3046 ❖ Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen Dienstag den 1. Juli Mr. 150 d. VII. 3) VIII. 4) IX. Deichert, Präsident. a 5) 6) IV. V. VI. Prrt» »tertüjLhrlg mit Bringsrtohn. Drrrch bit Post örzvßen vierteljährtg i fL 29 h. Die Verloosung erfolgt nach der Preisverthcilung. Es soll auch für diesmal mit der Wanderversammlung ein Honigmarkt verbunden werden, welcher von 4 Uhr an eröffnet wird, und es werden mittags an frei. Am Vorabend, den 15. Juli, von 8—10 Uhr, Empfang der Gaste von Seiten des. Localcomitü's, gesellige Vereinigung im Gasthaus „zum Einhorn" und Vorberathung des Localcomitö's mit dem Ausschüsse des Hauptvereins ebendaselbst. Nach den Verhandlungen am 16. Juli findet Nachmittags um 2 Uhr em einfaches Mittagsmahl in dem Gasthaus „zum Einhorn" statt, das Gedeck zu 1 st. 12 fr., iucl. 1 Schoppen Wein. Diejenigen, welche an demselben Theil zu nehmen beabsichtigen, werden gebeten, gleich bei ihrer Anmeldung ihre Namen in eine aufgelegte Tafelliste einzeichnen Schluß" der Ausstellung und des Honigmarkts präcis 5 Uhr; Abends wieder gesellige Vereinigung an einem noch näher zu bestimmenden Orte. Für die nut der Wanderversammlung verbundene Verloosung von lebenden Bienenvölkern und Bienenstöcken, Bienengeräthschaften und -Producten sind Loose, zu 12 fr. das Stück, bei sämmtlichen Sectionsvorstehern und Mitgliedern des Localcomitü's, vornehmlich in der Apothefe bei Herrn Weber zu haben. Lich, am 23. Mai 1873. Im Auftrag: Förster, Orgelbauer. Erscheint täglich, mit Tn» nähme Sonntags. Expedition: Lanz leib Lit. B. Rr. 1. versehen sein, welche den Namen des betreffenden Herrn Ausstellers und die Preisangabe enthält. 2) Freien Zutritt zu der Ausstellung und den Verhandlungen haben alle Mitglieder des Vereins, jedoch nur gegen Vorzeigung ihrer Aufnahmekarte, unter gleicher Voraussetzung die Mitglieder der mitverbundenen Vereine Starkenburg, Rheinhessen, Kurhessen und Naffau. Alle Uebrigen bezahlen ein Eintrittsgeld von 18 fr. und erhalten am Eingänge eine Legitimationskarte. Des Honigmarfts wegen ist der Eintritt von 4 Uhr Nach- Universitaets Bibliothek _ 6IESSEN b. c. I Um 15. Juli, Abends 8—10 Uhr, Vorberathung des Ausschusses mit ‘ dem Local-Comit6 in einem noch näher zu bestimmenden Local. II. Am 16. Juli, Vormittags 8—10 Uhr, Besichtigung der Ausstellung und Vornahme practischer Demonstrationen an Stöcken mit lebenden Bienen ii. s. w. r . III. Die Verhandlungen, von 10 Uhr an beginnend: a. Einleitende Berichterstattungen des Vorsitzenden; Die schwarze Republik. So weit wäre es ebeiui drüben im schönen Frankreich gekommen. Erst gab es da eine blutrothe, hiernach eine blaßrothe, dann eine blaue Republik, eine Zeit lang hatte eö den Anschein, als sollte sie einen gräulichen Farbenan strich erhalten. Nunmehr ist sie definitiv schwarz geworden. Ihr Wappen,chlld ist das schwarze Muttergotteöbild in der Kathedrale von Chartres. Con,eguente Rechnungsablage; f w Wahl der Commission für die Prämiirung, Verloosung und zum Ankauf der zu verloosenden Gegenstände; Specielle Gegenstände der Discussion: n Vortrag des Herrn Prof. Dr. Hoffmann von Gießen über „Vor- richtui gen m r , durch Regen u. s. w." 2) Welche praktischen Erfolge hat man 1 , . . l der Haidbiene erzielt im Vergleich zu anderen rmportlrten Bienen racen (Kramer und Italiener) ? Referent Herr Lehrer R a u von; p r»g r >< m m für die XII. Wanderversammlung des Oberhessischen Bienenzüchter-Vereins zu d), am 16. Juli 1873. Auf Ansuchen des engeren Vorstandes siiid Seitens der Stadt Lich mit dem unterzeichneten folgende Herren zu einem Localcomitv zusammengetreten, Leute, wie die Franzosen nun einmal sind, lassen sie sich es daran nicht genügen; und folgerecht wird la belle France dem „allerjützesten Herzen Jesu tWllb-)iunmcbr ist das große schöne Frankreich wieder seiner Bestimmung z>i- rückaegeben, dct cs in jenem ominösen Jahre 1789 untren geworden, es ist wieder die älteste allergetreueste Tochter der Kirche. Diese ist auch eine zärtlich liebende Mutter, unaufhörlich sendet sie Gebete zum ewigen Vater im Hunmel, deshalb alle Vereinsmitglieder gebeten, denselben recht reichlich zu be-i schicken, besonders mit Scheibenhonig, geseimtem Honig in Gläsern unbj schön ausgebauten Glasglocken. Nachmittags gegen 2 Uhr gemeinschaftliches Mittagsmahl und am Abends Nüchenbach. . . i 3) Beurtheilung der in neuerer Zeit so vielfach gemachten Versuche, Deut Honigertrag zu steigern. Ref. Herr Pfarrer B a i st von Ulfa- 4) Errichtung einer Niederlage für Bienenwohnungen und Bienenzucht- geräthschaften. Wahl des nächsten Versammlungsortes. Statutenmäßige Wahl, resp. Ergänzung des Vorstandes. Preiswürdige Thiere werden prämiirt und findet die Verkündigung der Prämien nach aufgehobener Mittagstafel statt. Zur Verloosung kommen Stöcke mit und