' umgeben-! lesen- Statt in ssische« t, «0»er -, ,6 „.nmWL tll, ft6 des 3» hneten 8# Mdk-, S* iqeloffen- , dieProvm ‘i Bedürfnisse hungert der )uankt die ,bchnitlinusler? "SWahl wegen fbteren Händen, 7?eD- Auch Lehrmeis!erin. >fern2fl.3kr. esteHungen an. enzeL lchn. rein sind an bei wHem inn. LÄ.__ AM in Giessei •ieft beauH rn ins > ipttiti vierteljährig 1 fl. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Eanzletbera, Sit. B. Ar. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen. Nr. 28td Donncrstng vcn 2. Omtm flintsicher Theil. Bekanntmachung. Betreffend: Die Auswanderung über H«vre und- Cherbourg. Nach einer dem Großherzoglichen Ministerium des Innern zugegangenen Benachrichtigung der französischen Negierung hat Letztere aus AnlaWes Ausbruchs der Cholera in verschiedenen Gegenden Deutschlands das Verbot der Beförderung von Auswanderern mittelst solcher Schiffe erlassen, welche von Hamburg kommend in Hävre und Cherbourg anlegen. Da hiernach Auswanderer, welche ihren Weg durch Frankreich nehmen wollten, um sich in einem der genannten Häfen einzuschiffen, daselbst zurückgewiesen werden würden, — so hat die französische Regierung ihre Grenzbeamten angewiesen, Auswanderer, welche den genannten Weg allenfalls einschlagen, hierauf aufmerksam zu machen, — zugleich aber auch sich mit dem Ersuchen an Großherzogliche Regierung gewandt, die fragliche Maßregel, welche ohne Zweifel wegfallen wird, sobald ihr Anlaß verschwunden ist, zur Kenntniß der Interessenten zu bringen. Gießen, am 27. September 1873. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ) I. V. d. K.: S p a m e r, Kreisassessor. Gießen, am 27. September 1873. Betreffend: Wie oben. Das Groß herzogliche Kreis aml Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach Inhalt vorstehender Bekanntmachung wollen Sie Auswanderungslustige Ihrer Gemeinden bedeuten. I. V. d. K. : Spamer, Kreisasseffor. Gießen, am 27. SepLember 1873. Betreffend : Die Aufnahme des Erndte - Ertrags im Jahre 1873. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großher;oglichm Bürgermeistereien. Wir beauftragen Sie, die Aufstellung der Erndte-Ergebnisse des Jahres 1873 auf Grundlage der neuen Maße und Gewichte zu vollziehen. Die Uebersichten haben gegen früher eine Erweiterung dadurch erfahren, daß unter 28a der Obstertrag eingefügt worden ist. — Es sind deß- halb bei Aufstellung der Erndteerträge in gleicher Weise auch die Erhebungen über den Ertrag der Obstnutzungen (und zwar nicht nach Maltern, sondern nach Centnern), nach Maßgabe des Vordrucks der Formulare durch Sie vorzunehmen; wobei Sie sich erforderlichen Falls der Mitwirkung sachkundiger Organe — wie der Mitglieder landwirthschaftlicher Vereine — bedienen, oder sonst besonders geeignete Persönlichkeiten — Obstzüchter rc. — zuziehen, unter Umständen aber auch Umfrage bei den einzelnen Grundbesitzern, welche Obst bauen, halten werden. Die acht Unter-Abtheilungen der Haupt-Rubrik „Obst" bedürfen wohl keiner näheren Erläuterung; die (Sohmine A. „der Gemeinden als solchen" hat den Obstertrag auf solchen Grundstücken zu begreifen, welche den Gemeinden gehören und nicht verpachtet oder an die Bürger in Nießbrauch gegeben sind. Formulare zu den Uebersichten werden wir ihnen durch die Post zugehen lassen. Sie wollen solche sorgfältig ausfüllen und