Meßmer Anzeiger Anzeige- und Amtsötatt für den Kreis Hiessen 1S73. Mett- Nürnberg, L VVIl IWiit r , -V « c - < rr ist von allen französischen Generalen deriemge, dessen schmetterte am 8. Angr'st des ,,icyrecma)en . Fortissimo- Da sprach die ganze Stadt nur noch von dem Helden Mac Mahon, ‘tflft. r, zu den M gegen ten, Voll- <2317} ien zu den vtertelZLhrlg 1 R. 13 h. mV. Srtngerlohv. Durch die Zvst bqipfltn vierteljährig r st. 29 k. h ter „fü"0“ ,„.U Berlin 1 ’CajuW/ icber Pro»«» ssen ni ssen, n Raivz. SrjcheiRt täglich, «ll SW nähme Sonntagö- Kxpedition: Tanzletber^. Bit v Rr. 1. ;ä$ jBltWfW0* _________ Krov! <“r/ä -v'e pH. die Journale füllten ihre Spalten mit tönenden Hymnen auf den Besiegten, der doch ein Sieger sei, und selbst das Volkslied bemächtigte sich seiner Person und schmückte sie mir dem Flittergolde unbegrenzter Popularität. Ein fraiizösi- sches Cürassier-Regiment war in der Schlacht niedergcmäht worden; Mac Mahon, zwei Tage nach seiner Niederlage durch Nancy reisend, wurde über das Schicksal eines Cürassier-Officiers befragt: „Des cuirassicrs antwortete er harsch — „il n*y en a plus !“ Ein Echo der Bewunderung hallte durch die Presse- Jl n’y a plus de cuirassiers . . . welche Einfachheit, welche Größe, welche" Epik des Ausdruckes ! ... so spricht kein gewöhnlicher Mensch ... so tönt die Sprache des Helden . . ." Dies war der Styl, in welchem die Journale der Hauptstadt, fast ohne Unterschied der politischeni Karb^ über den Feldherrn sich ansließen; an allen Straßenecken kreischten Bänkelsänger das rasch entstandene Lied: „les cuirassirs de Reichshoften , und Villemcssant, der Stimmführer der Freudenpresse, stellte sich an die Spitze emer Nalional- Sikbscription, die dem Marschall einen Ehrensäbel zur Stelle schäften zollte. Dies Alles nach emer Niederlage. Der Convent ließ die Generale kopftm die eine Schlacht verloren — die Pariser von 1870 hätten am liebsten dem Marschall Mac Mahon das Pantheon eröffnet, weil er so unklug war, vom deutschen Kronprinzen sich auf's Haupt schlagen zu lassen Noch standen sie eben im Stadium der Harmlosigkeit, wo zehnfache Uebermacht, md)t bei’ Berrath der eigenen Heerführer, den Sieg des Feindes erklären mußte Mac Mahon aalt ihnen als ein Märtvrer des Schicksals, der . bei erster Gelegenheit als Heiland sich glänzend eiitpuppen würde; priesen sie ihn, so pnejen sie sich selbst; der Weihrauch, den sie ihm spendeten, war eine Befriedigung des nationalen Eigendünkels, ein Balsam gegen die Dn.bsal veS Moments. Durch das Unglück, Andere jagen: durch den Fehler Mac Mahon s war der erste Theil des Kriegs-Epos entschieden; für den Glauben an den Rettungsberuf des Feldherrn gab es keinen stichhaltigen Grund. Aber der ^aube bestand er hielt wie mit den unsichtbaren Fäden einer Volksiegende die Gcnmther umstrickt. Traurig war der Anfang des Krieges, trostlos der Ausblick in die Zukunft, doch was that's! „Wir haben ja Mac Mahon !" sagteleichten^Herms der (Spieler — „und Bazaine", secuudirte sein Nachbar. Mac Mohon und Ba- zaine aalten als die prädestinirten Retter des Landes. Auf demselben Leldeus- weae, für Beide mit Niederlagen und Capitulationen gepflastert, gelangte Jener iii's Präsidenrschafts-Gebäude, Dieser in's Gefangnlß. Zu viel der Ehre für den Einen, für den Anderen vielleicht zu viel der Schmach! Nach der Schlacht von Magenta hätte der Zufall zum Herzog geadelt werden sollen, bei Reichshofen focht militärischer Unverstand, Mac Mahon 'war immer ein tapferer Soldat, immer ein mangelhafter Stratege gewesen. Gegen die Versailler Truppen, die er unter dem Commando Thiers befehligte, hielt sich selbst die Scheinarmee der Commune monatelang, und um PanSzu , nehmen, bedurfte es wieder des dienstwilligen Zufalls, der ihm den ^errather - Ducates in die Arme führte. T , , Ist der Militär nicht so bedeutend, als seine-Landlern e glauben, so kou- i neu wir dagegen d-'m Menschen eine gewisse Achtung nicht versagen. Schade, daß die Greuelthaten, welche die Versailler Truppen in Paris verübten und die wohl das energische Auftreten des Befehlshabers hatte verhindern können, finstere Schatten auf das Bild werfen! Mac Mahon diente dem Kaiserthum, rüg'dessen Ehren und Würden, vertrat es nut beinahe lächerlichem Pompe bei der Königskrönung in Berlin, regierte nach seinem^ Vorbild in Wnm, dessen Vicekönig er um ein Haar geworden wäre, und hatte auf em Wort des Kaisers den Degen für jede Sache gezogen. Allem politische Ueberzeugung, persönliche Sympathieen kamen dabei nicht m Frage, eben nur, weil sie gar nicht existirten. Familien-Tradition, wäre sie ihm maßgebend'gewesen, hatte ihn an die