ohne Bienen , gute Bienen-t schriften und Bienenzuchtgeräthschaften u. s. w., welche möglichst von den« ausgestellten Gegenständen angekauft werden sollen. Loose a 12 kr. sind i bei dem Localcomitü und sämmtlichen Ausschußmitgliedern zu haben. nämlich die Herren: . , r t n m a Prinz Hermann zu Solms'Hohenlolms-Lich, Durchlaucht, Dr. Gros, Vicepräsident 'des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen; Helm, Ge- meinderathsmitglied; I h r i n g, Bürgermeister; I u n k e r, Pfarrvicar; I u n k e r, Hofgärtner; Kohler, Gemeinderathsmitglied; Kratz, Kammerratd; Rehe, Gemeinderathsmitglied; Schön, Bauaufseher; Volp, ®emem^)er(^t^tmt9^le^; 'Weber jun., Apotheker; Wimmenaner, Oberförster; W in heim, Stifts- lrechner; Zimmer, Gemeinderathsmitglied; Zimmer, Beigeordneter. i Bezugnehmend auf obiges Hauptprogramm laden dieselben zu recht zahl- SÄ Den ^iuri)ea jum y, ; s mj nm lI?relt de» Versammlungslag so angenehm als möglich zu bisher durch die Einführung!machen, und bringen zu diesem Behufe noch Folgendes zur allgemeinen Kcuntuiß • anderen importirten Bienen i) Die Wanderversammlung nebst Ausstellung u,id Homgmarkt wird ,m -reut Serr Lehrer Rau von' Albach'scken Garten abgehalteu werden. Alle Gegenstände für die Aus- -reut Herr r.eyre> ac a , , H^.jgmarkt sind unter der Adresse des Herrn Orgel- elsach gemachten Versuche, den? bauer Forster franco aufzugeben. Dieselben müssen mit einer ©tiquette B e k a n n t m a ch u n g. Die Actien - Gesellschaft Lahnhütte" zu Gießen beabsichtigt ans den Grnndstücken Flur XIX. Nr 71-80. der Gemarkung Gießen eine HollAnanlage zum'Schmelz«, von Eisenerze., zu errichten und.zum^ Betrieb W«^d D-mp^ü , Einsicht der L-' ___ gesellige Unterhaltung. Das Nähere ist in dem untenstehenden Programm des Localconuw ö, enthalten. — , | Alle Mitglieder des engeren Vereins, wie des weiteren von Hessen, Kurheffen und Nassau, insbesondere auch alle Freunde der Bienenzucht und Gönner des Vereins laden wir hierdurch freundlichst zu recht zahlreichem Besuche der Versammlung ein. Gießen, den 14. Mai 1873. Für den Vorstand des Oberhessischen Bienenzüchter-Vereins: \ daß er Gnade walten lassen möge und daß er errette aus den Klauen der Gottlosen und Uebelthäter „Rome et la France !* Es ist ein schändlicher Handel, den die Vonapartisten und die mit oder unter ihnen arbeitenden Clericalen drüben treiben. Und wie es überall zu gehen pflegt, daß der Eifer der Diener gar manchmal den Herren unangenehm wird, also ist's auch hier der Fall. Diese entwürdigende Schleppenträgerei der römischen Elerisei gegenüber hätte doch Louis Napoleon selbst in seinen bösesten Tagen nicht gutgeheißen, geschweige anbesohlen. Allerdings setzte er die römische Expedition in Scene, aber hinter diesem Kreuzzuge steckte etwas ganz anderes, als Kircheninteresse. Louis Napoleon wollte zunächst wieder auf der vielbestrittenen Halbinsel Fuß fassen und den allmächtig gewordenen Einfluß Oesterreichs schwächen. Heute wirft sich das gefesselte und gedemüthigte Frankreich dem Gefangenen im Vatican an den Hals und gelobt, alle Sünden und Jrrthümer seit der Revolution abzuschwören — um die römischen Legionen gegen uns deutsche Ketzer zu führen und das katholische Rheinland von seinen preußischen Drängern zu befreien- Zunächst soll Frankreich sich als einen katholischen Staat fühlen. Zwar kann man die gesetzlich gewährleistete und durch mehrere Generationen praktisch durchgeführte Freiheit der Gewissen nicht mit einem Federstrich cajsiren — aber die öffentlichen Sünder sollen fürder nicht mehr mit denselben Ehren zur Erde bestattet werden, wie die frommen Lämmer oder die reuig in den Mutterstall zurückkehrenden Schafe. Noch ist der Syllabus und die Encyclica nicht gültiges Recht in Frankreich, aber die Herren Minister Ernoul und Veul6 erklären ihre unbedingte Unterwerfung unter diese Manifestationen des „Unfehlbaren." (In der so verführerisch-anmuthigen Sprache der voce della veritä nennt man eine derartige Entäußerung seiner Mannhaf tigkeit „sacrilitio del inlelletto.“) Armes, unglückliches Land, das die Unglücksschläge, welche ihm der Bonapartismus geschlagen, durch ein Bündniß nut den Jesuiten wieder ausgleichen will! Beklagenswerthes, doppelt beklagenswertheö Volk, in dessen Schooß ein derartiges Bündniß geschlossen werden kann! Es hat in den letzten Jahren alle nur erdenklichen Enttäuschungen erfahren, nur die letzte ist ihm bisher erspart gewesen, nämlich durch Rom gerettet zu werden. Sie wird nicht ausbleiben. Louis Napoleon wies einstmals ein Bündniß mit Oesterreich ab, indem er das verletzte Wort aussprach: „Kann ich mich mit einem Cadaver alliiren." Der Pantoffel-Held und der glorreiche Verwundete von Sedan hofft Errettung für sein Land voll der moralischen Unterstützung einer Mumie! Ja und in Wahrheit einer