GWM AnMgtr Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen. 9?r. 231. Freitag uni 3. Ociober v. Göbel. irr mgeb! (gez.) Sauna y. Gießen, am 27. September 1873. ■J» vierteljährig 1 fl. 12 kr. wrU Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl- 29 kr. treten verehkf ‘raufe, ft ü bewahi Loiiy. ebcnde $ cs ut 8aarcn t 'e VcrtkA empfehl« dLt! W1- D öfrfani crrschqftShE, fcttxV w M>L W ter streng! ä'V'i ^.intzie ^-chft or nein Erscheint täglich, «LL Aus- nähme Sonntags. Expedition: Canzletbera, Lit. B. Rr. 1. cble meine • i, 0W«r Ifitig mich/; w Wiute (deö-) v. Philipsborn. Betreffend: Die Aufnahme des Erndte- Ertrags im Jahre 1873. U Ml/ M v. Röder. Betreffen 6 : Den Abschlnfi eines Uebereinkommens wegen wechselfeitiaer Unterstünun^ dürft,gor und wegen des Paßwesens zwischen dem deutschen 'ReichundL«en f Uebereinkommens wird hiermit zur allgemeinei^Kemttni/gebracht^'" bem ®" W1 zwischen dem deutschen Reich und Italien abgeschlossenen Gießen, am 26. September 1873. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Abdruck. 61 Röder. Das Einhalten -er Tauben zur Saatzeit betreffend. £ , Bezugnahme auf § 79 des Feldstraf-Gesetzks werden diejenigen hiesigen Einwohner, welcke Tauben bnffpn v, , . 8 2 öS'iS 0e^Iid)E" @ttafe ÜCU 1 fL Mn h°ut° -u bis zum 15 November l. Js. in den Schlägen einzuhatten. ” ' °ltCbcr 18731 Großherzogttche Polizei-Verwaltung der Provinzial-Hauptstadt Gießen. Nover. UebmM~ R-,ch-^-d U„,»,Uf06e6fcfti„„ - -** w •—*«» “■"* - * *** * LM'L W.LLKMLSALKL wi-. «'’sLta.?"'”‘,n* »*«“•«« °°- d-, $,„w„ te d°r Hnlfsbednrftige angehört, nichtbeachprncht 3 0 " Staats., Gemeinde- «der ander- öffentliche Kassen desje.ttgen Landes, welchem ™ ft* ** * »iw. i WLWLLÄL ******* **• * - -*«: 4» 1 f Naa^mWiMt nach b'V,c';;'-1,: wict,7 iu ü6"n(Ne». auch wem, bi.fds«, «ugehörig geworden sind. Sä a 9 f ,0'et" ’,e "cht etwa dem anderen Lande nach dessen eigener Gesetzgebung (v .l Y, Artikel 5. A^eile an dessen Grenze wieder übernommen werden. ' 'le 1 ai I Antrag desselben von dem ausweisenden «* * —- ““ « ©IC bleiben 1-doch verpflichtet, sich auf amtliches Erfordern über ihre Person genügend auszuweisen. «TA r. , Artikel 7. Äffft«ö89-£Ätt*& SÄtÄlÄt» erfolgten?ünd?A^. bleiben in Kraft As ^zum Ablauf' eines Jahres nach der von einem der beiden vertragenden Theile %UX,bt k'Lgust Uu^^ueten, hierzu gehörig ermächtigt, die gegenwärtige Erklärung in doppelter Ausfertigung vollzogen. an die Großherzoglichen Bürgermriürreien. ""“8™ ft- « Ja«« auf SruuMag« d-> Ma,- G->oI«,- ■n; 6d *ÄÄs; >«d-> * - « M N. "ach Centneru), nach Maßgabe des Vordrucks der Formulare durchs Sie0 vonuuel,nie» - ^wobei Ki/n?'("nd zwar nicht nach Maltern, sondern äa.ne- wi- der Mitglieder laudwirthschaftlicher Vereine - bedienen, oder sonst besonders g ei.m e ErsönlichkeL'" Falls der Mitwirkung sachkundiger Umstanden aber auch Umfrage bei deu einzelne» Grundbesitzer,,, welche Obst bauen, halten werden -d'°rfo„l,chke-teu - Obstzuchter rc. - zuziehen, unter * oÄ*™ “,XäWÄässä1* «--> >•« *,-■ m I » ,VSSL ÄSSÄÄ? SÄSÄM; feWÄ Z8r3- 3B@®BSSSa Deutschland. noch nicht befohlen worden. Erfolgt dieser Befehl, so mnß der kriegsgericht- Ä bt 2?