Partei der Legitimisteii fesseln müssen. Der Marschall stimmt ans Alt-Irischer, gntkatholischer Familie, die nut dem Hanse Stuarts sich verbündet hatte; sein Vater war Pair von Frankreich und em persönlicher Freund Karls X.; seine Frau steht in engstem Verwandtschastsverhaltniß zu den Burggrafen des edlen Faubourg — kurz, es fehlt nicht an gewichtigen Mottven, die bei dem Marschall für die Sache der Bourbonen werben. Doch fein ol- datisches Gemüth verstand nie sonderlich die Rücksichten der Parterpolltlk und widmete dieselbe Treue jeder Regierung, den Orleans wie den Bonapartes. , Sedan trennte ihn von den letzteren. Der dringlichsten Einladung zum Trotze : blieb er von Wilhelmshöhe ferne und ging lieber nach Wiesbaden, um dort ; seine bei Sedan erhaltene-n Wunden auszuheilen. Befreundet nut d Aumale, : mit Thiers auf bestem Fuße lebend, steht der Marschall heute m Zlemlich kühlem Verhältniß zu den Bonapartisten, und auch der tot>te nicht, ihn aus seiner Reservestellung heraus zum Lelchenfeste nach Chiselhurst zu locken. Ein wohlthuender Zug des Anstandes und der Ehrlichkeit der Franzose hat für beide Tugenden das Eine Wort: honnetetc kennzeichnet das Thun und Lassen des Herzogs von Magenta; das unterscheidet ihn gar vortheilhaft von manchem seiner Heeresgenosseii. Manbetrachte ihn beispielsweise neben dem Marschall Conrobert- Wie dieser geschwätzig, Blagnenr und nre, wav ivui Bramarbas ist, uns an den Miles gloriosus der römischen Comodie ermnert ledern, bie man dem Besiegten .st jener schlicht, einfach, wortkarg im Unigang, und wäre er nm. em beff rer »u« ............ bis dahin fWtanhjA Ä -- i ieni««, d-ssm *8. «u9-.fi d-s „schr-ckliche.." un^-nW-rtam kür.chen ist.- Mac Mabon, Präsident der französischen Nepnbltk. Im siebzehnten Jahre Kriegsschüler zu Saint-Cyr, Capitäu im fünfuud- rwanzigsten, Oberst im dreiunddreißigsten, Divisions-Generals im sechsundvierzlg- sten, Senator im achtundvierzigsten, Marschall im einundfünfzigsten, Gouverneur von Algerien im sechsundfünfzigsten, Präsident der Republik im sunfund- sechiigsten Jahre — dies ist die verlockende Lebensklimax, welche der Auserwahlie der Versailler Monarchisten, der neuerstandene „Retter" der französischen diation in dem verhältnißmäßig kurzen Zeiträume von fünfuudsechzig Jahren erklommeii hat. „Thiers ist gestürzt — es lebe Mac Mahon!" So tönte es heute durch die'Hallen des Versailler Königspalastes, und wer nur in Frankreich moiiar- chisch fühlt und freiheitsfeindlich denkt, freut sich der neuen Regierung. Wo Marschall Mac Mahon das Regieren erlernte, wäre schwer zu sagen. Seme legislatorische Thätigkeit als Senator stand immer unter Null, fein Walten als algerischer Gouverneur war rein militärisch; um Staatsgeschafte hat er sich nie gekümmert. Er war so glücklich gewesen, in dem Tornister, den er m der Militärschule getragen, einen Marschallsstab zu entdecken; vielleicht erftaiurte er selbst nicht wenig, als er bemerkte, daß neben dem Marschallsstabe auch em Präsidenten-Scepter lag. Das Scepter war ein Schwert — das gab beiden Monarchisten der Nationalversammlung den Ausschlag. Vor einem Jahre schon planten sie eine Regierung an der Spitze. Der Marschall sprach damals von seinem schlichten Soldatensinn, der am Regieren keine Freude siude, und Veuillot schrieb in seinem Schmerz: „Wir brauchen ein Kreuz oder einen Degen . . . der Degen weigert den Dienst ... so laßt uns beten, Freunde. Vemllot betete angestrengt und nut ihm das Heer seiner Freunde. Das viele Beten erweicht den härtesten Stahl, und der sprödeste Degen muß zu Kreuze kriechen, wenn ihn die Andacht unaufhörlich attaquirt. 9ttm sind die frommen Wünsche in Erfüllung gegangen: der in Mac Mahon verkörperte Troupier steht heute an der Spitze des Staates — wie lange, wird die Zukunft lehren, die im Schooße der Götter ruht. Ans dem Soldatenleben des Marschalls leuchten vor Allem zwei merk würdige Momente hervor, die unter der Signatur von Magenta und Würth in der Geschichte verzeichnet stehen. Zwei Schlachten,, die eine siegreich, die andere eine schwere Niederlage, bilden den Grundstein jemes Feldherrnruhmes. Ans dem Schlachtfelde von Magenta schwankte das Kriegsgluck unentschieden von hüben nach drüben; es gab drangvolle Augenblicke für französische ficer und die Gefahr der Gefangennahme trat oamals schon bedenklich drohend » Da fügte eä ein glücklicher Zufall daß M°c Mahon zur guten Stunde eingriff, die Schlacht zu Gunsten Frautte.chs enttch.ed. Noch auf dem Schlach.felde reichte ihm der Ka.,er den Marichallostab zugleich mit dem Herzoashnte. „Hier, meine Herren," soll er dabei zu seiner