Mumie, denn llichts anderes als das ist Rom, und sein Aussehen schreckt nur Kinder und abergläubische Gemüther. Uns ketzerischen Deutschen jagt aber diese etgenthümliche Dreieinigkeit der schwarzeil Republik, der schwarzen Madonna von Chartres und der schwarzen Roma ebensowenig Furcht ein wie weiland den Cimbern und Teutonen jene römischen Greise, die allein in der verödeten Stadt zurückgeblieben waren. Wir fürchten uns vor derlei Spukgeistern und Gespenstern nicht. Gleichzeitig mit der Pest des Unglaubens sollen auch die Gegner der Vonapartisten ausgerotter werden. Naguet, der seiner Zeit unter der Dictatur Gambetta's Waffenankäufe in England gemacht hatte, soll in Anklage versetzt werden, weil er das Wohl des Landes geschädigt, ein gleiches Loos ist Steen- acker'ü zugedacht; in letzter Zeit ist es natürlich ^luf Gambetta selbst abgesehen. Doch soll gegell die durch Audiffret-Pasquier's Strafgericht blosgestellten bona- partistischen Beamten nicht vorgegangen werden. Bazainc's Schicksal ist soniit unschwer vorherzusehen. Es soll finster werden in der „schwarzen Republik" und nur die geweihten Kerzen sollen ihren fahlen Schein in die Nacht hinein werfen. Vielleicht werden noch dermaleinst die Pechfackeln der Bartholomäusnacht in dem „wieder erstandenen" Frankreich lenchteli. Vielleicht bequemt sich das neue Frankreich zur Einführung von Autos da fe, diesen spanischen Ketzergerichten, vor denen es früher einen gewissen Abscheu hatte. Vielleicht! Deulfdjfanö. Darmstadt, 28. Juni. Gleich nach Eröffnung des Landtags hatte der Abg. Schröder eine Interpellation wegen Wiederherstellung der katholisch- theologischen Fakultät in Gießen an die Negierung gerichtet. Die Antwort aus dieselbe ist jetzt erfolgt und geht dahin, daß die Frage wegen der nuffeii schaftlichen Vorbildung Derjenigen, welche sich dem Berufe eines katholischen Geistlichen widmen wollen, von der Negierung gelegentlich des in Ausarbeitung begriffenen Gesetzentwurfs über die rechtliche Stellung der Kirchen- und Religions-Gesellschaften im Staate in Erwägllng gezogen werde. Der Gegenstand der Interpellation werde somit nach erfolgter Vorlage jenes Gesetzentwurfs zur Erörterung gelangen, und die Negierung finde es nicht empsehlenswerih, außerhalb des Zusammenhanges mit den sonstigen hier einschlägigen Bestimmungen in eine abgesonderte Verhandlung über diesen einzelnen Punkt einzutreten. Der Interpellant hat sich mit dieser Auskunft zufrieden erklärt. Berlin, 27. Juni. Unter dem Vorsitze des Fürsten von Hohenlohe- Schillingsfürst hat vor einigen Tagen in einem der Säle des Reichötagsge-, bäudes das Comitö, welches sich die Errichtung des National - Denkmals auf dem Niederwalde zum Ziele gesetzt hat, eine Sitzung abgehalten. Ans den interessanten Mittheilungen des Vorsitzenden des gcschästsführenden Ausschusses, Herrn Ober-Präsidenten Grafen zu Eulenburg, entnimmt die „9t A. Ztg" folgende Notizen über die jetzige Lage des Unternehmens. Fast über ganz Deutschland erstreckt sich die Organisation von Local Comilcs und haben die einflußreichsten Herren überall die Vertretung der Angelegenheit als Vertrauens männer übernommen. Obwohl die Sammlungen noch nicht überall in Gang gesetzt sind ii d erst theilweisc ihren Abschluß gefunden haben, stehen zur Zeit bÖ,000 Thlr. zur Verfügung, welche verzinslich angelegt sind. Besonders her vorgehoben wurde der reiche Ertrag der Sammlungen im G roßherzogthum Hessen und in den preußischen Regierungsbezirken am Rheine. Nach den weiteren Mittheilnngen hat sich der geschäftssührende Ausschuß seither vor Allem bemüht, zu einem geeigneten Entwürfe für das Denkmal zu gelangen. In einer ersten Concurrenz wurden alle deutschen Künstler zur Einreichung von Plänen aufgefordert und denselben die Bestimmung des künstlerischen Charakters, ob Plastik oder Architektur oder eine Verbindung beider, frcigestellt. 9hir die Bedingung wurde beschränkend beigefügt, daß als Vausumme annähernd der Betrag von 250,000 Thlr. festzuhalten sei. Nachdem die Jury keinen der Entwürfe als für geeignet hatte bezeichnen können, wurde eine zweite engere Concurrenz unter 11 Künstlern eröffnet und dabei das Programm dahin abge- äudert, daß als Standort ein bestimmter Punkt am Waldsaum oder ein Platz wenig höher auf dem Kamm des Niederwalcs bezeichnet und daß ein architec- tonischer Aufbau von möglichst einfachen aber wirksamen Formen gewünscht wurde, an welchem durch Sculpturen der Sinn und die Bedeutung des Ganzen zum Ausdruck gebracht werde. Auch diese engere Concurrenz ist insofern bedauerlicher Weise resultatlos verlaufen, als die Ausführung bei allen Entwürfen, welche übrigens eine Fülle schöner Gedanken enthalten, die in Aussicht genommene Bausumme überschreiten würde. Auf Grund eines Gutachtens der Jury soll nunmehr der Wald selbst als