ÄÄ »Äff über die Pfarrbesetzung L erzog-.? wurde», der bisher geleistete Staatszuschuß vom P Otto entzogen und die Anstalt in Folge dessen am 1. Oktober nicht wieder geöffnet mÜfienL Der frühere prenstische Consul in Paris, Bamberg, ist zum deutschen men ließen, welche Amtsentsetzung nach sich ziehen, in erster Instanz das Kasseler Consistorium und in zweiter Instanz das Cultusministerium darüber , entscheidet. Berlin, 1- October. Die Bildung eines Kriegsgerichts über den Ca- Capitäue mit Obristlieutenantsrang, zwei Corvetten-Capitäne mit Majorsrang und einen Auditeur als Referenten eingenommen werden. Berlin, 1. October. Die „Provinzial-Corresp.", die im Laufe des Monats erfolgenden Landtagswahlen besprechend, sagt: Die Regierung erachte sich und die Beamten für verpflichtet, jedem Eingriffe in bie freieste Wahlbe- wegunq fernzubleibeii, mahne und bitte aber die Anhänger der Regierung, nut allem Eifer in die Wahlvorbereitungen einzutreten und auf eine allseitige Wahl- betheiliaung hinruwirken. Je mehr die Ueberzeugnng durchdringe, daß die unausweichliche» Reformen bezüglich der corporatwen Selbstverwaltung, sowie Kircheiireformen bei richtiger Behandlung und gewissenhafter Mitwirkung aller daru Berufenen zu einer heilsamen Erfrischrmg und Kräftigung der öffentlichen : «»stände führen müssen, desto mehr rechne und erwarte die Regierung, daß das - patriotische Selbstgefühl und der Wetteifer an der Durchführung s-ner Aufgaben in -»gleich conservativer und ächt freisinniger Richtung theilzunehmen, zur Gel- - tu na gelange. Zunächst rechne die Regierung auf die lebendige und wirksame Unterstützung des preußischen Volkes im Kampfe des Staates und der komg- - lieben Autorität gegen die immer gesteigerten Anmaßungen und den Trotz der - römischen Hierarchie. I» dieser Beziehung hoffe die Regierung bei den Wahlen auf die volle und eifrige Bethätigung des altpreußischen Patriotismus und des deutsch-nationalen Bewnßtseins. - Dieselbe schreibt ferner: Der hiesige Aufenthalt des Königs von Italien habe die politischen Bande zwilchen Italien und Deutschland sowohl fester geknüpft, wie die hohe Bedeutung dieser Verbindung allerseits zu vollem Bewußtsein gebracht. Ihm per,oiilich sei d>e lebhafte Sympathie des Hofes und der Bewölkerung gesichert. Des k^nigs Reffe werde von großer, nachhaltiger Wirkung für die freimdschaftlichen Beziehungen beider Nationen sein. — Die „Prov.-Corresp." bestätigt, daß der Kaffer am 15 d Mts. nach Wien abreist und am 22. d. Mrs. nach Berlin zuruckkehrt. Posen, 29. September. Die „Ostd. Ztg." meldet: „Auf einen Antrag des hiesigen Kreisgerichts bei der königlichen Regierung, d,e über den Erzbischof Ledochowski verhängte Strafe von 200 Thalern von dessen October- gelialte abzuziehen, ist die Antwort eingegangen, diese Maßregel komme zu gepaiie avzuzirvc«, i ..... ..... _____° “ . . „„.mtrUÄflirUp Kleb alt anae- Priueips enthielten, geistlichen und der verbunden ist, durch den Grotzherzog), ^lanijuauvu uvV mens der Geistlichen), 129 (die neuen Bestimmungen über b(> treten erst nach Erlaß des Classificationsgesetzes m Kraft), .