vierteljährig 1 fl. 12 kr. eite Bringerlohn. Durch dir Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 kr. Erscheint täglich, stz?it mit der Waffe in jedem Semester ihres Studiums absolviren. Haben sie bet.Ablauf dle,er Zett d,e Approbation als Arzt noch nicht erlangt, ,° dürfen sie ans ihren Antrag zur Reserve entlassen werden, mit der Verpflichtung, die übrigen sechs Monat- ihrer actwen Dier.ftvflicht nach Absolvirnng der Staatsprüfungen als Arzt zu dienen. , _ OQ o ü . ,, _ ,T, Behufs Eisüllung des Restes ihrer einjährigen Dienstzeit wird ihnen auf Ansuchen Ausstand über das 23 L-b-nsM hmans crtheilt. Laben Mediciner während der Dauer des ihnen bewilligten Ausstandes die Staatsprüfungen nicht, absolv.rt, oder das Studium der Mcdrcin aufgegeben, so leisten sie ihre active Dienstpflicht, beziehungsweise den Nest derselben, mit der Waffe ab. Bei der Einstellung zu s-chsmonatlicher Dienstzeit als einjährig freiwilliger Arzt ,st die unbedingt ft-i- Wahl der Garnison und des Truppen- tbeils nickt aestattet, jedoch sollen die Wünsche der Betreffenden in Beziehung auf die Garnison möglichst berücksichtigt und lhiien die Compe- t-n-en der Unter-Aerzte znqcbilligt werden, wenn sie außerhalb der Garnison ihrer Wahl in vacanten Stellen verwandt werden. 6 Bei eintretender Mobilmachung finden all- dazu qualificirten, dienstpflichtige» Mediciner, gleichviel m welcher Wetse sie etwa ihrer actwen ‘ Dienstpflicht genügt habcn, nach Maßgabe des Bedarfs im Sanitätsdienst Verwendung. Berlin, den 21. Octvber 1873. Der Reichskanzler. Im Auftrag: E ck. Der Kriegs-Minister. In VenrUuny: G. v. Kämet e. i wwi Minin twmm Po7itischer Theif. DeulsMand. Eisenbahnwesen i , , , , Ministerium, Maßregeln zur Beseitigung der zu Tage getretenen Mißstände zu erwägen; es fei selbstverständlich, daß die Regierung dieser Weisung nachgekommen und im Ressort des Handelsministeriums die erforderlichen Schritte gethan seien, die bezüglichen Fragen baldigst der legislativen Regelung entgegenzuführen. Berlin, 28. November. Von competenter Seite wird es der „Magd. Ztg." als .nahezu gewiß bezeichnet, daß der deutschen Marine im nächsten Jahre nicht nur die beiden in England erbauten Panzer-Fregatten, sondern auch noch die „Borussia" und „Hansa" im völlig fertigen Zustande hinzutreten werden. Genau 10 Jahre, nachdem am 17. März 1864 im Seeges.cht von Rügen die damals noch preußische Flagge zum elften Male zum Gefecht entfaltet worden ist, würde sich demnach mit dem Zuwachs dieser Panzerschiffe die jetzt deutsche Kriegsmarine in dem Besitz einer Schlachtenflotte befinden, um erforderlichen Falls in eine Seeschlacht eintreten zu können. An eine Vloeade der deutschen Küste.r mit, wie noch nach 1870 und 1871 französischerseits geschehen ist, Panzer-Geschwadern von 6 bis 10 Schiffen bliebe hingegen für den Fall eines neuen Krieges schon gar nicht mehr zu denken. Wichtiger erscheint jedoch noch, daß die im Eingänge zuletzt genannten beiden Schiffe mit einziger Ausnahme der noch aus England bezogenen Panzerplatten ganz aus der inländischen Schiffbau-Industrie hervorgegangen sind, und daß sich damit Deutschland fortan in Hinsicht der Vermehrung seiner Flotte vom Auslande unabhängig hingestellt findet. — Das Kriegsgericht in der Angelegenheit des Capitäns Werner ist nun in Wilhelmshaven zusammengetreten. Die Entscheidung desselben wird in militärischen Kreisen und im Publikum mit großer Spannung erwartet. Berlin, 27. November. Die „Nordd. Allg. Ztg." meint mit Rücksicht Kassel, 28. November. Vis auf Hartwig in 'Waldkappel, welcher noch auf die Veröffentlichung dis Berichtes der Untersuchungs-Commission für das krank ist, find jetzt alle suspendirten Pfarrer abgesetzt. Die übrigen Renitenten ~ ' und hinsichtlich der königlichen Aufforderung an das Staats- sind miitelst Ultimatums aufgefordert worden, sofort vom Proteste zuruckzu- ~ ‘ ~ ’ c treten, andernfalls erfolge Absetzung.^ München, 22. November. Die Geschichte mit dem zu Tode drang- salirten Soldaten P lat tu er ist in der That noch nicht zu Ende. Da der Abgeordnete Lerzer nach der Geschäftsordnung auf die Antwort des Kriegsministers sich nicht rückäußern durfte, so hat er eine andere Art Oeffentlichkeit, den Weg durch die Presse, gewählt, um den Vorwurf der tendenziös gehässigen Entstellung dlirch Beibringung von Thatsachen zurückzuweisen. Nach einer kurzen Darstellung der Jnterpellatiousverhandlungen fährt die „Oeffentliche Erklärung des Abgeordneten Lerzer" nach dem „Fränk. K." fort: Der Unterzeichnete, welcher nur auf die dringendsten Bitten, nur in der Absicht, um das bisweilen harte Loos der Soldaten zu erleichtern, nur nach Vernehmung einer großen Anzahl von Augen- und Ohrenzeugen, von denen