m, Dlcnstag dm 31. December MIA H Nr. 116, jen Orchester __ (5917) Erscheint Sonntag, Mwch, Pkltag. $tet$ vierteljährig 1 p. 12 h. «tt Nrinarrloh«. Durch dis Post bezogen vierteljährig 1 fL 29 fx. T)cr Herzog von Gramont beruft stch auf Zusicherungen, welche ihm von Seiten Oesterreichs gemacht worden wären, welches erklärt härte, daß die Sache Frankreichs auch die seinige wäre und daß man demgewäß auch auf dessen militärische Unterstützung rechnen könne. Außerdem erklärt sich der ehemalige französische Gesandte in Wien und nachmalige Minister L. Napoleon'S erbötig, durch Vor- lequng von Actenstücken den Beweis für seine Behauptung zu erbringen. L^arvb großes Aufsehen aller Orten; vor Allem aber großes Aergerniß und peinliche Verlegenheit in Wien. Zn Frankreich selbst mögen die Enthüllungen des Herzogs einen gemischten Eindruck gemacht haben; denn da alle Parteien, mit Ausnahme der Bonapartisien, übereingekommen sind, den unglücklichen Krieg, eben weil er unglücklich ausgefallen ist, der kaiserliche» Regierung allein zur Last zu legen und sie ganz besonders wegen des Leichtsinns zu verdammen, welcher sie verführte, sich ohne g.sicherte Alliancen in den Krieg zu stürzen — in Frankreich wirb ms» nur mit Widerstreben und ohne Dank den Nachweis führen lass.», daß die Regierung d?S Kaisers minder schuldtg sei, als man sie ansehen will. Es wäre denn, raß die verletzte Nationaleitelkeit eine größere Befriedigung darin finden sollte, das. nationale Unglück einer fremden Treulosigkeit, statt der Unbesonnenheit der eigenen Regierung zuzuschreiben. Um so mehr aber muß man sich in Wien aufs Peinlichste davon berührr fühlen, durch die Auslagen Gr^mont's und dessen angekündigte Enthüllungen sowohl Frankreich als Deutschland gegenüber cowpromittirt zu werden, und es ist bereits der Anfang gemacht worden, den unerwarteten Schlag durch einen Contre- Coup zu pariren, indem man den französischen Diplomaten als den Narren seiner eigenen Einbildungen darstellt. . SUian hat in letzterer Zeit viel von dem Particularismu- und de« Kirch- thurme-Intereffen der Provinz Oberheffcn zu reden gehabt. Wir glauben aber, daß es sich bei unserer Landes-Universität nicht um die Interessen einer Provinz, jonoern um die des ganzen Landes, — also fämmtlicher Provinzen wohl han- oeln dürfte! Also wird man uns wohl nicht des Particularismu» und der Kirchthurms-Intereffen beschuldigen, wenn wir sagen: es ist hohe Zeit, daß auch für unsere Universität Gießen einmal etwas gethan wird! Wir müssen uns tief beschämt fühlen, wenn wir auf die Entwickelung, die Frequenz der Universität Heidelberg einen Blick werfen. Dort wird nicht grknau- sert ober auf Kosten Heidelbergs die Unterrichtsanfialten Karlsruhe'» in die Höhe zu bringen versucht. Nein, man gibt mit vollen Händen, man bietet Alles auf, um den alten Ruf Heidelbergs und seiner Universität unter allen Umständen zu erhalten, zu bewahren. pei™ u w tat Deutschland. Aus Hessen. Ein Hauptaugenmerk wird der neue Landtag auf ^unsere Landes-Universität Gießen zu richten haben. Unter den wichtigen Aufgaden, welche ' einer befriedigenden Lösung von Seiten unserer LandeSvrrtretung entgegensehe», * nimmt die Universität Gießen eine der ersten Stellen ein. Zurückgegangen, jju- A rückgesetzt in Allem, muß ihr Luft geschafft werden, soll sie überhaupt wieder jene Stellung einnehmen, welche sie vor dem Jahre 1848 besessen. Es ist eine allbekannte Thatsache, wie bis zvm Jahre 1848 unsere Universität florirte und sich den bestbesuchtesten Universitäten Deutschlands würdig an ' j t>ic Seite zu stellen vermochte. Da kam die unglückliche Reactionsperiobe von | 1849 und