^0 (Patronats- , stellend 131 sEompetenz des Dekans) und 132 (Entlassung des Dekans ) i L Großber^oa auf Antrag des erweiterten Oberkirchenraths) wurden gemäß der Ausschußanträge angenommen. Eine Bestimmung der ■ über die Existenz besonderer Superintendenten wurde tyieraiif abgelehnt. Dre §§ 133 (Ausübung des dem Großherzog zustehenden ^chen^ents durch Oberkirckenratb) und 134 (Ernennung der Mrtglreder desselben durch den Tfltßg wurde unter Acceptatiou verschiedener von dem Abg. Kuchler ßeiteiiien selbstständig haben sollen, würbe abgelehnt. Die nächst- Sitzung finbet heut- statt. c Ä .. . . Berlin, 30. September. Nach § 23 bes Strafgesetzbuches für d-s Deutsche Reich können bie zu einer längeren Zuchthaus- °dn G-sangmßstraf Verurtheilteu wenn sie drei Viertheile, mindestens aber „cm ^ahr der ihnen anfn at Straf v büßt, sich auch ivähre.id dieser Zeit gut geführt haben, mit ihr« Zustimmung vorläufig entlaßen werden. Trotzdem es nun im Mmi- st-rium des Znnern nachgewiesen ist, daß >m Jahre 1872 von dieser Wohltha im Ganzen 948 solcher Individuen Gebrauch gemacht haben, von welchen wiederum 880 sich so führten, daß ihr Betragen zu keinerlei Ausstellungen ^-ran- lasiuna aab nnb nur 40 die Zurücknahme der ihnen angethanen Tbohlthat ■- Gesetzt b»othwendig machten, 28 aber wegen neuer Vergehen abermals m Haf aeriethen ist die Behörde, trotz des, wie oben angedeutet, außerordentlich aimstiqen Erfolges dieser Wohlthat, iu diesem Jahre auß-rordentlich streng b-i Ertbeiluna derselben. Die Behörde verlangt jetzt Nicht allem den Nachweis ^er^guteU Führung"während der Haft, sondern auch den Nachweis enies bestimmten Unterkommens für Wohnung sowohl als auch für Erwerbs Letzte beiden Punkte müsse» polizeilich bescheinigt sein, und weil diesen Beweis »ich Je^er führen kam,, von diesem aber die Behörde unter keinen Umstanden a - geht, hat die gesetzliche Wohlthat in diesem Jahre so Vielen versagt werden Berlin, 1. October. Großes Aufsehen erregt die^„Wlener Wehrzel- tuna" mit ihren Wiithausbrüchcn gegen Preußen in -"wm -E, ber tte 4»-= fälle vor imb »ach 1866 noch überbietet. Daß bie österreichische Militarparte bie Niederlagen von 1866 und bie getäuschten Hoffnungen auf ein Bundinß mit Frankreich zur Revanche im Jahre 1870 noch nicht verwuichen hat - areift sich, daß aber bei der jetzigen en lende cordiale und Angesichts der N s bes Kaisers Wilhelm nach Wien ein Blatt, welches vom österreichischen Kriegs- -n ssr> werdcii^ sßI0gß Akoszewski aus Buk hat am 27. b. Mts. bie 14tägige Haft auf ber Festung Glogau abgesessen, ist gestern Vormittag 8 Uhr entlasseii worben uub sofort nach Buk abgereist. , .... Nas Anclnm, 28. September, wird der „Germania mitgethellt. Verflossenen Freitag, Abends 9 Uhr, erschien im Auftrage des königl- Lackraths der Polizei-Coiniuissar Bei dem Pfarrer, Hern, Stephan zu Anclam, um ihm die Kirchen- (Matrikel-) Bücher und das Kirchensiegel abzunehmen, Der Pfarrer hatte die Weisung, diese Gegenstände, weil rem kirchliches Eigenthum, nur der Gewalt weichend, auszuliefern. Der Polizei-Eommffsar nahm demzil- folqe Herrn Stephan bie Acten-, Spinb- und Pultschluffel aus d-r Tasche, öffnet. Spind nnb Pult und nahm bie brei Matrikelbucher uub bas Kirchensi-^l an fi* lieber ben Verlauf biefer Procebur würbe vom Comnussarms -m Prott- oll abqe aßt in das auch der Pfarrer seinen entschiedenen Protest gegen ve qewaltsiime Wegnahme der Matrikelbücher und des Kirchenst-gels, die rem kirch i liches Eigeiithum seien, aufnehmen lieh." e.tt.l ne. Ä'afTcl 27. Sept. Wie der „Speuerschen Zeituug aus Kaff et ge- meldet wird, steht iu diesen Tagen bie Publication einer Cabinets ordrs BcBor burch welche bie kirchenpolitischen