zehn ihre Aussagen mit Namensunterschrist bestätigten, sich vertrauensvollst an die oberste Kriegsverwaltung um Sühne gewendet hat, von derselben aber bar(d) abgefertigt wurde, ist es seiner Ehre und dem Wohle des Landes und seiner Söhne schuldig, hiermit den Weg der Oeffentlichkeit zu betreten. Vorerst soll ein kurzer Auszug aus den mit Namensunterschrift bestätigten Angaben vorurteilsfreier Zeugen die Thatsachen klar stellen, wobei bemerkt wird, daß die betreffenden Zeugen bereit sind, ihre Aussagen nöihigen Falls eidlich zu erhärten. Der erste Zeuge giebt an, daß er den Soldaten Plattner 3mal vom Pferde habe stürzen sehen, daß er gehört habe, daß Plattner mit dem Namen Saukerl, Sauvieh, Bauern- vieh titulirt worden sei; er habe gehört und gesehen, wie der Premierlieutenant Fürihmaier die Escadron commaudirte, über den vom Pferde gestürzten Plattner, da er auf dem Boden lag, hinüberzureiten. Er sah und hörte ferner beim Nachhausereiten nach dieser Behandlung, wie genannter Fürthmaier 2 Manu ] Berlin, 29. November. Der „Reichs-Anzeiger" erklärt die Zeitnngs- Nachricht, daß der Handelsminister eine allgemeine Erhöhung des Personen- Eisenbahnfahrgeldes genehmigt habe, als jeder Begründung entbehrend. Kassel, 28. November. Bis auf Hartwig in Waldkappel, welcher noch mit — Mehrere Communisten und eine der berüchtigtsten Petroleufen wurden man ihm diese Krankheit nicht glaube, und daß er oft geschlagen werde. Zum Beweise der erlittenen Behandlungen zeigte er ihr Arme und Brust, welche von schwarze,! und blauen Flecken ganz bedeckt gewesen seien. Der dritte Zeuge (Zeugin) giebt an, daß sie mehrere Male im vorigen und heurigen Jahre sah, wie Plattner beim Ausrücken der Mannschaft von, 2 Unterosficieren in die Mitte genommen und links und rechts auf denselben eingehanen wurde. Als mau einmal besonders hart mit ihm verfuhr und ein ihr bekannter Corporal Namens Müller unter den dabei Thätigen war, habe sie gerufen: warum man denn gar so grausam und unmenschlich mit Plattner verfahre, da er doch krank sei. Allein es wurde ihr bedeutet, daß Plattuer sich nur verstelle und es sic- nichts angehe. Zeugin sagt ferner aus, Plattner sei öfter in ihr Haus gekommen, habe über heftige Kopfschmerzen und Mißhandlungen Seitens seiner Vorgesetzten geklagt und habe ihr zum Beweise der erlittenen thätlichen Behandlungen wunde Flecken sehen lassen. — Zwei weitere Zeugen sagen gleichzeitig aus, daß sie ungefähr 14 Tage vor dem Tode des Plattner denselben beim Pferdeschwemmen im sog. Schloßweiher dreimal ins Wasser fallen sahen. Statt ihm zu helfen, mußten die Soldaten auf Befehl der Uuterofficiere denselben immer wieder untertauchen, wobei sie bemerkten, daß es für diesen Hund nicht schade sei, wenn er crepire. Den Zeugen fiel dies Benehmen um so mehr auf, als Plattner allgemein für kränkelnd gehalten wurde. — Der sechste Zeuge sah ungefähr 14 Tage vor dem Tode des Plattner, wie derselbe im sog. Schloßweiher beim Pferdeschwemmen sein Pferd führen mußte, und zwar an die tiefsten Stellen, während die übrige Mannschaft ritt. Als er mitten im Wasser war, kam ihm seine gewöhnliche Ohnmacht, die man öfter an ihm bemerken konnte, und er fiel iiLs Wasser. Nachdem ihn ein paar Soldaten aus dem Wasser zogen, wurde commandirt: „Stoßt ihn wieder in's Wasser, diesen Hund, wenn er auch hin ist!" Dieses Commandowort hörte Zeuge vom anwesenden Premier- Lieutenant Fürthmaier zuerst und dann von allen anwesenden Unterosficieren. — Der siebente Zeuge sah den Soldaten Plattner im vergangenen Sommer, als er eben Stallwache halten mußte, auf der Thürschwelle liegen und hörte dabei ihn jämmerlich über Kopfschmerzen klagen. Da kam Corporal Müller, forderte ihn auf, seinen Pferdezaum zu putzen, und da Plattner sagte, er könne gar nichts leisten, gab ihm Müller mehrere Stöße mit dem Fuße, woraus Plattner zu putzen anfing, aber nicht vollenden konnte und ein Anderer ihm half. Später sah Zeuge den Plattner auf der Düngerstätte liegen, und als in den Stal! geblasen wurde, Plattner aber nicht gehen konnte, kam Corporal Gluth und drohte, mit dem Säbel darein zu schlagen, wenn er nicht aufstehe. Kurze Zeit hernach sah Zeuge den Plattner durch zwei Soldaten abführen, wahrscheinlich in Arrest. Derselbe Zeuge sah auch einige Male die in Folge erhaltener Stöße schwarz und blau unterlaufene Haut des Plattner. — Ein fernerer achter Zeuge (Zeugin) sah neben anderen Mißhandlungen, wie Plattner einmal in Folge seines Gekirnleidens an das Pferd hinfiel und in den Zügeln hängen blieb. Die Stallwächter wollten ihm helfen, aber Corporal Müller schalt dieselben und fragte, warum sie diesen Hund nicht haben hängen lassen, daß ihn der Teufel geholt hätte. — Der neunte Zeuge, welchen