legte sich bleiern um die Füße unserer so lebenskräftigen, frischen Laubes Universität. Mehr und wehr wurde sie gefesselt, eingeengt und derart kärglich mit Mitteln bedacht, daß sie seit langen Jahren dahinßecht, ohne die geringste Hoffnung auf eine baloigc Genesung zu haben. Das Dalwigk'sche Regime hat sich schwer an diesem so gewaltigen Factor unseres Landes versündigt. Nicht minder aber auch jene verflossenen Landtage, welche weder Sin» noch Ohr für unsere so schwer darniederliegenve LandeS-Uni- 1 versilät gehabt habe»! So ist es denn gekommen, daß die feindlichen Elemente unseres Universität Gt.Zen darunter besonders unsere Herren Ultramontanen in Mainz, einen Stern nach dem andern aus dem Fundamente derselben zu nehmen vermochten. Was diese allein nicht vermochten zu thu», dazu verhalf ihnen der schlechtrer- lanvene Particmarismus der Darmstädter, welche Alles verlangten zu haben und wenn es auch selbst auf Kosten der Universität Güße» zu geschehen habe. Nur Darmstadt hat erreicht, was es haben wollte; es hat vorlresfliche Unterrichts - Anstalten aufzuweisen, aber darunter ist Gießen so ziemlich zu Grunde gegangen! < Gramont contra Beust. Angeregt durch eine vor der September-Commission abgegebene Aeußerung des Herrn Thiers hat der interessante Herzog von Gramont sich durch ein der Olffcutlichkeit übergebenes Schreiben gegen den Dorwurf zu rechtfertigen gesucht, bofe er Frankreich in den Krieg getrieben habe, ohne daß er zuvor Verbündete für dasselbe gesucht und gefunden hätte. Bei dem schlimmen Ruf des Herzogs v. Gramont wurde eine solche Taktik auch des Erfolges ziemlich sicher sein, zumal man sich auf ActenstÜcke berufen kann, welche das Gegenttzeil dessen darthun, was Gramont behauptet und die östcr- re chische Politik des Jahre» 1870 als eine correcte und loyale charakterisiren; leider steht dem schlimmen Ruse des Herzogs v. Gramont dcr nicht minder üble Ruf des Grafen Beust gegenüber und es ist ja sehr wahrscheinlich, daß Altenstücke vorliegen, welche, je nach Auswahl, die Anklagen des Herzogs v. Gramont unterstützen ober entkräften können. Man hat vielle'cht eine pikante Lectüre zu erwarten; da aber die beiden prozeßführenden Parteien von der öffentlichen Meinung bereits gerichtet und von ihrem Schicksal ereilt sind, so wird rhr Prozeß nur da» Interesse eines Scanda'prozeffeS erregen, aber sehr wenig zur Ehrenrettung de» einen ober anderen TheilcS beitragen. Möglich allerdings, daß »och andere Persönlichkeiten, oder einzelne Kreise Wiens, welche mit der Beust'schen Politik cooperirlen, sia-. im Augenblick nicht ganz behaglich finden mögen; ein Grunv, daß tu Enthüllungen de» Herzog von G amont die wieder hergest llten guten B ziehungen Deutschland» zu Oesterreich comprvmittiren können, liegt doch nickt vor. Daß die deutsche Politik Preußens in dem Grafen Beust ihren ge- fchworenen Gegner hatte — darüber war ja niemals ein Zweifel; aber die Politik des Grafen Beust trug allezeit einen so prägnant persönlichen Charakter, baß sie nach der Entfecnung der leitenden Persönlichkeit auch ihre Conseauenren verloren hat. Um so wehr, als der Nachfolger Beusts, obwohl er in die Anschuldigungen des Herzogs von Gramont mit verflochten worden ist, stch zur Wiberlegung derselben ganz einfach auf die Unmöglichkeit berufen konnte, in welcher er sich, als damaliger ungarischer Ministerpräsivtnt, befand, eine Politik zu verfolgen, die von dem ganzen Lande perhorreScirt wurde, während er zugleich durck den wohl verdienten Rus seiner Loyalität gegen den Verdacht der Duplicität geschützt ist. UebrigenS sind auch wir Deutschen von der sentimentalen GeschichtSauffaffang