bis längstens 30. Octbr. d. I. an uns zurücksenden. v. R ö d e r. Nr. 27 des Neichsgesetzblattes, ausgegeben den 9. September 1873, enthält: (Nr. 965.) Ueberetnkunft zwischen Deutschland und Belgien, betreffend den Betrieb des auf belgischem Gebiete belegenen Theils der Wilhelm-Luxemburg-Eisenbahnen. Vom 11. Juli 1872. Nr. 28 des Neichsgesetzblattes, ausgegeben den 20. September 1873, enthält: (Nr. 966.) Freundschafts-, Handels- und Schiffahrts-Vertrag zwischen Deutschland und Persien. Vom 11. Juni 1873, nebst zusätzlicher Ueberetnkunft. (Stegen, den 26. September 1873. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. politischer Theil. Dcutfdjfanö. Darmstadt, 30. September. Die außerordentliche Landes-Synode erledigte in ihrer gestrigen 13. Sitzung die §§ 116—122 nach den Ausschuß- Anträgen und begann die Discussion über den § 123. § 116 behandelt die Competenz des Pfarrers. Demselben liegt darnach ob die Versehung der rein geistlichen Geschäfte, den Vorsitz und die Geschafts- leitung in dem Kirchenvorstande und in der Gemeindevertretung, sowie die Führung der Kirchenbücher und Instandhaltung der Pfarrregistratur. Nach § 117 ist der Pfarrer bezüglich der rein geistlichen Geschäfte unabhängig von dem Kirchenvorftande. § 118 unterstellt den Pfarrer der Disciplin des Dekans, des Dekanats-Ausschusses, des Oberkirchenraths und des kirchlichen Discipli- nargerichts; letzteres entscheidet nach § 119 über Anlagen wegen Verletzung des Ordinationsgelöbnisses. § 120 sieht eine kirchliche Dienstpragmatik vor. §> 121 verpflichtet den Pfarrer, auch andere geistliche Amtshandlungen neben seinen ordentlichen Amtsgeschäften zeitweise zu übernehmen. § 122 ordnet die Vectheilung der Amtsgeschäfte unter mehrere Pfarrer derselben Gemeinde. § 123 handelt von der Besetzung der Pfarrstellen. Die Regierungsvorlage beläßt es in dieser Beziehung bei der seitherigen Einrichtung (d. h. der landes- herrüchen Ernennung), will nur jedesmal eine gutächtliche Aenßerung des Kirchenvorstandes. Aehnliches enthält ein Antrag der Abgg. Königer, Schwabe mit) Genossen, der jedoch dies nur bis zu anderweiter Festsetzung verordnet wissen will, ebenso will ein Antrag des Abg. Netz bis zu erfolgter Classification der Pfarrstellen keine wesentliche Aenderung. Die Ausschnßminorität will 'deren Relevanz der Oberkirchenrath entscheiden soll Die Ausschnßmajorität will der Gemeindevertretung das Recht geben, aus drei von dem Kirchenregi- ment vorgeschlagenen Bewerbern einen Candidaten zu präsentiren; ein Antrag Buchner-Schröder-Thudichum's erhöht jene Zahl auf sechs. Ein Antrag Kraft's gewahrt den Gemeinden das Recht, alle Bewerber bis auf drei abzulehnen 1 und auch gegen diese noch Einwendungen vorzubringen. Ein Antrag Ohly- Weber's will die Wahl der Pfarrer durch die Gemeindeversammlung eventuell durch die Gemeindevertretung. Die Debatte über § 123 wurde nicht zu Ende geführt und wird heute i fortgesetzt. Mainz, 29. September. Entsprechend dem Aufruf des Papstes „an alle Christen" zum Gebete für die in Deutschland bedrängte Kirche unter Gewährung eines vollkommenen Ablasses wurde am letzten Sonntag von den Kanzeln der Diöcese ein Hirtenschreiben des hiesigen Bischofs verlesen, in dem folgende Stellen bemerkenswerth sind. Herr v. Ketteler meint in diesem natürlich wieder ohne staatliches