Pl'.ttner öfters besuchte, giebt an, daß er ihn gar oft über zu harte Behandlung klagen hörte, und besonders darüber, daß er beim geringsten Vergehen zwei Tage lang bei Master und Brod eingesperrt werde. Einmal habe er ihm seine Arme gezeigt, welche ganz mit Blut schwarz unterlaufen waren, daher kommend, daß er mit beiden Armen an die Reckstange des Turn Apparats gebunden worden sei, wor- nach zwei Soldaten den herabhängendcn Körper hcrumschwingen mußten. Dieser Zeuge vernahm ferner, daß Plattner, angeblich um ihn von Ungeziefer zu Dte von dem Abg. Lerzer und seinen Zeugen angeführten Thatsachen werden ohne Zweifel übertrieben sein, aber die Nothwcndigkeit einer gerichtlichen Feststellung darüber wird kein Jurist zu läugnen wa^en. Karlsruhe, 28. November. Die Abgeordneten - Kammer hat nach liebenstündiger Debatte den von der clericalen Minorität eingebrachten Adreß- Entwurs mit 51 gegen 10 Stimmen verworfen und den Adreß- Entwurf der Majorität mit 48 gegen 10 Stimmen angenommen. Der Abstimmung über den letzteren enthielten sich die drei iii der Kammer sitzenden Demokraten. Schweiz. Bern, 27. Jftoüember. Der Große Rath von St. Gallen genehmigte 84 gegen 52 Stimmen das Gesetz, welches Ge stliche wegen Störung des confessionellen Friedens mit Geldbuße bis zu 1000 Frcs., eventuell Gefängniß, AmtLernstellung und Amtsentsetzung bestraft. tigkeit der ultramontanen weltlichen und kirchlichen Aristokratie und fragen höhnisch, ob dieser neueste Erlaß auch mit Zustimmung der erzbischöflichen Cune ergangen sei. Die erwähnte Bosheit geht darauf, daß eine den bekannten Pfarrer Westermayer ab und zur Ruhe weisende Entschließung des Ministeriums als im Einverständniß mit der erzbischöflichen Curie ergangen bezeichnet ^Aicher dieser Angelegenheit niacht sich die clericale Presse und ganz gerechter Weise nicht blos sie mit dem ferneren Schicksal der durch die Lerzer'sche Interpellation bekannt gewordenen Angelegenheit des Soldaten Plattner zu thun. Das „Vaterland" bemerkt ironisch, daß das Kriegsministerium Auftrag gegeben habe, die vom Abg Lerzer in seinem Zeitungs-Artikel aufgeführten Zeugen eidlich vernehmen zu lassen. Auch in nicht clericalen Kreisen ist man der Meinung, daß die beschuloigten Persönlichkeiten nicht umhin können, eine Untersuchung wegen Verleumdung zu beantragen und dadurch im öffentlichen Verfahren vor Civilrichtern sich von den schweren Anschuldigungen zu reinigen welche unwiderlegt nicht blos das Ansehen der Betreffenden, sondern die ganze Armee und ihre Einrichtungen in der Abschätzung der Bevölkerung schädigen Frankreich. Paris, 27. November. Die officiösen Journale besprechen das neue Cabinet und tage, dasselbe sei entschlossen, ganz entschieden und mit vollem Ernst dem Votum der Nationalversammlung, durch wel . es die Vollmachten Mac Mahon's verlängert worden sind, durch alle Parteien ohne Unterschied Achtung zu verschaffen. Aus diesem Grunde seien Labouillerie und Ernoul, welche die äußerste Rechte repräfentiren, aus dem Cabinet ausgeschieden. Das jieuc Cabinet würde von allen konservativen Gruppen, mit Ausnahme der äußersten Rechten, welche eine lebhafte Mißstimmung zeige, gut aufgenommen Paris, 27. November. Das neue Ministerium soll die Absicht haben, seine Politik auf die Vereinigung beider Centren zu stützen. Es würde daher die constitutionellen Gesetze votiren lassen, selbst wenn sie einen republikanischen Charakter tragen. Der Bruch zwischen der Negierung und einem Theile der Rechten ist vollständig. Die Nachricht einiger Blätter, daß Chambord nach seiner mißglückten Pariser Reise abdanken wolle, ist unbegründet. Die „Assemblee Nationale" sagt: Gontaut-Biron hat einen Beweis großer Aufoferung abgelegt, da er zugestimmt, als Botschafter nach Berlin zuruckzukehren. Keine politische Persönlichkeit wollte einen so peinlichen Posten übernehmen.. Goulard soll französischer Botschafter in London werden. Paris, 28. November. Der „Nov" war doch nicht so geduldig, als er that, und seine Vertrauten operirren mit einer Naivetät, die zu den Wundern unseres Jahrhunderts gehören würde, wenn sie nicht zufällig die Frucht über die Gebühr schlauer Berechnungen gewesen wäre. Er hatte sich für die Abstimmung des 19. November parat gehalten und wollte' der Nationalversammlung im kritischen Moment zurufen: „Da bin ich! kommt an mein Va- terherz, meine Kinder!" Aber seine Getreuen waren mit Blindheit geschlagen und stimmten für Mac Mahon, weil sie ihm die Rolle des Johannes des Täufers zutrauten, und nun ist die Regierung in den Händen von Leuten, welche dem Roy ein Bein gestellt und, obschon Monarchisten, doch keine Neigung haben, sich für die vorsündflutlichen Ideen des Principienmenschen zu opfern. Der Charakter