geheilt worben, seit wir selbst wieder G.schichte zu machen begonnen haben; und w'nn immerhin die Beweise sich mehren und vervollständigen sollten, daß Oesterreich im Jahre 1870 in feinen Absichten durch unsere raschen Erfolge gehemmt worden sei, so werbe» wir uns darum in der Herzlichkeit der s?geuwärtigen Beziehungen nicht stören lassen, nachdem diese aus de« Boden der Thatsachen gewachsen ist und sich in der Uederzeugung gle chlaufender Interessen bestärkt hat. Die bereit» erbrachten und in Aussicht gestellten Enthüllungen können nur ein retrospektives Interesse hoben, es wäre denn, daß sie in Oesterreich selber den Blick für gewisse Einflüsse schärften, di-, ohne daß sie die Verantwortlichkeit «heilen, welcher die sog nannten Leiter der öffentlichen Angelegenheiten unterworfen sind, verhängnißvoll für die Geschicke de« Reiches werben könmn, während sie glsichwohl nur persönlichen oder Partei-Interessen bienen wollen. Erschemt täglich, mit Sus »ahme Sonntags. TxyedUion: Tanzleiberq, Lit. B. Rr. 1. Die badischen Patrioten haben eben ein warmes Herz, das richtige Der- ßändm'ß für ihre so blühende Heidelberger Universität! Welch' kläglicher Ab- stand doch zwischen Gießen und Heidelberg? Während die Frequenz der Uni- versität liegen eine höchst bescheidene genannt werden muß (incl. der Nic-t- Jiumatricullrten 323 Zuhörer), erfreut stch umgekehrt Heidelberg einer von Jahr Zu Jahr sich steigernden Zsnahme von Seiten der fiudirenden Jugend. Selbst unsere hessische Jugend scheint sich mit besonderer Vorliebe nach Heivelb-rg zu wenden, wenigstens weist das Verzeichniß des Wintersemesters 72/73 nicht wem- ßcr als 26 Hrssen, zumcist Darmstädter Kinder, nach! Sollte da- nicht such ein gewisses Streiflicht werfen auf die Verhältnisse anferer LandlS-Univeisität? Wenn die tonangebenden Darmstädter Kreise so lebhaft die Universität Heidelberg mit ihren Söhnen besonverS frequentiren, so muß es doch wohl in der einen oder anoern Hinsicht mit der Universität Gießen etwas hapern ? y Wir erwarten, daß der jetzige Landtag die Universität Girßen einem ein- geyendcn Studrum unterwirft und baß er bestrebt ist, die Sünden feiner Vorsänger wieder gut zu machen. Aber nicht auf die lange Bank schieben, — das mochten wir doch freundlichst die Herren ersuchen. Wenn man Überall nach „Llcht" und „Luft" nun schreit, so mögt man sie doch auch unserer Landes- Universität Gießen zu Thril werden lassen. Immerhin aber durften unfm Herren Patrioten, weiche so gerne den Blick nach dem großen Ganzen schweifen lassen, 1 wohl than, wenn sie stch auch ein wenig um unsere häuslichen Angelegenheiten J bekümmern wollten. Die Mutter Germania ist in guten Händen, aber bei der grau Hassia haben wir i*n» sagen lassen, soll es noch sehr viel Schutt in ihrem Hauswesen geben! ^Darmstadt. Der Abg. v. Rabenau hat folgende Interpellation an da» Mtnißenum gerichtet: ,Bm 10. d. Mts. hat der königl. preuß. Handel-minister dem preußischen Abgeordnetenhause Vorlage über Herstellung einer direkten Eisenbahnverbindung zwischen Eybtkuhnen und Mttz gemacht. Von der Strecke find fertig die Strecken Eybtkuhnen-Berlin und Diedenhofen- Metz. Noch zu erbauen find die Strecken Berlin-W^tzlar refp. Lahnstein.Trier-Diedenhofen. Die Strecke "' Berlin - Wetzlar soll nach der Vorlage mit Umgehusg des zroßh. Hess. Gebiets insbesondere also nach der Stadt Gießen, auSgcführt werden, da von der im । Mnttjal auf königl. prevß. »ebiet gelegen-« Main. W-s-rdahn-Station Fron- Hausen aus die »on der Natur «orgrjelchnete Richtung oitfer Bahn in Lahnthal m. K. rgs-Lvediteure und Nt 6 lUtüicke Poft'Anstalteu Hättem tvcscnM uni«- , PM 