Ans LLtÄjührtg 1 fi. 13 h- rttt Nvgvüshn. Durch bi« W' Lassen viertrlMrtg t «l rs h. Gichemr Anzeiger. Ärschetut täglich, mit Äue nähme Sonntags. (5tiptbtti»a: Eanzletberg, At. v. Nr. 1. Anzeige- und Amtsökatt für den Kreis Kietzen. Kr. 28. —— Montag den 3. Februar 1873. ......]j!f . ........„jwm—i n » leescibea Weise, wie der Genf von Chambord und der Gras von Pari« -l- Prätendent prasen- tiren, denn die Dictatur kann nicht in Erbgang kommen, nutzer der nationale eompromitttren. , Was ist kenn der Bonaparlismu« für Frankreich < Erstlich ein durch di« Legende verherrlichter Name, und ein Princtp. An »en Namen knüpf'» sich glänzendsten Erinnerungen Frank-etch« und auch die schmerzlichsten; die Erinnerungen an eine mahrchcnh-ft- Macht und an eine grauenhaft- Neederiaze, welche ia die Herzen der Franzosen den Durst nach Revanche »erpflanzt hatte: Revanche für Waterloo! , . ... Auch da« zweite Kaiserreich brachte den Franzosen glanzende kriegerisch Abenteuer, fine überschwengliche Machtstellung, eine Niederlage ohne Gleichen und b,n Tiiirft nach Revanche — Revanche für Sedan ! «der die Legende hat noch nicht Zeit gehabt, die Tdalsachen zu »d den natürlichen Zusammenhang der Dinge « «*“«■• ®‘* „ach cm Sturz de« ersten Napoleon, die unmiiteldaren Nuchwukungen der Er eigntffe übeiwunden sein, bevor bi. Legende den Much bekommt, den Hatz E den Urheber der Leid'» in Mitleid.» zu verwandeln, inbem sie da- n°ti°»°l- Unglück mit seinem persönlichln indentlsicirt oder Verwechselt. 9 Erst wenn die Legende so weit ihr Werk ventchte. h°d-nwu Besiegte von Sedan, wie einst de- B-st-gte «°n Waterloo M M Schuldige, sondern al« der Geopferte erscheint, dann eist kann Prinz L»u!« äea pol.on/wie einst sei» Vater, da er al« «ag,klaM vor cte 8 6 st,g, «urce, sich darauf berufen, bah er — eine Revanche »"trete. Man B ’IÄÄX..»... a. Der Bonapa.N.mu« tst «er Easar.-mu«, aber der auf Boltea geopferte Lasar,«mu«, d. h. die Forderung einer a» flch i-wst i - ■ Nothstand wäre permanent geworden. M ( . Der Graf von Chambord und der Graf von PirlS beanspruchen d«e Herrschaft über Frankreich als ein ererbtes Recht, der Sohn Louis Napoleons HL, welcher sein Recht aus Dem Willen des Volkes ableiten kann, muß warten, dis man ihn ruft; was begreif! cher Weife ihn und seine Partei nicht hindern wird, Alles zu thun, um diesen Rvf, welcher zugleich ein Nothschrel wäre, auf die Lippen der Nation zu drängen. Vorläufig ist Frankreich offenbar noch damit beschäftigt — fick selber zu retten, d. h. die konservative Republik zu consolidiren, und m dem Maße, als dieser letzte Versuch gelingen wird, in eben dem Maße verringern sich die Aussichten des Bonc-partiSmus. Scheitert aber dieser Versuch — und was wird nicht Alles versucht, welche Bestrebungen werden nicht angestrengt, »ar ihn scheitern au machen! — so wird eS der Liiermänner des ci-devant Plinzl-egenteu nicht b.dürsk», um di« Blick« ter e-sch-eckten Gesellschaft auf de» lunfle»JPrinjcn Loul« Rapolion za richten. Dann wird Cie Kaiser-Legeude sich uicht blo« an die glorreichen, von einer blendenden Siegessonne bestrahlten Thatcn des ersten, sondern auch an Die rettenden Thaten des zweiten Kaiserreichs knüpfen, um Die Proclomirung eines Napoleon IV. al- letztes Auskunstsmittel zu wotiviren. Es wäre mehr als lächerlich gewesen, wenn Der junge Prinz sich schon zetzt aU Napoleon IV. proclamire» ließ; er