der neuen Regierung ist die charakterlose Chicane: „Mac Mahon ist wie er ist", die Jesuitenfrcunde im Cabinet haben sich nicht gehäutet, Magne, nach wie vor Finanzminister, bleibt Bonapartist, das Heft aber haben die Bonapartisten in Händen. Audiffret-Pasquier stand auf dem Sprunge, ein spezielles orlcanistisches Cabinet bilden zu sollen, aber schließlich wurde Broglie mit Mac Mahon des Handels einig, und man trat die auswärtige Politik einem Vertrauensmanne der Clericalen ab, die dadurch wieder enger an das Schicksal der jetzigen Negierung gefesselt wurden. Als Pflaster auf die Wunde des mißlungenen Restaurations - Coups bringt das „Univers" eine neue Neihe von Petitionen, die mit neuer Energie betrieben werden; die Maulwürfe sind wieder überall thätig, besonders im Süden. reinigen, bei der größten Kälte in einem ungeheizten Saale in einen Behälter voll eiskalten Wassers gelegt. — Der zehnte Zeuge bestätigt ebenfalls den krankhaften Zustand des Plattner, sowie dessen überaus schlechte Behandlung. Der Unterfertigte glaubt, daß diese Zeugenaussagen genügen dürften, um nachzuweisen: 1) daß der an einer schweren Krankheit leidende Soldat Plattner durch Unfähigkeit des Arztes und durch die gröbsten Mißhandlungen seiner dienstlich Vorgesetzten förmlich bis zum Tode gepeinigt wurde, und 2) daß zu diesen Mißhandlungen (siche Zeugenaussage 1 und 6) der Befehl ertheilt wurde. Nach dieser öffentlichen Erklärung sind nach Ansicht des Unterfertigten zwei Fälle denkbar: a. Entweder sind die vorstehend geschilderten Thatsachen unwahr, dann erfordert es die Ehre des Mllitärstandes, den Unterzeichneten als Verbreiter unwahrer tendenziös gehässiger Thatsachen vor Gericht zu stellen und ihm Gelegenheit zu geben, seine Behauptungen öffentlich zu beweisen oder b. die Thatsachen sind wahr, dann hat die tief beleidigte öffentliche Meinung, dann hat das Volk ein Recht, Sühne zu verlangen für Mißhandlungen eines Mannes, der dem Vaterlande seine Dienste weihen mtißte, weil er das ihm Unmögliche nicht leisten konnte, bis zu seinem Ende gepeinigt wurde. München, den 18. November 1873 Lerzer, Landtagsabgeordneter. (B. B-C) — Aus Veranlassung dieser Erklärung hat das Bayerische Kriegsministerium den Befehl erlassen, die wegen des Todes des Chevauxlegers Johann Plattner gepflogenen Untersuchungsverhandlungen in allen durch den genannten Herrn Abgeordneten in seiner Interpellation und in der erwähnten Erklärung bezeichneten Richtungen durch eidliches Abhören sowohl der bereits vernommenen, als auch der nach dieser Erklärung noch vorhandenen und etwa außerdem ermittelt werdenden Zeugen, sowie durch Vornahme aller sonstigen zur Aufklärung — wicyicit ks,vmmunqien uno eine oer oerucytigeren Petroleusen wurden der Sache dienlichen Erhebungen wieder aufzunehmen und in möglichst er-jim Laufe des Tages verhaftet. In derselben Zeit wurden drei Selbstmorde schöpfender Weise mit jeder thunlichen Beschleunigung durchzusübren. «constatirt, worunter der eines 84jährigen Hauseigenthümerö des plutokratischen Vtunchen, 28. November 4Je Ministerial - Entschließung, welche Fanbonrg St. Honore. 17 Individuen sind wegen Betheiligung an dem unter dem 20. d. Mts. ergangen ist und den vielberedeten Erlaß vom 8. April Morde Vizentini's eingebracht worden. Man wird sich erinnern, daß die feige 1'?52 außer Wirksamkeit setzt, wird nicht verfehlen, den clericalen tohirm an- Mordthat, die an diesem Polizei-Agenten begangen wurde, das Signal für zufachen, allein man soll dabei immer dessen eingedenk sein, daß die damals toeitercn Gewaltacte der Commune war. gemachten Zugeständnisse die Herren Oberhirt,en keineswegs befriedigten und Paris, 28. November. Im Pariser Stadttheile der Gobelins ist die die Hauptbedeutung des neuesten Schrittes darin liegt, daß man die allerdings Armuth so groß, daß der Maire des Arrondissements an alle bedeutenden Ge- sehr falsche Politik verwirft, aus welcher 1852 jene Maßregel hcivorging. schäftsleute Schreiben gerichtet hat, um sie nm ihre Unterstützung anzugchen. Mit besonderer Betonung wird in dem neuesten Erlasse hervorgehoben, daß In diesen Arrondiffements soll auf je fünf Einwohner ein Unterstützungsbedürf- tommanbitte, welche den Plattner in die Mitte nehmen und mit Fäusten links,das königliche Patronatsrecht völlig frei zu üben ist und die Verleihuna des und rechts ans denselben emhauen sollten, was auch wirklich ansgeführt mutte. Tischtitels Seilens der Krone als reine Gnadcnsache erscheint Das baverische Dieser Zenge giebt ferner an, dah Plattner öfter in seine Wohnung kam, sich Staats-Kirchenrecht wird durch den Erlaß in seiner vollen Reinbeit wiederb7r- über seinen leidenden Zustand, sowie über die schlechte Behandlung von