6p«“1" i,b* ‘S neuen xicaro/ [en -reisen und von allen ^krichlswei'en, Polizei, i'en ^inisierialnachrichtcn, Vereine. JnweMtes tartiftl, reI-g--Pd>i»° (? M i« »ch-d- :■•■$<» inbufWeU.cn unb ,, ei,» bte? mit mir rünbiilftil Md «-da«^ ftss-luder Mr. 303 0.3^' ' I tvske -SÄ'- k \A 5») ;Wf I: Nachdem der Kaiser der Chinesen vor Kurzem glücklich in den Hafen der Ebe eingelaufen ist, baden die gnädigen Stiefmütter b«S jungen Monarchen, welche während der letzten 11 Jahre das Scepter des himmlischen Reiches geführt, in ihrer Weisheit beschlossen, in seine Hände die Zügel der Regierung niederzulegen. Es sind h Folge düses Beschlusses zwei Edicte ergangen, von denen das erste ankündigt, M Tung.Tschi grosse Fortschritte in seinen Studien gemacht habe, Mor oo soll in dem Lichtmeiche Zeichnetes J als: 15,LR. 5,2 52,5 22,4 51,5 48,2 3770 $ 1260 U- 33a: 169 Gitf i Dur mit' 151 Rade Duri mit! 2 Birk. 10 Eiche 57 Kode Di-Zus 's! Arrac °!npsie (1948) A eilen. Frankf. Bank 1463/< Frankf. Vereins-Kasse 163 Darmst. Bankact. 544>/z Wien Bankaoden 1032 Oest. Oredliaot. 357 Galizien 244 von LorzuK den ilnSsc getrieben, ein brilttr wurde mit eitlen Wunden auf das obere Gebälke geworfen, Dem vierten beide Beine adgeschnitten und der fünfte gewaltig verstümmelt zur Thür hinanSgeschleadert. Dee sechste war eben zur Thüre hinanSgetreten, um einen Tran! zur Weihnachtsfeier zu beschaffen. Er wurde beinahe 15 Schritt« »eit »am Luftdruck geschleudert, ohne erheblich beschädigt zu »erden. Keiner der Verletzten war sofort tobt, obwohl dir llnglücksstätke den Anblick eines schlacht» Sause« bot; drei staibeu aber alsbald and sind bereits beerdigt, zwei leben nach, darunter derjeniae, welchem die beiden Beine wrggeflogen sind. Beide sollen aber derartig verstümmelt sein, daß ein baldiger Tod ol« «ünfchenSwerthe Erlösung aon furchtbaren Leiben betrachtet werden müsse. Sammtnche Verunglückte find unbemittelte Arbeiter au« dem nahen Dorfe Bonbaden. Derjenige, welcher noch ohne die beiden Beine lebt, hat zwei blinde Kinder, welche nun ihrer« Ernährer« iss ! M Aahlaäni 3ahluu 8lt verp^ We Sur Da 5928) Pveufls. 4Vs% Oblig. 10278 Frankl. •31/a% Ob!. 86‘/2 Naa» 4V»% Obi. 991/2 K.nrhesa. 4% n 935/r Gr. Hess, 5% Obi. 102 Gelcbortcn« fl. kr. Pr. Friedrdot 9 57—58 Piüiolen . . 9 42—44 „ doppelte 9 43—45 Holl.fi. 108t. 9 53 -55 D aoaten . . 5 31—33 20 Frankens!. 9 2O*/8—21 erwartet. England gebet auf der Lohnherebfehung . Rorthampton und im südlichen London beschlossen gestern, eine Euryabe für verurthetlten Gasarbeiter, eortn sie um nochmalige Prüfung des UrtheilS suche«, au den Minister des Innern zu richte«. Güte verfl bet W m neuen Gu Mehrheit gesehen w- Giehen, Groß B L ,—-—■ veffe Nach erk mögen de BernSfell Anmeldung sprüche un: Donn (5851J bei Meidu geladen. ; sucht und: vertretenen Arrangemi verwaltun! genommen Mehrheit । Gründ ei Grohher Erdn Landr h b ■ Antlitz zu schleudern wagte, t—A w ... Die Unverschämtheit (der Papst gebraucht dar Wort impudenler) Benedet i S dem Könige gegenüber ist hier weit überboten. Das deutsche Nstionalgefühl i wird sich aber Rom gegenüber so wenig verläugnen, wre damals gegenüber Frank- reich. Was dem Kaiser heute geboten wird, ist eine grössere Undill, als das Emser Attentat." Die „Spen. Ztg." theilt hierauf die auf Deutschland bezügliche Stelle der Allocution in dem authentischen lateinischen Texte mit. Das Ortainal ist in aedibus vaticani gedruckt. Berlin, 30. Decbr. Die „Nordd. Allg. Ztg.", de» Gleichmuth der preussischen Zeitungen gegenüber den G.ammont'fchen Enthüllungen besprechend, findet die Ursache davon in der Zuversicht auf die sreundnachbarlichen