hätte dadurch Da» Princep der Volk-- i scuveräuetät beleidigt; aber es ist eben so klug als würdevoll, daß der Prinz, , indem er das Beispiel seines Vaters nachzuahwen erklärt, welcher sich Prinz Napoleon nannte, b-S ihm 8 Millionen Die Kaiserkrone aufs Haupt sitzien - m B'-tüfchaft zeigt und zugleich dem Nativnal.Wcken du Ehe« »lebt. Die Wukung dieser Politik lätzt sich Licht voihersfhen; aber gewch tst sie einzige, welche ein Napoleonide sich »oischreibe» darf. Deutschland. Darmstadt, 29. yan. Da« Grosih. Regierulig«b>att Nr. 4 enthält: 1. tv-k^ntm-chung de« G-osih. Ministerium« de« Grotzb. Haufe« und de« Aeuh'r» und de« K'iegsmunstrrium«, die Erledigung der «bwickelungegefchafte der Großb. Militärverwaltung betr. 2. Abwesenheitserklärung. 3. Ermächtigungen zur Annahme unD zum Tragen fremder Olden. 5. Militärdienftnach-ichte». Seine König!. Hab-" der G'->^-r»og habe» allerguädlgst ge-uht: um 8. Februar 1872 den Obersten ,. P. Movtz zur Dult9 der 3nfantene und den Obersien i. P. von G-vlman zur Suite der (üa,«Oerie zu °e,setzen; um 9. I m 1872 du« Mllckar.De-diensi.K-eu, dem Haupt- man» Lothnben, dem Seeoude. LeeutenaM Wmter, dem Sergeant Appel Im t. Zufanterie.Rlgimen, f,L-.b.Ga.de.-»egiment) Ne. 115, dem Sekvnte.Leeutenant Zimmer, dem Unterofficier vierhever im 2. Infanterie-Regiment (Regiment Groß- Herzog) Rr. 116, dem Seconde-Lieutenant Schott, de» Seconde-Lieutenant Bor- nemann, dem Seconde-Lieutenant der Reserve Klump, dem Unterofficier Mann, im 3. Infanterie-Regiment (Leib Regiment) Nr. 117, dem Hauptmann Schnei- der, dem Feldwebel Wolff, dem Unterofficier Hartmann, im 4. Infanterie-Regi» ment (Regiment Prinz Carl) Nr. 118, dem Rittmeister Freiherrn v. Wedekind, dem Seconde-Lieutenant Freiherr» v. Gemmingen - Hornberg, dem Unterofficier Grünig, im 1. Dragoner - Regiment (Garde-Dragoner-Regiment) Nr. 24, dem Trompeter Haas, im 2. Dragoner-Regiment (Leib-Dragoner-Regimenl) Nr. 24, dem Sergeant Engelhardt, dem Sergeant Winter, dem Unterofficier Roth, dem Trompeter Rapp, im Großh. Artillerie - Corps, dem Sergeant Schwarz in der Train-Compagnie; das Militär - Sanitäts - Kreuz dem Unterlazarethgehülfeu Schuchmann, im 1. Dragoner-Regiment (Garde - Dragoner - Regiment) Nr. 23; das silberne Kreuz des Bcrdienst-OrdenS Philipps des Großmüthigeu dem Ser- geant Kraft, im 1. Infanterie-Regiment (Leib - Garde - Regiment) Nr. 115 und dem Sergeant (Escadron-Schmied) Müller, im 1. Dragoner-Regiment (Garde- Dragoner-Regiment) Nr. 23; am 5. Juli dem Rittmeister ä la suite Jose Exe- quid Bardales de Arevalo das Ritterkreuz I. Claffe des Verdienst - Ordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen; am 19. September den Rittmeister im Gendarmerie-Corps Supp zum charakterisirten Major zu befördern; am 31. Oktober den Major i. P. Weyland zur Suite der Infanterie zu versetzen; am 11. November den Hauptmann i. P. Bellaire zum charakterisirten Major zu befördern ; am 24. December den Kriegskaffe-Buchhalter i. P. Schenk den Charakter als Rechnungsrath zu ertheilen. 6. Dienstentlassung. 7. Charakterertheilungen. 8. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben ollergnäbigst geruht: am 13. Januar den P^otocollistea und Kanzlei-In- spector bei der Staatsschulden - Tilgungskasse Franz Carl Uebelehauser unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, und am 16. Januar den Oberrech- nungs-Revisor bei der zweiten Abtheilung der Justificatur der Oberrechnungskammer, Wilhelm Garnier, mit Rücksicht auf seine geschwächte Gesundheit dis zur Wiederherstellung derselben in den Ruhestand zu »ersetzen. 