Placet verkündeten Hirtenschreiben: Man wende jetzt zwei Mittel gegen die Katholiken an, die politische Verdächtigung und die Zerstörung ihrer kirchlichen Einheit. Die Treue der Katholiken und ihre unveränderlichen Grundsätze bezeichne man als Feindschaft gegen das Vaterland. Man opfere Freiheit, Recht, Wahrheit, Toleranz, Liebe, alle höchsten Güter eines Volkes, um die auf Vorurtheilen und unbegründeten Beschuldigungen beruhende Abneigung gegen die katholische Kirche zu befriedigen. So werde in Deutschland dessen älteste Religions-Gemeinschaft, welche den dritten Theil der . , . . . ... Bevölkerung bilde, in ihren religiösen Einrichtungen und ihrem religiösen Leben die Besetzung ebenfalls dem Kirchenregiment Vorbehalten wissen, jedoch demftäglich beschimpft, gelästert und beeinträchtigt, ohne daß die herrschende Majo- lk irchenvorstand Einwendungen gegen die Bewerber vorzubringen verstatten, über rität eine Regung des Gewissens oder des „Schamgefühls" empfinde. Dieser stuhle und während der Beichte die Vornahme einer solchen Handlung ver- tfrai ' : fcer gü'ichen en Nothstand treibe zum Gebete an! Dieses Gebet war von dem Bischof aus den gestrigen „Rosenkranz-Sonntag" festgesetzt und bezüglich desselben in dem Hirtenbrief wörtlich weiter bemerkt: „Der heilige Vater fordert auf, ui dieser bedrängten Zeit Gott durch Vermittlung aller Heiligen, namentlich der Apostel, des heil. Joseph und insbesondere durch die unbefleckte Jungfrau Maria, deren Gebete ihrem Sohne gewissermaßen Befehle seien, unsere Gebete vorzutragen. sucht hat. (Sp. Ztg.) Notenburg (Hessen), 30. September. In dem Proceß gegen die „Hessischen Blätter" wegen Beleidigung des Königs und Vismarck's ist soeben Cabinetsrath Schimmelpfennig (abwesend) als Verfasser des betr. Artikels zu sechs und Herausgeber Hopf zu vier Monaten Festungsstrafe, Redacteur Ellen- drcinäreid). Paris, 29. September. Der Kriegsminister hat ein „sehr vertrauliches" Rundschreiben an die commandirenden Generale der Territorial-Divisio- nen erlassen, das jedoch den Officiercorps vorgelesen wurde. Es wird darin diesen das officielle augenfällige Paradiren bei Processionen untersagt, erstens „weil Kundgebungen dieser Art einen politischen Charakter angenommen und die Fahne aufgepflanzt haben, welche nicht die der Regierung ist", und zweitens, „weil diese Kundgebungen die Sicherheit des Staates dem Auslande gegenüber gefährden." Dies laut der „Gironde" der wesentliche Inhalt dieses Dm I1.W8 Dich iton 3 Sg' a. direct via ( b. abgtäi ®!inte trans. Spitze» , Berlin, 29. September. In der nächsten Woche wird man mit der Ausprägung der neuen Silbermünzen in weiterem Umfange vorgehen und andererseits mit der Ausprägung der Reichs-Goldmünzen pausiren, da vorläufig das erforderliche Quantum dieser Münzen beschafft ist. Nach der Rückkehr des Präsidenten Delbrück und des Geheimenrathes Michaelis ist auch eine Forderung der Arbeiten zu erwarten, welche sich auf das Bankgesetz beziehen. Die Vorlage desselben in der nächsten Reichstagssession gilt nach trie vor als zweifellos. — Die Wahlaussichten der liberalen Partei für den Landtag sind trotz der geqentheiliqen Versicherungen einiger Pessimisten durchaus günstig. Uebrigens wird bald nach den Landtagswahlen die Auflösung auch des Reichstags zu erwarten sein, da es beschlossene