Standort bezeichnet und die Ausführung eines plastischen Kunstwerks angcstrebt werden. Die hierauf gerichteten Anträge wurden von der Versammlung znm Beschlüsse erhoben. — Wie das Blatt vernimmt, ist Prof. Johannes Schilling zu Dresden, welcher in seinen seitherigen Entwürfen, in seinen früheren Arbeiten gezeigt hat, daß er der großen Aufgabe gewachsen ist, um Ausstellung eines Entwurfs von dem geschäftsführenden Ausschüsse ersucht worden. Ems, 30. Juni. Die Kaiserin von Rußland, die Großfürstin Marie und die Großfürsten Sergius und Paul sind gestern Abend zum Besuch des Kaisers von Rußland hier eingetroffen und haben im Hotel zu den „vier Thür- men" Wohnung genommen. Dresden, 27. Juni. Der „Allg. Ztg." schreibt man.- Obschon der Gesundheitszustand unserer Stadt zu irgend welchen Befürchtungen znr Zeit keinerlei Veranlassung gibt, so hält es doch der Rath, mit Rücksicht auf die in einigen benachbarten Dorfichasten vorgekommenen „auffälligen" Erkrankungssälle, im Interesse der öffentlichen Gesundheitspflege für geboten, das Publikum zur strengen Befolgung der betreffenden sanitätischen Vorschriften zu ermahnen. Jene „auffälligen Erkrankungsfälle" sind nämlich eine wirkliche Cholera-Epidemie in dem nahen Nieder-Gorbitz und einigen Nachbardörfern. Laut einer amtlichen Bekanntmachung war die Cholera durch einen in Nieder-Gorbitz wohnenden Heizer vom Elbschleppdampfer „Moldau" eingeschleppt worden und kam bei diesem Mann am 29. Mai zum Ausbruch. Nach diesem ersten Fall kam ein zweiter am 8. Juni in Neunimptsch zur Beobachtung, woran sich bis zum 17. Juni in beiden Orten noch 5 Fälle anschlossen. Nach einer dreitägigen Pause folgten sich aber die Fälle rascher aufeinander, so daß deren bis vorgestern 27 vorkamen: 14 in N'eder-Gorbitz, 7 in Neunimptsch, 3 in Wölfnitz und 2 auf Naußlitzer Gebiet. Leider hatten 11 Erkrankungen einen tödt- lichen Ausgang, während die übrigen Kranken sich theil in der Genesung, tbeils noch in Behandlung befinden. Schweiz. Bern, 30. Juni Dem Vernehmen nach wird ein europäisch-nordamerikanischer Staatencongreß behuss Berathung eines gemeinsamen Postvertrages spätestens am 1. September d. I. in Bern stattfinden. Spornen. 9D?cibrib, 29 Juni. Die Wiederherstellung der Disciplin im spanischen Heere hat bis jetzt keine Fortschritte gemacht, so wenig als die Besiegung der Carlisten. Ueber die Ereignisse des Carlistcnaufstandes der letzten 24 Tage ist aus widersprechenden Nachrichten folgendes Nesume znsammengestellt. Die Carlisten haben am 12. d. Mts. bei Prats de Chusanes (Catalonien) eine Colonne mit Erfolg angegriffen; znm Glück kamen den Bedrängten Truppen zur rechten Zeit zu Hilfe und verjagten die Carlisten, ohne ihnen übrigens eine erbeutete Kanone wieder abnehmen zu können. General Velarde soll den Oberbefehl in Catalonien wieder übernehmen nnd einige Tausend Mann Civilgarde und Ca- rabineros die -Disciplin wieder Herstellen. Das Verbrettungsgebiet der Carlisten will sich wieder ausdehnen, sowohl nach dem Süden, in Murcia, als nach dem Nordosten. In Murcia wurde die Bande vorläufig geschlagen. Im Nor- den hat sich der Pfaffe Santa Cruz am Feuerschein der brennenden Station Beasain geweidet, welche er sammt 103 befrachteten Güterwagen imd 27 Personenwagen , die dort wegen der Bahnstörung nicht weiter konnten, angezündet hatte. Es stimmt das nicht recht zu der Nachricht, daß die Carlisten und die Nordbahn einen Vertrag zur Schonung der Bahn abgeschlossen haben, der sofort in Kraft treten soll. Aber der Pfaffe ist auch sonst mehr als ein en faul lerrible der Partei; er treibt Carlismus auf eigene Faust. Mabrib, 30. Juni. Das neue Ministerium trägt den Charakter einer Versöhnung; dasselbe enthält zwei Mitglieder der Linken. — Das Detachement Castanons's ist durch die Carlisten überrascht worden; die Soldaten zerstreuten und flüchteten sich. In Pampeluna rottete sich das Volk zusammen und stieß Todesdrohungen gegen General Nouvilas aus. Rußland. Petersburg, 29. Juni Der „Russische Invalide" enthält ein gestern eingrgangenes Telegramm des Generals Kanfmann, wonach die vereinigten Truppen-Abtheilungcn am 29. Mai (a. St.) die Hauptstadt Chiwa eingenommen haben nnd der Khan von Chiwa nach Jumudow entflohen ist. Lokal-Notiz. Gießen, 30. Ium. Don Seiten Der Direktion Der Main-Weser-Bahn geht uns fob gcnDc Erwiderung zu, welche wir hiermit zur Kcnnlniß unserer Leser bringen. In Der No. 13" Des „Gießener Anzeigers" vom 18. Juni d. I. hat ein Artikel aus Der No. 68 Des Ober- hessischen Anzeigers Ausnahme gcfmhoen, welcher zwei Anordnungen der diesseitigen Verwaltung einer tadelnden Kritik unterzieht, nebenher aber dabei von mehreren falschen Annahmen und Voraussetzungen ausgeht rcsp. unrichtige Behauptungen enthält. Wir bemerken in dieser Rücksicht darauf Folgendes: „Die Einrichtung, daß