9. Concurrenzcröffnungev. Erledigt sind: die evangelische Schulstelle zu Allmenrod, im Kreise Lauterbach, mit einem jährlichen Gehalt von 400 fi.; die evangelische Schulstelle zu Uetzhausen, im Kreise Lauterbach, mit einem jährlichen Gehalt von 400 fl.; dem Herrn Grasen von Schlitz, genannt von Görtz, steht das PräsentationSrecht zu dieser Stelle zu; die erste evangelische Schulstelle zu Echzell, im Kreise Nidda, mit einem jährlichen Gehalt von 446 fl. 52 fr. 10. Sterbefälle. Gestorben sind: am 16. Juni 1872 zu Darmstadt der Oberst i. P. Freiherr von Bonchenröder; am 21. Joni zu Babenhausen der Stabsquartiermeister i. P. Korman; am 25. Juni zu Worms der Mojor i. P. Diery; am 9. August zu Friedberg der Premierlieutenant i. P. Nies; am 13. August zu Darmstadt der Oberstabsquartiermeister t. P. Nicola; am 24. October zu Darmstadt der Oberst und Krtegsministerial-Director i. P. Dornfeiff; am 9. No», zu Darmstadt der Oberst i. P. Weber; am 15. November zu Heppenheim der Oberst ä la suite der Infanterie v. Zangen; am 28. Nov. zu Darmstadt der Oberstabsquartiermeister t. P. Hofmann; am 27. December zu Erlenbach der ev. Schullehrer Adam Bock; am 30. Dec. zu Roßdorf der Schullehrer Peter Adam Ruths; am 31. Dec. zu Mainz der pensionirte Straßenbaumeister Johann Me>d; an dem,elben Tage zu Wallernhausen der Bauaufseher Johannes Nie«; alle 1872; am 7. Januar zu Darmstadt der erste ev. Pfarrer und Geheime Oberconsistorial- rath i. P. Dr. Georg Riuck; am demselben Tage zu Darmstadt der Hofgerichrs- Advocat Martin Emmerling I.; am 15. Januar zu Mainz der Steurraufjeher Gimbel; am 17. Ian. zu Langen der ev. Pfarrer und Kirchenrath Heinrich Clotz. Darmstadt, 31. Ian. Die Gesetzentwürfe über die KreiSordnung, Städte- Ordnung und Landgemeinde-Ordnung sind, sichere» Vernehmen nach, von dem Großherzog genehmigt worden und werden nunmehr unverzüglich den Ständen vorgelkgt werden. Die ersten beiden Entwürfe beruhen auf dem Grundsatz der Selbstverwaltung und entsprechen insofern der neuen preußischen Kreis-Ordnung und bezv. der Städte-Orduung für die preußische Rheinproviuz. Auch die Laud- gemeinde-Ordnung wird durch die größere Selbstständigkeit, welche sie den Gemeinden hinsichtlich der Bürgermeisterwahl, des Gemeindehaushalts u. f. w. einräumt, den berechtigten Beschwerden abhelsen, zu welchen die bestehende Gesetzgebung seit Jahren Veranlassung gegeben hat. — Vor einiger Zeit war in den Zeitungen davon die Rede, daß in Kassel zwischen einem preußischen und einem großh. Hess. Comwisär über den verkauf des hessischen AnthetlS der Main-Weser - Bahn an Preußen verhandelt worden sei. Zweck jener Conferenz war jedoch, wie sich jetzi ergibt, der Abschluß eines Staat-Vertrags zwischen Preußen und dem Großher- zogthum Hessen Über die von der hessische» LudwigS-Eisenbahn-Gesellschaft projec- tirte Erbauung einer direkten Bahn von Mainz nach Wiesbaden. Der damal« abgeschlossene Vertrag ist jetzt dem hiesigen Landtag vorgelegt worden. Berlin, 31. Ian. Die „Dresdener Presse" vom 28. Januar bemerkt, daß ihre Nachricht von dem Tode der Kaiserin Charlotte von Mexiko aus einer Verwechselung mit der Nachricht von dem Tode der Kaiserin - Mutter