Gesinnungen des heutigen Oesterreich - Ungarns und dessen dauerhaftes Einvcrnchmen mit Deutschland. Die „Rordd. Allg. Ztg." sagt nach einer entschuldigenden Aeusserung über den Graf Beust, kessen Antecedentien kein Geheimn-ß seien und der als österreichischer Minister berechtigt gewesen sei, gegen Deutschland aufzutreten, wenn massgebende Interesse Oesterreichs solches vorzuschreiben geschienen habe: „Geyen wir über eine Recrimination von bloS historischem Interesse zur Tagesordnung über, auf welcher das vou den beiderseitigen Regierungen getheilte, von den LebenSintereffen beider Nachbarreiche gleichmässig dictirte Verlangen steht, das jetzige gute Einvernehmen zu einem dauernden zu gestalten." • Die Ztg.", v.elch- bet dem bevorstehenden Ntujahrsempfang des Papstes die Wabr- fcheinlichkeit einer noch heftigeren Auslassung desselben Voraussicht, spricht die Erwartung aus, daß der deutsche GeschäftStiäger, welcher dem Vernehmen nach ar. der NeujahrS-Cour Thetl zu nehmen angewiesen gewesen sei, in Folge der Allocution dessen üb.-rhoben werden wird. — In Posen und Königsberg i. Pr. ist den dortigen Zeitungen amtlich eröffnet worden, daß sofortige Beschlagnahme er- folgt, wenn ste Vie in der jüngsten Allocution des Papstes enthaltenen, gegen Deutschland und dessen Regierung gerichteten Beußerungcn aufnähmen. Bayar. 5% » 100'/2 „ 4i/a 0/0 1jährige 933/4 40/g 1 jährige 92‘/2 Wturtemb. 4 ■/3 % Obi. 9M/j Baden 4y3% Obi. 0. L. L. 99l/< Oeaterr. Qilberrente 647/s w Papierrente 60/, Avant?.!, neuest. 30/0 27>/0 kn-erik. Bonds 1881r 985/g _ „ 1882r 96 ri _ w 1885r 97 • „ 1887t 97 V, In Cardiff werden wahrscheinlich 70,000 Gruben- Ianuar die Arbeit cinsteven, wen» die Arbeit- beharren. — Große Arbiter - Meetings in Rußland. Petersburg, 28. Decbr. Ein Bulletin von heute Vormittag 111/4 Uhr besagt: Der Fieberzustaud hat etwas zvgenommen. Der Grossfürst schwitzte Nachts und schlief 41/2 Stunden ununterbrochen und ist kräftiger als gestern. Petersburg, 29. Decbr. Einem Bulletin von gestern Morgen iy4 Uhr zufolge hat der G ossfürst Thronfolger Vie Nacht ruhig verbracht und ununter, brochen fünf Stunden ruhig geschlafen. Der Fiederzustand hat weder ab- noch zugenommen. Der Kräftezustand ist sehr zufriedenstellend. Asien. egyggggggggggggggnEHHHHBeHBIHHÄeGL- Die Correlpmidem des Einzelnen mit Allen. + + Es [icat uns das soeben in 12ter Auflage erschienene Zeltungsverzeichmß der Nnnonccn-Expedition von G L. Daube K» Co- vor- Dasselbe fuhrt sich diesmal beim Publikum mit einer interessanten Vorrede über das Wesen des Annonclrens der Corrcspondenz des Einzelnen mit Allen — ein, gibt durch seine Reichhaltig feit eine fla?e Uebersicht über den neuesten Stand der heutigenPresseundlegt durch möglichste Vervollständigung so recht Zeugnch von der erfolgreichen Wirksamkeit dieses rührigen Jnstttutc«0°^„^ jägIenbe Catalog tarnt sowohl birect vom Ecntralbirrcau in Frankfurt a. M , als auch von den in allen größeren Städten befindlichen General- Agenturen gratis bezogen werden. Weilburg, 26. December. Am verflossenen Dienstage, cm Tage vor uw«..» «s*y*g*k;STtSÄfSÄ?«SÄ« a Veritü" entnommen war. Die wayrhast unerhörte Bat c g Belegschaft, darunter der Steiger Sirack, in der Hütte eiugefunden, * Bis da« Caffecwasscr in den Kesseln zum Sieden ÄMlehetMlißONe. Darmstädter fl.50Loose 206 , »25 , - Knrh. 40 ThJr. 70 Nasaaa 25 fi. 48 Braunschweig 2r 24 3% Oldenburg, ä 40lhlr. 37 40/g bayr. Präm.