Umgebung ge faat haben hier ist der Marschall Mae Mahon, den ich mit demselben Er- , folge meinen gwunben wie meinen geinben voefieUen fann." »iapo.eon , ' der große Plagiator, mackte sich zum Nachsprecher Heinrichs IV., der Aehn- liches von seinem Marschall Biron zu rühmen pflegte • • • , ’ Ganz Frankreich pries den Herzog von Magenta. An entern heißen Somimrtaae kehrte Bonaparte als Triumphator nach Pans zurück, jn jer» lumpt-r Feldrüstung, von Staub und >schmutz bedeckt, damit ihr Aussehen desto martialischer wäre, zogen die Sodaten der ttalieiuscheu Armee durch !die Straßen der Hauptstadt; dem Zuge voran hinkten Verwundete den Triumph desto «irksamir zu inseeuireu, sollten auch die Schreckei, des Krieges angedeitt t werden Es war ein Jubeln ohlle Ende; von den Balcons herab wehten Fah- ' nen arüßttn weiße Tücher, winkten Blumenkränze, und selbst die Femde des Kaiserthums ließen der Freude die Zügel schießen . . . Vive Mac Mahoni tönte es plötzlich von allen Seiten, und der voruberrettende Marschall, durch den geräuschvollen Enthusiasmus beinahe in Verlegenheit gebracht, salutitte nack reckts und links. Ich sah den berühmten General damals zum ersten Male. Sein Anblick war keineswegs imponirend; das militärisch gekürzte Haar schimmerte bereits in's Silbergraue hinüber, das magere Gesicht verneth kine» bemerkenswerthen Zug, und der uiivernieidliche Schnurr- mid Kneb^bart -w -“TÄ? d k Ä di Eiieraie dis Gehorsams nennen mochte. „Sie müssen schlechter- dü gs ^deii Malakoffthurn. nehmen," sagte Pelissier, der Belagereri von Sebasto- pol zu dem damaligen Divisions-General. „Je !e prend‘m‘‘ « t omtete W KFÄK-58. MS ä-ä? tfir ä as L..L7 I «Annahme des Malakofithiirmes", den hochdramatischen Moment verewigt, beste , zu reden : verballhornt. Aus dem General, der ohne Zwei el entfach sprack und kämpfte, machten die Maler einen geleckten ^^^che^e l. war Der Jubel, der den Sieger von Magenta in Pans begn ß , er indes; im Vergleiche zu den lärmvollen Lobliedern, die man em es g von Wörth zujauchzte? Die Rnhmespo aune. ' JraniüTtdj. Mi.v uni Uli uup schnelle Rückkehr zu den alten Bedingungen iN Stea bpr ^hppn imh hpr Syirincihti'ti hi»ä kröne Amerika. Washington, 31. Mai. Der Kriegsminister Belknap hat die mexika- General Sheridan ist den Kaiser: verloren . . 2596) Kül Morgens 11 ütrjtorbcncn meifJerö Ca Zähre ocrpa Rodheim, Sam DO 7 S . . . Nur Einer That möchte ich noch gedenken, weil sie des Marschalls männlichste That war und bei keinem seiner Kameraden Nachahmung fand. Nach der Niederlage bei Wörth griff Mac Mahon zur Feder und berichtete an H in der Es solle r L 1 O O f / "* I v y l | V ll pv V^V । V V | vll^ feine Verdienste seien noch in Aller Erinnerung Jetzt aber habe ein gebieterisches ^Bcdürfniß nach Sicherheit die Rechte veranlaßt, sich um den Verwundeten von Sedan zu schaaren, dessen Muth und Loyalität Jedermann Vertrauen einflößen. — Mac Mahon will dem Vernehmen nach alle constitutionellen Fragen bis nach Räumung des Gebiets vertagt haben. ßrai fabn mit ba mit ihren b Das eine Jt soll auf du im llniversik Hudle von onstkigert w Da Flurs tragt, den < >15 Kleefeld Gießen, bi Gro Wien, 1. Juni. Der Kaiser von Rußland, der Großfürst-Thronfolger und Gemahlin und Großfürst Wladimir trafen um 2i/2 Uhr auf dem No'rd- Spanien. Die amtliche Zeitung veröffentlicht ein Detret, wonach in Zukunft keine Adelstitel mehr verliehen werden sollen und der Gebrauch derselben in den Civilstands-Registern und öffentlichen Documenten, wenn auch nicht im Privatleben, verboten wird. Auch werden die Adeligen der Verpflichtung enthoben, die Genehmigung des Staatsoberhauptes zur Verehelichung einzuholen. Dem Vernehmen nach hat der Finanz-Minister die Absicht —, welche den frühern Erklärungen der Regierung zuwider laufen würde —, den Zinsfuß der öffentlichen Schuld durch Einführung einer Steuer zu vermindern, bis die Besserung der Finanzlage .deren Aufhebung ermögliche. Mit Hülfe solcher Mittel soll Tutau den Cortes ein ausgeglichenes Budget vorzulegen gedenken. Ferner heißt es, die Regierung werde die Bank ermächtigen, 1500 M,klonen Realen in Papiergeld mit Zwangscours auszugeben. Dorregaray marschirt auf Logrono zu. Die republikanischen Truppen sammeln sich, um ihn anzugreifen. Der Carlisten-General Elio ist mit seinen Schaaren in die Provinz Biscaya eingcrückt, so daß man in Bilbao Verthei- digungsmaßregeln ergreift. Aus Barcelona Dom, 28. v. M. wird berichtet, daß die Carlistenführer Cucala und Quico in Joffedembara bei Tarragona eingedrungen sind, wo sie die Freiwilligen entwaffneten und eine Contribution von 10,000 Duros erhoben. In