Nctourbillcts für Die Rückfahrt vor Antritt Derselben abgestempelt werden müssen, besteht seit Langem auf einer Mebrzahl von Bahnen, namentlich Der Preußischen Staats- und unter Staatsverwaltung stehenden Eisenbahnen. Die Nothwendigkeit, dieselbe auch auf der Main-We'er-Babn einzuführen, hat sich herausgestcllt, indem gerade bei den lokalen 'Verhältnissen Derselben ohne Diese Eontrol Maßregel Unterschleife namentlich Seitens des Bahn- persvnals ungemein erleichtert, auch nachweislich in vielen Fällen vorgekommen sind. Auch andere Bahnen, auf denen bisher diese Anordnung nicht bestand, haben dieselbe für erforderlich erkannt und neuerdings — wie z. B. die Hannoversche Staatsbahn — gleichfalls eingeführt. Ein Bedenken dagegen konnte um so weniger obwalten, als ohnehin sogar die gänzliche Aufhebung der Retourbillets bei sämmtlichcn Staatsbahnen schon wiederholt in Frage gekommen ist. Den Druck und Vertrieb der Frachtbrief^Formulare für Die Main Weser Bahn anlangend, so ist die Gestattung dazu in früherer Zeil einer Mehrzahl von Druckereien, ausdrücklich jedoch auf jeder- zcitigen Widerruf ertbeilt worden. Das Fortbcstehenlassen dieser Eonecssionen ist als mit den Bestimmungen des 8 5 des BetriebSrcglements B. für Die Eisenbahnen Deutschlands vereinbar nicht mehr zu erachten Auch hierin lediglich dem Beispiele anderer Bahnen folgend, ist daher hnn ung bereits fast vor Jahresfrist die seiner Zeit ertheilte Verstattung revozirt und dieses d°nj°n1g°n Druckereien mitgett-eiit, »°n denen es nach Lage der diesseitigen Aeten ersichtlich .»«', M gelangt, daß Seitens der ®,o6= berraalick L-Msch-n Direetan der Main-Weser-Bahn und Seiten» der Frankfurter Direktion n« lä ger« F it noch - nig- weitere Coneessionen gedachter Art ertheilt seien. Wir haben mm- mebr auch" betreffenden Druckereien nach deren Ermittelung non dem Widerruf m K-nntnch «tat und würden damit dem Recht- »olle Genüge g-than haben, zumal e» nicht anzunehmen auch in Rich"» begründet war, daß diese Druckereien Vorräthe »°n „Millionen Exemplaren" diL» Formulars aus Lager haben sollten. Wir haben jedoch alöbalo befchlossen gehabt, die,-- n aen am 1 Ä 0. noch unv-rkaust-n resp. unverwendeten Vorräthe an qu. Formularen d.e 5 „ .Achtem Tage vorgelegt ivcrdcn würden, mit unterem Stempel zu »ersehen und sie dadurch zu legalisircn, und beziehen uns dicserhalb auf unser Schreiben an Ihre Druckerei vom heutigen Tage Ein anderes Mittel der sonst leichthin maßlosen weiteren Anfertigung von For- muia>cn^»-rzub-ugc^°galii>ro ^^^^z^uchdruckerei ist einstweilen nach bestehendem Abkommen mit der Anfertigung der Frachtbrief- für unsere Rechnung betraut; d-rt-lb-n ist damit keineswegs ein „Monopol" bcigelegt i auch die Anfertigung dieser Drucktache ist wie die aller übrigen unter freie Coneurrenz gestellt. Auch beabsichtigt die B-rwchtung aus dem Ver aul - der Frachtbrief- keinerlei Geschäft zu machen; st- wird d,-s-lb-n zur Bequemlichkeit des Publikums an geeignete D-bitanten ans deren Antrag gegen den Selbstkostenpreis »erab okgen. Kietzen 1 Jult Heute Nacht brannte es m einem Hau,e an der Kathartnengassc. Durch rasche umsichtige ^Hilfe kam dasselbe aber nicht recht zum Ausbruche und wurde die dortige eng gebaute und alte Umgebung vor großem Unglück bewahrt. Vermischtes. Lübeck, 23. Juni. Gelegentlich einiger Tauchcrarbeitcn auf dem Meeresgründe der Kjögcbucht stieß man auf einen Schiffsrumpf, den man seiner Lage nach sogleich für die Reste des dänischen Linienschiffes „Dannebrog" hielt, dessen Untergang emes der schönsten Blatter der dänischen Kriegsgeschichte bezeichnet. Während des Treffens in der Kiogebucht am 4. October 1710 zwischen einer dänischen Flotte unter Alr. Chr. Güldenlowe und einer schwedischen Flotte unter dem Admiral Wachtmeister gerieth das Linienschiff „Dannebrog," das erste Kriegsschiff, welches von dänischen Kriegswerften vom Stapel gelaufen, in Brand. Der Chef, Ivar Hult- feldt, machte zuerst Versuche, das Feuer zu löschen, jedoch ohne Erfolg, er konnte setzt die Mannschaft nur dadurch retten, daß er daS Schiff auf seichten Grund segelte; um dieses aber möglich zu machen, mußte er durch die ganze dänische Flotte hindurch auf die Gefahr hm, dieselbe durch sein brennendes Schiff in Brand zu stecken. Er zog daher vor, sein und der Mannschaft Leben aufzuopfern, warf Anker und, gab dem Feinde, Schuß auf Schuß, bis das Feuer die Pulverkammer erreichte und das Schiff mit ihm und seiner heldenmuthigen Mannschaft von 500 Mann, von denen nur einige wenige gerettet wurden, in die Luft flog- Die angestellten näheren Untersuchungen haben nun vollständig erwiesen, daß es der Rumpf dieses Schiffes ist, auf den man gestoßen; in demselben hat man einige Skelette jener tapferen Sce- kriegcr gefunden, und durch Hilfe der Taucher hat man etwas Tauwerk, das sich im Lehmgrunde vollständig gehalten hat, nebst 11 metallenen Kanonen, geborgen, die alle vor '710 gegossen sind und deutliche Spuren des Feuers und der feindlichen Kuaeln tragen. Einige dieser Kanonen scheine« in der Schlackt in der Kjöge-Bucht 1677 den Schweden genommen zu sem, und mehrere darunter sind für die Waffengeschichte von besonderem Interesse. Wahrscheinlicher Weise werden diese der in vielen Beziehungen vorzüglichen geschichtlichen Waffensammlung des dänischen Zeughauses einverleibt werden. ________ Börsenberichte. Börsennachrichten. 