-An.? 111 Vs 40/0 badische -«oose 1093/< Badische fi. 35 Loose 68V3 Oestr. fi. 250 v. 1854 91 1858r Prio:ritätaloo«e 211 1860r Loose 245/g 1864r „ 157 Oesterreich. Hermannstadt. Der großartige Walvbrand, von welchem rch am 5. December berichtete, istg nachdem er einige Tage gewüthet hatte, durch einen ergiebigen Schneefall in den Gebirgen gelöscht worden. Es unterliegt keinem Zweifel, daß derselbe durch rumänische Schafhirten absichtlich gelegt wordcn ist, da es gleichzeitig an mehr als 50 verschiedenen Ortes brannte. Dec tn golce der früheren großen Trockenheit sehr beträchtliche Schaden trifft diesmal weder die sächsischen Nationalforstungen, noch die Stadt Hermannstadt, sondern meh- rere sächsische unv rumänische Gemeinden. — Ob wohl die Thäter eruirt und aur verdienten Strafe werden gezogen werden? — Die bisherigen E fchrungen antworten darauf mit einem entschiedenen „Nein." Ist doch leider Siebenbürgen gemeint, wenn der Engländer Boner singt: „Kennst Du das Land, wo man den Wald verlumpt?" Italien. NvM, 27. Decbr. Die „Agenzia Stesani" versichert, daß die diplomatl- scheu Beziehungen zwiswen dem päpstlichen Stuhle und der Schweiz abgebrochen worden sind. Der Geschäftsträger des Papstes in Luzern werde mit dem Ge- ho/o tetr. F.8t. B. 359£ Lombard. Bahn 202 Ludwigsh.-Baxt^ä«: 200 Maxbahn — Bayer. Ostbahn 130 Rheir -Nahebahn-Act. — Hees. Lndwigab.-Act. — Oberheesen w 743/4__ PriorTt&t»u. 30/(, oster.Ötsb.-Pilor. 59i/e 3% öst. 3. Lombard — 30/0 Llvomeeer 36‘/r 50/0 Toscaner 58’/4 5% Elteabeth.-Prior. 82 do. n. Emlss. 90'/z , . 4% , 98 . „ 3lrj|||e ^eim ^ucht wird, sind in erster Reihe die ZerDringlichkeiten europäischer i-e-oubt sind_________ ___ Sür die Ueberschwemmten der Dst- u»d Nordsee. sind einaeaanaen- $iarie Hofmann 2 fi.; Militär-Verein zu Grosi-Bu eck 2 fL 31 tr.; Realfchul - Dir-ttor vr Stein 4 ff., Summa 8 fl. 31 tr., mit früherer Quittung ll^i weitere Gaben bittet dringend Die Expeb. des Eießener Anzeigers. Bote della Veritü" entnommen war. _ führte Sprache ist offenbar tend-nzio« abgeschwacht worden. Wir geben Den «httaaefftn iu bereiten. lateinischen Text Der auf Deutschland bezüglichen Worte nietir. ®tnn J* ' faB1| pQb ctl9 Steiger Anordnungen für Den Abschluß vor Den Feie.tagen und getreue deutsche Uebersetzung veröffentlichten, stunde da« Etnichreiten^de« St°°t«. P tr(i Dpnamitpativn-n auf Scheitern Holz, welche auf Den Ofen anwalt« in bestimmter Aussicht. Die von uns gewählte Form schli-ßt uns r s »./^„en, erwärm-n und dieselben, welche bekanntlich bei noch ziemlich hoher öiffen« bex animus injunandi au«. Die Reihe s^brer Beleidigung n, »e che 'gefrieren, zur V.rwendung unmittelbar nach Dem Mutagrffen zu da« jkirchenoberhaupt von feiner hohen Stelle in der Aussprache an die Eardi. @(tte der Patronen fiel zwischen den Scheitern durch und exploDirte nale und mit der Bestimmung, Klerus unb Baten der ganjen mi/ den beiden andern. Der Ofen zersprang in lauter winzige Splitter, Der kannt zu werden, dem deutschen Reiche und dessen "Ebenem Oberhaupt in auseinander und 5 Wann wurden ganz entsetzlich verletzt. Der eine SläSÄ «- ww*» ” !***«•«!• *ü* ^ixiaterdam k. 8. 98V, Augsburg k. 8. 100 Berlh) k. 8. 1047/fl Bremen k. 8. 175V« Brussel k. 8. 93V4 Hamburg L 8. 86‘/4 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 118 Lyon k. 8. — Paria k. 8. 923/8 Wien k. 8. 106 ditto m. 8. - ditto 1. 8. 1055/8 Dißoonto 5% I Cor«itto« „ " ®rEt6,„l Uh, trn M., ®(Htrn. «b..ch '-'° *V, Ui, *lttt °d. M v ?rc W> dklliMa J , »^< L,ü.«-108 S 3''3321V, !** ^«,3'y k^135 ttO^emeiner Anzeiger. iVIowttmrenileBl ltkeine®ein3 .. Geisewkeimer von G ebrüber Höhl in Geisenheim, empfiehlt zu Originalpreisen (5820) Emil Ftsckbacb, Seltersweg. 5727) Specialität für Patent -Futterschneidmaschinen ganz von Cisen und Stahl, für Hand-, Göpel- u. Dampfbetrieb. Sofortige Lieferung unter Garantie. Jährlicher Absatz ca. 4000 Stück. 