Barcelona wurden 40 carlistische Gefangene eingebracht, welche die Soldaten gegen die Wuth des Volkes beschützen mußten, das ihren Tod verlangte. Auf zwei vor Cartagena ankernden Kriegsschiffen sind Meutereien ausgebrochen, jedoch bald erstickt worden. Ottilien. Die Partei der Ordnung, die Vertheidiger des Rechtes, die Freunde des heiligen Vaters, die getreuen Söhne der Kirche können mit Befriedigung und Dank gegen Gott auf die „wunderbare Wendung" blicken, die sich soeben in Frankreich vollzogen hat, endlich zu einer erlösenden That sich ermannt und, den entscheidendsten Schritt auf dem Wege zum Siege des katholisch-monarchischen Princips gethan hat. Wir werden nun bald die Krone sprechen hören. Die in's Herz getroffene Partei der Revolution wird alsbald in Frankreich sich erheben wollen, um definitiv niedergeworfen zu werden und dem legitimen Königthum Platz zu machen. In Italien wird sie jenen traurigen König Victor Emanuel Hinwegfegen, und dann von Frankreich gebändigt und auf's Haupt geschlagen zu werden und einer neuen Ordnung die Bahn frei zu machen. Die Revolution wird sich nicht auf Frankreich und Italien allein beschränken. Die Pforten der Hölle werden sich überall öffnen, aber den Fels, der da ist die katholische Kirche, werden sie nicht überwältigen. Wir stehen am Vorabend großer gewaltiger Ereignisse am Ufer eines Meeres von Tbränen und Blut. Aber jenseits erwartet' uns ein Eiland des Friedens, der Triumph der Kirche und der Gerechtigkeit." Straßburg, 1. Juni. Eine Verfügung des Oberpräsidenten verbietet für Elsaß-Lothringen die Verbreitung des in Speyer erscheinenden Sonntaas- blattes „Der christliche Pilger." Dcfteivcidj. die Reichstagssession sich noch lange Wochen (des Fürsten Bismarck hierhin zielenden gestrigen Worten lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen) hinziehen werde, rechtzeitig dem Reichstage eine Regierungsvorlage zustellen zu können, welche den gleichzeitigen Abschluß des Münzgefetzes und der Papiergeldfrage ermöglichen soll. Berlin, 2. Juni. Heute Mittag findet die Vorstellung des diplomatischen Corps bei dem Schah von Persien statt. Berlin, 3. Juni. Nachdem es constatirt ist, daß die asiatische Cholera durch Holzflösser nach Schnlitz und Schillno eingeschleppt wurde, sind in Gumbinnen, Schulitz und Graudenz Revisionsstationen eingerichtet und in Schillno fünftägige Quarantäne angeordnet worden. Potsdam, 2. Juni. Der Schah ist mit 14 der vornehmsten Herren seines Gefolges gestern Mittag unerwartet in Potsdam angekommen. Er machte einen Besuch bei der Königin-Wittwe, dem Kronprinzen und den Prinzen Karl und Friedrich Karl. Im Garten von Sanssouci besichtigte er die neuen Orangeriegebäude und kehrte am Nachmittag nach Berlin zurück. München, 31. Mai. Der bereits kurz erwähnte Artikel des ultramontanen „Vaterland" lautet: Der populärste General Frankreichs, der „Uliramontane", Mac Mahon, 'dessen Frau erst vor wenigen Monaten eine Procession von 100,000 Theilneh- mein nach Lourdes geführt, um die Hülfe der heiligen Jungfrau für Frankreich und den heiligen Vater zu erbitten, Präsident der französischen Republik — fürwahr: welch wunderbare Wendung durch Gottes Fügung! Und Bismarck? Nun, wir begreifen, daß der bereits wieder „seine Nerven" hat und sein Varzin aussucht, um sich zu erholen von diesem Schlage, der auch ihn und seine Pläne getroffen hat. im Das die täglichen 2 Mittt 1) Marge Butzda (bei G Donne 2) Morgi Gründ Hectar Taunu 3) Nachm marfui 28 2)j Samir Frei, 1) Mvrg Ander . Hectai 'O Darm marfu 70 L Moor, .. Mon «) »orB, Will and 9 2 H' , 'Nen , Aittr 8 Srben wn 1) 3) 4) 5) s 7) 8) Al Nom, 2 Juni. Der neuernannte deutsche Gesandte, Hr. v. Keudell, ist Hierselbst eingetroffen. — Die Deputirtenkammer genehmigte den Gesetzentwurf über bie Einführung von Postkarten zum Preise von 10 Centimes. Turin, 2. Juni. Dem Herzog Amadeus von Aosta ist eine Bürgerüberreicht worden. JlußCanÖ. Petersburg, 3. Juni. Das amtliche Blatt w'ist auf die von russischen Flüchtlingen gemachten Versuche, die in Zürich studirenden russischen Frauen in revolutionäre Umtriebenetze zu ziehen, hin. Türkei. Konstantinopel, 1. Juni. Der englische Gesandte hat, wie die „Agence Havas-Reuter" meldet, der Pforte gestern officiell angezeigt, daß England mit den vorgeschlagenen ägyptischen Gerichtsreformen einverstanden sei. — Seit vier Tagen haben sechs mehr ober weniger große Feuersbrünste stattgefunden. . _ Parts, 30. Mai. Heute wurde der von de Rainneville im Namen der „Sire! ich schlug mich bis 5 Uhr Abends und habe die Schlacht Commi,sioii, die mit der Prüfung der Handlungen der Regierung der