30 Juni 1873. Preuss. 4*/3°/o Oblig. 104 % Frankf. 3%o/o Oblig. 87 Nass. 4%°/q Obi. — Kurhess. 4°/° „ 96'/e Gr. Hess. 5°,q Obi. — n „ 40/0 n 99 „ » 31/2% „ 96 Bayer. 5% „ — „ 4> .% 1jährige 100% „ 4° o 1jährige 94 Würtemb. 4%°/o Obi. 100’/& Baden 4%°/q ObL c. E. L. 100% Oesterr. Silberrente 65% „ Papierrente 60% Spanier, neuest. 3% 17% Amerik. Bonds 1881r 99 „ n 1882r 963/8 „ n 1885r 973/4 n 1887r 98 Actieiu Frankf. Bank 1453/4 Frankf. Vereins-Kasse 117 Darmst. Bankact. 41V' 2 Wien Bankactien 1048 Oest. Creditact. 2681/2 Galizien 125 Actien. 5% östr. F. St. E. B. 356% Lombard. Bahn 200 Ludwigsh. Bexbach 188% Maxbahn 129% Bayer. Ostbahn 122% Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. — Oberhessen „ 727 8 Prioritäten. 3% östr. Stsb. Prior. 60 3% östr s. Lombard 49% 3% Livorneser 33% 5% Toscaner — 5% Elisabeth.-Prior. 85% do. II. Emiss. 83 Anleliensloose. Darmstädter fl. 50Loose 200 n n 25 „ Kurh. 40 Thlr. Loose 693/4 Nassau 25 fl. — Braunschweiger 23'/« 30 0 Oldenburg. ä40Thlr. 37% 40,g bayr. Präm.-Anl. 109% 4% badische Locse 108i/2 Badische fl. 35 Loose Oestr. fl. 250 v. 1854 94 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 9 1% 1864r n 154 Wechsel» Amsterdam k.. 8. 97% Augsburg k. S. 100 Berlin k. S 104% Bremen k. S. 105% Brüssel k. S. 93% Hamburg k. S. 105% Leipzig k. S. 105 London k. 8. 118 Lyon k. S. — Paris k. S. 92% Wien k. S. 1055 3 ditto m. 8. 105 2 ditto 1. 8. 105 9 Disconto 5 0/0 Goldsorten« fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57—58 Pistolen . . 9 38—40 „ doppelte 9 38—40 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 30—32 20 Frankenst. 9 12%—20% Engi. Sover. 11 45—47 Kuss. Imper. 9 38—40 Dollar in Gold 2 25—26 Frankfurt a. M., 30. Juni. Die Börse verkehrte heute in fester Haltung. Die Motive dieser Festigkeit dürften theils die von jeher zur Hausse gehenden Neigungen unseres, im Verhältniß zu Berlin nicht überladenen Marktes, theils die Käufe sein, welche, ohne Zweifel auf Rechnung der Berliner Contremine, heute hier vorlagen. Auch hat die morgen stattfindenve Detachirung des Coupons belebend auf die Entwickelung des Geschäftes in Speculationswerthen gewirkt. Die Liquidation fand heute mit den letzten Regulirungen einen leichten Abschluß. Creditactien gingen „glatt" auf, für die beiden anderen Speculationseffecten wurde ein kleiner Report gezahlt. Während das Geschäft in den erwähnten Werthen sehr lebhaft war, bewegten sich die Umsätze auf den übrigen Verkehrsgebieten in nur engen Grenzen. Creditactien, am Samstag Abend 263 %, gingen von 265 bis 268. Staatsbahn, stiegen von 352% (Samstag) auf 358, und Lombarden von 198% (Samstag) auf 200. Von oesterr. Bahnen blieben Elisabeth höher. Ostbahn % Proc. besser und gesucht. Von Banken Brüsseler etwas besser; Darmstädter 2 fl , Meiningers Prov.-Disconto je 1 Proc., Continental 1% Proc. matter. Oesterr. Nationalbank 7 fl. höher.» Silberrente fest. Spanier anziehend. Loospapiere still. Von Wechseln Parts und Schweiz gefragt. Belgische matter. aflflcmetner Unfeiner. Vermischte Anzeigen. ß Stotternde werden vollständig geheilt dnrch A« £« Gerdts, Specialist für Sprachleidende. Sprechstunden: Morgens 9—12, Nachmittags 3—6 Uhr. Gießen. Lindenhof. (2 Treppen hoch.) Z3e sondere Bekanntmachung Oeffentiiche Aufforderung. 2990) Forderungen und Ansprüche aller Art an den Nachlaß des K 0 n r a d Ginkel von Lang-Göns sind binnen 14 Tagen bei unterzeichnetem Gerichte anzuzeigen, widrigenfalls sie bei Regulirung des Nachlasses unberücksichtigt bleiben Gießen, am 22. Juni 1873 Grobherzogliches Stadtgericht Gießen. : I. B. d. D. O u 0 r l e r. Scriba. Versteigerungen. 3016) Die Kirschencrndte von den Bäumen; auf dem Berg bei der Schule in Oswald's Garten und auf dem Trieb soll Mittwoch den 2. Juli d. I., Vormittags 11 Uhr, verpachtet werden Gießen, den 29. Juni 1873. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gieben. Vogt. Bekanntmachung. 