von Bca- silien beruhte. Leipzig, 30. Ian. Das von den hiesigen durch Vertrag vereinigten Buchdruckerelbesitzern eingesetzte Comite hatte auf vorgestern Nachmittag eine Generalversammlung derselben einberufen. ES thetlte mit, daß es den Strike für ausgebrochen erkläre und deshalb beschlossen habe, in sämwtlichen 46 Buchdrücke- reien, die jenen Vertrag abgeschlossen haben, nächsten Sonnabend, 1. Februar, allen denjenigen Gchülfen (Setzern, Druckern und Maschinenmeistern) kündigen zu lassen, welche dem „Deutschen Buchdruckerverbände" angehören; jener über ganz Deutschland verbreiteten Verbindung von Buchdrucker-Gehülfev, welche notorisch auch diesen Stuke veranlaßt hat. Die Versammlung erklärte einstimmig ihr Einverständniß mit diesen, sowie allen sonstigen Maßnahmen des Comite«, und die Kündigung wird also gle chjeitig in den Osficinen erfolge». Ein die Gründe der Kündigung motivirendes Schreiben soll gedruckt und vor derselben den Betreffenden eingehänvigt werben. Schweiz. Der Widerstand der beiden urkatholischen Cantone Zug und Luzern, son- derbundlerischen Andenkens, gegen das Votum der Baseler Diöcesen - Conferrn,, schwächt die Größe des Schnitt« nicht ab, mit dem die Schweiz zuerst in so energischer Weise den Anmaßungen der Curie gegenüber tritt. Wenn die Stände von jenen beiden Cantonen entschlossen sind, nur den der Form nach bere, ab* gesetzten Bischof Lachat al« ihren Oberseelenhirten anzuerkennen und btfdben in Ausübung seiner bischöflichen Functionen nach Kräften zu unterstützen, | legt das eben nur den Beweis klar, daß die Otte, in denen sich der finstereVeist der Kirche seit Jahrhunderten festgesetzt hat, für eine gesunde Entwickelung der Freiheit-Ideen nahezu unfruchtbar geworden sind. Frankreich. Paris, 30. Jan. Der jetzt Thier« vorliegende Bericht des Generals RivireS über B^zaine ist ein riesiges Schrififtück, dcss-n erster Thril die Krieg«operationen vm 12. August bis 1. Septewb'r 1870 behandelt; der zweite geht bis Sedan vner steter Berücksichtigung von M tz. Die Generale, welche das Kri.gSgericht öh Bazaine bilden sollen, sind vom KriegSminister vorgeschlagen und deren Namen tm Präsidenten der Republik überreicht worden. Ueber Zeit und Ort der Gerichts Verhandlungen lauten die Angaben noch widersprechend; es heißt, daß St. Cy zum Orte ausersehen sei; die Zeit hängt von dem Eifer und der ArbcitSkrasi irr Instanzen ab, die der Bericht Riv.^res^ noch burchzumachen hat. Paris, 30. Ian. Die Zahl der Perfotikn, weiche in Paris als der Be» theiligung an der Internationale verdächtig verhaftet wurden, beträgt bis jetzt ungefähr 130. Wie es heißt, begeben sich die MitgliebkL der Internationale alle mit Musikrollen in ihre Versammlungen. Sie wollen so'» den Glauben erregen, daß sie eine Gesanggesillschaft bildeten. — Bekanntlich wu^e unter dem Kaiserreiche häufig über die schlechte Behandlung geklagt, welche den ?egen Preßvergehen ver- urtheilien Schriftstellern in den Gksängn.ssen zu Theil wo sie ihre Strafzeit absaßen. Heute scheint die Sache ober noch schlimwe. zu Zum wenigsten ist dieses die Ansicht von Cha.les Robenrck, der unter dem Kaiserreich öfters ein- gesperrt war und welchen die Republik hinter Schloß un^ Rteg^.1 hält. Derselbe schreibt darüber an die R^publique Franyrtse: Gesangniß St. Pölagie, 28^Ian. 1873. Ich habe nicht allein die Begnadigung nicht erhalten, um die ich