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Näheres bei der Exved. dieses Blattes. 5013) Ein kleines Logis in meinem Nebenhause, 3 Zimmer, Küche u. s w. enthaltend, zu vermiethen. __H. Becker, Anlage. 5957) Ein möblirtes Zimmer mit heizbarem Cabinet sogleich zu beziehen. Neue Anlage C- Nr. 32, zwei Treppen hoch. 5954) Drei Zimmer mit allen Bequemlichkeiten an eine ruhige Familie zu vermiethen und gleich zu beziehen. Neustadt, D. 201. Berauschte Anzeigen. Viehversicherungs'Gesetjschast. In der Generalversammlung vom 29. December wurden die Herren Karl Metzger, Karl Plank, Friedrich Simon in den Vorstand und die Herren Georg Lampus und Wilhelm Lindenstruth zu Ersatzmännern gewählt. In dem Vorstand verbleiben die Herren Christian Haubach, Friedrich Führer, Philipp Marx, Konrad Noll IL, Philipp Schwan, Heinrich Vogt. Der Präsident: (5961)_______________K. Simon. 5963) Hiermit werden alle Diejeniaen aufgefordert, binnen 8 Tagen die rückständigen Zahlungen an Plank'sche Erbschaftsmasse zu entrichten, widrigenfalls sie eingeklagt werden. _____________ Heinrich Plank. Ein Lehrling kann bei mir eir.trctcn. (5950) __________________Jul. Bach. Schutt kann auf meinem Bauplatz, (Eck der Garten- 5724) Im Fr. V o g t 's ch e n Wohn- hause ist per 1. Januar k. I. ein Familieu- logis zu vermiethen. _ 5818) Lit. A 179 vor dem Wallthor'straße) gegen Vergütung ^abgeladen werden- find 2 Zimmer mit Küche rc. zu vermiethen- 5756) Louis Petri II. Mindere Bekanntmachungen. Edictalladung. 5483) Nachdem über das Vermögen des Heinrich Seipp von Burkhardsfelden Eoncurs erkannt worden, wird zur Anzeige von Forderungen jeder Art nebst etwaigen Vorzugsrechten bei Meldung stillschweigenden Ausschlusses von der MasseLiquidations- termin auf Mittwoch den 29. Januar 1873, Vormittags 10 Uhr, anberanmt. Im Termin soll zugleich die Güte versucht und über weitere Behandlung, Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Mai 1873 gestattet. Die Großh. BürgermeWreien dec umliegenden Orte werden Ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 30. December 1872. Gratzherzogliche Bürgermeisterei Gießen. (5953)____________Vogt.______________ Donnerstag den 2. Januar, Abends 7 Uhr, werden die Häute, welche im Jahr 1873 der Viehversicherunzsgesellschaft zufallen, im Locale des Herrn Führer versteigert. (5962) K- Simon- der Sache Beschluß gefaßt werden, und sollen in dieser Beziehung die nichterschie- nenen Gläubiger als den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen beistimmend angesehen werden. Gießen, den 18. November 1873. Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher, Wiener, Landrichter. Landger.-Assessor. Fcügedotenes. Fnrtwanger Loose l'ä 35 kr. bei I. Roloff am Wallthor. •5769) Ziehung am 2. Januar 1873. ! 5956) Ein großer Haufen Mist ist zu ^verkaufen im Darmstädter Haus. Oeffentliche Aufforderung Nach erkanntem Concurse über das Vermögen des Heinrich Kaufmann von Bernsfeld werden dessen Gläubiger zur Anmeldung und Begründung ihrer Ansprüche und Vorzugsrechte auf Donnerstag den 6. Februar 1873, (5851) Vormittags 10 Uhr, bei Meldung Ausschlusses von der Masse geladen. Im Termin wird die Güte versucht und von nicht erscheinenden ober nicht vertretenen Gläubigern, sowohl was ein Arrangement als die Beschlüsse über Masseverwaltung und Veräußerung betrifft, angenommen, daß sie den Beschlüssen der Mehrheit der Erschienenen beigetreten seien. Grünberg, den 7. December 1872. Großherzogliches Landgericht Grünberg. Erdmann, vr. Trapp, Landrichter. Landgerichts-Assessor. LersteigerMgen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 