3045) Montag den 7. Juli c soll im Geschäftszimmer der Garnison-Verwaltung — Gründerger Chaussee — 1) die Lieferung des pro 1874 erforderlichen Zündholzes — Vormittags 9 Uhr, 2) die Anfuhr der während der FeuerungS- periode 18T%< erforderlichen Steinkohlen vom hiesigen Bahnhose — Vormittags 9% Uhr, im öffentlichen Submissionswege vergeben werden. Die bezüglichen Bedingungen liegen im Geschäftszimmer zur Einsicht offen. Gießen, den 1. Juli 1873. G: oßherzogl. Garnison-Verwaltung. ArbeitSversteigerulig zu Garbeuttich. £ Donnerstag den 3. Juli, Nachmittags um 5 Uhr, sollen auf dem Rathaus zu Garbenteich nachstehende Banarbetten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: Zimmerarbeit, veranfchl. zu 103 fl. 7 fr., Weißbinderarbeit, „ „ 11 „ 29 „ Maurerarbeit, „ „ 339 „ 18 „ Handarbeiten, „ „ 124 „ 22 „ Gießen, den 30. Juni 1873. I A : .St örner, vezirksbauaufseher. Arbeitsversteigeruug zu Steinberg. Donnerstag den 3. Juli, Nachmittags um 2 Uhr, soll auf der Großherzoglichen Bürgermeisterei zu Steinberg eine zu 50 fl. veranschlagte Maurerarbeit durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden. Gießen, den 30. Juni 1873. I- A-: Körner, Bezirksbauaufseher. Aülgeöotenes. 3037) Die erwartete Sendung Goldfische ist angekommen. Wilh. Balser, am Lindenplatz. 2296) Feinste marinrte Brathäringe empfehlen I A. Busch Söhne. 3047) Seidene, wollene und farbige Guipures - Spitzen, Gimpen, alle Sorten Glace- und «sommerhandschuhe, MoivSeschürzen, Krausen, Shäwlchen in allen Farben, empfiehlt L. K a t t r e i n. Göttinger Mettwurst, Gothaer Cervelatwurst, ,, Blasenschinken im Anschnitt, „ Trüffelwurst, Hamburger Zungen, ,, Kalbsschinken empfehlen (1259); I. A. Busch Söhne. 3015) Zwei große Ladenfenster, fast neu, und preiswürdkg zu verkaufen bei I. Spies an Oswald's Garten. 2818) Backsteine, im Ofen gebrannt, empfiehlt W. Delgehausen Nachfolger 2. Wolshofer aus Weilburg a. d. Lahn. 3049) Häringe, a 3 und 4 kr. bei C. F. Scmmler, Wallthorstraße. dermiethungen. 2423) Im F r i tz V o g t 'schen Wohnhause ist ein kleines Logis per 15. Juni, sowie ein größeres Logis nebst Laden per 1. Juli d. I. zu vermiethen. Julius Roth. 2757) Ein Familienlogis zu vermiethen in Lit. D. 54, Neustadt 2438) Mein zweiter Laden mit Logis ist per 15. Juli zu vermiethen. __________________Fr iedr. Bang. 2481) Möblirte Zimmer, sowie auch ein Laden zu vermiethen. Lit. B. 17._________ 3043) Ein möblirtes Zimmer zu ver-i 2972) Ein Kegeljunge gesucht, miethen. Kaplansgasse Nr. 221. 1 Restauration Bramm. 3044) Durch Lerfügung Großherzogl. Ministeriums des Innern vom 6. Mai a. c. sind die Pfandbriefe des unterzeichneten Boden- credit'Jnstituts nunmehr auch zur Anlegung von Gemeinde-, Kirchen- und Stiftungscapitalien im Großherzogthum Hessen zugelaffen. Wir beehren uns bekannt zu geben, daß wir für die Provinz Oberheffen die- Agentur der Bank für Siiddentschland in Giessen mit dem Verkauf unserer 5, 4J/2 und 40/0igen Pfandbriefe beauftragt haben. München, im Juni 1873. Süddeutsche JBodencreditbank. Zur erfolgreichen Verbreitung von Anzeigen tiv. Oberheffen, n am entlich UN ter der wohlhabend en Bevölkerung der Wetterau, kann das in Friedberg wöchentlich dreimal erscheinende Blatt „OberheWer Anzeiger" empfohlen werden, daß es das verbreitetste, am meisten gelesene Blatt in Oberhessen, vornämlich aber in der Wetterau ist. Die große Verbreitung dieses Blattes sichert den durch dasselbe veröffentlichten Anzeigen einen erwünschten Erfolg; die Jnseratgebühren sind billig, nur 3 kr. für die kleine Zeile. Bei größeren Aufträgen entsprechender Rabatt. In Frankfurt nehmen Aufträge an die Herren: G. L. Daube & Comp., Haasenstein ttnunq im Saale. Anfang 5 Uhr. W r p. 29 K 3041) Unserem lieben Freunde Karl Abel II. in Krofdorf zu seinem heute ftat findenden 18. Wiegenfeste ein dreifach donnerndes Hoch! das; die ganze Obergasse er Di fü W seh sch sch eit in S gratis nachgclicftrt. Neue Bestellungen werden möglichst zeitig erbeten. Reda - r--., D ucf । no Verlag der Brühl'sche. Untv.-Druckerei (Fr. Cbr. Pietsch) in (Sieber ftnnHid) machenden Liese Pläne Das Dep . f . Es haben irt der 49. die von die zur die Dor die Do die Do eiiij NNeü be/^ =„k Dm ®w * D-r V-llzuj fr-ÄJJ d Ächllu; fbbbuv , Ciiminal-Roman von SÄ A°t».n.g 5 3,*»* Ä 3052) Allen Denjenigen, welches M unsere unvergeßliche Schwester und M i Schwägerin zu ihrer letzten Ruhe-M ) flöhe begleitet haben, sagen roir Är hiermit den innigsten Dank. M | Tie trauernden Hinterbliebenen: W Jacob Vchrmund. M Zohannctte Lehrmund. M Den stetigen Fortschritt in der Gunst des Publikums, welchen der \ Berliner Börsen-Courier | erfährt, hat derselbe offenbar nur der verständigen und gewiseenliafi’len Ausführung seines Programms zu danken. Unser Blatt verspricht nicht mehr, wie es halten kann und wie es hält, wir massen uns nicht an, unsere Abonnenten vor >. der Möglichkeit jeden Schadens zu bewahren, der aus ihren Börsengeschäften hervorgehen kann, noch, ihnen unfehlbare Vortheile zu - verschaffen, die Niemand zu garantiren vermag. Zeitungen, welche mit derartigen Versprechungen Leser heranzuziehen