nationa- ' So begann der militärisch stramm gehaltene Rapport. Kein len Vertheidigung betraut ist, verfaßte Bericht vertheilt. Dieser Bericht findet französischer General hat nach Mac Mahon denselben Ton der Aufrichtigkeit daß das Kaiserreich Krieg geführt habe, ohne militärisch oder diplomatisch darangeschlagen, zu dem muthigeu Geständniß so rückhaltlos sich aufgeschwungeii. auf vorbereitet gewesen zu sein, daß die Männer vom 4. September nicht ver- Dies war die Sprache eines ehrlichen Soldaten und verdiente zu jener Zeit standen, besser zu handeln als das Kaiserreich, und schließt mit der Ansicht daß allgemeiner Verlogenheit in der That den Ehrensäbel, für welchen Villemessant Frankreich seine Hoffnung auf eine f * .. w;wi ... die Subscription eröffnete. der europäischen Politik und auf den' Sieg "der Ideen" und der PUncipieu des ... Ich weiß nicht, welcher Mann von Geist die Ehrlichkeit einen glück- Übergewichtes setzen müsse, welcher den Frieden zwischen den verschiedenen lichen Zufall nannte. Beruhigend ist es jedenfalls für die schwerbedrängte Racen und den verschiedenen Stämmen Herstellen könne. Rainneville bildet sich Republik, daß Mac Mahon, der Freund des Zufalls, auch hierin dessen Gunst also ein, daß Frankreich jetzt Alles in's Werk setzen soll, damit es seine vorgenießt. An dieser Stelle haben wir nicht zu untersuchen, ob ehrlich zu sein herrschende Rolle wieder einnehme. Naiv ist es aber, dieses in erklären wäh- dem neuen Präsidenten der französischen Republik genügt, um der verzweifelten rend der „Feind" noch wichtige Stellungen im Lande besetzt hält. Napoleon I. Situation die Stirne zu bieten und dem Drängen der Monarchisten zu wider- hätte, wenn die von ihm Besiegten officiell eine solche Sprache geführt sofort stehen. Auch ein ehrlicher Monk ist denkbar, und ehrlicherweise kann man glau- wieder zum Schwerte gegriffen. ben, die Zügel zu führen, da man nur das fünfte Rad am Wagen ist. Wider Paris, 3. Juni. Eine Proclamation Mac Mahon's an die Armee Willen ein Spielzeug zu werden in der Hand der rücksichtslosesten Verschwörer- sagt: „Indem die Nationalversammlung unter Euch den Präsidenten der Repu- bande, das wäre ein trauriges Ende für eine im Grunde ruhmreiche (Saniere, blik erwählte, hat sie Euch das Vertrauen bezeugt, welches sie in Euere Loya- Dem guten Rufe des Soldaten, den Thiers als modernen Bayard pries, wäre lität, Eueren Patriotismus und Euere Entschlossenheit, die Ordnung und Ach- ber Leichensteiii gesetzt . . . Leidenschaftslos, trotzdem die Aufregung des Mo- tung gegen das Gesetz aufrechtzuhalten, setzt. Der Marschall kündigt sodann mentes auch den fernstehenden Zuschauer ergreift, haben wir den Lebensgang die Ernennung des Generals Ladmirault zum Oberbefehlshaber der Armee von des neuen Präsidenten überblickt, das Gute mehr betonend, als das Schlechte. Versailles an und schließt: „Ihr werdet Die bleiben, als welche ich Euch immer Der Nachfolger Thiers' zu sein — das gilt uns heute als sein größter Fehler, gekannt habe, treu der Devise, welche die Tapfersten unter Euch auf der Brust ___________________ tragen: Ehre, Vaterland, Tapferkeit, Disciplin." — Der Minister des Innern fordert in einem Rundschreiben die Prä- Deu(fcf)fani). fecten auf, sich an die Spitze aller ehrlichen Leute ohne Unterschied der Par- m n . c toten gu stellen und verpflichtet sie zu gewissenhafter peinlichster Beobachtung Berlin, 30. Mai. In der gestrigen Reichstagssitzung dementirte der der Gesetze. - General Leflü behält den Borschafterposten in Petersburg Präsident des Reichskanzleramts, Staatsmiuister Delbrück, auf das bestimmteste General Ladmirault, der zum Obercommandirenden der Armee von Versailles das in verschiedenen Zeitungen stehende Gerücht, als sei das Münzgesetz für ernannt ist, behält zugleich den Pariser Gouverneurposteit. — Ein Bericht des diese Session in Frage gestellt. Im Gegentheil lege der Bundesrath den größ- Centralvorstaudes der Industrie- und Handelskammern constatirt einen erhebli- ten Werth darauf, daß das Gesetz zu Staude komme. Ueber den schwerwie chen Geschäftsaufschwung seit Mac Mahon's Ernennung zum Präsidenten der genden § 18 des Gesetzes (Papiergeldfrage) ständen die Negierungen so eben Republik. - Prinz Napoleon hat bei deni französischen Consul in Mailand in Verhandlung. Aus den Vorschlägen und Gegenvorschlägen werde sich Hof- um einen Paß nach Frankreich nachgesucht. Die Negierung ermächtigte den fentlich ein Ergebniß Herausstellen, welches als besonderer Gesetzentwurf über Consul zur Ausstellung des Passus. Der Prinz beabsichtigt gutem Vernehmen die Papiergeldfrage dem