Sache ist, den nächsten Reichstag in der zweiten Hälfte des Februar, oder spätestens Anfangs März zu berufen. Eine An- zahl umfassender Entwürfe, welche dem Reichstage vorgelegt werden sollen, wird vor Ablauf dieses Jahres bereits den Bundes-Regierungen zur Kenntnisnahme, bezw. Begutachtung zugehen. , Posen, 30. September. Der Oberpräsident der Provinz Posen benachrichtigte dem Vernehmen nach den Erzbischof Ledochowski, daß die Regierung die Privatreligionsschulen, deren Besuch den katholischen Schülern der höheren Lehranstalten jetzt verboten ist, schließen und gegen die an denselben vom Erzbischöfe angestellten Geistlichen zwangsweise vorgehen wird. — Die „Ostdeutsche Ztg." sagt, daß die gegen den Erzbischof Ledochowski eingeleitere Temporalien-Sperre sich nur auf dessen Jahres: Competenz (12,000 Thlr.) beziehe. (Zeug genug!) Beuthen O.-S., 24. September. In der heutigen Sitzung des Schwurgerichts hier ist der frühere Caplan Garus, zuletzt in Kammin, in sämmtlichen zur Anklage gestellten Fällen von den Geschworenen für schuldig erklärt worden, wiederholt mit fünf minderjährigen Schülern (darunter zwei unter 14 Jahren), denen er deutschen Sprach-Unterricht, zum Theil auch Beicht-Unterricht ertheilte, als Lehrer und bezw. Geistlicher unzüchtige Handlungen vorgenommen oder doch versucht zu haben. In einem Falle wurde zu Gunsten des Angeklagten angenommen, daß demselben die Minderjährigkeit des betreffenden Schülers nicht bekannt gewesen sei. Die auf Antrag des Verthei- diqers gestellte Frage nach mildernden Umständen wurde überall verneint. Der Staatsanwalt beantragte 5 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust. Der Gerichtshof erkannte auf 3 Jahre Zuchthaus und 3 Jahre Ehrverlust. Wahrend der Verhandlung war die Oeffcntlichkeit ausgeschlossen. Zu erwähnen ist, daß zur Charakteristik des Angeklagten zahlreiche, an sich zur strafrechtlichen Verfolgung ungeeignete unzüchtige Handlungen mit jüngeren Mannspersonen^ Hülfe in der Roth zu erhalten." Noch mehr aus diesem Hirtentroste zu citi ren, ist gewiß nicht nöthig! Rüffelsheim, 28. September. Heute ist eine mit 318 Unterschriften versehene Eingabe für das neue Schulgesetz an das Präsidium der ersten Ständekammer von hier abgegangen. Die Zahl der Unterschriften hätte noch bedeutend vermehrt werden können, wenn wir mit der Absendung der Adresse nicht geeilt hätten. In einer Mappe mit dieser Eingabe circulirte eine Aufforderung an die hiesigen Einwohner zu einer Beisteuer für die Abgebrannten in Bensheim, die ebenfalls zu einem erfreulichen Resultate führte. Sauer-Schwabenheim, 29. September. Heute ging eine mit 203 Unterschriften auch von hier die sog. Wormser Adresse für das Schulgesetz an das Bureau der Großh. Heff. ersten Ständekammer ab. — Es haben dabei der Bürgermeister, die Gemeinderäthe, die Kirchen- und Schulvorstände mit den Lehrern unterzeichnet. — Es finden sich sogar 28 Unterschriften katholischer stimmberechtigter Bürger dabei, obgleich Herr Pfarrverwalter F- beim Gottesdienste zur Unterschrift, der bei ihm bereitliegenden Gegenadresse dringend i -ft-r W । igwße ! Mschränkt. 