Wirren in Hessen nunmete woM eine rasche Lösung finben werben. Der zähe Widerstand, welchen ti Vilmar'sche Opposition dort leistete, beruhte nämlich vorzugsweffe auf d, Voraussetzung, baß bie Kirchenbehörbe nicht befugt sei, m dem D'scipluw- verfahren gegen renitente Geistliche über Geldstrafe» und vorläufige Sisf firnen hinaus bis zur wirklichen Entlassnng zu schreiten. Durch da ,'ek vom 12. Mai d- I. übet bie kirchliche DiSciplinargewalt uub bie Eruy tung bes königlichen Gerichtshofes hat nun ber Staat die Grenze, welcher 1 jeber Ausübung ber kirchlichen Disciplinargewalt setzen muß, bereits gezvgel was über biete Grenze hinaus liegt, ist für bie Kirche frei »nd kmm von b» Träger bes Kirchenregiments tu Hessen, b- h. von bem Landesherrn, kirchlichen Behörden übertragen werden. Auf diesen Zündsätzen wirb v muthlich die angekünbigte Cabinetsorbre vom 27. Septbr. beruhen, burch bem Kaffeler Consistorium in erster, bem Kultusminister m zweiter l stanz bas Recht zugesprochen wirb, Geistliche auf bisciplmarffchem Weg entlassen. Sollte irgend ei» Rechtsbedenken gegenDieses V-N-h«» gemacht werde» frönen, s° haben wir p in dem Königlichen Gericht , Hof selbst die Instanz, welche über die Competenz der kirchlichen Behordei Hessen in dem Ängenblick urtheilen kann, wo der erste abzusetzende Predig ; sich beschwerend an ihn wendet. ., Aus dem anhaltischeu Harze, 24. Sept., schreibt man Maadeb. Zig.": „Seit acht Tagen weilt bie herzogliche Familie auf Sch« Ballenstebt. Sie g-benkt bis um bie Mitte bes nächste» Monats hi i verbleiben und wird dann nach Dessau zurückkehren. ^r Herzog^erercirt Darmstadt, 30. September. In der Schmig des Gesetzgebuugs b uuvu[l. ...... --------- Ausschusses der zweiten Kammer wurde heute der Bench über denUm 9 Werner, ist zuverlässigen Mitteilungen zufolge vom Kaffer des Abg. Landmann auf Einführung der obligaton chen Cvffehm bie »°ch nicht befohlen worden. Erfolgt dieser Befehl, so muß der kri-gsgencht- zogthum verhandelt. Wir hören baruber baß f^ten« be8 TOim(t«ium8 bw Verhandlung den gesetzliche» Bestimmungen zufo ge eine Untersuchung Erktäruna abaeaeben wurde, die Großh. Regierung erkenne die Aothwenblgteil W Commission vorausgehen, welche aus einem Auditeur und zwei 6a= der Mn Ühru» °der obligatorischen Civilehe und die Verpflichtung b2e IL^cmgmmengefe|t9 ift.' Di? Richterstellen bei dem Kriegsgericht Sfeil^eÄSÄ'(fc ^e" M tj . iedenfalts werbe biefer Gegenstaub im Großherzogthum unt aunq Its^AuSschulics ' der BcililN d,r üb„wirg.„d.» Wchrhe.t dir sind mittest allerhöchster Entschließung vom Heutigen zu lebenslänglichen iMit- nlipbeTn ber ersten Kammer der Stände ernannt worben. 8 Darmstadt 1 October. In der gestrigen Sitzung des zweiten Ausschusses zweiter Kammer wurde über ben Antrag bes Abg- Laubmann, dw Em- Ührnna d» obligatorischen Civilehe betr., sowie über die Vorlage Großh Ministeriums der^ Justiz, ben Gesetzesentwurf bas Notariat in Phemhes e> L ^ b^then unb bie^desfallsigen von dem Herrn Abg. Dumont erstattete» Bericht fistgcstellh October. Die außerordentliche Landes - Synode nie« diate röchrn gestrigen 14? Sitzung die §§ 123-135 des Verfaffungs - Ent- wrfö Betreffs der in § 123 geregelten Pfarrwahl wurde em heute ne» Angebracht Aiitr g Schwabe's angenommen, wornach die positive M>t- wirkuna der Gem-iffden