übrigens nicht eingekowmen bin, sondern man hat mir vorgestern sogar verb oten, ferner an Den Pcogrer von Lyon zu schreiben. Diese ganz moralische Strafe bestund nicht unter dem Kai>erreicve. Außerdem stellte man mir, als ich heute Morgen mir eine einfache Flasche Wein von außerhalb, wie mch das von Pi.tri unter- zeichnete und in St. P^lagie angeschlagene Re«ltment ermächtigt, kommen lasse« wollte, eine Weigerung entgegen, und der Gesangniß - Direktor antwortete mir, daß die Gefängnisse unter dem Kaiserreiche zu frei gewesen seien, daß man alle- dieses geändert habe und daß ich mich ruhig verhalten müsse, well man mich sonst nach Rouen bringen werde. Ich bin überzeugt, daß der Regierung und dem Publicum diese- Verfahren unbekannt ist, welches sie Betreffs solcher, die wegen Preßvergehen sitzen, nicht billigen würden, denn es ist, welcher Partei man au- angehören wag, der Republik unwürdig. Genehmigen Sie ic. Charles Rabeneck. Der „Rhin" ist am Montag Abend nach Neu - Caledonien abgkganger. Derselbe hat 420 Galeerensträflinge an Bord, unter welchen sich einige politisch Stkäsl-nge, wie der bekannte Marine-Oific er Lnllier, befinden. Versailles, 31. Ian. Die Nationalversammlung setzte heute die Berathurgen über die Lyoner LieferungSgeschäfte für die Vogesen-Armee fort. Der Dept- llrte Stgur trat für die Abschlüsse der Lieferung-- Commission ein, F«rrouill«t vertheidigte die Verwaltung--Acte der Lyoner Behörden. Morgen wirb die Dr- batte fortgesetzt. England. Loudon, 28. Ian. Die Spaltung im bonapartistischen Lager, deren Al- zeichen schon am Tage nach de- Ex - Kais,rS Blgräbniß sichtbar wurden, ist jezt etng fianvene Thaisache. Mvrnivg Post schreibt heute: „In den Reihen der B). napartlsten herrscht eine Spaltung entschredevsten Charakter«. Die Führer der einen Grnppe schaaren sich um die Kaiserin Eugenie, die anderen um den Piinz!» Napoleon. Der wohlbekannte Charakter des letztere« veranlaßt uns, zu glauben, daß er em keinen Schritt von der Haltung abweichen wird, die von uns a« 18. d. angedeutet worden. Ec wird sich von jeder Bewegung fern halten, deren Leitung ihm nicht anvertraut würde, und jedes Einvernchmen zw scheu ihm und sen politischen Freunden der Kaiserin sch-int unmöglich zu sein...." Die Time- druckt eine ähnliche, anonym gehaltene Mittheilung au« der Umgebung des Plinzen ab, und somit ist kein Zweifel mehr, daß die Wittwe und der Veiter auSe,nancer geratheu sind. Letzterer will Herr des Hauses und der Partei sein, will als solcher m Frankreich selber operiren, wofern ihm die Rückkehr dahin gestattet würde, will, dis zu gelegenerer Zeit, Thierist, Bourbontst, Orleanist ober Gambett'st werden und sich zu allem versteyen, was sein „wohlbekannter" Charakter nur immer gestattet, nur nicht zu dem Einen, daß er sich der Oberhoheit der Ex • Kaiserin und ihres unmündigen Sohne« nnterwerfe. Da ist cs denn natürlich, daß ein Elnvernehrnen zwischkN Beiden unmöglich geworden ist, wiewohl es fraglich ktscheint, ob rhnen mit Viesen Veröffentlichungen des ZmiespaltS gedient ist. Asien. Japan hat, dem britischen Dice - Consul in Aeddo zufolge eine weibliche Bevölkerung von 16,061,199, eine männliche von 16,733,698, zusammen von 32,794,837 Seelen. In Aeddo wohnen der letzten Zählung gemäß 780,321 Personen und zwar 416,821 männlichen und 363,509 weibliche» Geschlechts. Aeddo ist eine sehr große, aber nur in den