Seite gestellt und von den Umnebelungen befreit, welche man sich früher ichwack- seiner Vorgesetzten beklagte und öfter den bloßen Rücken zeigte, welcher in Folge müthig gefallen ließ, obne dafür die gelwffte Gegenleistung Seitens der Xieenr- der erlittenen Behandlung ganz blau angelanfen war. -■ Ein zweiter Zeuge chie zu erhalten. Die Organe der Clerieal - Demokratie betrachten natürlich (Zeugin) giebt an, daß Plattner mehrere Male in deren Wohnung kam, um dieses Vorgehen der Regieruug als eine Frucht der Nachgiebigkeit und Uiitbfc eine Taste Kaffee bat und stets über Gehwnleiden klagte, sowie darüber, daß tigkeit der ultramontanen weltlichen und kirchlichen Arillokratie und bJL 3i en lassen. Aclien. Wechsel 5% Ößtr. F. St. E. B. 343%fAmsterdam S. 98i/e 8. 100 Prioritäten. 4 do. II. Entriss. — 1864r 1491 4 1885r 1887r 9 9 9 5 42—44 36—38 52—54 34—36 Frankf. Frankf. Darmst. {Augsburg {Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto Bursennachrichten. 29. November 1873. Östr s. Lombard 49 Livorneser 32 Toscaner 53 Elisabeth.-Prior. 92 S 104% S. 105% 8. 93V. Rheinische Hyp.-Bank — Wien Bankactien 1005 Oest. Creditact. 231 Galizien — Lombard. Bahn 177 Ludwigeh. Bexbach 188 Russ. Imper. 9 42 — 44 Dollar in Gold 3 25»/2—26‘/2 Actien« Bank 147% Vereins-Kasse 86% Bankact. 379 k. 8. 105Vs k. 8. 105 k. 8. 118% k. 8. — Maxbahn 1301 ? Bayer. Ostbahn 116 Rhein-Nahebahn-Act. Hess. Ludwigsb.-Aot. Oberhessen n Pistolen . . „ doppelte Holl. fl. 10 St. Ducaten . . 20 Franken»!. 9 k. 8. k. 8. m. 8. 1. 8. % gen, welche das Völkerrecht den Kriegführenden zugesteht. Wenn es aber nicht im Kriege ist, so kann es nicht einmal Waffen und Kriegsvorräthe als Kriegs- contrebande betrachten. Amerikanischen Bürgern steht es frei, dergleichen zu verkaufen, und amerikanischen Fahrzeugen, sie der einen von beiden Parteien zuzuführen, freilich unter dem Vorbehalte des Rechtes der Wegnahme in den spanischen Gewässern. Kriegszustandes abhänge, und daß, so lange Spanien den Aufständischen den Charakter einer kriegführenden Partei weigere, es nicht gegen die Handelsschiffe auswärtiger Nationen über die Grenze der spanischen Gewässer hinaus einschreiten könne. Wenn Spanien im Kriege mit Cuba sein sollte, sagte der Staatssecretär Fish, so werden die Vereinigten Staaten sich den Rechten beu- 93% 102% 102% 102% 98Vh 1001/2 3% 3% 5% 5% Aecht kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. €*oldsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Aeilelieiisioose* Darmstädter fl. 50Loose 215 n n 25 n 58 Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 fl. 48 Braunschweiger 22 30 g Oldenburg. ä40Thlr. 371/4 4O/o bayr. Präm.-Anl. 113 4% badische Loose 110% Badische fl. 35 Loose — Oestr. fl. 250 v. 1854 88% i 1858r Prioritätsloose 193 1860r Loose 92 Lokal-Notiz. Gießen, 30. November. (Narr und gefährlicher Dieb.) In der Nacht vom 14. zum 15. d. Mts. ist in die neben dem Bahnhofe gelegene Wirthsckaft des I. Schmand eingebrochen und eine Cylinder-Uhr, eine Weste, ein Schinken, viele Würste, einige Flaschen Wein rc. gestohlen worden. Das an den eingedrückten Fensterscheiben gefundene Blut verrieth, daß der Dieb sich verletzt habe. — Bahn Bedienstete, die Verletzungen an den Fingern hatten und verschiedene Arbeiter aus umliegenden Orten gertethen in die polizeiliche Untersuchung, allein es fand sich nichts Verdächtiges bei ihnen; sie alle waren, wie sich jetzt ergiebt, völlig unschuldig. Zehn Tage später — 24. zum 25. November — wurden auch aus einer abgelegenen Wohnung vor'm Wallthor, mittelst Einsteigens, mehrere Kleidungsstücke gestohlen. Alles das hat, wie sich etzt ergeben, Louis Ebeling von Hanau gethan, der zum wiederholten Male aus der Irrenanstalt Haina entsprungen ist. Die Diebstähle waren jedoch so kühn ausgeführt, daß der Dieb nicht beständig, oder nicht in hobem Grade geisteskrank gewesen sein kann Die gestohlene Uhr und die werthvolleren Gegenstände hatte der Dieb bei seiner Verhaftung noch im Besitz. 3% östr. Stsb. Prior. 60% k. k. k k. k. 2D 2—221/2 Engi. Sover. 