6 ! Salden 171'/» Wch Banken 1 Nchn. Deuts !Len Wechseln gemahnt hatte. , , o „ Rendel, 28. September. Heute ging eine Zustimmungs-Adresse an hohes Großh. Ministerium des Innern bezüglich des Volksschulgesetzes ab. Sie war von mehr als 200 Einwohnern unterschrieben, darunter der Orts-, Kirchen- und Schulvorstand, die beiden Lehrer. Hillesheim, 28. September. Heute ist eine von 68 hiesigen Einwohnern — Bürgermeister und Gemeinderath an der Spitze — unterzeichnete Adresse für das Schulgesetz an die erste Kammer abgesandt worden. Aspisheim, 28. September. 117 hiesige Bewohner — darunter Bur qermeister, Gemeinderath, Kirchen- und Schulvorstand — haben heute eine Adresse für das Schulgesetz an die erste Kammer abgehen lassen. Framersheim, 27. September. Heute ging eine mit 256 Unterschriften versehene Adresse hiesiger Bürger aller Confessionen an die erste Kam. mer für das Schulgesetz ab. Dieselbe ist von sämmtlichen Mitgliedern des Orts-, Kirchen- und Schulvorstandes unterschrieben. Flonheim, 28. September. Auch von hier ging eine Adresse für das Schulgesetz, von 225 Bürgern unterschrieben, an die erste Kammer ab. Wallertheim, 29. September. Die Adresse für das Schulgesetz, unterschrieben von 140 hiesigen Bewohnern aus allen Ständen und Confessionen, ist heute an die erste Kammer abgegangen. Undenheim, 29. September. Eine von 185 hiesigen Bewohnern unterzeichnete Adresse für das Schulgesetz wurde heute an die erste Kammer ab- aesandt. Alle Confessionen hatten sich daran beteiligt. Gau-Bickelheim, 29. September. Auch von hier ist eine Adress für das Schulgesetz an die erste Kammer abgegangen. Dieselbe ist von 113 Versonen aus allen Ständen und Confessionen unterschrieben. Erbes-Büdesheim, 29. September. 71 hiesige Bewohner, darunter Bürgermeister, Gemeinderath , Kirchen- und Schulvorstand, haben heute eine Adresse für das Schulgesetz an die erste Kammer gesandt. Ober-Rosbach, 29. September. Heute ist eine Adresse für das Schulgesetz von hier an die erste Kammer abgesandt worden. Dieselbe ist von 82 Einwohnern unterzeichnet — Bürgermeister und Gemeinderath an der y Mb) HM- Ei 4493) D .IN Kachlr tfaupttarifi Dieselben ( 1’1) a- direcl der L schenk'. abfltc bti ( b« (j. W e- Ber , Nac a. abßi Wes Gur M b. bitte Qtat Stal Greben, i I | »eisende fanlt S-e- I I lUi* | sä, durch da- S.itff eine den S Deutschland ■ Schon vor r || Verbauung i I . Arznei I t sich in £ r I «tin«'” . fcyn er 1° d>e |. Anspruch aus D. A. Die Pferdcausstellung nebst den daran geknüpften Reitproben in der Rennbahn erfreuen sich einer anhaltenden Theilnahme der besten Kreise des hiesigen und fremden Publi- cums und in der That mit Recht. Wenn man an Hunderten von kraftvollen oder feingegliederten Pferden der besten Racen gesehen hat, zu welch' eolen Formen sich das Thier entwickeln kann, welches unsere heidnischen Vorfahren massenhaft den Göttern der Walhalla zum Opfer brachten (daher z. B. der Name Roßberg in Schwaben), so scheidet man mit einer weit höheren Vorstellung von der Species „Pferd", als man mitgcbracht hat. Der Zahl wie der Güte nach nimmt Oesterreich-Ungarn einen sehr hohen Rang unter den Pferde ausstellenden Ländern ein, es präponderirt hier noch mehr als im Hauptgebäude der Industrie-Ausstellungs An letzterem Ruhme participiren freilich nicht alle Industriezweige in gleicher Weise. Die österreichische Glas-Industrie kann sich rühmen, den größten Eifer bei der Beschickung der Weltausstellung bewiesen zu haben; denn sie war thatsächlich die erste auf dem