Geschäitstheilen stark bevölkerte Stabt. Die Hauptstadt bedeckt einen Flächenraum von 2 828 000 TruboS oder 28 englische Quadratmeilen, und ist demnach nach London räumlich die größte Stabt der Welt. Der milltäri>che Stabttheil, welcher 12,000,000 TruboS bedeckt, enthält den Palast des Micavo, der eine Quadratmetle tinnimmt, die RegterungS- gebäude u. f. w. Die Tcwpel mit den dazu gehörigen Besitzungen beanspruchen 2,500,000 TruboS. Die Corea - Frage nimmt eine sehr ernsthafte Wendung, uuv die »Japan Gazette" sagt, daß ein Krieg bevorstehe. Die „Japan Mail" leugnet, daß die ausländische Geistlichkeit von der ja- panesischen Regierung eingeladen worben sei, an der Diskussion der Frage der reitgioien Tvl ranz theilzuuehmen. — Die französische Corvette „Bouragne" hat im Verein mit dem chinesiichen Kanonenboot „Cvun Her" viele Piratenschtffe geentert und zerstört. — Alle Schauspieler und Jongleurs wurden benachrichtigt, daß sie ihre Profefsion noch weitere drer Jahre aueüden dürfen. Nach dleser ZUt müssen sie jedoch eine nützliche Befchäftigung ergreifen. Bis dahin aber hat die Aetleis. 50/g tfetr. F. St. E. B. 357 Lorr bar d. Bahn 210 Ludwlgah.-BexLaoh 1953/« Max bahn — Bayer. Oatbahn 130Vz Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. 1743/» Oberhessen „ 77l Uhr, tn getrennten kudich uuci u» vyui^v» au Lang-Göns im Gasthaus zum grünen (Letzteres wird bevorzugt) vergeben werden. Baum für die Straßen von Groß - Lmden ------------- nnh R?- his Butzbach und von Pohl-Göns bis zur Landesgrenze gegen Niederkleen. Die resp Grobherzoglichen Bürgermeister werden ersucht, diese Versteigerungen tm Interesse ihrer Gemeinden bekannt machen zu lassen. Anstreicherarbeit soll im Wege der schriftlichen Submission in getrennten Loosen oder im Ganzen gegen rheu Geschwüre des Zahnfleisches, gegen . . . _ , . . sowie gegen den üblen Geruch auS dem Munde, ist daselbst und in Niederlagen in Flacons zu 20 Sgr. zu haben: in Gießen bei Herrn Julius Wallach» heilt gegen Garantie, ohne den Zahn zu entfernen, schmerzlos, nach eigener, allein bewährter Methode, Fr. Bier, Wundarzt in Wien, Kiostergasse Nr. 4. Zahntropfen vom Wundärzte Fr. Bier stille» den Schmerz hohler Zähne augenblicklich und sind in Flacons zu 20 Sgr. daselbst und in den Niederlagen zu beziehen. Mundwasser vom Wundarste Fr. Bier, gegen rheumatische Zahnschmerzen, gegen Entzündungen, Geschwülste und Geschwüre des Zahnfleisches, gegen Zahnstein und Lockcrwerden der Zähne, Versteigerungen. Versteigerung von StraHen-Arbeiten. Das Brechen, die Beifuhr, datz Aufsetzen und da? Zerschlagen der zur Unterhaltung der Staatsstraßen in dem Baubezirk Gießen für das Jahr 1873 erforderlichen Steine, sowie die Anlieferung zerschlagener Steine, soll an nachbenannten Orten und Tagen wenigstfordernd versteigert werden, und zwar: Mittwoch den 5 Februar, Morgens 10 Uhr, zu Gießen in der Restauration Bramm für die Straße von Gießen bis Groß-Linden, für die Straße von Gießen gegen Rodheim, für die Straße von Gießen gegen Reiskirchen bis Abtheilungsnummer 15 und von Gießen bis Steinbach; Zeichnungen, Kostenanschläge und Bedingungen können Hierselbst eingesehen werden. Offerten sind versieglt mit der Aufschrift: „Submission auf den Bau deS Bürgermeisterei- Gebäudes^ portofrei bis zum 19. k. M- einzusenden, an welchem Tage Vormittags 10 Uhr die Eröffnung derselben in meinem Amtslocal Hierselbst in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten Steinkohlen und trockene Braunkohlen im Kleinen und Wagenladungen bei 540) Georg Unverzagt. 