durch ein der ersten ordentlichen Landes - Synode vornileqendes Kirchenqefetz geregelt werden soll, bis dahin aber dw settherigen Vorschriften mit der Maßgabe in Kraft Weiten, M Ä”» “® Kirckenvorftand und Dekanats-Ausschuß zu Horen sind. Die bl5 •" w *S:£ L i K ÄÄÄ“ •*» «* **-S ^JShßTÄS!IÄtiS Wechsel Amsterdam 4 do. II. Emiss. — 1864r 145 BX Kttqemeiller Anzeiger Für Steinbrecher! Arbeitsverweigerung CI ister!11 33 40 40 40 Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto X ffiCW - eingeriebene Thürschwelle. Woraus das Pulver besteht, kann der Bischof nicht angeben, da die Zubereitung desselben ein Geheimniß der eingeborenen Medicinmänner ist, aber er nimmt an, daß es außer einigen Theilen der giftigen Schlangen auch einen Theil Pflanzenstoff enthält. Der Bischof, welcher die nach Christiania gesandte Quantität von einem Häuptling selbst empfangen hat, erklärt dieselbe für durchaus echt, und es sollen jetzt, nach Mittheilxng des Mor- genbladet, chemische Untersuchungen und später einige Proben damit vorgenommen werden. * Die New-Jork Times enthält einen Bericht über eine Wettschwimmfahrt, die am 10. September im Flusse Harlem zwischen 10 jungen Damen Statt fand. Der Preis war ein seidenes Kleid im Werthe von 175 Dollars und die Distanz eine Meile. Miß Goboeß, welche die Strecke in 40 Minuten zurücklegte, trug den Preis davon und Miß Colton kam als Zweite am Ziele an. Miß Denan führte eine Zeit lang den Reigen, verzichtete aber auf ihre Aussicht auf den Preis, um einen jungen Mann, der ins Wasser gefallen war, zu retten. Die Zuschauer beschlossen, der jungen Dame als Belohnung für ihre Bravour eine goldene Uhr zum Geschenk zu machen. Paris, 2. October. Der Proceß Bazaine's dürfte allerlei Zwischenfälle im Zeugenverhör bieten, welche eine raschere Erledigung desselben veranlassen könnten. — Der Proceß Nanc's wird in dessen Abwesenheit am 13. October verhandelt. Actien, Frankf. Bank 147 Frankf. Vereins-Kasse 102 Darmst. Bankact. 385 Rheinische Hyp.-Bank 107 Wien Bankactien 987 Oest. Creditact. 231 Galizien — Kieler Fettbückinge, per Stück 3 kr., zuberettet wie die Sprotten, empfingen I. A. Busch Söhne. Prioritäten, östr. Stsb.-Prior. GO1/» östr s. Lombard 491/4 Livorneser 32J/j Toscaner 523/4 Elisabeth.-Prior. 85 Rmdslcderne Stiesel sind zu haben im Schuhgeschäft von (4532) A. D oct er am Kirchenplatz. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 2. October. Die heutige Börse eröffnete in günstiger Stimmung, hauptsächlich in Folge der Nachricht, daß sich die Situation in Amerika wesentlich geklärt habe. Berlin hielt jedoch mit der hiesigen Vorwärtsbewegung nicht gleichen Schritt, indem dort der Ultimo mehrere Opfer gekostet hatte, und sandte bald niedere Course. Es wurde von dort die „Abschlachtung" mehrerer Haussiers gemeldet. Die Börse schloß daher mit schwankender Tendenz und mit matteren Coursen, als bei Eröffnung. Für Bahnen und Banken lagen zu den, durch die vorwöchigen Rückgänge noch niedrigen Notirungen Kaufaufträge vor und gingen dieselben deshalb fast durchgehends höher aus dem Verkehre hervor. Amerikanische Staatsfonds waren sehr fest. Oesterr. Renten etwas besser. Von österr. Bahnen sind Stuhlweißenburg- Raab-Grazer 5V2 ft. höher. Von Banken Prov.