Platze. Im Monat April, als noch Oede herrschte in den meisten Räumen des weiten Industrie-Palastes, und ein wüstes Chaos von Balken und Kisten daselbst die Wege gefährlich machte, sah man schon in der zuerst aufgeräumten österreichischen Glas-Industrie-Abtheilung die Krystalle der Kronleuchter flimmern und die Schränke und Tische sich mit prächtigen Glas - Maaren füllen. Sie sind auch nickt zu kurz gekommen, wie der Poet bei der Theilung der Erde, die Herren Glasmanufactur-Jnhaber, sondern baben hübsch ausgiebige Räume beansprucht und erhalten; um so rühmlicher ist es, daß Isie diese Räume in durchaus ansprechender uno verdienstvoller Weise auszufüllen verstanden. »Die Größe des Ausstellungsraumes, welchen z. B. die mit dem Ehrendiplom ausgezeichnete Glas-Manufactur-Firma I. Schreiber & Neffen mit ihren mannigfaltigen, aus fünf Etablissements kommenden Glaswaaren im großen Transept ausfüllt, beträgt 102 Quadratmeter! Dennoch ist keine einförmige Wiederholung der gleichen Arten und Gestaltungen von Glaswaaren zu bemerken, weil eben der Schönhcits- und Nützlichkeitszweckc gar so viele sind, welchen jene fünf Etablissements (Groß-Ullersdorf und St. Stefan in Mähren, St. Sidonia m Ungarn, Marienwald und Josefsthal in Böhmens mit ihren Technikern und Künstlern sowie mit 2buo Arbeitern zu entsprechen haben. Böhmisches Glas ist ja schon vor einem halben Jahrtausend ein begehrter und kostbarer Handelsartikel gewesen, rivalisirend mit dem venettannchen. Heute, da die Glaserzeugungskunst Venedigs durch Dr. Salviati neu belebt ist, schlagt sie dow ziemlich andere Bahnen ein als die böhmische, indem sie mehr die Luxuswaare und dekorativen Aufgaben ins Auge faßt, während die böhmische Glasmanufactur, welche jetzt allgemeiner als die österreichische Glasindustrie bezeichnet werden kann, neben den Kunst- und Luxuserzeugnissen ganz wesentlich die Befriedigung der Erfordernisse des bürgerlichen Lebens anstrebt, ja dock in Oesterreich-Ungarn wie außerhalb desselben kaum eine (europäische) Gasanstalt, die nickt ihre Gaseinrichtungsgegenstände in Glas von der erwähnten Firma I. Schreiber & Neffen j bezöge. Die fein qravirten Flammschalcn in den prunkvollen Cafes und Hotel - Salons der Kaiserstadt rind vieler anderer europäischen Städte sind selbstredcnde Zeugen für die Lcistungs» kraft der Firma. Wie in der Glasindustrie Böhmen, so hat in der Stahl- und Eisenwerkzeua- Jndustrie England und speciell Sheffield einen uralten guten Weltruf. In der britischen Av- theilung ist z. B. die Ausstellungsgruppe eines Sheffielder Hauses John Kenyon & Eo., welche schon durch ibr wohlgefälliges Arrangement die Besucher feffelt und zu Nachfragen Au- , laß gibt, wobei man erfährt, daß die Gründung dieser Firma schon 1710, al,o vor 163 Jahren erfolgte. Und während sich der Ruhm Sheffields, die besten Mcsier Werkzeuge und andere Stahlwaare zu fabriciren, durch lange Reihen von Decennien fortpflanzte, breitet sich da . Absatzgebiet dieses Jndustricorts immer mehr nach den entferntesten Landern aus. Ich selbff besitze ein Sheffielder Messer, das ich vor Jahren an der nordpacisiichen Küste Amerikas, etwa 6000 englische Meilen von seinem Erzeugungsorte, gekauft habe. Das Verzeichmß der auswärtigen Agenten des Hauses- John Kenyon & Co. zeigt, daß das rusiische Reich und Portugal seine