327) Feinste Gothaer Cervelatwurst Donnerstag den 6 Februar, Morgens 9 Uhr, zu Lollar in dem Gasthaus zur Krone die Straße von Gieße» über Lollar bts Landesgrenze; Gießen, den 31. Jan. 1873. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. (508) Holzapfel. 543) Dienstag den 4. Februar, MorgevS 9 Uhr, werden im Vogt'schen Hause a« Markt eine große Parthie alte Ziegel bundert- roetfe, einige alte Treppen, eine Gl-sthür und 2 Ladenfenster mit Verschluß öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert. 54 23 — 1207 6 8 2069 22 6 274 27 6 166 17 6 670 1 6 332 6 7 49 25 5 846 21 1 310 10 — 335 3 80 13 9 Die 564) Delicatessen-Handlung der 4) J. A. Busch Söhne beeren, Stachelbeeren Reineclauden, bitter, Ananas-, Portwein- Kirschen und geschälte Aepfel. erlaubt sich hiermit CavLar Genueser und Champignons. in (499 C9 Düsseldorf. 562) auch in 3 Wochen. Pascoe. dieses Blattes. (535 »Rprmifrht? HjnrpMt» 1 gesucht, welcher der doppelten Buchführung, «yduUfU/lv sowie Deutschen Coirespondenz, vollltändis Reb-.eti-L, Druck Mrd Verlaß *cr Brt. ht'schen Untr! -Druckerri (Fr K'-br "'.^rtschs b» A 1) 2) 3) 5) 6) Cafe Leib. Morgen, Dienstag den 4. Februar 1873: ausgeführt von den rühmlichst bekannten Mitgliedern der Emser Kur-Kapelle. 529) Ein Logis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche 2C. ist pro 1. März zu vermiethen. Ernst Jughard, ______Metzger.________ 563) Einen gewandten Jungen sucht Georg Dörr, Kirchenplatz. Feinste Göttinger Mettwurst, Gothaer Cervelatwurst und Schinken, geräucherter Speck und Schweineschmalz. PH. Schlatter in Empfang genommen werden. Kappen für Unmaskirte sind am Eingang des Saales zu kaufen. 561)_______________Der P orst and. 9) Fantasie aus Preciosa, von C- M. v. Weber. 10) Arie aus der Oper: „Der Troubadour," von Verdi. (Piston-Solo, vorgetragen von H. Frotscher.) 11) Traumbilder, Fantasie von Lu mb Ye. (Mit Zither-Solo von Herrn Richter. Auf Wunsch.) 12) Humoreske aus Orpheus in der Unterwelt, von Ofsenbach. BilletS ä 18 fr. sind in dec Nudolph'schen Musikalienhandlung und der Cigarrenhandlung von Herrn C. Roloff zu haben. Abends an der Kasse 24 fr. Anfang V28 Uhr. AechtenMaccaroniS,Eierg müse-und Eierringelnudclu, feinste Königsreisstärke, Tafclmaudcln, Gelatine und Tafclrosinen, Würfelzucker und feinst gestoßene Raffinade. bestens zu Emmenthaler und Rahmkäse in Stanniol, Kräuter- und Limburger, sowie Parmcsankäse. Die Dampf-Färberei, Druckerei, Kunstwafcherei von J. * Adam Röder in Düsseldorf und Eöln. Ouvertüre zur Oper: „Don Juan" von Mozart. Coucertiuo für Posaune, von Sachse. (Vörgetragen von Herrn Glöckner.) 7) Jugenderinneruug von Bach. 8) 3. Coucert von Gold ermann, Cello-Solo, vörgetragen von Herrn H. V o l l r a t h. III- T h e il : Sihmig her Bberhrssischen EcsrUschafl für Na!»r- und Hkilkunde Mittwoch den 5. Februar, Abends 6 Uhr, in der kleinen Aula. mpfieblt sich im Färben und Walchcu d-r Herren- und Damen - Garderobe, iowt« auch Teppiche, Vluche, Sammt, Damast, Federn rc., in allen Farben auf s Brillanteste gefärbt werden. Besonders mache auf meine Chemische Reinigungs Anstalt aufmerksam, wo- nach werthvolle Gegenstände, wie seidene und wollene Kleider mit allen möglichen