Reichstag, wenn auch noch nicht in nächster Woche nach, die Rückkehr nach Frankreich indessen nicht, sondern wollte nur sein Recht zugehen werde. — Das Dementi geht, wie uns dünkt, auf weitem Umwege; zur Rückkehr constatirt sehen. — Der Prinz von Joinville sagte in einer Rede bei denn es leugnet nicht die aus dem Reichstagsbeschlusse fließende Verzögerung der Bezirksausstellung m Laugres, Thiers sei Frankreichs Hauptstütze gewesen des Zustandekommens dieses Gesetzes, sondern hofft nur, weil wider Erwarten seine Verdienste seien noch in Aller Erinnerung Jetzt aber habe ein aebieteri- Ievölkeru" «B 5 ta I'1" A Scheid"^ sch bekamt » fier den Le ßapitan jo Wir Mac Grant ane' uno wemaytin mw Grotzsnrst Wladimir tra en um 2y2 Uhr auf dem Nord- uische Negierung benachrichtigt, daß er die Verfolgung der Viehdiebe auf mexi- bahnhofe hlerselbst ein, begleitet von dem Kaiser von Oesterreich, der den russi-kanifchem Gebiete durch General Mackenzie billige General Sheridan ist scheu Herrschaften bis Gänserndorf cntgegengefahren war. Von der Kaiserin'bereit, in's Feld zu ziehen gegen die Kickapoo- und' Lipan-Jndianer. und allen Erzherzogen und Erzherzoginnen am Bahnhöfe empfangen, fuhren! - Im Staate Louisiana sind einem auf der Versammlung der histori- beide Kaller zilsaminen nach Schonbriinn , der Großfurst-Thronfolger nebst ©e-ifeben Gesellschaft zu New-Orleans gehaltenen Vorträge zufolge in diesem Jahre mablin, sowie der Großfürst Wladinur ui die Hofburg. 'eine Million Acres Landes weniger, als im Jahre 1860 angebaut. Die weiße ?. w* »ot= ™pokon I fofot ' 9!ai«eit be 'W f*l 7'iich M boj 8tbln«“ngen ‘^iebent. b|t Am« " der R-pii- «n Loy», ; N M Ali- W jo’bann [ arince von M immer , "f der Brch! 'en die Pch ed der Par. Beobachte Petersburg, n N* Bericht des inen erhebli- isidenteii der in Mailand nächtigte den; i Bernehmen! ir sein Recht «er Rede bei 1 itze gewesen, l ein gebieten- Berwmideten -rtrauen ein- lellen Fragen jukiinst keine | eiben in den [ im Privat- ! ng enthoben, >olen. Dem! den stühm ß der öffent- tie Besserung Mittel soll Ferner heißt ealen in Pa- ! chen Truppen J ist mit seinen i bao Berthe!- - arlistenfühm sind, wo sie Duros erho- t, welche die ! ^od verlangte, i enteil ausge- r. v. Keudest, »en GeWt- ntiine5 eine Olger- K von russischen Frauen al, 1 it, in s* ;nW lliÄ.T bringe ft«“' l bit i- -«! ;brtib«" ’f £j( Wk>^ Bevölkerung hat in diesem Staate im letzten Jahre um mehr abgenommen, als sie in den letzten 12 Jahren zugenommen, und der Werth des Grundeigeuthums ist um 20—90 pCt. gefallen. Sollten diese Angaben auch nur zur Hälfte richtig sein, dann läßt sich nicht verkennen, daß dieser Staat schnell seinem Verfalle entgegeneilt. Y . ,, — Der oberste Gerichtshof hat die vom Senator Summer nachgesuchte Scheidung von seiner Frau wegen erwiesenen Ehebruchs bewilligt. Die Dame hat sich bekanntlich vor mehreren Jahren mit einem Diplomaten davon gemacht und lebt gegenwärtig in Venedig. Kläger wie Verklagte waren vor Gericht nicht persönlich erschienen und nur durch ihre Anwälte vertreten. — Die Indianer Rio Grande drohen mit Repressalien für den auf sie von den Truppen der Vereinigten Staaten ausgeführten Angriff. | Washington, 2. Juni. Für den Monat Juni hat der Finanzimni-, ster den Verkauf von 7 Mill. Gold und den Verkauf von 1 Mill. Obligationen^ anqeordnet. — Die noch übrigen Modocs haben sich am Freitag ergeben, nur Capitän Jack und drei seiner Anhänger sind entkommen. — Der Gegeugouver- neur Mac Enery räth den Bürgern Louisianas, sich dem vom Präsidenten Grant anerkannten Gouverneur Kellogg zu unterwerfen, bis der Congreß versammelt sein würde. Vermischtes Frankfurt, 2. ^uni. Vorgestern Abend fand an der Verbindung der Taunus-Eisen- babn nut den andern westlichen Bahnhöfen ein erschütternder Selbstmord statt. Eme Frau gmg mit ibren beiden Kindern und einer Schwester in der Nahe der bezeichneten Stelle spazieren. Das eine Kind von etwa drei Jahren trug sie auf dem Arm, das andere von etwa fünf Iah- rcn führte die Schwester an der Hand. Als der Taunusbahnzug heranbrauste, warf sich die schon seit einigen Wochen geistig gestörte Frau mit ihren Kindern vor die Locomotive und wurde mit ihnen zermalmt. Die Frau lebte, so viel wir hören, in ganz günstigen Verhältnissen. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 3. Juni. Die Börse verkehrte heute bei Beginn der Woche in ziemlich fester Haltung und war in Folge guter Kaufordres lebhafte Kauflust vorhanden. Spätere mattere Berliner Course, besonders für Creditactien, vermochten der herrschenden günstigen Stimmung keinen Eintrag zu thun. Creditactien schlossen mit 293 ’/2, nach 295'2 etwas matter, wie am Samstag Mittag; Staatsbahn mit 348*/?, um ca. 4V? st. und Lombarden, deren Wochenplus nicht günstig ist, mit 195 /4, um 4^ st. höher. Von österr. Bahnen Elisabeth höher. Von Banken Deutsche Effcctenbank besser; Prov.