckt: Stangenklettern, Topfschlag, Sacklaufen, men," 80 Officiere und 600 Matrosen, machte sich anheischig, die Jnsurgen- Lotterie re. Der Preise waren so viele, daß jedes Kind beschenkt nach Hause ging. Um 6 Uhr temebiffe von Kartaflena zur Pflicht zurückzuführen; die Fregatte verläßt mor- verließen die berliner Waisenkinder den Park, um nach Berlin zurückzukebren, wahrend die Dorf- aen Ferrol. Nach einem der Regierung gestern von Malaga zugegangenen linder erstgegen 7 UhrunterHoch und Musik nach Hause marschtrten, nachdem Alle vorher Tclegiamm wäre dorthin die noch unbestätigte Nachricht gelangt, daß die Kom- »och (rftsickungcn erhalten hat en.________________________________ ____________ mandirenden der fremden Geschwader vor Malaga den Jnsurgenten-Khes Kon- treras, der an Bord des „Almansa" Malaga mit Bombardement bedroht habe, bedeutet hätten, daß die Jnsurgenteuschiffe sich nach Kartagena zurückzubegeben hatten und daß man eoentueU Sicherungsmaßregeln für die Ausführung dieser Anordnung ergreifen werde. Auf die Anfrage der nordamerikanischeu Unioiis- regierung,'ob die spanische Regierung für die Handlungen der Jnsurgentenschiffe die Verantwortung übernehme, wurde verneinend geantwortet. Bei einer gestern stattgehabten Unterredung zwischen dem General Martinez Kampos und den Insurgenten von Valencia machten letztere einen verrätherischen Ueberfall, in Folge dessen ein Theil von dem Gefolge des Generals getödtet wurde. Martinez hielt trotzdem den heute morgen ablaufenden Waffenstillstand aufrecht. Bilbao, 2. August. Don Karlos hat sich mit dem ^größten Theile —— ------------... seiner Streitkräfte gegen Biscaya gewendet. Es heißt, der Marsch gehe aus Fkuerversicherungsbank jur DeutlchlMü;u GiNya. Guernica und Don Karlos beabsichtige, den Eid auf Fneros zu leisten. <* Qufolge der Mittheilung der Feuerversicherungsbauk für Deutschland zu „ ''' " = (Zotha wird dieselbe nach vorläufiger Berechnung ihren Theilnehmern für 1872 Lokal-Notiz. ca. 70 Procent Gießen, 3. August. Gestern Abend erstattete unser Landtagsabgeordneter, Pro- nl« (Srhmriiift rurückaeben. sessor Or. Oncken in dem Lony'schen Saale vor einem ungewöhnlich zahlreichen ihrer Pramienemlagen als O ,p ßz, g Tbeilnehmer der Bank Auditorium Bericht über seine landständische Wirksamkeit, insbesondere in der bekannten Die genaue Berechnung ^s Autheils für jeden d B , Gießener Umversitätssragc. Er verbreitete sich anderthalb Stunden lang in ebenso ge. ^cr vollständige Rechnungsabschluß derselben für 1»/^, wlro am islive wählter rote gemäßigter Sprache über die Angriffe, welche der Finanzausschuß Meiter b » sn?DU(itß Mai d. I. erfolgen. Kammer gegen die Landesuniversität richten zu sollen gealaubt hatte, über den Protest.oes ^lonarv Versicherungen für die Feuerversicherungsbank bin ich des Senats gegen diese Verunglimpiunssen, über dre Verhandlungen, die er, Redner, dieser- j Zur AUnayme von oeigru-c».» u ' ° 1 halb mit dem Finanzausschüsse geführt, die Ehrenerklärung, die letzterer abgegeben habe jederzeit bereit, über die bezüglichen Auslassungen des Minisierialdirectors von Starck in der zweiten, Gießen, den 7. Januar 1873. Kammer, endlich die Gründe, die den Berichterstatter des Finanz-Ausschusses zu seinem^ Agent der Feuerversicherungsbank f- D-: Vorgehen in dieser Angelegenheit muthmaßlich bestimmt haben. Redner hob überall. ° sXf Ricker, die leitenden Gesichtspunkte hervor, welche für sein Verhalten maßgebend gewesen seien, 4™) + 6,0 R. + 15,70 „ -F 14,39 „ 4“ 25,0 „ 2,12 Par Zoll. 2,86 „ Rudolf Rosse m Frankfurt a. M 741/4 Oberhessen . 5 30—32 Ducaten KJ fl. 250 v. 1854 92 4 4 Oestr. 1858r 20 Frankenst. 9 19*/z—2O*/2 Engi. Lover. 11 46—48 Kuss. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 — Borsennachrichten» 2. August 1873 5% Elisabeth.-Prior. 857/e do. II. Emiss. — Ferner domicilirt: Berlin, Breslau, Cöln, Halle, Hamburg, Leipzig, München, Nürnberg, Prag, Stuttgart, Strassburg, Wien, Zürich. Prioritäten. östr. Stsb. Prior. 603/< östr s. Lombard 493 Livorneser 333 4 Toacaner 543/4 Action« Fr.mkf. Bank 146 Flankt. Vereins-Kasse 109 Darmst. Pankact. 403 Rheinische Hyp.-Bank 99 Wien Bankactien 1019 Oost. Creditact. 234!/2 Galizien 115 Action. 50/0 östr. F. St. E. B. 3521/2 Lombard. Bahn 197 Ludwigsh. Bexbach — Maxbnhn Bayer. Ostbahn 120*/8 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. — 30/0 3% 3°/0 5°/0 Bffimllcr Agenl Jä.mmtlidjrr Zeitungen des & und Auslandes. Aecht kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. Meine Niederlage davon in dec Expedition des Gießener Anzeigers empfehle id; zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsan u Johann Maria Farina in Köln. Anleheiisloose» Darmstädter fl. 50Louse 205 25 _ Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 fl. — Braunschweiger — 30 0 Oldenburg. ä40Thlr. 37 4O,o bayr. Pram.-Anl. 111 74 4% badische Locse 1091/2 Badische fl. 35 Loose 68i/g Preuss. 41/zO/o Oblig. 1041/8 Frankf. Zi/zv/g Oblig. 863/4 Nass. 41/20-0 Obi. 955/8 Kurhess. 4° 0 T 968/4 Gr. Hess. 5° 0 Obi. — r , 4% » 991/8 n „ 31/20/0 „ - Ba) er. 50.0 „ — „ 41 .0 0 1jährige 102 „ 40 0 1jährige 96 Wurtemb. 41/2°/o Odl. 1* 0’4 Baden 41/2° u ObL c. E. L. 101 Oesterr. Silberrente 65 - n „ Papierrente 603 4 Spanier, neuest. 3u/q 17’ 2 Amerik. Bonds 1881 r 100 „ , iS82r 97’ , „ „ 1885r 98'/z „ „ 1887r 99'/, Alleiniger Inseraten- Pächter des „Kladderadatsch“, der „Fliegenden Blätter“, des „Figaro“ in Wien. Alleinige Annoncen - Regie des „Deutscher Reichsanzeiger“ und „Königlich Preussischer Staats-Anzeiger“, „Berliner Tageblatt", „Deutsche Landes-Zeitung“, „Deutscher Gemeinde-Anzeiger“, „Capitalist“, „Revue finaneiöre allemande“, „Schweizerische Handelszeitung“, „Züricher Presse“, „Prager Handelsblatt“, „Feierabend des Landwirths.“ 3 <*oltlsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57—53 Pistolen . . 9 39—41 „ doppelte 9 39—41 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 . —. Prioritätsloose 139 I l860r Loose — H864r 1523/4 Wechsel» Amsterdam k.. 8. 981/4 Augsburg k. 8. 100 Berlin k. 8 1047/g Bremen k. 8. 105i/b Brüssel k. 8. 93Vfi Hamburg k. 8. lODi/s Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 118 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 923/4 Wien k. 8. 105V4 ditto m. 8. 1051/a ditto 1. 8. 105 Disconto 5 0/0 Besondere Bekanntmachung Oeffentliche Aufforderung. 3440) Nachdem Kaufmann Louis All- m enröder von Lang-Göns mit seinen ge' richtsbekannten Gläubigern ein Arrangement abgeschlossen, dessen Einsicht denJnteressenten in der Registratur des unterzeichneten Gerichts freisteht, werden alle gerichtsunbekannte Gläubiger desselben aufgefordert, binnen 14 Tagen ihre Forderungen bei unterzeichnetem Gerichte anzuzeigen und etwaige Einwendungen gegen das Arrangement geltend zu machen, widrigenfalls das- ■ elbe bestätigt und in Vollzug gesetzt wird. Gießen, den 22. Juli 1873. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. In Erledigung der Stadtrichter-Stelle: Ouvrier, Scriba, Stadtg. r Assessor. Stadtg. - Assessor. (((1 e m e i n c r Anzeiger. Akademischer Gesangverein. 3503) Anläßlich des Wegzuges des Herr Musikdirector Mickler hat der Vorstand auf Montag der 4. August, Abends 7 Uhr, in der kleinen Aula eine Generalversammlung anberaumt und erlaubt sich die verehrlichen Mitglieder zu deren recht zahlreichem Besuche hiermit dringend einzuladen. Der Vorstand. Ieil'geöotenes. Neue holländische Dollhäringe empfehlen 3397) 3. A. Busch Söhne. 