Ver- respondenz, vollständig zierungen unzertrennt gereinigl werden, ohne an Farbe und Fa^on etwas zu verlieren pcrood)icn sein muß- Näheres Hotel zum Aufträge werden angenommen und prompt besorgt durch Herrn Einhorn. : 198) Ph. Schlatter. Man sucht nach außerhalb einen jungen Mann als Vorleser und Sekretär. Derselbe müßte der GabelSberger'schen Stenographie. (NB. nicht der Dedattenschrift) vollkommen mächtig und ein fleißiger Arbeiter fein. Die ibm zugedachten Beschäftifkungen sind interessant und anregend. Ter Gehalt gut, bei gehöriger Qualifikation sogar glänzend. Sprachkenntnisse erwünscht, aber nicht unbedingt notbwendig. Franco-Offerten «ub X. Y. 999 an die Exped. d Bltts. (442 519) Asphaltmastic-Dachpappe, 1870 zu Cassel prämiirt, liefert billigst Lentze's Dachpappenfabrik in Einbeck, Provinz Hannover. 458) Ein zuverlässiges Kindermädchen, das auch nähen und bügeln kann, wird gegen guten Lohn gesucht. Eintritt gleich, 443) Ich mache dem hiesigen Publikum bekannt, daß ich als Aus- und Ankletder der Tobten männlichen Geschlechts von der hiesigen Bürgermeisterei und bem Kretsamt ernannt worben bin. Heinrich Schneiber, Barbier, ____________wohnhaft Mühlgasse.________ 551) Hwei Schlafställen zu haben bei PH. Flett. 527) Ein freundlich mödlirtes Zimmer tu vermiethen bet Louis Lichtenberger, _____Sonnenstraße B. 65. 504) Der z. 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Die Nr. 4 bringt folgende Beiträge: Glück auf! Erzählung von E. Werner (Fortsetzung.) — Beim schwarzen Jack im Zoologischen Garten in Berlin. Mit Abbildung: Der schwarze Jack im Zorn- Nach der Natur gezeichnet von H- Leutemann. - Das Wagnertbeater in Bayreuth. Von Otto Gumprecht. — Orientalische Palast- und Hosbilder. Von Heinrich Fre.herrn von Maltzan. Nr- 1. - Aus dem Lande der Freiheit- Von Ludwig Büchner^ Vierter Bnef. AuS den Zeiten der schweren Noch- Der Mann von Hersfeld. Von H A- M- --Blatter und Blüthen: Der Degen Friedrich'? des Großen. — Theerzacke und Landratte. Von Z. — Aus den Kaukasus-Kriegen. Mit Abbildung: Plastum, T cherkessen aufsvurend Nach der Skizze des russischen Artillerie-Hauptmanns W. tm Kaukasus- - Fluthwellen und Sturmfluthen. Von M- E- Plankenau. - Die Noth an der Ostsee und bii Hülfe. — Für unsere unglücklichen Ostsee-Deutschen. _____________________________ 444) Von Bremen nach Sewyork wird am Donnerstag ben 27. März 1873 expedirt der eiserne Schrauben- dampfer I. Elaste Cavt. A. Dannemann. einschließlich Beköstigung: I. Cajüte Crt-Rthlr. 90, II. Cajüt, Crt Rthlr. 30, Zwischendeck Crt- Nthlr- 43 für die erwachsene Person, Kinder unter 10 Jahren die Halste, Säuglinge Crt. Nthlr. Bremer Dampf,chrfffabrts (Gesellschaft. Der Vorstand: Siedenburg, Wendt $ Co. in BrClUCll» Die nächstfolgende Expedition findet Ende Mat statt- Vermiethumen 495) Ein Logis von 5 Zimmern, Küche und Kammer ist zu vermiethen und im April beziehbar- H. M- JugHardt- 285) In unserem Nebenhause am Kreuz ist der Laden mit Wohnung zu vermiethen und bis zum 1. April beziehbar. I. A. Busch Sohne. 22) Eine neu eingerichtete freundliche Wohnung, 3 Zimmer, Küche, großer Boden, Bleichplatz, zu vermietben und gleich beziehbar.Emil Pistor- 552) Der in Lich erscheinende j Bote aus Lich 8 eignet sich zu Veröffentlichungen von 8 Holz- und Arbeits-Versteigerungen, | sowie sonstigen Bekanntmachungen, "l----nTT-^rtMn^THWTMrnwiiMMi ................ I-----