-Disconto, Oesterr.-Deutsche und Continental niedriger. Oesterr. Nationalbank 8 st. höher. Oesterr. Rente anziehend. Von Wechseln Wien bedeutend schwächer. Dollars */2 Kr. niedriger. — Nach Schluß trat auf weichende Berliner Course wieder eine mattere Stimmung ein und notiren: Creditactien 289^, Staatsbahn 3453/4, Lombarden 194*/2. Temperatur in Gießen, Mai 1873: niederste.................— 4,3° R. mittlere...... + 8,58 „ Mittel früherer Jahre *)............+ 10,29 „ höchste..................+ 17,0 „ Niederschlag: an 13 Tagen........... 1,63 Par. Zoll. „ im Mittel früherer Jahre: an 14 Tagen . . 1,97 „ „ *) Im Jahre 1866 betrug die Mitteltemperatur des Mai nur 8,0°; dagegen 1847 und 1*68: 13,6<>. — Die Vegetation war am 31. Mai um etwa 6 Tage verspätet, verglichen mit dem mittleren Stande, zu dieser Zeit. flffnemetner Anzeiger. 32 fl. 48 kr., veranschl. zu 293 240 8 43 24 12 45 55 30 27 30 5 22 20 halb des Orts, Steinbach, den 31. Mai 1873. Zimmerarbeiten daselbst, Schreinerarbeiten „ Glaser arbeiten „ Weißbinderarbeiten daselbst, Planirarbeiten am Weg nach Schiffenberg, Chaussirarbeiten daselbst, incl. Steinlieferung und Aufsetzen derselben, Steinlieferung, Aufsetzen und Zerschlagen derselben zur Unterhaltung der Ortsstratzen und Wege außer- Großh. Bürgermeisterei Steinbach. 3. A-: K Schön, Bezirksbauaufseher. § Arbeitsversteigerung. Dienstag den 10. Juni I. I., Nachmittags 1 Ubr, sollen auf hiesigem Rathhause nachstehende Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden, als: Schreinerarbeiten an dem I. Schulhause, Weißbinderarbeiten daselbst, Maurerarbeit an dem 11. Schulhause, Versteigerungen. T. 3720 Wellen Nadel-Reisholz. 9 2 (2618 zu t 666 189 Prügelholz, Stockholz, 8 24 14 600 12300 1 Taunus), 3) Nachmittags um 3 Uhr in den Gemarkungen Queckborn und Harbach von 28 Morgen — 7 Hectare (bei der Sommersmühle); Freitag den 13. Juni L I., 4) Morgens um 9 Uhr in der Gemarkung Lindenstruth von 22 Morgen — 5,50 Hectare (bei den Wiesen selbst), 5) Vormittags um 11 Uhr in den Gemarkungen Göbelnrod und Saasen von 70 Morgen — 17,50 Hectare (am Moorensee); Montag den 16. Juni 1. I., 6) Morgens um 9 Uhr in den Gemarkungen Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn von 96 Morgen — 24 Hectare (im Gemeindehause zu Watzenborn); ~ Mittwoch den 18. Juni 1. I., 7) Morgens um 10 Uhr in der Gemarkung Das diesjährige Heugras der Großherzoglichen Domanialwiesen wird versteigert: Mittwoch den 11. Juni l. I., 1) Morgens um 10 Uhr in der Gemarkung Butzbach von 9 Morgen = 2,2o Hectare (bei Gastwirth A- Joutz daselblt); Donnerstag den 12. Juni L I., 2) Morgens um 10 Uhr in der Gemarkung Grünberg von 45 Morgen — 11,25 Hectare (bei Frau Baist Wittwe im Alt-Buseck von 22 Morgen — 5,50 Hetäre (bei Wirth Krämer Ul. versteigert werden. Der Flurschütz Völker dahier ist beauftragt, den Steigliebhabern auf Verlangen Kleefeld zu zeigen. Gießen, den 30. Mai 1873. Grobherzogliches Univ.-Rentamt. Schmidt. R-Mtr. Nadel-Scheidholz, „ „ Prügelholz, „ „ Stockholz, Wellen Nadel-Reisholz, „ Weich-Reisholz, Nadel-Siamm von 18 Cent-Mtr Hcugms-Verstcigrrmigcn im Großherzoglichen Rentamlsbezirke Gießen. daselbst), 8) Vormittags gegen 11 Uhr in der Ge- ' markung Staufenberg von 25 Morgen — 6,25 Hectare der Sorauwiese (bei Wiesenwärter Walther in Dau- bringen); , Donnerstag den 19. Juni l. I., 9) Morgens um 9 Uhr in der Gemarkung Wieseck von 148 Morgen — 37 Hectare (bei Wirth Dorfeld daselbst). In dieser Gemarkung kommt noch das Heugras von der von der Gemeinde Ruttershausen erlauschten Wiese Flur XVII Nr. 38 — 3 Morgen 246 Kiftr. — 9037 lDMeter groß, welche dem K- Seyfried zu Butzbach gehört hat, zur Versteigerung. 10) Nachmittags um 3 Uhr in der Gemarkung Gießen von 132 Morgen = 33 Hectare der Weid-, Burg-, Ochsen und Weidenstrauch - Wiese (im Gasthaus zum Pfau daselbst.) Die Großherzoglichen Wiesenwärter sind angewiesen, den Steigliebhabern auf Verlangen die Wiesen vor der Versteigerung zu zeigen. Gießen, den 29. Mai 1873- Großherzogliches Rentamt Gießen. L y n ck er. Zusammenkunft Vormittags pracis Uhr auf dem Vicinalweg von Gießen nach Steinberg, an dem Uebergang über die Oberhcssische Eisenbahn. II. Mittwoch den 11. l. M. in den Districten Franrenwald, GüntherSgrab und Schinderökopf: Mendorf a. d. Lda., 29. Mai 1873. , h Großherzogliche Bürgermeisterei Mendorf n- d. Lda I A.: L. Hahn, Beziiksbauaufseher geben werden: 1) Glaserarbeit an der Wasenmeisterwohnung, veranschlagt 2) Planirarbeit an der Obergasse, " 3) Cbaussirarbeit daselbst, u 4) Pflasterarbeit „ * 5) Steinfuhr und Steinsetzen rc-, * 6) Planirarbeit am Weg nach Beuern, * 7) Chaussirarbeit daselbst, * 8) Steinfahren, Steinsetzen daselbst, * 9) Steinfahren, Steinsetzen, Steinklopfen und Grabenarbeit an den Oclsstraßen und Wegen, „ I. Dienstag den 10.1. M. in den Districten Tempel und Dörnergrund: 18,5 R -Mtr. Eichen-Stockholz, 830 Wellen Eichen-Reisholz, 66 R.