-Diskont gesucht. Höher blieben: Deutsche Effectenbank, Vereinsbank, Oesterr., Deutsche und Rheinische Effectenbank. Von Loospapicren Ungarische gesucht, 1860er etwas matter. Oregon 31/2°/0 besser. Von Wechseln Wien theurer 3% 3% 3O;o 5»/o 50/o Actien. 5% östr. F. St. E. B. 3511/2 Lombard. Bahn 171 */2 Ludwigsh. Bexbach — Maxbahn — Bayer. Ostbahn 113 i/2 Rhein-Nahebahn-Aot. — Hess. Ludwigsb.-Aot. 147% Oberhessen „ 72% Vermischtes. * Alexander Dumas liebte es, mit den enormen Honoraren zu prahlen, die ihm für seine Artikel gezahlt würden. „Nun, das kann ja nicht so schlimm sein", fragte ihn einst in Gesellschaft ein ihm unbekannter Herr; „wie viel war denn Ihr höchstes Honorar?" — „Zehn Francs für die Linie" (ligne = Linie, Zeile), antwortete Dumas. — „Pah," gab ihm der Andere zurück, „das ist ja gar nichts; ich bekomme für jede Linie, die ich arbeite, eine halbe Million Francs! — „So!" replicirte Dumas mit ungläubigem Lächeln über die scheinbar ungeheuerliche Prahlerei. „Wer sind Sie denn?" — „Ich bin — Eisenbahn-Unternehmer." * Einem der medicinischen Universitätslehrer an der Universität in Christiania ist vom Bischof Schreuder im Land der Kaffern eine Flasche, enthaltend ein von den Eingeborenen mit dem Namen „Jsabiba" belegtes Pulver zugeschickt worden, welches ein unfehlbares Mittel gegen den Biß giftiger Schlangen sein soll Der Bischof schreibt, daß er von dem großen Nutzen des Medicaments vollkommen überzeugt sei und erzählt, daß die Eingeborenen, welche sich mit dem Einfangen von Schlangen abgeben, etwas von dem Pulver einnehmen und sich an verschiedenen Stellen des Körpers die Haut ritzen und da- Pulver hineinreiben, wonach sie gegen jede giftige Einwirkung des Schlangenbisses geschützt sind. Bei diesen Leuten halten sich die Schlangen als eine Art Hausthiere auf und überschreiten niemals eine mit dem Pulver n Lause des ?run9 erachte eße Wahlbe- Wung, mit W Wahl- ' dch ’tM M; altung, joroit Wirkung aller -er öffentlichen nmg, daß das jener Aufgaben imtn, zur Gelmd wirksame unb der könig- deu Trotz der bei den Wah- triotismus und : Der hiesige zwischen Italien ung dieser Ver- ilid) fei die leb- es Königs Reise len Beziehung^ der Kaiser an1 rlin zurückkehrl. p Juf einen & über ben Ey" 'essen Octobev HörM M 11 ,te des polnise : bestimmte Se. i 1. Oclober^ t wieder geM ABilcIiensloosce Darmstädter fl. 50Loose 213 25 _ Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 fl. — Braunschweiger 21% 30 g Oldenburg, ä 40ThIr. 37% 4O/o bayr. Präm.-Anl. 112 40/0 badische Locse 109 Badische fl. 35 Loose — Oestr. fl. 250 v. 1854 88% 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 89 Verkauf zum Abbruch. Montag den 13. October 1873, Nachmittags 1 Uhr, soll auf hiesigem Nathhause ein zweistöckiges Wohnhaus, 6,3 Meter lang, 5,5 Meter tief, zum Abbruch öffentlich meistbietend versteigert werden. Lich, den 2. October 1873. Großherzoglicke Bürgermeisterei Lich. (4531) Ihring. . 808 fl. . 242 „ - 46 „ k.. S. 98 k. S. 100 k. S 1047/, k. 8. 1051/» k. 8. 93 k. 8. 105% k. 8. 105 k. 8. 118 k. 8. — k. 8. 93 k. 8. 1031 „ m. 8. 1021/2 1. 8. — % Frischst acker ?u Gießen. Sonntag den 5. October. Hermann Spies in der Wallthorstraße, Carl Plank in der Wolkengasse und Wilhelm Hartmann in der Neustadt. Utn Montag den 6. d. M., Nachmittags 1 Uhr, sollen auf dem Büreau der Bürgermeisterei Groß-Buseck nachfolgende Arbeiten öffentlich in Akkord gegeben werden: Voranschlag- 1) Chaussirarbeit an der Straße nach dem Bahnhof . . • 808 fl. — kr. 2) Steinfuhr daselbst....... 