3552) Ein Viertel Hafer im Alten Feld ist auf dem Halm zu verkaufen. Zu er- fragcn Flügelsgasse A. 79. Cinmachessige in bekannter Güte empfehlen (3501) ______I. A. Busch Söhne. Montag, Mittwoch u. Freitag, jeden Morgen Vr9 Uhr, frischer Zwiebelkuchen bei F. Wilh. Hartmann, (3467) Neustadt. 3328) Wir beehren uns hiermit anzuzeigen, daß wir Herrn Emil Fischbach, Seltersweg in Gießen, das General-Depot für Gießen und Umgegend des von uns zubereiteten Rindenuehrs, beste.-end aus Milch, Waizenmchl und Zucker übertragen haben. Rohrbach (Amt Eppingen, Baden) 1873 Giffey K» Schiele. Auf Vorstehendes Bezug nehmend, empfehle dieses seit mehre: en Jahren in Deutschland so vielfach in Anwendung gebrachte und von berühmten Aerzten anerkannte, vorzüglichste und billigste Nahrungsmittel für Säuglinge und kleine Kinder, die Muttermilch vollkommen ersetzend, auf's Beste. Preis pro 1/i Pfund-Büchse 42 kr. Gießen. Emil Fischbach. 1 Wohmmgs - Veränderung. Von heute an wohne ich auf dem Asterweg, im Hause des Herrn Spengler August Becker.________Valentin Herdt, Glasermeister. Alle Buchhandlungen und Postanstalten liefern: Aus allen Welttheilen. Jllustrirte Monatshefte für Länder- und Völkerkunde und verwandte Fächer. Nedigirt von Dr. Otto Delitsch. Preis jedes Monatsheftes r 7'/2 Sgr.; auch einzeln- Leipzig, Verlag von Adolph N e fe l s h ö se r. Inhalt des Juliheftes 1873: Thierleben am Bahr asrak, von E- Marno. Die Magalhaensstraße: 2. Die 'westliche Hälfte. — Die hohe Tatra, von E- Rockstroh. Capitän Hall's Tod und oie Mannschaft der „Polaris". — Aus dem japanesischen Volksleben: 2. Das Geschäfts- Kleben und seine Erheiterungen. — Jndianerunruhen: 1. Die Modoc. 2. Die Navajo. 13. Rede eines Indianerhäuptlings. — Prinz Adalbert von Preußen; Nekrolog von G. jJaquet. — Der russische Feldzug gegen Khiwa 1873, nebst Karte mit russischen Marsch- ; Unten. Die Thäler der Wehra und Alb im badischen Schwarzwalde und die Salpetere, von F. A. Stocker. Aus Persien. 24 Miscellen. Sitzungsberichte geographischer Gesellschaften. Neu eingegangene Bücher, Karten rc. Mit 9 Holzschnitten. empfiehlt Gg W'lh. Weidig. Apotheker in A r n st e i n bei Würzburg. worden. Dem Finder eine gute Belohnung bei der Exped. d. Bltts. 5 Vermischte Anzeigen. ein Agenten und Inspectoren (3549) (\er! . Bltts.___________ enthält: Ein Kind des Reichthums. Erzählung . von E. Härtner. — Gänge durch die g werden von einer deutschen Lebensversiche-! Wiener Weltausstellung von Richard Andree. rungs'Gcsellschaft ersten Ranges zu hohen HI. — Aus der Geschichte der Spielkarten. Provisionssätzen, sowie mit fester Besol- Mit 7 Illustrationen. -- Constantion von düng, Reise Diäten und Anrechte auf Kaufmann, der Eroberer Chiwas. Mit Alterö- u. Wittwenpcnsionen angestellt. Porträt- Der Nationalrath. Roman von Bewerbung-n mit Referenzen unter <5. r* 3545) Mehrere Wagen Mist hat zu verkaufen__________Posthalter Krausch. 3549J Einmach - Essig 3547) Bewährte Flechtenmittel sendet 'st der Laden nebst Logis zu vermiethen bet genauer briefl. Mitthlg. C- A. Gabler, und sofort zu beziehen.I. Roth. 3» A. Äusch Söhne. 3086) Zwei große Familienwohnungen —~777— ------ und eine kleinere Mansardenwohnung nebst 3543) Fetnsten Einmach-Essig allemZubehör pr. 1.October zu vermiethen- empfiehlt Carl Hoffmann. CH. Spruck- § fl 11 3551) Zwei möblirte Zimmer, das eine ?? . O , mit Cabinet, zu vermiethen. Weidgasse sind von jetzt an wieder zu haben bei Lit. B. 98. _____i 3519) Ein Familienlogis ist an eine ruhige 3522) CtltdCtitarihf? Familie zu vermiethen und den 1. No- -4) VI.CUI ruißLHiutprc oember ju bqidjen. Näheres bei der Exped Gurken empfehlen d. Bltw. Redaclton, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ-Druckcrei (Fr. Ehr- Pietsch) in Gießen.