suchen, treiben £ Humbug, dessen Ausgang schliesslich nur der Misserfolg sein kann. Wir wollen das Vertrauen, dessen wir uns allerwärts erfreuen, befestigen und erhalten, indem wir mit Sorg:iAlt f und Umsicht die Aufgabe eines grossen und gediegenen Börsenblattes zu erfüllen streben. Alles, was man von einem grossen Börenorgan forden kann: I Vollständiges und sorgfältig bearbeitetes tabellarisches Material: Courszettel, Verloosungslisten, Uebersichten der Eisenbahn Einnahmen, Zusammenstellung der verschiedenen Resultate industrieller Unternehmungen etc. etc. s Raül über ihren Effectenbesitz und über in Ansicht genommene Erwerbungen. Die vielfache Benutzung, die der allmonatlich unserer | 6 Zeitung beigefü^te Fragebogen findet, zeigt deutlich den Beifall, dessen sich diese Einrichtung erfreut. V Dass überdies - der „Börsen - Courier“ gleichzeitig eine vollständige politische Zeitung mit reichhaltigem Feuilleton | Iist und für seine Leser jede andere Tageszeitung entbehrlich macht, sei besonders für Diejenigen zur Beachtung empfohlen , welche p sich durch den scheinbar billigen Preis zur Anschaffung gewisser Börsenblätter verleiten lassen, welche das Publikum mit der grössten Unverschämtheit düpiren, indem sie Gutes und Schlechtes ohne Kritik begeifern. Der Berliner Börsen Courier" erscheint wöchentlich 12 Mal: Sonntags in einer Morgen-, Montags in einer Abend-Ausgabe. Bestellungen nehmen alle Postanstalten und Zeitungs-Spediteure an. Der Vierteljahrspreis beträgt bei allen Post- £ anstalten (auch bei den Berliner) 2 Thlr. 20 Sgr., resp. 2 Thlr. 25 Sgr. incl. Bringerlohn, bei den hiesigen Zeitungs - Soediteuren ß 2 Thlr. 15 Sgr. Die Expedition „Berliner Börsen-Co tiricr6’, Berlin, Mohrenstrasse 24. Annoncen-Lrpedition G. L. Daube (t Co. .; Central - Bureau: Frankfurt a. M Beprasent unten A in allen größeren Stabten Europa's. Tägliche directe Expedition aller Arten u von Anzeigen zu Originalpreisen in g alle Zeitungen des In- und A usl and es | Prompte und billige Bedienung. | Zeitungs-Cataloge gratis u. franco. 3039) Am Sonntag Nachmittag wurde bei dem halb 5 Uhr Zug nach Cassel eine Nadel (Stein in Gold gefaßt) verloren. Der redlickc Finder wird gebeten, selbige gegen gute Belohnung in der Exped. d. Bltts. abzugeben.________ 3040) Ein braves Dienstmädchen wird auf sogleich gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. Wer eine Annonce in hiesigen oder auswärtigen Blättern veröffentlichen will, erspart Mühe und Vo o- kosien, wenn er damit die Unterzeichneten beauftragt, reren alleiniges und ausschließ- liches Geschäft es ist, Anzeigen in alle Zeitungen der Well zum Original-Kostenpreis. und ohne Nebenspesen zu befördern. Haaj.n!lcin Ä' Vogler, Frankfurt a. M., große Gallusftraße 1. Sachverständige und unparteiische, nach keiner Richtung he-1 einflusste Urtheile über alle Erscheinungen auf dein Gebiete | der Börse, des Handels und Verkehrs, Umfassende Correspondenzen von allen Börsenplätzen, Eingehende Erörterungen aller Handel und Verkehr in irgend \ einer Richtung tangirenden Schritte der Gesetzgebung und * der Verwaltung l .Berliner Börsen Courier" in vorzüglicher Weise. lerCiner Figarv mit dem Beiblatt Berliner Börsen Courier“ seinen Lesern nützlich zu sein durch briefliche Ertheilung von | 2935) Ein Hausknecht oder Laufbursche wird zu bald bei hohem Lohn gesucht. _______Dr. C- LaubingeEnaelapotheke. 2787) Ein braves, mit empfehlenden Zeugnissen versehen - s Mädchen, welches put kochen kann und in häuslichen Arbeiten erfahren ist wird gesucht. G- H Schirmer, Lit. A. 189. Werlmer Mörserr-Iigaro I vierteljährlich 1 Thaler franco. j □Hß“ Bcstcllnugcn nimmt jede Postanstalt entgegen. | Inhalts - Verzeichnis: Politik, Straßenvorfälle, Aus der Gesellschaft, Gerichtswesen, öffentliche Schäden, | Polizei, Bauernfängerei, Unqlücksfälle, Personalnachcichten, Ministerialnachrichten, Hosnachrichten, Vereine, Recensionen, Theater, Romane, | Novellen, interessante Feuilletons. Börse, Aetienunternehmungen MgT 39 Hunwriflische Jiriiflrationen Die am 1. Juili er neuhinzutrelenden Abonnentcn erhallen den bis dahin erscheinenden Theil des neuen D (CnnhMTHrf(> ^Vtffh Don der Anglo - Swlss - Coi.densed - Milk - Comp. in Cham \XUuvlu|lllU wllluj (Schweiz), pr. Büchse 39 kr., empfiehlt Emil Fischbach 2749) Eine t er ersten Cigarren - und Rauchtabaksfabriken in der Nähe von Frankfurt a/M. sucht mr Bereisung des Mittelund Unterrheins, von Mittel- und Norddeutschland, eventuell auch Schleswig-Holstein, einen fleißigen, soliden Reisender. Derselbe muß gute Empfehlungen besitzen und die genannten Gegenden sckon bereist haben. Bewerber, meld’,e in der Branche bereite» arbeiteten, genießen den Dornig. Gest. £)fierten sub Chiflre ifl. 7484 be- förde't die Annoncen ExpedUion von JRtt- dotf 19.'Sosse ''n Fragte flirt