-Mtr. Nadel-Scheitholz, Durchmesser und 4 Meter Länge, Nadel-Stangen von 14 Cent -Mtr. Durchmesser und 11,6 Meter Länge. Zusammenkunft Vormittags präcis 9 Uhr in dem District Franzenwald, an der Ueberfahrt über die Main-Weser-Eisenbahn. Gießen, den 3 Juni 1873. Großherzogliche Oberförsterei Schiffrnberg. 1 Georgi. Samstag den 7. Juni l. I-, von Morgens 10 Uhr, soll auf dem Büreau des Unterzeichneten, im Universitäts-Canzleigebäude, die Klee- Erndte von 2 Morgen Luzerne öffentlich s Arbeitsverfteigeruug Samstag den 7. Juni, Vormittags 10 Ubr, sollen auf dem Rathhaus zu Mendorf a. d. Lumda die nachfolgenden Arbeiten öffentlich wemgstnehmend in Accord ge- 2596) Künftigen Freitag, den 6. Juni er-, Morgens 10 Uhr, soll die Hofrailhe des verstorbenen Gastwirths und Schreinermeisters Carl Schlierbach auf mehrere Jahre verpachtet werden. Rodheim, den 29 Mai 1873. Die Vormundschaft: Christian Schlierbach Ul- Carl Bender.__ Holzversteiqerunc; in der Oberförsterei Schiffenberg. Es sollen versteigert werden:_ 8 fl. — kr. 33 — y 132 — y 192 30 237 30 255 36 y 615 — 1200 u — V 743 y 48 y Jeil'gebotenes. 1602) Geräucherten Speck, per Pfund 241 kr., rein schmeckendes Schweineschmalz, per Pfund 22 kr., im Faß genommen billiger, empfehlen I. A. Busch Söhne. Stollwerck’sche Brust-Bonbons.! Aus der Fabrik von Franz Stollwcrck, Hoflieferant in Köln. M P r ä m i i r t: rss 1855, 1857, 1860, 1867. M Zur Lösung catarrhalischerVerschlei-M mungen mit lindernder, reizstillender kW Wirkung und angenehm aromatischem W Geschmacke. (1730) In Originalpaqueten ä 4 Sgr. vor- räthig in Gießen bei C. W. Dietz, W I. A. Busch Söhne, Louiö Frohn-W Häuser und Hosconditor E. Lind. M 2637) Französische Bettstellen von 28 Gulden an, sowie alle in mein Fach einschlagende Artikel, liefere ich unter Garantie. I. Schmidt, Schreinermeister, B. 131. 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Was ist das? 2531) Zu Pfingsten wird ein Kegeljunge zu miethen gesucht im PromenadehanS I Todesanzeige. 2633) Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mittheilung, daß meine liebe Frau, Elise, geb. Gemmer, nach schwerem Leiden am 2. d. Mts. sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet statt Mittwoch den 4. Juni, Nach mittags 6 Uhr, vom Sterbehause, Neustädter Thor D. 112. stets vorräthig. Bestellungen nach Maaß werden prompt ausgeführt. X/. Hienes, in Frankfurt a. M hält fortwährend reich assortirtes Lager aller Arten Leib-, Tisch-, Bett- und Küchen-Wäsche-Artikel. Namentlich in Leibwäsche sind preis- Billige Herren-Hemden gutem Chiffon mit leinener Falten-Brust . . . fl. 1. 45 kr., feinem „ „ „ glatter Brust . . . „ „ „ „ fein leinener Falten-Brust . . „ „ „ „ „ ,, gestickter Brust . „ englischem >L-hirting mit verschieden verzierter Brust von „ s Mähinüschiiien für Getreide sclbstableaend und für Handablage. Gras- uitö Klee-Maschinen. Doppeltwirkende Heuwender, l- und 2spännig. 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Bltts. 2601) Ein braves, solides Mädchen, das in häuslichen Arbeiten wohl erfahren ist, wird auf Johanni gegen hohen Lohn in Dienst gesucht. Nur solche mögen sich melden, die gute Zeugnisse aufweisen können. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Accht kölnifches Wnffer von Jean Maria Farina. Meine Niederlage davon in der Expedition des Gießener Anzeigers empfehle ich ru 8 fl. per Dutzend ‘ 4 st. per halbes Dutzend und 45 fr. per Glas gehorsamst 9 Johann Maria Farina in Köln. _ Frachtbriefe für die Matn-Weser, Cöln-Mtndener uni ’ Oberhessische Mevdafi-.. sowie särmntliche zoKsrrntttchek sind ui en bet W. K l? e am Markt. : Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Untv.^Druckerci (Fr. Cbr. Pietsch) in Gießen. ** fr N geben P De mit Rech ihrer Arc den versc net gttoe1 die über harsstaat! forschnng der Geist Wi die kirchl fhifer heit dm rnckgreif weiter n scker Lät W. ; bestimmt von Kirk bürgerlit fähi'gniig fchings- Kirchendii die Serie »ehmiglm hier noch dos Verh worden. Die sich in be: selnden $ geringeren eine bloße Verfahren Verletzung Gesetzgebu