11 60 — 52 wurde im Fouboürg St. Martin entdeckt. — Zur Zelt befinden sich in den Pariser Gefängnissen nicht weniger als 5959 abgeurtheilte Sträflinge. — Der bei Fontainebleau vom Fürsten Sutzo im Duell erschossene Nicolaus Ghika (23 Jahre alt) ist ein Vetter des Fürsten Ghika. Sutzo ist mit den Secuudanten verschwunden. Trianon, 28. November. Proceß Bazaine General Jarras berichtet über die von ihm geführten Unterhandlungen wegen der Capitulation von Meß. Die Deutschen hätten jederlei Concession verweigert und nur das Defil6 bewilligt, welches Bazaine indeß nicht acceptirte. Bazaine hatte den Befehl er- theilt, alle Fahnen in das Arsenal zu verbringen und dort zu zerstören, aber noch bevor der Befehl hätte, ausgeführt werden können, sei eine Note von den Deutschen gekommen, welche bei Strafe des Waffenstlllstandsbrnchs die Zerstörung der Fahnen untersagt habe. Die Erzählung Jarras' ruft eine lebhafte Erregung hervor. Marschall Canrobert sagt: „Warum ist Bazaine nicht eine große Inspiration gekommen? Warum hat er, anstatt sich mit den Details der Convention zu beschäftigen, nicht einfach den Deutschen geschrieben: Besiegt durch den Hunger, zerbrechen wir unsere Waffen. Macht, was ihr wollt." Das ganze Auditorium, sowie auch Bazaine, vergießt Thränen. General Desvaux constatirt, daß die Garde ihre sämmllichen Fahnen zerstört habe, die Generale Lapasset und Laveauxcoupet hatten gleichfalls ihre Fahnen verbren- Spaiuen. Madrid, 29. November. Das Ministerium hat beschlossen, zur Beilegung des Birginius - Conflictes den „Virginins" und die noch am Leben befindlichen Gefangenen auszuliefern. Die Frage, ob der „Virginins" als gute Prise zu betrachten sei, soll vor einem gemischten Tribunal entschieden, im Verneinungsfalle die weitere Frage betreffs der an die Familien der Erschossenen und anderweitig zu leistenden Entschädigung dem Schiedssprüche einer Großmacht unterworfen werden. Palma, 27. November. Vor Cartagena wird das Bombardement fortgesetzt; dasselbe hat bereits große Zerstörungen in der Stadt angerichtet. Die Belagerer antworten lebhaft. 29% 154% 751/4 England. London, 26. November. Die „Gazette" veröffentlicht wieder amtliche Depeschen Sir Garnet Wolseley's über die Sachlage an der Goldküste und das Ziel seiner Plane. Der Hoffnung, aus den Eingeborenen tüchtige Soldaten zu machen, hat Wolseley dem Anscheine nach entsagt. Die Schwarzen haben sich als gänzlich unzuverlässig bewiesen. Vor Ankunft einer genügenden europäischen Streitmacht ist daher ein entscheidender Schlag nicht auszuführen. Während von den Zeitungs-Correspondenten bedauert wird, daß den Aschantis, bevor sie eine ordentliche Lection erhalten, Gelegenheit zum Rückzüge geboten worden ist, sucht Wolseley den Abzug des Feindes noch zu beschleunigen, um sich dadurch größere Operationsfreiheit zu sichern. Seine Bewegungen gehen dahin, die Fantis zu dem Glauben zu verleiten, als reiche seine Macht hin, die Aschantis zu Paaren zu treiben Bis jetzt ist seine Taktik erfolgreich gewesen , um nicht nur die Fantis, sondern auch die Aschantis hinters Licht zu führen. Die Angriffe der Engländer von den verschiedensten Punkten haben den Feind in den Wahn versetzt, als stehe ihm eine weit größere Streitmacht gegenüber, und die Furcht hat ihm den Gedanken auf den sofortigen Rückzug eingegeben. London, 28. November. Das Transportschiff Dromedary hat sich tiger kommen. Gaben fließen von allen Seiten zu. — Die „Opinione Natio-jgefallen lassen und nicht gestatten, daß man amerikanische Fahrzeuge auf hoher nnle" versichert, daß eines der größten Modewaaren - Magazine ein Drittel See anhalte, möge ihr Cargo sein, was es wolle. Unter diesen Umständen seiner Commis entlassen hätte. Andere Geschäftshäuser seien genöthigt, die^wurde der betreffende Theil der Proclamation zurückgezogen. Die amerikanische Gchälter herabzusetzen. — Vom nächsten Samstag an wird in der Pariser! Negierung nahm bei den Verhandlungen über diesen Gegenstand unumwunden Erzdiöcesc der römische Ritus eingeführt werden. — Eine chinesische Spielhölle den Standpunkt ein, daß das Durchsuchungsrecht von der Erklärung eines Preuss. 4%% Oblig. 101% Frankf. 3%°/0 Oblig. 87% Nass. 3%« o Obi. 91% Kurhess. 4°0 n 95 Gr. Hess. 5% Obi. — n n 40, 0 „ 99% n n 31/2% „ 96% Bayer. 5% n — n 4%o 0 1jährige 1001/4 n 40 0 1jährige 95 Würtemb. 4%° 0 Obi. 100Vs Baden 4%% ObL c. E. L. 100 Oesterr. Silberrento 65 „ Papierrente 60% Spanier, neuest. 3% 15% Amerik. Bonds 1881r 100% „ „ 1882r 97% zur Abfahrt nach der Goldküste am Samstag oder spätestens am Montag bereit zu machen. Außer einer großen Menge von Vorräthen nimmt es 6 Officiere, 4 Aerzte, 2 Unterofficiere unb 40 Artillerie Soldaten, vielleicht indessen noch mehr Mannschaften mit. Was diesen Dromedary betrifft, so will man der Regierung aus seinem Ankäufe wieder einen kleinen Scandal construiren, der ein Nachspiel zu dem Aergernisse wegen des Zanzibarer Postcontracts bilden würde. Früher gehörte das Schiff der Union - Dampsschifffahrts - Gesellschaft, welcher die Durchkreuzung des erwähnten Postcontracts einen erwarteten Gewinn wegnahm. Damals hieß der Dromedary noch Briton und galt für eines der langsamsten Schifse der Gesellschaft. Wenn das Schiff nun heute der Regierung gehört, die es nicht gerade billig angekauft haben soll, so wird die Frage aufgeworfen, ob nicht durch dieses Geschäft die Union Company für den früheren