Hauptkunden sind. Unter den fünf Häusern, welche in Petersburg, Riga, Odessa, Oporto und Liffabon den Import der Kenyon'schen Stahlwaaren vermitteln, befinden sich vier nur deutschen Namen: ein erfreuliches Zeichen für die Handelstätigkeit unserer Nation und em Beweis, daß die tüchtige Sheffielder Maare dem deutschen Sinn für Solidität zusagt. Tie spiegelartig glänzende, am Rande scharf gezackte Scheibe einer mächtigen Circularsage bildet tm ; Jndustriepalast den Hintergrund der Kenyon'schen Gruppe; auf dem Tisch vor derselben breiter sich dann eine zahllose Menge von Feilen, Meißeln, Sicheln und anderen Werkzeugen der Ge werbs- und Nckerbautbätigkeit aus, jedes Stück anders in der Form und von ^n zlcUlchsten bis zu den colossalsten Dimensionen variirend. Aus allen Weltgegenden beziehen John Kenyon L Eo. ihre Modelle, weil sie für Bedürfniß und Geschmack der verschiedensten &Dlfei arbeiten. Nichts scheint z. B. einfacher und der Variation weniger unterworfen als eine Schaufel; ave das genannte Haus ist sofort bereit, gegen 40 Variationen dieses simplen Werkzeuges vorz leaen, so eigene Schaufeln für Brasilien, andere für Canada, gerippte Schaufeln nach spanischem Modell für Westindten, deutsche „Halsschaufeln", u. ft f, ferner Damen-Spateri m : eie* gantcm Griff u. s. f. Eine ebenso große Variation besteht in den Sagen und Sckneide zeugen, welche bei Verleihung der Verdienst-Medaille an I. Kenyon & Co. von der Jury ei eil der Auszeichnung würdig erklärt wurden. Zeugnisse von Fachmännern legen ein Haup^ gewicht auf die guten Schmier-Apparate der Sheffielder Firma. Esi ist-übrigens «»e ebN schwere als dankeuswerthe Arbeit der internationalen Jury gewesen, die besten „Schmtermme^ nicht nur für Maschinen, sondern auch für unseren Organismus, das tüchtigste "Nnvensut , wie die Phvsiologen sagen, aus viele.i Tausenden von Proben herauszusinden. Die Lievig iw^ viHunu unHvitHuiiv *•••()**-7■*"o* 'S..........u > o . 1 „Extraet of Uieat Company "'. oa sor rnnbmfitten^Ud), festgeMt wurden ; ein Zeuge bekundete eidlich, daß der Angeklagte im Beicht-! Verhältniß des Fleisch - Extraets zu anderen Extractwaaren, wie z. B. der condensi Aktenstücks. Paris, 1. October. Auf eine Zuschrift des Pariser Deputaten Tirard, worin Mac Mahon um ein Manifest über seine Stellung zu der künftigen Regierungsform gebeten wurde, ließ der Marschall-Präsident durch seinen Gene- ralsecretär Harcourt antworten: Mac Mahon habe viele Zuschriften entgegengesetzten Inhalts empfangen und beschlossen, jede Correspondenz zu vermeiden, die zum Anlaß einer gefährlichen Polemik werden könnte. Paris, 1. October. Die Monarchisten, bereits 300 Unterschriften für die Restauration besitzend, bereiten einen Antrag zur Einberufung der Kammer auf den 15. October für die nächste Permanenz-Sitzung vor. Spanien. Madrid, 30. September. Das gestrige Manifest der Linken wurde sofort confiscirt. Die Radicalen conferirten gestern bei Montesimos, die Con- ftitntionellen heute bei Serrano. Das vierte Freiwilligen-Bataillon in Barcelona wurde aufgelöst. Ber Mischte S. Wien, 27. September. RegierungsgeschLfte übernommen, so gibt auch fein Befinden zu neuen Besorgnissen Anlaß, da sich abermals asthmatische Zusälle mit Schlaflosigkeit einge- leHt haben. (Allg. Ztg.) Das bat mich zur Wahl des Rosenkranz-Festes bestimmt. Das Rosenkranz- berger aber zu 20 THIru. Geldbuße verurtheilt worden. Gebet ist in der Kirche von jeher ein überaus kräftiges Gebet gewesen, um Dresden , 30. September. Kaum, hat der König selbst lieber, die 72i/4 Oberhessen 9 40—42 Pistolen Amerik. Bonds 145 1864r flHflemeiner flnjeißer. Bekanntmachung. Hessisch-Rheinisch-WeMUscher Elsendahnverband. aufs Reichhaltigste fortirt, empfehle idybiermit Mgelegentlichst. Vom 1. October er. ab kommt der 7. und 8. 