3) Steinsetzen daselbst....... 4) Sanddecke daselbst....... Groß-Buseck, den 1. September 1873. Großherzoglich Bürgermeisterei Groß-Buseck. I. A.: L. Hahn, Bezirksbauaufseher. tiolds orten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58’/2—59i/2 Pistolen . . 9 40—42 n doppelte 9 36—38 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankenat. 9 20*/2—211/2 Engi. Sover. 11 48 — 50 Russ. Imper. 9 41—43 Dollar in Gold 2 25i/8—261/ l»ebu'Är I30 tr- schreibt Hä«“) eil - 3 ber den vom Kaisn .^gsgericht- UMersuchung ln2 zwei Ca- "Mericht n Corvetten- Majorsrang Schweiz. Genf, 2. October. Wie es heißt, hatte Thiers sich vorgenommen, noch mehrere Tage im „Hotel Beaurivage" zuzubringen. Da aber, wie das „Journal de Genove" wissen will, am Dienstag Briefe aus Paris eintrafen, worin Thiers unter dem Hinweis auf gewiffe, ganz nahe bevorstehende Ereignisse zur unverzüglichen Rückkehr aufgefordert wurde, so änderte er seinen Entschluß und trat schon gestern die Rückreise an. Frankreich. Paris, 30. September. Von Frankreich aus sind schon mehrfach Versuche gemacht worden, den Wallfahrtenschwindel auch nach Elsaß-Lothringen zu importiren, bisher ohne besondern Erfolg. So fiel die vor Kurzem nach dem einige Meilen von Nancy liegenden Berge Sion veranstaltete Wallfahrt herzlich schlecht aus. In Salzburg sammelte sich der Zug, der aus etwa 200 Personen weiblichen Geschlechts jeden Alters bestand, entfaltete eine Fahne, auf welcher das Wort „ Esperance! “ eingestickt war, und schickte sich an, nach dem Bahnhofe zu gehen. Die Deutsche Polizei ordnete die Verhüllung der Fahne an, genirte aber im Uebrigen die frommen Damen und Kinder nicht, welche unter dem Gelächter der Umstehenden in die Waggons stiegen und Dann freilich genau an der Französischen Grenze die Hoffnungsfahne wieder flattern ließen. Wie versichert wird, betheiligt sich der Bischof Räs nicht an Diesen Demonstrationen, wogegen sein College in Nancy sich um so eifriger der annectirten Schäflein annimmt. Die Reichsländer haben überhaupt noch nie viel auf die Französischen Wallfahrtsorte gehalten, sintemal sie selbst reichlich damit versehen sind. Marfchall Vazaine ist aus Versailles nach seiner neuen Residenz in Trianon gebracht. Als der Oberst Luccioni, der von da zurückkam, ihm gegen sieben Ubr mittheilte, daß Alles zur Uebersiedelung bereit sei, konnte der Marschall seine Bewegung nicht verbergen. Er ordnete seine Papiere, ertheilte die uöthigen Weisungen wegen seiner Effecten und bestieg hierauf mit seinem Ad-i jutanten, Obersten Billette, und Oberst Luccioni ein seiner am Gartenthorj harrendes Coupe. Ein zweiter Wagen mit dem Gepäck und dem Dienstpersonal des Marschalls solgte. Während der fünfzig Mann starke Wachtposten, der nun seines Amtes enthoben war, nach Versailles zurückkehrte, fuhr der Marschall, durch die Dunkelheit gegen die Neugier der Vorübergehenden geschützt, seiner neu.en Residenz entgegen. Der Wagen hielt vor dem Perron des einstigen Lieblingssitzes von Marie Antoinette, dessen erstes Stockwerk dem Gefangenen, seinem Adjutanten und einem Gefängnißbrigadier angewiesen ist, während der Oberst Luccioni, der Hauptmann Mandhuy und zwei Unter- officiere