6. Januar 1873, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Districten Lichteneiche und Philosophenwald, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: I. Brennholz: 15,5 R -Meter Eichen-Scheitholz, 5,2 „ Nadel-. „ 52,5 „ Eichen-Prügel, 22,4 „ Nadel- „ 51,5 „ Eichen-Stockholz, 48,2 „ Nadel- 3770 Wellen Etchen-Reisholz, 1260 „ Nadel- II. Bau-, Werk- und Nutzholz: 169 Eichen-Stämme bis zu 40 Zentimeter Durchmesser und 15 Meter Lange, mit 76,77 Eubikmeter, 151 Nadel-Stämme bis zu 69 Zentimeter Durchmesser und 16 Meter Länge, mit 97,55 Eubikmeter, 2 Birken-Dtämme mit 0,45 Eubikmeter, 10 Eichen-Stangen mit 0,61 Eubikmeter, 57 Nadel- „ „ 3,71 Die Zusammenkunft ist auf dem Trieb. ; Imperial-Punsch-Essenz, Ärrac- , „ Rum Grog- „ Arrac-1 „ , empfiehlt in bester Qualität (5958)__________Gg. Wilh. Weidig. Wein - Verkauf. Rein gehaltene Pfälzer, rothe und weiße Mosel- und Nhein-Weine, per Flasche von 24 kr. an bis zu den feinsten Sorten, empfiehlt H. Schmoll, 5923) Frankfurter Hof. Schutz gegen die Cholera! Universal - Magen - Liqueur 5906) von Franz von Metternich in Mainz, erfahrungsgemäß bestätigt durch eine Menge glaubwürdiger Zeugnisse von anerkannt renommirten Aerzten, wie von höchst achtbaren anderen Personen. Das einfachste, sicherste und angenehmste Mittel gegen Magenleiden aller Art. Zu haben in ganzen, halben und Viertel- Flaschen bei Ed. Lind, Hof-Conditor, in Gießen; Ph. D. Kümmich in Friedberg ii» SclimaO zum Frankfurter Hof empfiehlt: Frankfurter Export, aus der Brauerei von I. G. Henrich . . pr. Flasche 8 kr. Wiener Märzenbier von Anton Dreher u. K- Schwechart „ w 9 „ Münchener Export von Ludwig Brei in München . . . „ „ 8 „ Pilsner Tafelbier aus dem bürgerlichen Brauhaus in P.lsen . „ „ , 8 „ Wicderverkäufer erhalten Rabatt. Frei in’ß HauS geliefert. (5921) 5740) Bestes Braumalz und feinsten bayerischen Hopfen hält auf Lager und empfiehlt E. Pitthan. 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Bemerkt Wird, daß das ganze Programm bis zu Ende vom gauzen Orchester gespielt wird. .(59.4.9 Wirthschafts-Eröffnung. 5960) Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich von heute an die von meinem Schwager G. Schellhaas geführte Wirthscbaft übernehme. Es wird mein Bestreben sein, durch gute Getränke und Speisen die Zufriedenheit meiner Gäste zu erhalten und für die Dauer zu befestigen, und bitte deshalb um gütigen Anspruch. Achtungsvoll II. Graff. 5954) Nach kurzem Leiden verschied heute unser innig H geliebter Sohn 0 Wilhelm. Gießen, den 31. December 1872. Ferdinand Bark & Frau Ein Bild au-! der Sturmflut des 13. Novbr. 5946) Eine gebrauchte, 'von H. Engelcke. — Der Christbaum int , , 7 sr • ■?. Elsaß. Von einem alten Straßburger, jcboci) ItOU) in fllltfttl ^)U''Mit Originalzeichnung von Rob. Aßmus. - Weihnachten der Nordpolfahrer. Von ,11111 Ui |lU/ urJinOHU;c Einem Mitglied der zweiten deutschen Nord- hlirb rn 'Polarexpedition. — Der Buchführer von veiuant IVHV zu Lemgo Roman von George He,ckiel. sFort- gepicht. Bon wem ? fagt^setzung). - Der Novembersturm. M,t 3 y?. ' < s. j Bildern von W. Sirnmler und H. Schurig, die (sl'ped. v. — Arn Familientische: Umschau im Gebiete ---. . .- der Länder- und Völkerkunde. — Zum Unterrlchts>Allze,qe flir 4)ümen. s Christfest. Gedicht von Karl Hackenschmidt. Montag nach Neujahr beginnt wieder j Zu Bestellungen empfehlen sich: ein Lehrcursus im Znschneiden und An-> ^e Ferber'sche Univ.-Buchhandlung, fertigen von Damenkleidern. Zur Theil-j Heinemann, I. Ricker, nähme ladet freundlichst cn R. Rothenberger Cafe Leib. 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