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So««’«1* \ \ Grchr»- J \ »»$$»! •'? gÄÄlÄ L StTttSÄ« ™! einige 3clt fld) beiE ®r.a9L6 _ qcreiniqt wie es ist von den dem Verderben ausgesetzten S Lm und Het "- nicht als Nahrungsmittel stricte zu betrachten Sna' intohPnLin?uJkln" bei’ Thiere bereitete und in dem Extract enthaltene Muskelsalz «te b«m menWi^n höchst zuträgliche Wirkung übe was auch in^R°r !^fschl ^b hie^Scnnunq des Fleisch - Extractes als ofsic.nelles Mittel zur Folge hatte. | Schön vor rwanU, Jahren wurde Fl-isch-rtract von den A-rzten gegen gestörte Ernährung unb > tibauum bü raechMschen Kindern und Bl-ichiüchtigen angewendet , natürlich kostete -s auch i jAZL Pl an a rjemlich viel. Heute ist der Preis ein ungleich geringerer als der des Exiracts, ur!d Justus v. Liebig stellte vor zehn Wen a» - fid in Gemeinschaft mit Dr. v. Pettenkofer anheischig machte, die Ausbeute der ludameri a- ... L’ F.s,.jsckertract- Etablissements vor dem Verkaufe in Europa zu prüfen, noch die Bedin- Preises auf ein Drittel des bis 1864 bestehenden. Jn- tem9 er so die Fleischbrühe in das Haus des armen Mannes einfuhrte, hat sich ^ustus v. Liebig Anspruch auf den Titel eines Wohlthäters der Menschheit erworben. hr Vertrau« lial-Divisio-1 ‘ ifirb darin erstens Amen und ' M Ms- ! m Auslände Walt dieses b Börsenberichte. Frankfurt a. M., 1- October. Die Tendenz der heutigen Börse war in Folge hi günstigen Nachrichten aus Berlin über die Regelung der Qulstorp' scheu Angelegen eit scbr9fest und besserten namentlich Creditactien ihren Cours auf. Es herrschte übrigens eine arcste Geschäftsstille wegen des israelitischen Feiertages und waren Um,atze auf em Mimmum Wränkt. Creditactien gingen von 228'-, - 229^. - Staatsbahn schlo sen 350y2, Lom- baiden 171'/2. — Bahnen hielten sich fest. Elisabath besser. Alte Ostbahn etwas matter^ Auch Banken zogen größtenteils an oder blieben behauptet bei guter Nachfrage. Memmgcr fceficr. Deutsche Effectenbank hoben sich um 3»/. , Vereinsbank u. Prov. Disconto - /o- 2jcn Wechseln Wien und Amsterdam besser. __ von vorzüglicher Qualität frei in’s Haus geliefert bei Emil Dori*) am Marktplatze Wiederverkäufer erhalten Rabatt. (3527) täts-Buchhandlung: Supp, Gemüs u. Fleisch. Ein Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen, oder leicht verständliche Anweisung, alle Arten von Speisen und Backwerk billig und gut zuzubereiten. — Nebst einem Anhang: vom Einmachen Betzdorf. Cassel, den 30. September 1873. (4505) Königliche Direktion der Main-Weser-Bahn. pid-Q uni , äm«»« * » W m aue’.«5 et» - Sy S3fa :/z0,g Obi. — Kurhess. 4°,° „ 96 Gr. Hess. 5°/0 Obi. — n » 40,0 n 993/4 n n 3 i/2% n 953/4 Bayer. 5°/o M — n 41/2°,o 1jährige 101 „ 4O,o 1jährige 95 Würtemb. 41/2°/o Obi. 100l/i Baden 41/2°/o Obi. c. E. L. — Oesterr. 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