das Erdgeschoß inne haben. Fünfzig Mann sind zur Bewachung aller Ausgänge, des Gartens und Parks bestellt. Der Marschall nahm sogleich von seinen Gemächern Besitz; er schien sehr niedergeschlagen zu seiu und begab sich spät zur Ruhe. Paris, 1. October. Der „Gaulois" desavouirt die Anstifter einer Allianz zwischen Republikanern und Bonapartistcn, beantragt aber selber eine solche Allianz auf dem Boden einer sofortigen Berufung ans Volk. Paris, 2. October. Thiers ist heute Früh hier angekommen. Paris, 2. October. Der die Functionen des Maires von Perigueux - ausübende Beigeordnete Bourdeillette ist mit einer zweimonatlichen Amtssuspen- fion bestraft worden, weil er Gambetta die gemeldete Tischrede ohne Widerspruch halten ließ. u die 14M 8 Uh: entlaß nia" mitgethei des köuigl- Lal „ zu Snclam, a - ibzunehme-i, . »s ifar nabm bem^ !r Me, M KilcheE fl kW tw *J| S, die «i« Fl Bkranüqen, und es soll ihm namentlich die Jagd in dem bergigen Harz-Ter-! rai» sehr viel- Freude machen. Einen Gegensatz bilden die Anstrengungen der Harz-Bevölkerung, die Nachtheile zu bekämpfen, welche ihr aus der zu großen Fürsorge für die Pflege der Wildbahn erwachsen. Erst vor drei Tagen haben Vertreter aus sämmtlichen Harz-Gemeinden mit ihrem Rechtsbeistande eine Versammlung abgehalten, um sich über die Schritte zu berathen, welche bei den anhaltischen Gerichten gegen de» herzoglichen Privat-Wald-Besitzer zu thun sind. Der Rechtsbeistand hat dabei den Inhalt von drei Klagen für drei arme Wittwen eines Dorfes unweit Ballenstedt mitgetheilt, deren Recht, in den aus dem Besitze des Landes in das Eigenthum des herzoglichen Hauses übcrqegangenen Waldungen nach wie vor dürres Holz zu sammeln, bestritten wird. Die Klage habe gegen die Person des Herzogs gerichtet werden müssen, welchem demnächst die gerichtliche Vorladung zugehen werde. Die Zustände sind nett" München, 2. October. Vom 30. Septbr. auf den 1. Octbr. ist in München fein Cholera-Erkrankungs- oder Todesfall mehr vorgekommen. Von vier ärztlichen Vesuchstationen sind drei aufgehoben. Die Verpflichtung der Apotheker, Eis zu halten, ist sistirt. । aus Si1" -„rJ Äe -iS-«? Börsennachrichteu. 2. October 1873. Preuss. 41/2% Oblig. 100 */2 Frankf. 3*/2°/o Oblig. 88 Nass. 31/20,0 Obi. — Kurhess. 4°,° „ 96i/4 Gr. Hess. 5°,0 ObP. — n m 40/0 „ 993/4 r> r ^l/rO/o n Bayer. 5% „ — n 4,,4°/o 1jährige — „ 40 0 1jährige 95% Würtemb. 41/2O/o Obi. 1001/4 Baden 4’/2°/o Obi. c. E. L. 1001/4 Oesterr. 8ilberreute 641 j „ Papierrente 61 Spanier, neuest. 3,J/0 171/2 Amerik. Bonds 1881r 1001/4 n n 1882r 971/6 n „ 1885r 98i/2 „ „ 1887r 99-/2 Ai de de a: lii R l( n g n t S ( (4004) Emil Fischbach. (2145) Gchülfe Feinste Gothaer (4525) Daheim E. Heinemann, I. Ricker. Entwi teil S verschi zeuAW WA Mt W\ für vi -erzog ben T BGli Ichiile Als $ I- 21.: XXX Friedrich Müll, Gastwirth. 4522) Ein geräumiges Lagerhaus, für Petroleum geeignet, zu vermiethen. Roheres bei I Bernhardt, Gieren. Ein Kind des Reichthnms. Erzählung v. E. Härtner. (Fortsetzung.) — Meine Wallfahrt nach La Salette. — Erlebniffe eines Weihen unter den Modocs. — Der Nationalrath. Roman von Max von Schlägel. (Schluß.) — Am Familientifche: Zlllerfeelen- tag. Mit Originalzeichnung von Ed. Dung. — Die heißen Quellen bei Reikjavik. 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