angeblichen Verlust entschädigt werden sollte. Amerika. Washington, 29. November. Den Madrider Meldungen gegenüber wird versichert, die „Virginius"-Affaire sei keinensalls endgültig geschlichtet. Es verlaute, die von der Regierung für erforderlich gehaltenen Erklärungen Spaniens seien noch nicht eingetroffen, trotzdem wird die vorher bedenkliche Situation als etwas günstiger angesehen. Die hier verbreiteten Nachrichten, daß der italienische Gesandte in Spanien, General Sickles, Madrid verlassen, und daß die kubanischen Behörden den „Virginins" eigenmächtig in den Grund gebohrt haben, bestätigen sich nicht. New -Nork, 28. November. Zum Sachverhalt der Virginins - Angelegenheit hebt der New-Aorker Berichterstatter der „Daily News" hervor, daß der Virginius nicht nur unter amerikanischer Flagge und mit amerikanischen Papieren gesegelt, sondern schon seit mehreren Jahren als amerikanisches Schiff anerkannt und geschützt und neuerdings erst im Hafen von Kingston auf Jamaika vom amerikanischen Consul als solches behandelt worden sei. Der Com- mandeur des Tornado stützte sich bei der Wegnahme auf eine Proclamation des Geucral-Capitäns Caballero de Rodas aus dem Jahre 1869, welche verdächtige Fahrzeuge mit Wegnahme bedrohte und Durchsuchung aus hoher See an- kündigte. Die Regierung der Vereinigten Staaten hatte übrigens Angesichts, dieser Proclamation nachdrücklich erklärt, sie werde sich solche Einmischung nicht Meine Niederlage davon in der Expedition des Gießener Anzeigers empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst. Johann Maria Farina in Köln. Versicherte 21,800 mit fl. 46,000 000. Antrüge 2,482 fl. Wilhelm Klee am Markt. bei fl. 6,317,000. fl. 9,000,000. Prümien-Einnahme vom 1. Januar bis 30. September Sterbsälle im lausenden Jahre........ Stand per 30. September: Ging klommen im lausenden Jahre: Bankfonds über...... Frachtbriefe für die Main-Weser-Bahn (neues For mular), Cöln - Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie fämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben Lebensversicherungs- und Ersparniss-Bank in Stuttgart. Bei dieser Gegenseitig keits-An st alt kommt sammtlicher Gewinn den Versicherten ausschließlich zu gut. In diesem und den nächsten 4 Jahren kommen fl. 1,663,500 zur Vertheilung. — Jede bezahlte Jahresprämie hat Anspruch auf Dividende. Die gegenwärtig aus dem Gewinne des Jahres 1869 vertheilt werdende Dividende beträgt 36% der Jahresprämie. Läßt ein Versicherter seine Dividende bei der Bank gegen Verzinsung stehen, so kann solche bei Erreichung eines höheren Alters bis zur Höhe der Versicherungssumme ansteigen. Z. B. bei einem im Lösten Jahre Beitretenden wächst dieselbe nach dem bisherigen Dividenden - Verhä^tniß bis zu seinem 60sten Jahre etwa auf die hälftige und bis zum 71flen Jahre auf die volle Versicherungssumme an. Die stehen gelassene Dividende kann beliebig erhoben, oder seiner Zeit auch zur Prämienzahlung derart verwendet werden, daß der Versicherte sich prämienfrei macht. Zur weiteren Beiheiligung an dieser die höchste Sicherheit mit ungemeiner Billigkeit verbindenden Anstalt ladet ein: Der Agent: (4779) Emil Gail, Hutmacher in Gießen. fl. 1,200,000. 322,000. m fT n Ith Mi ft r io QHMfrfl von der Auglo-Swiss -Condensed- Milk-Comp. in Cham £ J/lllUJ (Schweiz), pr. Büchse 33 kr., empfiehlt Emil Fischbach. fldflemeinet Anzeiger dermiethungen. ^eruiifdjfe Mnzetgcu. i Die Annoncen-Expedition ! i n c 1.....1 t. Pa ■» llrnmiCi'li von j. E. Scheel l e s s i n g e r, Kläger gegen Philipp Größer, sollen Besondere Bekanntmachungen. Oesfentliche Ladung und ( Aufforderung. 5211) Gegen den Conditor Carl Vor- ! werk von Gießen ist der förmliche Concurs proceß erkannt wotden. Es werden daher Alle, welche Ansprüche an denselben zu bilden haben, hiermit aufgefordert, solche in dem Termin Mittwoch den 7. Januar k. I-, Vormittags 10 Uhr, bei Meidung des stillschweigend erfolgenden Ausschlusses v.n der Masse dahier anzu melden und etwaige Vorzugsrechte bei Meidung Verz'chts auf dieselben zu begründen- Auch soll in diesem Termine die Güte versucht, und eventuell ein Masse- cmator und Gläubigerausschuß erwählt, sowie deren Befugnisse sestgestellt werden. Die nicht erscheinenden Gläubiger werden in diesen Pu-.cten als den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen beitretend angesehen- . , „ Gleichzeitig wird der mit unbekanntem Aufenthaltsorte abwesende Gemeinschuldner aufgefordert, seine Rechtszuständigkeiten tn obigem Termine und später selbst zu wahren, anderenfalls der für ihn bestellte Abwesen- beitscurator, Max Pilger in Gießen, an seiner Statt gehört werde. Gießen, 3. November 1873. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. Stammler. Lehrerconferenz des Conferenzbezirkcs Groß-Buseck Donnerstag den 4. December, Mittags 1 Uhr, zu Groß-Buseck. Groß-Buseck, den 28. Novbr. 1873 Der Vorsitzende: Strack. 5523) In der Alicenstraße ist ein schön möbliites Zimmer zu vermiethen. Bct wem? zu erfahren in der Exped. d. Bl,ts. 4566) Zn vermiethen ein geräumiger Laden in Lit. B 21. Die Interessenten werden fordert, die Zahlung an diesen zagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu BekamNnuichunq. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der diesigen Spar - und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: Steckbrief. 5520) J ttchen Bamberger, Eisemann Bamberger's Tochter von Mufchendeim, dahier wegen Diebstahls in blntersuchung, ist fiuchtia fl. w 'Iden. Wir «suchen nlh ’ Behörden um Fahndung nach derselben und bitten, sie im Betretungsfall gefänglich anher liefern lasten zu wollen. Butzbach, den 27. November 1873. Großherzogliches Landgericht Butzbach. A Gilm er, Fresenius, Landrichter. Landg-Assessor. Part hie Frauen - unv zu Fabrikpreisen; ferner große Auswahl angefangener Stickereien, Stick-, Strick- und Häkelgarne, Seide und iPerlCEÄ. in allen Farben. (4932) FroSsnliäaiscr’s lüciljiuirljl'SaibsIlelTunfl z ist eröffnet. lD --------------- ---------- ■ -—--—---- --- Geschäftsbericht m b Eingänge. Antrag auf Abänderung der §. 5 u. 9 der Statuten. Dortrag des Herrn Hofg.-Adv. ve. Re atz über einige handesrechiliche Fragen. Um zahlreiche Belheiligung ersucht 5199) Zwei Familienmohnungen 'M Kupferschmiedes Stock und der Mansarde zu v rmiethen- und gleich zu beziehen. L»0g t, ves Karl Herbert, Nahrungsberg. plgtzeS U. dev ^Vchuljtrape. Backsteinbrennerei des Klägers eingesehmt 5519) Wegen Anschaffung größerer werden können, öffentlich meistbietend vcr-.M^^eugmaschinen sind 2 gebrauchie aber steigert werden. iin gutem Zustande befindliche Drehbänke Gießen, den 30. November 1873. !zu verkaufen. 1 mit und lohne Lettspmdel. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Spitzenhohe 12 Zoll. Spitz^wettt 72 Zoll. (5524) Wortmann.__ i 5390) Lumpen, Knochen und Metalle, I kauft Meyer Rothenberger, i Neuenweg 193 «f 5530) Allen Denen, die unsere unvergeßliche Gattin, K » Schwester und Schwägerin « 1 Susanne Euler, geb. Berg, W U-ur letzten Ruhestätte geleiteten, sagen hiermit den innigsten» f Dank ' . , A M Die trauernden Hinterbliebenen. H Gießen, den 30. November 1873. Großherrogliche Garnison- (5522) Verwaltung. So«*f*** \ > 4 (4^7) 5478) An einen Herrn oder eine Dame ist im Mansardenstock ein schönes Zimmer mit geräumigem Cabinet, unmöblirt, zu vermiethen und sofort zu beziehen. H. C. Vogt am Markt. 5465) Im Darmstädter Haus ist das seither von Herrn Feldwebel Dörr bewohnte Logis vom 1. Januar 1874 an anderweitig zu vermiethen F ische Schellfische und CabUancn sind eingeiroffen bei I A. Busch Söhne. 5500) Ein Mädchen, welches kochen kann ,T, und alle häuslichen Arbeiten versteht, wir d ‘ 2." [auf Weihnachten gesucht. Neustadt D. 39. 5482) Ein ordentlicher Junge gesucht. Reftauratron Bramm. "5352) Ein"Laufmädchen wird gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. "5509) Ein rot-brauner Dachshund ent; laufen- Dem Wieder bringcr eine Belohnung bei vr. Schüler. Bekanntmachung. I •/• II» JFwhr9 Sonnenstr. 104, S°mst°a den 6. D-«mb-r ce.. «empfichlt für die bevorstehende Winiersaison zu den billigsten soll die in unmittelbarer Nähe des hiesioenlPrbiscn sein großes Lager in: »» InterlmiKlSChllilCll, Babnbofs b-iegene militärfiscaiische Speise-^ . wollenen UsnlCCLCnLCII für Herren, Damen und Kinder, und Küchenbaracke im Lieitatwnswege m Ut-WMgen wollenen IIIV» fi«olo.,«värinp1.n iinb dielend aus den Abbruch zur Versteigeruna Kx^olrllk«, HnpUtZCII, SCClCnW.il lilCl II und kommen, wozuKauflusUgemit demBem-rk-n^. . gLlIIltCI klcitlcIlCII U. -JäckcllCll, sowie eingeladen werden, daß bet dreier Gelegen w. " beit auch noch ein Kochdampfapparat ver- eine lVt ' - ' steigert werden wird. Feinste aestoßene und gesiebte Raffinade, (Aroße süße Mandeln, Citronat und Orangeat, Feinsten gestoßtiren Zimmt, Neue große und kleine Rosinen, Citeonen und Anissaamen, sowie olle Ingredienzien zur feinenBäckerei, empfiehlt , (5527j Emil Fischbach. Ieilgebotems. 5526) Neue Puglieser Mandeln und Genueier Eitronat, Oranaeat, Ci- tronenöl, Ammonium, Potafche, AniS- körner, aestoßene Nelken, chinesischen u. Ccylonzimmt, sowie alle sonstigen Ingredienzen zu Anis und anderem Gebäck, empfiehlt bestens , C. F Semmler, Matenalist, Wallthorstraße. Für die langen Winterabende. W Statt 20 fi. nur 1 fl. 15 Bände guter Romane und Novellen für nur 1 fl- in der L e o y'schen Buchhandlung, 5ranffart a/M. 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